# 20.17 Spezialtrainer – Standardports und Dienste

Dieser Spezialtrainer ist eine zusätzliche Übungsseite.

Der allgemeine Netzwerktechnik-Trainer ist bereits abgeschlossen.
Diese Seite dient nur als vertiefender Trainer für Standardports,
Dienste,
TCP,
UDP
und typische Port-Fehlerbilder.

Ziel ist,
Portnummern nicht nur auswendig zu lernen,
sondern in Prüfungsaufgaben richtig anzuwenden.

Merksatz:

    IP findet den Host.
    Port findet den Dienst.
    Protokoll sagt,
    ob TCP oder UDP gemeint ist.

---

**Lernziele**

Nach dieser Seite solltest du sicher können:

    - wichtige Standardports nennen
    - TCP und UDP bei Ports unterscheiden
    - typische Dienste zuordnen
    - Firewall-Regeln genauer formulieren
    - Port-Fehlerbilder erkennen
    - erklären,
      warum ping keinen Porttest ersetzt
    - unsichere Dienste erkennen
    - sichere Alternativen nennen

---

**Kurzüberblick: wichtigste Ports**

| Dienst | Protokoll und Port | Zweck |
|---|---|---|
| FTP | TCP 21 | Dateiübertragung, unverschlüsselt |
| SSH | TCP 22 | sichere Fernadministration |
| SFTP | TCP 22 | Dateiübertragung über SSH |
| SMTP | TCP 25 | E-Mail-Übertragung |
| DNS | UDP/TCP 53 | Namensauflösung |
| DHCP Server | UDP 67 | DHCP-Server |
| DHCP Client | UDP 68 | DHCP-Client |
| HTTP | TCP 80 | Web unverschlüsselt |
| POP3 | TCP 110 | E-Mail-Abruf |
| NTP | UDP 123 | Zeitsynchronisation |
| IMAP | TCP 143 | E-Mail-Abruf und Synchronisation |
| SNMP | UDP 161 | Netzwerkmanagement |
| HTTPS | TCP 443 | Web verschlüsselt |
| SMB | TCP 445 | Datei- und Druckfreigaben |
| SMTPS | TCP 465 | SMTP über TLS |
| IMAPS | TCP 993 | IMAP über TLS |
| POP3S | TCP 995 | POP3 über TLS |
| RDP | TCP 3389 | Remote Desktop |

Merksatz:

    Portnummer immer zusammen mit TCP oder UDP lernen.

---

**Aufgabe 1**

Welchen Port nutzt SSH typischerweise?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

SSH nutzt typischerweise:

    TCP 22

SSH steht für:

    Secure Shell

Nutzung:

    sichere Fernadministration

    verschlüsselte Kommandozeile

    SFTP

Merksatz:

    SSH = TCP 22.

</details>

---

**Aufgabe 2**

Welchen Port nutzt HTTPS typischerweise?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

HTTPS nutzt typischerweise:

    TCP 443

HTTPS bedeutet:

    HTTP über TLS

Nutzung:

    verschlüsselte Webkommunikation

Merksatz:

    HTTPS = TCP 443.

</details>

---

**Aufgabe 3**

Welchen Port nutzt HTTP typischerweise?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

HTTP nutzt typischerweise:

    TCP 80

Wichtig:

    HTTP ist unverschlüsselt.

Besser für sensible Daten:

    HTTPS über TCP 443

Merksatz:

    HTTP = TCP 80.
    HTTPS = TCP 443.

</details>

---

**Aufgabe 4**

Welchen Port nutzt DNS?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

DNS nutzt:

    UDP 53

und bei Bedarf auch:

    TCP 53

Typisch:

    normale DNS-Abfragen häufig UDP 53

    größere Antworten,
    Zonentransfers
    oder bestimmte Fälle TCP 53

Merksatz:

    DNS = UDP/TCP 53.

</details>

---

**Aufgabe 5**

Welche Ports nutzt DHCP?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

DHCP nutzt:

    UDP 67 für den DHCP-Server

    UDP 68 für den DHCP-Client

Merksatz:

    DHCP = UDP 67 und UDP 68.

</details>

---

**Aufgabe 6**

Welchen Port nutzt SMB typischerweise?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

SMB nutzt typischerweise:

    TCP 445

Nutzung:

    Datei- und Druckfreigaben

    Netzlaufwerke

    Windows-Freigaben

Merksatz:

    SMB = TCP 445.

</details>

---

**Aufgabe 7**

Welchen Port nutzt RDP typischerweise?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

RDP nutzt typischerweise:

    TCP 3389

RDP steht für:

    Remote Desktop Protocol

Merksatz:

    RDP = TCP 3389.

</details>

---

**Aufgabe 8**

Welchen Port nutzt NTP?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

NTP nutzt typischerweise:

    UDP 123

NTP steht für:

    Network Time Protocol

Aufgabe:

    Zeitsynchronisation

Merksatz:

    NTP = UDP 123.

</details>

---

**Aufgabe 9**

Welchen Port nutzt SNMP?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

SNMP nutzt typischerweise:

    UDP 161

SNMP steht für:

    Simple Network Management Protocol

Aufgabe:

    Netzwerkgeräte überwachen und verwalten

Merksatz:

    SNMP = UDP 161.

</details>

---

**Aufgabe 10**

Ordne die Webports zu.

| Dienst | Protokoll und Port |
|---|---|
| HTTP | ? |
| HTTPS | ? |

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

| Dienst | Protokoll und Port |
|---|---|
| HTTP | TCP 80 |
| HTTPS | TCP 443 |

Merksatz:

    HTTP unverschlüsselt.
    HTTPS verschlüsselt mit TLS.

</details>

---

**Aufgabe 11**

Ordne die E-Mail-Protokolle zu.

| Dienst | Protokoll und Port |
|---|---|
| SMTP | ? |
| POP3 | ? |
| IMAP | ? |
| SMTPS | ? |
| POP3S | ? |
| IMAPS | ? |

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

| Dienst | Protokoll und Port |
|---|---|
| SMTP | TCP 25 |
| POP3 | TCP 110 |
| IMAP | TCP 143 |
| SMTPS | TCP 465 |
| POP3S | TCP 995 |
| IMAPS | TCP 993 |

Merksatz:

    SMTP sendet.
    POP3 und IMAP empfangen.
    S am Ende bedeutet verschlüsselte Variante.

</details>

---

**Aufgabe 12**

Was macht SMTP?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

SMTP steht für:

    Simple Mail Transfer Protocol

Aufgabe:

    E-Mails senden und zwischen Mailservern übertragen.

Typischer Port:

    TCP 25

Merksatz:

    SMTP sendet E-Mails.

</details>

---

**Aufgabe 13**

Was macht POP3?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

POP3 steht für:

    Post Office Protocol Version 3

Aufgabe:

    E-Mails vom Server abrufen.

Typischer Port:

    TCP 110

Verschlüsselte Variante:

    POP3S über TCP 995

Merksatz:

    POP3 ruft E-Mails ab.

</details>

---

**Aufgabe 14**

Was macht IMAP?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

IMAP steht für:

    Internet Message Access Protocol

Aufgabe:

    E-Mails auf dem Server abrufen und synchron verwalten.

Typischer Port:

    TCP 143

Verschlüsselte Variante:

    IMAPS über TCP 993

Merksatz:

    IMAP synchronisiert E-Mails.

</details>

---

**Aufgabe 15**

Was ist der Unterschied zwischen POP3 und IMAP?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

POP3:

    einfacher E-Mail-Abruf

    traditionell eher Herunterladen vom Server

IMAP:

    serverseitige Verwaltung

    Synchronisation über mehrere Geräte

    Ordnerstruktur bleibt serverseitig erhalten

Merksatz:

    POP3 ruft ab.
    IMAP synchronisiert.

</details>

---

**Aufgabe 16**

Ordne Dateiübertragungsprotokolle zu.

| Dienst | Protokoll und Port | Sicherheit |
|---|---|---|
| FTP | ? | ? |
| SFTP | ? | ? |
| FTPS | ? | ? |

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

| Dienst | Protokoll und Port | Sicherheit |
|---|---|---|
| FTP | TCP 21 | unverschlüsselt |
| SFTP | TCP 22 | über SSH verschlüsselt |
| FTPS | TCP 21 oder weitere Ports je nach Modus | FTP mit TLS |

Merksatz:

    FTP ist unverschlüsselt.
    SFTP nutzt SSH.
    FTPS ist FTP mit TLS.

</details>

---

**Aufgabe 17**

Warum ist FTP unsicher?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

FTP ist unsicher,
weil es klassisch unverschlüsselt überträgt.

Risiken:

    Zugangsdaten können mitgelesen werden

    Daten können mitgelesen werden

    Man-in-the-Middle möglich

Bessere Alternativen:

    SFTP

    FTPS

    HTTPS-basierter Upload

Merksatz:

    FTP nicht für sensible Daten verwenden.

</details>

---

**Aufgabe 18**

Was ist der Unterschied zwischen SFTP und FTPS?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

SFTP:

    Dateiübertragung über SSH

    typischerweise TCP 22

FTPS:

    FTP mit TLS-Verschlüsselung

    basiert auf FTP

Wichtig:

    SFTP und FTPS sind nicht dasselbe.

Merksatz:

    SFTP = SSH.
    FTPS = FTP mit TLS.

</details>

---

**Aufgabe 19**

Warum ist „Port 53 freigeben“ ungenau?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Die Angabe ist ungenau,
weil nicht klar ist,
ob TCP 53,
UDP 53
oder beides gemeint ist.

Bei Firewall-Regeln müssen angegeben werden:

    Quelle

    Ziel

    Protokoll

    Port

    Aktion

Merksatz:

    Portnummer ohne TCP oder UDP ist unvollständig.

</details>

---

**Aufgabe 20**

Warum ist „Port 443 erlauben“ in einer Firewall-Regel noch nicht vollständig?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Es fehlen wichtige Angaben:

    Quelle

    Ziel

    Protokoll

    Richtung

    Aktion

    Zweck

Besser:

    Quelle:
    Internet

    Ziel:
    Webserver-DMZ

    Protokoll:
    TCP

    Port:
    443

    Aktion:
    erlauben

    Zweck:
    HTTPS-Zugriff

Merksatz:

    Firewall-Regeln brauchen mehr als nur eine Portnummer.

</details>

---

**Aufgabe 21**

Was bedeutet LISTEN bei einem TCP-Port?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

LISTEN bedeutet:

    Ein Dienst wartet auf eingehende Verbindungen.

Beispiel:

    Webserver lauscht auf TCP 443.

Merksatz:

    LISTEN = Dienst wartet auf Verbindung.

</details>

---

**Aufgabe 22**

Was bedeutet ESTABLISHED bei TCP?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

ESTABLISHED bedeutet:

    Eine TCP-Verbindung besteht aktiv.

Beispiel:

    Client hat eine HTTPS-Verbindung zum Server aufgebaut.

Merksatz:

    ESTABLISHED = Verbindung besteht.

</details>

---

**Aufgabe 23**

Was bedeutet SYN_SENT?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

SYN_SENT bedeutet:

    Der Client hat einen TCP-Verbindungsaufbau gestartet
    und wartet auf Antwort.

Wenn es hängen bleibt,
sind möglich:

    Ziel nicht erreichbar

    Port blockiert

    Dienst antwortet nicht

    Firewall blockiert

    Routingproblem

Merksatz:

    SYN_SENT zeigt:
    Anfrage raus,
    Antwort fehlt.

</details>

---

**Aufgabe 24**

Was bedeutet TIME_WAIT?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

TIME_WAIT ist ein TCP-Zustand nach dem Schließen einer Verbindung.

Er sorgt dafür,
dass verspätete Pakete einer alten Verbindung nicht mit neuen Verbindungen verwechselt werden.

Merksatz:

    TIME_WAIT nach Verbindungsende ist normal.

</details>

---

**Aufgabe 25**

Ein Server ist per ping erreichbar,
aber TCP 22 ist nicht erreichbar.

Was ist wahrscheinlich?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ping prüft ICMP.
TCP 22 ist SSH.

Mögliche Ursachen:

    SSH-Dienst läuft nicht

    SSH lauscht auf anderem Port

    lokale Firewall blockiert

    Netzwerkfirewall blockiert

    Zugriff nur aus bestimmten Netzen erlaubt

    Dienst lauscht nur auf localhost

Merksatz:

    Host erreichbar heißt nicht:
    Dienst erreichbar.

</details>

---

**Aufgabe 26**

Ein Webserver ist intern auf TCP 443 erreichbar,
aber nicht von außen.

Was sollte geprüft werden?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Prüfen:

    öffentliche IP

    DNS

    Portweiterleitung

    Router-Firewall

    lokale Firewall

    Dienststatus

    doppeltes NAT

    CGNAT

    Provider blockiert Port

Merksatz:

    Intern ja,
    extern nein:
    NAT,
    Firewall,
    DNS
    und öffentliche IP prüfen.

</details>

---

**Aufgabe 27**

Ein Dienst läuft,
lauscht aber nur auf 127.0.0.1.

Was bedeutet das?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

127.0.0.1 ist localhost.

Wenn ein Dienst nur auf 127.0.0.1 lauscht,
ist er nur lokal auf dem Server erreichbar.

Andere Geräte können ihn nicht direkt erreichen.

Prüfen:

    Bind-Adresse

    Dienstkonfiguration

    Firewall

Merksatz:

    127.0.0.1 = nur lokal.

</details>

---

**Aufgabe 28**

Ein Dienst lauscht auf 0.0.0.0.

Was bedeutet das?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

0.0.0.0 bedeutet bei einem lauschenden Dienst:

    Der Dienst lauscht auf allen IPv4-Schnittstellen des Systems.

Wichtig:

    Ob der Dienst erreichbar ist,
    hängt zusätzlich von Firewall,
    Routing,
    NAT
    und Berechtigungen ab.

Merksatz:

    0.0.0.0 = alle IPv4-Interfaces.

</details>

---

**Aufgabe 29**

Warum ersetzt ping keinen Porttest?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

ping prüft ICMP-Erreichbarkeit.

ping prüft nicht:

    TCP-Port

    UDP-Port

    Dienststatus

    Anwendung

    Anmeldung

    Berechtigungen

Beispiel:

    Ein Server kann auf ping antworten,
    obwohl TCP 443 blockiert ist.

Merksatz:

    ping prüft den Host,
    nicht den Dienst.

</details>

---

**Aufgabe 30**

Welche Werkzeuge oder Methoden eignen sich zur Portprüfung?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Mögliche Prüfungen:

    Dienststatus prüfen

    Firewall-Logs prüfen

    Porttest vom Client aus

    ss oder netstat auf dem Server

    curl für HTTP/HTTPS

    Verbindungsprüfung mit geeigneten Tools

    Logs des Dienstes prüfen

Wichtig:

    Immer TCP oder UDP beachten.

Merksatz:

    Portprüfung braucht Richtung,
    Ziel,
    Protokoll
    und Dienststatus.

</details>

---

**Aufgabe 31**

Warum sollte RDP nicht direkt aus dem Internet erreichbar sein?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

RDP ist ein häufiges Angriffsziel.

Risiken:

    Brute Force

    Credential Stuffing

    Exploits

    unberechtigter Fernzugriff

Besser:

    VPN

    RDP-Gateway

    MFA

    Zugriff nur von bekannten Quellnetzen

    Logging

Merksatz:

    RDP nicht offen ins Internet stellen.

</details>

---

**Aufgabe 32**

Warum sollte SMB nicht direkt aus dem Internet erreichbar sein?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

SMB ist für Datei- und Druckfreigaben gedacht
und sollte nicht öffentlich erreichbar sein.

Risiken:

    Datenabfluss

    Malware-Ausbreitung

    Brute Force

    Ausnutzung von Schwachstellen

    Zugriff auf interne Freigaben

Merksatz:

    SMB gehört nicht offen ins Internet.

</details>

---

**Aufgabe 33**

Warum sollte Telnet nicht verwendet werden?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Telnet überträgt unverschlüsselt.

Risiken:

    Zugangsdaten können mitgelesen werden

    Sitzungen können mitgelesen werden

    Man-in-the-Middle-Angriffe möglich

Sichere Alternative:

    SSH

Merksatz:

    Telnet unsicher,
    SSH sicherer.

</details>

---

**Aufgabe 34**

Ordne sichere und unsichere Varianten zu.

| Unsicherer Dienst | Sicherere Alternative |
|---|---|
| Telnet | ? |
| FTP | ? |
| HTTP | ? |
| POP3 | ? |
| IMAP | ? |

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

| Unsicherer Dienst | Sicherere Alternative |
|---|---|
| Telnet | SSH |
| FTP | SFTP oder FTPS |
| HTTP | HTTPS |
| POP3 | POP3S |
| IMAP | IMAPS |

Merksatz:

    Unverschlüsselte Dienste vermeiden,
    wenn sensible Daten übertragen werden.

</details>

---

**Aufgabe 35**

Welcher Port passt zu welchem Dienst?

| Port | Dienst |
|---:|---|
| 22 | ? |
| 53 | ? |
| 67/68 | ? |
| 80 | ? |
| 123 | ? |
| 443 | ? |
| 445 | ? |
| 3389 | ? |

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

| Port | Dienst |
|---:|---|
| 22 | SSH / SFTP |
| 53 | DNS |
| 67/68 | DHCP |
| 80 | HTTP |
| 123 | NTP |
| 443 | HTTPS |
| 445 | SMB |
| 3389 | RDP |

</details>

---

**Aufgabe 36**

Welcher Dienst passt zu welchem Port?

| Dienst | Port |
|---|---|
| SSH | ? |
| DNS | ? |
| DHCP | ? |
| HTTP | ? |
| HTTPS | ? |
| SMB | ? |
| RDP | ? |
| NTP | ? |

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

| Dienst | Port |
|---|---|
| SSH | TCP 22 |
| DNS | UDP/TCP 53 |
| DHCP | UDP 67/68 |
| HTTP | TCP 80 |
| HTTPS | TCP 443 |
| SMB | TCP 445 |
| RDP | TCP 3389 |
| NTP | UDP 123 |

</details>

---

**Aufgabe 37**

Ein DNS-Server ist nicht erreichbar.
Welche Firewall-Regel könnte fehlen?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Möglicherweise fehlt:

    UDP 53

und je nach Fall auch:

    TCP 53

Saubere Regel:

    Quelle:
    Clientnetz

    Ziel:
    DNS-Server

    Protokoll:
    UDP und TCP

    Port:
    53

    Aktion:
    erlauben

Merksatz:

    DNS braucht meistens UDP 53,
    TCP 53 mitdenken.

</details>

---

**Aufgabe 38**

Ein Client erhält keine DHCP-Adresse.
Welche Ports sind relevant?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Relevant sind:

    UDP 67

    UDP 68

Zusätzlich prüfen:

    DHCP-Server

    VLAN

    DHCP-Relay

    DHCP-Scope

    Firewall-Regeln

Merksatz:

    DHCP = UDP 67 und 68.

</details>

---

**Aufgabe 39**

Welche Antwort ist besser?

Aufgabe:

    Ein Server ist pingbar,
    aber die Webseite funktioniert nicht.
    Was prüfen Sie?

Antwort A:

    Der Server ist erreichbar,
    also ist alles gut.

Antwort B:

    ping prüft nur ICMP.
    Für die Webseite müssen TCP 80 oder TCP 443,
    Webdienst,
    Firewall,
    TLS
    und Anwendung geprüft werden.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

B ist besser.

Begründung:

    Die Antwort unterscheidet Host-Erreichbarkeit
    und Dienst-Erreichbarkeit.

Merksatz:

    ping ist kein Diensttest.

</details>

---

**Aufgabe 40**

Welche Antwort ist besser?

Aufgabe:

    Warum ist eine Firewall-Regel mit „Port 443 erlauben“ unvollständig?

Antwort A:

    Weil man noch mehr schreiben kann.

Antwort B:

    Für eine saubere Firewall-Regel fehlen Quelle,
    Ziel,
    Protokoll,
    Richtung,
    Aktion
    und Zweck.
    Außerdem muss TCP 443 genannt werden,
    weil Portnummern ohne Transportprotokoll ungenau sind.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

B ist besser.

Begründung:

    Die Antwort erklärt fachlich,
    welche Angaben in einer Regel fehlen.

Merksatz:

    Firewall-Regel vollständig formulieren.

</details>

---

**Mini-Prüfung: Ports auswendig**

| Dienst | Protokoll und Port |
|---|---|
| FTP | TCP 21 |
| SSH | TCP 22 |
| SFTP | TCP 22 |
| SMTP | TCP 25 |
| DNS | UDP/TCP 53 |
| DHCP Server | UDP 67 |
| DHCP Client | UDP 68 |
| HTTP | TCP 80 |
| POP3 | TCP 110 |
| NTP | UDP 123 |
| IMAP | TCP 143 |
| SNMP | UDP 161 |
| HTTPS | TCP 443 |
| SMB | TCP 445 |
| SMTPS | TCP 465 |
| IMAPS | TCP 993 |
| POP3S | TCP 995 |
| RDP | TCP 3389 |

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**Mini-Prüfung: Fehlerbilder**

| Fehlerbild | Wahrscheinlichstes Thema |
|---|---|
| ping geht, SSH nicht | TCP 22, SSH-Dienst, Firewall |
| ping geht, HTTPS nicht | TCP 443, Webdienst, Firewall, TLS |
| DNS antwortet nicht | UDP/TCP 53 |
| DHCP funktioniert nicht | UDP 67/68, DHCP, VLAN, Relay |
| SMB-Freigabe nicht erreichbar | TCP 445, Firewall, SMB-Dienst |
| RDP geht nicht | TCP 3389, RDP-Dienst, Firewall |
| Dienst nur lokal erreichbar | bindet nur an 127.0.0.1 |
| Port offen, Login scheitert | Authentifizierung |
| Port offen, Zugriff verweigert | Autorisierung |
| SYN_SENT bleibt stehen | Antwort fehlt, Firewall, Routing oder Dienst |

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**Typische Prüfungsfallen**

| Falle | Richtig denken |
|---|---|
| Portnummer ohne TCP/UDP | unvollständig |
| ping ersetzt Porttest | falsch |
| DNS nur UDP | meistens UDP, aber TCP mitdenken |
| SFTP und FTPS gleichsetzen | falsch |
| HTTP und HTTPS gleichsetzen | falsch |
| RDP ins Internet öffnen | Sicherheitsrisiko |
| SMB ins Internet öffnen | Sicherheitsrisiko |
| Dienst läuft = Dienst erreichbar | nicht automatisch |
| 127.0.0.1 als Bind-Adresse übersehen | nur lokal erreichbar |
| Firewall-Regel ohne Quelle und Ziel | unvollständig |

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**IHK-sichere Kurzformulierung**

Ports gehören zur OSI-Schicht 4 und werden von TCP oder UDP genutzt, um Daten dem richtigen Dienst oder Prozess zuzuordnen. Eine IP-Adresse identifiziert den Host, der Port den Dienst. Standardports sollten immer zusammen mit dem Transportprotokoll gelernt werden, zum Beispiel SSH TCP 22, DNS UDP/TCP 53, HTTP TCP 80, HTTPS TCP 443, SMB TCP 445 und RDP TCP 3389. ping prüft nur ICMP-Erreichbarkeit und ersetzt keinen Port- oder Diensttest. Für Firewall-Regeln reicht eine Portnummer allein nicht aus; benötigt werden Quelle, Ziel, Protokoll, Port, Richtung, Aktion und Zweck.

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**Merksätze**

    IP findet den Host.

    Port findet den Dienst.

    Ports gehören zu Schicht 4.

    TCP und UDP unterscheiden.

    Portnummer ohne TCP oder UDP ist unvollständig.

    SSH = TCP 22.

    SFTP = TCP 22.

    DNS = UDP/TCP 53.

    DHCP = UDP 67 und 68.

    HTTP = TCP 80.

    HTTPS = TCP 443.

    SMB = TCP 445.

    RDP = TCP 3389.

    NTP = UDP 123.

    SMTP sendet E-Mails.

    IMAP synchronisiert E-Mails.

    POP3 ruft E-Mails ab.

    FTP ist unverschlüsselt.

    SFTP nutzt SSH.

    FTPS ist FTP mit TLS.

    Telnet vermeiden,
    SSH nutzen.

    HTTP vermeiden,
    HTTPS nutzen.

    ping ist kein Porttest.

    Host erreichbar heißt nicht:
    Dienst erreichbar.

    LISTEN heißt:
    Dienst wartet.

    ESTABLISHED heißt:
    Verbindung besteht.

    SYN_SENT heißt:
    Anfrage raus,
    Antwort fehlt.

    127.0.0.1 heißt:
    nur lokal.

    0.0.0.0 heißt:
    alle IPv4-Interfaces.

    RDP nicht offen ins Internet stellen.

    SMB nicht offen ins Internet stellen.

    Firewall-Regeln brauchen Quelle,
    Ziel,
    Protokoll,
    Port,
    Richtung,
    Aktion
    und Zweck.