Seite 16: Mock-up-Trainer Dieser interaktive Trainer gehört zur Theorie-Seite: Mock-up / Benutzeroberflächen-Entwurf Hier übst du, aus einer Aufgabenbeschreibung die wichtigsten Elemente einer Benutzeroberfläche abzuleiten. Im Fokus stehen: Pflichtfelder Fehlermeldungen Validierung Buttons Hauptaktion Nebenaktion Benutzerführung Mock-up ≠ UML-Diagramm Was wird trainiert? Bereich Bedeutung Pflichtfelder erkennen wichtige Felder mit * markieren Fehlermeldungen platzieren Fehler direkt am betroffenen Feld anzeigen Validierung verstehen Eingaben fachlich prüfen Hauptaktion erkennen wichtigste Aktion, z. B. Speichern oder Anmelden Nebenaktionen erkennen Abbrechen, Zurück, Zurück zur Liste Benutzerführung bewerten Oberfläche soll verständlich und logisch sein Mock-up einordnen Mock-up ist kein UML-Diagramm Interaktiver Mock-up-Trainer Mock-up-Trainer im Vollbild öffnen Merksatz für den Trainer Mock-up = geplanter Oberflächenentwurf Mock-up ist kein UML-Diagramm Pflichtfelder müssen erkennbar sein Fehlermeldungen gehören nah an das betroffene Feld Buttons müssen eindeutig beschriftet sein Benutzerführung muss logisch und verständlich sein Beispiel: Produktformular Aufgabenstellung: Ein Produkt soll angelegt werden. Produktname, Kategorie und Preis sind Pflichtfelder. Der Preis muss größer als 0 sein. Der Benutzer soll speichern, abbrechen oder zurück zur Liste gehen können. Mögliche Lösung: Pflichtfelder: Produktname Kategorie Preis Fehlermeldung: Direkt am Preisfeld Hauptaktion: Speichern Sinnvolle Nebenaktionen: Abbrechen Zurück zur Liste Validierung: Preis muss größer als 0 sein Einordnung: Mock-up ist kein UML-Diagramm Warum ist das fachlich richtig? Ein Mock-up soll zeigen, wie eine Oberfläche aufgebaut ist und wie der Benutzer sie bedient. Bei einem Produktformular muss der Benutzer erkennen: Welche Daten muss ich eingeben? Welche Felder sind Pflicht? Was ist falsch, wenn eine Eingabe ungültig ist? Wie speichere ich? Wie breche ich ab? Wie komme ich zurück? Pflichtfelder Pflichtfelder sind Felder, die ausgefüllt werden müssen. Typische Darstellung: Produktname * Kategorie * Preis * Das Sternchen * zeigt: Dieses Feld ist erforderlich. Fehlermeldungen Fehlermeldungen sollten möglichst direkt beim betroffenen Feld stehen. Gut: Preis * [ 0,00 € ] Preis muss größer als 0 sein. Schlecht: Irgendwo oben steht nur: Fehler. Merksatz: Der Benutzer muss sofort erkennen, was falsch ist und wo er es korrigieren muss. Validierung Validierung bedeutet: Das System prüft, ob die Eingabe gültig ist. Beispiele: Preis muss größer als 0 sein E-Mail-Adresse muss gültig sein Passwort darf nicht leer sein Produktname muss ausgefüllt sein Kategorie muss ausgewählt werden Hauptaktion Die Hauptaktion ist die wichtigste Aktion im Formular. Beispiele: Speichern Anmelden Bestellung abschließen Absenden Im Produktformular ist die Hauptaktion: Speichern Nebenaktionen Nebenaktionen helfen dem Benutzer, den Vorgang zu verlassen oder zurückzugehen. Beispiele: Abbrechen Zurück zur Liste Zurück zum Warenkorb Schließen Wichtig: Der Benutzer soll nicht in der Oberfläche feststecken. Mock-up ist kein UML-Diagramm Ein Mock-up zeigt eine Benutzeroberfläche. Es zeigt nicht: Klassen Methoden Kardinalitäten Sequenzen Kontrollflüsse Datenbankbeziehungen Dafür gibt es andere Diagramme. Merksatz: Mock-up = Oberfläche UML = Modellierung Typische Fehler im Mock-up Fehler Warum problematisch? Pflichtfelder fehlen Benutzer weiß nicht, was zwingend ist Fehlermeldung fehlt Benutzer versteht den Fehler nicht Fehlermeldung steht zu weit weg Fehler ist schwer zuzuordnen Button heißt nur „OK“ Aktion ist nicht eindeutig Kein Abbrechen-Button Benutzer kann Vorgang schlecht verlassen Kein Rückweg Benutzerführung ist unvollständig Zu viele Elemente Oberfläche wird unübersichtlich Technische Begriffe Benutzer versteht die Oberfläche schlechter Mini-Testfragen 1. Was trainiert dieser Mock-up-Trainer? Er trainiert das Erkennen wichtiger UI-Elemente: Pflichtfelder Fehlermeldungen Validierung Buttons Benutzerführung 2. Was bedeutet ein Sternchen `*` an einem Feld? Das Sternchen bedeutet: Pflichtfeld Das Feld muss ausgefüllt werden. 3. Wo sollte eine Fehlermeldung stehen? Möglichst direkt am betroffenen Feld. Beispiel: Preis muss größer als 0 sein. direkt beim Preisfeld. 4. Was ist die Hauptaktion im Produktformular? Die Hauptaktion ist: Speichern 5. Welche Nebenaktionen sind sinnvoll? Zum Beispiel: Abbrechen Zurück zur Liste 6. Was bedeutet Validierung? Validierung bedeutet: Das System prüft, ob eine Eingabe gültig ist. Beispiel: Preis muss größer als 0 sein. 7. Ist ein Mock-up ein UML-Diagramm? Nein. Ein Mock-up ist ein Oberflächenentwurf und kein UML-Diagramm. 8. Was zeigt ein Mock-up nicht? Ein Mock-up zeigt nicht: Programmcode Datenbankbeziehungen Klassendiagramme Sequenzdiagramme Kontrollflüsse 9. Warum sind eindeutige Buttons wichtig? Weil der Benutzer erkennen muss, welche Aktion passiert. Besser: Speichern Abbrechen Zurück zur Liste statt: OK Weiter Button 1 10. Was ist Benutzerführung? Benutzerführung bedeutet: Die Oberfläche zeigt dem Benutzer klar, was er tun soll. Dazu gehören: verständliche Feldnamen sichtbare Pflichtfelder klare Buttons Fehlermeldungen Rückwege Nächste Seite Danach geht es weiter mit: UML-Zustandsdiagramm