11.3 Kompatibilität prüfen
Definition
Bei der Kompatibilitätsprüfung wird geprüft, ob Hardwarekomponenten technisch zusammenpassen und gemeinsam betrieben werden können.
Wichtige Kriterien
| Kriterium | Bedeutung |
|---|---|
| CPU-Sockel | CPU muss zum Mainboard passen |
| RAM-Typ | Mainboard muss den RAM-Typ unterstützen |
| Formfaktor | Mainboard muss ins Gehäuse passen |
| Schnittstellen | Anschlüsse müssen vorhanden sein |
| Netzteil | Leistung und Stecker müssen passen |
| Betriebssystem | Treiber und Hardware müssen unterstützt werden |
Typische Beispiele
| Komponente | Muss passen zu |
|---|---|
| CPU | Mainboard-Sockel, Chipsatz, BIOS/UEFI |
| RAM | Mainboard, RAM-Typ, Takt, Kapazität |
| Grafikkarte | PCIe-Steckplatz, Gehäuse, Netzteil |
| SSD | Schnittstelle, Formfaktor, Mainboard |
| Netzteil | Leistung, Anschlüsse, Gehäuse |
| Gehäuse | Mainboard-Formfaktor, Grafikkartenlänge |
Häufige Kompatibilitätsfehler
- CPU passt nicht zum Sockel.
- RAM-Typ wird nicht unterstützt.
- Netzteil hat zu wenig Leistung.
- Grafikkarte passt nicht ins Gehäuse.
- Mainboard passt nicht zum Gehäuse.
- Treiber fehlen für das Betriebssystem.
Merksatz
Hardware muss nicht nur leistungsfähig sein, sondern auch zueinander passen.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig geprüft, ob eine vorgeschlagene Hardwarekombination technisch sinnvoll ist.
Typische Fehler:
- CPU-Sockel nicht beachten
- DDR-Versionen verwechseln
- M.2 und NVMe gleichsetzen
- Netzteilanschlüsse vergessen
- Gehäusegröße nicht prüfen
- BIOS/UEFI-Kompatibilität übersehen
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker