# 20.12 Trainer – Backup, Restore, RPO, RTO und Notfallmaßnahmen

Diese Trainer-Seite wiederholt Backup,
Restore,
RPO,
RTO,
Retention,
Restore-Test,
Ransomware-Schutz
und Notfallmaßnahmen.

Ziel ist,
typische Prüfungsfragen zu Datensicherung,
Wiederherstellung,
Backup-Arten,
Notfallplanung
und Verfügbarkeit sicher zu beantworten.

Merksatz:

    Backup ist die Sicherung.
    Restore ist die Wiederherstellung.
    Ein Backup ist nur so gut wie sein getesteter Restore.

---

**Lernziele**

Nach dieser Seite solltest du sicher können:

    - Backup und Restore unterscheiden
    - Vollbackup,
      inkrementelles Backup
      und differenzielles Backup unterscheiden
    - RPO und RTO erklären
    - Retention erklären
    - Restore-Tests begründen
    - 3-2-1-Regel erklären
    - Offline- und Immutable-Backups einordnen
    - Snapshots,
      Replikation,
      Synchronisation
      und Redundanz von Backup unterscheiden
    - typische Backup-Fehler erkennen
    - Notfallmaßnahmen fachlich beschreiben

---

**Kurzüberblick**

| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Backup | Sicherung von Daten, Systemen oder Konfigurationen |
| Restore | Wiederherstellung aus einer Sicherung |
| RPO | maximal akzeptabler Datenverlust |
| RTO | maximal akzeptable Wiederherstellungszeit |
| Retention | Aufbewahrungsregel für Backups |
| Restore-Test | Prüfung, ob Wiederherstellung funktioniert |
| Offline-Backup | nicht dauerhaft verbundenes Backup |
| Immutable Backup | unveränderliches Backup |
| Notfallhandbuch | Anleitung für Störungen und Wiederanlauf |

Merksatz:

    RPO fragt:
    Wie viel Datenverlust ist erlaubt?

    RTO fragt:
    Wie lange darf die Wiederherstellung dauern?

---

**Aufgabe 1**

Was ist ein Backup?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Backup ist eine Sicherung von Daten,
Systemen,
Anwendungen
oder Konfigurationen.

Ziel:

    Daten oder Systeme nach Fehler,
    Ausfall,
    Löschung,
    Defekt
    oder Angriff wiederherstellen können.

Beispiele:

    Dateisicherung

    Datenbanksicherung

    VM-Backup

    Systemabbild

    Konfigurationsbackup

Merksatz:

    Backup = Sicherung zur späteren Wiederherstellung.

</details>

---

**Aufgabe 2**

Was ist ein Restore?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Restore bedeutet:

    Wiederherstellung von Daten,
    Systemen
    oder Konfigurationen aus einem Backup.

Beispiele:

    gelöschte Datei wiederherstellen

    Datenbank auf früheren Zustand zurücksetzen

    Server nach Ausfall wiederherstellen

    Konfiguration zurückspielen

Merksatz:

    Restore = Wiederherstellung aus Backup.

</details>

---

**Aufgabe 3**

Was ist der Unterschied zwischen Backup und Restore?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Backup:

    Daten werden gesichert.

Restore:

    gesicherte Daten werden wiederhergestellt.

Merksatz:

    Backup ist Vorbereitung.
    Restore ist der Ernstfall.

</details>

---

**Aufgabe 4**

Warum ist ein Restore-Test wichtig?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Restore-Test prüft,
ob ein Backup wirklich nutzbar ist.

Ohne Restore-Test weiß man nicht sicher:

    ob Daten vollständig sind

    ob Dateien lesbar sind

    ob Datenbanken konsistent sind

    ob Schlüssel vorhanden sind

    ob Rechte stimmen

    ob die Wiederherstellungszeit ausreicht

Merksatz:

    Backup ohne Restore-Test ist unsicher.

</details>

---

**Aufgabe 5**

Was ist ein Vollbackup?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Vollbackup sichert alle ausgewählten Daten vollständig.

Vorteile:

    einfache Wiederherstellung

    vollständiger Sicherungsstand

    weniger Abhängigkeiten

Nachteile:

    benötigt viel Speicherplatz

    dauert länger

    erzeugt mehr Last

Merksatz:

    Vollbackup sichert alles,
    braucht aber mehr Speicher und Zeit.

</details>

---

**Aufgabe 6**

Was ist ein inkrementelles Backup?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein inkrementelles Backup sichert nur Änderungen seit dem letzten Backup.

Das letzte Backup kann sein:

    Vollbackup

    oder

    inkrementelles Backup

Vorteile:

    schnell

    spart Speicherplatz

Nachteile:

    Restore braucht die Backup-Kette

    beschädigte Kette kann Wiederherstellung gefährden

Merksatz:

    Inkrementell = Änderungen seit letztem Backup.

</details>

---

**Aufgabe 7**

Was ist ein differenzielles Backup?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein differenzielles Backup sichert alle Änderungen seit dem letzten Vollbackup.

Vorteile:

    Restore einfacher als bei langer inkrementeller Kette

    weniger Speicherbedarf als tägliches Vollbackup

Nachteile:

    wird bis zum nächsten Vollbackup immer größer

Merksatz:

    Differenziell = Änderungen seit letztem Vollbackup.

</details>

---

**Aufgabe 8**

Ordne die Backup-Arten zu.

| Backup-Art | Bedeutung |
|---|---|
| Vollbackup | ? |
| inkrementelles Backup | ? |
| differenzielles Backup | ? |

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

| Backup-Art | Bedeutung |
|---|---|
| Vollbackup | sichert alle ausgewählten Daten |
| inkrementelles Backup | sichert Änderungen seit letztem Backup |
| differenzielles Backup | sichert Änderungen seit letztem Vollbackup |

Merksatz:

    Voll = alles.
    Inkrementell = seit letztem Backup.
    Differenziell = seit letztem Vollbackup.

</details>

---

**Aufgabe 9**

Was ist ein Snapshot?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Snapshot ist eine Momentaufnahme eines Systems,
Datenträgers,
Dateisystems
oder einer virtuellen Maschine.

Typische Nutzung:

    vor Updates

    vor Tests

    vor Konfigurationsänderungen

Wichtig:

    Ein Snapshot ersetzt kein vollständiges Backup.

Merksatz:

    Snapshot = Momentaufnahme,
    nicht automatisch Backup.

</details>

---

**Aufgabe 10**

Warum ersetzt ein Snapshot kein Backup?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Snapshots liegen oft auf demselben System oder Speicher wie die Produktivdaten.

Risiken:

    Speicherdefekt betrifft Snapshot ebenfalls

    Ransomware kann Snapshot erreichen

    Snapshot kann gelöscht werden

    Snapshot-Kette kann beschädigt werden

    Speicherplatz kann volllaufen

Merksatz:

    Backup muss getrennt,
    geschützt
    und wiederherstellbar sein.

</details>

---

**Aufgabe 11**

Was bedeutet RPO?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

RPO steht für:

    Recovery Point Objective

Bedeutung:

    maximal akzeptabler Datenverlust.

Beispiel:

    RPO 1 Stunde

Bedeutung:

    Es dürfen höchstens Daten von einer Stunde verloren gehen.

Merksatz:

    RPO = Datenverlust.

</details>

---

**Aufgabe 12**

Was bedeutet RTO?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

RTO steht für:

    Recovery Time Objective

Bedeutung:

    maximal akzeptable Wiederherstellungszeit.

Beispiel:

    RTO 4 Stunden

Bedeutung:

    Der Dienst soll spätestens nach 4 Stunden wieder laufen.

Merksatz:

    RTO = Zeit bis Wiederherstellung.

</details>

---

**Aufgabe 13**

Ordne zu.

| Begriff | Frage |
|---|---|
| RPO | ? |
| RTO | ? |

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

| Begriff | Frage |
|---|---|
| RPO | Wie viel Datenverlust ist maximal erlaubt? |
| RTO | Wie lange darf die Wiederherstellung maximal dauern? |

Merksatz:

    RPO betrifft Daten.
    RTO betrifft Zeit.

</details>

---

**Aufgabe 14**

Ein Unternehmen sagt:

    Es dürfen maximal 2 Stunden Daten verloren gehen.

Welcher Begriff ist gemeint?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Gemeint ist:

    RPO

Begründung:

    Es geht um maximal akzeptablen Datenverlust.

Merksatz:

    Datenverlust = RPO.

</details>

---

**Aufgabe 15**

Ein Unternehmen sagt:

    Der Dienst muss spätestens nach 6 Stunden wieder verfügbar sein.

Welcher Begriff ist gemeint?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Gemeint ist:

    RTO

Begründung:

    Es geht um die maximal akzeptable Wiederherstellungszeit.

Merksatz:

    Wiederherstellungszeit = RTO.

</details>

---

**Aufgabe 16**

Warum muss die Backup-Frequenz zum RPO passen?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Wenn das RPO klein ist,
muss häufiger gesichert werden.

Beispiel:

    RPO 24 Stunden:
    tägliches Backup kann reichen.

    RPO 1 Stunde:
    stündliches Backup oder kontinuierliche Sicherung nötig.

Merksatz:

    Je kleiner das RPO,
    desto häufiger muss gesichert werden.

</details>

---

**Aufgabe 17**

Warum muss der Restore-Prozess zum RTO passen?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Das RTO beschreibt,
wie schnell ein Dienst wiederhergestellt sein muss.

Der Restore-Prozess muss daher schnell genug sein.

Einflussfaktoren:

    Backup-Größe

    Netzwerkgeschwindigkeit

    Speicherleistung

    Abhängigkeiten

    Personal

    Dokumentation

    Tests

Merksatz:

    RTO wird durch den gesamten Wiederherstellungsprozess bestimmt.

</details>

---

**Aufgabe 18**

Was bedeutet Retention?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Retention bedeutet:

    Aufbewahrungsregel für Backups.

Beispiele:

    tägliche Backups 14 Tage behalten

    wöchentliche Backups 8 Wochen behalten

    monatliche Backups 12 Monate behalten

Merksatz:

    Retention regelt,
    wie lange Backups behalten werden.

</details>

---

**Aufgabe 19**

Was ist die 3-2-1-Regel?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Die 3-2-1-Regel lautet:

    3 Kopien der Daten

    2 unterschiedliche Speicherarten

    1 Kopie extern oder getrennt

Beispiel:

    Produktivdaten

    Backup auf NAS

    zusätzliches externes oder Cloud-Backup

Merksatz:

    3-2-1 reduziert das Risiko,
    dass alle Kopien gleichzeitig verloren gehen.

</details>

---

**Aufgabe 20**

Was bedeutet die 3-2-1-1-0-Regel?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Die 3-2-1-1-0-Regel ist eine erweiterte Backup-Regel.

Sie bedeutet:

    3 Kopien

    2 unterschiedliche Medien

    1 Kopie extern

    1 Kopie offline oder immutable

    0 Fehler bei Restore-Tests

Merksatz:

    Die 0 steht für fehlerfrei getestete Wiederherstellung.

</details>

---

**Aufgabe 21**

Was ist ein Offline-Backup?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Offline-Backup ist nicht dauerhaft mit dem Produktivsystem verbunden.

Beispiele:

    getrennte Festplatte

    Band

    ausgelagertes Medium

    abgeschottetes Backup-System

Vorteil:

    besserer Schutz gegen Ransomware
    und versehentliche Löschung.

Merksatz:

    Offline-Backup ist nicht dauerhaft erreichbar.

</details>

---

**Aufgabe 22**

Was ist ein Immutable Backup?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Immutable bedeutet:

    unveränderlich.

Ein Immutable Backup kann für eine festgelegte Zeit nicht verändert oder gelöscht werden.

Schützt gegen:

    Ransomware

    Manipulation

    versehentliche Löschung

    kompromittierte Adminzugänge

Merksatz:

    Immutable Backup schützt die Wiederherstellungsmöglichkeit.

</details>

---

**Aufgabe 23**

Warum sind Offline- oder Immutable-Backups bei Ransomware wichtig?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ransomware versucht häufig,
auch Backups zu löschen oder zu verschlüsseln.

Offline-Backups sind nicht dauerhaft verbunden.

Immutable Backups können für eine festgelegte Zeit nicht verändert oder gelöscht werden.

Dadurch bleibt eine Wiederherstellung möglich.

Merksatz:

    Backups müssen auch vor Angreifern geschützt werden.

</details>

---

**Aufgabe 24**

Was ist Backup-Verschlüsselung?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Backup-Verschlüsselung schützt Sicherungsdaten vor unberechtigtem Lesen.

Wichtig:

    Schlüssel sicher aufbewahren

    Zugriff begrenzen

    Wiederherstellung mit Schlüssel testen

    Schlüsselverlust vermeiden

Merksatz:

    Verschlüsseltes Backup ist nur nutzbar,
    wenn der Schlüssel verfügbar ist.

</details>

---

**Aufgabe 25**

Warum brauchen Backups besondere Zugriffsrechte?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Backups enthalten oft besonders viele oder besonders sensible Daten.

Risiken bei zu breiten Rechten:

    Datenabfluss

    Manipulation

    Löschung

    Ransomware kann Backups verschlüsseln

Maßnahmen:

    getrennte Adminrechte

    MFA

    keine normalen Benutzerrechte auf Backup-Speicher

    Löschrechte begrenzen

    Zugriffe protokollieren

Merksatz:

    Backups brauchen starken Zugriffsschutz.

</details>

---

**Aufgabe 26**

Was ist Backup-Monitoring?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Backup-Monitoring prüft,
ob Sicherungen erfolgreich laufen.

Zu überwachen:

    letzter erfolgreicher Backup-Lauf

    Fehlermeldungen

    Datenmenge

    Laufzeit

    Speicherplatz

    Retention

    ungewöhnliche Löschungen

    Restore-Test

Merksatz:

    Fehlgeschlagene Backups müssen auffallen,
    bevor ein Restore nötig ist.

</details>

---

**Aufgabe 27**

Was ist ein Datenbank-Backup?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Datenbank-Backup sichert eine Datenbank so,
dass sie konsistent wiederhergestellt werden kann.

Wichtig:

    laufende Transaktionen

    Schreibzugriffe

    Transaktionslogs

    Konsistenz

    Wiederherstellungszeitpunkt

Merksatz:

    Datenbanken nicht einfach blind als Datei kopieren.

</details>

---

**Aufgabe 28**

Was bedeutet Point-in-Time-Recovery?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Point-in-Time-Recovery bedeutet:

    Wiederherstellung auf einen bestimmten Zeitpunkt.

Beispiel:

    Datenbank auf Zustand von 10:15 Uhr zurücksetzen.

Nützlich bei:

    versehentlichem Löschen

    fehlerhaftem Import

    falscher Änderung

    beschädigten Daten

Merksatz:

    Point-in-Time-Recovery stellt gezielt einen früheren Zeitpunkt wieder her.

</details>

---

**Aufgabe 29**

Was ist Replikation?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Replikation bedeutet:

    Daten werden auf ein anderes System kopiert,
    oft nahezu aktuell.

Vorteil:

    schnelle Umschaltung

    aktuelle Kopie

    höhere Verfügbarkeit

Risiko:

    Fehler,
    Löschung
    oder Ransomware können mitrepliziert werden.

Merksatz:

    Replikation ist kein Backup.

</details>

---

**Aufgabe 30**

Was ist Synchronisation?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Synchronisation bedeutet:

    Daten werden zwischen Speicherorten abgeglichen.

Problem:

    Löschungen,
    Fehländerungen,
    beschädigte Dateien
    oder Ransomware-Verschlüsselung können mitsynchronisiert werden.

Merksatz:

    Synchronisation hält Daten gleich,
    stellt aber nicht automatisch alte Stände wieder her.

</details>

---

**Aufgabe 31**

Was ist Redundanz?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Redundanz bedeutet:

    wichtige Komponenten sind mehrfach vorhanden.

Beispiele:

    RAID

    zwei Netzteile

    mehrere Server

    zweite Firewall

    mehrere Internetleitungen

Ziel:

    Ausfall vermeiden oder abfedern.

Wichtig:

    Redundanz ersetzt kein Backup.

Merksatz:

    Redundanz erhöht Verfügbarkeit,
    stellt aber keine alten Datenstände wieder her.

</details>

---

**Aufgabe 32**

Ordne zu.

| Begriff | Ersetzt Backup? |
|---|---|
| Snapshot | ? |
| Replikation | ? |
| Synchronisation | ? |
| Redundanz | ? |

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

| Begriff | Ersetzt Backup? |
|---|---|
| Snapshot | nein |
| Replikation | nein |
| Synchronisation | nein |
| Redundanz | nein |

Begründung:

    Diese Verfahren können nützlich sein,
    ersetzen aber kein vollständiges Backup-Konzept mit Restore-Möglichkeit.

Merksatz:

    Nicht alles,
    was Daten kopiert oder verfügbar hält,
    ist ein Backup.

</details>

---

**Aufgabe 33**

Was ist ein Notfallhandbuch?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Notfallhandbuch beschreibt,
was bei schweren Störungen zu tun ist.

Inhalte:

    Ansprechpartner

    Prioritäten

    Systeme

    Wiederherstellungsreihenfolge

    Backup-Orte

    Restore-Anleitungen

    Kommunikationswege

    Eskalationswege

Merksatz:

    Im Notfall darf nicht erst gesucht werden,
    wer was weiß.

</details>

---

**Aufgabe 34**

Warum ist die Restore-Reihenfolge wichtig?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Systeme hängen oft voneinander ab.

Beispielhafte Reihenfolge:

    Netzwerk

    Verzeichnisdienst

    Speicher

    Datenbank

    Anwendung

    Benutzerzugriff

Wenn Abhängigkeiten fehlen,
starten Dienste eventuell nicht korrekt.

Merksatz:

    Restore braucht Reihenfolge,
    weil Systeme voneinander abhängen.

</details>

---

**Aufgabe 35**

Was ist Disaster Recovery?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Disaster Recovery beschreibt:

    Wiederherstellung der IT nach schweren Störungen.

Beispiele:

    Ransomware

    Brand

    Rechenzentrumsausfall

    massiver Datenverlust

    Hardwaredefekt

    Cloud-Ausfall

Merksatz:

    Disaster Recovery = IT-Wiederherstellung nach schwerem Vorfall.

</details>

---

**Aufgabe 36**

Was ist Business Continuity?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Business Continuity bedeutet:

    Geschäftsprozesse sollen trotz Störung weiterlaufen
    oder schnell wieder anlaufen.

Dazu gehören:

    Notfallplanung

    Ersatzprozesse

    Kommunikation

    Verantwortlichkeiten

    Wiederanlauf

    Tests

Merksatz:

    Business Continuity betrachtet den Betrieb insgesamt.

</details>

---

**Aufgabe 37**

Was ist Failover?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Failover bedeutet:

    Ein Dienst wird bei Ausfall auf ein Ersatzsystem umgeschaltet.

Möglich:

    automatisch

    oder

    manuell

Beispiele:

    zweite Firewall übernimmt

    Datenbank-Replikat wird aktiv

    anderer Server übernimmt Dienst

Wichtig:

    Failover ersetzt kein Backup.

Merksatz:

    Failover reduziert Ausfallzeit,
    ist aber kein Backup.

</details>

---

**Aufgabe 38**

Welche Antwort ist besser?

Aufgabe:

    Warum reicht es nicht,
    nur Backups zu erstellen?

Antwort A:

    Weil man mehr machen muss.

Antwort B:

    Backups müssen regelmäßig überwacht und durch Restore-Tests geprüft werden.
    Nur so ist sichergestellt,
    dass Daten vollständig,
    lesbar
    und innerhalb der geforderten Zeit wiederherstellbar sind.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

B ist besser.

Begründung:

    Die Antwort nennt konkrete Anforderungen:
    Monitoring,
    Restore-Test,
    Vollständigkeit
    und Wiederherstellungszeit.

Merksatz:

    Backup braucht Prüfung.

</details>

---

**Aufgabe 39**

Welche Antwort ist besser?

Aufgabe:

    Warum ist Replikation kein Backup?

Antwort A:

    Weil es anders heißt.

Antwort B:

    Replikation erstellt eine aktuelle Kopie.
    Fehler,
    Löschungen
    oder Ransomware-Verschlüsselungen können jedoch mitrepliziert werden.
    Ein Backup muss auch ältere Zustände wiederherstellen können.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

B ist besser.

Begründung:

    Die Antwort erklärt den fachlichen Unterschied zwischen aktueller Kopie
    und wiederherstellbaren alten Ständen.

Merksatz:

    Replikation ist Verfügbarkeit,
    Backup ist Wiederherstellung.

</details>

---

**Aufgabe 40**

Welche Antwort ist besser?

Aufgabe:

    Was bedeutet RPO 1 Stunde?

Antwort A:

    Das Backup dauert eine Stunde.

Antwort B:

    RPO 1 Stunde bedeutet,
    dass maximal Daten aus einer Stunde verloren gehen dürfen.
    Die Backup-Frequenz oder Sicherungsmethode muss dazu passen.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

B ist besser.

Begründung:

    RPO beschreibt Datenverlust,
    nicht die Dauer des Backups.

Merksatz:

    RPO nicht mit Backup-Dauer verwechseln.

</details>

---

**Mini-Prüfung: schnelle Zuordnung**

| Frage | Antwort |
|---|---|
| Was ist Backup? | Sicherung |
| Was ist Restore? | Wiederherstellung |
| Was bedeutet RPO? | maximal akzeptabler Datenverlust |
| Was bedeutet RTO? | maximal akzeptable Wiederherstellungszeit |
| Was bedeutet Retention? | Aufbewahrungsregel |
| Was ist Vollbackup? | sichert alle ausgewählten Daten |
| Was ist inkrementell? | Änderungen seit letztem Backup |
| Was ist differenziell? | Änderungen seit letztem Vollbackup |
| Was ist Snapshot? | Momentaufnahme |
| Was ist Offline-Backup? | nicht dauerhaft verbunden |
| Was ist Immutable Backup? | unveränderliches Backup |
| Was ist Restore-Test? | Prüfung der Wiederherstellung |

---

**Mini-Prüfung: Fehlerbild erkennen**

| Fehlerbild | Wahrscheinlichstes Thema |
|---|---|
| Backup vorhanden, Restore geht nicht | Restore-Test fehlt oder Backup defekt |
| zu viel Datenverlust | RPO nicht eingehalten |
| Wiederherstellung dauert zu lange | RTO nicht eingehalten |
| Datenbank nach Restore beschädigt | kein konsistentes Backup |
| Backupziel voll | Retention oder Speicherplatz |
| Ransomware verschlüsselt Backups mit | Backup online und beschreibbar |
| verschlüsseltes Backup nicht nutzbar | Schlüssel fehlt |
| alte Datei fehlt | Retention zu kurz |
| Replikat enthält auch gelöschte Daten | Replikation ist kein Backup |
| Dienst startet nach Restore nicht | Abhängigkeiten oder Reihenfolge vergessen |

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**IHK-sichere Kurzformulierung**

Ein Backup ist eine Sicherung von Daten, Systemen oder Konfigurationen. Restore bezeichnet die Wiederherstellung aus dieser Sicherung. Ein Backup ist nur zuverlässig, wenn die Wiederherstellung regelmäßig getestet wird. Vollbackups sichern alle ausgewählten Daten, inkrementelle Backups sichern Änderungen seit dem letzten Backup und differenzielle Backups sichern Änderungen seit dem letzten Vollbackup. RPO beschreibt den maximal akzeptablen Datenverlust, RTO die maximal akzeptable Wiederherstellungszeit. Retention legt fest, wie lange Backups aufbewahrt werden. Snapshots, Replikation, Synchronisation, Redundanz und Failover ersetzen kein vollständiges Backup-Konzept. Gegen Ransomware helfen besonders Offline- oder Immutable-Backups und regelmäßige Restore-Tests.

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**Merksätze**

    Backup = Sicherung.

    Restore = Wiederherstellung.

    Backup ohne Restore-Test ist unsicher.

    Vollbackup sichert alles.

    Inkrementell sichert seit letztem Backup.

    Differenziell sichert seit letztem Vollbackup.

    Snapshot ist Momentaufnahme.

    Snapshot ersetzt kein Backup.

    Datenbanken brauchen konsistente Backups.

    Point-in-Time-Recovery stellt einen Zeitpunkt wieder her.

    RPO = Datenverlust.

    RTO = Wiederherstellungszeit.

    Retention = Aufbewahrungsregel.

    Backup-Frequenz muss zum RPO passen.

    Restore-Prozess muss zum RTO passen.

    3-2-1 reduziert Gesamtrisiko.

    3-2-1-1-0 ergänzt Offline oder Immutable und fehlerfreie Restore-Tests.

    Offline-Backup ist nicht dauerhaft verbunden.

    Immutable Backup ist unveränderlich.

    Verschlüsseltes Backup braucht Schlüssel.

    Backups brauchen starke Rechtebegrenzung.

    Backup-Monitoring ist Pflicht.

    Backup-Logs regelmäßig prüfen.

    Redundanz ist kein Backup.

    Replikation ist kein Backup.

    Synchronisation ist kein Backup.

    Failover ist kein Backup.

    Notfallhandbuch hilft im Ernstfall.

    Restore braucht Reihenfolge.

    Business Continuity betrachtet Geschäftsprozesse.

    Disaster Recovery betrachtet IT-Wiederherstellung.

    Im Notfall zählt nicht,
    ob ein Backup irgendwo existiert,
    sondern ob es korrekt und rechtzeitig wiederhergestellt werden kann.