17.7 Backup, Restore und Notfallmaßnahmen in der Praxis Backups, Wiederherstellung und Notfallmaßnahmen gehören zu den wichtigsten Aufgaben in der Systemadministration. Sie sorgen dafür, dass Systeme und Daten nach Fehlern, Ausfällen oder Angriffen wiederhergestellt werden können. Typische Situationen: - Datei versehentlich gelöscht - Datenbank beschädigt - Server ausgefallen - Ransomware-Angriff - Hardware defekt - falsche Konfiguration eingespielt - Update fehlgeschlagen - Benutzerkonto kompromittiert - Cloud-Ressource gelöscht - Standort nicht erreichbar Merksatz: Backup ist nicht nur Datensicherung, sondern Teil der Wiederherstellungsstrategie. Warum Backup wichtig ist Daten können auf viele Arten verloren gehen. Ursachen: Bedienfehler Hardwaredefekt Softwarefehler Malware Ransomware Sabotage Diebstahl Feuer Wasserschaden Stromausfall fehlerhafte Updates falsche Synchronisation Cloud-Fehlkonfiguration Merksatz: Backup schützt nicht vor jedem Vorfall, aber es ermöglicht Wiederherstellung. Backup und Restore unterscheiden Backup: Sicherung von Daten, Systemen oder Konfigurationen Restore: Wiederherstellung aus einer Sicherung Wichtig: Ein Backup ist nur dann wertvoll, wenn der Restore funktioniert. Merksatz: Backup ist die Sicherung. Restore ist die Wiederherstellung. Backup allein reicht nicht Ein Backup-Konzept ist unvollständig, wenn nicht geklärt ist: was gesichert wird wie oft gesichert wird wohin gesichert wird wie lange gesichert wird wer Zugriff hat wie wiederhergestellt wird wie Restore getestet wird wie Backups geschützt werden wie schnell Systeme wieder laufen müssen Merksatz: Backup ohne Restore-Plan ist nur halbe Sicherheit. Restore-Test Ein Restore-Test prüft, ob eine Wiederherstellung wirklich funktioniert. Zu prüfen: Daten vollständig? Datei lesbar? Datenbank konsistent? Anwendung startet? Rechte korrekt? Konfiguration passend? Schlüssel vorhanden? Wiederherstellungszeit akzeptabel? Dokumentation korrekt? Merksatz: Nur getestete Backups sind verlässliche Backups. Typische Backup-Ziele Backups können gespeichert werden auf: lokaler Festplatte NAS Backup-Server Bandlaufwerk externer Festplatte Cloud-Speicher Objektspeicher zweitem Standort Offline-Medium Immutable Storage Merksatz: Backup-Ziel muss zum Schutzbedarf passen. Lokales Backup Ein lokales Backup liegt in derselben Umgebung wie das Hauptsystem. Vorteile: schnelle Wiederherstellung einfache Verwaltung gute Kontrolle geringe Latenz Nachteile: anfällig bei Feuer, Diebstahl, Ransomware oder Standortausfall Merksatz: Lokales Backup ist schnell, aber nicht ausreichend gegen Standortausfall. Externes Backup Ein externes Backup liegt getrennt vom Hauptsystem. Beispiele: zweiter Standort Cloud-Speicher ausgelagerte Festplatte Bandsicherung außerhalb des Gebäudes Vorteil: Schutz bei Standortschaden Merksatz: Externes Backup schützt besser gegen lokale Katastrophen. Offline-Backup Ein Offline-Backup ist nicht dauerhaft mit dem produktiven System verbunden. Vorteile: besserer Schutz gegen Ransomware besserer Schutz gegen versehentliches Löschen besserer Schutz gegen kompromittierte Adminzugänge Beispiele: getrennte Festplatte Band abgeschottetes Backup-System zeitweise getrenntes Speichermedium Merksatz: Offline-Backup ist nicht dauerhaft erreichbar und dadurch besser geschützt. Immutable Backup Immutable bedeutet: unveränderlich Ein Immutable Backup kann für eine festgelegte Zeit nicht verändert oder gelöscht werden. Schützt gegen: Ransomware versehentliche Löschung kompromittierte Adminzugänge Manipulation von Sicherungen Merksatz: Immutable Backup schützt die Wiederherstellungsmöglichkeit. 3-2-1-Regel Die 3-2-1-Regel lautet: 3 Kopien der Daten 2 unterschiedliche Speicherarten 1 Kopie extern oder getrennt Beispiel: Produktivdaten Backup auf NAS zusätzliches Backup in Cloud oder auf Offline-Medium Merksatz: 3-2-1 reduziert das Risiko, dass alle Kopien gleichzeitig verloren gehen. 3-2-1-1-0-Regel Eine erweiterte Variante ist: 3 Kopien 2 unterschiedliche Medien 1 Kopie extern 1 Kopie offline oder immutable 0 Fehler bei Restore-Tests Merksatz: Die 0 steht für fehlerfrei getestete Wiederherstellung. Vollbackup Ein Vollbackup sichert alle ausgewählten Daten vollständig. Vorteile: einfache Wiederherstellung vollständige Sicherung weniger Abhängigkeit von anderen Sicherungen Nachteile: benötigt viel Speicherplatz dauert länger erzeugt mehr Last Merksatz: Vollbackup sichert alles, braucht aber mehr Zeit und Speicher. Inkrementelles Backup Ein inkrementelles Backup sichert nur Änderungen seit dem letzten Backup. Das letzte Backup kann sein: Vollbackup oder anderes inkrementelles Backup Vorteile: schnell spart Speicherplatz Nachteile: Wiederherstellung benötigt mehrere Sicherungen Kette darf nicht beschädigt sein Merksatz: Inkrementell sichert Änderungen seit dem letzten Backup. Differenzielles Backup Ein differenzielles Backup sichert Änderungen seit dem letzten Vollbackup. Vorteile: Wiederherstellung einfacher als bei langer inkrementeller Kette weniger Speicher als tägliches Vollbackup Nachteile: wächst bis zum nächsten Vollbackup Merksatz: Differenziell sichert Änderungen seit dem letzten Vollbackup. Vollbackup, inkrementell und differenziell vergleichen Backup-Art Sichert Vorteil Nachteil Vollbackup alles einfache Wiederherstellung viel Speicher und Zeit inkrementell Änderungen seit letztem Backup schnell und platzsparend Restore braucht Backup-Kette differenziell Änderungen seit letztem Vollbackup Restore einfacher als inkrementell wächst mit der Zeit Merksatz: Vollbackup ist vollständig. Inkrementell bezieht sich auf letztes Backup. Differenziell bezieht sich auf letztes Vollbackup. Snapshot Ein Snapshot ist eine Momentaufnahme eines Systems, Datenträgers, Dateisystems oder einer VM. Snapshots sind nützlich vor: Updates Konfigurationsänderungen Tests Softwareinstallationen Migrationen Wichtig: Snapshot ist nicht automatisch ein vollständiges Backup. Merksatz: Snapshot hilft bei schneller Rückkehr, ersetzt aber kein Backup-Konzept. Warum Snapshot kein vollständiges Backup ist Snapshots liegen oft auf demselben System oder Speicher. Risiken: Speicher defekt Ransomware erreicht Snapshot Snapshot-Kette beschädigt Speicherplatz läuft voll Snapshot wird versehentlich gelöscht Standortausfall betrifft Snapshot ebenfalls Merksatz: Snapshot ist praktisch, aber kein Ersatz für getrennte Sicherung. Image-Backup Ein Image-Backup sichert ein komplettes Systemabbild. Typische Inhalte: Betriebssystem Anwendungen Konfiguration Dateien Bootinformationen Vorteil: gesamtes System kann wiederhergestellt werden Merksatz: Image-Backup sichert ein komplettes Systemabbild. Dateibasiertes Backup Ein dateibasiertes Backup sichert ausgewählte Dateien und Ordner. Geeignet für: Benutzerdateien Projektdaten Dokumente Konfigurationsdateien Exportdateien Merksatz: Dateibasiertes Backup sichert ausgewählte Dateien und Ordner. Datenbank-Backup Datenbanken brauchen besondere Sicherungsverfahren. Wichtig: Konsistenz Transaktionen Schreibzugriffe Zeitpunkt der Sicherung Wiederherstellungstest Point-in-Time-Recovery je nach System Merksatz: Datenbankdateien nicht blind kopieren, sondern datenbankgerechte Backups nutzen. Konsistentes Backup Ein konsistentes Backup stellt sicher, dass Daten in einem gültigen Zustand gesichert werden. Beispiel: Eine Datenbank darf nicht mitten in einer Transaktion unsauber kopiert werden. Mittel: Datenbankdump Anwendungsstopp Snapshot mit Anwendungskonsistenz Backup-Agent Transaktionslogs Merksatz: Konsistenz ist bei Datenbanken und Anwendungen besonders wichtig. Point-in-Time-Recovery Point-in-Time-Recovery bedeutet: Wiederherstellung auf einen bestimmten Zeitpunkt. Beispiel: Datenbank wird auf den Zustand von 10:15 Uhr zurückgesetzt. Nützlich bei: versehentlichem Löschen Datenbankfehler fehlerhafter Import beschädigten Daten Merksatz: Point-in-Time-Recovery stellt gezielt einen früheren Zeitpunkt wieder her. RPO RPO steht für: Recovery Point Objective Frage: Wie viel Datenverlust ist maximal akzeptabel? Beispiel: RPO 1 Stunde bedeutet: Es dürfen höchstens Daten von einer Stunde verloren gehen. Merksatz: RPO beschreibt maximal akzeptablen Datenverlust. RTO RTO steht für: Recovery Time Objective Frage: Wie lange darf die Wiederherstellung dauern? Beispiel: RTO 4 Stunden bedeutet: Der Dienst soll spätestens nach 4 Stunden wieder laufen. Merksatz: RTO beschreibt maximal akzeptable Wiederherstellungszeit. RPO und RTO unterscheiden Begriff Frage Beispiel RPO Wie viel Datenverlust ist erlaubt? maximal 1 Stunde RTO Wie lange darf Wiederherstellung dauern? maximal 4 Stunden Merksatz: RPO = Datenverlust. RTO = Zeit bis Wiederherstellung. Backup-Frequenz Die Backup-Frequenz beschreibt, wie oft gesichert wird. Sie hängt ab von: Änderungsrate der Daten Schutzbedarf RPO Speicherplatz Systemlast Wiederherstellungsanforderung Kosten Merksatz: Je kleiner das erlaubte RPO, desto häufiger muss gesichert werden. Aufbewahrungszeit Die Aufbewahrungszeit beschreibt, wie lange Backups behalten werden. Zu beachten: gesetzliche Vorgaben interne Regeln Speicherplatz Datenschutz Wiederherstellungsbedarf Schutz vor später entdeckten Fehlern Merksatz: Backups müssen lange genug, aber nicht unbegrenzt ohne Grund aufbewahrt werden. Retention Retention bedeutet: Aufbewahrungsregel für Backups. Beispiele: tägliche Backups 14 Tage behalten wöchentliche Backups 8 Wochen behalten monatliche Backups 12 Monate behalten Merksatz: Retention regelt, wann alte Backups gelöscht werden. Großvater-Vater-Sohn-Prinzip Das Großvater-Vater-Sohn-Prinzip ist ein Rotationsschema. Typisch: Sohn: tägliche Sicherung Vater: wöchentliche Sicherung Großvater: monatliche Sicherung Merksatz: Großvater-Vater-Sohn kombiniert tägliche, wöchentliche und monatliche Backups. Backup-Verschlüsselung Backups sollten verschlüsselt werden, besonders wenn sie sensible Daten enthalten oder extern gespeichert werden. Wichtig: Schlüssel sicher aufbewahren Zugriff begrenzen Wiederherstellung mit Schlüssel testen Schlüsselverlust vermeiden Merksatz: Verschlüsseltes Backup ist nur nutzbar, wenn der Schlüssel verfügbar ist. Backup-Zugriffsrechte Backups enthalten oft besonders viele Daten. Deshalb müssen Zugriffe streng begrenzt werden. Zu vermeiden: Jeder kann Backups lesen. normales Benutzerkonto kann Backups löschen. Backup-Admin nutzt Alltagskonto. Ransomware kann Backup-Speicher erreichen. Dienstkonto hat zu viele Rechte. Merksatz: Backups brauchen stärkeren Schutz als viele Produktivdaten. Backup und Ransomware Ransomware versucht häufig, Backups zu löschen oder zu verschlüsseln. Schutzmaßnahmen: Immutable Backup Offline-Backup getrennte Zugangsdaten getrenntes Backupnetz keine normalen Schreibrechte MFA für Backup-Konsole Backup-Logs überwachen Restore regelmäßig testen Merksatz: Backups müssen vor dem Angreifer geschützt werden, nicht nur vor Datenverlust. Backup-Netz Ein Backup-Netz ist ein getrenntes Netzwerk für Backup-Verkehr oder Backup-Systeme. Vorteile: weniger Angriffsfläche weniger Störung des Produktivnetzes bessere Kontrolle Schutz vor lateraler Bewegung gezieltere Firewall-Regeln Merksatz: Backup-Systeme sollten nicht frei aus jedem Netz erreichbar sein. Backup-Monitoring Backup-Monitoring prüft, ob Sicherungen erfolgreich laufen. Zu überwachen: letzter erfolgreicher Lauf Fehlermeldungen Datenmenge Laufzeit Speicherziel Kapazität Verschlüsselung Aufbewahrung Restore-Tests Merksatz: Ein fehlgeschlagenes Backup muss auffallen, bevor ein Restore gebraucht wird. Backup-Logs Backup-Logs zeigen, was bei einer Sicherung passiert ist. Zu prüfen: Startzeit Endzeit Erfolg oder Fehler gesicherte Datenmenge übersprungene Dateien Warnungen Zielsystem Speicherplatz Berechtigungsfehler Merksatz: Backup-Logs regelmäßig auswerten. Restore-Reihenfolge Bei Wiederherstellung ist die Reihenfolge wichtig. Beispiele: Netzwerk zuerst dann Verzeichnisdienst dann Speicher dann Datenbank dann Anwendung dann Benutzerzugriff Merksatz: Systeme hängen voneinander ab; Restore braucht Reihenfolge. Abhängigkeiten beim Restore Vor einem Restore prüfen: Welche Systeme hängen voneinander ab? Welche Datenbanken werden benötigt? Welche Zugangsdaten werden gebraucht? Welche Zertifikate werden gebraucht? Welche DNS-Namen müssen stimmen? Welche Firewall-Regeln sind nötig? Welche Speicherziele sind erreichbar? Welche Versionen passen zusammen? Merksatz: Restore scheitert oft an vergessenen Abhängigkeiten. Notfallhandbuch Ein Notfallhandbuch beschreibt, was bei schweren Störungen oder Sicherheitsvorfällen zu tun ist. Inhalte: Ansprechpartner Prioritäten Systeme Wiederherstellungsreihenfolge Zugangsdatenablage Kommunikationswege Eskalationswege Backup-Orte Restore-Anleitungen externe Dienstleister Entscheidungsbefugnisse Merksatz: Im Notfall darf nicht erst gesucht werden, wer was weiß. Notfallkontaktliste Eine Notfallkontaktliste enthält wichtige Kontakte. Beispiele: interne IT Geschäftsleitung Datenschutzbeauftragte Sicherheitsverantwortliche Internetprovider Cloud-Anbieter Hardware-Support Softwaredienstleister Versicherer Behörden je nach Vorfall Merksatz: Notfallkontakte müssen aktuell und erreichbar sein. Priorisierung im Notfall Nicht jedes System ist gleich wichtig. Zu priorisieren nach: Geschäftsprozesse kritische Dienste Benutzeranzahl Datenklassifizierung Abhängigkeiten RTO RPO Sicherheitslage rechtliche Anforderungen Merksatz: Im Notfall zuerst die wichtigsten Dienste wiederherstellen. Business Continuity Business Continuity bedeutet: Geschäftsprozesse sollen trotz Störung weiterlaufen oder schnell wieder anlaufen. Dazu gehören: Notfallplanung Ersatzprozesse Backup Wiederanlauf Kommunikation Verantwortlichkeiten Tests Merksatz: Business Continuity betrachtet nicht nur IT, sondern den Betrieb insgesamt. Disaster Recovery Disaster Recovery beschreibt die Wiederherstellung von IT nach schweren Störungen. Beispiele: Rechenzentrumsausfall Brand Ransomware massiver Hardwaredefekt Cloud-Ausfall Datenverlust Merksatz: Disaster Recovery ist IT-Wiederherstellung nach schwerem Vorfall. Failover Failover bedeutet: Ein Dienst wird bei Ausfall automatisch oder manuell auf ein Ersatzsystem umgeschaltet. Beispiele: zweiter Server übernimmt zweite Firewall übernimmt anderer Standort übernimmt Datenbank-Replikat wird aktiv Merksatz: Failover reduziert Ausfallzeit, ersetzt aber kein Backup. Redundanz Redundanz bedeutet: wichtige Komponenten sind mehrfach vorhanden. Beispiele: zwei Netzteile zwei Firewalls mehrere Server mehrere Internetleitungen RAID Cluster mehrere Standorte Merksatz: Redundanz erhöht Verfügbarkeit, ersetzt aber kein Backup. Replikation Replikation bedeutet: Daten werden auf ein anderes System kopiert, oft nahezu in Echtzeit. Vorteile: schnelle Umschaltung höhere Verfügbarkeit Risiko: Fehler, Löschung oder Verschlüsselung können mitrepliziert werden. Merksatz: Replikation ist kein Backup. Backup, Redundanz und Replikation unterscheiden Begriff Ziel Grenze Backup Wiederherstellung alter Zustände Restore dauert Redundanz Ausfall vermeiden oder abfedern schützt nicht vor Datenfehlern Replikation Daten auf zweitem System aktuell halten Fehler werden oft mitkopiert Merksatz: Backup schützt Wiederherstellung. Redundanz schützt Verfügbarkeit. Replikation hält Daten aktuell. Notfallübung Eine Notfallübung testet, ob Notfallpläne funktionieren. Zu prüfen: Erreichen wir Kontakte? Finden wir Dokumentation? Funktionieren Zugänge? Können wir Backups wiederherstellen? Stimmen RTO und RPO? Funktioniert Kommunikation? Wer entscheidet was? Wo fehlen Informationen? Merksatz: Notfallpläne müssen geübt werden. Kommunikation im Notfall Im Notfall muss klar sein: Wer informiert wen? Wer entscheidet? Welche Kanäle werden genutzt? Was wird Benutzern gesagt? Was wird Kunden gesagt? Was wird dokumentiert? Wer spricht mit Dienstleistern? Wer spricht mit Behörden, falls nötig? Merksatz: Schlechte Kommunikation verschlimmert technische Notfälle. Dokumentation beim Restore Beim Restore dokumentieren: Grund der Wiederherstellung Zeitpunkt betroffene Systeme verwendetes Backup Restore-Schritte Probleme Dauer Ergebnis Datenverlust beteiligte Personen Nacharbeiten Merksatz: Restore-Dokumentation hilft bei Nachvollziehbarkeit und Verbesserung. Nacharbeiten nach Restore Nach einem Restore prüfen: Funktioniert der Dienst? Sind Daten vollständig? Stimmen Benutzerrechte? Sind Logs aktiv? Funktionieren Backups wieder? Ist Monitoring aktiv? Sind Zertifikate gültig? Sind Schnittstellen erreichbar? Gibt es Sicherheitslücken? Muss Ursache behoben werden? Merksatz: Nach Restore ist die Arbeit nicht automatisch beendet. Typische Fehler bei Backup und Restore Häufige Fehler: Backups nie getestet Backupziel voll Backup läuft mit Fehlern Backups nicht verschlüsselt Schlüssel nicht auffindbar Backups im selben Netz wie Ransomware keine Offline- oder Immutable-Kopie nur Synchronisation statt Backup Datenbank unsauber gesichert Restore-Reihenfolge unbekannt Dokumentation veraltet alte Systeme nicht mehr kompatibel Merksatz: Der häufigste Backup-Fehler ist: Man merkt das Problem erst beim Restore. Checkliste: Backup-Konzept prüfen Welche Daten sind kritisch? Welche Systeme sind kritisch? RPO festlegen. RTO festlegen. Backup-Art wählen. Backup-Frequenz festlegen. Aufbewahrung festlegen. Backup-Ziel festlegen. Verschlüsselung prüfen. Zugriffsschutz prüfen. Offline- oder Immutable-Kopie planen. Backup-Logs überwachen. Restore regelmäßig testen. Notfallhandbuch erstellen. Verantwortlichkeiten festlegen. Dokumentation aktuell halten. Merksatz: Backup-Konzept muss geplant, geschützt, überwacht und getestet werden. Checkliste: Restore durchführen Vorfall bewerten. Ursache eingrenzen. Passendes Backup auswählen. Integrität des Backups prüfen. Abhängigkeiten prüfen. Zielsystem vorbereiten. Restore durchführen. Funktion testen. Rechte prüfen. Logs prüfen. Monitoring prüfen. Backupbetrieb wieder aktivieren. Benutzer informieren. Ergebnis dokumentieren. Ursache dauerhaft beheben. Merksatz: Restore ist ein kontrollierter Prozess, nicht nur Zurückkopieren von Dateien. Typische IHK-Fragen In AP1 und AP2 kann zum Beispiel gefragt werden: - Was ist ein Backup? - Was ist ein Restore? - Warum ist ein Restore-Test wichtig? - Was bedeutet die 3-2-1-Regel? - Was ist ein Vollbackup? - Was ist ein inkrementelles Backup? - Was ist ein differenzielles Backup? - Was ist ein Snapshot? - Warum ersetzt ein Snapshot kein Backup? - Was ist ein Image-Backup? - Warum brauchen Datenbanken besondere Backups? - Was bedeutet RPO? - Was bedeutet RTO? - Was ist Retention? - Was ist das Großvater-Vater-Sohn-Prinzip? - Warum sollten Backups verschlüsselt werden? - Was ist ein Immutable Backup? - Warum ist Replikation kein Backup? - Was ist Disaster Recovery? - Was ist Business Continuity? - Was ist ein Notfallhandbuch? Typische Prüfungsfallen Backup und Restore unterscheiden. Backup verhindert keinen Angriff. Backup ermöglicht Wiederherstellung. Backup ohne Restore-Test ist unsicher. Synchronisation ist kein Backup. Replikation ist kein Backup. Redundanz ist kein Backup. Snapshot ist nicht automatisch Backup. Vollbackup sichert alles. Inkrementell sichert seit letztem Backup. Differenziell sichert seit letztem Vollbackup. RPO ist Datenverlust. RTO ist Wiederherstellungszeit. Backups müssen geschützt werden. Backups können Ziel von Ransomware sein. Verschlüsselung braucht Schlüsselverwaltung. Datenbank-Backups müssen konsistent sein. Restore braucht Reihenfolge. Notfallhandbuch aktuell halten. Notfallpläne müssen getestet werden. Nach Restore Funktion und Sicherheit prüfen. Wichtige Begriffe kurz erklärt Begriff Kurze Erklärung Backup Sicherung von Daten oder Systemen Restore Wiederherstellung aus Sicherung Restore-Test Prüfung der Wiederherstellung lokales Backup Sicherung in gleicher Umgebung externes Backup Sicherung an getrenntem Ort Offline-Backup nicht dauerhaft verbundenes Backup Immutable Backup unveränderliches Backup 3-2-1-Regel drei Kopien, zwei Medien, eine externe Kopie Vollbackup vollständige Sicherung inkrementelles Backup Änderungen seit letztem Backup differenzielles Backup Änderungen seit letztem Vollbackup Snapshot Momentaufnahme Image-Backup vollständiges Systemabbild dateibasiertes Backup Sicherung ausgewählter Dateien Datenbank-Backup konsistente Sicherung einer Datenbank Point-in-Time-Recovery Wiederherstellung zu bestimmtem Zeitpunkt RPO maximal akzeptabler Datenverlust RTO maximal akzeptable Wiederherstellungszeit Backup-Frequenz Häufigkeit der Sicherung Retention Aufbewahrungsregel Großvater-Vater-Sohn Backup-Rotationsschema Backup-Verschlüsselung Schutz gesicherter Daten Backup-Netz getrenntes Netz für Backup Backup-Monitoring Überwachung von Sicherungen Notfallhandbuch Anleitung für schwere Störungen Business Continuity Aufrechterhaltung von Geschäftsprozessen Disaster Recovery IT-Wiederherstellung nach schwerem Vorfall Failover Umschaltung auf Ersatzsystem Redundanz mehrfach vorhandene Komponenten Replikation Kopie aktueller Daten auf anderes System Notfallübung Test des Notfallplans IHK-sichere Kurzformulierung Ein Backup ist eine Sicherung von Daten, Systemen oder Konfigurationen, während Restore die Wiederherstellung aus dieser Sicherung bezeichnet. Backups schützen nicht direkt vor Angriffen oder Ausfällen, ermöglichen aber die Wiederherstellung nach Datenverlust, Ransomware, Fehlkonfiguration oder Hardwaredefekt. Wichtige Konzepte sind Vollbackup, inkrementelles Backup, differenzielles Backup, Snapshot, Image-Backup, RPO, RTO, Retention, 3-2-1-Regel, Offline-Backup und Immutable Backup. Backups müssen geschützt, verschlüsselt, überwacht und regelmäßig durch Restore-Tests geprüft werden. Replikation, Redundanz und Synchronisation ersetzen kein Backup. Ein gutes Notfallkonzept umfasst Wiederherstellungsreihenfolge, Verantwortlichkeiten, Notfallhandbuch, Kommunikation und regelmäßige Übungen. Merksätze Backup = Sicherung. Restore = Wiederherstellung. Backup ohne Restore-Test ist unsicher. Backup schützt nicht vor jedem Vorfall, aber ermöglicht Wiederherstellung. Synchronisation ist kein Backup. Replikation ist kein Backup. Redundanz ist kein Backup. Snapshot ist nicht automatisch Backup. Lokales Backup ist schnell, aber nicht genug gegen Standortausfall. Externes Backup schützt gegen Standortschaden. Offline-Backup schützt gegen dauerhaften Zugriff durch Angreifer. Immutable Backup schützt vor Veränderung und Löschung. 3-2-1 reduziert Gesamtrisiko. Vollbackup sichert alles. Inkrementell sichert Änderungen seit letztem Backup. Differenziell sichert Änderungen seit letztem Vollbackup. Datenbank-Backups müssen konsistent sein. Point-in-Time-Recovery stellt einen Zeitpunkt wieder her. RPO = erlaubter Datenverlust. RTO = erlaubte Wiederherstellungszeit. Backup-Frequenz hängt vom RPO ab. Retention regelt Aufbewahrung. Verschlüsseltes Backup braucht verfügbaren Schlüssel. Backups brauchen strenge Zugriffsrechte. Ransomware greift oft Backups an. Backup-Monitoring ist Pflicht. Backup-Logs regelmäßig prüfen. Restore braucht Reihenfolge. Abhängigkeiten vor Restore prüfen. Notfallhandbuch aktuell halten. Business Continuity betrachtet Geschäftsprozesse. Disaster Recovery betrachtet IT-Wiederherstellung. Failover reduziert Ausfallzeit. Notfallpläne üben. Kommunikation im Notfall vorbereiten. Restore dokumentieren. Nach Restore Funktion, Sicherheit und Backupbetrieb prüfen.