# 3.13 Merksätze und Prüfungswissen zu Schicht 0

Diese Seite fasst die wichtigsten Inhalte zu Schicht 0 zusammen.

Schicht 0 ist keine offizielle Schicht des OSI-Modells.

Sie wird hier als Lernhilfe verwendet, um Übertragungsmedien, Verkabelung und physische Infrastruktur besser einzuordnen.

Wichtig:

    Das offizielle OSI-Modell beginnt mit Schicht 1,
    der Bitübertragungsschicht.

Schicht 0 hilft beim Verständnis der physischen Grundlage eines Netzwerks.

---

**Grundidee von Schicht 0**

Schicht 0 beschreibt die physische Grundlage der Datenübertragung.

Dazu gehören zum Beispiel:

    - Kupferkabel
    - Koaxialkabel
    - Twisted-Pair-Kabel
    - Lichtwellenleiter
    - WLAN-Funkstrecken
    - Patchkabel
    - Verlegekabel
    - Netzwerkdosen
    - Patchfelder
    - Netzwerkschränke
    - SFP-Module
    - Medienkonverter
    - Antennen

Merksatz:

    Schicht 0 = physische Infrastruktur unterhalb der eigentlichen Bitübertragung.

---

**Abgrenzung zu OSI-Schicht 1**

Schicht 0 ist eine didaktische Ergänzung.

OSI-Schicht 1 ist offiziell Teil des OSI-Modells.

| Bereich | Bedeutung |
|---|---|
| Schicht 0 | Verkabelung, Übertragungsmedien, physische Infrastruktur |
| OSI-Schicht 1 | Bitübertragungsschicht, Signale, Pegel, physische Übertragung |

Wichtig:

    Schicht 0 betrachtet eher das Medium und die Infrastruktur.
    Schicht 1 betrachtet die Übertragung von Bits als Signale.

Merksatz:

    Schicht 0 = worüber übertragen wird.
    Schicht 1 = wie Bits als Signale übertragen werden.

---

**Wichtige Übertragungsmedien**

| Medium | Signalart | typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Koaxialkabel | elektrisch | alte Ethernet-Bus-Topologien, heute im LAN veraltet |
| Twisted Pair | elektrisch | moderne LAN-Arbeitsplatzverkabelung |
| Lichtwellenleiter | optisch | Backbone, Gebäudeverbindung, lange Strecken |
| WLAN | Funk | drahtlose lokale Netzwerke |

Merksätze:

    Kupfer überträgt elektrisch.

    Glasfaser überträgt optisch.

    WLAN überträgt per Funk.

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**Koaxialkabel kurz wiederholt**

Koaxialkabel wurden früher in Ethernet-Netzwerken eingesetzt.

Typischer historischer Bezug:

    10BASE2
    Bus-Topologie

10BASE2 bedeutet:

| Bestandteil | Bedeutung |
|---|---|
| 10 | 10 Mbit/s |
| BASE | Basisbandübertragung |
| 2 | ungefähr 200 Yard Segmentlänge |

Wichtig:

    Koaxialkabel sind im modernen LAN weitgehend veraltet.

Merksatz:

    Koaxialkabel = alte Ethernet-Technik mit Bus-Topologie.

---

**Twisted-Pair-Kabel kurz wiederholt**

Twisted Pair bedeutet:

    verdrilltes Adernpaar

Ein typisches Netzwerkkabel besitzt:

    8 Adern
    4 Adernpaare

Die Verdrillung reduziert elektromagnetische Störeinflüsse.

Typischer Einsatz:

    Arbeitsplatzverkabelung im LAN

Merksatz:

    Twisted Pair = typische Kupferverkabelung im modernen LAN.

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**Kabelkategorien kurz wiederholt**

| Kategorie | typische Einordnung |
|---|---|
| CAT 3 | ältere Technik, niedrige Datenraten |
| CAT 5 | ältere Fast-Ethernet-Verkabelung |
| CAT 5e | Gigabit-Ethernet möglich |
| CAT 6 | moderne LAN-Verkabelung |
| CAT 6A | wichtig für 10GBASE-T bis 100 m |
| CAT 7 / CAT 8 | hohe Anforderungen und hohe Datenraten, abhängig von Strecke und Technik |

Wichtig:

    Die Kabelkategorie allein garantiert nicht automatisch die tatsächliche Verbindungsgeschwindigkeit.

Auch Switch, Netzwerkkarte, Patchfeld, Netzwerkdose, Kabellänge und Installation müssen passen.

Merksatz:

    Die gesamte Strecke entscheidet.

---

**Wichtige Ethernet-Bezeichnungen**

| Bezeichnung | Bedeutung |
|---|---|
| 10BASE-T | 10 Mbit/s über Twisted Pair |
| 100BASE-TX | 100 Mbit/s über Twisted Pair |
| 1000BASE-T | 1 Gbit/s über Twisted Pair |
| 2.5GBASE-T | 2,5 Gbit/s über Twisted Pair |
| 5GBASE-T | 5 Gbit/s über Twisted Pair |
| 10GBASE-T | 10 Gbit/s über Twisted Pair |

Merksatz:

    BASE-T = Ethernet über Twisted Pair.

---

**Adern bei Twisted Pair**

Bei Twisted-Pair-Ethernet ist wichtig:

| Standard | typische Nutzung |
|---|---|
| 10BASE-T | 4 Adern |
| 100BASE-TX | 4 Adern |
| 1000BASE-T | 8 Adern |
| 10GBASE-T | 8 Adern |

Prüfungsfalle:

    Wenn eine Verbindung nur 100 Mbit/s statt 1 Gbit/s erreicht,
    kann ein Problem mit einzelnen Adern oder der Verkabelung vorliegen.

Merksatz:

    Gigabit-Ethernet nutzt alle 8 Adern.

---

**Patchkabel und Verlegekabel**

| Kabelart | Aufgabe |
|---|---|
| Patchkabel | flexible Verbindung |
| Verlegekabel | feste Installation |

Typischer Aufbau:

    PC
    → Patchkabel
    → Netzwerkdose
    → Verlegekabel
    → Patchfeld
    → Patchkabel
    → Switch

Merksätze:

    Patchkabel = flexibel.

    Verlegekabel = fest installiert.

---

**Strukturierte Verkabelung**

Strukturierte Verkabelung bedeutet:

    geplante,
    einheitliche,
    dokumentierte
    und wartbare Gebäudeverkabelung.

Typische Bestandteile:

    - Netzwerkdose
    - Verlegekabel
    - Patchfeld
    - Patchkabel
    - Netzwerkschrank
    - Switch
    - Dokumentation

Vorteile:

    - bessere Übersicht
    - einfachere Fehlersuche
    - leichtere Erweiterung
    - saubere Dokumentation
    - flexible Nutzung von Anschlüssen

Merksatz:

    Strukturierte Verkabelung macht Netzwerke planbar und wartbar.

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**Patchfeld kurz erklärt**

Ein Patchfeld ist ein Anschlussfeld im Netzwerkschrank.

Dort enden die fest verlegten Netzwerkkabel.

Von dort werden Verbindungen mit Patchkabeln zum Switch hergestellt.

Wichtig:

    Ein Patchfeld ist kein Switch.

Merksatz:

    Patchfeld = Anschlussfeld für Verlegekabel.

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**Physischer Port und TCP-/UDP-Port**

Der Begriff Port kann Unterschiedliches bedeuten.

| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| physischer Port | Anschluss an Switch, Patchfeld, Netzwerkdose oder Gerät |
| TCP-/UDP-Port | Dienstadresse auf Schicht 4 |

Beispiele:

    Switch-Port 5 = physischer Anschluss

    TCP-Port 443 = HTTPS-Dienst

Prüfungsfalle:

    Physischer Port und TCP-/UDP-Port nicht verwechseln.

Merksatz:

    Physischer Port = Anschluss.
    TCP-/UDP-Port = Dienst.

---

**Lichtwellenleiter kurz wiederholt**

Lichtwellenleiter werden mit LWL abgekürzt.

Andere Bezeichnungen:

    Glasfaser
    Fiber

LWL überträgt Daten optisch mit Licht.

Vorteile:

    - hohe Datenraten
    - lange Strecken
    - störungsarm
    - elektrische Trennung
    - gut für Backbone und Gebäudeverbindungen

Merksatz:

    LWL = Datenübertragung mit Licht.

---

**Multimode und Singlemode**

| Fasertyp | Bedeutung | typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Multimode | mehrere Lichtwege | kürzere bis mittlere Strecken |
| Singlemode | ein Lichtweg | lange Strecken |

Singlemode wird auch genannt:

    Monomode

Merksätze:

    Multimode = eher kürzer.

    Singlemode = eher länger.

---

**LWL-Sicherheit**

Bei Glasfaser gilt:

    Niemals direkt in eine Glasfaser oder in einen optischen Port schauen.

Grund:

    Es kann unsichtbares Laserlicht austreten.

Auch wenn man kein Licht sieht, kann es gefährlich für die Augen sein.

Merksatz:

    Niemals in Glasfaser oder optische Ports schauen.

---

**SFP und Medienkonverter**

SFP steht für:

    Small Form-factor Pluggable

Ein SFP ist ein steckbares Netzwerkmodul.

Mini-GBIC ist eine ältere Bezeichnung für SFP.

Ein Medienkonverter verbindet unterschiedliche Übertragungsmedien.

Typisches Beispiel:

    Kupfer Ethernet ↔ Glasfaser Ethernet

Wichtig:

    Ein Medienkonverter ändert normalerweise keine IP-Adresse.
    Ein Medienkonverter ist normalerweise kein Router.

Merksätze:

    SFP = steckbares Netzwerkmodul.

    Medienkonverter = Übergang zwischen Kupfer und Glasfaser.

---

**TX und RX**

Bei Glasfaserverbindungen sind TX und RX wichtig.

TX steht für:

    Transmit

Also:

    Senden

RX steht für:

    Receive

Also:

    Empfangen

Wichtig:

    TX der einen Seite muss auf RX der anderen Seite treffen.

Merksatz:

    TX muss auf RX.

---

**Einfache Regel für die Verkabelung**

Als einfache Orientierung gilt:

| Strecke / Einsatz | sinnvolles Medium |
|---|---|
| kurze LAN-Strecke | Twisted-Pair-Kupfer |
| mittlere Glasfaserstrecke | Multimode-LWL |
| lange Strecke | Singlemode-LWL |

Noch kürzer:

    kurz = Kupfer
    mittel = Multimode
    lang = Singlemode

Wichtig:

    Die konkrete Auswahl hängt von Datenrate,
    Entfernung,
    Störungen,
    Kosten,
    vorhandener Technik
    und Stromversorgung ab.

---

**100-m-Regel bei Twisted Pair**

Bei Twisted-Pair-Ethernet gilt häufig als Orientierung:

    maximal 100 m

Diese Strecke umfasst die gesamte Verbindung.

Beispiel:

    Patchkabel
    + Verlegekabel
    + Patchkabel
    = gesamte Strecke

Merksatz:

    Twisted Pair im LAN: häufig bis ca. 100 m.

---

**PoE kurz erklärt**

PoE steht für:

    Power over Ethernet

PoE bedeutet:

    Stromversorgung über das Netzwerkkabel.

Typische PoE-Geräte:

    - Access Points
    - IP-Kameras
    - VoIP-Telefone
    - Sensoren

Wichtig:

    PoE funktioniert über Twisted-Pair-Kupfer,
    aber nicht direkt über Glasfaser.

Merksatz:

    PoE = Strom über Netzwerkkabel.

---

**Dämpfung kurz wiederholt**

Dämpfung bedeutet:

    Ein Signal wird schwächer.

Dämpfung gibt es bei:

    - Kupfer
    - Glasfaser
    - WLAN-Funk

Typische Ursachen:

    - Kabellänge
    - schlechte Steckverbindungen
    - Verschmutzung
    - falsches Medium
    - Biegeradius unterschritten
    - Störungen
    - zu hohe Entfernung

Merksatz:

    Dämpfung = Signalverlust.

---

**Signalqualität**

Signalqualität beschreibt, wie gut ein Signal beim Empfänger ankommt.

Eine schlechte Signalqualität kann verursachen:

    - instabile Verbindung
    - Paketverluste
    - niedrigen Durchsatz
    - Verbindungsabbrüche
    - niedrig ausgehandelte Geschwindigkeit

Wichtig:

    Link vorhanden bedeutet nicht automatisch gute Signalqualität.

Merksatz:

    Signalqualität = wie sauber und nutzbar ein Signal ankommt.

---

**Bandbreite, Durchsatz und Latenz**

| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Bandbreite | theoretische Übertragungskapazität |
| Durchsatz | tatsächlich erreichte Datenrate |
| Latenz | Verzögerungszeit |

Prüfungsfalle:

    Bandbreite und Durchsatz sind nicht dasselbe.

Merksätze:

    Bandbreite = möglich.

    Durchsatz = tatsächlich erreicht.

    Latenz = Verzögerung.

---

**WLAN kurz wiederholt**

WLAN steht für:

    Wireless Local Area Network

WLAN ist ein drahtloses lokales Netzwerk.

Die Datenübertragung erfolgt per Funk.

Typische Frequenzbereiche:

    2,4 GHz
    5 GHz
    6 GHz

Merksatz:

    WLAN = lokales Netzwerk über Funk.

---

**WLAN-Standards**

| Wi-Fi-Bezeichnung | technischer Standard |
|---|---|
| Wi-Fi 4 | IEEE 802.11n |
| Wi-Fi 5 | IEEE 802.11ac |
| Wi-Fi 6 | IEEE 802.11ax |
| Wi-Fi 6E | IEEE 802.11ax mit 6-GHz-Erweiterung |
| Wi-Fi 7 | IEEE 802.11be |

Wichtig:

    IEEE 802.11 ist die Normfamilie für WLAN.

Merksatz:

    Wi-Fi 6 = IEEE 802.11ax.
    Wi-Fi 7 = IEEE 802.11be.

---

**2,4 GHz, 5 GHz und 6 GHz**

| Frequenzbereich | typische Eigenschaft |
|---|---|
| 2,4 GHz | größere Reichweite, oft stärker belegt |
| 5 GHz | höhere Datenraten, geringere Reichweite |
| 6 GHz | moderne zusätzliche Kapazität, passende Geräte nötig |

Merksatz:

    2,4 GHz reicht weiter.
    5 GHz ist oft schneller.
    6 GHz bietet zusätzliche Kapazität.

---

**SSID, BSSID und VLAN**

| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| SSID | Name eines WLANs |
| BSSID | MAC-Adresse eines konkreten Access Points |
| VLAN | logische Netztrennung |

Beispiel:

| SSID | VLAN | Zweck |
|---|---:|---|
| Firma-Mitarbeiter | VLAN 10 | internes Netzwerk |
| Firma-Gast | VLAN 20 | Gastzugang |
| Firma-IoT | VLAN 30 | Geräte-Netz |

Merksatz:

    SSID = WLAN-Name.
    VLAN = logische Trennung.

---

**WLAN-Sicherheit**

WLAN muss abgesichert werden, weil Funk nicht an der Wand endet.

Wichtige Sicherheitsstandards:

| Standard | Einordnung |
|---|---|
| WEP | veraltet und unsicher |
| WPA | veraltet |
| WPA2 | Mindeststandard |
| WPA3 | besser und moderner |

Wichtig:

    WLAN sollte mindestens mit WPA2,
    besser mit WPA3 abgesichert werden.

Merksatz:

    WLAN braucht Verschlüsselung.

---

**WPA-Personal und WPA-Enterprise**

| Verfahren | Bedeutung |
|---|---|
| WPA-Personal | gemeinsames WLAN-Passwort |
| WPA-Enterprise | individuelle Anmeldung über 802.1X / RADIUS |

WPA-Personal nutzt häufig einen PSK.

PSK steht für:

    Pre-Shared Key

WPA-Enterprise ist besonders für größere Umgebungen sinnvoll.

Merksatz:

    Personal = gemeinsames Passwort.
    Enterprise = individuelle Anmeldung.

---

**Gast-WLAN**

Ein Gast-WLAN sollte vom internen Netzwerk getrennt sein.

Typische Umsetzung:

    eigene SSID
    eigenes VLAN
    Firewall-Regeln
    Client-Isolation
    eventuell Captive Portal

Ziel:

    Gäste dürfen ins Internet,
    aber nicht auf interne Systeme.

Merksatz:

    Gast-WLAN vom internen Netz trennen.

---

**MIMO und MU-MIMO**

MIMO steht für:

    Multiple Input Multiple Output

MU-MIMO steht für:

    Multi User MIMO

Kurz erklärt:

| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| MIMO | mehrere Antennen und Datenströme |
| MU-MIMO | mehrere Clients gleichzeitig effizienter bedienen |

Wichtig:

    Access Point und Client müssen die Technik unterstützen.

Merksatz:

    MIMO verbessert Funkübertragung,
    ersetzt aber keine WLAN-Planung.

---

**CSMA/CA**

CSMA/CA steht für:

    Carrier Sense Multiple Access / Collision Avoidance

WLAN nutzt Kollisionsvermeidung.

Merksatz:

    CSMA/CA = Kollisionsvermeidung bei WLAN.

Nicht verwechseln mit:

    CSMA/CD = Kollisionserkennung bei älteren drahtgebundenen Ethernet-Umgebungen.

---

**Dezibel und Antennengewinn**

dB beschreibt ein Verhältnis.

dBm beschreibt eine absolute Leistung bezogen auf 1 mW.

dBi beschreibt Antennengewinn bezogen auf einen isotropen Strahler.

| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| dB | Verhältniswert |
| dBm | Leistung bezogen auf 1 mW |
| dBi | Antennengewinn |
| EIRP | wirksame abgestrahlte Leistung |
| ERP | effektive Strahlungsleistung bezogen auf Dipol |

Merksatz:

    dB ≠ dBm ≠ dBi.

---

**Antennengewinn**

Antennengewinn bedeutet:

    Die Antenne bündelt die vorhandene Energie stärker in bestimmte Richtungen.

Wichtig:

    Eine Antenne erzeugt keine zusätzliche Energie.

Merksatz:

    Antennengewinn = Bündelung,
    nicht Energieerzeugung.

---

**EIRP kurz erklärt**

EIRP steht für:

    Equivalent Isotropically Radiated Power

EIRP beschreibt die wirksame abgestrahlte Leistung bezogen auf einen idealen isotropen Strahler.

Vereinfacht:

    EIRP = Sendeleistung + Antennengewinn - Verluste

Wichtig:

    Gesetzliche Grenzwerte beziehen sich häufig auf die wirksame abgestrahlte Leistung.

Merksatz:

    Hoher Antennengewinn kann geringere Sendeleistung erfordern.

---

**Wichtige Prüfungszuordnungen**

| Thema | richtige Einordnung |
|---|---|
| Koaxialkabel | ältere Ethernet-Verkabelung |
| Twisted Pair | typische Kupferverkabelung im LAN |
| LWL | optische Datenübertragung |
| Multimode | eher kürzere Glasfaserstrecken |
| Singlemode | eher lange Glasfaserstrecken |
| Patchfeld | Anschlussfeld für Verlegekabel |
| Medienkonverter | Übergang zwischen Medien |
| SFP | steckbares Netzwerkmodul |
| WLAN | drahtloses lokales Netzwerk |
| SSID | WLAN-Name |
| VLAN | logische Netztrennung |
| WPA2 / WPA3 | WLAN-Sicherheit |
| MIMO | mehrere Antennen und Datenströme |
| dB | Verhältniswert |
| EIRP | wirksame abgestrahlte Leistung |

---

**Typische Prüfungsfragen**

In AP1 und AP2 kann zum Beispiel gefragt werden:

    - Warum ist Schicht 0 keine offizielle OSI-Schicht?
    - Welche Übertragungsmedien gibt es?
    - Was bedeutet Twisted Pair?
    - Warum sind Adernpaare verdrillt?
    - Was ist der Unterschied zwischen Patchkabel und Verlegekabel?
    - Was ist ein Patchfeld?
    - Was ist strukturierte Verkabelung?
    - Was ist der Unterschied zwischen Multimode und Singlemode?
    - Warum verwendet man LWL für lange Strecken?
    - Was bedeutet Dämpfung?
    - Was ist ein SFP-Modul?
    - Was macht ein Medienkonverter?
    - Was bedeutet WLAN?
    - Was ist eine SSID?
    - Warum muss WLAN verschlüsselt werden?
    - Was bedeutet MIMO?
    - Was bedeutet dB?
    - Was ist EIRP?

---

**Typische Prüfungsfallen**

    Schicht 0 ist keine offizielle OSI-Schicht.

    Das OSI-Modell beginnt offiziell mit Schicht 1.

    Koaxialkabel ist im modernen LAN weitgehend veraltet.

    10BASE2 bedeutet nicht 2 Mbit/s.

    Twisted Pair bedeutet verdrilltes Adernpaar.

    Gigabit-Ethernet nutzt alle 8 Adern.

    Kabelkategorie allein garantiert nicht die Geschwindigkeit.

    Patchfeld ist kein Switch.

    Physischer Port ist nicht TCP-/UDP-Port.

    Multimode und Singlemode sind nicht beliebig austauschbar.

    Glasfaser überträgt kein PoE.

    SFP-Port und SFP-Modul sind nicht dasselbe.

    TX muss auf RX.

    WLAN ist nicht dasselbe wie Internet.

    SSID ist nicht das Passwort.

    WPA2 ist Mindeststandard,
    WPA3 ist besser.

    MAC-Filter ersetzt keine WLAN-Verschlüsselung.

    dB ist kein absoluter Leistungswert.

    Eine Antenne erzeugt keine zusätzliche Energie.

---

**Wichtige Begriffe kurz erklärt**

| Begriff | Kurze Erklärung |
|---|---|
| Schicht 0 | didaktische Ergänzung für Übertragungsmedien und Infrastruktur |
| Übertragungsmedium | physischer Weg der Datenübertragung |
| Koaxialkabel | ältere Ethernet-Verkabelung mit Innenleiter und Schirmung |
| Twisted Pair | Kupferkabel mit verdrillten Adernpaaren |
| LWL | Lichtwellenleiter, optische Datenübertragung |
| Multimode | Glasfaser mit mehreren Lichtwegen |
| Singlemode | Glasfaser mit einem Lichtweg |
| Patchkabel | flexibles Verbindungskabel |
| Verlegekabel | fest installiertes Kabel |
| Patchfeld | Anschlussfeld für fest verlegte Kabel |
| strukturierte Verkabelung | geplante und dokumentierte Gebäudeverkabelung |
| Medienkonverter | verbindet unterschiedliche Übertragungsmedien |
| SFP | steckbares Netzwerkmodul |
| Dämpfung | Abschwächung eines Signals |
| WLAN | drahtloses lokales Netzwerk |
| SSID | Name eines WLANs |
| VLAN | logisches Teilnetz |
| WPA2 | verbreiteter WLAN-Sicherheitsstandard |
| WPA3 | neuerer WLAN-Sicherheitsstandard |
| MIMO | mehrere Antennen und Datenströme |
| dB | Verhältniswert |
| dBm | Leistung bezogen auf 1 mW |
| dBi | Antennengewinn |
| EIRP | wirksame abgestrahlte Leistung |

---

**IHK-sichere Gesamtformulierung**

Schicht 0 ist keine offizielle Schicht des OSI-Modells, sondern eine didaktische Ergänzung zur Einordnung von Übertragungsmedien und physischer Infrastruktur. Dazu gehören Koaxialkabel, Twisted-Pair-Kabel, Lichtwellenleiter, WLAN-Funkstrecken, Patchkabel, Verlegekabel, Netzwerkdosen, Patchfelder und Netzwerkschränke. Twisted Pair ist die typische Kupferverkabelung im LAN. Lichtwellenleiter übertragen Daten optisch und eignen sich besonders für lange Strecken, Backbone-Verbindungen und störungsarme Übertragung. WLAN überträgt Daten per Funk und muss wegen der drahtlosen Ausbreitung besonders abgesichert werden. Eine fehlerhafte physische Infrastruktur kann alle höheren Netzwerkschichten beeinträchtigen.

---

**Wichtigste Merksätze**

    Schicht 0 ist eine Lernhilfe.

    OSI beginnt offiziell mit Schicht 1.

    Schicht 0 = Übertragungsmedien und Verkabelung.

    Schicht 1 = Bits und Signale.

    Kupfer = elektrisch.

    Glasfaser = optisch.

    WLAN = Funk.

    Koaxialkabel = ältere Ethernet-Technik.

    Twisted Pair = verdrillte Adernpaare.

    Typisches Netzwerkkabel = 8 Adern.

    Gigabit nutzt alle 8 Adern.

    Patchkabel = flexibel.

    Verlegekabel = fest installiert.

    Patchfeld = kein Switch.

    LWL = Lichtwellenleiter.

    Multimode = eher kürzere Strecken.

    Singlemode = eher lange Strecken.

    Medienkonverter = Kupfer zu Glasfaser.

    SFP = steckbares Netzwerkmodul.

    TX muss auf RX.

    Dämpfung = Signal wird schwächer.

    Bandbreite ist nicht Durchsatz.

    WLAN = drahtloses lokales Netzwerk.

    SSID = WLAN-Name.

    VLAN = logische Trennung.

    WPA2 mindestens,
    WPA3 besser.

    MIMO = mehrere Antennen und Datenströme.

    dB = Verhältniswert.

    Antennengewinn = Bündelung,
    nicht Energieerzeugung.

    EIRP = wirksame abgestrahlte Leistung.

    Ohne funktionierende physische Infrastruktur
    funktionieren die höheren Schichten nicht zuverlässig.