# 20.2 Trainer – Schicht 1 / Übertragungsmedien, Verkabelung

Diese Trainer-Seite wiederholt Übertragungsmedien,
Verkabelung,
Signalqualität
und die OSI-Schicht 1.

Ziel ist,
typische Prüfungsfragen zu Kabeln,
LWL,
WLAN,
Dämpfung,
Duplex,
Auto-Negotiation
und physikalischer Fehlersuche sicher zu beantworten.

Merksatz:

    Schicht 1 fragt:
    Kommt überhaupt ein Signal an?

---

**Lernziele**

Nach dieser Seite solltest du sicher können:

    - Kupfer,
      LWL
      und WLAN unterscheiden
    - Koaxialkabel,
      Twisted Pair
      und Glasfaser einordnen
    - Dämpfung erklären
    - Duplex und Auto-Negotiation erklären
    - typische Schicht-1-Fehler erkennen
    - passende Prüfmaßnahmen nennen
    - Übertragungsmedien nach Einsatzzweck auswählen

---

**Kurzüberblick: Übertragungsmedien**

| Medium | Signalart | Typische Nutzung |
|---|---|---|
| Twisted Pair | elektrisch | LAN-Verkabelung |
| Koaxialkabel | elektrisch | ältere Netze, Kabelanschluss, Antennentechnik |
| Lichtwellenleiter | optisch | hohe Bandbreite, lange Strecken |
| WLAN | Funk | drahtlose Netzwerkverbindung |

Merksatz:

    Kupfer überträgt elektrisch.
    LWL überträgt optisch.
    WLAN überträgt per Funk.

---

**Kurzüberblick: OSI-Schicht 1**

OSI-Schicht 1 heißt:

    Bitübertragungsschicht

Aufgabe:

    Bits als Signale übertragen.

Typische Themen:

    Kabel
    Stecker
    Funk
    Licht
    elektrische Signale
    Dämpfung
    Störungen
    Link
    Geschwindigkeit
    Duplex
    Auto-Negotiation

Merksatz:

    Schicht 1 kümmert sich um die physische Übertragung.

---

**Aufgabe 1**

Welche OSI-Schicht ist betroffen,
wenn ein Netzwerkkabel defekt ist?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Betroffen ist:

    OSI-Schicht 1

Begründung:

    Ein defektes Kabel betrifft die physische Signalübertragung.
    Kabel,
    Stecker,
    Funk,
    Licht
    und elektrische Signale gehören zur Bitübertragungsschicht.

Merksatz:

    Kabelproblem = Schicht 1.

</details>

---

**Aufgabe 2**

Ordne die Medien der richtigen Signalart zu.

| Medium | Signalart |
|---|---|
| Twisted Pair | ? |
| Lichtwellenleiter | ? |
| WLAN | ? |
| Koaxialkabel | ? |

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

| Medium | Signalart |
|---|---|
| Twisted Pair | elektrisch |
| Lichtwellenleiter | optisch |
| WLAN | Funk |
| Koaxialkabel | elektrisch |

Merksatz:

    Kupfer elektrisch,
    Glasfaser optisch,
    WLAN Funk.

</details>

---

**Aufgabe 3**

Was ist Twisted-Pair-Kabel?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Twisted-Pair-Kabel ist ein Kupferkabel,
bei dem Adernpaare miteinander verdrillt sind.

Ziel der Verdrillung:

    Störungen reduzieren

    Übersprechen verringern

    Signalqualität verbessern

Typische Nutzung:

    Ethernet-LAN

Merksatz:

    Twisted Pair = verdrillte Kupferadern für LAN.

</details>

---

**Aufgabe 4**

Warum sind die Adernpaare bei Twisted-Pair-Kabeln verdrillt?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Die Adernpaare sind verdrillt,
um elektromagnetische Störungen und Übersprechen zu reduzieren.

Dadurch wird die Signalqualität verbessert.

Merksatz:

    Verdrillung schützt vor Störungen.

</details>

---

**Aufgabe 5**

Welche Aussage ist richtig?

    A: LWL überträgt Daten elektrisch.

    B: Twisted Pair überträgt Daten optisch.

    C: LWL überträgt Daten mit Licht.

    D: WLAN nutzt MAC-Adressen nicht.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Richtig ist:

    C: LWL überträgt Daten mit Licht.

Begründung:

    Lichtwellenleiter übertragen Signale optisch
    und eignen sich besonders für hohe Bandbreiten
    und lange Strecken.

</details>

---

**Aufgabe 6**

Nenne zwei Vorteile von Lichtwellenleitern gegenüber Kupferkabeln.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Mögliche Vorteile:

    hohe Bandbreite

    große Reichweite

    unempfindlicher gegen elektromagnetische Störungen

    galvanische Trennung

    schwerer unbemerkt abzuhören als Kupfer

IHK-sichere Antwort:

    Lichtwellenleiter ermöglichen hohe Übertragungsraten über lange Strecken
    und sind unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen.

</details>

---

**Aufgabe 7**

Nenne zwei Nachteile von Lichtwellenleitern.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Mögliche Nachteile:

    empfindlicher gegenüber Knicken

    aufwendigere Montage

    spezielle Spleiß- oder Stecktechnik nötig

    oft teurere aktive Komponenten

    Verschmutzung an Steckern kann Probleme verursachen

Merksatz:

    LWL ist leistungsfähig,
    aber empfindlich bei Montage und Handhabung.

</details>

---

**Aufgabe 8**

Was ist Dämpfung?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Dämpfung bedeutet:

    Das Signal wird auf dem Übertragungsweg schwächer.

Ursachen:

    Kabellänge
    schlechte Stecker
    Knicke
    schlechte Spleiße
    Störungen
    minderwertiges Kabel
    Verschmutzung bei LWL

Merksatz:

    Dämpfung = Signalverlust auf dem Weg.

</details>

---

**Aufgabe 9**

Welche Folge kann zu hohe Dämpfung haben?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Mögliche Folgen:

    Verbindungsabbrüche

    Paketverluste

    geringere Übertragungsrate

    instabile Verbindung

    kein Link

    hohe Fehlerrate

Merksatz:

    Zu viel Dämpfung macht Verbindungen langsam,
    instabil
    oder unmöglich.

</details>

---

**Aufgabe 10**

Was bedeutet „Link“ bei einer Netzwerkschnittstelle?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Link bedeutet:

    Die physische Verbindung zwischen zwei Netzwerkkomponenten ist erkannt.

Beispiel:

    Netzwerkkarte und Switchport erkennen,
    dass eine Verbindung besteht.

Wichtig:

    Link vorhanden heißt nicht automatisch,
    dass IP,
    DNS
    oder Anwendung funktionieren.

Merksatz:

    Link bedeutet physische Verbindung,
    nicht vollständige Netzwerkfunktion.

</details>

---

**Aufgabe 11**

Ein Switchport zeigt keinen Link.

Nenne vier mögliche Ursachen.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Mögliche Ursachen:

    Kabel defekt

    Stecker nicht richtig eingesteckt

    falscher Port

    Netzwerkkarte deaktiviert

    Switchport deaktiviert

    Gegenstelle ausgeschaltet

    falsches oder beschädigtes Patchkabel

    SFP-Modul defekt

    LWL-Stecker verschmutzt

Merksatz:

    Kein Link:
    zuerst Schicht 1 prüfen.

</details>

---

**Aufgabe 12**

Was bedeutet Half-Duplex?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Half-Duplex bedeutet:

    Ein Gerät kann senden oder empfangen,
    aber nicht gleichzeitig beides.

Beispiel:

    Funkgerät-Prinzip:
    Einer spricht,
    der andere hört.

Merksatz:

    Half-Duplex = nicht gleichzeitig senden und empfangen.

</details>

---

**Aufgabe 13**

Was bedeutet Full-Duplex?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Full-Duplex bedeutet:

    Ein Gerät kann gleichzeitig senden und empfangen.

Typisch bei:

    modernen Ethernet-Verbindungen über Switches

Merksatz:

    Full-Duplex = gleichzeitig senden und empfangen.

</details>

---

**Aufgabe 14**

Warum ist ein Duplex-Mismatch problematisch?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Duplex-Mismatch entsteht,
wenn eine Seite Full-Duplex
und die andere Seite Half-Duplex verwendet.

Folgen:

    schlechte Performance

    Kollisionen

    Paketverluste

    viele Fehler auf dem Interface

    langsame oder instabile Verbindung

Merksatz:

    Duplex-Mismatch verursacht oft schwer erkennbare Performance-Probleme.

</details>

---

**Aufgabe 15**

Was bedeutet Auto-Negotiation?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Auto-Negotiation bedeutet:

    Netzwerkgeräte handeln automatisch Geschwindigkeit
    und Duplexmodus aus.

Beispiel:

    1 Gbit/s Full-Duplex

Vorteil:

    weniger manuelle Konfiguration

Problem:

    Fehlkonfiguration oder alte Geräte können falsche Werte aushandeln.

Merksatz:

    Auto-Negotiation handelt Geschwindigkeit und Duplex aus.

</details>

---

**Aufgabe 16**

Welche Angaben gehören typischerweise zu einer Schicht-1-Prüfung?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Typische Prüfungen:

    Kabel korrekt gesteckt?

    Link vorhanden?

    Port aktiv?

    Gegenstelle eingeschaltet?

    richtige Geschwindigkeit?

    richtiger Duplexmodus?

    Kabel beschädigt?

    Stecker beschädigt?

    LWL sauber?

    WLAN-Signal ausreichend?

Merksatz:

    Schicht 1 prüft Medium,
    Signal
    und Verbindung.

</details>

---

**Aufgabe 17**

Was ist der Unterschied zwischen einem Hub und einem Switch?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Hub:

    arbeitet vereinfacht auf Schicht 1

    sendet eingehende Bits an alle Ports weiter

    keine MAC-Adresstabelle

    gemeinsame Kollisionsdomäne

Switch:

    arbeitet hauptsächlich auf Schicht 2

    lernt MAC-Adressen

    leitet Frames gezielt weiter

Merksatz:

    Hub verteilt blind.
    Switch leitet gezielt.

</details>

---

**Aufgabe 18**

Was ist ein Repeater?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Repeater verstärkt oder regeneriert Signale,
damit sie über größere Strecken übertragen werden können.

Typische Schicht:

    OSI-Schicht 1

Merksatz:

    Repeater verlängert physische Signalübertragung.

</details>

---

**Aufgabe 19**

Was ist ein Medienkonverter?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Medienkonverter verbindet unterschiedliche Übertragungsmedien.

Beispiel:

    Kupfer-Ethernet

    zu

    Glasfaser

Typischer Einsatz:

    Übergang von Twisted Pair auf LWL

Merksatz:

    Medienkonverter verbindet Kupfer und LWL.

</details>

---

**Aufgabe 20**

Was ist ein SFP-Modul?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

SFP steht für:

    Small Form-factor Pluggable

Ein SFP-Modul ist ein steckbares Transceiver-Modul,
zum Beispiel für Glasfaser- oder Kupferverbindungen.

Typische Nutzung:

    Switches

    Router

    Firewalls

    Servernetzwerkkarten

Merksatz:

    SFP ist ein steckbares Modul für Netzwerkverbindungen.

</details>

---

**Aufgabe 21**

Warum kann ein verschmutzter LWL-Stecker Probleme verursachen?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein verschmutzter LWL-Stecker kann das Lichtsignal dämpfen oder stören.

Folgen:

    hohe Fehlerrate

    instabile Verbindung

    niedrige Signalqualität

    kein Link

Merksatz:

    LWL-Stecker müssen sauber sein,
    weil Licht präzise übertragen wird.

</details>

---

**Aufgabe 22**

Was ist der Unterschied zwischen Singlemode und Multimode bei LWL?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Singlemode:

    für sehr lange Strecken geeignet

    kleiner Faserkern

    meist Laserlicht

Multimode:

    eher für kürzere Strecken im Gebäude oder Rechenzentrum

    größerer Faserkern

    meist kürzere Reichweite als Singlemode

Merksatz:

    Singlemode für lange Strecken.
    Multimode für kürzere Strecken.

</details>

---

**Aufgabe 23**

Welche Aussage ist richtig?

    A: Multimode ist immer besser als Singlemode.

    B: Singlemode eignet sich eher für lange Strecken.

    C: LWL ist stärker von elektromagnetischen Störungen betroffen als Kupfer.

    D: LWL nutzt elektrische Signale.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Richtig ist:

    B: Singlemode eignet sich eher für lange Strecken.

Begründung:

    Singlemode-LWL wird typischerweise für größere Entfernungen verwendet,
    während Multimode häufig für kürzere Strecken genutzt wird.

</details>

---

**Aufgabe 24**

Was bedeutet strukturierte Verkabelung?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Strukturierte Verkabelung bedeutet:

    eine geplante,
    normierte
    und dokumentierte Verkabelungsstruktur in Gebäuden oder Standorten.

Typische Bereiche:

    Primärbereich:
    Standort- oder Gebäudeanbindung

    Sekundärbereich:
    Steigbereich zwischen Etagen

    Tertiärbereich:
    Etagenverkabelung bis zum Arbeitsplatz

Merksatz:

    Strukturierte Verkabelung sorgt für Ordnung,
    Erweiterbarkeit
    und Wartbarkeit.

</details>

---

**Aufgabe 25**

Ordne die Bereiche der strukturierten Verkabelung zu.

| Bereich | Bedeutung |
|---|---|
| Primärbereich | ? |
| Sekundärbereich | ? |
| Tertiärbereich | ? |

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

| Bereich | Bedeutung |
|---|---|
| Primärbereich | Standort- oder Gebäudeanbindung |
| Sekundärbereich | Steigbereich zwischen Etagen |
| Tertiärbereich | Etagenverkabelung bis zum Arbeitsplatz |

Merksatz:

    Primär weit,
    Sekundär Etagen,
    Tertiär Arbeitsplatz.

</details>

---

**Aufgabe 26**

Was ist ein Patchpanel?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Patchpanel ist ein Verteilerfeld,
an dem feste Gebäudeverkabelung endet.

Von dort werden Verbindungen mit Patchkabeln zum Switch hergestellt.

Vorteil:

    übersichtliche Verkabelung

    einfache Änderungen

    bessere Dokumentation

Merksatz:

    Patchpanel verbindet feste Verkabelung mit flexibler Patchung.

</details>

---

**Aufgabe 27**

Was ist der Unterschied zwischen Installationskabel und Patchkabel?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Installationskabel:

    fest verlegt

    meist in Wänden,
    Kabelkanälen
    oder Gebäudestruktur

Patchkabel:

    flexible kurze Verbindung

    zum Beispiel zwischen Patchpanel und Switch
    oder zwischen Netzwerkdose und Endgerät

Merksatz:

    Installationskabel fest.
    Patchkabel flexibel.

</details>

---

**Aufgabe 28**

Was ist WLAN als Übertragungsmedium?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

WLAN ist ein drahtloses Übertragungsmedium.

Es nutzt Funkwellen,
um Daten zwischen Endgeräten und Access Points zu übertragen.

Typische Vorteile:

    Mobilität

    flexible Nutzung

    weniger Kabelbedarf

Typische Nachteile:

    Störungen

    geteiltes Medium

    Reichweitenbegrenzung

    Sicherheitsrisiken bei falscher Konfiguration

Merksatz:

    WLAN ist flexibel,
    aber störanfälliger als Kabel.

</details>

---

**Aufgabe 29**

Warum ist WLAN ein geteiltes Medium?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

WLAN ist ein geteiltes Medium,
weil mehrere Geräte denselben Funkkanal verwenden können.

Folge:

    Geräte müssen sich die verfügbare Funkzeit teilen.

Dadurch können entstehen:

    geringere Datenrate pro Gerät

    höhere Latenz

    Kollisionen oder Wartezeiten

    Leistungseinbruch bei vielen Clients

Merksatz:

    WLAN-Bandbreite wird geteilt.

</details>

---

**Aufgabe 30**

Nenne vier typische Ursachen für schlechtes WLAN.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Mögliche Ursachen:

    zu große Entfernung zum Access Point

    Wände oder Hindernisse

    Störungen durch andere Funknetze

    zu viele Clients

    falscher Kanal

    schlechte Access-Point-Position

    alte WLAN-Standards

    schlechte Antennenausrichtung

    zu hohe oder zu niedrige Sendeleistung

Merksatz:

    WLAN-Probleme hängen oft mit Signal,
    Störung,
    Kanal
    und Auslastung zusammen.

</details>

---

**Aufgabe 31**

Was bedeutet MIMO?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

MIMO steht für:

    Multiple Input Multiple Output

Bedeutung:

    Mehrere Antennen werden genutzt,
    um Datenübertragung zu verbessern.

Vorteile:

    höhere Datenrate

    bessere Funkleistung

    bessere Ausnutzung des Funkkanals

Merksatz:

    MIMO nutzt mehrere Antennen.

</details>

---

**Aufgabe 32**

Was ist der Unterschied zwischen MIMO und MU-MIMO?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

MIMO:

    mehrere Antennen für bessere Übertragung

MU-MIMO:

    Multi User MIMO

    Access Point kann mehrere Clients effizienter gleichzeitig bedienen

Merksatz:

    MU-MIMO verbessert die Bedienung mehrerer Nutzer.

</details>

---

**Aufgabe 33**

Was ist EIRP?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

EIRP steht für:

    Equivalent Isotropically Radiated Power

Bedeutung:

    effektive abgestrahlte Sendeleistung bezogen auf einen isotropen Strahler.

Wichtig bei WLAN:

    gesetzliche Grenzwerte

    Antennengewinn

    Sendeleistung

Merksatz:

    EIRP beschreibt die wirksame abgestrahlte Leistung.

</details>

---

**Aufgabe 34**

Was bedeutet dB oder Dezibel?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Dezibel ist eine logarithmische Einheit,
mit der Verhältnisse beschrieben werden.

In Netzwerken und Funktechnik wird dB genutzt für:

    Dämpfung

    Verstärkung

    Antennengewinn

    Signalpegel

Merksatz:

    dB beschreibt Verhältnisse,
    nicht einfach normale lineare Werte.

</details>

---

**Aufgabe 35**

Welche Aussage zu WLAN-Sicherheit ist richtig?

    A: Ein versteckter WLAN-Name ersetzt Verschlüsselung.

    B: WPA2 oder WPA3 schützt WLAN besser als offenes WLAN.

    C: MAC-Filter allein ist eine starke Sicherheitsmaßnahme.

    D: Gäste sollten immer im internen VLAN sein.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Richtig ist:

    B: WPA2 oder WPA3 schützt WLAN besser als offenes WLAN.

Begründung:

    WLAN sollte verschlüsselt und sicher authentifiziert werden.
    Gäste sollten getrennt vom internen Netz betrieben werden.

Merksatz:

    WLAN-Sicherheit braucht Verschlüsselung,
    starke Zugangsdaten
    und Netztrennung.

</details>

---

**Aufgabe 36**

Warum sollte ein Gast-WLAN getrennt vom internen Netz sein?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Gast-WLAN sollte getrennt sein,
damit Gäste nicht auf interne Systeme zugreifen können.

Schutz:

    interne Server

    Clients

    Drucker

    Managementoberflächen

    sensible Daten

Typische Umsetzung:

    eigenes VLAN

    Firewall-Regeln

    nur Internetzugriff erlauben

Merksatz:

    Gast-WLAN gehört nicht ins interne Netz.

</details>

---

**Aufgabe 37**

Ein Arbeitsplatz hat keine Netzwerkverbindung.

Nenne eine sinnvolle Prüf-Reihenfolge auf Schicht 1.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Sinnvolle Reihenfolge:

    1. Kabel steckt korrekt?

    2. Link-LED aktiv?

    3. anderes Patchkabel testen?

    4. anderen Switchport testen?

    5. Netzwerkdose prüfen?

    6. Endgerät-Netzwerkkarte aktiv?

    7. Switchport administrativ aktiv?

    8. Geschwindigkeit und Duplex prüfen?

Merksatz:

    Bei „keine Verbindung“ zuerst physisch prüfen.

</details>

---

**Aufgabe 38**

Ein Server hat Link,
aber die Verbindung ist extrem langsam und instabil.

Welche Schicht-1-Themen können Ursache sein?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Mögliche Ursachen:

    defektes Kabel

    schlechte Steckverbindung

    Duplex-Mismatch

    falsche Geschwindigkeit

    hohe Dämpfung

    Störungen

    beschädigter Port

    fehlerhaftes SFP-Modul

    LWL-Stecker verschmutzt

Merksatz:

    Link vorhanden heißt nicht,
    dass die Signalqualität gut ist.

</details>

---

**Aufgabe 39**

Welche Antwort ist besser?

Aufgabe:

    Ein Client hat keine Netzwerkverbindung.
    Nennen Sie eine erste sinnvolle Prüfmaßnahme.

Antwort A:

    Server neu installieren.

Antwort B:

    Zuerst sollte geprüft werden,
    ob die physische Verbindung besteht,
    also Kabel,
    Stecker,
    Link-LED
    und Switchport.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

B ist besser.

Begründung:

    Bei fehlender Netzwerkverbindung beginnt die Fehlersuche auf Schicht 1.
    Erst wenn Link und physische Verbindung passen,
    werden IP,
    Gateway,
    DNS
    und Dienste geprüft.

Merksatz:

    Erst Schicht 1,
    dann höhere Schichten.

</details>

---

**Aufgabe 40**

Welche Antwort ist besser?

Aufgabe:

    Warum kann LWL sinnvoller sein als Kupfer?

Antwort A:

    Weil Glasfaser moderner ist.

Antwort B:

    LWL ist für hohe Bandbreiten und lange Strecken geeignet
    und unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

B ist besser.

Begründung:

    Die Antwort nennt konkrete technische Vorteile
    und ist damit prüfungssicherer.

Merksatz:

    Nicht „moderner“ schreiben,
    sondern technischen Nutzen nennen.

</details>

---

**Mini-Prüfung: schnelle Zuordnung**

| Frage | Antwort |
|---|---|
| Welche OSI-Schicht ist für Kabel und Signale zuständig? | Schicht 1 |
| Wie heißt OSI-Schicht 1? | Bitübertragungsschicht |
| Welches Medium nutzt Licht? | LWL |
| Welches Medium nutzt Funk? | WLAN |
| Welches Medium nutzt elektrische Signale? | Kupfer |
| Was bedeutet Dämpfung? | Signalverlust |
| Was bedeutet Full-Duplex? | gleichzeitig senden und empfangen |
| Was bedeutet Half-Duplex? | senden oder empfangen, nicht gleichzeitig |
| Was macht Auto-Negotiation? | Geschwindigkeit und Duplex automatisch aushandeln |
| Was verbindet Kupfer und LWL? | Medienkonverter |
| Was ist ein SFP? | steckbares Transceiver-Modul |
| Was ist ein Patchpanel? | Verteilerfeld für Gebäudeverkabelung |

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**Mini-Prüfung: Fehlerbild erkennen**

| Fehlerbild | Wahrscheinlichstes Thema |
|---|---|
| kein Link am Switchport | Schicht 1 |
| Link vorhanden, aber viele Fehler | Kabel, Duplex, Dämpfung, Port |
| WLAN langsam und instabil | Signal, Störung, Kanal, Auslastung |
| LWL-Link instabil | Stecker, Dämpfung, SFP, Faser |
| nur ein Arbeitsplatz betroffen | Kabel, Dose, Patchpanel, Switchport |
| mehrere Dosen auf Etage betroffen | Verteilung, Switch, Patchfeld |
| Verbindung bricht bei Bewegung ab | Kabel oder Stecker beschädigt |
| nach Austausch kein Link | falsches Kabel, falsches Modul, Portkonfiguration |

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**IHK-sichere Kurzformulierung**

Die OSI-Schicht 1 ist die Bitübertragungsschicht. Sie beschreibt die physische Übertragung von Bits als elektrische, optische oder Funksignale. Typische Themen sind Kabel, Stecker, Funk, Lichtwellenleiter, Signalqualität, Dämpfung, Link, Geschwindigkeit, Duplex und Auto-Negotiation. Kupferkabel wie Twisted Pair übertragen elektrische Signale, Lichtwellenleiter übertragen optische Signale und WLAN nutzt Funk. Bei Störungen ohne Link oder mit instabiler Verbindung sollte zuerst die physische Verbindung geprüft werden, zum Beispiel Kabel, Stecker, Switchport, Link-LED, SFP-Modul, Dämpfung und Duplexmodus.

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**Merksätze**

    Schicht 1 ist die Bitübertragungsschicht.

    Schicht 1 überträgt Bits als Signale.

    Kupfer überträgt elektrisch.

    LWL überträgt optisch.

    WLAN überträgt per Funk.

    Twisted Pair nutzt verdrillte Adernpaare.

    Verdrillung reduziert Störungen.

    LWL eignet sich für hohe Bandbreite und lange Strecken.

    Singlemode eignet sich eher für lange Strecken.

    Multimode eignet sich eher für kürzere Strecken.

    Dämpfung bedeutet Signalverlust.

    Zu hohe Dämpfung verursacht Fehler oder Verbindungsabbrüche.

    Link bedeutet physische Verbindung erkannt.

    Link heißt nicht automatisch,
    dass IP oder Anwendung funktionieren.

    Half-Duplex sendet oder empfängt.

    Full-Duplex sendet und empfängt gleichzeitig.

    Auto-Negotiation handelt Geschwindigkeit und Duplex aus.

    Duplex-Mismatch verursacht Performance-Probleme.

    Hub verteilt blind.

    Switch leitet gezielt.

    Repeater regeneriert Signale.

    Medienkonverter verbindet Medien.

    SFP ist ein steckbares Transceiver-Modul.

    Patchpanel verbindet feste Verkabelung mit Patchkabeln.

    Installationskabel ist fest verlegt.

    Patchkabel ist flexibel.

    WLAN ist ein geteiltes Medium.

    WLAN-Probleme hängen oft mit Signal,
    Störung,
    Kanal
    und Auslastung zusammen.

    Gast-WLAN gehört getrennt vom internen Netz.

    Bei keiner Verbindung zuerst Schicht 1 prüfen.

    Erst Kabel,
    Link
    und Port prüfen,
    dann IP,
    DNS
    und Anwendung.