Kapitel 8 – Geräteklassen
- 8.1 Stationäre Computer
- 8.2 Mobile Computer
- 8.3 Professionelle Systeme
- 8.4 Spezial- und Infrastrukturgeräte
8.1 Stationäre Computer
Definition
Stationäre Computer sind Computersysteme, die für den festen Einsatz an einem Arbeitsplatz vorgesehen sind.
Sie sind normalerweise nicht für den mobilen Betrieb ausgelegt.
Beispiele
| Gerät | Beschreibung |
|---|---|
| Desktop-PC | klassischer Arbeitsplatzrechner |
| Tower-PC | PC-Gehäuse in Tower-Bauform |
| All-in-One-PC | Computer und Monitor in einem Gerät |
| Mini-PC | kompakter stationärer Computer |
| Thin Client | Arbeitsplatzgerät mit geringer lokaler Rechenleistung |
Eigenschaften
- fester Arbeitsplatz
- externe Peripheriegeräte möglich
- gute Erweiterbarkeit
- meist leistungsfähiger als mobile Geräte
- einfache Wartung und Aufrüstung
Vorteile
- gut erweiterbar
- gute Kühlung
- einfache Reparatur
- oft günstiger bei gleicher Leistung
Nachteile
- nicht mobil
- benötigt mehr Platz
- separate Peripherie notwendig
- höherer Stromverbrauch als mobile Geräte möglich
Merksatz
Stationäre Computer sind für den festen Einsatz am Arbeitsplatz gedacht.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen stationären Computern, mobilen Computern und Thin Clients unterschieden.
Typische Fehler:
- All-in-One-PC als mobilen Computer einordnen.
- Thin Client mit vollwertigem Desktop-PC gleichsetzen.
- Erweiterbarkeit und Mobilität nicht unterscheiden.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
8.2 Mobile Computer
Definition
Mobile Computer sind Computersysteme, die für den mobilen Einsatz ausgelegt sind.
Sie besitzen meist einen Akku, ein integriertes Display und integrierte Eingabegeräte.
Beispiele
| Gerät | Beschreibung |
|---|---|
| Notebook | mobiler Computer mit Tastatur und Display |
| Tablet | mobiler Computer mit Touchscreen |
| Smartphone | mobiles Kommunikations- und Computersystem |
| Convertible | Kombination aus Notebook und Tablet |
| Handheld | kompakter mobiler Computer für spezielle Einsätze |
Eigenschaften
- mobil einsetzbar
- Akku-Betrieb
- integriertes Display
- integrierte Eingabegeräte
- drahtlose Schnittstellen
Typische Schnittstellen
- WLAN
- Bluetooth
- USB-C
- Mobilfunk
- NFC
Vorteile
- mobil nutzbar
- geringer Platzbedarf
- integrierte Komponenten
- flexibel einsetzbar
Nachteile
- begrenzte Akkulaufzeit
- schlechter erweiterbar als Desktop-PCs
- Reparatur oft schwieriger
- Leistung und Kühlung begrenzt
Merksatz
Mobile Computer sind für den ortsunabhängigen Einsatz ausgelegt.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen stationären Computern, mobilen Computern und professionellen Systemen unterschieden.
Typische Fehler:
- Notebook als stationären Computer einordnen.
- Tablet nur als Ausgabegerät betrachten.
- Mobilität und Erweiterbarkeit nicht unterscheiden.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
8.3 Professionelle Systeme
Definition
Professionelle Systeme sind Computersysteme, die für leistungsintensive oder geschäftskritische Aufgaben eingesetzt werden.
Sie sind meist leistungsfähiger, zuverlässiger und besser erweiterbar als normale Arbeitsplatzrechner.
Beispiele
| System | Beschreibung |
|---|---|
| Server | stellt Dienste im Netzwerk bereit |
| Workstation | leistungsfähiger Arbeitsplatzrechner |
| Rackserver | Server für den Einbau in Serverschränke |
| Blade-Server | modularer Server in einem Blade-System |
| Terminalserver | stellt Anwendungen oder Desktops zentral bereit |
Typische Einsatzbereiche
- Netzwerkdienste
- Datenbanken
- Virtualisierung
- CAD
- Video- und Grafikbearbeitung
- zentrale Anwendungen
- Benutzerverwaltung
Eigenschaften
- hohe Rechenleistung
- viel Arbeitsspeicher
- hohe Verfügbarkeit
- redundante Komponenten möglich
- erweiterbare Hardware
- oft für Dauerbetrieb ausgelegt
Merksatz
Professionelle Systeme sind für hohe Leistung, Zuverlässigkeit und Dauerbetrieb ausgelegt.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig zwischen Desktop-PC, Workstation und Server unterschieden.
Typische Fehler:
- Workstation und normaler Desktop-PC gleichsetzen.
- Server nur als besonders schnellen PC ansehen.
- Redundanz und Verfügbarkeit nicht beachten.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker
8.4 Spezial- und Infrastrukturgeräte
Definition
Spezial- und Infrastrukturgeräte sind Geräte, die für bestimmte technische Aufgaben oder den Betrieb einer IT-Infrastruktur eingesetzt werden.
Beispiele
| Gerät | Aufgabe |
|---|---|
| Router | verbindet Netzwerke miteinander |
| Switch | verbindet Geräte innerhalb eines Netzwerks |
| Access Point | stellt WLAN bereit |
| Firewall | schützt Netzwerke vor unerwünschtem Datenverkehr |
| NAS | stellt Speicherplatz im Netzwerk bereit |
| Druckserver | stellt Drucker im Netzwerk bereit |
| Embedded System | Computer für spezielle Aufgaben |
Typische Einsatzbereiche
- Netzwerkbetrieb
- IT-Sicherheit
- zentrale Datenspeicherung
- industrielle Steuerung
- Gebäudeautomation
- Kassensysteme
- Überwachungssysteme
Eigenschaften
- meist für spezielle Aufgaben entwickelt
- oft dauerhaft im Betrieb
- häufig zentral für mehrere Benutzer oder Systeme
- teilweise ohne klassische Benutzeroberfläche
- Verwaltung oft über Webinterface, Konsole oder Management-Software
Merksatz
Spezial- und Infrastrukturgeräte erfüllen bestimmte Aufgaben innerhalb einer IT-Umgebung.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig nach der passenden Geräteklasse für einen bestimmten Einsatzzweck gefragt.
Typische Fehler:
- Router und Switch verwechseln.
- NAS als normalen Desktop-PC einordnen.
- Firewall nur als Software verstehen.
- Embedded Systeme mit normalen PCs gleichsetzen.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker