# 20.11 Trainer – Angriffe, Schutzmaßnahmen und IT-Sicherheit

Diese Trainer-Seite wiederholt typische Angriffe,
Schutzziele,
Risiken
und passende Schutzmaßnahmen.

Ziel ist,
Sicherheitsfragen in der Prüfung sauber einzuordnen:

    - Welches Schutzziel ist betroffen?
    - Welche Angriffsmethode liegt vor?
    - Welche Maßnahme passt dazu?
    - Warum ist die Maßnahme sinnvoll?

Merksatz:

    Sicherheitsfragen bestehen oft aus:
    Schutzziel,
    Risiko,
    Maßnahme
    und Wirkung.

---

**Lernziele**

Nach dieser Seite solltest du sicher können:

    - Vertraulichkeit,
      Integrität
      und Verfügbarkeit unterscheiden
    - Schwachstelle,
      Bedrohung
      und Risiko erklären
    - typische Angriffe erkennen
    - Malware-Arten unterscheiden
    - Phishing und Social Engineering einordnen
    - Passwortangriffe unterscheiden
    - Webangriffe grob erklären
    - IDS,
      IPS,
      EDR
      und SIEM unterscheiden
    - passende Schutzmaßnahmen auswählen
    - prüfungssichere Sicherheitsantworten formulieren

---

**Kurzüberblick: Schutzziele**

| Schutzziel | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Vertraulichkeit | Schutz vor unberechtigtem Lesen | Datenabfluss |
| Integrität | Schutz vor unbemerkter Veränderung | manipulierte Datei |
| Verfügbarkeit | Systeme und Daten sind nutzbar | DDoS oder Ausfall |
| Authentizität | Echtheit prüfen | echter Server oder echter Benutzer |
| Nachvollziehbarkeit | Ereignisse rekonstruieren | Logs und Protokolle |

Merksatz:

    CIA =
    Confidentiality,
    Integrity,
    Availability.

    Deutsch:
    Vertraulichkeit,
    Integrität,
    Verfügbarkeit.

---

**Kurzüberblick: Angriffe und Maßnahmen**

| Angriff oder Risiko | Passende Maßnahme |
|---|---|
| gestohlenes Passwort | MFA |
| zu viele Rechte | Least Privilege |
| bekannte Sicherheitslücke | Patchmanagement |
| unnötige Dienste | Hardening |
| Ransomware | Offline- oder Immutable-Backup |
| Phishing | Awareness, Mailfilter, MFA |
| DDoS | DDoS-Schutz, Rate Limiting, CDN |
| Man-in-the-Middle | TLS, Zertifikatsprüfung, VPN |
| SQL Injection | Prepared Statements |
| XSS | Output Encoding, CSP, HttpOnly |
| unklare Vorfälle | Logging, SIEM, Monitoring |

Merksatz:

    Maßnahme muss zum Risiko passen.

---

**Aufgabe 1**

Was bedeutet Vertraulichkeit?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Vertraulichkeit bedeutet:

    Informationen dürfen nur von berechtigten Personen,
    Systemen
    oder Prozessen gelesen werden.

Beispielverletzung:

    Kundendaten werden unberechtigt ausgelesen.

Passende Maßnahmen:

    Verschlüsselung

    Rechtekonzept

    MFA

    Zugriffskontrolle

    DLP

Merksatz:

    Vertraulichkeit schützt vor unberechtigtem Mitlesen.

</details>

---

**Aufgabe 2**

Was bedeutet Integrität?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Integrität bedeutet:

    Daten dürfen nicht unbemerkt verändert werden.

Beispielverletzung:

    Eine Konfigurationsdatei wird manipuliert.

Passende Maßnahmen:

    Hashwerte

    digitale Signaturen

    Rechtebegrenzung

    Versionskontrolle

    Logging

Merksatz:

    Integrität schützt vor unbemerkter Veränderung.

</details>

---

**Aufgabe 3**

Was bedeutet Verfügbarkeit?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Verfügbarkeit bedeutet:

    Systeme,
    Dienste
    und Daten stehen bei Bedarf zur Verfügung.

Beispielverletzung:

    Ein Server ist durch DDoS nicht erreichbar.

Passende Maßnahmen:

    Redundanz

    Monitoring

    Backup

    DDoS-Schutz

    Notfallplan

Merksatz:

    Verfügbarkeit schützt Nutzbarkeit.

</details>

---

**Aufgabe 4**

Ordne das Schutzziel zu.

| Ereignis | Schutzziel |
|---|---|
| Daten werden gestohlen | ? |
| Datei wird manipuliert | ? |
| Server ist nicht erreichbar | ? |
| Absender wird gefälscht | ? |

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

| Ereignis | Schutzziel |
|---|---|
| Daten werden gestohlen | Vertraulichkeit |
| Datei wird manipuliert | Integrität |
| Server ist nicht erreichbar | Verfügbarkeit |
| Absender wird gefälscht | Authentizität |

Merksatz:

    Lesen = Vertraulichkeit.
    Verändern = Integrität.
    Ausfall = Verfügbarkeit.
    Echtheit = Authentizität.

</details>

---

**Aufgabe 5**

Was ist der Unterschied zwischen Schwachstelle,
Bedrohung
und Risiko?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Schwachstelle:

    ausnutzbare Lücke

Beispiel:

    ungepatchter Server

Bedrohung:

    mögliches schädliches Ereignis

Beispiel:

    Angreifer nutzt die Lücke aus

Risiko:

    bewertete Gefahr aus Wahrscheinlichkeit und Auswirkung

Beispiel:

    Datenverlust durch Angriff auf den ungepatchten Server

Merksatz:

    Schwachstelle = Lücke.
    Bedrohung = mögliches Ereignis.
    Risiko = bewertete Gefahr.

</details>

---

**Aufgabe 6**

Was ist Malware?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Malware bedeutet:

    Schadsoftware

Beispiele:

    Virus

    Wurm

    Trojaner

    Ransomware

    Spyware

    Keylogger

    Rootkit

    Botnet-Client

Merksatz:

    Malware ist der Oberbegriff für Schadsoftware.

</details>

---

**Aufgabe 7**

Was ist der Unterschied zwischen Virus,
Wurm
und Trojaner?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Virus:

    hängt sich an Dateien oder Programme an

    verbreitet sich meist durch Ausführung oder Weitergabe

Wurm:

    verbreitet sich selbstständig über Netzwerke

Trojaner:

    tarnt sich als nützliches Programm,
    enthält aber schädliche Funktionen

Merksatz:

    Virus braucht oft Wirt.
    Wurm verbreitet sich selbst.
    Trojaner täuscht Nutzen vor.

</details>

---

**Aufgabe 8**

Was ist Ransomware?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ransomware ist Schadsoftware,
die Daten verschlüsselt oder Systeme sperrt
und häufig Lösegeld fordert.

Betroffene Schutzziele:

    Verfügbarkeit

    bei Datenabfluss zusätzlich:
    Vertraulichkeit

Passende Maßnahmen:

    Offline-Backup

    Immutable Backup

    Patchmanagement

    EDR

    Segmentierung

    Least Privilege

    Restore-Test

Merksatz:

    Ransomware betrifft vor allem Verfügbarkeit.

</details>

---

**Aufgabe 9**

Warum sind Offline- oder Immutable-Backups bei Ransomware wichtig?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ransomware versucht häufig,
auch Backups zu löschen oder zu verschlüsseln.

Offline-Backups sind nicht dauerhaft verbunden.

Immutable Backups können für eine festgelegte Zeit nicht verändert oder gelöscht werden.

Dadurch bleibt eine Wiederherstellungsmöglichkeit erhalten.

Merksatz:

    Backups müssen vor Angreifern geschützt werden.

</details>

---

**Aufgabe 10**

Was ist Phishing?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Phishing ist Täuschung,
um vertrauliche Daten oder Zugangsdaten zu erhalten.

Typische Kanäle:

    E-Mail

    SMS

    Messenger

    Telefon

    QR-Code

    gefälschte Webseite

Ziele:

    Passwörter

    MFA-Codes

    Bankdaten

    Zugangsdaten

Merksatz:

    Phishing täuscht Benutzer zur Preisgabe von Daten.

</details>

---

**Aufgabe 11**

Was ist Spear Phishing?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Spear Phishing ist gezieltes Phishing gegen bestimmte Personen,
Abteilungen
oder Organisationen.

Merkmale:

    persönlicher Bezug

    glaubwürdiger Absender

    Bezug auf echte Projekte

    gezielte Vorbereitung

Merksatz:

    Spear Phishing ist gezielt und oft glaubwürdiger.

</details>

---

**Aufgabe 12**

Was ist Social Engineering?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Social Engineering nutzt menschliches Verhalten,
Vertrauen,
Hilfsbereitschaft
oder Zeitdruck aus.

Beispiele:

    falscher IT-Support

    angeblicher Chef fordert Zahlung

    gefälschter Lieferant

    Besucher ohne Berechtigung

    manipulierter Anruf

Merksatz:

    Social Engineering greift Menschen an,
    nicht nur Technik.

</details>

---

**Aufgabe 13**

Was ist CEO-Fraud?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

CEO-Fraud ist ein Betrug,
bei dem sich Angreifer als Geschäftsführung oder Vorgesetzte ausgeben.

Ziel:

    Zahlung auslösen

    vertrauliche Daten erhalten

    schnelle Entscheidung erzwingen

Typische Methode:

    Autorität und Zeitdruck ausnutzen

Merksatz:

    CEO-Fraud nutzt Autorität und Druck.

</details>

---

**Aufgabe 14**

Was ist Brute Force?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Brute Force bedeutet:

    systematisches Ausprobieren vieler Passwörter.

Schutzmaßnahmen:

    starke Passwörter

    MFA

    Account Lockout

    Rate Limiting

    Monitoring

    Passwortmanager

Merksatz:

    Brute Force probiert viele Möglichkeiten aus.

</details>

---

**Aufgabe 15**

Was ist Password Spraying?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Password Spraying bedeutet:

    ein häufiges Passwort wird gegen viele Konten getestet.

Beispiel:

    Winter2026!

gegen viele Benutzerkonten.

Ziel:

    Kontosperren vermeiden,
    weil pro Konto nur wenige Versuche stattfinden.

Merksatz:

    Password Spraying:
    ein Passwort,
    viele Konten.

</details>

---

**Aufgabe 16**

Was ist Credential Stuffing?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Credential Stuffing nutzt bereits geleakte Zugangsdaten.

Prinzip:

    bekannte E-Mail-Passwort-Kombinationen
    werden bei anderen Diensten ausprobiert.

Grund:

    Benutzer verwenden Passwörter oft mehrfach.

Schutzmaßnahmen:

    MFA

    Passwortmanager

    einzigartige Passwörter

    Leak-Prüfung

    Monitoring

Merksatz:

    Credential Stuffing nutzt wiederverwendete geleakte Passwörter.

</details>

---

**Aufgabe 17**

Ordne zu.

| Angriff | Beschreibung |
|---|---|
| Brute Force | ? |
| Password Spraying | ? |
| Credential Stuffing | ? |

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

| Angriff | Beschreibung |
|---|---|
| Brute Force | viele Passwortversuche |
| Password Spraying | ein Passwort gegen viele Konten |
| Credential Stuffing | geleakte Zugangsdaten bei anderen Diensten testen |

Merksatz:

    Brute Force = viele Versuche.
    Spraying = ein Passwort, viele Konten.
    Stuffing = geleakte Daten.

</details>

---

**Aufgabe 18**

Was ist DoS?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

DoS steht für:

    Denial of Service

Ziel:

    einen Dienst überlasten oder nicht mehr verfügbar machen

Betroffenes Schutzziel:

    Verfügbarkeit

Merksatz:

    DoS greift Verfügbarkeit an.

</details>

---

**Aufgabe 19**

Was ist DDoS?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

DDoS steht für:

    Distributed Denial of Service

Unterschied zu DoS:

    Angriff kommt verteilt von vielen Systemen.

Häufige Quelle:

    Botnetze

Schutzmaßnahmen:

    DDoS-Schutz

    CDN

    Rate Limiting

    Filterung

    Provider-Schutz

    Skalierung

Merksatz:

    DDoS = verteilter Angriff auf Verfügbarkeit.

</details>

---

**Aufgabe 20**

Was ist Man-in-the-Middle?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Man-in-the-Middle bedeutet:

    Ein Angreifer sitzt zwischen zwei Kommunikationspartnern.

Ziele:

    mitlesen

    verändern

    umleiten

    Sitzung übernehmen

Betroffene Schutzziele:

    Vertraulichkeit

    Integrität

Schutzmaßnahmen:

    TLS

    Zertifikatsprüfung

    VPN

    HSTS

    sichere WLANs

Merksatz:

    MitM gefährdet Vertraulichkeit und Integrität.

</details>

---

**Aufgabe 21**

Was ist Spoofing?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Spoofing bedeutet:

    Identität,
    Adresse,
    Absender
    oder Herkunft wird vorgetäuscht.

Beispiele:

    IP-Spoofing

    MAC-Spoofing

    DNS-Spoofing

    E-Mail-Spoofing

    ARP-Spoofing

Merksatz:

    Spoofing täuscht Herkunft oder Identität vor.

</details>

---

**Aufgabe 22**

Was ist ARP-Spoofing?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

ARP-Spoofing manipuliert ARP-Zuordnungen im lokalen Netz.

Ziel:

    Datenverkehr umleiten

    Man-in-the-Middle ermöglichen

    Kommunikation stören

Schutzmaßnahmen:

    Dynamic ARP Inspection

    Netzwerksegmentierung

    Switch-Sicherheitsfunktionen

    Monitoring

    Verschlüsselung höherer Schichten

Merksatz:

    ARP-Spoofing betrifft lokale IPv4-Kommunikation.

</details>

---

**Aufgabe 23**

Was ist DNS-Spoofing?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

DNS-Spoofing liefert falsche DNS-Antworten.

Ziel:

    Benutzer auf falsche Server umleiten.

Risiken:

    Phishing

    Malware

    Credential Theft

    Man-in-the-Middle

Schutzmaßnahmen:

    vertrauenswürdige DNS-Server

    DNSSEC je nach Einsatz

    TLS-Zertifikatsprüfung

    Monitoring

Merksatz:

    DNS-Spoofing manipuliert Namensauflösung.

</details>

---

**Aufgabe 24**

Was ist SQL Injection?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

SQL Injection bedeutet:

    Angreifer schleust SQL-Code in Eingaben ein.

Ziele:

    Daten auslesen

    Daten verändern

    Anmeldung umgehen

    Daten löschen

Schutzmaßnahmen:

    Prepared Statements

    Parametrisierung

    Eingabevalidierung

    Rechtebegrenzung für Datenbankkonten

    sichere Fehlerausgaben

Merksatz:

    SQL Injection betrifft unsichere Datenbankabfragen.

</details>

---

**Aufgabe 25**

Was ist XSS?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

XSS steht für:

    Cross-Site Scripting

Dabei wird schädlicher Skriptcode in Webseiten eingeschleust,
der im Browser anderer Benutzer ausgeführt wird.

Ziele:

    Session stehlen

    Benutzeraktionen manipulieren

    Inhalte verändern

    Phishing innerhalb einer Webseite

Schutzmaßnahmen:

    Output Encoding

    Eingabevalidierung

    Content Security Policy

    HttpOnly-Cookies

Merksatz:

    XSS greift Benutzer im Browser an.

</details>

---

**Aufgabe 26**

Was ist CSRF?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

CSRF steht für:

    Cross-Site Request Forgery

Dabei wird eine gültige Sitzung eines Benutzers missbraucht,
um ungewollte Aktionen auszuführen.

Schutzmaßnahmen:

    CSRF-Token

    SameSite-Cookies

    erneute Bestätigung kritischer Aktionen

    Origin-Prüfung

Merksatz:

    CSRF missbraucht eine bestehende Sitzung.

</details>

---

**Aufgabe 27**

Ordne Webangriffe zu.

| Angriff | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| SQL Injection | ? |
| XSS | ? |
| CSRF | ? |

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

| Angriff | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| SQL Injection | SQL-Code in Eingaben einschleusen |
| XSS | Skriptcode im Browser anderer Benutzer ausführen |
| CSRF | gültige Sitzung für ungewollte Aktion missbrauchen |

Merksatz:

    SQLi betrifft Datenbankabfragen.
    XSS betrifft Browser.
    CSRF betrifft Sitzungen.

</details>

---

**Aufgabe 28**

Was ist ein Zero-Day?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Zero-Day ist eine Schwachstelle,
für die es noch keinen bekannten oder verfügbaren Patch gibt
oder die gerade erst bekannt wurde.

Risiko:

    hohe Gefahr,
    weil Standardmaßnahmen noch nicht vollständig verfügbar sind.

Merksatz:

    Zero-Day = neue oder ungepatchte Schwachstelle.

</details>

---

**Aufgabe 29**

Was ist ein Supply-Chain-Angriff?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Supply-Chain-Angriff zielt auf Lieferketten,
Softwareabhängigkeiten
oder Dienstleister.

Beispiele:

    kompromittiertes Update

    manipuliertes Softwarepaket

    unsichere Bibliothek

    kompromittierter Dienstleisterzugang

Schutzmaßnahmen:

    Signaturprüfung

    Dependency-Scanning

    Lieferantenprüfung

    Least Privilege

    Monitoring

Merksatz:

    Supply-Chain-Angriff kommt über Abhängigkeiten.

</details>

---

**Aufgabe 30**

Was bedeutet Insider Threat?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Insider Threat bedeutet:

    Gefahr durch Personen innerhalb der Organisation
    oder mit berechtigtem Zugriff.

Beispiele:

    absichtlicher Datenabfluss

    fahrlässige Fehlkonfiguration

    Missbrauch von Adminrechten

    Zugriff nach Rollenwechsel nicht entfernt

Schutzmaßnahmen:

    Least Privilege

    Rechteprüfung

    Vier-Augen-Prinzip

    Logging

    Offboarding

Merksatz:

    Insider haben bereits Zugriff,
    deshalb sind Rechte und Logs wichtig.

</details>

---

**Aufgabe 31**

Was bedeutet Least Privilege?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Least Privilege bedeutet:

    Benutzer,
    Dienste
    und Prozesse erhalten nur die Rechte,
    die sie wirklich benötigen.

Ziel:

    Schaden bei Fehlern oder Angriffen begrenzen.

Merksatz:

    So wenig Rechte wie möglich,
    so viele wie nötig.

</details>

---

**Aufgabe 32**

Was bedeutet MFA?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

MFA steht für:

    Multi-Faktor-Authentifizierung

Dabei werden mehrere Faktoren kombiniert.

Faktoren:

    Wissen:
    Passwort

    Besitz:
    Token,
    Smartphone,
    Smartcard

    Sein:
    biometrisches Merkmal

Merksatz:

    MFA sorgt dafür,
    dass ein Passwort allein nicht reicht.

</details>

---

**Aufgabe 33**

Was ist Hardening?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Hardening bedeutet:

    Systeme sicherer konfigurieren,
    indem unnötige Funktionen deaktiviert
    oder eingeschränkt werden.

Beispiele:

    unnötige Dienste deaktivieren

    Standardpasswörter ändern

    unsichere Protokolle abschalten

    Rechte begrenzen

    sichere Einstellungen setzen

    Logging aktivieren

Merksatz:

    Hardening verringert die Angriffsfläche.

</details>

---

**Aufgabe 34**

Was ist Patchmanagement?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Patchmanagement sorgt dafür,
dass Sicherheitsupdates geplant,
getestet
und eingespielt werden.

Ziel:

    bekannte Schwachstellen schließen.

Merksatz:

    Patchmanagement reduziert bekannte Risiken.

</details>

---

**Aufgabe 35**

Was ist der Unterschied zwischen IDS und IPS?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

IDS:

    Intrusion Detection System

    erkennt und meldet Angriffe

IPS:

    Intrusion Prevention System

    erkennt Angriffe
    und blockiert zusätzlich

Merksatz:

    IDS meldet.
    IPS blockiert.

</details>

---

**Aufgabe 36**

Was ist EDR?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

EDR steht für:

    Endpoint Detection and Response

Aufgabe:

    Endgeräte überwachen

    verdächtiges Verhalten erkennen

    Reaktion ermöglichen

    Angriffe analysieren

Merksatz:

    EDR schützt und überwacht Endgeräte.

</details>

---

**Aufgabe 37**

Was ist SIEM?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

SIEM steht für:

    Security Information and Event Management

Aufgabe:

    Logs sammeln

    Sicherheitsereignisse korrelieren

    Alarme erzeugen

    Vorfälle analysieren

    Nachvollziehbarkeit verbessern

Merksatz:

    SIEM verbindet Sicherheitsereignisse aus vielen Quellen.

</details>

---

**Aufgabe 38**

Welche Antwort ist besser?

Aufgabe:

    Ein Dienst ist durch sehr viele Anfragen nicht mehr erreichbar.
    Welches Schutzziel ist betroffen?

Antwort A:

    Vertraulichkeit,
    weil alles geheim ist.

Antwort B:

    Verfügbarkeit,
    weil der Dienst nicht mehr nutzbar ist.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

B ist besser.

Begründung:

    Wenn ein Dienst nicht mehr erreichbar oder nutzbar ist,
    ist die Verfügbarkeit betroffen.

Merksatz:

    Ausfall = Verfügbarkeit.

</details>

---

**Aufgabe 39**

Welche Antwort ist besser?

Aufgabe:

    Warum ist MFA eine sinnvolle Maßnahme gegen gestohlene Passwörter?

Antwort A:

    Weil MFA moderner ist.

Antwort B:

    MFA verlangt zusätzlich zum Passwort einen weiteren Faktor.
    Dadurch reicht ein gestohlenes Passwort allein nicht mehr aus,
    um Zugriff zu erhalten.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

B ist besser.

Begründung:

    Die Antwort nennt die konkrete Schutzwirkung.

Merksatz:

    Maßnahme immer mit Wirkung erklären.

</details>

---

**Aufgabe 40**

Welche Antwort ist besser?

Aufgabe:

    Warum ist Hardening sinnvoll?

Antwort A:

    Weil man Systeme härter macht.

Antwort B:

    Hardening reduziert die Angriffsfläche,
    indem unnötige Dienste,
    Standardzugänge,
    unsichere Protokolle
    und zu weitgehende Rechte entfernt oder eingeschränkt werden.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

B ist besser.

Begründung:

    Die Antwort erklärt,
    wie Hardening wirkt
    und warum es sicherheitsrelevant ist.

Merksatz:

    Fachbegriff plus Wirkung nennen.

</details>

---

**Mini-Prüfung: schnelle Zuordnung**

| Frage | Antwort |
|---|---|
| Vertraulichkeit schützt vor was? | unberechtigtem Lesen |
| Integrität schützt vor was? | unbemerkter Veränderung |
| Verfügbarkeit schützt was? | Nutzbarkeit |
| Was ist Malware? | Schadsoftware |
| Was ist Ransomware? | Verschlüsselung oder Sperrung gegen Lösegeld |
| Was ist Phishing? | Täuschung zur Datenpreisgabe |
| Was ist DDoS? | verteilter Angriff auf Verfügbarkeit |
| Was ist MitM? | Angreifer zwischen Kommunikationspartnern |
| Was ist Spoofing? | Vortäuschen von Identität oder Herkunft |
| Was ist SQL Injection? | SQL-Code in Eingaben einschleusen |
| Was ist XSS? | Skriptcode im Browser anderer Benutzer |
| Was ist CSRF? | Missbrauch einer bestehenden Sitzung |
| Was macht IDS? | melden |
| Was macht IPS? | blockieren |
| Was macht SIEM? | Sicherheitsereignisse korrelieren |

---

**Mini-Prüfung: Angriff und Maßnahme**

| Angriff oder Risiko | passende Maßnahme |
|---|---|
| gestohlenes Passwort | MFA |
| zu viele Rechte | Least Privilege |
| ungepatchter Server | Patchmanagement |
| unnötige Dienste | Hardening |
| Ransomware | Offline- oder Immutable-Backup |
| Phishing | Awareness, Mailfilter, MFA |
| SQL Injection | Prepared Statements |
| XSS | Output Encoding, CSP, HttpOnly |
| DDoS | DDoS-Schutz, Rate Limiting |
| Man-in-the-Middle | TLS, Zertifikatsprüfung |
| unklare Vorfälle | Logging, SIEM |
| kompromittiertes Endgerät | EDR |

---

**Mini-Prüfung: Fehlerbild erkennen**

| Fehlerbild | Wahrscheinlichstes Thema |
|---|---|
| viele Loginversuche | Brute Force |
| ein Passwort gegen viele Konten | Password Spraying |
| geleakte Zugangsdaten werden getestet | Credential Stuffing |
| gefälschte Loginseite | Phishing |
| angeblicher Chef fordert Zahlung | CEO-Fraud |
| Dateien verschlüsselt, Lösegeldforderung | Ransomware |
| Dienst überlastet | DoS oder DDoS |
| falsche DNS-Antwort | DNS-Spoofing |
| Verkehr wird umgeleitet | Man-in-the-Middle |
| SQL-Fehler nach Eingabe | SQL Injection |
| fremdes Skript im Browser | XSS |
| Aktion über bestehende Sitzung ausgelöst | CSRF |

---

**IHK-sichere Kurzformulierung**

Informationssicherheit schützt die Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Vertraulichkeit schützt vor unberechtigtem Lesen, Integrität vor unbemerkter Veränderung und Verfügbarkeit vor Ausfall. Eine Schwachstelle ist eine ausnutzbare Lücke, eine Bedrohung ein mögliches schädliches Ereignis und ein Risiko die bewertete Gefahr. Typische Angriffe sind Malware, Ransomware, Phishing, Social Engineering, Brute Force, Credential Stuffing, DDoS, Man-in-the-Middle, Spoofing, SQL Injection, XSS und CSRF. Passende Schutzmaßnahmen sind unter anderem MFA, Least Privilege, Patchmanagement, Hardening, Firewall, IDS, IPS, EDR, SIEM, Backup, Segmentierung und Awareness.

---

**Merksätze**

    Sicherheit schützt Schutzziele.

    CIA bedeutet Vertraulichkeit,
    Integrität
    und Verfügbarkeit.

    Vertraulichkeit schützt vor Mitlesen.

    Integrität schützt vor Manipulation.

    Verfügbarkeit schützt Nutzbarkeit.

    Authentizität schützt Echtheit.

    Schwachstelle ist die Lücke.

    Bedrohung ist das mögliche Ereignis.

    Risiko ist die bewertete Gefahr.

    Maßnahme reduziert Risiko.

    Malware ist Schadsoftware.

    Virus braucht meist eine Wirtsdatei.

    Wurm verbreitet sich selbstständig.

    Trojaner täuscht Nutzen vor.

    Ransomware verschlüsselt oder sperrt Daten.

    Phishing täuscht Benutzer.

    Social Engineering greift Menschen an.

    Brute Force probiert viele Passwörter.

    Password Spraying:
    ein Passwort,
    viele Konten.

    Credential Stuffing nutzt geleakte Zugangsdaten.

    DoS greift Verfügbarkeit an.

    DDoS ist verteilter DoS.

    MitM sitzt zwischen Kommunikationspartnern.

    Spoofing täuscht Identität oder Herkunft vor.

    SQL Injection betrifft Datenbankabfragen.

    XSS betrifft Browser anderer Benutzer.

    CSRF missbraucht eine gültige Sitzung.

    MFA schützt gegen Passwortmissbrauch.

    Least Privilege begrenzt Rechte.

    Patchmanagement schließt bekannte Lücken.

    Hardening reduziert Angriffsfläche.

    IDS meldet.

    IPS blockiert.

    EDR schützt Endgeräte.

    SIEM korreliert Sicherheitsereignisse.

    Backup ist Wiederherstellungsvorsorge.

    Maßnahme muss zum Risiko passen.

    Sicherheitsantwort:
    Risiko,
    Maßnahme,
    Wirkung.