# Kapitel 5 – Massenspeicher



# 5.1 Massenspeicher allgemein

**Definition**

**Massenspeicher** dienen zur dauerhaften Speicherung großer Datenmengen.

Im Gegensatz zum Arbeitsspeicher behalten Massenspeicher ihre Daten auch ohne Stromversorgung.

---

**Eigenschaften**

- nichtflüchtiger Speicher
- dauerhaftes Speichern von Daten
- größere Speicherkapazität als RAM
- langsamer als Arbeitsspeicher

---

**Beispiele**

| Massenspeicher | Beschreibung |
|---------------|--------------|
| HDD | magnetischer Massenspeicher |
| SSD | elektronischer Flash-Speicher |
| USB-Stick | mobiler Flash-Speicher |
| Speicherkarte | mobiler Flash-Speicher |
| Optische Medien | CD, DVD, Blu-ray |
| NAS | Netzwerkspeicher |

---

**Abgrenzung zu RAM**

| RAM | Massenspeicher |
|-----|----------------|
| flüchtig | nichtflüchtig |
| sehr schnell | langsamer |
| für laufende Programme | für dauerhafte Daten |
| Datenverlust ohne Strom | Daten bleiben erhalten |

---

**Merksatz**

Massenspeicher speichern Daten dauerhaft.  
RAM speichert Daten nur vorübergehend.

---

**Prüfungshinweis**

In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen **Arbeitsspeicher**, **Cache** und **Massenspeicher** unterschieden.

Typische Fehler:

- RAM mit Massenspeicher verwechseln.
- SSD und RAM gleichsetzen.
- Speichergröße und Geschwindigkeit nicht unterscheiden.

---

**Quellen**

- IT-Handbuch für Fachinformatiker

# 5.2 HDD

**Definition**

Eine **HDD** ist ein magnetischer Massenspeicher.

HDD steht für **Hard Disk Drive**.

---

**Aufbau**

Eine HDD besteht unter anderem aus:

- Magnetscheiben
- Schreib-/Lesekopf
- Motor
- Controller
- Gehäuse

---

**Funktionsweise**

Daten werden magnetisch auf rotierenden Scheiben gespeichert.

Der Schreib-/Lesekopf liest und schreibt die Daten auf den Magnetscheiben.

---

**Eigenschaften**

| Eigenschaft | Beschreibung |
|------------|--------------|
| Speicherart | magnetisch |
| Geschwindigkeit | langsamer als SSD |
| Kapazität | oft sehr groß |
| Preis pro GB | meist günstig |
| Geräusch | hörbar durch bewegliche Teile |
| Empfindlichkeit | empfindlich gegen Stöße |

---

**Vorteile**

- große Speicherkapazität
- günstiger Preis pro GB
- gut für große Datenmengen

---

**Nachteile**

- mechanische Bauteile
- langsamer als SSD
- empfindlich gegen Erschütterungen
- hörbare Betriebsgeräusche

---

**Merksatz**

Eine HDD speichert Daten magnetisch auf rotierenden Scheiben.

---

**Prüfungshinweis**

In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen **HDD** und **SSD** unterschieden.

Typische Fehler:

- HDD und SSD gleichsetzen.
- HDD als Flash-Speicher bezeichnen.
- bewegliche Teile der HDD vergessen.

---

**Quellen**

- IT-Handbuch für Fachinformatiker

# 5.3 SSD

**Definition**

Eine **SSD** ist ein nichtflüchtiger Massenspeicher auf Basis von Flash-Speicher.

SSD steht für **Solid State Drive**.

---

**Funktionsweise**

Daten werden elektronisch in Speicherzellen gespeichert.

Eine SSD besitzt keine beweglichen Teile.

---

**Eigenschaften**

| Eigenschaft | Beschreibung |
|------------|--------------|
| Speicherart | Flash-Speicher |
| Geschwindigkeit | schneller als HDD |
| Geräusch | geräuschlos |
| Stoßempfindlichkeit | unempfindlicher als HDD |
| Preis pro GB | meist höher als HDD |

---

**Vorteile**

- hohe Geschwindigkeit
- kurze Zugriffszeiten
- geräuschlos
- stoßunempfindlich
- geringer Stromverbrauch

---

**Nachteile**

- höherer Preis pro GB
- begrenzte Schreibzyklen
- Datenrettung oft schwieriger als bei HDD

---

**Schnittstellen**

Typische SSD-Schnittstellen:

- SATA
- M.2
- NVMe
- PCIe

---

**Merksatz**

Eine SSD speichert Daten elektronisch und besitzt keine beweglichen Teile.

---

**Prüfungshinweis**

In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen **HDD** und **SSD** unterschieden.

Typische Fehler:

- SSD als magnetischen Speicher bezeichnen.
- SSD und RAM verwechseln.
- M.2 und NVMe gleichsetzen.
- SATA-SSD und NVMe-SSD nicht unterscheiden.

---

**Quellen**

- IT-Handbuch für Fachinformatiker

# 5.4 RAID

**Definition**

**RAID** steht für **Redundant Array of Independent Disks**.

RAID verbindet mehrere physische Laufwerke zu einem logischen Laufwerk.

---

**Ziele**

RAID kann verwendet werden für:

- höhere Ausfallsicherheit
- höhere Geschwindigkeit
- größere zusammenhängende Speicherkapazität

---

**Wichtige RAID-Level**

| RAID-Level | Beschreibung |
|-----------|--------------|
| RAID 0 | Striping ohne Redundanz |
| RAID 1 | Spiegelung der Daten |
| RAID 5 | Striping mit verteilter Parität |
| RAID 6 | Striping mit doppelter verteilter Parität |
| RAID 10 | Kombination aus RAID 1 und RAID 0 |

---

**RAID 0**

- Daten werden auf mehrere Laufwerke verteilt.
- hohe Geschwindigkeit
- keine Ausfallsicherheit

---

**RAID 1**

- Daten werden gespiegelt.
- hohe Ausfallsicherheit
- nutzbare Kapazität halbiert sich

---

**RAID 5**

- Daten und Paritätsinformationen werden verteilt gespeichert.
- ein Laufwerk darf ausfallen.
- mindestens 3 Laufwerke erforderlich

---

**RAID 6**

- wie RAID 5, aber mit doppelter Parität
- zwei Laufwerke dürfen ausfallen.
- mindestens 4 Laufwerke erforderlich

---

**RAID 10**

- Kombination aus Spiegelung und Striping
- hohe Geschwindigkeit
- hohe Ausfallsicherheit
- mindestens 4 Laufwerke erforderlich

---

**Merksatz**

RAID erhöht die Verfügbarkeit, ersetzt aber kein Backup.

---

**Prüfungshinweis**

In IHK-Aufgaben wird häufig nach **Ausfallsicherheit**, **nutzbarer Kapazität** und **Mindestanzahl der Laufwerke** gefragt.

Typische Fehler:

- RAID als Backup bezeichnen.
- RAID 0 als ausfallsicher ansehen.
- Brutto- und Netto-Kapazität verwechseln.
- Parität bei RAID 5 und RAID 6 nicht beachten.

---

**Quellen**

- IT-Handbuch für Fachinformatiker

# 5.5 Hot Spare

**Definition**

Ein **Hot Spare** ist ein Ersatzlaufwerk, das in einem RAID-System bereits eingebaut ist und automatisch genutzt werden kann, wenn ein Laufwerk ausfällt.

---

**Aufgabe**

Ein Hot Spare dient dazu, ein ausgefallenes Laufwerk automatisch zu ersetzen.

Dadurch kann der Wiederaufbau des RAID-Verbunds schneller beginnen.

---

**Eigenschaften**

- bereits im System eingebaut
- normalerweise nicht aktiv genutzt
- wird bei Laufwerksausfall automatisch aktiviert
- unterstützt den schnellen Wiederaufbau des RAID

---

**Beispiel**

In einem RAID 5 fällt eine Festplatte aus.

Das Hot-Spare-Laufwerk übernimmt automatisch die Rolle der ausgefallenen Festplatte.

Der RAID-Verbund wird anschließend wiederhergestellt.

---

**Vorteile**

- schnellere Reaktion bei Laufwerksausfall
- weniger manuelles Eingreifen
- höhere Verfügbarkeit
- sinnvoll bei Servern und NAS-Systemen

---

**Nachteile**

- zusätzliche Festplatte erforderlich
- verursacht zusätzliche Kosten
- Speicherplatz des Hot Spare wird im Normalbetrieb nicht genutzt

---

**Merksatz**

Ein Hot Spare ist ein eingebautes Ersatzlaufwerk für den automatischen Austausch bei einem Laufwerksausfall.

---

**Prüfungshinweis**

Ein Hot Spare erhöht die Verfügbarkeit, ersetzt aber kein Backup.

Typische Fehler:

- Hot Spare als zusätzlichen Speicherplatz zählen.
- Hot Spare mit Backup verwechseln.
- Hot Spare mit RAID 1 gleichsetzen.

---

**Quellen**

- IT-Handbuch für Fachinformatiker

# 5.6 JBOD

**Definition**

**JBOD** steht für **Just a Bunch of Disks**.

Bei JBOD werden mehrere physische Laufwerke ohne RAID-Funktion zusammengefasst oder einzeln genutzt.

---

**Eigenschaften**

- keine Spiegelung
- keine Parität
- keine automatische Ausfallsicherheit
- Laufwerke können unterschiedliche Größen haben
- einfache Nutzung mehrerer Datenträger

---

**Unterschied zu RAID**

| JBOD | RAID |
|------|------|
| keine Redundanz | je nach RAID-Level mit Redundanz |
| keine Parität | RAID 5/6 nutzen Parität |
| keine Leistungssteigerung durch Striping | RAID 0 nutzt Striping |
| einfache Laufwerksverwaltung | strukturierter Laufwerksverbund |

---

**Vorteile**

- einfache Einrichtung
- unterschiedliche Festplattengrößen möglich
- gesamte Kapazität kann genutzt werden
- kein spezieller RAID-Aufbau notwendig

---

**Nachteile**

- keine Ausfallsicherheit
- kein Schutz bei Festplattenausfall
- keine Leistungssteigerung wie bei RAID 0
- kein Ersatz für Backup

---

**Merksatz**

JBOD ist kein RAID und bietet keine automatische Ausfallsicherheit.

---

**Prüfungshinweis**

In IHK-Aufgaben wird JBOD häufig von RAID abgegrenzt.

Typische Fehler:

- JBOD als RAID-Level bezeichnen.
- JBOD als ausfallsicher ansehen.
- JBOD mit RAID 0 verwechseln.
- JBOD als Backup betrachten.

---

**Quellen**

- IT-Handbuch für Fachinformatiker

# 5.7 NAS

**5.7 NAS**

**Definition**

**NAS** steht für **Network Attached Storage**.

Ein NAS ist ein Speichergerät, das über das Netzwerk erreichbar ist.

---

**Aufgabe**

Ein NAS stellt Speicherplatz zentral im Netzwerk bereit.

Mehrere Benutzer oder Geräte können auf die gespeicherten Daten zugreifen.

---

**Eigenschaften**

- zentraler Netzwerkspeicher
- Zugriff über LAN oder WLAN
- häufig mit mehreren Festplatten
- oft mit RAID-Unterstützung
- Benutzer- und Rechteverwaltung möglich

---

**Typische Einsatzbereiche**

- Dateifreigaben
- Backups
- Medienserver
- gemeinsame Projektordner
- zentrale Datenspeicherung

---

**Vorteile**

- zentrale Speicherung
- Zugriff von mehreren Geräten
- einfache Erweiterbarkeit
- Benutzerrechte können verwaltet werden
- geeignet für Backup-Ziele

---

**Nachteile**

- abhängig vom Netzwerk
- bei falscher Konfiguration Sicherheitsrisiko
- kein Ersatz für ein zusätzliches Backup
- bei Ausfall des NAS kein Zugriff auf die Daten

---

**Merksatz**

Ein NAS ist ein zentraler Speicher im Netzwerk.

---

**Prüfungshinweis**

Ein NAS ist kein Backup an sich.  
Ein NAS kann aber als Ziel für Backups verwendet werden.

Typische Fehler:

- NAS mit RAID gleichsetzen.
- NAS als vollständiges Backup ansehen.
- Netzwerkverbindung und Zugriffsrechte nicht beachten.

---

**Quellen**

- IT-Handbuch für Fachinformatiker

# 5.8 Optische Medien

**Definition**

**Optische Medien** sind Massenspeicher, bei denen Daten mithilfe von Laserlicht gelesen oder geschrieben werden.

---

**Wichtige optische Medien**

| Medium | Bedeutung |
|--------|-----------|
| CD | Compact Disc |
| DVD | Digital Versatile Disc |
| Blu-ray | optisches Medium mit hoher Speicherkapazität |

---

**Funktionsweise**

Daten werden auf einer reflektierenden Schicht gespeichert.

Ein Laser liest die gespeicherten Informationen aus.

---

**Typische Varianten**

| Variante | Bedeutung |
|----------|-----------|
| ROM | nur lesbar |
| R | einmal beschreibbar |
| RW | wiederbeschreibbar |

---

**Beispiele**

- CD-ROM
- CD-R
- CD-RW
- DVD-ROM
- DVD-R
- DVD-RW
- Blu-ray Disc

---

**Vorteile**

- günstig
- einfach zu transportieren
- geeignet zur Archivierung kleiner Datenmengen

---

**Nachteile**

- geringe Geschwindigkeit
- begrenzte Speicherkapazität
- empfindlich gegen Kratzer
- heute seltener verwendet

---

**Merksatz**

Optische Medien werden mit Laserlicht gelesen und beschrieben.

---

**Prüfungshinweis**

In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen **ROM**, **R** und **RW** unterschieden.

Typische Fehler:

- ROM als beschreibbar einordnen.
- R und RW verwechseln.
- optische Medien mit magnetischen Medien verwechseln.

---

**Quellen**

- IT-Handbuch für Fachinformatiker

# 5.9 Dateisysteme

**Definition**

Ein **Dateisystem** legt fest, wie Daten auf einem Datenträger gespeichert, organisiert und wiedergefunden werden.

---

**Aufgabe**

Ein Dateisystem verwaltet unter anderem:

- Dateien
- Ordner
- Dateinamen
- Speicherorte
- Zugriffsrechte
- freie und belegte Speicherbereiche

---

**Wichtige Dateisysteme**

| Dateisystem | Typische Verwendung |
|------------|---------------------|
| FAT32 | USB-Sticks, ältere Systeme |
| exFAT | USB-Sticks, Speicherkarten |
| NTFS | Windows-Systeme |
| ext4 | Linux-Systeme |
| APFS | macOS |
| HFS+ | ältere macOS-Systeme |

---

**FAT32**

- sehr kompatibel
- unterstützt viele Geräte
- maximale Dateigröße: 4 GB

---

**exFAT**

- geeignet für große Dateien
- häufig bei USB-Sticks und Speicherkarten
- gute Kompatibilität zwischen Windows und macOS

---

**NTFS**

- Standard-Dateisystem von Windows
- unterstützt Rechteverwaltung
- geeignet für interne Laufwerke

---

**ext4**

- häufiges Dateisystem unter Linux
- stabil und leistungsfähig

---

**APFS**

- modernes Dateisystem von macOS
- optimiert für SSDs

---

**Merksatz**

Das Dateisystem bestimmt, wie Dateien auf einem Datenträger gespeichert und verwaltet werden.

---

**Prüfungshinweis**

In IHK-Aufgaben wird häufig nach dem passenden Dateisystem für einen bestimmten Einsatzzweck gefragt.

Typische Fehler:

- FAT32 für Dateien größer als 4 GB wählen.
- Dateisystem und Datenträger verwechseln.
- NTFS als Standard-Dateisystem für Linux einordnen.
- exFAT und FAT32 verwechseln.

---

**Quellen**

- IT-Handbuch für Fachinformatiker

# Datenschutz, Datensicherheit und Informationssicherheit: Prinzipien und Methoden

**Datenschutz Informationssicherheit Datensicherheit**

**Datenschutz vs Datensicherheit**

Datenschutz Datensicherheit

**Datenschutz vs Datensicherheit**

Datenschutz Schutz von Personen Datensicherheit Schutz von Daten

**Datenschutz**

**Datenschutz -Schutz von Personen**

- [ ] Rechtlich/organisatorisches Thema

- [ ] Schutz von personenbezogenen Daten

- [ ] Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes

- [ ] Stichworte: Datenschutz-Grundverordnung DSGVO und Bundesdatenschutz-Gesetz BDSG

**Schutzziele der Informationssicherheit**

CIA

**Schutzziele der Informationssicherheit**

**Schutz von Informationen vor**

- unbefugtem Zugriff
- Manipulation
- Verlust.

**Umfasst verschiedene**

- Maßnahmen und Konzepte,
- um Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten zu gewährleisten.

**Grundprinzipien (CIA)**

1. Vertraulichkeit (Confidentiality)
2. Integrität (Integrity)
3. Verfügbarkeit (Availability)

**Grundprinzipien (CIA)**

1. Vertraulichkeit (Confidentiality)

Nur autorisierte Personen dürfen auf Informationen zugreifen.

Maßnahmen: Verschlüsselung, Zugriffskontrollen, VPNs

**2. Integrität (Integrity)**

Informationen dürfen nicht unbemerkt verändert oder manipuliert werden.

Maßnahmen: Hashing, digitale Signaturen, Prüfmechanismen

3. Verfügbarkeit (Availability)

Informationen müssen für berechtigte Nutzer jederzeit zugänglich sein.

Maßnahmen: Backups, Redundanz, DDoSSchutz

**Gefahren für Informationssicherheit**

**Hackerangriffe**

- z. B. Phishing, Malware, Ransomware, Viren

**Menschliche Fehler**

- z. B. schwache Passwörter, versehentliches Löschen

**Technische Fehler**

- z. B. Hardware-Ausfälle, Software-Bugs

**Naturkatastrophen**

- z. B. Feuer, Überschwemmung

**Datensicherheit**

**Schutz vor**

**Gewährleistung von**

- [ ] Unbefugter Zugriff Dritter,

- [ ] Manipulation,

- [ ] Verlust der Daten

- [ ] Vertraulichkeit,

- [ ] Integrität,

- [ ] Verfügbarkeit von Daten

**Datenschutz vs Datensicherheit vs Informationssicherheit**

Datenschutz Schutz von Personen

- [ ] Regelwerk • Rechtlich/organisatorisches Thema

- [ ] Schutz von personenbezogenen Daten

- [ ] Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes

- [ ] Stichworte: Datenschutz-Grundverordnung DSVGO und Bundesdatenschutz-Gesetz BDSG

Datensicherheit Schutz von Daten

- [ ] Maßnahmen • Technisches  Thema

- [ ] Sichere Verarbeitung von Daten

- [ ] Schutz vor : Unbefugter Zugriff Dritter, Manipulation, Verlust der Daten

- [ ] Gewährleistung von: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit von Daten

Informationssicherheit

- [ ] Grundprinzipien

- [ ] Vertraulichkeit

- [ ] Integrität

- [ ] Verfügbarkeit

**Datenschutz**

'Du darfst diese Daten nur unter bestimmten Bedingungen nutzen'

**Datensicherheit**

'Wenn du sie nutzt, musst du sie schützen'

**Schutzziele**

'Was bedeutet schützen'

**Datensicherheit**

Aspekt: Schutz vor Verlust von Daten

**Datensicherung**

**Prozess des Sicherns von Daten**

**Ziel**

- Daten im Falle des Verlusts wiederherstellen können

**Redundanz**

- Daten werden mehrfach erstellt
- Begriffe: Sicherungskopie/ Backup

**Speicherung der Kopien**

- Online vs offline
- Unterschiedliche Medien

Räumliche Trennung von Backup und Daten

Ziel: Datensicherheit/ Ausfallsicherheit erhöhen

**Georedundanz**

**Offsite-Backup**

- Backup an einem anderen Standort

**Onsite-Backup**

- Backup am gleichen Standort

**Räumliche Entfernung von der EDV-Anlage**

**Räumliche Entfernung von der EDV-Anlage**

**Räumliche Entfernung von der EDV-Anlage**

**Lokal (gleicher Standort)**

**Vorteile:**

- Sehr schnell verfügbar
- Einfach umzusetzen

**Nachteile:**

- Kein Schutz bei Brand, Wasser, Diebstahl
- Beide Daten können gleichzeitig verloren gehen

Standortnah (gleiches Gebäude / Gelände)

**Vorteile:**

- Etwas mehr Sicherheit als lokal · Schneller Zugriff bleibt erhalten

**Nachteile:**

- Risiken wie Feuer oder Stromausfall betreffen oft trotzdem alles

Remote / Cloud

**Vorteile:**

- Automatisierbar
- Geografisch weit entfernt
- Oft redundant gespeichert

**Nachteile:**

- Abhängigkeit vom Internet
- Laufende Kosten
- Datenschutz beachten

Offsite bzw AirGapped Backup (physisch getrennt)

**Vorteile:**

- Sehr hoher Schutz vor Hackerangriffen und Ransomware
- Kann nicht übers Netzwerk kompromittiert werden
- Schutz vor lokalen Katastrophen

**Nachteile:**

- Manuelles Handling nötig
- Organisation aufwendig
- Wiederherstellung langsamer

**Räumliche Entfernung von der EDV-Anlage: Sicherheitsniveau**

| Sicherheits- niveau                                         | Typisch                                                       | Schützt vor                                                                            | Schützt nicht vor / Risiken                                         | Besonderheiten / Beispiel   |
|-------------------------------------------------------------|---------------------------------------------------------------|----------------------------------------------------------------------------------------|---------------------------------------------------------------------|-----------------------------|
| Lokal gespeicherte Backups (z. B. USB- Platte am selben PC) | • versehentlichem Löschen • einfachen Softwarefehlern         | • Hardwaredefekt (wenn beide betroffen sind) • Diebstahl / Brand / Wasser • Ransomware | Nur Minimallösung, kein echtes Sicherheitskonzept                   | Niedrig                     |
| Standortnahes Backup (z. B. NAS im selben Gebäude)          | • einzelnen Geräteausfällen                                   | • größere Schäden (Feuer, Stromausfall) • Angriffe im Netzwerk                         | NAS von Synology im Serverraum                                      | Mittel                      |
| Remote/ Cloud- Backups                                      | • lokale Katastrophen • Hardwareausfälle                      | • Ransomware (bei erreichbaren Backups) • Fehlkonfiguration • Internetabhängigkeit     | Microsoft Azure oder Amazon Web Services                            | Hoch                        |
| Offsite + Air-Gap                                           | • Ransomware • gezielten Angriffen • Manipulation von Backups | -                                                                                      | physisch getrenntes Backup Beispiel: Cloud + externe Platte im Safe | Sehr hoch                   |
| 3-2-1-Regel (3 Kopien, 2 Medien, 1 offsite)                 | • nahezu allen realistischen Ausfallszenarien                 | -                                                                                      | Ergänzt durch: Air-Gap, Verschlüsselung, Wiederherstellungstests    | Maximal (Best Practice)     |

Backup Varianten, Methoden und Strategien

**Prozess der Sicherung**

**Wie werden die Daten gesichert**

**Wie werden die Ressourcen eingesetzt**

- Speicherkapazität
- Dauer der Datensicherung
- Dauer der Wiederherstellung

**Prozess: Backup-Varianten**

| Speicherabbild- Sicherung   | Ein Abbild des gesamten Systems wird erstellt Vorteil: Nur 1 Datei Nachteil: Zeitaufwand + hoher Speicheraufwand   |
|-----------------------------|--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------|
| Komplett-/ Vollsicherung    | Alle Daten werden gesichert                                                                                        |
| Komplett-/ Vollsicherung    | Nachteil: Zeitaufwand + hoher Speicheraufwand                                                                      |
| Differenzielles Backup      | Jeden Tag: Änderungen seit Vollsicherung                                                                           |

Inkrementelles Backup

Tag 1 nach Vollsicherung: Änderungen seit Vollsicherung

Später: Änderungen seit letztem Backup

Allgemein: Änderungen seit letztem Backup

**Backup Methoden**

**Differenziell**

Step 1: Vollsicherung

**Differenziell**

**Backups werden Tag für Tag größer**

- Mit jeder Teilsicherung werden die vorherigen Daten erneut mit gespeichert

**Vorteil**

- Deutlich schneller als Vollsicherung

**Nachteil**

- Dateien, die nach Vollsicherung nur einmal geändert werden, werden jedesmal wieder gesichert
- Alle Änderungen seit dem letzten vollständigen Backup werden gesichert
- Benötigt mehr Speicherplatz

**Wiederherstellung**

- Aus Vollbackup und 1 Datei des entsprechenden Tages

**Inkrementell**

**Unterschied**

- mit jeder Teilsicherung werden nur die Daten gesichert, die seit der letzten Sicherung (egal, ob Voll- oder Teilsicherung) erstellt oder verändert wurden

**Verknüpfung**

- einzelne Datensätze sind miteinander verknüpft

**Vorteil**

- geringer Speicherbedarf
- gehen schnell

**Nachteil**

- Wiederherstellung aus Vollsicherung und allen nachfolgenden inkrementellen Sicherungen wird komplexer

**Änderungsverfolgung**

Change Detection

**Verfahren**

| Verfahren                            | Fachbegriff                      |
|--------------------------------------|----------------------------------|
| Archivbit nutzen                     | Archive Bit Tracking             |
| Zeitstempel vergleichen              | Timestamp-based Change Detection |
| Prüfsummen vergleichen               | Checksum-based Detection         |
| Dateisystem protokolliert Änderungen | Journal-based Change Detection   |

**Archiv-Bit**

Dateimerkmal von Windows um zu markieren, ob eine Datei seit der letzten Sicherung verändert wurde.

Es hilft Backup-Programmen zu entscheiden, welche Dateien gesichert werden müssen.

**Archiv-Bit**

**Archiv-Bit**

**Vollbackup**

- sichert alle Daten
- Danach Archivbit wieder auf 0

**Inkrementelles Backup**

- Sichert nur Daten mit Archivbit = 1
- Danach: Archivbit wieder auf 0
- Folge: Jedes inkrementelle Backup hat nur Änderungen seit letztem Backup

**Differenzielles Backup**

- Sichert nur Daten mir Archivbit = 1
- Danach: Archivbit wird NICHT auf 0 gesetzt
- Folge: Alle Änderungen seit letztem Vollbackup bleiben markiert

**Archiv-Bit**

**PowerShell**

```
- Get-Item "C:\Test\datei.txt" | Select-Object Name, Attributes · (Get-Item "C:\Test\datei.txt").Attributes += "Archive"
```

- (Get-Item "C:\Test\datei.txt").Attributes -= "Archive"

**CMD**

- attrib C:\Test\datei.txt · attrib -A C:\Test\datei.txt · attrib +A C:\Test\datei.txt

**Zeitstempel**

**Linux**

- mtime → Inhalt geändert
- ctime → Metadaten/Rechte geändert
- atime → Zugriff auf Datei

**Beispiel**

- ls -l
- stat datei

**Windows**

- (Get-Item "C:\Test\datei.txt").LastWriteTime

**Prüfsummen/ Hashes/ Hashwerte**

**Windows**

```
- Get-FileHash C:\Test\datei.txt · Get-FileHash C:\Test\datei.txt -Algorithm MD5
```

**Dateien vergleichen**

- $hash1 = (Get-FileHash C:\Test\a.txt).Hash · $hash2 = (Get-FileHash C:\Test\b.txt).Hash · · $hash1 -eq $hash2

**Prüfsummen/ Hashes/ Hashwerte**

**Linux**

- sha256sum datei.txt
- md5sum datei.txt
- sha256sum a.txt b.txt

**Beispiel**

```
- hash1=$(sha256sum a.txt) · hash2=$(sha256sum a.txt) · [ "$hash1" = "$hash2" ] && echo "gleich" || echo "ungleich"
```

**Funktion schreiben in Datei ~/.bashrc**

```
sha256cmp() { hash1=$(sha256sum "$1" | cut -d' ' -f1) hash2=$(sha256sum "$2" | cut -d' ' -f1) [ "$hash1" = "$hash2" ] && echo "gleich" || echo "ungleich" }
```

**Backup-Strategien**

**Backup-Strategien**

3-2-1 Backup Regel

Großvater-Vater-Sohn

First in, First out (Fifo)

**Backup-Strategien: 3-2-1 Backup Regel**

Exemplare

Bewahre mindestens 3 Kopien Deiner Unternehmensdaten auf

**Die goldene3-2-1-1-0Backup-Regel**

Datensicherung auf 2 verschiedenen Medien Mindestens eine Kopie an einem externen Ort speichern

**Backup-Strategien: Großvater-Vater-Sohn**

**TAG: Sohn**

- Tägliche Sicherung (inkrementell/ differenziell)
- 4 bis 5 Bänder

**WOCHE: Vater**

- Am Ende jeder Woche
- Vollständiges Backup
- Löschung aller vorangegangenen Backups

**MONAT: Großvater**

- Nach 4 Wochen:
- Neues Vollständiges Backup
- Löschung der vier wöchentlichen Sicherungen

**Backup-Strategien: Großvater-Vater-Sohn**

**Backup-Strategien: Großvater-Vater-Sohn**

**Backup-Strategien: Großvater-Vater-Sohn**

**Backup-Strategien: Fifo**

neue oder geänderte Dateien überschreiben die ältesten

Bsp: 14 Tage Backup

an Tag 15 wird Backup von Tag 1 überschrieben

**Recovery Point Objective**

**Wie lange dürfen die neuesten Backups maximal zurückliegen?**

**Beispiel:**

- RPO = 1 Tag : Wenn heute die Platte ausfällt, sind maximal Daten von gestern weg
- RPO = 1 Stunde : Wenn heute ein Fehler passiert, sind maximal die letzten 60 Minuten Arbeit weg
- RPO = 1 Woche : Datenverlust von bis zu 7 Tagen

**RPO bestimmt, wie oft Backup gemacht wird**

- RPO 1 Tag → täglich backupen
- RPO 1 Stunde → stündlich backupen
- RPO 1 Woche → wöchentlich backupen

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**Quellen**

- Dokument: Datenschutz, Datensicherheit und Informationssicherheit: Prinzipien und Methoden
- ID: 136