Datenbank - SQL & Tabellen

IHK SQL-Trainer - Fachinformatiker Systemintegration

IHK SQL-Trainer - Fachinformatiker Systemintegration

SQL - Trainer 01 – Grundlagen bis JOIN

Schwierigkeitsstufe: einfach-mittel

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IHK SQL-Trainer - Fachinformatiker Systemintegration

SQL - Trainer 02 – Kombinierte SQL-Abfragen

Schwierigkeitsstufe: mittel-schwer

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IHK SQL-Trainer - Fachinformatiker Systemintegration

SQL - Trainer 03 – Materialverwaltung

Schwierigkeitsstufe: mittel

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IHK SQL-Trainer - Fachinformatiker Systemintegration

SQL - Trainer 04 - Schulungs-PCs

Schwierigkeitsstufe: mittel

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IHK SQL-Trainer - Fachinformatiker Systemintegration

SQL - Trainer 05 – Filter, Datum und Aggregation

Schwierigkeitsstufe: mittel

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IHK SQL-Trainer - Fachinformatiker Systemintegration

SQL - Trainer 06 – Fortbildung

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IHK SQL-Trainer - Fachinformatiker Systemintegration

SQL - Trainer 07 – Kursdatenbank

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SQL - Trainer 08 – Mietimmobilien

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IHK SQL-Trainer - Fachinformatiker Systemintegration

SQL-Trainer 08 – Northwind Datenbank

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Kapitel 1 – Grundlagen

Kapitel 1 – Grundlagen

1.1 Datenbank, Datenbanksystem und DBMS

Definition

Eine Datenbank ist eine strukturierte Sammlung von Daten.

Ein Datenbanksystem besteht aus der Datenbank und dem Datenbankmanagementsystem.

Ein DBMS ist die Software zur Verwaltung der Datenbank.


Begriffe

Begriff Bedeutung
Datenbank gespeicherte, strukturierte Daten
DBMS Software zur Verwaltung der Datenbank
Datenbanksystem Datenbank + DBMS

Aufgaben eines DBMS

Ein DBMS übernimmt unter anderem:


Beispiele für DBMS

DBMS Typischer Einsatz
MySQL Webanwendungen
MariaDB Webanwendungen
PostgreSQL Server, Anwendungen
Microsoft SQL Server Unternehmen
Oracle Database große Unternehmenssysteme
SQLite lokale Anwendungen

Merksatz

Eine Datenbank enthält die Daten.
Das DBMS verwaltet diese Daten.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen Datenbank, DBMS und Datenbanksystem unterschieden.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 1 – Grundlagen

1.2 Tabelle, Datensatz und Feld

Definition

Eine Tabelle speichert Daten in Zeilen und Spalten.

Ein Datensatz ist eine Zeile in einer Tabelle.

Ein Feld ist eine einzelne Information innerhalb eines Datensatzes.


Begriffe

Begriff Bedeutung
Tabelle Sammlung gleichartiger Datensätze
Datensatz eine Zeile in einer Tabelle
Feld einzelner Wert in einem Datensatz
Attribut Spalte einer Tabelle
Spalte Eigenschaft eines Datensatzes

Beispiel

Tabelle: Kunde

Kundennr Name Ort
1 Müller Berlin
2 Schneider Potsdam

Zuordnung

Element Beispiel
Tabelle Kunde
Datensatz 1, Müller, Berlin
Feld Müller
Attribut / Spalte Name

Merksatz

Eine Tabelle besteht aus Spalten und Zeilen.
Eine Zeile ist ein Datensatz.
Ein einzelner Wert ist ein Feld.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen Tabelle, Datensatz, Feld, Attribut und Spalte unterschieden.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 1 – Grundlagen

1.3 Primärschlüssel und Fremdschlüssel

Definition

Ein Primärschlüssel identifiziert jeden Datensatz einer Tabelle eindeutig.

Ein Fremdschlüssel verweist auf den Primärschlüssel einer anderen Tabelle.


Primärschlüssel

Ein Primärschlüssel muss:

Beispiele


Fremdschlüssel

Ein Fremdschlüssel stellt eine Beziehung zwischen zwei Tabellen her.

Er verweist auf den Primärschlüssel einer anderen Tabelle.


Beispiel

Tabelle: Kunde

Kundennr Name
1 Müller
2 Schneider

Tabelle: Bestellung

Bestellnr Kundennr
1001 1
1002 2

In der Tabelle Bestellung ist Kundennr ein Fremdschlüssel.


Merksatz

Der Primärschlüssel identifiziert einen Datensatz.
Der Fremdschlüssel verbindet Tabellen miteinander.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben müssen Primärschlüssel und Fremdschlüssel häufig in Tabellenmodellen eingetragen werden.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 1 – Grundlagen

1.4 Redundanz, Inkonsistenz und Datenintegrität

Definition

Redundanz bedeutet, dass gleiche Daten mehrfach gespeichert werden.

Inkonsistenz bedeutet, dass widersprüchliche Daten vorhanden sind.

Datenintegrität bedeutet, dass Daten korrekt, vollständig und widerspruchsfrei sind.


Begriffe

Begriff Bedeutung
Redundanz doppelte oder mehrfache Speicherung gleicher Daten
Inkonsistenz widersprüchliche Daten
Datenintegrität Korrektheit und Widerspruchsfreiheit der Daten

Beispiel für Redundanz

Ein Kundenname wird in mehreren Tabellen mehrfach gespeichert.

Ändert sich der Name nur an einer Stelle, entstehen unterschiedliche Datenstände.


Beispiel für Inkonsistenz

Tabelle gespeicherter Name
Kunde Müller GmbH
Rechnung Mueller GmbH

Die Daten widersprechen sich.


Ziel

Datenbanken sollen Redundanzen vermeiden und Datenintegrität sicherstellen.

Das geschieht unter anderem durch:


Merksatz

Redundanz kann zu Inkonsistenz führen.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben wird häufig gefragt, warum Daten normalisiert oder auf mehrere Tabellen verteilt werden.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 2 – Datenmodellierung

Kapitel 2 – Datenmodellierung

2.1 Entity-Relationship-Modell

Definition

Das Entity-Relationship-Modell beschreibt Daten und deren Beziehungen zueinander.

Es wird zur Planung und Darstellung von Datenbanken verwendet.


Bestandteile

Bestandteil Bedeutung
Entität Objekt oder Sache, über die Daten gespeichert werden
Attribut Eigenschaft einer Entität
Beziehung Verbindung zwischen Entitäten
Kardinalität beschreibt, wie viele Entitäten miteinander verbunden sind

Beispiel

Entitäten:

Beziehungen:


Darstellung

Ein ERM zeigt:


Merksatz

Das ERM ist der Bauplan für eine relationale Datenbank.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben muss häufig aus einer Beschreibung ein ERM oder ein Tabellenmodell erstellt werden.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 2 – Datenmodellierung

2.2 Entität, Attribut und Beziehung

Definition

Eine Entität ist ein eindeutig bestimmbares Objekt, über das Daten gespeichert werden.

Ein Attribut beschreibt eine Eigenschaft einer Entität.

Eine Beziehung beschreibt den Zusammenhang zwischen Entitäten.


Begriffe

Begriff Bedeutung
Entität einzelnes Objekt
Entitätstyp Gruppe gleichartiger Entitäten
Attribut Eigenschaft einer Entität
Beziehung Verbindung zwischen Entitäten

Beispiel

Entitätstyp:

Kunde

Attribute:

Entität:

Ein bestimmter Kunde, z. B. Kunde Müller


Beziehung

Beispiel:

Ein Kunde gibt eine Bestellung auf.

Dabei stehen die Entitäten Kunde und Bestellung in Beziehung zueinander.


Merksatz

Entität = Objekt
Attribut = Eigenschaft
Beziehung = Verbindung


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben müssen aus Texten häufig Entitäten, Attribute und Beziehungen erkannt werden.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 2 – Datenmodellierung

2.3 Kardinalitäten

Definition

Kardinalitäten beschreiben, wie viele Datensätze einer Tabelle mit Datensätzen einer anderen Tabelle in Beziehung stehen können.


Wichtige Kardinalitäten

Kardinalität Bedeutung
1:1 Ein Datensatz gehört zu genau einem anderen Datensatz
1:n Ein Datensatz kann zu mehreren anderen Datensätzen gehören
n:m Mehrere Datensätze können zu mehreren anderen Datensätzen gehören

1:1-Beziehung

Ein Datensatz in Tabelle A gehört zu genau einem Datensatz in Tabelle B.

Beispiel

Ein Mitarbeiter hat genau einen Mitarbeiterausweis.


1:n-Beziehung

Ein Datensatz in Tabelle A kann zu mehreren Datensätzen in Tabelle B gehören.

Beispiel

Ein Kunde kann mehrere Bestellungen aufgeben.


n:m-Beziehung

Mehrere Datensätze aus Tabelle A können mit mehreren Datensätzen aus Tabelle B verbunden sein.

Beispiel

Eine Bestellung kann mehrere Artikel enthalten.
Ein Artikel kann in mehreren Bestellungen vorkommen.


Merksatz

1:n ist die häufigste Beziehung in relationalen Datenbanken.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben müssen Kardinalitäten häufig aus dem Aufgabentext abgeleitet werden.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 2 – Datenmodellierung

2.4 N:M-Beziehungen auflösen

Definition

Eine N:M-Beziehung kann in einer relationalen Datenbank nicht direkt umgesetzt werden.

Sie wird durch eine zusätzliche Zwischentabelle aufgelöst.


Grundprinzip

Aus einer N:M-Beziehung werden zwei 1:n-Beziehungen.


Beispiel

Eine Bestellung kann mehrere Artikel enthalten.
Ein Artikel kann in mehreren Bestellungen vorkommen.

Das ist eine N:M-Beziehung.


Auflösung

Tabelle Aufgabe
Bestellung speichert Bestellungen
Artikel speichert Artikel
Bestellposition verbindet Bestellung und Artikel

Zwischentabelle

Die Zwischentabelle enthält normalerweise:

Beispiel:

Attribut Bedeutung
Bestellnr Fremdschlüssel auf Bestellung
Artikelnr Fremdschlüssel auf Artikel
Menge zusätzliche Information zur Beziehung

Merksatz

Eine N:M-Beziehung wird durch eine Zwischentabelle aufgelöst.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben müssen N:M-Beziehungen fast immer in eine zusätzliche Tabelle umgewandelt werden.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 2 – Datenmodellierung

2.5 Relationenmodell

Definition

Das Relationenmodell beschreibt eine Datenbank in Form von Tabellen.

Jede Tabelle enthält Attribute, Primärschlüssel und ggf. Fremdschlüssel.


Bestandteile

Bestandteil Bedeutung
Relation Tabelle
Attribut Spalte
Tupel Datensatz / Zeile
Primärschlüssel eindeutige Kennzeichnung eines Datensatzes
Fremdschlüssel Verweis auf eine andere Tabelle

Beispiel

Kunde

Kundennr (PK) Name Ort
1 Müller Berlin
2 Schneider Potsdam

Bestellung

Bestellnr (PK) Datum Kundennr (FK)
1001 12.03.2026 1
1002 14.03.2026 2

Schreibweise

Kunde(Kundennr, Name, Ort)

Bestellung(Bestellnr, Datum, Kundennr*)


Hinweis zur Schreibweise


Merksatz

Das Relationenmodell überführt das ERM in Tabellen.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben muss häufig aus einem ERM ein Relationenmodell erstellt werden.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 3 – Normalisierung

Kapitel 3 – Normalisierung

3.1 Normalisierung

3.1 Normalisierung

Definition

Normalisierung ist ein Verfahren zur Strukturierung von Daten in relationalen Datenbanken.

Ziel ist es, Redundanzen zu vermeiden und Daten konsistent zu speichern.


Ziele

Die Normalisierung soll:


Grundprinzip

Daten werden so auf mehrere Tabellen verteilt, dass jede Information möglichst nur einmal gespeichert wird.


Wichtige Normalformen

Normalform Bedeutung
1. Normalform atomare Werte
2. Normalform volle Abhängigkeit vom gesamten Primärschlüssel
3. Normalform keine Abhängigkeit von Nicht-Schlüsselattributen

Beispiel

Problem:

Kundendaten werden in jeder Bestellung erneut gespeichert.

Lösung:

Kundendaten werden in eine eigene Tabelle Kunde ausgelagert und über einen Fremdschlüssel mit Bestellung verbunden.


Merksatz

Normalisierung reduziert Redundanzen und verhindert widersprüchliche Daten.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben wird häufig gefragt, warum Tabellen aufgeteilt oder Fremdschlüssel verwendet werden.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 3 – Normalisierung

3.2 Erste, zweite und dritte Normalform

Definition

Normalformen beschreiben Regeln zur Strukturierung von Tabellen in relationalen Datenbanken.

Ziel ist es, Redundanzen und Anomalien zu vermeiden.


1. Normalform

Eine Tabelle befindet sich in der 1. Normalform, wenn alle Werte atomar sind.

Das bedeutet:

Beispiel falsch

Kundennr Name Telefonnummern
1 Müller 030123, 0176123

Beispiel richtig

Kundennr Name Telefonnummer
1 Müller 030123
1 Müller 0176123

2. Normalform

Eine Tabelle befindet sich in der 2. Normalform, wenn sie in der 1. Normalform ist und jedes Nicht-Schlüsselattribut vom gesamten Primärschlüssel abhängig ist.

Wichtig bei:


3. Normalform

Eine Tabelle befindet sich in der 3. Normalform, wenn sie in der 2. Normalform ist und keine Nicht-Schlüsselattribute voneinander abhängig sind.

Das bedeutet:


Übersicht

Normalform Kerngedanke
1. Normalform atomare Werte
2. Normalform abhängig vom gesamten Primärschlüssel
3. Normalform keine Abhängigkeit von Nicht-Schlüsselattributen

Merksatz

1NF = atomar
2NF = vom ganzen Schlüssel abhängig
3NF = nur vom Schlüssel abhängig


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben werden meist die 1. bis 3. Normalform abgefragt.

Typische Fehler:

Hinweis

In der Datenbanktheorie gibt es weitere Normalformen, z. B. die 4. Normalform und 5. Normalform.
Für IHK-Aufgaben sind jedoch meistens die 1. bis 3. Normalform entscheidend.


Quellen

Kapitel 3 – Normalisierung

3.3 Anomalien

Definition

Anomalien sind Probleme, die durch ungünstige Tabellenstrukturen und redundante Daten entstehen können.

Sie treten häufig auf, wenn Daten nicht ausreichend normalisiert sind.


Arten von Anomalien

Anomalie Bedeutung
Einfügeanomalie Daten können nicht sinnvoll eingefügt werden
Änderungsanomalie Änderungen müssen mehrfach durchgeführt werden
Löschanomalie Beim Löschen gehen ungewollt weitere Informationen verloren

Einfügeanomalie

Eine Einfügeanomalie liegt vor, wenn neue Daten nicht gespeichert werden können, ohne andere Daten ebenfalls anzugeben.

Beispiel

Ein neuer Artikel kann nicht gespeichert werden, solange noch keine Bestellung dazu existiert.


Änderungsanomalie

Eine Änderungsanomalie liegt vor, wenn dieselbe Information an mehreren Stellen geändert werden muss.

Beispiel

Eine Kundenadresse ist mehrfach gespeichert und wird nur an einer Stelle geändert.


Löschanomalie

Eine Löschanomalie liegt vor, wenn beim Löschen eines Datensatzes auch wichtige andere Informationen verloren gehen.

Beispiel

Wird die letzte Bestellung eines Kunden gelöscht, verschwinden auch die Kundendaten.


Merksatz

Anomalien entstehen häufig durch Redundanz.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben wird häufig gefragt, warum Tabellen normalisiert oder aufgeteilt werden sollen.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 3 – Normalisierung

3.4 Zusatz: Vierte und fünfte Normalform

Definition

Neben der ersten, zweiten und dritten Normalform gibt es weitere Normalformen.

Für die IHK sind meistens die 1. bis 3. Normalform wichtig.

Die 4. Normalform und 5. Normalform sind eher Zusatzwissen für komplexere Datenbankmodelle.


Übersicht

Normalform Fachlicher Name Kerngedanke
1. Normalform 1NF atomare Werte
2. Normalform 2NF abhängig vom gesamten Primärschlüssel
3. Normalform 3NF keine Abhängigkeit von Nicht-Schlüsselattributen
BCNF Boyce-Codd-Normalform strengere Form der 3NF
4. Normalform 4NF keine unabhängigen Mehrfachabhängigkeiten
5. Normalform 5NF / PJNF keine verlustbehafteten Zerlegungen

4. Normalform

Eine Tabelle befindet sich in der 4. Normalform, wenn sie in der 3. Normalform ist und keine unabhängigen Mehrfachabhängigkeiten enthält.

Eine Mehrfachabhängigkeit entsteht, wenn zu einem Datensatz mehrere voneinander unabhängige Werte gespeichert werden.

Beispiel

Ein Mitarbeiter kann mehrere Sprachen sprechen.
Ein Mitarbeiter kann mehrere Projekte bearbeiten.

Wenn Sprachen und Projekte unabhängig voneinander sind, sollten sie nicht gemeinsam in einer Tabelle gespeichert werden.

Besser


5. Normalform

Eine Tabelle befindet sich in der 5. Normalform, wenn sie nicht weiter verlustfrei in kleinere Tabellen zerlegt werden kann.

Dabei geht es um sehr komplexe Beziehungen zwischen mehreren Tabellen.

Die 5. Normalform ist in der Praxis und in der IHK-Prüfung deutlich seltener relevant.


Merksatz

1NF bis 3NF sind für die IHK am wichtigsten.
4NF und 5NF sind Zusatzwissen für komplexere Datenbankstrukturen.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben werden normalerweise die 1. bis 3. Normalform abgefragt.

Die 4. und 5. Normalform sollte man kennen, aber nicht so tief lernen wie die ersten drei Normalformen.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 4 – SQL-Grundlagen

Kapitel 4 – SQL-Grundlagen

4.1 SELECT, FROM und WHERE

Definition

SELECT, FROM und WHERE gehören zu den wichtigsten SQL-Befehlen für Datenbankabfragen.

Mit ihnen werden Daten aus Tabellen ausgewählt und gefiltert.


Grundaufbau

SELECT spalte
FROM tabelle
WHERE bedingung;

SELECT

SELECT legt fest, welche Spalten ausgegeben werden sollen.

Beispiel:

SELECT name
FROM kunde;

FROM

FROM legt fest, aus welcher Tabelle die Daten gelesen werden.

Beispiel:

SELECT name
FROM kunde;

WHERE

WHERE filtert Datensätze nach einer Bedingung.

Beispiel:

SELECT name
FROM kunde
WHERE ort = 'Berlin';

Alle Spalten ausgeben

SELECT *
FROM kunde;

Das Sternchen * steht für alle Spalten.


Merksatz

SELECT = welche Spalten
FROM = aus welcher Tabelle
WHERE = welche Bedingung


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben wird häufig gefragt, welche Datensätze mit einer SQL-Abfrage ausgegeben werden.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 4 – SQL-Grundlagen

4.2 ORDER BY und DISTINCT

Definition

ORDER BY sortiert das Ergebnis einer SQL-Abfrage.

DISTINCT entfernt doppelte Werte aus dem Ergebnis.


ORDER BY

Mit ORDER BY werden Datensätze sortiert.

SELECT name, ort
FROM kunde
ORDER BY name;

ASC und DESC

Schlüsselwort Bedeutung
ASC aufsteigend sortieren
DESC absteigend sortieren

Beispiel aufsteigend

SELECT name, ort
FROM kunde
ORDER BY name ASC;

Beispiel absteigend

SELECT name, ort
FROM kunde
ORDER BY name DESC;

DISTINCT

Mit DISTINCT werden doppelte Werte entfernt.

SELECT DISTINCT ort
FROM kunde;

Merksatz

ORDER BY sortiert.
DISTINCT entfernt doppelte Werte.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben wird häufig gefragt, in welcher Reihenfolge Datensätze ausgegeben werden oder wie doppelte Werte vermieden werden.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 4 – SQL-Grundlagen

4.3 Vergleichsoperatoren

Definition

Vergleichsoperatoren werden in SQL verwendet, um Werte miteinander zu vergleichen.

Sie werden häufig in der WHERE-Klausel eingesetzt.


Wichtige Vergleichsoperatoren

Operator Bedeutung
= gleich
<> ungleich
< kleiner als
> größer als
<= kleiner oder gleich
>= größer oder gleich

Beispiele

Gleich

SELECT *
FROM kunde
WHERE ort = 'Berlin';

Ungleich

SELECT *
FROM kunde
WHERE ort <> 'Berlin';

Größer als

SELECT *
FROM artikel
WHERE preis > 100;

Kleiner oder gleich

SELECT *
FROM artikel
WHERE bestand <= 10;

Textwerte

Textwerte werden in SQL normalerweise in einfache Anführungszeichen gesetzt.

WHERE name = 'Müller'

Zahlenwerte

Zahlenwerte werden ohne Anführungszeichen geschrieben.

WHERE preis >= 50

Merksatz

Vergleichsoperatoren prüfen Bedingungen in der WHERE-Klausel.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben wird häufig geprüft, ob die richtige Bedingung für eine Abfrage gewählt wurde.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 4 – SQL-Grundlagen

4.4 LIKE, IN, BETWEEN und IS NULL

Definition

LIKE, IN, BETWEEN und IS NULL werden in SQL verwendet, um Daten gezielt zu filtern.

Sie werden meistens in der WHERE-Klausel eingesetzt.


LIKE

LIKE sucht nach Mustern in Textwerten.

SELECT *
FROM kunde
WHERE name LIKE 'M%';

Bedeutung:

Alle Kunden, deren Name mit M beginnt.


Platzhalter bei LIKE

Platzhalter Bedeutung
% beliebig viele Zeichen
_ genau ein Zeichen

IN

IN prüft, ob ein Wert in einer Liste enthalten ist.

SELECT *
FROM kunde
WHERE ort IN ('Berlin', 'Potsdam');

BETWEEN

BETWEEN prüft, ob ein Wert in einem Bereich liegt.

SELECT *
FROM artikel
WHERE preis BETWEEN 50 AND 100;

IS NULL

IS NULL prüft, ob ein Feld keinen Wert enthält.

SELECT *
FROM kunde
WHERE telefon IS NULL;

Übersicht

Ausdruck Bedeutung
LIKE Mustervergleich
IN Wert ist in einer Liste enthalten
BETWEEN Wert liegt zwischen zwei Grenzen
IS NULL Feld ist leer / ohne Wert

Merksatz

LIKE sucht Muster.
IN sucht in Listen.
BETWEEN sucht Bereiche.
IS NULL sucht fehlende Werte.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben wird häufig gefragt, welcher Operator für eine bestimmte Filterung geeignet ist.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 5 – SQL-Auswertung

Kapitel 5 – SQL-Auswertung

5.1 Aggregatfunktionen

Definition

Aggregatfunktionen berechnen einen einzelnen Ergebniswert aus mehreren Datensätzen.

Sie werden häufig zusammen mit GROUP BY verwendet.


Wichtige Aggregatfunktionen

Funktion Bedeutung
COUNT() zählt Datensätze
SUM() berechnet die Summe
AVG() berechnet den Durchschnitt
MIN() ermittelt den kleinsten Wert
MAX() ermittelt den größten Wert

COUNT

SELECT COUNT(*)
FROM kunde;

Zählt alle Datensätze der Tabelle kunde.


SUM

SELECT SUM(preis)
FROM artikel;

Berechnet die Summe aller Werte in der Spalte preis.


AVG

SELECT AVG(preis)
FROM artikel;

Berechnet den Durchschnitt der Werte in der Spalte preis.


MIN und MAX

SELECT MIN(preis), MAX(preis)
FROM artikel;

Ermittelt den kleinsten und größten Preis.


Merksatz

Aggregatfunktionen fassen mehrere Datensätze zu einem Ergebnis zusammen.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben wird häufig gefragt, welche Funktion für Zählen, Summe oder Durchschnitt verwendet wird.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 5 – SQL-Auswertung

5.2 GROUP BY

Definition

GROUP BY fasst Datensätze mit gleichen Werten zu Gruppen zusammen.

Es wird häufig zusammen mit Aggregatfunktionen verwendet.


Grundaufbau

SELECT spalte, aggregatfunktion
FROM tabelle
GROUP BY spalte;

Beispiel

SELECT ort, COUNT(*)
FROM kunde
GROUP BY ort;

Bedeutung:

Die Kunden werden nach Ort gruppiert.
Für jeden Ort wird die Anzahl der Kunden gezählt.


Typische Verwendung

GROUP BY wird verwendet für:


Beispiel mit SUM

SELECT kundennr, SUM(betrag)
FROM rechnung
GROUP BY kundennr;

Bedeutung:

Für jeden Kunden wird die Summe seiner Rechnungsbeträge berechnet.


Merksatz

GROUP BY bildet Gruppen aus Datensätzen.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben wird GROUP BY häufig zusammen mit COUNT, SUM oder AVG verwendet.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 5 – SQL-Auswertung

5.3 HAVING

Definition

HAVING filtert gruppierte Ergebnisse nach einer Bedingung.

HAVING wird zusammen mit GROUP BY und Aggregatfunktionen verwendet.


Grundaufbau

SELECT spalte, aggregatfunktion
FROM tabelle
GROUP BY spalte
HAVING bedingung;

Beispiel

SELECT ort, COUNT(*)
FROM kunde
GROUP BY ort
HAVING COUNT(*) > 5;

Bedeutung:

Es werden nur Orte angezeigt, in denen mehr als 5 Kunden vorhanden sind.


WHERE und HAVING

Klausel Aufgabe
WHERE filtert einzelne Datensätze vor der Gruppierung
HAVING filtert Gruppen nach der Gruppierung

Beispiel WHERE

SELECT *
FROM kunde
WHERE ort = 'Berlin';

Filtert einzelne Kunden aus Berlin.


Beispiel HAVING

SELECT ort, COUNT(*)
FROM kunde
GROUP BY ort
HAVING COUNT(*) > 5;

Filtert Gruppen mit mehr als 5 Kunden.


Merksatz

WHERE filtert Datensätze.
HAVING filtert Gruppen.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben wird häufig der Unterschied zwischen WHERE und HAVING abgefragt.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 5 – SQL-Auswertung

5.4 SQL-Reihenfolge

Definition

Die SQL-Reihenfolge beschreibt, in welcher Reihenfolge SQL-Klauseln in einer Abfrage geschrieben werden.


Schreibreihenfolge

SELECT spalte
FROM tabelle
WHERE bedingung
GROUP BY spalte
HAVING gruppenbedingung
ORDER BY spalte;

Bedeutung

Klausel Aufgabe
SELECT legt fest, welche Spalten ausgegeben werden
FROM legt fest, aus welcher Tabelle gelesen wird
WHERE filtert einzelne Datensätze
GROUP BY gruppiert Datensätze
HAVING filtert Gruppen
ORDER BY sortiert das Ergebnis

Wichtige Reihenfolge

  1. SELECT
  2. FROM
  3. WHERE
  4. GROUP BY
  5. HAVING
  6. ORDER BY

Beispiel

SELECT ort, COUNT(*)
FROM kunde
WHERE aktiv = 1
GROUP BY ort
HAVING COUNT(*) > 5
ORDER BY ort;

Merksatz

WHERE kommt vor GROUP BY.
HAVING kommt nach GROUP BY.
ORDER BY steht am Ende.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben wird häufig geprüft, ob SQL-Klauseln in der richtigen Reihenfolge verwendet werden.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 6 – SQL-Joins

Kapitel 6 – SQL-Joins

6.1 JOIN-Grundlagen

Definition

Ein JOIN verbindet Datensätze aus mehreren Tabellen miteinander.

JOINs werden verwendet, wenn benötigte Daten auf mehrere Tabellen verteilt sind.


Grundprinzip

Tabellen werden meist über Primärschlüssel und Fremdschlüssel verbunden.


Beispiel

Tabelle Kunde

Kundennr Name
1 Müller
2 Schneider

Tabelle Bestellung

Bestellnr Kundennr
1001 1
1002 2

Die Spalte Kundennr verbindet beide Tabellen.


Grundaufbau

SELECT kunde.name, bestellung.bestellnr
FROM kunde
JOIN bestellung
ON kunde.kundennr = bestellung.kundennr;

Wichtige JOIN-Arten

JOIN-Art Bedeutung
INNER JOIN nur passende Datensätze aus beiden Tabellen
LEFT JOIN alle Datensätze der linken Tabelle
RIGHT JOIN alle Datensätze der rechten Tabelle
FULL OUTER JOIN alle Datensätze aus beiden Tabellen

Merksatz

JOINs verbinden Tabellen über gemeinsame Schlüssel.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben werden JOINs häufig benötigt, wenn Informationen aus mehreren Tabellen abgefragt werden sollen.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 6 – SQL-Joins

6.2 INNER JOIN

Definition

Ein INNER JOIN verbindet Datensätze aus zwei Tabellen.

Es werden nur Datensätze ausgegeben, bei denen die Join-Bedingung in beiden Tabellen erfüllt ist.


Grundaufbau

SELECT spalte
FROM tabelle1
INNER JOIN tabelle2
ON tabelle1.schluessel = tabelle2.fremdschluessel;

Beispiel

SELECT kunde.name, bestellung.bestellnr
FROM kunde
INNER JOIN bestellung
ON kunde.kundennr = bestellung.kundennr;

Bedeutung

Es werden nur Kunden angezeigt, die eine passende Bestellung haben.

Kunden ohne Bestellung erscheinen nicht im Ergebnis.


Typischer Einsatz

Ein INNER JOIN wird verwendet, wenn nur zusammengehörige Datensätze ausgegeben werden sollen.

Beispiele:


Merksatz

INNER JOIN zeigt nur passende Datensätze aus beiden Tabellen.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben ist der INNER JOIN die häufigste JOIN-Art.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 6 – SQL-Joins

6.3 LEFT JOIN

Definition

Ein LEFT JOIN verbindet Datensätze aus zwei Tabellen.

Es werden alle Datensätze der linken Tabelle ausgegeben, auch wenn es keinen passenden Datensatz in der rechten Tabelle gibt.


Grundaufbau

SELECT spalte
FROM tabelle1
LEFT JOIN tabelle2
ON tabelle1.schluessel = tabelle2.fremdschluessel;

Beispiel

SELECT kunde.name, bestellung.bestellnr
FROM kunde
LEFT JOIN bestellung
ON kunde.kundennr = bestellung.kundennr;

Bedeutung

Es werden alle Kunden angezeigt.

Kunden ohne Bestellung erscheinen ebenfalls im Ergebnis.

Bei fehlender Bestellung steht in den Spalten der rechten Tabelle NULL.


Typischer Einsatz

Ein LEFT JOIN wird verwendet, wenn alle Datensätze der linken Tabelle erhalten bleiben sollen.

Beispiele:


Merksatz

LEFT JOIN zeigt alle Datensätze der linken Tabelle und passende Datensätze der rechten Tabelle.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben ist LEFT JOIN wichtig, wenn auch Datensätze ohne passende Beziehung angezeigt werden sollen.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 6 – SQL-Joins

6.4 Mehrere Tabellen verbinden

Definition

Bei SQL-Abfragen können mehrere Tabellen mit mehreren JOINs verbunden werden.

Das wird benötigt, wenn die gesuchten Informationen auf mehr als zwei Tabellen verteilt sind.


Grundprinzip

Jede zusätzliche Tabelle wird mit einem weiteren JOIN verbunden.

Die Verbindung erfolgt meistens über Primärschlüssel und Fremdschlüssel.


Beispiel Tabellen

Tabelle Enthält
kunde Kundendaten
bestellung Bestellungen
bestellposition Artikel einer Bestellung
artikel Artikeldaten

Beispiel SQL

SELECT kunde.name, bestellung.bestellnr, artikel.bezeichnung
FROM kunde
INNER JOIN bestellung
ON kunde.kundennr = bestellung.kundennr
INNER JOIN bestellposition
ON bestellung.bestellnr = bestellposition.bestellnr
INNER JOIN artikel
ON bestellposition.artikelnr = artikel.artikelnr;

Bedeutung

Die Abfrage verbindet:


Typischer Einsatz

Mehrere Tabellen werden verbunden bei:


Merksatz

Mehrere Tabellen werden Schritt für Schritt über JOINs verbunden.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben müssen häufig mehrere Tabellen verbunden werden, wenn die benötigten Spalten nicht in einer einzigen Tabelle stehen.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 7 – Daten ändern und Tabellen erstellen

Kapitel 7 – Daten ändern und Tabellen erstellen

7.1 INSERT, UPDATE und DELETE

Definition

INSERT, UPDATE und DELETE gehören zu den SQL-Befehlen zum Ändern von Daten.

Sie werden verwendet, um Datensätze einzufügen, zu ändern oder zu löschen.


INSERT

INSERT fügt neue Datensätze in eine Tabelle ein.

INSERT INTO kunde (kundennr, name, ort)
VALUES (1, 'Müller', 'Berlin');

UPDATE

UPDATE ändert vorhandene Datensätze.

UPDATE kunde
SET ort = 'Potsdam'
WHERE kundennr = 1;

DELETE

DELETE löscht vorhandene Datensätze.

DELETE FROM kunde
WHERE kundennr = 1;

Übersicht

Befehl Aufgabe
INSERT Datensatz einfügen
UPDATE Datensatz ändern
DELETE Datensatz löschen

Merksatz

INSERT fügt ein.
UPDATE ändert.
DELETE löscht.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben ist besonders wichtig, bei UPDATE und DELETE die WHERE-Klausel zu beachten.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 7 – Daten ändern und Tabellen erstellen

7.2 CREATE TABLE

Definition

CREATE TABLE erstellt eine neue Tabelle in einer Datenbank.

Dabei werden Tabellenname, Spalten, Datentypen und optional Einschränkungen festgelegt.


Grundaufbau

CREATE TABLE kunde (
    kundennr INT,
    name VARCHAR(100),
    ort VARCHAR(100)
);

Beispiel mit Primärschlüssel

CREATE TABLE kunde (
    kundennr INT PRIMARY KEY,
    name VARCHAR(100),
    ort VARCHAR(100)
);

Beispiel mit Fremdschlüssel

CREATE TABLE bestellung (
    bestellnr INT PRIMARY KEY,
    kundennr INT,
    datum DATE,
    FOREIGN KEY (kundennr) REFERENCES kunde(kundennr)
);

Wichtige Bestandteile

Bestandteil Bedeutung
Tabellenname Name der Tabelle
Spaltenname Name eines Attributs
Datentyp Art der gespeicherten Daten
PRIMARY KEY eindeutiger Schlüssel
FOREIGN KEY Verweis auf andere Tabelle

Merksatz

CREATE TABLE erstellt Tabellen mit Spalten, Datentypen und Schlüsseln.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben wird häufig geprüft, ob Tabellen mit passenden Datentypen, Primärschlüsseln und Fremdschlüsseln erstellt werden können.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 7 – Daten ändern und Tabellen erstellen

7.3 Datentypen und Constraints

Definition

Datentypen legen fest, welche Art von Daten in einer Spalte gespeichert werden darf.

Constraints sind Regeln, die die Daten in einer Tabelle einschränken oder absichern.


Wichtige Datentypen

Datentyp Bedeutung
INT ganze Zahl
DECIMAL Dezimalzahl
VARCHAR Text mit variabler Länge
CHAR Text mit fester Länge
DATE Datum
TIME Uhrzeit
BOOLEAN Wahrheitswert

Beispiele

kundennr INT
name VARCHAR(100)
preis DECIMAL(10,2)
geburtsdatum DATE

Wichtige Constraints

Constraint Bedeutung
PRIMARY KEY eindeutiger Primärschlüssel
FOREIGN KEY Fremdschlüssel auf andere Tabelle
NOT NULL Wert darf nicht leer sein
UNIQUE Wert muss eindeutig sein
CHECK prüft eine Bedingung
DEFAULT Standardwert, wenn kein Wert angegeben wird

Beispiel

CREATE TABLE kunde (
    kundennr INT PRIMARY KEY,
    name VARCHAR(100) NOT NULL,
    email VARCHAR(100) UNIQUE,
    ort VARCHAR(100) DEFAULT 'Berlin'
);

Merksatz

Datentypen bestimmen die Art der Daten.
Constraints bestimmen Regeln für diese Daten.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben wird häufig geprüft, ob passende Datentypen und Schlüssel richtig gewählt werden.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 8 – IHK-Aufgaben und Übersichten

Kapitel 8 – IHK-Aufgaben und Übersichten

8.1 ERM-Aufgaben lösen

Definition

Bei ERM-Aufgaben wird aus einer Beschreibung ein Datenmodell erstellt.

Dabei werden Entitäten, Attribute, Beziehungen und Kardinalitäten bestimmt.


Vorgehen

Schritt Aufgabe
1 Entitäten erkennen
2 Attribute zuordnen
3 Primärschlüssel festlegen
4 Beziehungen bestimmen
5 Kardinalitäten eintragen
6 N:M-Beziehungen auflösen
7 Relationenmodell ableiten

Typische Entitäten

Entitäten sind häufig Substantive im Aufgabentext.

Beispiele:


Typische Beziehungen

Beziehungen ergeben sich häufig aus Verben im Aufgabentext.

Beispiele:


Kardinalitäten

Aussage im Text Typische Kardinalität
genau ein 1
mehrere n
kann mehrere n
gehört zu genau einem 1
enthält mehrere n

Merksatz

Substantive werden oft zu Entitäten.
Verben zeigen häufig Beziehungen.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben wird häufig ein Text vorgegeben, aus dem ein ERM oder Relationenmodell erstellt werden muss.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 8 – IHK-Aufgaben und Übersichten

8.2 SQL-Aufgaben lösen

Definition

Bei SQL-Aufgaben wird aus einer Aufgabenstellung eine passende SQL-Abfrage erstellt.

Dabei müssen Tabellen, Spalten, Bedingungen und ggf. JOINs erkannt werden.


Vorgehen

Schritt Aufgabe
1 Gesuchte Ausgabe erkennen
2 Benötigte Tabelle bestimmen
3 Benötigte Spalten auswählen
4 Bedingungen aus dem Text ableiten
5 Falls nötig JOIN verwenden
6 Falls nötig gruppieren oder sortieren
7 SQL-Reihenfolge prüfen

Typische Signalwörter

Formulierung SQL-Bestandteil
„zeige“ / „liste“ SELECT
„aus Tabelle“ FROM
„nur“ / „bei denen“ WHERE
„sortiert nach“ ORDER BY
„Anzahl“ COUNT
„Summe“ SUM
„Durchschnitt“ AVG
„pro Kunde / je Ort“ GROUP BY
„mehr als / weniger als“ bei Gruppen HAVING

Beispiel

Aufgabe:

Alle Kunden aus Berlin anzeigen.

SELECT *
FROM kunde
WHERE ort = 'Berlin';

Beispiel mit Sortierung

Aufgabe:

Alle Artikel nach Preis absteigend sortieren.

SELECT *
FROM artikel
ORDER BY preis DESC;

Merksatz

Erst verstehen, was ausgegeben werden soll, dann SQL schreiben.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben ist die richtige SQL-Reihenfolge besonders wichtig.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 8 – IHK-Aufgaben und Übersichten

8.3 JOIN-Übersicht

Definition

Ein JOIN verbindet Datensätze aus mehreren Tabellen.

JOINs werden verwendet, wenn benötigte Daten auf mehrere Tabellen verteilt sind.


Wichtige JOIN-Arten

JOIN-Art Bedeutung
INNER JOIN nur passende Datensätze aus beiden Tabellen
LEFT JOIN alle Datensätze der linken Tabelle
RIGHT JOIN alle Datensätze der rechten Tabelle
FULL OUTER JOIN alle Datensätze aus beiden Tabellen

INNER JOIN

Gibt nur Datensätze aus, bei denen die Join-Bedingung in beiden Tabellen erfüllt ist.

SELECT kunde.name, bestellung.bestellnr
FROM kunde
INNER JOIN bestellung
ON kunde.kundennr = bestellung.kundennr;

LEFT JOIN

Gibt alle Datensätze der linken Tabelle aus.

Fehlende passende Datensätze der rechten Tabelle werden mit NULL dargestellt.

SELECT kunde.name, bestellung.bestellnr
FROM kunde
LEFT JOIN bestellung
ON kunde.kundennr = bestellung.kundennr;

Grundregel

JOINs werden meistens über Primärschlüssel und Fremdschlüssel verbunden.


Merksatz

INNER JOIN = nur passende Datensätze
LEFT JOIN = alle Datensätze links + passende rechts


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben ist meist entscheidend, ob auch Datensätze ohne passende Beziehung angezeigt werden sollen.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 8 – IHK-Aufgaben und Übersichten

8.4 Normalformen-Übersicht

Definition

Normalformen sind Regeln zur Strukturierung von Tabellen in relationalen Datenbanken.

Ziel ist es, Redundanzen, Inkonsistenzen und Anomalien zu vermeiden.


Übersicht

Normalform Kernaussage
1. Normalform alle Werte sind atomar
2. Normalform jedes Nicht-Schlüsselattribut hängt vom gesamten Primärschlüssel ab
3. Normalform keine Nicht-Schlüsselattribute hängen voneinander ab

1. Normalform

Eine Tabelle ist in der 1. Normalform, wenn jedes Feld nur einen einzelnen Wert enthält.

Nicht erlaubt:


2. Normalform

Eine Tabelle ist in der 2. Normalform, wenn sie in der 1. Normalform ist und jedes Nicht-Schlüsselattribut vom gesamten Primärschlüssel abhängig ist.

Wichtig besonders bei:


3. Normalform

Eine Tabelle ist in der 3. Normalform, wenn sie in der 2. Normalform ist und keine Nicht-Schlüsselattribute voneinander abhängig sind.


Merksatz

1NF = atomare Werte
2NF = vom ganzen Schlüssel abhängig
3NF = nur vom Schlüssel abhängig


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben werden meistens die 1. bis 3. Normalform abgefragt.

Typische Fehler:


Quellen

Kapitel 8 – IHK-Aufgaben und Übersichten

8.5 Häufige Verwechslungen

Definition

Häufige Verwechslungen sind Begriffe, die in Datenbankaufgaben ähnlich wirken, aber fachlich unterschiedliche Bedeutungen haben.


Grundbegriffe

Begriff 1 Begriff 2 Unterschied
Datenbank DBMS Datenbank enthält Daten, DBMS verwaltet Daten
Tabelle Datensatz Tabelle enthält mehrere Datensätze
Datensatz Feld Datensatz = Zeile, Feld = einzelner Wert
Attribut Datensatz Attribut = Spalte, Datensatz = Zeile

Schlüssel

Begriff 1 Begriff 2 Unterschied
Primärschlüssel Fremdschlüssel Primärschlüssel identifiziert, Fremdschlüssel verweist
Primärschlüssel Attribut Primärschlüssel ist ein besonderes Attribut
Fremdschlüssel Beziehung Fremdschlüssel setzt eine Beziehung technisch um

Datenmodellierung

Begriff 1 Begriff 2 Unterschied
Entität Attribut Entität = Objekt, Attribut = Eigenschaft
Entität Entitätstyp Entität = einzelnes Objekt, Entitätstyp = Gruppe gleichartiger Objekte
Beziehung Kardinalität Beziehung verbindet Entitäten, Kardinalität beschreibt die Anzahl
N:M-Beziehung Zwischentabelle N:M wird durch eine Zwischentabelle aufgelöst

SQL

Begriff 1 Begriff 2 Unterschied
WHERE HAVING WHERE filtert Datensätze, HAVING filtert Gruppen
GROUP BY ORDER BY GROUP BY gruppiert, ORDER BY sortiert
COUNT SUM COUNT zählt Datensätze, SUM addiert Werte
INNER JOIN LEFT JOIN INNER JOIN nur passende, LEFT JOIN alle linken Datensätze
DELETE DROP DELETE löscht Datensätze, DROP löscht Tabellen oder Datenbankobjekte

Normalisierung

Begriff 1 Begriff 2 Unterschied
Redundanz Inkonsistenz Redundanz = doppelte Daten, Inkonsistenz = widersprüchliche Daten
1. Normalform 2. Normalform 1NF = atomar, 2NF = abhängig vom ganzen Schlüssel
2. Normalform 3. Normalform 2NF betrifft Schlüsselabhängigkeit, 3NF transitive Abhängigkeiten
Normalisierung Denormalisierung Normalisierung reduziert Redundanz, Denormalisierung nimmt Redundanz bewusst in Kauf

Merksatz

Viele Datenbankfehler entstehen durch verwechselte Begriffe.


Prüfungshinweis

In IHK-Aufgaben immer genau lesen, ob nach Modellierung, Schlüsseln, SQL-Abfrage oder Normalisierung gefragt wird.

Typische Fehler:


Quellen