# 19.8 Sicherheitsbegriffe und Angriffe Spickzettel

Dieser Spickzettel fasst wichtige Begriffe der IT-Sicherheit und typische Angriffe kompakt zusammen.

Er ist besonders wichtig für:

    - Prüfungsaufgaben zur Informationssicherheit
    - Angriffsszenarien
    - Schutzmaßnahmen
    - Risikoanalyse
    - Sicherheitskonzepte
    - Fehlersuche bei Sicherheitsvorfällen

Merksatz:

    Sicherheit bedeutet:
    Risiken erkennen,
    Schutzziele verstehen
    und passende Maßnahmen auswählen.

---

**Grundidee der Informationssicherheit**

Informationssicherheit schützt Informationen und IT-Systeme vor:

    unberechtigtem Zugriff
    Manipulation
    Ausfall
    Missbrauch
    Datenverlust
    Täuschung
    Sabotage

Merksatz:

    Informationssicherheit schützt Daten,
    Systeme
    Prozesse
    und Zugriffe.

---

**Die drei wichtigsten Schutzziele**

Die wichtigsten Schutzziele werden oft als CIA-Triade bezeichnet.

| Schutzziel | Bedeutung | Beispielverletzung |
|---|---|---|
| Vertraulichkeit | Schutz vor unberechtigtem Lesen | Kundendaten werden gestohlen |
| Integrität | Schutz vor unbemerkter Veränderung | Konfiguration wird manipuliert |
| Verfügbarkeit | Systeme und Daten sind nutzbar | Server ist durch DDoS nicht erreichbar |

Merksatz:

    CIA =
    Confidentiality,
    Integrity,
    Availability.

    Auf Deutsch:
    Vertraulichkeit,
    Integrität,
    Verfügbarkeit.

---

**Vertraulichkeit**

Vertraulichkeit bedeutet:

    Informationen dürfen nur von berechtigten Personen,
    Systemen
    oder Prozessen gelesen werden.

Beispiele für Verletzungen:

    Datenabfluss
    unberechtigter Zugriff
    mitgelesene Passwörter
    verlorener Laptop ohne Verschlüsselung
    falsch freigegebener Cloud-Ordner

Schutzmaßnahmen:

    Verschlüsselung
    Rechtekonzept
    MFA
    Zugriffskontrolle
    DLP
    sichere Freigaben

Merksatz:

    Vertraulichkeit schützt vor unberechtigtem Mitlesen.

---

**Integrität**

Integrität bedeutet:

    Daten dürfen nicht unbemerkt verändert werden.

Beispiele für Verletzungen:

    manipulierte Konfigurationsdatei
    veränderte Überweisung
    geänderte Logdatei
    manipuliertes Softwarepaket
    beschädigte Datenbank

Schutzmaßnahmen:

    Hashwerte
    digitale Signaturen
    Rechtebegrenzung
    Versionskontrolle
    Logging
    Vier-Augen-Prinzip

Merksatz:

    Integrität schützt vor unbemerkter Veränderung.

---

**Verfügbarkeit**

Verfügbarkeit bedeutet:

    Systeme,
    Dienste
    und Daten stehen bei Bedarf zur Verfügung.

Beispiele für Verletzungen:

    Serverausfall
    DDoS-Angriff
    Ransomware
    Stromausfall
    defekte Festplatte
    Netzwerkstörung

Schutzmaßnahmen:

    Redundanz
    Backup
    Monitoring
    Patchmanagement
    DDoS-Schutz
    Notfallplan

Merksatz:

    Verfügbarkeit schützt die Nutzbarkeit.

---

**Weitere Schutzziele**

| Schutzziel | Bedeutung |
|---|---|
| Authentizität | Echtheit einer Identität oder Nachricht |
| Nichtabstreitbarkeit | Handlung kann später nicht glaubhaft bestritten werden |
| Nachvollziehbarkeit | Ereignisse können geprüft und rekonstruiert werden |
| Zurechenbarkeit | Aktionen können einer Identität zugeordnet werden |

Merksatz:

    Authentizität fragt:
    Ist es echt?

    Nichtabstreitbarkeit fragt:
    Kann die Handlung nachgewiesen werden?

---

**Authentizität**

Authentizität bedeutet:

    Echtheit einer Identität,
    Nachricht
    oder Quelle.

Beispiele:

    Ist der Server wirklich der richtige Server?

    Ist die E-Mail wirklich vom angegebenen Absender?

    Ist der Benutzer wirklich die angemeldete Person?

Schutzmaßnahmen:

    Zertifikate
    digitale Signaturen
    MFA
    sichere Authentifizierung
    DNSSEC je nach Einsatz

Merksatz:

    Authentizität schützt vor Täuschung über Identität oder Herkunft.

---

**Nichtabstreitbarkeit**

Nichtabstreitbarkeit bedeutet:

    Eine Handlung kann später nicht glaubhaft abgestritten werden.

Beispiele:

    digitale Signatur
    revisionssichere Logs
    protokollierte Freigaben
    signierte Dokumente

Merksatz:

    Nichtabstreitbarkeit macht Handlungen nachweisbar.

---

**Schwachstelle, Bedrohung und Risiko**

| Begriff | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Schwachstelle | ausnutzbare Lücke | ungepatchter Server |
| Bedrohung | mögliches schädliches Ereignis | Angreifer nutzt Lücke aus |
| Risiko | Wahrscheinlichkeit und Auswirkung | Datenverlust durch Angriff |
| Maßnahme | reduziert Risiko | Patch installieren |

Merksatz:

    Schwachstelle ist die Lücke.
    Bedrohung ist das mögliche Ereignis.
    Risiko ist die bewertete Gefahr.

---

**Angriff**

Ein Angriff ist der Versuch,
eine Schwachstelle auszunutzen
oder ein Schutzziel zu verletzen.

Beispiele:

    Passwortangriff
    Malware-Infektion
    Phishing
    DDoS
    SQL Injection
    Man-in-the-Middle

Merksatz:

    Angriff = aktiver Versuch,
    Schaden oder unberechtigten Zugriff zu erreichen.

---

**Malware**

Malware bedeutet:

    Schadsoftware

Beispiele:

    Virus
    Wurm
    Trojaner
    Ransomware
    Spyware
    Keylogger
    Rootkit
    Botnet-Client

Merksatz:

    Malware ist der Oberbegriff für Schadsoftware.

---

**Virus**

Ein Virus hängt sich an Dateien oder Programme an
und verbreitet sich,
wenn diese ausgeführt oder weitergegeben werden.

Merksatz:

    Virus braucht meist eine Wirtsdatei oder Aktion zur Verbreitung.

---

**Wurm**

Ein Wurm verbreitet sich selbstständig über Netzwerke,
ohne zwingend eine Wirtsdatei zu benötigen.

Risiko:

    schnelle Ausbreitung
    Netzlast
    Masseninfektion

Merksatz:

    Wurm verbreitet sich selbstständig.

---

**Trojaner**

Ein Trojaner tarnt sich als nützliches oder harmloses Programm,
enthält aber schädliche Funktionen.

Merksatz:

    Trojaner täuscht Nutzen vor.

---

**Ransomware**

Ransomware verschlüsselt oder sperrt Daten
und fordert häufig Lösegeld.

Betroffene Schutzziele:

    Verfügbarkeit

    bei Datenabfluss zusätzlich:

    Vertraulichkeit

Schutzmaßnahmen:

    Offline-Backup
    Immutable Backup
    Patchmanagement
    EDR
    Segmentierung
    Least Privilege
    Restore-Test

Merksatz:

    Ransomware betrifft vor allem Verfügbarkeit,
    bei Datenabfluss auch Vertraulichkeit.

---

**Spyware und Keylogger**

Spyware:

    spioniert Daten aus

Keylogger:

    zeichnet Tastatureingaben auf

Ziel:

    Passwörter
    Zugangsdaten
    vertrauliche Informationen

Merksatz:

    Spyware und Keylogger gefährden besonders Vertraulichkeit.

---

**Rootkit**

Ein Rootkit versteckt Schadsoftware oder Angreiferzugriff tief im System.

Ziel:

    Erkennung erschweren
    dauerhaften Zugriff sichern
    Spuren verbergen

Merksatz:

    Rootkit versteckt Kompromittierung.

---

**Botnet**

Ein Botnet besteht aus vielen kompromittierten Geräten,
die zentral gesteuert werden.

Nutzung:

    DDoS
    Spam
    Credential Stuffing
    Malware-Verteilung
    Kryptomining

Merksatz:

    Botnet = viele fremdgesteuerte kompromittierte Geräte.

---

**Phishing**

Phishing ist Täuschung,
um vertrauliche Daten zu erhalten.

Typische Ziele:

    Passwörter
    MFA-Codes
    Bankdaten
    Zugangsdaten
    interne Informationen

Kanäle:

    E-Mail
    SMS
    Messenger
    Telefon
    QR-Code
    gefälschte Webseiten

Merksatz:

    Phishing täuscht Benutzer zur Preisgabe von Daten.

---

**Spear Phishing**

Spear Phishing ist gezieltes Phishing gegen bestimmte Personen oder Organisationen.

Merkmale:

    persönlicher Bezug
    glaubwürdiger Absender
    Bezug auf echte Projekte
    gezielte Vorbereitung

Merksatz:

    Spear Phishing ist gezielter und oft glaubwürdiger.

---

**Whaling**

Whaling ist Phishing gegen besonders wichtige Personen.

Beispiele:

    Geschäftsführung
    Abteilungsleitung
    Administratoren
    Personen mit Zahlungsfreigaben

Merksatz:

    Whaling zielt auf große oder besonders wertvolle Ziele.

---

**Social Engineering**

Social Engineering nutzt menschliches Verhalten,
Vertrauen
oder Druck aus.

Beispiele:

    falscher IT-Support
    dringender Anruf vom angeblichen Chef
    gefälschter Lieferant
    Besucher ohne Berechtigung
    manipulierte E-Mail

Merksatz:

    Social Engineering greift Menschen an,
    nicht nur Technik.

---

**CEO-Fraud**

CEO-Fraud ist ein Betrug,
bei dem sich Angreifer als Geschäftsführung oder Vorgesetzte ausgeben.

Ziel:

    Zahlung auslösen
    vertrauliche Daten erhalten
    schnelle Entscheidung erzwingen

Merksatz:

    CEO-Fraud nutzt Autorität und Zeitdruck.

---

**Brute Force**

Brute Force bedeutet:

    systematisches Ausprobieren vieler Passwörter.

Schutzmaßnahmen:

    starke Passwörter
    Account Lockout
    Rate Limiting
    MFA
    Monitoring
    Passwortmanager

Merksatz:

    Brute Force probiert viele Möglichkeiten aus.

---

**Password Spraying**

Password Spraying bedeutet:

    ein häufiges Passwort wird gegen viele Konten getestet.

Beispiel:

    Winter2026!

gegen viele Benutzerkonten.

Ziel:

    Kontosperren vermeiden,
    weil pro Konto nur wenige Versuche stattfinden.

Merksatz:

    Password Spraying:
    ein Passwort,
    viele Konten.

---

**Credential Stuffing**

Credential Stuffing nutzt bereits geleakte Zugangsdaten.

Prinzip:

    Benutzer verwenden Passwörter oft mehrfach.

Angreifer testen:

    bekannte E-Mail-Passwort-Kombinationen
    bei anderen Diensten.

Schutzmaßnahmen:

    MFA
    Passwortmanager
    einzigartige Passwörter
    Leak-Prüfung
    Monitoring

Merksatz:

    Credential Stuffing nutzt wiederverwendete Passwörter.

---

**DoS**

DoS steht für:

    Denial of Service

Ziel:

    Dienst überlasten
    oder nicht mehr verfügbar machen

Betroffenes Schutzziel:

    Verfügbarkeit

Merksatz:

    DoS greift Verfügbarkeit an.

---

**DDoS**

DDoS steht für:

    Distributed Denial of Service

Unterschied zu DoS:

    Angriff kommt verteilt von vielen Systemen.

Häufig aus:

    Botnetzen

Schutzmaßnahmen:

    DDoS-Schutz
    CDN
    Rate Limiting
    Filterung
    Skalierung
    Provider-Schutz

Merksatz:

    DDoS = verteilter Angriff auf Verfügbarkeit.

---

**Man-in-the-Middle**

Man-in-the-Middle wird oft abgekürzt:

    MitM

Dabei sitzt der Angreifer zwischen zwei Kommunikationspartnern.

Ziele:

    mitlesen
    verändern
    umleiten
    Sitzung übernehmen

Schutzmaßnahmen:

    TLS
    Zertifikatsprüfung
    VPN
    HSTS
    sichere WLANs
    ARP-Schutz

Merksatz:

    MitM gefährdet Vertraulichkeit und Integrität.

---

**Spoofing**

Spoofing bedeutet:

    Identität,
    Adresse
    Absender
    oder Herkunft wird vorgetäuscht.

Beispiele:

    IP-Spoofing
    MAC-Spoofing
    DNS-Spoofing
    E-Mail-Spoofing
    ARP-Spoofing

Merksatz:

    Spoofing täuscht Herkunft oder Identität vor.

---

**ARP-Spoofing**

ARP-Spoofing manipuliert ARP-Zuordnungen im lokalen Netz.

Ziel:

    Datenverkehr umleiten
    Man-in-the-Middle ermöglichen
    Kommunikation stören

Schutzmaßnahmen:

    Dynamic ARP Inspection
    Netzwerksegmentierung
    Switch-Sicherheitsfunktionen
    Monitoring
    Verschlüsselung höherer Schichten

Merksatz:

    ARP-Spoofing betrifft lokale IPv4-Kommunikation.

---

**DNS-Spoofing**

DNS-Spoofing liefert falsche DNS-Antworten.

Ziel:

    Benutzer auf falsche Server umleiten

Risiken:

    Phishing
    Malware
    Credential Theft
    Man-in-the-Middle

Schutzmaßnahmen:

    DNSSEC je nach Einsatz
    vertrauenswürdige DNS-Server
    TLS-Zertifikatsprüfung
    Monitoring

Merksatz:

    DNS-Spoofing manipuliert Namensauflösung.

---

**SQL Injection**

SQL Injection bedeutet:

    Angreifer schleust SQL-Code in Eingaben ein.

Ziel:

    Daten auslesen
    Daten verändern
    Anmeldung umgehen
    Daten löschen

Schutzmaßnahmen:

    Prepared Statements
    Parametrisierung
    Eingabevalidierung
    Rechtebegrenzung der Datenbankkonten
    Web Application Firewall
    sichere Fehlerausgaben

Merksatz:

    SQL Injection betrifft unsichere Datenbankabfragen.

---

**XSS**

XSS steht für:

    Cross-Site Scripting

Dabei wird schädlicher Skriptcode in Webseiten eingeschleust,
der im Browser anderer Benutzer ausgeführt wird.

Ziele:

    Session stehlen
    Benutzeraktionen manipulieren
    Inhalte verändern
    Phishing innerhalb einer Webseite

Schutzmaßnahmen:

    Output Encoding
    Eingabevalidierung
    Content Security Policy
    HttpOnly-Cookies
    sichere Frameworks

Merksatz:

    XSS greift Benutzer im Browser an.

---

**CSRF**

CSRF steht für:

    Cross-Site Request Forgery

Dabei wird eine gültige Sitzung des Benutzers missbraucht,
um ungewollte Aktionen auszuführen.

Beispiel:

    Benutzer ist angemeldet.
    Angreifer bringt ihn dazu,
    eine Aktion im Hintergrund auszulösen.

Schutzmaßnahmen:

    CSRF-Token
    SameSite-Cookies
    erneute Bestätigung kritischer Aktionen
    Origin-Prüfung

Merksatz:

    CSRF missbraucht eine bestehende Sitzung.

---

**Zero-Day**

Ein Zero-Day ist eine Schwachstelle,
für die es noch keinen bekannten Patch gibt
oder die gerade erst bekannt wurde.

Risiko:

    hohe Gefahr,
    weil Schutzmaßnahmen noch nicht vollständig verfügbar sind.

Merksatz:

    Zero-Day = Schwachstelle ohne fertige Standardlösung.

---

**Supply-Chain-Angriff**

Ein Supply-Chain-Angriff zielt auf Lieferkette,
Softwareabhängigkeiten
oder Dienstleister.

Beispiele:

    kompromittiertes Update
    manipuliertes Paket
    unsicherer Dienstleisterzugang
    kompromittierte Bibliothek

Schutzmaßnahmen:

    Signaturprüfung
    SBOM
    Dependency-Scanning
    Lieferantenprüfung
    Least Privilege für Dienstleister
    Monitoring

Merksatz:

    Supply-Chain-Angriff kommt über Abhängigkeiten.

---

**Insider Threat**

Insider Threat bedeutet:

    Gefahr durch Personen innerhalb der Organisation
    oder mit berechtigtem Zugriff.

Beispiele:

    absichtlicher Datenabfluss
    fahrlässige Fehlkonfiguration
    Missbrauch von Adminrechten
    unbemerkter Zugriff nach Rollenwechsel

Schutzmaßnahmen:

    Least Privilege
    Rechteprüfung
    Vier-Augen-Prinzip
    Logging
    Trennung von Aufgaben
    Offboarding

Merksatz:

    Insider haben bereits Zugriff,
    deshalb sind Rechte und Logs wichtig.

---

**Technische Schutzmaßnahmen**

Beispiele:

    Firewall
    IDS
    IPS
    EDR
    Antivirus
    Verschlüsselung
    MFA
    Backup
    Netzwerksegmentierung
    Patchmanagement
    Hardening
    SIEM

Merksatz:

    Technische Maßnahmen wirken direkt auf Systeme und Daten.

---

**Organisatorische Schutzmaßnahmen**

Beispiele:

    Sicherheitsrichtlinien
    Berechtigungskonzept
    Notfallplan
    Change Management
    Vier-Augen-Prinzip
    Schulungskonzept
    Incident-Response-Prozess
    Rollen und Verantwortlichkeiten

Merksatz:

    Organisatorische Maßnahmen regeln Abläufe und Verantwortung.

---

**Personelle Schutzmaßnahmen**

Beispiele:

    Schulungen
    Awareness
    Rollenklärung
    Verpflichtung auf Vertraulichkeit
    Hintergrundprüfungen je nach Rolle
    Sensibilisierung für Phishing

Merksatz:

    Personelle Maßnahmen betreffen Menschen und Verhalten.

---

**Physische Schutzmaßnahmen**

Beispiele:

    Zutrittskontrolle
    Serverraum abschließen
    Brandmeldeanlage
    USV
    Klimatisierung
    Diebstahlschutz
    Videoüberwachung je nach Rechtslage

Merksatz:

    Physische Sicherheit schützt Räume,
    Geräte
    und Infrastruktur.

---

**Defense in Depth**

Defense in Depth bedeutet:

    Sicherheit durch mehrere Schutzschichten.

Beispiele:

    Firewall
    Segmentierung
    MFA
    EDR
    Logging
    Backup
    Schulung
    Patchmanagement

Merksatz:

    Nicht eine Maßnahme allein,
    sondern mehrere Schichten schützen besser.

---

**Least Privilege**

Least Privilege bedeutet:

    Benutzer,
    Dienste
    und Prozesse erhalten nur die Rechte,
    die sie wirklich benötigen.

Ziel:

    Schaden bei Fehlern oder Angriffen begrenzen.

Merksatz:

    So wenig Rechte wie möglich,
    so viele wie nötig.

---

**Zero Trust**

Zero Trust bedeutet:

    keinem Zugriff automatisch vertrauen.

Grundidee:

    Identität prüfen
    Gerät prüfen
    Kontext prüfen
    Zugriff begrenzen
    kontinuierlich überwachen

Merksatz:

    Zero Trust heißt:
    Vertrauen wird geprüft,
    nicht vorausgesetzt.

---

**MFA**

MFA steht für:

    Multi-Faktor-Authentifizierung

Dabei werden mehrere Faktoren kombiniert.

Faktoren:

    Wissen:
    Passwort

    Besitz:
    Token,
    Smartphone,
    Smartcard

    Sein:
    biometrisches Merkmal

Merksatz:

    MFA sorgt dafür,
    dass ein Passwort allein nicht reicht.

---

**IDS und IPS**

| System | Bedeutung | Aufgabe |
|---|---|---|
| IDS | Intrusion Detection System | erkennt und meldet Angriffe |
| IPS | Intrusion Prevention System | erkennt und blockiert Angriffe |

Merksatz:

    IDS meldet.
    IPS blockiert zusätzlich.

---

**EDR**

EDR steht für:

    Endpoint Detection and Response

Aufgabe:

    Endgeräte überwachen
    verdächtiges Verhalten erkennen
    Reaktion ermöglichen
    Angriffe analysieren

Merksatz:

    EDR schützt und überwacht Endgeräte.

---

**SIEM**

SIEM steht für:

    Security Information and Event Management

Aufgabe:

    Logs sammeln
    Sicherheitsereignisse korrelieren
    Alarme erzeugen
    Vorfälle analysieren
    Nachvollziehbarkeit verbessern

Merksatz:

    SIEM verbindet Sicherheitsereignisse aus vielen Quellen.

---

**Patchmanagement**

Patchmanagement sorgt dafür,
dass Sicherheitsupdates geplant,
getestet
und eingespielt werden.

Ziel:

    bekannte Schwachstellen schließen

Merksatz:

    Patchmanagement reduziert bekannte Risiken.

---

**Hardening**

Hardening bedeutet:

    Systeme sicherer konfigurieren,
    indem unnötige Funktionen entfernt oder eingeschränkt werden.

Beispiele:

    unnötige Dienste deaktivieren
    Standardpasswörter ändern
    sichere Protokolle verwenden
    unsichere Ports schließen
    Rechte begrenzen
    Logging aktivieren

Merksatz:

    Hardening verringert die Angriffsfläche.

---

**Backup als Sicherheitsmaßnahme**

Backup schützt besonders gegen:

    Datenverlust
    Ransomware
    Fehlkonfiguration
    versehentliche Löschung
    Hardwaredefekt

Wichtig:

    Restore-Test
    Offline-Backup
    Immutable Backup
    Zugriffsschutz
    Verschlüsselung

Merksatz:

    Backup ist Wiederherstellungsvorsorge.

---

**Angriffe und Schutzziele zuordnen**

| Angriff | Betroffenes Schutzziel |
|---|---|
| Datenabfluss | Vertraulichkeit |
| Manipulation | Integrität |
| DDoS | Verfügbarkeit |
| Ransomware | Verfügbarkeit, eventuell Vertraulichkeit |
| Man-in-the-Middle | Vertraulichkeit und Integrität |
| Phishing | Authentizität, Vertraulichkeit |
| Spoofing | Authentizität |
| Logmanipulation | Integrität und Nachvollziehbarkeit |

Merksatz:

    Erst Schutzziel erkennen,
    dann passende Maßnahme nennen.

---

**Risiko und Maßnahme zuordnen**

| Risiko | passende Maßnahme |
|---|---|
| gestohlenes Passwort | MFA |
| zu viele Rechte | Least Privilege |
| Malware | EDR, Patchmanagement |
| Ransomware | Backup, Segmentierung, Immutable Backup |
| DDoS | DDoS-Schutz, CDN, Rate Limiting |
| Datenabfluss | Verschlüsselung, DLP, Rechtekonzept |
| unsichere Freigaben | Rechteprüfung, Ablaufdatum, Logging |
| Fehlkonfiguration | Change Management, Vier-Augen-Prinzip |
| unklare Sicherheitsvorfälle | Logging, SIEM, Monitoring |
| Phishing | Awareness, Mailfilter, MFA |

Merksatz:

    Maßnahme muss direkt zum Risiko passen.

---

**Typische Prüfungsfallen**

    Vertraulichkeit,
    Integrität
    und Verfügbarkeit verwechseln.

    Schwachstelle,
    Bedrohung
    und Risiko gleichsetzen.

    Phishing nur als technisches Problem sehen.

    Ransomware nur als Vertraulichkeitsproblem sehen.

    DDoS nicht der Verfügbarkeit zuordnen.

    IDS und IPS verwechseln.

    MFA als Ersatz für Rechtekonzept verstehen.

    Backup als Schutz vor Angriff statt Wiederherstellungsvorsorge beschreiben.

    Zero Trust als einzelnes Produkt verstehen.

    Hardening und Patchmanagement verwechseln.

    Brute Force und Credential Stuffing verwechseln.

Merksatz:

    Sicherheitsaufgaben prüfen oft saubere Begriffsabgrenzung.

---

**Typische IHK-Fragen**

In AP1 und AP2 kann zum Beispiel gefragt werden:

    - Was bedeutet Vertraulichkeit?
    - Was bedeutet Integrität?
    - Was bedeutet Verfügbarkeit?
    - Was ist der Unterschied zwischen Schwachstelle,
      Bedrohung
      und Risiko?
    - Was ist Malware?
    - Was ist Ransomware?
    - Was ist Phishing?
    - Was ist Social Engineering?
    - Was ist ein DDoS-Angriff?
    - Was ist Man-in-the-Middle?
    - Was ist Spoofing?
    - Was ist SQL Injection?
    - Was ist XSS?
    - Was ist CSRF?
    - Was ist MFA?
    - Was ist Least Privilege?
    - Was ist der Unterschied zwischen IDS und IPS?
    - Was ist SIEM?
    - Was ist Hardening?
    - Warum ist Backup bei Ransomware wichtig?

---

**IHK-sichere Kurzformulierung**

Informationssicherheit schützt die Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Vertraulichkeit schützt vor unberechtigtem Lesen, Integrität vor unbemerkter Veränderung und Verfügbarkeit vor Ausfall oder Nichtnutzbarkeit. Eine Schwachstelle ist eine ausnutzbare Lücke, eine Bedrohung ein mögliches schädliches Ereignis und ein Risiko die bewertete Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung. Typische Angriffe sind Malware, Ransomware, Phishing, Social Engineering, DDoS, Man-in-the-Middle, Spoofing, SQL Injection, XSS und CSRF. Passende Schutzmaßnahmen sind unter anderem MFA, Least Privilege, Patchmanagement, Hardening, Firewall, IDS, IPS, EDR, SIEM, Backup, Segmentierung und Schulung.

---

**Merksätze**

    Sicherheit schützt Schutzziele.

    CIA bedeutet Vertraulichkeit,
    Integrität
    und Verfügbarkeit.

    Vertraulichkeit schützt vor Mitlesen.

    Integrität schützt vor Manipulation.

    Verfügbarkeit schützt Nutzbarkeit.

    Authentizität schützt Echtheit.

    Nichtabstreitbarkeit macht Handlungen nachweisbar.

    Schwachstelle ist die Lücke.

    Bedrohung ist das mögliche Ereignis.

    Risiko ist die bewertete Gefahr.

    Maßnahme reduziert Risiko.

    Malware ist Schadsoftware.

    Virus braucht meist eine Wirtsdatei.

    Wurm verbreitet sich selbstständig.

    Trojaner täuscht Nutzen vor.

    Ransomware verschlüsselt oder sperrt Daten.

    Phishing täuscht Benutzer.

    Social Engineering greift Menschen an.

    Brute Force probiert viele Passwörter.

    Password Spraying:
    ein Passwort,
    viele Konten.

    Credential Stuffing nutzt geleakte Zugangsdaten.

    DoS greift Verfügbarkeit an.

    DDoS ist verteilter DoS.

    MitM sitzt zwischen Kommunikationspartnern.

    Spoofing täuscht Identität oder Herkunft vor.

    SQL Injection betrifft Datenbankabfragen.

    XSS betrifft Browser anderer Benutzer.

    CSRF missbraucht eine gültige Sitzung.

    Zero-Day ist eine neue oder ungepatchte Schwachstelle.

    Supply-Chain-Angriff kommt über Abhängigkeiten.

    Insider Threat kommt von innen oder mit berechtigtem Zugriff.

    MFA schützt gegen Passwortmissbrauch.

    Least Privilege begrenzt Rechte.

    IDS meldet.

    IPS blockiert zusätzlich.

    EDR schützt Endgeräte.

    SIEM korreliert Sicherheitsereignisse.

    Patchmanagement schließt bekannte Lücken.

    Hardening verringert Angriffsfläche.

    Backup ist Wiederherstellungsvorsorge.

    Defense in Depth nutzt mehrere Schutzschichten.

    Zero Trust prüft Vertrauen kontinuierlich.

    Maßnahme muss zum Risiko passen.