# 1.3 Datensicherheit – Backups und Wiederherstellung

## Überblick

Ein Backup ist eine zusätzliche, wiederherstellbare Kopie. Entscheidend ist, ob die benötigten Daten nach einem Fehler tatsächlich rechtzeitig zurückgeholt werden können.

**So lernst du:** Bearbeite zuerst die Begriffe und anschließend die Wiederherstellungs- und Rechenaufgabe.

## Grundlagen und Planung

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<summary>1. Welche Ursachen für Datenverlust muss eine Sicherungsstrategie berücksichtigen?</summary>
<p>Hardwaredefekte, Stromprobleme, versehentliches Löschen, fehlerhafte Änderungen, Schadsoftware sowie Ereignisse wie Brand oder Diebstahl. Sicherungen müssen gegen gemeinsame Ausfallursachen geschützt sein.</p>
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<summary>2. Welche Daten sollten bei der Planung besonders beachtet werden?</summary>
<p>Unersetzliche Informationen wie eigene Projektdokumente oder Geschäftsdaten verdienen besondere Priorität. Wiederbeschaffbare Software ist anders zu bewerten; ihre erneute Installation kann trotzdem viel Zeit kosten. Auch Konfigurationen und benötigte Schlüssel gehören in die Planung.</p>
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<summary>3. Was gehört in ein Datensicherungskonzept?</summary>
<p>Zu sichernde Daten, Verantwortliche, Sicherungsintervalle, Verfahren, Medien, Aufbewahrung, Zugriffsschutz, Überwachung und Wiederherstellungstests. Datenmenge, Kosten, Sicherungsfenster und benötigte Wiederanlaufzeit müssen zusammenpassen.</p>
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<summary>4. Welche Vor- und Nachteile haben Band, externe HDD/SSD und Cloud?</summary>
<ul><li><strong>Band:</strong> gut für große Bestände und Offline-Aufbewahrung; Laufwerk nötig, einzelne Dateien oft langsamer erreichbar.</li><li><strong>HDD/SSD:</strong> einfach nutzbar und schnell erreichbar; angeschlossene Medien können mitbetroffen sein.</li><li><strong>Cloud:</strong> räumliche Trennung möglich; abhängig von Verbindung, Anbieter, Kosten und Berechtigungen.</li></ul>
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## Sicherungsarten

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<summary>5. Was wird bei einer Vollsicherung gespeichert?</summary>
<p>Alle für diesen Sicherungslauf ausgewählten Daten. Die Wiederherstellung ist übersichtlich, der Speicher- und Zeitbedarf pro Lauf jedoch meist höher als bei einer Änderungssicherung.</p>
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<summary>6. Was speichert ein inkrementelles Backup?</summary>
<p>Die Änderungen seit dem letzten Backup der Sicherungskette. Für eine klassische Wiederherstellung benötigt man das Vollbackup und alle nachfolgenden Inkremente bis zum gewünschten Stand.</p>
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<summary>7. Was speichert ein differenzielles Backup?</summary>
<p>Alle Änderungen seit der letzten Vollsicherung. Zur Wiederherstellung benötigt man diese Vollsicherung und das gewünschte differenzielle Backup. Frühere Differenzsicherungen sind dafür nicht nötig.</p>
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<summary>8. Vollbackup am Sonntag, tägliche Sicherungen Montag bis Donnerstag: Was brauchst du für Donnerstagabend?</summary>
<p><strong>Inkrementell:</strong> Sonntag + Montag + Dienstag + Mittwoch + Donnerstag. <strong>Differenziell:</strong> Sonntag + Donnerstag. Voraussetzung: eine klassische Sicherungskette ohne zusätzliche synthetische Vollsicherungen.</p>
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<summary>9. Rechenaufgabe: 100 GB Vollbackup, danach täglich 10 GB neue, unterschiedliche Daten. Wie viel wird Montag bis Mittwoch gesichert?</summary>
<p><strong>Inkrementell:</strong> 10 + 10 + 10 = <strong>30 GB</strong>. <strong>Differenziell:</strong> 10 + 20 + 30 = <strong>60 GB</strong>. Mit Sonntagsvollbackup: 130 beziehungsweise 160 GB. Annahme: keine Kompression, Deduplizierung oder Löschung; vereinfachtes Datenmodell.</p>
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## Sicherungsprinzipien

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<summary>10. Was besagt die 3-2-1-Regel?</summary>
<p><strong>3</strong> Datenkopien insgesamt, einschließlich der produktiven Daten; auf <strong>2</strong> unterschiedlichen Medientypen; davon <strong>1</strong> Kopie an einem anderen Standort. Zusätzlich sind offline oder unveränderbar aufbewahrte Kopien ein Schutz gegen Ransomware.</p>
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<summary>11. Was bedeutet Großvater-Vater-Sohn?</summary>
<p>Ein Rotationsschema mit mehreren Aufbewahrungsstufen, typischerweise tägliche, wöchentliche und monatliche Sicherungen. Dadurch stehen aktuelle und ältere Wiederherstellungspunkte bereit. Die genauen Intervalle werden im Konzept festgelegt.</p>
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<summary>12. Wie unterscheiden sich Hot Backup und Cold Backup?</summary>
<p><strong>Hot:</strong> Sicherung während des laufenden Betriebs; das Verfahren muss einen konsistenten Zustand ermöglichen. <strong>Cold:</strong> Anwendung beziehungsweise Datenbank ist angehalten; das erleichtert Konsistenz, verursacht aber eine Unterbrechung.</p>
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## Typische Prüfungsfallen

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<summary>13. Warum ersetzt RAID kein Backup?</summary>
<p>Redundante RAID-Level können bestimmte Laufwerksausfälle abfangen. Versehentliche Löschungen oder verschlüsselte Dateien werden aber auch auf dem RAID wirksam. RAID bietet keine unabhängige historische Sicherung. <strong>RAID 0 besitzt überhaupt keine Redundanz.</strong></p>
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<summary>14. Ist eine synchronisierte Cloud-Ablage automatisch ein Backup?</summary>
<p>Nein. Synchronisation kann Löschungen oder beschädigte Dateien weitergeben. Für eine Sicherung müssen frühere beziehungsweise getrennte Datenstände zuverlässig wiederherstellbar sein. Versionierung, Aufbewahrung und Zugriffsschutz sind zu prüfen.</p>
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<summary>15. Welche Aufgabe haben USV und Überspannungsschutz?</summary>
<p>Eine <strong>USV</strong> überbrückt begrenzte Stromunterbrechungen und kann geordnetes Herunterfahren ermöglichen. <strong>Überspannungsschutz</strong> begrenzt schädliche Spannungsspitzen. Beide ergänzen die Absicherung, stellen aber keine gelöschten Daten wieder her.</p>
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<summary>16. Warum reicht die Meldung „Backup erfolgreich“ nicht aus?</summary>
<p>Sie beweist noch nicht, dass alle benötigten Daten lesbar, konsistent und rechtzeitig wiederherstellbar sind. Regelmäßige <strong>Restore-Tests</strong> überprüfen Inhalt, Ablauf, benötigte Zugänge und Wiederherstellungsdauer.</p>
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## Anwendungsaufgabe

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<summary>17. Ein Unternehmen sichert jeden Abend auf eine dauerhaft angeschlossene USB-Platte. Was würdest du verbessern?</summary>
<p>Mindestens eine weitere räumlich getrennte Kopie vorsehen; Sicherungen offline oder unveränderbar schützen; Aufbewahrungsstände und Zugriffsrechte festlegen; Fehler überwachen und Wiederherstellungen testen. Eine ständig erreichbare USB-Platte könnte durch denselben Angriff wie die Originaldaten verschlüsselt werden.</p>
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## Merksatz

**Voll: alles. Inkrementell: seit der letzten Sicherung. Differenziell: seit der letzten Vollsicherung.**

## Prüfungshinweis

Unterscheide Sicherungsaufwand und Wiederherstellungsaufwand. Prüfe bei einer Aufgabe zuerst den Bezugspunkt der Änderungen und die benötigte Sicherungskette. RAID, Synchronisation und USV ersetzen kein eigenständiges Backup.

## Quellen und Einordnung

Themenrahmen: [FI-Wiki – Datensicherheit](https://fi-wiki.de/Datensicherheit). Ergänzend: [BSI – Datensicherung und Datenverlust](https://www.bsi.bund.de/EN/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cyber-Sicherheitsempfehlungen/Daten-sichern-verschluesseln-und-loeschen/Datensicherung-und-Datenverlust/datensicherung-und-datenverlust.html).

Eigenständig formulierte Lernfragen; die Zahlen- und Praxisaufgaben sind ergänzende Übungsbeispiele, keine offiziellen IHK-Prüfungsfragen.