3.3 Anomalien Definition Anomalien sind Probleme, die durch ungünstige Tabellenstrukturen und redundante Daten entstehen können. Sie treten häufig auf, wenn Daten nicht ausreichend normalisiert sind. Arten von Anomalien Anomalie Bedeutung Einfügeanomalie Daten können nicht sinnvoll eingefügt werden Änderungsanomalie Änderungen müssen mehrfach durchgeführt werden Löschanomalie Beim Löschen gehen ungewollt weitere Informationen verloren Einfügeanomalie Eine Einfügeanomalie liegt vor, wenn neue Daten nicht gespeichert werden können, ohne andere Daten ebenfalls anzugeben. Beispiel Ein neuer Artikel kann nicht gespeichert werden, solange noch keine Bestellung dazu existiert. Änderungsanomalie Eine Änderungsanomalie liegt vor, wenn dieselbe Information an mehreren Stellen geändert werden muss. Beispiel Eine Kundenadresse ist mehrfach gespeichert und wird nur an einer Stelle geändert. Löschanomalie Eine Löschanomalie liegt vor, wenn beim Löschen eines Datensatzes auch wichtige andere Informationen verloren gehen. Beispiel Wird die letzte Bestellung eines Kunden gelöscht, verschwinden auch die Kundendaten. Merksatz Anomalien entstehen häufig durch Redundanz. Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben wird häufig gefragt, warum Tabellen normalisiert oder aufgeteilt werden sollen. Typische Fehler: Anomalien nur als technische Fehler verstehen. Redundanz nicht als Ursache erkennen. Löschanomalie und Änderungsanomalie verwechseln. Normalisierung nicht als Lösung erkennen. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker