Kapitel 12 – Tabellen und Übersichten 12.1 USB-Versionen Definition USB steht für Universal Serial Bus . USB ist eine universelle Schnittstelle zur Verbindung von Computern mit Peripheriegeräten. Typische Geräte Tastatur Maus Drucker Scanner USB-Stick externe Festplatte Smartphone Audiointerface Wichtige USB-Versionen USB-Version Bezeichnung Maximale Datenrate USB 2.0 High Speed 480 MBit/s USB 3.0 SuperSpeed 5 GBit/s USB 3.1 SuperSpeed+ 10 GBit/s USB 3.2 SuperSpeed USB bis 20 GBit/s USB4 USB4 bis 40 GBit/s USB-Steckertypen Steckertyp Verwendung USB-A klassischer USB-Anschluss USB-B Drucker, ältere Geräte Micro-USB ältere Smartphones und Geräte USB-C moderne Geräte, beidseitig steckbar Merksatz USB-Version und USB-Stecker sind nicht dasselbe. Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen USB-Version , Datenrate und Steckertyp unterschieden. Typische Fehler: USB-C automatisch mit hoher Datenrate gleichsetzen. USB-Stecker und USB-Version verwechseln. MBit/s und MB/s verwechseln. Stromversorgung und Datenübertragung nicht unterscheiden. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker USB-IF Spezifikation 12.2 PCIe-Versionen Definition PCIe steht für Peripheral Component Interconnect Express . PCIe ist ein internes Bussystem zur Verbindung von Erweiterungskarten und schnellen Speichergeräten mit dem Mainboard. Typische Verwendung Grafikkarten Netzwerkkarten Soundkarten RAID-Controller NVMe-SSDs Wichtige PCIe-Versionen PCIe-Version Datenrate pro Lane PCIe 1.0 2,5 GT/s PCIe 2.0 5 GT/s PCIe 3.0 8 GT/s PCIe 4.0 16 GT/s PCIe 5.0 32 GT/s PCIe 6.0 64 GT/s PCIe-Lanes PCIe arbeitet mit sogenannten Lanes . Typische Lane-Anzahlen: Schreibweise Bedeutung x1 1 Lane x4 4 Lanes x8 8 Lanes x16 16 Lanes Beispiele Gerät Typische Anbindung Grafikkarte PCIe x16 NVMe-SSD PCIe x4 Netzwerkkarte PCIe x1 oder x4 RAID-Controller PCIe x4 oder x8 Merksatz Je neuer die PCIe-Version und je mehr Lanes genutzt werden, desto höher ist die mögliche Datenrate. Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen PCIe-Version , Lane-Anzahl und Steckplatzgröße unterschieden. Typische Fehler: PCIe x16 automatisch mit PCIe 5.0 gleichsetzen. Steckplatzgröße und tatsächliche Lane-Anbindung verwechseln. PCIe mit SATA verwechseln. M.2 und NVMe gleichsetzen. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker PCI-SIG Spezifikation 12.3 SATA-Versionen Definition SATA steht für Serial ATA . SATA ist eine Schnittstelle zum Anschluss von Massenspeichern wie HDDs, SSDs und optischen Laufwerken. Typische Verwendung HDD SATA-SSD DVD-/Blu-ray-Laufwerk interne Laufwerke Wichtige SATA-Versionen SATA-Version Bezeichnung Maximale Datenrate SATA I SATA 1,5 GBit/s 1,5 GBit/s SATA II SATA 3 GBit/s 3 GBit/s SATA III SATA 6 GBit/s 6 GBit/s SATA-Anschlüsse Anschluss Aufgabe SATA-Datenkabel Datenübertragung SATA-Stromanschluss Stromversorgung SATA und SSD Eine SATA-SSD nutzt die SATA-Schnittstelle. Sie ist schneller als eine HDD, aber langsamer als eine NVMe-SSD über PCIe. Merksatz SATA wird vor allem für interne Laufwerke verwendet. Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen SATA , M.2 , NVMe und PCIe unterschieden. Typische Fehler: SATA und NVMe gleichsetzen. M.2 automatisch als NVMe ansehen. SATA-SSD und NVMe-SSD nicht unterscheiden. Datenkabel und Stromkabel verwechseln. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker 12.4 HDMI-Versionen Definition HDMI steht für High Definition Multimedia Interface . HDMI ist eine digitale Schnittstelle zur Übertragung von Bild- und Tonsignalen. Typische Verwendung Monitor Fernseher Beamer Spielekonsole Blu-ray-Player AV-Receiver Wichtige HDMI-Versionen HDMI-Version Maximale Datenrate Typische Bedeutung HDMI 1.4 10,2 GBit/s Full HD, 4K mit Einschränkungen HDMI 2.0 18 GBit/s 4K bei 60 Hz HDMI 2.1 48 GBit/s 4K bei 120 Hz, 8K bei 60 Hz HDMI 2.2 96 GBit/s höhere Auflösungen und Bildwiederholraten Wichtige Begriffe Begriff Bedeutung Auflösung Anzahl der Bildpunkte Bildwiederholrate Bilder pro Sekunde in Hz HDR höherer Kontrast- und Farbumfang eARC erweiterter Audiorückkanal VRR variable Bildwiederholrate HDMI-Kabel Kabeltyp Bedeutung High Speed HDMI Cable ältere HDMI-Anwendungen Premium High Speed HDMI Cable HDMI 2.0 / 4K bei 60 Hz Ultra High Speed HDMI Cable HDMI 2.1 / bis 48 GBit/s Ultra96 HDMI Cable HDMI 2.2 / bis 96 GBit/s Merksatz HDMI überträgt Bild und Ton digital über ein Kabel. Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen HDMI-Version , Kabeltyp , Auflösung und Bildwiederholrate unterschieden. Typische Fehler: HDMI-Stecker und HDMI-Version gleichsetzen. HDMI-Kabel ohne passende Bandbreite auswählen. HDMI und DisplayPort verwechseln. 4K, 8K und Hz-Angaben nicht zusammen betrachten. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker HDMI Forum / HDMI Licensing Administrator 12.5 DisplayPort-Versionen Definition DisplayPort ist eine digitale Schnittstelle zur Übertragung von Bild- und Tonsignalen. DisplayPort wird häufig bei PC-Monitoren, Grafikkarten und Dockingstations verwendet. Typische Verwendung Monitor Grafikkarte Dockingstation Notebook USB-C Alt Mode Wichtige DisplayPort-Versionen DisplayPort-Version Maximale Datenrate Typische Bedeutung DisplayPort 1.2 21,6 GBit/s 4K mit Einschränkungen DisplayPort 1.4 32,4 GBit/s 4K mit hohen Bildwiederholraten, DSC DisplayPort 2.0 80 GBit/s sehr hohe Auflösungen und Bildwiederholraten DisplayPort 2.1 80 GBit/s verbesserte Anforderungen an Kabel und USB-C-Kompatibilität Wichtige Begriffe Begriff Bedeutung Auflösung Anzahl der Bildpunkte Bildwiederholrate Bilder pro Sekunde in Hz MST Multi-Stream Transport für mehrere Monitore DSC Display Stream Compression Alt Mode DisplayPort-Signal über USB-C Kabel-Zertifizierung Bezeichnung Bedeutung DP40 zertifiziert bis 40 GBit/s DP80 zertifiziert bis 80 GBit/s Merksatz DisplayPort wird besonders häufig bei PC-Monitoren verwendet. Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen DisplayPort-Version , Kabel , Auflösung , Bildwiederholrate und USB-C Alt Mode unterschieden. Typische Fehler: DisplayPort-Stecker und DisplayPort-Version gleichsetzen. USB-C automatisch mit DisplayPort gleichsetzen. HDMI und DisplayPort verwechseln. Kabelbandbreite nicht beachten. MST und DSC verwechseln. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker VESA DisplayPort Standard 2.6 DDR-Versionen Definition DDR steht für Double Data Rate . DDR-Speicher ist eine Speichertechnik für Arbeitsspeicher. Typische Verwendung Desktop-PCs Notebooks Server Workstations Wichtige DDR-Versionen DDR-Version Typische Spannung Bemerkung DDR 2,5 V ältere RAM-Generation DDR2 1,8 V Nachfolger von DDR DDR3 1,5 V ältere PC-Systeme DDR4 1,2 V weit verbreitet DDR5 1,1 V aktuelle RAM-Generation Wichtige Begriffe Begriff Bedeutung RAM Arbeitsspeicher DDR Double Data Rate DIMM RAM-Modul für Desktop-PCs SO-DIMM kompaktes RAM-Modul für Notebooks ECC Fehlerkorrektur bei Arbeitsspeicher Kompatibilität DDR-Versionen sind untereinander nicht kompatibel. Ein Mainboard unterstützt immer nur bestimmte RAM-Typen. Merksatz DDR-Version, Mainboard und CPU müssen zusammenpassen. Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben wird häufig nach RAM-Kompatibilität gefragt. Typische Fehler: DDR3, DDR4 und DDR5 verwechseln. RAM-Modul trotz anderem Steckplatztyp als passend ansehen. DIMM und SO-DIMM verwechseln. ECC-RAM ohne passende Plattform auswählen. RAM-Takt und RAM-Kapazität verwechseln. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker JEDEC DDR-Spezifikationen 12.7 RAID-Übersicht Definition RAID verbindet mehrere physische Laufwerke zu einem logischen Laufwerk. Je nach RAID-Level stehen Geschwindigkeit , Ausfallsicherheit oder Kapazität im Vordergrund. RAID-Level RAID-Level Mindestanzahl Laufwerke Ausfallsicherheit Nutzbare Kapazität RAID 0 2 keine alle Laufwerke RAID 1 2 1 Laufwerk darf ausfallen 1 Laufwerk RAID 5 3 1 Laufwerk darf ausfallen n − 1 Laufwerke RAID 6 4 2 Laufwerke dürfen ausfallen n − 2 Laufwerke RAID 10 4 je nach Ausfallkombination ca. 50 % Kurzbeschreibung RAID-Level Beschreibung RAID 0 Striping ohne Redundanz RAID 1 Spiegelung RAID 5 Striping mit verteilter Parität RAID 6 Striping mit doppelter verteilter Parität RAID 10 Kombination aus RAID 1 und RAID 0 Vorteile RAID-Level Vorteil RAID 0 hohe Geschwindigkeit RAID 1 einfache Ausfallsicherheit RAID 5 guter Kompromiss aus Kapazität und Sicherheit RAID 6 höhere Ausfallsicherheit als RAID 5 RAID 10 hohe Geschwindigkeit und Ausfallsicherheit Merksatz RAID erhöht die Verfügbarkeit, ersetzt aber kein Backup. Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben wird häufig nach Mindestanzahl , Ausfallsicherheit und nutzbarer Kapazität gefragt. Typische Fehler: RAID 0 als ausfallsicher ansehen. RAID als Backup bezeichnen. RAID 5 und RAID 6 verwechseln. Brutto- und Netto-Kapazität verwechseln. Hot Spare als nutzbare Kapazität mitzählen. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker 12.8 Dateisystemvergleich Definition Ein Dateisystem legt fest, wie Daten auf einem Datenträger gespeichert, verwaltet und wiedergefunden werden. Wichtige Dateisysteme Dateisystem Typischer Einsatz FAT32 USB-Sticks, ältere Systeme exFAT USB-Sticks, Speicherkarten NTFS Windows-Systeme ext4 Linux-Systeme APFS macOS HFS+ ältere macOS-Systeme Vergleich Dateisystem Vorteil Nachteil FAT32 sehr kompatibel maximale Dateigröße 4 GB exFAT geeignet für große Dateien weniger Funktionen als NTFS NTFS Rechteverwaltung, Journaling nicht überall vollständig beschreibbar ext4 stabil und verbreitet unter Linux Windows unterstützt es nicht nativ APFS optimiert für SSDs hauptsächlich Apple-Systeme HFS+ ältere macOS-Kompatibilität veraltet gegenüber APFS Wichtige Begriffe Begriff Bedeutung Journaling protokolliert Änderungen zur Fehlervermeidung Rechteverwaltung steuert Zugriffsrechte auf Dateien Partition abgegrenzter Bereich auf einem Datenträger Formatierung Einrichten eines Dateisystems Merksatz Das Dateisystem muss zum Betriebssystem und zum Einsatzzweck passen. Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben wird häufig gefragt, welches Dateisystem für einen bestimmten Datenträger geeignet ist. Typische Fehler: FAT32 für Dateien größer als 4 GB wählen. Dateisystem und Partition verwechseln. NTFS als Linux-Standard ansehen. exFAT und FAT32 verwechseln. APFS für Windows-Systeme auswählen. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker 12.9 BIOS vs. UEFI Definition BIOS und UEFI sind Firmware-Schnittstellen zwischen Hardware und Betriebssystem. Sie starten grundlegende Hardwarefunktionen und leiten den Bootvorgang ein. Vergleich BIOS UEFI ältere Firmware-Technik moderner BIOS-Nachfolger meist textbasierte Oberfläche grafische Oberfläche möglich verwendet meist MBR verwendet meist GPT begrenzte Unterstützung großer Datenträger unterstützt große Datenträger kein Secure Boot Secure Boot möglich einfache Bootverwaltung erweiterte Bootverwaltung BIOS BIOS steht für Basic Input/Output System . Es initialisiert die Hardware und startet den Bootvorgang. UEFI UEFI steht für Unified Extensible Firmware Interface . UEFI ist der moderne Nachfolger des BIOS. Wichtige Begriffe Begriff Bedeutung POST Hardwareprüfung beim Start Bootloader startet das Betriebssystem MBR älteres Partitionsschema GPT modernes Partitionsschema Secure Boot prüft den Bootloader auf Vertrauenswürdigkeit Merksatz UEFI ist der moderne Nachfolger des BIOS. Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen BIOS , UEFI , MBR , GPT und Secure Boot unterschieden. Typische Fehler: BIOS/UEFI mit dem Betriebssystem verwechseln. MBR und GPT verwechseln. Secure Boot als Virenscanner ansehen. UEFI nur als grafisches BIOS verstehen. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker 12.10 ASCII-Tabelle Definition ASCII ist eine Zeichencodierung zur Darstellung von Zeichen in Computersystemen. ASCII steht für American Standard Code for Information Interchange . Grundlage Der ursprüngliche ASCII-Code verwendet 7 Bit . Damit können 128 Zeichen dargestellt werden. Wichtige ASCII-Zeichen Zeichen Dezimal Hexadezimal Leerzeichen 32 20 0 48 30 1 49 31 A 65 41 B 66 42 a 97 61 b 98 62 Zeichenarten ASCII enthält unter anderem: Steuerzeichen Ziffern Großbuchstaben Kleinbuchstaben Satzzeichen Sonderzeichen Beispiele für Steuerzeichen Steuerzeichen Bedeutung LF Line Feed CR Carriage Return ESC Escape TAB Tabulator Merksatz ASCII verwendet 7 Bit und umfasst 128 Zeichen . Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen ASCII , Unicode und UTF-8 unterschieden. Typische Fehler: ASCII und Unicode gleichsetzen. ASCII als 8-Bit-Code bezeichnen. Steuerzeichen vergessen. Dezimalwert und Hexadezimalwert verwechseln. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker ISO/IEC 646 12.11 Unicode Definition Unicode ist ein internationaler Standard zur Darstellung von Zeichen aus vielen Sprachen und Schriftsystemen. Unicode erweitert die Möglichkeiten älterer Zeichencodierungen wie ASCII . Ziel Unicode soll möglichst alle weltweit verwendeten Zeichen eindeutig darstellen. Dazu gehören: Buchstaben Ziffern Sonderzeichen Symbole Schriftzeichen verschiedener Sprachen Emojis Wichtige Begriffe Begriff Bedeutung Unicode Standard für Zeichen Codepoint eindeutige Nummer eines Zeichens UTF-8 Codierung für Unicode-Zeichen UTF-16 Codierung für Unicode-Zeichen UTF-32 Codierung mit fester Länge UTF-8 UTF-8 ist eine weit verbreitete Codierung für Unicode. Eigenschaften: kompatibel zu ASCII variable Zeichenlänge häufig im Web verwendet speichereffizient bei lateinischen Zeichen Vergleich ASCII und Unicode ASCII Unicode 7 Bit deutlich größerer Zeichenvorrat 128 Zeichen sehr viele Zeichen hauptsächlich englische Zeichen internationale Zeichen keine Umlaute im ursprünglichen ASCII Umlaute und Sonderzeichen möglich Merksatz Unicode ist der Standard für internationale Zeichen. UTF-8 ist eine Codierung für Unicode. Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen ASCII , Unicode und UTF-8 unterschieden. Typische Fehler: Unicode und UTF-8 gleichsetzen. ASCII und Unicode verwechseln. Codepoint und Codierung verwechseln. Umlaute im ursprünglichen ASCII erwarten. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker The Unicode Standard 12.12 Präfixe Definition Präfixe werden verwendet, um große Datenmengen oder Datenraten kompakt darzustellen. In der Informationstechnik wird zwischen SI-Präfixen und Binärpräfixen unterschieden. SI-Präfixe SI-Präfixe basieren auf dem Dezimalsystem. Präfix Zeichen Wert Kilo k 1.000 Mega M 1.000.000 Giga G 1.000.000.000 Tera T 1.000.000.000.000 Binärpräfixe Binärpräfixe basieren auf Zweierpotenzen. Präfix Zeichen Wert Kibi Ki 1.024 Mebi Mi 1.024² Gibi Gi 1.024³ Tebi Ti 1.024⁴ Vergleich SI Binär kB = 1.000 Byte KiB = 1.024 Byte MB = 1.000² Byte MiB = 1.024² Byte GB = 1.000³ Byte GiB = 1.024³ Byte TB = 1.000⁴ Byte TiB = 1.024⁴ Byte Merksatz kB, MB, GB, TB = dezimal KiB, MiB, GiB, TiB = binär Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben genau auf die Schreibweise achten. Typische Fehler: MB und MiB gleichsetzen. GB und GiB verwechseln. Bit und Byte verwechseln. kleines b und großes B übersehen. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker IEC 80000-13 12.13 Spannungen im PC Definition Ein PC-Netzteil wandelt die Netzspannung aus der Steckdose in verschiedene Gleichspannungen für die PC-Komponenten um. Typische Spannungen Spannung Typische Verwendung +12 V CPU, Grafikkarte, Laufwerke, Lüfter +5 V USB, Laufwerke, Elektronik +3,3 V Mainboard, Chipsatz, Erweiterungskarten +5 VSB Standby-Spannung Wechselspannung und Gleichspannung Bereich Spannungsart Steckdose Wechselspannung (AC) PC-Komponenten Gleichspannung (DC) Netzteil Das Netzteil wandelt: 230 V AC → 12 V / 5 V / 3,3 V DC Merksatz PC-Komponenten arbeiten mit Gleichspannung , die Steckdose liefert Wechselspannung . Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen AC , DC , Volt , Watt und Ampere unterschieden. Typische Fehler: Netzspannung direkt mit PC-Komponentenspannung gleichsetzen. Wechselspannung und Gleichspannung verwechseln. Volt und Watt verwechseln. Netzteil nur nach Watt auswählen und Anschlüsse vergessen. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker 12.14 CPU-Sockel Definition Der CPU-Sockel ist die mechanische und elektrische Schnittstelle zwischen Prozessor und Mainboard. Der Prozessor muss zum Sockel des Mainboards passen. Aufgabe Der CPU-Sockel verbindet die CPU mit dem Mainboard. Er ermöglicht die Übertragung von: Daten Steuersignalen Stromversorgung Wichtige Kriterien Kriterium Bedeutung Sockeltyp mechanische Passform der CPU Chipsatz unterstützt bestimmte CPU-Funktionen BIOS/UEFI muss die CPU erkennen TDP Wärmeleistung der CPU RAM-Unterstützung abhängig von CPU und Mainboard Beispiele Hersteller Beispiele für Sockel Intel LGA 1200, LGA 1700 AMD AM4, AM5 Kompatibilität Eine CPU passt nur in den passenden Sockel. Zusätzlich müssen auch Chipsatz und BIOS/UEFI-Version kompatibel sein. Merksatz CPU, Sockel, Chipsatz und BIOS/UEFI müssen zusammenpassen. Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben wird häufig geprüft, ob CPU und Mainboard kompatibel sind. Typische Fehler: nur auf den Sockel achten Chipsatz nicht prüfen BIOS/UEFI-Kompatibilität vergessen TDP und Kühlung nicht beachten Intel- und AMD-Sockel verwechseln Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker 12.15 Steckverbinder Definition Steckverbinder dienen zur mechanischen und elektrischen Verbindung von Geräten, Komponenten oder Kabeln. Interne Steckverbinder Steckverbinder Typische Verwendung SATA-Datenanschluss HDD, SSD, optische Laufwerke SATA-Stromanschluss Stromversorgung von Laufwerken PCIe-Steckplatz Erweiterungskarten RAM-Slot Arbeitsspeicher CPU-Sockel Prozessor ATX-Stecker Stromversorgung des Mainboards Externe Steckverbinder Steckverbinder Typische Verwendung USB-A Peripheriegeräte USB-C Daten, Strom, Bildsignal HDMI Bild und Ton DisplayPort Bild und Ton RJ45 Ethernet / Netzwerk 3,5-mm-Klinke Audio IEC-C13 Stromkabel für PC-Netzteil Wichtige Unterscheidung Begriff Bedeutung Steckverbinder physische Anschlussform Schnittstelle technischer Übertragungsstandard Protokoll Regeln der Datenübertragung Beispiele USB-C ist ein Steckverbinder. USB 3.2 ist ein Übertragungsstandard. RJ45 ist ein Steckverbinder. Ethernet ist der Netzwerkstandard. M.2 ist ein Formfaktor. NVMe ist ein Protokoll. Merksatz Steckerform, Schnittstelle und Protokoll sind nicht immer dasselbe. Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben wird häufig geprüft, ob Anschlussform, Schnittstelle und Übertragungsstandard korrekt unterschieden werden. Typische Fehler: USB-C automatisch mit hoher Datenrate gleichsetzen. M.2 automatisch mit NVMe gleichsetzen. RJ45 und Ethernet gleichsetzen. HDMI-Stecker und HDMI-Version verwechseln. PCIe-Steckplatz und PCIe-Version verwechseln. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker 12.16 IHK-Merklisten Hardware Definition IHK-Merklisten fassen typische Prüfungsbegriffe kurz und übersichtlich zusammen. Sie dienen zum schnellen Wiederholen vor der Prüfung. Speicher Begriff Merken RAM flüchtiger Arbeitsspeicher ROM nichtflüchtiger Nur-Lese-Speicher Cache schneller Zwischenspeicher SSD Flash-Speicher ohne bewegliche Teile HDD magnetischer Speicher mit beweglichen Teilen Schnittstellen Begriff Merken USB Peripherie und externe Geräte HDMI Bild und Ton DisplayPort Bild und Ton, häufig bei Monitoren Ethernet kabelgebundenes Netzwerk SATA interne Laufwerke PCIe Erweiterungskarten und NVMe-SSDs RAID RAID-Level Merken RAID 0 schnell, aber keine Ausfallsicherheit RAID 1 Spiegelung RAID 5 ein Laufwerk darf ausfallen RAID 6 zwei Laufwerke dürfen ausfallen RAID 10 Spiegelung + Striping Backup Backup-Art Merken Vollbackup sichert alles inkrementell seit der letzten Sicherung differenziell seit dem letzten Vollbackup BIOS / UEFI Begriff Merken BIOS ältere Firmware UEFI moderner BIOS-Nachfolger POST Hardwareprüfung beim Start Bootloader startet das Betriebssystem Secure Boot prüft vertrauenswürdigen Bootloader Merksatz Für die IHK sind vor allem Unterschiede, Zuordnungen und typische Verwechslungen wichtig. Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben wird oft nicht tiefes Detailwissen abgefragt, sondern ob Begriffe korrekt unterschieden werden können. Typische Fehler: RAM und SSD verwechseln. RAID als Backup ansehen. USB-C automatisch mit hoher Datenrate gleichsetzen. BIOS/UEFI mit Betriebssystem verwechseln. inkrementelles und differenzielles Backup verwechseln. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker 12.17 Häufige Verwechslungen Definition Häufige Verwechslungen sind Begriffe, die in IHK-Aufgaben ähnlich wirken, aber fachlich unterschiedliche Bedeutungen haben. Speicher Begriff 1 Begriff 2 Unterschied RAM SSD RAM ist flüchtiger Arbeitsspeicher, SSD ist dauerhafter Massenspeicher Cache RAM Cache ist schneller Zwischenspeicher, RAM ist Arbeitsspeicher ROM RAM ROM ist nichtflüchtig, RAM ist flüchtig Schnittstellen Begriff 1 Begriff 2 Unterschied USB-C USB-Version USB-C ist die Steckerform, USB 3.2/USB4 ist der Standard M.2 NVMe M.2 ist ein Formfaktor, NVMe ist ein Protokoll RJ45 Ethernet RJ45 ist der Steckverbinder, Ethernet ist der Netzwerkstandard HDMI DisplayPort beide übertragen Bild und Ton, sind aber unterschiedliche Schnittstellen Speicher und Datensicherung Begriff 1 Begriff 2 Unterschied RAID Backup RAID erhöht Verfügbarkeit, Backup ermöglicht Wiederherstellung Hot Spare Backup Hot Spare ist ein Ersatzlaufwerk, kein Sicherungsmedium Archivierung Backup Archivierung dient langfristiger Aufbewahrung, Backup der Wiederherstellung Betriebssystem und Firmware Begriff 1 Begriff 2 Unterschied BIOS/UEFI Betriebssystem BIOS/UEFI startet Hardware und Bootvorgang, das Betriebssystem verwaltet das System Treiber Firmware Treiber ist Software im Betriebssystem, Firmware ist Software im Gerät Bootloader Kernel Bootloader lädt das Betriebssystem, Kernel ist der Betriebssystemkern Datenmengen Begriff 1 Begriff 2 Unterschied Bit Byte 1 Byte = 8 Bit MB MiB MB basiert auf 1000, MiB auf 1024 MBit/s MB/s MBit/s ist Megabit pro Sekunde, MB/s ist Megabyte pro Sekunde Merksatz Viele IHK-Fehler entstehen nicht durch fehlendes Wissen, sondern durch verwechselte Begriffe. Prüfungshinweis In IHK-Aufgaben immer genau auf die Begriffe achten. Typische Fehler: Bit und Byte verwechseln. RAID als Backup ansehen. USB-C als USB-Version verstehen. M.2 automatisch mit NVMe gleichsetzen. BIOS/UEFI als Betriebssystem ansehen. Treiber und Firmware verwechseln. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker