Kapitel 4 – Umweltschutz

Seite 4.1 Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, welche Umweltbelastungen durch einen Ausbildungsbetrieb entstehen können und wie der Betrieb sowie die Beschäftigten dazu beitragen können, diese Belastungen zu verringern.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was bedeutet Umweltschutz im Betrieb?

Umweltschutz im Betrieb bedeutet, dass ein Unternehmen seine Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering hält.

Dabei geht es zum Beispiel um:

Einfach gesagt:

Ein Betrieb soll so arbeiten, dass Umwelt und Ressourcen möglichst wenig belastet werden.


Was sind Umweltbelastungen?

Umweltbelastungen sind schädliche oder nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt.

Sie können entstehen durch:


Umweltbelastungen in einem IT-Ausbildungsbetrieb

Auch ein IT-Betrieb belastet die Umwelt, obwohl dort meistens keine klassische Produktion stattfindet.

Beispiele:

Bereich Mögliche Umweltbelastung
Büro Papierverbrauch, Stromverbrauch, Heizung, Beleuchtung
IT-Arbeitsplatz Monitore, PCs, Dockingstations, Ladegeräte
Serverraum hoher Stromverbrauch, Wärmeentwicklung, Kühlung
Drucker Toner, Papier, Feinstaub, Kartuschen
Hardware Elektroschrott, defekte Geräte, Akkus
Netzwerk dauerhaft laufende Switches, Router, Access Points
Lager Verpackungsmaterial, Kartons, Plastik
Transport Lieferfahrten, Dienstfahrten, Versand

Beispiel: Umweltbelastung durch Stromverbrauch

Viele IT-Geräte laufen täglich mehrere Stunden oder sogar dauerhaft.

Beispiele:

Wenn Geräte unnötig eingeschaltet bleiben, wird unnötig Strom verbraucht.

Mögliche Folgen:


Beispiel: Umweltbelastung durch Abfall

In IT-Betrieben entsteht unterschiedlicher Abfall.

Beispiele:

Wichtig:

Elektroschrott darf nicht einfach in den normalen Hausmüll.

Datenträger müssen außerdem so entsorgt werden, dass keine vertraulichen Daten wiederhergestellt werden können.


Beispiel: Umweltbelastung durch Druck und Papier

Auch in digitalen Betrieben wird oft noch gedruckt.

Umweltbelastungen entstehen durch:

Mögliche Maßnahmen:


Beitrag des Ausbildungsbetriebes zum Umweltschutz

Ein Ausbildungsbetrieb kann aktiv zum Umweltschutz beitragen.

Mögliche Maßnahmen:


Beitrag der Auszubildenden zum Umweltschutz

Auch Auszubildende können im Arbeitsalltag zum Umweltschutz beitragen.

Beispiele:


Umweltbelastungen wahrnehmen

Umweltbelastungen wahrnehmen bedeutet, im Arbeitsalltag aufmerksam zu sein.

Typische Fragen:


Umweltbelastungen vermeiden helfen

Umweltbelastungen vermeiden helfen bedeutet, nicht nur Probleme zu erkennen, sondern auch richtig zu handeln.

Beispiele:

Beobachtung Richtiges Verhalten
Drucker druckt unnötig viele Testseiten Ursache prüfen und Fehldruck vermeiden
alte Hardware liegt im Büro herum zuständige Stelle informieren
Licht ist im leeren Raum an Licht ausschalten
Monitor läuft über Nacht Energiesparmodus oder Ausschalten nutzen
Papier wird einseitig verschwendet Duplexdruck einstellen
Batterien liegen im Restmüll fachgerechte Sammlung nutzen
Kartons stehen im Flur Verpackung korrekt entsorgen und Fluchtwege freihalten
defekte Geräte werden gelagert Entsorgung oder Reparatur klären

Typische Umweltbelastungen im Büro

Umweltbelastung Mögliche Vermeidung
hoher Papierverbrauch digitale Dokumente, Duplexdruck
hoher Stromverbrauch Energiesparmodus, Geräte ausschalten
Verpackungsabfall Verpackungen trennen und recyceln
Toner und Druckerzubehör sparsam drucken, fachgerecht entsorgen
Wärmeverlust richtig lüften, Heizung sinnvoll nutzen
unnötige Fahrten Videokonferenz oder digitale Abstimmung nutzen

Typische Umweltbelastungen im Serverraum

Umweltbelastung Mögliche Vermeidung
hoher Stromverbrauch effiziente Hardware, Virtualisierung, Last prüfen
Wärmeentwicklung gute Luftführung, passende Kühlung
unnötig laufende Systeme nicht benötigte Systeme abschalten
alte Hardware Wiederverwendung, Recycling, fachgerechte Entsorgung
Verpackungsmaterial getrennt sammeln und entsorgen
Brandlast durch Kartons keine Kartons im Serverraum lagern

Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit

Umweltschutz kann auch wirtschaftliche Vorteile haben.

Beispiele:

Wichtig:

Umweltschutz ist nicht nur eine moralische Aufgabe.
Er kann auch Kosten senken und Risiken vermeiden.


Umweltschutz und Verantwortung im Betrieb

Ein Betrieb trägt Verantwortung gegenüber:

Beispiel:

Ein Betrieb entsorgt alte Festplatten nicht korrekt.

Dann kann das gleich mehrere Probleme verursachen:


Bezug zur Prüfung

In der Prüfung können Fragen dazu kommen, wie ein Ausbildungsbetrieb Umweltbelastungen erkennt und reduziert.

Typische Aufgaben können sein:


Typische Prüfungsfrage 1

Nenne drei mögliche Umweltbelastungen durch einen IT-Ausbildungsbetrieb.

Antwort anzeigen

Beispiele sind hoher Stromverbrauch durch IT-Geräte, Elektroschrott durch alte Hardware und Papier- oder Tonerverbrauch durch Drucker.


Typische Prüfungsfrage 2

Wie kann ein Ausbildungsbetrieb zum Umweltschutz beitragen?

Antwort anzeigen

Ein Betrieb kann energieeffiziente Geräte einsetzen, Strom sparen, Papierverbrauch reduzieren, Abfall trennen, Elektroschrott fachgerecht entsorgen und Mitarbeiter zum Umweltschutz unterweisen.


Typische Prüfungsfrage 3

Was kann ein Auszubildender im Alltag für den Umweltschutz tun?

Antwort anzeigen

Ein Auszubildender kann Geräte ausschalten, wenn sie nicht gebraucht werden, unnötige Ausdrucke vermeiden, Müll trennen, defekte Geräte melden und Batterien oder Elektroschrott fachgerecht entsorgen.


Typische Prüfungsfrage 4

Warum darf Elektroschrott nicht einfach in den Restmüll?

Antwort anzeigen

Elektroschrott kann wertvolle Rohstoffe, Schadstoffe und elektronische Bauteile enthalten. Er muss fachgerecht entsorgt oder recycelt werden.


Typische Prüfungsfrage 5

Warum ist der Serverraum aus Umweltsicht wichtig?

Antwort anzeigen

Serverräume verbrauchen oft viel Strom und erzeugen Wärme. Zusätzlich wird Energie für Kühlung benötigt. Deshalb sind effiziente Hardware, gute Kühlung und das Abschalten nicht benötigter Systeme wichtig.


Typische Prüfungsfrage 6

Nenne zwei Möglichkeiten, Papierverbrauch zu reduzieren.

Antwort anzeigen

Man kann digitale Dokumente nutzen und Duplexdruck einstellen. Außerdem sollten unnötige Ausdrucke und Fehldrucke vermieden werden.


Typische Prüfungsfrage 7

Warum kann Umweltschutz auch wirtschaftlich sinnvoll sein?

Antwort anzeigen

Umweltschutz kann Kosten senken, zum Beispiel durch weniger Stromverbrauch, weniger Papierverbrauch, längere Gerätenutzung und geringere Entsorgungskosten.


Typische Prüfungsfrage 8

Was bedeutet Umweltbelastungen wahrnehmen und vermeiden helfen?

Antwort anzeigen

Es bedeutet, im Arbeitsalltag mögliche Umweltbelastungen zu erkennen und durch richtiges Verhalten oder Meldung an zuständige Stellen zur Vermeidung beizutragen.


Merksatz

Seite 4.2 Umweltbelastungen durch IT-Prozesse

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, welche Umweltbelastungen speziell durch IT-Prozesse und IT-beteiligte Prozesse entstehen können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was sind IT-Prozesse?

IT-Prozesse sind Arbeitsabläufe, bei denen IT-Systeme geplant, betrieben, genutzt oder verwaltet werden.

Beispiele:


Was sind IT-beteiligte Prozesse?

IT-beteiligte Prozesse sind betriebliche Abläufe, die nicht nur aus IT bestehen, aber stark von IT unterstützt werden.

Beispiele:

Einfach gesagt:

Fast jeder moderne Geschäftsprozess nutzt IT. Dadurch entstehen auch Umweltbelastungen durch IT-Nutzung.


Warum können IT-Prozesse die Umwelt belasten?

IT wirkt oft „sauber“, weil man keine klassische Produktion sieht.

Trotzdem entstehen Umweltbelastungen durch:


Stromverbrauch durch IT-Systeme

Viele IT-Geräte benötigen dauerhaft oder regelmäßig Strom.

Beispiele:

Gerät / System Umweltbelastung
Server hoher Dauerstromverbrauch
Switches laufen oft rund um die Uhr
Router dauerhafter Betrieb
Access Points dauerhafter Betrieb
NAS-Systeme Stromverbrauch und Festplattenbetrieb
PCs und Notebooks Stromverbrauch im Arbeitsalltag
Monitore zusätzlicher Stromverbrauch
Drucker Stromverbrauch und Verbrauchsmaterial
USV-Anlagen Energieverlust und Akkus
Klimaanlage im Serverraum hoher zusätzlicher Energiebedarf

Dauerbetrieb von IT-Geräten

Viele IT-Systeme laufen 24 Stunden am Tag.

Beispiele:

Problem:

Dauerbetrieb erhöht den Stromverbrauch und damit auch die Umweltbelastung.

Mögliche Maßnahmen:


Wärmeentwicklung

IT-Geräte wandeln einen Teil der elektrischen Energie in Wärme um.

Besonders relevant ist das bei:

Folgen:


Kühlung im Serverraum

Serverräume benötigen häufig aktive Kühlung.

Umweltbelastung:

Nicht nur die Server verbrauchen Strom.
Auch die Klimatisierung benötigt Energie.

Beispiel:

Server verbrauchen Strom
→ Server erzeugen Wärme
→ Klimaanlage muss kühlen
→ zusätzlicher Stromverbrauch entsteht

Mögliche Maßnahmen:


Serverräume als Umweltfaktor

Serverräume sind aus Umweltsicht besonders wichtig, weil sie oft dauerhaft betrieben werden.

Typische Umweltbelastungen im Serverraum:

Wichtige Regel:

Serverräume sollten nicht als Lagerraum für Kartons, alte Hardware oder Verpackungsmaterial genutzt werden.


USV-Anlagen

USV bedeutet unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Eine USV versorgt Geräte bei Stromausfall kurzfristig weiter mit Strom.

Zweck einer USV:


Umweltrisiken von USV-Anlagen

USV-Anlagen sind wichtig für die IT-Sicherheit und Verfügbarkeit, können aber Umweltbelastungen verursachen.

Mögliche Belastungen:

Wichtig:

Akkus aus USV-Anlagen dürfen nicht unsachgemäß entsorgt werden.

Sie müssen fachgerecht gesammelt und entsorgt oder recycelt werden.


Zielkonflikt bei USV-Anlagen

USV-Anlagen zeigen einen typischen Zielkonflikt:

Ziel Vorteil Nachteil
hohe Verfügbarkeit Systeme laufen bei Stromausfall weiter mehr Stromverbrauch und Akkus
Umweltschutz weniger Energie- und Ressourcenverbrauch eventuell geringere Ausfallsicherheit
Datensicherheit Datenverlust wird vermieden zusätzliche Hardware nötig

Prüfungsnah formuliert:

Eine USV verbessert die Verfügbarkeit und Datensicherheit, verursacht aber zusätzlichen Energie- und Ressourcenverbrauch.


Akkus und Batterien

Akkus und Batterien kommen in vielen IT-Geräten vor.

Beispiele:

Umweltprobleme:


Hardwarebetrieb und Hardwareaustausch

IT-Hardware verursacht Umweltbelastungen nicht nur beim Betrieb, sondern auch bei Herstellung und Entsorgung.

Umweltfaktoren:

Mögliche Maßnahmen:


Druck- und Printprozesse

Drucken ist ein IT-beteiligter Prozess, der Umweltbelastungen verursachen kann.

Belastungen:

Mögliche Maßnahmen:


Speichermedien

Speichermedien sind aus Umweltschutz- und Datenschutzsicht wichtig.

Beispiele:

Umweltbelastungen:

Zusätzliches Risiko:

Auf Speichermedien können personenbezogene oder vertrauliche Daten gespeichert sein.

Deshalb muss bei Entsorgung oder Weitergabe auch Datenschutz beachtet werden.


Datenspeicherung und Umweltbelastung

Auch digitale Daten verursachen indirekt Umweltbelastungen.

Warum?

Daten müssen gespeichert, gesichert, übertragen und verarbeitet werden.

Dafür werden benötigt:

Beispiele:

Mögliche Maßnahmen:


Cloud-Nutzung und Umwelt

Cloud-Dienste wirken für den Nutzer oft unsichtbar.

Trotzdem laufen die Daten in Rechenzentren.

Mögliche Umweltbelastungen:

Mögliche Vorteile:

Wichtig:

Cloud ist nicht automatisch umweltfreundlich oder umweltschädlich.
Es kommt auf Nutzung, Anbieter, Rechenzentrum, Stromquelle und Effizienz an.


IT-Prozesse und Transport

Auch Transport kann Teil von IT-Prozessen sein.

Beispiele:

Mögliche Maßnahmen:


Typische Umweltbelastungen durch IT-Prozesse

IT-Prozess Mögliche Umweltbelastung Mögliche Maßnahme
Serverbetrieb Stromverbrauch, Wärme effiziente Hardware, Virtualisierung
Netzwerkbetrieb Dauerstromverbrauch nicht benötigte Geräte abschalten
Drucken Papier, Toner, Energie Duplexdruck, digital arbeiten
Datenspeicherung Speicherbedarf, Strom Daten aufräumen, Dubletten vermeiden
USV-Betrieb Akkus, Energieverluste passende Dimensionierung, fachgerechte Akkuentsorgung
Hardwareaustausch Elektroschrott Reparatur, Weiterverwendung, Recycling
Cloud-Nutzung Rechenzentrumsenergie Anbieter und Nutzung bewusst wählen
Vor-Ort-Service Fahrten, CO₂ Remote-Support prüfen

Bezug zur Prüfung

In der Prüfung könnten Situationen beschrieben werden, bei denen du Umweltbelastungen erkennen oder geeignete Maßnahmen auswählen sollst.

Typische Prüfungsaufgaben:


Typische Prüfungsfrage 1

Warum können IT-Prozesse die Umwelt belasten?

Antwort anzeigen

IT-Prozesse belasten die Umwelt zum Beispiel durch Stromverbrauch, Wärmeentwicklung, Kühlbedarf, Hardwareherstellung, Elektroschrott, Akkus, Druckverbrauch und Datenspeicherung.


Typische Prüfungsfrage 2

Warum ist ein Serverraum aus Umweltsicht besonders relevant?

Antwort anzeigen

Ein Serverraum ist relevant, weil Server, Netzwerkgeräte und Kühlung oft dauerhaft laufen und dadurch viel Strom verbrauchen und Wärme erzeugen.


Typische Prüfungsfrage 3

Was ist eine USV?

Antwort anzeigen

Eine USV ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Sie versorgt Geräte bei Stromausfall kurzfristig weiter, damit Systeme geschützt und geordnet heruntergefahren werden können.


Typische Prüfungsfrage 4

Warum kann eine USV aus Umweltsicht problematisch sein?

Antwort anzeigen

Eine USV verbraucht im Betrieb Energie, erzeugt Wärme und enthält Akkus, die regelmäßig ersetzt und fachgerecht entsorgt werden müssen.


Typische Prüfungsfrage 5

Nenne zwei Maßnahmen, um Umweltbelastungen im Serverraum zu verringern.

Antwort anzeigen

Beispiele sind energieeffiziente Hardware einsetzen, nicht benötigte Systeme abschalten, Virtualisierung nutzen, Kühlung optimieren und Kartons nicht im Serverraum lagern.


Typische Prüfungsfrage 6

Warum dürfen Akkus und Batterien nicht in den Restmüll?

Antwort anzeigen

Akkus und Batterien können Schadstoffe enthalten, wertvolle Rohstoffe enthalten und bei Beschädigung eine Brandgefahr darstellen. Sie müssen fachgerecht gesammelt und entsorgt werden.


Typische Prüfungsfrage 7

Wie kann man Druckprozesse umweltfreundlicher gestalten?

Antwort anzeigen

Man kann digitale Dokumente nutzen, Duplexdruck einstellen, nur notwendige Dokumente drucken, Fehldrucke vermeiden und Toner fachgerecht entsorgen.


Typische Prüfungsfrage 8

Warum verursachen auch digitale Daten Umweltbelastungen?

Antwort anzeigen

Digitale Daten müssen gespeichert, gesichert, verarbeitet und übertragen werden. Dafür werden Server, Speicher, Netzwerke, Strom und Kühlung benötigt.


Typische Prüfungsfrage 9

Ist Cloud-Nutzung automatisch umweltfreundlich?

Antwort anzeigen

Nein. Cloud-Nutzung kann effizient sein, verursacht aber trotzdem Stromverbrauch, Kühlbedarf und Hardwarebedarf in Rechenzentren. Es kommt auf Anbieter, Nutzung, Effizienz und Stromquelle an.


Merksatz

Seite 4.3 Energie- und Ressourcenverwendung

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, wie Betriebe Energie und Ressourcen rationell verwenden können und warum unnötige Gerätelaufzeiten vermieden werden sollen.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was bedeutet rationelle Energieverwendung?

Rationelle Energieverwendung bedeutet, Energie sinnvoll, sparsam und effizient einzusetzen.

Einfach gesagt:

Energie soll nicht unnötig verschwendet werden.

Im Betrieb betrifft das zum Beispiel:


Was bedeutet rationelle Ressourcenverwendung?

Rationelle Ressourcenverwendung bedeutet, Rohstoffe, Materialien und Betriebsmittel bewusst und sparsam einzusetzen.

Ressourcen können sein:

Einfach gesagt:

Ressourcen sollen nicht unnötig verbraucht oder verschwendet werden.


Warum ist Energie- und Ressourcensparen wichtig?

Energie- und Ressourcensparen hat mehrere Vorteile.

Vorteil Erklärung
Umweltschutz weniger Verbrauch belastet Umwelt und Klima weniger
Kostensenkung weniger Strom, Papier und Material senken Betriebskosten
längere Nutzungsdauer schonender Umgang verlängert die Lebensdauer von Geräten
weniger Abfall weniger Verbrauch bedeutet weniger Entsorgung
besseres Image nachhaltiges Verhalten wirkt positiv auf Kunden und Mitarbeiter
rechtliche Sicherheit bestimmte Umwelt- und Entsorgungsvorschriften werden eingehalten

Energieverbrauch im IT-Betrieb

IT-Systeme können viel Strom verbrauchen, besonders wenn sie dauerhaft laufen.

Typische Stromverbraucher:

Gerät / Bereich Warum relevant?
Server laufen oft 24/7
Switches und Router sind meist dauerhaft eingeschaltet
Access Points laufen oft dauerhaft
NAS- und Storage-Systeme speichern Daten dauerhaft
Monitore viele Geräte im Büro
PCs und Notebooks tägliche Nutzung
Drucker und Kopierer Standby-Verbrauch und Druckbetrieb
Klimaanlage im Serverraum zusätzlicher Strom für Kühlung
USV-Anlagen Energieverluste und Akkuladung

Unnötige Gerätelaufzeiten vermeiden

Unnötige Gerätelaufzeiten bedeuten, dass Geräte eingeschaltet bleiben, obwohl sie gerade nicht benötigt werden.

Beispiele:


Maßnahmen gegen unnötige Gerätelaufzeiten

Situation Maßnahme
PC wird nach Feierabend nicht genutzt herunterfahren oder Energiesparmodus nutzen
Monitor läuft ohne Nutzung ausschalten oder automatische Abschaltung einstellen
Testserver wird nicht mehr benötigt abschalten oder löschen
Drucker läuft dauerhaft aktiv Energiesparmodus aktivieren
Raum ist leer Licht ausschalten
alte Geräte laufen weiter Bestand prüfen und außer Betrieb nehmen
Ladegerät steckt ohne Gerät ausstecken oder schaltbare Steckdose nutzen

Standby-Verbrauch

Viele Geräte verbrauchen auch im Standby-Modus Strom.

Beispiele:

Wichtig:

Standby-Verbrauch wirkt klein, kann sich aber bei vielen Geräten und langer Laufzeit stark summieren.

Beispiel:

Wenn 50 Monitore jede Nacht im Standby bleiben, entsteht über Wochen und Monate unnötiger Stromverbrauch.


Energiesparfunktionen

Moderne Geräte und Betriebssysteme bieten Energiesparfunktionen.

Beispiele:

Wichtig für IT-Berufe:

Energiesparen darf nicht blind umgesetzt werden.

Man muss prüfen, ob Dienste, Backups, Updates, Monitoring oder Fernzugriffe dadurch gestört werden.


Energieeffiziente Hardware

Beim Kauf neuer IT-Geräte sollte auch der Energieverbrauch berücksichtigt werden.

Beispiele:

Beispiel:

Ein Büro-PC muss nicht die Leistung einer Gaming-Workstation haben, wenn nur Office, Browser und Ticketsystem genutzt werden.

Überdimensionierte Hardware kostet mehr, verbraucht oft mehr Strom und nutzt Ressourcen unnötig.


Server und Energieeffizienz

Server müssen oft dauerhaft verfügbar sein.

Trotzdem kann man Energie sparen.

Mögliche Maßnahmen:


Virtualisierung als Umweltmaßnahme

Virtualisierung kann helfen, physische Hardware einzusparen.

Beispiel:

Statt fünf einzelne physische Server zu betreiben, können mehrere virtuelle Maschinen auf einem leistungsfähigen Server laufen.

Vorteile:

Aber:

Virtualisierung spart nur dann Ressourcen, wenn Systeme sinnvoll geplant und nicht unnötig viele virtuelle Maschinen betrieben werden.


Kühlung und Energieverbrauch

Kühlung ist besonders im Serverraum wichtig.

Problem:

Je mehr Wärme IT-Geräte erzeugen, desto mehr muss gekühlt werden.

Das erhöht den Stromverbrauch zusätzlich.

Mögliche Maßnahmen:


Ressourcenverbrauch bei Hardware

IT-Hardware benötigt viele Ressourcen.

Beispiele:

Wichtig:

Die Umweltbelastung entsteht nicht erst bei der Nutzung, sondern schon bei Herstellung, Transport und späterer Entsorgung.


Langlebige Geräte nutzen

Ein Gerät länger zu nutzen, kann Ressourcen sparen.

Mögliche Maßnahmen:

Beispiel:

Ein älteres Notebook ist für CAD oder Virtualisierung vielleicht zu langsam, kann aber noch für einfache Büroaufgaben, Schulungen oder Testzwecke genutzt werden.


Grenze der langen Nutzung

Lange Nutzung ist nicht immer automatisch besser.

Ein sehr altes Gerät kann:

Prüfungsnah:

Man muss Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Energieverbrauch und Nutzungsdauer abwägen.


Sparsamer Umgang mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen

Der Prüfungskatalog nennt auch den sparsamen Umgang mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

Rohstoffe

Rohstoffe sind Grundmaterialien.

Beispiele:

Hilfsstoffe

Hilfsstoffe gehen in ein Produkt oder einen Prozess ein, sind aber nicht Hauptbestandteil.

Beispiele:

Betriebsstoffe

Betriebsstoffe werden für den Betrieb benötigt, gehen aber nicht als Hauptbestandteil in ein Produkt ein.

Beispiele:


Beispiele für sparsamen Umgang im IT-Bereich

Stoff / Ressource Sparsamer Umgang
Papier digitale Dokumente, Duplexdruck
Toner nur notwendige Ausdrucke
Strom Energiesparmodus, Geräte ausschalten
Hardware Reparatur, längere Nutzung
Kabel ordentlich lagern, wiederverwenden
Verpackung trennen, wiederverwenden, recyceln
Akkus sachgerecht laden, fachgerecht entsorgen
Wasser sparsam in Küche, Sanitärbereich und Reinigung

Regenerative Energiequellen

Regenerative Energiequellen sind erneuerbare Energiequellen.

Beispiele:

Betrieblicher Bezug:

Ein Unternehmen kann zum Beispiel:


Strom aus regenerativen Quellen

Strom aus regenerativen Quellen kann die Umweltbelastung reduzieren.

Aber wichtig:

Auch erneuerbarer Strom sollte nicht verschwendet werden.

Energiesparen bleibt sinnvoll, weil jede erzeugte Energie Ressourcen und Infrastruktur benötigt.

Merksatz:

Ökostrom ist gut.
Strom sparen bleibt trotzdem wichtig.


Energie- und Ressourcenmanagement im Betrieb

Betriebe können Energie- und Ressourcenverbrauch systematisch verbessern.

Mögliche Schritte:

Verbrauch erfassen
→ Einsparpotenziale erkennen
→ Maßnahmen planen
→ Maßnahmen umsetzen
→ Wirkung kontrollieren
→ weiter verbessern

Beispiele für Kennzahlen:


Bezug zur Prüfung

In der Prüfung können Situationen beschrieben werden, in denen du bewerten sollst, welche Maßnahme Energie oder Ressourcen spart.

Typische Aufgaben:


Typische Prüfungsfrage 1

Was bedeutet rationelle Energieverwendung?

Antwort anzeigen

Rationelle Energieverwendung bedeutet, Energie sinnvoll, sparsam und effizient einzusetzen und unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden.


Typische Prüfungsfrage 2

Nenne drei Beispiele für unnötige Gerätelaufzeiten.

Antwort anzeigen

Beispiele sind Monitore, die über Nacht laufen, PCs, die nach Feierabend eingeschaltet bleiben, oder Testserver, die nach Projektende nicht abgeschaltet werden.


Typische Prüfungsfrage 3

Warum ist Standby-Verbrauch problematisch?

Antwort anzeigen

Auch im Standby verbrauchen Geräte Strom. Bei vielen Geräten und langer Laufzeit kann sich dieser Verbrauch stark summieren.


Typische Prüfungsfrage 4

Wie kann ein Betrieb Stromverbrauch im IT-Bereich senken?

Antwort anzeigen

Zum Beispiel durch Energiesparmodi, Abschalten nicht benötigter Geräte, energieeffiziente Hardware, Virtualisierung, optimierte Kühlung und Vermeidung unnötiger Gerätelaufzeiten.


Typische Prüfungsfrage 5

Warum kann Virtualisierung Energie und Ressourcen sparen?

Antwort anzeigen

Durch Virtualisierung können mehrere Systeme auf weniger physischer Hardware betrieben werden. Dadurch können Stromverbrauch, Platzbedarf, Hardwarebedarf und Kühlbedarf sinken.


Typische Prüfungsfrage 6

Warum ist eine lange Nutzungsdauer von Geräten oft umweltfreundlich?

Antwort anzeigen

Weil weniger neue Geräte hergestellt, transportiert und entsorgt werden müssen. Dadurch werden Rohstoffe, Energie und Abfall eingespart.


Typische Prüfungsfrage 7

Warum ist lange Nutzung nicht immer automatisch sinnvoll?

Antwort anzeigen

Sehr alte Geräte können viel Strom verbrauchen, keine Sicherheitsupdates mehr erhalten, langsam sein oder hohe Wartungskosten verursachen. Man muss Energieverbrauch, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nutzungsdauer abwägen.


Typische Prüfungsfrage 8

Nenne drei regenerative Energiequellen.

Antwort anzeigen

Beispiele sind Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie.


Typische Prüfungsfrage 9

Warum sollte man auch bei Ökostrom Energie sparen?

Antwort anzeigen

Auch erneuerbarer Strom benötigt Anlagen, Ressourcen und Infrastruktur. Deshalb bleibt sparsamer Energieverbrauch sinnvoll.


Typische Prüfungsfrage 10

Was sind Betriebsstoffe?

Antwort anzeigen

Betriebsstoffe werden für den Betrieb benötigt, gehen aber nicht als Hauptbestandteil in ein Produkt ein. Beispiele sind Strom, Wasser, Kühlmittel oder Kraftstoffe.


Merksatz

Seite 4.4 Speicher- und Printmedien, Recycling und Abfallvermeidung

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, wie Speicher- und Printmedien umweltbewusst genutzt, wiederverwertet, getrennt und möglichst vermieden werden können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was sind Speicher- und Printmedien?

Speicher- und Printmedien sind Materialien oder Geräte, die im Betrieb zur Speicherung, Ausgabe oder Weitergabe von Informationen genutzt werden.


Speichermedien

Speichermedien speichern Daten.

Beispiele:


Printmedien

Printmedien sind gedruckte oder druckbezogene Medien.

Beispiele:


Warum sind Speicher- und Printmedien umweltrelevant?

Speicher- und Printmedien verursachen Umweltbelastungen durch:


Umgang mit Printmedien

Printmedien sollten bewusst und sparsam genutzt werden.

Typische Probleme:


Maßnahmen zur Reduzierung von Printmedien

Problem Maßnahme
zu viele Ausdrucke digitale Dokumente nutzen
einseitiger Druck Duplexdruck einstellen
Farbdruck ohne Bedarf Schwarzweißdruck verwenden
Fehldrucke Druckvorschau nutzen
unnötige Kopien zentrale digitale Ablage verwenden
Papierverbrauch Recyclingpapier nutzen
Tonerabfall Toner fachgerecht sammeln und entsorgen
Ausdrucke mit Fehlern als Schmierpapier verwenden, wenn datenschutzrechtlich unkritisch

Duplexdruck

Duplexdruck bedeutet beidseitiges Drucken.

Vorteil:

Der Papierverbrauch kann deutlich gesenkt werden.

Beispiel:

Ein Dokument mit 20 Seiten benötigt:

Prüfungsnah:

Duplexdruck ist eine einfache Maßnahme zur Ressourcenschonung.


Digitale Dokumente statt Ausdrucke

Viele Dokumente müssen nicht gedruckt werden.

Beispiele:

Vorteile digitaler Dokumente:

Aber wichtig:

Digitale Dokumente verbrauchen ebenfalls Ressourcen, weil sie gespeichert, gesichert und übertragen werden müssen. Trotzdem sind sie oft ressourcenschonender als unnötige Ausdrucke.


Toner, Tinte und Druckerzubehör

Toner, Tinte und Druckerzubehör dürfen nicht achtlos entsorgt werden.

Warum?

Sie können enthalten:

Richtiger Umgang:


Umgang mit Speichermedien

Speichermedien sind aus Umweltschutz- und Datenschutzsicht besonders wichtig.

Warum?

Sie enthalten:

Wichtig:

Speichermedien dürfen nicht einfach weggeworfen werden.

Sie müssen fachgerecht entsorgt oder wiederverwendet werden.


Datenschutz bei Speichermedien

Bei Speichermedien reicht Umweltschutz allein nicht aus.

Es muss auch Datenschutz beachtet werden.

Beispiele für sensible Daten:

Deshalb gilt:

Vor Weitergabe, Recycling oder Entsorgung müssen Daten sicher gelöscht oder der Datenträger sicher vernichtet werden.


Sichere Datenlöschung

Sichere Datenlöschung bedeutet, dass Daten nicht einfach nur in den Papierkorb verschoben werden.

Unsicher:

Sicherer:

Wichtig für die Prüfung:

Bei Datenträgern müssen Umweltschutz und Datenschutz zusammen betrachtet werden.


Wiederverwendung von Speichermedien

Nicht jeder Datenträger muss sofort entsorgt werden.

Möglichkeiten:

Aber:

Weiterverwendung darf nur erfolgen, wenn:


Recycling

Recycling bedeutet, dass Abfälle oder alte Materialien aufbereitet und wieder als Rohstoff genutzt werden.

Beispiele im IT-Bereich:

Vorteile von Recycling:


Wiederverwertung

Wiederverwertung bedeutet, dass Materialien oder Produkte erneut genutzt werden.

Unterschied vereinfacht:

Begriff Bedeutung
Wiederverwendung ein Produkt wird erneut benutzt
Recycling Material wird aufbereitet und als Rohstoff genutzt

Beispiel:


Abfalltrennung

Abfalltrennung bedeutet, unterschiedliche Abfallarten getrennt zu sammeln.

Warum?

Nur getrennte Abfälle können sinnvoll recycelt oder fachgerecht entsorgt werden.

Typische Abfallarten im Betrieb:

Abfallart Beispiele
Papier Ausdrucke, Karton, Notizen
Verpackungen Plastik, Folien, Kartons
Restmüll nicht verwertbare Abfälle
Elektroschrott alte Hardware, Netzteile, Tastaturen
Batterien / Akkus Notebook-Akkus, USV-Akkus, Batterien
Toner / Tinte Kartuschen, Patronen
Datenträger Festplatten, SSDs, USB-Sticks
Kabel Netzwerkkabel, Stromkabel, Adapter

Abfallvermeidung

Abfallvermeidung bedeutet, Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen.

Das ist meist besser als Recycling.

Beispiele:


Abfallreduzierung

Abfallreduzierung bedeutet, die Menge des entstehenden Abfalls zu verringern.

Beispiele:


Abfallhierarchie

Eine sinnvolle Reihenfolge im Umweltschutz ist:

1. Vermeiden
2. Wiederverwenden
3. Recyceln
4. Fachgerecht entsorgen

Einfach gesagt:

Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht.


Beispiele aus dem IT-Ausbildungsbetrieb

Situation Besseres Verhalten
Schulungsunterlagen werden für alle gedruckt digitale Bereitstellung prüfen
Drucker druckt standardmäßig einseitig Duplex als Standard einstellen
alte USB-Sticks liegen herum prüfen, sicher löschen, wiederverwenden oder entsorgen
Festplatten werden weggeworfen Daten sicher löschen oder Datenträger vernichten
Tonerkartuschen landen im Restmüll Rücknahme- oder Sammelsystem nutzen
alte Netzwerkkabel werden entsorgt brauchbare Kabel sortieren und wiederverwenden
Kartons sammeln sich im Serverraum Verpackungen trennen und entsorgen

Umweltschutz und Datenschutz zusammen denken

Gerade bei Speicher- und Printmedien ist Datenschutz wichtig.

Beispiele:

Medium Umweltrisiko Datenschutzrisiko
Ausdrucke Papierabfall personenbezogene Daten sichtbar
Festplatte Elektroschrott Daten wiederherstellbar
USB-Stick Elektroschrott Verlust sensibler Daten
Backup-Band Elektroschrott große Datenmengen enthalten
Smartphone Elektroschrott Kontakte, Mails, Zugangsdaten
Drucker Toner, Elektroschrott gespeicherte Druckaufträge möglich

Prüfungsnah:

Datenträger und vertrauliche Ausdrucke müssen so entsorgt werden, dass keine Daten unbefugt gelesen oder wiederhergestellt werden können.


Bezug zur Prüfung

In der Prüfung können Aufgaben gestellt werden, bei denen du geeignete Maßnahmen auswählen sollst.

Typische Aufgaben:


Typische Prüfungsfrage 1

Was zählt zu Printmedien?

Antwort anzeigen

Zu Printmedien zählen zum Beispiel Papier, Ausdrucke, Kopien, Formulare, Etiketten, Toner, Tinte und Druckerkartuschen.


Typische Prüfungsfrage 2

Was zählt zu Speichermedien?

Antwort anzeigen

Zu Speichermedien zählen zum Beispiel Festplatten, SSDs, USB-Sticks, Speicherkarten, Backup-Bänder, CDs, DVDs und externe Laufwerke.


Typische Prüfungsfrage 3

Wie kann Papierverbrauch reduziert werden?

Antwort anzeigen

Zum Beispiel durch digitale Dokumente, Duplexdruck, Druckvorschau, Vermeidung unnötiger Ausdrucke und Nutzung zentraler digitaler Ablagen.


Typische Prüfungsfrage 4

Was bedeutet Duplexdruck?

Antwort anzeigen

Duplexdruck bedeutet beidseitiges Drucken. Dadurch wird Papier eingespart.


Typische Prüfungsfrage 5

Warum müssen Speichermedien besonders sorgfältig entsorgt werden?

Antwort anzeigen

Weil Speichermedien Elektroschrott enthalten und gleichzeitig vertrauliche oder personenbezogene Daten gespeichert haben können.


Typische Prüfungsfrage 6

Reicht es aus, Dateien vor der Entsorgung einfach zu löschen?

Antwort anzeigen

Nein. Einfaches Löschen oder Leeren des Papierkorbs reicht nicht aus, weil Daten oft wiederhergestellt werden können. Datenträger müssen sicher gelöscht oder vernichtet werden.


Typische Prüfungsfrage 7

Was ist der Unterschied zwischen Wiederverwendung und Recycling?

Antwort anzeigen

Wiederverwendung bedeutet, dass ein Produkt erneut benutzt wird. Recycling bedeutet, dass Material aufbereitet und als Rohstoff wieder genutzt wird.


Typische Prüfungsfrage 8

Warum ist Abfalltrennung wichtig?

Antwort anzeigen

Abfalltrennung ist wichtig, damit Materialien recycelt oder fachgerecht entsorgt werden können.


Typische Prüfungsfrage 9

Was ist besser: Abfall vermeiden oder Abfall recyceln?

Antwort anzeigen

Abfall vermeiden ist besser, weil dann gar kein Abfall entsteht. Recycling ist sinnvoll, wenn Abfall nicht vermieden werden kann.


Typische Prüfungsfrage 10

Warum sollten Toner und Druckerkartuschen nicht achtlos entsorgt werden?

Antwort anzeigen

Sie können Kunststoff, Metallteile, Farbreste, Tonerstaub und elektronische Bestandteile enthalten. Deshalb sollten sie fachgerecht gesammelt, zurückgegeben oder recycelt werden.


Merksatz

Seite 4.5 Branchenspezifische Abfälle und Entsorgung

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, welche branchenspezifischen Abfälle in IT-Betrieben entstehen und wie diese richtig erfasst, gelagert und entsorgt werden.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was sind branchenspezifische Abfälle?

Branchenspezifische Abfälle sind Abfälle, die typisch für eine bestimmte Branche entstehen.

In einem IT-Betrieb entstehen andere Abfälle als zum Beispiel in einer Bäckerei, einer Autowerkstatt oder einem Krankenhaus.

Einfach gesagt:

Branchenspezifische Abfälle sind Abfälle, die besonders typisch für den jeweiligen Beruf oder Betrieb sind.


Branchenspezifische Abfälle im IT-Bereich

In IT-Betrieben entstehen häufig Abfälle durch Hardware, Kabel, Drucksysteme, Speichermedien und Verpackungen.

Beispiele:

Abfallart Beispiele
Elektroschrott alte PCs, Monitore, Switches, Router, Drucker
Datenträger HDDs, SSDs, USB-Sticks, Speicherkarten, Backup-Bänder
Kabel Netzwerkkabel, Stromkabel, Adapter, Patchkabel
Akkus und Batterien Notebook-Akkus, USV-Akkus, Batterien
Druckerzubehör Toner, Tintenpatronen, Kartuschen
Verpackungen Kartons, Folien, Styropor, Plastik
Kleinteile Schrauben, Blenden, Halterungen, defekte Adapter
Papierabfälle Ausdrucke, Dokumentationen, Fehldrucke

Warum ist richtige Entsorgung wichtig?

Falsche Entsorgung kann mehrere Probleme verursachen.

Mögliche Folgen:


Erfassung von Abfällen

Erfassung bedeutet, dass Abfälle geordnet gesammelt und dokumentiert werden.

Ziele der Abfallerfassung:


Beispiele für geordnete Abfallerfassung

Abfall Erfassung
alte Festplatten gesonderte Sammlung in verschlossenem Behälter
alte Kabel getrennte Sammlung nach Kabelart oder Material
Akkus Sammlung in geeignetem Batteriebehälter
Toner Rückgabebox oder Herstellerrücknahme
Verpackung Papier, Karton, Kunststoff getrennt sammeln
alte Hardware Inventarliste prüfen und Entsorgung dokumentieren

Lagerung von Abfällen

Abfälle müssen bis zur Entsorgung sicher und getrennt gelagert werden.

Wichtige Regeln:


Getrennte Lagerung

Getrennte Lagerung bedeutet, dass unterschiedliche Abfallarten nicht vermischt werden.

Warum?

Nur getrennte Abfälle können richtig recycelt oder fachgerecht entsorgt werden.

Beispiele:

Nicht sinnvoll Besser
Festplatten, Kabel und Batterien zusammen in einer Kiste getrennte Behälter für Datenträger, Kabel und Batterien
Toner im Restmüll Toner in Rücknahmebox
Akkus bei Papierabfall Akkus in geeigneten Batteriebehälter
vertrauliche Ausdrucke im Papierkorb Datenschutzbehälter oder Aktenvernichtung
Kartons im Serverraum Kartonage getrennt im vorgesehenen Bereich sammeln

Kennzeichnung

Kennzeichnung bedeutet, dass Behälter, Lagerorte oder Stoffe eindeutig beschriftet werden.

Ziele der Kennzeichnung:

Beispiele für Kennzeichnungen:


Entsorgung von Datenträgern

Datenträger sind besonders kritisch, weil sie Daten enthalten können.

Beispiele:

Risiken bei falscher Entsorgung:


Sichere Datenträgerentsorgung

Vor der Entsorgung muss geklärt werden, ob Daten sicher gelöscht oder der Datenträger vernichtet werden muss.

Mögliche Maßnahmen:

Wichtig:

Einfaches Löschen oder Formatieren reicht oft nicht aus, weil Daten wiederhergestellt werden können.


Datenschutz und Umweltschutz bei Datenträgern

Bei Datenträgern müssen zwei Ziele gleichzeitig beachtet werden:

Ziel Bedeutung
Datenschutz Daten dürfen nicht in falsche Hände geraten
Umweltschutz Rohstoffe sollen recycelt und Schadstoffe richtig entsorgt werden

Prüfungsnah:

Datenträger nicht einfach wegwerfen.
Erst Datenschutz klären, dann fachgerecht entsorgen oder recyceln.


Entsorgung von Kabeln

Kabel enthalten oft wertvolle Rohstoffe, zum Beispiel Kupfer oder andere Metalle.

Beispiele:

Warum getrennt sammeln?

Wichtig:

Noch nutzbare Kabel sollten nicht vorschnell entsorgt werden.

Erst prüfen:


Entsorgung von Hardware

Hardware darf nicht einfach in den Restmüll.

Beispiele für Hardware-Abfälle:

Mögliche Schritte vor der Entsorgung:

  1. Inventar prüfen
  2. Daten entfernen oder Datenträger ausbauen
  3. Wiederverwendung prüfen
  4. Reparatur prüfen
  5. Entsorgungsweg festlegen
  6. Entsorgung dokumentieren
  7. Recycling oder zertifizierte Entsorgung nutzen

Akkus und Batterien

Akkus und Batterien sind besonders kritisch.

Warum?

Beispiele im IT-Bereich:

Richtiges Verhalten:


Toner und Druckerzubehör

Toner und Druckerzubehör sollten nicht achtlos entsorgt werden.

Mögliche Bestandteile:

Richtiger Umgang:


Verpackungen

IT-Hardware verursacht oft viel Verpackungsmaterial.

Beispiele:

Maßnahmen:


Sichere Lagerung bis zur Entsorgung

Bis zur Entsorgung müssen Abfälle sicher gelagert werden.

Wichtig:


Beispiel: Entsorgung alter Firmen-Notebooks

Ein Betrieb möchte alte Notebooks entsorgen.

Sinnvolle Reihenfolge:

Inventar prüfen
→ Zustand bewerten
→ Datenträger ausbauen oder sicher löschen
→ Wiederverwendung prüfen
→ Akkus beachten
→ zertifizierte Entsorgung oder Recycling wählen
→ Entsorgung dokumentieren

Warum?


Beispiel: Entsorgung alter Netzwerkkabel

Alte Netzwerkkabel werden gesammelt.

Falsches Verhalten:

Richtiges Verhalten:


Bezug zur Prüfung

In der Prüfung können Situationen beschrieben werden, bei denen du richtiges oder falsches Entsorgungsverhalten erkennen sollst.

Typische Aufgaben:


Typische Prüfungsfrage 1

Was sind branchenspezifische Abfälle im IT-Bereich?

Antwort anzeigen

Branchenspezifische Abfälle im IT-Bereich sind zum Beispiel Elektroschrott, Datenträger, Kabel, Akkus, Batterien, Toner, Druckerzubehör und Verpackungen von Hardware.


Typische Prüfungsfrage 2

Warum müssen Datenträger besonders sorgfältig entsorgt werden?

Antwort anzeigen

Weil Datenträger vertrauliche oder personenbezogene Daten enthalten können. Vor Entsorgung oder Weitergabe müssen Daten sicher gelöscht oder der Datenträger sicher vernichtet werden.


Typische Prüfungsfrage 3

Warum reicht einfaches Löschen bei Festplatten oder SSDs oft nicht aus?

Antwort anzeigen

Weil gelöschte Daten unter Umständen wiederhergestellt werden können. Deshalb sind sichere Löschverfahren oder physische Vernichtung erforderlich.


Typische Prüfungsfrage 4

Warum sollten Kabel getrennt gesammelt werden?

Antwort anzeigen

Kabel enthalten wertvolle Rohstoffe wie Metalle. Durch getrennte Sammlung können sie besser recycelt werden.


Typische Prüfungsfrage 5

Warum dürfen Akkus und Batterien nicht in den Restmüll?

Antwort anzeigen

Akkus und Batterien können Schadstoffe enthalten, wertvolle Rohstoffe enthalten und bei Beschädigung eine Brandgefahr darstellen. Sie müssen getrennt und fachgerecht entsorgt werden.


Typische Prüfungsfrage 6

Warum ist Kennzeichnung bei Abfallbehältern wichtig?

Antwort anzeigen

Kennzeichnung verhindert Verwechslungen, erleichtert richtige Entsorgung, macht Gefahren erkennbar und unterstützt Recycling sowie Datenschutz.


Typische Prüfungsfrage 7

Warum sollten Abfälle getrennt gelagert werden?

Antwort anzeigen

Weil unterschiedliche Abfallarten unterschiedlich recycelt oder entsorgt werden müssen. Getrennte Lagerung verhindert Vermischung und erleichtert fachgerechte Entsorgung.


Typische Prüfungsfrage 8

Warum sollte Elektroschrott nicht im Serverraum gelagert werden?

Antwort anzeigen

Elektroschrott und Verpackungen können Brandlasten erhöhen, Platz blockieren, Luftzirkulation verschlechtern und Ordnung sowie Sicherheit im Serverraum beeinträchtigen.


Typische Prüfungsfrage 9

Welche Schritte sind sinnvoll, bevor alte Firmen-Notebooks entsorgt werden?

Antwort anzeigen

Inventar prüfen, Zustand bewerten, Datenträger sicher löschen oder ausbauen, Wiederverwendung prüfen, Akkus beachten, zertifizierte Entsorgung wählen und Entsorgung dokumentieren.


Merksatz

Seite 4.6 Verpackungsentsorgung, Immissionsschutz und externe Auswirkungen

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, wie Verpackungen entsorgt werden, was Immissionsschutz bedeutet und welche Auswirkungen betriebliche Tätigkeiten auf Umwelt, Pflanzen, Tiere und Lebensräume haben können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Warum ist Verpackungsentsorgung wichtig?

In Betrieben entstehen viele Verpackungsabfälle.

Gerade in IT-Betrieben passiert das häufig durch:

Typische Verpackungen im IT-Bereich:


Umweltprobleme durch Verpackungen

Verpackungen belasten die Umwelt, wenn sie unnötig entstehen oder falsch entsorgt werden.

Mögliche Probleme:


Richtiger Umgang mit Verpackungen

Verpackungen sollten möglichst vermieden, wiederverwendet oder recycelt werden.

Sinnvolle Reihenfolge:

Verpackung vermeiden
→ Verpackung wiederverwenden
→ Verpackung getrennt sammeln
→ Verpackung recyceln
→ Rest fachgerecht entsorgen

Beispiele im Betrieb:

Situation Besseres Verhalten
viele Einzelbestellungen Sammelbestellungen prüfen
Kartons im Serverraum Kartons entfernen und getrennt sammeln
brauchbare Verpackung für Rücksendungen wiederverwenden
Plastikfolie getrennt entsorgen, wenn System vorhanden
Verpackung von Hardware Karton, Folie und Styropor trennen
Paletten Rückgabe oder Wiederverwendung prüfen

Duales System

Das Duale System ist ein System zur Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen.

Einfach gesagt:

Verpackungen sollen nicht einfach im Restmüll landen, sondern getrennt gesammelt und verwertet werden.

Typische Beispiele:

Wichtig für die Prüfung:

Das Duale System hat mit Verpackungsentsorgung zu tun.

Es ist nicht das gleiche wie das duale Ausbildungssystem.


Duales System vs. duales Ausbildungssystem

Begriff Bedeutung
Duales System bei Verpackungen Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen
Duales Ausbildungssystem Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule

Merksatz

Duales System bei Verpackungen = Mülltrennung und Verwertung.
Duale Ausbildung = Betrieb und Berufsschule.


Beispiel: Verpackung einer Monitorlieferung

Ein Betrieb erhält zehn neue Monitore.

Dabei entstehen:

Richtiges Verhalten:


Immissionsschutz

Immissionsschutz bedeutet, Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Atmosphäre sowie Kultur- und Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen zu schützen.

Einfach gesagt:

Immissionsschutz soll verhindern, dass Lärm, Luftverschmutzung, Gerüche, Erschütterungen oder andere Einwirkungen die Umwelt oder Menschen schädigen.


Emission und Immission

Diese beiden Begriffe werden oft verwechselt.

Begriff Bedeutung Beispiel
Emission etwas wird von einer Quelle abgegeben ein Gerät erzeugt Lärm
Immission etwas wirkt auf Menschen oder Umwelt ein Beschäftigte hören den Lärm

Einfach gesagt:

Emission = was rausgeht.
Immission = was ankommt.


Beispiele für Emissionen und Immissionen

Situation Emission Immission
lauter Serverraum Lärm durch Lüfter Lärm wirkt auf Mitarbeiter
Klimaanlage Geräusche und Abwärme Umgebung wird belastet
Dienstfahrzeug Abgase Luftbelastung in der Umgebung
Drucker Geräusch, Wärme, eventuell Partikel Belastung im Büro
Baustelle im Betrieb Staub und Lärm Belastung für Beschäftigte und Nachbarn

Immissionsschutzgesetz

Das Immissionsschutzgesetz dient dem Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen.

Im betrieblichen Zusammenhang geht es besonders darum, Belastungen durch Anlagen, Geräte oder betriebliche Tätigkeiten zu vermeiden oder zu begrenzen.

Mögliche Bereiche:

Bezug zum IT-Betrieb:

Ein normaler IT-Bürobetrieb hat meist weniger starke Immissionen als ein Industriebetrieb.

Trotzdem können relevant sein:


Technische Anleitungen zu Lärm, Luft und Abfall

Der Prüfungskatalog nennt technische Anleitungen zu:

Diese technischen Regeln oder Anleitungen helfen dabei, gesetzliche Anforderungen praktisch umzusetzen.

Einfach gesagt:

Sie geben Richtwerte, Anforderungen oder Vorgehensweisen vor, damit Betriebe Umweltbelastungen begrenzen.


Lärm

Lärm ist unerwünschter oder störender Schall.

Beispiele im IT-Umfeld:

Mögliche Folgen:

Mögliche Maßnahmen:


Luft

Luft kann durch Stoffe, Partikel oder Gerüche belastet werden.

Beispiele im IT- und Büroumfeld:

Mögliche Maßnahmen:


Abfall

Abfall kann Umwelt und Betrieb belasten, wenn er falsch gelagert oder entsorgt wird.

Beispiele:

Mögliche Maßnahmen:


Auswirkungen auf Umwelt

Betriebliche Tätigkeiten können direkte und indirekte Folgen für die Umwelt haben.

Direkte Auswirkungen:

Indirekte Auswirkungen:


Auswirkungen auf Pflanzen

Pflanzen können durch Umweltbelastungen geschädigt werden.

Beispiele:

Bezug zum Betrieb:

Wenn Abfälle oder Schadstoffe falsch entsorgt werden, können Boden und Wasser belastet werden. Das kann Pflanzen schädigen.


Auswirkungen auf Tiere

Tiere können durch betriebliche Umweltbelastungen beeinträchtigt werden.

Beispiele:

Bezug zum IT-Betrieb:

Unsachgemäß entsorgte Akkus, Kabel, Kunststoffe oder Verpackungen können Tiere und Lebensräume belasten.


Auswirkungen auf Lebensräume

Lebensräume können durch wirtschaftliche Tätigkeiten verändert oder geschädigt werden.

Beispiele:

Wichtig:

Auch wenn ein IT-Betrieb selbst keine Rohstoffe abbaut, nutzt er Produkte, deren Herstellung und Entsorgung Auswirkungen auf Lebensräume haben kann.


Externe Auswirkungen betrieblicher Tätigkeiten

Externe Auswirkungen sind Folgen, die nicht nur den Betrieb selbst betreffen, sondern auch Umwelt, Gesellschaft oder andere Menschen.

Beispiele:

Betriebliche Tätigkeit Externe Auswirkung
Hardware kaufen Rohstoffabbau und Produktion belasten Umwelt
Geräte lange laufen lassen höherer Stromverbrauch
falsche Entsorgung Schadstoffe können Umwelt belasten
viele Lieferungen mehr Verkehr und Emissionen
laute technische Anlagen Lärmbelastung für Beschäftigte oder Nachbarn
Verpackungsmüll mehr Abfall und Ressourcenverbrauch

Bezug zur Prüfung

In der Prüfung können Fragen dazu kommen, wie betriebliche Tätigkeiten Umwelt, Pflanzen, Tiere oder Lebensräume beeinflussen.

Du solltest besonders können:


Typische Prüfungsfrage 1

Was ist das Duale System bei Verpackungen?

Antwort anzeigen

Das Duale System ist ein System zur Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen, zum Beispiel über Gelbe Tonne oder Gelben Sack.


Typische Prüfungsfrage 2

Was ist der Unterschied zwischen dem Dualen System und dem dualen Ausbildungssystem?

Antwort anzeigen

Das Duale System bei Verpackungen betrifft Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen.

Das duale Ausbildungssystem bedeutet Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule.


Typische Prüfungsfrage 3

Was ist der Unterschied zwischen Emission und Immission?

Antwort anzeigen

Emission bedeutet, dass etwas von einer Quelle abgegeben wird, zum Beispiel Lärm.
Immission bedeutet, dass diese Einwirkung bei Menschen oder Umwelt ankommt.


Typische Prüfungsfrage 4

Nenne zwei mögliche Immissionen im IT-Betrieb.

Antwort anzeigen

Beispiele sind Lärm durch Serverlüfter oder Drucker sowie Abwärme durch Server und Klimaanlagen.


Typische Prüfungsfrage 5

Warum kann Lärm eine Umweltbelastung sein?

Antwort anzeigen

Lärm kann Menschen belasten, die Konzentration stören, Stress verursachen und auch die Umgebung oder Nachbarschaft beeinträchtigen.


Typische Prüfungsfrage 6

Nenne zwei Maßnahmen gegen Luftbelastung im Büro.

Antwort anzeigen

Beispiele sind regelmäßiges Lüften, geeignete Druckerstandorte, vorsichtiger Tonerwechsel, Wartung von Klimaanlagen und sachgerechter Umgang mit Reinigungsmitteln.


Typische Prüfungsfrage 7

Warum kann falsche Entsorgung Pflanzen, Tiere und Lebensräume schädigen?

Antwort anzeigen

Falsche Entsorgung kann Schadstoffe in Boden, Wasser oder Luft bringen. Dadurch können Pflanzen geschädigt, Tiere gefährdet und Lebensräume belastet werden.


Typische Prüfungsfrage 8

Warum haben auch IT-Produkte Auswirkungen auf Lebensräume?

Antwort anzeigen

IT-Produkte benötigen Rohstoffe, Energie, Produktion, Transport und Entsorgung. Diese Prozesse können Umwelt und Lebensräume belasten.


Typische Prüfungsfrage 9

Warum sollten Verpackungen getrennt gesammelt werden?

Antwort anzeigen

Damit sie sortiert, recycelt oder fachgerecht verwertet werden können. Dadurch werden Rohstoffe geschont und Abfall reduziert.


Merksatz

Seite 4.7 Nachhaltigkeit, Einkauf, Lieferantenauswahl und Rechtsfolgen

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, wie Nachhaltigkeit im Betrieb umgesetzt wird, wie Einkauf und Lieferantenauswahl unter Nachhaltigkeitsaspekten erfolgen können und welche Folgen Verstöße gegen Umweltvorschriften haben können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit bedeutet, so zu handeln, dass heutige Bedürfnisse erfüllt werden, ohne die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen unnötig zu gefährden.

Im Betrieb bedeutet das:

Einfach gesagt:

Nachhaltigkeit heißt: Nicht nur kurzfristig billig oder bequem handeln, sondern langfristige Folgen berücksichtigen.


Die drei Bereiche der Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit wird oft in drei Bereiche unterteilt.

Bereich Bedeutung Beispiel im Betrieb
ökologische Nachhaltigkeit Umwelt und Ressourcen schützen Strom sparen, Recycling, langlebige Geräte
ökonomische Nachhaltigkeit langfristig wirtschaftlich handeln Geräte mit guter Lebensdauer kaufen
soziale Nachhaltigkeit Menschen und Arbeitsbedingungen berücksichtigen faire Lieferketten, Arbeitsschutz, gute Ausbildung

Ökologische Nachhaltigkeit

Ökologische Nachhaltigkeit betrachtet die Auswirkungen auf Umwelt und Natur.

Beispiele:


Ökonomische Nachhaltigkeit

Ökonomische Nachhaltigkeit bedeutet, wirtschaftlich langfristig sinnvoll zu handeln.

Es geht nicht nur darum, den billigsten Preis zu wählen.

Beispiel:

Ein sehr billiger Drucker kann auf den ersten Blick günstig sein.

Wenn Toner teuer ist, das Gerät schnell kaputtgeht und viel Strom verbraucht, kann er langfristig teurer und weniger nachhaltig sein.


Soziale Nachhaltigkeit

Soziale Nachhaltigkeit berücksichtigt Menschen und Arbeitsbedingungen.

Beispiele:


Nachhaltigkeit im IT-Betrieb

In IT-Betrieben ist Nachhaltigkeit besonders wichtig bei:


Wirtschaftliche Nachhaltigkeit beim Einkauf

Beim Einkauf sollte nicht nur der Anschaffungspreis betrachtet werden.

Wichtig sind die gesamten Kosten und Folgen über die Nutzungsdauer.

Zu berücksichtigen sind zum Beispiel:


Total Cost of Ownership

Total Cost of Ownership bedeutet Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer.

Einfach gesagt:

Nicht nur Kaufpreis betrachten, sondern alle Kosten.

Beispiel Notebook:

Kostenart Beispiel
Anschaffung Kaufpreis des Notebooks
Betrieb Stromverbrauch
Wartung Reparaturen, Ersatzteile
Software Lizenzen
Support Arbeitszeit für Einrichtung und Betreuung
Ausfallkosten Produktivitätsverlust bei Defekten
Entsorgung fachgerechte Entsorgung am Ende der Nutzung

Prüfungsnah:

Ein teureres Gerät kann langfristig wirtschaftlicher sein, wenn es länger hält, weniger Strom verbraucht und seltener ausfällt.


Beispiel: Nachhaltiger Einkauf von Monitoren

Ein Betrieb möchte neue Monitore kaufen.

Nicht nur betrachten:

Besser zusätzlich prüfen:


Lieferantenauswahl unter Nachhaltigkeitsaspekten

Auch die Auswahl von Lieferanten kann nachhaltig erfolgen.

Mögliche Kriterien:


Beispiel: Lieferantenauswahl

Ein Unternehmen kann zwischen zwei Hardwarelieferanten wählen.

Kriterium Lieferant A Lieferant B
Preis günstiger etwas teurer
Verpackung viel Einwegplastik reduzierte Verpackung
Rücknahme alter Geräte nein ja
Ersatzteile schwer verfügbar gut verfügbar
Lieferweg weit regionaler
Nachhaltigkeitsnachweise keine vorhanden

Bewertung:

Lieferant B kann trotz höherem Preis nachhaltiger und langfristig sinnvoller sein.


Nachhaltigkeit und Zielkonflikte

Nachhaltige Entscheidungen können Zielkonflikte verursachen.

Beispiele:

Ziel 1 Ziel 2 Konflikt
niedriger Einkaufspreis langlebige Geräte bessere Geräte kosten oft mehr
schnelle Lieferung geringe Umweltbelastung Expressversand kann mehr Transportaufwand bedeuten
hohe Verfügbarkeit geringer Energieverbrauch Redundanz verbraucht mehr Strom
Datenschutz Wiederverwendung alter Datenträger Daten müssen sicher gelöscht oder Datenträger vernichtet werden
geringe Kosten faire Lieferbedingungen faire Lieferketten können teurer sein

Wichtig für die Prüfung:

Nachhaltigkeit bedeutet oft, verschiedene Ziele abzuwägen und die Entscheidung begründen zu können.


Sparsamer Umgang mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen

Der Prüfungskatalog nennt ausdrücklich den sparsamen Umgang mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.


Rohstoffe

Rohstoffe sind Grundmaterialien, die für Produkte benötigt werden.

Beispiele im IT-Kontext:


Hilfsstoffe

Hilfsstoffe unterstützen Prozesse oder gehen nur untergeordnet in Produkte ein.

Beispiele:


Betriebsstoffe

Betriebsstoffe werden für den Betrieb benötigt.

Beispiele:


Sparsamer Umgang im Arbeitsalltag

Stoff / Ressource Sparsamer Umgang
Strom Geräte ausschalten, Energiesparmodus nutzen
Papier digital arbeiten, Duplexdruck nutzen
Toner nur notwendige Ausdrucke
Kabel brauchbare Kabel wiederverwenden
Hardware pfleglich behandeln, Reparatur prüfen
Verpackung wiederverwenden oder getrennt entsorgen
Wasser unnötigen Verbrauch vermeiden
Akkus sachgerecht nutzen und entsorgen

Kennzeichnung und getrennte Lagerung

Bestimmte Stoffe und Abfälle müssen klar gekennzeichnet und getrennt gelagert werden.

Warum?


Beispiele für Kennzeichnung


Beispiele für getrennte Lagerung

Material Warum getrennt lagern?
Akkus Brandgefahr und Schadstoffe
Datenträger Datenschutz
Kabel Rohstoffrecycling
Toner fachgerechte Rückgabe
Papier Recycling
Verpackungen getrennte Verwertung
defekte Netzteile elektrische Sicherheit
vertrauliche Ausdrucke Datenschutz

Abfallvermeidung

Abfallvermeidung bedeutet, Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen.

Beispiele:

Merksatz:

Der beste Abfall ist der, der gar nicht entsteht.


Abfallreduzierung

Abfallreduzierung bedeutet, die entstehende Abfallmenge zu verringern.

Beispiele:


Abfallvermeidung vs. Abfallreduzierung

Begriff Bedeutung Beispiel
Abfallvermeidung Abfall entsteht gar nicht Dokument wird nicht gedruckt
Abfallreduzierung weniger Abfall entsteht Dokument wird doppelseitig gedruckt

Rechtsfolgen bei Nichteinhaltung

Wenn Umweltvorschriften nicht eingehalten werden, kann das Folgen haben.

Mögliche Rechtsfolgen:


Weitere Folgen für den Betrieb

Neben rechtlichen Folgen kann es auch weitere Nachteile geben.

Beispiele:


Beispiel: Falsche Entsorgung von Datenträgern

Ein Betrieb entsorgt alte Festplatten im Elektroschrott, ohne Daten sicher zu löschen.

Mögliche Folgen:

Wichtig:

Hier überschneiden sich Umweltschutz, Datenschutz und IT-Sicherheit.


Beispiel: Falsche Entsorgung von Akkus

Ein defekter Akku wird im Restmüll entsorgt.

Mögliche Folgen:


Nachhaltige Beschaffung: einfache Prüfliste

Vor dem Kauf neuer IT-Geräte kann man prüfen:


Bezug zur Prüfung

In der Prüfung können Aufgaben vorkommen, bei denen du nachhaltige Entscheidungen beurteilen sollst.

Typische Aufgaben:


Typische Prüfungsfrage 1

Was bedeutet Nachhaltigkeit im Betrieb?

Antwort anzeigen

Nachhaltigkeit bedeutet, Ressourcen zu schonen, Umweltbelastungen zu reduzieren, wirtschaftlich langfristig sinnvoll zu handeln und soziale Verantwortung zu berücksichtigen.


Typische Prüfungsfrage 2

Welche drei Bereiche der Nachhaltigkeit gibt es häufig?

Antwort anzeigen

Ökologische Nachhaltigkeit, ökonomische Nachhaltigkeit und soziale Nachhaltigkeit.


Typische Prüfungsfrage 3

Warum sollte beim Einkauf nicht nur der Anschaffungspreis betrachtet werden?

Antwort anzeigen

Weil auch Stromverbrauch, Wartung, Lebensdauer, Reparierbarkeit, Entsorgung, Ausfallkosten und Betriebskosten wichtig sind. Entscheidend sind oft die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer.


Typische Prüfungsfrage 4

Was bedeutet Total Cost of Ownership?

Antwort anzeigen

Total Cost of Ownership bedeutet Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer eines Produkts, nicht nur der Kaufpreis.


Typische Prüfungsfrage 5

Nenne drei Nachhaltigkeitskriterien bei der Lieferantenauswahl.

Antwort anzeigen

Beispiele sind Umweltstandards, faire Arbeitsbedingungen, kurze Lieferwege, geringe Verpackung, Rücknahmesysteme, Reparaturservice, Ersatzteilverfügbarkeit und transparente Lieferketten.


Typische Prüfungsfrage 6

Was ist der Unterschied zwischen Abfallvermeidung und Abfallreduzierung?

Antwort anzeigen

Abfallvermeidung bedeutet, dass Abfall gar nicht erst entsteht. Abfallreduzierung bedeutet, dass weniger Abfall entsteht.


Typische Prüfungsfrage 7

Warum sind Kennzeichnung und getrennte Lagerung wichtig?

Antwort anzeigen

Sie verhindern Verwechslungen, erleichtern fachgerechte Entsorgung, verbessern Recycling, machen Gefahren erkennbar und helfen beim Einhalten von Datenschutz- und Umweltvorgaben.


Typische Prüfungsfrage 8

Nenne mögliche Rechtsfolgen bei Nichteinhaltung von Umweltvorschriften.

Antwort anzeigen

Mögliche Folgen sind Bußgelder, behördliche Anordnungen, Entsorgungspflichten, Schadensersatzforderungen, Betriebsauflagen oder bei schweren Verstößen auch strafrechtliche Folgen.


Typische Prüfungsfrage 9

Warum kann ein günstiges Gerät langfristig unwirtschaftlich sein?

Antwort anzeigen

Ein günstiges Gerät kann hohe Stromkosten, kurze Lebensdauer, schlechte Reparierbarkeit, teure Ersatzteile oder häufige Ausfälle verursachen. Dadurch können die Gesamtkosten höher sein.


Typische Prüfungsfrage 10

Nenne ein Beispiel für einen Zielkonflikt bei nachhaltigem Einkauf.

Antwort anzeigen

Ein langlebiges und energieeffizientes Gerät ist in der Anschaffung teurer, kann aber langfristig nachhaltiger und wirtschaftlicher sein.


Merksatz

Kompakte Wiederholung und Prüfungsfragen zu Kapitel 4

Hinweis

Diese Seite ist kein eigener Fragenkomplex im IHK-Prüfungskatalog.

Sie dient nur zum Wiederholen, Üben und Festigen der Inhalte aus Kapitel 4.

Kapitel 4 behandelt den Bereich:

Umweltschutz


Kompakte Wiederholung


1. Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb

Umweltbelastungen sind schädliche oder nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt.

Typische Umweltbelastungen im Betrieb

Bereich Umweltbelastung
Büro Papierverbrauch, Stromverbrauch, Heizung, Beleuchtung
IT-Arbeitsplatz PCs, Monitore, Ladegeräte, Dockingstations
Serverraum hoher Stromverbrauch, Wärmeentwicklung, Kühlung
Drucker Papier, Toner, Tinte, Fehldrucke
Hardware Elektroschrott, Akkus, Batterien, defekte Geräte
Netzwerk dauerhaft laufende Switches, Router, Access Points
Lager Verpackungen, Kartons, Plastik
Transport Lieferfahrten, Dienstfahrten, Versand

Mögliche Maßnahmen

Merksatz

Auch IT-Betriebe belasten die Umwelt, vor allem durch Stromverbrauch, Hardware, Elektroschrott, Druck und Verpackungen.


2. Umweltbelastungen durch IT-Prozesse

IT-Prozesse wirken oft sauber, verursachen aber trotzdem Umweltbelastungen.

Typische IT-Prozesse mit Umweltwirkung

IT-Prozess Umweltbelastung
Serverbetrieb Stromverbrauch, Wärme, Kühlung
Netzwerkbetrieb dauerhafter Stromverbrauch
Backup Speicherplatz, Datenträger, Energie
Drucksysteme Papier, Toner, Energie
Datenspeicherung Speicherbedarf, Server, Kühlung
Cloud-Nutzung Rechenzentrum, Strom, Datenübertragung
Hardwareaustausch Elektroschrott, Verpackung
USV-Anlagen Akkus, Energieverluste, Wärme

USV-Anlagen

USV bedeutet unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Eine USV verbessert:

Eine USV verursacht aber auch:

Merksatz

USV-Anlagen erhöhen die IT-Sicherheit und Verfügbarkeit, verursachen aber zusätzliche Umweltbelastungen durch Energieverbrauch und Akkus.


3. Energie- und Ressourcenverwendung

Rationelle Energie- und Ressourcenverwendung bedeutet, Energie und Materialien sparsam und sinnvoll einzusetzen.

Typische Maßnahmen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Begriff Bedeutung Beispiel
Rohstoffe Grundmaterialien Metalle, Kunststoffe, seltene Erden
Hilfsstoffe unterstützende Stoffe Verpackung, Kabelbinder, Etiketten
Betriebsstoffe für den Betrieb notwendig Strom, Wasser, Kühlmittel, Toner

Merksatz

Energiesparen spart Kosten und schützt die Umwelt. Auch bei Ökostrom bleibt sparsamer Verbrauch sinnvoll.


4. Speicher- und Printmedien, Recycling und Abfallvermeidung

Speicher- und Printmedien müssen umweltbewusst und datenschutzgerecht behandelt werden.

Speichermedien

Beispiele:

Printmedien

Beispiele:

Wichtig bei Speichermedien

Speichermedien enthalten oft vertrauliche oder personenbezogene Daten.

Deshalb gilt:

Abfallhierarchie

1. Vermeiden
2. Wiederverwenden
3. Recyceln
4. Fachgerecht entsorgen

Merksatz

Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht.


5. Branchenspezifische Abfälle und Entsorgung

Branchenspezifische Abfälle sind Abfälle, die typisch für eine bestimmte Branche entstehen.

Typische IT-Abfälle

Abfallart Beispiele
Elektroschrott PCs, Monitore, Router, Switches, Drucker
Datenträger HDDs, SSDs, USB-Sticks, Backup-Bänder
Kabel Netzwerkkabel, Stromkabel, Adapter
Akkus/Batterien Notebook-Akkus, USV-Akkus, Batterien
Druckerzubehör Toner, Tintenpatronen, Kartuschen
Verpackungen Kartons, Folien, Styropor, Plastik
Papier Ausdrucke, Dokumentationen, Fehldrucke

Wichtige Regeln

Merksatz

Bei IT-Abfällen immer an zwei Dinge denken: Umweltschutz und Datenschutz.


6. Verpackungsentsorgung, Immissionsschutz und externe Auswirkungen

Verpackungen entstehen im IT-Bereich häufig durch Hardwarelieferungen, Ersatzteile und Verbrauchsmaterial.

Duales System bei Verpackungen

Das Duale System dient der Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen.

Nicht verwechseln:

Begriff Bedeutung
Duales System bei Verpackungen Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen
Duales Ausbildungssystem Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule

Emission und Immission

Begriff Bedeutung Beispiel
Emission etwas wird von einer Quelle abgegeben Serverlüfter erzeugt Lärm
Immission etwas wirkt auf Menschen oder Umwelt ein Mitarbeiter hört den Lärm

Einfach gesagt:

Emission = was rausgeht.
Immission = was ankommt.


Mögliche Umweltwirkungen

Betriebliche Tätigkeiten können Auswirkungen haben auf:

Beispiele

Merksatz

Auch ein IT-Betrieb hat Umweltwirkungen, direkt durch Nutzung und Entsorgung sowie indirekt durch Herstellung, Transport und Lieferketten.


7. Nachhaltigkeit, Einkauf, Lieferantenauswahl und Rechtsfolgen

Nachhaltigkeit bedeutet, langfristig verantwortungsvoll zu handeln.

Drei Bereiche der Nachhaltigkeit

Bereich Bedeutung Beispiel
ökologisch Umwelt schützen Strom sparen, Recycling
ökonomisch langfristig wirtschaftlich handeln langlebige Geräte kaufen
sozial Menschen berücksichtigen faire Lieferketten, Arbeitsschutz

Nachhaltiger Einkauf

Beim Einkauf zählt nicht nur der Kaufpreis.

Wichtig sind auch:

Total Cost of Ownership

Total Cost of Ownership bedeutet:

Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer.

Merksatz

Ein billiges Gerät kann langfristig teuer und weniger nachhaltig sein.


Lieferantenauswahl unter Nachhaltigkeitsaspekten

Mögliche Kriterien:


Rechtsfolgen bei Nichteinhaltung

Wenn Umweltvorschriften nicht eingehalten werden, kann das Folgen haben.

Mögliche Folgen

Merksatz

Umweltschutz ist nicht freiwillig egal, sondern kann rechtliche und wirtschaftliche Folgen haben.


Prüfungsfragen zu Kapitel 4

1. Nenne drei Umweltbelastungen durch einen IT-Ausbildungsbetrieb.

Antwort anzeigen

Beispiele sind hoher Stromverbrauch durch IT-Geräte, Elektroschrott durch alte Hardware und Papier- oder Tonerverbrauch durch Drucker.


2. Wie kann ein Ausbildungsbetrieb zum Umweltschutz beitragen?

Antwort anzeigen

Ein Betrieb kann energieeffiziente Geräte einsetzen, Strom sparen, Papierverbrauch reduzieren, Abfall trennen, Elektroschrott fachgerecht entsorgen und Mitarbeiter zum Umweltschutz unterweisen.


3. Was kann ein Auszubildender im Alltag für den Umweltschutz tun?

Antwort anzeigen

Ein Auszubildender kann Geräte ausschalten, unnötige Ausdrucke vermeiden, Müll trennen, defekte Geräte melden und Batterien oder Elektroschrott fachgerecht entsorgen.


4. Warum können IT-Prozesse die Umwelt belasten?

Antwort anzeigen

IT-Prozesse belasten die Umwelt zum Beispiel durch Stromverbrauch, Wärmeentwicklung, Kühlbedarf, Hardwareherstellung, Elektroschrott, Akkus, Druckverbrauch und Datenspeicherung.


5. Was ist eine USV?

Antwort anzeigen

Eine USV ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Sie versorgt Geräte bei Stromausfall kurzfristig weiter, damit Systeme geschützt und geordnet heruntergefahren werden können.


6. Warum kann eine USV aus Umweltsicht problematisch sein?

Antwort anzeigen

Eine USV verbraucht Energie, erzeugt Wärme und enthält Akkus, die regelmäßig ersetzt und fachgerecht entsorgt werden müssen.


7. Was bedeutet rationelle Energieverwendung?

Antwort anzeigen

Rationelle Energieverwendung bedeutet, Energie sinnvoll, sparsam und effizient einzusetzen und unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden.


8. Nenne drei Beispiele für unnötige Gerätelaufzeiten.

Antwort anzeigen

Beispiele sind Monitore, die über Nacht laufen, PCs, die nach Feierabend eingeschaltet bleiben, oder Testserver, die nach Projektende nicht abgeschaltet werden.


9. Warum ist Standby-Verbrauch problematisch?

Antwort anzeigen

Auch im Standby verbrauchen Geräte Strom. Bei vielen Geräten und langer Laufzeit kann sich dieser Verbrauch stark summieren.


10. Warum kann Virtualisierung Energie und Ressourcen sparen?

Antwort anzeigen

Durch Virtualisierung können mehrere Systeme auf weniger physischer Hardware betrieben werden. Dadurch können Stromverbrauch, Platzbedarf, Hardwarebedarf und Kühlbedarf sinken.


11. Was zählt zu Printmedien?

Antwort anzeigen

Zu Printmedien zählen zum Beispiel Papier, Ausdrucke, Kopien, Formulare, Etiketten, Toner, Tinte und Druckerkartuschen.


12. Was zählt zu Speichermedien?

Antwort anzeigen

Zu Speichermedien zählen zum Beispiel Festplatten, SSDs, USB-Sticks, Speicherkarten, Backup-Bänder, CDs, DVDs und externe Laufwerke.


13. Wie kann Papierverbrauch reduziert werden?

Antwort anzeigen

Zum Beispiel durch digitale Dokumente, Duplexdruck, Druckvorschau, Vermeidung unnötiger Ausdrucke und Nutzung zentraler digitaler Ablagen.


14. Was bedeutet Duplexdruck?

Antwort anzeigen

Duplexdruck bedeutet beidseitiges Drucken. Dadurch wird Papier eingespart.


15. Warum müssen Speichermedien besonders sorgfältig entsorgt werden?

Antwort anzeigen

Weil Speichermedien Elektroschrott enthalten und gleichzeitig vertrauliche oder personenbezogene Daten gespeichert haben können.


16. Reicht es aus, Dateien vor der Entsorgung einfach zu löschen?

Antwort anzeigen

Nein. Einfaches Löschen oder Leeren des Papierkorbs reicht nicht aus, weil Daten oft wiederhergestellt werden können. Datenträger müssen sicher gelöscht oder vernichtet werden.


17. Was ist der Unterschied zwischen Wiederverwendung und Recycling?

Antwort anzeigen

Wiederverwendung bedeutet, dass ein Produkt erneut benutzt wird. Recycling bedeutet, dass Material aufbereitet und als Rohstoff wieder genutzt wird.


18. Was sind branchenspezifische Abfälle im IT-Bereich?

Antwort anzeigen

Branchenspezifische Abfälle im IT-Bereich sind zum Beispiel Elektroschrott, Datenträger, Kabel, Akkus, Batterien, Toner, Druckerzubehör und Verpackungen von Hardware.


19. Warum müssen Datenträger besonders sorgfältig entsorgt werden?

Antwort anzeigen

Weil Datenträger vertrauliche oder personenbezogene Daten enthalten können. Vor Entsorgung oder Weitergabe müssen Daten sicher gelöscht oder der Datenträger sicher vernichtet werden.


20. Warum sollten Kabel getrennt gesammelt werden?

Antwort anzeigen

Kabel enthalten wertvolle Rohstoffe wie Metalle. Durch getrennte Sammlung können sie besser recycelt werden.


21. Warum dürfen Akkus und Batterien nicht in den Restmüll?

Antwort anzeigen

Akkus und Batterien können Schadstoffe enthalten, wertvolle Rohstoffe enthalten und bei Beschädigung eine Brandgefahr darstellen. Sie müssen getrennt und fachgerecht entsorgt werden.


22. Was ist das Duale System bei Verpackungen?

Antwort anzeigen

Das Duale System ist ein System zur Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen, zum Beispiel über Gelbe Tonne oder Gelben Sack.


23. Was ist der Unterschied zwischen dem Dualen System und dem dualen Ausbildungssystem?

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Das Duale System bei Verpackungen betrifft Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen.

Das duale Ausbildungssystem bedeutet Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule.


24. Was ist der Unterschied zwischen Emission und Immission?

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Emission bedeutet, dass etwas von einer Quelle abgegeben wird, zum Beispiel Lärm.

Immission bedeutet, dass diese Einwirkung bei Menschen oder Umwelt ankommt.


25. Warum kann falsche Entsorgung Pflanzen, Tiere und Lebensräume schädigen?

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Falsche Entsorgung kann Schadstoffe in Boden, Wasser oder Luft bringen. Dadurch können Pflanzen geschädigt, Tiere gefährdet und Lebensräume belastet werden.


26. Was bedeutet Nachhaltigkeit im Betrieb?

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Nachhaltigkeit bedeutet, Ressourcen zu schonen, Umweltbelastungen zu reduzieren, wirtschaftlich langfristig sinnvoll zu handeln und soziale Verantwortung zu berücksichtigen.


27. Welche drei Bereiche der Nachhaltigkeit gibt es häufig?

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Ökologische Nachhaltigkeit, ökonomische Nachhaltigkeit und soziale Nachhaltigkeit.


28. Warum sollte beim Einkauf nicht nur der Anschaffungspreis betrachtet werden?

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Weil auch Stromverbrauch, Wartung, Lebensdauer, Reparierbarkeit, Entsorgung, Ausfallkosten und Betriebskosten wichtig sind. Entscheidend sind oft die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer.


29. Was bedeutet Total Cost of Ownership?

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Total Cost of Ownership bedeutet Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer eines Produkts, nicht nur der Kaufpreis.


30. Nenne drei Nachhaltigkeitskriterien bei der Lieferantenauswahl.

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Beispiele sind Umweltstandards, faire Arbeitsbedingungen, kurze Lieferwege, geringe Verpackung, Rücknahmesysteme, Reparaturservice, Ersatzteilverfügbarkeit und transparente Lieferketten.


31. Was ist der Unterschied zwischen Abfallvermeidung und Abfallreduzierung?

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Abfallvermeidung bedeutet, dass Abfall gar nicht erst entsteht. Abfallreduzierung bedeutet, dass weniger Abfall entsteht.


32. Nenne mögliche Rechtsfolgen bei Nichteinhaltung von Umweltvorschriften.

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Mögliche Folgen sind Bußgelder, behördliche Anordnungen, Entsorgungspflichten, Schadensersatzforderungen, Betriebsauflagen oder bei schweren Verstößen auch strafrechtliche Folgen.


Kurztest ohne Hilfe

Beantworte diese Fragen ohne nachzuschauen:


Merksätze für Kapitel 4