# 6.2 Configuration Items und Beziehungen

> **Kurz erklärt**
>
> Ein **Configuration Item (CI)** ist ein Bestandteil, der für einen IT-Service wichtig ist und deshalb verwaltet werden soll.
>
> Beziehungen zwischen CIs zeigen, wie Services, Anwendungen, Systeme, Netzwerke, Datenbanken, Zertifikate, Lieferanten und andere Bestandteile zusammenhängen.
>
> Der eigentliche Wert entsteht nicht nur durch die Liste einzelner CIs, sondern durch das Verständnis ihrer Abhängigkeiten.

---

**Warum Configuration Items wichtig sind**

IT-Services bestehen meistens aus mehreren technischen und organisatorischen Bestandteilen.

Beispiel:

Ein Mitarbeiterportal kann abhängig sein von:

- Webserver,
- Anwendung,
- Datenbank,
- Identity Provider,
- MFA,
- DNS,
- Zertifikat,
- Load Balancer,
- Firewall,
- Storage,
- Backup,
- Monitoring,
- Schnittstellen,
- Lieferant,
- Dokumentation,
- und Supportgruppe.

Wenn diese Bestandteile nicht bekannt sind, werden Incidents, Problems und Changes schwieriger.

Configuration Items helfen dabei, diese Bestandteile strukturiert zu erfassen.

---

**Was ist ein Configuration Item?**

Ein Configuration Item ist ein Element, das für die Bereitstellung, den Betrieb, die Steuerung oder die Unterstützung eines Service relevant ist.

Ein CI kann technisch oder nicht-technisch sein.

Beispiele:

- Server,
- Anwendung,
- Datenbank,
- Netzwerkgerät,
- Firewall-Regel,
- Zertifikat,
- Cloud-Ressource,
- Benutzergruppe,
- Service,
- Schnittstelle,
- Dokumentation,
- Lieferantenvertrag,
- Lizenz,
- Monitoringregel,
- Backupjob,
- Arbeitsplatzgerät,
- Drucker.

Nicht jedes vorhandene Objekt muss automatisch ein CI sein.

Entscheidend ist, ob das Objekt für Servicebetrieb, Risiko, Support, Change oder Steuerung relevant ist.

---

**CI ist nicht gleich Asset**

Ein Asset ist häufig ein wirtschaftlich oder vertraglich relevantes Objekt.

Ein CI ist ein für den Servicebetrieb relevantes Objekt.

| Asset | Configuration Item |
|---|---|
| Fokus auf Besitz, Kosten, Vertrag oder Lebenszyklus | Fokus auf Servicebeziehung, Abhängigkeit und Betrieb |
| wichtig für Einkauf und Lizenzierung | wichtig für Incident, Problem, Change und Release |
| Beispiel: Notebook mit Kaufdatum | Beispiel: Notebook als Teil eines verwalteten Arbeitsplatzservices |
| Beispiel: Server als Anlagegut | Beispiel: Server als Bestandteil einer produktiven Anwendung |

Ein Objekt kann gleichzeitig Asset und CI sein.

Beispiel:

Ein produktiver Datenbankserver ist ein Asset und gleichzeitig ein CI.

---

**Welche Objekte sollten als CI erfasst werden?**

Ein Objekt sollte eher als CI erfasst werden, wenn:

- ein Service davon abhängig ist,
- ein Ausfall Benutzer betrifft,
- Changes daran risikoreich sind,
- es für Sicherheitsbewertung wichtig ist,
- es für Incident-Diagnose benötigt wird,
- es eine relevante Version oder Konfiguration besitzt,
- es durch einen Lieferanten unterstützt wird,
- es eine wichtige Beziehung zu anderen Komponenten hat,
- es für Compliance, Audit oder Nachvollziehbarkeit wichtig ist,
- oder es in Problem- und Change-Analysen regelmäßig benötigt wird.

Ein Objekt muss nicht erfasst werden, nur weil es technisch existiert.

Die Pflege muss einen praktischen Nutzen haben.

---

**Beispiele für CI-Typen**

| CI-Typ | Beispiel |
|---|---|
| **Business Service** | Mitarbeiterportal |
| **Technical Service** | Datenbankplattform |
| **Anwendung** | Warenwirtschaft |
| **Server** | PRD-APP-PORTAL-01 |
| **Datenbank** | SQL-Cluster Produktion |
| **Netzwerkgerät** | Standort-Firewall |
| **Cloud-Ressource** | App Service, Storage Account |
| **Sicherheit** | TLS-Zertifikat, MFA-Richtlinie |
| **Identität** | Entra-ID-Gruppe |
| **Schnittstelle** | REST-API zum ERP-System |
| **Monitoring** | Alarmregel für Zertifikatsablauf |
| **Backup** | Backupjob für Datenbank |
| **Dokumentation** | Betriebsrunbook |
| **Lieferant** | Supportvertrag Provider |

Die CI-Typen sollten zur Organisation passen.

Zu viele CI-Typen können die Pflege unnötig erschweren.

Zu wenige CI-Typen können wichtige Unterschiede verdecken.

---

**Service-CI und technische CIs unterscheiden**

Ein Service selbst kann als CI betrachtet werden.

Beispiel:

- Service: Mitarbeiterportal
- Anwendung: Portal-App
- Server: Webserver
- Datenbank: Portal-DB
- Zertifikat: portal.example.tld
- Identity Provider: zentrale Anmeldung
- Supportgruppe: Application Support

Der Service ist das, was Benutzer wahrnehmen.

Die technischen CIs sind Bestandteile, die den Service ermöglichen.

Diese Unterscheidung hilft, technische Informationen mit Benutzer- und Geschäftsbezug zu verbinden.

---

**Attribute eines Configuration Items**

Ein CI sollte nur so viele Attribute besitzen, wie sinnvoll gepflegt und genutzt werden können.

Mögliche Attribute:

- CI-Name,
- CI-Typ,
- Beschreibung,
- Status,
- Umgebung,
- Version,
- Standort,
- Servicezuordnung,
- Owner,
- Supportgruppe,
- Lieferant,
- Kritikalität,
- Sicherheitsklassifizierung,
- Dokumentationslink,
- letzte Änderung,
- letzte Prüfung,
- Beziehungen,
- verknüpfte Incidents,
- verknüpfte Problems,
- verknüpfte Changes.

Wichtig ist nicht maximale Datenmenge.

Wichtig ist nutzbare Datenqualität.

---

**CI-Name**

Der CI-Name sollte eindeutig und verständlich sein.

Ungeeignet:

- Server1,
- AppNeu,
- TestAlt,
- FirewallFinal,
- Datenbank2.

Besser:

- PRD-APP-PORTAL-01,
- TST-DB-ERP-02,
- BER-FW-STANDORT-01,
- PRD-CERT-PORTAL-2026,
- PRD-API-ERP-PARTNER.

Eine Namenskonvention kann enthalten:

- Umgebung,
- Standort,
- Funktion,
- Servicebezug,
- laufende Nummer.

Die konkrete Namenskonvention muss zur Organisation passen.

---

**CI-Status**

Der Status zeigt, in welchem Zustand sich ein CI befindet.

Mögliche Status:

- geplant,
- bestellt,
- im Aufbau,
- aktiv,
- in Wartung,
- gesperrt,
- außer Betrieb,
- ersetzt,
- archiviert.

Der Status ist wichtig für:

- Incident-Diagnose,
- Change-Planung,
- Sicherheitsbewertung,
- Lizenz- und Asset-Abgleich,
- Außerbetriebnahme,
- und Dokumentationspflege.

Ein CI, das außer Betrieb ist, sollte nicht mehr als aktive Abhängigkeit eines produktiven Services erscheinen.

---

**Umgebung**

Die Umgebung zeigt, wo ein CI genutzt wird.

Beispiele:

- Entwicklung,
- Test,
- Integration,
- Abnahme,
- Staging,
- Produktion,
- Disaster Recovery,
- Labor,
- Schulung.

Ein Change an einem Testsystem ist anders zu bewerten als ein Change an einem produktiven System.

Fehlende Umgebungskennzeichnung kann gefährlich sein.

Beispiel:

Ein Administrator führt eine Änderung auf einem System aus, das für Test gehalten wird, tatsächlich aber produktiv ist.

---

**Version und Konfiguration**

Für viele CIs ist die Version wichtig.

Beispiele:

- Betriebssystemversion,
- Anwendungsversion,
- Datenbankversion,
- Firmwareversion,
- Clientversion,
- Konfigurationsstand,
- Zertifikatslaufzeit,
- API-Version,
- Treiberversion.

Versionen helfen bei:

- Incident-Diagnose,
- Known Errors,
- Sicherheitsbewertung,
- Patchmanagement,
- Release Management,
- Problem Management,
- und Change-Bewertung.

Beispiel:

Wenn nur VPN-Client-Version 5.8 betroffen ist, muss diese Information auffindbar sein.

---

**Owner und Supportgruppe**

Für wichtige CIs sollte klar sein:

- Wer ist fachlich verantwortlich?
- Wer ist technisch verantwortlich?
- Wer betreibt das CI?
- Wer unterstützt bei Incidents?
- Wer darf Changes genehmigen?
- Wer pflegt Dokumentation?
- Welcher Lieferant ist beteiligt?

Unklare Verantwortlichkeiten führen zu Verzögerungen.

Ungeeignet:

> Niemand weiß, wem dieser Server gehört.

Besser:

> Service Owner, technischer Owner, Supportgruppe und Lieferant sind dokumentiert.

---

**Kritikalität**

Die Kritikalität beschreibt, wie wichtig ein CI oder der zugehörige Service ist.

Mögliche Stufen:

- geschäftskritisch,
- hoch,
- mittel,
- niedrig,
- nicht produktiv.

Die Kritikalität beeinflusst:

- Incident-Priorisierung,
- Change-Risikobewertung,
- Monitoring,
- Backup-Anforderungen,
- Patchplanung,
- Notfallplanung,
- Lieferantensteuerung,
- und Service Reviews.

Wichtig:

Die Kritikalität sollte nicht nur technisch bewertet werden.

Ein unscheinbarer Server kann geschäftskritisch sein, wenn ein zentraler Prozess davon abhängt.

---

**Sicherheitsklassifizierung**

Manche CIs benötigen zusätzliche Sicherheitsinformationen.

Beispiele:

- enthält personenbezogene Daten,
- verarbeitet vertrauliche Daten,
- besitzt Internetzugang,
- ist extern erreichbar,
- besitzt Administratorzugänge,
- ist Teil kritischer Infrastruktur,
- ist auditrelevant,
- verarbeitet Zahlungsdaten,
- besitzt erhöhte Verfügbarkeitspflichten.

Solche Informationen helfen bei:

- Risikobewertung,
- Change Enablement,
- Sicherheitsvorfällen,
- Patchpriorisierung,
- Zugriffskontrolle,
- und Compliance.

---

**Was sind CI-Beziehungen?**

CI-Beziehungen beschreiben, wie Configuration Items miteinander verbunden sind.

Beispiele:

- Service nutzt Anwendung,
- Anwendung läuft auf Server,
- Server nutzt Storage,
- Anwendung nutzt Datenbank,
- Anwendung authentifiziert gegen Identity Provider,
- Webservice nutzt Zertifikat,
- Standort nutzt Firewall,
- Anwendung kommuniziert mit API,
- Monitoring überwacht Service,
- Backupjob sichert Datenbank,
- Lieferant unterstützt System.

Beziehungen machen sichtbar, welche Auswirkungen ein Ausfall oder Change haben kann.

---

**Warum Beziehungen wichtiger sind als Einzelinformationen**

Eine Liste einzelner CIs beantwortet nur:

> Was gibt es?

Beziehungen beantworten:

> Was hängt wovon ab?

Beispiel:

CI-Liste:

- APP-01,
- DB-01,
- FW-01,
- CERT-01.

Beziehungen:

- Mitarbeiterportal läuft auf APP-01.
- APP-01 nutzt DB-01.
- APP-01 ist über FW-01 erreichbar.
- Mitarbeiterportal nutzt CERT-01.
- DB-01 nutzt Storage-Cluster PRD-STO-01.

Erst durch Beziehungen wird klar, welche Komponenten gemeinsam einen Service ermöglichen.

---

**Typische Beziehungstypen**

| Beziehung | Bedeutung |
|---|---|
| **nutzt** | Ein CI verwendet ein anderes CI |
| **läuft auf** | Anwendung läuft auf Server oder Plattform |
| **ist abhängig von** | Service funktioniert nur mit anderem CI |
| **verbindet zu** | Netzwerk- oder Schnittstellenbeziehung |
| **wird überwacht von** | Monitoringbeziehung |
| **wird gesichert durch** | Backupbeziehung |
| **wird unterstützt von** | Lieferanten- oder Supportbeziehung |
| **ist Teil von** | Komponente gehört zu größerem Service |
| **ersetzt** | neues CI ersetzt altes CI |
| **kommuniziert mit** | technische Schnittstelle zwischen Systemen |

Die Beziehungsarten sollten verständlich und einheitlich genutzt werden.

---

**Beispiel: Mitarbeiterportal**

    Mitarbeiterportal
        ↓ nutzt
    Portal-Anwendung
        ↓ läuft auf
    Webserver PRD-APP-PORTAL-01
        ↓ nutzt
    Datenbank PRD-DB-PORTAL-01
        ↓ nutzt
    Storage PRD-STO-01

Weitere Beziehungen:

- Mitarbeiterportal nutzt DNS-Eintrag portal.example.tld.
- Mitarbeiterportal nutzt TLS-Zertifikat PRD-CERT-PORTAL.
- Mitarbeiterportal nutzt Identity Provider.
- Webserver wird durch Monitoring überwacht.
- Datenbank wird durch Backupjob gesichert.
- Anwendung wird durch Application Support betreut.

---

**Beispiel: VPN-Service**

    VPN-Service
        ↓ nutzt
    VPN-Gateway
        ↓ nutzt
    Firewall
        ↓ nutzt
    Internetanbindung

Zusätzliche Abhängigkeiten:

- VPN-Client,
- Zertifikat,
- MFA,
- Identity Provider,
- Benutzergruppen,
- DNS,
- Monitoring,
- Netzwerkteam,
- Lieferant.

Wenn MFA ausfällt, kann der VPN-Service betroffen sein, obwohl das VPN-Gateway technisch läuft.

---

**Beispiel: Druckservice**

    Druckservice
        ↓ nutzt
    Druckserver
        ↓ verwaltet
    Netzwerkdrucker
        ↓ nutzt
    Netzwerksegment

Weitere Abhängigkeiten:

- Druckertreiber,
- Benutzerberechtigungen,
- Spooler-Dienst,
- Papier- und Verbrauchsmaterial,
- Standortnetz,
- Fachanwendung,
- Etikettenvorlagen.

Ein Druckproblem kann also viele Ursachen haben.

Ohne Beziehungen wird oft nur der Drucker selbst betrachtet.

---

**Beispiel: Schnittstelle zwischen Anwendungen**

    Anwendung A
        ↓ sendet Daten an
    API-Gateway
        ↓ leitet weiter an
    Anwendung B
        ↓ schreibt in
    Datenbank B

Zusätzliche Abhängigkeiten:

- Zertifikat,
- Firewall-Regel,
- DNS,
- API-Token,
- Berechtigungen,
- Monitoring,
- Lieferant,
- Datenformat.

Eine kleine Änderung am API-Token kann den gesamten Datenaustausch stoppen.

---

**Beziehungen und Incident Management**

Bei Incidents helfen Beziehungen, die Auswirkung zu verstehen.

Beispiele:

- Welcher Service ist betroffen?
- Welche CIs sind beteiligt?
- Gibt es eine gemeinsame Abhängigkeit?
- Welche anderen Services könnten betroffen sein?
- Wer ist zuständig?
- Welche Changes wurden zuletzt an beteiligten CIs durchgeführt?
- Gibt es Known Errors für diese Version oder Komponente?

Beispiel:

Mehrere Anwendungen melden Fehler.

CI-Beziehungen zeigen, dass alle denselben Datenbankcluster nutzen.

Die Diagnose wird schneller eingegrenzt.

---

**Beziehungen und Problem Management**

Problem Management nutzt CI-Beziehungen, um Muster zu erkennen.

Beispiele:

- wiederkehrende Incidents betreffen dieselbe Hardwaremodellserie,
- mehrere Services nutzen dasselbe Zertifikat,
- mehrere Anwendungen sind von derselben Schnittstelle abhängig,
- ein Standort hat Probleme mit derselben Firewall,
- eine bestimmte Clientversion erzeugt viele Tickets.

Ohne Beziehungen bleiben solche Muster oft unsichtbar.

---

**Beziehungen und Change Enablement**

Bei Changes sind Beziehungen besonders wichtig.

Zu prüfen ist:

- Welche CIs werden geändert?
- Welche Services hängen davon ab?
- Welche Benutzergruppen sind betroffen?
- Welche Schnittstellen werden beeinflusst?
- Welche anderen Teams müssen beteiligt werden?
- Welche Dokumentation muss aktualisiert werden?
- Welche Tests sind notwendig?
- Welche Rollback-Auswirkungen gibt es?

Ein Change an einem kleinen CI kann große Auswirkungen haben, wenn viele Services davon abhängen.

---

**Beispiel: Change-Auswirkung durch Beziehung**

**Change**

Ein Zertifikat soll erneuert werden.

**Ohne Beziehung**

Es wird nur der Webserver betrachtet.

**Mit Beziehung**

Es wird sichtbar:

- Zertifikat wird vom Mitarbeiterportal genutzt,
- Anmeldung läuft über Identity Provider,
- externe Schnittstelle prüft Zertifikatskette,
- Monitoring muss nach Erneuerung geprüft werden,
- Service Desk muss mögliche Anmeldefehler kennen.

Dadurch wird der Change besser geplant.

---

**Beziehungen und Release Management**

Release Management benötigt Beziehungen, um zu verstehen:

- welche Komponenten Bestandteil des Releases sind,
- welche Zielumgebungen betroffen sind,
- welche Abhängigkeiten bestehen,
- welche Versionen zusammenpassen,
- welche Benutzergruppen betroffen sind,
- welche Knowledge-Artikel aktualisiert werden müssen.

Ein Release kann fehlschlagen, wenn eine abhängige Komponente vergessen wird.

---

**Beziehungen und Information Security Management**

Sicherheitsarbeit benötigt CI-Beziehungen.

Beispiele:

- Welche Services sind extern erreichbar?
- Welche Systeme verarbeiten vertrauliche Daten?
- Welche Anwendungen nutzen ein gefährdetes Zertifikat?
- Welche Server verwenden eine verwundbare Softwareversion?
- Welche Benutzergruppen haben Zugriff?
- Welche Schnittstellen übertragen sensible Daten?
- Welche Systeme sind von einem kompromittierten Konto betroffen?

Ohne Beziehungen ist Sicherheitsbewertung unvollständig.

---

**Beziehungen und Notfallplanung**

Für Notfallplanung sind Abhängigkeiten entscheidend.

Zu klären ist:

- Welche Services sind geschäftskritisch?
- Welche CIs werden für Wiederherstellung benötigt?
- Welche Reihenfolge ist beim Wiederanlauf notwendig?
- Welche Datenbanken müssen zuerst verfügbar sein?
- Welche Netzwerkverbindungen sind erforderlich?
- Welche Lieferanten müssen erreichbar sein?
- Welche Backupjobs gehören zu welchem Service?
- Welche Dokumentation wird im Notfall benötigt?

Ein Wiederanlaufplan ohne Abhängigkeiten ist häufig unvollständig.

---

**Tiefe der Beziehungspflege**

Nicht jede Beziehung muss bis ins kleinste Detail gepflegt werden.

Zu klären ist:

- Welche Beziehungen werden wirklich genutzt?
- Welche Beziehungen helfen bei Incident, Problem und Change?
- Welche Services sind kritisch?
- Welche CIs ändern sich häufig?
- Welche Daten können automatisiert gepflegt werden?
- Welche Daten müssen manuell gepflegt werden?

Zu wenig Beziehungspflege macht die CMDB nutzlos.

Zu viel Detailtiefe macht sie schwer wartbar.

---

**Beispiel für sinnvolle Detailtiefe**

Für einen geschäftskritischen Service sinnvoll:

- Service,
- Anwendung,
- Datenbank,
- Server,
- Netzwerk,
- Zertifikat,
- Identity Provider,
- Backup,
- Monitoring,
- Owner,
- Lieferant,
- wichtigste Schnittstellen.

Für einen einfachen Testservice kann weniger Detail genügen.

Die Pflege muss zum Risiko passen.

---

**Horizontale und vertikale Beziehungen**

**Vertikale Beziehungen**

zeigen den Aufbau eines Service von oben nach unten.

Beispiel:

    Service
        ↓
    Anwendung
        ↓
    Server
        ↓
    Plattform
        ↓
    Storage

**Horizontale Beziehungen**

zeigen Verbindungen zwischen gleichartigen oder verbundenen Komponenten.

Beispiel:

    Anwendung A  ↔  API  ↔  Anwendung B

Beide Beziehungstypen sind wichtig.

Vertikale Beziehungen helfen bei Auswirkungsanalyse.

Horizontale Beziehungen helfen bei Schnittstellen- und Kommunikationsproblemen.

---

**Upstream und Downstream**

Bei Schnittstellen wird oft zwischen Upstream und Downstream unterschieden.

| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| **Upstream** | vorgelagertes System, von dem Daten oder Dienste kommen |
| **Downstream** | nachgelagertes System, das Daten oder Dienste erhält |

Beispiel:

    CRM-System
        ↓ sendet Kundendaten an
    ERP-System
        ↓ sendet Rechnungsdaten an
    Buchhaltungssystem

Wenn das CRM-System fehlerhafte Daten liefert, können downstream weitere Probleme entstehen.

---

**Single Point of Failure erkennen**

CI-Beziehungen können Single Points of Failure sichtbar machen.

Beispiel:

Mehrere Services nutzen denselben Datenbankserver.

Wenn dieser Server ausfällt, sind alle Services betroffen.

Mögliche Maßnahmen:

- Hochverfügbarkeit prüfen,
- Backup und Restore testen,
- Monitoring verbessern,
- Kapazität planen,
- Change-Risiko erhöhen,
- Notfallverfahren dokumentieren.

Beziehungen helfen also nicht nur bei Dokumentation, sondern auch bei Risikobewertung.

---

**Dubletten und Namensprobleme**

CI-Beziehungen werden unbrauchbar, wenn CIs mehrfach oder uneinheitlich erfasst sind.

Beispiele:

- APP-01,
- app01,
- AppServer Portal,
- PRD-APP-PORTAL-01

beschreiben möglicherweise dasselbe System.

Folgen:

- Incidents werden falsch verknüpft,
- Changes wirken unvollständig,
- Beziehungen fehlen,
- Reports werden ungenau,
- Owner erscheinen widersprüchlich.

Namenskonventionen und Dublettenprüfung sind deshalb wichtig.

---

**Veraltete Beziehungen**

Beziehungen können veralten durch:

- Migrationen,
- Releases,
- Servertausch,
- Cloud-Umzug,
- neue Schnittstellen,
- Außerbetriebnahme,
- Notfalländerungen,
- Lieferantenwechsel,
- Prozessänderungen.

Veraltete Beziehungen sind riskant.

Beispiel:

Ein Change wird als unkritisch bewertet, weil eine alte Beziehung fehlt.

Nach Umsetzung fällt ein abhängiger Service aus.

---

**Beziehungen durch Changes aktualisieren**

Jeder relevante Change sollte prüfen:

- Wurde ein CI geändert?
- Wurde ein CI neu erstellt?
- Wurde ein CI entfernt?
- Hat sich eine Version geändert?
- Hat sich eine Beziehung geändert?
- Hat sich ein Owner geändert?
- Hat sich eine Schnittstelle geändert?
- Hat sich ein Zertifikat geändert?
- Muss die CMDB aktualisiert werden?

Configuration Management darf nicht getrennt von Change Enablement betrachtet werden.

---

**Beziehungen durch Discovery erkennen**

Technische Beziehungen können teilweise automatisch erkannt werden.

Beispiele:

- Server kommuniziert mit Datenbank,
- Anwendung öffnet Verbindung zu API,
- Zertifikat ist auf Webserver installiert,
- Softwareversion ist vorhanden,
- Netzwerkgerät ist erreichbar,
- Cloud-Ressource existiert.

Aber:

Discovery erkennt nicht immer fachliche Bedeutung.

Ein Tool kann eine Verbindung sehen.

Es weiß nicht automatisch, ob diese Verbindung geschäftskritisch ist.

---

**Manuell gepflegte Beziehungen**

Manuell gepflegt werden oft:

- Service Owner,
- fachliche Kritikalität,
- Geschäftsprozessbezug,
- Supportmodell,
- Lieferantenverantwortung,
- Risikoakzeptanz,
- geplante Ablösung,
- Dokumentationslinks,
- fachliche Schnittstellenbedeutung.

Diese Informationen brauchen Verantwortliche und regelmäßige Prüfung.

---

**Beziehungen visualisieren**

CI-Beziehungen können als Diagramm, Tabelle oder Abhängigkeitsansicht dargestellt werden.

Mögliche Formen:

- Service Map,
- Abhängigkeitsdiagramm,
- Schnittstellenübersicht,
- Tabellenansicht,
- Netzwerkplan,
- CMDB-Beziehungsansicht,
- Architekturdiagramm.

Wichtig ist, dass die Darstellung für den Zweck geeignet ist.

Ein Management-Review benötigt andere Details als eine technische Fehleranalyse.

---

**Service Map**

Eine Service Map zeigt die wichtigsten Bestandteile eines Services.

Beispiel:

    Service: Mitarbeiterportal

    Benutzer
        ↓
    DNS
        ↓
    Load Balancer
        ↓
    Webserver
        ↓
    Anwendung
        ↓
    Datenbank
        ↓
    Storage

    Zusätzlich:
    Identity Provider, Zertifikat, Monitoring, Backup, Supportgruppe

Eine Service Map muss nicht jedes Detail enthalten.

Sie soll die wichtigsten Abhängigkeiten verständlich machen.

---

**Tabellarische Beziehungspflege**

Eine einfache Tabelle kann für kleinere Umgebungen ausreichend sein.

| Service | CI | Beziehung | Abhängig von | Owner |
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiterportal | Portal-App | läuft auf | PRD-APP-PORTAL-01 | App-Team |
| Mitarbeiterportal | Portal-App | nutzt | PRD-DB-PORTAL-01 | DB-Team |
| Mitarbeiterportal | Portal-App | nutzt | Identity Provider | IAM-Team |
| Mitarbeiterportal | Webservice | nutzt | TLS-Zertifikat | Plattform-Team |

Wichtig ist, dass die Tabelle gepflegt und genutzt wird.

---

**CI-Beziehungen in Tickets nutzen**

Tickets sollten relevante CIs enthalten.

Das hilft bei:

- Auswirkungsanalyse,
- Priorisierung,
- Eskalation,
- Trendanalyse,
- Problem Management,
- Change-Verknüpfung,
- Reporting.

Beispiel:

Ein Incident wird nicht nur als „Anwendung gestört“ erfasst.

Er wird mit Service, Anwendungsversion, Datenbank und betroffener Schnittstelle verknüpft.

Dadurch können spätere Muster erkannt werden.

---

**CI-Beziehungen in Changes nutzen**

Ein Change Request sollte betroffene CIs enthalten.

Beispiele:

- Zielserver,
- Anwendung,
- Datenbank,
- Zertifikat,
- Firewall-Regel,
- Schnittstelle,
- Monitoringregel,
- Dokumentation.

Zusätzlich sollten abhängige Services geprüft werden.

Ein Change an einer zentralen Komponente muss anders bewertet werden als ein Change an einem isolierten Testsystem.

---

**CI-Beziehungen in Problems nutzen**

Ein Problem Record sollte relevante CIs und Beziehungen enthalten.

Beispiel:

Mehrere Incidents betreffen verschiedene Anwendungen.

Problem Management erkennt:

- alle Anwendungen nutzen dieselbe API,
- API nutzt ein ablaufendes Zertifikat,
- Zertifikatsmonitoring fehlt.

Die CI-Beziehung hilft, eine gemeinsame Ursache zu finden.

---

**Praxisbeispiel: Datenbank als gemeinsame Abhängigkeit**

**Situation**

Drei Anwendungen melden Performance-Probleme.

**Einzelbetrachtung**

Jedes Team sucht zunächst in seiner Anwendung.

**CI-Beziehungen zeigen**

- alle drei Anwendungen nutzen denselben Datenbankcluster,
- Datenbankcluster nutzt denselben Storage,
- Storage zeigt hohe Latenz.

**Nutzen**

Die Analyse wird schneller auf die gemeinsame Abhängigkeit gelenkt.

---

**Praxisbeispiel: Zertifikat als CI**

**Situation**

Anmeldung am Service schlägt fehl.

**CI-Beziehungen zeigen**

- Service nutzt Webzertifikat,
- Zertifikat läuft heute ab,
- Identity Provider prüft Zertifikatskette,
- Monitoring überwacht nur HTTP-Status, nicht Zertifikatslaufzeit.

**Verbesserung**

Zertifikate werden künftig als eigene CIs mit Ablaufdatum, Owner und Monitoringbeziehung gepflegt.

---

**Praxisbeispiel: Standort-Firewall**

**Situation**

Ein Standort meldet Zugriffsstörungen.

**CI-Beziehungen zeigen**

- Standort nutzt bestimmte Firewall,
- mehrere Services laufen über dieselbe VPN-Verbindung,
- letzte Änderung war eine Firewall-Regel,
- betroffene Benutzergruppe sitzt nur an diesem Standort.

**Nutzen**

Die Fehlersuche wird auf Standortnetz, Firewall und VPN eingegrenzt.

---

**Praxisbeispiel: Veraltete Beziehung**

**Situation**

Eine alte Datenbank wird abgeschaltet.

**Problem**

In der CMDB ist nicht dokumentiert, dass ein Reporting-Service noch darauf zugreift.

**Folge**

Nach Abschaltung fällt das Reporting aus.

**Lerneffekt**

Vor Außerbetriebnahme müssen Abhängigkeiten geprüft und alte Beziehungen bereinigt werden.

---

**Typische Fehler**

**Fehler 1**

Nur technische Geräte werden als CIs betrachtet.

---

**Fehler 2**

Services selbst werden nicht als CIs erfasst.

---

**Fehler 3**

Beziehungen zwischen CIs fehlen.

---

**Fehler 4**

Beziehungen werden einmal erstellt und danach nicht gepflegt.

---

**Fehler 5**

Zu viele unwichtige Details werden gepflegt, aber wichtige Abhängigkeiten fehlen.

---

**Fehler 6**

CIs haben keinen Owner.

---

**Fehler 7**

CI-Namen sind uneinheitlich oder doppelt.

---

**Fehler 8**

Discovery-Daten werden ohne fachliche Prüfung übernommen.

---

**Fehler 9**

Changes aktualisieren CI-Beziehungen nicht.

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**Fehler 10**

Tickets werden nicht mit betroffenen CIs verknüpft.

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**Fehler 11**

Kritikalität wird ohne Servicebezug bewertet.

---

**Fehler 12**

Schnittstellen, Zertifikate und Cloud-Ressourcen werden vergessen.

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**Checkliste: Ist ein Objekt ein sinnvolles CI?**

- [ ] unterstützt es einen Service?
- [ ] kann ein Ausfall Benutzer betreffen?
- [ ] ist es für Incidents relevant?
- [ ] ist es für Problems relevant?
- [ ] ist es für Changes relevant?
- [ ] besitzt es wichtige Beziehungen?
- [ ] besitzt es relevante Versionen oder Konfigurationen?
- [ ] hat es Sicherheits- oder Compliance-Bedeutung?
- [ ] braucht es einen Owner?
- [ ] muss es regelmäßig geprüft werden?
- [ ] lohnt sich der Pflegeaufwand?

---

**Checkliste CI-Attribute**

- [ ] eindeutiger Name
- [ ] CI-Typ
- [ ] Beschreibung
- [ ] Status
- [ ] Umgebung
- [ ] Version oder Konfigurationsstand
- [ ] betroffener Service
- [ ] Owner
- [ ] Supportgruppe
- [ ] Lieferant, falls relevant
- [ ] Kritikalität
- [ ] Sicherheitsklassifizierung, falls relevant
- [ ] Dokumentationslink
- [ ] letzte Prüfung
- [ ] relevante Beziehungen

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**Checkliste CI-Beziehungen**

- [ ] Service zu Anwendung verknüpft
- [ ] Anwendung zu Server oder Plattform verknüpft
- [ ] Anwendung zu Datenbank verknüpft
- [ ] Anwendung zu Schnittstellen verknüpft
- [ ] DNS-Abhängigkeit geprüft
- [ ] Zertifikate verknüpft
- [ ] Identity Provider oder MFA verknüpft
- [ ] Netzwerk und Firewall berücksichtigt
- [ ] Storage berücksichtigt
- [ ] Backup berücksichtigt
- [ ] Monitoring berücksichtigt
- [ ] Lieferant berücksichtigt
- [ ] Supportgruppe verknüpft
- [ ] Dokumentation verknüpft

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**Checkliste Beziehungspflege nach Changes**

- [ ] neue CIs angelegt
- [ ] entfernte CIs archiviert
- [ ] geänderte Versionen aktualisiert
- [ ] geänderte Schnittstellen dokumentiert
- [ ] neue Abhängigkeiten ergänzt
- [ ] entfernte Abhängigkeiten gelöscht
- [ ] Owner aktualisiert
- [ ] Lieferantenbezug aktualisiert
- [ ] Dokumentationslinks geprüft
- [ ] Monitoring- und Backupbeziehungen geprüft
- [ ] Service Map aktualisiert
- [ ] Ticket oder Change Record verknüpft

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**Bedeutung für Fachinformatiker für Systemintegration**

Fachinformatiker arbeiten praktisch mit vielen Configuration Items.

Beispiele:

- Server,
- Clients,
- Firewalls,
- Switches,
- VPN,
- Drucker,
- Benutzergruppen,
- Zertifikate,
- Backupjobs,
- Monitoringregeln,
- Cloud-Ressourcen,
- Anwendungen,
- Schnittstellen.

Wichtig ist nicht nur, diese Komponenten technisch zu kennen.

Wichtig ist auch zu verstehen:

- welcher Service davon abhängt,
- welche Benutzer betroffen wären,
- welche Changes riskant sind,
- welche Beziehungen bei Fehleranalyse helfen,
- wer zuständig ist,
- und welche Informationen aktuell gehalten werden müssen.

Gute CI-Beziehungen machen technische Arbeit schneller, sicherer und nachvollziehbarer.

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**Zusammenfassung**

> wichtige Services identifizieren  
> ↓  
> relevante Configuration Items bestimmen  
> ↓  
> sinnvolle Attribute erfassen  
> ↓  
> Owner und Kritikalität festlegen  
> ↓  
> Beziehungen zwischen CIs dokumentieren  
> ↓  
> Serviceabhängigkeiten sichtbar machen  
> ↓  
> CIs in Incidents, Problems und Changes nutzen  
> ↓  
> Beziehungen nach Changes aktualisieren  
> ↓  
> Datenqualität regelmäßig prüfen

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**Merksätze**

> Ein CI ist nur dann wertvoll, wenn es für den Servicebetrieb relevant ist.

> Beziehungen zeigen, welche Auswirkungen ein Ausfall oder Change haben kann.

> Eine CI-Liste ohne Beziehungen ist nur begrenzt hilfreich.

> Technisch kleine Komponenten können geschäftlich sehr wichtig sein.

> Discovery erkennt Technik, aber nicht automatisch fachliche Bedeutung.

> CI-Beziehungen müssen nach Changes gepflegt werden.

> Gute Configuration-Daten verbessern Incident, Problem, Change und Security Management.

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**Verwandte Seiten**

- 6.1 Service Configuration Management – Ziele, Begriffe und Grundlagen
- 6.3 Configuration Management Database
- 6.4 Discovery, Pflege und Datenqualität
- 6.5 Service Configuration Management im Zusammenspiel mit Incident-, Problem- und Change-Management
- Incident Management
- Problem Management
- Change Enablement
- Release Management
- Information Security Management

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**Quellen und Versionsstand**

**Offizielle Grundlagen**

- PeopleCert – ITIL Practice Guide: Service Configuration Management
- PeopleCert – ITIL Practice Guide: IT Asset Management
- PeopleCert – ITIL Practice Guide: Change Enablement
- PeopleCert – ITIL Practice Guide: Incident Management
- PeopleCert – ITIL Practice Guide: Problem Management
- ITIL Foundation – Version 5

**Einordnung**

Die dargestellten:

- CI-Beispiele,
- Beziehungstypen,
- Service-Maps,
- Tabellen,
- Checklisten,
- und Praxisbeispiele

sind herstellerneutrale Praxisempfehlungen.

ITIL schreibt keine universelle:

- CI-Typenliste,
- Beziehungstypenliste,
- Attributliste,
- Service-Map-Struktur,
- Namenskonvention,
- oder konkrete Modellierungstiefe

für alle Organisationen vor.

Die konkrete Umsetzung muss an:

- Services,
- Risiken,
- Supportmodell,
- Organisationsgröße,
- Toollandschaft,
- Datenqualität,
- Sicherheitsanforderungen,
- Change-Modell,
- und verfügbare Fähigkeiten

angepasst werden.

**Behandelter Framework-Stand:** ITIL Version 5  
**Zusätzlich berücksichtigt:** aktuelle ITIL-4-Practice-Guidance  
**Fachlicher Stand:** August 2026