Kapitel 3 – PC-Hardware
- 3.1 Halbleiter
- 3.2 P-n-Übergang
- 3.3 Elektronische Bauteile
- 3.4 Mainboard
- 3.5 Netzteil
- 3.6 Gehäuse
- 3.7 CPU
- 3.8 Externe Bussysteme
- 3.9 Speicher
- 3.10 Grafikkarte
- 3.11 Sensoren und Aktoren
- 3.12 Erweiterungskarten
- 3.13 USV
3.1 Halbleiter
Definition
Ein Halbleiter ist ein Werkstoff, dessen elektrische Leitfähigkeit zwischen einem Leiter und einem Nichtleiter liegt.
Eigenschaften
- leitet schlechter als ein Leiter
- leitet besser als ein Nichtleiter
- Leitfähigkeit kann beeinflusst werden
- Grundlage vieler elektronischer Bauteile
Beispiele
Typische Halbleitermaterialien sind:
- Silizium
- Germanium
Bedeutung
Halbleiter sind die Grundlage für viele elektronische Bauteile.
Beispiele:
- Diode
- Transistor
- Mikrochip
- CPU
- Speicherbaustein
Merksatz
Halbleiter sind die Grundlage moderner Elektronik.
Prüfungshinweis
Halbleiter sind wichtig zum Verständnis von Dioden, Transistoren, Chips, CPU und Speicherbausteinen.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
- DIN EN IEC 60050 – Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch
3.2 P-n-Übergang
Definition
Ein P-n-Übergang entsteht, wenn ein p-dotierter und ein n-dotierter Halbleiter miteinander verbunden werden.
P-dotierter Halbleiter
- besitzt viele positive Ladungsträger
- diese positiven Ladungsträger nennt man Löcher
N-dotierter Halbleiter
- besitzt viele freie Elektronen
- Elektronen sind negative Ladungsträger
Sperrschicht
Am Übergang zwischen p- und n-Schicht entsteht eine Sperrschicht.
Diese Sperrschicht lässt Strom nur unter bestimmten Bedingungen fließen.
Bedeutung
Der P-n-Übergang ist die Grundlage wichtiger elektronischer Bauteile.
Beispiele:
- Diode
- Transistor
- Solarzelle
- LED
Merksatz
Der P-n-Übergang ist die Grundlage der Diode.
Prüfungshinweis
Beim P-n-Übergang ist wichtig zu verstehen, dass Strom nicht beliebig in beide Richtungen fließt. Dieses Verhalten wird bei der Diode genutzt.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
- DIN EN IEC 60050 – Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch
3.3 Elektronische Bauteile
Definition
Elektronische Bauteile sind Bestandteile elektrischer und elektronischer Schaltungen.
Sie beeinflussen oder steuern den Stromfluss in einer Schaltung.
Wichtige Bauteile
| Bauteil | Aufgabe |
|---|---|
| Widerstand | begrenzt den Stromfluss |
| Kondensator | speichert elektrische Ladung |
| Diode | lässt Strom hauptsächlich in eine Richtung fließen |
| Transistor | schaltet oder verstärkt elektrische Signale |
| Spule | speichert Energie in einem Magnetfeld |
Widerstand
Ein Widerstand begrenzt den elektrischen Strom.
Einheit:
Ohm (Ω)
Kondensator
Ein Kondensator speichert elektrische Ladung.
Einheit:
Farad (F)
Diode
Eine Diode lässt Strom hauptsächlich in eine Richtung fließen.
Sie besitzt eine Durchlassrichtung und eine Sperrrichtung.
Transistor
Ein Transistor kann als elektronischer Schalter oder Verstärker verwendet werden.
Merksatz
Elektronische Bauteile steuern, begrenzen, speichern oder schalten elektrische Signale.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben werden häufig Grundfunktionen elektronischer Bauteile abgefragt.
Typische Fehler:
- Diode und Transistor verwechseln.
- Widerstand und Kondensator verwechseln.
- Durchlassrichtung und Sperrrichtung der Diode nicht beachten.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
- DIN EN IEC 60050 – Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch
3.4 Mainboard
Definition
Das Mainboard ist die zentrale Platine eines Computers.
Auf dem Mainboard werden die wichtigsten Komponenten eines Computers miteinander verbunden.
Wichtige Bestandteile
| Bestandteil | Aufgabe |
|---|---|
| CPU-Sockel | Aufnahme des Prozessors |
| RAM-Steckplätze | Aufnahme des Arbeitsspeichers |
| Chipsatz | Steuerung der Datenübertragung |
| PCIe-Steckplätze | Anschluss von Erweiterungskarten |
| BIOS/UEFI-Chip | Firmware zum Starten des Systems |
| Anschlüsse | Verbindung zu internen und externen Geräten |
Aufgabe
Das Mainboard verbindet unter anderem:
- CPU
- RAM
- Massenspeicher
- Grafikkarte
- Netzteil
- Peripheriegeräte
Formfaktoren
Typische Mainboard-Formfaktoren sind:
- ATX
- Micro-ATX
- Mini-ITX
Merksatz
Das Mainboard ist die zentrale Verbindungsplatine eines Computers.
Prüfungshinweis
Bei IHK-Aufgaben geht es häufig um Kompatibilität.
Wichtig sind besonders:
- CPU-Sockel
- RAM-Typ
- Formfaktor
- Anschlüsse
- Erweiterungssteckplätze
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
3.5 Netzteil
Definition
Das Netzteil versorgt die Komponenten eines Computers mit elektrischer Energie.
Es wandelt die Netzspannung aus der Steckdose in die benötigten Gleichspannungen des Computers um.
Aufgabe
Ein Netzteil wandelt:
230 V Wechselspannung (AC)
in verschiedene Gleichspannungen (DC) um.
Typische Spannungen im PC:
| Spannung | Verwendung |
|---|---|
| 12 V | CPU, Grafikkarte, Laufwerke |
| 5 V | USB, Laufwerke, Elektronik |
| 3,3 V | Mainboard, Chipsätze, Speicher |
Wichtige Eigenschaften
- Leistung in Watt (W)
- Wirkungsgrad
- Anschlüsse
- Schutzschaltungen
- Formfaktor
Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad beschreibt, wie effizient ein Netzteil elektrische Energie umwandelt.
Je höher der Wirkungsgrad, desto weniger Energie geht als Wärme verloren.
80 PLUS
80 PLUS ist eine Zertifizierung für den Wirkungsgrad von Netzteilen.
Beispiele:
- 80 PLUS Bronze
- 80 PLUS Silver
- 80 PLUS Gold
- 80 PLUS Platinum
- 80 PLUS Titanium
Merksatz
Das Netzteil wandelt AC aus der Steckdose in DC für die PC-Komponenten um.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig nach Leistung, Wirkungsgrad oder der passenden Dimensionierung eines Netzteils gefragt.
Typische Fehler:
- Watt mit Volt verwechseln.
- Netzteil zu knapp dimensionieren.
- Wirkungsgrad nicht berücksichtigen.
- Wechselspannung und Gleichspannung verwechseln.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
3.6 Gehäuse
Definition
Das Gehäuse nimmt die Hardwarekomponenten eines Computers auf und schützt sie vor äußeren Einflüssen.
Aufgabe
Das Gehäuse dient zur:
- Aufnahme der Komponenten
- Befestigung von Mainboard, Netzteil und Laufwerken
- Führung des Luftstroms
- Abschirmung elektromagnetischer Störungen
- Schutz vor Staub und mechanischer Beschädigung
Wichtige Eigenschaften
| Eigenschaft | Bedeutung |
|---|---|
| Formfaktor | bestimmt passende Mainboard-Größe |
| Belüftung | wichtig für Kühlung |
| Laufwerksschächte | Aufnahme von HDD, SSD oder optischen Laufwerken |
| Erweiterungsslots | Platz für Erweiterungskarten |
| Frontanschlüsse | z. B. USB, Audio, Power-Taster |
Typische Bauformen
- Tower
- Midi-Tower
- Mini-Tower
- Desktop-Gehäuse
- Rack-Gehäuse
Formfaktor
Der Formfaktor des Gehäuses muss zum Mainboard passen.
Beispiele:
- ATX
- Micro-ATX
- Mini-ITX
Merksatz
Das Gehäuse schützt die Komponenten und bestimmt, welche Hardware eingebaut werden kann.
Prüfungshinweis
Bei IHK-Aufgaben geht es häufig um Kompatibilität, Kühlung und Erweiterbarkeit.
Typische Fehler:
- Mainboard-Formfaktor nicht beachten.
- Grafikkartenlänge nicht beachten.
- Netzteilformfaktor nicht beachten.
- Luftstrom im Gehäuse vernachlässigen.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
3.7 CPU
Definition
Die CPU ist der Hauptprozessor eines Computers.
Sie verarbeitet Befehle und steuert zentrale Abläufe im System.
Aufgaben
Die CPU übernimmt unter anderem:
- Ausführen von Programmbefehlen
- Rechnen mit Daten
- Steuern von Abläufen
- Koordinieren von Komponenten
Wichtige Begriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Taktfrequenz | Geschwindigkeit des Prozessortakts |
| Kern | eigenständige Recheneinheit innerhalb der CPU |
| Thread | ausführbarer Programmablauf |
| Cache | schneller Zwischenspeicher der CPU |
| Befehlssatz | unterstützte Maschinenbefehle der CPU |
Taktfrequenz
Die Taktfrequenz gibt an, wie viele Takte pro Sekunde ausgeführt werden.
Einheit:
Hertz (Hz)
Typisch:
- MHz
- GHz
Cache
Der Cache ist ein schneller Zwischenspeicher direkt in oder nahe der CPU.
Typische Cache-Stufen:
- L1-Cache
- L2-Cache
- L3-Cache
Merksatz
Die CPU ist die zentrale Recheneinheit eines Computers.
Prüfungshinweis
Bei IHK-Aufgaben sind besonders wichtig:
- Taktfrequenz
- Kerne
- Threads
- Cache
- Kompatibilität zum Mainboard-Sockel
Typische Fehler:
- GHz allein sagt nicht vollständig aus, wie schnell eine CPU ist.
- CPU-Sockel und Mainboard müssen kompatibel sein.
- Cache ist nicht dasselbe wie RAM.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
3.8 Externe Bussysteme
Definition
Externe Bussysteme verbinden den Computer mit externen Geräten.
Sie dienen zur Übertragung von Daten, Signalen oder Strom.
Aufgabe
Externe Bussysteme ermöglichen den Anschluss von:
- Tastatur
- Maus
- Drucker
- Scanner
- externen Festplatten
- Monitoren
- Netzwerkgeräten
Wichtige externe Schnittstellen
| Schnittstelle | Verwendung |
|---|---|
| USB | universelle Schnittstelle für Peripheriegeräte |
| HDMI | Bild- und Tonübertragung |
| DisplayPort | Bild- und Tonübertragung |
| Thunderbolt | schnelle Daten-, Bild- und Stromübertragung |
| Ethernet | Netzwerkverbindung |
| Audio | Ein- und Ausgabe von Tonsignalen |
USB
USB ist eine universelle Schnittstelle für viele externe Geräte.
Typische Geräte:
- Tastatur
- Maus
- USB-Stick
- externe Festplatte
- Drucker
HDMI und DisplayPort
HDMI und DisplayPort übertragen Bild- und Tonsignale.
Typische Geräte:
- Monitor
- Fernseher
- Beamer
Ethernet
Ethernet dient zur kabelgebundenen Netzwerkverbindung.
Typische Anschlüsse:
- RJ45
- LAN-Port
Merksatz
Externe Bussysteme verbinden den Computer mit Geräten außerhalb des Gehäuses.
Prüfungshinweis
Bei IHK-Aufgaben wird häufig nach dem passenden Anschluss für ein Gerät gefragt.
Typische Fehler:
- HDMI und DisplayPort mit USB verwechseln.
- Ethernet nicht als Netzwerkschnittstelle erkennen.
- Datenrate, Steckertyp und Verwendungszweck nicht unterscheiden.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
- USB-IF Spezifikation
- IEEE 802.3
3.9 Speicher
Definition
Speicher dienen dazu, Daten und Programme in einem Computersystem abzulegen.
Man unterscheidet zwischen flüchtigem Speicher und nichtflüchtigem Speicher.
Flüchtiger Speicher
Flüchtiger Speicher verliert seine Daten, wenn die Stromversorgung unterbrochen wird.
Beispiel:
- RAM
Nichtflüchtiger Speicher
Nichtflüchtiger Speicher behält seine Daten auch ohne Stromversorgung.
Beispiele:
- SSD
- HDD
- USB-Stick
- Speicherkarte
- ROM
Wichtige Speicherarten
| Speicherart | Bedeutung |
|---|---|
| RAM | Arbeitsspeicher |
| ROM | Nur-Lese-Speicher |
| Cache | schneller Zwischenspeicher |
| SSD | nichtflüchtiger Massenspeicher |
| HDD | magnetischer Massenspeicher |
RAM
RAM ist der Arbeitsspeicher eines Computers.
Er speichert Daten und Programme, die gerade verwendet werden.
ROM
ROM ist ein Speicher, der normalerweise nur gelesen wird.
Er enthält häufig feste Programme oder Firmware.
Cache
Der Cache ist ein besonders schneller Zwischenspeicher.
Er beschleunigt den Zugriff auf häufig benötigte Daten.
Merksatz
RAM ist schnell, aber flüchtig.
SSD und HDD speichern Daten dauerhaft.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben werden häufig RAM, ROM, Cache und Massenspeicher unterschieden.
Typische Fehler:
- RAM mit Massenspeicher verwechseln.
- Cache mit RAM verwechseln.
- flüchtigen und nichtflüchtigen Speicher verwechseln.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
3.10 Grafikkarte
Definition
Die Grafikkarte berechnet die Bildausgabe eines Computers und gibt das Bildsignal an einen Monitor aus.
Aufgabe
Die Grafikkarte übernimmt unter anderem:
- Berechnung von Bilddaten
- Ausgabe des Bildsignals
- Entlastung der CPU bei Grafikberechnungen
- Darstellung von 2D- und 3D-Grafik
Wichtige Bestandteile
| Bestandteil | Aufgabe |
|---|---|
| GPU | Grafikprozessor |
| VRAM | Videospeicher |
| Kühlsystem | Wärmeabfuhr |
| Videoausgänge | Anschluss von Monitoren |
GPU
Die GPU ist der Grafikprozessor der Grafikkarte.
Sie berechnet die Bilddaten.
VRAM
Der VRAM ist der Videospeicher der Grafikkarte.
Er speichert unter anderem:
- Bilddaten
- Texturen
- Grafikdaten
Videoausgänge
Typische Anschlüsse sind:
- HDMI
- DisplayPort
- DVI
- VGA
Merksatz
Die Grafikkarte berechnet und liefert das Bildsignal für den Monitor.
Prüfungshinweis
Bei IHK-Aufgaben sind besonders wichtig:
- Anschlussart
- Auflösung
- Bildwiederholrate
- Videospeicher
- Kompatibilität zum Mainboard und Netzteil
Typische Fehler:
- GPU und CPU verwechseln.
- VRAM mit RAM verwechseln.
- Monitoranschluss und Grafikkartenanschluss nicht vergleichen.
- Strombedarf der Grafikkarte nicht beachten.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
3.11 Sensoren und Aktoren
Definition
Sensoren erfassen physikalische Größen und wandeln sie in elektrische Signale um.
Aktoren wandeln elektrische Signale in eine Aktion oder Bewegung um.
Sensoren
Sensoren nehmen Werte aus der Umgebung auf.
Beispiele:
| Sensor | Erfasste Größe |
|---|---|
| Temperatursensor | Temperatur |
| Lichtsensor | Helligkeit |
| Bewegungssensor | Bewegung |
| Drucksensor | Druck |
| Feuchtigkeitssensor | Feuchtigkeit |
Aktoren
Aktoren führen eine Aktion aus.
Beispiele:
| Aktor | Aktion |
|---|---|
| Motor | Bewegung |
| Relais | Schalten |
| LED | Licht ausgeben |
| Lautsprecher | Schall ausgeben |
| Ventil | Durchfluss steuern |
Unterschied
| Sensor | Aktor |
|---|---|
| nimmt Informationen auf | führt eine Aktion aus |
| Eingabe | Ausgabe |
| misst Werte | wirkt auf die Umgebung ein |
Merksatz
Sensoren erfassen.
Aktoren handeln.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen Eingabe und Ausgabe unterschieden.
Typische Fehler:
- Sensoren und Aktoren verwechseln.
- Einen Motor als Sensor einordnen.
- Einen Temperatursensor als Aktor einordnen.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
3.12 Erweiterungskarten
Definition
Erweiterungskarten sind zusätzliche Steckkarten, mit denen ein Computer um weitere Funktionen erweitert werden kann.
Sie werden meist in einen PCIe-Steckplatz auf dem Mainboard eingesetzt.
Aufgabe
Erweiterungskarten ergänzen Funktionen, die nicht oder nicht ausreichend auf dem Mainboard vorhanden sind.
Beispiele:
- zusätzliche Anschlüsse
- bessere Grafikleistung
- bessere Soundausgabe
- zusätzliche Netzwerkschnittstellen
- spezielle Schnittstellen
Typische Erweiterungskarten
| Erweiterungskarte | Aufgabe |
|---|---|
| Grafikkarte | Bildausgabe und Grafikberechnung |
| Soundkarte | Audioein- und -ausgabe |
| Netzwerkkarte | Netzwerkverbindung |
| WLAN-Karte | drahtlose Netzwerkverbindung |
| RAID-Controller | Verwaltung mehrerer Laufwerke |
| USB-Erweiterungskarte | zusätzliche USB-Anschlüsse |
PCIe
PCIe steht für Peripheral Component Interconnect Express.
PCIe ist ein internes Bussystem für Erweiterungskarten.
Wichtige Kriterien
- passender Steckplatz
- verfügbare PCIe-Lanes
- Treiberunterstützung
- Stromversorgung
- Platz im Gehäuse
- Kompatibilität zum Betriebssystem
Merksatz
Erweiterungskarten erweitern den Computer um zusätzliche Funktionen.
Prüfungshinweis
Bei IHK-Aufgaben geht es häufig um die passende Erweiterungskarte für einen bestimmten Einsatzzweck.
Typische Fehler:
- Erweiterungskarte und externes Gerät verwechseln.
- PCIe-Steckplatz nicht beachten.
- Treiber oder Betriebssystem-Kompatibilität vergessen.
- Strombedarf leistungsstarker Karten nicht berücksichtigen.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
3.13 USV
Definition
Eine USV ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung.
Sie versorgt angeschlossene Geräte bei Stromausfall für eine begrenzte Zeit weiter mit elektrischer Energie.
Aufgabe
Eine USV schützt vor:
- Stromausfall
- Spannungsschwankungen
- Überspannung
- kurzzeitigen Netzstörungen
Einsatzbereiche
USV-Anlagen werden häufig eingesetzt bei:
- Servern
- NAS-Systemen
- Netzwerkkomponenten
- wichtigen Arbeitsplätzen
- Kassensystemen
Wichtige Begriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Überbrückungszeit | Zeit, die Geräte bei Stromausfall weiterlaufen |
| Akkukapazität | gespeicherte Energie der USV |
| Last | angeschlossene Verbraucher |
| Scheinleistung | Angabe meist in VA |
Arten von USV
| USV-Art | Beschreibung |
|---|---|
| Offline-USV | einfache Absicherung bei Stromausfall |
| Line-Interactive-USV | zusätzlicher Schutz bei Spannungsschwankungen |
| Online-USV | dauerhaft geregelte Stromversorgung |
Merksatz
Eine USV verhindert nicht den Stromausfall, sondern überbrückt ihn für eine begrenzte Zeit.
Prüfungshinweis
Bei IHK-Aufgaben ist wichtig:
- USV ≠ Backup
- USV schützt vor Stromausfall, nicht vor Datenverlust durch falsche Bedienung
- USV muss zur angeschlossenen Last passen
- Überbrückungszeit ist begrenzt
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker