# 8.1 Speicher, Mounts und Dateisysteme

Linux verwaltet Datenträger,
Partitionen,
Dateisysteme
und eingebundene Speicherbereiche anders als Windows.

Es gibt keine Laufwerksbuchstaben wie C: oder D:.
Stattdessen werden Dateisysteme in den gemeinsamen Verzeichnisbaum eingehängt.

Dieses Einhängen nennt man:

    Mounten

Für Fachinformatiker Systemintegration ist dieses Thema wichtig,
weil Server,
NAS-Systeme,
Backups,
Container,
Logdateien,
Datenbanken
und Freigaben sehr häufig von korrektem Speicherplatz,
Mountpoints
und Dateisystemen abhängen.

Merksatz:

    Linux hängt Speicher in den Verzeichnisbaum ein.

---

**Lernziele**

Nach dieser Seite solltest du erklären können:

    - was ein Datenträger ist
    - was eine Partition ist
    - was ein Dateisystem ist
    - was ein Mountpoint ist
    - wie man Speicherplatz prüft
    - wie man Datenträger und Partitionen anzeigt
    - was /etc/fstab macht
    - was df,
      du,
      lsblk,
      mount
      und umount machen
    - warum volle Dateisysteme Dienste stören können
    - welche typischen Speicherfehler unter Linux auftreten

---

**Grundidee**

Ein Linux-System kann verschiedene Speicherbereiche nutzen:

    - interne SSDs
    - interne HDDs
    - externe USB-Datenträger
    - Netzlaufwerke
    - NAS-Freigaben
    - virtuelle Datenträger
    - Container-Volumes
    - RAM-Dateisysteme
    - Backup-Speicher

Damit Daten dort gespeichert werden können,
braucht man meistens:

    1. Datenträger

    2. Partition oder Volume

    3. Dateisystem

    4. Mountpoint

    5. Einbindung ins System

Merksatz:

    Datenträger allein reicht nicht.
    Er muss passend partitioniert,
    formatiert
    und eingebunden sein.

---

**Datenträger**

Ein Datenträger ist das physische oder virtuelle Speichermedium.

Beispiele:

    - SSD
    - HDD
    - USB-Stick
    - SD-Karte
    - virtuelles Laufwerk einer VM
    - iSCSI-LUN
    - Cloud-Block-Storage

Unter Linux erscheinen Datenträger häufig unter:

    /dev

Beispiele:

    /dev/sda

    /dev/sdb

    /dev/nvme0n1

Merksatz:

    Datenträger erscheinen unter Linux oft als Gerätedateien unter /dev.

---

**Partition**

Eine Partition ist ein Bereich auf einem Datenträger.

Beispiel:

    /dev/sda

ist der Datenträger.

    /dev/sda1

ist die erste Partition auf diesem Datenträger.

Bei NVMe-Datenträgern sieht es oft so aus:

    /dev/nvme0n1

Datenträger

    /dev/nvme0n1p1

erste Partition

    /dev/nvme0n1p2

zweite Partition

Merksatz:

    Datenträger ist das Gerät.
    Partition ist ein Bereich darauf.

---

**Dateisystem**

Ein Dateisystem legt fest,
wie Dateien und Verzeichnisse auf einem Speicher organisiert werden.

Beispiele für Dateisysteme:

| Dateisystem | Typischer Einsatz |
|---|---|
| ext4 | sehr verbreitet unter Linux |
| XFS | häufig auf Servern |
| Btrfs | Snapshots, moderne Funktionen |
| ZFS | Integrität, Snapshots, Storage-Systeme |
| FAT32 | einfache Wechselmedien |
| exFAT | größere Wechselmedien |
| NTFS | Windows-Dateisystem |
| tmpfs | Dateisystem im RAM |

Merksatz:

    Dateisystem = Organisationsform für Dateien auf Speicher.

---

**Formatieren**

Beim Formatieren wird auf einer Partition oder einem Volume ein Dateisystem erstellt.

Beispiel:

    ext4-Dateisystem auf einer Partition erstellen

Wichtig:

    Formatieren löscht normalerweise vorhandene Daten
    oder macht sie nicht mehr direkt nutzbar.

Merksatz:

    Formatieren ist gefährlich,
    wenn Daten erhalten bleiben sollen.

---

**Mountpoint**

Ein Mountpoint ist ein Verzeichnis,
an dem ein Dateisystem eingebunden wird.

Beispiele:

    /mnt/backup

    /media/usb

    /srv/data

    /var/lib/docker

Wenn ein Dateisystem dort gemountet ist,
erscheinen seine Inhalte an dieser Stelle im Verzeichnisbaum.

Merksatz:

    Mountpoint = Einhängepunkt im Verzeichnisbaum.

---

**mount**

Mit mount kann man anzeigen,
welche Dateisysteme aktuell eingebunden sind.

Befehl:

    mount

Gefiltert anzeigen:

    mount | grep /mnt

Ein Dateisystem manuell einhängen:

    mount /dev/sdb1 /mnt/backup

Wichtig:

    Der Mountpoint muss existieren.

Beispiel:

    mkdir -p /mnt/backup

    mount /dev/sdb1 /mnt/backup

Merksatz:

    mount hängt Dateisysteme ein oder zeigt Mounts an.

---

**umount**

Mit umount wird ein Dateisystem ausgehängt.

Beispiel:

    umount /mnt/backup

oder:

    umount /dev/sdb1

Wichtig:

    Der Befehl heißt umount,
    nicht unmount.

Wenn ein Dateisystem noch benutzt wird,
kann umount fehlschlagen.

Mögliche Ursache:

    Datei ist noch offen

    Prozess nutzt das Verzeichnis

    Shell befindet sich im Mountpoint

Merksatz:

    umount hängt ein Dateisystem aus.

---

**Warum umount fehlschlagen kann**

Fehlerbild:

    target is busy

Bedeutung:

    Das Dateisystem wird noch verwendet.

Mögliche Ursachen:

    Terminal befindet sich im Verzeichnis

    Prozess liest oder schreibt Dateien

    Dienst nutzt den Mount

    Datei ist geöffnet

Prüfen kann man je nach System mit Werkzeugen wie:

    lsof

    fuser

Merksatz:

    Ein benutzter Mount kann nicht sauber ausgehängt werden.

---

**lsblk**

lsblk zeigt Blockgeräte übersichtlich an.

Befehl:

    lsblk

Mit Dateisysteminformationen:

    lsblk -f

Typische Ausgabe enthält:

    Name

    Größe

    Typ

    Mountpoint

    Dateisystem

    UUID

Beispiel:

    sda
    ├─sda1  ext4  /
    └─sda2  swap

Merksatz:

    lsblk zeigt Datenträger,
    Partitionen
    und Mountpoints.

---

**df**

df zeigt belegten und freien Speicherplatz von eingehängten Dateisystemen.

Häufiger Befehl:

    df -h

Bedeutung:

| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| Filesystem | Dateisystem oder Gerät |
| Size | Gesamtgröße |
| Used | belegt |
| Avail | frei |
| Use% | prozentuale Nutzung |
| Mounted on | Mountpoint |

Merksatz:

    df zeigt,
    wie voll Dateisysteme sind.

---

**df -h**

Die Option -h bedeutet:

    human-readable

Also:

    menschenlesbar

Beispiel:

    df -h

zeigt Größen in:

    K

    M

    G

    T

statt nur in Blöcken oder Bytes.

Merksatz:

    df -h ist Standard zur Speicherplatzprüfung.

---

**du**

du zeigt,
wie viel Speicher Dateien oder Verzeichnisse belegen.

Beispiele:

    du -sh /var/log

    du -sh /home/felix

    du -h /var/log

Bedeutung:

| Befehl | Bedeutung |
|---|---|
| du -sh ordner | Gesamtgröße eines Ordners |
| du -h ordner | Größen rekursiv anzeigen |
| du -sh * | Größen im aktuellen Verzeichnis zusammenfassen |

Merksatz:

    df zeigt Dateisysteme.
    du zeigt Verzeichnisgrößen.

---

**df und du unterscheiden**

| Befehl | Zeigt |
|---|---|
| df | freien und belegten Platz von Dateisystemen |
| du | Speicherverbrauch von Dateien und Ordnern |

Beispiel:

    df -h

zeigt,
ob /var voll ist.

    du -sh /var/log

zeigt,
wie groß der Logordner ist.

Merksatz:

    df für Dateisystem.
    du für Ordner.

---

**Speicherplatz voll**

Wenn ein Dateisystem voll ist,
können viele Probleme entstehen.

Mögliche Folgen:

    Dienste starten nicht

    Logs können nicht geschrieben werden

    Datenbanken stoppen oder beschädigen Transaktionen

    Updates schlagen fehl

    Benutzer können keine Dateien speichern

    Backups schlagen fehl

    temporäre Dateien können nicht erstellt werden

    System wird instabil

Merksatz:

    Volle Dateisysteme verursachen viele scheinbar unterschiedliche Fehler.

---

**Typische volle Verzeichnisse**

Häufige Ursachen für vollen Speicher:

| Verzeichnis | Möglicher Grund |
|---|---|
| /var/log | zu viele oder zu große Logs |
| /var/lib | Datenbanken, Docker, Anwendungen |
| /tmp | temporäre Dateien |
| /home | Benutzerdateien |
| /var/cache | Paketcache oder Anwendungscache |
| /var/spool | Warteschlangen, Mail, Druck |
| /backup | alte Sicherungen |

Merksatz:

    Bei vollem Speicher zuerst /var,
    Logs,
    Cache
    und Anwendungsdaten prüfen.

---

**Inodes**

Neben Speicherplatz gibt es Inodes.

Ein Inode ist eine Verwaltungsstruktur für Dateien.

Ein Dateisystem kann voll sein,
auch wenn noch Speicherplatz frei ist,
wenn alle Inodes verbraucht sind.

Prüfen:

    df -i

Typische Ursache:

    sehr viele kleine Dateien

Beispiele:

    Cache-Dateien

    Session-Dateien

    Mailspool

    temporäre Dateien

Merksatz:

    Speicher kann auch durch zu viele Dateien knapp werden.

---

**df -i**

df -i zeigt Inode-Nutzung.

Beispiel:

    df -i

Wichtige Spalten:

    Inodes

    IUsed

    IFree

    IUse%

Wenn IUse% bei 100 Prozent liegt,
können keine neuen Dateien mehr angelegt werden,
auch wenn noch Speicherplatz frei ist.

Merksatz:

    df -i prüft,
    ob zu viele Dateien existieren.

---

**/etc/fstab**

Die Datei:

    /etc/fstab

legt fest,
welche Dateisysteme beim Systemstart automatisch eingebunden werden.

fstab steht für:

    file system table

Typische Inhalte:

    Gerät oder UUID

    Mountpoint

    Dateisystemtyp

    Mountoptionen

    Dump

    fsck-Reihenfolge

Beispielzeile:

    UUID=abcd-1234 /mnt/backup ext4 defaults 0 2

Merksatz:

    /etc/fstab regelt automatische Mounts beim Start.

---

**Warum UUIDs in fstab sinnvoll sind**

Gerätenamen wie /dev/sdb1 können sich ändern,
zum Beispiel wenn Datenträger in anderer Reihenfolge erkannt werden.

UUIDs sind eindeutige Kennungen von Dateisystemen.

Anzeigen:

    lsblk -f

oder:

    blkid

Vorteil:

    Mounts bleiben stabiler,
    auch wenn sich Gerätenamen ändern.

Merksatz:

    UUID ist zuverlässiger als /dev/sdX für dauerhafte Mounts.

---

**fstab-Fehler**

Fehler in /etc/fstab können dazu führen,
dass das System beim Start Probleme bekommt
oder ein Dateisystem nicht eingehängt wird.

Typische Fehler:

    falsche UUID

    falscher Mountpoint

    Mountpoint existiert nicht

    falscher Dateisystemtyp

    falsche Optionen

    Netzwerkfreigabe beim Boot nicht erreichbar

Sicher prüfen:

    mount -a

Bedeutung:

    mount -a versucht,
    alle fstab-Einträge einzuhängen.

Merksatz:

    fstab-Änderungen immer testen,
    bevor man neu startet.

---

**mount -a**

Der Befehl:

    mount -a

liest /etc/fstab
und versucht,
alle noch nicht gemounteten Einträge einzuhängen.

Nutzen:

    fstab testen

    Fehler vor Neustart erkennen

Wichtig:

    Bei Fehlern Ausgabe genau lesen.

Merksatz:

    mount -a prüft fstab praktisch.

---

**Mountoptionen**

Mountoptionen steuern,
wie ein Dateisystem eingebunden wird.

Beispiele:

| Option | Bedeutung |
|---|---|
| defaults | Standardoptionen |
| ro | read-only, nur lesbar |
| rw | read-write, lesbar und beschreibbar |
| noexec | keine Programme ausführen |
| nosuid | SetUID ignorieren |
| nodev | Gerätedateien ignorieren |
| noatime | Zugriffszeit nicht ständig aktualisieren |
| user | Benutzer dürfen mounten |

Merksatz:

    Mountoptionen beeinflussen Sicherheit und Verhalten.

---

**read-only Mount**

Ein Dateisystem kann nur lesbar eingebunden sein.

Anzeige möglich über:

    mount

oder:

    findmnt

Typische Ursache:

    bewusst so konfiguriert

    Dateisystemfehler

    Schutzmodus

    Rettungsmodus

Folge:

    Schreiben ist nicht möglich.

Merksatz:

    ro bedeutet read-only.
    rw bedeutet read-write.

---

**findmnt**

findmnt zeigt Mounts übersichtlich an.

Befehl:

    findmnt

Bestimmten Mountpoint prüfen:

    findmnt /mnt/backup

Merksatz:

    findmnt zeigt eingebundene Dateisysteme strukturiert.

---

**blkid**

blkid zeigt Informationen zu Blockgeräten.

Befehl:

    blkid

Typische Informationen:

    UUID

    Dateisystemtyp

    Label

Merksatz:

    blkid hilft,
    UUIDs und Dateisysteme zu erkennen.

---

**Dateisystemprüfung**

Dateisysteme können geprüft und repariert werden.

Typisches Werkzeug:

    fsck

Wichtig:

    Dateisysteme sollten in der Regel nicht im eingehängten,
    aktiv genutzten Zustand repariert werden.

Risiko:

    Datenverlust

    weitere Beschädigung

    inkonsistenter Zustand

Merksatz:

    fsck vorsichtig verwenden,
    besonders auf produktiven Systemen.

---

**Swap**

Swap ist Auslagerungsspeicher.

Wenn RAM knapp wird,
kann Linux Speicherbereiche auf Datenträger auslagern.

Swap kann sein:

    Swap-Partition

    Swap-Datei

Prüfen:

    swapon --show

    free -h

Wichtig:

    Swap ersetzt keinen ausreichenden RAM.
    Sehr starke Swap-Nutzung kann das System langsam machen.

Merksatz:

    Swap hilft bei Speicherdruck,
    ist aber langsamer als RAM.

---

**free -h**

free zeigt Arbeitsspeicher und Swap.

Befehl:

    free -h

Typische Werte:

    total

    used

    free

    available

    swap

Merksatz:

    free -h zeigt RAM und Swap.

---

**Speicher und Container**

Container nutzen häufig:

    Images

    Container-Dateisysteme

    Volumes

    Bind Mounts

    Logs

    Caches

Typische Speicherorte je nach System:

    /var/lib/docker

    /var/lib/containerd

Wichtig:

    Container-Logs,
    Images
    und Volumes können viel Speicher belegen.

Merksatz:

    Container können Speicher durch Images,
    Volumes
    und Logs verbrauchen.

---

**Volumes und Bind Mounts**

Container können Daten außerhalb des Containers speichern.

Volume:

    vom Container-System verwalteter Speicher

Bind Mount:

    bestimmter Host-Ordner wird in Container eingebunden

Beispielhafte Idee:

    Host-Ordner:
    /srv/appdata

    im Container:
    /data

Vorteil:

    Daten bleiben erhalten,
    auch wenn der Container neu erstellt wird.

Merksatz:

    Containerdaten sollten nicht nur im Container-Dateisystem liegen.

---

**Netzwerkspeicher**

Linux kann Netzwerkspeicher einbinden.

Beispiele:

    NFS

    SMB/CIFS

    SSHFS

Typische Nutzung:

    Backups

    gemeinsame Daten

    NAS-Freigaben

    zentrale Projektordner

Wichtig:

    Netzwerk-Mounts hängen von Netzwerk,
    DNS,
    Berechtigungen
    und Serververfügbarkeit ab.

Merksatz:

    Netzwerkspeicher braucht Netzwerk und Rechte.

---

**NFS**

NFS steht für:

    Network File System

Typischer Einsatz:

    Linux/Unix-Netzwerkfreigaben

Vorteile:

    gut in Linux-Umgebungen integriert

    geeignet für Server-zu-Server-Freigaben

Wichtig:

    Rechte,
    UID/GID
    und Export-Regeln müssen passen.

Merksatz:

    NFS ist typisch für Linux/Unix-Freigaben.

---

**SMB/CIFS**

SMB wird häufig für Windows-Freigaben genutzt,
kann aber auch unter Linux eingebunden werden.

Typische Nutzung:

    Windows-Freigaben

    NAS-Freigaben

    gemischte Umgebungen

Wichtig:

    Benutzer,
    Passwort,
    Domain,
    Rechte
    und Mountoptionen müssen passen.

Merksatz:

    SMB/CIFS ist typisch für Windows-
    und NAS-Freigaben.

---

**Backup-Speicher**

Backup-Speicher sollte besonders geschützt werden.

Wichtig:

    getrennte Rechte

    keine normalen Benutzer mit Löschrechten

    Monitoring

    genügend Speicherplatz

    Retention

    Restore-Test

    Schutz vor Ransomware

Merksatz:

    Backup-Speicher ist sicherheitskritisch.

---

**Typische Speicherbefehle**

| Befehl | Zweck |
|---|---|
| lsblk | Datenträger und Partitionen anzeigen |
| lsblk -f | Dateisysteme und UUIDs anzeigen |
| blkid | UUIDs und Dateisystemtypen anzeigen |
| df -h | Speicherplatz von Dateisystemen anzeigen |
| df -i | Inode-Nutzung anzeigen |
| du -sh ordner | Größe eines Ordners anzeigen |
| mount | Mounts anzeigen oder einhängen |
| umount | Dateisystem aushängen |
| findmnt | Mounts strukturiert anzeigen |
| free -h | RAM und Swap anzeigen |
| swapon --show | Swap anzeigen |

---

**Typische Fehlerbilder**

| Fehlerbild | Wahrscheinliche Ursache |
|---|---|
| No space left on device | Speicherplatz oder Inodes voll |
| Read-only file system | Dateisystem nur lesbar eingebunden oder Fehler |
| target is busy | Mount wird noch verwendet |
| mount: wrong fs type | falscher Dateisystemtyp oder fehlender Treiber |
| Mount nach Neustart fehlt | fstab fehlt oder fehlerhaft |
| System startet mit Mountfehler | fstab-Fehler |
| Dienst kann nicht schreiben | Rechte, voller Speicher oder read-only |
| Backup schlägt fehl | Ziel voll, nicht gemountet oder Rechteproblem |
| Daten scheinbar verschwunden | Mount nicht aktiv oder anderer Mount überlagert Verzeichnis |
| Container belegt viel Speicher | Images, Volumes oder Logs |

---

**No space left on device**

Diese Meldung bedeutet:

    Auf dem Ziel-Dateisystem kann nicht geschrieben werden.

Mögliche Ursachen:

    Speicherplatz voll

    Inodes voll

    Quota erreicht

Prüfen:

    df -h

    df -i

    du -sh pfad

Merksatz:

    Bei No space left on device Speicherplatz und Inodes prüfen.

---

**Read-only file system**

Diese Meldung bedeutet:

    Das Dateisystem ist nur lesbar eingebunden.

Mögliche Ursachen:

    bewusst read-only gemountet

    Dateisystemfehler

    Schutzmodus nach Fehler

    Rettungssystem

Prüfen:

    mount

    findmnt

    Logs

Merksatz:

    read-only verhindert Schreibzugriffe.

---

**Mount überlagert vorhandene Daten**

Wenn ein Dateisystem auf ein Verzeichnis gemountet wird,
verdeckt es die bisherigen Inhalte dieses Verzeichnisses.

Beispiel:

    In /mnt/data liegen Dateien.

    Dann wird ein anderes Dateisystem auf /mnt/data gemountet.

    Nun sieht man die Inhalte des gemounteten Dateisystems.

Die ursprünglichen Dateien sind nicht weg,
aber durch den Mount verdeckt.

Merksatz:

    Mounts können vorhandene Verzeichnisinhalte verdecken.

---

**Sicheres Vorgehen bei fstab-Änderungen**

Vor Änderung:

    aktuelle fstab sichern

    cp /etc/fstab /etc/fstab.bak

Änderung durchführen:

    nano /etc/fstab

Testen:

    mount -a

Prüfen:

    findmnt

    df -h

Wichtig:

    Erst testen,
    dann neu starten.

Merksatz:

    fstab nie ungetestet ändern.

---

**Sichere Arbeitsweise bei Speicherproblemen**

Bei Speicherproblemen:

    1. Fehler genau lesen

    2. df -h prüfen

    3. df -i prüfen

    4. du -sh für große Ordner nutzen

    5. Logs prüfen

    6. Mountstatus prüfen

    7. Rechte prüfen

    8. Dienste erst danach neu starten

Nicht sofort:

    wahllos Dateien löschen

    Logs blind entfernen

    Datenbanken im laufenden Betrieb löschen

    Backup-Verzeichnisse ohne Prüfung leeren

Merksatz:

    Speicherprobleme erst messen,
    dann gezielt bereinigen.

---

**Typische Prüfungsfragen**

| Frage | Kurzantwort |
|---|---|
| Was ist ein Datenträger? | physisches oder virtuelles Speichermedium |
| Was ist eine Partition? | Bereich auf einem Datenträger |
| Was ist ein Dateisystem? | Organisationsform für Dateien |
| Was ist ein Mountpoint? | Einhängepunkt im Verzeichnisbaum |
| Was macht mount? | Dateisystem einhängen oder Mounts anzeigen |
| Was macht umount? | Dateisystem aushängen |
| Was zeigt lsblk? | Datenträger und Partitionen |
| Was zeigt df -h? | freien und belegten Speicherplatz |
| Was zeigt du -sh? | Größe eines Ordners |
| Was zeigt df -i? | Inode-Nutzung |
| Was macht /etc/fstab? | automatische Mounts beim Systemstart |
| Warum UUID statt /dev/sdb1? | stabiler bei wechselnder Geräteerkennung |
| Was ist Swap? | Auslagerungsspeicher |
| Was bedeutet read-only? | nur lesbar eingebunden |

---

**Typische Prüfungsfallen**

| Falle | Richtig denken |
|---|---|
| Linux mit C: und D: erklären | Linux nutzt Mountpoints |
| df und du verwechseln | df Dateisystem, du Ordner |
| Speicher frei, aber keine Datei möglich | Inodes prüfen |
| fstab ungetestet ändern | immer mount -a testen |
| /dev/sdb1 fest erwarten | Gerätenamen können sich ändern |
| UUID ignorieren | für dauerhafte Mounts besser |
| umount falsch als unmount schreiben | Befehl heißt umount |
| Mountpoint nicht vorhanden | Verzeichnis vorher erstellen |
| Mount verdeckt vorhandene Daten | Daten sind überlagert |
| Swap mit RAM gleichsetzen | Swap ist langsamer Auslagerungsspeicher |
| Containerdaten im Container lassen | Volumes oder Bind Mounts nutzen |
| Backup-Speicher normal freigeben | Sicherheitsrisiko |

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**IHK-sichere Kurzformulierung**

Linux verwendet keine Laufwerksbuchstaben, sondern bindet Dateisysteme über Mountpoints in den gemeinsamen Verzeichnisbaum ein. Ein Datenträger kann in Partitionen aufgeteilt werden, auf denen Dateisysteme wie ext4, XFS oder Btrfs erstellt werden. Mit lsblk werden Datenträger und Partitionen angezeigt, df -h zeigt belegten und freien Speicherplatz von Dateisystemen und du -sh zeigt die Größe einzelner Verzeichnisse. Die Datei /etc/fstab legt fest, welche Dateisysteme beim Systemstart automatisch eingebunden werden. Für dauerhafte Mounts sind UUIDs oft zuverlässiger als Gerätenamen wie /dev/sdb1, weil sich Gerätenamen ändern können. Bei Speicherproblemen sollten Speicherplatz, Inodes, Mountstatus, Rechte und Logs geprüft werden.

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**Merksätze**

    Linux nutzt Mountpoints statt Laufwerksbuchstaben.

    Datenträger erscheinen oft unter /dev.

    Partition = Bereich auf einem Datenträger.

    Dateisystem = Organisationsform für Dateien.

    Mountpoint = Einhängepunkt.

    mount hängt ein.

    umount hängt aus.

    Der Befehl heißt umount,
    nicht unmount.

    lsblk zeigt Datenträger und Partitionen.

    lsblk -f zeigt Dateisysteme und UUIDs.

    df -h zeigt Speicherplatz von Dateisystemen.

    du -sh zeigt Größe eines Ordners.

    df -i zeigt Inode-Nutzung.

    No space left on device:
    Speicherplatz oder Inodes prüfen.

    /etc/fstab regelt automatische Mounts.

    fstab-Änderungen mit mount -a testen.

    UUIDs sind stabiler als /dev/sdX.

    ro bedeutet read-only.

    rw bedeutet read-write.

    findmnt zeigt Mounts übersichtlich.

    Swap ist Auslagerungsspeicher.

    Swap ist langsamer als RAM.

    Netzwerk-Mounts brauchen Netzwerk,
    DNS
    und Rechte.

    Containerdaten brauchen Volumes oder Bind Mounts.

    Backup-Speicher besonders schützen.

    Mounts können vorhandene Verzeichnisinhalte verdecken.

    Erst messen,
    dann löschen.