Kapitel 6 – Gesamtwiederholung WISO
- Seite 6.1 Gesamtübersicht aller WISO-Themen
- Seite 6.2 Merksätze zu Kapitel 1 bis 5
- Seite 6.3 Häufige Verwechslungsfragen
- Seite 6.4 Rechenaufgaben und Formeln
- Seite 6.5 Prüfungssimulation WISO
- Seite 6.6 Fehlerliste und persönliche Wiederholung
Seite 6.1 Gesamtübersicht aller WISO-Themen
Quelle: IHK/ZPA-Prüfungskatalog Fachinformatiker/Fachinformatikerin – Fachrichtung Systemintegration, 2. Auflage 2024. Bereich AP2 WISO.
6.1 Gesamtübersicht aller WISO-Themen
Hinweis
Dieses Kapitel ist kein eigener Bereich im IHK/ZPA-Prüfungskatalog.
Es dient nur zur Gesamtwiederholung aller WISO-Themen aus Kapitel 1 bis 5.
Die offiziellen WISO-Hauptbereiche nach Prüfungskatalog sind:
- Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
- Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
- Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- Umweltschutz
- Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien
Gesamtstruktur WISO
| Kapitel | Thema | Status |
|---|---|---|
| Kapitel 1 | Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht | offizieller WISO-Bereich |
| Kapitel 2 | Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes | offizieller WISO-Bereich |
| Kapitel 3 | Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit | offizieller WISO-Bereich |
| Kapitel 4 | Umweltschutz | offizieller WISO-Bereich |
| Kapitel 5 | Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien | offizieller WISO-Bereich |
| Kapitel 6 | Gesamtwiederholung WISO | eigene Lernhilfe |
Kapitel 1 – Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
In diesem Kapitel geht es um Ausbildung, Arbeitsverhältnis, Rechte und Pflichten, Tarifrecht, Sozialversicherung und Entgelt.
Wichtige Themen
- duales Ausbildungssystem
- Ausbildungsvertrag
- Rechte und Pflichten in der Ausbildung
- Probezeit
- Kündigung
- Beendigung der Ausbildung
- Arbeitsvertrag
- Arbeitnehmerpflichten
- Arbeitszeit
- Urlaub
- Krankheit
- Entgeltfortzahlung
- Tarifvertrag
- Tarifautonomie
- Arbeitskampf
- Betriebsrat
- JAV
- Mitbestimmung
- Sozialversicherung
- Entgeltabrechnung
- Brutto und Netto
- Lohnsteuer
- Sozialabgaben
- Fortbildung
- Umschulung
- lebenslanges Lernen
Besonders wichtig in Kapitel 1
Duales Ausbildungssystem
Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt.
Merksatz
Duale Ausbildung = Betrieb + Berufsschule.
Ausbildungsvertrag
Der Ausbildungsvertrag regelt die rechtliche Grundlage der Ausbildung.
Wichtige Inhalte sind zum Beispiel:
- Ausbildungsberuf
- Beginn und Dauer
- Probezeit
- Ausbildungszeit
- Vergütung
- Urlaub
- Kündigungsbedingungen
- sachliche und zeitliche Gliederung
Rechte und Pflichten
Auszubildende müssen zum Beispiel:
- lernen
- Berufsschule besuchen
- Berichtsheft führen
- Weisungen beachten
- Betriebsgeheimnisse wahren
Ausbildende müssen zum Beispiel:
- ausbilden
- Vergütung zahlen
- Ausbildungsmittel bereitstellen
- für Berufsschule und Prüfungen freistellen
- Berichtsheft kontrollieren
Sozialversicherung
Die fünf Zweige der Sozialversicherung sind:
| Sozialversicherung | Risiko |
|---|---|
| Krankenversicherung | Krankheit |
| Pflegeversicherung | Pflegebedürftigkeit |
| Rentenversicherung | Alter, Erwerbsminderung, Hinterbliebene |
| Arbeitslosenversicherung | Arbeitslosigkeit |
| Unfallversicherung | Arbeitsunfall und Berufskrankheit |
Merksatz
Kranken, Pflege, Rente, Arbeitslosigkeit, Unfall.
Entgeltabrechnung
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Brutto | Verdienst vor Abzügen |
| Netto | Auszahlungsbetrag nach Abzügen |
| Lohnsteuer | Steuerabzug vom Arbeitslohn |
| Sozialabgaben | Beiträge zur Sozialversicherung |
Merksatz
Brutto ist vor Abzug.
Netto ist nach Abzug.
Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
In diesem Kapitel geht es um Betrieb, Rechtsformen, Organisationsformen, wirtschaftliche Verflechtungen, Unternehmensziele, Arbeitsteilung, Verbände, Behörden und Arbeitnehmervertretungen.
Wichtige Themen
- Betrieb
- Unternehmen
- Branche
- Wirtschaftssektoren
- Produktpalette
- Märkte
- Rechtsformen
- Einzelunternehmen
- GbR
- OHG
- KG
- GmbH & Co. KG
- GmbH
- AG
- gemeinnützige Organisationen
- Unternehmensstruktur
- Einliniensystem
- Mehrliniensystem
- Stabliniensystem
- Spartenorganisation
- Matrixorganisation
- Arbeitsabläufe
- Aufgabenteilung
- Konzern
- Kartell
- Fusion
- Produktivität
- Wirtschaftlichkeit
- Rentabilität
- Zielkonflikte
- Arbeitsteilung
- Globalisierung
- soziale Marktwirtschaft
- Arbeitgeberverbände
- Gewerkschaften
- Wirtschaftsorganisationen
- Behörden
- Verwaltungen
- Betriebsrat
- JAV
- Personalvertretung
- Betriebsvereinbarungen
Besonders wichtig in Kapitel 2
Wirtschaftssektoren
| Sektor | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| primärer Sektor | Rohstoffgewinnung | Landwirtschaft, Bergbau |
| sekundärer Sektor | Verarbeitung und Produktion | Industrie, Handwerk |
| tertiärer Sektor | Dienstleistungen | IT-Service, Handel, Verwaltung |
Merksatz
IT-Dienstleister gehören meistens zum tertiären Sektor.
Rechtsformen
| Rechtsform | Wichtigster Punkt |
|---|---|
| Einzelunternehmen | Inhaber haftet persönlich |
| GbR | mindestens zwei Personen, gemeinsamer Zweck |
| OHG | Gesellschafter haften persönlich und unbeschränkt |
| KG | Komplementär haftet voll, Kommanditist beschränkt |
| GmbH & Co. KG | KG mit GmbH als Komplementär |
| GmbH | Haftung grundsätzlich mit Gesellschaftsvermögen |
| AG | Kapitalgesellschaft mit Aktien |
| gemeinnützige Organisation | gemeinnütziger Zweck steht im Vordergrund |
Organisationsformen
| Organisationsform | Kerngedanke |
|---|---|
| Einliniensystem | ein direkter Vorgesetzter |
| Mehrliniensystem | mehrere Vorgesetzte |
| Stabliniensystem | Linie plus beratende Experten |
| Spartenorganisation | Gliederung nach Produkten, Kunden oder Regionen |
| Matrixorganisation | Fachabteilung plus Projektstruktur |
Wirtschaftliche Verflechtungen
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Konzern | mehrere Unternehmen unter gemeinsamer Leitung |
| Fusion | Unternehmen schließen sich zusammen |
| Kartell | Wettbewerbsabsprache zwischen Unternehmen |
Kennzahlen
| Begriff | Formel | Bedeutung |
|---|---|---|
| Produktivität | Ausbringungsmenge / Einsatzmenge | Mengenverhältnis |
| Wirtschaftlichkeit | Ertrag / Aufwand | finanzielles Verhältnis |
| Rentabilität | Gewinn / eingesetztes Kapital × 100 | Kapitalverzinsung |
Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
In diesem Kapitel geht es um Arbeitsschutz, Gefährdungen, Ergonomie, Fluchtwege, Schutzzeichen, Verhalten bei Unfällen und Brandschutz.
Wichtige Themen
- Arbeitsschutzgesetz
- Arbeitssicherheitsgesetz
- Arbeitszeitgesetz
- Betriebssicherheitsverordnung
- Arbeitsstättenverordnung
- Unfallverhütungsvorschriften
- Arbeitsplatzergonomie
- Bildschirmarbeitsplatz
- Aufsichtsbehörde / Gewerbeaufsicht
- Jugendarbeitsschutzgesetz
- mechanische Gefährdungen
- elektrische Gefährdungen
- thermische Gefährdungen
- chemische Gefährdungen
- ergonomische Gefährdungen
- akustische Gefährdungen
- psychische Gefährdungen
- Fürsorgepflicht
- Ersthelfer
- Vorsorgeuntersuchungen
- psychische Gefährdungsbeurteilung
- Sicherheitsbeauftragte
- Fluchtwege
- Notausgänge
- Schutzarten
- Schutzklassen
- CE-Zeichen
- Sicherheitszeichen
- Erste Hilfe
- Notrufnummern
- Meldekette
- Sammelplatz
- Evakuierung
- Brandschutz
- Brandklassen
Besonders wichtig in Kapitel 3
Gefährdungsarten
| Gefährdung | Beispiel |
|---|---|
| mechanisch | Stolpern über Kabel |
| elektrisch | defektes Stromkabel |
| thermisch | überhitztes Netzteil |
| chemisch | Tonerstaub, Reinigungsmittel |
| ergonomisch | falsche Monitorhöhe |
| akustisch | Lärm im Serverraum |
| psychisch | Zeitdruck, Rufbereitschaft |
Belastung und Beanspruchung
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Belastung | äußere Einwirkung auf den Menschen |
| Beanspruchung | individuelle Wirkung dieser Belastung |
Merksatz
Belastung kommt von außen.
Beanspruchung ist die Wirkung auf den Menschen.
Schutzart und Schutzklasse
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Schutzart | Schutz gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser |
| Schutzklasse | Schutz gegen elektrischen Schlag |
Sicherheitszeichen
| Zeichenart | Farbe | Bedeutung |
|---|---|---|
| Verbotszeichen | rot | etwas ist verboten |
| Gebotszeichen | blau | etwas ist vorgeschrieben |
| Warnzeichen | gelb | Warnung vor Gefahr |
| Rettungszeichen | grün | Fluchtweg, Notausgang, Erste Hilfe |
| Brandschutzzeichen | rot | Feuerlöscher, Brandmelder |
Notruf
| Nummer | Bedeutung |
|---|---|
| 112 | Feuerwehr und Rettungsdienst |
| 110 | Polizei |
5 W-Fragen
- Wo ist es passiert?
- Was ist passiert?
- Wie viele Verletzte?
- Welche Verletzungen?
- Warten auf Rückfragen.
Brandklassen
| Brandklasse | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| A | feste Stoffe | Papier, Holz |
| B | flüssige oder flüssig werdende Stoffe | Benzin, Öl |
| C | Gase | Propan, Butan |
| D | Metalle | Magnesium, Aluminiumstaub |
Kapitel 4 – Umweltschutz
In diesem Kapitel geht es um Umweltbelastungen, IT-Prozesse, USV-Anlagen, Energie- und Ressourcenverwendung, Speicher- und Printmedien, Recycling, Entsorgung, Immissionsschutz, Nachhaltigkeit und Rechtsfolgen.
Wichtige Themen
- Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb
- Beitrag des Ausbildungsbetriebes zum Umweltschutz
- Umweltbelastungen wahrnehmen und vermeiden helfen
- spezifische Risiken von IT-Prozessen
- USV-Anlagen
- Stromverbrauch
- Wärmeentwicklung
- Serverräume
- Akkus und Batterien
- Hardwarebetrieb
- Druck- und Speichermedien
- rationelle Energieverwendung
- rationelle Ressourcenverwendung
- unnötige Gerätelaufzeiten vermeiden
- Standby-Verbrauch vermeiden
- Strom aus regenerativen Quellen
- Speicher- und Printmedien
- Recycling
- Wiederverwendung
- Abfalltrennung
- Abfallvermeidung
- branchenspezifische Abfälle
- Datenträgerentsorgung
- Kabelentsorgung
- Verpackungsentsorgung
- Duales System
- Immissionsschutz
- Emission
- Immission
- Nachhaltigkeit
- Einkauf
- Lieferantenauswahl
- Rechtsfolgen bei Nichteinhaltung
Besonders wichtig in Kapitel 4
Umweltbelastungen im IT-Betrieb
| Bereich | Umweltbelastung |
|---|---|
| Serverraum | Stromverbrauch, Wärme, Kühlung |
| Drucker | Papier, Toner, Energie |
| Hardware | Elektroschrott, Akkus |
| Netzwerk | Dauerbetrieb von Geräten |
| Lager | Verpackungen, Kartons, Plastik |
| Transport | Lieferfahrten, Versand |
USV-Anlage
USV bedeutet unterbrechungsfreie Stromversorgung.
Vorteil
- schützt Systeme bei Stromausfall
- ermöglicht geordnetes Herunterfahren
- erhöht Verfügbarkeit
Nachteil
- zusätzlicher Stromverbrauch
- Akkus
- Wärmeentwicklung
- Entsorgungsaufwand
Abfallhierarchie
1. Vermeiden 2. Wiederverwenden 3. Recyceln 4. Fachgerecht entsorgen
Merksatz
Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht.
Emission und Immission
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Emission | etwas wird von einer Quelle abgegeben |
| Immission | etwas wirkt auf Menschen oder Umwelt ein |
Merksatz
Emission = geht raus.
Immission = kommt an.
Nachhaltigkeit
| Bereich | Bedeutung |
|---|---|
| ökologisch | Umwelt schützen |
| ökonomisch | langfristig wirtschaftlich handeln |
| sozial | Menschen und Arbeitsbedingungen berücksichtigen |
Kapitel 5 – Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien
In diesem Kapitel geht es um respektvolle Zusammenarbeit, digitale Kommunikation, Persönlichkeitsrechte, Schutzziele, E-Mail, Netiquette, Social Media, Social Engineering, Compliance, Diversity und ethische Aspekte bei IT-Lösungen.
Wichtige Themen
- wertschätzende Zusammenarbeit
- Interdisziplinarität
- Interkulturalität
- respektvolle Zusammenarbeit
- gemeinsame Verantwortung
- Unternehmenswerte
- betriebliche Ethikregeln
- verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien
- Persönlichkeitsrechte
- digitale Inhalte speichern
- digitale Inhalte darstellen
- digitale Inhalte weitergeben
- Kommunikationsverhalten
- Informationsverhalten
- informationstechnische Schutzziele
- Vertraulichkeit
- Integrität
- Verfügbarkeit
- Authentizität
- Nachvollziehbarkeit
- sichere dienstliche E-Mails
- Netiquette
- Adressatenlisten
- Social Media
- Social Engineering
- Compliance
- Diversity
- Gender-Neutralität
- Würde und Integrität von Menschen
- ethische Aspekte bei IT-Lösungen
Besonders wichtig in Kapitel 5
Informationstechnische Schutzziele
| Schutzziel | Bedeutung |
|---|---|
| Vertraulichkeit | nur Berechtigte dürfen Informationen sehen |
| Integrität | Informationen bleiben korrekt und unverändert |
| Verfügbarkeit | Systeme und Informationen sind nutzbar |
| Authentizität | Echtheit von Absendern, Nutzern oder Systemen |
| Nachvollziehbarkeit | Vorgänge können später geprüft werden |
Digitale Kommunikation
Gute digitale Kommunikation ist:
- höflich
- sachlich
- verständlich
- zielgerichtet
- korrekt
- sicher
- empfängerorientiert
- datenschutzbewusst
Beispiele
- Phishing
- Spear-Phishing
- Vishing
- Smishing
- CEO-Fraud
- Tailgating
- USB-Drop
Compliance
Compliance bedeutet, Regeln einzuhalten.
Dazu gehören:
- Gesetze
- Datenschutzvorgaben
- interne Richtlinien
- IT-Sicherheitsregeln
- Lizenzregeln
- Betriebsvereinbarungen
- ethische Grundsätze
Diversity und Ethik
IT-Lösungen sollen Menschen respektieren und möglichst fair, transparent und diskriminierungsfrei gestaltet sein.
Merksatz
Technisch möglich heißt nicht automatisch erlaubt oder richtig.
Gesamt-Merksätze WISO
- WISO prüft wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt.
- Ausbildung findet im dualen System statt: Betrieb und Berufsschule.
- Der Ausbildungsvertrag regelt die Grundlage der Ausbildung.
- Azubis haben Rechte und Pflichten.
- Sozialversicherung besteht aus fünf Zweigen.
- Brutto ist vor Abzug, Netto ist nach Abzug.
- Betriebe gehören zu Branchen und Wirtschaftssektoren.
- Rechtsformen unterscheiden sich besonders bei Haftung und Kapital.
- Einliniensystem bedeutet ein direkter Vorgesetzter.
- Konzern, Fusion und Kartell dürfen nicht verwechselt werden.
- Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Rentabilität sind unterschiedliche Kennzahlen.
- Arbeitsschutz schützt Leben und Gesundheit.
- Gefährdungen müssen erkannt und vermieden werden.
- Fluchtwege und Notausgänge müssen frei bleiben.
- Eigenschutz geht vor Fremdhilfe.
- Menschenrettung geht vor Sachrettung.
- Umweltschutz bedeutet Umweltbelastungen erkennen, reduzieren und vermeiden.
- IT belastet Umwelt vor allem durch Strom, Hardware, Elektroschrott, Druck und Kühlung.
- Datenträger müssen wegen Datenschutz sicher entsorgt werden.
- Nachhaltigkeit umfasst ökologische, ökonomische und soziale Aspekte.
- Digitale Medien müssen verantwortungsvoll genutzt werden.
- Persönlichkeitsrechte müssen auch digital geschützt werden.
- Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit sind zentrale Schutzziele.
- Social Engineering greift den Menschen an.
- Compliance bedeutet Regeln einhalten.
- IT-Lösungen müssen rechtlich, ethisch und sozial verantwortungsvoll sein.
Seite 6.2 Merksätze zu Kapitel 1 bis 5
Hinweis
Dieses Kapitel ist kein eigener Bereich im IHK/ZPA-Prüfungskatalog.
Es dient nur zur schnellen Wiederholung der offiziellen WISO-Themen aus Kapitel 1 bis 5.
Kapitel 1 – Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
Duales Ausbildungssystem
- Duale Ausbildung bedeutet: Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule.
- Der Betrieb vermittelt die praktische Ausbildung.
- Die Berufsschule vermittelt theoretische und allgemeinbildende Inhalte.
- Die IHK überwacht die Ausbildung und organisiert Prüfungen.
Merksatz
Duales System = Betrieb + Berufsschule + IHK-Prüfung.
Ausbildungsvertrag
- Der Ausbildungsvertrag ist die rechtliche Grundlage der Ausbildung.
- Er regelt unter anderem Ausbildungsberuf, Beginn, Dauer, Probezeit, Vergütung, Urlaub und Kündigungsbedingungen.
- Bei minderjährigen Auszubildenden müssen die gesetzlichen Vertreter mit unterschreiben.
- Die Probezeit muss mindestens 1 Monat und höchstens 4 Monate dauern.
Merksatz
Der Ausbildungsvertrag regelt: Wer bildet wen, worin, wie lange und unter welchen Bedingungen aus?
Rechte und Pflichten in der Ausbildung
Auszubildende müssen:
- lernen
- Berufsschule besuchen
- Berichtsheft führen
- Weisungen beachten
- sorgfältig arbeiten
- Betriebsgeheimnisse wahren
Ausbildende müssen:
- ausbilden
- Vergütung zahlen
- Ausbildungsmittel bereitstellen
- für Berufsschule und Prüfung freistellen
- Berichtsheft kontrollieren
Merksatz
Der Azubi muss lernen wollen.
Der Betrieb muss Ausbildung ermöglichen.
Kündigung in der Ausbildung
- Während der Probezeit kann jederzeit ohne Kündigungsfrist gekündigt werden.
- Nach der Probezeit kann der Betrieb nur aus wichtigem Grund fristlos kündigen.
- Der Auszubildende kann mit 4 Wochen Frist kündigen, wenn er die Ausbildung aufgeben oder den Beruf wechseln möchte.
- Die Ausbildung endet normalerweise mit Bestehen der Abschlussprüfung oder mit Ablauf der Ausbildungszeit.
Merksatz
In der Probezeit ist Kündigung einfach.
Nach der Probezeit braucht der Betrieb einen wichtigen Grund.
Arbeitsvertrag
- Der Arbeitnehmer schuldet Arbeitsleistung.
- Der Arbeitgeber schuldet Vergütung.
- Arbeitnehmer haben Treuepflicht, Sorgfaltspflicht und Verschwiegenheitspflicht.
- Arbeitgeber haben Vergütungspflicht, Fürsorgepflicht und Arbeitsschutzpflicht.
Merksatz
Arbeitnehmer arbeiten und nehmen Rücksicht.
Arbeitgeber bezahlen und schützen.
Arbeitszeit, Urlaub und Krankheit
- Die tägliche Arbeitszeit beträgt grundsätzlich höchstens 8 Stunden pro Werktag.
- Eine Verlängerung auf bis zu 10 Stunden ist möglich, wenn Ausgleich erfolgt.
- Bei mehr als 6 Stunden Arbeit sind mindestens 30 Minuten Pause nötig.
- Bei mehr als 9 Stunden Arbeit sind mindestens 45 Minuten Pause nötig.
- Krankheit muss unverzüglich gemeldet werden.
- Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall gibt es grundsätzlich bis zu 6 Wochen.
Merksatz
Mehr als 6 Stunden Arbeit = Pause ist Pflicht.
Tarifrecht
- Tarifverträge regeln Arbeitsbedingungen.
- Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer.
- Arbeitgeberverbände vertreten Arbeitgeber.
- Tarifautonomie bedeutet, dass Tarifparteien Tarifverträge selbstständig aushandeln.
- Arbeitskampfmittel sind zum Beispiel Streik und Aussperrung.
Merksatz
Tarifvertrag = kollektiv ausgehandelte Arbeitsbedingungen.
Betriebsrat und JAV
- Der Betriebsrat vertritt die Arbeitnehmer im Betrieb.
- Die JAV vertritt Jugendliche und Auszubildende.
- Eine JAV gibt es nur, wenn es einen Betriebsrat gibt und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
- Betriebsvereinbarungen werden zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat geschlossen.
Merksatz
Betriebsrat = Beschäftigte.
JAV = Azubis und Jugendliche.
Sozialversicherung
Die fünf Zweige der Sozialversicherung sind:
- Krankenversicherung
- Pflegeversicherung
- Rentenversicherung
- Arbeitslosenversicherung
- Unfallversicherung
Merksatz
Kranken, Pflege, Rente, Arbeitslosigkeit, Unfall.
Entgeltabrechnung
- Brutto ist der Verdienst vor Abzügen.
- Netto ist der Auszahlungsbetrag nach Abzügen.
- Abzüge können Lohnsteuer, Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträge sein.
- Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt der Arbeitgeber allein.
Merksatz
Brutto ist vor Abzug.
Netto ist nach Abzug.
Lebenslanges Lernen
- IT-Berufe verändern sich schnell.
- Neue Technik, IT-Sicherheit, Cloud, Automatisierung und KI machen Weiterbildung wichtig.
- Fortbildung baut auf einem Beruf auf.
- Umschulung führt zu einem neuen Beruf.
Merksatz
In der IT ist Lernen keine Phase, sondern Daueraufgabe.
Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
Betrieb und Unternehmen
- Ein Betrieb ist eine organisatorische Einheit.
- Ein Unternehmen ist eine rechtliche und wirtschaftliche Einheit.
- Ein Unternehmen kann aus mehreren Betrieben bestehen.
- IT-Dienstleister gehören meistens zum tertiären Sektor.
Merksatz
Betrieb = wo gearbeitet wird.
Unternehmen = rechtliche und wirtschaftliche Einheit.
Wirtschaftssektoren
- Primärer Sektor = Rohstoffgewinnung.
- Sekundärer Sektor = Produktion und Verarbeitung.
- Tertiärer Sektor = Dienstleistungen.
Merksatz
Primär = Rohstoffe.
Sekundär = Produktion.
Tertiär = Dienstleistung.
Rechtsformen
- Einzelunternehmen: Inhaber haftet persönlich.
- GbR: mindestens zwei Personen mit gemeinsamem Zweck.
- OHG: Gesellschafter haften persönlich und unbeschränkt.
- KG: Komplementär haftet voll, Kommanditist beschränkt.
- GmbH: Haftung grundsätzlich mit Gesellschaftsvermögen.
- AG: Kapitalgesellschaft mit Aktien.
- GmbH & Co. KG: KG mit GmbH als Komplementär.
Merksatz
Personengesellschaft = Personen stehen im Vordergrund.
Kapitalgesellschaft = Kapital und Gesellschaftsvermögen stehen im Vordergrund.
Organisationsformen
- Einliniensystem: jeder Mitarbeiter hat einen direkten Vorgesetzten.
- Mehrliniensystem: Mitarbeiter können mehrere Vorgesetzte haben.
- Stabliniensystem: Linie plus beratende Experten.
- Spartenorganisation: Gliederung nach Produkten, Kunden oder Regionen.
- Matrixorganisation: Fachabteilung plus Projektstruktur.
Merksatz
Einlinie = eine Linie.
Mehrlinie = mehrere Vorgesetzte.
Stablinie = Linie plus Beratung.
Matrix = Fachbereich plus Projekt.
Wirtschaftliche Verflechtungen
- Konzern: mehrere rechtlich selbstständige Unternehmen unter gemeinsamer Leitung.
- Fusion: Unternehmen schließen sich zusammen.
- Kartell: Unternehmen treffen Wettbewerbsabsprachen.
Merksatz
Konzern = gemeinsame Leitung.
Fusion = Zusammenschluss.
Kartell = Absprache gegen Wettbewerb.
Unternehmensziele
- Ökonomische Ziele betreffen Gewinn, Umsatz und Kosten.
- Ökologische Ziele betreffen Umwelt und Ressourcen.
- Soziale Ziele betreffen Menschen und Arbeitsbedingungen.
- Zielkonflikte entstehen, wenn Ziele sich gegenseitig behindern.
Merksatz
Unternehmen haben wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele.
Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Rentabilität
- Produktivität = Ausbringungsmenge / Einsatzmenge.
- Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand.
- Rentabilität = Gewinn / eingesetztes Kapital × 100.
Merksatz
Produktivität = Menge.
Wirtschaftlichkeit = Ertrag zu Aufwand.
Rentabilität = Gewinn zu Kapital.
Arbeitsteilung
- Arbeitsteilung bedeutet, dass Aufgaben aufgeteilt werden.
- Betriebliche Arbeitsteilung findet innerhalb eines Betriebs statt.
- Gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung findet zwischen Betrieben, Branchen oder Ländern statt.
- Arbeitsteilung erhöht Spezialisierung, schafft aber auch Abhängigkeiten.
Merksatz
Arbeitsteilung macht spezialisiert, aber auch abhängig.
Globalisierung
- Globalisierung bedeutet weltweite Vernetzung von Märkten, Unternehmen, Lieferketten und Kommunikation.
- Vorteile sind größere Märkte, internationale Zusammenarbeit und günstigere Beschaffung.
- Risiken sind Abhängigkeiten, Datenschutzprobleme und Lieferkettenstörungen.
Merksatz
Globalisierung verbindet Märkte weltweit.
Soziale Marktwirtschaft
- Die soziale Marktwirtschaft verbindet freien Wettbewerb mit sozialem Ausgleich.
- Der Staat setzt Regeln und schützt Arbeitnehmer, Verbraucher und Wettbewerb.
- Sozialversicherung, Arbeitsschutz und Mitbestimmung gehören zum sozialen Ausgleich.
Merksatz
Soziale Marktwirtschaft = Wettbewerb plus soziale Absicherung.
Verbände und Organisationen
- Arbeitgeberverbände vertreten Arbeitgeber.
- Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer.
- Die IHK ist zuständige Stelle für Ausbildung und Prüfung.
- Prüfungsausschüsse wirken ehrenamtlich an Prüfungen mit.
Merksatz
Gewerkschaft = Arbeitnehmer.
Arbeitgeberverband = Arbeitgeber.
IHK = Ausbildung und Prüfung.
Behörden und Verwaltungen
- Behörden setzen staatliche Aufgaben und Vorschriften um.
- Finanzamt ist für Steuern zuständig.
- Agentur für Arbeit unterstützt bei Arbeit, Beruf und Arbeitslosigkeit.
- Berufsgenossenschaft ist Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.
- Arbeitsschutzbehörden überwachen Arbeitsschutzvorschriften.
Merksatz
Behörde = staatliche Stelle.
Verwaltung = öffentliche Aufgaben erledigen.
Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
Arbeitsschutz
- Arbeitsschutz schützt Leben und Gesundheit der Beschäftigten.
- Der Arbeitgeber muss Gefährdungen beurteilen und Schutzmaßnahmen treffen.
- Beschäftigte müssen Sicherheitsregeln beachten und Gefahren melden.
Merksatz
Arbeitsschutz bedeutet: Gefahren erkennen, vermeiden und Gesundheit schützen.
Gefährdungsbeurteilung
- Eine Gefährdungsbeurteilung prüft, welche Gefahren am Arbeitsplatz bestehen.
- Danach werden Schutzmaßnahmen festgelegt.
- Die Wirksamkeit der Maßnahmen muss geprüft werden.
Merksatz
Gefährdungsbeurteilung = Gefahr erkennen, Risiko bewerten, Schutzmaßnahme festlegen.
Gefährdungsarten
- Mechanisch: Stolpern, Quetschen, Schneiden.
- Elektrisch: Stromschlag, defekte Kabel.
- Thermisch: Hitze, Brand, Kälte.
- Chemisch: Toner, Reinigungsmittel, Akkus.
- Ergonomisch: schlechte Haltung, falsche Monitorhöhe.
- Akustisch: Lärm.
- Psychisch: Stress, Zeitdruck, Überforderung.
Merksatz
Gefährdungen können körperlich, technisch, chemisch, ergonomisch, akustisch oder psychisch sein.
Belastung und Beanspruchung
- Belastung ist die äußere Einwirkung auf den Menschen.
- Beanspruchung ist die individuelle Wirkung dieser Belastung.
- Gleiche Belastung kann Menschen unterschiedlich stark beanspruchen.
Merksatz
Belastung kommt von außen.
Beanspruchung wirkt innen.
Fürsorgepflicht
- Der Arbeitgeber muss Leben, Gesundheit und berechtigte Interessen der Beschäftigten schützen.
- Dazu gehören sichere Arbeitsmittel, Unterweisungen, Ergonomie und Schutz vor Überlastung.
Merksatz
Fürsorgepflicht = Arbeitgeber muss Beschäftigte schützen.
Ergonomie
- Ergonomie bedeutet, dass der Arbeitsplatz an den Menschen angepasst wird.
- Wichtig sind Monitorhöhe, Sitzhaltung, Tischhöhe, Beleuchtung, Tastatur und Maus.
- Gute Ergonomie verhindert Rücken-, Nacken- und Augenbeschwerden.
Merksatz
Ergonomie = Arbeitsplatz an den Menschen anpassen.
Fluchtwege und Notausgänge
- Fluchtwege müssen frei, gekennzeichnet und jederzeit nutzbar sein.
- Notausgänge dürfen nicht blockiert oder zugestellt werden.
- Brandschutztüren dürfen nicht offen verkeilt werden.
Merksatz
Fluchtwege sind keine Lagerflächen.
Schutzart und Schutzklasse
- Schutzart beschreibt Schutz gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser.
- Schutzklasse beschreibt Schutz gegen elektrischen Schlag.
- IP-Code: erste Ziffer = Fremdkörper/Berührung, zweite Ziffer = Wasser.
Merksatz
Schutzart = Staub und Wasser.
Schutzklasse = elektrischer Schlag.
Sicherheitszeichen
- Rot bedeutet Verbot oder Brandschutz.
- Blau bedeutet Gebot.
- Gelb bedeutet Warnung.
- Grün bedeutet Rettung oder Erste Hilfe.
Merksatz
Rot, Blau, Gelb, Grün: Verbot/Brand, Gebot, Warnung, Rettung.
Unfallverhalten
- Eigenschutz geht vor Fremdhilfe.
- Unfallstelle sichern.
- Erste Hilfe leisten.
- Notruf absetzen.
- Unfall dokumentieren.
- Meldekette beachten.
Merksatz
Erst Eigenschutz, dann helfen.
Notruf
- 112 = Feuerwehr und Rettungsdienst.
- 110 = Polizei.
- Beim Notruf: Wo, Was, Wie viele, Welche Verletzungen, Warten.
Merksatz
112 rettet.
110 Polizei.
Beim Notruf warten, nicht selbst auflegen.
Brandschutz
- Ein Brand braucht brennbaren Stoff, Sauerstoff und Zündquelle.
- Menschenrettung geht vor Sachrettung.
- Im Brandfall keinen Aufzug benutzen.
- Türen und Fenster schließen, wenn gefahrlos möglich.
- Sammelplatz aufsuchen.
Merksatz
Brandfall: melden, warnen, retten, flüchten, sammeln.
Brandklassen
- A = feste Stoffe.
- B = flüssige oder flüssig werdende Stoffe.
- C = Gase.
- D = Metalle.
Merksatz
A = Aschebildende feste Stoffe.
B = Brennbare Flüssigkeiten.
C = Gase.
D = Metalle.
Kapitel 4 – Umweltschutz
Umweltschutz im Betrieb
- Umweltschutz bedeutet, Umweltbelastungen zu erkennen, zu reduzieren und zu vermeiden.
- IT-Betriebe belasten die Umwelt durch Strom, Hardware, Druck, Kühlung, Verpackungen und Elektroschrott.
- Auch Auszubildende können durch bewusstes Verhalten zum Umweltschutz beitragen.
Merksatz
Umweltschutz beginnt im Alltag.
Umweltbelastungen durch IT-Prozesse
- Serverräume verbrauchen viel Strom.
- IT-Geräte erzeugen Wärme.
- Kühlung braucht zusätzliche Energie.
- USV-Anlagen erhöhen Verfügbarkeit, verursachen aber Akku- und Energieaufwand.
- Cloud-Dienste verbrauchen ebenfalls Strom in Rechenzentren.
Merksatz
IT wirkt sauber, verbraucht aber Energie und Ressourcen.
USV-Anlagen
- USV bedeutet unterbrechungsfreie Stromversorgung.
- Sie schützt Systeme bei Stromausfall.
- Sie enthält Akkus und verbraucht Energie.
- Akkus müssen fachgerecht entsorgt werden.
Merksatz
USV = mehr Verfügbarkeit, aber auch mehr Energie- und Akkuaufwand.
Energie- und Ressourcenverwendung
- Rationelle Energieverwendung bedeutet, Energie sinnvoll und sparsam einzusetzen.
- Unnötige Gerätelaufzeiten sollen vermieden werden.
- Standby-Verbrauch kann sich bei vielen Geräten stark summieren.
- Geräte sollten langlebig, reparierbar und energieeffizient sein.
Merksatz
Nicht benötigte Geräte verbrauchen unnötig Strom.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
- Rohstoffe sind Grundmaterialien.
- Hilfsstoffe unterstützen Prozesse.
- Betriebsstoffe werden für den Betrieb benötigt.
- Beispiele für Betriebsstoffe sind Strom, Wasser, Kühlmittel, Toner und Kraftstoffe.
Merksatz
Rohstoffe, Hilfsstoffe und Betriebsstoffe sollen sparsam verwendet werden.
Speicher- und Printmedien
- Printmedien sind Papier, Ausdrucke, Toner und Druckerkartuschen.
- Speichermedien sind Festplatten, SSDs, USB-Sticks und Backup-Medien.
- Speichermedien müssen wegen Datenschutz besonders sorgfältig entsorgt werden.
- Einfaches Löschen reicht oft nicht aus.
Merksatz
Datenträger nie einfach wegwerfen.
Recycling und Wiederverwendung
- Wiederverwendung bedeutet, ein Produkt erneut zu nutzen.
- Recycling bedeutet, Material aufzubereiten und als Rohstoff wiederzuverwenden.
- Abfallvermeidung ist besser als Recycling.
Merksatz
Vermeiden vor Wiederverwenden vor Recyceln vor Entsorgen.
Abfalltrennung und Entsorgung
- Elektroschrott gehört nicht in den Restmüll.
- Akkus und Batterien müssen getrennt gesammelt werden.
- Kabel enthalten wertvolle Rohstoffe.
- Toner und Druckerkartuschen sollen fachgerecht gesammelt werden.
- Datenträger müssen sicher gelöscht oder vernichtet werden.
Merksatz
IT-Abfälle brauchen richtige Trennung, Datenschutz und fachgerechte Entsorgung.
Duales System bei Verpackungen
- Das Duale System betrifft Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen.
- Es darf nicht mit dem dualen Ausbildungssystem verwechselt werden.
Merksatz
Duales System bei Verpackungen = Mülltrennung.
Duale Ausbildung = Betrieb und Berufsschule.
Emission und Immission
- Emission bedeutet, dass etwas von einer Quelle abgegeben wird.
- Immission bedeutet, dass diese Einwirkung bei Menschen oder Umwelt ankommt.
Merksatz
Emission geht raus.
Immission kommt an.
Nachhaltigkeit
- Nachhaltigkeit umfasst ökologische, ökonomische und soziale Aspekte.
- Beim Einkauf zählt nicht nur der Anschaffungspreis.
- Total Cost of Ownership bedeutet Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer.
- Lieferanten können nach Nachhaltigkeit, Rücknahme, Reparatur und Verpackung bewertet werden.
Merksatz
Nachhaltig heißt: langfristig sinnvoll, nicht nur kurzfristig billig.
Rechtsfolgen bei Umweltverstößen
- Umweltverstöße können Bußgelder, Auflagen, Schadensersatz, Strafverfahren und Imageschäden verursachen.
- Falsche Entsorgung kann rechtliche, wirtschaftliche und organisatorische Folgen haben.
Merksatz
Umweltschutz ist nicht freiwillig egal, sondern kann rechtliche Folgen haben.
Kapitel 5 – Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien
Wertschätzende Zusammenarbeit
- Wertschätzende Zusammenarbeit bedeutet respektvoll, fair und sachlich miteinander zu arbeiten.
- Beiträge aller Teammitglieder sollen anerkannt werden.
- Gute Zusammenarbeit braucht Kommunikation, Zuverlässigkeit und gemeinsame Verantwortung.
Merksatz
Gute Teamarbeit ist fachlich und menschlich.
Interdisziplinarität
- Interdisziplinarität bedeutet Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche.
- IT-Projekte betreffen oft Datenschutz, Einkauf, Fachabteilungen, Betriebsrat und Geschäftsführung.
Merksatz
IT betrifft selten nur IT.
Interkulturalität
- Interkulturalität bedeutet respektvoller Umgang mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen.
- Wichtig sind Offenheit, klare Kommunikation und keine Vorurteile.
Merksatz
Interkulturalität = Unterschiede respektvoll berücksichtigen.
Digitale Medien
- Digitale Medien müssen bewusst, sicher und rechtlich korrekt genutzt werden.
- Vor dem Speichern, Darstellen und Weitergeben muss geprüft werden, ob der Inhalt erlaubt und der Empfänger berechtigt ist.
- Screenshots, Cloud-Links und E-Mails können sensible Daten enthalten.
Merksatz
Vor dem Teilen prüfen: Inhalt, Zweck, Empfänger.
Persönlichkeitsrechte
- Persönlichkeitsrechte schützen Würde, Privatsphäre und persönliche Daten.
- Fotos, Videos, Screenshots und personenbezogene Informationen dürfen nicht unbedacht veröffentlicht werden.
- Das Recht am eigenen Bild muss beachtet werden.
Merksatz
Andere Menschen digital nicht bloßstellen.
Informationstechnische Schutzziele
- Vertraulichkeit: Nur Berechtigte dürfen Informationen sehen.
- Integrität: Informationen bleiben korrekt und unverändert.
- Verfügbarkeit: Systeme und Informationen sind nutzbar.
- Authentizität: Absender, Nutzer oder Systeme sind echt.
- Nachvollziehbarkeit: Vorgänge können später geprüft werden.
Merksatz
V-I-V merken: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit.
Dienstliche E-Mails
- Dienstliche E-Mails sollen kurz, zielführend, höflich, korrekt und sicher sein.
- Empfänger, CC, BCC und Anhänge müssen geprüft werden.
- Passwörter gehören nicht im Klartext in E-Mails.
Merksatz
Vor dem Senden prüfen: Empfänger, Inhalt, Anhang.
Netiquette
- Netiquette bedeutet höfliche Umgangsformen in digitaler Kommunikation.
- Man bleibt sachlich, respektvoll und verständlich.
- Keine Beleidigungen, keine unnötigen Nachrichtenfluten, keine vertraulichen Inhalte in öffentlichen Kanälen.
Merksatz
Netiquette = gutes Benehmen online.
- Äußerungen über Arbeitgeber, Kunden und Kollegen können arbeitsrechtliche oder juristische Folgen haben.
- Interne Informationen, Kundendaten und Geschäftsgeheimnisse dürfen nicht veröffentlicht werden.
Merksatz
Privat gepostet kann berufliche Folgen haben.
Merksatz
Compliance
- Compliance bedeutet, Gesetze, interne Regeln und ethische Grundsätze einzuhalten.
- Im IT-Bereich betrifft das Datenschutz, Lizenzen, Passwörter, Zugriffsrechte und Sicherheitsmeldungen.
Merksatz
Compliance = Regeln einhalten.
Diversity und Gender-Neutralität
- Diversity bedeutet Vielfalt.
- Menschen sollen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter, Behinderung, Sprache oder Erfahrung fair behandelt werden.
- Gender-neutrale Sprache kann helfen, niemanden unnötig auszuschließen.
Merksatz
Diversity = Vielfalt respektieren.
Ethische Aspekte bei IT-Lösungen
- IT-Lösungen müssen nicht nur technisch funktionieren.
- Sie müssen rechtlich, ethisch, fair und nachvollziehbar sein.
- Dauerhafte Überwachung, Diskriminierung und unnötige Datensammlung sind problematisch.
Merksatz
Technisch möglich heißt nicht automatisch erlaubt oder richtig.
Super-Kurz-Merksätze für die Prüfung
- Duales System = Betrieb + Berufsschule.
- Ausbildungsvertrag = rechtliche Grundlage der Ausbildung.
- Probezeit Ausbildung = 1 bis 4 Monate.
- Azubi muss lernen, Betrieb muss ausbilden.
- Brutto vor Abzug, Netto nach Abzug.
- Sozialversicherung = Kranken, Pflege, Rente, Arbeitslosigkeit, Unfall.
- Gewerkschaft = Arbeitnehmer.
- Arbeitgeberverband = Arbeitgeber.
- Betrieb = organisatorische Einheit.
- Unternehmen = rechtliche und wirtschaftliche Einheit.
- Primär = Rohstoffe.
- Sekundär = Produktion.
- Tertiär = Dienstleistung.
- GmbH haftet grundsätzlich mit Gesellschaftsvermögen.
- Einliniensystem = ein Vorgesetzter.
- Kartell = verbotene Wettbewerbsabsprache.
- Produktivität = Menge.
- Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand.
- Rentabilität = Gewinn / Kapital × 100.
- Arbeitsschutz schützt Leben und Gesundheit.
- Belastung kommt von außen, Beanspruchung ist die Wirkung.
- Ergonomie = Arbeitsplatz an Menschen anpassen.
- Fluchtwege immer freihalten.
- 112 = Feuerwehr und Rettungsdienst.
- 110 = Polizei.
- Menschenrettung vor Sachrettung.
- Schutzart = Wasser und Fremdkörper.
- Schutzklasse = elektrischer Schlag.
- Rot = Verbot oder Brandschutz.
- Blau = Gebot.
- Gelb = Warnung.
- Grün = Rettung.
- IT verbraucht Strom, Hardware und Kühlung.
- USV schützt vor Stromausfall, braucht aber Akkus.
- Datenträger sicher löschen oder vernichten.
- Abfallvermeidung ist besser als Recycling.
- Emission geht raus, Immission kommt an.
- Nachhaltigkeit = ökologisch, ökonomisch, sozial.
- Digitale Medien bewusst und sicher nutzen.
- Persönlichkeitsrechte auch digital schützen.
- Vertraulichkeit = nur Berechtigte.
- Integrität = unverändert.
- Verfügbarkeit = nutzbar.
- Social Engineering manipuliert Menschen.
- Compliance = Regeln einhalten.
- Diversity = Vielfalt respektieren.
- IT muss rechtlich und ethisch passen.
Seite 6.3 Häufige Verwechslungsfragen
Hinweis
Dieses Kapitel ist kein eigener Bereich im IHK/ZPA-Prüfungskatalog.
Es dient nur dazu, typische Begriffe zu unterscheiden, die in der Prüfung leicht verwechselt werden können.
1. Betrieb oder Unternehmen?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Betrieb | organisatorische Einheit, in der gearbeitet wird |
| Unternehmen | rechtliche und wirtschaftliche Einheit |
Beispiel
Ein Unternehmen kann mehrere Betriebe oder Standorte haben.
Merksatz
Betrieb = wo gearbeitet wird.
Unternehmen = rechtliche und wirtschaftliche Einheit.
Prüfungsfrage
Was ist der Unterschied zwischen Betrieb und Unternehmen?
Antwort anzeigen
Ein Betrieb ist eine organisatorische Einheit, in der Güter hergestellt oder Dienstleistungen erbracht werden.
Ein Unternehmen ist die rechtliche und wirtschaftliche Einheit. Ein Unternehmen kann aus mehreren Betrieben bestehen.
2. Duales Ausbildungssystem oder Duales System bei Verpackungen?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Duales Ausbildungssystem | Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule |
| Duales System bei Verpackungen | Sammlung und Verwertung von Verkaufsverpackungen |
Merksatz
Duale Ausbildung = Betrieb + Berufsschule.
Duales System Verpackung = Mülltrennung und Verwertung.
Prüfungsfrage
Was ist der Unterschied zwischen dualem Ausbildungssystem und Dualem System bei Verpackungen?
Antwort anzeigen
Das duale Ausbildungssystem bedeutet, dass die Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule stattfindet.
Das Duale System bei Verpackungen betrifft die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen.
3. Brutto oder Netto?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Brutto | Verdienst vor Abzügen |
| Netto | Auszahlungsbetrag nach Abzügen |
Typische Abzüge
- Lohnsteuer
- eventuell Kirchensteuer
- Solidaritätszuschlag, falls relevant
- Krankenversicherung
- Pflegeversicherung
- Rentenversicherung
- Arbeitslosenversicherung
Merksatz
Brutto ist vor Abzug.
Netto ist nach Abzug.
Prüfungsfrage
Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto?
Antwort anzeigen
Brutto ist der Verdienst vor Abzügen. Netto ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben ausgezahlt wird.
4. Fortbildung oder Umschulung?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Fortbildung | baut auf einem bestehenden Beruf auf |
| Umschulung | führt zu einem neuen Beruf |
Beispiel Fortbildung
Ein Fachinformatiker macht eine Weiterbildung im Bereich IT-Sicherheit.
Beispiel Umschulung
Eine Person aus einem anderen Beruf wird zum Fachinformatiker für Systemintegration umgeschult.
Merksatz
Fortbildung = im Beruf besser werden.
Umschulung = neuer Beruf.
Prüfungsfrage
Was ist der Unterschied zwischen Fortbildung und Umschulung?
Antwort anzeigen
Eine Fortbildung erweitert oder vertieft Kenntnisse in einem bestehenden Beruf.
Eine Umschulung qualifiziert für einen neuen Beruf.
5. Gewerkschaft oder Arbeitgeberverband?
| Begriff | Vertritt |
|---|---|
| Gewerkschaft | Arbeitnehmer |
| Arbeitgeberverband | Arbeitgeber |
Beispiel
In Tarifverhandlungen verhandeln Gewerkschaften auf Arbeitnehmerseite und Arbeitgeberverbände oder einzelne Arbeitgeber auf Arbeitgeberseite.
Merksatz
Gewerkschaft = Arbeitnehmer.
Arbeitgeberverband = Arbeitgeber.
Prüfungsfrage
Wer vertritt Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen?
Antwort anzeigen
Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen.
6. Betriebsrat oder JAV?
| Begriff | Vertritt |
|---|---|
| Betriebsrat | Arbeitnehmer im Betrieb |
| JAV | Jugendliche und Auszubildende |
Wichtig
Eine JAV gibt es grundsätzlich nur, wenn auch ein Betriebsrat besteht und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Merksatz
Betriebsrat = Beschäftigte.
JAV = Azubis und Jugendliche.
Prüfungsfrage
Kann es eine JAV ohne Betriebsrat geben?
Antwort anzeigen
Nein. Eine Jugend- und Auszubildendenvertretung setzt grundsätzlich voraus, dass es einen Betriebsrat gibt.
7. Betriebsrat oder Personalrat?
| Begriff | Bereich |
|---|---|
| Betriebsrat | private Betriebe |
| Personalrat | öffentlicher Dienst |
| Begriff | Gesetzliche Grundlage |
|---|---|
| Betriebsrat | Betriebsverfassungsgesetz |
| Personalrat | Personalvertretungsgesetze |
Merksatz
Betriebsrat = Privatwirtschaft.
Personalrat = öffentlicher Dienst.
Prüfungsfrage
Was ist der Unterschied zwischen Betriebsrat und Personalrat?
Antwort anzeigen
Der Betriebsrat ist die Interessenvertretung der Arbeitnehmer in privaten Betrieben.
Der Personalrat ist die Interessenvertretung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst.
8. Arbeitsvertrag oder Ausbildungsvertrag?
| Vertrag | Bedeutung |
|---|---|
| Arbeitsvertrag | regelt ein normales Arbeitsverhältnis |
| Ausbildungsvertrag | regelt die Berufsausbildung |
Arbeitsvertrag
Der Arbeitnehmer schuldet Arbeitsleistung.
Der Arbeitgeber schuldet Vergütung.
Ausbildungsvertrag
Der Auszubildende soll berufliche Handlungsfähigkeit erwerben.
Der Ausbildende muss eine ordnungsgemäße Ausbildung ermöglichen.
Merksatz
Arbeitsvertrag = arbeiten gegen Lohn.
Ausbildungsvertrag = lernen und ausgebildet werden.
Prüfungsfrage
Warum ist ein Ausbildungsvertrag nicht einfach nur ein normaler Arbeitsvertrag?
Antwort anzeigen
Weil beim Ausbildungsvertrag die Ausbildung im Mittelpunkt steht. Der Betrieb muss berufliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln.
9. Kündigung während oder nach der Probezeit?
| Zeitpunkt | Regel |
|---|---|
| während der Probezeit | Kündigung ohne Frist möglich |
| nach der Probezeit durch Betrieb | nur aus wichtigem Grund fristlos |
| nach der Probezeit durch Azubi | mit 4 Wochen Frist, wenn Ausbildung aufgegeben oder Beruf gewechselt wird |
Merksatz
In der Probezeit ist Kündigung einfach.
Nach der Probezeit braucht der Betrieb einen wichtigen Grund.
Prüfungsfrage
Wie kann der Betrieb nach der Probezeit kündigen?
Antwort anzeigen
Nach der Probezeit kann der Betrieb das Ausbildungsverhältnis nur aus wichtigem Grund fristlos kündigen.
10. Produktivität, Wirtschaftlichkeit oder Rentabilität?
| Begriff | Formel | Bedeutung |
|---|---|---|
| Produktivität | Ausbringungsmenge / Einsatzmenge | Mengenverhältnis |
| Wirtschaftlichkeit | Ertrag / Aufwand | finanzielles Verhältnis |
| Rentabilität | Gewinn / eingesetztes Kapital × 100 | Kapitalverzinsung |
Beispiel Produktivität
60 Tickets in 6 Stunden = 10 Tickets pro Stunde.
Beispiel Wirtschaftlichkeit
8.000 € Ertrag / 10.000 € Aufwand = 0,8.
Das ist unwirtschaftlich.
Beispiel Rentabilität
20.000 € Gewinn / 200.000 € Kapital × 100 = 10 %.
Merksatz
Produktivität = Menge.
Wirtschaftlichkeit = Ertrag zu Aufwand.
Rentabilität = Gewinn zu Kapital.
Prüfungsfrage
Ein Unternehmen möchte wissen, ob ein Auftrag finanziell sinnvoll ist. Welche Kennzahl passt am besten?
Antwort anzeigen
Wirtschaftlichkeit, weil sie Ertrag und Aufwand vergleicht.
11. Aufwand oder Kosten?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Aufwand | Werteverbrauch in der Buchhaltung |
| Kosten | betriebsbedingter Werteverbrauch |
Für WISO wichtig
In einfachen Prüfungsaufgaben reicht oft:
Aufwand ist das, was für eine Leistung eingesetzt oder verbraucht wird.
Beispiel
Personalkosten, Materialverbrauch und Stromkosten können Aufwand beziehungsweise Kosten eines Auftrags sein.
Merksatz
Im WISO-Kontext: Aufwand = was eingesetzt oder verbraucht wird.
Prüfungsfrage
Was bedeutet Wirtschaftlichkeit?
Antwort anzeigen
Wirtschaftlichkeit beschreibt das Verhältnis von Ertrag zu Aufwand.
12. Konzern, Fusion oder Kartell?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Konzern | mehrere rechtlich selbstständige Unternehmen unter gemeinsamer Leitung |
| Fusion | Unternehmen schließen sich zusammen |
| Kartell | Unternehmen treffen Wettbewerbsabsprachen |
Beispiel Konzern
Eine Muttergesellschaft besitzt mehrere Tochterunternehmen.
Beispiel Fusion
Zwei Unternehmen schließen sich zu einem größeren Unternehmen zusammen.
Beispiel Kartell
Mehrere Unternehmen sprechen Preise ab.
Merksatz
Konzern = gemeinsame Leitung.
Fusion = Zusammenschluss.
Kartell = Wettbewerbsabsprache.
Prüfungsfrage
Mehrere Unternehmen sprechen heimlich Preise ab. Was ist das?
Antwort anzeigen
Das ist ein Kartell beziehungsweise eine Preisabsprache. Wettbewerbsbeschränkende Kartelle sind in der Regel verboten.
13. Einliniensystem, Mehrliniensystem oder Stabliniensystem?
| Organisationsform | Bedeutung |
|---|---|
| Einliniensystem | jeder Mitarbeiter hat genau einen direkten Vorgesetzten |
| Mehrliniensystem | Mitarbeiter können mehrere Vorgesetzte haben |
| Stabliniensystem | Linie mit beratenden Stabsstellen |
Merksatz
Einlinie = eine Leitung.
Mehrlinie = mehrere Leitungen.
Stablinie = Linie plus Beratung.
Prüfungsfrage
Welche Organisationsform hat klare Weisungswege, aber oft lange Entscheidungswege?
Antwort anzeigen
Das Einliniensystem.
14. Spartenorganisation oder Matrixorganisation?
| Organisationsform | Bedeutung |
|---|---|
| Spartenorganisation | Gliederung nach Produkten, Kunden oder Regionen |
| Matrixorganisation | Kombination aus Fachabteilung und Projektstruktur |
Beispiel Spartenorganisation
- Privatkunden
- Geschäftskunden
- Cloud-Services
- IT-Sicherheit
Beispiel Matrixorganisation
Ein Mitarbeiter gehört fachlich zum Netzwerkteam und arbeitet gleichzeitig im Projekt „Standortmigration“.
Merksatz
Sparte = Produkt, Kunde oder Region.
Matrix = Fachbereich plus Projekt.
Prüfungsfrage
Ein Mitarbeiter ist gleichzeitig einer Fachabteilung und einem Projekt zugeordnet. Welche Organisationsform ist das?
Antwort anzeigen
Das ist eine Matrixorganisation.
15. Aufbauorganisation oder Ablauforganisation?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Aufbauorganisation | Struktur des Unternehmens |
| Ablauforganisation | Arbeitsabläufe und Reihenfolge von Tätigkeiten |
Beispiel Aufbauorganisation
Geschäftsführung → IT-Leitung → Support-Team.
Beispiel Ablauforganisation
Ticket kommt rein → Analyse → Lösung → Test → Ticket schließen.
Merksatz
Aufbau = Wer ist wofür zuständig?
Ablauf = In welcher Reihenfolge passiert etwas?
Prüfungsfrage
Was beschreibt die Ablauforganisation?
Antwort anzeigen
Die Ablauforganisation beschreibt die Reihenfolge und den Ablauf von Arbeitsprozessen.
16. Primärer, sekundärer oder tertiärer Sektor?
| Sektor | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| primär | Rohstoffgewinnung | Landwirtschaft, Bergbau |
| sekundär | Verarbeitung und Produktion | Industrie, Handwerk |
| tertiär | Dienstleistungen | IT-Service, Handel, Verwaltung |
Merksatz
Primär = Rohstoffe.
Sekundär = Produktion.
Tertiär = Dienstleistungen.
Prüfungsfrage
Zu welchem Wirtschaftssektor gehören IT-Dienstleister meistens?
Antwort anzeigen
Meistens zum tertiären Sektor, weil IT-Dienstleister Dienstleistungen anbieten.
17. Soziale Marktwirtschaft oder freie Marktwirtschaft?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| freie Marktwirtschaft | Markt regelt möglichst viel selbst |
| soziale Marktwirtschaft | Wettbewerb plus sozialer Ausgleich und staatliche Regeln |
Wichtig für Deutschland
Deutschland hat eine soziale Marktwirtschaft.
Beispiele für sozialen Ausgleich
- Sozialversicherung
- Arbeitsschutz
- Mitbestimmung
- Verbraucherschutz
- Kartellrecht
Merksatz
Soziale Marktwirtschaft = Wettbewerb plus soziale Absicherung.
Prüfungsfrage
Was ist der Grundgedanke der sozialen Marktwirtschaft?
Antwort anzeigen
Die soziale Marktwirtschaft verbindet freien Wettbewerb mit sozialem Ausgleich und staatlichen Regeln.
18. Behörde oder Verwaltung?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Behörde | konkrete staatliche Stelle |
| Verwaltung | Tätigkeit oder System zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben |
Beispiel
Das Finanzamt ist eine Behörde.
Steuerbearbeitung ist Verwaltungstätigkeit.
Merksatz
Behörde = Stelle.
Verwaltung = Tätigkeit.
Prüfungsfrage
Welche Behörde ist für Steuern zuständig?
Antwort anzeigen
Das Finanzamt.
19. Berufsgenossenschaft oder Krankenkasse?
| Stelle | Zuständig für |
|---|---|
| Berufsgenossenschaft | gesetzliche Unfallversicherung |
| Krankenkasse | gesetzliche Krankenversicherung und Pflegeversicherung |
Beispiel Berufsgenossenschaft
Arbeitsunfall oder Berufskrankheit.
Beispiel Krankenkasse
Krankheit außerhalb eines Arbeitsunfalls.
Merksatz
Arbeitsunfall = Berufsgenossenschaft.
Krankheit = Krankenkasse.
Prüfungsfrage
Wer ist Träger der gesetzlichen Unfallversicherung?
Antwort anzeigen
Die Berufsgenossenschaft beziehungsweise der zuständige Unfallversicherungsträger.
20. Belastung oder Beanspruchung?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Belastung | äußere Einwirkung auf den Menschen |
| Beanspruchung | individuelle Wirkung dieser Belastung |
Beispiel
Lärm ist eine Belastung.
Kopfschmerzen oder Stress durch Lärm sind Beanspruchung.
Merksatz
Belastung kommt von außen.
Beanspruchung wirkt innen.
Prüfungsfrage
Was ist der Unterschied zwischen Belastung und Beanspruchung?
Antwort anzeigen
Belastung ist eine äußere Einwirkung auf den Menschen. Beanspruchung ist die individuelle Wirkung dieser Belastung auf den Menschen.
21. Schutzart oder Schutzklasse?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Schutzart | Schutz gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser |
| Schutzklasse | Schutz gegen elektrischen Schlag |
Beispiel Schutzart
IP44, IP54, IP65.
Beispiel Schutzklasse
Schutzklasse I, II, III.
Merksatz
Schutzart = Staub und Wasser.
Schutzklasse = elektrischer Schlag.
Prüfungsfrage
Was beschreibt die IP-Schutzart?
Antwort anzeigen
Die IP-Schutzart beschreibt, wie gut ein elektrisches Gerät gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser geschützt ist.
22. Schutzklasse I, II oder III?
| Schutzklasse | Bedeutung |
|---|---|
| Schutzklasse I | Schutzleiter vorhanden |
| Schutzklasse II | doppelte oder verstärkte Isolierung |
| Schutzklasse III | Schutz durch Schutzkleinspannung |
Merksatz
I = Schutzleiter.
II = doppelt isoliert.
III = Kleinspannung.
Prüfungsfrage
Was ist typisch für Schutzklasse II?
Antwort anzeigen
Geräte der Schutzklasse II haben eine doppelte oder verstärkte Isolierung und benötigen keinen Schutzleiter.
23. CE-Zeichen oder GS-Zeichen?
| Zeichen | Bedeutung |
|---|---|
| CE | Hersteller erklärt Einhaltung grundlegender EU-Anforderungen |
| GS | geprüfte Sicherheit durch unabhängige Prüfstelle |
Wichtig
CE ist keine unabhängige Qualitätsauszeichnung.
Merksatz
CE = Herstellererklärung.
GS = geprüfte Sicherheit.
Prüfungsfrage
Was bedeutet das CE-Zeichen?
Antwort anzeigen
Das CE-Zeichen bedeutet, dass der Hersteller erklärt, dass das Produkt grundlegende EU-Anforderungen erfüllt. Es ist keine unabhängige Qualitätsauszeichnung.
24. Verbotszeichen, Gebotszeichen, Warnzeichen, Rettungszeichen oder Brandschutzzeichen?
| Zeichenart | Farbe | Bedeutung |
|---|---|---|
| Verbotszeichen | rot | etwas ist verboten |
| Gebotszeichen | blau | etwas ist vorgeschrieben |
| Warnzeichen | gelb | Warnung vor Gefahr |
| Rettungszeichen | grün | Fluchtweg, Notausgang, Erste Hilfe |
| Brandschutzzeichen | rot | Feuerlöscher, Brandmelder |
Merksatz
Rot = Verbot oder Brand.
Blau = Gebot.
Gelb = Warnung.
Grün = Rettung.
Prüfungsfrage
Welche Farbe haben Rettungszeichen?
Antwort anzeigen
Rettungszeichen sind grün.
25. Notruf 112 oder 110?
| Nummer | Bedeutung |
|---|---|
| 112 | Feuerwehr und Rettungsdienst |
| 110 | Polizei |
Merksatz
112 rettet.
110 Polizei.
Prüfungsfrage
Welche Notrufnummer gilt für Feuerwehr und Rettungsdienst?
Antwort anzeigen
Die 112.
26. Brandklasse A, B, C oder D?
| Brandklasse | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| A | feste Stoffe | Holz, Papier, Karton |
| B | flüssige oder flüssig werdende Stoffe | Benzin, Öl, Lacke |
| C | Gase | Propan, Butan, Erdgas |
| D | Metalle | Magnesium, Aluminiumstaub |
Merksatz
A = Aschebildende feste Stoffe.
B = Brennbare Flüssigkeiten.
C = Gase.
D = Metalle.
Prüfungsfrage
Zu welcher Brandklasse gehören Papier und Holz?
Antwort anzeigen
Papier und Holz gehören zur Brandklasse A, weil es feste Stoffe sind, die meist unter Glutbildung brennen.
27. Emission oder Immission?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Emission | etwas wird von einer Quelle abgegeben |
| Immission | etwas wirkt auf Menschen oder Umwelt ein |
Beispiel
Ein Serverlüfter erzeugt Lärm. Das ist die Emission.
Der Mitarbeiter hört den Lärm. Das ist die Immission.
Merksatz
Emission geht raus.
Immission kommt an.
Prüfungsfrage
Was ist der Unterschied zwischen Emission und Immission?
Antwort anzeigen
Emission bedeutet, dass etwas von einer Quelle abgegeben wird. Immission bedeutet, dass diese Einwirkung bei Menschen oder Umwelt ankommt.
28. Wiederverwendung oder Recycling?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Wiederverwendung | ein Produkt wird erneut genutzt |
| Recycling | Material wird aufbereitet und als Rohstoff genutzt |
Beispiel Wiederverwendung
Ein alter Monitor wird an einem Testarbeitsplatz weitergenutzt.
Beispiel Recycling
Ein defektes Gerät wird zerlegt und Rohstoffe werden zurückgewonnen.
Merksatz
Wiederverwendung = Produkt weiter nutzen.
Recycling = Material zurückgewinnen.
Prüfungsfrage
Was ist der Unterschied zwischen Wiederverwendung und Recycling?
Antwort anzeigen
Wiederverwendung bedeutet, dass ein Produkt erneut benutzt wird. Recycling bedeutet, dass Material aufbereitet und als Rohstoff wieder genutzt wird.
29. Abfallvermeidung oder Abfallreduzierung?
| Begriff | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Abfallvermeidung | Abfall entsteht gar nicht | Dokument wird nicht gedruckt |
| Abfallreduzierung | weniger Abfall entsteht | Dokument wird doppelseitig gedruckt |
Merksatz
Vermeidung = gar kein Abfall.
Reduzierung = weniger Abfall.
Prüfungsfrage
Was ist besser: Abfall vermeiden oder Abfall recyceln?
Antwort anzeigen
Abfall vermeiden ist besser, weil dann gar kein Abfall entsteht. Recycling ist sinnvoll, wenn Abfall nicht vermieden werden kann.
30. Speichermedien oder Printmedien?
| Begriff | Beispiele |
|---|---|
| Speichermedien | Festplatten, SSDs, USB-Sticks, Backup-Bänder |
| Printmedien | Papier, Ausdrucke, Toner, Tinte, Druckerkartuschen |
Merksatz
Speichermedien speichern Daten.
Printmedien hängen mit Drucken zusammen.
Prüfungsfrage
Warum müssen Speichermedien besonders sorgfältig entsorgt werden?
Antwort anzeigen
Weil Speichermedien Elektroschrott enthalten und gleichzeitig vertrauliche oder personenbezogene Daten gespeichert haben können.
31. Datenschutz oder Umweltschutz bei Datenträgern?
| Bereich | Ziel |
|---|---|
| Datenschutz | Daten dürfen nicht in falsche Hände geraten |
| Umweltschutz | Rohstoffe sollen recycelt und Schadstoffe korrekt entsorgt werden |
Wichtig
Bei Datenträgern muss beides beachtet werden.
Merksatz
Datenträger = Datenschutz + Umweltschutz.
Prüfungsfrage
Reicht es, eine Datei zu löschen, bevor man einen Datenträger entsorgt?
Antwort anzeigen
Nein. Einfaches Löschen reicht oft nicht aus, weil Daten wiederhergestellt werden können. Datenträger müssen sicher gelöscht oder vernichtet werden.
32. USV-Nutzen oder USV-Umweltproblem?
| Sichtweise | Bedeutung |
|---|---|
| Nutzen | schützt bei Stromausfall, erhöht Verfügbarkeit |
| Umweltproblem | zusätzlicher Stromverbrauch, Akkus, Entsorgung |
Merksatz
USV = gut für Verfügbarkeit, aber zusätzlicher Akku- und Energieaufwand.
Prüfungsfrage
Warum kann eine USV aus Umweltsicht problematisch sein?
Antwort anzeigen
Eine USV verbraucht Energie, erzeugt Wärme und enthält Akkus, die regelmäßig ersetzt und fachgerecht entsorgt werden müssen.
33. Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit?
| Schutzziel | Bedeutung |
|---|---|
| Vertraulichkeit | nur Berechtigte dürfen Informationen sehen |
| Integrität | Informationen bleiben korrekt und unverändert |
| Verfügbarkeit | Systeme und Informationen sind nutzbar |
Beispiel Vertraulichkeit
Kundendaten dürfen nicht an falsche Personen gesendet werden.
Beispiel Integrität
Eine Konfigurationsdatei darf nicht unbemerkt verändert werden.
Beispiel Verfügbarkeit
Das Ticketsystem muss erreichbar sein.
Merksatz
Vertraulichkeit = geheim.
Integrität = korrekt.
Verfügbarkeit = erreichbar.
Prüfungsfrage
Ein Ticketsystem ist wegen eines Ausfalls nicht erreichbar. Welches Schutzziel ist betroffen?
Antwort anzeigen
Die Verfügbarkeit ist betroffen.
34. Authentizität oder Nachvollziehbarkeit?
| Schutzziel | Bedeutung |
|---|---|
| Authentizität | Echtheit von Absendern, Nutzern oder Systemen |
| Nachvollziehbarkeit | Vorgänge können später geprüft werden |
Beispiel Authentizität
Ist die E-Mail wirklich vom Geschäftsführer?
Beispiel Nachvollziehbarkeit
Wer hat wann welche Änderung im System vorgenommen?
Merksatz
Authentizität = echt?
Nachvollziehbarkeit = später prüfbar?
Prüfungsfrage
Warum ist Authentizität bei E-Mails wichtig?
Antwort anzeigen
Weil geprüft werden muss, ob der Absender wirklich echt ist und es sich nicht um eine gefälschte Nachricht handelt.
35. Datenschutz oder Persönlichkeitsrecht?
| Begriff | Schwerpunkt |
|---|---|
| Datenschutz | Schutz personenbezogener Daten |
| Persönlichkeitsrecht | Schutz von Würde, Privatsphäre und persönlicher Entfaltung |
Beispiel Datenschutz
Kundendaten dürfen nicht unberechtigt weitergegeben werden.
Beispiel Persönlichkeitsrecht
Ein Foto eines Kollegen darf nicht ohne Zustimmung veröffentlicht werden.
Merksatz
Datenschutz = personenbezogene Daten.
Persönlichkeitsrecht = Mensch und Privatsphäre.
Prüfungsfrage
Warum darf man ein Foto von Kollegen nicht einfach veröffentlichen?
Antwort anzeigen
Weil das Recht am eigenen Bild und Persönlichkeitsrechte betroffen sind. In der Regel braucht man eine Zustimmung.
36. CC oder BCC?
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| CC | Empfänger sind für alle sichtbar |
| BCC | Empfänger sind für andere nicht sichtbar |
Typisches Problem
Bei großen externen Empfängerlisten kann CC oder „An“ dazu führen, dass alle E-Mail-Adressen sichtbar sind.
Merksatz
CC sichtbar.
BCC verborgen.
Prüfungsfrage
Warum kann eine offene Empfängerliste problematisch sein?
Antwort anzeigen
Weil E-Mail-Adressen für alle sichtbar werden können. Das kann ein Datenschutzproblem sein.
37. Netiquette oder Compliance?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Netiquette | höfliche Umgangsformen in digitaler Kommunikation |
| Compliance | Einhaltung von Gesetzen, Regeln und internen Vorgaben |
Beispiel Netiquette
Sachlich und höflich im Chat schreiben.
Beispiel Compliance
Keine unlizenzierte Software installieren.
Merksatz
Netiquette = gutes Benehmen online.
Compliance = Regeln einhalten.
Prüfungsfrage
Was bedeutet Compliance?
Antwort anzeigen
Compliance bedeutet, dass sich Unternehmen und Beschäftigte an Gesetze, Vorschriften, interne Regeln und ethische Grundsätze halten.
38. Phishing, Vishing oder Smishing?
| Methode | Bedeutung |
|---|---|
| Phishing | Betrug per E-Mail oder gefälschter Website |
| Vishing | Betrug per Telefon |
| Smishing | Betrug per SMS oder Messenger |
Merksatz
Phishing = Mail/Web.
Vishing = Voice/Telefon.
Smishing = SMS/Messenger.
Prüfungsfrage
Ein Angreifer ruft an und gibt sich als IT-Support aus. Welche Methode ist das?
Antwort anzeigen
Das ist Vishing, also Social Engineering per Telefon.
| Angriff | Schwerpunkt |
|---|---|
| Social Engineering | Manipulation von Menschen |
| technischer Angriff | Ausnutzen technischer Schwachstellen |
Jemand fordert telefonisch dein Passwort an.
Beispiel technischer Angriff
Eine ungepatchte Sicherheitslücke wird ausgenutzt.
Merksatz
Prüfungsfrage
Antwort anzeigen
Social Engineering ist eine Angriffsmethode, bei der Menschen manipuliert werden, um Informationen, Zugangsdaten oder bestimmte Handlungen zu erhalten.
40. Diversity oder Gender-Neutralität?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Diversity | Vielfalt von Menschen berücksichtigen |
| Gender-Neutralität | geschlechtergerechte oder geschlechtsneutrale Ansprache |
Beispiel Diversity
Software barrierearm und verständlich für unterschiedliche Nutzergruppen gestalten.
Beispiel Gender-Neutralität
„Beschäftigte“ statt „Mitarbeiter“ schreiben.
Merksatz
Diversity = Vielfalt.
Gender-Neutralität = faire Sprache bezogen auf Geschlecht.
Prüfungsfrage
Was bedeutet Diversity?
Antwort anzeigen
Diversity bedeutet Vielfalt. Im Betrieb meint das unterschiedliche Eigenschaften, Erfahrungen und Hintergründe von Menschen.
Schnelltest: Was wird verwechselt?
Beantworte ohne nachzuschauen:
- Betrieb oder Unternehmen?
- Brutto oder Netto?
- Fortbildung oder Umschulung?
- Gewerkschaft oder Arbeitgeberverband?
- Betriebsrat oder Personalrat?
- Produktivität oder Wirtschaftlichkeit?
- Wirtschaftlichkeit oder Rentabilität?
- Konzern oder Fusion?
- Fusion oder Kartell?
- Einliniensystem oder Mehrliniensystem?
- Aufbauorganisation oder Ablauforganisation?
- Belastung oder Beanspruchung?
- Schutzart oder Schutzklasse?
- CE oder GS?
- Emission oder Immission?
- Wiederverwendung oder Recycling?
- Abfallvermeidung oder Abfallreduzierung?
- Vertraulichkeit oder Integrität?
- Authentizität oder Nachvollziehbarkeit?
- Datenschutz oder Persönlichkeitsrecht?
- CC oder BCC?
- Netiquette oder Compliance?
- Phishing, Vishing oder Smishing?
- Diversity oder Gender-Neutralität?
Merksätze für Verwechslungsfragen
- Betrieb = organisatorisch, Unternehmen = rechtlich und wirtschaftlich.
- Duales Ausbildungssystem = Betrieb und Berufsschule.
- Duales System bei Verpackungen = Sammlung und Verwertung.
- Brutto = vor Abzug, Netto = nach Abzug.
- Fortbildung = im Beruf weiterlernen, Umschulung = neuer Beruf.
- Gewerkschaft = Arbeitnehmer, Arbeitgeberverband = Arbeitgeber.
- Betriebsrat = private Betriebe, Personalrat = öffentlicher Dienst.
- Produktivität = Menge, Wirtschaftlichkeit = Ertrag/Aufwand, Rentabilität = Gewinn/Kapital.
- Konzern = gemeinsame Leitung, Fusion = Zusammenschluss, Kartell = Wettbewerbsabsprache.
- Aufbauorganisation = Struktur, Ablauforganisation = Reihenfolge.
- Belastung = äußere Einwirkung, Beanspruchung = individuelle Wirkung.
- Schutzart = Staub/Wasser, Schutzklasse = elektrischer Schlag.
- CE = Herstellererklärung, GS = geprüfte Sicherheit.
- Emission = geht raus, Immission = kommt an.
- Wiederverwendung = Produkt weiter nutzen, Recycling = Material zurückgewinnen.
- Vertraulichkeit = geheim, Integrität = korrekt, Verfügbarkeit = erreichbar.
- Authentizität = echt, Nachvollziehbarkeit = später prüfbar.
- Datenschutz = personenbezogene Daten, Persönlichkeitsrecht = Mensch und Privatsphäre.
- CC = sichtbar, BCC = verborgen.
- Netiquette = gutes Benehmen online, Compliance = Regeln einhalten.
- Phishing = Mail/Web, Vishing = Telefon, Smishing = SMS/Messenger.
- Social Engineering = Manipulation von Menschen.
- Diversity = Vielfalt, Gender-Neutralität = faire geschlechtsneutrale Ansprache.
Seite 6.4 Rechenaufgaben und Formeln
Hinweis
Dieses Kapitel ist kein eigener Bereich im IHK/ZPA-Prüfungskatalog.
Es dient nur zum Üben typischer WISO-Rechenaufgaben.
Besonders wichtig sind:
- Produktivität
- Wirtschaftlichkeit
- Rentabilität
- Brutto und Netto
- Sozialabgaben
- Prozentrechnung
- Dreisatz
- Rabatt und Skonto
- Umsatzsteuer
- Angebotsvergleich
- einfache Kostenvergleiche
1. Produktivität
Formel
Produktivität = Ausbringungsmenge / Einsatzmenge
Einfach gesagt
Produktivität zeigt, wie viel Ergebnis mit einem bestimmten Einsatz erreicht wird.
Beispiel
Ein Supportteam bearbeitet 80 Tickets in 8 Stunden.
Produktivität = 80 Tickets / 8 Stunden
Produktivität = 10 Tickets pro Stunde
Merksatz
Produktivität betrachtet Mengen.
Übungsaufgabe 1
Ein Techniker richtet 12 Arbeitsplätze in 6 Stunden ein. Wie hoch ist die Produktivität?
Antwort anzeigen
Produktivität = Ausbringungsmenge / Einsatzmenge
Produktivität = 12 Arbeitsplätze / 6 Stunden
Produktivität = 2 Arbeitsplätze pro Stunde
Übungsaufgabe 2
Ein Supportteam bearbeitet 150 Tickets in 5 Tagen. Wie viele Tickets werden durchschnittlich pro Tag bearbeitet?
Antwort anzeigen
Produktivität = 150 Tickets / 5 Tage
Produktivität = 30 Tickets pro Tag
2. Wirtschaftlichkeit
Formel
Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand
Bewertung
| Ergebnis | Bedeutung |
|---|---|
| größer als 1 | wirtschaftlich |
| genau 1 | kostendeckend |
| kleiner als 1 | unwirtschaftlich |
Beispiel
Ein Auftrag bringt 6.000 € Ertrag.
Der Aufwand beträgt 5.000 €.
Wirtschaftlichkeit = 6.000 € / 5.000 €
Wirtschaftlichkeit = 1,2
Der Auftrag ist wirtschaftlich.
Merksatz
Wirtschaftlichkeit vergleicht Ertrag und Aufwand.
Übungsaufgabe 3
Ein Auftrag bringt 9.000 € Ertrag. Der Aufwand beträgt 7.500 €. Ist der Auftrag wirtschaftlich?
Antwort anzeigen
Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand
Wirtschaftlichkeit = 9.000 € / 7.500 €
Wirtschaftlichkeit = 1,2
Der Auftrag ist wirtschaftlich, weil der Wert größer als 1 ist.
Übungsaufgabe 4
Ein Projekt bringt 8.000 € Ertrag. Der Aufwand beträgt 10.000 €. Ist das Projekt wirtschaftlich?
Antwort anzeigen
Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand
Wirtschaftlichkeit = 8.000 € / 10.000 €
Wirtschaftlichkeit = 0,8
Das Projekt ist unwirtschaftlich, weil der Wert kleiner als 1 ist.
3. Rentabilität
Formel
Rentabilität = Gewinn / eingesetztes Kapital × 100
Einfach gesagt
Rentabilität zeigt, wie viel Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital entsteht.
Beispiel
Ein Unternehmen setzt 200.000 € Kapital ein und erzielt 20.000 € Gewinn.
Rentabilität = 20.000 € / 200.000 € × 100
Rentabilität = 10 %
Merksatz
Rentabilität wird meistens in Prozent angegeben.
Übungsaufgabe 5
Ein Unternehmen erzielt 15.000 € Gewinn bei 150.000 € eingesetztem Kapital. Wie hoch ist die Rentabilität?
Antwort anzeigen
Rentabilität = Gewinn / eingesetztes Kapital × 100
Rentabilität = 15.000 € / 150.000 € × 100
Rentabilität = 10 %
Übungsaufgabe 6
Ein Unternehmen erzielt 12.000 € Gewinn bei 300.000 € eingesetztem Kapital. Wie hoch ist die Rentabilität?
Antwort anzeigen
Rentabilität = 12.000 € / 300.000 € × 100
Rentabilität = 4 %
4. Unterschied Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Rentabilität
| Begriff | Formel | Betrachtet |
|---|---|---|
| Produktivität | Ausbringungsmenge / Einsatzmenge | Mengen |
| Wirtschaftlichkeit | Ertrag / Aufwand | Ertrag und Aufwand |
| Rentabilität | Gewinn / Kapital × 100 | Gewinn im Verhältnis zum Kapital |
Merksatz
Produktivität = Menge.
Wirtschaftlichkeit = Ertrag zu Aufwand.
Rentabilität = Gewinn zu Kapital.
Übungsaufgabe 7
Welche Kennzahl passt?
Ein Unternehmen möchte wissen, wie viele Tickets pro Stunde bearbeitet wurden.
Antwort anzeigen
Produktivität.
Es geht um eine Menge pro Einsatz, also Tickets pro Stunde.
Übungsaufgabe 8
Welche Kennzahl passt?
Ein Unternehmen möchte wissen, ob ein Auftrag mehr Ertrag bringt als Aufwand verursacht.
Antwort anzeigen
Wirtschaftlichkeit.
Es geht um Ertrag im Verhältnis zum Aufwand.
Übungsaufgabe 9
Welche Kennzahl passt?
Ein Unternehmen möchte wissen, wie viel Prozent Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital entstanden sind.
Antwort anzeigen
Rentabilität.
Es geht um Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital.
5. Prozentrechnung
Grundformel
Prozentwert = Grundwert × Prozentsatz / 100
Begriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Grundwert | das Ganze |
| Prozentsatz | Prozentangabe |
| Prozentwert | Anteil vom Ganzen |
Beispiel
Ein Monitor kostet 400 €. Der Rabatt beträgt 10 %.
Prozentwert = 400 € × 10 / 100
Prozentwert = 40 €
Der Rabatt beträgt 40 €.
Neuer Preis = 400 € - 40 € = 360 €
Übungsaufgabe 10
Ein Notebook kostet 1.200 €. Es gibt 15 % Rabatt. Wie hoch ist der Rabatt?
Antwort anzeigen
Prozentwert = Grundwert × Prozentsatz / 100
Prozentwert = 1.200 € × 15 / 100
Prozentwert = 180 €
Der Rabatt beträgt 180 €.
Übungsaufgabe 11
Ein Drucker kostet 300 €. Der Preis wird um 20 % reduziert. Wie hoch ist der neue Preis?
Antwort anzeigen
Rabatt = 300 € × 20 / 100 = 60 €
Neuer Preis = 300 € - 60 €
Neuer Preis = 240 €
6. Dreisatz
Wann nutzt man Dreisatz?
Wenn sich Werte proportional verhalten.
Beispiel
5 Lizenzen kosten 250 €.
Wie viel kosten 8 Lizenzen?
1 Lizenz kostet 250 € / 5 = 50 €
8 Lizenzen kosten 8 × 50 € = 400 €
Übungsaufgabe 12
10 Netzwerkkabel kosten 80 €. Wie viel kosten 25 Netzwerkkabel?
Antwort anzeigen
1 Netzwerkkabel kostet 80 € / 10 = 8 €
25 Netzwerkkabel kosten 25 × 8 € = 200 €
Übungsaufgabe 13
4 Monitore kosten 720 €. Wie viel kosten 7 Monitore?
Antwort anzeigen
1 Monitor kostet 720 € / 4 = 180 €
7 Monitore kosten 7 × 180 € = 1.260 €
7. Rabatt
Was ist Rabatt?
Rabatt ist ein Preisnachlass.
Formel
Rabattbetrag = Listenpreis × Rabattsatz / 100
Zielpreis = Listenpreis - Rabattbetrag
Beispiel
Listenpreis = 2.000 €
Rabatt = 10 %
Rabattbetrag = 2.000 € × 10 / 100 = 200 €
Zielpreis = 2.000 € - 200 € = 1.800 €
Übungsaufgabe 14
Ein Server kostet laut Liste 3.500 €. Der Anbieter gibt 8 % Rabatt. Wie hoch ist der Zielpreis?
Antwort anzeigen
Rabattbetrag = 3.500 € × 8 / 100
Rabattbetrag = 280 €
Zielpreis = 3.500 € - 280 €
Zielpreis = 3.220 €
8. Skonto
Was ist Skonto?
Skonto ist ein Preisnachlass, wenn eine Rechnung besonders schnell bezahlt wird.
Formel
Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz / 100
Zahlbetrag = Rechnungsbetrag - Skontobetrag
Beispiel
Rechnungsbetrag = 1.000 €
Skonto = 2 %
Skontobetrag = 1.000 € × 2 / 100 = 20 €
Zahlbetrag = 1.000 € - 20 € = 980 €
Übungsaufgabe 15
Eine Rechnung beträgt 2.500 €. Bei schneller Zahlung gibt es 3 % Skonto. Wie viel muss gezahlt werden?
Antwort anzeigen
Skontobetrag = 2.500 € × 3 / 100
Skontobetrag = 75 €
Zahlbetrag = 2.500 € - 75 €
Zahlbetrag = 2.425 €
9. Rabatt und Skonto zusammen
Wichtig
Erst Rabatt vom Listenpreis abziehen.
Dann Skonto vom reduzierten Preis berechnen.
Beispiel
Listenpreis = 1.000 €
Rabatt = 10 %
Skonto = 2 %
Rabattbetrag = 1.000 € × 10 / 100 = 100 €
Zielpreis = 1.000 € - 100 € = 900 €
Skontobetrag = 900 € × 2 / 100 = 18 €
Zahlbetrag = 900 € - 18 € = 882 €
Übungsaufgabe 16
Ein Switch kostet laut Liste 800 €. Der Anbieter gibt 5 % Rabatt und 2 % Skonto. Wie hoch ist der Zahlbetrag?
Antwort anzeigen
Rabattbetrag = 800 € × 5 / 100 = 40 €
Zielpreis = 800 € - 40 € = 760 €
Skontobetrag = 760 € × 2 / 100 = 15,20 €
Zahlbetrag = 760 € - 15,20 €
Zahlbetrag = 744,80 €
10. Umsatzsteuer
Wichtig
In Deutschland beträgt der reguläre Umsatzsteuersatz häufig 19 %.
Netto zu Brutto
Brutto = Netto × 1,19
Brutto zu Netto
Netto = Brutto / 1,19
Umsatzsteuerbetrag
Umsatzsteuer = Netto × 19 / 100
Beispiel Netto zu Brutto
Netto = 1.000 €
Umsatzsteuer = 1.000 € × 19 / 100 = 190 €
Brutto = 1.000 € + 190 € = 1.190 €
Beispiel Brutto zu Netto
Brutto = 1.190 €
Netto = 1.190 € / 1,19 = 1.000 €
Übungsaufgabe 17
Ein Notebook kostet netto 900 €. Wie hoch ist der Bruttopreis bei 19 % Umsatzsteuer?
Antwort anzeigen
Umsatzsteuer = 900 € × 19 / 100 = 171 €
Brutto = 900 € + 171 €
Brutto = 1.071 €
Übungsaufgabe 18
Ein Monitor kostet brutto 238 €. Wie hoch ist der Nettopreis bei 19 % Umsatzsteuer?
Antwort anzeigen
Netto = Brutto / 1,19
Netto = 238 € / 1,19
Netto = 200 €
11. Angebotsvergleich
Wichtig
Bei Angeboten müssen nicht nur Listenpreise verglichen werden.
Man muss beachten:
- Rabatt
- Skonto
- Versandkosten
- Lieferkosten
- Servicekosten
- Garantie
- Qualität
- Energieverbrauch
- Lieferzeit
- Gesamtkosten
Einfacher Angebotsvergleich
Angebot A
Listenpreis: 1.000 €
Rabatt: 10 %
Versand: 20 €
Angebot B
Listenpreis: 950 €
Rabatt: 5 %
Versand: 0 €
Rechnung Angebot A
Rabatt = 1.000 € × 10 / 100 = 100 €
Preis nach Rabatt = 900 €
plus Versand = 920 €
Rechnung Angebot B
Rabatt = 950 € × 5 / 100 = 47,50 €
Preis nach Rabatt = 902,50 €
plus Versand = 902,50 €
Ergebnis
Angebot B ist günstiger.
Übungsaufgabe 19
Angebot A:
Listenpreis 2.000 €
Rabatt 10 %
Versand 50 €
Angebot B:
Listenpreis 1.950 €
Rabatt 5 %
Versand 0 €
Welches Angebot ist günstiger?
Antwort anzeigen
Angebot A:
Rabatt = 2.000 € × 10 / 100 = 200 €
Preis nach Rabatt = 2.000 € - 200 € = 1.800 €
plus Versand = 1.850 €
Angebot B:
Rabatt = 1.950 € × 5 / 100 = 97,50 €
Preis nach Rabatt = 1.950 € - 97,50 € = 1.852,50 €
plus Versand = 1.852,50 €
Angebot A ist günstiger.
12. Brutto und Netto beim Arbeitsentgelt
Wichtig
Bruttoentgelt ist der Betrag vor Abzügen.
Nettoentgelt ist der Betrag nach Abzügen.
Typische Abzüge
- Lohnsteuer
- eventuell Kirchensteuer
- Krankenversicherung
- Pflegeversicherung
- Rentenversicherung
- Arbeitslosenversicherung
Merksatz
Brutto verdient man.
Netto bekommt man ausgezahlt.
Einfache Beispielrechnung
Bruttoentgelt = 2.000 €
Abzüge insgesamt = 400 €
Nettoentgelt = 2.000 € - 400 €
Nettoentgelt = 1.600 €
Übungsaufgabe 20
Ein Arbeitnehmer verdient 2.400 € brutto. Die gesamten Abzüge betragen 620 €. Wie hoch ist das Nettoentgelt?
Antwort anzeigen
Netto = Brutto - Abzüge
Netto = 2.400 € - 620 €
Netto = 1.780 €
13. Sozialabgaben einfach berechnen
Hinweis
In echten Entgeltabrechnungen ändern sich Beitragssätze und Zusatzbeiträge. Für Prüfungsübungen werden die Werte normalerweise in der Aufgabe angegeben.
Formel
Sozialabgabe = Bruttoentgelt × Beitragssatz / 100
Beispiel
Bruttoentgelt = 1.000 €
Beitragssatz Arbeitnehmeranteil = 9,3 %
Abgabe = 1.000 € × 9,3 / 100
Abgabe = 93 €
Übungsaufgabe 21
Ein Arbeitnehmer verdient 2.000 € brutto. Der Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung beträgt in der Aufgabe 9,3 %. Wie hoch ist der Beitrag?
Antwort anzeigen
Beitrag = 2.000 € × 9,3 / 100
Beitrag = 186 €
Übungsaufgabe 22
Ein Arbeitnehmer verdient 1.500 € brutto. Der angegebene Beitragssatz beträgt 1,2 %. Wie hoch ist der Beitrag?
Antwort anzeigen
Beitrag = 1.500 € × 1,2 / 100
Beitrag = 18 €
14. Arbeitszeit und Pausen
Wichtige Regeln
| Arbeitszeit | Mindestpause |
|---|---|
| bis 6 Stunden | keine gesetzliche Mindestpause nach dieser Regel |
| mehr als 6 bis 9 Stunden | mindestens 30 Minuten |
| mehr als 9 Stunden | mindestens 45 Minuten |
Beispiel
Arbeitszeit: 8 Stunden
Pause: mindestens 30 Minuten
Übungsaufgabe 23
Ein Arbeitnehmer arbeitet 7 Stunden. Wie viel Pause ist mindestens erforderlich?
Antwort anzeigen
Bei mehr als 6 Stunden Arbeit sind mindestens 30 Minuten Pause erforderlich.
Übungsaufgabe 24
Ein Arbeitnehmer arbeitet 9,5 Stunden. Wie viel Pause ist mindestens erforderlich?
Antwort anzeigen
Bei mehr als 9 Stunden Arbeit sind mindestens 45 Minuten Pause erforderlich.
15. Einfache Zeitrechnung
Beispiel
Arbeitsbeginn: 08:00 Uhr
Arbeitsende: 16:30 Uhr
Pause: 30 Minuten
Anwesenheitszeit = 8 Stunden 30 Minuten
Arbeitszeit = 8 Stunden
Übungsaufgabe 25
Arbeitsbeginn ist 07:30 Uhr. Arbeitsende ist 16:00 Uhr. Pause beträgt 30 Minuten. Wie lang ist die Arbeitszeit?
Antwort anzeigen
Von 07:30 Uhr bis 16:00 Uhr sind 8 Stunden 30 Minuten Anwesenheit.
Abzüglich 30 Minuten Pause:
Arbeitszeit = 8 Stunden
16. Einfache Kostenvergleichsrechnung
Beispiel
Drucker A kostet 300 € und verursacht 80 € Verbrauchskosten pro Jahr.
Drucker B kostet 450 € und verursacht 40 € Verbrauchskosten pro Jahr.
Vergleich über 3 Jahre:
Drucker A = 300 € + 3 × 80 € = 540 €
Drucker B = 450 € + 3 × 40 € = 570 €
Drucker A ist über 3 Jahre günstiger.
Übungsaufgabe 26
Notebook A kostet 900 € und verursacht 60 € Strom- und Wartungskosten pro Jahr.
Notebook B kostet 1.050 € und verursacht 30 € Strom- und Wartungskosten pro Jahr.
Welches Notebook ist über 5 Jahre günstiger?
Antwort anzeigen
Notebook A:
900 € + 5 × 60 € = 900 € + 300 € = 1.200 €
Notebook B:
1.050 € + 5 × 30 € = 1.050 € + 150 € = 1.200 €
Beide Notebooks sind über 5 Jahre gleich teuer.
17. Total Cost of Ownership
Bedeutung
Total Cost of Ownership bedeutet Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Anschaffungskosten
- Stromkosten
- Wartungskosten
- Lizenzkosten
- Supportkosten
- Ausfallkosten
- Entsorgungskosten
Merksatz
Nicht nur Kaufpreis betrachten, sondern Gesamtkosten.
Übungsaufgabe 27
Ein Server kostet 4.000 €. Pro Jahr entstehen 600 € Strom- und Wartungskosten. Die Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre. Wie hoch sind die Gesamtkosten?
Antwort anzeigen
Gesamtkosten = Anschaffungskosten + laufende Kosten
Laufende Kosten = 5 × 600 € = 3.000 €
Gesamtkosten = 4.000 € + 3.000 €
Gesamtkosten = 7.000 €
18. Prüfungsstrategie bei Rechenaufgaben
Vorgehen
Aufgabe genau lesen → gesuchte Größe markieren → gegebene Werte markieren → passende Formel auswählen → Einheiten beachten → Schritt für Schritt rechnen → Ergebnis prüfen → Antwortsatz schreiben
Typische Fehler vermeiden
- Prozent durch 100 vergessen
- Rabatt und Skonto in falscher Reihenfolge berechnen
- Brutto und Netto verwechseln
- Umsatzsteuer falsch herum rechnen
- Wirtschaftlichkeit falsch bewerten
- Rentabilität ohne × 100 berechnen
- Minuten und Stunden verwechseln
- Versandkosten vergessen
- Aufgabe nicht vollständig lesen
- keinen Antwortsatz schreiben
Formelsammlung kompakt
| Thema | Formel |
|---|---|
| Produktivität | Ausbringungsmenge / Einsatzmenge |
| Wirtschaftlichkeit | Ertrag / Aufwand |
| Rentabilität | Gewinn / eingesetztes Kapital × 100 |
| Prozentwert | Grundwert × Prozentsatz / 100 |
| Rabattbetrag | Listenpreis × Rabattsatz / 100 |
| Zielpreis | Listenpreis - Rabattbetrag |
| Skontobetrag | Rechnungsbetrag × Skontosatz / 100 |
| Zahlbetrag | Rechnungsbetrag - Skontobetrag |
| Brutto bei 19 % USt | Netto × 1,19 |
| Netto bei 19 % USt | Brutto / 1,19 |
| Umsatzsteuerbetrag | Netto × 19 / 100 |
| Nettoentgelt | Bruttoentgelt - Abzüge |
| Sozialabgabe | Bruttoentgelt × Beitragssatz / 100 |
| Gesamtkosten | Anschaffungskosten + laufende Kosten |
Kurztest ohne Hilfe
Rechne ohne nachzuschauen:
1. 50 Tickets werden in 5 Stunden bearbeitet. Produktivität?
Antwort anzeigen
50 / 5 = 10 Tickets pro Stunde
2. Ertrag 12.000 €, Aufwand 10.000 €. Wirtschaftlichkeit?
Antwort anzeigen
12.000 / 10.000 = 1,2
Der Auftrag ist wirtschaftlich.
3. Gewinn 25.000 €, Kapital 500.000 €. Rentabilität?
Antwort anzeigen
25.000 / 500.000 × 100 = 5 %
4. 1.000 € Listenpreis, 10 % Rabatt. Zielpreis?
Antwort anzeigen
Rabatt = 100 €
Zielpreis = 900 €
5. 900 € Rechnungsbetrag, 2 % Skonto. Zahlbetrag?
Antwort anzeigen
Skonto = 18 €
Zahlbetrag = 882 €
6. 500 € netto plus 19 % Umsatzsteuer. Brutto?
Antwort anzeigen
500 € × 1,19 = 595 €
7. 1.190 € brutto bei 19 % Umsatzsteuer. Netto?
Antwort anzeigen
1.190 € / 1,19 = 1.000 €
8. Brutto 2.200 €, Abzüge 550 €. Netto?
Antwort anzeigen
2.200 € - 550 € = 1.650 €
9. Arbeitszeit von 08:00 bis 16:30, Pause 30 Minuten. Arbeitszeit?
Antwort anzeigen
Anwesenheit = 8 Stunden 30 Minuten
minus 30 Minuten Pause
Arbeitszeit = 8 Stunden
10. Gerät kostet 2.000 €, laufende Kosten 300 € pro Jahr, Nutzungsdauer 4 Jahre. Gesamtkosten?
Antwort anzeigen
Laufende Kosten = 4 × 300 € = 1.200 €
Gesamtkosten = 2.000 € + 1.200 € = 3.200 €
Merksätze
- Produktivität = Menge pro Einsatz.
- Wirtschaftlichkeit = Ertrag durch Aufwand.
- Rentabilität = Gewinn durch Kapital mal 100.
- Rabatt wird zuerst abgezogen.
- Skonto wird danach vom reduzierten Rechnungsbetrag berechnet.
- Netto plus Umsatzsteuer ergibt Brutto.
- Brutto durch 1,19 ergibt Netto bei 19 % Umsatzsteuer.
- Bruttoentgelt minus Abzüge ergibt Nettoentgelt.
- Bei mehr als 6 Stunden Arbeit sind mindestens 30 Minuten Pause nötig.
- Bei mehr als 9 Stunden Arbeit sind mindestens 45 Minuten Pause nötig.
- Total Cost of Ownership bedeutet Gesamtkosten über die Nutzungsdauer.
Seite 6.5 Prüfungssimulation WISO
Hinweis
Dieses Kapitel ist kein eigener Bereich im IHK/ZPA-Prüfungskatalog.
Es dient nur zur Prüfungssimulation für die offiziellen WISO-Themen aus Kapitel 1 bis 5.
Die Fragen sind gemischt, damit du übst, wie es in einer Prüfungssituation vorkommen kann.
Prüfungssimulation – Teil 1
Bearbeitungshinweis
Versuche zuerst, alle Fragen ohne Hilfe zu beantworten.
Danach kannst du die Lösung ausklappen.
1. Was bedeutet duales Ausbildungssystem?
Antwort anzeigen
Das duale Ausbildungssystem bedeutet, dass die Ausbildung an zwei Lernorten stattfindet:
- im Betrieb
- in der Berufsschule
Der Betrieb vermittelt die praktische Ausbildung. Die Berufsschule vermittelt theoretische und allgemeinbildende Inhalte.
2. Wer ist für die Organisation der Abschlussprüfung zuständig?
Antwort anzeigen
Die IHK ist die zuständige Stelle für die Organisation der Abschlussprüfung.
3. Nenne drei Pflichten eines Auszubildenden.
Antwort anzeigen
Beispiele:
- Lernpflicht
- Berufsschulpflicht
- Berichtsheft führen
- Weisungen beachten
- sorgfältig arbeiten
- Betriebsgeheimnisse wahren
4. Nenne drei Pflichten des Ausbildenden.
Antwort anzeigen
Beispiele:
- Ausbildung vermitteln
- Ausbildungsvergütung zahlen
- Ausbildungsmittel bereitstellen
- für Berufsschule freistellen
- für Prüfungen freistellen
- Berichtsheft kontrollieren
5. Wie lange dauert die Probezeit in der Berufsausbildung mindestens und höchstens?
Antwort anzeigen
Die Probezeit dauert mindestens 1 Monat und höchstens 4 Monate.
6. Wie kann der Betrieb nach der Probezeit ein Ausbildungsverhältnis kündigen?
Antwort anzeigen
Nach der Probezeit kann der Betrieb nur aus wichtigem Grund fristlos kündigen.
7. Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto?
Antwort anzeigen
Brutto ist der Verdienst vor Abzügen.
Netto ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben ausgezahlt wird.
8. Nenne die fünf Zweige der Sozialversicherung.
Antwort anzeigen
Die fünf Zweige sind:
- Krankenversicherung
- Pflegeversicherung
- Rentenversicherung
- Arbeitslosenversicherung
- Unfallversicherung
9. Welche Sozialversicherung zahlt der Arbeitgeber allein?
Antwort anzeigen
Die gesetzliche Unfallversicherung wird vom Arbeitgeber allein bezahlt.
10. Wer vertritt Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen?
Antwort anzeigen
Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen.
11. Wer vertritt Arbeitgeber in Tarifverhandlungen?
Antwort anzeigen
Arbeitgeberverbände oder einzelne Arbeitgeber vertreten die Arbeitgeberseite.
12. Was bedeutet Tarifautonomie?
Antwort anzeigen
Tarifautonomie bedeutet, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber beziehungsweise Arbeitgeberverbände Tarifverträge selbstständig aushandeln dürfen, ohne dass der Staat die Inhalte direkt festlegt.
13. Was ist ein Betrieb?
Antwort anzeigen
Ein Betrieb ist eine organisatorische Einheit, in der Güter hergestellt oder Dienstleistungen erbracht werden.
14. Was ist ein Unternehmen?
Antwort anzeigen
Ein Unternehmen ist eine rechtliche und wirtschaftliche Einheit.
Ein Unternehmen kann aus einem oder mehreren Betrieben bestehen.
15. Zu welchem Wirtschaftssektor gehören IT-Dienstleister meistens?
Antwort anzeigen
Meistens zum tertiären Sektor, weil IT-Dienstleister Dienstleistungen anbieten.
16. Was ist der Unterschied zwischen Einzelunternehmen und GmbH bei der Haftung?
Antwort anzeigen
Beim Einzelunternehmen haftet der Inhaber grundsätzlich persönlich.
Bei der GmbH haftet grundsätzlich die Gesellschaft mit ihrem Gesellschaftsvermögen.
17. Was ist typisch für eine KG?
Antwort anzeigen
Bei der KG gibt es zwei Arten von Gesellschaftern:
- Komplementär: haftet persönlich und unbeschränkt
- Kommanditist: haftet beschränkt auf seine Einlage
18. Was bedeutet Einliniensystem?
Antwort anzeigen
Beim Einliniensystem hat jeder Mitarbeiter genau einen direkten Vorgesetzten.
19. Was ist ein Nachteil des Mehrliniensystems?
Antwort anzeigen
Ein Nachteil ist, dass widersprüchliche Anweisungen möglich sind.
Außerdem können unklare Verantwortlichkeiten und Konflikte zwischen Vorgesetzten entstehen.
20. Was ist eine Matrixorganisation?
Antwort anzeigen
Eine Matrixorganisation kombiniert zwei Gliederungsrichtungen, zum Beispiel Fachabteilung und Projektstruktur.
Ein Mitarbeiter kann fachlich einer Abteilung und gleichzeitig einem Projekt zugeordnet sein.
21. Was ist ein Konzern?
Antwort anzeigen
Ein Konzern besteht aus mehreren rechtlich selbstständigen Unternehmen, die unter gemeinsamer wirtschaftlicher Leitung stehen.
22. Was ist eine Fusion?
Antwort anzeigen
Eine Fusion ist der Zusammenschluss von zwei oder mehreren Unternehmen.
23. Was ist ein Kartell?
Antwort anzeigen
Ein Kartell ist eine Absprache zwischen Unternehmen, die den Wettbewerb einschränken kann.
Beispiele sind Preisabsprachen, Gebietsabsprachen oder Kundenaufteilungen.
24. Berechne die Produktivität: 120 Tickets werden in 6 Stunden bearbeitet.
Antwort anzeigen
Produktivität = Ausbringungsmenge / Einsatzmenge
Produktivität = 120 Tickets / 6 Stunden
Produktivität = 20 Tickets pro Stunde
25. Berechne die Wirtschaftlichkeit: Ertrag 15.000 €, Aufwand 12.000 €. Ist der Auftrag wirtschaftlich?
Antwort anzeigen
Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand
Wirtschaftlichkeit = 15.000 € / 12.000 €
Wirtschaftlichkeit = 1,25
Der Auftrag ist wirtschaftlich, weil der Wert größer als 1 ist.
26. Berechne die Rentabilität: Gewinn 30.000 €, eingesetztes Kapital 300.000 €.
Antwort anzeigen
Rentabilität = Gewinn / eingesetztes Kapital × 100
Rentabilität = 30.000 € / 300.000 € × 100
Rentabilität = 10 %
27. Was ist ein Zielkonflikt?
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Ein Zielkonflikt entsteht, wenn die Erreichung eines Ziels die Erreichung eines anderen Ziels erschwert.
Beispiel:
Kosten senken und gleichzeitig Qualität erhöhen kann ein Zielkonflikt sein.
28. Was bedeutet soziale Marktwirtschaft?
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Die soziale Marktwirtschaft verbindet freien Wettbewerb mit sozialem Ausgleich und staatlichen Regeln.
29. Was ist eine Behörde?
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Eine Behörde ist eine staatliche Stelle, die öffentliche Aufgaben erfüllt und gesetzliche Vorschriften umsetzt.
30. Welche Stelle ist für Arbeitsunfälle zuständig?
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Die Berufsgenossenschaft beziehungsweise der zuständige Unfallversicherungsträger ist für Arbeitsunfälle zuständig.
Prüfungssimulation – Teil 2
31. Was ist eine Gefährdungsbeurteilung?
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Eine Gefährdungsbeurteilung ist die systematische Prüfung, welche Gefahren an einem Arbeitsplatz oder bei einer Tätigkeit bestehen und welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind.
32. Was ist der Unterschied zwischen Belastung und Beanspruchung?
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Belastung ist eine äußere Einwirkung auf den Menschen.
Beanspruchung ist die individuelle Wirkung dieser Belastung auf den Menschen.
33. Nenne drei Gefährdungsarten am Arbeitsplatz.
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Beispiele:
- mechanische Gefährdung
- elektrische Gefährdung
- thermische Gefährdung
- chemische Gefährdung
- ergonomische Gefährdung
- akustische Gefährdung
- psychische Gefährdung
34. Was bedeutet Ergonomie?
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Ergonomie bedeutet, dass Arbeitsplatz und Arbeitsbedingungen an den Menschen angepasst werden.
35. Warum müssen Fluchtwege freigehalten werden?
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Fluchtwege müssen freigehalten werden, damit Personen bei Gefahr schnell und sicher das Gebäude oder den gefährdeten Bereich verlassen können.
36. Was ist der Unterschied zwischen Schutzart und Schutzklasse?
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Schutzart beschreibt den Schutz gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser.
Schutzklasse beschreibt den Schutz gegen elektrischen Schlag.
37. Was bedeutet IP-Schutzart?
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Die IP-Schutzart beschreibt, wie gut ein elektrisches Gerät gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser geschützt ist.
Die erste Ziffer steht für Fremdkörper und Berührung.
Die zweite Ziffer steht für Wasser.
38. Was ist typisch für Schutzklasse I?
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Geräte der Schutzklasse I haben einen Schutzleiter.
39. Was ist typisch für Schutzklasse II?
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Geräte der Schutzklasse II haben eine doppelte oder verstärkte Isolierung und benötigen keinen Schutzleiter.
40. Was bedeutet das CE-Zeichen?
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Das CE-Zeichen bedeutet, dass der Hersteller erklärt, dass das Produkt grundlegende EU-Anforderungen erfüllt.
Es ist keine unabhängige Qualitätsauszeichnung.
41. Welche Farbe haben Rettungszeichen?
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Rettungszeichen sind grün.
42. Welche Farbe haben Gebotszeichen?
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Gebotszeichen sind blau.
43. Welche Notrufnummer gilt für Feuerwehr und Rettungsdienst?
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Die 112.
44. Welche Notrufnummer gilt für die Polizei?
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Die 110.
45. Nenne die 5 W-Fragen beim Notruf.
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Die 5 W-Fragen sind:
- Wo ist es passiert?
- Was ist passiert?
- Wie viele Verletzte gibt es?
- Welche Verletzungen liegen vor?
- Warten auf Rückfragen.
46. Was ist bei einem Unfall zuerst zu beachten?
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Zuerst ist der Eigenschutz zu beachten.
47. Was bedeutet Menschenrettung vor Sachrettung?
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Menschen sind wichtiger als Gegenstände, Geräte, Daten oder Gebäude.
Im Brandfall oder Notfall müssen zuerst Personen gerettet oder geschützt werden.
48. Warum darf man im Brandfall keinen Aufzug benutzen?
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Weil der Aufzug stecken bleiben kann, Rauch eindringen kann oder der Strom ausfallen kann.
Deshalb müssen Treppen und Fluchtwege benutzt werden.
49. Welche Brandklasse betrifft feste Stoffe wie Holz und Papier?
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Brandklasse A.
50. Welche Brandklasse betrifft brennbare Flüssigkeiten wie Benzin oder Öl?
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Brandklasse B.
Prüfungssimulation – Teil 3
51. Nenne drei Umweltbelastungen durch einen IT-Betrieb.
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Beispiele:
- Stromverbrauch durch Server und IT-Geräte
- Elektroschrott durch alte Hardware
- Papier- und Tonerverbrauch
- Wärmeentwicklung und Kühlung
- Verpackungsmaterial
- Akkus und Batterien
52. Was ist eine USV?
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USV bedeutet unterbrechungsfreie Stromversorgung.
Sie versorgt Geräte bei Stromausfall kurzfristig weiter, damit Systeme geschützt und geordnet heruntergefahren werden können.
53. Warum kann eine USV aus Umweltsicht problematisch sein?
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Eine USV verbraucht Energie, erzeugt Wärme und enthält Akkus, die regelmäßig ersetzt und fachgerecht entsorgt werden müssen.
54. Was bedeutet rationelle Energieverwendung?
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Rationelle Energieverwendung bedeutet, Energie sinnvoll, sparsam und effizient einzusetzen und unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden.
55. Nenne drei Beispiele für unnötige Gerätelaufzeiten.
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Beispiele:
- Monitore laufen über Nacht
- PCs bleiben nach Feierabend eingeschaltet
- Testserver laufen nach Projektende weiter
- Drucker bleiben dauerhaft im aktiven Betrieb
- Ladegeräte bleiben ohne Nutzung eingesteckt
56. Was ist der Unterschied zwischen Wiederverwendung und Recycling?
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Wiederverwendung bedeutet, dass ein Produkt erneut benutzt wird.
Recycling bedeutet, dass Material aufbereitet und als Rohstoff wieder genutzt wird.
57. Warum müssen Datenträger besonders sorgfältig entsorgt werden?
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Datenträger enthalten Elektroschrott und können vertrauliche oder personenbezogene Daten enthalten.
Deshalb müssen sie sicher gelöscht oder vernichtet und anschließend fachgerecht entsorgt werden.
58. Reicht es, Dateien vor der Entsorgung einfach zu löschen?
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Nein.
Einfaches Löschen reicht oft nicht aus, weil Daten wiederhergestellt werden können.
Datenträger müssen sicher gelöscht oder vernichtet werden.
59. Warum dürfen Akkus und Batterien nicht in den Restmüll?
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Akkus und Batterien können Schadstoffe enthalten, wertvolle Rohstoffe enthalten und bei Beschädigung eine Brandgefahr darstellen.
Sie müssen getrennt und fachgerecht entsorgt werden.
60. Was ist das Duale System bei Verpackungen?
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Das Duale System ist ein System zur Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen, zum Beispiel über Gelbe Tonne oder Gelben Sack.
61. Was ist der Unterschied zwischen Emission und Immission?
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Emission bedeutet, dass etwas von einer Quelle abgegeben wird.
Immission bedeutet, dass diese Einwirkung bei Menschen oder Umwelt ankommt.
62. Was bedeutet Nachhaltigkeit im Betrieb?
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Nachhaltigkeit bedeutet, Ressourcen zu schonen, Umweltbelastungen zu reduzieren, wirtschaftlich langfristig sinnvoll zu handeln und soziale Verantwortung zu berücksichtigen.
63. Was bedeutet Total Cost of Ownership?
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Total Cost of Ownership bedeutet Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer eines Produkts.
Dabei zählt nicht nur der Kaufpreis, sondern auch Betrieb, Wartung, Energie, Ausfall, Support und Entsorgung.
64. Nenne drei Nachhaltigkeitskriterien bei der Lieferantenauswahl.
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Beispiele:
- Umweltstandards
- faire Arbeitsbedingungen
- kurze Lieferwege
- geringe Verpackung
- Rücknahmesysteme
- Reparaturservice
- Ersatzteilverfügbarkeit
- transparente Lieferkette
65. Nenne mögliche Rechtsfolgen bei Umweltverstößen.
Antwort anzeigen
Mögliche Folgen:
- Bußgelder
- behördliche Anordnungen
- Entsorgungspflichten
- Schadensersatzforderungen
- Betriebsauflagen
- Strafverfahren bei schweren Verstößen
Prüfungssimulation – Teil 4
66. Was bedeutet wertschätzende Zusammenarbeit?
Antwort anzeigen
Wertschätzende Zusammenarbeit bedeutet, respektvoll miteinander umzugehen, Beiträge anderer anzuerkennen, sachlich zu kommunizieren und gemeinsam Verantwortung für gute Zusammenarbeit zu übernehmen.
67. Was bedeutet Interdisziplinarität?
Antwort anzeigen
Interdisziplinarität bedeutet, dass Menschen aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammenarbeiten.
68. Was bedeutet Interkulturalität?
Antwort anzeigen
Interkulturalität bedeutet, dass Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammenarbeiten und respektvoll mit unterschiedlichen Erfahrungen, Werten und Kommunikationsweisen umgehen.
69. Was bedeutet verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien?
Antwort anzeigen
Verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien bedeutet, digitale Medien bewusst, sicher, respektvoll und rechtlich korrekt zu nutzen.
70. Warum sind Persönlichkeitsrechte bei digitaler Zusammenarbeit wichtig?
Antwort anzeigen
Persönlichkeitsrechte schützen Würde, Privatsphäre und persönliche Daten.
Digitale Inhalte wie Fotos, Screenshots oder personenbezogene Informationen dürfen nicht unbedacht gespeichert oder weitergegeben werden.
71. Nenne drei informationstechnische Schutzziele.
Antwort anzeigen
Drei wichtige Schutzziele sind:
- Vertraulichkeit
- Integrität
- Verfügbarkeit
Weitere sind Authentizität und Nachvollziehbarkeit.
72. Was bedeutet Vertraulichkeit?
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Vertraulichkeit bedeutet, dass Informationen nur für berechtigte Personen zugänglich sind.
73. Was bedeutet Integrität?
Antwort anzeigen
Integrität bedeutet, dass Informationen vollständig und unverändert bleiben und nicht unbemerkt manipuliert werden.
74. Was bedeutet Verfügbarkeit?
Antwort anzeigen
Verfügbarkeit bedeutet, dass Informationen, Systeme und Dienste bei Bedarf nutzbar sind.
75. Was bedeutet Authentizität?
Antwort anzeigen
Authentizität bedeutet, dass Absender, Nutzer oder Systeme echt und überprüfbar sind.
76. Was bedeutet Netiquette?
Antwort anzeigen
Netiquette bedeutet höfliche und angemessene Umgangsformen in digitaler Kommunikation.
77. Warum muss man Adressatenlisten sorgfältig prüfen?
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Weil vertrauliche oder personenbezogene Informationen sonst an falsche oder zu viele Personen gelangen können.
78. Warum kann „Allen antworten“ problematisch sein?
Antwort anzeigen
Weil Informationen dadurch an Personen gelangen können, die diese nicht benötigen oder nicht erhalten dürfen.
Antwort anzeigen
Social Engineering ist eine Angriffsmethode, bei der Menschen manipuliert werden, um Informationen, Zugangsdaten oder bestimmte Handlungen zu erhalten.
80. Nenne drei Methoden von Social Engineering.
Antwort anzeigen
Beispiele:
- Phishing
- Spear-Phishing
- Vishing
- Smishing
- CEO-Fraud
- Tailgating
- USB-Drop
81. Was bedeutet Compliance?
Antwort anzeigen
Compliance bedeutet, dass sich Unternehmen und Beschäftigte an Gesetze, Vorschriften, interne Regeln und ethische Grundsätze halten.
82. Nenne drei Beispiele für Compliance im IT-Bereich.
Antwort anzeigen
Beispiele:
- Datenschutzregeln einhalten
- nur lizenzierte Software verwenden
- Passwortrichtlinien beachten
- Zugriffsrechte nicht missbrauchen
- Sicherheitsvorfälle melden
- interne IT-Richtlinien beachten
83. Was bedeutet Diversity?
Antwort anzeigen
Diversity bedeutet Vielfalt.
Im Betrieb meint das unterschiedliche Eigenschaften, Erfahrungen und Hintergründe von Menschen, zum Beispiel Alter, Geschlecht, Sprache, Herkunft, Kultur, Behinderung oder Berufserfahrung.
84. Was bedeutet Gender-Neutralität?
Antwort anzeigen
Gender-Neutralität bedeutet, Menschen unabhängig vom Geschlecht fair und respektvoll anzusprechen und niemanden unnötig auszuschließen.
85. Warum ist nicht alles, was technisch möglich ist, automatisch erlaubt oder sinnvoll?
Antwort anzeigen
Weil technische Möglichkeiten rechtliche, ethische oder soziale Probleme verursachen können.
Beispiele sind Datenschutzverstöße, Überwachung, Diskriminierung oder Verletzung von Persönlichkeitsrechten.
Rechenblock zur Prüfungssimulation
86. Ein Notebook kostet netto 800 €. Wie hoch ist der Bruttopreis bei 19 % Umsatzsteuer?
Antwort anzeigen
Brutto = Netto × 1,19
Brutto = 800 € × 1,19
Brutto = 952 €
87. Ein Monitor kostet brutto 357 €. Wie hoch ist der Nettopreis bei 19 % Umsatzsteuer?
Antwort anzeigen
Netto = Brutto / 1,19
Netto = 357 € / 1,19
Netto = 300 €
88. Ein Switch kostet 1.000 €. Es gibt 12 % Rabatt. Wie hoch ist der Zielpreis?
Antwort anzeigen
Rabatt = 1.000 € × 12 / 100 = 120 €
Zielpreis = 1.000 € - 120 €
Zielpreis = 880 €
89. Eine Rechnung beträgt 900 €. Es gibt 2 % Skonto. Wie hoch ist der Zahlbetrag?
Antwort anzeigen
Skonto = 900 € × 2 / 100 = 18 €
Zahlbetrag = 900 € - 18 €
Zahlbetrag = 882 €
90. Ein Server kostet 3.000 €. Pro Jahr entstehen 500 € laufende Kosten. Die Nutzungsdauer beträgt 4 Jahre. Wie hoch sind die Gesamtkosten?
Antwort anzeigen
Laufende Kosten = 4 × 500 € = 2.000 €
Gesamtkosten = 3.000 € + 2.000 €
Gesamtkosten = 5.000 €
Auswertung
0 bis 50 richtige Antworten
Du solltest die Kapitel 1 bis 5 nochmal gezielt wiederholen.
Beginne mit den Merksätzen und den Verwechslungsfragen.
51 bis 70 richtige Antworten
Du hast eine solide Grundlage.
Wiederhole besonders die Themen, bei denen du unsicher warst.
71 bis 85 richtige Antworten
Sehr gut.
Jetzt solltest du vor allem Rechenaufgaben, Verwechslungsfragen und typische Prüfungssituationen trainieren.
86 bis 90 richtige Antworten
Sehr stark.
Du solltest nur noch regelmäßig wiederholen, damit die Begriffe sicher sitzen.
Merksatz
In WISO geht es oft nicht darum, lange Texte auswendig zu lernen.
Wichtig ist, Begriffe sicher zu unterscheiden und in Prüfungssituationen richtig anzuwenden.
Seite 6.6 Fehlerliste und persönliche Wiederholung
Hinweis
Dieses Kapitel ist kein eigener Bereich im IHK/ZPA-Prüfungskatalog.
Es dient dazu, eigene Fehler, unsichere Themen und häufige Verwechslungen zu sammeln.
Ziel ist nicht, alles nochmal neu zu lernen, sondern gezielt die Punkte zu wiederholen, die noch nicht sicher sitzen.
Warum eine Fehlerliste sinnvoll ist
Eine Fehlerliste hilft dir, nicht immer wieder dieselben Themen falsch zu beantworten.
Gerade bei WISO entstehen viele Fehler durch:
- ähnliche Begriffe
- Verwechslungen
- ungenaues Lesen
- Formelfehler
- falsche Reihenfolge bei Berechnungen
- unsichere Gesetzesbegriffe
- fehlende Beispiele
- vorschnelles Antworten
Merksatz
Nicht die Anzahl der Fehler ist entscheidend, sondern ob du daraus lernst.
So nutzt du diese Seite
Trage nach jeder Übung oder Prüfungssimulation ein:
- Welche Frage war falsch?
- Was war meine falsche Antwort?
- Was ist die richtige Antwort?
- Warum habe ich den Fehler gemacht?
- Wie merke ich es mir beim nächsten Mal?
Fehlerliste – Vorlage
| Datum | Thema | Fehler / Unsicherheit | richtige Lösung | Merkhilfe |
|---|---|---|---|---|
Beispiel für eine ausgefüllte Fehlerliste
| Datum | Thema | Fehler / Unsicherheit | richtige Lösung | Merkhilfe |
|---|---|---|---|---|
| Brutto/Netto | Brutto und Netto verwechselt | Brutto vor Abzug, Netto nach Abzug | Netto landet auf dem Konto | |
| Schutzart/Schutzklasse | Schutzart mit Schutzklasse verwechselt | Schutzart = Staub/Wasser, Schutzklasse = elektrischer Schlag | Art = außen, Klasse = Stromschutz | |
| Konzern/Fusion | Fusion als Konzern bezeichnet | Fusion = Zusammenschluss, Konzern = gemeinsame Leitung | Fusion = verschmelzen | |
| Emission/Immission | Immission falsch erklärt | Emission geht raus, Immission kommt an | E raus, I rein | |
| Wirtschaftlichkeit | Formel falsch herum gerechnet | Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand | Ertrag oben |
Häufige persönliche Fehlerquellen
Markiere die Punkte, die dir noch schwerfallen.
- Brutto und Netto
- Sozialversicherung
- Kündigung in der Ausbildung
- Tarifvertrag und Betriebsvereinbarung
- Betriebsrat und JAV
- Betrieb und Unternehmen
- Rechtsformen und Haftung
- Konzern, Fusion und Kartell
- Einliniensystem, Mehrliniensystem und Stabliniensystem
- Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Rentabilität
- Belastung und Beanspruchung
- Schutzart und Schutzklasse
- CE-Zeichen und GS-Zeichen
- Farben der Sicherheitszeichen
- Brandklassen
- Emission und Immission
- Wiederverwendung und Recycling
- Datenschutz bei Datenträgern
- Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit
- Authentizität und Nachvollziehbarkeit
- Netiquette und Compliance
- Social Engineering Methoden
- Diversity und Gender-Neutralität
Persönliche Ampel-Liste
Nutze diese Liste zur Selbsteinschätzung.
| Thema | sicher | unsicher | nochmal lernen |
|---|---|---|---|
| Kapitel 1 – Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht | |||
| Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes | |||
| Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit | |||
| Kapitel 4 – Umweltschutz | |||
| Kapitel 5 – Vernetztes Zusammenarbeiten mit digitalen Medien | |||
| Rechenaufgaben | |||
| Verwechslungsfragen |
Kapitel 1 – Meine unsicheren Punkte
| Thema | Was ist noch unsicher? | Wiederholt am | sitzt jetzt? |
|---|---|---|---|
| Duales Ausbildungssystem | |||
| Ausbildungsvertrag | |||
| Rechte und Pflichten | |||
| Probezeit und Kündigung | |||
| Arbeitsvertrag | |||
| Arbeitszeit, Urlaub, Krankheit | |||
| Tarifvertrag und Tarifautonomie | |||
| Betriebsrat und JAV | |||
| Sozialversicherung | |||
| Entgeltabrechnung | |||
| Fortbildung und Umschulung |
Kapitel 2 – Meine unsicheren Punkte
| Thema | Was ist noch unsicher? | Wiederholt am | sitzt jetzt? |
|---|---|---|---|
| Betrieb und Unternehmen | |||
| Wirtschaftssektoren | |||
| Rechtsformen | |||
| Organisationsformen | |||
| Konzern, Fusion, Kartell | |||
| Produktivität | |||
| Wirtschaftlichkeit | |||
| Rentabilität | |||
| Zielkonflikte | |||
| Arbeitsteilung | |||
| Soziale Marktwirtschaft | |||
| Verbände und Organisationen | |||
| Behörden und Verwaltungen | |||
| Betriebsrat, JAV und Personalvertretung |
Kapitel 3 – Meine unsicheren Punkte
| Thema | Was ist noch unsicher? | Wiederholt am | sitzt jetzt? |
|---|---|---|---|
| Arbeitsschutzvorschriften | |||
| Gefährdungsbeurteilung | |||
| Gefährdungsarten | |||
| Belastung und Beanspruchung | |||
| Fürsorgepflicht | |||
| Ergonomie | |||
| Fluchtwege und Notausgänge | |||
| Schutzarten und Schutzklassen | |||
| Sicherheitszeichen | |||
| Verhalten bei Unfällen | |||
| Notruf und 5 W-Fragen | |||
| Brandschutz | |||
| Brandklassen |
Kapitel 4 – Meine unsicheren Punkte
| Thema | Was ist noch unsicher? | Wiederholt am | sitzt jetzt? |
|---|---|---|---|
| Umweltbelastungen im Betrieb | |||
| IT-Prozesse und Umweltbelastungen | |||
| USV-Anlagen | |||
| Energie- und Ressourcenverwendung | |||
| Standby-Verbrauch | |||
| Speicher- und Printmedien | |||
| Recycling und Wiederverwendung | |||
| Abfalltrennung | |||
| Datenträgerentsorgung | |||
| Verpackungsentsorgung | |||
| Duales System bei Verpackungen | |||
| Emission und Immission | |||
| Nachhaltigkeit | |||
| Total Cost of Ownership | |||
| Rechtsfolgen bei Umweltverstößen |
Kapitel 5 – Meine unsicheren Punkte
| Thema | Was ist noch unsicher? | Wiederholt am | sitzt jetzt? |
|---|---|---|---|
| Wertschätzende Zusammenarbeit | |||
| Interdisziplinarität | |||
| Interkulturalität | |||
| Digitale Medien | |||
| Persönlichkeitsrechte | |||
| Vertraulichkeit | |||
| Integrität | |||
| Verfügbarkeit | |||
| Authentizität | |||
| Nachvollziehbarkeit | |||
| Dienstliche E-Mails | |||
| Netiquette | |||
| Adressatenlisten | |||
| Social Media | |||
| Social Engineering | |||
| Compliance | |||
| Diversity | |||
| Gender-Neutralität | |||
| Ethische Aspekte bei IT-Lösungen |
Rechenfehler-Liste
| Datum | Aufgabe | Fehler | richtige Rechnung | Merkhilfe |
|---|---|---|---|---|
| Produktivität | ||||
| Wirtschaftlichkeit | ||||
| Rentabilität | ||||
| Prozentrechnung | ||||
| Rabatt | ||||
| Skonto | ||||
| Umsatzsteuer | ||||
| Brutto/Netto | ||||
| Arbeitszeit/Pause | ||||
| Total Cost of Ownership |
Typische Rechenfehler
| Fehler | Korrektur |
|---|---|
| Prozent nicht durch 100 geteilt | 10 % = 10 / 100 |
| Rabatt und Skonto verwechselt | erst Rabatt, dann Skonto |
| Brutto und Netto verwechselt | Brutto enthält Umsatzsteuer, Netto nicht |
| Wirtschaftlichkeit falsch bewertet | größer als 1 = wirtschaftlich |
| Rentabilität ohne × 100 gerechnet | Rentabilität wird in Prozent angegeben |
| Arbeitszeit und Anwesenheitszeit verwechselt | Pausen abziehen |
| Versandkosten vergessen | beim Angebotsvergleich addieren |
| falsche Formel genutzt | erst gesuchte Größe bestimmen |
Meine Top 10 Fehler
Trage hier deine häufigsten Fehler ein.
| Nr. | Fehler | richtige Lösung | Merkhilfe |
|---|---|---|---|
| 1 | |||
| 2 | |||
| 3 | |||
| 4 | |||
| 5 | |||
| 6 | |||
| 7 | |||
| 8 | |||
| 9 | |||
| 10 |
Meine wichtigsten Merkhilfen
| Thema | Merkhilfe |
|---|---|
| Brutto/Netto | Netto landet auf dem Konto |
| Produktivität | Menge pro Einsatz |
| Wirtschaftlichkeit | Ertrag oben, Aufwand unten |
| Rentabilität | Gewinn zu Kapital in Prozent |
| Schutzart/Schutzklasse | Art = Staub/Wasser, Klasse = Strom |
| Emission/Immission | Emission raus, Immission rein |
| Vertraulichkeit | nur Berechtigte |
| Integrität | bleibt korrekt |
| Verfügbarkeit | ist erreichbar |
| Social Engineering | Mensch wird manipuliert |
Wiederholungsplan vor der Prüfung
| Zeitraum | Aufgabe |
|---|---|
| 4 Wochen vorher | alle Kapitel einmal grob wiederholen |
| 3 Wochen vorher | Kapitel 1 und 2 gezielt prüfen |
| 2 Wochen vorher | Kapitel 3 und 4 gezielt prüfen |
| 1 Woche vorher | Kapitel 5, Rechenaufgaben und Verwechslungsfragen |
| 3 Tage vorher | Merksätze und Fehlerliste wiederholen |
| 1 Tag vorher | nur kurze Wiederholung, keine neuen großen Themen |
| Prüfungstag | ruhig lesen, Begriffe sauber unterscheiden |
Lernmethode für unsichere Begriffe
Nutze bei jedem unsicheren Begriff diese Reihenfolge:
Begriff lesen → eigene Erklärung versuchen → richtige Erklärung prüfen → Beispiel dazu nennen → typischen Gegenbegriff nennen → Merksatz formulieren
Beispiel
Begriff: Wirtschaftlichkeit
Eigene Erklärung:
Verhältnis von Ertrag zu Aufwand.
Beispiel:
8.000 € Ertrag / 10.000 € Aufwand = 0,8 = unwirtschaftlich.
Gegenbegriff / Verwechslung:
Nicht mit Produktivität oder Rentabilität verwechseln.
Merksatz:
Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand.
Checkliste vor der Prüfung
- Ich kann Brutto und Netto unterscheiden.
- Ich kenne die fünf Sozialversicherungen.
- Ich kenne die wichtigsten Rechte und Pflichten in der Ausbildung.
- Ich kann Betrieb und Unternehmen unterscheiden.
- Ich kann Rechtsformen grob nach Haftung unterscheiden.
- Ich kann Konzern, Fusion und Kartell unterscheiden.
- Ich kann Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Rentabilität berechnen.
- Ich kenne die wichtigsten Gefährdungsarten.
- Ich kenne Schutzart und Schutzklasse.
- Ich kenne die Farben der Sicherheitszeichen.
- Ich kenne 112, 110 und die 5 W-Fragen.
- Ich kenne die Brandklassen A, B, C und D.
- Ich kann Emission und Immission unterscheiden.
- Ich weiß, warum Datenträger sicher entsorgt werden müssen.
- Ich kann Wiederverwendung und Recycling unterscheiden.
- Ich kenne die informationstechnischen Schutzziele.
- Ich weiß, was Social Engineering ist.
- Ich kann Netiquette und Compliance unterscheiden.
- Ich weiß, warum IT-Lösungen auch ethisch geprüft werden müssen.
Letzte Wiederholung: 20 schnelle Fragen
Beantworte diese Fragen ohne Hilfe.
1. Was bedeutet duales Ausbildungssystem?
Antwort anzeigen
Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule.
2. Wie lange dauert die Probezeit in der Ausbildung mindestens und höchstens?
Antwort anzeigen
Mindestens 1 Monat und höchstens 4 Monate.
3. Was ist Netto?
Antwort anzeigen
Der Auszahlungsbetrag nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben.
4. Wer vertritt Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen?
Antwort anzeigen
Gewerkschaften.
5. Was ist eine GmbH?
Antwort anzeigen
Eine Kapitalgesellschaft, bei der grundsätzlich die Gesellschaft mit ihrem Gesellschaftsvermögen haftet.
6. Was ist ein Kartell?
Antwort anzeigen
Eine Wettbewerbsabsprache zwischen Unternehmen, zum Beispiel Preisabsprache.
7. Wie lautet die Formel für Wirtschaftlichkeit?
Antwort anzeigen
Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand.
8. Was ist eine Gefährdungsbeurteilung?
Antwort anzeigen
Eine Prüfung, welche Gefahren am Arbeitsplatz bestehen und welche Schutzmaßnahmen nötig sind.
9. Was bedeutet Ergonomie?
Antwort anzeigen
Arbeitsplatz und Arbeitsbedingungen werden an den Menschen angepasst.
10. Welche Farbe haben Rettungszeichen?
Antwort anzeigen
Grün.
11. Welche Nummer wählst du für Feuerwehr und Rettungsdienst?
Antwort anzeigen
12. Was bedeutet Menschenrettung vor Sachrettung?
Antwort anzeigen
Menschen sind wichtiger als Geräte, Daten oder Gebäude.
13. Was ist eine USV?
Antwort anzeigen
Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung.
14. Warum müssen Datenträger sicher entsorgt werden?
Antwort anzeigen
Weil sie vertrauliche oder personenbezogene Daten enthalten können.
15. Was bedeutet Emission?
Antwort anzeigen
Etwas wird von einer Quelle abgegeben.
16. Was bedeutet Vertraulichkeit?
Antwort anzeigen
Nur berechtigte Personen dürfen Informationen sehen.
Antwort anzeigen
Manipulation von Menschen, um Informationen, Zugangsdaten oder Handlungen zu erhalten.
18. Was bedeutet Compliance?
Antwort anzeigen
Regeln, Gesetze und interne Vorgaben einhalten.
19. Was bedeutet Diversity?
Antwort anzeigen
Vielfalt von Menschen respektieren und berücksichtigen.
20. Warum heißt technisch möglich nicht automatisch erlaubt?
Antwort anzeigen
Weil Datenschutz, Persönlichkeitsrechte, Ethik, Fairness und Gesetze beachtet werden müssen.
Abschluss-Merksatz
Diese Seite ist deine persönliche Fehlerzentrale.
Alles, was du hier einträgst, ist wichtiger als nochmal 100 neue Fragen zu lernen.
Wer seine eigenen Fehler kennt, kann sie in der Prüfung vermeiden.