# 15.8 Merksätze und Prüfungswissen zu Cloud und modernen Bereitstellungsmodellen

Diese Seite fasst die wichtigsten Inhalte zu Cloud,
Bereitstellungsmodellen,
Service-Modellen,
Cloud-Netzwerken,
Cloud-Sicherheit,
Cloud-Speicher,
Backup,
Monitoring,
Skalierung
und Kostenkontrolle zusammen.

Cloud ist prüfungsrelevant,
weil sie viele Themen verbindet:

    - Netzwerktechnik
    - Serverbetrieb
    - Virtualisierung
    - Sicherheit
    - Datenschutz
    - Backup
    - Kosten
    - Rechteverwaltung
    - Hochverfügbarkeit
    - Monitoring

Merksatz:

    Cloud ist kein einzelnes Produkt,
    sondern ein Betriebs- und Bereitstellungsmodell für IT-Ressourcen.

---

**Cloud-Grundidee**

Cloud bedeutet:

    IT-Ressourcen werden über ein Netzwerk als Dienst bereitgestellt.

Beispiele:

    virtuelle Server
    Speicher
    Datenbanken
    Anwendungen
    Plattformen
    Container
    Backup
    Identitätsdienste
    Netzwerkdienste
    Sicherheitsdienste

Merksatz:

    Cloud = IT-Ressourcen als Dienst.

---

**Cloud ist nicht automatisch weniger Verantwortung**

Ein häufiger Denkfehler:

    Alles liegt in der Cloud,
    also kümmert sich der Anbieter um alles.

Das ist falsch.

Der Anbieter übernimmt je nach Modell bestimmte Aufgaben.

Der Kunde bleibt verantwortlich für:

    Benutzer
    Rollen
    Berechtigungen
    Daten
    sichere Konfiguration
    Datenschutz
    Zugriffsschutz
    Backup-Konzept
    Kostenkontrolle
    Monitoring
    Compliance

Merksatz:

    Cloud verlagert Verantwortung,
    sie beseitigt Verantwortung nicht.

---

**On-Premises**

On-Premises bedeutet:

    IT wird lokal selbst betrieben.

Beispiele:

    eigener Serverraum
    eigenes Rechenzentrum
    eigene Hardware
    eigene Virtualisierung
    eigene Netzwerkinfrastruktur

Vorteile:

    hohe Kontrolle
    direkte Verwaltung
    eigene Vorgaben

Nachteile:

    Hardwarekosten
    Wartungsaufwand
    eigene Verantwortung für Ausfallsicherheit

Merksatz:

    On-Premises = lokal selbst betrieben.

---

**Public Cloud**

Public Cloud bedeutet:

    Ein Anbieter stellt Cloud-Ressourcen für viele Kunden bereit.

Eigenschaften:

    Anbieterplattform
    viele Kunden
    logische Mandantentrennung
    nutzungsabhängige Abrechnung
    schnelle Bereitstellung
    hohe Skalierbarkeit

Merksatz:

    Public Cloud = öffentliche Anbieterplattform für viele Kunden.

---

**Private Cloud**

Private Cloud bedeutet:

    Cloud-Prinzipien werden für eine einzelne Organisation bereitgestellt.

Sie kann laufen:

    im eigenen Rechenzentrum
    bei einem Dienstleister
    in einer dedizierten Umgebung

Wichtig:

    Virtualisierung allein ist noch keine vollständige Private Cloud.

Typische Cloud-Merkmale sind:

    Self-Service
    Automatisierung
    Ressourcenpooling
    schnelle Bereitstellung
    messbare Nutzung
    zentrale Verwaltung

Merksatz:

    Private Cloud = Cloud für eine Organisation.

---

**Hybrid Cloud**

Hybrid Cloud kombiniert lokale oder private IT mit Public Cloud.

Beispiele:

    lokale Datenbank plus Cloud-Webanwendung

    lokales Rechenzentrum plus Cloud-Backup

    lokale Benutzerverwaltung plus Cloud-SaaS

    lokale Systeme plus Cloud-Skalierung

Merksatz:

    Hybrid Cloud = lokal oder privat plus Public Cloud.

---

**Multi Cloud**

Multi Cloud bedeutet:

    Ein Unternehmen nutzt mehrere Cloud-Anbieter gleichzeitig.

Beispiel:

    Anbieter A für virtuelle Maschinen

    Anbieter B für Office und E-Mail

    Anbieter C für Backup

    Anbieter D für Datenanalyse

Merksatz:

    Multi Cloud = mehrere Cloud-Anbieter parallel.

---

**Hybrid Cloud und Multi Cloud unterscheiden**

| Begriff | Kerngedanke |
|---|---|
| Hybrid Cloud | lokale/private IT plus Public Cloud |
| Multi Cloud | mehrere Cloud-Anbieter |
| Hybrid und Multi Cloud kombiniert | lokale IT plus mehrere Cloud-Anbieter |

Merksatz:

    Hybrid beschreibt die Verbindung lokal plus Cloud.
    Multi Cloud beschreibt mehrere Anbieter.

---

**Community Cloud**

Community Cloud bedeutet:

    Eine Cloud wird von mehreren Organisationen mit ähnlichen Anforderungen genutzt.

Beispiele:

    Behörden
    Bildung
    Forschung
    Gesundheitswesen
    bestimmte Branchen

Merksatz:

    Community Cloud = Cloud für eine bestimmte Gemeinschaft.

---

**Bereitstellungsmodelle im Überblick**

| Modell | Kurze Erklärung |
|---|---|
| On-Premises | lokal selbst betrieben |
| Public Cloud | Anbieterplattform für viele Kunden |
| Private Cloud | Cloud für eine Organisation |
| Hybrid Cloud | lokale/private IT plus Public Cloud |
| Multi Cloud | mehrere Cloud-Anbieter |
| Community Cloud | Cloud für Organisationen mit gemeinsamen Anforderungen |

Merksatz:

    Bereitstellungsmodell beschreibt,
    wo und für wen Cloud betrieben wird.

---

**Service-Modelle**

Die wichtigsten Cloud-Service-Modelle sind:

    - IaaS
    - PaaS
    - SaaS

Sie beschreiben,
welche IT-Schichten der Anbieter bereitstellt
und welche der Kunde selbst verwaltet.

Merksatz:

    Service-Modell beschreibt,
    was als Dienst bereitgestellt wird.

---

**IaaS**

IaaS steht für:

    Infrastructure as a Service

Der Anbieter stellt virtuelle Infrastruktur bereit.

Beispiele:

    virtuelle Maschinen
    virtuelle Netzwerke
    virtuelle Festplatten
    Load Balancer
    Firewalls
    IP-Adressen
    Storage

Der Kunde verwaltet typischerweise:

    Betriebssystem
    Anwendungen
    Daten
    Patches innerhalb der VM
    Benutzer
    Sicherheitskonfiguration

Merksatz:

    IaaS = virtuelle Infrastruktur statt eigener Hardware.

---

**PaaS**

PaaS steht für:

    Platform as a Service

Der Anbieter stellt eine Plattform bereit,
auf der Anwendungen laufen können.

Beispiele:

    Web-App-Plattform
    verwaltete Datenbank
    Laufzeitumgebung
    Containerplattform
    API-Plattform
    Entwicklungsplattform

Der Kunde verwaltet typischerweise:

    Anwendung
    Daten
    Konfiguration
    Benutzer
    Berechtigungen

Merksatz:

    PaaS = Plattform für eigene Anwendungen.

---

**SaaS**

SaaS steht für:

    Software as a Service

Der Kunde nutzt eine fertige Anwendung.

Beispiele:

    E-Mail
    Online-Office
    CRM
    Ticketsystem
    Cloud-Speicher
    Videokonferenzdienst
    Projektmanagement

Der Kunde verwaltet typischerweise:

    Benutzer
    Rollen
    Berechtigungen
    Daten
    Freigaben
    Einstellungen
    MFA

Merksatz:

    SaaS = fertige Software aus der Cloud.

---

**IaaS, PaaS und SaaS vergleichen**

| Modell | Anbieter stellt bereit | Kunde verwaltet vor allem |
|---|---|---|
| IaaS | virtuelle Infrastruktur | Betriebssystem, Anwendung, Daten |
| PaaS | Plattform und Laufzeitumgebung | Anwendung, Daten, Konfiguration |
| SaaS | fertige Anwendung | Benutzer, Rechte, Daten, Einstellungen |

Merksatz:

    IaaS gibt viel Kontrolle.
    SaaS nimmt viel Betrieb ab.
    PaaS liegt dazwischen.

---

**Shared Responsibility Model**

Shared Responsibility Model bedeutet:

    Anbieter und Kunde teilen sich die Verantwortung.

Je nach Service-Modell verschiebt sich diese Verantwortung.

Bei IaaS:

    Kunde hat viel technische Verantwortung.

Bei PaaS:

    Anbieter übernimmt Plattform,
    Kunde bleibt für Anwendung und Daten verantwortlich.

Bei SaaS:

    Anbieter betreibt Anwendung,
    Kunde bleibt für Nutzung,
    Benutzer,
    Rechte
    und Daten verantwortlich.

Merksatz:

    Cloud-Sicherheit ist gemeinsame Verantwortung.

---

**Wichtigste Regel zur Verantwortung**

Daten,
Benutzer
und Rechte bleiben fast immer Kundenthema.

Auch bei SaaS muss der Kunde prüfen:

    Wer darf zugreifen?
    Welche Rollen gibt es?
    Ist MFA aktiv?
    Welche Daten liegen im Dienst?
    Welche Freigaben existieren?
    Wie werden Benutzer deaktiviert?
    Wie werden Daten gesichert oder exportiert?

Merksatz:

    Je fertiger der Dienst,
    desto weniger Technikbetrieb,
    aber Daten und Zugriffe bleiben wichtig.

---

**Virtualisierung**

Virtualisierung bedeutet:

    physische Ressourcen werden in virtuelle Ressourcen aufgeteilt.

Beispiele:

    virtuelle Maschinen
    virtuelle Netzwerke
    virtuelle Festplatten
    virtuelle Firewalls
    virtuelle Load Balancer

Merksatz:

    Virtualisierung ist eine technische Grundlage vieler Cloud-Dienste.

---

**Container**

Container verpacken Anwendungen mit ihren Abhängigkeiten.

Sie enthalten typischerweise:

    Anwendung
    Bibliotheken
    Laufzeitumgebung
    Konfiguration

Sie teilen sich den Kernel des Hosts.

Merksatz:

    Container sind leichtgewichtige,
    portable Anwendungseinheiten.

---

**Kubernetes**

Kubernetes ist eine Plattform zur Container-Orchestrierung.

Es verwaltet:

    Container
    Pods
    Services
    Deployments
    Skalierung
    Rollouts
    Netzwerke
    Konfigurationen

Merksatz:

    Kubernetes orchestriert Container in Clustern.

---

**Serverless**

Serverless bedeutet nicht,
dass keine Server existieren.

Es bedeutet:

    Der Kunde verwaltet keine einzelnen Server.

Der Anbieter betreibt die Infrastruktur.

Der Kunde stellt Code,
Funktionen
oder Konfiguration bereit.

Merksatz:

    Serverless = keine Serververwaltung durch den Kunden.

---

**FaaS**

FaaS steht für:

    Function as a Service

Dabei werden einzelne Funktionen ereignisgesteuert ausgeführt.

Beispiele:

    Datei hochgeladen
    API-Aufruf
    Zeitplan
    Nachricht in Warteschlange

Merksatz:

    FaaS führt Funktionen bei Ereignissen aus.

---

**Cloud-Netzwerke**

Cloud-Netzwerke bestehen aus virtuellen Netzwerkkomponenten.

Typische Bestandteile:

    VPC
    VNet
    Subnetze
    Routingtabellen
    Security Groups
    Network ACLs
    NSGs
    Internet Gateway
    NAT-Gateway
    VPN-Gateway
    Load Balancer
    DNS
    Peering

Merksatz:

    Cloud-Netzwerke sind virtuell,
    brauchen aber echte Netzplanung.

---

**VPC und VNet**

VPC steht für:

    Virtual Private Cloud

VNet steht für:

    Virtual Network

Beide beschreiben ein logisch getrenntes Cloud-Netzwerk.

Darin werden festgelegt:

    IP-Bereich
    Subnetze
    Routen
    Sicherheitsregeln
    Gateways
    Ressourcen

Merksatz:

    VPC oder VNet = eigenes virtuelles Cloud-Netz.

---

**Public Subnet und Private Subnet**

| Subnetztyp | Zweck |
|---|---|
| Public Subnet | öffentlich erreichbare Komponenten |
| Private Subnet | interne Komponenten ohne direkten Internetzugriff |

Beispiele:

    Public Subnet:
    Load Balancer,
    Bastion Host,
    Reverse Proxy

    Private Subnet:
    Datenbank,
    Backend,
    interne API,
    Verarbeitungssystem

Merksatz:

    Öffentlich nur,
    was wirklich öffentlich sein muss.

---

**Internet Gateway und NAT-Gateway**

Internet Gateway:

    verbindet Cloud-Netz mit dem Internet

NAT-Gateway:

    erlaubt privaten Ressourcen ausgehenden Internetzugriff,
    ohne direkt eingehend erreichbar zu sein

Merksatz:

    Internet Gateway verbindet öffentlich.
    NAT-Gateway erlaubt ausgehend für private Ressourcen.

---

**Security Group**

Eine Security Group ist eine virtuelle Firewall-Regelgruppe.

Sie steuert:

    eingehenden Verkehr
    ausgehenden Verkehr
    Ports
    Protokolle
    Quellen
    Ziele

Merksatz:

    Security Group = Firewall-Regeln an Cloud-Ressourcen.

---

**Network ACL und NSG**

Network ACL:

    Zugriffsliste auf Netzwerk- oder Subnetzebene

NSG:

    Network Security Group,
    Regelgruppe für Netzwerkzugriffe

Wichtig:

    Je nach Plattform können Regeln stateful oder stateless sein.

Merksatz:

    Security Groups,
    ACLs
    und NSGs können alle Zugriff beeinflussen.

---

**Stateful und Stateless**

Stateful bedeutet:

    Rückverkehr zu erlaubten Verbindungen wird automatisch zugeordnet.

Stateless bedeutet:

    Rückverkehr muss separat erlaubt werden.

Merksatz:

    Stateful merkt sich Verbindungen.
    Stateless prüft jedes Paket einzeln.

---

**Load Balancer**

Ein Load Balancer verteilt Anfragen auf mehrere Ziele.

Vorteile:

    Lastverteilung
    höhere Verfügbarkeit
    Skalierung
    Wartung einzelner Backends
    Health Checks

Merksatz:

    Load Balancer verteilt Verkehr auf gesunde Ziele.

---

**Health Check**

Ein Health Check prüft,
ob ein Backend gesund ist.

Beispiele:

    TCP-Port erreichbar
    HTTP-Status 200
    Anwendung meldet gesund
    Antwortzeit akzeptabel

Merksatz:

    Health Check entscheidet,
    ob ein Backend Verkehr erhält.

---

**Peering**

Peering verbindet zwei Cloud-Netze privat miteinander.

Wichtig:

    IP-Netze dürfen sich nicht überschneiden.
    Routen müssen passen.
    Sicherheitsregeln müssen passen.
    Peering ist nicht automatisch transitiv.

Merksatz:

    Peering verbindet Netze,
    leitet aber nicht automatisch zu dritten Netzen weiter.

---

**Cloud-VPN**

Cloud-VPN verbindet Cloud-Netze mit anderen Netzen.

Beispiele:

    Cloud ↔ lokales Rechenzentrum

    Cloud ↔ Niederlassung

    Cloud ↔ andere Cloud

Wichtig:

    IP-Planung
    Routing
    Firewall-Regeln
    Verschlüsselung
    Monitoring
    Rückrouten

Merksatz:

    Cloud-VPN braucht Regeln und Routen auf beiden Seiten.

---

**Cloud-Speicherarten**

Die wichtigsten Cloud-Speicherarten sind:

    - Objektspeicher
    - Blockspeicher
    - Dateispeicher
    - Archivspeicher

Merksatz:

    Speicherart nach Einsatzzweck auswählen.

---

**Objektspeicher**

Objektspeicher speichert Daten als Objekte.

Ein Objekt enthält:

    Inhalt
    Metadaten
    eindeutigen Schlüssel

Typische Nutzung:

    Backups
    Bilder
    Videos
    Logs
    Archive
    Dokumente
    große unstrukturierte Datenmengen

Merksatz:

    Objektspeicher eignet sich für viele unstrukturierte Daten.

---

**Bucket**

Ein Bucket ist ein Speicherbehälter für Objekte.

Wichtig:

    Bucket-Berechtigungen sind sicherheitskritisch.

Fehler:

    Bucket öffentlich lesbar

Folge:

    vertrauliche Daten können offenliegen.

Merksatz:

    Öffentliche Buckets vermeiden.

---

**Blockspeicher**

Blockspeicher verhält sich wie eine virtuelle Festplatte.

Typische Nutzung:

    virtuelle Maschinen
    Betriebssystemplatten
    Datenbanken
    Anwendungen mit Dateisystem

Merksatz:

    Blockspeicher = virtuelle Festplatte.

---

**Dateispeicher**

Dateispeicher stellt klassische Datei- und Ordnerfreigaben bereit.

Typische Protokolle:

    SMB
    NFS

Typische Nutzung:

    gemeinsame Dateien
    Benutzerdateien
    klassische Anwendungen
    zentrale Ablagen

Merksatz:

    Dateispeicher = Freigabe mit Dateien und Ordnern.

---

**Backup in der Cloud**

Cloud ersetzt kein Backup.

Auch Cloud-Daten können verloren gehen durch:

    Benutzerfehler
    Ransomware
    Fehlkonfiguration
    falsche Synchronisation
    gelöschte Benutzer
    kompromittierte Adminzugänge
    Anbieterproblem
    fehlerhafte Anwendung

Merksatz:

    Cloud ist kein Backup.

---

**RPO und RTO**

RPO steht für:

    Recovery Point Objective

Frage:

    Wie viel Datenverlust ist maximal erlaubt?

RTO steht für:

    Recovery Time Objective

Frage:

    Wie lange darf Wiederherstellung dauern?

Merksatz:

    RPO = Datenverlust.
    RTO = Wiederherstellungszeit.

---

**Backup und Replikation**

Backup:

    dient der Wiederherstellung alter oder gesicherter Zustände

Replikation:

    kopiert Daten auf ein anderes System oder in eine andere Region

Wichtig:

    Replikation ist kein vollständiger Backup-Ersatz,
    weil Fehler und Löschungen mitkopiert werden können.

Merksatz:

    Backup schützt Wiederherstellung.
    Replikation schützt eher Verfügbarkeit.

---

**3-2-1-Regel**

Die 3-2-1-Regel bedeutet:

    3 Kopien der Daten

    2 unterschiedliche Speichermedien oder Speicherarten

    1 Kopie außer Haus oder getrennt vom Hauptsystem

Merksatz:

    Mehrere getrennte Kopien schützen besser.

---

**Immutable Backup**

Immutable bedeutet:

    unveränderlich

Ein Immutable Backup kann für eine festgelegte Zeit nicht verändert oder gelöscht werden.

Vorteile:

    Schutz vor Ransomware
    Schutz vor versehentlicher Löschung
    Schutz vor kompromittierten Konten

Merksatz:

    Immutable Backup schützt vor Manipulation und Löschung.

---

**IAM**

IAM steht für:

    Identity and Access Management

IAM regelt:

    Benutzer
    Gruppen
    Rollen
    Berechtigungen
    Richtlinien
    Servicekonten
    API-Schlüssel
    MFA

Merksatz:

    IAM entscheidet,
    wer was in der Cloud darf.

---

**Authentifizierung und Autorisierung**

Authentifizierung:

    Wer bist du?

Autorisierung:

    Was darfst du?

Beispiel:

    Benutzer meldet sich an:
    Authentifizierung

    Benutzer darf eine VM löschen:
    Autorisierung

Merksatz:

    Anmeldung und Berechtigung unterscheiden.

---

**MFA**

MFA steht für:

    Multi-Faktor-Authentifizierung

MFA ist besonders wichtig für:

    Administratoren
    externe Benutzer
    Cloud-Portale
    IAM
    Abrechnung
    Produktion
    sensible Daten

Merksatz:

    Cloud-Adminzugänge ohne MFA sind ein hohes Risiko.

---

**Least Privilege**

Least Privilege bedeutet:

    nur die Rechte vergeben,
    die wirklich benötigt werden.

In der Cloud besonders wichtig,
weil einzelne Rechte große Auswirkungen haben können.

Beispiele:

    Speicher öffentlich machen
    Firewall öffnen
    VM löschen
    Backup löschen
    Rollen vergeben
    API-Schlüssel erstellen

Merksatz:

    Cloud-Rechte minimal vergeben.

---

**Servicekonten und API-Schlüssel**

Servicekonten sind Identitäten für Dienste oder Anwendungen.

API-Schlüssel erlauben Programmen Zugriff auf Cloud-Dienste.

Risiken:

    zu viele Rechte
    Schlüssel im Quellcode
    keine Rotation
    keine Löschung nach Projektende
    Veröffentlichung in Repositories

Merksatz:

    Servicekonten und API-Schlüssel wie kritische Zugangsdaten behandeln.

---

**Secrets**

Secrets sind geheime Informationen.

Beispiele:

    Passwörter
    Tokens
    API-Schlüssel
    private Schlüssel
    Zertifikate
    Datenbankkennwörter

Merksatz:

    Secrets gehören nicht in Quellcode,
    Tickets,
    Chats
    oder ungeschützte Dokumente.

---

**RBAC und ABAC**

RBAC:

    rollenbasierte Zugriffskontrolle

ABAC:

    attributbasierte Zugriffskontrolle

| Modell | Grundlage |
|---|---|
| RBAC | Rollen |
| ABAC | Attribute |

Merksatz:

    RBAC arbeitet mit Rollen.
    ABAC arbeitet mit Eigenschaften.

---

**Tenant und Mandantentrennung**

Ein Tenant ist ein logisch getrennter Verwaltungsbereich.

Mandantentrennung bedeutet:

    Daten und Ressourcen verschiedener Kunden oder Organisationseinheiten werden logisch getrennt.

Merksatz:

    Tenant = eigener Cloud-Verwaltungsbereich.

---

**SSO, SAML, OAuth 2.0 und OpenID Connect**

SSO:

    einmal anmelden,
    mehrere Dienste nutzen

SAML:

    häufig für Single Sign-On genutzt

OAuth 2.0:

    delegierte Autorisierung

OpenID Connect:

    ergänzt OAuth 2.0 um Authentifizierung

Merksatz:

    OAuth 2.0 ist Autorisierung.
    OpenID Connect ergänzt Authentifizierung.

---

**Verschlüsselung**

Cloud-Daten sollten geschützt werden:

    bei Übertragung

    und

    im Ruhezustand

Bei Übertragung:

    TLS

Im Ruhezustand:

    Speicherverschlüsselung
    Datenbankverschlüsselung
    Backup-Verschlüsselung

Merksatz:

    Verschlüsselung schützt Daten,
    ersetzt aber keine Rechteverwaltung.

---

**KMS**

KMS steht für:

    Key Management Service

Ein KMS verwaltet kryptografische Schlüssel.

Aufgaben:

    Schlüssel erzeugen
    Schlüssel speichern
    Schlüssel rotieren
    Zugriff steuern
    Nutzung protokollieren
    Schlüssel deaktivieren

Merksatz:

    KMS verwaltet Schlüssel für Cloud-Verschlüsselung.

---

**Logging und Monitoring**

Monitoring:

    zeigt aktuelle Zustände und Messwerte

Logging:

    zeigt Ereignisse und Änderungen

Beispiele für Logs:

    Audit-Logs
    Flow Logs
    Firewall-Logs
    Anwendungslogs
    IAM-Logs
    Load-Balancer-Logs

Merksatz:

    Monitoring zeigt Zustand.
    Logging zeigt Ereignisse.

---

**SIEM**

SIEM steht für:

    Security Information and Event Management

Ein SIEM sammelt und analysiert Sicherheitslogs.

Ziele:

    Angriffe erkennen
    Alarme erzeugen
    Ereignisse korrelieren
    Nachweise liefern

Merksatz:

    SIEM hilft bei zentraler Sicherheitsüberwachung.

---

**Kostenkontrolle**

Cloud-Kosten entstehen durch:

    Rechenleistung
    Speicher
    Datenbanken
    Backups
    Snapshots
    Logs
    Monitoring
    Netzwerkverkehr
    Load Balancer
    Lizenzen
    öffentliche IP-Adressen
    Support

Merksatz:

    Cloud-Kosten entstehen nicht nur durch Server.

---

**Pay as you go**

Pay as you go bedeutet:

    Abrechnung nach Nutzung.

Vorteil:

    flexibel

Risiko:

    Fehlkonfiguration,
    Dauerbetrieb
    oder unerwartete Last können teuer werden.

Merksatz:

    Pay as you go braucht Kostenüberwachung.

---

**Tagging**

Tagging bedeutet:

    Cloud-Ressourcen werden mit Metadaten markiert.

Beispiele:

    Projekt
    Kostenstelle
    Verantwortlicher
    Umgebung
    Ablaufdatum
    Schutzbedarf

Merksatz:

    Tags helfen bei Kosten,
    Verantwortung
    Ordnung
    und Automatisierung.

---

**Rightsizing**

Rightsizing bedeutet:

    Ressourcen passend dimensionieren.

Zu groß:

    unnötige Kosten

Zu klein:

    schlechte Leistung oder Ausfälle

Merksatz:

    Rightsizing sucht die passende Ressourcengröße.

---

**Auto Scaling**

Auto Scaling passt Ressourcen automatisch an die Last an.

Beispiel:

    mehr Instanzen bei hoher Last

    weniger Instanzen bei geringer Last

Merksatz:

    Auto Scaling skaliert automatisch nach Regeln.

---

**Horizontale und vertikale Skalierung**

| Skalierung | Bedeutung |
|---|---|
| horizontal | mehr Instanzen |
| vertikal | größere Instanz |

Merksatz:

    Horizontal = mehr Systeme.
    Vertikal = stärkeres System.

---

**Hochverfügbarkeit**

Hochverfügbarkeit bedeutet:

    Dienste bleiben möglichst verfügbar,
    auch wenn einzelne Komponenten ausfallen.

Mittel:

    mehrere Instanzen
    mehrere Verfügbarkeitszonen
    Load Balancer
    Replikation
    Monitoring
    Auto Scaling
    Backup
    Notfallplan

Merksatz:

    Cloud ist nicht automatisch hochverfügbar.

---

**Region und Verfügbarkeitszone**

Region:

    geografischer Standort des Cloud-Anbieters

Verfügbarkeitszone:

    getrenntes Rechenzentrumssegment innerhalb einer Region

Merksatz:

    Region beeinflusst Datenstandort und Latenz.
    Zone beeinflusst Ausfallsicherheit innerhalb einer Region.

---

**SLA, SLO und SLI**

| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| SLA | vertragliche Servicezusage |
| SLO | Zielwert für Servicequalität |
| SLI | Messwert für Servicequalität |

Merksatz:

    SLI misst.
    SLO setzt Ziel.
    SLA ist Zusage.

---

**Infrastructure as Code**

Infrastructure as Code wird abgekürzt:

    IaC

Dabei wird Infrastruktur als Code beschrieben.

Beispiele:

    Netzwerke
    Subnetze
    Firewalls
    Rollen
    VMs
    Datenbanken
    Load Balancer
    Speicher

Vorteile:

    wiederholbar
    versionierbar
    dokumentiert
    automatisierbar
    prüfbar

Merksatz:

    IaC beschreibt Infrastruktur als Code.

---

**Configuration Drift**

Configuration Drift bedeutet:

    Die echte Konfiguration weicht von der geplanten Konfiguration ab.

Ursachen:

    manuelle Änderungen
    Notfalländerungen
    fehlende Dokumentation
    unterschiedliche Umgebungen

Merksatz:

    Configuration Drift erschwert Betrieb und Sicherheit.

---

**Change Management und Rollback**

Change Management bedeutet:

    Änderungen werden geplant,
    geprüft,
    freigegeben,
    umgesetzt
    und dokumentiert.

Rollback bedeutet:

    Änderung zurücknehmen.

Merksatz:

    Jede kritische Änderung braucht Dokumentation und Rückweg.

---

**Runbook**

Ein Runbook ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Betriebsaufgaben.

Beispiele:

    Backup wiederherstellen
    Alarm bearbeiten
    Zertifikat erneuern
    Dienst neu starten
    Failover auslösen
    Benutzerzugriff prüfen

Merksatz:

    Runbooks helfen bei wiederholbaren Betriebsabläufen.

---

**Incident Response**

Incident Response bedeutet:

    Vorgehen bei Sicherheitsvorfällen oder größeren Störungen.

Schritte:

    erkennen
    bewerten
    eindämmen
    beseitigen
    wiederherstellen
    dokumentieren
    verbessern

Merksatz:

    Incident Response muss vor dem Vorfall vorbereitet sein.

---

**Datenschutz und Compliance**

Cloud-Nutzung muss rechtliche und organisatorische Vorgaben beachten.

Wichtige Fragen:

    Welche Daten werden verarbeitet?
    Wo werden Daten gespeichert?
    Wer hat Zugriff?
    Gibt es Auftragsverarbeitung?
    Sind Daten verschlüsselt?
    Gibt es Löschkonzepte?
    Werden Logs personenbezogen?
    Welche Verträge gelten?

Merksatz:

    Cloud braucht Datenschutz- und Compliance-Prüfung.

---

**Datenklassifizierung**

Datenklassifizierung bedeutet:

    Daten werden nach Schutzbedarf eingeteilt.

Beispiele:

    öffentlich
    intern
    vertraulich
    streng vertraulich
    personenbezogen
    geschäftskritisch

Merksatz:

    Datenklasse bestimmt Schutzmaßnahmen.

---

**Datenresidenz**

Datenresidenz bedeutet:

    Daten müssen in einem bestimmten Land oder einer bestimmten Region gespeichert werden.

Beispiel:

    Speicherung innerhalb der EU

Merksatz:

    Datenresidenz beschreibt,
    wo Daten liegen dürfen.

---

**Vendor Lock-in**

Vendor Lock-in bedeutet:

    starke Abhängigkeit von einem Anbieter.

Ursachen:

    proprietäre Dienste
    spezielle APIs
    spezielle Datenformate
    hohe Migrationskosten
    fehlende Portabilität
    Mitarbeitende kennen nur eine Plattform

Merksatz:

    Vendor Lock-in früh beachten.

---

**Exit-Strategie**

Eine Exit-Strategie beschreibt,
wie man einen Cloud-Dienst wieder verlassen kann.

Fragen:

    Wie exportiere ich Daten?
    In welchem Format?
    Wie lange dauert Migration?
    Welche Kosten entstehen?
    Wie werden Daten beim Anbieter gelöscht?
    Gibt es Alternativen?

Merksatz:

    Cloud-Einstieg braucht auch Cloud-Ausstiegsplan.

---

**Typische IHK-Fragen**

In AP1 und AP2 kann zum Beispiel gefragt werden:

    - Was bedeutet Cloud Computing?
    - Was ist On-Premises?
    - Was ist Public Cloud?
    - Was ist Private Cloud?
    - Was ist Hybrid Cloud?
    - Was ist Multi Cloud?
    - Was ist der Unterschied zwischen Hybrid Cloud und Multi Cloud?
    - Was bedeutet IaaS?
    - Was bedeutet PaaS?
    - Was bedeutet SaaS?
    - Was ist das Shared Responsibility Model?
    - Wer ist bei IaaS für Betriebssystemupdates verantwortlich?
    - Wer verwaltet bei SaaS Benutzer und Rechte?
    - Was ist eine VPC?
    - Was ist ein Public Subnet?
    - Was ist ein Private Subnet?
    - Was ist eine Security Group?
    - Was ist ein Load Balancer?
    - Was ist IAM?
    - Was bedeutet Least Privilege?
    - Was ist MFA?
    - Was ist ein API-Schlüssel?
    - Was ist ein Secret?
    - Was ist Objektspeicher?
    - Was ist Blockspeicher?
    - Was ist Dateispeicher?
    - Warum ist Cloud-Speicher kein Backup?
    - Was bedeutet RPO?
    - Was bedeutet RTO?
    - Was ist Auto Scaling?
    - Was ist horizontale Skalierung?
    - Was ist vertikale Skalierung?
    - Was ist ein SLA?
    - Warum ist Cloud nicht automatisch sicher?
    - Warum ist Cloud nicht automatisch günstiger?

---

**Typische Prüfungsfallen**

    Cloud ist nicht automatisch günstiger.

    Cloud ist nicht automatisch sicher.

    Cloud ist nicht automatisch hochverfügbar.

    Cloud ist nicht automatisch Backup.

    Anbieter übernimmt nicht automatisch alles.

    Daten,
    Benutzer
    und Rechte bleiben Kundenthema.

    Public Cloud ist nicht automatisch unsicher.

    Private Cloud ist nicht automatisch günstiger.

    Hybrid Cloud ist nicht Multi Cloud.

    Multi Cloud ist nicht automatisch Hybrid.

    Virtualisierung allein ist keine Private Cloud.

    IaaS ist Infrastruktur.

    PaaS ist Plattform.

    SaaS ist fertige Software.

    Cloud-VM muss Kunde oft selbst patchen.

    SaaS-Rechte bleiben Kundenthema.

    Serverless heißt nicht serverfrei.

    VPC und VNet sind virtuelle Cloud-Netze.

    Public Subnet nicht für Datenbanken nutzen.

    Private Subnet schützt vor direkter öffentlicher Erreichbarkeit.

    Security Group ist virtuelle Firewall.

    Öffentliche Buckets vermeiden.

    Synchronisation ist kein Backup.

    Replikation ist kein Backup.

    Snapshot ist nicht immer Backup.

    Backup ohne Restore-Test ist unsicher.

    RPO und RTO nicht verwechseln.

    IAM ist zentral für Cloud-Sicherheit.

    Authentifizierung ist nicht Autorisierung.

    MFA für Admins ist wichtig.

    API-Schlüssel wie Passwörter behandeln.

    Secrets nicht im Code speichern.

    Verschlüsselung ersetzt keine Rechteverwaltung.

    Monitoring und Logging unterscheiden.

    Pay as you go braucht Kostenkontrolle.

    Tags helfen bei Kosten und Verantwortung.

    Horizontal und vertikal unterscheiden.

    SLA,
    SLO
    und SLI nicht verwechseln.

    Exit-Strategie früh planen.

---

**Wichtige Begriffe kurz erklärt**

| Begriff | Kurze Erklärung |
|---|---|
| Cloud | IT-Ressourcen als Dienst |
| On-Premises | lokal selbst betrieben |
| Public Cloud | Anbieterplattform für viele Kunden |
| Private Cloud | Cloud für eine Organisation |
| Hybrid Cloud | lokale/private IT plus Cloud |
| Multi Cloud | mehrere Cloud-Anbieter |
| Community Cloud | Cloud für bestimmte Gemeinschaft |
| IaaS | Infrastructure as a Service |
| PaaS | Platform as a Service |
| SaaS | Software as a Service |
| Shared Responsibility | geteilte Verantwortung |
| Virtualisierung | Aufteilung physischer Ressourcen |
| Container | portable Anwendungseinheit |
| Kubernetes | Container-Orchestrierung |
| Serverless | keine Serververwaltung durch Kunden |
| FaaS | Function as a Service |
| VPC | Virtual Private Cloud |
| VNet | Virtual Network |
| Public Subnet | öffentlich angebundenes Subnetz |
| Private Subnet | internes Subnetz |
| Security Group | virtuelle Firewall-Regelgruppe |
| Load Balancer | verteilt Anfragen |
| Health Check | prüft Dienstgesundheit |
| Peering | Verbindung zwischen Cloud-Netzen |
| Cloud-VPN | VPN zu Cloud-Netz |
| Objektspeicher | Speicher für Objekte |
| Bucket | Speicherbehälter |
| Blockspeicher | virtuelle Festplatte |
| Dateispeicher | Datei- und Ordnerfreigabe |
| Backup | zusätzliche Sicherung |
| Restore | Wiederherstellung |
| RPO | maximaler Datenverlust |
| RTO | maximale Wiederherstellungszeit |
| Immutable Backup | unveränderliches Backup |
| IAM | Identity and Access Management |
| MFA | Multi-Faktor-Authentifizierung |
| Least Privilege | minimale notwendige Rechte |
| API-Schlüssel | Zugriffsschlüssel für Programme |
| Secret | geheime Information |
| RBAC | rollenbasierte Zugriffskontrolle |
| ABAC | attributbasierte Zugriffskontrolle |
| Tenant | Cloud-Verwaltungsbereich |
| SSO | Single Sign-On |
| OAuth 2.0 | delegierte Autorisierung |
| OpenID Connect | Authentifizierungserweiterung |
| KMS | Key Management Service |
| Monitoring | Zustandsüberwachung |
| Logging | Ereignisprotokollierung |
| SIEM | Sicherheitslog-Auswertung |
| Pay as you go | Abrechnung nach Nutzung |
| Tagging | Metadaten für Ressourcen |
| Rightsizing | passende Ressourcengröße |
| Auto Scaling | automatische Skalierung |
| SLA | vertragliche Servicezusage |
| SLO | Serviceziel |
| SLI | Servicemesswert |
| IaC | Infrastructure as Code |
| Configuration Drift | Abweichung von Soll-Konfiguration |
| Runbook | Betriebsanleitung |
| Incident Response | Reaktion auf Vorfälle |
| Compliance | Einhaltung von Vorgaben |
| Datenresidenz | erlaubter Speicherort |
| Vendor Lock-in | Anbieterabhängigkeit |
| Exit-Strategie | Plan zum Verlassen eines Dienstes |

---

**IHK-sichere Gesamtformulierung**

Cloud Computing bedeutet, dass IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher, Netzwerke, Plattformen oder Anwendungen über ein Netzwerk als Dienst bereitgestellt werden. Bei On-Premises betreibt ein Unternehmen seine IT lokal selbst. Public Cloud wird von einem Anbieter für viele Kunden bereitgestellt, Private Cloud für eine einzelne Organisation, Hybrid Cloud kombiniert lokale oder private IT mit Public Cloud, und Multi Cloud nutzt mehrere Cloud-Anbieter. Die wichtigsten Service-Modelle sind IaaS, PaaS und SaaS. Das Shared Responsibility Model beschreibt die geteilte Verantwortung zwischen Anbieter und Kunde. Auch in der Cloud bleiben Benutzer, Rechte, Daten, sichere Konfiguration, Backup, Monitoring, Kostenkontrolle, Datenschutz und Compliance wichtige Aufgaben des Kunden.

---

**Wichtigste Merksätze**

    Cloud = IT-Ressourcen als Dienst.

    Cloud ist kein einzelnes Produkt.

    Cloud ist nicht automatisch sicher.

    Cloud ist nicht automatisch günstig.

    Cloud ist nicht automatisch hochverfügbar.

    Cloud ist kein Backup.

    On-Premises = lokal selbst betrieben.

    Public Cloud = Anbieterplattform für viele Kunden.

    Private Cloud = Cloud für eine Organisation.

    Hybrid Cloud = lokal plus Cloud.

    Multi Cloud = mehrere Anbieter.

    IaaS = Infrastruktur.

    PaaS = Plattform.

    SaaS = fertige Software.

    Shared Responsibility = geteilte Verantwortung.

    Daten bleiben Kundenthema.

    Benutzer bleiben Kundenthema.

    Rechte bleiben Kundenthema.

    Cloud-VM muss Kunde oft selbst patchen.

    SaaS braucht Rechteverwaltung.

    Serverless heißt keine Serververwaltung durch Kunden.

    VPC und VNet sind virtuelle Cloud-Netze.

    Public Subnet nur für öffentliche Komponenten.

    Private Subnet für interne Ressourcen.

    Datenbanken nicht öffentlich bereitstellen.

    Security Groups sind virtuelle Firewall-Regeln.

    Cloud-VPN braucht Routen beidseitig.

    Objektspeicher für unstrukturierte Daten.

    Blockspeicher für VMs und Datenbanken.

    Dateispeicher für Freigaben.

    Öffentliche Buckets vermeiden.

    Backup regelmäßig testen.

    RPO = Datenverlust.

    RTO = Wiederherstellungszeit.

    IAM entscheidet,
    wer was darf.

    MFA für Admins erzwingen.

    Least Privilege immer beachten.

    API-Schlüssel schützen.

    Secrets sicher verwalten.

    Verschlüsselung ersetzt keine Rechte.

    Monitoring zeigt Zustand.

    Logging zeigt Ereignisse.

    Kosten aktiv überwachen.

    Tags pflegen.

    Auto Scaling braucht Regeln.

    Horizontal = mehr Instanzen.

    Vertikal = größere Instanz.

    IaC macht Infrastruktur wiederholbar.

    Configuration Drift vermeiden.

    Runbooks helfen im Betrieb.

    Incident Response vorbereiten.

    Datenschutz und Compliance prüfen.

    Exit-Strategie früh planen.