# 19.9 Backup, Restore, RPO und RTO Spickzettel

Dieser Spickzettel fasst die wichtigsten Begriffe rund um Datensicherung,
Wiederherstellung
und Notfallplanung kompakt zusammen.

Er ist besonders wichtig für:

    - Backup-Konzepte
    - Restore-Aufgaben
    - Ransomware-Schutz
    - Notfallplanung
    - Verfügbarkeitsanforderungen
    - Prüfungsfragen zu RPO und RTO

Merksatz:

    Backup ist die Sicherung.
    Restore ist die Wiederherstellung.

---

**Grundübersicht**

| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Backup | Sicherung von Daten, Systemen oder Konfigurationen |
| Restore | Wiederherstellung aus einer Sicherung |
| RPO | maximal akzeptabler Datenverlust |
| RTO | maximal akzeptable Wiederherstellungszeit |
| Retention | Aufbewahrungsregel für Backups |
| Restore-Test | Prüfung, ob Wiederherstellung funktioniert |
| 3-2-1-Regel | Grundregel für mehrere Backup-Kopien |
| Immutable Backup | unveränderliches Backup |
| Offline-Backup | nicht dauerhaft verbundenes Backup |

Merksatz:

    Ein Backup ist nur dann wertvoll,
    wenn der Restore funktioniert.

---

**Backup kurz erklärt**

Backup bedeutet:

    Daten,
    Systeme,
    Anwendungen
    oder Konfigurationen werden gesichert,
    damit sie später wiederhergestellt werden können.

Typische Sicherungsobjekte:

    Dateien
    Datenbanken
    virtuelle Maschinen
    Server
    Konfigurationen
    Benutzerprofile
    Cloud-Daten
    Anwendungen
    Systemeinstellungen

Merksatz:

    Backup schützt nicht direkt vor Fehlern,
    aber ermöglicht Wiederherstellung.

---

**Restore kurz erklärt**

Restore bedeutet:

    Wiederherstellung von Daten,
    Systemen
    oder Konfigurationen aus einem Backup.

Beispiele:

    gelöschte Datei wiederherstellen

    Datenbank auf früheren Zustand zurücksetzen

    Server nach Defekt wiederherstellen

    Konfiguration nach Fehler zurückspielen

Merksatz:

    Restore ist der eigentliche Beweis,
    dass ein Backup brauchbar ist.

---

**Backup und Restore unterscheiden**

| Begriff | Frage | Ziel |
|---|---|---|
| Backup | Was wird gesichert? | Datenverlust vorbeugen |
| Restore | Wie wird wiederhergestellt? | Betrieb wiederherstellen |

Merksatz:

    Backup ist Vorbereitung.
    Restore ist Wiederherstellung im Ernstfall.

---

**Warum Restore-Tests wichtig sind**

Ein Restore-Test prüft,
ob ein Backup wirklich nutzbar ist.

Zu prüfen:

    Daten vollständig?
    Dateien lesbar?
    Datenbank konsistent?
    Anwendung startet?
    Rechte korrekt?
    Schlüssel vorhanden?
    Wiederherstellungszeit akzeptabel?
    Dokumentation korrekt?

Merksatz:

    Backup ohne Restore-Test ist unsicher.

---

**Typische Backup-Arten**

| Backup-Art | Bedeutung | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|---|
| Vollbackup | sichert alle ausgewählten Daten | einfache Wiederherstellung | viel Speicher und Zeit |
| inkrementelles Backup | sichert Änderungen seit letztem Backup | schnell, wenig Speicher | Restore braucht Backup-Kette |
| differenzielles Backup | sichert Änderungen seit letztem Vollbackup | Restore einfacher als inkrementell | wächst bis zum nächsten Vollbackup |
| Snapshot | Momentaufnahme | schnelle Rückkehr möglich | ersetzt kein vollständiges Backup |
| Image-Backup | vollständiges Systemabbild | komplettes System wiederherstellbar | größerer Speicherbedarf |
| dateibasiertes Backup | ausgewählte Dateien und Ordner | gezielt und flexibel | kein komplettes Systemabbild |

Merksatz:

    Backup-Art nach Wiederherstellungsziel auswählen.

---

**Vollbackup**

Ein Vollbackup sichert alle ausgewählten Daten vollständig.

Vorteile:

    einfache Wiederherstellung
    weniger Abhängigkeiten
    vollständiger Sicherungsstand

Nachteile:

    benötigt viel Speicherplatz
    dauert länger
    erzeugt mehr Last

Merksatz:

    Vollbackup sichert alles,
    braucht aber mehr Speicher und Zeit.

---

**Inkrementelles Backup**

Ein inkrementelles Backup sichert nur Änderungen seit dem letzten Backup.

Das letzte Backup kann sein:

    Vollbackup

    oder

    inkrementelles Backup

Vorteile:

    schnell
    spart Speicherplatz

Nachteile:

    Wiederherstellung braucht mehrere Sicherungen
    Backup-Kette darf nicht beschädigt sein

Merksatz:

    Inkrementell = Änderungen seit letztem Backup.

---

**Differenzielles Backup**

Ein differenzielles Backup sichert Änderungen seit dem letzten Vollbackup.

Vorteile:

    Restore einfacher als bei langer inkrementeller Kette
    weniger Speicher als tägliches Vollbackup

Nachteile:

    wird bis zum nächsten Vollbackup immer größer

Merksatz:

    Differenziell = Änderungen seit letztem Vollbackup.

---

**Snapshot**

Ein Snapshot ist eine Momentaufnahme eines Systems,
Datenträgers,
Dateisystems
oder einer virtuellen Maschine.

Typische Nutzung:

    vor Updates
    vor Konfigurationsänderungen
    vor Tests
    vor Softwareinstallationen

Wichtig:

    Snapshot ist nicht automatisch ein vollwertiges Backup.

Merksatz:

    Snapshot hilft bei schneller Rückkehr,
    ersetzt aber kein Backup-Konzept.

---

**Warum Snapshot kein Backup ersetzt**

Snapshots liegen oft auf demselben System oder Speicher wie die Produktivdaten.

Risiken:

    Speicherdefekt betrifft Snapshot ebenfalls
    Ransomware kann Snapshot erreichen
    Snapshot kann gelöscht werden
    Snapshot-Kette kann beschädigt werden
    Speicherplatz kann volllaufen
    Standortausfall betrifft alles gemeinsam

Merksatz:

    Backup muss getrennt,
    geschützt
    und wiederherstellbar sein.

---

**Image-Backup**

Ein Image-Backup sichert ein komplettes Systemabbild.

Enthalten sein können:

    Betriebssystem
    Anwendungen
    Konfiguration
    Dateien
    Bootinformationen

Vorteil:

    gesamtes System kann wiederhergestellt werden

Merksatz:

    Image-Backup = komplettes Systemabbild.

---

**Dateibasiertes Backup**

Ein dateibasiertes Backup sichert ausgewählte Dateien oder Ordner.

Geeignet für:

    Dokumente
    Benutzerdateien
    Projektdaten
    Konfigurationsdateien
    Exporte
    einzelne Verzeichnisse

Merksatz:

    Dateibasiertes Backup sichert gezielt ausgewählte Inhalte.

---

**Datenbank-Backup**

Datenbanken brauchen besondere Sicherungsverfahren.

Wichtig:

    Konsistenz
    laufende Transaktionen
    Schreibzugriffe
    Transaktionslogs
    Zeitpunkt der Sicherung
    Wiederherstellbarkeit

Merksatz:

    Datenbanken nicht einfach blind als Datei kopieren.

---

**Konsistentes Backup**

Ein konsistentes Backup stellt sicher,
dass Daten in einem gültigen Zustand gesichert werden.

Beispiel:

    Eine Datenbank darf nicht mitten in einer unvollständigen Transaktion unsauber kopiert werden.

Mögliche Verfahren:

    Datenbankdump
    Backup-Agent
    Anwendungskonsistenter Snapshot
    Transaktionslogs
    Wartungsfenster

Merksatz:

    Konsistenz ist besonders bei Datenbanken wichtig.

---

**Point-in-Time-Recovery**

Point-in-Time-Recovery bedeutet:

    Wiederherstellung auf einen bestimmten Zeitpunkt.

Beispiel:

    Datenbank auf Zustand von 10:15 Uhr zurücksetzen.

Nützlich bei:

    versehentlichem Löschen
    fehlerhaftem Import
    beschädigten Daten
    falscher Änderung

Merksatz:

    Point-in-Time-Recovery stellt gezielt einen früheren Zeitpunkt wieder her.

---

**RPO**

RPO steht für:

    Recovery Point Objective

Frage:

    Wie viel Datenverlust ist maximal akzeptabel?

Beispiel:

    RPO 1 Stunde

Bedeutung:

    Es dürfen höchstens Daten von einer Stunde verloren gehen.

Merksatz:

    RPO = maximal akzeptabler Datenverlust.

---

**RTO**

RTO steht für:

    Recovery Time Objective

Frage:

    Wie lange darf die Wiederherstellung dauern?

Beispiel:

    RTO 4 Stunden

Bedeutung:

    Der Dienst soll spätestens nach 4 Stunden wieder laufen.

Merksatz:

    RTO = maximal akzeptable Wiederherstellungszeit.

---

**RPO und RTO vergleichen**

| Begriff | Frage | Beispiel |
|---|---|---|
| RPO | Wie viel Datenverlust ist erlaubt? | maximal 1 Stunde Datenverlust |
| RTO | Wie lange darf Wiederherstellung dauern? | System läuft nach spätestens 4 Stunden |

Merksatz:

    RPO betrifft Datenverlust.
    RTO betrifft Zeit bis Wiederherstellung.

---

**RPO und Backup-Frequenz**

Je kleiner das RPO,
desto häufiger muss gesichert werden.

Beispiel:

| RPO | mögliche Backup-Frequenz |
|---|---|
| 24 Stunden | tägliches Backup |
| 1 Stunde | stündliches Backup oder kontinuierliche Sicherung |
| wenige Minuten | Replikation plus Backup-Konzept oder spezielle Lösung |

Merksatz:

    Backup-Frequenz muss zum RPO passen.

---

**RTO und Wiederherstellung**

Das RTO hängt ab von:

    Backup-Größe
    Restore-Geschwindigkeit
    Netzwerkgeschwindigkeit
    Speicherleistung
    Systemkomplexität
    Abhängigkeiten
    Personal
    Dokumentation
    Tests

Merksatz:

    RTO wird nicht nur durch Backup bestimmt,
    sondern durch den gesamten Wiederherstellungsprozess.

---

**Retention**

Retention bedeutet:

    Aufbewahrungsregel für Backups.

Beispiele:

    tägliche Backups 14 Tage behalten

    wöchentliche Backups 8 Wochen behalten

    monatliche Backups 12 Monate behalten

Merksatz:

    Retention regelt,
    wie lange Backups behalten werden.

---

**Aufbewahrungszeit**

Die Aufbewahrungszeit hängt ab von:

    gesetzlichen Vorgaben
    internen Regeln
    Speicherplatz
    Datenschutz
    Wiederherstellungsbedarf
    Kosten
    Risiko später entdeckter Fehler

Merksatz:

    Backups müssen lange genug,
    aber nicht unbegrenzt ohne Grund aufbewahrt werden.

---

**Großvater-Vater-Sohn-Prinzip**

Das Großvater-Vater-Sohn-Prinzip ist ein Rotationsschema.

Typisch:

    Sohn:
    tägliche Sicherung

    Vater:
    wöchentliche Sicherung

    Großvater:
    monatliche Sicherung

Merksatz:

    Großvater-Vater-Sohn kombiniert tägliche,
    wöchentliche
    und monatliche Backups.

---

**3-2-1-Regel**

Die 3-2-1-Regel lautet:

    3 Kopien der Daten

    2 unterschiedliche Speicherarten

    1 Kopie extern oder getrennt

Beispiel:

    Produktivdaten

    Backup auf NAS

    zusätzliches Backup extern oder in Cloud

Merksatz:

    3-2-1 reduziert das Risiko,
    dass alle Kopien gleichzeitig verloren gehen.

---

**3-2-1-1-0-Regel**

Erweiterte Variante:

    3 Kopien

    2 unterschiedliche Medien

    1 Kopie extern

    1 Kopie offline oder immutable

    0 Fehler bei Restore-Tests

Merksatz:

    Die 0 steht für fehlerfrei getestete Wiederherstellung.

---

**Offline-Backup**

Ein Offline-Backup ist nicht dauerhaft mit dem Produktivsystem verbunden.

Beispiele:

    getrennte Festplatte
    Band
    ausgelagertes Medium
    abgeschottetes Backup-System

Vorteil:

    besserer Schutz gegen Ransomware und versehentliche Löschung

Merksatz:

    Offline-Backup ist nicht dauerhaft erreichbar.

---

**Immutable Backup**

Immutable bedeutet:

    unveränderlich

Ein Immutable Backup kann für eine festgelegte Zeit nicht verändert oder gelöscht werden.

Schützt gegen:

    Ransomware
    Manipulation
    versehentliche Löschung
    kompromittierte Adminzugänge

Merksatz:

    Immutable Backup schützt die Wiederherstellungsmöglichkeit.

---

**Backup-Verschlüsselung**

Backups sollten verschlüsselt werden,
besonders bei sensiblen Daten
oder externer Speicherung.

Wichtig:

    Schlüssel sicher aufbewahren
    Zugriff begrenzen
    Wiederherstellung mit Schlüssel testen
    Schlüsselverlust vermeiden

Merksatz:

    Verschlüsseltes Backup ist nur nutzbar,
    wenn der Schlüssel verfügbar ist.

---

**Backup-Zugriffsrechte**

Backups enthalten oft besonders viele Daten.

Deshalb müssen Zugriffe streng begrenzt werden.

Wichtig:

    keine normalen Benutzerrechte auf Backup-Speicher
    getrennte Adminrechte
    MFA für Backup-Konsole
    keine unnötigen Löschrechte
    Dienstkonten rechtearm halten
    Zugriff protokollieren

Merksatz:

    Backups brauchen starken Zugriffsschutz.

---

**Backup und Ransomware**

Ransomware versucht häufig,
Backups zu löschen oder zu verschlüsseln.

Schutzmaßnahmen:

    Offline-Backup
    Immutable Backup
    getrennte Zugangsdaten
    getrenntes Backupnetz
    MFA
    Monitoring
    Restore-Test
    Rechtebegrenzung

Merksatz:

    Backups müssen auch vor Angreifern geschützt werden.

---

**Backup-Monitoring**

Backup-Monitoring prüft,
ob Sicherungen erfolgreich laufen.

Zu überwachen:

    letzter erfolgreicher Backup-Lauf
    Fehlermeldungen
    Datenmenge
    Laufzeit
    Speicherplatz
    Aufbewahrung
    Verschlüsselung
    Restore-Test
    ungewöhnliche Löschungen

Merksatz:

    Ein fehlgeschlagenes Backup muss auffallen,
    bevor ein Restore benötigt wird.

---

**Backup-Logs**

Backup-Logs zeigen,
was bei einer Sicherung passiert ist.

Zu prüfen:

    Startzeit
    Endzeit
    Erfolg oder Fehler
    gesicherte Datenmenge
    übersprungene Dateien
    Warnungen
    Zielsystem
    Speicherplatz
    Berechtigungsfehler

Merksatz:

    Backup-Logs regelmäßig prüfen.

---

**Redundanz**

Redundanz bedeutet:

    wichtige Komponenten sind mehrfach vorhanden.

Beispiele:

    zwei Netzteile
    RAID
    mehrere Server
    mehrere Internetleitungen
    Cluster
    zweite Firewall

Ziel:

    Ausfall vermeiden oder abfedern

Merksatz:

    Redundanz erhöht Verfügbarkeit,
    ersetzt aber kein Backup.

---

**Replikation**

Replikation bedeutet:

    Daten werden auf ein anderes System kopiert,
    oft nahezu aktuell.

Vorteile:

    schnelle Umschaltung
    aktuelle Kopie
    höhere Verfügbarkeit

Risiko:

    Fehler,
    Löschung
    oder Ransomware können mitrepliziert werden.

Merksatz:

    Replikation ist kein Backup.

---

**Synchronisation**

Synchronisation bedeutet:

    Daten werden zwischen Speicherorten abgeglichen.

Problem:

    Löschung,
    Fehler
    oder Verschlüsselung können mitsynchronisiert werden.

Merksatz:

    Synchronisation hält Daten gleich,
    stellt aber nicht automatisch alte Stände wieder her.

---

**Backup, Redundanz, Replikation und Synchronisation vergleichen**

| Begriff | Ziel | Ersetzt Backup? |
|---|---|---|
| Backup | alte Zustände wiederherstellen | ja, ist Backup |
| Redundanz | Ausfall abfedern | nein |
| Replikation | aktuelle Kopie bereitstellen | nein |
| Synchronisation | Datenstände abgleichen | nein |

Merksatz:

    Redundanz,
    Replikation
    und Synchronisation ersetzen kein Backup.

---

**Notfallhandbuch**

Ein Notfallhandbuch beschreibt,
was bei schweren Störungen zu tun ist.

Inhalte:

    Ansprechpartner
    Systeme
    Prioritäten
    Wiederherstellungsreihenfolge
    Backup-Orte
    Restore-Anleitungen
    Zugangsdatenablage
    Kommunikationswege
    Eskalationswege

Merksatz:

    Im Notfall darf nicht erst gesucht werden,
    wer was weiß.

---

**Restore-Reihenfolge**

Bei Wiederherstellung ist die Reihenfolge wichtig.

Beispiel:

    Netzwerk

    Verzeichnisdienst

    Speicher

    Datenbank

    Anwendung

    Benutzerzugriff

Merksatz:

    Restore braucht Reihenfolge,
    weil Systeme voneinander abhängen.

---

**Business Continuity**

Business Continuity bedeutet:

    Geschäftsprozesse sollen trotz Störung weiterlaufen
    oder schnell wieder anlaufen.

Dazu gehören:

    Notfallplanung
    Ersatzprozesse
    Kommunikation
    Verantwortlichkeiten
    Wiederanlauf
    Tests

Merksatz:

    Business Continuity betrachtet den Betrieb insgesamt.

---

**Disaster Recovery**

Disaster Recovery beschreibt:

    Wiederherstellung der IT nach schweren Störungen.

Beispiele:

    Ransomware
    Brand
    Rechenzentrumsausfall
    Hardwaredefekt
    Cloud-Ausfall
    massiver Datenverlust

Merksatz:

    Disaster Recovery ist IT-Wiederherstellung nach schwerem Vorfall.

---

**Failover**

Failover bedeutet:

    Ein Dienst wird bei Ausfall auf ein Ersatzsystem umgeschaltet.

Möglich:

    automatisch

    oder

    manuell

Beispiele:

    zweite Firewall übernimmt
    Datenbank-Replikat wird aktiv
    anderer Server übernimmt Dienst

Merksatz:

    Failover reduziert Ausfallzeit,
    ersetzt aber kein Backup.

---

**Typische Fehlerbilder**

| Fehlerbild | Wahrscheinliche Ursache |
|---|---|
| Backup angeblich erfolgreich, Restore geht nicht | Restore nie getestet |
| Backupziel voll | Speicherplatz oder Retention falsch |
| Datenbank nach Restore beschädigt | kein konsistentes Datenbank-Backup |
| Ransomware verschlüsselt Backups mit | Backup online und beschreibbar |
| Backup nicht lesbar | Medium defekt oder Datei beschädigt |
| verschlüsseltes Backup nicht nutzbar | Schlüssel fehlt |
| Restore dauert zu lange | RTO nicht realistisch geprüft |
| zu viel Datenverlust | RPO nicht eingehalten |
| alte Datei fehlt | Retention zu kurz |
| Dienst startet nach Restore nicht | Abhängigkeiten vergessen |

Merksatz:

    Backup-Probleme fallen oft erst beim Restore auf.

---

**Typische Prüfungsfallen**

    Backup und Restore verwechseln.

    Backup ohne Restore-Test als sicher ansehen.

    Snapshot als vollständiges Backup bezeichnen.

    Replikation als Backup bezeichnen.

    Synchronisation als Backup bezeichnen.

    Redundanz als Backup bezeichnen.

    RPO und RTO verwechseln.

    Retention mit RPO verwechseln.

    Datenbankdateien ohne Konsistenz sichern.

    Backup-Verschlüsselung ohne Schlüsselverwaltung planen.

    Ransomware-Schutz für Backups vergessen.

    Notfallhandbuch nicht berücksichtigen.

Merksatz:

    In Prüfungen wird oft gefragt,
    was kein Backup ersetzt.

---

**Typische IHK-Fragen**

In AP1 und AP2 kann zum Beispiel gefragt werden:

    - Was ist ein Backup?
    - Was ist ein Restore?
    - Warum ist ein Restore-Test wichtig?
    - Was ist ein Vollbackup?
    - Was ist ein inkrementelles Backup?
    - Was ist ein differenzielles Backup?
    - Was ist ein Snapshot?
    - Warum ersetzt ein Snapshot kein Backup?
    - Was bedeutet RPO?
    - Was bedeutet RTO?
    - Was ist Retention?
    - Was bedeutet die 3-2-1-Regel?
    - Was ist ein Immutable Backup?
    - Warum ist ein Offline-Backup sinnvoll?
    - Warum ist Replikation kein Backup?
    - Warum ist Synchronisation kein Backup?
    - Warum ersetzt Redundanz kein Backup?
    - Was ist Disaster Recovery?
    - Was ist Business Continuity?
    - Warum müssen Backups gegen Ransomware geschützt werden?

---

**IHK-sichere Kurzformulierung**

Ein Backup ist eine Sicherung von Daten, Systemen oder Konfigurationen. Restore bezeichnet die Wiederherstellung aus dieser Sicherung. Ein Backup ist nur zuverlässig, wenn die Wiederherstellung regelmäßig getestet wird. Vollbackups sichern alle ausgewählten Daten, inkrementelle Backups sichern Änderungen seit dem letzten Backup und differenzielle Backups sichern Änderungen seit dem letzten Vollbackup. RPO beschreibt den maximal akzeptablen Datenverlust, RTO die maximal akzeptable Wiederherstellungszeit. Backups sollten nach geeigneten Regeln aufbewahrt, überwacht, geschützt, verschlüsselt und durch Offline- oder Immutable-Kopien gegen Ransomware abgesichert werden. Replikation, Synchronisation, Redundanz und Snapshots ersetzen kein vollständiges Backup-Konzept.

---

**Merksätze**

    Backup = Sicherung.

    Restore = Wiederherstellung.

    Backup ohne Restore-Test ist unsicher.

    Vollbackup sichert alles.

    Inkrementell sichert seit letztem Backup.

    Differenziell sichert seit letztem Vollbackup.

    Snapshot ist Momentaufnahme.

    Snapshot ersetzt kein vollständiges Backup.

    Image-Backup sichert ein Systemabbild.

    Datenbank-Backups müssen konsistent sein.

    Point-in-Time-Recovery stellt einen Zeitpunkt wieder her.

    RPO = Datenverlust.

    RTO = Wiederherstellungszeit.

    Retention = Aufbewahrungsregel.

    Backup-Frequenz muss zum RPO passen.

    Restore-Prozess muss zum RTO passen.

    3-2-1 reduziert Gesamtrisiko.

    3-2-1-1-0 ergänzt Offline oder Immutable und fehlerfreie Restore-Tests.

    Offline-Backup ist nicht dauerhaft verbunden.

    Immutable Backup ist unveränderlich.

    Verschlüsseltes Backup braucht Schlüssel.

    Backups brauchen starke Rechtebegrenzung.

    Backups müssen vor Ransomware geschützt werden.

    Backup-Monitoring ist Pflicht.

    Backup-Logs regelmäßig prüfen.

    Redundanz ist kein Backup.

    Replikation ist kein Backup.

    Synchronisation ist kein Backup.

    Failover ist kein Backup.

    Notfallhandbuch hilft im Ernstfall.

    Restore braucht Reihenfolge.

    Business Continuity betrachtet Geschäftsprozesse.

    Disaster Recovery betrachtet IT-Wiederherstellung.

    Im Notfall zählt nicht nur,
    ob ein Backup existiert,
    sondern ob es schnell und korrekt wiederhergestellt werden kann.