Elektrische Grundgrößen Definition Elektrische Grundgrößen beschreiben die wichtigsten physikalischen Größen der Elektrotechnik. Sie bilden die Grundlage für elektrische Berechnungen. Grundgrößen Größe Formelzeichen Einheit Spannung U Volt (V) Stromstärke I Ampere (A) Widerstand R Ohm (Ω) Leistung P Watt (W) Merksatz U = Volt (V) I = Ampere (A) R = Ohm (Ω) P = Watt (W) Prüfungshinweis Formelzeichen und Einheiten dürfen nicht verwechselt werden. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker DIN EN IEC 60050 – Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch Gleichstrom und Wechselstrom Definition Elektrischer Strom wird in Gleichstrom (DC) und Wechselstrom (AC) unterschieden. Gleichstrom (DC) fließt dauerhaft in eine Richtung Spannung und Stromrichtung bleiben konstant Beispiele Batterie Akku USB Wechselstrom (AC) ändert periodisch seine Richtung Spannung und Strom wechseln regelmäßig ihre Polarität Beispiele Steckdose Stromnetz Merksatz DC = Strom fließt in eine Richtung. AC = Strom ändert regelmäßig seine Richtung. Prüfungshinweis In Deutschland beträgt die Netzfrequenz 50 Hz . Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker DIN EN 60038 Reihen- und Parallelschaltung Reihenschaltung Stromstärke ist überall gleich. Die Spannung teilt sich auf. Der Gesamtwiderstand ist die Summe aller Widerstände. Parallelschaltung Spannung ist überall gleich. Die Stromstärke teilt sich auf. Der Gesamtwiderstand ist kleiner als der kleinste Einzelwiderstand. Merksatz Reihe → Strom gleich. Parallel → Spannung gleich. Prüfungshinweis Reihen- und Parallelschaltungen gehören zu den häufigsten Rechenaufgaben der IHK. Quellen IT-Handbuch für Fachinformatiker Elektrische Sicherheit Definition Elektrische Sicherheit umfasst Maßnahmen zum Schutz von Personen und Betriebsmitteln vor den Gefahren des elektrischen Stroms. Wichtige Schutzeinrichtungen Schutzleiter (PE) Sicherung Fehlerstromschutzschalter (FI/RCD) Schutzisolierung Merksatz Der Personenschutz hat immer Vorrang vor dem Geräteschutz. Prüfungshinweis Der FI/RCD schützt Personen vor gefährlichen Fehlerströmen. Eine Sicherung schützt Leitungen vor Überlast und Kurzschluss. Quellen DIN VDE 0100 IT-Handbuch für Fachinformatiker Schutzarten und Schutzklassen Schutzklassen Schutzklasse Beschreibung I Schutz durch Schutzleiter (PE) II Schutz durch doppelte oder verstärkte Isolierung III Schutz durch Schutzkleinspannung (SELV/PELV) Schutzarten (IP) Die IP-Schutzart beschreibt den Schutz eines Gehäuses gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser. Beispiel IP65 6 = staubdicht 5 = geschützt gegen Strahlwasser Merksatz Erste Kennziffer = Schutz gegen Fremdkörper und Berührung. Zweite Kennziffer = Schutz gegen Wasser. Prüfungshinweis Schutzklasse und Schutzart beschreiben unterschiedliche Eigenschaften und dürfen nicht verwechselt werden. Quellen DIN EN 60529 (IP-Schutzarten) DIN EN 61140 (Schutzklassen) IT-Handbuch für Fachinformatiker