# 1.1 Datensicherheit – Grundlagen, TOMs und Zugriffsrechte

## Überblick

Datensicherheit ist ein Zusammenspiel aus Technik, Organisation und bewusstem Verhalten. Diese Lernseite behandelt Schutzziele, Kontrollen und Berechtigungen.

**So lernst du:** Beantworte jede Frage zuerst selbst und klappe anschließend die Musterantwort auf.

## Grundlagen und Schutzziele

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<summary>1. Was versteht man unter Datensicherheit?</summary>
<p>Maßnahmen, die Daten gegen Verlust, unerlaubte Veränderung und unberechtigte Nutzung schützen. Dazu gehören beispielsweise Sicherungskopien, Berechtigungen und Verschlüsselung.</p>
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<summary>2. Welche drei grundlegenden Schutzziele gibt es?</summary>
<ul><li><strong>Vertraulichkeit:</strong> Nur Berechtigte können Informationen einsehen.</li><li><strong>Integrität:</strong> Informationen bleiben korrekt und vollständig; unerlaubte Veränderungen werden verhindert oder erkannt.</li><li><strong>Verfügbarkeit:</strong> Informationen und Dienste sind zum benötigten Zeitpunkt nutzbar.</li></ul>
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<summary>3. Ordne zu: Kundendaten werden veröffentlicht, Rechnungen manipuliert, ein Server fällt aus.</summary>
<p>Veröffentlichung → <strong>Vertraulichkeit</strong>. Manipulation → <strong>Integrität</strong>. Serverausfall → <strong>Verfügbarkeit</strong>. Ein Vorfall kann mehrere Schutzziele gleichzeitig beeinträchtigen.</p>
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<summary>4. Was unterscheidet Datenschutz und Datensicherheit?</summary>
<p>Datenschutz betrifft den Umgang mit personenbezogenen Informationen und den Schutz der betroffenen Menschen. Datensicherheit schützt Daten unabhängig davon, ob sie einen Personenbezug haben. Beide Bereiche überschneiden sich.</p>
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## Technische und organisatorische Maßnahmen

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<summary>5. Was sind TOMs? Nenne technische und organisatorische Beispiele.</summary>
<p><strong>Technische und organisatorische Maßnahmen.</strong> Technisch: Verschlüsselung, Firewall, MFA. Organisatorisch: Schulungen, geregelte Rechtevergabe, dokumentierte Backup-Verantwortung und Notfallabläufe.</p>
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<summary>6. Wie unterscheiden sich Zutritts-, Zugangs- und Zugriffskontrolle?</summary>
<ul><li><strong>Zutritt:</strong> Wer darf in den Serverraum?</li><li><strong>Zugang:</strong> Wer darf sich am System anmelden?</li><li><strong>Zugriff:</strong> Wer darf eine bestimmte Datei lesen, ändern oder löschen?</li></ul>
<p><strong>Merksatz:</strong> Raum → System → Daten.</p>
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<summary>7. Wozu dienen Weitergabe- und Eingabekontrolle?</summary>
<p><strong>Weitergabekontrolle:</strong> Informationen bei Übermittlung und Weitergabe schützen, etwa durch verschlüsselte Verbindungen. <strong>Eingabekontrolle:</strong> Änderungen nachvollziehbar machen, beispielsweise über Protokolle mit Benutzer, Zeitpunkt und Aktion.</p>
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<summary>8. Was bedeuten Auftragskontrolle, Verfügbarkeitskontrolle und Datentrennung?</summary>
<p><strong>Auftragskontrolle:</strong> Verarbeitung gemäß festgelegten Vorgaben. <strong>Verfügbarkeitskontrolle:</strong> Ausfälle und Verlust abfangen. <strong>Datentrennung:</strong> Bestände für unterschiedliche Zwecke oder Mandanten getrennt halten.</p>
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## Identität und Berechtigungen

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<summary>9. Was unterscheidet Authentifizierung und Autorisierung?</summary>
<p><strong>Authentifizierung:</strong> Identität prüfen – „Wer bist du?“ <strong>Autorisierung:</strong> Berechtigung prüfen – „Was darfst du?“ Ein erfolgreicher Login erlaubt nicht automatisch den Zugriff auf alle Daten.</p>
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<summary>10. Welche Authentifizierungsfaktoren gibt es?</summary>
<ul><li><strong>Wissen:</strong> Passwort oder PIN.</li><li><strong>Besitz:</strong> Sicherheitsschlüssel oder registriertes Gerät.</li><li><strong>Sein:</strong> biometrisches Merkmal, etwa Fingerabdruck.</li></ul>
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<summary>11. Sind Passwort und PIN zusammen eine Zwei-Faktor-Authentifizierung?</summary>
<p>Nein. Beide gehören zur Kategorie Wissen. MFA kombiniert unabhängige Faktoren verschiedener Kategorien, zum Beispiel Passwort und Sicherheitsschlüssel.</p>
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<summary>12. Wie unterscheiden sich RBAC, ABAC und ACL?</summary>
<ul><li><strong>RBAC:</strong> Rechte folgen Rollen, etwa „Buchhaltung“.</li><li><strong>ABAC:</strong> Regeln werten Attribute aus, etwa Abteilung, Schutzklasse und Gerät.</li><li><strong>ACL:</strong> Eine Zugriffsliste legt Berechtigte und erlaubte Aktionen für ein Objekt fest.</li></ul>
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<summary>13. Was bedeuten Least Privilege und Need-to-know?</summary>
<p><strong>Least Privilege:</strong> Nur die für eine Aufgabe notwendigen Rechte vergeben. <strong>Need-to-know:</strong> Informationen nur bei fachlichem Bedarf zugänglich machen. Ein Mitarbeiter benötigt beispielsweise Leserechte für einen Bericht, aber keine Löschrechte auf dem gesamten Laufwerk.</p>
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<summary>14. Warum müssen Rechte regelmäßig überprüft werden?</summary>
<p>Aufgaben und Zuständigkeiten ändern sich. Nicht mehr benötigte Berechtigungen werden entzogen; bei Austritt wird der Zugang gesperrt. Sonst sammeln sich überflüssige Rechte an.</p>
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<summary>15. Was bedeutet Funktionstrennung?</summary>
<p>Kritische Arbeitsschritte werden auf mehrere Personen verteilt. Beispiel: Eine Person legt einen Zahlungsempfänger an, eine andere genehmigt die Zahlung. Das erschwert Missbrauch und reduziert Fehler.</p>
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## Merksatz

**Schutzziel bestimmen → passende Kontrolle auswählen → Wirksamkeit prüfen.**

## Prüfungshinweis

Nenne bei Maßnahmen immer den Zweck. „Verschlüsselung schützt bei verlorenen Datenträgern die Vertraulichkeit“ ist aussagekräftiger als nur „Verschlüsselung“.

## Quellen und Einordnung

Themenrahmen: [FI-Wiki – Datensicherheit](https://fi-wiki.de/Datensicherheit). Die Fragen, Beispiele und Musterantworten sind eigenständig als Lernhilfe formuliert; keine offiziellen IHK-Prüfungsfragen.

Vertiefung zu Berechtigungen: [OWASP – Authorization Cheat Sheet](https://cheatsheetseries.owasp.org/cheatsheets/Authorization_Cheat_Sheet.html).