19.8 Sicherheitsbegriffe und Angriffe Spickzettel Dieser Spickzettel fasst wichtige Begriffe der IT-Sicherheit und typische Angriffe kompakt zusammen. Er ist besonders wichtig für: - Prüfungsaufgaben zur Informationssicherheit - Angriffsszenarien - Schutzmaßnahmen - Risikoanalyse - Sicherheitskonzepte - Fehlersuche bei Sicherheitsvorfällen Merksatz: Sicherheit bedeutet: Risiken erkennen, Schutzziele verstehen und passende Maßnahmen auswählen. Grundidee der Informationssicherheit Informationssicherheit schützt Informationen und IT-Systeme vor: unberechtigtem Zugriff Manipulation Ausfall Missbrauch Datenverlust Täuschung Sabotage Merksatz: Informationssicherheit schützt Daten, Systeme Prozesse und Zugriffe. Die drei wichtigsten Schutzziele Die wichtigsten Schutzziele werden oft als CIA-Triade bezeichnet. Schutzziel Bedeutung Beispielverletzung Vertraulichkeit Schutz vor unberechtigtem Lesen Kundendaten werden gestohlen Integrität Schutz vor unbemerkter Veränderung Konfiguration wird manipuliert Verfügbarkeit Systeme und Daten sind nutzbar Server ist durch DDoS nicht erreichbar Merksatz: CIA = Confidentiality, Integrity, Availability. Auf Deutsch: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit. Vertraulichkeit Vertraulichkeit bedeutet: Informationen dürfen nur von berechtigten Personen, Systemen oder Prozessen gelesen werden. Beispiele für Verletzungen: Datenabfluss unberechtigter Zugriff mitgelesene Passwörter verlorener Laptop ohne Verschlüsselung falsch freigegebener Cloud-Ordner Schutzmaßnahmen: Verschlüsselung Rechtekonzept MFA Zugriffskontrolle DLP sichere Freigaben Merksatz: Vertraulichkeit schützt vor unberechtigtem Mitlesen. Integrität Integrität bedeutet: Daten dürfen nicht unbemerkt verändert werden. Beispiele für Verletzungen: manipulierte Konfigurationsdatei veränderte Überweisung geänderte Logdatei manipuliertes Softwarepaket beschädigte Datenbank Schutzmaßnahmen: Hashwerte digitale Signaturen Rechtebegrenzung Versionskontrolle Logging Vier-Augen-Prinzip Merksatz: Integrität schützt vor unbemerkter Veränderung. Verfügbarkeit Verfügbarkeit bedeutet: Systeme, Dienste und Daten stehen bei Bedarf zur Verfügung. Beispiele für Verletzungen: Serverausfall DDoS-Angriff Ransomware Stromausfall defekte Festplatte Netzwerkstörung Schutzmaßnahmen: Redundanz Backup Monitoring Patchmanagement DDoS-Schutz Notfallplan Merksatz: Verfügbarkeit schützt die Nutzbarkeit. Weitere Schutzziele Schutzziel Bedeutung Authentizität Echtheit einer Identität oder Nachricht Nichtabstreitbarkeit Handlung kann später nicht glaubhaft bestritten werden Nachvollziehbarkeit Ereignisse können geprüft und rekonstruiert werden Zurechenbarkeit Aktionen können einer Identität zugeordnet werden Merksatz: Authentizität fragt: Ist es echt? Nichtabstreitbarkeit fragt: Kann die Handlung nachgewiesen werden? Authentizität Authentizität bedeutet: Echtheit einer Identität, Nachricht oder Quelle. Beispiele: Ist der Server wirklich der richtige Server? Ist die E-Mail wirklich vom angegebenen Absender? Ist der Benutzer wirklich die angemeldete Person? Schutzmaßnahmen: Zertifikate digitale Signaturen MFA sichere Authentifizierung DNSSEC je nach Einsatz Merksatz: Authentizität schützt vor Täuschung über Identität oder Herkunft. Nichtabstreitbarkeit Nichtabstreitbarkeit bedeutet: Eine Handlung kann später nicht glaubhaft abgestritten werden. Beispiele: digitale Signatur revisionssichere Logs protokollierte Freigaben signierte Dokumente Merksatz: Nichtabstreitbarkeit macht Handlungen nachweisbar. Schwachstelle, Bedrohung und Risiko Begriff Bedeutung Beispiel Schwachstelle ausnutzbare Lücke ungepatchter Server Bedrohung mögliches schädliches Ereignis Angreifer nutzt Lücke aus Risiko Wahrscheinlichkeit und Auswirkung Datenverlust durch Angriff Maßnahme reduziert Risiko Patch installieren Merksatz: Schwachstelle ist die Lücke. Bedrohung ist das mögliche Ereignis. Risiko ist die bewertete Gefahr. Angriff Ein Angriff ist der Versuch, eine Schwachstelle auszunutzen oder ein Schutzziel zu verletzen. Beispiele: Passwortangriff Malware-Infektion Phishing DDoS SQL Injection Man-in-the-Middle Merksatz: Angriff = aktiver Versuch, Schaden oder unberechtigten Zugriff zu erreichen. Malware Malware bedeutet: Schadsoftware Beispiele: Virus Wurm Trojaner Ransomware Spyware Keylogger Rootkit Botnet-Client Merksatz: Malware ist der Oberbegriff für Schadsoftware. Virus Ein Virus hängt sich an Dateien oder Programme an und verbreitet sich, wenn diese ausgeführt oder weitergegeben werden. Merksatz: Virus braucht meist eine Wirtsdatei oder Aktion zur Verbreitung. Wurm Ein Wurm verbreitet sich selbstständig über Netzwerke, ohne zwingend eine Wirtsdatei zu benötigen. Risiko: schnelle Ausbreitung Netzlast Masseninfektion Merksatz: Wurm verbreitet sich selbstständig. Trojaner Ein Trojaner tarnt sich als nützliches oder harmloses Programm, enthält aber schädliche Funktionen. Merksatz: Trojaner täuscht Nutzen vor. Ransomware Ransomware verschlüsselt oder sperrt Daten und fordert häufig Lösegeld. Betroffene Schutzziele: Verfügbarkeit bei Datenabfluss zusätzlich: Vertraulichkeit Schutzmaßnahmen: Offline-Backup Immutable Backup Patchmanagement EDR Segmentierung Least Privilege Restore-Test Merksatz: Ransomware betrifft vor allem Verfügbarkeit, bei Datenabfluss auch Vertraulichkeit. Spyware und Keylogger Spyware: spioniert Daten aus Keylogger: zeichnet Tastatureingaben auf Ziel: Passwörter Zugangsdaten vertrauliche Informationen Merksatz: Spyware und Keylogger gefährden besonders Vertraulichkeit. Rootkit Ein Rootkit versteckt Schadsoftware oder Angreiferzugriff tief im System. Ziel: Erkennung erschweren dauerhaften Zugriff sichern Spuren verbergen Merksatz: Rootkit versteckt Kompromittierung. Botnet Ein Botnet besteht aus vielen kompromittierten Geräten, die zentral gesteuert werden. Nutzung: DDoS Spam Credential Stuffing Malware-Verteilung Kryptomining Merksatz: Botnet = viele fremdgesteuerte kompromittierte Geräte. Phishing Phishing ist Täuschung, um vertrauliche Daten zu erhalten. Typische Ziele: Passwörter MFA-Codes Bankdaten Zugangsdaten interne Informationen Kanäle: E-Mail SMS Messenger Telefon QR-Code gefälschte Webseiten Merksatz: Phishing täuscht Benutzer zur Preisgabe von Daten. Spear Phishing Spear Phishing ist gezieltes Phishing gegen bestimmte Personen oder Organisationen. Merkmale: persönlicher Bezug glaubwürdiger Absender Bezug auf echte Projekte gezielte Vorbereitung Merksatz: Spear Phishing ist gezielter und oft glaubwürdiger. Whaling Whaling ist Phishing gegen besonders wichtige Personen. Beispiele: Geschäftsführung Abteilungsleitung Administratoren Personen mit Zahlungsfreigaben Merksatz: Whaling zielt auf große oder besonders wertvolle Ziele. Social Engineering Social Engineering nutzt menschliches Verhalten, Vertrauen oder Druck aus. Beispiele: falscher IT-Support dringender Anruf vom angeblichen Chef gefälschter Lieferant Besucher ohne Berechtigung manipulierte E-Mail Merksatz: Social Engineering greift Menschen an, nicht nur Technik. CEO-Fraud CEO-Fraud ist ein Betrug, bei dem sich Angreifer als Geschäftsführung oder Vorgesetzte ausgeben. Ziel: Zahlung auslösen vertrauliche Daten erhalten schnelle Entscheidung erzwingen Merksatz: CEO-Fraud nutzt Autorität und Zeitdruck. Brute Force Brute Force bedeutet: systematisches Ausprobieren vieler Passwörter. Schutzmaßnahmen: starke Passwörter Account Lockout Rate Limiting MFA Monitoring Passwortmanager Merksatz: Brute Force probiert viele Möglichkeiten aus. Password Spraying Password Spraying bedeutet: ein häufiges Passwort wird gegen viele Konten getestet. Beispiel: Winter2026! gegen viele Benutzerkonten. Ziel: Kontosperren vermeiden, weil pro Konto nur wenige Versuche stattfinden. Merksatz: Password Spraying: ein Passwort, viele Konten. Credential Stuffing Credential Stuffing nutzt bereits geleakte Zugangsdaten. Prinzip: Benutzer verwenden Passwörter oft mehrfach. Angreifer testen: bekannte E-Mail-Passwort-Kombinationen bei anderen Diensten. Schutzmaßnahmen: MFA Passwortmanager einzigartige Passwörter Leak-Prüfung Monitoring Merksatz: Credential Stuffing nutzt wiederverwendete Passwörter. DoS DoS steht für: Denial of Service Ziel: Dienst überlasten oder nicht mehr verfügbar machen Betroffenes Schutzziel: Verfügbarkeit Merksatz: DoS greift Verfügbarkeit an. DDoS DDoS steht für: Distributed Denial of Service Unterschied zu DoS: Angriff kommt verteilt von vielen Systemen. Häufig aus: Botnetzen Schutzmaßnahmen: DDoS-Schutz CDN Rate Limiting Filterung Skalierung Provider-Schutz Merksatz: DDoS = verteilter Angriff auf Verfügbarkeit. Man-in-the-Middle Man-in-the-Middle wird oft abgekürzt: MitM Dabei sitzt der Angreifer zwischen zwei Kommunikationspartnern. Ziele: mitlesen verändern umleiten Sitzung übernehmen Schutzmaßnahmen: TLS Zertifikatsprüfung VPN HSTS sichere WLANs ARP-Schutz Merksatz: MitM gefährdet Vertraulichkeit und Integrität. Spoofing Spoofing bedeutet: Identität, Adresse Absender oder Herkunft wird vorgetäuscht. Beispiele: IP-Spoofing MAC-Spoofing DNS-Spoofing E-Mail-Spoofing ARP-Spoofing Merksatz: Spoofing täuscht Herkunft oder Identität vor. ARP-Spoofing ARP-Spoofing manipuliert ARP-Zuordnungen im lokalen Netz. Ziel: Datenverkehr umleiten Man-in-the-Middle ermöglichen Kommunikation stören Schutzmaßnahmen: Dynamic ARP Inspection Netzwerksegmentierung Switch-Sicherheitsfunktionen Monitoring Verschlüsselung höherer Schichten Merksatz: ARP-Spoofing betrifft lokale IPv4-Kommunikation. DNS-Spoofing DNS-Spoofing liefert falsche DNS-Antworten. Ziel: Benutzer auf falsche Server umleiten Risiken: Phishing Malware Credential Theft Man-in-the-Middle Schutzmaßnahmen: DNSSEC je nach Einsatz vertrauenswürdige DNS-Server TLS-Zertifikatsprüfung Monitoring Merksatz: DNS-Spoofing manipuliert Namensauflösung. SQL Injection SQL Injection bedeutet: Angreifer schleust SQL-Code in Eingaben ein. Ziel: Daten auslesen Daten verändern Anmeldung umgehen Daten löschen Schutzmaßnahmen: Prepared Statements Parametrisierung Eingabevalidierung Rechtebegrenzung der Datenbankkonten Web Application Firewall sichere Fehlerausgaben Merksatz: SQL Injection betrifft unsichere Datenbankabfragen. XSS XSS steht für: Cross-Site Scripting Dabei wird schädlicher Skriptcode in Webseiten eingeschleust, der im Browser anderer Benutzer ausgeführt wird. Ziele: Session stehlen Benutzeraktionen manipulieren Inhalte verändern Phishing innerhalb einer Webseite Schutzmaßnahmen: Output Encoding Eingabevalidierung Content Security Policy HttpOnly-Cookies sichere Frameworks Merksatz: XSS greift Benutzer im Browser an. CSRF CSRF steht für: Cross-Site Request Forgery Dabei wird eine gültige Sitzung des Benutzers missbraucht, um ungewollte Aktionen auszuführen. Beispiel: Benutzer ist angemeldet. Angreifer bringt ihn dazu, eine Aktion im Hintergrund auszulösen. Schutzmaßnahmen: CSRF-Token SameSite-Cookies erneute Bestätigung kritischer Aktionen Origin-Prüfung Merksatz: CSRF missbraucht eine bestehende Sitzung. Zero-Day Ein Zero-Day ist eine Schwachstelle, für die es noch keinen bekannten Patch gibt oder die gerade erst bekannt wurde. Risiko: hohe Gefahr, weil Schutzmaßnahmen noch nicht vollständig verfügbar sind. Merksatz: Zero-Day = Schwachstelle ohne fertige Standardlösung. Supply-Chain-Angriff Ein Supply-Chain-Angriff zielt auf Lieferkette, Softwareabhängigkeiten oder Dienstleister. Beispiele: kompromittiertes Update manipuliertes Paket unsicherer Dienstleisterzugang kompromittierte Bibliothek Schutzmaßnahmen: Signaturprüfung SBOM Dependency-Scanning Lieferantenprüfung Least Privilege für Dienstleister Monitoring Merksatz: Supply-Chain-Angriff kommt über Abhängigkeiten. Insider Threat Insider Threat bedeutet: Gefahr durch Personen innerhalb der Organisation oder mit berechtigtem Zugriff. Beispiele: absichtlicher Datenabfluss fahrlässige Fehlkonfiguration Missbrauch von Adminrechten unbemerkter Zugriff nach Rollenwechsel Schutzmaßnahmen: Least Privilege Rechteprüfung Vier-Augen-Prinzip Logging Trennung von Aufgaben Offboarding Merksatz: Insider haben bereits Zugriff, deshalb sind Rechte und Logs wichtig. Technische Schutzmaßnahmen Beispiele: Firewall IDS IPS EDR Antivirus Verschlüsselung MFA Backup Netzwerksegmentierung Patchmanagement Hardening SIEM Merksatz: Technische Maßnahmen wirken direkt auf Systeme und Daten. Organisatorische Schutzmaßnahmen Beispiele: Sicherheitsrichtlinien Berechtigungskonzept Notfallplan Change Management Vier-Augen-Prinzip Schulungskonzept Incident-Response-Prozess Rollen und Verantwortlichkeiten Merksatz: Organisatorische Maßnahmen regeln Abläufe und Verantwortung. Personelle Schutzmaßnahmen Beispiele: Schulungen Awareness Rollenklärung Verpflichtung auf Vertraulichkeit Hintergrundprüfungen je nach Rolle Sensibilisierung für Phishing Merksatz: Personelle Maßnahmen betreffen Menschen und Verhalten. Physische Schutzmaßnahmen Beispiele: Zutrittskontrolle Serverraum abschließen Brandmeldeanlage USV Klimatisierung Diebstahlschutz Videoüberwachung je nach Rechtslage Merksatz: Physische Sicherheit schützt Räume, Geräte und Infrastruktur. Defense in Depth Defense in Depth bedeutet: Sicherheit durch mehrere Schutzschichten. Beispiele: Firewall Segmentierung MFA EDR Logging Backup Schulung Patchmanagement Merksatz: Nicht eine Maßnahme allein, sondern mehrere Schichten schützen besser. Least Privilege Least Privilege bedeutet: Benutzer, Dienste und Prozesse erhalten nur die Rechte, die sie wirklich benötigen. Ziel: Schaden bei Fehlern oder Angriffen begrenzen. Merksatz: So wenig Rechte wie möglich, so viele wie nötig. Zero Trust Zero Trust bedeutet: keinem Zugriff automatisch vertrauen. Grundidee: Identität prüfen Gerät prüfen Kontext prüfen Zugriff begrenzen kontinuierlich überwachen Merksatz: Zero Trust heißt: Vertrauen wird geprüft, nicht vorausgesetzt. MFA MFA steht für: Multi-Faktor-Authentifizierung Dabei werden mehrere Faktoren kombiniert. Faktoren: Wissen: Passwort Besitz: Token, Smartphone, Smartcard Sein: biometrisches Merkmal Merksatz: MFA sorgt dafür, dass ein Passwort allein nicht reicht. IDS und IPS System Bedeutung Aufgabe IDS Intrusion Detection System erkennt und meldet Angriffe IPS Intrusion Prevention System erkennt und blockiert Angriffe Merksatz: IDS meldet. IPS blockiert zusätzlich. EDR EDR steht für: Endpoint Detection and Response Aufgabe: Endgeräte überwachen verdächtiges Verhalten erkennen Reaktion ermöglichen Angriffe analysieren Merksatz: EDR schützt und überwacht Endgeräte. SIEM SIEM steht für: Security Information and Event Management Aufgabe: Logs sammeln Sicherheitsereignisse korrelieren Alarme erzeugen Vorfälle analysieren Nachvollziehbarkeit verbessern Merksatz: SIEM verbindet Sicherheitsereignisse aus vielen Quellen. Patchmanagement Patchmanagement sorgt dafür, dass Sicherheitsupdates geplant, getestet und eingespielt werden. Ziel: bekannte Schwachstellen schließen Merksatz: Patchmanagement reduziert bekannte Risiken. Hardening Hardening bedeutet: Systeme sicherer konfigurieren, indem unnötige Funktionen entfernt oder eingeschränkt werden. Beispiele: unnötige Dienste deaktivieren Standardpasswörter ändern sichere Protokolle verwenden unsichere Ports schließen Rechte begrenzen Logging aktivieren Merksatz: Hardening verringert die Angriffsfläche. Backup als Sicherheitsmaßnahme Backup schützt besonders gegen: Datenverlust Ransomware Fehlkonfiguration versehentliche Löschung Hardwaredefekt Wichtig: Restore-Test Offline-Backup Immutable Backup Zugriffsschutz Verschlüsselung Merksatz: Backup ist Wiederherstellungsvorsorge. Angriffe und Schutzziele zuordnen Angriff Betroffenes Schutzziel Datenabfluss Vertraulichkeit Manipulation Integrität DDoS Verfügbarkeit Ransomware Verfügbarkeit, eventuell Vertraulichkeit Man-in-the-Middle Vertraulichkeit und Integrität Phishing Authentizität, Vertraulichkeit Spoofing Authentizität Logmanipulation Integrität und Nachvollziehbarkeit Merksatz: Erst Schutzziel erkennen, dann passende Maßnahme nennen. Risiko und Maßnahme zuordnen Risiko passende Maßnahme gestohlenes Passwort MFA zu viele Rechte Least Privilege Malware EDR, Patchmanagement Ransomware Backup, Segmentierung, Immutable Backup DDoS DDoS-Schutz, CDN, Rate Limiting Datenabfluss Verschlüsselung, DLP, Rechtekonzept unsichere Freigaben Rechteprüfung, Ablaufdatum, Logging Fehlkonfiguration Change Management, Vier-Augen-Prinzip unklare Sicherheitsvorfälle Logging, SIEM, Monitoring Phishing Awareness, Mailfilter, MFA Merksatz: Maßnahme muss direkt zum Risiko passen. Typische Prüfungsfallen Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit verwechseln. Schwachstelle, Bedrohung und Risiko gleichsetzen. Phishing nur als technisches Problem sehen. Ransomware nur als Vertraulichkeitsproblem sehen. DDoS nicht der Verfügbarkeit zuordnen. IDS und IPS verwechseln. MFA als Ersatz für Rechtekonzept verstehen. Backup als Schutz vor Angriff statt Wiederherstellungsvorsorge beschreiben. Zero Trust als einzelnes Produkt verstehen. Hardening und Patchmanagement verwechseln. Brute Force und Credential Stuffing verwechseln. Merksatz: Sicherheitsaufgaben prüfen oft saubere Begriffsabgrenzung. Typische IHK-Fragen In AP1 und AP2 kann zum Beispiel gefragt werden: - Was bedeutet Vertraulichkeit? - Was bedeutet Integrität? - Was bedeutet Verfügbarkeit? - Was ist der Unterschied zwischen Schwachstelle, Bedrohung und Risiko? - Was ist Malware? - Was ist Ransomware? - Was ist Phishing? - Was ist Social Engineering? - Was ist ein DDoS-Angriff? - Was ist Man-in-the-Middle? - Was ist Spoofing? - Was ist SQL Injection? - Was ist XSS? - Was ist CSRF? - Was ist MFA? - Was ist Least Privilege? - Was ist der Unterschied zwischen IDS und IPS? - Was ist SIEM? - Was ist Hardening? - Warum ist Backup bei Ransomware wichtig? IHK-sichere Kurzformulierung Informationssicherheit schützt die Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Vertraulichkeit schützt vor unberechtigtem Lesen, Integrität vor unbemerkter Veränderung und Verfügbarkeit vor Ausfall oder Nichtnutzbarkeit. Eine Schwachstelle ist eine ausnutzbare Lücke, eine Bedrohung ein mögliches schädliches Ereignis und ein Risiko die bewertete Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung. Typische Angriffe sind Malware, Ransomware, Phishing, Social Engineering, DDoS, Man-in-the-Middle, Spoofing, SQL Injection, XSS und CSRF. Passende Schutzmaßnahmen sind unter anderem MFA, Least Privilege, Patchmanagement, Hardening, Firewall, IDS, IPS, EDR, SIEM, Backup, Segmentierung und Schulung. Merksätze Sicherheit schützt Schutzziele. CIA bedeutet Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Vertraulichkeit schützt vor Mitlesen. Integrität schützt vor Manipulation. Verfügbarkeit schützt Nutzbarkeit. Authentizität schützt Echtheit. Nichtabstreitbarkeit macht Handlungen nachweisbar. Schwachstelle ist die Lücke. Bedrohung ist das mögliche Ereignis. Risiko ist die bewertete Gefahr. Maßnahme reduziert Risiko. Malware ist Schadsoftware. Virus braucht meist eine Wirtsdatei. Wurm verbreitet sich selbstständig. Trojaner täuscht Nutzen vor. Ransomware verschlüsselt oder sperrt Daten. Phishing täuscht Benutzer. Social Engineering greift Menschen an. Brute Force probiert viele Passwörter. Password Spraying: ein Passwort, viele Konten. Credential Stuffing nutzt geleakte Zugangsdaten. DoS greift Verfügbarkeit an. DDoS ist verteilter DoS. MitM sitzt zwischen Kommunikationspartnern. Spoofing täuscht Identität oder Herkunft vor. SQL Injection betrifft Datenbankabfragen. XSS betrifft Browser anderer Benutzer. CSRF missbraucht eine gültige Sitzung. Zero-Day ist eine neue oder ungepatchte Schwachstelle. Supply-Chain-Angriff kommt über Abhängigkeiten. Insider Threat kommt von innen oder mit berechtigtem Zugriff. MFA schützt gegen Passwortmissbrauch. Least Privilege begrenzt Rechte. IDS meldet. IPS blockiert zusätzlich. EDR schützt Endgeräte. SIEM korreliert Sicherheitsereignisse. Patchmanagement schließt bekannte Lücken. Hardening verringert Angriffsfläche. Backup ist Wiederherstellungsvorsorge. Defense in Depth nutzt mehrere Schutzschichten. Zero Trust prüft Vertrauen kontinuierlich. Maßnahme muss zum Risiko passen.