Kapitel 12 – Tabellen und Übersichten
- 12.1 USB-Versionen
- 12.2 PCIe-Versionen
- 12.3 SATA-Versionen
- 12.4 HDMI-Versionen
- 12.5 DisplayPort-Versionen
- 2.6 DDR-Versionen
- 12.7 RAID-Übersicht
- 12.8 Dateisystemvergleich
- 12.9 BIOS vs. UEFI
- 12.10 ASCII-Tabelle
- 12.11 Unicode
- 12.12 Präfixe
- 12.13 Spannungen im PC
- 12.14 CPU-Sockel
- 12.15 Steckverbinder
- 12.16 IHK-Merklisten Hardware
- 12.17 Häufige Verwechslungen
12.1 USB-Versionen
Definition
USB steht für Universal Serial Bus.
USB ist eine universelle Schnittstelle zur Verbindung von Computern mit Peripheriegeräten.
Typische Geräte
- Tastatur
- Maus
- Drucker
- Scanner
- USB-Stick
- externe Festplatte
- Smartphone
- Audiointerface
Wichtige USB-Versionen
| USB-Version | Bezeichnung | Maximale Datenrate |
|---|---|---|
| USB 2.0 | High Speed | 480 MBit/s |
| USB 3.0 | SuperSpeed | 5 GBit/s |
| USB 3.1 | SuperSpeed+ | 10 GBit/s |
| USB 3.2 | SuperSpeed USB | bis 20 GBit/s |
| USB4 | USB4 | bis 40 GBit/s |
USB-Steckertypen
| Steckertyp | Verwendung |
|---|---|
| USB-A | klassischer USB-Anschluss |
| USB-B | Drucker, ältere Geräte |
| Micro-USB | ältere Smartphones und Geräte |
| USB-C | moderne Geräte, beidseitig steckbar |
Merksatz
USB-Version und USB-Stecker sind nicht dasselbe.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen USB-Version, Datenrate und Steckertyp unterschieden.
Typische Fehler:
- USB-C automatisch mit hoher Datenrate gleichsetzen.
- USB-Stecker und USB-Version verwechseln.
- MBit/s und MB/s verwechseln.
- Stromversorgung und Datenübertragung nicht unterscheiden.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
- USB-IF Spezifikation
12.2 PCIe-Versionen
Definition
PCIe steht für Peripheral Component Interconnect Express.
PCIe ist ein internes Bussystem zur Verbindung von Erweiterungskarten und schnellen Speichergeräten mit dem Mainboard.
Typische Verwendung
- Grafikkarten
- Netzwerkkarten
- Soundkarten
- RAID-Controller
- NVMe-SSDs
Wichtige PCIe-Versionen
| PCIe-Version | Datenrate pro Lane |
|---|---|
| PCIe 1.0 | 2,5 GT/s |
| PCIe 2.0 | 5 GT/s |
| PCIe 3.0 | 8 GT/s |
| PCIe 4.0 | 16 GT/s |
| PCIe 5.0 | 32 GT/s |
| PCIe 6.0 | 64 GT/s |
PCIe-Lanes
PCIe arbeitet mit sogenannten Lanes.
Typische Lane-Anzahlen:
| Schreibweise | Bedeutung |
|---|---|
| x1 | 1 Lane |
| x4 | 4 Lanes |
| x8 | 8 Lanes |
| x16 | 16 Lanes |
Beispiele
| Gerät | Typische Anbindung |
|---|---|
| Grafikkarte | PCIe x16 |
| NVMe-SSD | PCIe x4 |
| Netzwerkkarte | PCIe x1 oder x4 |
| RAID-Controller | PCIe x4 oder x8 |
Merksatz
Je neuer die PCIe-Version und je mehr Lanes genutzt werden, desto höher ist die mögliche Datenrate.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen PCIe-Version, Lane-Anzahl und Steckplatzgröße unterschieden.
Typische Fehler:
- PCIe x16 automatisch mit PCIe 5.0 gleichsetzen.
- Steckplatzgröße und tatsächliche Lane-Anbindung verwechseln.
- PCIe mit SATA verwechseln.
- M.2 und NVMe gleichsetzen.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
- PCI-SIG Spezifikation
12.3 SATA-Versionen
Definition
SATA steht für Serial ATA.
SATA ist eine Schnittstelle zum Anschluss von Massenspeichern wie HDDs, SSDs und optischen Laufwerken.
Typische Verwendung
- HDD
- SATA-SSD
- DVD-/Blu-ray-Laufwerk
- interne Laufwerke
Wichtige SATA-Versionen
| SATA-Version | Bezeichnung | Maximale Datenrate |
|---|---|---|
| SATA I | SATA 1,5 GBit/s | 1,5 GBit/s |
| SATA II | SATA 3 GBit/s | 3 GBit/s |
| SATA III | SATA 6 GBit/s | 6 GBit/s |
SATA-Anschlüsse
| Anschluss | Aufgabe |
|---|---|
| SATA-Datenkabel | Datenübertragung |
| SATA-Stromanschluss | Stromversorgung |
SATA und SSD
Eine SATA-SSD nutzt die SATA-Schnittstelle.
Sie ist schneller als eine HDD, aber langsamer als eine NVMe-SSD über PCIe.
Merksatz
SATA wird vor allem für interne Laufwerke verwendet.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen SATA, M.2, NVMe und PCIe unterschieden.
Typische Fehler:
- SATA und NVMe gleichsetzen.
- M.2 automatisch als NVMe ansehen.
- SATA-SSD und NVMe-SSD nicht unterscheiden.
- Datenkabel und Stromkabel verwechseln.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
12.4 HDMI-Versionen
Definition
HDMI steht für High Definition Multimedia Interface.
HDMI ist eine digitale Schnittstelle zur Übertragung von Bild- und Tonsignalen.
Typische Verwendung
- Monitor
- Fernseher
- Beamer
- Spielekonsole
- Blu-ray-Player
- AV-Receiver
Wichtige HDMI-Versionen
| HDMI-Version | Maximale Datenrate | Typische Bedeutung |
|---|---|---|
| HDMI 1.4 | 10,2 GBit/s | Full HD, 4K mit Einschränkungen |
| HDMI 2.0 | 18 GBit/s | 4K bei 60 Hz |
| HDMI 2.1 | 48 GBit/s | 4K bei 120 Hz, 8K bei 60 Hz |
| HDMI 2.2 | 96 GBit/s | höhere Auflösungen und Bildwiederholraten |
Wichtige Begriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Auflösung | Anzahl der Bildpunkte |
| Bildwiederholrate | Bilder pro Sekunde in Hz |
| HDR | höherer Kontrast- und Farbumfang |
| eARC | erweiterter Audiorückkanal |
| VRR | variable Bildwiederholrate |
HDMI-Kabel
| Kabeltyp | Bedeutung |
|---|---|
| High Speed HDMI Cable | ältere HDMI-Anwendungen |
| Premium High Speed HDMI Cable | HDMI 2.0 / 4K bei 60 Hz |
| Ultra High Speed HDMI Cable | HDMI 2.1 / bis 48 GBit/s |
| Ultra96 HDMI Cable | HDMI 2.2 / bis 96 GBit/s |
Merksatz
HDMI überträgt Bild und Ton digital über ein Kabel.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen HDMI-Version, Kabeltyp, Auflösung und Bildwiederholrate unterschieden.
Typische Fehler:
- HDMI-Stecker und HDMI-Version gleichsetzen.
- HDMI-Kabel ohne passende Bandbreite auswählen.
- HDMI und DisplayPort verwechseln.
- 4K, 8K und Hz-Angaben nicht zusammen betrachten.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
- HDMI Forum / HDMI Licensing Administrator
12.5 DisplayPort-Versionen
Definition
DisplayPort ist eine digitale Schnittstelle zur Übertragung von Bild- und Tonsignalen.
DisplayPort wird häufig bei PC-Monitoren, Grafikkarten und Dockingstations verwendet.
Typische Verwendung
- Monitor
- Grafikkarte
- Dockingstation
- Notebook
- USB-C Alt Mode
Wichtige DisplayPort-Versionen
| DisplayPort-Version | Maximale Datenrate | Typische Bedeutung |
|---|---|---|
| DisplayPort 1.2 | 21,6 GBit/s | 4K mit Einschränkungen |
| DisplayPort 1.4 | 32,4 GBit/s | 4K mit hohen Bildwiederholraten, DSC |
| DisplayPort 2.0 | 80 GBit/s | sehr hohe Auflösungen und Bildwiederholraten |
| DisplayPort 2.1 | 80 GBit/s | verbesserte Anforderungen an Kabel und USB-C-Kompatibilität |
Wichtige Begriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Auflösung | Anzahl der Bildpunkte |
| Bildwiederholrate | Bilder pro Sekunde in Hz |
| MST | Multi-Stream Transport für mehrere Monitore |
| DSC | Display Stream Compression |
| Alt Mode | DisplayPort-Signal über USB-C |
Kabel-Zertifizierung
| Bezeichnung | Bedeutung |
|---|---|
| DP40 | zertifiziert bis 40 GBit/s |
| DP80 | zertifiziert bis 80 GBit/s |
Merksatz
DisplayPort wird besonders häufig bei PC-Monitoren verwendet.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen DisplayPort-Version, Kabel, Auflösung, Bildwiederholrate und USB-C Alt Mode unterschieden.
Typische Fehler:
- DisplayPort-Stecker und DisplayPort-Version gleichsetzen.
- USB-C automatisch mit DisplayPort gleichsetzen.
- HDMI und DisplayPort verwechseln.
- Kabelbandbreite nicht beachten.
- MST und DSC verwechseln.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
- VESA DisplayPort Standard
2.6 DDR-Versionen
Definition
DDR steht für Double Data Rate.
DDR-Speicher ist eine Speichertechnik für Arbeitsspeicher.
Typische Verwendung
- Desktop-PCs
- Notebooks
- Server
- Workstations
Wichtige DDR-Versionen
| DDR-Version | Typische Spannung | Bemerkung |
|---|---|---|
| DDR | 2,5 V | ältere RAM-Generation |
| DDR2 | 1,8 V | Nachfolger von DDR |
| DDR3 | 1,5 V | ältere PC-Systeme |
| DDR4 | 1,2 V | weit verbreitet |
| DDR5 | 1,1 V | aktuelle RAM-Generation |
Wichtige Begriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| RAM | Arbeitsspeicher |
| DDR | Double Data Rate |
| DIMM | RAM-Modul für Desktop-PCs |
| SO-DIMM | kompaktes RAM-Modul für Notebooks |
| ECC | Fehlerkorrektur bei Arbeitsspeicher |
Kompatibilität
DDR-Versionen sind untereinander nicht kompatibel.
Ein Mainboard unterstützt immer nur bestimmte RAM-Typen.
Merksatz
DDR-Version, Mainboard und CPU müssen zusammenpassen.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig nach RAM-Kompatibilität gefragt.
Typische Fehler:
- DDR3, DDR4 und DDR5 verwechseln.
- RAM-Modul trotz anderem Steckplatztyp als passend ansehen.
- DIMM und SO-DIMM verwechseln.
- ECC-RAM ohne passende Plattform auswählen.
- RAM-Takt und RAM-Kapazität verwechseln.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
- JEDEC DDR-Spezifikationen
12.7 RAID-Übersicht
Definition
RAID verbindet mehrere physische Laufwerke zu einem logischen Laufwerk.
Je nach RAID-Level stehen Geschwindigkeit, Ausfallsicherheit oder Kapazität im Vordergrund.
RAID-Level
| RAID-Level | Mindestanzahl Laufwerke | Ausfallsicherheit | Nutzbare Kapazität |
|---|---|---|---|
| RAID 0 | 2 | keine | alle Laufwerke |
| RAID 1 | 2 | 1 Laufwerk darf ausfallen | 1 Laufwerk |
| RAID 5 | 3 | 1 Laufwerk darf ausfallen | n − 1 Laufwerke |
| RAID 6 | 4 | 2 Laufwerke dürfen ausfallen | n − 2 Laufwerke |
| RAID 10 | 4 | je nach Ausfallkombination | ca. 50 % |
Kurzbeschreibung
| RAID-Level | Beschreibung |
|---|---|
| RAID 0 | Striping ohne Redundanz |
| RAID 1 | Spiegelung |
| RAID 5 | Striping mit verteilter Parität |
| RAID 6 | Striping mit doppelter verteilter Parität |
| RAID 10 | Kombination aus RAID 1 und RAID 0 |
Vorteile
| RAID-Level | Vorteil |
|---|---|
| RAID 0 | hohe Geschwindigkeit |
| RAID 1 | einfache Ausfallsicherheit |
| RAID 5 | guter Kompromiss aus Kapazität und Sicherheit |
| RAID 6 | höhere Ausfallsicherheit als RAID 5 |
| RAID 10 | hohe Geschwindigkeit und Ausfallsicherheit |
Merksatz
RAID erhöht die Verfügbarkeit, ersetzt aber kein Backup.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig nach Mindestanzahl, Ausfallsicherheit und nutzbarer Kapazität gefragt.
Typische Fehler:
- RAID 0 als ausfallsicher ansehen.
- RAID als Backup bezeichnen.
- RAID 5 und RAID 6 verwechseln.
- Brutto- und Netto-Kapazität verwechseln.
- Hot Spare als nutzbare Kapazität mitzählen.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
12.8 Dateisystemvergleich
Definition
Ein Dateisystem legt fest, wie Daten auf einem Datenträger gespeichert, verwaltet und wiedergefunden werden.
Wichtige Dateisysteme
| Dateisystem | Typischer Einsatz |
|---|---|
| FAT32 | USB-Sticks, ältere Systeme |
| exFAT | USB-Sticks, Speicherkarten |
| NTFS | Windows-Systeme |
| ext4 | Linux-Systeme |
| APFS | macOS |
| HFS+ | ältere macOS-Systeme |
Vergleich
| Dateisystem | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| FAT32 | sehr kompatibel | maximale Dateigröße 4 GB |
| exFAT | geeignet für große Dateien | weniger Funktionen als NTFS |
| NTFS | Rechteverwaltung, Journaling | nicht überall vollständig beschreibbar |
| ext4 | stabil und verbreitet unter Linux | Windows unterstützt es nicht nativ |
| APFS | optimiert für SSDs | hauptsächlich Apple-Systeme |
| HFS+ | ältere macOS-Kompatibilität | veraltet gegenüber APFS |
Wichtige Begriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Journaling | protokolliert Änderungen zur Fehlervermeidung |
| Rechteverwaltung | steuert Zugriffsrechte auf Dateien |
| Partition | abgegrenzter Bereich auf einem Datenträger |
| Formatierung | Einrichten eines Dateisystems |
Merksatz
Das Dateisystem muss zum Betriebssystem und zum Einsatzzweck passen.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig gefragt, welches Dateisystem für einen bestimmten Datenträger geeignet ist.
Typische Fehler:
- FAT32 für Dateien größer als 4 GB wählen.
- Dateisystem und Partition verwechseln.
- NTFS als Linux-Standard ansehen.
- exFAT und FAT32 verwechseln.
- APFS für Windows-Systeme auswählen.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
12.9 BIOS vs. UEFI
Definition
BIOS und UEFI sind Firmware-Schnittstellen zwischen Hardware und Betriebssystem.
Sie starten grundlegende Hardwarefunktionen und leiten den Bootvorgang ein.
Vergleich
| BIOS | UEFI |
|---|---|
| ältere Firmware-Technik | moderner BIOS-Nachfolger |
| meist textbasierte Oberfläche | grafische Oberfläche möglich |
| verwendet meist MBR | verwendet meist GPT |
| begrenzte Unterstützung großer Datenträger | unterstützt große Datenträger |
| kein Secure Boot | Secure Boot möglich |
| einfache Bootverwaltung | erweiterte Bootverwaltung |
BIOS
BIOS steht für Basic Input/Output System.
Es initialisiert die Hardware und startet den Bootvorgang.
UEFI
UEFI steht für Unified Extensible Firmware Interface.
UEFI ist der moderne Nachfolger des BIOS.
Wichtige Begriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| POST | Hardwareprüfung beim Start |
| Bootloader | startet das Betriebssystem |
| MBR | älteres Partitionsschema |
| GPT | modernes Partitionsschema |
| Secure Boot | prüft den Bootloader auf Vertrauenswürdigkeit |
Merksatz
UEFI ist der moderne Nachfolger des BIOS.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen BIOS, UEFI, MBR, GPT und Secure Boot unterschieden.
Typische Fehler:
- BIOS/UEFI mit dem Betriebssystem verwechseln.
- MBR und GPT verwechseln.
- Secure Boot als Virenscanner ansehen.
- UEFI nur als grafisches BIOS verstehen.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
12.10 ASCII-Tabelle
Definition
ASCII ist eine Zeichencodierung zur Darstellung von Zeichen in Computersystemen.
ASCII steht für American Standard Code for Information Interchange.
Grundlage
Der ursprüngliche ASCII-Code verwendet 7 Bit.
Damit können 128 Zeichen dargestellt werden.
Wichtige ASCII-Zeichen
| Zeichen | Dezimal | Hexadezimal |
|---|---|---|
| Leerzeichen | 32 | 20 |
| 0 | 48 | 30 |
| 1 | 49 | 31 |
| A | 65 | 41 |
| B | 66 | 42 |
| a | 97 | 61 |
| b | 98 | 62 |
Zeichenarten
ASCII enthält unter anderem:
- Steuerzeichen
- Ziffern
- Großbuchstaben
- Kleinbuchstaben
- Satzzeichen
- Sonderzeichen
Beispiele für Steuerzeichen
| Steuerzeichen | Bedeutung |
|---|---|
| LF | Line Feed |
| CR | Carriage Return |
| ESC | Escape |
| TAB | Tabulator |
Merksatz
ASCII verwendet 7 Bit und umfasst 128 Zeichen.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen ASCII, Unicode und UTF-8 unterschieden.
Typische Fehler:
- ASCII und Unicode gleichsetzen.
- ASCII als 8-Bit-Code bezeichnen.
- Steuerzeichen vergessen.
- Dezimalwert und Hexadezimalwert verwechseln.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
- ISO/IEC 646
12.11 Unicode
Definition
Unicode ist ein internationaler Standard zur Darstellung von Zeichen aus vielen Sprachen und Schriftsystemen.
Unicode erweitert die Möglichkeiten älterer Zeichencodierungen wie ASCII.
Ziel
Unicode soll möglichst alle weltweit verwendeten Zeichen eindeutig darstellen.
Dazu gehören:
- Buchstaben
- Ziffern
- Sonderzeichen
- Symbole
- Schriftzeichen verschiedener Sprachen
- Emojis
Wichtige Begriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Unicode | Standard für Zeichen |
| Codepoint | eindeutige Nummer eines Zeichens |
| UTF-8 | Codierung für Unicode-Zeichen |
| UTF-16 | Codierung für Unicode-Zeichen |
| UTF-32 | Codierung mit fester Länge |
UTF-8
UTF-8 ist eine weit verbreitete Codierung für Unicode.
Eigenschaften:
- kompatibel zu ASCII
- variable Zeichenlänge
- häufig im Web verwendet
- speichereffizient bei lateinischen Zeichen
Vergleich ASCII und Unicode
| ASCII | Unicode |
|---|---|
| 7 Bit | deutlich größerer Zeichenvorrat |
| 128 Zeichen | sehr viele Zeichen |
| hauptsächlich englische Zeichen | internationale Zeichen |
| keine Umlaute im ursprünglichen ASCII | Umlaute und Sonderzeichen möglich |
Merksatz
Unicode ist der Standard für internationale Zeichen.
UTF-8 ist eine Codierung für Unicode.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen ASCII, Unicode und UTF-8 unterschieden.
Typische Fehler:
- Unicode und UTF-8 gleichsetzen.
- ASCII und Unicode verwechseln.
- Codepoint und Codierung verwechseln.
- Umlaute im ursprünglichen ASCII erwarten.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
- The Unicode Standard
12.12 Präfixe
Definition
Präfixe werden verwendet, um große Datenmengen oder Datenraten kompakt darzustellen.
In der Informationstechnik wird zwischen SI-Präfixen und Binärpräfixen unterschieden.
SI-Präfixe
SI-Präfixe basieren auf dem Dezimalsystem.
| Präfix | Zeichen | Wert |
|---|---|---|
| Kilo | k | 1.000 |
| Mega | M | 1.000.000 |
| Giga | G | 1.000.000.000 |
| Tera | T | 1.000.000.000.000 |
Binärpräfixe
Binärpräfixe basieren auf Zweierpotenzen.
| Präfix | Zeichen | Wert |
|---|---|---|
| Kibi | Ki | 1.024 |
| Mebi | Mi | 1.024² |
| Gibi | Gi | 1.024³ |
| Tebi | Ti | 1.024⁴ |
Vergleich
| SI | Binär |
|---|---|
| kB = 1.000 Byte | KiB = 1.024 Byte |
| MB = 1.000² Byte | MiB = 1.024² Byte |
| GB = 1.000³ Byte | GiB = 1.024³ Byte |
| TB = 1.000⁴ Byte | TiB = 1.024⁴ Byte |
Merksatz
- kB, MB, GB, TB = dezimal
- KiB, MiB, GiB, TiB = binär
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben genau auf die Schreibweise achten.
Typische Fehler:
- MB und MiB gleichsetzen.
- GB und GiB verwechseln.
- Bit und Byte verwechseln.
- kleines b und großes B übersehen.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
- IEC 80000-13
12.13 Spannungen im PC
Definition
Ein PC-Netzteil wandelt die Netzspannung aus der Steckdose in verschiedene Gleichspannungen für die PC-Komponenten um.
Typische Spannungen
| Spannung | Typische Verwendung |
|---|---|
| +12 V | CPU, Grafikkarte, Laufwerke, Lüfter |
| +5 V | USB, Laufwerke, Elektronik |
| +3,3 V | Mainboard, Chipsatz, Erweiterungskarten |
| +5 VSB | Standby-Spannung |
Wechselspannung und Gleichspannung
| Bereich | Spannungsart |
|---|---|
| Steckdose | Wechselspannung (AC) |
| PC-Komponenten | Gleichspannung (DC) |
Netzteil
Das Netzteil wandelt:
230 V AC → 12 V / 5 V / 3,3 V DC
Merksatz
PC-Komponenten arbeiten mit Gleichspannung, die Steckdose liefert Wechselspannung.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen AC, DC, Volt, Watt und Ampere unterschieden.
Typische Fehler:
- Netzspannung direkt mit PC-Komponentenspannung gleichsetzen.
- Wechselspannung und Gleichspannung verwechseln.
- Volt und Watt verwechseln.
- Netzteil nur nach Watt auswählen und Anschlüsse vergessen.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
12.14 CPU-Sockel
Definition
Der CPU-Sockel ist die mechanische und elektrische Schnittstelle zwischen Prozessor und Mainboard.
Der Prozessor muss zum Sockel des Mainboards passen.
Aufgabe
Der CPU-Sockel verbindet die CPU mit dem Mainboard.
Er ermöglicht die Übertragung von:
- Daten
- Steuersignalen
- Stromversorgung
Wichtige Kriterien
| Kriterium | Bedeutung |
|---|---|
| Sockeltyp | mechanische Passform der CPU |
| Chipsatz | unterstützt bestimmte CPU-Funktionen |
| BIOS/UEFI | muss die CPU erkennen |
| TDP | Wärmeleistung der CPU |
| RAM-Unterstützung | abhängig von CPU und Mainboard |
Beispiele
| Hersteller | Beispiele für Sockel |
|---|---|
| Intel | LGA 1200, LGA 1700 |
| AMD | AM4, AM5 |
Kompatibilität
Eine CPU passt nur in den passenden Sockel.
Zusätzlich müssen auch Chipsatz und BIOS/UEFI-Version kompatibel sein.
Merksatz
CPU, Sockel, Chipsatz und BIOS/UEFI müssen zusammenpassen.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig geprüft, ob CPU und Mainboard kompatibel sind.
Typische Fehler:
- nur auf den Sockel achten
- Chipsatz nicht prüfen
- BIOS/UEFI-Kompatibilität vergessen
- TDP und Kühlung nicht beachten
- Intel- und AMD-Sockel verwechseln
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
12.15 Steckverbinder
Definition
Steckverbinder dienen zur mechanischen und elektrischen Verbindung von Geräten, Komponenten oder Kabeln.
Interne Steckverbinder
| Steckverbinder | Typische Verwendung |
|---|---|
| SATA-Datenanschluss | HDD, SSD, optische Laufwerke |
| SATA-Stromanschluss | Stromversorgung von Laufwerken |
| PCIe-Steckplatz | Erweiterungskarten |
| RAM-Slot | Arbeitsspeicher |
| CPU-Sockel | Prozessor |
| ATX-Stecker | Stromversorgung des Mainboards |
Externe Steckverbinder
| Steckverbinder | Typische Verwendung |
|---|---|
| USB-A | Peripheriegeräte |
| USB-C | Daten, Strom, Bildsignal |
| HDMI | Bild und Ton |
| DisplayPort | Bild und Ton |
| RJ45 | Ethernet / Netzwerk |
| 3,5-mm-Klinke | Audio |
| IEC-C13 | Stromkabel für PC-Netzteil |
Wichtige Unterscheidung
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Steckverbinder | physische Anschlussform |
| Schnittstelle | technischer Übertragungsstandard |
| Protokoll | Regeln der Datenübertragung |
Beispiele
- USB-C ist ein Steckverbinder.
- USB 3.2 ist ein Übertragungsstandard.
- RJ45 ist ein Steckverbinder.
- Ethernet ist der Netzwerkstandard.
- M.2 ist ein Formfaktor.
- NVMe ist ein Protokoll.
Merksatz
Steckerform, Schnittstelle und Protokoll sind nicht immer dasselbe.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig geprüft, ob Anschlussform, Schnittstelle und Übertragungsstandard korrekt unterschieden werden.
Typische Fehler:
- USB-C automatisch mit hoher Datenrate gleichsetzen.
- M.2 automatisch mit NVMe gleichsetzen.
- RJ45 und Ethernet gleichsetzen.
- HDMI-Stecker und HDMI-Version verwechseln.
- PCIe-Steckplatz und PCIe-Version verwechseln.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
12.16 IHK-Merklisten Hardware
Definition
IHK-Merklisten fassen typische Prüfungsbegriffe kurz und übersichtlich zusammen.
Sie dienen zum schnellen Wiederholen vor der Prüfung.
Speicher
| Begriff | Merken |
|---|---|
| RAM | flüchtiger Arbeitsspeicher |
| ROM | nichtflüchtiger Nur-Lese-Speicher |
| Cache | schneller Zwischenspeicher |
| SSD | Flash-Speicher ohne bewegliche Teile |
| HDD | magnetischer Speicher mit beweglichen Teilen |
Schnittstellen
| Begriff | Merken |
|---|---|
| USB | Peripherie und externe Geräte |
| HDMI | Bild und Ton |
| DisplayPort | Bild und Ton, häufig bei Monitoren |
| Ethernet | kabelgebundenes Netzwerk |
| SATA | interne Laufwerke |
| PCIe | Erweiterungskarten und NVMe-SSDs |
RAID
| RAID-Level | Merken |
|---|---|
| RAID 0 | schnell, aber keine Ausfallsicherheit |
| RAID 1 | Spiegelung |
| RAID 5 | ein Laufwerk darf ausfallen |
| RAID 6 | zwei Laufwerke dürfen ausfallen |
| RAID 10 | Spiegelung + Striping |
Backup
| Backup-Art | Merken |
|---|---|
| Vollbackup | sichert alles |
| inkrementell | seit der letzten Sicherung |
| differenziell | seit dem letzten Vollbackup |
BIOS / UEFI
| Begriff | Merken |
|---|---|
| BIOS | ältere Firmware |
| UEFI | moderner BIOS-Nachfolger |
| POST | Hardwareprüfung beim Start |
| Bootloader | startet das Betriebssystem |
| Secure Boot | prüft vertrauenswürdigen Bootloader |
Merksatz
Für die IHK sind vor allem Unterschiede, Zuordnungen und typische Verwechslungen wichtig.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird oft nicht tiefes Detailwissen abgefragt, sondern ob Begriffe korrekt unterschieden werden können.
Typische Fehler:
- RAM und SSD verwechseln.
- RAID als Backup ansehen.
- USB-C automatisch mit hoher Datenrate gleichsetzen.
- BIOS/UEFI mit Betriebssystem verwechseln.
- inkrementelles und differenzielles Backup verwechseln.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
12.17 Häufige Verwechslungen
Definition
Häufige Verwechslungen sind Begriffe, die in IHK-Aufgaben ähnlich wirken, aber fachlich unterschiedliche Bedeutungen haben.
Speicher
| Begriff 1 | Begriff 2 | Unterschied |
|---|---|---|
| RAM | SSD | RAM ist flüchtiger Arbeitsspeicher, SSD ist dauerhafter Massenspeicher |
| Cache | RAM | Cache ist schneller Zwischenspeicher, RAM ist Arbeitsspeicher |
| ROM | RAM | ROM ist nichtflüchtig, RAM ist flüchtig |
Schnittstellen
| Begriff 1 | Begriff 2 | Unterschied |
|---|---|---|
| USB-C | USB-Version | USB-C ist die Steckerform, USB 3.2/USB4 ist der Standard |
| M.2 | NVMe | M.2 ist ein Formfaktor, NVMe ist ein Protokoll |
| RJ45 | Ethernet | RJ45 ist der Steckverbinder, Ethernet ist der Netzwerkstandard |
| HDMI | DisplayPort | beide übertragen Bild und Ton, sind aber unterschiedliche Schnittstellen |
Speicher und Datensicherung
| Begriff 1 | Begriff 2 | Unterschied |
|---|---|---|
| RAID | Backup | RAID erhöht Verfügbarkeit, Backup ermöglicht Wiederherstellung |
| Hot Spare | Backup | Hot Spare ist ein Ersatzlaufwerk, kein Sicherungsmedium |
| Archivierung | Backup | Archivierung dient langfristiger Aufbewahrung, Backup der Wiederherstellung |
Betriebssystem und Firmware
| Begriff 1 | Begriff 2 | Unterschied |
|---|---|---|
| BIOS/UEFI | Betriebssystem | BIOS/UEFI startet Hardware und Bootvorgang, das Betriebssystem verwaltet das System |
| Treiber | Firmware | Treiber ist Software im Betriebssystem, Firmware ist Software im Gerät |
| Bootloader | Kernel | Bootloader lädt das Betriebssystem, Kernel ist der Betriebssystemkern |
Datenmengen
| Begriff 1 | Begriff 2 | Unterschied |
|---|---|---|
| Bit | Byte | 1 Byte = 8 Bit |
| MB | MiB | MB basiert auf 1000, MiB auf 1024 |
| MBit/s | MB/s | MBit/s ist Megabit pro Sekunde, MB/s ist Megabyte pro Sekunde |
Merksatz
Viele IHK-Fehler entstehen nicht durch fehlendes Wissen, sondern durch verwechselte Begriffe.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben immer genau auf die Begriffe achten.
Typische Fehler:
- Bit und Byte verwechseln.
- RAID als Backup ansehen.
- USB-C als USB-Version verstehen.
- M.2 automatisch mit NVMe gleichsetzen.
- BIOS/UEFI als Betriebssystem ansehen.
- Treiber und Firmware verwechseln.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker