# 20.3 Trainer – Schicht 2 / Ethernet, MAC-Adressen, Switching, VLAN und ARP

Diese Trainer-Seite wiederholt die OSI-Schicht 2,
Ethernet,
MAC-Adressen,
Switching,
VLANs
und ARP.

Ziel ist,
typische Prüfungsfragen zur lokalen Netzwerkkommunikation sicher zu lösen.

Merksatz:

    Schicht 2 fragt:
    Funktioniert die lokale Zustellung im gleichen Netzwerksegment?

---

**Lernziele**

Nach dieser Seite solltest du sicher können:

    - OSI-Schicht 2 einordnen
    - MAC-Adressen erklären
    - Ethernet-Frames verstehen
    - Switching erklären
    - MAC-Adresstabellen nutzen
    - Flooding und Broadcast unterscheiden
    - VLANs einordnen
    - Access-Port und Trunk-Port unterscheiden
    - ARP erklären
    - typische Schicht-2-Fehler erkennen

---

**Kurzüberblick: OSI-Schicht 2**

OSI-Schicht 2 heißt:

    Sicherungsschicht

Aufgabe:

    Datenübertragung im lokalen Netzwerksegment organisieren.

Typische Begriffe:

    Ethernet
    Frame
    MAC-Adresse
    Switch
    VLAN
    ARP
    Broadcast
    MAC-Adresstabelle
    STP
    Loop
    Broadcast-Sturm

Merksatz:

    Schicht 2 arbeitet lokal mit Frames und MAC-Adressen.

---

**Kurzüberblick: Schicht 2 und Schicht 3**

| Thema | Schicht | Zweck |
|---|---:|---|
| MAC-Adresse | 2 | lokale Zustellung |
| Ethernet-Frame | 2 | lokale Dateneinheit |
| Switch | 2 | Weiterleitung im LAN |
| VLAN | 2 | logische Trennung |
| IP-Adresse | 3 | logische Adressierung |
| Routing | 3 | Verbindung zwischen Netzen |

Merksatz:

    MAC lokal.
    IP logisch.
    Switch lokal.
    Router zwischen Netzen.

---

**Aufgabe 1**

Wie heißt OSI-Schicht 2?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

OSI-Schicht 2 heißt:

    Sicherungsschicht

Englisch:

    Data Link Layer

Aufgabe:

    lokale Übertragung von Frames über MAC-Adressen.

Merksatz:

    Schicht 2 = Sicherungsschicht.

</details>

---

**Aufgabe 2**

Welche Adresse gehört zu OSI-Schicht 2?

    A: IP-Adresse

    B: MAC-Adresse

    C: Portnummer

    D: URL

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Richtig ist:

    B: MAC-Adresse

Begründung:

    MAC-Adressen werden auf OSI-Schicht 2 zur lokalen Zustellung im LAN verwendet.

Merksatz:

    MAC-Adresse = Schicht 2.

</details>

---

**Aufgabe 3**

Was ist eine MAC-Adresse?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Eine MAC-Adresse ist eine Hardware-Adresse einer Netzwerkschnittstelle.

Sie dient zur lokalen Kommunikation im Netzwerksegment.

Beispiel:

    AA:BB:CC:11:22:33

Typisch:

    48 Bit lang

    hexadezimale Schreibweise

Merksatz:

    MAC-Adresse identifiziert eine Netzwerkschnittstelle im lokalen Netz.

</details>

---

**Aufgabe 4**

Was ist ein Ethernet-Frame?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Ethernet-Frame ist die Dateneinheit auf OSI-Schicht 2.

Er enthält unter anderem:

    Ziel-MAC-Adresse

    Quell-MAC-Adresse

    Nutzdaten

    Prüfinformationen

Merksatz:

    Ethernet überträgt Frames.

</details>

---

**Aufgabe 5**

Welche Informationen sind typisch in einem Ethernet-Frame enthalten?

| Bestandteil | Enthalten? |
|---|---|
| Ziel-MAC-Adresse | ? |
| Quell-MAC-Adresse | ? |
| Ziel-Port TCP 443 | ? |
| IP-Nutzdaten | ? |

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

| Bestandteil | Enthalten? |
|---|---|
| Ziel-MAC-Adresse | ja |
| Quell-MAC-Adresse | ja |
| Ziel-Port TCP 443 | nicht direkt Schicht 2, sondern Teil der höheren Schichten |
| IP-Nutzdaten | ja, als Nutzdaten im Frame |

Merksatz:

    Der Frame transportiert höhere Schichten als Nutzdaten.

</details>

---

**Aufgabe 6**

Was macht ein Switch?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Switch verbindet Geräte im lokalen Netzwerk.

Er arbeitet hauptsächlich auf OSI-Schicht 2
und leitet Ethernet-Frames anhand von MAC-Adressen weiter.

Merksatz:

    Switch = lokale Weiterleitung anhand MAC-Adressen.

</details>

---

**Aufgabe 7**

Wie lernt ein Switch seine MAC-Adresstabelle?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Switch lernt aus der Quell-MAC-Adresse eingehender Frames.

Wenn ein Frame an Port 3 ankommt,
merkt sich der Switch:

    Diese Quell-MAC-Adresse ist über Port 3 erreichbar.

Merksatz:

    Switch lernt aus Quell-MAC-Adressen.

</details>

---

**Aufgabe 8**

Ein Switch kennt die Ziel-MAC-Adresse.

Was passiert?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Der Switch leitet den Frame gezielt an den Port weiter,
an dem die Ziel-MAC-Adresse bekannt ist.

Merksatz:

    bekannte Ziel-MAC:
    gezielte Weiterleitung.

</details>

---

**Aufgabe 9**

Ein Switch kennt die Ziel-MAC-Adresse nicht.

Was passiert?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Der Switch flutet den Frame.

Das bedeutet:

    Er sendet den Frame an alle Ports im gleichen VLAN,
    außer an den Eingangsport.

Merksatz:

    unbekannte Ziel-MAC:
    Flooding.

</details>

---

**Aufgabe 10**

Was bedeutet Flooding?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Flooding bedeutet:

    Ein Switch sendet einen Frame an alle Ports im gleichen VLAN,
    außer an den Port,
    über den der Frame gekommen ist.

Flooding passiert bei:

    unbekannter Ziel-MAC-Adresse

    Broadcast

    bestimmten Multicast-Fällen

Merksatz:

    Flooding ist nicht immer ein Fehler.

</details>

---

**Aufgabe 11**

Was ist ein Broadcast?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Broadcast ist eine Nachricht an alle Geräte im gleichen Broadcast-Bereich.

Beispiel:

    ARP Request

Broadcasts bleiben normalerweise im gleichen VLAN.

Merksatz:

    Broadcast erreicht alle Geräte im gleichen VLAN.

</details>

---

**Aufgabe 12**

Was ist eine Broadcast-Domäne?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Eine Broadcast-Domäne ist der Bereich,
in dem Broadcasts verteilt werden.

Ohne VLAN:

    oft gesamtes Switch-Netz

Mit VLAN:

    jedes VLAN ist eine eigene Broadcast-Domäne

Merksatz:

    VLANs trennen Broadcast-Domänen.

</details>

---

**Aufgabe 13**

Was ist ein VLAN?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

VLAN steht für:

    Virtual Local Area Network

Ein VLAN trennt ein physisches Netzwerk logisch in mehrere getrennte Layer-2-Bereiche.

Beispiele:

    VLAN 10 Verwaltung

    VLAN 20 Clients

    VLAN 30 Server

    VLAN 40 Gäste

Merksatz:

    VLAN = logische Trennung auf Schicht 2.

</details>

---

**Aufgabe 14**

Nenne zwei Gründe für den Einsatz von VLANs.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Mögliche Gründe:

    logische Netztrennung

    kleinere Broadcast-Domänen

    bessere Struktur

    Trennung von Abteilungen

    Trennung von Gästen und internem Netz

    Trennung von Servern und Clients

    separate Managementnetze

IHK-sichere Antwort:

    VLANs werden eingesetzt,
    um Netzbereiche logisch zu trennen
    und Broadcast-Domänen zu verkleinern.

</details>

---

**Aufgabe 15**

Ist ein VLAN dasselbe wie ein IP-Subnetz?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Nein.

VLAN:

    logische Trennung auf OSI-Schicht 2

IP-Subnetz:

    logische IP-Aufteilung auf OSI-Schicht 3

Wichtig:

    In der Praxis bekommt ein VLAN häufig ein eigenes IP-Subnetz.
    Fachlich sind VLAN und Subnetz aber nicht dasselbe.

Merksatz:

    VLAN = Layer 2.
    Subnetz = Layer 3.

</details>

---

**Aufgabe 16**

Was ist ein Access-Port?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Access-Port gehört normalerweise zu genau einem VLAN.

Typische Nutzung:

    PC

    Drucker

    Telefon

    normales Endgerät

Das Endgerät muss das VLAN meist nicht selbst kennen.

Merksatz:

    Access-Port = ein VLAN für Endgeräte.

</details>

---

**Aufgabe 17**

Was ist ein Trunk-Port?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Trunk-Port transportiert mehrere VLANs über eine Verbindung.

Typische Nutzung:

    Verbindung zwischen Switches

    Verbindung zu Router

    Verbindung zu Firewall

    Verbindung zu Hypervisor

    Verbindung zu VLAN-fähigem Access Point

Merksatz:

    Trunk-Port = mehrere VLANs über eine Verbindung.

</details>

---

**Aufgabe 18**

Ordne zu.

| Porttyp | Bedeutung |
|---|---|
| Access-Port | ? |
| Trunk-Port | ? |

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

| Porttyp | Bedeutung |
|---|---|
| Access-Port | ein VLAN, typisch für Endgeräte |
| Trunk-Port | mehrere VLANs, typisch zwischen Netzwerkgeräten |

Merksatz:

    Access = ein VLAN.
    Trunk = mehrere VLANs.

</details>

---

**Aufgabe 19**

Was bedeutet VLAN-Tagging?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

VLAN-Tagging bedeutet:

    Ein Ethernet-Frame enthält eine VLAN-Information.

Häufiger Standard:

    IEEE 802.1Q

Typisch bei:

    Trunk-Verbindungen

Merksatz:

    802.1Q markiert Frames mit VLAN-Information.

</details>

---

**Aufgabe 20**

Was ist der Unterschied zwischen untagged und tagged?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Untagged:

    Frame enthält keinen VLAN-Tag für das Endgerät.

Typisch:

    Access-Port

Tagged:

    Frame enthält VLAN-Information.

Typisch:

    Trunk-Port

Merksatz:

    Access meist untagged.
    Trunk meist tagged.

</details>

---

**Aufgabe 21**

Was ist ARP?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

ARP steht für:

    Address Resolution Protocol

Aufgabe:

    ARP löst im lokalen IPv4-Netz eine IP-Adresse in eine MAC-Adresse auf.

Beispiel:

    Der Client kennt die IP-Adresse des Gateways,
    braucht aber für Ethernet die MAC-Adresse des Gateways.

Merksatz:

    ARP findet die MAC-Adresse zu einer IPv4-Adresse.

</details>

---

**Aufgabe 22**

Warum braucht man ARP?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

IPv4 arbeitet mit IP-Adressen.

Ethernet im lokalen Netz benötigt aber MAC-Adressen.

ARP verbindet diese beiden Ebenen,
indem eine IPv4-Adresse einer MAC-Adresse zugeordnet wird.

Merksatz:

    IP sagt,
    welches Ziel gemeint ist.

    MAC sagt,
    wohin lokal gesendet wird.

</details>

---

**Aufgabe 23**

Ein Client möchte einen Server im gleichen Subnetz erreichen.

Welche MAC-Adresse wird verwendet?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Verwendet wird:

    die MAC-Adresse des Zielservers

Begründung:

    Das Ziel liegt im gleichen lokalen Subnetz.
    Der Client kann daher direkt lokal per Ethernet an die MAC-Adresse des Zielservers senden.

Merksatz:

    gleiches Subnetz:
    MAC des Zielhosts.

</details>

---

**Aufgabe 24**

Ein Client möchte einen Server in einem anderen Subnetz erreichen.

Welche MAC-Adresse wird verwendet?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Verwendet wird:

    die MAC-Adresse des Standardgateways

Begründung:

    Das Ziel liegt außerhalb des lokalen Subnetzes.
    Der Client sendet das Ethernet-Frame lokal an das Gateway.
    Das IP-Ziel bleibt aber der entfernte Server.

Merksatz:

    anderes Subnetz:
    MAC des Gateways.

</details>

---

**Aufgabe 25**

Was ist ein ARP Request?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein ARP Request ist eine Anfrage per Broadcast.

Vereinfacht:

    Wer hat diese IPv4-Adresse?

Beispiel:

    Wer hat 192.168.1.1?

Merksatz:

    ARP Request = Broadcast-Frage.

</details>

---

**Aufgabe 26**

Was ist ein ARP Reply?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein ARP Reply ist die Antwort auf einen ARP Request.

Vereinfacht:

    Diese IPv4-Adresse gehört zu dieser MAC-Adresse.

Merksatz:

    ARP Reply liefert die MAC-Adresse.

</details>

---

**Aufgabe 27**

Was ist eine ARP-Tabelle?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Die ARP-Tabelle speichert bekannte Zuordnungen:

    IPv4-Adresse

    zu

    MAC-Adresse

Vorteil:

    Der Host muss nicht für jedes Paket erneut per ARP fragen.

Merksatz:

    ARP-Tabelle = Zwischenspeicher für IP-zu-MAC.

</details>

---

**Aufgabe 28**

Was ist ARP-Spoofing?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

ARP-Spoofing ist ein Angriff,
bei dem falsche ARP-Antworten gesendet werden.

Ziel:

    Datenverkehr umleiten

    Man-in-the-Middle ermöglichen

    Kommunikation stören

Schutzmaßnahmen:

    Dynamic ARP Inspection

    Netzwerksegmentierung

    Switch-Sicherheitsfunktionen

    Monitoring

    Verschlüsselung höherer Schichten

Merksatz:

    ARP-Spoofing manipuliert lokale IP-zu-MAC-Zuordnungen.

</details>

---

**Aufgabe 29**

Was ist STP?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

STP steht für:

    Spanning Tree Protocol

Aufgabe:

    Layer-2-Schleifen verhindern

Warum wichtig?

    Schleifen können Broadcast-Stürme verursachen
    und das Netzwerk stark belasten oder lahmlegen.

Merksatz:

    STP verhindert Switch-Schleifen.

</details>

---

**Aufgabe 30**

Was ist ein Broadcast-Sturm?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Ein Broadcast-Sturm entsteht,
wenn Broadcasts durch Schleifen immer wieder weitergeleitet werden.

Folgen:

    Netz wird langsam

    Switches werden überlastet

    Clients verlieren Verbindung

    Dienste brechen ab

Merksatz:

    Layer-2-Schleifen können das Netzwerk lahmlegen.

</details>

---

**Aufgabe 31**

Ein Client bekommt eine IP-Adresse aus dem falschen Netz.

Welches Schicht-2-Thema ist naheliegend?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Naheliegend ist:

    falsches VLAN

Begründung:

    Wenn ein Client am falschen VLAN hängt,
    kann er vom falschen DHCP-Scope eine Adresse erhalten.

Merksatz:

    falsches VLAN:
    häufig falsche IP-Konfiguration.

</details>

---

**Aufgabe 32**

Ein Client bekommt keine DHCP-Adresse.
Nur dieser eine Switchport ist betroffen.

Welche Ursachen sind wahrscheinlich?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Mögliche Ursachen:

    Switchport deaktiviert

    falsches Access-VLAN

    Kabel oder Dose defekt

    Port Security blockiert

    VLAN nicht korrekt zugewiesen

    Endgerät defekt

Merksatz:

    Nur ein Port betroffen:
    Port,
    VLAN,
    Kabel
    und Endgerät prüfen.

</details>

---

**Aufgabe 33**

Mehrere VLANs funktionieren zwischen zwei Switches nicht richtig.

Was sollte geprüft werden?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Prüfen:

    Trunk-Port aktiv?

    VLANs auf Trunk erlaubt?

    VLANs auf beiden Switches vorhanden?

    Tagging korrekt?

    Native VLAN passend?

    Gegenstelle korrekt konfiguriert?

Merksatz:

    Mehrere VLANs betroffen:
    Trunk prüfen.

</details>

---

**Aufgabe 34**

Ein Gerät ist im richtigen IP-Subnetz,
aber lokale Kommunikation funktioniert trotzdem nicht.

Welche Schicht-2-Themen können Ursache sein?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Mögliche Ursachen:

    falsches VLAN

    ARP-Problem

    lokale Firewall

    Switchport blockiert

    Port Security

    MAC-Adresstabelle fehlerhaft oder veraltet

    Duplex- oder Linkproblem

Merksatz:

    Gleiches Subnetz heißt nicht automatisch,
    dass Layer 2 sauber funktioniert.

</details>

---

**Aufgabe 35**

Was ist Port Security?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Port Security begrenzt,
welche oder wie viele MAC-Adressen an einem Switchport erlaubt sind.

Ziel:

    unautorisierte Geräte erschweren

    einfache Angriffe reduzieren

    Portmissbrauch begrenzen

Merksatz:

    Port Security kontrolliert MAC-Adressen am Switchport.

</details>

---

**Aufgabe 36**

Was ist 802.1X?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

802.1X ist portbasierte Netzwerkzugangskontrolle.

Prinzip:

    Ein Gerät oder Benutzer muss sich authentifizieren,
    bevor Netzwerkzugriff erlaubt wird.

Typisch mit:

    RADIUS

    Zertifikaten

    Benutzerkonto

Merksatz:

    802.1X prüft Zugriff vor Netzzugang.

</details>

---

**Aufgabe 37**

Welche Aussage ist richtig?

    A: VLANs ersetzen immer eine Firewall.

    B: VLANs trennen Broadcast-Domänen.

    C: VLANs gehören ausschließlich zu OSI-Schicht 7.

    D: Ein Access-Port transportiert immer mehrere VLANs.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

Richtig ist:

    B: VLANs trennen Broadcast-Domänen.

Begründung:

    VLANs trennen Layer-2-Bereiche logisch.
    Sie ersetzen aber keine Firewall,
    wenn Verkehr zwischen VLANs kontrolliert werden soll.

Merksatz:

    VLAN trennt.
    Firewall kontrolliert.

</details>

---

**Aufgabe 38**

Welche Antwort ist besser?

Aufgabe:

    Warum braucht man für Kommunikation zwischen VLANs Routing?

Antwort A:

    Weil VLANs sonst nicht modern genug sind.

Antwort B:

    VLANs sind getrennte Layer-2-Bereiche.
    Damit Geräte aus verschiedenen VLANs miteinander kommunizieren können,
    müssen die jeweiligen IP-Netze über einen Router,
    Layer-3-Switch
    oder eine Firewall geroutet werden.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

B ist besser.

Begründung:

    Die Antwort erklärt die technische Trennung auf Schicht 2
    und den Bedarf für Routing auf Schicht 3.

Merksatz:

    VLANs trennen.
    Routing verbindet.

</details>

---

**Aufgabe 39**

Welche Antwort ist besser?

Aufgabe:

    Ein Switch sendet einen Frame an alle Ports im VLAN.
    Ist das automatisch ein Fehler?

Antwort A:

    Ja,
    immer.

Antwort B:

    Nein.
    Bei unbekannter Ziel-MAC-Adresse oder Broadcast ist Flooding normales Verhalten.
    Es wird erst problematisch,
    wenn durch Schleifen oder Fehlkonfigurationen dauerhaft sehr viel Broadcast- oder Flooding-Verkehr entsteht.

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

B ist besser.

Begründung:

    Flooding ist ein normales Switching-Verhalten,
    wenn die Ziel-MAC-Adresse unbekannt ist.
    Es ist nicht automatisch ein Fehler.

Merksatz:

    Flooding normal,
    Broadcast-Sturm kritisch.

</details>

---

**Aufgabe 40**

Was ist die wichtigste Unterscheidung zwischen MAC-Adresse,
IP-Adresse
und Port?

<details>
<summary>Antwort anzeigen</summary>

MAC-Adresse:

    lokale Zustellung auf Schicht 2

IP-Adresse:

    logische Adressierung auf Schicht 3

Port:

    Zuordnung zu Dienst oder Prozess auf Schicht 4

Merksatz:

    MAC lokal.
    IP logisch.
    Port Dienst.

</details>

---

**Mini-Prüfung: schnelle Zuordnung**

| Frage | Antwort |
|---|---|
| Welche OSI-Schicht ist Ethernet? | Schicht 2 |
| Welche OSI-Schicht ist MAC? | Schicht 2 |
| Welche OSI-Schicht ist VLAN? | Schicht 2 |
| Welche OSI-Schicht ist IP? | Schicht 3 |
| Welche OSI-Schicht ist TCP? | Schicht 4 |
| Was leitet ein Switch weiter? | Frames |
| Woran orientiert sich ein Switch? | MAC-Adressen |
| Was lernt ein Switch aus eingehenden Frames? | Quell-MAC-Adresse |
| Was passiert bei unbekannter Ziel-MAC? | Flooding |
| Was trennt VLAN? | Broadcast-Domänen |
| Was macht ARP? | IPv4 zu MAC auflösen |
| Was verhindert STP? | Layer-2-Schleifen |

---

**Mini-Prüfung: Fehlerbild erkennen**

| Fehlerbild | Wahrscheinliches Thema |
|---|---|
| Client im falschen Netz | falsches VLAN |
| nur ein Switchport betroffen | Access-Port, Kabel, Port Security |
| mehrere VLANs über Switchverbindung betroffen | Trunk |
| Broadcasts legen Netz lahm | Loop, STP, Broadcast-Sturm |
| lokale IP erreichbar, aber MAC ändert sich ständig | doppelte IP oder ARP-Spoofing |
| gleiches Subnetz, aber keine lokale Kommunikation | VLAN, ARP, Firewall, Switchport |
| DHCP nur in einem VLAN defekt | VLAN, DHCP-Relay, DHCP-Scope |
| Gerät bekommt falschen DHCP-Bereich | falsches VLAN |

---

**IHK-sichere Kurzformulierung**

Die OSI-Schicht 2 ist die Sicherungsschicht. Sie organisiert die lokale Kommunikation im Netzwerksegment. Ethernet nutzt Frames, die unter anderem Quell- und Ziel-MAC-Adressen enthalten. Ein Switch arbeitet hauptsächlich auf Schicht 2 und leitet Frames anhand seiner MAC-Adresstabelle weiter. Diese Tabelle lernt er aus den Quell-MAC-Adressen eingehender Frames. Ist die Ziel-MAC unbekannt, wird der Frame im VLAN geflutet. VLANs trennen ein physisches Netzwerk logisch in mehrere Broadcast-Domänen. Access-Ports gehören meist zu einem VLAN, Trunk-Ports transportieren mehrere VLANs mit VLAN-Tagging nach IEEE 802.1Q. ARP löst im lokalen IPv4-Netz IP-Adressen in MAC-Adressen auf.

---

**Merksätze**

    Schicht 2 ist die Sicherungsschicht.

    Schicht 2 arbeitet mit Frames.

    Ethernet nutzt Frames.

    MAC-Adresse gehört zu Schicht 2.

    Switches arbeiten hauptsächlich auf Schicht 2.

    Switches leiten anhand von MAC-Adressen weiter.

    Switch lernt aus Quell-MAC-Adressen.

    Bekannte Ziel-MAC:
    gezielte Weiterleitung.

    Unbekannte Ziel-MAC:
    Flooding.

    Broadcast erreicht alle Geräte im gleichen VLAN.

    VLANs trennen Broadcast-Domänen.

    VLAN ist Layer 2.

    Subnetz ist Layer 3.

    VLAN und Subnetz sind nicht dasselbe.

    Access-Port = ein VLAN.

    Trunk-Port = mehrere VLANs.

    802.1Q markiert VLAN-Frames.

    Access meist untagged.

    Trunk meist tagged.

    VLAN trennt.
    Firewall kontrolliert.

    Inter-VLAN-Kommunikation braucht Routing.

    ARP löst IPv4 zu MAC auf.

    ARP arbeitet lokal.

    ARP Request ist Broadcast.

    ARP Reply liefert die MAC-Adresse.

    Gleiches Subnetz:
    MAC des Zielhosts.

    Anderes Subnetz:
    MAC des Gateways.

    IP zeigt zum Endziel.

    MAC zeigt zum nächsten lokalen Hop.

    STP verhindert Layer-2-Schleifen.

    Broadcast-Sturm kann ein Netz lahmlegen.

    Port Security kontrolliert MAC-Adressen.

    802.1X prüft Netzzugang.

    Falsches VLAN führt oft zu falscher IP-Konfiguration.

    Mehrere VLANs betroffen:
    Trunk prüfen.

    Nur ein Port betroffen:
    Port,
    VLAN,
    Kabel
    und Endgerät prüfen.