Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

Seite 2.1 Der Betrieb

Quelle: IHK/ZPA-Prüfungskatalog Fachinformatiker/Fachinformatikerin – Fachrichtung Systemintegration, 2. Auflage 2024. Bereich AP2 WISO: Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes.

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, welcher Branche ein Ausbildungsbetrieb angehört, in welchem Wirtschaftssektor er tätig ist und welche Produkte, Dienstleistungen und Märkte für ihn wichtig sind.


Was ist ein Betrieb?

Ein Betrieb ist eine organisatorische Einheit, in der Güter hergestellt oder Dienstleistungen erbracht werden.

Ein Unternehmen kann aus einem oder mehreren Betrieben bestehen.

Einfach gesagt:

Beispiel:

Eine IT-Firma kann mehrere Standorte haben.
Das Unternehmen ist die gesamte Firma.
Ein einzelner Standort kann ein Betrieb sein.


Branchenzugehörigkeit

Eine Branche ist ein Wirtschaftsbereich, in dem ähnliche Unternehmen tätig sind.

Beispiele für Branchen:

Branche Beispiel
IT-Dienstleistung Systemhaus, Managed Service Provider
Industrie Maschinenbau, Automobilindustrie
Handel Großhandel, Einzelhandel
Gesundheitswesen Krankenhaus, Medizintechnik
Öffentlicher Dienst Verwaltung, Schule, Behörde
Finanzwesen Bank, Versicherung

Für Fachinformatiker Systemintegration wichtig:

Fachinformatiker können in fast jeder Branche arbeiten, weil fast jedes Unternehmen IT-Systeme benötigt.


Wirtschaftssektoren

Die Gesamtwirtschaft wird häufig in drei große Wirtschaftssektoren unterteilt.

Sektor Bedeutung Beispiel
Primärer Sektor Rohstoffgewinnung Landwirtschaft, Fischerei, Bergbau
Sekundärer Sektor Verarbeitung und Produktion Industrie, Handwerk, Bau
Tertiärer Sektor Dienstleistungen IT-Service, Handel, Banken, Verwaltung

IT-Betriebe gehören meistens zum tertiären Sektor, weil sie Dienstleistungen anbieten.

Ein IT-Betrieb kann aber auch für Unternehmen aus dem sekundären Sektor arbeiten, zum Beispiel für eine Fabrik.


Erwerbswirtschaftliche Betriebe

Ein erwerbswirtschaftlicher Betrieb verfolgt das Ziel, Gewinn zu erzielen.

Beispiele:

Nicht jeder Betrieb arbeitet gewinnorientiert.

Es gibt auch gemeinnützige oder öffentliche Einrichtungen, zum Beispiel:


Produktpalette

Die Produktpalette beschreibt, welche Produkte oder Dienstleistungen ein Unternehmen anbietet.

Beispiel IT-Systemhaus:

Bereich Beispiele
Hardware Server, Clients, Netzwerkgeräte
Software Betriebssysteme, Office, Sicherheitssoftware
Dienstleistungen Installation, Wartung, Support
Beratung IT-Sicherheit, Cloud, Datenschutz
Betrieb Managed Services, Monitoring, Backup

Märkte

Ein Markt ist der Ort, an dem Angebot und Nachfrage zusammentreffen.

Das muss kein echter Ort sein. Ein Markt kann auch digital sein.

Beispiele:


Angebot und Nachfrage

Begriff Bedeutung
Angebot Unternehmen bieten Produkte oder Dienstleistungen an
Nachfrage Kunden möchten Produkte oder Dienstleistungen kaufen

Wenn viele Kunden IT-Sicherheit benötigen, steigt die Nachfrage nach IT-Sicherheitsdienstleistungen.


Typische Prüfungsfrage

Ein IT-Systemhaus installiert Server, betreut Netzwerke und bietet Support für Firmenkunden an. Welchem Wirtschaftssektor gehört es überwiegend an?

Antwort anzeigen

Es gehört überwiegend zum tertiären Sektor, weil es Dienstleistungen anbietet.


Merksatz

Ein Betrieb gehört zu einer Branche, arbeitet in einem Wirtschaftssektor und bietet Produkte oder Dienstleistungen auf Märkten an.

Seite 2.2 Rechtsformen

Prüfungsziel

Du sollst wichtige Rechtsformen unterscheiden können, besonders im Hinblick auf Haftung, Kapital, Geschäftsführung und rechtliche Einordnung.


Was ist eine Rechtsform?

Die Rechtsform legt fest, wie ein Unternehmen rechtlich organisiert ist.

Sie beeinflusst zum Beispiel:


Überblick

Gruppe Beispiele
Einzelunternehmen Einzelunternehmer
Personengesellschaften GbR, OHG, KG, GmbH & Co. KG
Kapitalgesellschaften GmbH, AG
gemeinnützige Organisationen Verein, Stiftung, gGmbH

Einzelunternehmen

Ein Einzelunternehmen gehört einer einzelnen Person.

Merkmale:

Beispiel:

Ein selbstständiger IT-Techniker bietet Netzwerkservice für kleine Betriebe an.

Wichtig für die Prüfung:

Bei einem Einzelunternehmen haftet der Inhaber grundsätzlich auch mit seinem Privatvermögen.


GbR – Gesellschaft bürgerlichen Rechts

Eine GbR entsteht, wenn sich mindestens zwei Personen zusammenschließen, um einen gemeinsamen Zweck zu verfolgen.

Merkmale:

Beispiel:

Zwei IT-Fachleute gründen gemeinsam einen kleinen IT-Servicebetrieb.


OHG – Offene Handelsgesellschaft

Eine OHG ist eine Personengesellschaft für den Betrieb eines Handelsgewerbes.

Merkmale:

Wichtig:

Die persönliche Haftung ist ein zentrales Prüfungsmerkmal.


KG – Kommanditgesellschaft

Eine KG hat zwei Arten von Gesellschaftern.

Gesellschafter Haftung Rolle
Komplementär persönlich und unbeschränkt führt meist die Geschäfte
Kommanditist beschränkt auf Einlage Kapitalgeber, meist keine Geschäftsführung

Beispiel:

Ein IT-Unternehmen nimmt einen Investor als Kommanditisten auf.


GmbH – Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft.

Merkmale:

Wichtig für die Prüfung:

Bei einer GmbH haften die Gesellschafter grundsätzlich nicht persönlich mit ihrem Privatvermögen.


AG – Aktiengesellschaft

Die AG ist eine Kapitalgesellschaft, deren Kapital in Aktien zerlegt ist.

Merkmale:

Beispiel:

Große börsennotierte IT- oder Technologieunternehmen sind häufig Aktiengesellschaften.


GmbH & Co. KG

Die GmbH & Co. KG ist eine Mischform.

Sie ist rechtlich eine KG, bei der die GmbH die Rolle des persönlich haftenden Komplementärs übernimmt.

Ziel:

Die persönliche Haftung natürlicher Personen wird begrenzt.


Gemeinnützige Organisationen

Gemeinnützige Organisationen verfolgen nicht in erster Linie Gewinnziele, sondern gemeinnützige, soziale, kulturelle oder wissenschaftliche Zwecke.

Beispiele:


Vergleich wichtiger Rechtsformen

Rechtsform Art Haftung Mindestkapital
Einzelunternehmen Einzelbetrieb persönlich und unbeschränkt kein gesetzliches Mindestkapital
GbR Personengesellschaft grundsätzlich persönlich kein gesetzliches Mindestkapital
OHG Personengesellschaft persönlich, unbeschränkt, gesamtschuldnerisch kein gesetzliches Mindestkapital
KG Personengesellschaft Komplementär voll, Kommanditist beschränkt kein gesetzliches Mindestkapital
GmbH Kapitalgesellschaft Gesellschaftsvermögen grundsätzlich 25.000 €
AG Kapitalgesellschaft Gesellschaftsvermögen grundsätzlich 50.000 €

Typische Prüfungsfrage

Welche Rechtsform begrenzt die Haftung grundsätzlich auf das Gesellschaftsvermögen?

Antwort anzeigen

Zum Beispiel die GmbH oder die AG. Bei diesen Kapitalgesellschaften haftet grundsätzlich die Gesellschaft mit ihrem Gesellschaftsvermögen.


Merksatz

Personengesellschaften sind stärker mit den Personen verbunden.
Kapitalgesellschaften haften grundsätzlich mit dem Gesellschaftsvermögen.

Seite 2.3 Unternehmensstruktur und Organisationsformen

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, wie ein Unternehmen organisatorisch aufgebaut sein kann und welche Vor- und Nachteile typische Organisationsformen haben.


Was bedeutet Unternehmensstruktur?

Die Unternehmensstruktur beschreibt, wie Aufgaben, Abteilungen, Zuständigkeiten und Weisungswege in einem Unternehmen aufgebaut sind.

Sie beantwortet zum Beispiel:


Aufbauorganisation und Ablauforganisation

Begriff Bedeutung
Aufbauorganisation beschreibt die Struktur des Unternehmens
Ablauforganisation beschreibt die Arbeitsabläufe im Unternehmen

Einfach gesagt:


Organigramm

Ein Organigramm stellt die Aufbauorganisation grafisch dar.

Einfaches Beispiel:

Geschäftsführung
├── IT-Abteilung
│   ├── Netzwerkteam
│   └── Supportteam
├── Vertrieb
└── Buchhaltung

Wichtig:

Aus einem Organigramm erkennt man Zuständigkeiten, Abteilungen und Weisungsbeziehungen.


Einliniensystem

Beim Einliniensystem hat jeder Mitarbeiter genau einen direkten Vorgesetzten.

Geschäftsführung
└── IT-Leitung
    └── Teamleitung Support
        └── Mitarbeiter

Vorteile:

Nachteile:


Mehrliniensystem

Beim Mehrliniensystem kann ein Mitarbeiter Anweisungen von mehreren Vorgesetzten erhalten.

        IT-Leitung
           │
Mitarbeiter Support
           │
     Projektleitung

Vorteile:

Nachteile:


Stabliniensystem

Beim Stabliniensystem gibt es zusätzlich Stabsstellen. Diese beraten, haben aber normalerweise keine direkte Weisungsbefugnis.

                 Datenschutzbeauftragter
                         │
Geschäftsführung ────────┐
                         └── IT-Leitung
                             └── Supportteam

Beispiele für Stabsstellen:

Vorteile:

Nachteile:


Spartenorganisation

Bei der Spartenorganisation wird das Unternehmen nach Produkten, Kundengruppen oder Regionen gegliedert.

Beispiele:

Vorteile:

Nachteile:


Matrixorganisation

Bei der Matrixorganisation gibt es zwei gleichzeitige Gliederungsrichtungen, zum Beispiel Fachabteilung und Projekt.

                 Projekt A     Projekt B
Netzwerkteam        X             X
Serverteam          X             X
Supportteam         X             X

Ein Mitarbeiter kann fachlich einer Abteilung und gleichzeitig einem Projekt zugeordnet sein.

Vorteile:

Nachteile:


Arbeitsabläufe und Aufgabenteilung

Arbeitsabläufe beschreiben, wie Tätigkeiten nacheinander durchgeführt werden.

Beispiel IT-Support:

Ticket kommt rein
→ Fehler analysieren
→ Lösung durchführen
→ Testen
→ Kunde informieren
→ Ticket schließen

Aufgabenteilung bedeutet, dass Aufgaben auf Personen oder Abteilungen verteilt werden.

Vorteile der Aufgabenteilung:

Nachteile der Aufgabenteilung:


Typische Prüfungsfrage

Welche Organisationsform hat klare Weisungswege, aber oft lange Entscheidungswege?

Antwort anzeigen

Das Einliniensystem.


Merksatz

Seite 2.4 – Wirtschaftliche Verflechtungen: Konzern, Kartell und Fusion

Prüfungsziel

Du sollst wichtige Formen wirtschaftlicher Verflechtung unterscheiden können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was bedeutet wirtschaftliche Verflechtung?

Wirtschaftliche Verflechtung bedeutet, dass Unternehmen nicht völlig unabhängig voneinander handeln, sondern miteinander verbunden sind, zusammenarbeiten oder sich zusammenschließen.

Das kann Auswirkungen haben auf:


Konzern

Ein Konzern besteht aus mehreren rechtlich selbstständigen Unternehmen, die wirtschaftlich unter einer einheitlichen Leitung stehen.

Einfach gesagt:

Mehrere Unternehmen gehören zusammen, bleiben aber rechtlich eigene Unternehmen.

Beispiel:

Muttergesellschaft
├── Tochterunternehmen A
├── Tochterunternehmen B
└── Tochterunternehmen C

Merkmale eines Konzerns:

Beispiel aus der Praxis:

Ein großer IT-Konzern besitzt mehrere Tochterunternehmen für:

Diese Tochterunternehmen können eigene Namen und eigene Geschäftsbereiche haben, gehören aber wirtschaftlich zum selben Konzern.

Wichtig für die Prüfung:

Ein Konzern bedeutet nicht automatisch, dass alle Unternehmen zu einer einzigen Firma verschmelzen.

Beim Konzern bleiben die einzelnen Unternehmen meist rechtlich selbstständig, stehen aber unter gemeinsamer wirtschaftlicher Leitung.


Fusion

Eine Fusion ist der Zusammenschluss von zwei oder mehreren Unternehmen.

Einfach gesagt:

Aus mehreren Unternehmen wird ein größeres Unternehmen.

Beispiel:

Unternehmen A + Unternehmen B → Unternehmen AB

Mögliche Ziele einer Fusion:

Mögliche Vorteile einer Fusion:

Mögliche Nachteile einer Fusion:

Beispiel aus der IT:

Zwei IT-Dienstleister schließen sich zusammen, um gemeinsam größere Kunden betreuen zu können.

Nach der Fusion gibt es vielleicht nur noch eine gemeinsame Geschäftsführung, gemeinsame Standorte oder gemeinsame Abteilungen.


Kartell

Ein Kartell ist eine Absprache zwischen rechtlich selbstständigen Unternehmen, die den Wettbewerb einschränken kann.

Einfach gesagt:

Unternehmen sprechen sich ab, statt ehrlich miteinander zu konkurrieren.

Typische Kartellabsprachen:


Preisabsprache

Mehrere Unternehmen vereinbaren, ihre Produkte oder Dienstleistungen nicht unter einem bestimmten Preis anzubieten.

Beispiel:

Mehrere Anbieter für IT-Support sprechen ab, dass keiner unter 90 € pro Stunde anbietet.

Das schadet den Kunden, weil echter Preiswettbewerb verhindert wird.


Gebietsabsprache

Unternehmen teilen sich Märkte regional auf.

Beispiel:

Ein Anbieter betreut nur Norddeutschland, ein anderer nur Süddeutschland, und beide greifen sich gegenseitig keine Kunden ab.


Kundenaufteilung

Unternehmen sprechen ab, welcher Anbieter welche Kunden bekommt.

Beispiel:

IT-Dienstleister A bekommt Kunde X, IT-Dienstleister B bekommt Kunde Y.


Warum sind Kartelle problematisch?

Kartelle schränken den Wettbewerb ein.

Folgen können sein:

Wichtig für die Prüfung:

Wettbewerbsbeschränkende Kartelle sind in der Regel verboten.


Unterschied zwischen Konzern, Fusion und Kartell

Begriff Bedeutung Rechtliche Selbstständigkeit Prüfungskern
Konzern mehrere Unternehmen unter gemeinsamer Leitung bleibt meist erhalten gemeinsame wirtschaftliche Leitung
Fusion Unternehmen schließen sich zusammen kann verloren gehen aus mehreren wird ein größeres Unternehmen
Kartell Unternehmen treffen Wettbewerbsabsprachen bleibt erhalten Wettbewerb wird eingeschränkt

Typische Prüfungsfrage 1

Mehrere Unternehmen sprechen heimlich Preise ab. Wie nennt man das?

Antwort anzeigen

Das nennt man Kartell beziehungsweise Preisabsprache. Solche wettbewerbsbeschränkenden Absprachen sind in der Regel verboten.


Typische Prüfungsfrage 2

Was ist der Unterschied zwischen Konzern und Fusion?

Antwort anzeigen

Bei einem Konzern bleiben mehrere Unternehmen meist rechtlich selbstständig, stehen aber unter gemeinsamer wirtschaftlicher Leitung.

Bei einer Fusion schließen sich Unternehmen zusammen. Dabei kann aus mehreren Unternehmen ein neues oder größeres Unternehmen entstehen.


Typische Prüfungsfrage 3

Warum können Kartelle für Kunden nachteilig sein?

Antwort anzeigen

Kartelle können den Wettbewerb einschränken. Dadurch können Preise steigen, die Auswahl sinken und Innovationen verhindert werden.


Typische Prüfungsfrage 4

Ein großes Unternehmen besitzt mehrere Tochterunternehmen, die rechtlich selbstständig bleiben. Wie nennt man diese Unternehmensverbindung?

Antwort anzeigen

Das ist ein Konzern.


Merksatz

Seite 2.5 Ziele von Betrieben und Unternehmen

Prüfungsziel

Du sollst wichtige Ziele von Betrieben und Unternehmen kennen und die Begriffe Produktivität, Wirtschaftlichkeit, Rentabilität und Zielkonflikte unterscheiden können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Warum haben Unternehmen Ziele?

Unternehmen handeln nicht zufällig. Sie verfolgen bestimmte Ziele, damit sie planen, entscheiden und kontrollieren können.

Ziele helfen zum Beispiel bei diesen Fragen:


Typische Zielarten von Unternehmen

Zielart Bedeutung Beispiel
ökonomische Ziele wirtschaftlicher Erfolg Gewinn erhöhen, Kosten senken
ökologische Ziele Umwelt schützen Energie sparen, Recycling verbessern
soziale Ziele Menschen und Arbeitsbedingungen beachten gute Arbeitsbedingungen, Ausbildung, faire Bezahlung

Ökonomische Ziele

Ökonomische Ziele beziehen sich auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.

Beispiele:

Wichtig:

Ein Unternehmen muss wirtschaftlich arbeiten, damit es langfristig bestehen kann.


Ökologische Ziele

Ökologische Ziele beziehen sich auf Umwelt- und Ressourcenschutz.

Beispiele:

Beispiel aus der IT:

Ein Betrieb ersetzt alte Server durch energieeffizientere Systeme, um Stromkosten und Umweltbelastung zu senken.


Soziale Ziele

Soziale Ziele beziehen sich auf Mitarbeiter, Kunden und Gesellschaft.

Beispiele:


Produktivität

Produktivität beschreibt das Verhältnis von Ausbringungsmenge zu Einsatzmenge.

Formel:

Produktivität = Ausbringungsmenge / Einsatzmenge

Einfach gesagt:

Produktivität zeigt, wie viel Ergebnis mit einem bestimmten Einsatz erreicht wird.

Beispiel 1:

Ein Techniker richtet an einem Arbeitstag 8 Notebooks ein.

Am nächsten Tag richtet er durch bessere Vorbereitung 10 Notebooks ein.

Die Produktivität ist gestiegen, weil mit ähnlichem Arbeitseinsatz mehr Ergebnis erreicht wurde.

Beispiel 2:

Ein Supportteam bearbeitet in 5 Stunden 40 Tickets.

Produktivität = 40 Tickets / 5 Stunden = 8 Tickets pro Stunde


Wichtig bei Produktivität

Produktivität betrachtet vor allem Mengen.

Sie sagt noch nicht automatisch, ob etwas finanziell erfolgreich ist.

Ein Team kann sehr produktiv sein, aber trotzdem unwirtschaftlich arbeiten, wenn die Kosten zu hoch sind.


Wirtschaftlichkeit

Wirtschaftlichkeit beschreibt das Verhältnis von Ertrag zu Aufwand.

Formel:

Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand

Einfach gesagt:

Wirtschaftlichkeit zeigt, ob sich etwas finanziell lohnt.

Ergebnis Bedeutung
größer als 1 wirtschaftlich
genau 1 kostendeckend
kleiner als 1 unwirtschaftlich

Beispiel:

Ein IT-Auftrag bringt 5.000 € Ertrag.

Der Aufwand beträgt 4.000 €.

Wirtschaftlichkeit = 5.000 € / 4.000 € = 1,25

Der Auftrag ist wirtschaftlich, weil der Ertrag größer ist als der Aufwand.


Aufwand und Ertrag

Begriff Bedeutung Beispiel
Aufwand Werteverbrauch Personalkosten, Materialkosten, Stromkosten
Ertrag Wertezuwachs Umsatzerlöse, Verkaufserlöse, Dienstleistungserlöse

Beispiel aus der IT:

Ein Unternehmen bietet eine Servermigration an.

Aufwand:

Ertrag:


Rentabilität

Rentabilität beschreibt, wie stark sich eingesetztes Kapital verzinst.

Formel:

Rentabilität = Gewinn / eingesetztes Kapital × 100

Einfach gesagt:

Rentabilität zeigt, wie viel Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital entsteht.

Beispiel:

Ein Unternehmen investiert 100.000 € in neue Technik.

Dadurch entsteht ein zusätzlicher Gewinn von 10.000 €.

Rentabilität = 10.000 € / 100.000 € × 100 = 10 %

Die Rentabilität beträgt 10 %.


Wichtig bei Rentabilität

Rentabilität wird meistens in Prozent angegeben.

Sie eignet sich gut, um Investitionen oder Unternehmen miteinander zu vergleichen.

Beispiel:

Investition Gewinn eingesetztes Kapital Rentabilität
A 10.000 € 100.000 € 10 %
B 15.000 € 300.000 € 5 %

Investition B bringt zwar mehr Gewinn, aber Investition A ist rentabler.


Unterschied zwischen Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Rentabilität

Begriff Betrachtet Typische Frage Beispiel
Produktivität Mengenverhältnis Wie viel Ergebnis pro Einsatz? Tickets pro Stunde
Wirtschaftlichkeit Ertrag zu Aufwand Lohnt sich der Auftrag? Ertrag / Aufwand
Rentabilität Gewinn zu Kapital Wie gut verzinst sich Kapital? Gewinn / Kapital × 100

Zielkonflikte

Ein Zielkonflikt entsteht, wenn die Erreichung eines Ziels die Erreichung eines anderen Ziels erschwert.

Einfach gesagt:

Zwei Ziele passen nicht vollständig zusammen.


Typische Zielkonflikte im Betrieb

Ziel 1 Ziel 2 Warum Konflikt?
Kosten senken Qualität erhöhen bessere Qualität kostet oft mehr
schnell liefern sorgfältig testen gründliche Tests brauchen Zeit
Gewinn erhöhen Mitarbeiter entlasten mehr Personal kostet Geld
Energie sparen hohe Verfügbarkeit sichern redundante Systeme brauchen oft mehr Energie
günstige Hardware kaufen lange Nutzungsdauer erreichen sehr günstige Geräte können schneller ausfallen
Datenschutz erhöhen einfache Bedienung ermöglichen mehr Sicherheit kann Bedienung aufwendiger machen

Beispiel aus der IT

Ein Unternehmen möchte seine Server dauerhaft hochverfügbar betreiben.

Dafür werden redundante Systeme, USV-Anlagen und Backup-Lösungen eingesetzt.

Das verbessert die Verfügbarkeit, erhöht aber gleichzeitig:

Hier entsteht ein Zielkonflikt zwischen hoher Verfügbarkeit, Kosten und Energieverbrauch.


Wie geht man mit Zielkonflikten um?

Zielkonflikte kann man nicht immer vollständig vermeiden.

Man muss sie erkennen, bewerten und eine begründete Entscheidung treffen.

Mögliche Vorgehensweise:

  1. Ziele benennen
  2. Konflikt erkennen
  3. Alternativen vergleichen
  4. Vor- und Nachteile bewerten
  5. Entscheidung begründen
  6. Ergebnis kontrollieren

Typische Prüfungsfrage 1

Was bedeutet Produktivität?

Antwort anzeigen

Produktivität beschreibt das Verhältnis von Ausbringungsmenge zu Einsatzmenge. Sie zeigt, wie viel Ergebnis mit einem bestimmten Einsatz erreicht wird.


Typische Prüfungsfrage 2

Ein Supportteam bearbeitet 60 Tickets in 6 Stunden. Wie hoch ist die Produktivität?

Antwort anzeigen

Produktivität = 60 Tickets / 6 Stunden = 10 Tickets pro Stunde.


Typische Prüfungsfrage 3

Was bedeutet Wirtschaftlichkeit?

Antwort anzeigen

Wirtschaftlichkeit beschreibt das Verhältnis von Ertrag zu Aufwand. Ist der Wert größer als 1, arbeitet das Unternehmen wirtschaftlich.


Typische Prüfungsfrage 4

Ein Auftrag bringt 8.000 € Ertrag. Der Aufwand beträgt 10.000 €. Ist der Auftrag wirtschaftlich?

Antwort anzeigen

Wirtschaftlichkeit = 8.000 € / 10.000 € = 0,8.

Der Auftrag ist nicht wirtschaftlich, weil der Wert kleiner als 1 ist.


Typische Prüfungsfrage 5

Was bedeutet Rentabilität?

Antwort anzeigen

Rentabilität beschreibt das Verhältnis von Gewinn zum eingesetzten Kapital. Sie wird meistens in Prozent angegeben.


Typische Prüfungsfrage 6

Ein Unternehmen erzielt 20.000 € Gewinn bei 200.000 € eingesetztem Kapital. Wie hoch ist die Rentabilität?

Antwort anzeigen

Rentabilität = 20.000 € / 200.000 € × 100 = 10 %.


Typische Prüfungsfrage 7

Was ist ein Zielkonflikt?

Antwort anzeigen

Ein Zielkonflikt entsteht, wenn die Erreichung eines Ziels die Erreichung eines anderen Ziels erschwert.


Typische Prüfungsfrage 8

Nenne ein Beispiel für einen Zielkonflikt in der IT.

Antwort anzeigen

Ein Beispiel ist hohe Verfügbarkeit durch redundante Server. Das verbessert die Ausfallsicherheit, erhöht aber Kosten, Energieverbrauch und Wartungsaufwand.


Merksatz

Seite 2.6 Betriebliche und gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, was Arbeitsteilung bedeutet und welche Auswirkungen sie im Betrieb, in der Gesamtwirtschaft und durch Globalisierung hat.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was bedeutet Arbeitsteilung?

Arbeitsteilung bedeutet, dass eine große Aufgabe in mehrere Teilaufgaben zerlegt wird.

Diese Teilaufgaben werden dann von verschiedenen Personen, Abteilungen, Betrieben, Branchen oder Ländern erledigt.

Einfach gesagt:

Nicht jeder macht alles selbst.
Jeder übernimmt einen bestimmten Teil.


Warum gibt es Arbeitsteilung?

Arbeitsteilung soll Arbeit effizienter machen.

Mögliche Vorteile:

Mögliche Nachteile:


Betriebliche Arbeitsteilung

Betriebliche Arbeitsteilung findet innerhalb eines Unternehmens statt.

Ein Unternehmen verteilt Aufgaben auf verschiedene Personen, Teams oder Abteilungen.

Beispiel IT-Systemhaus:

Bereich Aufgabe
Geschäftsführung strategische Entscheidungen treffen
Vertrieb Kunden beraten und Angebote erstellen
Einkauf Hardware, Software und Dienstleistungen beschaffen
Technik Systeme installieren und konfigurieren
Support Störungen aufnehmen und lösen
Buchhaltung Rechnungen, Zahlungen und Kosten verwalten
Datenschutz / IT-Sicherheit Regeln, Schutzmaßnahmen und Kontrollen unterstützen

Beispiel: Arbeitsteilung bei einem Kundenauftrag

Kunde stellt Anfrage
→ Vertrieb klärt Bedarf
→ Technik prüft Machbarkeit
→ Einkauf beschafft Hardware
→ Technik installiert Systeme
→ Support übernimmt Betreuung
→ Buchhaltung stellt Rechnung

Wichtig für die Prüfung:

Betriebliche Arbeitsteilung bedeutet nicht nur, dass Menschen unterschiedliche Aufgaben haben.
Es bedeutet auch, dass Arbeitsabläufe koordiniert werden müssen.


Vorteile betrieblicher Arbeitsteilung


Nachteile betrieblicher Arbeitsteilung


Gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung

Gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung findet zwischen Unternehmen, Branchen, Regionen oder Ländern statt.

Beispiel:

Ein Notebook entsteht nicht komplett in einem einzigen Betrieb.

Beteiligter Aufgabe
Rohstofflieferant liefert Rohstoffe
Bauteilhersteller produziert Chips, Displays oder Akkus
Hersteller baut das Gerät zusammen
Logistikunternehmen transportiert die Geräte
Händler verkauft die Geräte
IT-Dienstleister richtet Geräte beim Kunden ein
Recyclingunternehmen entsorgt oder verwertet Altgeräte

Branchenteilung

Auch Branchen übernehmen unterschiedliche Aufgaben in der Wirtschaft.

Branche Aufgabe
Landwirtschaft Rohstoffe und Lebensmittel erzeugen
Industrie Güter herstellen
Handel Waren verteilen und verkaufen
IT-Dienstleistung digitale Systeme planen, betreuen und absichern
Banken Zahlungsverkehr und Finanzierung ermöglichen
Staat / Verwaltung Regeln setzen und öffentliche Aufgaben erfüllen

Internationale Arbeitsteilung

Internationale Arbeitsteilung bedeutet, dass verschiedene Länder unterschiedliche Aufgaben übernehmen.

Beispiele aus der IT:


Globalisierung

Globalisierung bedeutet, dass Märkte, Unternehmen, Lieferketten, Kommunikation und Arbeitsprozesse weltweit miteinander verbunden sind.

Einfach gesagt:

Wirtschaft findet nicht nur lokal statt, sondern weltweit.


Globalisierung in der IT

Gerade in der IT ist Globalisierung besonders sichtbar.

Beispiele:


Chancen der Globalisierung

Chance Erklärung
größere Absatzmärkte Unternehmen können weltweit Kunden erreichen
günstigere Beschaffung Produkte oder Bauteile können international eingekauft werden
mehr Auswahl Kunden haben Zugriff auf mehr Produkte und Dienstleistungen
internationale Zusammenarbeit Fachwissen aus verschiedenen Ländern kann genutzt werden
Spezialisierung Länder und Unternehmen können sich auf bestimmte Bereiche konzentrieren
Innovation weltweiter Austausch kann neue Lösungen fördern

Risiken der Globalisierung

Risiko Erklärung
Abhängigkeit von Lieferketten Ausfälle in einem Land können weltweit Probleme verursachen
Preisdruck Unternehmen stehen stärker im internationalen Wettbewerb
Arbeitsplatzverlagerung Tätigkeiten können in günstigere Länder verlagert werden
Datenschutzprobleme Daten können über Ländergrenzen hinweg verarbeitet werden
Sicherheitsrisiken Cyberangriffe und Schwachstellen wirken global
unterschiedliche Standards Arbeits-, Umwelt- und Datenschutzstandards unterscheiden sich
Transportbelastung weltweiter Warenverkehr belastet Umwelt und Ressourcen

Beispiel für ein Globalisierungsrisiko

Ein Unternehmen bestellt Netzwerkhardware aus dem Ausland.

Wenn dort Produktionsprobleme, politische Konflikte oder Lieferengpässe entstehen, kann sich das direkt auf den Kundenauftrag auswirken.

Folgen:


Soziale Marktwirtschaft

Die Soziale Marktwirtschaft ist die Wirtschaftsordnung in Deutschland.

Sie verbindet freien Wettbewerb mit sozialem Ausgleich.

Einfach gesagt:

Unternehmen dürfen wirtschaftlich handeln und miteinander konkurrieren.
Der Staat setzt aber Regeln und sorgt für soziale Absicherung.


Wichtige Merkmale der Sozialen Marktwirtschaft

Merkmal Bedeutung
Wettbewerb Unternehmen konkurrieren miteinander
Privateigentum Menschen und Unternehmen dürfen Eigentum besitzen
Vertragsfreiheit Verträge können grundsätzlich frei geschlossen werden
freie Berufswahl Menschen können ihren Beruf grundsätzlich frei wählen
Sozialstaat Absicherung bei Krankheit, Arbeitslosigkeit, Alter und Pflege
staatliche Ordnung Gesetze schützen Arbeitnehmer, Verbraucher und Wettbewerb
Mitbestimmung Arbeitnehmer können über Betriebsrat/JAV beteiligt werden

Möglichkeiten der Sozialen Marktwirtschaft

Die Soziale Marktwirtschaft kann Vorteile bieten:


Grenzen der Sozialen Marktwirtschaft

Die Soziale Marktwirtschaft löst nicht jedes Problem automatisch.

Mögliche Grenzen:


Bezug zur Arbeitsteilung

Arbeitsteilung, Globalisierung und Soziale Marktwirtschaft hängen zusammen.

Beispiel:

Ein IT-Unternehmen nutzt internationale Lieferketten, um günstige Hardware zu beschaffen.

Das kann wirtschaftlich sinnvoll sein.

Gleichzeitig muss das Unternehmen aber beachten:


Typische Prüfungsfrage 1

Was bedeutet betriebliche Arbeitsteilung?

Antwort anzeigen

Betriebliche Arbeitsteilung bedeutet, dass Aufgaben innerhalb eines Unternehmens auf verschiedene Personen, Teams oder Abteilungen verteilt werden.


Typische Prüfungsfrage 2

Nenne zwei Vorteile der Arbeitsteilung.

Antwort anzeigen

Zwei Vorteile sind Spezialisierung und höhere Produktivität. Außerdem können Qualität und Geschwindigkeit steigen.


Typische Prüfungsfrage 3

Nenne zwei Nachteile der Arbeitsteilung.

Antwort anzeigen

Zwei Nachteile sind Abhängigkeit von anderen und Schnittstellenprobleme. Außerdem können Kommunikationsprobleme oder monotone Arbeit entstehen.


Typische Prüfungsfrage 4

Was bedeutet Globalisierung?

Antwort anzeigen

Globalisierung bedeutet, dass Märkte, Unternehmen, Lieferketten, Kommunikation und Arbeitsprozesse weltweit miteinander verbunden sind.


Typische Prüfungsfrage 5

Nenne ein Risiko der Globalisierung für ein IT-Unternehmen.

Antwort anzeigen

Ein Risiko sind Abhängigkeiten von internationalen Lieferketten. Wenn Hardware nicht geliefert wird, können Projekte verzögert werden.


Typische Prüfungsfrage 6

Was ist der Grundgedanke der Sozialen Marktwirtschaft?

Antwort anzeigen

Die Soziale Marktwirtschaft verbindet freien Wettbewerb mit sozialem Ausgleich und staatlichen Regeln.


Typische Prüfungsfrage 7

Nenne zwei Merkmale der Sozialen Marktwirtschaft.

Antwort anzeigen

Zwei Merkmale sind Wettbewerb und Privateigentum. Weitere Merkmale sind Vertragsfreiheit, Sozialstaat, staatliche Ordnung und Mitbestimmung.


Typische Prüfungsfrage 8

Warum muss der Staat in einer Sozialen Marktwirtschaft manchmal eingreifen?

Antwort anzeigen

Der Staat greift ein, um Arbeitnehmer, Verbraucher, Umwelt und Wettbewerb zu schützen, zum Beispiel gegen Kartelle, Monopole oder schlechte Arbeitsbedingungen.


Merksatz

Seite 2.7 Arbeitgeberverbände, Arbeitnehmerverbände und Wirtschaftsorganisationen

Prüfungsziel

Du sollst Ziele und Aufgaben von Arbeitgeberverbänden, Arbeitnehmerverbänden, Gewerkschaften, Wirtschaftsorganisationen, berufsständischen Vertretungen und ehrenamtlicher Mitwirkung erklären können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Warum gibt es Verbände und Organisationen?

In der Wirtschaft haben verschiedene Gruppen unterschiedliche Interessen.

Arbeitgeber möchten zum Beispiel:

Arbeitnehmer möchten zum Beispiel:

Verbände bündeln diese Interessen und vertreten sie gegenüber anderen Gruppen, Politik und Öffentlichkeit.


Arbeitgeberverbände

Arbeitgeberverbände vertreten die Interessen von Arbeitgebern und Unternehmen.

Aufgaben von Arbeitgeberverbänden:

Beispiel:

Ein Arbeitgeberverband verhandelt mit einer Gewerkschaft über Gehälter, Arbeitszeiten oder Ausbildungsvergütungen in einer Branche.


Branchenspezifische Arbeitgeberverbände

Branchenspezifisch bedeutet, dass der Verband für eine bestimmte Branche zuständig ist.

Beispiele:

Warum ist das sinnvoll?

Jede Branche hat eigene Bedingungen.

In der IT sind zum Beispiel wichtig:


Arbeitnehmerverbände

Arbeitnehmerverbände vertreten die Interessen der Arbeitnehmer.

Der wichtigste Typ von Arbeitnehmerverband ist die Gewerkschaft.

Aufgaben von Arbeitnehmerverbänden:


Gewerkschaften

Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer gegenüber Arbeitgebern und Arbeitgeberverbänden.

Typische Ziele von Gewerkschaften:


Branchenspezifische Gewerkschaften

Auch Gewerkschaften können für bestimmte Branchen zuständig sein.

Beispiele:

Wichtig für die Prüfung:

Gewerkschaften vertreten die Arbeitnehmerseite.
Arbeitgeberverbände vertreten die Arbeitgeberseite.


Tarifverhandlungen

Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften können Tarifverträge abschließen.

Tarifvertragsparteien:

Seite Organisation
Arbeitnehmerseite Gewerkschaft
Arbeitgeberseite Arbeitgeberverband oder einzelner Arbeitgeber

Typische Inhalte von Tarifverträgen:


Wirtschaftsorganisationen

Wirtschaftsorganisationen vertreten wirtschaftliche Interessen oder übernehmen Aufgaben der wirtschaftlichen Selbstverwaltung.

Beispiele für Wirtschaftsorganisationen:


Industrie- und Handelskammer

Die IHK ist für viele Ausbildungsberufe die zuständige Stelle, auch für Fachinformatiker.

Aufgaben der IHK im Ausbildungsbereich:

Wichtig:

Die IHK ist keine Gewerkschaft und kein Arbeitgeberverband.
Sie nimmt öffentlich-rechtliche Aufgaben wahr und ist eine Organisation der wirtschaftlichen Selbstverwaltung.


Berufsständische Vertretungen und Organisationen

Berufsständische Organisationen vertreten bestimmte Berufsgruppen oder Berufszweige.

Beispiele:

Aufgaben können sein:


Ehrenamtliche Mitwirkung

Ehrenamtliche Mitwirkung bedeutet, dass Personen Aufgaben übernehmen, ohne dass dies ihre normale Hauptbeschäftigung ist.

Im Prüfungskatalog wird als Beispiel der Prüfungsausschuss genannt.


Prüfungsausschuss

Ein Prüfungsausschuss wirkt an der Durchführung und Bewertung von Prüfungen mit.

Typische Zusammensetzung:

Aufgaben des Prüfungsausschusses:

Warum ist ehrenamtliche Mitwirkung wichtig?

Dadurch fließen verschiedene Perspektiven in Prüfungen ein:


Vergleich der Organisationen

Organisation Vertritt hauptsächlich Typische Aufgabe
Arbeitgeberverband Arbeitgeber Tarifverhandlungen, Beratung von Unternehmen
Gewerkschaft Arbeitnehmer Tarifverhandlungen, Arbeitsbedingungen verbessern
IHK Wirtschaft / Ausbildungssystem Prüfungen organisieren, Ausbildungsverträge eintragen
Berufsverband Berufsgruppe Interessenvertretung und Fortbildung
Prüfungsausschuss Prüfungssystem Prüfungsleistungen bewerten

Typische Prüfungsfrage 1

Wer vertritt Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen?

Antwort anzeigen

Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen.


Typische Prüfungsfrage 2

Wer vertritt Arbeitgeber in Tarifverhandlungen?

Antwort anzeigen

Arbeitgeberverbände oder einzelne Arbeitgeber vertreten die Arbeitgeberseite in Tarifverhandlungen.


Typische Prüfungsfrage 3

Welche Aufgabe hat die IHK in der Berufsausbildung?

Antwort anzeigen

Die IHK trägt Ausbildungsverträge ein, überwacht die Ausbildung, berät Betriebe und Auszubildende und organisiert Prüfungen.


Typische Prüfungsfrage 4

Ist die IHK eine Gewerkschaft?

Antwort anzeigen

Nein. Die IHK ist keine Gewerkschaft. Sie ist eine Organisation der wirtschaftlichen Selbstverwaltung und übernimmt öffentlich-rechtliche Aufgaben, zum Beispiel im Bereich Ausbildung und Prüfung.


Typische Prüfungsfrage 5

Was ist ein Prüfungsausschuss?

Antwort anzeigen

Ein Prüfungsausschuss wirkt an der Durchführung und Bewertung von Prüfungen mit. Er besteht typischerweise aus Vertretern der Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Lehrkräften berufsbildender Schulen.


Typische Prüfungsfrage 6

Was ist der Unterschied zwischen Arbeitgeberverband und Gewerkschaft?

Antwort anzeigen

Ein Arbeitgeberverband vertritt die Interessen der Arbeitgeber. Eine Gewerkschaft vertritt die Interessen der Arbeitnehmer.


Typische Prüfungsfrage 7

Warum gibt es branchenspezifische Verbände?

Antwort anzeigen

Weil jede Branche eigene Bedingungen und Interessen hat. Branchenspezifische Verbände können diese Interessen gezielter vertreten.


Merksatz

Seite 2.8 Behörden und Verwaltungen

Prüfungsziel

Du sollst Ziele und Aufgaben von Behörden und Verwaltungen im Zusammenhang mit Betrieb, Ausbildung, Arbeit und Wirtschaft nennen und unterscheiden können.

Für die Prüfung ist hier vor allem wichtig:


Was ist eine Behörde?

Eine Behörde ist eine staatliche Stelle, die öffentliche Aufgaben erfüllt.

Behörden handeln auf Grundlage von Gesetzen und Vorschriften.

Einfach gesagt:

Eine Behörde setzt staatliche Regeln um.

Beispiele:


Was ist Verwaltung?

Verwaltung bedeutet, dass öffentliche Aufgaben organisiert, geprüft, dokumentiert, genehmigt oder überwacht werden.

Typische Verwaltungsaufgaben:


Unterschied zwischen Behörde und Verwaltung

Begriff Bedeutung
Behörde konkrete staatliche Stelle, zum Beispiel Finanzamt oder Agentur für Arbeit
Verwaltung Tätigkeit oder System zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben

Einfach gesagt:

Die Behörde ist die Stelle.
Verwaltung ist das, was diese Stelle macht.


Warum sind Behörden und Verwaltungen für Betriebe wichtig?

Betriebe haben regelmäßig Kontakt zu Behörden und Verwaltungen.

Beispiele:


Wichtige Behörden und Stellen im Berufsleben

Behörde / Stelle Wichtige Aufgaben
Agentur für Arbeit Berufsberatung, Arbeitsvermittlung, Arbeitslosengeld, Weiterbildung
Finanzamt Steuern, Lohnsteuer, Einkommensteuer, Umsatzsteuer
Gewerbeamt Gewerbeanmeldung und Gewerbeabmeldung
Arbeitsschutzbehörde / Gewerbeaufsicht Überwachung von Arbeitsschutzvorschriften
Berufsgenossenschaft gesetzliche Unfallversicherung, Prävention, Arbeitsunfälle
Krankenkasse Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Sozialversicherungsmeldungen
Rentenversicherung Rente, Rehabilitation, Sozialversicherungsdaten
Datenschutzaufsichtsbehörde Kontrolle der Einhaltung von Datenschutzregeln
IHK Ausbildung, Prüfungen, Beratung, Eintragung von Ausbildungsverträgen
Integrationsamt Unterstützung bei schwerbehinderten Menschen im Arbeitsleben

Agentur für Arbeit

Die Agentur für Arbeit unterstützt Menschen und Betriebe im Bereich Arbeit, Beruf und Beschäftigung.

Aufgaben:

Beispiel:

Ein Auszubildender sucht nach der Ausbildung eine Arbeitsstelle.
Die Agentur für Arbeit kann bei der Vermittlung unterstützen.


Finanzamt

Das Finanzamt ist für Steuern zuständig.

Aufgaben:

Beispiel:

Der Arbeitgeber führt Lohnsteuer für seine Arbeitnehmer an das Finanzamt ab.


Gewerbeamt

Das Gewerbeamt ist für Gewerbeanmeldungen und Gewerbeabmeldungen zuständig.

Aufgaben:

Beispiel:

Wer ein eigenes IT-Dienstleistungsunternehmen gründet, muss in der Regel ein Gewerbe anmelden.


Arbeitsschutzbehörde / Gewerbeaufsicht

Die Arbeitsschutzbehörde überwacht die Einhaltung von Arbeitsschutzvorschriften.

Aufgaben:

Beispiel:

Wenn ein Betrieb dauerhaft gegen Arbeitszeitregeln oder Sicherheitsvorschriften verstößt, kann die Arbeitsschutzbehörde tätig werden.


Berufsgenossenschaft

Die Berufsgenossenschaft ist Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.

Aufgaben:

Beispiel:

Ein Mitarbeiter verletzt sich bei der Arbeit.
Die Berufsgenossenschaft kann für Behandlung, Rehabilitation und Entschädigung zuständig sein.


Krankenkasse

Die Krankenkasse ist Träger der gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung.

Aufgaben:

Beispiel:

Wenn ein Arbeitnehmer krank ist, übernimmt die Krankenkasse bestimmte Leistungen im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung.


Rentenversicherung

Die Rentenversicherung ist für Rentenansprüche und bestimmte Rehabilitationsleistungen zuständig.

Aufgaben:

Beispiel:

Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.


Datenschutzaufsichtsbehörde

Die Datenschutzaufsichtsbehörde kontrolliert die Einhaltung von Datenschutzvorschriften.

Aufgaben:

Beispiel:

Ein Unternehmen verarbeitet personenbezogene Daten ohne rechtliche Grundlage.
Dann kann die Datenschutzaufsichtsbehörde tätig werden.


IHK

Die Industrie- und Handelskammer ist für viele Ausbildungsberufe die zuständige Stelle, auch für Fachinformatiker.

Aufgaben im Ausbildungsbereich:

Wichtig:

Die IHK ist keine Gewerkschaft und kein Arbeitgeberverband.
Sie übernimmt öffentlich-rechtliche Aufgaben der wirtschaftlichen Selbstverwaltung.


Integrationsamt

Das Integrationsamt unterstützt schwerbehinderte Menschen im Arbeitsleben.

Aufgaben:

Beispiel:

Ein Arbeitsplatz wird technisch angepasst, damit ein schwerbehinderter Mitarbeiter dort arbeiten kann.


Behörden im Zusammenhang mit Ausbildung

Stelle Bedeutung für Ausbildung
IHK zuständige Stelle für Ausbildungsvertrag und Prüfung
Berufsschule / Schulverwaltung schulischer Teil der Ausbildung
Agentur für Arbeit Berufsberatung und Vermittlung
Arbeitsschutzbehörde Überwachung von Schutzvorschriften
Berufsgenossenschaft Unfallversicherung und Prävention

Behörden im Zusammenhang mit Arbeit

Stelle Bedeutung für Arbeitnehmer
Finanzamt Lohnsteuer und Steuererklärung
Krankenkasse Kranken- und Pflegeversicherung
Rentenversicherung Rentenansprüche
Agentur für Arbeit Arbeitslosengeld und Vermittlung
Berufsgenossenschaft Arbeitsunfall und Berufskrankheit
Arbeitsschutzbehörde Schutz am Arbeitsplatz

Typische Prüfungsfrage 1

Was ist eine Behörde?

Antwort anzeigen

Eine Behörde ist eine staatliche Stelle, die öffentliche Aufgaben erfüllt und gesetzliche Vorschriften umsetzt.


Typische Prüfungsfrage 2

Was ist der Unterschied zwischen Behörde und Verwaltung?

Antwort anzeigen

Die Behörde ist die konkrete staatliche Stelle. Verwaltung beschreibt die Tätigkeit oder das System zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben.


Typische Prüfungsfrage 3

Welche Stelle ist für die gesetzliche Unfallversicherung zuständig?

Antwort anzeigen

Die Berufsgenossenschaft ist Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.


Typische Prüfungsfrage 4

Welche Behörde ist für Steuern zuständig?

Antwort anzeigen

Das Finanzamt ist für Steuern zuständig.


Typische Prüfungsfrage 5

Welche Stelle organisiert die Abschlussprüfung für Fachinformatiker?

Antwort anzeigen

Die IHK organisiert die Abschlussprüfung beziehungsweise ist die zuständige Stelle für die Prüfung.


Typische Prüfungsfrage 6

Welche Stelle hilft bei Arbeitsvermittlung und Arbeitslosengeld?

Antwort anzeigen

Die Agentur für Arbeit.


Typische Prüfungsfrage 7

Welche Stelle überwacht Arbeitsschutzvorschriften?

Antwort anzeigen

Die Arbeitsschutzbehörde beziehungsweise Gewerbeaufsicht überwacht Arbeitsschutzvorschriften.


Typische Prüfungsfrage 8

Welche Stelle kontrolliert die Einhaltung von Datenschutzvorschriften?

Antwort anzeigen

Die Datenschutzaufsichtsbehörde.


Merksatz

Seite 2.9 Betriebsrat, JAV, Personalvertretung und Betriebsvereinbarungen

Prüfungsziel

Du sollst Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungsrechtlichen oder personalvertretungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Grundsatz der vertrauensvollen Zusammenarbeit

Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretung sollen zum Wohl der Arbeitnehmer und des Betriebs zusammenarbeiten.

Einfach gesagt:

Arbeitgeber und Betriebsrat sollen nicht gegeneinander arbeiten, sondern sachlich zusammen Lösungen finden.

Ziele der vertrauensvollen Zusammenarbeit:

Beispiel:

Der Arbeitgeber möchte ein neues Zeiterfassungssystem einführen.

Der Betriebsrat achtet darauf, dass dabei Arbeitnehmerrechte, Datenschutz und Mitbestimmungsrechte eingehalten werden.


Betriebsverfassungsgesetz

Das Betriebsverfassungsgesetz regelt die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat in privaten Betrieben.

Es enthält wichtige Regeln zu:

Wichtig für die Prüfung:

Das Betriebsverfassungsgesetz gilt im Bereich privater Betriebe.

Für den öffentlichen Dienst gibt es dagegen Personalvertretungen auf Grundlage der Personalvertretungsgesetze.


Betriebsrat

Der Betriebsrat ist die gewählte Interessenvertretung der Arbeitnehmer in einem Betrieb.

Aufgaben des Betriebsrats:


Wann kann ein Betriebsrat gewählt werden?

Ein Betriebsrat kann in Betrieben mit mindestens fünf wahlberechtigten Arbeitnehmern gewählt werden, von denen mindestens drei wählbar sind.

Wichtig:

Ein Betriebsrat muss nicht automatisch bestehen.
Er wird von den Arbeitnehmern gewählt.


Wahlberechtigte Arbeitnehmer

Wahlberechtigt sind grundsätzlich Arbeitnehmer des Betriebs, die das notwendige Mindestalter erreicht haben.

Einfach gesagt:

Wahlberechtigt bedeutet: Man darf den Betriebsrat wählen.


Wählbare Arbeitnehmer

Wählbar bedeutet: Man darf selbst in den Betriebsrat gewählt werden.

Dafür müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, zum Beispiel eine bestimmte Betriebszugehörigkeit.


Betriebsversammlung

Die Betriebsversammlung ist eine Versammlung der Arbeitnehmer eines Betriebs.

Dort informiert der Betriebsrat die Belegschaft und nimmt Anliegen der Beschäftigten auf.

Typische Inhalte:


Informationsrechte

Informationsrechte bedeuten, dass der Arbeitgeber den Betriebsrat über bestimmte Themen informieren muss.

Beispiele:

Einfach gesagt:

Der Betriebsrat muss bestimmte Informationen erhalten, damit er seine Aufgaben erfüllen kann.


Beratungsrechte

Beratungsrechte bedeuten, dass der Arbeitgeber bestimmte Themen mit dem Betriebsrat besprechen muss.

Der Betriebsrat kann Vorschläge machen und Bedenken äußern.

Beispiele:

Wichtig:

Beratung bedeutet nicht immer, dass der Betriebsrat die Entscheidung verhindern kann.
Er muss aber beteiligt werden.


Mitbestimmungsrechte

Mitbestimmungsrechte bedeuten, dass der Arbeitgeber bestimmte Entscheidungen nicht allein treffen darf.

Der Betriebsrat muss zustimmen oder es muss eine Einigung gefunden werden.

Typische Bereiche der Mitbestimmung:

Beispiel aus der IT:

Ein Unternehmen möchte eine Software einführen, die Arbeitszeiten, Login-Zeiten oder Arbeitsleistung überwachen kann.

Das kann mitbestimmungspflichtig sein, weil Verhalten oder Leistung von Arbeitnehmern überwacht werden könnten.


Unterschied zwischen Informations-, Beratungs- und Mitbestimmungsrechten

Recht Bedeutung Stärke der Beteiligung
Informationsrecht Betriebsrat muss informiert werden gering
Beratungsrecht Thema muss mit Betriebsrat besprochen werden mittel
Mitbestimmungsrecht Betriebsrat muss zustimmen oder mitentscheiden stark

Jugend- und Auszubildendenvertretung

JAV bedeutet Jugend- und Auszubildendenvertretung.

Sie vertritt die Interessen von:

Wichtig:

Eine JAV gibt es nur, wenn ein Betriebsrat besteht und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.


Aufgaben der JAV

Die JAV arbeitet eng mit dem Betriebsrat zusammen.

Typische Aufgaben:


Beispiel für JAV-Arbeit

Mehrere Auszubildende beschweren sich, dass sie dauerhaft ausbildungsfremde Aufgaben machen müssen.

Die JAV kann das Thema aufnehmen und zusammen mit dem Betriebsrat gegenüber dem Arbeitgeber ansprechen.


Betriebsvereinbarung

Eine Betriebsvereinbarung ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat.

Sie regelt betriebliche Themen verbindlich.

Beispiele für Betriebsvereinbarungen:


Wichtig zur Betriebsvereinbarung

Eine Betriebsvereinbarung gilt grundsätzlich für die Arbeitnehmer des Betriebs.

Sie darf gesetzlichen Regelungen und Tarifverträgen nicht widersprechen.

Einfach gesagt:

Gesetz und Tarifvertrag stehen über der Betriebsvereinbarung.


Rangfolge von Regelungen

Gesetz
→ Tarifvertrag
→ Betriebsvereinbarung
→ Arbeitsvertrag
→ Weisung des Arbeitgebers

Wichtig:

Die Rangfolge kann im Detail kompliziert sein. Für WISO reicht meistens: Eine Betriebsvereinbarung darf nicht gegen höherrangiges Recht verstoßen.


Personalvertretung

Im öffentlichen Dienst gibt es statt eines Betriebsrats häufig einen Personalrat.

Der Personalrat ist die Interessenvertretung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

Grundlage:


Unterschied Betriebsrat und Personalrat

Bereich Interessenvertretung Gesetzliche Grundlage
private Betriebe Betriebsrat Betriebsverfassungsgesetz
öffentlicher Dienst Personalrat Personalvertretungsgesetze
Jugendliche und Auszubildende JAV Betriebsverfassungsgesetz bzw. entsprechende Personalvertretungsregelungen

Typische Prüfungsfrage 1

Was ist der Betriebsrat?

Antwort anzeigen

Der Betriebsrat ist die gewählte Interessenvertretung der Arbeitnehmer in einem Betrieb.


Typische Prüfungsfrage 2

Was bedeutet vertrauensvolle Zusammenarbeit?

Antwort anzeigen

Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretung sollen sachlich und zum Wohl der Arbeitnehmer und des Betriebs zusammenarbeiten.


Typische Prüfungsfrage 3

Was ist eine Betriebsvereinbarung?

Antwort anzeigen

Eine Betriebsvereinbarung ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat, die betriebliche Regelungen verbindlich festlegt.


Typische Prüfungsfrage 4

Was ist der Unterschied zwischen Informationsrecht und Mitbestimmungsrecht?

Antwort anzeigen

Beim Informationsrecht muss der Betriebsrat informiert werden. Beim Mitbestimmungsrecht darf der Arbeitgeber bestimmte Entscheidungen nicht allein treffen, sondern der Betriebsrat muss mitentscheiden oder zustimmen.


Typische Prüfungsfrage 5

Wen vertritt die JAV?

Antwort anzeigen

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung vertritt insbesondere Auszubildende und jugendliche Arbeitnehmer im Betrieb.


Typische Prüfungsfrage 6

Kann es eine JAV ohne Betriebsrat geben?

Antwort anzeigen

Nein, eine JAV setzt grundsätzlich voraus, dass es einen Betriebsrat gibt.


Typische Prüfungsfrage 7

Was ist der Personalrat?

Antwort anzeigen

Der Personalrat ist die Interessenvertretung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst.


Typische Prüfungsfrage 8

Welche gesetzliche Grundlage hat der Betriebsrat?

Antwort anzeigen

Die gesetzliche Grundlage ist das Betriebsverfassungsgesetz.


Typische Prüfungsfrage 9

Nenne ein Beispiel für ein Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats.

Antwort anzeigen

Ein Beispiel ist die Mitbestimmung bei Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit, bei Pausenregelungen oder bei technischen Einrichtungen, die Verhalten oder Leistung von Arbeitnehmern überwachen können.


Merksatz

Kompakte Wiederholung und Prüfungsfragen zu Kapitel 2

Hinweis

Diese Seite ist kein eigener Fragenkomplex im IHK-Prüfungskatalog.

Sie dient nur zum Wiederholen, Üben und Festigen der Inhalte aus Kapitel 2.

Kapitel 2 behandelt den Bereich:

Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes


Kompakte Wiederholung


1. Der Betrieb

Ein Betrieb ist eine organisatorische Einheit, in der Güter hergestellt oder Dienstleistungen erbracht werden.

Ein Unternehmen kann aus einem oder mehreren Betrieben bestehen.

Wichtig:

Wirtschaftssektoren

Sektor Bedeutung Beispiel
Primärer Sektor Rohstoffgewinnung Landwirtschaft, Fischerei, Bergbau
Sekundärer Sektor Verarbeitung und Produktion Industrie, Handwerk, Bau
Tertiärer Sektor Dienstleistungen IT-Service, Handel, Banken, Verwaltung

Merksatz

IT-Dienstleister gehören meistens zum tertiären Sektor, weil sie Dienstleistungen anbieten.


2. Rechtsformen

Die Rechtsform legt fest, wie ein Unternehmen rechtlich organisiert ist.

Sie beeinflusst zum Beispiel:

Wichtige Rechtsformen

Rechtsform Art Wichtiger Prüfungspunkt
Einzelunternehmen Einzelbetrieb Inhaber haftet persönlich
GbR Personengesellschaft mindestens zwei Personen, gemeinsamer Zweck
OHG Personengesellschaft Gesellschafter haften persönlich und unbeschränkt
KG Personengesellschaft Komplementär haftet voll, Kommanditist beschränkt
GmbH & Co. KG Mischform KG mit GmbH als haftendem Komplementär
GmbH Kapitalgesellschaft Haftung grundsätzlich mit Gesellschaftsvermögen
AG Kapitalgesellschaft Kapital in Aktien zerlegt
gemeinnützige Organisation nicht primär gewinnorientiert gemeinnütziger Zweck

Merksatz

Personengesellschaften sind stärker mit den Personen verbunden.
Kapitalgesellschaften haften grundsätzlich mit dem Gesellschaftsvermögen.


3. Unternehmensstruktur und Organisationsformen

Die Unternehmensstruktur beschreibt, wie Aufgaben, Abteilungen, Zuständigkeiten und Weisungswege aufgebaut sind.

Aufbauorganisation und Ablauforganisation

Begriff Bedeutung
Aufbauorganisation Wer ist wofür zuständig?
Ablauforganisation In welcher Reihenfolge laufen Aufgaben ab?

Organisationsformen

Organisationsform Kerngedanke
Einliniensystem jeder Mitarbeiter hat einen direkten Vorgesetzten
Mehrliniensystem Mitarbeiter können mehrere Vorgesetzte haben
Stabliniensystem Linie plus beratende Expertenstellen
Spartenorganisation Gliederung nach Produkten, Kunden oder Regionen
Matrixorganisation Kombination aus Fachabteilung und Projektstruktur

Merksatz

Einliniensystem = klare Linie.
Mehrliniensystem = mehrere Vorgesetzte.
Stabliniensystem = Linie plus Beratung.
Matrixorganisation = Fachabteilung plus Projekt.


4. Wirtschaftliche Verflechtungen

Wirtschaftliche Verflechtungen entstehen, wenn Unternehmen miteinander verbunden sind, zusammenarbeiten oder sich zusammenschließen.

Wichtige Begriffe

Begriff Bedeutung
Konzern mehrere rechtlich selbstständige Unternehmen unter gemeinsamer Leitung
Fusion Unternehmen schließen sich zusammen
Kartell Unternehmen treffen Wettbewerbsabsprachen

Merksatz

Konzern = gemeinsame Leitung.
Fusion = Zusammenschluss.
Kartell = Wettbewerbsabsprache.


5. Ziele von Betrieben und Unternehmen

Unternehmen verfolgen verschiedene Ziele.

Zielarten

Zielart Beispiel
ökonomische Ziele Gewinn erhöhen, Kosten senken
ökologische Ziele Energie sparen, Ressourcen schonen
soziale Ziele gute Arbeitsbedingungen, Ausbildung fördern

Wichtige Kennzahlen

Begriff Formel Bedeutung
Produktivität Ausbringungsmenge / Einsatzmenge Mengenverhältnis
Wirtschaftlichkeit Ertrag / Aufwand finanzielles Verhältnis
Rentabilität Gewinn / eingesetztes Kapital × 100 Kapitalverzinsung in Prozent

Zielkonflikt

Ein Zielkonflikt entsteht, wenn die Erreichung eines Ziels die Erreichung eines anderen Ziels erschwert.

Beispiel:

Ein Unternehmen möchte Kosten senken und gleichzeitig die Servicequalität erhöhen.
Das kann ein Zielkonflikt sein, weil bessere Qualität oft mehr Zeit, Personal oder Technik benötigt.

Merksatz

Produktivität = Menge.
Wirtschaftlichkeit = Ertrag zu Aufwand.
Rentabilität = Gewinn zu Kapital.


6. Betriebliche und gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung

Arbeitsteilung bedeutet, dass eine Gesamtaufgabe in Teilaufgaben zerlegt wird.

Arten der Arbeitsteilung

Art Bedeutung
betriebliche Arbeitsteilung Aufgaben werden innerhalb eines Betriebs verteilt
gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung Aufgaben werden zwischen Unternehmen, Branchen oder Ländern verteilt
internationale Arbeitsteilung Länder übernehmen unterschiedliche wirtschaftliche Aufgaben

Vorteile der Arbeitsteilung

Nachteile der Arbeitsteilung

Globalisierung

Globalisierung bedeutet, dass Märkte, Unternehmen, Lieferketten, Kommunikation und Arbeitsprozesse weltweit miteinander verbunden sind.

Soziale Marktwirtschaft

Die Soziale Marktwirtschaft verbindet freien Wettbewerb mit sozialem Ausgleich und staatlichen Regeln.

Merksatz

Arbeitsteilung teilt Aufgaben.
Globalisierung verbindet Märkte weltweit.
Soziale Marktwirtschaft verbindet Wettbewerb mit sozialer Absicherung.


7. Arbeitgeberverbände, Arbeitnehmerverbände und Wirtschaftsorganisationen

Verbände und Organisationen vertreten Interessen.

Organisation Vertritt hauptsächlich Typische Aufgabe
Arbeitgeberverband Arbeitgeber Tarifverhandlungen, Beratung von Unternehmen
Gewerkschaft Arbeitnehmer Tarifverhandlungen, Arbeitsbedingungen verbessern
IHK Wirtschaft / Ausbildungssystem Prüfungen organisieren, Ausbildungsverträge eintragen
Berufsverband Berufsgruppe Interessenvertretung und Fortbildung
Prüfungsausschuss Prüfungssystem Prüfungsleistungen bewerten

Merksatz

Arbeitgeberverbände vertreten Arbeitgeber.
Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer.
Die IHK ist wichtig für Ausbildung und Prüfung.


8. Behörden und Verwaltungen

Behörden sind staatliche Stellen, die öffentliche Aufgaben erfüllen.

Verwaltung beschreibt die Tätigkeit zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben.

Wichtige Stellen

Stelle Aufgabe
Finanzamt Steuern
Agentur für Arbeit Arbeitsvermittlung, Arbeitslosengeld, Berufsberatung
Berufsgenossenschaft gesetzliche Unfallversicherung
Arbeitsschutzbehörde / Gewerbeaufsicht Arbeitsschutz überwachen
Krankenkasse Kranken- und Pflegeversicherung
Rentenversicherung Rentenansprüche und Rehabilitation
Datenschutzaufsichtsbehörde Datenschutz überwachen
IHK Ausbildung und Prüfung
Gewerbeamt Gewerbeanmeldung

Merksatz

Behörde = staatliche Stelle.
Verwaltung = öffentliche Aufgaben erledigen.


9. Betriebsrat, JAV, Personalvertretung und Betriebsvereinbarungen

Betriebsrat

Der Betriebsrat ist die Interessenvertretung der Arbeitnehmer in privaten Betrieben.

JAV

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung vertritt Jugendliche und Auszubildende.

Personalrat

Der Personalrat ist die Interessenvertretung im öffentlichen Dienst.

Betriebsvereinbarung

Eine Betriebsvereinbarung ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat.

Beteiligungsrechte

Recht Bedeutung
Informationsrecht Betriebsrat muss informiert werden
Beratungsrecht Betriebsrat muss einbezogen und angehört werden
Mitbestimmungsrecht Betriebsrat entscheidet mit

Merksatz

Betriebsrat = Arbeitnehmervertretung im privaten Betrieb.
JAV = Interessenvertretung der Jugendlichen und Auszubildenden.
Personalrat = Interessenvertretung im öffentlichen Dienst.


Prüfungsfragen zu Kapitel 2

Prüfungsfragen zu Kapitel 2


1. Was ist der Unterschied zwischen Betrieb und Unternehmen?

Antwort anzeigen

Das Unternehmen ist die rechtliche und wirtschaftliche Einheit. Der Betrieb ist die organisatorische Einheit oder der Ort, an dem Güter hergestellt oder Dienstleistungen erbracht werden.


2. Zu welchem Wirtschaftssektor gehören IT-Dienstleister meistens?

Antwort anzeigen

Meistens zum tertiären Sektor, weil sie Dienstleistungen anbieten.


3. Was ist eine Rechtsform?

Antwort anzeigen

Die Rechtsform legt fest, wie ein Unternehmen rechtlich organisiert ist. Sie beeinflusst zum Beispiel Haftung, Geschäftsführung, Kapitalbedarf und Gründung.


4. Welche Rechtsform haftet grundsätzlich mit dem Gesellschaftsvermögen?

Antwort anzeigen

Zum Beispiel die GmbH oder die AG.


5. Was ist der Unterschied zwischen OHG und KG?

Antwort anzeigen

Bei der OHG haften die Gesellschafter grundsätzlich persönlich und unbeschränkt.

Bei der KG gibt es Komplementäre und Kommanditisten. Komplementäre haften persönlich und unbeschränkt. Kommanditisten haften beschränkt auf ihre Einlage.


6. Was ist eine GmbH & Co. KG?

Antwort anzeigen

Eine GmbH & Co. KG ist eine KG, bei der eine GmbH die Rolle des persönlich haftenden Komplementärs übernimmt.


7. Was beschreibt die Aufbauorganisation?

Antwort anzeigen

Die Aufbauorganisation beschreibt die Struktur eines Unternehmens, also Zuständigkeiten, Abteilungen und Weisungswege.


8. Was beschreibt die Ablauforganisation?

Antwort anzeigen

Die Ablauforganisation beschreibt die Reihenfolge und den Ablauf von Arbeitsprozessen.


9. Welche Organisationsform hat klare Weisungswege, aber oft lange Entscheidungswege?

Antwort anzeigen

Das Einliniensystem.


10. Was ist ein Mehrliniensystem?

Antwort anzeigen

Beim Mehrliniensystem kann ein Mitarbeiter Anweisungen von mehreren Vorgesetzten erhalten.


11. Was ist ein Stabliniensystem?

Antwort anzeigen

Ein Stabliniensystem ist ein Liniensystem mit zusätzlichen beratenden Stabsstellen, zum Beispiel Datenschutzbeauftragter oder Qualitätsmanagement.


12. Was ist eine Matrixorganisation?

Antwort anzeigen

Eine Matrixorganisation kombiniert zwei Gliederungsrichtungen, zum Beispiel Fachabteilung und Projektstruktur.


13. Was ist ein Konzern?

Antwort anzeigen

Ein Konzern besteht aus mehreren rechtlich selbstständigen Unternehmen, die unter gemeinsamer wirtschaftlicher Leitung stehen.


14. Was ist eine Fusion?

Antwort anzeigen

Eine Fusion ist der Zusammenschluss von zwei oder mehreren Unternehmen.


15. Was ist ein Kartell?

Antwort anzeigen

Ein Kartell ist eine Absprache zwischen rechtlich selbstständigen Unternehmen, die den Wettbewerb einschränken kann.


16. Warum sind Kartelle problematisch?

Antwort anzeigen

Kartelle können den Wettbewerb einschränken. Dadurch können Preise steigen, Auswahl und Qualität sinken und Innovationen behindert werden.


17. Was bedeutet Produktivität?

Antwort anzeigen

Produktivität beschreibt das Verhältnis von Ausbringungsmenge zu Einsatzmenge.


18. Wie lautet die Formel für Produktivität?

Antwort anzeigen

Produktivität = Ausbringungsmenge / Einsatzmenge


19. Was bedeutet Wirtschaftlichkeit?

Antwort anzeigen

Wirtschaftlichkeit beschreibt das Verhältnis von Ertrag zu Aufwand.


20. Wann ist ein Auftrag wirtschaftlich?

Antwort anzeigen

Ein Auftrag ist wirtschaftlich, wenn der Ertrag größer ist als der Aufwand. Der Wert der Wirtschaftlichkeit ist dann größer als 1.


21. Was bedeutet Rentabilität?

Antwort anzeigen

Rentabilität beschreibt das Verhältnis von Gewinn zum eingesetzten Kapital. Sie wird meistens in Prozent angegeben.


22. Was ist ein Zielkonflikt?

Antwort anzeigen

Ein Zielkonflikt entsteht, wenn die Erreichung eines Ziels die Erreichung eines anderen Ziels erschwert.


23. Nenne ein Beispiel für einen Zielkonflikt in der IT.

Antwort anzeigen

Ein Beispiel ist hohe Verfügbarkeit durch redundante Server. Das verbessert die Ausfallsicherheit, erhöht aber Kosten, Stromverbrauch und Wartungsaufwand.


24. Was bedeutet betriebliche Arbeitsteilung?

Antwort anzeigen

Betriebliche Arbeitsteilung bedeutet, dass Aufgaben innerhalb eines Unternehmens auf verschiedene Personen, Teams oder Abteilungen verteilt werden.


25. Nenne zwei Vorteile der Arbeitsteilung.

Antwort anzeigen

Zwei Vorteile sind Spezialisierung und höhere Produktivität. Außerdem können Qualität und Geschwindigkeit steigen.


26. Nenne zwei Nachteile der Arbeitsteilung.

Antwort anzeigen

Zwei Nachteile sind Abhängigkeit von anderen und Schnittstellenprobleme. Außerdem können Kommunikationsprobleme oder monotone Arbeit entstehen.


27. Was bedeutet Globalisierung?

Antwort anzeigen

Globalisierung bedeutet, dass Märkte, Unternehmen, Lieferketten, Kommunikation und Arbeitsprozesse weltweit miteinander verbunden sind.


28. Was ist der Grundgedanke der Sozialen Marktwirtschaft?

Antwort anzeigen

Die Soziale Marktwirtschaft verbindet freien Wettbewerb mit sozialem Ausgleich und staatlichen Regeln.


29. Wer vertritt Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen?

Antwort anzeigen

Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen.


30. Wer vertritt Arbeitgeber in Tarifverhandlungen?

Antwort anzeigen

Arbeitgeberverbände oder einzelne Arbeitgeber vertreten die Arbeitgeberseite.


31. Welche Aufgabe hat die IHK in der Berufsausbildung?

Antwort anzeigen

Die IHK trägt Ausbildungsverträge ein, überwacht die Ausbildung, berät Betriebe und Auszubildende und organisiert Prüfungen.


32. Welche Stelle ist für die gesetzliche Unfallversicherung zuständig?

Antwort anzeigen

Die Berufsgenossenschaft.


33. Welche Behörde ist für Steuern zuständig?

Antwort anzeigen

Das Finanzamt.


34. Was ist der Betriebsrat?

Antwort anzeigen

Der Betriebsrat ist die gewählte Interessenvertretung der Arbeitnehmer in einem privaten Betrieb.


35. Was ist die JAV?

Antwort anzeigen

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung vertritt Jugendliche und Auszubildende im Betrieb.


36. Was ist eine Betriebsvereinbarung?

Antwort anzeigen

Eine Betriebsvereinbarung ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat, die betriebliche Regelungen verbindlich festlegt.


37. Was ist der Unterschied zwischen Informationsrecht und Mitbestimmungsrecht?

Antwort anzeigen

Beim Informationsrecht muss der Betriebsrat informiert werden.

Beim Mitbestimmungsrecht darf der Arbeitgeber bestimmte Entscheidungen nicht allein treffen, sondern der Betriebsrat muss mitentscheiden oder zustimmen.


38. Was ist der Personalrat?

Antwort anzeigen

Der Personalrat ist die Interessenvertretung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst.


39. Welche gesetzliche Grundlage hat der Betriebsrat?

Antwort anzeigen

Die gesetzliche Grundlage ist das Betriebsverfassungsgesetz.


40. Welche gesetzliche Grundlage hat die Personalvertretung?

Antwort anzeigen

Die Personalvertretung beruht auf den Personalvertretungsgesetzen, zum Beispiel Bundespersonalvertretungsgesetz oder Landespersonalvertretungsgesetze.


Kurztest ohne Hilfe

Beantworte diese Fragen ohne nachzuschauen:


Merksätze für Kapitel 2