Schutzarten und Schutzklassen
Definition
Schutzarten und Schutzklassen dienen dem Schutz von Personen und elektrischen Betriebsmitteln. Sie beschreiben jedoch unterschiedliche Eigenschaften und dürfen nicht verwechselt werden.
Schutzklassen
Die Schutzklasse beschreibt die Schutzmaßnahme eines elektrischen Betriebsmittels gegen einen elektrischen Schlag.
| Schutzklasse | Beschreibung |
|---|---|
| I | Schutz durch Schutzleiter (PE) |
| II | Schutz durch doppelte oder verstärkte Isolierung |
| III | Schutz durch Schutzkleinspannung (SELV/PELV) |
Schutzarten (IP-Code)
Die IP-Schutzart beschreibt den Schutz eines Gehäuses gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser.
Aufbau
IP XY
- X = Schutz gegen Berührung und Fremdkörper
- Y = Schutz gegen Wasser
Beispiele
| Schutzart | Bedeutung |
|---|---|
| IP20 | Schutz gegen feste Fremdkörper ≥ 12,5 mm, kein Wasserschutz |
| IP44 | Schutz gegen feste Fremdkörper ≥ 1 mm und Spritzwasser |
| IP54 | Staubgeschützt und Spritzwasser geschützt |
| IP65 | Staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser |
| IP67 | Staubdicht und geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen |
Merksatz
- Schutzklasse = Schutzmaßnahme des Geräts
- Schutzart = Schutz des Gehäuses (IP-Code)
Prüfungshinweis
Schutzklasse und Schutzart werden in IHK-Prüfungen häufig miteinander verwechselt.
Quellen
- DIN EN 60529 (IP-Schutzarten)
- DIN EN 61140 (Schutzklassen)
- IT-Handbuch für Fachinformatiker