# 6.1 OSI-Schicht 3 – Vermittlungsschicht / Netzwerkschicht

Die Vermittlungsschicht ist Schicht 3 des OSI-Modells.

Sie wird auch genannt:

    Netzwerkschicht

Die wichtigste Aufgabe von Schicht 3 ist:

    Daten zwischen verschiedenen Netzwerken weiterleiten.

Dabei geht es vor allem um:

    - IP-Adressen
    - IP-Pakete
    - Subnetze
    - Routing
    - Router
    - Standard-Gateway
    - Netzmaske
    - IPv4
    - IPv6
    - ICMP

Merksatz:

    Schicht 3 = IP-Adressen, Pakete und Routing.

---

**Grundidee von Schicht 3**

Schicht 2 ist für die lokale Übertragung im LAN zuständig.

Schicht 3 geht darüber hinaus.

Schicht 3 ermöglicht Kommunikation zwischen unterschiedlichen Netzwerken.

Beispiel:

    PC im LAN
    → Router
    → Internet
    → Webserver

Dabei wird nicht mehr nur lokal mit MAC-Adressen gearbeitet, sondern mit IP-Adressen.

Merksatz:

    Schicht 2 verbindet lokal.
    Schicht 3 verbindet Netze.

---

**Einordnung im OSI-Modell**

| OSI-Schicht | Name | Aufgabe |
|---:|---|---|
| 7 | Anwendungsschicht | Netzwerkdienste für Anwendungen |
| 6 | Darstellungsschicht | Darstellung, Codierung, Verschlüsselung |
| 5 | Sitzungsschicht | Sitzungen verwalten |
| 4 | Transportschicht | Transport zwischen Anwendungen |
| 3 | Vermittlungsschicht / Netzwerkschicht | IP-Adressierung und Routing |
| 2 | Sicherungsschicht | Frames, MAC-Adressen, lokale Übertragung |
| 1 | Bitübertragungsschicht | Bits als Signale übertragen |

Merksatz:

    Schicht 3 liegt zwischen lokaler Übertragung und Transport.

---

**Warum braucht man Schicht 3?**

Ein lokales Netzwerk allein reicht nicht aus, wenn Geräte in unterschiedlichen Netzen kommunizieren sollen.

Beispiel:

    PC A:
    192.168.10.20

    Server B:
    192.168.30.50

Diese Geräte liegen in unterschiedlichen IP-Netzen.

Damit sie kommunizieren können, braucht man Routing.

Routing gehört zu Schicht 3.

Merksatz:

    Unterschiedliche IP-Netze brauchen Schicht-3-Vermittlung.

---

**Begriff: IP-Adresse**

Eine IP-Adresse ist eine logische Adresse auf Schicht 3.

Sie dient dazu, Geräte in IP-Netzen erreichbar zu machen.

Beispiele:

    IPv4:
    192.168.10.20

    IPv6:
    2001:db8::10

IP-Adressen werden für die netzübergreifende Kommunikation verwendet.

Merksatz:

    IP-Adresse = logische Adresse auf Schicht 3.

---

**MAC-Adresse und IP-Adresse unterscheiden**

| Adresse | Schicht | Aufgabe |
|---|---:|---|
| MAC-Adresse | 2 | lokale Zustellung im LAN |
| IP-Adresse | 3 | logische Adressierung zwischen Netzen |

Wichtig:

    MAC-Adressen gelten nur lokal auf einem Netzwerkabschnitt.
    IP-Adressen dienen der Zustellung über Netzgrenzen hinweg.

Merksatz:

    MAC = lokal.
    IP = netzübergreifend.

---

**Begriff: IP-Paket**

Ein IP-Paket ist die Datenübertragungseinheit auf Schicht 3.

Ein IP-Paket enthält unter anderem:

    - Quell-IP-Adresse
    - Ziel-IP-Adresse
    - Nutzdaten
    - Steuerinformationen

Vereinfacht:

    Ein IP-Paket ist der Datenbehälter für die Zustellung zwischen IP-Netzen.

Merksatz:

    IP-Paket = Datenform auf Schicht 3.

---

**Frame, Paket und Segment unterscheiden**

| Begriff | Schicht | Bedeutung |
|---|---:|---|
| Frame | 2 | lokale Übertragung mit MAC-Adressen |
| Paket | 3 | IP-Übertragung zwischen Netzen |
| Segment | 4 | TCP-Datenübertragung |
| Datagramm | 4 | UDP-Datenübertragung |

Prüfungsfalle:

    Ethernet arbeitet mit Frames.
    IP arbeitet mit Paketen.
    TCP arbeitet mit Segmenten.

Merksatz:

    Schicht 2 = Frame.
    Schicht 3 = Paket.
    Schicht 4 = Segment oder Datagramm.

---

**Quell-IP und Ziel-IP**

Ein IP-Paket enthält normalerweise:

    - Quell-IP-Adresse
    - Ziel-IP-Adresse

Die Quell-IP-Adresse gibt an:

    Von welchem Gerät stammt das Paket?

Die Ziel-IP-Adresse gibt an:

    Zu welchem Gerät soll das Paket?

Beispiel:

    PC sendet an Webserver.

    Quell-IP:
    IP-Adresse des PCs

    Ziel-IP:
    IP-Adresse des Webservers

Merksatz:

    Quell-IP = woher.
    Ziel-IP = wohin.

---

**IP-Adresse bleibt über Router hinweg erhalten**

Wenn ein IP-Paket über mehrere Router läuft, bleibt die Ziel-IP-Adresse grundsätzlich gleich.

Beispiel:

    PC → Router 1 → Router 2 → Server

Die Ethernet-Frames ändern sich auf jedem Abschnitt.

Die IP-Adressen im IP-Paket bleiben grundsätzlich erhalten.

Ausnahme:

    NAT oder PAT kann IP-Adressen verändern.

Merksatz:

    MAC ändert sich pro Abschnitt.
    IP bleibt grundsätzlich Ende-zu-Ende erhalten.

---

**Router**

Ein Router ist ein typisches Gerät auf Schicht 3.

Aufgabe:

    IP-Pakete zwischen unterschiedlichen Netzwerken weiterleiten.

Ein Router entscheidet anhand der Ziel-IP-Adresse, wohin ein Paket weitergeleitet werden soll.

Dafür nutzt er eine Routing-Tabelle.

Merksatz:

    Router = Schicht-3-Gerät für IP-Weiterleitung.

---

**Switch und Router unterscheiden**

| Gerät | typische Schicht | Arbeitsweise |
|---|---:|---|
| Switch | 2 | leitet Frames anhand von MAC-Adressen weiter |
| Router | 3 | leitet IP-Pakete anhand von IP-Adressen weiter |

Wichtig:

    Ein Switch verbindet Geräte im lokalen Netz.
    Ein Router verbindet verschiedene IP-Netze.

Merksatz:

    Switch = MAC.
    Router = IP.

---

**Standard-Gateway**

Das Standard-Gateway ist der Router, den ein Gerät verwendet, wenn das Ziel nicht im eigenen IP-Netz liegt.

Beispiel:

    PC:
    192.168.10.20/24

    Gateway:
    192.168.10.1

Wenn der PC ein Ziel außerhalb von 192.168.10.0/24 erreichen möchte, sendet er das Paket an das Standard-Gateway.

Merksatz:

    Standard-Gateway = Ausgang in andere Netze.

---

**Wann braucht ein Gerät das Gateway?**

Ein Gerät braucht das Gateway, wenn die Ziel-IP-Adresse nicht im eigenen Subnetz liegt.

Beispiel:

    PC:
    192.168.10.20/24

    Ziel:
    192.168.10.30

Das Ziel liegt im gleichen Netz.

    Kein Gateway nötig.

Beispiel:

    PC:
    192.168.10.20/24

    Ziel:
    8.8.8.8

Das Ziel liegt nicht im gleichen Netz.

    Gateway nötig.

Merksatz:

    Gleiches Subnetz = direkt.
    Anderes Subnetz = über Gateway.

---

**Subnetz**

Ein Subnetz ist ein Teilbereich eines IP-Netzes.

Beispiel:

    192.168.10.0/24

Dieses Subnetz enthält IP-Adressen von:

    192.168.10.1
    bis
    192.168.10.254

Die Netzadresse ist:

    192.168.10.0

Die Broadcast-Adresse ist:

    192.168.10.255

Merksatz:

    Subnetz = logischer IP-Adressbereich.

---

**Netzadresse**

Die Netzadresse bezeichnet das Netzwerk selbst.

Beispiel:

    192.168.10.0/24

Die Netzadresse ist:

    192.168.10.0

Diese Adresse wird normalerweise nicht einem Endgerät zugewiesen.

Merksatz:

    Netzadresse = Adresse des Netzes.

---

**Broadcast-Adresse**

Die Broadcast-Adresse ist die Adresse für alle Geräte im Subnetz.

Beispiel:

    192.168.10.0/24

Broadcast-Adresse:

    192.168.10.255

Diese Adresse wird normalerweise nicht einem einzelnen Endgerät zugewiesen.

Merksatz:

    Broadcast-Adresse = alle Geräte im Subnetz.

---

**Host-Adresse**

Host-Adressen sind die nutzbaren Adressen für Geräte im Subnetz.

Beispiel:

    192.168.10.0/24

Nutzbare Host-Adressen:

    192.168.10.1
    bis
    192.168.10.254

Diese Adressen können Geräten zugewiesen werden.

Beispiele:

    PC
    Server
    Drucker
    Router-Interface
    Access Point

Merksatz:

    Host-Adresse = nutzbare Adresse für ein Gerät.

---

**Subnetzmaske**

Die Subnetzmaske legt fest, welcher Teil einer IP-Adresse zum Netz gehört und welcher Teil zum Host gehört.

Beispiel:

    IP-Adresse:
    192.168.10.20

    Subnetzmaske:
    255.255.255.0

Das entspricht:

    /24

Merksatz:

    Subnetzmaske trennt Netzanteil und Hostanteil.

---

**CIDR-Schreibweise**

CIDR steht für:

    Classless Inter-Domain Routing

Die CIDR-Schreibweise gibt an, wie viele Bits zur Netzadresse gehören.

Beispiel:

    192.168.10.20/24

Das bedeutet:

    Die ersten 24 Bit gehören zum Netzanteil.

Häufige Beispiele:

| CIDR | Subnetzmaske |
|---:|---|
| /24 | 255.255.255.0 |
| /25 | 255.255.255.128 |
| /26 | 255.255.255.192 |
| /27 | 255.255.255.224 |
| /28 | 255.255.255.240 |
| /30 | 255.255.255.252 |

Merksatz:

    /24 bedeutet:
    24 Bit Netzanteil.

---

**Netzanteil und Hostanteil**

Eine IP-Adresse besteht aus:

    Netzanteil
    und
    Hostanteil

Beispiel:

    192.168.10.20/24

Bei /24 ist vereinfacht:

    Netzanteil:
    192.168.10

    Hostanteil:
    20

Das Netz ist:

    192.168.10.0/24

Merksatz:

    Netzanteil bestimmt das Netzwerk.
    Hostanteil bestimmt das Gerät im Netzwerk.

---

**Routing**

Routing bedeutet:

    IP-Pakete zwischen Netzwerken weiterleiten.

Ein Router prüft die Ziel-IP-Adresse und entscheidet anhand seiner Routing-Tabelle, wohin das Paket weitergeleitet wird.

Dabei interessiert ihn nicht die Ziel-MAC-Adresse des ursprünglichen Frames.

Der Router arbeitet auf Schicht 3.

Merksatz:

    Routing = Wegentscheidung für IP-Pakete.

---

**Routing-Tabelle**

Eine Routing-Tabelle enthält Informationen darüber, welche Netze über welchen Weg erreichbar sind.

Vereinfacht enthält sie:

    - Zielnetz
    - Netzmaske oder Präfix
    - nächster Hop
    - Ausgangsschnittstelle
    - Metrik

Beispiel:

| Zielnetz | Nächster Hop | Schnittstelle |
|---|---|---|
| 192.168.10.0/24 | direkt verbunden | LAN |
| 192.168.20.0/24 | 192.168.10.1 | LAN |
| 0.0.0.0/0 | Provider-Router | WAN |

Merksatz:

    Routing-Tabelle = Wegweiser für IP-Pakete.

---

**Nächster Hop**

Der nächste Hop ist das nächste Gerät, an das ein Router ein Paket weitergibt.

Meist ist das ein anderer Router.

Beispiel:

    Zielnetz:
    10.20.30.0/24

    nächster Hop:
    192.168.1.1

Der Router sendet das Paket an den nächsten Hop, damit es dem Ziel näherkommt.

Merksatz:

    Nächster Hop = nächster Router auf dem Weg zum Ziel.

---

**Direkt verbundenes Netz**

Ein Router kennt Netze, die direkt an seinen Schnittstellen angeschlossen sind.

Beispiel:

    Router-Interface:
    192.168.10.1/24

Dann kennt der Router direkt:

    192.168.10.0/24

Für direkt verbundene Netze braucht der Router keinen weiteren Router als nächsten Hop.

Merksatz:

    Direkt verbunden = Netz liegt an eigener Schnittstelle.

---

**Default Route**

Eine Default Route ist eine Standardroute für alle Ziele, für die keine genauere Route vorhanden ist.

IPv4-Schreibweise:

    0.0.0.0/0

Bedeutung:

    alle IPv4-Ziele

Beispiel:

    Alles Unbekannte geht zum Provider-Router.

Merksatz:

    Default Route = Route für alles, was nicht genauer bekannt ist.

---

**Longest Prefix Match**

Ein Router wählt bei mehreren passenden Routen die genaueste Route.

Das nennt man:

    Longest Prefix Match

Beispiel:

    Route A:
    192.168.0.0/16

    Route B:
    192.168.10.0/24

Ziel:

    192.168.10.50

Beide Routen passen.

Die /24-Route ist genauer und wird gewählt.

Merksatz:

    Genaueste passende Route gewinnt.

---

**Statisches Routing**

Beim statischen Routing werden Routen manuell eingetragen.

Vorteile:

    - einfach bei kleinen Netzen
    - gut kontrollierbar
    - wenig Protokoll-Overhead

Nachteile:

    - hoher Aufwand bei großen Netzen
    - Änderungen müssen manuell gepflegt werden
    - Ausfälle werden nicht automatisch umgangen

Merksatz:

    Statische Route = manuell eingetragener Weg.

---

**Dynamisches Routing**

Beim dynamischen Routing tauschen Router automatisch Routing-Informationen aus.

Dafür werden Routing-Protokolle verwendet.

Beispiele:

    - OSPF
    - RIP
    - BGP

Vorteile:

    - automatische Anpassung
    - besser für größere Netze
    - alternative Wege möglich

Nachteile:

    - komplexer
    - muss geplant und abgesichert werden

Merksatz:

    Dynamisches Routing = Router lernen Wege automatisch.

---

**Routing-Protokolle kurz eingeordnet**

| Protokoll | typischer Einsatz |
|---|---|
| RIP | einfach, älter, kleine Netze |
| OSPF | interne Unternehmensnetze |
| BGP | Internet und Provider-Routing |

Für AP1/AP2 ist besonders wichtig:

    OSPF wird häufig in internen Netzen verwendet.
    BGP ist zentral für das Routing im Internet.

Merksatz:

    OSPF intern.
    BGP zwischen großen Netzen im Internet.

---

**ICMP**

ICMP steht für:

    Internet Control Message Protocol

ICMP gehört zum IP-Umfeld und wird für Kontroll- und Fehlermeldungen verwendet.

Typische Nutzung:

    - Ping
    - Traceroute
    - Fehlermeldungen im IP-Netz

Wichtig:

    ICMP nutzt keine TCP- oder UDP-Ports.

Merksatz:

    ICMP = Kontrollmeldungen für IP.

---

**Ping**

Ping prüft, ob ein Ziel grundsätzlich per IP erreichbar ist.

Dazu wird häufig ICMP Echo Request und Echo Reply verwendet.

Vereinfacht:

    Echo Request:
    Bist du erreichbar?

    Echo Reply:
    Ja, ich antworte.

Wichtig:

    Wenn Ping nicht funktioniert,
    heißt das nicht automatisch,
    dass das Ziel komplett unerreichbar ist.

ICMP kann durch Firewalls blockiert werden.

Merksatz:

    Ping prüft IP-Erreichbarkeit,
    aber ist kein vollständiger Diensttest.

---

**Traceroute**

Traceroute zeigt den Weg zu einem Ziel über mehrere Router.

Je nach Betriebssystem heißt der Befehl zum Beispiel:

    tracert
    traceroute
    tracepath

Traceroute hilft zu erkennen:

    über welche Router ein Paket läuft
    und
    wo die Verbindung möglicherweise stoppt.

Merksatz:

    Traceroute zeigt den Weg durch das IP-Netz.

---

**TTL**

TTL steht für:

    Time To Live

TTL begrenzt die Lebensdauer eines IP-Pakets.

Jeder Router verringert den TTL-Wert.

Wenn TTL 0 erreicht, wird das Paket verworfen.

Zweck:

    Pakete sollen nicht endlos im Netz kreisen.

Merksatz:

    TTL verhindert endloses Kreisen von IP-Paketen.

---

**IPv4 und IPv6**

Schicht 3 kann mit IPv4 oder IPv6 arbeiten.

| Version | Beispiel |
|---|---|
| IPv4 | 192.168.10.20 |
| IPv6 | 2001:db8::10 |

IPv4 verwendet 32-Bit-Adressen.

IPv6 verwendet 128-Bit-Adressen.

Merksatz:

    IPv4 = 32 Bit.
    IPv6 = 128 Bit.

---

**Private IPv4-Adressen**

Private IPv4-Adressen werden in lokalen Netzwerken verwendet.

Wichtige Bereiche:

| Bereich | CIDR |
|---|---|
| 10.0.0.0 – 10.255.255.255 | 10.0.0.0/8 |
| 172.16.0.0 – 172.31.255.255 | 172.16.0.0/12 |
| 192.168.0.0 – 192.168.255.255 | 192.168.0.0/16 |

Private Adressen sind im öffentlichen Internet nicht direkt geroutet.

Merksatz:

    Private IPv4-Adressen werden im LAN genutzt.

---

**NAT kurz eingeordnet**

NAT steht für:

    Network Address Translation

NAT verändert IP-Adressen beim Übergang zwischen Netzen.

Typisches Beispiel:

    viele private Geräte im LAN
    teilen sich eine öffentliche IPv4-Adresse

NAT wird besonders häufig am Internet-Router eingesetzt.

Merksatz:

    NAT übersetzt IP-Adressen.

---

**PAT kurz eingeordnet**

PAT steht für:

    Port Address Translation

PAT ist eine Form von NAT.

Dabei teilen sich mehrere interne Geräte eine öffentliche IP-Adresse und werden über Port-Zuordnungen unterschieden.

Typisch im Heimnetz:

    viele Geräte
    eine öffentliche IPv4-Adresse

Merksatz:

    PAT = viele interne Geräte über eine öffentliche IP mit Ports unterscheiden.

---

**Schicht 3 und VLANs**

VLANs gehören zu Schicht 2.

Wenn Geräte in unterschiedlichen VLANs kommunizieren sollen, braucht man Routing auf Schicht 3.

Das nennt man:

    Inter-VLAN-Routing

Dafür nutzt man:

    - Router
    - Layer-3-Switch
    - Firewall

Merksatz:

    VLAN trennt auf Schicht 2.
    Routing verbindet auf Schicht 3.

---

**Was Schicht 3 nicht macht**

Schicht 3 macht nicht:

    - Ethernet-Frames lokal anhand von MAC-Adressen switchen
    - TCP-Verbindungen aufbauen
    - UDP-Ports auswerten
    - DNS-Namen auflösen
    - Webseiten bereitstellen
    - Benutzer anmelden
    - Dateifreigaben bereitstellen

Diese Aufgaben liegen auf anderen Schichten.

Merksatz:

    Schicht 3 routet IP-Pakete,
    aber stellt keine Anwendung bereit.

---

**Typische Schicht-3-Fehler**

Typische Fehler auf Schicht 3 sind:

    - falsche IP-Adresse
    - falsche Subnetzmaske
    - falsches Standard-Gateway
    - fehlende Route
    - falsche Route
    - doppelte IP-Adresse
    - NAT-Problem
    - Routing-Schleife
    - Firewall-Regel auf IP-Ebene
    - falsches VLAN-Subnetz-Zusammenspiel

Merksatz:

    Schicht-3-Fehler betreffen IP, Subnetze, Gateway und Routing.

---

**Einordnung bei der Fehlersuche**

Eine sinnvolle Reihenfolge:

    1. Schicht 1:
       Link, Kabel, Signal

    2. Schicht 2:
       MAC, VLAN, ARP

    3. Schicht 3:
       IP-Adresse, Subnetzmaske, Gateway, Route

    4. Schicht 4:
       TCP-/UDP-Port

    5. Schicht 7:
       Anwendung, DNS, Dienst

Merksatz:

    Erst Link,
    dann MAC/VLAN,
    dann IP/Routing.

---

**Typische IHK-Fragen**

In AP1 und AP2 kann zum Beispiel gefragt werden:

    - Welche Aufgabe hat die Vermittlungsschicht?
    - Was ist eine IP-Adresse?
    - Was ist ein IP-Paket?
    - Was macht ein Router?
    - Was ist ein Standard-Gateway?
    - Wann wird ein Gateway benötigt?
    - Was ist ein Subnetz?
    - Was bedeutet CIDR?
    - Was ist eine Routing-Tabelle?
    - Was bedeutet Default Route?
    - Was bedeutet Longest Prefix Match?
    - Was ist der Unterschied zwischen statischem und dynamischem Routing?
    - Was ist ICMP?
    - Wofür wird Ping verwendet?
    - Was zeigt Traceroute?
    - Was ist TTL?
    - Was ist der Unterschied zwischen MAC-Adresse und IP-Adresse?

---

**Typische Prüfungsfallen**

    Schicht 3 arbeitet mit IP-Paketen.

    Schicht 2 arbeitet mit Frames.

    MAC-Adressen gehören zu Schicht 2.

    IP-Adressen gehören zu Schicht 3.

    Switch = Schicht 2.

    Router = Schicht 3.

    Gateway wird benötigt,
    wenn das Ziel nicht im eigenen Subnetz liegt.

    Gleiches Subnetz = direkte lokale Zustellung.

    Anderes Subnetz = über Gateway.

    Default Route = 0.0.0.0/0.

    Genaueste passende Route gewinnt.

    Ping nutzt ICMP,
    nicht TCP oder UDP.

    ICMP hat keine TCP- oder UDP-Ports.

    IPv4 hat 32 Bit.

    IPv6 hat 128 Bit.

    VLAN ist Schicht 2.

    Inter-VLAN-Routing ist Schicht 3.

---

**Wichtige Begriffe kurz erklärt**

| Begriff | Kurze Erklärung |
|---|---|
| Vermittlungsschicht | OSI-Schicht 3 |
| Netzwerkschicht | anderer Begriff für Schicht 3 |
| IP-Adresse | logische Adresse auf Schicht 3 |
| IP-Paket | Datenform auf Schicht 3 |
| Quell-IP | Absender-IP-Adresse |
| Ziel-IP | Empfänger-IP-Adresse |
| Router | Gerät zur Weiterleitung zwischen Netzen |
| Standard-Gateway | Router für Ziele außerhalb des eigenen Netzes |
| Subnetz | logischer IP-Adressbereich |
| Netzadresse | Adresse des Netzes |
| Broadcast-Adresse | Adresse für alle Hosts im Subnetz |
| Host-Adresse | nutzbare Adresse für ein Gerät |
| Subnetzmaske | trennt Netzanteil und Hostanteil |
| CIDR | Schreibweise für Präfixlänge |
| Routing | Weiterleitung zwischen IP-Netzen |
| Routing-Tabelle | Tabelle mit Wegen zu Zielnetzen |
| Nächster Hop | nächster Router auf dem Weg |
| Default Route | Standardroute für unbekannte Ziele |
| Longest Prefix Match | genaueste passende Route gewinnt |
| ICMP | Kontroll- und Fehlermeldungen für IP |
| Ping | ICMP-Erreichbarkeitstest |
| Traceroute | zeigt Weg über Router |
| TTL | begrenzt Lebensdauer eines IP-Pakets |
| NAT | Übersetzung von IP-Adressen |
| PAT | Übersetzung mit Port-Zuordnung |

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**IHK-sichere Kurzformulierung**

Die Vermittlungsschicht beziehungsweise Netzwerkschicht ist Schicht 3 des OSI-Modells. Sie ist für die logische Adressierung und Weiterleitung von IP-Paketen zwischen verschiedenen Netzwerken zuständig. Dafür werden IP-Adressen, Subnetzmasken, Gateways und Routing-Tabellen verwendet. Ein Router arbeitet typischerweise auf Schicht 3 und entscheidet anhand der Ziel-IP-Adresse, wohin ein Paket weitergeleitet wird. Befindet sich ein Ziel nicht im eigenen Subnetz, wird das Paket an das Standard-Gateway gesendet. ICMP gehört zum IP-Umfeld und wird unter anderem für Ping und Traceroute verwendet.

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**Merksätze**

    Schicht 3 = Vermittlungsschicht / Netzwerkschicht.

    Schicht 3 = IP-Adressen, Pakete und Routing.

    IP-Adresse = logische Adresse.

    IP-Paket = Datenform auf Schicht 3.

    MAC = Schicht 2.

    IP = Schicht 3.

    MAC gilt lokal.

    IP gilt netzübergreifend.

    Switch = MAC.

    Router = IP.

    Gateway = Ausgang in andere Netze.

    Gleiches Subnetz = direkt.

    Anderes Subnetz = über Gateway.

    Subnetzmaske trennt Netzanteil und Hostanteil.

    CIDR gibt die Präfixlänge an.

    Routing = Weiterleitung zwischen IP-Netzen.

    Routing-Tabelle = Wegweiser für Pakete.

    Default Route = 0.0.0.0/0.

    Genaueste passende Route gewinnt.

    ICMP = Kontrollmeldungen für IP.

    Ping nutzt ICMP.

    ICMP nutzt keine TCP- oder UDP-Ports.

    Traceroute zeigt den Weg durch das IP-Netz.

    TTL verhindert endloses Kreisen von IP-Paketen.

    IPv4 = 32 Bit.

    IPv6 = 128 Bit.

    VLAN = Schicht 2.

    Inter-VLAN-Routing = Schicht 3.

    Erst Link,
    dann MAC/VLAN,
    dann IP/Routing.