LINUX
- Linux Commands
- Linux Tests
- 1. Benutzer & Zugriffsrechte
- 1 b. Zusatzaufgaben zu Linux-Benutzern, sudo, Besitzrechten und Sonderrechten.
- 2. Gemischt – Benutzer, Zugriffsrechte und Sonderrechte.
- A1_ssh
Linux Commands
Linux Commands
Basics
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Ctrl+Shift+T |
Terminal Öffnen |
Steuerung Terminal |
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Ctrl+C |
Abrechen / neue Befehlszeile |
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Ctrl+D |
Log out |
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Ctrl+L |
Verlauf löschen |
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cd .. |
Ordner zurück ⬅️ 📁 |
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cd ~ |
in home wechseln ➡️ 🏠 |
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touch |
Datei erstellen ➕ 📄 |
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mkdir |
Ordner erstellen ➕ 📁 |
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rm -r |
Löschen ❌ 📄 |
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ls |
Liste anzeigen 📁+📄 |
👀 Anzeigen mit LS |
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ls -l /home |
anzeigen aller /home Ordner /🏠 /🏠 |
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ls -l |
Inhalt anzeigen. 🔐 👤 👥 📄 |
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ls -la
(optional -h = KB, MB) |
Inhalt anzeigen. (Rechte,User,Group,Größe,Datum+versteckte) . 👻 🔐 👤 👥 📄 |
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tree |
tree struktur anzeigen 🌳└── |
👀 Anzeigen Struktur |
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tree -L 1 |
Zeigt erstes unter level an 🌳├── |
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tree -pug |
tree mit 🌳 -pug(Zugriffsrecht, User, Gruppe) 🔐,👤,👥 |
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getent passwd |
Alle user anzeigen 👤👤👤 |
👀 Anzeigen User & Group |
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getent group |
Gruppe anzeigen 👥👥👥 |
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# getent shadow |
Passwort-Hashes anzeigen Sudo oder aus Root #️⃣ 🔑 |
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# useradd -m -s /bin/bash user |
Benutzer erstellen + Home + Bash. ➕ 👤🏠 & (erstellt Standart Hauptgruppe mit user Namen) |
Benutzer & Gruppen erstellen
-g Hauptgruppe -G Nebengruppe (alleinstehend ersetzt alle bisherigen nebengrupen) -aG Nebengruppe adden
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# useradd -m -s /bin/bash -g HAUPT -G NEBENGRUPPE user |
Benutzer erstellen + Home + Bash ➕ 👤🏠 +HauptG +NebenG 👥 (👥) |
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# groupadd groupName |
neue Gruppe erstellen 👥 ✅ |
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# usermod -aG NebenGruppe user |
User zur Nebengruppe hinzufügen. 👤→👥 |
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# groupmod -n neuerName alterName |
Gruppe umbenennen. 👥 🔄Name |
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# chgrp -R gruppe /... |
Gruppe ändern + ALLE Daten 👥 + 📄 |
-R = Rekursiv (Alle Dateien) |
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# usermod -s /bin/bash user |
Bash nachträglich hinzufügen |
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{ } |
Kaskadieren |
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cp |
Kopie |
kopieren oder verschieben Bsp. mv OldName NewName |
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mv |
Verschiebt o. benennt Dateien |
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getent passwd |
Alle user anzeigen |
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getent group |
Gruppe anzeigen |
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# passwd user |
Passwort zuweisen |
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su - user |
Nutzer wechseln |
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# chown user:group /home/OldUser |
Besitzer übergeben 🫴 👤👥 🏠 |
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# chgrp group datei |
Ändert nur gruppe 🔄.... 👥 ➝ 📄 |
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# chown user:group dateiname |
Ändert besitzer & gruppe. 🔄.... 👤👥 ➝ 📄 |
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# usermod -l oldUser newUser |
Ändern des namen 👤🔄Name |
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fdisk -L |
Zeigt alle festplatten und formate an |
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crontab -e |
Um zeitlich gesteuerte dinge zu starten |
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# = sudo
CHMOD EINSTELLUNGEN:
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Löschen hängt vom Ordner ab, nicht von der Datei
→ benötigt:w + xauf dem Ordner -
Ordnerrechte ≠ Dateirechte
→ Datei:r=lesen,w=ändern,x=ausführen
→ Ordner:r=sehen,w=erstellen/löschen,x=betreten -
xist Pflicht für Zugriff
→ ohnex: keincd, kein Öffnen, egal was sonst gesetzt ist -
rohnex
→ sehen eingeschränkt möglich, aber nicht nutzen -
xohner
→ betreten möglich, aber keinls(Blindzugriff) -
wohnex
→ praktisch nutzlos (kein Zugriff auf den Ordner) -
Verschieben (
mv)
→ benötigtw + xauf Quell- UND Zielordner -
Datei löschen ohne Dateirechte möglich
→ wenn Ordnerw + xhat -
root ignoriert Rechte weitgehend
→ kann fast alles unabhängig von Permissions -
chmod 777
→ funktioniert immer, aber unsicher (jeder darf alles) -
Sticky Bit (
t) z. B./tmp
→ alle dürfen schreiben, aber nur eigene Dateien löschen
--
Linux Prompt (Befehlszeile) – komplett kompakt
Grundaufbau
user@hostname:pfad$
oder als Admin:
root@hostname:pfad#
Bestandteile
-
user→ aktueller Benutzer-
user= normaler Benutzer -
root= Administrator
-
-
hostname→ Rechner- oder Systemname- z. B.
server,NASSI,raspberrypi,container
- z. B.
-
pfad→ aktueller Ordner-
~= Home-Verzeichnis vonuser=/home/user -
/= Root-Verzeichnis, also die oberste Ebene des Systems -
/etc,/var/log,/tmp= absolute Pfade -
..= eine Ebene zurück
-
-
$/#→ Rechte-Stufe-
$= normaler Benutzer -
#= root / Admin
-
Beispiele
user@server:~$
→ Benutzer user, Host server, im Home-Verzeichnis, normale Rechte
root@server:~#
→ Benutzer root, Host server, im Home-Verzeichnis von root (/root), volle Rechte
user@server:/home/user/projects$
→ Benutzer user, Host server, im Ordner /home/user/projects, normale Rechte
root@server:/etc#
→ Benutzer root, Host server, im Ordner /etc, volle Rechte
user@NASSI:/var/log$
→ Benutzer user, Host NASSI, im Log-Verzeichnis /var/log, normale Rechte
root@container:/app#
→ Benutzer root, Host container, im Ordner /app, volle Rechte
user@raspberrypi:~$
→ Benutzer user, Host raspberrypi, im Home-Verzeichnis, normale Rechte
~/projects $
→ verkürzter Prompt, nur Pfad sichtbar, aktueller Ordner ist projects im Home-Verzeichnis
$
→ minimaler Prompt, keine Infos zu Benutzer, Host oder Pfad sichtbar
user@server:/tmp$
→ Benutzer user, Host server, im temporären Ordner /tmp
user@server:/$
→ Benutzer user, Host server, im Root-Verzeichnis /
Wichtige Bedeutungen
-
~= Home-Verzeichnis des aktuellen Benutzers -
/= oberste Ebene des gesamten Systems -
..= ein Verzeichnis zurück -
user@host= zeigt, wer du bist und auf welchem System du bist -
pfad= zeigt, wo du dich gerade befindest -
$oder#= zeigt, mit welchen Rechten du arbeitest
Typische Prüfungsfallen
-
#bedeutet nicht Kommentar im Prompt, sondern root-Rechte -
~ist nicht dasselbe wie/-
~= Benutzerbereich -
/= gesamtes System
-
- Der Hostname ist wichtig, weil du damit erkennst, auf welchem Gerät du gerade arbeitest
- Ein Prompt mit
$ist deutlich ungefährlicher als ein Prompt mit#
Merksatz
user@host = WER und WO
pfad = an welcher Stelle im System
$ / # = wie viele Rechte du hast
Linux Tests
1. Benutzer & Zugriffsrechte
Gegeben:
| Objekt | Rechte | Eigentümer | Gruppe |
|---|---|---|---|
| /home/ | rwx r-x r-x | root | root |
| /home/anton/ | rwx r-x --- | anton | berliner |
| bz | rw- r-- r-- | anton | berliner |
| caesar.jpg | r-- r-- r-- | caesar | roemer |
| /home/berta/ | rwx rwx r-x | berta | berliner |
| fahrplan | rw- rw- rw- | berta | berliner |
| BaS | rw- --- --- | anton | berliner |
| /home/caesar/ | rwx r-x r-x | caesar | roemer |
| urteile.txt | rw- r-- --- | caesar | roemer |
| kino.pdf | rw- r-- r-- | berta | berliner |
1. Darf berta die Datei bz lesen?
Antwort anzeigen
Ja.
Begründung: others hat Leserechte (r--).
2. Darf caesar die Datei bz lesen?
Antwort anzeigen
Ja.
Begründung: others hat Leserechte (r--).
3. Wer darf die Datei urteile.txt lesen?
Antwort anzeigen
Anton und berta.
Begründung: Die Gruppe hat Leserechte (r--).
4. Was ist zu tun, damit alle Benutzer die Datei urteile.txt lesen können?
Antwort anzeigen
chmod o+r urteile.txt
5. Darf caesar die Datei kino.pdf verändern?
Antwort anzeigen
Nein. Begründung: Er hat nur Leserechte.
6. Darf caesar die Datei kino.pdf löschen?
Antwort anzeigen
Ja. Begründung: Das Löschen hängt von den Rechten des Verzeichnisses ab, nicht von der Datei.
7. Darf anton die Datei BaS löschen?
Antwort anzeigen
Ja. Begründung: Entscheidend sind die Rechte des Verzeichnisses.
8. Wer darf die Datei fahrplan ändern?
Antwort anzeigen
Anton, berta und caesar.
Begründung: Die Datei hat rw- rw- rw-.
9. Nur berta soll die Datei fahrplan ändern dürfen. Was ist zu tun?
Antwort anzeigen
chmod 600 fahrplan
10. Wie versperrt caesar den Mitgliedern der Gruppe berliner den Zugriff auf sein Heimatverzeichnis?
Antwort anzeigen
chmod 700 /home/caesar
11. Die berliner sollen im Heimatverzeichnis von berta keine Ordner und Dateien anlegen dürfen und alle anderen sollen keinen Zugriff haben. Was ist zu tun?
Antwort anzeigen
chmod 750 /home/berta
12. Welche Rechte müssen gesetzt werden, damit caesar sein Bild caesar.jpg in antons Heimatverzeichnis ablegen kann?
Antwort anzeigen
/home/anton/ rwx r-x rwx
Begründung: Zum Ablegen einer Datei in ein Verzeichnis braucht man w + x.
Caesar ist weder Eigentümer noch in der Gruppe berliner, daher müssen diese Rechte bei others gesetzt sein.
13. Welche Rechte müssen gesetzt werden, damit berta die Datei kino.pdf in caesars Heimatverzeichnis ablegen kann?
Antwort anzeigen
/home/caesar/ rwx r-x rwx
Begründung: Berta ist weder Eigentümerin noch in der Gruppe roemer.
Darum braucht others Schreib- und Betretungsrechte (w + x).
14. Wer darf die Zugriffsrechte von Dateien und Ordnern verändern?
Antwort anzeigen
Der Eigentümer und root.
1 b. Zusatzaufgaben zu Linux-Benutzern, sudo, Besitzrechten und Sonderrechten.
1. Der Benutzer hund soll Superuser-/Root-Rechte erhalten. Was ist zu tun?
Antwort anzeigen
Der Benutzer muss zur Gruppe der Administratoren (sudo-Gruppe) hinzugefügt werden:
sudo usermod -aG sudo hund
Danach muss sich der Benutzer neu anmelden, damit die Gruppenrechte aktiv werden.
2. Der Benutzer hund kann mit sudo <befehl> arbeiten und muss dabei sein Passwort eingeben. Gibt es eine Möglichkeit, ohne Passwortabfrage zu arbeiten?
Antwort anzeigen
Ja, dies ist über die Konfigurationsdatei /etc/sudoers möglich.
Ein entsprechender Eintrag lautet:
hund ALL=(ALL:ALL) NOPASSWD: ALL
Die Datei sollte aus Sicherheitsgründen nicht direkt bearbeitet werden, sondern mit:
sudo visudo
3. Der tagesplan soll in den Besitz des Benutzers hund übergehen und in seinen Heimatordner verschoben werden. Was ist zu tun?
Antwort anzeigen
Zuerst wird der Besitzer der Datei geändert:
sudo chown hund:hund tagesplan
Danach wird die Datei in das Heimatverzeichnis verschoben:
mv tagesplan /home/hund/
Je nach Speicherort der Datei muss der Pfad angepasst werden.
4. Beim Anlegen von Benutzern sind manchmal schon Dateien oder Ordner vorhanden, zum Beispiel unter ubuntu die Datei examples.desktop. Woher kommen diese?
Antwort anzeigen
Diese Dateien stammen aus dem Vorlagenverzeichnis für neue Benutzer:
/etc/skel
Beim Anlegen eines neuen Benutzers wird dieses Verzeichnis in das Home-Verzeichnis kopiert.
5. Was ist der Nutzen solcher bereits vorhandenen Dateien und Ordner im Home-Verzeichnis?
Antwort anzeigen
Diese Dateien stellen eine Grundausstattung für neue Benutzer bereit.
Dazu gehören beispielsweise:
- Beispiel-Dateien
- voreingestellte Konfigurationen
- vorbereitete Ordnerstrukturen
Dadurch kann der Benutzer sofort mit einer sinnvollen Umgebung arbeiten.
6. Welche Aufgabe hat das Set-UID-Recht (SUID-Bit)?
Antwort anzeigen
Ein Programm wird mit den Rechten des Dateibesitzers ausgeführt und nicht mit den Rechten des Benutzers, der es startet.
Dadurch können Programme kurzfristig mit erweiterten Rechten ausgeführt werden.
7. Welche Aufgabe hat das Set-GID-Recht (SGID-Bit)?
Antwort anzeigen
Bei Dateien wird ein Programm mit den Rechten der Gruppe ausgeführt.
Bei Verzeichnissen sorgt das SGID-Bit dafür, dass neu angelegte Dateien und Ordner automatisch die Gruppe des Verzeichnisses übernehmen.
8. Welche Aufgabe hat das Sticky-Bit?
Antwort anzeigen
In einem Verzeichnis mit gesetztem Sticky-Bit dürfen Dateien nur vom jeweiligen Eigentümer, vom Verzeichnisbesitzer oder von root gelöscht oder umbenannt werden.
Ein typisches Beispiel ist das Verzeichnis:
/tmp
9. Wie werden diese Sonderrechte gesetzt und dargestellt?
Antwort anzeigen
Die Sonderrechte werden mit dem Befehl chmod gesetzt:
SUID setzen:
chmod u+s datei
SGID setzen:
chmod g+s datei
Sticky-Bit setzen:
chmod +t verzeichnis
Die Darstellung erfolgt mit ls -l:
- SUID:
soderSim Benutzer-Bereich - SGID:
soderSim Gruppen-Bereich - Sticky-Bit:
toderTim Other-Bereich
Kleinbuchstaben bedeuten, dass zusätzlich das Ausführungsrecht gesetzt ist.
Großbuchstaben bedeuten, dass das Ausführungsrecht fehlt.
10. Welchen Vorteil hat das Sticky-Bit gegenüber dem normalen Schreibrecht auf einen Ordner?
Antwort anzeigen
Ohne Sticky-Bit kann jeder Benutzer mit Schreibrechten in einem Verzeichnis auch Dateien anderer Benutzer löschen.
Mit gesetztem Sticky-Bit wird dies verhindert, sodass Benutzer nur ihre eigenen Dateien löschen können.
Dadurch wird die Sicherheit in gemeinsam genutzten Verzeichnissen erhöht.
2. Gemischt – Benutzer, Zugriffsrechte und Sonderrechte.
Gegeben: Linux – Benutzer, Zugriffsrechte und Sonderrechte.
1. Darf berta die Datei bz lesen?
Antwort anzeigen
Ja.
Begründung: Für „others“ sind Leserechte (r--) gesetzt.
2. Darf caesar die Datei bz lesen?
Antwort anzeigen
Ja.
Begründung: Auch „others“ besitzen Leserechte (r--).
3. Wer darf die Datei urteile.txt lesen?
Antwort anzeigen
Anton und berta.
Begründung: Die Gruppe besitzt Leserechte (r--).
4. Was ist zu tun, damit alle Benutzer die Datei urteile.txt lesen können?
Antwort anzeigen
Die Leserechte für „others“ müssen gesetzt werden:
chmod o+r urteile.txt
5. Darf caesar die Datei kino.pdf verändern?
Antwort anzeigen
Nein.
Begründung: Er besitzt nur Leserechte.
6. Darf caesar die Datei kino.pdf löschen?
Antwort anzeigen
Ja.
Begründung: Das Löschen hängt von den Rechten des Verzeichnisses ab, nicht von der Datei.
7. Wer darf die Datei fahrplan ändern?
Antwort anzeigen
Anton, berta und caesar.
Begründung: Die Datei besitzt die Rechte rw- rw- rw-.
8. Nur berta soll die Datei fahrplan ändern dürfen. Was ist zu tun?
Antwort anzeigen
Die Rechte müssen eingeschränkt werden:
chmod 600 fahrplan
9. Wie versperrt caesar den Mitgliedern der Gruppe berliner den Zugriff auf sein Heimatverzeichnis?
Antwort anzeigen
Die Rechte des Verzeichnisses müssen angepasst werden:
chmod 700 /home/caesar
10. Welche Rechte müssen gesetzt werden, damit caesar eine Datei in antons Heimatverzeichnis ablegen kann?
Antwort anzeigen
Das Verzeichnis muss Schreib- und Betretungsrechte für andere besitzen:
/home/anton/ rwx r-x rwx
Begründung: Zum Ablegen einer Datei werden w und x benötigt.
11. Der Benutzer hund soll Superuser-/Root-Rechte erhalten. Was ist zu tun?
Antwort anzeigen
Der Benutzer muss zur sudo-Gruppe hinzugefügt werden:
sudo usermod -aG sudo hund
12. Der Benutzer hund kann mit sudo <befehl> arbeiten und muss dabei sein Passwort eingeben. Gibt es eine Möglichkeit, ohne Passwortabfrage zu arbeiten?
Antwort anzeigen
Ja, über die Datei /etc/sudoers:
hund ALL=(ALL:ALL) NOPASSWD: ALL
Bearbeitung mit:
sudo visudo
13. Der tagesplan soll in den Besitz des Benutzers hund übergehen und in seinen Heimatordner verschoben werden. Was ist zu tun?
Antwort anzeigen
Besitzer ändern:
sudo chown hund:hund tagesplan
Danach verschieben:
mv tagesplan /home/hund/
14. Woher stammen Standard-Dateien beim Anlegen eines neuen Benutzers?
Antwort anzeigen
Sie stammen aus dem Verzeichnis:
/etc/skel
Dieses wird in das Home-Verzeichnis kopiert.
15. Welche Aufgabe hat das Set-UID-Recht (SUID-Bit)?
Antwort anzeigen
Programme werden mit den Rechten des Dateibesitzers ausgeführt.
16. Welche Aufgabe hat das Set-GID-Recht (SGID-Bit)?
Antwort anzeigen
Programme laufen mit Gruppenrechten,
und in Verzeichnissen wird die Gruppe vererbt.
17. Welche Aufgabe hat das Sticky-Bit?
Antwort anzeigen
Nur Eigentümer dürfen Dateien löschen oder umbenennen.
18. Wie werden Sonderrechte gesetzt?
Antwort anzeigen
SUID: chmod u+s
SGID: chmod g+s
Sticky: chmod +t
19. Welchen Vorteil hat das Sticky-Bit?
Antwort anzeigen
Es verhindert das Löschen fremder Dateien in gemeinsam genutzten Verzeichnissen.
Selbstbewertung
0–6 richtig → ❌ wiederholen
7–12 richtig → ⚠️ unsicher
13–17 richtig → ✅ gut vorbereitet
18–19 richtig → 🔥 prüfungsbereit
A1_ssh
ssh - Secure Shell zur sicheren remote-Administration
Eine der bekanntesten Anwendungen für asymmetrische Schlüsselverfahren ist die Secure Shell, z.B. openssh.
Abb1. Zur Erinnerung: Bei symmetrischen Verfahren (oben) dient ein Key sowohl zum Ver- als auch zum Entschlüsseln. Die asymmetrische Varianten (unten) benutzen dafür zwei verschiedene Schlüssel, einen privaten und einen öffentlichen.
Jeder Host benötigt ein eigenes Schlüsselpaar aus privatem und öffentlichem Schlüssel, das meist schon bei der Installation der Software generiert wird. Bei dem einleitenden Handshake authentifiziert sich der Zielhost (ssh-Server) mit seinem privaten Schlüssel.
Der Client generiert anschließend einen Sitzungsschlüssel, verschlüsselt ihn mit dem öffentlichen Key des Servers und sendet ihn an den Server. Damit öffnet er einen sicheren Tunnel (siehe Abb.2), über den anschließend die Datenkommunikation abläuft. Die Benutzer-Authentifizierung erfolgt danach über einen Passwortdialog oder ebenfalls mittels asymmetrischer Kryptographie. Beide Versionen laufen über die gesicherte Verbindung des ssh-Tunnels und sind somit für Außenstehende nicht entzifferbar. Nach der Authentifizierung stellt der Server dem Client eine Shell zur Verfügung. Das ssh-Protokoll hat noch viele weitere nützliche Funktionen, z.b. scp zum sicheren Datentransport (siehe ganz unten).
Abb.2 Die Secure Shell verwendet asymmetrische Kryptographie, um den Server gegen den Client und den Benutzer gegen den Server zu authentifizieren. Beide Partner brauchen dazu ein eigenes Schlüsselpaar.
ssh - Secure Shell zur sicheren remote-Administration
Anmelden mit Benutzernamen und Passwort auf srvYZ
userXY@pcXY:~$ ssh [userYZ@]srvYZ
- Beachte ! Benutzerangabe [userYZ@] nur bei abweichendem
- Benutzer auf dem Server.
- Bei der erstmaligen Anmeldung wird ein 'fingerprint' des öffentlichen Schlüssels des Remote-PC/Servers errechnet und bei Bestätigung* (Authentizität) wird der Public-Key des Servers in die .ssh/known_hosts geschrieben.
Anmelden mittels Public-Key-Verfahren
1. Schlüssel erzeugen:
- Syntax: ssh-keygen [-f KEY_FILE] [-C COMMENT] [-t TYP (rsa|dsa)] [-b KEY_LENGTH (1024|2048)]
userXY@pcXY:~$ ssh-keygen
- Standard ist ein RSA-Schlüsselpaar mit 2048 bit Schlüssellänge
- Eine Passphrase (Passwortsatz) dient der Sicherheit, oft im Intranet aus Komfortgründen weggelassen (für automatisierte
- Jobs)
- Das Schlüsselpaar liegt in ~/.ssh.
- Der private Schlüssel in der Datei id_rsa/id_dsa (default) Der public-key in der Datei id_rsa.pub/id_dsa.pub (default)
2. öffentlichen Schlüssel auf remote-Server ablegen
userXY@pcXY:~$ ssh-copy-id -i ~/.ssh/id_rsa.pub [userYZ]@srvYZ
- Kopieren des public-keys automatisch auf den remote-Server in die Datei 'authorized_keys' mit dem Befehl 'ssh-copy-id'
zwei kompliziertere Alternativen dazu:
userXY@pcXY :~$ scp .ssh/id_rsa.pub [userYZ@]srvYZ:.ssh/authorized_keys
- Kopieren des ersten public-keys auf den remote-Server und umbenennen in die Datei authorized_keys
userYZ@srvYZ:~/.ssh$ cat .../usbstick/id_rsa.pub >> authorized_keys
- public-key über einen sicheren Weg (usbstick) direkt auf dem Server an die Datei authorized_keys angehängen (neben anderen public-Keys)
3. Anmelden nun ohne Passwort möglich
userXY@pcXY:~$ ssh [userYZ@]srvYZ
Tip: bei Fehlermeldung 'Agent admitted failure to sign using the key' neuen privatkey mit dem Befehl 'ssh-add' hinzufügen!
ssh - Secure Shell zur sicheren remote-Administration
weitere Beispiel für die Secure Shell:
Kopieren eines Verzeichnisses: z.B. ~/linux nach srvYZ:
userXY@pcXY:~$ scp -rv ~/linux [userYZ@]srvYZ:
Synchronisieren von Daten mit rsync über eine ssh-Verbindung:
userXY@pcXY:~$ rsync -av /linux/ [userYZ@]srvYZ:/linux/
Absetzen eines remote-Kommandos:
userXY@pcXY:~$ ssh user@pcXY 'ls -l'
Port-Forwarding:
Port-Weiterleitung eines lokalen Ports an einen entfernten
Zielport durch eine verschlüsselte ssh-Verbindung (Tunnel)
ssh user@ssh-srv -L 1025:localhost:80
oder (Verbindung dauerhaft):
ssh -f -N -L 1025:localhost:80 user@ssh-srv
ftp via ssh → sftp:
userXY@pcXY:~$ sftp user@pcXY
Connected to pcXY
sftp>
für Konsolenpuristen!
userXY@pcXY:~$ cat .ssh/id_rsa.pub | ssh [userYZ@]srvYZ 'cat >> .ssh/authorized_keys'
Der Inhalt des public-keys ' id_rsa.pub ' wird in einen Puffer|Pipe gesteckt
und nach dem Anmelden auf dem Server ' ssh userYZ@srvYZ ' an das Schlüsselbund angehängt, mit dem übergebenen Befehl ' 'cat >> .ssh/authorized_keys''
- Fingerprint des ECDSA-pubkey auf dem Server anzeigen und zur Bestätigung vergleichen:
userYZ@srvYZ:~$ ssh-keygen -l -f /etc/ssh/ssh_host_ecdsa_key.pub
Unterlagen:
Internet:
- http://wiki.ubuntuusers.de/SSH
- http://www.youtube.com/watch?v=Hxsl-jj2Bq0
- http://www.lug-ottobrunn.de/wiki/Remote_Desktop_mit_X2GO
Quellen
- Dokument: A1_ssh
- ID: 138