WIESO

INHALTSANGABE / ÜBERSICHT

IHK Prüfung Fachinformatiker Systemintegration

Quelle

Grundlage dieser Struktur ist der IHK/ZPA-Prüfungskatalog für die IHK-Abschlussprüfungen Fachinformatiker/Fachinformatikerin, Fachrichtung Systemintegration, 2. Auflage 2024.

Der Bereich WISO gehört laut Prüfungskatalog zur AP2 und umfasst folgende Hauptbereiche:


WISO – Gesamtübersicht für AP2 Fachinformatiker Systemintegration

Kapitel 1 bis 5 orientieren sich an den offiziellen WISO-Bereichen des Prüfungskatalogs.

Kapitel 6 ist kein offizielles Prüfungskatalog-Kapitel, sondern eine eigene Lernhilfe zur Wiederholung und Prüfungsvorbereitung.


Kapitel 1 – Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht

1.1 Duales Ausbildungssystem
1.2 Ausbildungsvertrag
1.3 Rechte und Pflichten in der Ausbildung
1.4 Probezeit, Kündigung und Beendigung der Ausbildung
1.5 Arbeitsvertrag und Arbeitnehmerpflichten
1.6 Arbeitszeit, Urlaub, Krankheit und Entgeltfortzahlung
1.7 Tarifvertrag, Tarifautonomie und Arbeitskampf
1.8 Betriebsrat, JAV und Mitbestimmung
1.9 Sozialversicherung
1.10 Entgeltabrechnung: Brutto, Netto, Lohnsteuer, Sozialabgaben
1.11 Fortbildung, Umschulung und lebenslanges Lernen


Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

2.1 Der Betrieb: Branchen, Wirtschaftssektoren, Produktpalette und Märkte
2.2 Rechtsformen von Unternehmen
2.3 Unternehmensstruktur und Organisationsformen
2.4 Wirtschaftliche Verflechtungen: Konzern, Fusion und Kartell
2.5 Ziele von Betrieben und Unternehmen
2.6 Betriebliche und gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung
2.7 Arbeitgeberverbände, Arbeitnehmerverbände und Wirtschaftsorganisationen
2.8 Behörden und Verwaltungen
2.9 Betriebsrat, JAV, Personalvertretung und Betriebsvereinbarungen
2.10 Kompakte Wiederholung und Prüfungsfragen zu Kapitel 2


Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

3.1 Gesundheits- und Arbeitsschutzvorschriften
3.2 Gefährdungen und Beanspruchungen am Arbeitsplatz
3.3 Fürsorgepflicht, Ergonomie und Vorsorge
3.4 Vorschriften im betrieblichen und persönlichen Arbeitsablauf
3.5 Schutzarten, Schutzklassen und Arbeitsschutzzeichen
3.6 Verhalten bei Unfällen
3.7 Verhalten im Brandfall und vorbeugender Brandschutz
3.8 Kompakte Wiederholung und Prüfungsfragen zu Kapitel 3


Kapitel 4 – Umweltschutz

4.1 Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb
4.2 Umweltbelastungen durch IT-Prozesse
4.3 Energie- und Ressourcenverwendung
4.4 Speicher- und Printmedien, Recycling und Abfallvermeidung
4.5 Branchenspezifische Abfälle und Entsorgung
4.6 Verpackungsentsorgung, Immissionsschutz und externe Auswirkungen
4.7 Nachhaltigkeit, Einkauf, Lieferantenauswahl und Rechtsfolgen
4.8 Kompakte Wiederholung und Prüfungsfragen zu Kapitel 4


Kapitel 5 – Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien

5.1 Wertschätzende Zusammenarbeit
5.2 Verantwortungsbewusster Umgang mit digitalen Medien
5.3 Informationstechnische Schutzziele bei der Kommunikation
5.4 Compliance, Diversity und ethische Aspekte bei IT-Lösungen
5.5 Kompakte Wiederholung und Prüfungsfragen zu Kapitel 5


Kapitel 6 – Gesamtwiederholung WISO

Hinweis: Dieses Kapitel ist eine eigene Lernhilfe und kein offizieller Bereich im Prüfungskatalog.

6.1 Gesamtübersicht aller WISO-Themen
6.2 Merksätze zu Kapitel 1 bis 5
6.3 Häufige Verwechslungsfragen
6.4 Rechenaufgaben und Formeln
6.5 Prüfungssimulation WISO
6.6 Fehlerliste und persönliche Wiederholung


Kurzlogik des Aufbaus

Kapitel 1 bis 5 = offizieller WISO-Stoff nach Prüfungskatalog.
Kapitel 6 = Wiederholung, Übung, Prüfungssimulation und persönliche Fehlerliste.


Empfohlene BookStack-Struktur

Shelf: IHK Prüfung Fachinformatiker Systemintegration

Book: AP2 – WISO

Kapitel 1: Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
Kapitel 2: Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
Kapitel 3: Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
Kapitel 4: Umweltschutz
Kapitel 5: Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien
Kapitel 6: Gesamtwiederholung WISO

Kapitel 1 – Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht

Kapitel 1 – Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht

Seite 1.1 – Duales Ausbildungssystem

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, wie die duale Berufsausbildung aufgebaut ist und welche Aufgaben Betrieb, Berufsschule und IHK dabei haben.

Grundidee

Die duale Ausbildung heißt „dual“, weil sie an zwei Lernorten stattfindet:

Lernort Aufgabe
Ausbildungsbetrieb praktische Ausbildung im echten Arbeitsumfeld
Berufsschule theoretische und allgemeine berufliche Bildung

Beteiligte im dualen System

Beteiligter Aufgabe
Auszubildender lernt den Beruf und erfüllt seine Pflichten
Ausbildungsbetrieb bildet praktisch aus und zahlt Ausbildungsvergütung
Ausbilder vermittelt berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Berufsschule vermittelt Theorie, WISO und berufliche Grundlagen
IHK überwacht Ausbildung, prüft Verträge und organisiert Prüfungen
Prüfungsausschuss bewertet Prüfungsleistungen

Warum ist das duale System wichtig?

Der Vorteil ist, dass Theorie und Praxis kombiniert werden.

Beispiel:

In der Berufsschule lernst du, was ein DHCP-Server macht.
Im Betrieb richtest du vielleicht wirklich einen DHCP-Server ein oder prüfst Netzwerkprobleme.

Typische Prüfungsfrage

Was ist ein Vorteil der dualen Ausbildung?

Antwort

Ein Vorteil ist, dass Auszubildende praktische Berufserfahrung im Betrieb sammeln und gleichzeitig theoretisches Wissen in der Berufsschule erwerben.

Merksatz

Duale Ausbildung bedeutet: Betrieb + Berufsschule + IHK-Prüfung.


Kapitel 1 – Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht

Seite 1.2 – Ausbildungsvertrag

Prüfungsziel

Du sollst die wichtigsten Inhalte eines Ausbildungsvertrages kennen und erklären können.

Was ist der Ausbildungsvertrag?

Der Ausbildungsvertrag ist die rechtliche Grundlage der Ausbildung. Er wird zwischen dem Ausbildungsbetrieb und dem Auszubildenden geschlossen.

Bei minderjährigen Auszubildenden unterschreiben zusätzlich die gesetzlichen Vertreter, also meistens die Eltern.

Wichtige Inhalte des Ausbildungsvertrags

Inhalt Bedeutung
Vertragspartner Auszubildender und Ausbildungsbetrieb
Ausbildungsberuf z. B. Fachinformatiker Systemintegration
Beginn und Dauer Startdatum und reguläre Ausbildungsdauer
Probezeit Zeitraum zum gegenseitigen Kennenlernen
tägliche Ausbildungszeit wie viele Stunden täglich gearbeitet wird
Ausbildungsvergütung monatliche Vergütung
Urlaub jährlicher Urlaubsanspruch
sachliche und zeitliche Gliederung was wann gelernt werden soll
Kündigungsbedingungen Regeln zur Beendigung
Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte z. B. Schulungen oder externe Lehrgänge
Hinweis auf Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen falls anwendbar

Probezeit

Die Probezeit in der Berufsausbildung muss mindestens 1 Monat und höchstens 4 Monate dauern.

Während der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis jederzeit ohne Kündigungsfrist gekündigt werden.

Nach der Probezeit

Nach der Probezeit ist eine Kündigung schwieriger.

Der Ausbildungsbetrieb kann nur aus wichtigem Grund fristlos kündigen.

Der Auszubildende kann mit einer Frist von 4 Wochen kündigen, wenn er die Berufsausbildung aufgeben oder sich für einen anderen Beruf ausbilden lassen möchte.

Typische Prüfungsfrage

Welche Angaben müssen im Ausbildungsvertrag stehen?

Antwort

Zum Beispiel Ausbildungsberuf, Beginn und Dauer der Ausbildung, Probezeit, tägliche Ausbildungszeit, Ausbildungsvergütung, Urlaub, sachliche und zeitliche Gliederung sowie Kündigungsbedingungen.

Merksatz

Der Ausbildungsvertrag regelt: Wer bildet wen, worin, wie lange, unter welchen Bedingungen aus?


Kapitel 1 – Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht

Seite 1.3 – Rechte und Pflichten in der Ausbildung

Prüfungsziel

Du sollst die Rechte und Pflichten von Auszubildenden und Ausbildenden unterscheiden können.

Pflichten des Auszubildenden

Pflicht Bedeutung
Lernpflicht du musst dich bemühen, den Beruf zu lernen
Sorgfaltspflicht Aufgaben sorgfältig ausführen
Berufsschulpflicht am Berufsschulunterricht teilnehmen
Weisungen beachten berechtigte Anweisungen befolgen
Berichtsheft führen Ausbildungsnachweis regelmäßig schreiben
Betriebsordnung beachten Regeln im Betrieb einhalten
Schweigepflicht Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse nicht weitergeben
pfleglicher Umgang Werkzeuge, Geräte und Systeme sorgfältig behandeln

Pflichten des Ausbildungsbetriebs

Pflicht Bedeutung
Ausbildungspflicht Betrieb muss die beruflichen Inhalte vermitteln
Ausbilder stellen geeignete Person muss ausbilden
Vergütung zahlen Ausbildungsvergütung muss gezahlt werden
Ausbildungsmittel kostenlos bereitstellen z. B. notwendige Werkzeuge oder Materialien
Berufsschule ermöglichen Freistellung für Berufsschule
charakterliche Förderung keine ausbildungsfremden oder unangemessenen Aufgaben
Berichtsheft kontrollieren Ausbildungsnachweis prüfen
Prüfungsteilnahme ermöglichen Freistellung für Prüfungen

Wichtig

Auszubildende dürfen nicht dauerhaft für Tätigkeiten eingesetzt werden, die nichts mit dem Ausbildungsziel zu tun haben.

Beispiel:

Einmal Kaffee für ein Meeting holen ist nicht automatisch problematisch.
Aber dauerhaft nur Botengänge, Lagerarbeit oder Putzen statt Fachinformatiker-Aufgaben wäre nicht ausbildungsgerecht.

Typische Prüfungsfrage

Der Auszubildende wird dauerhaft nur für einfache Hilfsarbeiten eingesetzt. Welche Pflicht verletzt der Betrieb?

Antwort

Der Betrieb verletzt seine Ausbildungspflicht, weil er die beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln muss.

Merksatz

Der Azubi muss lernen wollen.
Der Betrieb muss Ausbildung ermöglichen.


Kapitel 1 – Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht

Seite 1.4 – Probezeit, Kündigung und Beendigung der Ausbildung

Prüfungsziel

Du sollst wissen, wann und wie ein Ausbildungsverhältnis endet oder gekündigt werden kann.

Probezeit

Die Probezeit dient dazu, dass beide Seiten prüfen können, ob die Ausbildung passt.

Punkt Regel
Mindestdauer 1 Monat
Höchstdauer 4 Monate
Kündigung in der Probezeit jederzeit ohne Kündigungsfrist möglich

Kündigung während der Probezeit

Während der Probezeit können beide Seiten ohne Angabe eines Grundes kündigen.

Kündigung nach der Probezeit

Nach der Probezeit gelten strengere Regeln.

Wer kündigt? Möglichkeit
Ausbildungsbetrieb fristlos nur aus wichtigem Grund
Auszubildender mit 4 Wochen Frist, wenn er die Ausbildung aufgeben oder den Beruf wechseln will
beide gemeinsam Aufhebungsvertrag möglich

Wichtiger Grund

Ein wichtiger Grund kann zum Beispiel schweres Fehlverhalten sein.

Beispiele:

Beendigung ohne Kündigung

Die Ausbildung endet normalerweise:

Wenn die Abschlussprüfung vor Ende der Ausbildungszeit bestanden wird, endet das Ausbildungsverhältnis mit Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses.

Nicht bestandene Prüfung

Wenn die Abschlussprüfung nicht bestanden wird, kann der Auszubildende verlangen, dass die Ausbildung bis zur nächsten Wiederholungsprüfung verlängert wird. Die Verlängerung ist begrenzt.

Typische Prüfungsfrage

Kann der Ausbildungsbetrieb nach der Probezeit ordentlich ohne wichtigen Grund kündigen?

Antwort

Nein. Nach der Probezeit kann der Ausbildungsbetrieb nur aus wichtigem Grund fristlos kündigen.

Merksatz

In der Probezeit: leicht kündbar.
Nach der Probezeit: Betrieb nur mit wichtigem Grund.

Kapitel 1 – Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht

Seite 1.5 – Arbeitsvertrag und Arbeitnehmerpflichten

Prüfungsziel

Du sollst die Grundpflichten aus einem Arbeitsvertrag kennen und zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberpflichten unterscheiden können.

Was ist ein Arbeitsvertrag?

Ein Arbeitsvertrag ist ein Vertrag zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Der Arbeitnehmer verpflichtet sich zur Arbeitsleistung.
Der Arbeitgeber verpflichtet sich zur Zahlung der Vergütung.

Typische Inhalte eines Arbeitsvertrags

Inhalt Bedeutung
Vertragsparteien Arbeitnehmer und Arbeitgeber
Beginn des Arbeitsverhältnisses Startdatum
Arbeitsort wo gearbeitet wird
Tätigkeit Aufgabenbereich
Arbeitszeit Wochenarbeitszeit
Vergütung Lohn oder Gehalt
Urlaub Urlaubsanspruch
Kündigungsfristen Fristen zur Beendigung
Probezeit falls vereinbart
Hinweise auf Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen falls anwendbar

Pflichten des Arbeitnehmers

Pflicht Bedeutung
Arbeitspflicht vereinbarte Arbeit leisten
Sorgfaltspflicht sorgfältig arbeiten
Treuepflicht Interessen des Arbeitgebers beachten
Verschwiegenheitspflicht Geschäftsgeheimnisse schützen
Krankmeldung rechtzeitig arbeitsunfähig melden
Wettbewerbsverbot nicht gegen den eigenen Arbeitgeber arbeiten
Weisungen beachten berechtigte Anweisungen befolgen

Pflichten des Arbeitgebers

Pflicht Bedeutung
Vergütungspflicht Lohn/Gehalt zahlen
Fürsorgepflicht Gesundheit und Persönlichkeit schützen
Beschäftigungspflicht Arbeitnehmer vertragsgemäß beschäftigen
Gleichbehandlung keine unzulässige Benachteiligung
Arbeitsschutz sichere Arbeitsbedingungen schaffen
Urlaubsgewährung gesetzlichen oder vertraglichen Urlaub ermöglichen

Direktionsrecht

Der Arbeitgeber darf Inhalt, Ort und Zeit der Arbeit näher bestimmen, soweit Arbeitsvertrag, Gesetz, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung nichts anderes festlegen.

Beispiel:

Der Arbeitgeber darf festlegen, welche Serviceanfragen zuerst bearbeitet werden.

Er darf aber nicht einfach Aufgaben verlangen, die völlig außerhalb des vereinbarten Tätigkeitsbereichs liegen.

Typische Prüfungsfrage

Was bedeutet Treuepflicht des Arbeitnehmers?

Antwort

Der Arbeitnehmer muss auf berechtigte Interessen des Arbeitgebers Rücksicht nehmen, zum Beispiel Betriebsgeheimnisse wahren und dem Arbeitgeber keinen Schaden zufügen.

Merksatz

Arbeitnehmer: arbeiten und Rücksicht nehmen.
Arbeitgeber: bezahlen und schützen.


Kapitel 1 – Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht

Seite 1.6 – Arbeitszeit, Urlaub, Krankheit und Entgeltfortzahlung

Prüfungsziel

Du sollst grundlegende Regeln zu Arbeitszeit, Pausen, Urlaub und Krankheit kennen.

Arbeitszeit nach Arbeitszeitgesetz

Für erwachsene Arbeitnehmer gilt grundsätzlich:

Regel Bedeutung
regelmäßige Höchstarbeitszeit 8 Stunden pro Werktag
Verlängerung möglich bis 10 Stunden, wenn Ausgleich erfolgt
Ruhezeit grundsätzlich 11 Stunden zwischen zwei Arbeitstagen

Pausen

Arbeitszeit Pause
mehr als 6 bis 9 Stunden mindestens 30 Minuten
mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten

Die Pause kann in Abschnitte von mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden.

Urlaub

Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt bei einer 6-Tage-Woche 24 Werktage.

Bei einer normalen 5-Tage-Woche entspricht das rechnerisch mindestens 20 Arbeitstagen.

Tarifvertrag, Arbeitsvertrag oder Betriebsvereinbarung können mehr Urlaub vorsehen.

Krankheit

Wenn du krank bist, musst du:

Entgeltfortzahlung

Bei Krankheit besteht grundsätzlich Anspruch auf Entgeltfortzahlung bis zu 6 Wochen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Berufsschule und Prüfung

Auszubildende müssen für Berufsschule und Prüfungen freigestellt werden.

Typische Prüfungsfrage

Ein Arbeitnehmer arbeitet 8,5 Stunden. Wie viel Pause muss mindestens eingeplant werden?

Antwort

Mindestens 30 Minuten Pause, weil die Arbeitszeit mehr als 6 Stunden beträgt.

Merksatz

Mehr als 6 Stunden Arbeit: Pause ist Pflicht.
Krankheit: sofort melden.


Kapitel 1 – Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht

Seite 1.7 – Tarifvertrag, Tarifautonomie und Arbeitskampf

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, was Tarifverträge sind, wer sie abschließt und was bei einem Tarifkonflikt passiert.

Was ist ein Tarifvertrag?

Ein Tarifvertrag ist eine Vereinbarung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden oder einzelnen Arbeitgebern.

Er regelt Arbeitsbedingungen.

Typische Inhalte eines Tarifvertrags

Inhalt Beispiel
Lohn und Gehalt Gehaltstabellen
Arbeitszeit Wochenarbeitszeit
Urlaub Urlaubstage
Zuschläge Nacht-, Sonn- oder Feiertagszuschläge
Ausbildungsvergütung Vergütung nach Ausbildungsjahr
Kündigungsfristen tarifliche Fristen

Tarifvertragsparteien

Seite Organisation
Arbeitnehmerseite Gewerkschaft
Arbeitgeberseite Arbeitgeberverband oder einzelner Arbeitgeber

Tarifautonomie

Tarifautonomie bedeutet:

Gewerkschaften und Arbeitgeber bzw. Arbeitgeberverbände dürfen Tarifverträge selbstständig aushandeln, ohne dass der Staat den Inhalt direkt vorgibt.

Tarifbindung

Tarifbindung bedeutet, dass ein Tarifvertrag für die beteiligten Parteien verbindlich gilt.

Typischer Fall:

Tarifkonflikt

Wenn sich Gewerkschaft und Arbeitgeberseite nicht einigen, kann es zum Tarifkonflikt kommen.

Ablauf vereinfacht

Schritt Bedeutung
Forderung Gewerkschaft fordert z. B. mehr Lohn
Verhandlung beide Seiten verhandeln
Scheitern keine Einigung
Schlichtung neutraler Vermittlungsversuch
Arbeitskampf z. B. Streik oder Aussperrung
Einigung neuer Tarifvertrag

Streik

Ein Streik ist eine gemeinsame Arbeitsniederlegung durch Arbeitnehmer, um tarifliche Forderungen durchzusetzen.

Aussperrung

Eine Aussperrung ist eine Maßnahme der Arbeitgeberseite, bei der Arbeitnehmer vorübergehend nicht beschäftigt werden.

Typische Prüfungsfrage

Was bedeutet Tarifautonomie?

Antwort

Tarifautonomie bedeutet, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber bzw. Arbeitgeberverbände Arbeitsbedingungen eigenständig durch Tarifverträge regeln können.

Merksatz

Tarifvertrag = kollektiv ausgehandelte Arbeitsbedingungen.


Kapitel 1 – Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht

Seite 1.8 – Betriebsrat, JAV und Mitbestimmung

Prüfungsziel

Du sollst wissen, welche Aufgaben Betriebsrat und JAV haben und was Mitbestimmung bedeutet.

Betriebsrat

Der Betriebsrat ist die Interessenvertretung der Arbeitnehmer im Betrieb.

Er wird von den Arbeitnehmern gewählt.

Aufgaben des Betriebsrats

Aufgabe Beispiel
Interessen vertreten Anliegen der Beschäftigten gegenüber Arbeitgeber vertreten
Überwachung Einhaltung von Gesetzen, Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen überwachen
Mitbestimmung bei bestimmten betrieblichen Fragen mitentscheiden
Beratung Arbeitnehmer unterstützen
Förderung Gleichstellung, Arbeitsschutz und Integration fördern

Mitbestimmung

Mitbestimmung bedeutet, dass der Arbeitgeber bestimmte Entscheidungen nicht allein treffen darf.

Beispiele für Mitbestimmung können sein:

Betriebsvereinbarung

Eine Betriebsvereinbarung ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat.

Beispiele:

JAV

JAV bedeutet Jugend- und Auszubildendenvertretung.

Sie vertritt:

Eine JAV gibt es nur, wenn es im Betrieb einen Betriebsrat gibt und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Aufgaben der JAV

Aufgabe Beispiel
Interessen vertreten Anliegen von Azubis einbringen
Überwachung Einhaltung von Ausbildungsgesetzen prüfen
Beratung Azubis bei Problemen unterstützen
Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat zusammenarbeiten

Typische Prüfungsfrage

Was ist der Unterschied zwischen Betriebsrat und JAV?

Antwort

Der Betriebsrat vertritt die Arbeitnehmer des Betriebs allgemein. Die JAV vertritt speziell die Interessen der Jugendlichen und Auszubildenden und arbeitet mit dem Betriebsrat zusammen.

Merksatz

Betriebsrat = Interessenvertretung der Beschäftigten.
JAV = Interessenvertretung der Azubis und Jugendlichen.


Kapitel 1 – Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht

Seite 1.9 – Sozialversicherung

Prüfungsziel

Du sollst die fünf Zweige der Sozialversicherung kennen und ihre Funktion erklären können.

Grundidee

Die Sozialversicherung schützt Arbeitnehmer gegen wichtige Lebensrisiken.

Sie funktioniert überwiegend nach dem Solidaritätsprinzip:

Viele zahlen Beiträge ein, damit diejenigen abgesichert sind, die Hilfe brauchen.

Die fünf Zweige der Sozialversicherung

Versicherung Risiko
Krankenversicherung Krankheit
Pflegeversicherung Pflegebedürftigkeit
Rentenversicherung Alter, Erwerbsminderung, Hinterbliebene
Arbeitslosenversicherung Arbeitslosigkeit
Unfallversicherung Arbeitsunfall und Berufskrankheit

Wer zahlt die Beiträge?

Versicherung Beitragszahlung
Krankenversicherung Arbeitnehmer und Arbeitgeber
Pflegeversicherung Arbeitnehmer und Arbeitgeber
Rentenversicherung Arbeitnehmer und Arbeitgeber
Arbeitslosenversicherung Arbeitnehmer und Arbeitgeber
Unfallversicherung Arbeitgeber

Krankenversicherung

Sie übernimmt zum Beispiel Kosten für:

Pflegeversicherung

Sie unterstützt bei Pflegebedürftigkeit.

Beispiele:

Rentenversicherung

Sie sichert vor allem ab bei:

Arbeitslosenversicherung

Sie unterstützt bei Arbeitslosigkeit, zum Beispiel durch:

Unfallversicherung

Sie greift bei:

Die gesetzliche Unfallversicherung wird vom Arbeitgeber finanziert.

Typische Prüfungsfrage

Welche Sozialversicherung zahlt der Arbeitgeber allein?

Antwort

Die gesetzliche Unfallversicherung.

Merksatz

Fünf Säulen: Kranken, Pflege, Rente, Arbeitslosigkeit, Unfall.


Kapitel 1 – Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht

Seite 1.10 – Entgeltabrechnung: Brutto, Netto, Lohnsteuer und Sozialabgaben

Prüfungsziel

Du sollst eine einfache Entgeltabrechnung verstehen und Brutto, Netto, Steuern und Sozialabgaben unterscheiden können.

Brutto und Netto

Begriff Bedeutung
Bruttoentgelt Verdienst vor Abzügen
Nettoentgelt Betrag, der nach Abzügen ausgezahlt wird

Einfache Formel

Bruttoentgelt
minus Lohnsteuer
minus eventuell Kirchensteuer
minus Sozialversicherungsbeiträge
minus weitere Abzüge
= Nettoentgelt

Typische Abzüge

Abzug Bedeutung
Lohnsteuer Vorauszahlung auf Einkommensteuer
Kirchensteuer nur bei Kirchenmitgliedschaft
Sozialversicherung Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung
vermögenswirksame Leistungen freiwillige oder vereinbarte Sparleistung

Sozialabgaben

Zu den Sozialabgaben gehören Arbeitnehmeranteile zu:

Die Unfallversicherung taucht normalerweise nicht als Arbeitnehmerabzug auf, weil sie vom Arbeitgeber getragen wird.

Arbeitgeberbrutto

Das Arbeitgeberbrutto ist höher als das Bruttoentgelt des Arbeitnehmers.

Grund:

Der Arbeitgeber zahlt zusätzlich zum Bruttogehalt noch Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung.

Beispiel

Ein Arbeitnehmer hat 2.500 € brutto.

Davon werden Lohnsteuer und Sozialabgaben abgezogen.

Der ausgezahlte Betrag ist das Nettoentgelt.

Der Arbeitgeber hat zusätzlich eigene Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung. Seine tatsächlichen Personalkosten liegen daher über 2.500 €.

Vermögenswirksame Leistungen

Vermögenswirksame Leistungen sind Geldleistungen, die zum Vermögensaufbau genutzt werden können.

Beispiele:

Typische Prüfungsfrage

Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto?

Antwort

Brutto ist der Verdienst vor Abzügen. Netto ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen ausgezahlt wird.

Merksatz

Brutto ist vor Abzug. Netto ist nach Abzug.


Kapitel 1 – Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht

Seite 1.11 – Fortbildung, Umschulung und lebenslanges Lernen

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, warum lebenslanges Lernen im Beruf wichtig ist und welche Formen beruflicher Weiterbildung es gibt.

Warum ist lebenslanges Lernen wichtig?

In IT-Berufen ändern sich Technologien sehr schnell.

Beispiele:

Deshalb reicht es nicht, nur in der Ausbildung zu lernen.

Formen beruflicher Weiterbildung

Form Bedeutung
innerbetriebliche Fortbildung Schulung im eigenen Betrieb
externe Weiterbildung Kurs bei externem Anbieter
Anpassungsfortbildung Wissen wird an neue Anforderungen angepasst
Aufstiegsfortbildung Vorbereitung auf höhere Positionen
Umschulung Wechsel in einen anderen Beruf
Selbststudium eigenständiges Lernen mit Büchern, Videos, Kursen oder Laboren

Fortbildung

Eine Fortbildung baut auf einem bestehenden Beruf auf.

Beispiele:

Umschulung

Eine Umschulung führt zu einem neuen Beruf.

Beispiel:

Eine Person war vorher in einem kaufmännischen Beruf und schult zum Fachinformatiker um.

Staatliche Fördermaßnahmen

Je nach Situation können Weiterbildungen gefördert werden.

Beispiele:

Lerntechniken

Der Prüfungskatalog nennt verschiedene Lernarten.

Lerntechnik Beispiel
visuelles Lernen Mindmaps, Schaubilder, Lernposter
auditives Lernen Inhalte anhören, Erklärungen aufnehmen
kommunikatives Lernen Lerngruppe, Diskussion, Frage-Antwort-Spiele
motorisches Lernen Learning by Doing, praktische Übungen

Arbeitstechniken

Wichtige Arbeitstechniken sind:

Digitale Lernmedien

Beispiele:

Typische Prüfungsfrage

Warum ist lebenslanges Lernen für Fachinformatiker besonders wichtig?

Antwort

Weil sich IT-Technologien, Sicherheitsanforderungen und Arbeitsmethoden schnell verändern. Fachinformatiker müssen ihr Wissen regelmäßig aktualisieren, um beruflich handlungsfähig zu bleiben.

Merksatz

In der IT ist Lernen kein Abschnitt, sondern Daueraufgabe.


Kapitel 1 – Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht

Kompakte Wiederholung zu Kapitel 1

1. Duales System

2. Ausbildungsvertrag

Muss unter anderem regeln:

3. Rechte und Pflichten

Azubi:

Betrieb:

4. Probezeit und Kündigung

5. Arbeitsvertrag

Arbeitnehmer:

Arbeitgeber:

6. Arbeitszeit und Krankheit

7. Tarifrecht

8. Betriebsrat und JAV

9. Sozialversicherung

Fünf Säulen:

10. Entgeltabrechnung

11. Lebenslanges Lernen

Wichtig wegen:


Kapitel 1 – Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht

Prüfungsfragen zu Kapitel 1

1. Was bedeutet duale Ausbildung?

Antwort anzeigen

Duale Ausbildung bedeutet, dass die Ausbildung an zwei Lernorten stattfindet: im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

2. Welche Aufgabe hat die IHK in der Ausbildung?

Antwort anzeigen

Die IHK prüft unter anderem Ausbildungsverträge, überwacht die Ausbildung und organisiert Zwischen- bzw. Abschlussprüfungen.

3. Wie lange dauert die Probezeit in der Berufsausbildung?

Antwort anzeigen

Die Probezeit dauert mindestens 1 Monat und höchstens 4 Monate.

4. Kann der Ausbildungsbetrieb nach der Probezeit ohne Grund kündigen?

Antwort anzeigen

Nein. Nach der Probezeit kann der Ausbildungsbetrieb nur aus wichtigem Grund fristlos kündigen.

5. Nenne drei Pflichten eines Auszubildenden.

Antwort anzeigen

Zum Beispiel Lernpflicht, Sorgfaltspflicht, Berufsschulpflicht, Berichtsheft führen, Weisungen beachten und Betriebsgeheimnisse wahren.

6. Nenne drei Pflichten des Ausbildungsbetriebs.

Antwort anzeigen

Zum Beispiel Ausbildungspflicht, Vergütung zahlen, Ausbildungsmittel bereitstellen, für Berufsschule und Prüfung freistellen und Berichtsheft kontrollieren.

7. Was ist Tarifautonomie?

Antwort anzeigen

Tarifautonomie bedeutet, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber bzw. Arbeitgeberverbände Tarifverträge eigenständig aushandeln können.

8. Was ist der Unterschied zwischen Betriebsrat und JAV?

Antwort anzeigen

Der Betriebsrat vertritt die Arbeitnehmer des Betriebs allgemein. Die JAV vertritt speziell Jugendliche und Auszubildende.

9. Welche fünf Zweige der Sozialversicherung gibt es?

Antwort anzeigen

Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Unfallversicherung.

10. Welche Sozialversicherung zahlt der Arbeitgeber allein?

Antwort anzeigen

Die gesetzliche Unfallversicherung.

11. Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto?

Antwort anzeigen

Brutto ist der Verdienst vor Abzügen. Netto ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen ausgezahlt wird.

12. Warum ist lebenslanges Lernen in IT-Berufen wichtig?

Antwort anzeigen

Weil sich Technologien, Sicherheitsanforderungen und Arbeitsmethoden schnell verändern. Fachinformatiker müssen ihr Wissen regelmäßig aktualisieren.

Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

Seite 2.1 Der Betrieb

Quelle: IHK/ZPA-Prüfungskatalog Fachinformatiker/Fachinformatikerin – Fachrichtung Systemintegration, 2. Auflage 2024. Bereich AP2 WISO: Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes.

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, welcher Branche ein Ausbildungsbetrieb angehört, in welchem Wirtschaftssektor er tätig ist und welche Produkte, Dienstleistungen und Märkte für ihn wichtig sind.


Was ist ein Betrieb?

Ein Betrieb ist eine organisatorische Einheit, in der Güter hergestellt oder Dienstleistungen erbracht werden.

Ein Unternehmen kann aus einem oder mehreren Betrieben bestehen.

Einfach gesagt:

Beispiel:

Eine IT-Firma kann mehrere Standorte haben.
Das Unternehmen ist die gesamte Firma.
Ein einzelner Standort kann ein Betrieb sein.


Branchenzugehörigkeit

Eine Branche ist ein Wirtschaftsbereich, in dem ähnliche Unternehmen tätig sind.

Beispiele für Branchen:

Branche Beispiel
IT-Dienstleistung Systemhaus, Managed Service Provider
Industrie Maschinenbau, Automobilindustrie
Handel Großhandel, Einzelhandel
Gesundheitswesen Krankenhaus, Medizintechnik
Öffentlicher Dienst Verwaltung, Schule, Behörde
Finanzwesen Bank, Versicherung

Für Fachinformatiker Systemintegration wichtig:

Fachinformatiker können in fast jeder Branche arbeiten, weil fast jedes Unternehmen IT-Systeme benötigt.


Wirtschaftssektoren

Die Gesamtwirtschaft wird häufig in drei große Wirtschaftssektoren unterteilt.

Sektor Bedeutung Beispiel
Primärer Sektor Rohstoffgewinnung Landwirtschaft, Fischerei, Bergbau
Sekundärer Sektor Verarbeitung und Produktion Industrie, Handwerk, Bau
Tertiärer Sektor Dienstleistungen IT-Service, Handel, Banken, Verwaltung

IT-Betriebe gehören meistens zum tertiären Sektor, weil sie Dienstleistungen anbieten.

Ein IT-Betrieb kann aber auch für Unternehmen aus dem sekundären Sektor arbeiten, zum Beispiel für eine Fabrik.


Erwerbswirtschaftliche Betriebe

Ein erwerbswirtschaftlicher Betrieb verfolgt das Ziel, Gewinn zu erzielen.

Beispiele:

Nicht jeder Betrieb arbeitet gewinnorientiert.

Es gibt auch gemeinnützige oder öffentliche Einrichtungen, zum Beispiel:


Produktpalette

Die Produktpalette beschreibt, welche Produkte oder Dienstleistungen ein Unternehmen anbietet.

Beispiel IT-Systemhaus:

Bereich Beispiele
Hardware Server, Clients, Netzwerkgeräte
Software Betriebssysteme, Office, Sicherheitssoftware
Dienstleistungen Installation, Wartung, Support
Beratung IT-Sicherheit, Cloud, Datenschutz
Betrieb Managed Services, Monitoring, Backup

Märkte

Ein Markt ist der Ort, an dem Angebot und Nachfrage zusammentreffen.

Das muss kein echter Ort sein. Ein Markt kann auch digital sein.

Beispiele:


Angebot und Nachfrage

Begriff Bedeutung
Angebot Unternehmen bieten Produkte oder Dienstleistungen an
Nachfrage Kunden möchten Produkte oder Dienstleistungen kaufen

Wenn viele Kunden IT-Sicherheit benötigen, steigt die Nachfrage nach IT-Sicherheitsdienstleistungen.


Typische Prüfungsfrage

Ein IT-Systemhaus installiert Server, betreut Netzwerke und bietet Support für Firmenkunden an. Welchem Wirtschaftssektor gehört es überwiegend an?

Antwort anzeigen

Es gehört überwiegend zum tertiären Sektor, weil es Dienstleistungen anbietet.


Merksatz

Ein Betrieb gehört zu einer Branche, arbeitet in einem Wirtschaftssektor und bietet Produkte oder Dienstleistungen auf Märkten an.

Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

Seite 2.2 Rechtsformen

Prüfungsziel

Du sollst wichtige Rechtsformen unterscheiden können, besonders im Hinblick auf Haftung, Kapital, Geschäftsführung und rechtliche Einordnung.


Was ist eine Rechtsform?

Die Rechtsform legt fest, wie ein Unternehmen rechtlich organisiert ist.

Sie beeinflusst zum Beispiel:


Überblick

Gruppe Beispiele
Einzelunternehmen Einzelunternehmer
Personengesellschaften GbR, OHG, KG, GmbH & Co. KG
Kapitalgesellschaften GmbH, AG
gemeinnützige Organisationen Verein, Stiftung, gGmbH

Einzelunternehmen

Ein Einzelunternehmen gehört einer einzelnen Person.

Merkmale:

Beispiel:

Ein selbstständiger IT-Techniker bietet Netzwerkservice für kleine Betriebe an.

Wichtig für die Prüfung:

Bei einem Einzelunternehmen haftet der Inhaber grundsätzlich auch mit seinem Privatvermögen.


GbR – Gesellschaft bürgerlichen Rechts

Eine GbR entsteht, wenn sich mindestens zwei Personen zusammenschließen, um einen gemeinsamen Zweck zu verfolgen.

Merkmale:

Beispiel:

Zwei IT-Fachleute gründen gemeinsam einen kleinen IT-Servicebetrieb.


OHG – Offene Handelsgesellschaft

Eine OHG ist eine Personengesellschaft für den Betrieb eines Handelsgewerbes.

Merkmale:

Wichtig:

Die persönliche Haftung ist ein zentrales Prüfungsmerkmal.


KG – Kommanditgesellschaft

Eine KG hat zwei Arten von Gesellschaftern.

Gesellschafter Haftung Rolle
Komplementär persönlich und unbeschränkt führt meist die Geschäfte
Kommanditist beschränkt auf Einlage Kapitalgeber, meist keine Geschäftsführung

Beispiel:

Ein IT-Unternehmen nimmt einen Investor als Kommanditisten auf.


GmbH – Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft.

Merkmale:

Wichtig für die Prüfung:

Bei einer GmbH haften die Gesellschafter grundsätzlich nicht persönlich mit ihrem Privatvermögen.


AG – Aktiengesellschaft

Die AG ist eine Kapitalgesellschaft, deren Kapital in Aktien zerlegt ist.

Merkmale:

Beispiel:

Große börsennotierte IT- oder Technologieunternehmen sind häufig Aktiengesellschaften.


GmbH & Co. KG

Die GmbH & Co. KG ist eine Mischform.

Sie ist rechtlich eine KG, bei der die GmbH die Rolle des persönlich haftenden Komplementärs übernimmt.

Ziel:

Die persönliche Haftung natürlicher Personen wird begrenzt.


Gemeinnützige Organisationen

Gemeinnützige Organisationen verfolgen nicht in erster Linie Gewinnziele, sondern gemeinnützige, soziale, kulturelle oder wissenschaftliche Zwecke.

Beispiele:


Vergleich wichtiger Rechtsformen

Rechtsform Art Haftung Mindestkapital
Einzelunternehmen Einzelbetrieb persönlich und unbeschränkt kein gesetzliches Mindestkapital
GbR Personengesellschaft grundsätzlich persönlich kein gesetzliches Mindestkapital
OHG Personengesellschaft persönlich, unbeschränkt, gesamtschuldnerisch kein gesetzliches Mindestkapital
KG Personengesellschaft Komplementär voll, Kommanditist beschränkt kein gesetzliches Mindestkapital
GmbH Kapitalgesellschaft Gesellschaftsvermögen grundsätzlich 25.000 €
AG Kapitalgesellschaft Gesellschaftsvermögen grundsätzlich 50.000 €

Typische Prüfungsfrage

Welche Rechtsform begrenzt die Haftung grundsätzlich auf das Gesellschaftsvermögen?

Antwort anzeigen

Zum Beispiel die GmbH oder die AG. Bei diesen Kapitalgesellschaften haftet grundsätzlich die Gesellschaft mit ihrem Gesellschaftsvermögen.


Merksatz

Personengesellschaften sind stärker mit den Personen verbunden.
Kapitalgesellschaften haften grundsätzlich mit dem Gesellschaftsvermögen.

Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

Seite 2.3 Unternehmensstruktur und Organisationsformen

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, wie ein Unternehmen organisatorisch aufgebaut sein kann und welche Vor- und Nachteile typische Organisationsformen haben.


Was bedeutet Unternehmensstruktur?

Die Unternehmensstruktur beschreibt, wie Aufgaben, Abteilungen, Zuständigkeiten und Weisungswege in einem Unternehmen aufgebaut sind.

Sie beantwortet zum Beispiel:


Aufbauorganisation und Ablauforganisation

Begriff Bedeutung
Aufbauorganisation beschreibt die Struktur des Unternehmens
Ablauforganisation beschreibt die Arbeitsabläufe im Unternehmen

Einfach gesagt:


Organigramm

Ein Organigramm stellt die Aufbauorganisation grafisch dar.

Einfaches Beispiel:

Geschäftsführung
├── IT-Abteilung
│   ├── Netzwerkteam
│   └── Supportteam
├── Vertrieb
└── Buchhaltung

Wichtig:

Aus einem Organigramm erkennt man Zuständigkeiten, Abteilungen und Weisungsbeziehungen.


Einliniensystem

Beim Einliniensystem hat jeder Mitarbeiter genau einen direkten Vorgesetzten.

Geschäftsführung
└── IT-Leitung
    └── Teamleitung Support
        └── Mitarbeiter

Vorteile:

Nachteile:


Mehrliniensystem

Beim Mehrliniensystem kann ein Mitarbeiter Anweisungen von mehreren Vorgesetzten erhalten.

        IT-Leitung
           │
Mitarbeiter Support
           │
     Projektleitung

Vorteile:

Nachteile:


Stabliniensystem

Beim Stabliniensystem gibt es zusätzlich Stabsstellen. Diese beraten, haben aber normalerweise keine direkte Weisungsbefugnis.

                 Datenschutzbeauftragter
                         │
Geschäftsführung ────────┐
                         └── IT-Leitung
                             └── Supportteam

Beispiele für Stabsstellen:

Vorteile:

Nachteile:


Spartenorganisation

Bei der Spartenorganisation wird das Unternehmen nach Produkten, Kundengruppen oder Regionen gegliedert.

Beispiele:

Vorteile:

Nachteile:


Matrixorganisation

Bei der Matrixorganisation gibt es zwei gleichzeitige Gliederungsrichtungen, zum Beispiel Fachabteilung und Projekt.

                 Projekt A     Projekt B
Netzwerkteam        X             X
Serverteam          X             X
Supportteam         X             X

Ein Mitarbeiter kann fachlich einer Abteilung und gleichzeitig einem Projekt zugeordnet sein.

Vorteile:

Nachteile:


Arbeitsabläufe und Aufgabenteilung

Arbeitsabläufe beschreiben, wie Tätigkeiten nacheinander durchgeführt werden.

Beispiel IT-Support:

Ticket kommt rein
→ Fehler analysieren
→ Lösung durchführen
→ Testen
→ Kunde informieren
→ Ticket schließen

Aufgabenteilung bedeutet, dass Aufgaben auf Personen oder Abteilungen verteilt werden.

Vorteile der Aufgabenteilung:

Nachteile der Aufgabenteilung:


Typische Prüfungsfrage

Welche Organisationsform hat klare Weisungswege, aber oft lange Entscheidungswege?

Antwort anzeigen

Das Einliniensystem.


Merksatz

Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

Seite 2.4 – Wirtschaftliche Verflechtungen: Konzern, Kartell und Fusion

Prüfungsziel

Du sollst wichtige Formen wirtschaftlicher Verflechtung unterscheiden können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was bedeutet wirtschaftliche Verflechtung?

Wirtschaftliche Verflechtung bedeutet, dass Unternehmen nicht völlig unabhängig voneinander handeln, sondern miteinander verbunden sind, zusammenarbeiten oder sich zusammenschließen.

Das kann Auswirkungen haben auf:


Konzern

Ein Konzern besteht aus mehreren rechtlich selbstständigen Unternehmen, die wirtschaftlich unter einer einheitlichen Leitung stehen.

Einfach gesagt:

Mehrere Unternehmen gehören zusammen, bleiben aber rechtlich eigene Unternehmen.

Beispiel:

Muttergesellschaft
├── Tochterunternehmen A
├── Tochterunternehmen B
└── Tochterunternehmen C

Merkmale eines Konzerns:

Beispiel aus der Praxis:

Ein großer IT-Konzern besitzt mehrere Tochterunternehmen für:

Diese Tochterunternehmen können eigene Namen und eigene Geschäftsbereiche haben, gehören aber wirtschaftlich zum selben Konzern.

Wichtig für die Prüfung:

Ein Konzern bedeutet nicht automatisch, dass alle Unternehmen zu einer einzigen Firma verschmelzen.

Beim Konzern bleiben die einzelnen Unternehmen meist rechtlich selbstständig, stehen aber unter gemeinsamer wirtschaftlicher Leitung.


Fusion

Eine Fusion ist der Zusammenschluss von zwei oder mehreren Unternehmen.

Einfach gesagt:

Aus mehreren Unternehmen wird ein größeres Unternehmen.

Beispiel:

Unternehmen A + Unternehmen B → Unternehmen AB

Mögliche Ziele einer Fusion:

Mögliche Vorteile einer Fusion:

Mögliche Nachteile einer Fusion:

Beispiel aus der IT:

Zwei IT-Dienstleister schließen sich zusammen, um gemeinsam größere Kunden betreuen zu können.

Nach der Fusion gibt es vielleicht nur noch eine gemeinsame Geschäftsführung, gemeinsame Standorte oder gemeinsame Abteilungen.


Kartell

Ein Kartell ist eine Absprache zwischen rechtlich selbstständigen Unternehmen, die den Wettbewerb einschränken kann.

Einfach gesagt:

Unternehmen sprechen sich ab, statt ehrlich miteinander zu konkurrieren.

Typische Kartellabsprachen:


Preisabsprache

Mehrere Unternehmen vereinbaren, ihre Produkte oder Dienstleistungen nicht unter einem bestimmten Preis anzubieten.

Beispiel:

Mehrere Anbieter für IT-Support sprechen ab, dass keiner unter 90 € pro Stunde anbietet.

Das schadet den Kunden, weil echter Preiswettbewerb verhindert wird.


Gebietsabsprache

Unternehmen teilen sich Märkte regional auf.

Beispiel:

Ein Anbieter betreut nur Norddeutschland, ein anderer nur Süddeutschland, und beide greifen sich gegenseitig keine Kunden ab.


Kundenaufteilung

Unternehmen sprechen ab, welcher Anbieter welche Kunden bekommt.

Beispiel:

IT-Dienstleister A bekommt Kunde X, IT-Dienstleister B bekommt Kunde Y.


Warum sind Kartelle problematisch?

Kartelle schränken den Wettbewerb ein.

Folgen können sein:

Wichtig für die Prüfung:

Wettbewerbsbeschränkende Kartelle sind in der Regel verboten.


Unterschied zwischen Konzern, Fusion und Kartell

Begriff Bedeutung Rechtliche Selbstständigkeit Prüfungskern
Konzern mehrere Unternehmen unter gemeinsamer Leitung bleibt meist erhalten gemeinsame wirtschaftliche Leitung
Fusion Unternehmen schließen sich zusammen kann verloren gehen aus mehreren wird ein größeres Unternehmen
Kartell Unternehmen treffen Wettbewerbsabsprachen bleibt erhalten Wettbewerb wird eingeschränkt

Typische Prüfungsfrage 1

Mehrere Unternehmen sprechen heimlich Preise ab. Wie nennt man das?

Antwort anzeigen

Das nennt man Kartell beziehungsweise Preisabsprache. Solche wettbewerbsbeschränkenden Absprachen sind in der Regel verboten.


Typische Prüfungsfrage 2

Was ist der Unterschied zwischen Konzern und Fusion?

Antwort anzeigen

Bei einem Konzern bleiben mehrere Unternehmen meist rechtlich selbstständig, stehen aber unter gemeinsamer wirtschaftlicher Leitung.

Bei einer Fusion schließen sich Unternehmen zusammen. Dabei kann aus mehreren Unternehmen ein neues oder größeres Unternehmen entstehen.


Typische Prüfungsfrage 3

Warum können Kartelle für Kunden nachteilig sein?

Antwort anzeigen

Kartelle können den Wettbewerb einschränken. Dadurch können Preise steigen, die Auswahl sinken und Innovationen verhindert werden.


Typische Prüfungsfrage 4

Ein großes Unternehmen besitzt mehrere Tochterunternehmen, die rechtlich selbstständig bleiben. Wie nennt man diese Unternehmensverbindung?

Antwort anzeigen

Das ist ein Konzern.


Merksatz

Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

Seite 2.5 Ziele von Betrieben und Unternehmen

Prüfungsziel

Du sollst wichtige Ziele von Betrieben und Unternehmen kennen und die Begriffe Produktivität, Wirtschaftlichkeit, Rentabilität und Zielkonflikte unterscheiden können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Warum haben Unternehmen Ziele?

Unternehmen handeln nicht zufällig. Sie verfolgen bestimmte Ziele, damit sie planen, entscheiden und kontrollieren können.

Ziele helfen zum Beispiel bei diesen Fragen:


Typische Zielarten von Unternehmen

Zielart Bedeutung Beispiel
ökonomische Ziele wirtschaftlicher Erfolg Gewinn erhöhen, Kosten senken
ökologische Ziele Umwelt schützen Energie sparen, Recycling verbessern
soziale Ziele Menschen und Arbeitsbedingungen beachten gute Arbeitsbedingungen, Ausbildung, faire Bezahlung

Ökonomische Ziele

Ökonomische Ziele beziehen sich auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.

Beispiele:

Wichtig:

Ein Unternehmen muss wirtschaftlich arbeiten, damit es langfristig bestehen kann.


Ökologische Ziele

Ökologische Ziele beziehen sich auf Umwelt- und Ressourcenschutz.

Beispiele:

Beispiel aus der IT:

Ein Betrieb ersetzt alte Server durch energieeffizientere Systeme, um Stromkosten und Umweltbelastung zu senken.


Soziale Ziele

Soziale Ziele beziehen sich auf Mitarbeiter, Kunden und Gesellschaft.

Beispiele:


Produktivität

Produktivität beschreibt das Verhältnis von Ausbringungsmenge zu Einsatzmenge.

Formel:

Produktivität = Ausbringungsmenge / Einsatzmenge

Einfach gesagt:

Produktivität zeigt, wie viel Ergebnis mit einem bestimmten Einsatz erreicht wird.

Beispiel 1:

Ein Techniker richtet an einem Arbeitstag 8 Notebooks ein.

Am nächsten Tag richtet er durch bessere Vorbereitung 10 Notebooks ein.

Die Produktivität ist gestiegen, weil mit ähnlichem Arbeitseinsatz mehr Ergebnis erreicht wurde.

Beispiel 2:

Ein Supportteam bearbeitet in 5 Stunden 40 Tickets.

Produktivität = 40 Tickets / 5 Stunden = 8 Tickets pro Stunde


Wichtig bei Produktivität

Produktivität betrachtet vor allem Mengen.

Sie sagt noch nicht automatisch, ob etwas finanziell erfolgreich ist.

Ein Team kann sehr produktiv sein, aber trotzdem unwirtschaftlich arbeiten, wenn die Kosten zu hoch sind.


Wirtschaftlichkeit

Wirtschaftlichkeit beschreibt das Verhältnis von Ertrag zu Aufwand.

Formel:

Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand

Einfach gesagt:

Wirtschaftlichkeit zeigt, ob sich etwas finanziell lohnt.

Ergebnis Bedeutung
größer als 1 wirtschaftlich
genau 1 kostendeckend
kleiner als 1 unwirtschaftlich

Beispiel:

Ein IT-Auftrag bringt 5.000 € Ertrag.

Der Aufwand beträgt 4.000 €.

Wirtschaftlichkeit = 5.000 € / 4.000 € = 1,25

Der Auftrag ist wirtschaftlich, weil der Ertrag größer ist als der Aufwand.


Aufwand und Ertrag

Begriff Bedeutung Beispiel
Aufwand Werteverbrauch Personalkosten, Materialkosten, Stromkosten
Ertrag Wertezuwachs Umsatzerlöse, Verkaufserlöse, Dienstleistungserlöse

Beispiel aus der IT:

Ein Unternehmen bietet eine Servermigration an.

Aufwand:

Ertrag:


Rentabilität

Rentabilität beschreibt, wie stark sich eingesetztes Kapital verzinst.

Formel:

Rentabilität = Gewinn / eingesetztes Kapital × 100

Einfach gesagt:

Rentabilität zeigt, wie viel Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital entsteht.

Beispiel:

Ein Unternehmen investiert 100.000 € in neue Technik.

Dadurch entsteht ein zusätzlicher Gewinn von 10.000 €.

Rentabilität = 10.000 € / 100.000 € × 100 = 10 %

Die Rentabilität beträgt 10 %.


Wichtig bei Rentabilität

Rentabilität wird meistens in Prozent angegeben.

Sie eignet sich gut, um Investitionen oder Unternehmen miteinander zu vergleichen.

Beispiel:

Investition Gewinn eingesetztes Kapital Rentabilität
A 10.000 € 100.000 € 10 %
B 15.000 € 300.000 € 5 %

Investition B bringt zwar mehr Gewinn, aber Investition A ist rentabler.


Unterschied zwischen Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Rentabilität

Begriff Betrachtet Typische Frage Beispiel
Produktivität Mengenverhältnis Wie viel Ergebnis pro Einsatz? Tickets pro Stunde
Wirtschaftlichkeit Ertrag zu Aufwand Lohnt sich der Auftrag? Ertrag / Aufwand
Rentabilität Gewinn zu Kapital Wie gut verzinst sich Kapital? Gewinn / Kapital × 100

Zielkonflikte

Ein Zielkonflikt entsteht, wenn die Erreichung eines Ziels die Erreichung eines anderen Ziels erschwert.

Einfach gesagt:

Zwei Ziele passen nicht vollständig zusammen.


Typische Zielkonflikte im Betrieb

Ziel 1 Ziel 2 Warum Konflikt?
Kosten senken Qualität erhöhen bessere Qualität kostet oft mehr
schnell liefern sorgfältig testen gründliche Tests brauchen Zeit
Gewinn erhöhen Mitarbeiter entlasten mehr Personal kostet Geld
Energie sparen hohe Verfügbarkeit sichern redundante Systeme brauchen oft mehr Energie
günstige Hardware kaufen lange Nutzungsdauer erreichen sehr günstige Geräte können schneller ausfallen
Datenschutz erhöhen einfache Bedienung ermöglichen mehr Sicherheit kann Bedienung aufwendiger machen

Beispiel aus der IT

Ein Unternehmen möchte seine Server dauerhaft hochverfügbar betreiben.

Dafür werden redundante Systeme, USV-Anlagen und Backup-Lösungen eingesetzt.

Das verbessert die Verfügbarkeit, erhöht aber gleichzeitig:

Hier entsteht ein Zielkonflikt zwischen hoher Verfügbarkeit, Kosten und Energieverbrauch.


Wie geht man mit Zielkonflikten um?

Zielkonflikte kann man nicht immer vollständig vermeiden.

Man muss sie erkennen, bewerten und eine begründete Entscheidung treffen.

Mögliche Vorgehensweise:

  1. Ziele benennen
  2. Konflikt erkennen
  3. Alternativen vergleichen
  4. Vor- und Nachteile bewerten
  5. Entscheidung begründen
  6. Ergebnis kontrollieren

Typische Prüfungsfrage 1

Was bedeutet Produktivität?

Antwort anzeigen

Produktivität beschreibt das Verhältnis von Ausbringungsmenge zu Einsatzmenge. Sie zeigt, wie viel Ergebnis mit einem bestimmten Einsatz erreicht wird.


Typische Prüfungsfrage 2

Ein Supportteam bearbeitet 60 Tickets in 6 Stunden. Wie hoch ist die Produktivität?

Antwort anzeigen

Produktivität = 60 Tickets / 6 Stunden = 10 Tickets pro Stunde.


Typische Prüfungsfrage 3

Was bedeutet Wirtschaftlichkeit?

Antwort anzeigen

Wirtschaftlichkeit beschreibt das Verhältnis von Ertrag zu Aufwand. Ist der Wert größer als 1, arbeitet das Unternehmen wirtschaftlich.


Typische Prüfungsfrage 4

Ein Auftrag bringt 8.000 € Ertrag. Der Aufwand beträgt 10.000 €. Ist der Auftrag wirtschaftlich?

Antwort anzeigen

Wirtschaftlichkeit = 8.000 € / 10.000 € = 0,8.

Der Auftrag ist nicht wirtschaftlich, weil der Wert kleiner als 1 ist.


Typische Prüfungsfrage 5

Was bedeutet Rentabilität?

Antwort anzeigen

Rentabilität beschreibt das Verhältnis von Gewinn zum eingesetzten Kapital. Sie wird meistens in Prozent angegeben.


Typische Prüfungsfrage 6

Ein Unternehmen erzielt 20.000 € Gewinn bei 200.000 € eingesetztem Kapital. Wie hoch ist die Rentabilität?

Antwort anzeigen

Rentabilität = 20.000 € / 200.000 € × 100 = 10 %.


Typische Prüfungsfrage 7

Was ist ein Zielkonflikt?

Antwort anzeigen

Ein Zielkonflikt entsteht, wenn die Erreichung eines Ziels die Erreichung eines anderen Ziels erschwert.


Typische Prüfungsfrage 8

Nenne ein Beispiel für einen Zielkonflikt in der IT.

Antwort anzeigen

Ein Beispiel ist hohe Verfügbarkeit durch redundante Server. Das verbessert die Ausfallsicherheit, erhöht aber Kosten, Energieverbrauch und Wartungsaufwand.


Merksatz

Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

Seite 2.6 Betriebliche und gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, was Arbeitsteilung bedeutet und welche Auswirkungen sie im Betrieb, in der Gesamtwirtschaft und durch Globalisierung hat.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was bedeutet Arbeitsteilung?

Arbeitsteilung bedeutet, dass eine große Aufgabe in mehrere Teilaufgaben zerlegt wird.

Diese Teilaufgaben werden dann von verschiedenen Personen, Abteilungen, Betrieben, Branchen oder Ländern erledigt.

Einfach gesagt:

Nicht jeder macht alles selbst.
Jeder übernimmt einen bestimmten Teil.


Warum gibt es Arbeitsteilung?

Arbeitsteilung soll Arbeit effizienter machen.

Mögliche Vorteile:

Mögliche Nachteile:


Betriebliche Arbeitsteilung

Betriebliche Arbeitsteilung findet innerhalb eines Unternehmens statt.

Ein Unternehmen verteilt Aufgaben auf verschiedene Personen, Teams oder Abteilungen.

Beispiel IT-Systemhaus:

Bereich Aufgabe
Geschäftsführung strategische Entscheidungen treffen
Vertrieb Kunden beraten und Angebote erstellen
Einkauf Hardware, Software und Dienstleistungen beschaffen
Technik Systeme installieren und konfigurieren
Support Störungen aufnehmen und lösen
Buchhaltung Rechnungen, Zahlungen und Kosten verwalten
Datenschutz / IT-Sicherheit Regeln, Schutzmaßnahmen und Kontrollen unterstützen

Beispiel: Arbeitsteilung bei einem Kundenauftrag

Kunde stellt Anfrage
→ Vertrieb klärt Bedarf
→ Technik prüft Machbarkeit
→ Einkauf beschafft Hardware
→ Technik installiert Systeme
→ Support übernimmt Betreuung
→ Buchhaltung stellt Rechnung

Wichtig für die Prüfung:

Betriebliche Arbeitsteilung bedeutet nicht nur, dass Menschen unterschiedliche Aufgaben haben.
Es bedeutet auch, dass Arbeitsabläufe koordiniert werden müssen.


Vorteile betrieblicher Arbeitsteilung


Nachteile betrieblicher Arbeitsteilung


Gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung

Gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung findet zwischen Unternehmen, Branchen, Regionen oder Ländern statt.

Beispiel:

Ein Notebook entsteht nicht komplett in einem einzigen Betrieb.

Beteiligter Aufgabe
Rohstofflieferant liefert Rohstoffe
Bauteilhersteller produziert Chips, Displays oder Akkus
Hersteller baut das Gerät zusammen
Logistikunternehmen transportiert die Geräte
Händler verkauft die Geräte
IT-Dienstleister richtet Geräte beim Kunden ein
Recyclingunternehmen entsorgt oder verwertet Altgeräte

Branchenteilung

Auch Branchen übernehmen unterschiedliche Aufgaben in der Wirtschaft.

Branche Aufgabe
Landwirtschaft Rohstoffe und Lebensmittel erzeugen
Industrie Güter herstellen
Handel Waren verteilen und verkaufen
IT-Dienstleistung digitale Systeme planen, betreuen und absichern
Banken Zahlungsverkehr und Finanzierung ermöglichen
Staat / Verwaltung Regeln setzen und öffentliche Aufgaben erfüllen

Internationale Arbeitsteilung

Internationale Arbeitsteilung bedeutet, dass verschiedene Länder unterschiedliche Aufgaben übernehmen.

Beispiele aus der IT:


Globalisierung

Globalisierung bedeutet, dass Märkte, Unternehmen, Lieferketten, Kommunikation und Arbeitsprozesse weltweit miteinander verbunden sind.

Einfach gesagt:

Wirtschaft findet nicht nur lokal statt, sondern weltweit.


Globalisierung in der IT

Gerade in der IT ist Globalisierung besonders sichtbar.

Beispiele:


Chancen der Globalisierung

Chance Erklärung
größere Absatzmärkte Unternehmen können weltweit Kunden erreichen
günstigere Beschaffung Produkte oder Bauteile können international eingekauft werden
mehr Auswahl Kunden haben Zugriff auf mehr Produkte und Dienstleistungen
internationale Zusammenarbeit Fachwissen aus verschiedenen Ländern kann genutzt werden
Spezialisierung Länder und Unternehmen können sich auf bestimmte Bereiche konzentrieren
Innovation weltweiter Austausch kann neue Lösungen fördern

Risiken der Globalisierung

Risiko Erklärung
Abhängigkeit von Lieferketten Ausfälle in einem Land können weltweit Probleme verursachen
Preisdruck Unternehmen stehen stärker im internationalen Wettbewerb
Arbeitsplatzverlagerung Tätigkeiten können in günstigere Länder verlagert werden
Datenschutzprobleme Daten können über Ländergrenzen hinweg verarbeitet werden
Sicherheitsrisiken Cyberangriffe und Schwachstellen wirken global
unterschiedliche Standards Arbeits-, Umwelt- und Datenschutzstandards unterscheiden sich
Transportbelastung weltweiter Warenverkehr belastet Umwelt und Ressourcen

Beispiel für ein Globalisierungsrisiko

Ein Unternehmen bestellt Netzwerkhardware aus dem Ausland.

Wenn dort Produktionsprobleme, politische Konflikte oder Lieferengpässe entstehen, kann sich das direkt auf den Kundenauftrag auswirken.

Folgen:


Soziale Marktwirtschaft

Die Soziale Marktwirtschaft ist die Wirtschaftsordnung in Deutschland.

Sie verbindet freien Wettbewerb mit sozialem Ausgleich.

Einfach gesagt:

Unternehmen dürfen wirtschaftlich handeln und miteinander konkurrieren.
Der Staat setzt aber Regeln und sorgt für soziale Absicherung.


Wichtige Merkmale der Sozialen Marktwirtschaft

Merkmal Bedeutung
Wettbewerb Unternehmen konkurrieren miteinander
Privateigentum Menschen und Unternehmen dürfen Eigentum besitzen
Vertragsfreiheit Verträge können grundsätzlich frei geschlossen werden
freie Berufswahl Menschen können ihren Beruf grundsätzlich frei wählen
Sozialstaat Absicherung bei Krankheit, Arbeitslosigkeit, Alter und Pflege
staatliche Ordnung Gesetze schützen Arbeitnehmer, Verbraucher und Wettbewerb
Mitbestimmung Arbeitnehmer können über Betriebsrat/JAV beteiligt werden

Möglichkeiten der Sozialen Marktwirtschaft

Die Soziale Marktwirtschaft kann Vorteile bieten:


Grenzen der Sozialen Marktwirtschaft

Die Soziale Marktwirtschaft löst nicht jedes Problem automatisch.

Mögliche Grenzen:


Bezug zur Arbeitsteilung

Arbeitsteilung, Globalisierung und Soziale Marktwirtschaft hängen zusammen.

Beispiel:

Ein IT-Unternehmen nutzt internationale Lieferketten, um günstige Hardware zu beschaffen.

Das kann wirtschaftlich sinnvoll sein.

Gleichzeitig muss das Unternehmen aber beachten:


Typische Prüfungsfrage 1

Was bedeutet betriebliche Arbeitsteilung?

Antwort anzeigen

Betriebliche Arbeitsteilung bedeutet, dass Aufgaben innerhalb eines Unternehmens auf verschiedene Personen, Teams oder Abteilungen verteilt werden.


Typische Prüfungsfrage 2

Nenne zwei Vorteile der Arbeitsteilung.

Antwort anzeigen

Zwei Vorteile sind Spezialisierung und höhere Produktivität. Außerdem können Qualität und Geschwindigkeit steigen.


Typische Prüfungsfrage 3

Nenne zwei Nachteile der Arbeitsteilung.

Antwort anzeigen

Zwei Nachteile sind Abhängigkeit von anderen und Schnittstellenprobleme. Außerdem können Kommunikationsprobleme oder monotone Arbeit entstehen.


Typische Prüfungsfrage 4

Was bedeutet Globalisierung?

Antwort anzeigen

Globalisierung bedeutet, dass Märkte, Unternehmen, Lieferketten, Kommunikation und Arbeitsprozesse weltweit miteinander verbunden sind.


Typische Prüfungsfrage 5

Nenne ein Risiko der Globalisierung für ein IT-Unternehmen.

Antwort anzeigen

Ein Risiko sind Abhängigkeiten von internationalen Lieferketten. Wenn Hardware nicht geliefert wird, können Projekte verzögert werden.


Typische Prüfungsfrage 6

Was ist der Grundgedanke der Sozialen Marktwirtschaft?

Antwort anzeigen

Die Soziale Marktwirtschaft verbindet freien Wettbewerb mit sozialem Ausgleich und staatlichen Regeln.


Typische Prüfungsfrage 7

Nenne zwei Merkmale der Sozialen Marktwirtschaft.

Antwort anzeigen

Zwei Merkmale sind Wettbewerb und Privateigentum. Weitere Merkmale sind Vertragsfreiheit, Sozialstaat, staatliche Ordnung und Mitbestimmung.


Typische Prüfungsfrage 8

Warum muss der Staat in einer Sozialen Marktwirtschaft manchmal eingreifen?

Antwort anzeigen

Der Staat greift ein, um Arbeitnehmer, Verbraucher, Umwelt und Wettbewerb zu schützen, zum Beispiel gegen Kartelle, Monopole oder schlechte Arbeitsbedingungen.


Merksatz

Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

Seite 2.7 Arbeitgeberverbände, Arbeitnehmerverbände und Wirtschaftsorganisationen

Prüfungsziel

Du sollst Ziele und Aufgaben von Arbeitgeberverbänden, Arbeitnehmerverbänden, Gewerkschaften, Wirtschaftsorganisationen, berufsständischen Vertretungen und ehrenamtlicher Mitwirkung erklären können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Warum gibt es Verbände und Organisationen?

In der Wirtschaft haben verschiedene Gruppen unterschiedliche Interessen.

Arbeitgeber möchten zum Beispiel:

Arbeitnehmer möchten zum Beispiel:

Verbände bündeln diese Interessen und vertreten sie gegenüber anderen Gruppen, Politik und Öffentlichkeit.


Arbeitgeberverbände

Arbeitgeberverbände vertreten die Interessen von Arbeitgebern und Unternehmen.

Aufgaben von Arbeitgeberverbänden:

Beispiel:

Ein Arbeitgeberverband verhandelt mit einer Gewerkschaft über Gehälter, Arbeitszeiten oder Ausbildungsvergütungen in einer Branche.


Branchenspezifische Arbeitgeberverbände

Branchenspezifisch bedeutet, dass der Verband für eine bestimmte Branche zuständig ist.

Beispiele:

Warum ist das sinnvoll?

Jede Branche hat eigene Bedingungen.

In der IT sind zum Beispiel wichtig:


Arbeitnehmerverbände

Arbeitnehmerverbände vertreten die Interessen der Arbeitnehmer.

Der wichtigste Typ von Arbeitnehmerverband ist die Gewerkschaft.

Aufgaben von Arbeitnehmerverbänden:


Gewerkschaften

Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer gegenüber Arbeitgebern und Arbeitgeberverbänden.

Typische Ziele von Gewerkschaften:


Branchenspezifische Gewerkschaften

Auch Gewerkschaften können für bestimmte Branchen zuständig sein.

Beispiele:

Wichtig für die Prüfung:

Gewerkschaften vertreten die Arbeitnehmerseite.
Arbeitgeberverbände vertreten die Arbeitgeberseite.


Tarifverhandlungen

Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften können Tarifverträge abschließen.

Tarifvertragsparteien:

Seite Organisation
Arbeitnehmerseite Gewerkschaft
Arbeitgeberseite Arbeitgeberverband oder einzelner Arbeitgeber

Typische Inhalte von Tarifverträgen:


Wirtschaftsorganisationen

Wirtschaftsorganisationen vertreten wirtschaftliche Interessen oder übernehmen Aufgaben der wirtschaftlichen Selbstverwaltung.

Beispiele für Wirtschaftsorganisationen:


Industrie- und Handelskammer

Die IHK ist für viele Ausbildungsberufe die zuständige Stelle, auch für Fachinformatiker.

Aufgaben der IHK im Ausbildungsbereich:

Wichtig:

Die IHK ist keine Gewerkschaft und kein Arbeitgeberverband.
Sie nimmt öffentlich-rechtliche Aufgaben wahr und ist eine Organisation der wirtschaftlichen Selbstverwaltung.


Berufsständische Vertretungen und Organisationen

Berufsständische Organisationen vertreten bestimmte Berufsgruppen oder Berufszweige.

Beispiele:

Aufgaben können sein:


Ehrenamtliche Mitwirkung

Ehrenamtliche Mitwirkung bedeutet, dass Personen Aufgaben übernehmen, ohne dass dies ihre normale Hauptbeschäftigung ist.

Im Prüfungskatalog wird als Beispiel der Prüfungsausschuss genannt.


Prüfungsausschuss

Ein Prüfungsausschuss wirkt an der Durchführung und Bewertung von Prüfungen mit.

Typische Zusammensetzung:

Aufgaben des Prüfungsausschusses:

Warum ist ehrenamtliche Mitwirkung wichtig?

Dadurch fließen verschiedene Perspektiven in Prüfungen ein:


Vergleich der Organisationen

Organisation Vertritt hauptsächlich Typische Aufgabe
Arbeitgeberverband Arbeitgeber Tarifverhandlungen, Beratung von Unternehmen
Gewerkschaft Arbeitnehmer Tarifverhandlungen, Arbeitsbedingungen verbessern
IHK Wirtschaft / Ausbildungssystem Prüfungen organisieren, Ausbildungsverträge eintragen
Berufsverband Berufsgruppe Interessenvertretung und Fortbildung
Prüfungsausschuss Prüfungssystem Prüfungsleistungen bewerten

Typische Prüfungsfrage 1

Wer vertritt Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen?

Antwort anzeigen

Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen.


Typische Prüfungsfrage 2

Wer vertritt Arbeitgeber in Tarifverhandlungen?

Antwort anzeigen

Arbeitgeberverbände oder einzelne Arbeitgeber vertreten die Arbeitgeberseite in Tarifverhandlungen.


Typische Prüfungsfrage 3

Welche Aufgabe hat die IHK in der Berufsausbildung?

Antwort anzeigen

Die IHK trägt Ausbildungsverträge ein, überwacht die Ausbildung, berät Betriebe und Auszubildende und organisiert Prüfungen.


Typische Prüfungsfrage 4

Ist die IHK eine Gewerkschaft?

Antwort anzeigen

Nein. Die IHK ist keine Gewerkschaft. Sie ist eine Organisation der wirtschaftlichen Selbstverwaltung und übernimmt öffentlich-rechtliche Aufgaben, zum Beispiel im Bereich Ausbildung und Prüfung.


Typische Prüfungsfrage 5

Was ist ein Prüfungsausschuss?

Antwort anzeigen

Ein Prüfungsausschuss wirkt an der Durchführung und Bewertung von Prüfungen mit. Er besteht typischerweise aus Vertretern der Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Lehrkräften berufsbildender Schulen.


Typische Prüfungsfrage 6

Was ist der Unterschied zwischen Arbeitgeberverband und Gewerkschaft?

Antwort anzeigen

Ein Arbeitgeberverband vertritt die Interessen der Arbeitgeber. Eine Gewerkschaft vertritt die Interessen der Arbeitnehmer.


Typische Prüfungsfrage 7

Warum gibt es branchenspezifische Verbände?

Antwort anzeigen

Weil jede Branche eigene Bedingungen und Interessen hat. Branchenspezifische Verbände können diese Interessen gezielter vertreten.


Merksatz

Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

Seite 2.8 Behörden und Verwaltungen

Prüfungsziel

Du sollst Ziele und Aufgaben von Behörden und Verwaltungen im Zusammenhang mit Betrieb, Ausbildung, Arbeit und Wirtschaft nennen und unterscheiden können.

Für die Prüfung ist hier vor allem wichtig:


Was ist eine Behörde?

Eine Behörde ist eine staatliche Stelle, die öffentliche Aufgaben erfüllt.

Behörden handeln auf Grundlage von Gesetzen und Vorschriften.

Einfach gesagt:

Eine Behörde setzt staatliche Regeln um.

Beispiele:


Was ist Verwaltung?

Verwaltung bedeutet, dass öffentliche Aufgaben organisiert, geprüft, dokumentiert, genehmigt oder überwacht werden.

Typische Verwaltungsaufgaben:


Unterschied zwischen Behörde und Verwaltung

Begriff Bedeutung
Behörde konkrete staatliche Stelle, zum Beispiel Finanzamt oder Agentur für Arbeit
Verwaltung Tätigkeit oder System zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben

Einfach gesagt:

Die Behörde ist die Stelle.
Verwaltung ist das, was diese Stelle macht.


Warum sind Behörden und Verwaltungen für Betriebe wichtig?

Betriebe haben regelmäßig Kontakt zu Behörden und Verwaltungen.

Beispiele:


Wichtige Behörden und Stellen im Berufsleben

Behörde / Stelle Wichtige Aufgaben
Agentur für Arbeit Berufsberatung, Arbeitsvermittlung, Arbeitslosengeld, Weiterbildung
Finanzamt Steuern, Lohnsteuer, Einkommensteuer, Umsatzsteuer
Gewerbeamt Gewerbeanmeldung und Gewerbeabmeldung
Arbeitsschutzbehörde / Gewerbeaufsicht Überwachung von Arbeitsschutzvorschriften
Berufsgenossenschaft gesetzliche Unfallversicherung, Prävention, Arbeitsunfälle
Krankenkasse Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Sozialversicherungsmeldungen
Rentenversicherung Rente, Rehabilitation, Sozialversicherungsdaten
Datenschutzaufsichtsbehörde Kontrolle der Einhaltung von Datenschutzregeln
IHK Ausbildung, Prüfungen, Beratung, Eintragung von Ausbildungsverträgen
Integrationsamt Unterstützung bei schwerbehinderten Menschen im Arbeitsleben

Agentur für Arbeit

Die Agentur für Arbeit unterstützt Menschen und Betriebe im Bereich Arbeit, Beruf und Beschäftigung.

Aufgaben:

Beispiel:

Ein Auszubildender sucht nach der Ausbildung eine Arbeitsstelle.
Die Agentur für Arbeit kann bei der Vermittlung unterstützen.


Finanzamt

Das Finanzamt ist für Steuern zuständig.

Aufgaben:

Beispiel:

Der Arbeitgeber führt Lohnsteuer für seine Arbeitnehmer an das Finanzamt ab.


Gewerbeamt

Das Gewerbeamt ist für Gewerbeanmeldungen und Gewerbeabmeldungen zuständig.

Aufgaben:

Beispiel:

Wer ein eigenes IT-Dienstleistungsunternehmen gründet, muss in der Regel ein Gewerbe anmelden.


Arbeitsschutzbehörde / Gewerbeaufsicht

Die Arbeitsschutzbehörde überwacht die Einhaltung von Arbeitsschutzvorschriften.

Aufgaben:

Beispiel:

Wenn ein Betrieb dauerhaft gegen Arbeitszeitregeln oder Sicherheitsvorschriften verstößt, kann die Arbeitsschutzbehörde tätig werden.


Berufsgenossenschaft

Die Berufsgenossenschaft ist Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.

Aufgaben:

Beispiel:

Ein Mitarbeiter verletzt sich bei der Arbeit.
Die Berufsgenossenschaft kann für Behandlung, Rehabilitation und Entschädigung zuständig sein.


Krankenkasse

Die Krankenkasse ist Träger der gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung.

Aufgaben:

Beispiel:

Wenn ein Arbeitnehmer krank ist, übernimmt die Krankenkasse bestimmte Leistungen im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung.


Rentenversicherung

Die Rentenversicherung ist für Rentenansprüche und bestimmte Rehabilitationsleistungen zuständig.

Aufgaben:

Beispiel:

Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.


Datenschutzaufsichtsbehörde

Die Datenschutzaufsichtsbehörde kontrolliert die Einhaltung von Datenschutzvorschriften.

Aufgaben:

Beispiel:

Ein Unternehmen verarbeitet personenbezogene Daten ohne rechtliche Grundlage.
Dann kann die Datenschutzaufsichtsbehörde tätig werden.


IHK

Die Industrie- und Handelskammer ist für viele Ausbildungsberufe die zuständige Stelle, auch für Fachinformatiker.

Aufgaben im Ausbildungsbereich:

Wichtig:

Die IHK ist keine Gewerkschaft und kein Arbeitgeberverband.
Sie übernimmt öffentlich-rechtliche Aufgaben der wirtschaftlichen Selbstverwaltung.


Integrationsamt

Das Integrationsamt unterstützt schwerbehinderte Menschen im Arbeitsleben.

Aufgaben:

Beispiel:

Ein Arbeitsplatz wird technisch angepasst, damit ein schwerbehinderter Mitarbeiter dort arbeiten kann.


Behörden im Zusammenhang mit Ausbildung

Stelle Bedeutung für Ausbildung
IHK zuständige Stelle für Ausbildungsvertrag und Prüfung
Berufsschule / Schulverwaltung schulischer Teil der Ausbildung
Agentur für Arbeit Berufsberatung und Vermittlung
Arbeitsschutzbehörde Überwachung von Schutzvorschriften
Berufsgenossenschaft Unfallversicherung und Prävention

Behörden im Zusammenhang mit Arbeit

Stelle Bedeutung für Arbeitnehmer
Finanzamt Lohnsteuer und Steuererklärung
Krankenkasse Kranken- und Pflegeversicherung
Rentenversicherung Rentenansprüche
Agentur für Arbeit Arbeitslosengeld und Vermittlung
Berufsgenossenschaft Arbeitsunfall und Berufskrankheit
Arbeitsschutzbehörde Schutz am Arbeitsplatz

Typische Prüfungsfrage 1

Was ist eine Behörde?

Antwort anzeigen

Eine Behörde ist eine staatliche Stelle, die öffentliche Aufgaben erfüllt und gesetzliche Vorschriften umsetzt.


Typische Prüfungsfrage 2

Was ist der Unterschied zwischen Behörde und Verwaltung?

Antwort anzeigen

Die Behörde ist die konkrete staatliche Stelle. Verwaltung beschreibt die Tätigkeit oder das System zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben.


Typische Prüfungsfrage 3

Welche Stelle ist für die gesetzliche Unfallversicherung zuständig?

Antwort anzeigen

Die Berufsgenossenschaft ist Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.


Typische Prüfungsfrage 4

Welche Behörde ist für Steuern zuständig?

Antwort anzeigen

Das Finanzamt ist für Steuern zuständig.


Typische Prüfungsfrage 5

Welche Stelle organisiert die Abschlussprüfung für Fachinformatiker?

Antwort anzeigen

Die IHK organisiert die Abschlussprüfung beziehungsweise ist die zuständige Stelle für die Prüfung.


Typische Prüfungsfrage 6

Welche Stelle hilft bei Arbeitsvermittlung und Arbeitslosengeld?

Antwort anzeigen

Die Agentur für Arbeit.


Typische Prüfungsfrage 7

Welche Stelle überwacht Arbeitsschutzvorschriften?

Antwort anzeigen

Die Arbeitsschutzbehörde beziehungsweise Gewerbeaufsicht überwacht Arbeitsschutzvorschriften.


Typische Prüfungsfrage 8

Welche Stelle kontrolliert die Einhaltung von Datenschutzvorschriften?

Antwort anzeigen

Die Datenschutzaufsichtsbehörde.


Merksatz

Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

Seite 2.9 Betriebsrat, JAV, Personalvertretung und Betriebsvereinbarungen

Prüfungsziel

Du sollst Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungsrechtlichen oder personalvertretungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes beschreiben können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Grundsatz der vertrauensvollen Zusammenarbeit

Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretung sollen zum Wohl der Arbeitnehmer und des Betriebs zusammenarbeiten.

Einfach gesagt:

Arbeitgeber und Betriebsrat sollen nicht gegeneinander arbeiten, sondern sachlich zusammen Lösungen finden.

Ziele der vertrauensvollen Zusammenarbeit:

Beispiel:

Der Arbeitgeber möchte ein neues Zeiterfassungssystem einführen.

Der Betriebsrat achtet darauf, dass dabei Arbeitnehmerrechte, Datenschutz und Mitbestimmungsrechte eingehalten werden.


Betriebsverfassungsgesetz

Das Betriebsverfassungsgesetz regelt die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat in privaten Betrieben.

Es enthält wichtige Regeln zu:

Wichtig für die Prüfung:

Das Betriebsverfassungsgesetz gilt im Bereich privater Betriebe.

Für den öffentlichen Dienst gibt es dagegen Personalvertretungen auf Grundlage der Personalvertretungsgesetze.


Betriebsrat

Der Betriebsrat ist die gewählte Interessenvertretung der Arbeitnehmer in einem Betrieb.

Aufgaben des Betriebsrats:


Wann kann ein Betriebsrat gewählt werden?

Ein Betriebsrat kann in Betrieben mit mindestens fünf wahlberechtigten Arbeitnehmern gewählt werden, von denen mindestens drei wählbar sind.

Wichtig:

Ein Betriebsrat muss nicht automatisch bestehen.
Er wird von den Arbeitnehmern gewählt.


Wahlberechtigte Arbeitnehmer

Wahlberechtigt sind grundsätzlich Arbeitnehmer des Betriebs, die das notwendige Mindestalter erreicht haben.

Einfach gesagt:

Wahlberechtigt bedeutet: Man darf den Betriebsrat wählen.


Wählbare Arbeitnehmer

Wählbar bedeutet: Man darf selbst in den Betriebsrat gewählt werden.

Dafür müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, zum Beispiel eine bestimmte Betriebszugehörigkeit.


Betriebsversammlung

Die Betriebsversammlung ist eine Versammlung der Arbeitnehmer eines Betriebs.

Dort informiert der Betriebsrat die Belegschaft und nimmt Anliegen der Beschäftigten auf.

Typische Inhalte:


Informationsrechte

Informationsrechte bedeuten, dass der Arbeitgeber den Betriebsrat über bestimmte Themen informieren muss.

Beispiele:

Einfach gesagt:

Der Betriebsrat muss bestimmte Informationen erhalten, damit er seine Aufgaben erfüllen kann.


Beratungsrechte

Beratungsrechte bedeuten, dass der Arbeitgeber bestimmte Themen mit dem Betriebsrat besprechen muss.

Der Betriebsrat kann Vorschläge machen und Bedenken äußern.

Beispiele:

Wichtig:

Beratung bedeutet nicht immer, dass der Betriebsrat die Entscheidung verhindern kann.
Er muss aber beteiligt werden.


Mitbestimmungsrechte

Mitbestimmungsrechte bedeuten, dass der Arbeitgeber bestimmte Entscheidungen nicht allein treffen darf.

Der Betriebsrat muss zustimmen oder es muss eine Einigung gefunden werden.

Typische Bereiche der Mitbestimmung:

Beispiel aus der IT:

Ein Unternehmen möchte eine Software einführen, die Arbeitszeiten, Login-Zeiten oder Arbeitsleistung überwachen kann.

Das kann mitbestimmungspflichtig sein, weil Verhalten oder Leistung von Arbeitnehmern überwacht werden könnten.


Unterschied zwischen Informations-, Beratungs- und Mitbestimmungsrechten

Recht Bedeutung Stärke der Beteiligung
Informationsrecht Betriebsrat muss informiert werden gering
Beratungsrecht Thema muss mit Betriebsrat besprochen werden mittel
Mitbestimmungsrecht Betriebsrat muss zustimmen oder mitentscheiden stark

Jugend- und Auszubildendenvertretung

JAV bedeutet Jugend- und Auszubildendenvertretung.

Sie vertritt die Interessen von:

Wichtig:

Eine JAV gibt es nur, wenn ein Betriebsrat besteht und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.


Aufgaben der JAV

Die JAV arbeitet eng mit dem Betriebsrat zusammen.

Typische Aufgaben:


Beispiel für JAV-Arbeit

Mehrere Auszubildende beschweren sich, dass sie dauerhaft ausbildungsfremde Aufgaben machen müssen.

Die JAV kann das Thema aufnehmen und zusammen mit dem Betriebsrat gegenüber dem Arbeitgeber ansprechen.


Betriebsvereinbarung

Eine Betriebsvereinbarung ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat.

Sie regelt betriebliche Themen verbindlich.

Beispiele für Betriebsvereinbarungen:


Wichtig zur Betriebsvereinbarung

Eine Betriebsvereinbarung gilt grundsätzlich für die Arbeitnehmer des Betriebs.

Sie darf gesetzlichen Regelungen und Tarifverträgen nicht widersprechen.

Einfach gesagt:

Gesetz und Tarifvertrag stehen über der Betriebsvereinbarung.


Rangfolge von Regelungen

Gesetz
→ Tarifvertrag
→ Betriebsvereinbarung
→ Arbeitsvertrag
→ Weisung des Arbeitgebers

Wichtig:

Die Rangfolge kann im Detail kompliziert sein. Für WISO reicht meistens: Eine Betriebsvereinbarung darf nicht gegen höherrangiges Recht verstoßen.


Personalvertretung

Im öffentlichen Dienst gibt es statt eines Betriebsrats häufig einen Personalrat.

Der Personalrat ist die Interessenvertretung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

Grundlage:


Unterschied Betriebsrat und Personalrat

Bereich Interessenvertretung Gesetzliche Grundlage
private Betriebe Betriebsrat Betriebsverfassungsgesetz
öffentlicher Dienst Personalrat Personalvertretungsgesetze
Jugendliche und Auszubildende JAV Betriebsverfassungsgesetz bzw. entsprechende Personalvertretungsregelungen

Typische Prüfungsfrage 1

Was ist der Betriebsrat?

Antwort anzeigen

Der Betriebsrat ist die gewählte Interessenvertretung der Arbeitnehmer in einem Betrieb.


Typische Prüfungsfrage 2

Was bedeutet vertrauensvolle Zusammenarbeit?

Antwort anzeigen

Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretung sollen sachlich und zum Wohl der Arbeitnehmer und des Betriebs zusammenarbeiten.


Typische Prüfungsfrage 3

Was ist eine Betriebsvereinbarung?

Antwort anzeigen

Eine Betriebsvereinbarung ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat, die betriebliche Regelungen verbindlich festlegt.


Typische Prüfungsfrage 4

Was ist der Unterschied zwischen Informationsrecht und Mitbestimmungsrecht?

Antwort anzeigen

Beim Informationsrecht muss der Betriebsrat informiert werden. Beim Mitbestimmungsrecht darf der Arbeitgeber bestimmte Entscheidungen nicht allein treffen, sondern der Betriebsrat muss mitentscheiden oder zustimmen.


Typische Prüfungsfrage 5

Wen vertritt die JAV?

Antwort anzeigen

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung vertritt insbesondere Auszubildende und jugendliche Arbeitnehmer im Betrieb.


Typische Prüfungsfrage 6

Kann es eine JAV ohne Betriebsrat geben?

Antwort anzeigen

Nein, eine JAV setzt grundsätzlich voraus, dass es einen Betriebsrat gibt.


Typische Prüfungsfrage 7

Was ist der Personalrat?

Antwort anzeigen

Der Personalrat ist die Interessenvertretung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst.


Typische Prüfungsfrage 8

Welche gesetzliche Grundlage hat der Betriebsrat?

Antwort anzeigen

Die gesetzliche Grundlage ist das Betriebsverfassungsgesetz.


Typische Prüfungsfrage 9

Nenne ein Beispiel für ein Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats.

Antwort anzeigen

Ein Beispiel ist die Mitbestimmung bei Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit, bei Pausenregelungen oder bei technischen Einrichtungen, die Verhalten oder Leistung von Arbeitnehmern überwachen können.


Merksatz

Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

Kompakte Wiederholung und Prüfungsfragen zu Kapitel 2

Hinweis

Diese Seite ist kein eigener Fragenkomplex im IHK-Prüfungskatalog.

Sie dient nur zum Wiederholen, Üben und Festigen der Inhalte aus Kapitel 2.

Kapitel 2 behandelt den Bereich:

Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes


Kompakte Wiederholung


1. Der Betrieb

Ein Betrieb ist eine organisatorische Einheit, in der Güter hergestellt oder Dienstleistungen erbracht werden.

Ein Unternehmen kann aus einem oder mehreren Betrieben bestehen.

Wichtig:

Wirtschaftssektoren

Sektor Bedeutung Beispiel
Primärer Sektor Rohstoffgewinnung Landwirtschaft, Fischerei, Bergbau
Sekundärer Sektor Verarbeitung und Produktion Industrie, Handwerk, Bau
Tertiärer Sektor Dienstleistungen IT-Service, Handel, Banken, Verwaltung

Merksatz

IT-Dienstleister gehören meistens zum tertiären Sektor, weil sie Dienstleistungen anbieten.


2. Rechtsformen

Die Rechtsform legt fest, wie ein Unternehmen rechtlich organisiert ist.

Sie beeinflusst zum Beispiel:

Wichtige Rechtsformen

Rechtsform Art Wichtiger Prüfungspunkt
Einzelunternehmen Einzelbetrieb Inhaber haftet persönlich
GbR Personengesellschaft mindestens zwei Personen, gemeinsamer Zweck
OHG Personengesellschaft Gesellschafter haften persönlich und unbeschränkt
KG Personengesellschaft Komplementär haftet voll, Kommanditist beschränkt
GmbH & Co. KG Mischform KG mit GmbH als haftendem Komplementär
GmbH Kapitalgesellschaft Haftung grundsätzlich mit Gesellschaftsvermögen
AG Kapitalgesellschaft Kapital in Aktien zerlegt
gemeinnützige Organisation nicht primär gewinnorientiert gemeinnütziger Zweck

Merksatz

Personengesellschaften sind stärker mit den Personen verbunden.
Kapitalgesellschaften haften grundsätzlich mit dem Gesellschaftsvermögen.


3. Unternehmensstruktur und Organisationsformen

Die Unternehmensstruktur beschreibt, wie Aufgaben, Abteilungen, Zuständigkeiten und Weisungswege aufgebaut sind.

Aufbauorganisation und Ablauforganisation

Begriff Bedeutung
Aufbauorganisation Wer ist wofür zuständig?
Ablauforganisation In welcher Reihenfolge laufen Aufgaben ab?

Organisationsformen

Organisationsform Kerngedanke
Einliniensystem jeder Mitarbeiter hat einen direkten Vorgesetzten
Mehrliniensystem Mitarbeiter können mehrere Vorgesetzte haben
Stabliniensystem Linie plus beratende Expertenstellen
Spartenorganisation Gliederung nach Produkten, Kunden oder Regionen
Matrixorganisation Kombination aus Fachabteilung und Projektstruktur

Merksatz

Einliniensystem = klare Linie.
Mehrliniensystem = mehrere Vorgesetzte.
Stabliniensystem = Linie plus Beratung.
Matrixorganisation = Fachabteilung plus Projekt.


4. Wirtschaftliche Verflechtungen

Wirtschaftliche Verflechtungen entstehen, wenn Unternehmen miteinander verbunden sind, zusammenarbeiten oder sich zusammenschließen.

Wichtige Begriffe

Begriff Bedeutung
Konzern mehrere rechtlich selbstständige Unternehmen unter gemeinsamer Leitung
Fusion Unternehmen schließen sich zusammen
Kartell Unternehmen treffen Wettbewerbsabsprachen

Merksatz

Konzern = gemeinsame Leitung.
Fusion = Zusammenschluss.
Kartell = Wettbewerbsabsprache.


5. Ziele von Betrieben und Unternehmen

Unternehmen verfolgen verschiedene Ziele.

Zielarten

Zielart Beispiel
ökonomische Ziele Gewinn erhöhen, Kosten senken
ökologische Ziele Energie sparen, Ressourcen schonen
soziale Ziele gute Arbeitsbedingungen, Ausbildung fördern

Wichtige Kennzahlen

Begriff Formel Bedeutung
Produktivität Ausbringungsmenge / Einsatzmenge Mengenverhältnis
Wirtschaftlichkeit Ertrag / Aufwand finanzielles Verhältnis
Rentabilität Gewinn / eingesetztes Kapital × 100 Kapitalverzinsung in Prozent

Zielkonflikt

Ein Zielkonflikt entsteht, wenn die Erreichung eines Ziels die Erreichung eines anderen Ziels erschwert.

Beispiel:

Ein Unternehmen möchte Kosten senken und gleichzeitig die Servicequalität erhöhen.
Das kann ein Zielkonflikt sein, weil bessere Qualität oft mehr Zeit, Personal oder Technik benötigt.

Merksatz

Produktivität = Menge.
Wirtschaftlichkeit = Ertrag zu Aufwand.
Rentabilität = Gewinn zu Kapital.


6. Betriebliche und gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung

Arbeitsteilung bedeutet, dass eine Gesamtaufgabe in Teilaufgaben zerlegt wird.

Arten der Arbeitsteilung

Art Bedeutung
betriebliche Arbeitsteilung Aufgaben werden innerhalb eines Betriebs verteilt
gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung Aufgaben werden zwischen Unternehmen, Branchen oder Ländern verteilt
internationale Arbeitsteilung Länder übernehmen unterschiedliche wirtschaftliche Aufgaben

Vorteile der Arbeitsteilung

Nachteile der Arbeitsteilung

Globalisierung

Globalisierung bedeutet, dass Märkte, Unternehmen, Lieferketten, Kommunikation und Arbeitsprozesse weltweit miteinander verbunden sind.

Soziale Marktwirtschaft

Die Soziale Marktwirtschaft verbindet freien Wettbewerb mit sozialem Ausgleich und staatlichen Regeln.

Merksatz

Arbeitsteilung teilt Aufgaben.
Globalisierung verbindet Märkte weltweit.
Soziale Marktwirtschaft verbindet Wettbewerb mit sozialer Absicherung.


7. Arbeitgeberverbände, Arbeitnehmerverbände und Wirtschaftsorganisationen

Verbände und Organisationen vertreten Interessen.

Organisation Vertritt hauptsächlich Typische Aufgabe
Arbeitgeberverband Arbeitgeber Tarifverhandlungen, Beratung von Unternehmen
Gewerkschaft Arbeitnehmer Tarifverhandlungen, Arbeitsbedingungen verbessern
IHK Wirtschaft / Ausbildungssystem Prüfungen organisieren, Ausbildungsverträge eintragen
Berufsverband Berufsgruppe Interessenvertretung und Fortbildung
Prüfungsausschuss Prüfungssystem Prüfungsleistungen bewerten

Merksatz

Arbeitgeberverbände vertreten Arbeitgeber.
Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer.
Die IHK ist wichtig für Ausbildung und Prüfung.


8. Behörden und Verwaltungen

Behörden sind staatliche Stellen, die öffentliche Aufgaben erfüllen.

Verwaltung beschreibt die Tätigkeit zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben.

Wichtige Stellen

Stelle Aufgabe
Finanzamt Steuern
Agentur für Arbeit Arbeitsvermittlung, Arbeitslosengeld, Berufsberatung
Berufsgenossenschaft gesetzliche Unfallversicherung
Arbeitsschutzbehörde / Gewerbeaufsicht Arbeitsschutz überwachen
Krankenkasse Kranken- und Pflegeversicherung
Rentenversicherung Rentenansprüche und Rehabilitation
Datenschutzaufsichtsbehörde Datenschutz überwachen
IHK Ausbildung und Prüfung
Gewerbeamt Gewerbeanmeldung

Merksatz

Behörde = staatliche Stelle.
Verwaltung = öffentliche Aufgaben erledigen.


9. Betriebsrat, JAV, Personalvertretung und Betriebsvereinbarungen

Betriebsrat

Der Betriebsrat ist die Interessenvertretung der Arbeitnehmer in privaten Betrieben.

JAV

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung vertritt Jugendliche und Auszubildende.

Personalrat

Der Personalrat ist die Interessenvertretung im öffentlichen Dienst.

Betriebsvereinbarung

Eine Betriebsvereinbarung ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat.

Beteiligungsrechte

Recht Bedeutung
Informationsrecht Betriebsrat muss informiert werden
Beratungsrecht Betriebsrat muss einbezogen und angehört werden
Mitbestimmungsrecht Betriebsrat entscheidet mit

Merksatz

Betriebsrat = Arbeitnehmervertretung im privaten Betrieb.
JAV = Interessenvertretung der Jugendlichen und Auszubildenden.
Personalrat = Interessenvertretung im öffentlichen Dienst.


Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

Prüfungsfragen zu Kapitel 2

Prüfungsfragen zu Kapitel 2


1. Was ist der Unterschied zwischen Betrieb und Unternehmen?

Antwort anzeigen

Das Unternehmen ist die rechtliche und wirtschaftliche Einheit. Der Betrieb ist die organisatorische Einheit oder der Ort, an dem Güter hergestellt oder Dienstleistungen erbracht werden.


2. Zu welchem Wirtschaftssektor gehören IT-Dienstleister meistens?

Antwort anzeigen

Meistens zum tertiären Sektor, weil sie Dienstleistungen anbieten.


3. Was ist eine Rechtsform?

Antwort anzeigen

Die Rechtsform legt fest, wie ein Unternehmen rechtlich organisiert ist. Sie beeinflusst zum Beispiel Haftung, Geschäftsführung, Kapitalbedarf und Gründung.


4. Welche Rechtsform haftet grundsätzlich mit dem Gesellschaftsvermögen?

Antwort anzeigen

Zum Beispiel die GmbH oder die AG.


5. Was ist der Unterschied zwischen OHG und KG?

Antwort anzeigen

Bei der OHG haften die Gesellschafter grundsätzlich persönlich und unbeschränkt.

Bei der KG gibt es Komplementäre und Kommanditisten. Komplementäre haften persönlich und unbeschränkt. Kommanditisten haften beschränkt auf ihre Einlage.


6. Was ist eine GmbH & Co. KG?

Antwort anzeigen

Eine GmbH & Co. KG ist eine KG, bei der eine GmbH die Rolle des persönlich haftenden Komplementärs übernimmt.


7. Was beschreibt die Aufbauorganisation?

Antwort anzeigen

Die Aufbauorganisation beschreibt die Struktur eines Unternehmens, also Zuständigkeiten, Abteilungen und Weisungswege.


8. Was beschreibt die Ablauforganisation?

Antwort anzeigen

Die Ablauforganisation beschreibt die Reihenfolge und den Ablauf von Arbeitsprozessen.


9. Welche Organisationsform hat klare Weisungswege, aber oft lange Entscheidungswege?

Antwort anzeigen

Das Einliniensystem.


10. Was ist ein Mehrliniensystem?

Antwort anzeigen

Beim Mehrliniensystem kann ein Mitarbeiter Anweisungen von mehreren Vorgesetzten erhalten.


11. Was ist ein Stabliniensystem?

Antwort anzeigen

Ein Stabliniensystem ist ein Liniensystem mit zusätzlichen beratenden Stabsstellen, zum Beispiel Datenschutzbeauftragter oder Qualitätsmanagement.


12. Was ist eine Matrixorganisation?

Antwort anzeigen

Eine Matrixorganisation kombiniert zwei Gliederungsrichtungen, zum Beispiel Fachabteilung und Projektstruktur.


13. Was ist ein Konzern?

Antwort anzeigen

Ein Konzern besteht aus mehreren rechtlich selbstständigen Unternehmen, die unter gemeinsamer wirtschaftlicher Leitung stehen.


14. Was ist eine Fusion?

Antwort anzeigen

Eine Fusion ist der Zusammenschluss von zwei oder mehreren Unternehmen.


15. Was ist ein Kartell?

Antwort anzeigen

Ein Kartell ist eine Absprache zwischen rechtlich selbstständigen Unternehmen, die den Wettbewerb einschränken kann.


16. Warum sind Kartelle problematisch?

Antwort anzeigen

Kartelle können den Wettbewerb einschränken. Dadurch können Preise steigen, Auswahl und Qualität sinken und Innovationen behindert werden.


17. Was bedeutet Produktivität?

Antwort anzeigen

Produktivität beschreibt das Verhältnis von Ausbringungsmenge zu Einsatzmenge.


18. Wie lautet die Formel für Produktivität?

Antwort anzeigen

Produktivität = Ausbringungsmenge / Einsatzmenge


19. Was bedeutet Wirtschaftlichkeit?

Antwort anzeigen

Wirtschaftlichkeit beschreibt das Verhältnis von Ertrag zu Aufwand.


20. Wann ist ein Auftrag wirtschaftlich?

Antwort anzeigen

Ein Auftrag ist wirtschaftlich, wenn der Ertrag größer ist als der Aufwand. Der Wert der Wirtschaftlichkeit ist dann größer als 1.


21. Was bedeutet Rentabilität?

Antwort anzeigen

Rentabilität beschreibt das Verhältnis von Gewinn zum eingesetzten Kapital. Sie wird meistens in Prozent angegeben.


22. Was ist ein Zielkonflikt?

Antwort anzeigen

Ein Zielkonflikt entsteht, wenn die Erreichung eines Ziels die Erreichung eines anderen Ziels erschwert.


23. Nenne ein Beispiel für einen Zielkonflikt in der IT.

Antwort anzeigen

Ein Beispiel ist hohe Verfügbarkeit durch redundante Server. Das verbessert die Ausfallsicherheit, erhöht aber Kosten, Stromverbrauch und Wartungsaufwand.


24. Was bedeutet betriebliche Arbeitsteilung?

Antwort anzeigen

Betriebliche Arbeitsteilung bedeutet, dass Aufgaben innerhalb eines Unternehmens auf verschiedene Personen, Teams oder Abteilungen verteilt werden.


25. Nenne zwei Vorteile der Arbeitsteilung.

Antwort anzeigen

Zwei Vorteile sind Spezialisierung und höhere Produktivität. Außerdem können Qualität und Geschwindigkeit steigen.


26. Nenne zwei Nachteile der Arbeitsteilung.

Antwort anzeigen

Zwei Nachteile sind Abhängigkeit von anderen und Schnittstellenprobleme. Außerdem können Kommunikationsprobleme oder monotone Arbeit entstehen.


27. Was bedeutet Globalisierung?

Antwort anzeigen

Globalisierung bedeutet, dass Märkte, Unternehmen, Lieferketten, Kommunikation und Arbeitsprozesse weltweit miteinander verbunden sind.


28. Was ist der Grundgedanke der Sozialen Marktwirtschaft?

Antwort anzeigen

Die Soziale Marktwirtschaft verbindet freien Wettbewerb mit sozialem Ausgleich und staatlichen Regeln.


29. Wer vertritt Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen?

Antwort anzeigen

Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen.


30. Wer vertritt Arbeitgeber in Tarifverhandlungen?

Antwort anzeigen

Arbeitgeberverbände oder einzelne Arbeitgeber vertreten die Arbeitgeberseite.


31. Welche Aufgabe hat die IHK in der Berufsausbildung?

Antwort anzeigen

Die IHK trägt Ausbildungsverträge ein, überwacht die Ausbildung, berät Betriebe und Auszubildende und organisiert Prüfungen.


32. Welche Stelle ist für die gesetzliche Unfallversicherung zuständig?

Antwort anzeigen

Die Berufsgenossenschaft.


33. Welche Behörde ist für Steuern zuständig?

Antwort anzeigen

Das Finanzamt.


34. Was ist der Betriebsrat?

Antwort anzeigen

Der Betriebsrat ist die gewählte Interessenvertretung der Arbeitnehmer in einem privaten Betrieb.


35. Was ist die JAV?

Antwort anzeigen

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung vertritt Jugendliche und Auszubildende im Betrieb.


36. Was ist eine Betriebsvereinbarung?

Antwort anzeigen

Eine Betriebsvereinbarung ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat, die betriebliche Regelungen verbindlich festlegt.


37. Was ist der Unterschied zwischen Informationsrecht und Mitbestimmungsrecht?

Antwort anzeigen

Beim Informationsrecht muss der Betriebsrat informiert werden.

Beim Mitbestimmungsrecht darf der Arbeitgeber bestimmte Entscheidungen nicht allein treffen, sondern der Betriebsrat muss mitentscheiden oder zustimmen.


38. Was ist der Personalrat?

Antwort anzeigen

Der Personalrat ist die Interessenvertretung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst.


39. Welche gesetzliche Grundlage hat der Betriebsrat?

Antwort anzeigen

Die gesetzliche Grundlage ist das Betriebsverfassungsgesetz.


40. Welche gesetzliche Grundlage hat die Personalvertretung?

Antwort anzeigen

Die Personalvertretung beruht auf den Personalvertretungsgesetzen, zum Beispiel Bundespersonalvertretungsgesetz oder Landespersonalvertretungsgesetze.


Kurztest ohne Hilfe

Beantworte diese Fragen ohne nachzuschauen:


Merksätze für Kapitel 2

Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

Seite 3.1 Gesundheits- und Arbeitsschutzvorschriften

Prüfungsziel

Du sollst wichtige Gesundheits- und Arbeitsschutzvorschriften kennen und erklären können, warum sie im Betrieb wichtig sind.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Warum gibt es Arbeitsschutzvorschriften?

Arbeitsschutzvorschriften sollen verhindern, dass Beschäftigte durch ihre Arbeit krank werden, verletzt werden oder langfristige gesundheitliche Schäden bekommen.

Einfach gesagt:

Arbeit darf Menschen nicht unnötig gefährden.

Arbeitsschutz betrifft zum Beispiel:


Grundidee des Arbeitsschutzes

Der Arbeitgeber muss Arbeit so organisieren, dass Gefährdungen möglichst vermieden oder reduziert werden.

Das bedeutet:


Arbeitsschutzgesetz

Das Arbeitsschutzgesetz ist eine zentrale Grundlage für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit.

Wichtig für die Prüfung:

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet den Arbeitgeber, erforderliche Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu treffen.

Dazu gehört insbesondere:

Beispiel aus der IT:

Ein Unternehmen richtet neue Arbeitsplätze ein.

Dabei muss es zum Beispiel beachten:


Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung ist ein wichtiges Werkzeug im Arbeitsschutz.

Dabei wird geprüft, welche Gefährdungen bei einer Tätigkeit entstehen können.

Ablauf vereinfacht:

Arbeitsplatz betrachten
→ Gefährdungen erkennen
→ Risiko bewerten
→ Schutzmaßnahmen festlegen
→ Maßnahmen umsetzen
→ Wirksamkeit prüfen
→ Dokumentation

Beispiele für Gefährdungen im IT-Bereich:


Arbeitssicherheitsgesetz

Das Arbeitssicherheitsgesetz regelt unter anderem, dass Betriebe Unterstützung durch Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte erhalten.

Ziel:

Der Arbeitgeber soll fachkundig beraten werden, damit Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren vermieden werden.

Wichtige Beteiligte:

Person / Stelle Aufgabe
Fachkraft für Arbeitssicherheit berät zu technischen und organisatorischen Arbeitsschutzmaßnahmen
Betriebsarzt berät zu medizinischen und gesundheitlichen Fragen
Sicherheitsbeauftragte unterstützen im Betrieb beim Erkennen von Gefahren

Wichtig:

Die Verantwortung für Arbeitsschutz bleibt beim Arbeitgeber.
Fachkräfte und Betriebsärzte beraten und unterstützen.


Arbeitszeitgesetz

Das Arbeitszeitgesetz schützt Beschäftigte vor zu langen Arbeitszeiten und zu geringer Erholung.

Wichtige Grundregeln für erwachsene Arbeitnehmer:

Thema Regel
tägliche Arbeitszeit grundsätzlich höchstens 8 Stunden pro Werktag
Verlängerung bis 10 Stunden möglich, wenn Ausgleich erfolgt
Pause bei mehr als 6 Stunden Arbeit mindestens 30 Minuten
Pause bei mehr als 9 Stunden Arbeit mindestens 45 Minuten
Ruhezeit grundsätzlich 11 Stunden zwischen zwei Arbeitstagen

Beispiel:

Ein Mitarbeiter arbeitet 8,5 Stunden.

Dann muss mindestens eine Pause von 30 Minuten eingeplant werden, weil die Arbeitszeit mehr als 6 Stunden beträgt.


Betriebssicherheitsverordnung

Die Betriebssicherheitsverordnung betrifft die sichere Verwendung von Arbeitsmitteln.

Arbeitsmittel können sein:

Ziel:

Arbeitsmittel sollen sicher verwendet werden können und keine unnötige Gefahr darstellen.

Beispiel aus der IT:

Ein defektes Netzteil oder beschädigtes Stromkabel darf nicht weiterverwendet werden.


Arbeitsstättenverordnung

Die Arbeitsstättenverordnung regelt Anforderungen an Arbeitsstätten.

Dazu gehören zum Beispiel:

Beispiel:

Ein Büroarbeitsplatz muss so eingerichtet sein, dass Beschäftigte dort sicher und gesundheitsschonend arbeiten können.


Unfallverhütungsvorschriften

Unfallverhütungsvorschriften enthalten Regeln zur Vermeidung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten.

Sie werden besonders durch die gesetzliche Unfallversicherung beziehungsweise Berufsgenossenschaften geprägt.

Beispiele:

Wichtig für die Prüfung:

Unfallverhütung bedeutet nicht erst reagieren, wenn etwas passiert, sondern Gefahren vorher vermeiden.


Arbeitsplatzergonomie

Ergonomie bedeutet, dass der Arbeitsplatz an den Menschen angepasst wird.

Ziel:

Die Arbeit soll möglichst gesundheitsschonend, sicher und leistungsfähig gestaltet werden.

Ergonomische Faktoren am IT-Arbeitsplatz:

Bereich Beispiele
Monitor richtige Höhe, Abstand, Blickwinkel
Stuhl einstellbare Sitzhöhe, Rückenlehne
Tisch passende Höhe, genügend Arbeitsfläche
Tastatur und Maus entspannte Handhaltung
Beleuchtung blendfrei, ausreichend hell
Raum gute Lüftung, angenehme Temperatur
Arbeitsorganisation Pausen, Wechsel der Tätigkeit

Bildschirmarbeitsplatz

Ein Bildschirmarbeitsplatz ist ein Arbeitsplatz, an dem regelmäßig mit Bildschirmgeräten gearbeitet wird.

Wichtige Anforderungen:

Beispiel für eine gute Monitorposition:

Augenhöhe
   │
   ▼
Oberkante des Monitors etwa auf Augenhöhe
Monitor mit ausreichendem Abstand
Tastatur und Maus nah am Körper
Rücken gerade und unterstützt
Füße stehen stabil auf dem Boden

Aufsichtsbehörde für Arbeitsschutz / Gewerbeaufsicht

Die Aufsichtsbehörde für Arbeitsschutz überwacht, ob Arbeitsschutzvorschriften eingehalten werden.

Je nach Bundesland wird sie oft auch Gewerbeaufsicht oder Arbeitsschutzbehörde genannt.

Aufgaben:

Beispiel:

Wenn ein Betrieb dauerhaft gegen Arbeitszeitvorschriften verstößt, kann die Arbeitsschutzbehörde tätig werden.


Jugendarbeitsschutzgesetz

Das Jugendarbeitsschutzgesetz schützt Jugendliche in der Arbeitswelt.

Es gilt für Beschäftigte, die noch nicht 18 Jahre alt sind.

Ziel:

Jugendliche sollen vor Überforderung, gesundheitlichen Gefahren und ungeeigneten Tätigkeiten geschützt werden.

Wichtige Inhalte:

Wichtig für die Prüfung:

Jugendliche dürfen nicht genauso eingesetzt werden wie erwachsene Arbeitnehmer.
Für sie gelten strengere Schutzvorschriften.


Warum ist Arbeitsschutz auch für Fachinformatiker wichtig?

Auch wenn Fachinformatiker meistens nicht an schweren Maschinen arbeiten, gibt es trotzdem Gefährdungen.

Typische Beispiele:


Typische Prüfungsfrage 1

Wozu dient das Arbeitsschutzgesetz?

Antwort anzeigen

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet den Arbeitgeber, Maßnahmen zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu treffen. Dazu gehören zum Beispiel Gefährdungsbeurteilung, Schutzmaßnahmen und Unterweisungen.


Typische Prüfungsfrage 2

Was ist eine Gefährdungsbeurteilung?

Antwort anzeigen

Eine Gefährdungsbeurteilung ist die systematische Prüfung, welche Gefahren an einem Arbeitsplatz oder bei einer Tätigkeit bestehen und welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind.


Typische Prüfungsfrage 3

Welche Aufgabe hat die Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Antwort anzeigen

Die Fachkraft für Arbeitssicherheit berät den Arbeitgeber bei technischen, organisatorischen und sicherheitsbezogenen Maßnahmen des Arbeitsschutzes.


Typische Prüfungsfrage 4

Welche Pausenregel gilt bei mehr als 6 Stunden Arbeitszeit?

Antwort anzeigen

Bei mehr als 6 Stunden Arbeitszeit ist mindestens eine Pause von 30 Minuten erforderlich.


Typische Prüfungsfrage 5

Welche Pausenregel gilt bei mehr als 9 Stunden Arbeitszeit?

Antwort anzeigen

Bei mehr als 9 Stunden Arbeitszeit ist mindestens eine Pause von 45 Minuten erforderlich.


Typische Prüfungsfrage 6

Was regelt die Arbeitsstättenverordnung?

Antwort anzeigen

Die Arbeitsstättenverordnung regelt Anforderungen an Arbeitsstätten, zum Beispiel Arbeitsräume, Beleuchtung, Lüftung, Fluchtwege, Notausgänge, Pausenräume und Bildschirmarbeitsplätze.


Typische Prüfungsfrage 7

Was bedeutet Ergonomie?

Antwort anzeigen

Ergonomie bedeutet, dass Arbeitsplatz und Arbeitsbedingungen an den Menschen angepasst werden, damit gesundheitsschonend und sicher gearbeitet werden kann.


Typische Prüfungsfrage 8

Warum ist das Jugendarbeitsschutzgesetz wichtig?

Antwort anzeigen

Es schützt Jugendliche unter 18 Jahren vor Überforderung und gesundheitlichen Gefahren im Arbeitsleben. Für Jugendliche gelten strengere Schutzvorschriften als für Erwachsene.


Typische Prüfungsfrage 9

Welche Behörde überwacht die Einhaltung von Arbeitsschutzvorschriften?

Antwort anzeigen

Die Arbeitsschutzbehörde beziehungsweise Gewerbeaufsicht überwacht die Einhaltung von Arbeitsschutzvorschriften.


Merksatz

Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

Seite 3.2 Gefährdungen und Beanspruchungen am Arbeitsplatz

Prüfungsziel

Du sollst typische Gefährdungen am Arbeitsplatz erkennen, unterscheiden und geeignete Schutzmaßnahmen nennen können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was ist eine Gefährdung?

Eine Gefährdung ist eine mögliche Quelle für einen Schaden.

Einfach gesagt:

Eine Gefährdung ist etwas, das dich verletzen oder krank machen kann.

Beispiele:


Was ist Beanspruchung?

Beanspruchung beschreibt, wie stark eine Belastung auf einen Menschen wirkt.

Nicht jede Belastung wirkt auf jede Person gleich.

Beispiel:

Zwei Personen arbeiten lange am Bildschirm.

Person A bekommt schnell Kopfschmerzen.
Person B hat keine Beschwerden.

Die Belastung ist ähnlich, aber die Beanspruchung kann unterschiedlich sein.


Unterschied zwischen Belastung und Beanspruchung

Begriff Bedeutung Beispiel
Belastung äußere Einwirkung auf den Menschen Lärm, Hitze, Zeitdruck, Bildschirmarbeit
Beanspruchung individuelle Wirkung auf den Menschen Stress, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen

Merksatz

Belastung kommt von außen.
Beanspruchung ist die Wirkung auf den Menschen.


Mechanische Gefährdungen

Mechanische Gefährdungen entstehen durch Bewegung, Gegenstände, Werkzeuge, Maschinen oder Stolperstellen.

Beispiele im IT-Bereich:

Typische Schutzmaßnahmen:


Elektrische Gefährdungen

Elektrische Gefährdungen entstehen durch Strom oder elektrische Geräte.

Beispiele im IT-Bereich:

Mögliche Folgen:

Typische Schutzmaßnahmen:

Wichtig für Fachinformatiker:

Fachinformatiker dürfen nicht automatisch alle elektrischen Arbeiten durchführen.

Arbeiten an elektrischen Anlagen dürfen nur von entsprechend qualifizierten Personen durchgeführt werden.


Thermische Gefährdungen

Thermische Gefährdungen entstehen durch Hitze, Kälte oder Feuer.

Beispiele im IT-Bereich:

Mögliche Folgen:

Typische Schutzmaßnahmen:


Chemische Gefährdungen

Chemische Gefährdungen entstehen durch gefährliche Stoffe.

Im normalen IT-Büro sind sie seltener, können aber trotzdem vorkommen.

Beispiele im IT-Umfeld:

Mögliche Folgen:

Typische Schutzmaßnahmen:


Ergonomische Gefährdungen

Ergonomische Gefährdungen entstehen durch ungünstige Körperhaltung, schlechte Arbeitsplatzgestaltung oder einseitige Belastung.

Beispiele im IT-Bereich:

Mögliche Folgen:

Typische Schutzmaßnahmen:


Akustische Gefährdungen

Akustische Gefährdungen entstehen durch Lärm.

Beispiele im IT-Bereich:

Mögliche Folgen:

Typische Schutzmaßnahmen:


Psychische Gefährdungen

Psychische Gefährdungen entstehen durch Arbeitsorganisation, Zeitdruck, Konflikte oder dauerhafte Überforderung.

Beispiele im IT-Bereich:

Mögliche Folgen:

Typische Schutzmaßnahmen:


Gefahren erkennen, beachten und vermeiden

Im Arbeitsschutz geht es nicht nur darum, Regeln auswendig zu kennen.

Du musst Gefahren im Arbeitsalltag erkennen und richtig handeln.

Vorgehen:

Gefahr erkennen
→ Risiko einschätzen
→ Schutzmaßnahme auswählen
→ Maßnahme umsetzen
→ Ergebnis kontrollieren

Beispiel:

Ein Netzwerkkabel liegt quer durch den Raum.

Gefahr:

Schutzmaßnahme:


Sicherheitshinweise, Vorschriften und Anweisungen beachten

Beschäftigte müssen Sicherheitsregeln beachten.

Dazu gehören:

Wichtig:

Arbeitsschutz ist nicht nur Aufgabe des Arbeitgebers.

Auch Arbeitnehmer müssen mitwirken und Regeln beachten.


Rangfolge von Schutzmaßnahmen

Im Arbeitsschutz gilt häufig das sogenannte STOP-Prinzip.

Buchstabe Bedeutung Erklärung
S Substitution Gefährliche Sache ersetzen
T Technische Maßnahmen Gefahr durch Technik verringern
O Organisatorische Maßnahmen Arbeitsabläufe oder Regeln ändern
P Persönliche Maßnahmen Verhalten, Unterweisung, Schutzausrüstung

Beispiel: Stolpergefahr durch Kabel

Maßnahme Beispiel
Substitution kabellose Lösung nutzen, wenn sinnvoll
Technisch Kabelkanal verwenden
Organisatorisch Laufwege freihalten
Persönlich Mitarbeiter unterweisen, aufmerksam sein

Wichtig für die Prüfung:

Technische und organisatorische Schutzmaßnahmen sind meist besser als nur persönliche Hinweise.


Typische Gefährdungen im IT-Arbeitsalltag

Situation Gefährdung Schutzmaßnahme
Kabel liegt im Laufweg Stolpergefahr Kabelkanal nutzen
Serverraum ist sehr laut akustische Gefährdung Aufenthalt begrenzen, Gehörschutz
Monitor ist zu niedrig ergonomische Gefährdung Monitor höher stellen
defektes Netzteil elektrische Gefährdung nicht verwenden, austauschen
hoher Ticketdruck psychische Gefährdung priorisieren, Aufgaben verteilen
Tonerwechsel chemische Gefährdung vorsichtig arbeiten, lüften
überhitzter Server thermische Gefährdung Kühlung prüfen, Alarm beachten

Typische Prüfungsfrage 1

Was ist eine Gefährdung?

Antwort anzeigen

Eine Gefährdung ist eine mögliche Quelle für einen Schaden, zum Beispiel ein defektes Stromkabel, Lärm, Hitze oder eine schlechte Körperhaltung.


Typische Prüfungsfrage 2

Was ist der Unterschied zwischen Belastung und Beanspruchung?

Antwort anzeigen

Belastung ist eine äußere Einwirkung auf den Menschen, zum Beispiel Lärm oder Zeitdruck.

Beanspruchung ist die individuelle Wirkung dieser Belastung auf den Menschen, zum Beispiel Stress, Müdigkeit oder Kopfschmerzen.


Typische Prüfungsfrage 3

Nenne zwei mechanische Gefährdungen im IT-Bereich.

Antwort anzeigen

Zum Beispiel Stolpern über Kabel und Quetschungen beim Transport schwerer Hardware.


Typische Prüfungsfrage 4

Nenne zwei elektrische Gefährdungen im IT-Bereich.

Antwort anzeigen

Zum Beispiel beschädigte Stromkabel und überlastete Mehrfachsteckdosen.


Typische Prüfungsfrage 5

Was ist eine ergonomische Gefährdung?

Antwort anzeigen

Eine ergonomische Gefährdung entsteht durch ungünstige Arbeitsplatzgestaltung oder Körperhaltung, zum Beispiel falsche Monitorhöhe oder schlechter Bürostuhl.


Typische Prüfungsfrage 6

Nenne zwei psychische Gefährdungen im IT-Beruf.

Antwort anzeigen

Zum Beispiel hoher Zeitdruck und ständige Erreichbarkeit. Weitere Beispiele sind unklare Zuständigkeiten, Konflikte im Team oder Überforderung.


Typische Prüfungsfrage 7

Was bedeutet das STOP-Prinzip?

Antwort anzeigen

STOP steht für Substitution, technische Maßnahmen, organisatorische Maßnahmen und persönliche Maßnahmen. Es beschreibt eine Rangfolge von Schutzmaßnahmen.


Typische Prüfungsfrage 8

Welche Schutzmaßnahme hilft gegen Stolpergefahr durch Kabel?

Antwort anzeigen

Kabel sollten sicher verlegt werden, zum Beispiel mit Kabelkanälen. Laufwege müssen freigehalten werden.


Typische Prüfungsfrage 9

Warum reicht es nicht, nur Sicherheitshinweise aufzuhängen?

Antwort anzeigen

Sicherheitshinweise sind wichtig, aber technische und organisatorische Maßnahmen sind oft wirksamer. Gefahren sollten möglichst direkt beseitigt oder reduziert werden.


Merksatz

Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

Seite 3.3 Fürsorgepflicht, Ergonomie und Vorsorge

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, welche Fürsorgepflichten der Arbeitgeber hat, warum Ergonomie wichtig ist und welche Vorsorgemaßnahmen im Arbeitsalltag eine Rolle spielen.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Fürsorgepflicht des Arbeitgebers

Die Fürsorgepflicht bedeutet, dass der Arbeitgeber auf Leben, Gesundheit und berechtigte Interessen der Beschäftigten Rücksicht nehmen muss.

Einfach gesagt:

Der Arbeitgeber darf seine Mitarbeiter nicht unnötigen Gefahren aussetzen.

Er muss Arbeit so organisieren, dass Beschäftigte möglichst sicher und gesund arbeiten können.


Was gehört zur Fürsorgepflicht?

Zur Fürsorgepflicht gehören zum Beispiel:


Beispiel aus dem IT-Bereich

Ein Arbeitgeber richtet neue Büroarbeitsplätze ein.

Dabei muss er auf Folgendes achten:


Mitwirkungspflicht der Arbeitnehmer

Arbeitsschutz ist nicht nur Aufgabe des Arbeitgebers.

Auch Arbeitnehmer müssen mitwirken.

Arbeitnehmer müssen zum Beispiel:

Beispiel:

Ein Mitarbeiter sieht ein beschädigtes Stromkabel.

Er darf es nicht einfach weiterverwenden, sondern muss es melden oder aus dem Verkehr ziehen, soweit das betrieblich vorgesehen ist.


Ersthelfer am Arbeitsplatz

Ersthelfer sind Beschäftigte, die für Erste Hilfe im Betrieb ausgebildet sind.

Sie helfen bei Unfällen oder medizinischen Notfällen, bis professionelle Hilfe eintrifft.

Aufgaben von Ersthelfern:

Wichtig:

Ersthelfer ersetzen keinen Arzt und keinen Rettungsdienst.

Sie leisten Soforthilfe.


Beispiele für Erste-Hilfe-Situationen


Ergonomie

Ergonomie bedeutet, dass Arbeitsbedingungen an den Menschen angepasst werden.

Ziel:

Die Arbeit soll sicher, gesund, angenehm und leistungsfähig gestaltet werden.

Einfach gesagt:

Nicht der Mensch soll sich dauerhaft schlecht an den Arbeitsplatz anpassen müssen.
Der Arbeitsplatz soll möglichst gut zum Menschen passen.


Warum ist Ergonomie wichtig?

Schlechte Ergonomie kann zu gesundheitlichen Problemen führen.

Mögliche Folgen schlechter Ergonomie:


Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung

Ein ergonomischer IT-Arbeitsplatz berücksichtigt mehrere Bereiche.

Bereich Worauf achten?
Stuhl höhenverstellbar, Rückenlehne, stabile Sitzposition
Tisch passende Höhe, genügend Arbeitsfläche
Monitor richtige Höhe, Abstand, blendfrei
Tastatur entspannte Handhaltung
Maus gut erreichbar, keine verkrampfte Haltung
Beleuchtung ausreichend hell, keine Blendung
Raumklima angenehme Temperatur, gute Lüftung
Arbeitsorganisation Pausen, Tätigkeitswechsel, realistische Arbeitsmenge

Ergonomische Sitzhaltung

Eine gute Sitzhaltung entlastet Rücken, Nacken und Schultern.

Wichtig:


Einfache Darstellung eines ergonomischen Arbeitsplatzes

Monitor:
- frontal vor dem Körper
- Oberkante etwa auf Augenhöhe
- Abstand ungefähr eine Armlänge

Sitzposition:
- Rücken an der Lehne
- Schultern entspannt
- Unterarme locker
- Füße stabil auf dem Boden

Tisch:
- genug Platz
- Tastatur und Maus gut erreichbar
- keine störenden Kabel im Weg

Bildschirmarbeitsplatz

Ein Bildschirmarbeitsplatz ist ein Arbeitsplatz, an dem regelmäßig mit Bildschirmgeräten gearbeitet wird.

Für Fachinformatiker ist das besonders relevant, weil viele Tätigkeiten am Bildschirm stattfinden.

Typische Tätigkeiten:


Anforderungen an Bildschirmarbeitsplätze

Ein Bildschirmarbeitsplatz sollte so gestaltet sein, dass längeres Arbeiten ohne unnötige Belastung möglich ist.

Wichtige Anforderungen:


Software-Ergonomie

Ergonomie betrifft nicht nur Möbel, sondern auch Software.

Eine Software ist ergonomisch, wenn sie gut bedienbar ist.

Beispiele:

Beispiel aus der IT:

Ein Ticketsystem mit unklaren Menüs und schlechter Suche erhöht Stress und Fehlerwahrscheinlichkeit.


Vorsorgeuntersuchungen

Vorsorgeuntersuchungen dienen dazu, arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen.

Sie können je nach Tätigkeit angeboten oder erforderlich sein.

Ziele:


Augenuntersuchung bei Bildschirmarbeit

Bei regelmäßiger Bildschirmarbeit kann eine Untersuchung der Augen wichtig sein.

Warum?

Lange Bildschirmarbeit kann die Augen belasten.

Mögliche Beschwerden:

Mögliche Maßnahmen:


Psychische Gefährdungsbeurteilung

Psychische Belastungen müssen im Arbeitsschutz ebenfalls betrachtet werden.

Eine psychische Gefährdungsbeurteilung untersucht, welche psychischen Belastungen durch Arbeit entstehen können.

Beispiele für psychische Belastungen:


Warum ist psychische Gefährdungsbeurteilung wichtig?

Psychische Belastungen können langfristig krank machen.

Mögliche Folgen:


Mögliche Schutzmaßnahmen gegen psychische Belastung


Sicherheitsbeauftragte

Sicherheitsbeauftragte unterstützen den Arbeitgeber und die Beschäftigten beim Arbeitsschutz.

Sie achten im Arbeitsalltag auf Sicherheits- und Gesundheitsgefahren.

Aufgaben von Sicherheitsbeauftragten:

Wichtig:

Sicherheitsbeauftragte haben normalerweise keine direkte Weisungsbefugnis.

Sie unterstützen und beraten im Arbeitsalltag.


Unterschied: Fachkraft für Arbeitssicherheit und Sicherheitsbeauftragter

Rolle Aufgabe
Fachkraft für Arbeitssicherheit fachkundige Beratung des Arbeitgebers im Arbeitsschutz
Sicherheitsbeauftragter unterstützt im Arbeitsalltag und achtet auf Sicherheitsbewusstsein

Einfach gesagt:

Fachkraft für Arbeitssicherheit = professionelle Beratung.
Sicherheitsbeauftragter = unterstützende Rolle im Betrieb.


Typische Prüfungsfrage 1

Was bedeutet Fürsorgepflicht des Arbeitgebers?

Antwort anzeigen

Die Fürsorgepflicht bedeutet, dass der Arbeitgeber auf Leben, Gesundheit und berechtigte Interessen der Beschäftigten Rücksicht nehmen muss. Er muss Arbeit so organisieren, dass Beschäftigte möglichst sicher und gesund arbeiten können.


Typische Prüfungsfrage 2

Nenne drei Beispiele für Maßnahmen aus der Fürsorgepflicht.

Antwort anzeigen

Beispiele sind sichere Arbeitsmittel bereitstellen, Gefährdungen beurteilen, Beschäftigte unterweisen, ergonomische Arbeitsplätze einrichten und Arbeitsschutzvorschriften einhalten.


Typische Prüfungsfrage 3

Was ist die Aufgabe von Ersthelfern im Betrieb?

Antwort anzeigen

Ersthelfer leisten Erste Hilfe bei Unfällen oder medizinischen Notfällen, bis professionelle Hilfe eintrifft.


Typische Prüfungsfrage 4

Was bedeutet Ergonomie?

Antwort anzeigen

Ergonomie bedeutet, dass Arbeitsplatz und Arbeitsbedingungen an den Menschen angepasst werden, damit sicher und gesundheitsschonend gearbeitet werden kann.


Typische Prüfungsfrage 5

Nenne drei Merkmale eines ergonomischen Bildschirmarbeitsplatzes.

Antwort anzeigen

Beispiele sind richtige Monitorhöhe, ausreichender Bildschirmabstand, ergonomischer Stuhl, passende Tischhöhe, gute Beleuchtung und gut erreichbare Tastatur und Maus.


Typische Prüfungsfrage 6

Warum kann eine Augenuntersuchung bei Bildschirmarbeit sinnvoll sein?

Antwort anzeigen

Weil regelmäßige Bildschirmarbeit die Augen belasten kann. Eine Augenuntersuchung kann Sehprobleme erkennen und geeignete Maßnahmen ermöglichen, zum Beispiel eine Bildschirmbrille.


Typische Prüfungsfrage 7

Was ist eine psychische Gefährdungsbeurteilung?

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Eine psychische Gefährdungsbeurteilung untersucht, welche psychischen Belastungen durch Arbeit entstehen können und welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind.


Typische Prüfungsfrage 8

Nenne zwei psychische Belastungen im IT-Beruf.

Antwort anzeigen

Beispiele sind hoher Zeitdruck, ständige Unterbrechungen, Rufbereitschaft, unklare Zuständigkeiten oder Verantwortung bei kritischen IT-Systemen.


Typische Prüfungsfrage 9

Welche Aufgabe hat ein Sicherheitsbeauftragter?

Antwort anzeigen

Ein Sicherheitsbeauftragter unterstützt im Betrieb beim Arbeitsschutz, macht auf Gefahren aufmerksam, meldet Mängel und fördert sicheres Verhalten.


Merksatz

Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

Seite 3.4 Vorschriften im betrieblichen und persönlichen Arbeitsablauf

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, warum betriebliche Vorschriften, persönliche Verhaltensregeln, Fluchtwege und Notausgänge für den Arbeitsschutz wichtig sind.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Warum gibt es betriebliche Vorschriften?

Betriebliche Vorschriften sollen dafür sorgen, dass Arbeit sicher, geordnet und nachvollziehbar abläuft.

Sie schützen:

Einfach gesagt:

Regeln im Betrieb verhindern Unfälle, Schäden und Chaos.


Betrieblicher Arbeitsablauf

Der betriebliche Arbeitsablauf beschreibt, wie Aufgaben im Unternehmen organisiert sind.

Beispiele:


Persönlicher Arbeitsablauf

Der persönliche Arbeitsablauf beschreibt, wie du selbst deine Arbeit sicher und ordentlich ausführst.

Beispiele:


Sachgerechter Umgang mit Gefahrenpotenzialen

Ein Gefahrenpotenzial ist eine Situation oder Sache, aus der ein Schaden entstehen kann.

Beispiele im IT-Bereich:

Gefahrenpotenzial Mögliche Gefahr
lose Kabel Stolperunfall
defektes Netzteil Stromschlag oder Brand
überlastete Mehrfachsteckdose Brandgefahr
schwere Server Quetschung oder Rückenverletzung
blockierter Fluchtweg Gefahr bei Evakuierung
Flüssigkeit am Arbeitsplatz Kurzschluss oder Rutschgefahr
lauter Serverraum Lärmbelastung
schlechte Beleuchtung Augenbelastung oder Stolpergefahr

Richtiges Verhalten bei Gefahrenpotenzialen

Wenn du eine Gefahr erkennst, solltest du nicht einfach weitermachen.

Sinnvolles Vorgehen:

Gefahr erkennen
→ wenn möglich sofort sichern
→ zuständige Person informieren
→ Mangel melden
→ Anweisungen beachten
→ erst weiterarbeiten, wenn es sicher ist

Beispiel:

Du siehst ein beschädigtes Stromkabel an einem Arbeitsplatz.

Richtiges Verhalten:


Allgemeine Verhaltensregeln im Betrieb

Allgemeine Verhaltensregeln gelten meistens für alle Beschäftigten.

Beispiele:


Betriebliche Verhaltensregeln

Betriebliche Verhaltensregeln sind konkrete Regeln eines Unternehmens.

Sie können je nach Betrieb unterschiedlich sein.

Beispiele:


Warum müssen betriebliche Regeln beachtet werden?

Betriebliche Regeln schützen nicht nur die Gesundheit, sondern auch den Betrieb.

Beispiele:

Regel Zweck
kein Essen im Serverraum Schutz vor Flüssigkeitsschäden
Zutritt nur für Berechtigte Schutz von IT-Systemen und Daten
Ticketsystem nutzen Nachvollziehbarkeit von Störungen
Kabel ordentlich verlegen Vermeidung von Stolperunfällen
Brandschutztüren nicht blockieren Schutz im Brandfall
Sicherheitsvorfälle melden schnelle Reaktion auf Gefahren

Unterweisung

Beschäftigte müssen über Gefahren und Schutzmaßnahmen informiert werden.

Das nennt man Unterweisung.

Inhalte einer Unterweisung können sein:

Wichtig:

Unterweisungen müssen verstanden und im Arbeitsalltag beachtet werden.


Fluchtwege

Fluchtwege sind Wege, über die Personen bei Gefahr schnell und sicher einen gefährdeten Bereich verlassen können.

Beispiele für Gefahrensituationen:


Anforderungen an Fluchtwege

Fluchtwege müssen:

Wichtig:

Fluchtwege dürfen nicht als Lagerfläche genutzt werden.


Typische Fehler bei Fluchtwegen


Notausgänge

Notausgänge sind besondere Ausgänge, die im Notfall zur schnellen Flucht dienen.

Wichtig:

Notausgänge müssen im Notfall schnell erreichbar und nutzbar sein.

Sie dürfen nicht:


Kennzeichnung von Fluchtwegen und Notausgängen

Fluchtwege und Notausgänge werden mit Sicherheitszeichen gekennzeichnet.

Typisch sind grüne Rettungszeichen.

Beispiele:

Zeichenart Bedeutung
grünes Rettungszeichen Fluchtweg, Notausgang, Erste Hilfe
rotes Brandschutzzeichen Feuerlöscher, Brandmelder
gelbes Warnzeichen Warnung vor Gefahr
blaues Gebotszeichen bestimmtes Verhalten ist Pflicht
rotes Verbotszeichen bestimmtes Verhalten ist verboten

Verhalten bei Alarm oder Evakuierung

Wenn ein Alarm ausgelöst wird oder eine Evakuierung angeordnet ist, muss schnell und geordnet gehandelt werden.

Richtiges Verhalten:

Ruhe bewahren
→ Arbeit sicher unterbrechen
→ gefährdete Personen warnen
→ Gebäude über Fluchtweg verlassen
→ keinen Aufzug benutzen
→ Sammelplatz aufsuchen
→ Anweisungen beachten
→ nicht eigenmächtig zurück ins Gebäude gehen

Sammelplatz

Ein Sammelplatz ist ein festgelegter Ort außerhalb des Gefahrenbereichs.

Dort sammeln sich Beschäftigte nach einer Evakuierung.

Warum ist der Sammelplatz wichtig?


Verhalten im Gebäude und am Arbeitsplatz

Im Gebäude und am Arbeitsplatz sollte man Gefahren vermeiden.

Wichtige Regeln:


Bezug zur IT-Arbeit

Auch im IT-Bereich sind betriebliche Vorschriften wichtig.

Beispiele:

Situation Vorschrift / richtiges Verhalten
Arbeit im Serverraum Zutrittsregeln beachten
defektes Netzteil nicht weiterverwenden, melden
neue Hardwarelieferung nicht im Fluchtweg lagern
Kabelverlegung Kabelkanäle nutzen, Stolperfallen vermeiden
Notfall im Gebäude Fluchtwege nutzen, Sammelplatz aufsuchen
Sicherheitsvorfall Meldeweg einhalten
Brandschutztür nicht offen verkeilen

Typische Prüfungsfrage 1

Warum müssen Fluchtwege freigehalten werden?

Antwort anzeigen

Fluchtwege müssen freigehalten werden, damit Personen bei Gefahr schnell und sicher das Gebäude oder den gefährdeten Bereich verlassen können.


Typische Prüfungsfrage 2

Dürfen Kartons oder Hardware im Fluchtweg gelagert werden?

Antwort anzeigen

Nein. Fluchtwege dürfen nicht blockiert oder als Lagerfläche genutzt werden.


Typische Prüfungsfrage 3

Welche Farbe haben Rettungszeichen für Fluchtwege und Notausgänge meistens?

Antwort anzeigen

Rettungszeichen für Fluchtwege und Notausgänge sind typischerweise grün.


Typische Prüfungsfrage 4

Was sollte man tun, wenn man ein beschädigtes Stromkabel entdeckt?

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Das Gerät nicht weiterverwenden, die Gefahr sichern, den Mangel melden und die zuständige Person informieren.


Typische Prüfungsfrage 5

Warum sind betriebliche Verhaltensregeln wichtig?

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Sie sorgen für Sicherheit, Ordnung und klare Abläufe. Sie helfen, Unfälle, Schäden und Fehlverhalten zu vermeiden.


Typische Prüfungsfrage 6

Was ist eine Unterweisung?

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Eine Unterweisung ist die Information und Anleitung der Beschäftigten über Gefahren, Schutzmaßnahmen und richtiges Verhalten am Arbeitsplatz.


Typische Prüfungsfrage 7

Was ist bei einer Evakuierung zu tun?

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Ruhe bewahren, Arbeit sicher unterbrechen, Fluchtwege nutzen, keinen Aufzug verwenden, Sammelplatz aufsuchen und Anweisungen beachten.


Typische Prüfungsfrage 8

Warum darf man Brandschutztüren nicht offen verkeilen?

Antwort anzeigen

Brandschutztüren sollen im Brandfall Feuer und Rauch begrenzen. Wenn sie offen verkeilt werden, können sich Feuer und Rauch schneller ausbreiten.


Merksatz

Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

Seite 3.5 Schutzarten, Schutzklassen und Arbeitsschutzzeichen

Prüfungsziel

Du sollst wichtige Schutzkennzeichnungen und Sicherheitszeichen kennen und unterscheiden können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Warum gibt es Schutzkennzeichnungen und Sicherheitszeichen?

Schutzkennzeichnungen und Sicherheitszeichen helfen dabei, Gefahren schnell zu erkennen und richtig zu handeln.

Sie zeigen zum Beispiel:

Einfach gesagt:

Sicherheitszeichen und Schutzkennzeichnungen sollen Unfälle vermeiden und im Notfall Orientierung geben.


Schutzarten elektrischer Betriebsmittel

Schutzarten beschreiben, wie gut ein elektrisches Gerät gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser geschützt ist.

Sie werden häufig mit dem sogenannten IP-Code angegeben.

IP bedeutet: International Protection oder Ingress Protection.


Aufbau einer IP-Schutzart

Eine IP-Schutzart besteht meist aus zwei Ziffern.

IP 54
│  │
│  └── zweite Ziffer: Schutz gegen Wasser
└───── erste Ziffer: Schutz gegen Fremdkörper und Berührung

Erste Ziffer: Schutz gegen Fremdkörper und Berührung

Erste Ziffer Bedeutung vereinfacht
0 kein besonderer Schutz
1 Schutz gegen große Fremdkörper
2 Schutz gegen mittelgroße Fremdkörper
3 Schutz gegen kleine Fremdkörper
4 Schutz gegen sehr kleine Fremdkörper
5 staubgeschützt
6 staubdicht

Zweite Ziffer: Schutz gegen Wasser

Zweite Ziffer Bedeutung vereinfacht
0 kein besonderer Schutz
1 Schutz gegen Tropfwasser
2 Schutz gegen Tropfwasser bei geneigtem Gehäuse
3 Schutz gegen Sprühwasser
4 Schutz gegen Spritzwasser
5 Schutz gegen Strahlwasser
6 Schutz gegen starkes Strahlwasser
7 Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
8 Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen

Beispiele für IP-Schutzarten

Schutzart Bedeutung vereinfacht
IP20 geschützt gegen feste Fremdkörper ab bestimmter Größe, kein Wasserschutz
IP44 geschützt gegen kleine Fremdkörper und Spritzwasser
IP54 staubgeschützt und geschützt gegen Spritzwasser
IP65 staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser
IP67 staubdicht und geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen

Beispiel aus der IT

Ein Gerät im normalen Büro braucht meistens keine hohe Wasser- oder Staubschutzklasse.

Ein Gerät in einer Werkstatt, Produktionshalle oder Außenumgebung benötigt dagegen oft eine höhere Schutzart.

Beispiel:


Schutzklassen elektrischer Betriebsmittel

Schutzklassen beschreiben, wie ein elektrisches Gerät gegen elektrischen Schlag geschützt ist.

Sie haben nichts mit der IP-Schutzart zu tun.

Wichtig:


Schutzklasse I

Geräte der Schutzklasse I haben eine Basisisolierung und zusätzlich einen Schutzleiter.

Merkmale:

Typische Beispiele:

Prüfungskern:

Schutzklasse I erkennt man daran, dass ein Schutzleiter vorhanden ist.


Schutzklasse II

Geräte der Schutzklasse II haben eine doppelte oder verstärkte Isolierung.

Sie benötigen keinen Schutzleiter.

Merkmale:

Typische Beispiele:

Prüfungskern:

Schutzklasse II schützt durch doppelte oder verstärkte Isolierung.


Schutzklasse III

Geräte der Schutzklasse III arbeiten mit Schutzkleinspannung.

Merkmale:

Typische Beispiele:

Prüfungskern:

Schutzklasse III schützt durch niedrige Spannung.


Vergleich Schutzarten und Schutzklassen

Begriff Antwortet auf die Frage Beispiel
Schutzart Wie gut ist das Gerät gegen Staub/Wasser/Fremdkörper geschützt? IP44, IP65
Schutzklasse Wie ist der Schutz gegen elektrischen Schlag aufgebaut? Schutzklasse I, II, III

Prüfzeichen

Prüfzeichen und Kennzeichnungen geben Hinweise auf Sicherheit, Konformität oder geprüfte Eigenschaften eines Produkts.

Beispiele:


CE-Zeichen

Das CE-Zeichen bedeutet, dass der Hersteller erklärt, dass das Produkt grundlegende EU-Anforderungen erfüllt.

Wichtig für die Prüfung:

Das CE-Zeichen ist keine unabhängige Qualitätsauszeichnung.

Es ist vor allem eine Herstellererklärung zur Konformität mit EU-Vorgaben.

Einfach gesagt:

CE bedeutet: Der Hersteller erklärt, dass das Produkt in der EU verkauft werden darf und die geltenden Anforderungen erfüllt.


GS-Zeichen

GS bedeutet „Geprüfte Sicherheit“.

Das GS-Zeichen zeigt, dass eine unabhängige Prüfstelle das Produkt auf Sicherheit geprüft hat.

Wichtig:

GS ist freiwillig, aber aussagekräftiger als eine reine Herstellererklärung.


VDE-Zeichen

Das VDE-Zeichen wird bei elektrotechnischen Produkten verwendet.

Es zeigt, dass ein Produkt nach bestimmten elektrotechnischen Sicherheitsanforderungen geprüft wurde.


TÜV-Prüfzeichen

TÜV-Prüfzeichen weisen darauf hin, dass ein Produkt oder System durch eine Prüforganisation geprüft wurde.

Je nach Zeichen kann sich die Prüfung auf unterschiedliche Eigenschaften beziehen.


Vergleich wichtiger Zeichen

Zeichen Bedeutung Wichtig für die Prüfung
CE Hersteller erklärt Einhaltung von EU-Anforderungen keine unabhängige Qualitätsprüfung
GS geprüfte Sicherheit durch unabhängige Stelle freiwilliges Sicherheitszeichen
VDE Prüfung elektrotechnischer Sicherheit relevant für Elektrogeräte
TÜV Prüfung durch Prüforganisation abhängig vom konkreten Prüfzeichen

Sicherheitszeichen im Arbeitsschutz

Sicherheitszeichen geben schnelle Hinweise auf Gefahren, Verbote, Gebote, Rettungseinrichtungen oder Brandschutzeinrichtungen.

Sie arbeiten mit festen Farben und Formen.


Wichtige Zeichenarten

Zeichenart Typische Farbe Bedeutung
Verbotszeichen rot etwas ist verboten
Gebotszeichen blau etwas ist vorgeschrieben
Warnzeichen gelb Warnung vor Gefahr
Rettungszeichen grün Rettungsweg oder Erste Hilfe
Brandschutzzeichen rot Feuerlöscher, Brandmelder, Löschmittel

Verbotszeichen

Verbotszeichen zeigen, dass ein bestimmtes Verhalten verboten ist.

Typische Merkmale:

Beispiele:


Gebotszeichen

Gebotszeichen zeigen, dass ein bestimmtes Verhalten vorgeschrieben ist.

Typische Merkmale:

Beispiele:


Warnzeichen

Warnzeichen warnen vor einer Gefahr.

Typische Merkmale:

Beispiele:


Rettungszeichen

Rettungszeichen zeigen Fluchtwege, Notausgänge oder Erste-Hilfe-Einrichtungen.

Typische Merkmale:

Beispiele:


Brandschutzzeichen

Brandschutzzeichen zeigen Einrichtungen zur Brandbekämpfung oder Brandmeldung.

Typische Merkmale:

Beispiele:


Farben im Arbeitsschutz

Farbe Bedeutung
Rot Verbot oder Brandschutz
Gelb Warnung
Blau Gebot
Grün Rettung oder Erste Hilfe

Bezug zur IT-Arbeit

Auch Fachinformatiker müssen Sicherheitszeichen und Schutzkennzeichnungen beachten.

Beispiele:

Situation Was beachten?
Arbeit im Serverraum Warnzeichen, Zutrittsregeln, Brandschutzzeichen
Umgang mit Stromversorgung Schutzklasse, elektrische Warnzeichen
Geräte im Außenbereich geeignete IP-Schutzart
Fluchtweg im Büro grüne Rettungszeichen beachten
Brandfall rote Brandschutzzeichen finden
lauter Technikraum blaues Gebotszeichen für Gehörschutz beachten
defektes Gerät Prüfzeichen und Sicherheitszustand beachten

Typische Prüfungsfrage 1

Was beschreibt die IP-Schutzart?

Antwort anzeigen

Die IP-Schutzart beschreibt, wie gut ein elektrisches Gerät gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser geschützt ist.


Typische Prüfungsfrage 2

Was bedeutet die erste Ziffer bei einer IP-Schutzart?

Antwort anzeigen

Die erste Ziffer beschreibt den Schutz gegen Fremdkörper und Berührung.


Typische Prüfungsfrage 3

Was bedeutet die zweite Ziffer bei einer IP-Schutzart?

Antwort anzeigen

Die zweite Ziffer beschreibt den Schutz gegen Wasser.


Typische Prüfungsfrage 4

Was ist der Unterschied zwischen Schutzart und Schutzklasse?

Antwort anzeigen

Die Schutzart beschreibt den Schutz gegen Fremdkörper und Wasser, zum Beispiel IP44.

Die Schutzklasse beschreibt den Schutz gegen elektrischen Schlag, zum Beispiel Schutzklasse I, II oder III.


Typische Prüfungsfrage 5

Was ist typisch für Schutzklasse I?

Antwort anzeigen

Geräte der Schutzklasse I haben eine Basisisolierung und einen Schutzleiter.


Typische Prüfungsfrage 6

Was ist typisch für Schutzklasse II?

Antwort anzeigen

Geräte der Schutzklasse II haben eine doppelte oder verstärkte Isolierung und benötigen keinen Schutzleiter.


Typische Prüfungsfrage 7

Was ist typisch für Schutzklasse III?

Antwort anzeigen

Geräte der Schutzklasse III arbeiten mit Schutzkleinspannung.


Typische Prüfungsfrage 8

Was bedeutet das CE-Zeichen?

Antwort anzeigen

Das CE-Zeichen bedeutet, dass der Hersteller erklärt, dass das Produkt grundlegende EU-Anforderungen erfüllt. Es ist keine unabhängige Qualitätsauszeichnung.


Typische Prüfungsfrage 9

Welche Farbe haben Rettungszeichen?

Antwort anzeigen

Rettungszeichen sind grün.


Typische Prüfungsfrage 10

Welche Farbe haben Gebotszeichen?

Antwort anzeigen

Gebotszeichen sind blau.


Typische Prüfungsfrage 11

Welche Farbe haben Warnzeichen?

Antwort anzeigen

Warnzeichen sind gelb.


Typische Prüfungsfrage 12

Welche Farbe haben Brandschutzzeichen?

Antwort anzeigen

Brandschutzzeichen sind rot.


Typische Prüfungsfrage 13

Welche Farbe können Verbotszeichen haben?

Antwort anzeigen

Verbotszeichen sind typischerweise rot, meist rund mit rotem Rand und rotem Schrägbalken.


Merksatz

Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

Seite 3.6 Verhalten bei Unfällen

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, wie man sich bei Arbeitsunfällen, Notfällen und Evakuierungen richtig verhält.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was ist ein Arbeitsunfall?

Ein Arbeitsunfall ist ein Unfall, der im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit passiert.

Beispiele:


Was ist ein Wegeunfall?

Ein Wegeunfall ist ein Unfall auf dem direkten Weg zur Arbeit oder von der Arbeit nach Hause.

Wichtig:

Der Weg muss grundsätzlich mit der Arbeit zusammenhängen.

Beispiele:


Grundregel bei Unfällen

Bei einem Unfall zählt zuerst die Sicherheit von Menschen.

Reihenfolge:

Eigenschutz beachten
→ Unfallstelle sichern
→ verletzte Person ansprechen
→ Hilfe holen
→ Erste Hilfe leisten
→ Notruf absetzen, falls nötig
→ Vorgesetzte / zuständige Stelle informieren
→ Unfall dokumentieren

Eigenschutz

Eigenschutz bedeutet, dass du dich selbst nicht unnötig in Gefahr bringst.

Warum ist das wichtig?

Wenn du dich selbst gefährdest, kann aus einem Unfall ein größerer Notfall werden.

Beispiele:


Unfallstelle sichern

Die Unfallstelle muss gesichert werden, damit keine weiteren Personen verletzt werden.

Beispiele:


Erste Hilfe

Erste Hilfe bedeutet, dass man sofort einfache Hilfsmaßnahmen durchführt, bis professionelle Hilfe eintrifft.

Beispiele für Erste-Hilfe-Maßnahmen:


Ersthelfer im Betrieb

Ersthelfer sind Beschäftigte, die für Erste Hilfe ausgebildet wurden.

Aufgaben von Ersthelfern:

Wichtig:

Ersthelfer ersetzen keinen Rettungsdienst.
Sie leisten Soforthilfe, bis professionelle Hilfe da ist.


Notrufnummern

Die wichtigste Notrufnummer in Deutschland und der EU ist:

112

Diese Nummer gilt für:

Polizei:

110

Diese Nummer gilt zum Beispiel bei:


Notfallnummern im Betrieb

Zusätzlich zu 112 und 110 kann es betriebliche Notfallnummern geben.

Beispiele:

Wichtig:

Betriebliche Notfallnummern müssen bekannt und leicht auffindbar sein.


Die 5 W-Fragen beim Notruf

Beim Notruf helfen die 5 W-Fragen.

Frage Bedeutung
Wo ist es passiert? genauer Ort, Gebäude, Etage, Raum
Was ist passiert? Unfall, Brand, Stromunfall, Verletzung
Wie viele Verletzte? Anzahl der betroffenen Personen
Welche Verletzungen? Art und Schwere der Verletzung
Warten auf Rückfragen nicht sofort auflegen

Wichtig:

Die Leitstelle beendet das Gespräch.
Nicht einfach selbst auflegen.


Beispiel für einen Notruf

Wo?
Firma Muster GmbH, Serverraum 2. Etage, Raum 214.

Was?
Ein Mitarbeiter hat einen Stromschlag bekommen und ist gestürzt.

Wie viele?
Eine verletzte Person.

Welche Verletzungen?
Person ist ansprechbar, klagt über Schmerzen und Schwindel.

Warten?
Ich bleibe am Telefon und warte auf Rückfragen.

Meldekette

Eine Meldekette beschreibt, wer in welcher Reihenfolge informiert wird.

Beispiel für eine Meldekette im Betrieb:

Unfall bemerken
→ Ersthelfer rufen
→ Notruf absetzen, falls erforderlich
→ Vorgesetzten informieren
→ Sicherheitsbeauftragten informieren
→ Unfall dokumentieren
→ Berufsgenossenschaft informieren, falls meldepflichtig

Warum ist eine Meldekette wichtig?


Verhalten bei Stromunfall

Stromunfälle sind besonders gefährlich.

Richtiges Verhalten:

Beispiel:

Ein Mitarbeiter berührt ein beschädigtes Netzteil und bekommt einen Stromschlag.

Richtig wäre:


Verhalten bei Sturz oder Verletzung

Richtiges Verhalten:

Wichtig:

Bei Verdacht auf schwere Verletzungen sollte die Person nicht unnötig bewegt werden.


Verhalten bei Brand oder Rauchentwicklung

Richtiges Verhalten:

Wichtig:

Menschenrettung geht vor Sachwerten.


Fluchtwege

Fluchtwege sind Wege, über die Personen im Notfall sicher das Gebäude oder einen Gefahrenbereich verlassen können.

Wichtig:

Fluchtwege müssen:


Sammelplatz

Der Sammelplatz ist ein festgelegter Ort außerhalb des Gefahrenbereichs.

Warum ist der Sammelplatz wichtig?


Evakuierung

Evakuierung bedeutet, dass Personen einen gefährdeten Bereich geordnet verlassen.

Ablauf bei Evakuierung:

Alarm wahrnehmen
→ Arbeit sicher unterbrechen
→ Kollegen warnen, falls nötig
→ Fluchtweg nutzen
→ keinen Aufzug benutzen
→ Sammelplatz aufsuchen
→ Anwesenheit prüfen
→ Anweisungen abwarten

Wichtig:

Nicht zurück ins Gebäude gehen, solange es nicht freigegeben wurde.


Dokumentation von Unfällen

Unfälle müssen dokumentiert werden.

Warum?

Dokumentiert werden können zum Beispiel:


Verbandbuch / Dokumentation kleiner Verletzungen

Auch kleinere Verletzungen sollten dokumentiert werden.

Beispiele:

Warum?

Eine zunächst kleine Verletzung kann später Folgen haben.
Die Dokumentation kann dann wichtig für den Nachweis sein.


Meldepflicht von Unfällen

Bestimmte Arbeitsunfälle müssen der Berufsgenossenschaft oder dem zuständigen Unfallversicherungsträger gemeldet werden.

Typisch meldepflichtig sind schwere Arbeitsunfälle oder Unfälle mit längerer Arbeitsunfähigkeit.

Für die Prüfung reicht meistens:

Ein Unfall muss gemeldet werden, wenn er schwerwiegend ist oder zu längerer Arbeitsunfähigkeit führt.

Wichtig:

Der Arbeitgeber ist grundsätzlich für die Unfallanzeige zuständig.


Berufsgenossenschaft

Die Berufsgenossenschaft ist Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.

Sie ist wichtig bei:


Bezug zur IT-Arbeit

Auch in IT-Berufen können Unfälle passieren.

Beispiele:

Situation Möglicher Unfall
Kabel im Gang Stolperunfall
Servereinbau Quetschung oder Rückenverletzung
defektes Netzteil Stromunfall
überlastete Steckdose Brand
schwerer Druckertransport Muskel- oder Rückenverletzung
Rauch im Serverraum Evakuierung erforderlich
Tonerwechsel Augen- oder Atemwegsreizung

Typische Prüfungsfrage 1

Was ist bei einem Unfall zuerst zu beachten?

Antwort anzeigen

Zuerst ist der Eigenschutz zu beachten. Man darf sich selbst nicht unnötig gefährden.


Typische Prüfungsfrage 2

Welche Notrufnummer gilt für Feuerwehr und Rettungsdienst?

Antwort anzeigen

Die Notrufnummer 112.


Typische Prüfungsfrage 3

Welche Nummer gilt für die Polizei?

Antwort anzeigen

Die Notrufnummer 110.


Typische Prüfungsfrage 4

Welche 5 W-Fragen sind beim Notruf wichtig?

Antwort anzeigen

Wo ist es passiert?
Was ist passiert?
Wie viele Verletzte gibt es?
Welche Verletzungen liegen vor?
Warten auf Rückfragen.


Typische Prüfungsfrage 5

Warum soll man beim Notruf nicht sofort auflegen?

Antwort anzeigen

Weil die Leitstelle Rückfragen haben kann. Man soll warten, bis die Leitstelle das Gespräch beendet.


Typische Prüfungsfrage 6

Was ist eine Meldekette?

Antwort anzeigen

Eine Meldekette legt fest, wer bei einem Unfall oder Notfall in welcher Reihenfolge informiert wird.


Typische Prüfungsfrage 7

Warum müssen Unfälle dokumentiert werden?

Antwort anzeigen

Unfälle müssen dokumentiert werden, damit der Unfallhergang nachvollziehbar ist, Versicherungsansprüche gesichert werden und der Arbeitsschutz verbessert werden kann.


Typische Prüfungsfrage 8

Wer ist Träger der gesetzlichen Unfallversicherung?

Antwort anzeigen

Die Berufsgenossenschaft beziehungsweise der zuständige Unfallversicherungsträger.


Typische Prüfungsfrage 9

Was ist ein Sammelplatz?

Antwort anzeigen

Ein Sammelplatz ist ein festgelegter sicherer Ort außerhalb des Gefahrenbereichs, an dem sich Beschäftigte nach einer Evakuierung sammeln.


Typische Prüfungsfrage 10

Was ist bei einem Stromunfall besonders wichtig?

Antwort anzeigen

Eigenschutz beachten, Stromquelle abschalten, wenn das gefahrlos möglich ist, verletzte Person nicht direkt berühren, solange Strom anliegt, Notruf absetzen und Erste Hilfe leisten.


Merksatz

Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

Seite 3.7 Verhalten im Brandfall und vorbeugender Brandschutz

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, wie Brände entstehen, wie man Brände vorbeugt und wie man sich im Brandfall richtig verhält.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Warum ist Brandschutz wichtig?

Brandschutz schützt Menschen, Gebäude, Betriebsmittel, Daten und Arbeitsprozesse.

Ein Brand kann im Betrieb sehr große Schäden verursachen.

Mögliche Folgen eines Brandes:

Wichtig:

Menschenrettung geht immer vor Sachwerten.


Wie entsteht ein Brand?

Für einen Brand braucht man normalerweise drei Dinge:

Brennbarer Stoff
+ Sauerstoff
+ Zündquelle / Wärme
= Brand

Diese drei Bestandteile nennt man oft das Verbrennungsdreieck.

Beispiele:

Bestandteil Beispiel
brennbarer Stoff Papier, Karton, Kunststoff, Kabelisolierung
Sauerstoff Luft
Zündquelle / Wärme defektes Netzteil, Kurzschluss, heiße Oberfläche

Brandursachen im Betrieb

Typische Brandursachen können sein:


Brandursachen im IT-Bereich

Auch IT-Arbeitsplätze und Serverräume können Brandrisiken haben.

Beispiele:

Situation Brandgefahr
überlastete Mehrfachsteckdose Überhitzung, Kabelbrand
defektes Netzteil Kurzschluss, Funkenbildung
blockierter Lüfter Überhitzung
Papier/Kartons im Serverraum zusätzliche Brandlast
Akkus falsch gelagert Brand- oder Explosionsgefahr
Flüssigkeit auf Geräten Kurzschluss
Kabel beschädigt Stromschlag oder Brand

Brennbare Stoffe

Brennbare Stoffe sind Materialien, die Feuer fangen können.

Beispiele im Büro- und IT-Umfeld:

Wichtig:

Brennbare Stoffe sollten nicht unnötig in Technikräumen, Serverräumen oder Fluchtwegen gelagert werden.


Hitzeentwicklung

Hitze kann durch Geräte, Strom oder schlechte Belüftung entstehen.

Beispiele:

Schutzmaßnahmen:


Vorbeugender Brandschutz

Vorbeugender Brandschutz bedeutet, Brände möglichst zu verhindern oder ihre Ausbreitung zu begrenzen.

Einfach gesagt:

Nicht erst reagieren, wenn es brennt, sondern vorher Risiken reduzieren.


Beispiele für vorbeugenden Brandschutz


Brandschutzordnung

Die Brandschutzordnung enthält Regeln zum Verhalten vor und während eines Brandes.

Sie beschreibt zum Beispiel:

Wichtig:

Beschäftigte müssen die Brandschutzordnung kennen und beachten.


Verhalten im Brandfall

Im Brandfall muss schnell, ruhig und richtig gehandelt werden.

Grundregel:

Ruhe bewahren
→ Brand melden
→ gefährdete Personen warnen
→ Menschenrettung vor Brandbekämpfung
→ wenn gefahrlos möglich: Entstehungsbrand löschen
→ Türen und Fenster schließen
→ Gebäude über Fluchtwege verlassen
→ keinen Aufzug benutzen
→ Sammelplatz aufsuchen
→ Anweisungen beachten

Brand melden

Ein Brand muss sofort gemeldet werden.

Möglichkeiten:

Wichtig beim Notruf:

W-Frage Bedeutung
Wo brennt es? genauer Ort
Was brennt? z. B. Serverraum, Büro, Kabel
Wie viele Personen sind betroffen? Verletzte oder eingeschlossene Personen
Welche Gefahren bestehen? Rauch, Strom, Chemikalien
Warten auf Rückfragen nicht sofort auflegen

Gefährdete Personen warnen

Wenn Personen in Gefahr sind, müssen sie gewarnt werden.

Beispiele:

Wichtig:

Eigenschutz beachten. Nicht in stark verrauchte oder gefährliche Bereiche laufen.


Menschenrettung vor Sachrettung

Menschenrettung ist wichtiger als Geräte, Daten oder Gebäude.

Beispiel:

Bei Rauchentwicklung im Serverraum ist es nicht sinnvoll, erst Server herunterzufahren oder Hardware zu retten.

Zuerst müssen Personen den Gefahrenbereich verlassen.


Entstehungsbrand löschen

Ein Entstehungsbrand ist ein Brand in der Anfangsphase.

Ein solcher Brand kann manchmal mit einem geeigneten Feuerlöscher gelöscht werden.

Aber nur, wenn:

Wichtig:

Bei Unsicherheit nicht selbst löschen, sondern sofort den Gefahrenbereich verlassen.


Türen und Fenster schließen

Im Brandfall sollten Türen und Fenster geschlossen werden, wenn das gefahrlos möglich ist.

Warum?

Wichtig:

Türen nicht abschließen.
Nur schließen, damit Rauch und Feuer begrenzt werden.


Fahrstuhlverbot im Brandfall

Im Brandfall darf der Fahrstuhl nicht benutzt werden.

Warum?

Richtig:

Immer Treppen und gekennzeichnete Fluchtwege benutzen.


Flucht- und Rettungswege

Flucht- und Rettungswege dienen dazu, das Gebäude sicher zu verlassen.

Wichtig:


Sammelplatz

Nach dem Verlassen des Gebäudes gehen Beschäftigte zum Sammelplatz.

Warum?

Wichtig:

Nicht eigenmächtig zurück ins Gebäude gehen.


Brandschutzmittel

Brandschutzmittel helfen bei der Brandbekämpfung oder Brandbegrenzung.

Beispiele:


Feuerlöscher

Feuerlöscher sind tragbare Löschgeräte für kleinere Brände.

Wichtig:

Nicht jeder Feuerlöscher ist für jeden Brand geeignet.

Der Feuerlöscher muss zur Brandklasse passen.

Grundregeln beim Einsatz:


Löschdecken

Löschdecken können kleinere Brände ersticken, indem sie Sauerstoff vom Brandherd fernhalten.

Einsatzmöglichkeiten:

Wichtig:

Bei Personenbränden ist besondere Vorsicht nötig. Hier gilt: schnell Hilfe holen, Person stoppen, Flammen ersticken und Erste Hilfe leisten.


Brandklassen

Brandklassen helfen dabei, das richtige Löschmittel auszuwählen.

Der Prüfungskatalog nennt besonders die Brandklassen A, B, C und D.


Brandklasse A

Brandklasse A umfasst Brände fester Stoffe, die meist unter Glutbildung brennen.

Beispiele:

Geeignete Löschmittel können sein:


Brandklasse B

Brandklasse B umfasst Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen.

Beispiele:

Geeignete Löschmittel können sein:

Wichtig:

Wasser ist bei vielen Flüssigkeitsbränden ungeeignet.


Brandklasse C

Brandklasse C umfasst Brände von Gasen.

Beispiele:

Wichtig:

Bei Gasbränden ist es besonders wichtig, wenn möglich die Gaszufuhr zu stoppen.

Geeignete Löschmittel können sein:


Brandklasse D

Brandklasse D umfasst Brände von Metallen.

Beispiele:

Geeignete Löschmittel:

Wichtig:

Wasser kann bei Metallbränden sehr gefährlich sein.


Hinweis zu elektrischen Anlagen

Elektrische Anlagen bilden keine eigene klassische Brandklasse im Prüfungskatalogpunkt A-D.

Bei Bränden an elektrischen Geräten ist wichtig:


Sicherheitszeichen im Brandschutz

Brandschutzzeichen sind typischerweise rot mit weißem Symbol.

Beispiele:

Zeichen Bedeutung
Feuerlöscher Standort eines Feuerlöschers
Brandmelder Stelle zum Auslösen des Brandalarms
Löschschlauch Wandhydrant oder Löschschlauch
Brandschutzeinrichtung Mittel zur Brandbekämpfung

Rettungszeichen für Fluchtwege und Notausgänge sind dagegen typischerweise grün.


Bezug zur IT-Arbeit

Brandschutz ist für Fachinformatiker besonders wichtig, weil IT-Systeme oft dauerhaft mit Strom betrieben werden.

Typische Risiken:

Richtige Maßnahmen:


Typische Prüfungsfrage 1

Welche drei Dinge braucht ein Brand normalerweise?

Antwort anzeigen

Ein Brand braucht normalerweise einen brennbaren Stoff, Sauerstoff und eine Zündquelle beziehungsweise Wärme.


Typische Prüfungsfrage 2

Was bedeutet vorbeugender Brandschutz?

Antwort anzeigen

Vorbeugender Brandschutz bedeutet, Maßnahmen zu treffen, damit Brände möglichst gar nicht erst entstehen oder sich nicht schnell ausbreiten.


Typische Prüfungsfrage 3

Was ist im Brandfall zuerst wichtig?

Antwort anzeigen

Zuerst ist die Sicherheit von Menschen wichtig. Menschenrettung geht vor Sachwerten.


Typische Prüfungsfrage 4

Warum darf man im Brandfall keinen Fahrstuhl benutzen?

Antwort anzeigen

Weil der Fahrstuhl stecken bleiben kann, Rauch eindringen kann oder der Strom ausfallen kann. Deshalb müssen Treppen und Fluchtwege benutzt werden.


Typische Prüfungsfrage 5

Warum sollte man Türen und Fenster im Brandfall schließen, wenn das gefahrlos möglich ist?

Antwort anzeigen

Damit sich Feuer und Rauch langsamer ausbreiten und Fluchtwege länger nutzbar bleiben.


Typische Prüfungsfrage 6

Welche Farbe haben Brandschutzzeichen?

Antwort anzeigen

Brandschutzzeichen sind typischerweise rot mit weißem Symbol.


Typische Prüfungsfrage 7

Welche Farbe haben Rettungszeichen für Fluchtwege?

Antwort anzeigen

Rettungszeichen für Fluchtwege und Notausgänge sind typischerweise grün.


Typische Prüfungsfrage 8

Was gehört zur Brandklasse A?

Antwort anzeigen

Zur Brandklasse A gehören Brände fester Stoffe, meist mit Glutbildung, zum Beispiel Holz, Papier, Karton oder Textilien.


Typische Prüfungsfrage 9

Was gehört zur Brandklasse B?

Antwort anzeigen

Zur Brandklasse B gehören Brände flüssiger oder flüssig werdender Stoffe, zum Beispiel Benzin, Öl, Lacke oder Lösungsmittel.


Typische Prüfungsfrage 10

Was gehört zur Brandklasse C?

Antwort anzeigen

Zur Brandklasse C gehören Brände von Gasen, zum Beispiel Propan, Butan oder Erdgas.


Typische Prüfungsfrage 11

Was gehört zur Brandklasse D?

Antwort anzeigen

Zur Brandklasse D gehören Brände von Metallen, zum Beispiel Magnesium, Aluminiumstaub, Natrium oder Kalium.


Typische Prüfungsfrage 12

Warum darf man Fluchtwege nicht zustellen?

Antwort anzeigen

Weil Personen im Brandfall schnell und sicher das Gebäude verlassen können müssen. Blockierte Fluchtwege können lebensgefährlich sein.


Typische Prüfungsfrage 13

Warum sollte man im Serverraum keine Kartons lagern?

Antwort anzeigen

Kartons erhöhen die Brandlast. Außerdem können sie Fluchtwege blockieren, Luftzirkulation verschlechtern und die Brandgefahr erhöhen.


Merksatz

Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

Kompakte Wiederholung und Prüfungsfragen zu Kapitel 3

Hinweis

Diese Seite ist kein eigener Fragenkomplex im IHK-Prüfungskatalog.

Sie dient nur zum Wiederholen, Üben und Festigen der Inhalte aus Kapitel 3.

Kapitel 3 behandelt den Bereich:

Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit


Kompakte Wiederholung


1. Gesundheits- und Arbeitsschutzvorschriften

Arbeitsschutzvorschriften sollen verhindern, dass Beschäftigte durch ihre Arbeit verletzt werden, krank werden oder langfristige gesundheitliche Schäden bekommen.

Wichtige Vorschriften und Begriffe

Vorschrift / Begriff Bedeutung
Arbeitsschutzgesetz zentrale Grundlage für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
Arbeitssicherheitsgesetz regelt Unterstützung durch Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt
Arbeitszeitgesetz regelt Arbeitszeiten, Pausen und Ruhezeiten
Betriebssicherheitsverordnung sichere Verwendung von Arbeitsmitteln
Arbeitsstättenverordnung sichere Gestaltung von Arbeitsstätten
Unfallverhütungsvorschriften Regeln zur Vermeidung von Arbeitsunfällen
Jugendarbeitsschutzgesetz besonderer Schutz für Jugendliche
Gefährdungsbeurteilung Gefahren erkennen, bewerten und Schutzmaßnahmen festlegen

Merksatz

Arbeitsschutz bedeutet: Gefahren erkennen, Schutzmaßnahmen festlegen und Beschäftigte schützen.


2. Gefährdungen und Beanspruchungen

Eine Gefährdung ist eine mögliche Quelle für einen Schaden.

Wichtige Gefährdungsarten

Gefährdung Beispiel im IT-Bereich
mechanisch Stolpern über Kabel, Quetschung beim Servereinbau
elektrisch defektes Netzteil, beschädigtes Stromkabel
thermisch überhitzter Server, heißes Netzteil
chemisch Tonerstaub, Reinigungsmittel, ausgelaufener Akku
ergonomisch falsche Monitorhöhe, schlechter Bürostuhl
akustisch Lärm im Serverraum
psychisch Zeitdruck, Rufbereitschaft, ständige Unterbrechungen

Belastung und Beanspruchung

Begriff Bedeutung
Belastung äußere Einwirkung auf den Menschen
Beanspruchung individuelle Wirkung dieser Belastung auf den Menschen

Merksatz

Belastung kommt von außen.
Beanspruchung ist die Wirkung auf den Menschen.


3. Fürsorgepflicht, Ergonomie und Vorsorge

Der Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht.

Das bedeutet:

Der Arbeitgeber muss auf Leben, Gesundheit und berechtigte Interessen der Beschäftigten Rücksicht nehmen.

Dazu gehören zum Beispiel:

Ergonomischer Bildschirmarbeitsplatz

Wichtig sind:

Merksatz

Ergonomie bedeutet: Der Arbeitsplatz wird an den Menschen angepasst.


4. Vorschriften im Arbeitsablauf

Betriebliche Vorschriften schützen Menschen, Betriebsmittel, Daten und Arbeitsprozesse.

Wichtige Regeln

Fluchtwege und Notausgänge

Fluchtwege und Notausgänge müssen:

Merksatz

Fluchtwege und Notausgänge dürfen niemals blockiert werden.


5. Schutzarten, Schutzklassen und Arbeitsschutzzeichen

Schutzart

Die Schutzart beschreibt den Schutz gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser.

Beispiel:

IP44, IP54, IP65

IP-Code

Stelle Bedeutung
erste Ziffer Schutz gegen Fremdkörper und Berührung
zweite Ziffer Schutz gegen Wasser

Schutzklasse

Die Schutzklasse beschreibt den Schutz gegen elektrischen Schlag.

Schutzklasse Bedeutung
Schutzklasse I Schutzleiter vorhanden
Schutzklasse II doppelte oder verstärkte Isolierung
Schutzklasse III Schutz durch Schutzkleinspannung

Sicherheitszeichen

Zeichenart Farbe Bedeutung
Verbotszeichen rot etwas ist verboten
Gebotszeichen blau etwas ist vorgeschrieben
Warnzeichen gelb Warnung vor Gefahr
Rettungszeichen grün Fluchtweg, Notausgang, Erste Hilfe
Brandschutzzeichen rot Feuerlöscher, Brandmelder, Löschmittel

CE-Zeichen

Das CE-Zeichen bedeutet, dass der Hersteller erklärt, dass das Produkt grundlegende EU-Anforderungen erfüllt.

Es ist keine unabhängige Qualitätsauszeichnung.

Merksatz

Schutzart = Staub/Wasser.
Schutzklasse = elektrischer Schlag.
Farben: Rot, Blau, Gelb, Grün merken.


6. Verhalten bei Unfällen

Bei Unfällen gilt zuerst:

Eigenschutz beachten.

Richtige Reihenfolge

Eigenschutz beachten
→ Unfallstelle sichern
→ verletzte Person ansprechen
→ Hilfe holen
→ Erste Hilfe leisten
→ Notruf absetzen, falls nötig
→ zuständige Stellen informieren
→ Unfall dokumentieren

Notrufnummern

Nummer Bedeutung
112 Feuerwehr und Rettungsdienst
110 Polizei

5 W-Fragen beim Notruf

Frage Bedeutung
Wo ist es passiert? genauer Ort
Was ist passiert? Unfall, Brand, Verletzung
Wie viele Verletzte? Anzahl
Welche Verletzungen? Art und Schwere
Warten auf Rückfragen nicht selbst auflegen

Meldekette

Eine Meldekette legt fest, wer bei einem Unfall in welcher Reihenfolge informiert wird.

Sammelplatz

Der Sammelplatz ist ein festgelegter sicherer Ort außerhalb des Gefahrenbereichs.

Merksatz

Eigenschutz geht vor Fremdhilfe.
112 ist Feuerwehr und Rettungsdienst.
Unfälle müssen dokumentiert werden.


7. Verhalten im Brandfall und vorbeugender Brandschutz

Ein Brand braucht normalerweise:

brennbarer Stoff
+ Sauerstoff
+ Zündquelle / Wärme
= Brand

Vorbeugender Brandschutz

Vorbeugender Brandschutz bedeutet, Brände möglichst zu verhindern oder ihre Ausbreitung zu begrenzen.

Beispiele:

Verhalten im Brandfall

Ruhe bewahren
→ Brand melden
→ gefährdete Personen warnen
→ Menschenrettung vor Sachrettung
→ wenn gefahrlos möglich: Entstehungsbrand löschen
→ Türen und Fenster schließen
→ Gebäude über Fluchtwege verlassen
→ keinen Aufzug benutzen
→ Sammelplatz aufsuchen
→ Anweisungen beachten

Brandklassen

Brandklasse Bedeutung Beispiele
A feste Stoffe Holz, Papier, Karton
B flüssige oder flüssig werdende Stoffe Benzin, Öl, Lacke
C Gase Propan, Butan, Erdgas
D Metalle Magnesium, Aluminiumstaub, Natrium

Merksatz

Menschenrettung geht vor Sachrettung.
Im Brandfall keinen Aufzug benutzen.
Brandschutzzeichen sind rot, Rettungszeichen grün.


Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

Prüfungsfragen zu Kapitel 3

1. Wozu dient das Arbeitsschutzgesetz?

Antwort anzeigen

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet den Arbeitgeber, Maßnahmen zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu treffen.


2. Was ist eine Gefährdungsbeurteilung?

Antwort anzeigen

Eine Gefährdungsbeurteilung ist die systematische Prüfung, welche Gefahren an einem Arbeitsplatz oder bei einer Tätigkeit bestehen und welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind.


3. Was regelt das Arbeitszeitgesetz?

Antwort anzeigen

Das Arbeitszeitgesetz regelt Arbeitszeiten, Pausen und Ruhezeiten.


4. Welche Pause ist bei mehr als 6 Stunden Arbeitszeit mindestens erforderlich?

Antwort anzeigen

Mindestens 30 Minuten Pause.


5. Welche Pause ist bei mehr als 9 Stunden Arbeitszeit mindestens erforderlich?

Antwort anzeigen

Mindestens 45 Minuten Pause.


6. Was ist eine mechanische Gefährdung?

Antwort anzeigen

Eine mechanische Gefährdung entsteht durch Bewegung, Gegenstände, Werkzeuge oder Stolperstellen, zum Beispiel Stolpern über Kabel oder Quetschungen beim Servereinbau.


7. Was ist eine elektrische Gefährdung?

Antwort anzeigen

Eine elektrische Gefährdung entsteht durch Strom oder elektrische Geräte, zum Beispiel beschädigte Stromkabel oder defekte Netzteile.


8. Was ist eine ergonomische Gefährdung?

Antwort anzeigen

Eine ergonomische Gefährdung entsteht durch schlechte Arbeitsplatzgestaltung oder ungünstige Körperhaltung, zum Beispiel falsche Monitorhöhe oder schlechter Bürostuhl.


9. Was ist eine psychische Gefährdung im IT-Beruf?

Antwort anzeigen

Beispiele sind hoher Zeitdruck, ständige Erreichbarkeit, Rufbereitschaft, unklare Zuständigkeiten oder dauerhafte Überforderung.


10. Was ist der Unterschied zwischen Belastung und Beanspruchung?

Antwort anzeigen

Belastung ist eine äußere Einwirkung auf den Menschen. Beanspruchung ist die individuelle Wirkung dieser Belastung auf den Menschen.


11. Was bedeutet Fürsorgepflicht des Arbeitgebers?

Antwort anzeigen

Die Fürsorgepflicht bedeutet, dass der Arbeitgeber auf Leben, Gesundheit und berechtigte Interessen der Beschäftigten Rücksicht nehmen muss.


12. Was bedeutet Ergonomie?

Antwort anzeigen

Ergonomie bedeutet, dass Arbeitsplatz und Arbeitsbedingungen an den Menschen angepasst werden.


13. Nenne drei Merkmale eines ergonomischen Bildschirmarbeitsplatzes.

Antwort anzeigen

Beispiele sind richtige Monitorhöhe, ausreichender Bildschirmabstand, ergonomischer Stuhl, passende Tischhöhe, gute Beleuchtung und gut erreichbare Tastatur und Maus.


14. Warum müssen Fluchtwege freigehalten werden?

Antwort anzeigen

Damit Personen bei Gefahr schnell und sicher das Gebäude oder den Gefahrenbereich verlassen können.


15. Welche Farbe haben Rettungszeichen?

Antwort anzeigen

Rettungszeichen sind grün.


16. Welche Farbe haben Brandschutzzeichen?

Antwort anzeigen

Brandschutzzeichen sind rot.


17. Welche Farbe haben Gebotszeichen?

Antwort anzeigen

Gebotszeichen sind blau.


18. Welche Farbe haben Warnzeichen?

Antwort anzeigen

Warnzeichen sind gelb.


19. Was beschreibt die IP-Schutzart?

Antwort anzeigen

Die IP-Schutzart beschreibt, wie gut ein elektrisches Gerät gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser geschützt ist.


20. Was beschreibt die Schutzklasse?

Antwort anzeigen

Die Schutzklasse beschreibt den Schutz gegen elektrischen Schlag.


21. Was ist typisch für Schutzklasse I?

Antwort anzeigen

Geräte der Schutzklasse I haben einen Schutzleiter.


22. Was ist typisch für Schutzklasse II?

Antwort anzeigen

Geräte der Schutzklasse II haben eine doppelte oder verstärkte Isolierung und benötigen keinen Schutzleiter.


23. Was ist typisch für Schutzklasse III?

Antwort anzeigen

Geräte der Schutzklasse III arbeiten mit Schutzkleinspannung.


24. Was bedeutet das CE-Zeichen?

Antwort anzeigen

Das CE-Zeichen bedeutet, dass der Hersteller erklärt, dass das Produkt grundlegende EU-Anforderungen erfüllt. Es ist keine unabhängige Qualitätsauszeichnung.


25. Was ist bei einem Unfall zuerst zu beachten?

Antwort anzeigen

Zuerst ist der Eigenschutz zu beachten.


26. Welche Notrufnummer gilt für Feuerwehr und Rettungsdienst?

Antwort anzeigen

Die 112.


27. Welche Notrufnummer gilt für die Polizei?

Antwort anzeigen

Die 110.


28. Nenne die 5 W-Fragen beim Notruf.

Antwort anzeigen

Wo ist es passiert?
Was ist passiert?
Wie viele Verletzte gibt es?
Welche Verletzungen liegen vor?
Warten auf Rückfragen.


29. Was ist eine Meldekette?

Antwort anzeigen

Eine Meldekette legt fest, wer bei einem Unfall oder Notfall in welcher Reihenfolge informiert wird.


30. Warum müssen Unfälle dokumentiert werden?

Antwort anzeigen

Damit der Unfallhergang nachvollziehbar ist, Versicherungsansprüche gesichert werden und der Arbeitsschutz verbessert werden kann.


31. Was ist ein Sammelplatz?

Antwort anzeigen

Ein Sammelplatz ist ein festgelegter sicherer Ort außerhalb des Gefahrenbereichs, an dem sich Beschäftigte nach einer Evakuierung sammeln.


32. Welche drei Dinge braucht ein Brand normalerweise?

Antwort anzeigen

Ein Brand braucht normalerweise einen brennbaren Stoff, Sauerstoff und eine Zündquelle beziehungsweise Wärme.


33. Was bedeutet vorbeugender Brandschutz?

Antwort anzeigen

Vorbeugender Brandschutz bedeutet, Maßnahmen zu treffen, damit Brände möglichst gar nicht erst entstehen oder sich nicht schnell ausbreiten.


34. Was ist im Brandfall zuerst wichtig?

Antwort anzeigen

Die Sicherheit von Menschen. Menschenrettung geht vor Sachrettung.


35. Warum darf man im Brandfall keinen Fahrstuhl benutzen?

Antwort anzeigen

Weil der Fahrstuhl stecken bleiben kann, Rauch eindringen kann oder der Strom ausfallen kann. Deshalb müssen Treppen und Fluchtwege benutzt werden.


36. Warum sollte man Türen und Fenster im Brandfall schließen, wenn das gefahrlos möglich ist?

Antwort anzeigen

Damit sich Feuer und Rauch langsamer ausbreiten und Fluchtwege länger nutzbar bleiben.


37. Was gehört zur Brandklasse A?

Antwort anzeigen

Zur Brandklasse A gehören Brände fester Stoffe, meistens mit Glutbildung, zum Beispiel Holz, Papier oder Karton.


38. Was gehört zur Brandklasse B?

Antwort anzeigen

Zur Brandklasse B gehören Brände flüssiger oder flüssig werdender Stoffe, zum Beispiel Benzin, Öl oder Lacke.


39. Was gehört zur Brandklasse C?

Antwort anzeigen

Zur Brandklasse C gehören Brände von Gasen, zum Beispiel Propan, Butan oder Erdgas.


40. Was gehört zur Brandklasse D?

Antwort anzeigen

Zur Brandklasse D gehören Brände von Metallen, zum Beispiel Magnesium, Aluminiumstaub, Natrium oder Kalium.


Kurztest ohne Hilfe

Beantworte diese Fragen ohne nachzuschauen:


Merksätze für Kapitel 3

Kapitel 4 – Umweltschutz

Kapitel 4 – Umweltschutz

Seite 4.1 Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, welche Umweltbelastungen durch einen Ausbildungsbetrieb entstehen können und wie der Betrieb sowie die Beschäftigten dazu beitragen können, diese Belastungen zu verringern.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was bedeutet Umweltschutz im Betrieb?

Umweltschutz im Betrieb bedeutet, dass ein Unternehmen seine Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering hält.

Dabei geht es zum Beispiel um:

Einfach gesagt:

Ein Betrieb soll so arbeiten, dass Umwelt und Ressourcen möglichst wenig belastet werden.


Was sind Umweltbelastungen?

Umweltbelastungen sind schädliche oder nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt.

Sie können entstehen durch:


Umweltbelastungen in einem IT-Ausbildungsbetrieb

Auch ein IT-Betrieb belastet die Umwelt, obwohl dort meistens keine klassische Produktion stattfindet.

Beispiele:

Bereich Mögliche Umweltbelastung
Büro Papierverbrauch, Stromverbrauch, Heizung, Beleuchtung
IT-Arbeitsplatz Monitore, PCs, Dockingstations, Ladegeräte
Serverraum hoher Stromverbrauch, Wärmeentwicklung, Kühlung
Drucker Toner, Papier, Feinstaub, Kartuschen
Hardware Elektroschrott, defekte Geräte, Akkus
Netzwerk dauerhaft laufende Switches, Router, Access Points
Lager Verpackungsmaterial, Kartons, Plastik
Transport Lieferfahrten, Dienstfahrten, Versand

Beispiel: Umweltbelastung durch Stromverbrauch

Viele IT-Geräte laufen täglich mehrere Stunden oder sogar dauerhaft.

Beispiele:

Wenn Geräte unnötig eingeschaltet bleiben, wird unnötig Strom verbraucht.

Mögliche Folgen:


Beispiel: Umweltbelastung durch Abfall

In IT-Betrieben entsteht unterschiedlicher Abfall.

Beispiele:

Wichtig:

Elektroschrott darf nicht einfach in den normalen Hausmüll.

Datenträger müssen außerdem so entsorgt werden, dass keine vertraulichen Daten wiederhergestellt werden können.


Beispiel: Umweltbelastung durch Druck und Papier

Auch in digitalen Betrieben wird oft noch gedruckt.

Umweltbelastungen entstehen durch:

Mögliche Maßnahmen:


Beitrag des Ausbildungsbetriebes zum Umweltschutz

Ein Ausbildungsbetrieb kann aktiv zum Umweltschutz beitragen.

Mögliche Maßnahmen:


Beitrag der Auszubildenden zum Umweltschutz

Auch Auszubildende können im Arbeitsalltag zum Umweltschutz beitragen.

Beispiele:


Umweltbelastungen wahrnehmen

Umweltbelastungen wahrnehmen bedeutet, im Arbeitsalltag aufmerksam zu sein.

Typische Fragen:


Umweltbelastungen vermeiden helfen

Umweltbelastungen vermeiden helfen bedeutet, nicht nur Probleme zu erkennen, sondern auch richtig zu handeln.

Beispiele:

Beobachtung Richtiges Verhalten
Drucker druckt unnötig viele Testseiten Ursache prüfen und Fehldruck vermeiden
alte Hardware liegt im Büro herum zuständige Stelle informieren
Licht ist im leeren Raum an Licht ausschalten
Monitor läuft über Nacht Energiesparmodus oder Ausschalten nutzen
Papier wird einseitig verschwendet Duplexdruck einstellen
Batterien liegen im Restmüll fachgerechte Sammlung nutzen
Kartons stehen im Flur Verpackung korrekt entsorgen und Fluchtwege freihalten
defekte Geräte werden gelagert Entsorgung oder Reparatur klären

Typische Umweltbelastungen im Büro

Umweltbelastung Mögliche Vermeidung
hoher Papierverbrauch digitale Dokumente, Duplexdruck
hoher Stromverbrauch Energiesparmodus, Geräte ausschalten
Verpackungsabfall Verpackungen trennen und recyceln
Toner und Druckerzubehör sparsam drucken, fachgerecht entsorgen
Wärmeverlust richtig lüften, Heizung sinnvoll nutzen
unnötige Fahrten Videokonferenz oder digitale Abstimmung nutzen

Typische Umweltbelastungen im Serverraum

Umweltbelastung Mögliche Vermeidung
hoher Stromverbrauch effiziente Hardware, Virtualisierung, Last prüfen
Wärmeentwicklung gute Luftführung, passende Kühlung
unnötig laufende Systeme nicht benötigte Systeme abschalten
alte Hardware Wiederverwendung, Recycling, fachgerechte Entsorgung
Verpackungsmaterial getrennt sammeln und entsorgen
Brandlast durch Kartons keine Kartons im Serverraum lagern

Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit

Umweltschutz kann auch wirtschaftliche Vorteile haben.

Beispiele:

Wichtig:

Umweltschutz ist nicht nur eine moralische Aufgabe.
Er kann auch Kosten senken und Risiken vermeiden.


Umweltschutz und Verantwortung im Betrieb

Ein Betrieb trägt Verantwortung gegenüber:

Beispiel:

Ein Betrieb entsorgt alte Festplatten nicht korrekt.

Dann kann das gleich mehrere Probleme verursachen:


Bezug zur Prüfung

In der Prüfung können Fragen dazu kommen, wie ein Ausbildungsbetrieb Umweltbelastungen erkennt und reduziert.

Typische Aufgaben können sein:


Typische Prüfungsfrage 1

Nenne drei mögliche Umweltbelastungen durch einen IT-Ausbildungsbetrieb.

Antwort anzeigen

Beispiele sind hoher Stromverbrauch durch IT-Geräte, Elektroschrott durch alte Hardware und Papier- oder Tonerverbrauch durch Drucker.


Typische Prüfungsfrage 2

Wie kann ein Ausbildungsbetrieb zum Umweltschutz beitragen?

Antwort anzeigen

Ein Betrieb kann energieeffiziente Geräte einsetzen, Strom sparen, Papierverbrauch reduzieren, Abfall trennen, Elektroschrott fachgerecht entsorgen und Mitarbeiter zum Umweltschutz unterweisen.


Typische Prüfungsfrage 3

Was kann ein Auszubildender im Alltag für den Umweltschutz tun?

Antwort anzeigen

Ein Auszubildender kann Geräte ausschalten, wenn sie nicht gebraucht werden, unnötige Ausdrucke vermeiden, Müll trennen, defekte Geräte melden und Batterien oder Elektroschrott fachgerecht entsorgen.


Typische Prüfungsfrage 4

Warum darf Elektroschrott nicht einfach in den Restmüll?

Antwort anzeigen

Elektroschrott kann wertvolle Rohstoffe, Schadstoffe und elektronische Bauteile enthalten. Er muss fachgerecht entsorgt oder recycelt werden.


Typische Prüfungsfrage 5

Warum ist der Serverraum aus Umweltsicht wichtig?

Antwort anzeigen

Serverräume verbrauchen oft viel Strom und erzeugen Wärme. Zusätzlich wird Energie für Kühlung benötigt. Deshalb sind effiziente Hardware, gute Kühlung und das Abschalten nicht benötigter Systeme wichtig.


Typische Prüfungsfrage 6

Nenne zwei Möglichkeiten, Papierverbrauch zu reduzieren.

Antwort anzeigen

Man kann digitale Dokumente nutzen und Duplexdruck einstellen. Außerdem sollten unnötige Ausdrucke und Fehldrucke vermieden werden.


Typische Prüfungsfrage 7

Warum kann Umweltschutz auch wirtschaftlich sinnvoll sein?

Antwort anzeigen

Umweltschutz kann Kosten senken, zum Beispiel durch weniger Stromverbrauch, weniger Papierverbrauch, längere Gerätenutzung und geringere Entsorgungskosten.


Typische Prüfungsfrage 8

Was bedeutet Umweltbelastungen wahrnehmen und vermeiden helfen?

Antwort anzeigen

Es bedeutet, im Arbeitsalltag mögliche Umweltbelastungen zu erkennen und durch richtiges Verhalten oder Meldung an zuständige Stellen zur Vermeidung beizutragen.


Merksatz

Kapitel 4 – Umweltschutz

Seite 4.2 Umweltbelastungen durch IT-Prozesse

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, welche Umweltbelastungen speziell durch IT-Prozesse und IT-beteiligte Prozesse entstehen können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was sind IT-Prozesse?

IT-Prozesse sind Arbeitsabläufe, bei denen IT-Systeme geplant, betrieben, genutzt oder verwaltet werden.

Beispiele:


Was sind IT-beteiligte Prozesse?

IT-beteiligte Prozesse sind betriebliche Abläufe, die nicht nur aus IT bestehen, aber stark von IT unterstützt werden.

Beispiele:

Einfach gesagt:

Fast jeder moderne Geschäftsprozess nutzt IT. Dadurch entstehen auch Umweltbelastungen durch IT-Nutzung.


Warum können IT-Prozesse die Umwelt belasten?

IT wirkt oft „sauber“, weil man keine klassische Produktion sieht.

Trotzdem entstehen Umweltbelastungen durch:


Stromverbrauch durch IT-Systeme

Viele IT-Geräte benötigen dauerhaft oder regelmäßig Strom.

Beispiele:

Gerät / System Umweltbelastung
Server hoher Dauerstromverbrauch
Switches laufen oft rund um die Uhr
Router dauerhafter Betrieb
Access Points dauerhafter Betrieb
NAS-Systeme Stromverbrauch und Festplattenbetrieb
PCs und Notebooks Stromverbrauch im Arbeitsalltag
Monitore zusätzlicher Stromverbrauch
Drucker Stromverbrauch und Verbrauchsmaterial
USV-Anlagen Energieverlust und Akkus
Klimaanlage im Serverraum hoher zusätzlicher Energiebedarf

Dauerbetrieb von IT-Geräten

Viele IT-Systeme laufen 24 Stunden am Tag.

Beispiele:

Problem:

Dauerbetrieb erhöht den Stromverbrauch und damit auch die Umweltbelastung.

Mögliche Maßnahmen:


Wärmeentwicklung

IT-Geräte wandeln einen Teil der elektrischen Energie in Wärme um.

Besonders relevant ist das bei:

Folgen:


Kühlung im Serverraum

Serverräume benötigen häufig aktive Kühlung.

Umweltbelastung:

Nicht nur die Server verbrauchen Strom.
Auch die Klimatisierung benötigt Energie.

Beispiel:

Server verbrauchen Strom
→ Server erzeugen Wärme
→ Klimaanlage muss kühlen
→ zusätzlicher Stromverbrauch entsteht

Mögliche Maßnahmen:


Serverräume als Umweltfaktor

Serverräume sind aus Umweltsicht besonders wichtig, weil sie oft dauerhaft betrieben werden.

Typische Umweltbelastungen im Serverraum:

Wichtige Regel:

Serverräume sollten nicht als Lagerraum für Kartons, alte Hardware oder Verpackungsmaterial genutzt werden.


USV-Anlagen

USV bedeutet unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Eine USV versorgt Geräte bei Stromausfall kurzfristig weiter mit Strom.

Zweck einer USV:


Umweltrisiken von USV-Anlagen

USV-Anlagen sind wichtig für die IT-Sicherheit und Verfügbarkeit, können aber Umweltbelastungen verursachen.

Mögliche Belastungen:

Wichtig:

Akkus aus USV-Anlagen dürfen nicht unsachgemäß entsorgt werden.

Sie müssen fachgerecht gesammelt und entsorgt oder recycelt werden.


Zielkonflikt bei USV-Anlagen

USV-Anlagen zeigen einen typischen Zielkonflikt:

Ziel Vorteil Nachteil
hohe Verfügbarkeit Systeme laufen bei Stromausfall weiter mehr Stromverbrauch und Akkus
Umweltschutz weniger Energie- und Ressourcenverbrauch eventuell geringere Ausfallsicherheit
Datensicherheit Datenverlust wird vermieden zusätzliche Hardware nötig

Prüfungsnah formuliert:

Eine USV verbessert die Verfügbarkeit und Datensicherheit, verursacht aber zusätzlichen Energie- und Ressourcenverbrauch.


Akkus und Batterien

Akkus und Batterien kommen in vielen IT-Geräten vor.

Beispiele:

Umweltprobleme:


Hardwarebetrieb und Hardwareaustausch

IT-Hardware verursacht Umweltbelastungen nicht nur beim Betrieb, sondern auch bei Herstellung und Entsorgung.

Umweltfaktoren:

Mögliche Maßnahmen:


Druck- und Printprozesse

Drucken ist ein IT-beteiligter Prozess, der Umweltbelastungen verursachen kann.

Belastungen:

Mögliche Maßnahmen:


Speichermedien

Speichermedien sind aus Umweltschutz- und Datenschutzsicht wichtig.

Beispiele:

Umweltbelastungen:

Zusätzliches Risiko:

Auf Speichermedien können personenbezogene oder vertrauliche Daten gespeichert sein.

Deshalb muss bei Entsorgung oder Weitergabe auch Datenschutz beachtet werden.


Datenspeicherung und Umweltbelastung

Auch digitale Daten verursachen indirekt Umweltbelastungen.

Warum?

Daten müssen gespeichert, gesichert, übertragen und verarbeitet werden.

Dafür werden benötigt:

Beispiele:

Mögliche Maßnahmen:


Cloud-Nutzung und Umwelt

Cloud-Dienste wirken für den Nutzer oft unsichtbar.

Trotzdem laufen die Daten in Rechenzentren.

Mögliche Umweltbelastungen:

Mögliche Vorteile:

Wichtig:

Cloud ist nicht automatisch umweltfreundlich oder umweltschädlich.
Es kommt auf Nutzung, Anbieter, Rechenzentrum, Stromquelle und Effizienz an.


IT-Prozesse und Transport

Auch Transport kann Teil von IT-Prozessen sein.

Beispiele:

Mögliche Maßnahmen:


Typische Umweltbelastungen durch IT-Prozesse

IT-Prozess Mögliche Umweltbelastung Mögliche Maßnahme
Serverbetrieb Stromverbrauch, Wärme effiziente Hardware, Virtualisierung
Netzwerkbetrieb Dauerstromverbrauch nicht benötigte Geräte abschalten
Drucken Papier, Toner, Energie Duplexdruck, digital arbeiten
Datenspeicherung Speicherbedarf, Strom Daten aufräumen, Dubletten vermeiden
USV-Betrieb Akkus, Energieverluste passende Dimensionierung, fachgerechte Akkuentsorgung
Hardwareaustausch Elektroschrott Reparatur, Weiterverwendung, Recycling
Cloud-Nutzung Rechenzentrumsenergie Anbieter und Nutzung bewusst wählen
Vor-Ort-Service Fahrten, CO₂ Remote-Support prüfen

Bezug zur Prüfung

In der Prüfung könnten Situationen beschrieben werden, bei denen du Umweltbelastungen erkennen oder geeignete Maßnahmen auswählen sollst.

Typische Prüfungsaufgaben:


Typische Prüfungsfrage 1

Warum können IT-Prozesse die Umwelt belasten?

Antwort anzeigen

IT-Prozesse belasten die Umwelt zum Beispiel durch Stromverbrauch, Wärmeentwicklung, Kühlbedarf, Hardwareherstellung, Elektroschrott, Akkus, Druckverbrauch und Datenspeicherung.


Typische Prüfungsfrage 2

Warum ist ein Serverraum aus Umweltsicht besonders relevant?

Antwort anzeigen

Ein Serverraum ist relevant, weil Server, Netzwerkgeräte und Kühlung oft dauerhaft laufen und dadurch viel Strom verbrauchen und Wärme erzeugen.


Typische Prüfungsfrage 3

Was ist eine USV?

Antwort anzeigen

Eine USV ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Sie versorgt Geräte bei Stromausfall kurzfristig weiter, damit Systeme geschützt und geordnet heruntergefahren werden können.


Typische Prüfungsfrage 4

Warum kann eine USV aus Umweltsicht problematisch sein?

Antwort anzeigen

Eine USV verbraucht im Betrieb Energie, erzeugt Wärme und enthält Akkus, die regelmäßig ersetzt und fachgerecht entsorgt werden müssen.


Typische Prüfungsfrage 5

Nenne zwei Maßnahmen, um Umweltbelastungen im Serverraum zu verringern.

Antwort anzeigen

Beispiele sind energieeffiziente Hardware einsetzen, nicht benötigte Systeme abschalten, Virtualisierung nutzen, Kühlung optimieren und Kartons nicht im Serverraum lagern.


Typische Prüfungsfrage 6

Warum dürfen Akkus und Batterien nicht in den Restmüll?

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Akkus und Batterien können Schadstoffe enthalten, wertvolle Rohstoffe enthalten und bei Beschädigung eine Brandgefahr darstellen. Sie müssen fachgerecht gesammelt und entsorgt werden.


Typische Prüfungsfrage 7

Wie kann man Druckprozesse umweltfreundlicher gestalten?

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Man kann digitale Dokumente nutzen, Duplexdruck einstellen, nur notwendige Dokumente drucken, Fehldrucke vermeiden und Toner fachgerecht entsorgen.


Typische Prüfungsfrage 8

Warum verursachen auch digitale Daten Umweltbelastungen?

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Digitale Daten müssen gespeichert, gesichert, verarbeitet und übertragen werden. Dafür werden Server, Speicher, Netzwerke, Strom und Kühlung benötigt.


Typische Prüfungsfrage 9

Ist Cloud-Nutzung automatisch umweltfreundlich?

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Nein. Cloud-Nutzung kann effizient sein, verursacht aber trotzdem Stromverbrauch, Kühlbedarf und Hardwarebedarf in Rechenzentren. Es kommt auf Anbieter, Nutzung, Effizienz und Stromquelle an.


Merksatz

Kapitel 4 – Umweltschutz

Seite 4.3 Energie- und Ressourcenverwendung

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, wie Betriebe Energie und Ressourcen rationell verwenden können und warum unnötige Gerätelaufzeiten vermieden werden sollen.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was bedeutet rationelle Energieverwendung?

Rationelle Energieverwendung bedeutet, Energie sinnvoll, sparsam und effizient einzusetzen.

Einfach gesagt:

Energie soll nicht unnötig verschwendet werden.

Im Betrieb betrifft das zum Beispiel:


Was bedeutet rationelle Ressourcenverwendung?

Rationelle Ressourcenverwendung bedeutet, Rohstoffe, Materialien und Betriebsmittel bewusst und sparsam einzusetzen.

Ressourcen können sein:

Einfach gesagt:

Ressourcen sollen nicht unnötig verbraucht oder verschwendet werden.


Warum ist Energie- und Ressourcensparen wichtig?

Energie- und Ressourcensparen hat mehrere Vorteile.

Vorteil Erklärung
Umweltschutz weniger Verbrauch belastet Umwelt und Klima weniger
Kostensenkung weniger Strom, Papier und Material senken Betriebskosten
längere Nutzungsdauer schonender Umgang verlängert die Lebensdauer von Geräten
weniger Abfall weniger Verbrauch bedeutet weniger Entsorgung
besseres Image nachhaltiges Verhalten wirkt positiv auf Kunden und Mitarbeiter
rechtliche Sicherheit bestimmte Umwelt- und Entsorgungsvorschriften werden eingehalten

Energieverbrauch im IT-Betrieb

IT-Systeme können viel Strom verbrauchen, besonders wenn sie dauerhaft laufen.

Typische Stromverbraucher:

Gerät / Bereich Warum relevant?
Server laufen oft 24/7
Switches und Router sind meist dauerhaft eingeschaltet
Access Points laufen oft dauerhaft
NAS- und Storage-Systeme speichern Daten dauerhaft
Monitore viele Geräte im Büro
PCs und Notebooks tägliche Nutzung
Drucker und Kopierer Standby-Verbrauch und Druckbetrieb
Klimaanlage im Serverraum zusätzlicher Strom für Kühlung
USV-Anlagen Energieverluste und Akkuladung

Unnötige Gerätelaufzeiten vermeiden

Unnötige Gerätelaufzeiten bedeuten, dass Geräte eingeschaltet bleiben, obwohl sie gerade nicht benötigt werden.

Beispiele:


Maßnahmen gegen unnötige Gerätelaufzeiten

Situation Maßnahme
PC wird nach Feierabend nicht genutzt herunterfahren oder Energiesparmodus nutzen
Monitor läuft ohne Nutzung ausschalten oder automatische Abschaltung einstellen
Testserver wird nicht mehr benötigt abschalten oder löschen
Drucker läuft dauerhaft aktiv Energiesparmodus aktivieren
Raum ist leer Licht ausschalten
alte Geräte laufen weiter Bestand prüfen und außer Betrieb nehmen
Ladegerät steckt ohne Gerät ausstecken oder schaltbare Steckdose nutzen

Standby-Verbrauch

Viele Geräte verbrauchen auch im Standby-Modus Strom.

Beispiele:

Wichtig:

Standby-Verbrauch wirkt klein, kann sich aber bei vielen Geräten und langer Laufzeit stark summieren.

Beispiel:

Wenn 50 Monitore jede Nacht im Standby bleiben, entsteht über Wochen und Monate unnötiger Stromverbrauch.


Energiesparfunktionen

Moderne Geräte und Betriebssysteme bieten Energiesparfunktionen.

Beispiele:

Wichtig für IT-Berufe:

Energiesparen darf nicht blind umgesetzt werden.

Man muss prüfen, ob Dienste, Backups, Updates, Monitoring oder Fernzugriffe dadurch gestört werden.


Energieeffiziente Hardware

Beim Kauf neuer IT-Geräte sollte auch der Energieverbrauch berücksichtigt werden.

Beispiele:

Beispiel:

Ein Büro-PC muss nicht die Leistung einer Gaming-Workstation haben, wenn nur Office, Browser und Ticketsystem genutzt werden.

Überdimensionierte Hardware kostet mehr, verbraucht oft mehr Strom und nutzt Ressourcen unnötig.


Server und Energieeffizienz

Server müssen oft dauerhaft verfügbar sein.

Trotzdem kann man Energie sparen.

Mögliche Maßnahmen:


Virtualisierung als Umweltmaßnahme

Virtualisierung kann helfen, physische Hardware einzusparen.

Beispiel:

Statt fünf einzelne physische Server zu betreiben, können mehrere virtuelle Maschinen auf einem leistungsfähigen Server laufen.

Vorteile:

Aber:

Virtualisierung spart nur dann Ressourcen, wenn Systeme sinnvoll geplant und nicht unnötig viele virtuelle Maschinen betrieben werden.


Kühlung und Energieverbrauch

Kühlung ist besonders im Serverraum wichtig.

Problem:

Je mehr Wärme IT-Geräte erzeugen, desto mehr muss gekühlt werden.

Das erhöht den Stromverbrauch zusätzlich.

Mögliche Maßnahmen:


Ressourcenverbrauch bei Hardware

IT-Hardware benötigt viele Ressourcen.

Beispiele:

Wichtig:

Die Umweltbelastung entsteht nicht erst bei der Nutzung, sondern schon bei Herstellung, Transport und späterer Entsorgung.


Langlebige Geräte nutzen

Ein Gerät länger zu nutzen, kann Ressourcen sparen.

Mögliche Maßnahmen:

Beispiel:

Ein älteres Notebook ist für CAD oder Virtualisierung vielleicht zu langsam, kann aber noch für einfache Büroaufgaben, Schulungen oder Testzwecke genutzt werden.


Grenze der langen Nutzung

Lange Nutzung ist nicht immer automatisch besser.

Ein sehr altes Gerät kann:

Prüfungsnah:

Man muss Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Energieverbrauch und Nutzungsdauer abwägen.


Sparsamer Umgang mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen

Der Prüfungskatalog nennt auch den sparsamen Umgang mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

Rohstoffe

Rohstoffe sind Grundmaterialien.

Beispiele:

Hilfsstoffe

Hilfsstoffe gehen in ein Produkt oder einen Prozess ein, sind aber nicht Hauptbestandteil.

Beispiele:

Betriebsstoffe

Betriebsstoffe werden für den Betrieb benötigt, gehen aber nicht als Hauptbestandteil in ein Produkt ein.

Beispiele:


Beispiele für sparsamen Umgang im IT-Bereich

Stoff / Ressource Sparsamer Umgang
Papier digitale Dokumente, Duplexdruck
Toner nur notwendige Ausdrucke
Strom Energiesparmodus, Geräte ausschalten
Hardware Reparatur, längere Nutzung
Kabel ordentlich lagern, wiederverwenden
Verpackung trennen, wiederverwenden, recyceln
Akkus sachgerecht laden, fachgerecht entsorgen
Wasser sparsam in Küche, Sanitärbereich und Reinigung

Regenerative Energiequellen

Regenerative Energiequellen sind erneuerbare Energiequellen.

Beispiele:

Betrieblicher Bezug:

Ein Unternehmen kann zum Beispiel:


Strom aus regenerativen Quellen

Strom aus regenerativen Quellen kann die Umweltbelastung reduzieren.

Aber wichtig:

Auch erneuerbarer Strom sollte nicht verschwendet werden.

Energiesparen bleibt sinnvoll, weil jede erzeugte Energie Ressourcen und Infrastruktur benötigt.

Merksatz:

Ökostrom ist gut.
Strom sparen bleibt trotzdem wichtig.


Energie- und Ressourcenmanagement im Betrieb

Betriebe können Energie- und Ressourcenverbrauch systematisch verbessern.

Mögliche Schritte:

Verbrauch erfassen
→ Einsparpotenziale erkennen
→ Maßnahmen planen
→ Maßnahmen umsetzen
→ Wirkung kontrollieren
→ weiter verbessern

Beispiele für Kennzahlen:


Bezug zur Prüfung

In der Prüfung können Situationen beschrieben werden, in denen du bewerten sollst, welche Maßnahme Energie oder Ressourcen spart.

Typische Aufgaben:


Typische Prüfungsfrage 1

Was bedeutet rationelle Energieverwendung?

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Rationelle Energieverwendung bedeutet, Energie sinnvoll, sparsam und effizient einzusetzen und unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden.


Typische Prüfungsfrage 2

Nenne drei Beispiele für unnötige Gerätelaufzeiten.

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Beispiele sind Monitore, die über Nacht laufen, PCs, die nach Feierabend eingeschaltet bleiben, oder Testserver, die nach Projektende nicht abgeschaltet werden.


Typische Prüfungsfrage 3

Warum ist Standby-Verbrauch problematisch?

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Auch im Standby verbrauchen Geräte Strom. Bei vielen Geräten und langer Laufzeit kann sich dieser Verbrauch stark summieren.


Typische Prüfungsfrage 4

Wie kann ein Betrieb Stromverbrauch im IT-Bereich senken?

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Zum Beispiel durch Energiesparmodi, Abschalten nicht benötigter Geräte, energieeffiziente Hardware, Virtualisierung, optimierte Kühlung und Vermeidung unnötiger Gerätelaufzeiten.


Typische Prüfungsfrage 5

Warum kann Virtualisierung Energie und Ressourcen sparen?

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Durch Virtualisierung können mehrere Systeme auf weniger physischer Hardware betrieben werden. Dadurch können Stromverbrauch, Platzbedarf, Hardwarebedarf und Kühlbedarf sinken.


Typische Prüfungsfrage 6

Warum ist eine lange Nutzungsdauer von Geräten oft umweltfreundlich?

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Weil weniger neue Geräte hergestellt, transportiert und entsorgt werden müssen. Dadurch werden Rohstoffe, Energie und Abfall eingespart.


Typische Prüfungsfrage 7

Warum ist lange Nutzung nicht immer automatisch sinnvoll?

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Sehr alte Geräte können viel Strom verbrauchen, keine Sicherheitsupdates mehr erhalten, langsam sein oder hohe Wartungskosten verursachen. Man muss Energieverbrauch, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nutzungsdauer abwägen.


Typische Prüfungsfrage 8

Nenne drei regenerative Energiequellen.

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Beispiele sind Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie.


Typische Prüfungsfrage 9

Warum sollte man auch bei Ökostrom Energie sparen?

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Auch erneuerbarer Strom benötigt Anlagen, Ressourcen und Infrastruktur. Deshalb bleibt sparsamer Energieverbrauch sinnvoll.


Typische Prüfungsfrage 10

Was sind Betriebsstoffe?

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Betriebsstoffe werden für den Betrieb benötigt, gehen aber nicht als Hauptbestandteil in ein Produkt ein. Beispiele sind Strom, Wasser, Kühlmittel oder Kraftstoffe.


Merksatz

Kapitel 4 – Umweltschutz

Seite 4.4 Speicher- und Printmedien, Recycling und Abfallvermeidung

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, wie Speicher- und Printmedien umweltbewusst genutzt, wiederverwertet, getrennt und möglichst vermieden werden können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was sind Speicher- und Printmedien?

Speicher- und Printmedien sind Materialien oder Geräte, die im Betrieb zur Speicherung, Ausgabe oder Weitergabe von Informationen genutzt werden.


Speichermedien

Speichermedien speichern Daten.

Beispiele:


Printmedien

Printmedien sind gedruckte oder druckbezogene Medien.

Beispiele:


Warum sind Speicher- und Printmedien umweltrelevant?

Speicher- und Printmedien verursachen Umweltbelastungen durch:


Umgang mit Printmedien

Printmedien sollten bewusst und sparsam genutzt werden.

Typische Probleme:


Maßnahmen zur Reduzierung von Printmedien

Problem Maßnahme
zu viele Ausdrucke digitale Dokumente nutzen
einseitiger Druck Duplexdruck einstellen
Farbdruck ohne Bedarf Schwarzweißdruck verwenden
Fehldrucke Druckvorschau nutzen
unnötige Kopien zentrale digitale Ablage verwenden
Papierverbrauch Recyclingpapier nutzen
Tonerabfall Toner fachgerecht sammeln und entsorgen
Ausdrucke mit Fehlern als Schmierpapier verwenden, wenn datenschutzrechtlich unkritisch

Duplexdruck

Duplexdruck bedeutet beidseitiges Drucken.

Vorteil:

Der Papierverbrauch kann deutlich gesenkt werden.

Beispiel:

Ein Dokument mit 20 Seiten benötigt:

Prüfungsnah:

Duplexdruck ist eine einfache Maßnahme zur Ressourcenschonung.


Digitale Dokumente statt Ausdrucke

Viele Dokumente müssen nicht gedruckt werden.

Beispiele:

Vorteile digitaler Dokumente:

Aber wichtig:

Digitale Dokumente verbrauchen ebenfalls Ressourcen, weil sie gespeichert, gesichert und übertragen werden müssen. Trotzdem sind sie oft ressourcenschonender als unnötige Ausdrucke.


Toner, Tinte und Druckerzubehör

Toner, Tinte und Druckerzubehör dürfen nicht achtlos entsorgt werden.

Warum?

Sie können enthalten:

Richtiger Umgang:


Umgang mit Speichermedien

Speichermedien sind aus Umweltschutz- und Datenschutzsicht besonders wichtig.

Warum?

Sie enthalten:

Wichtig:

Speichermedien dürfen nicht einfach weggeworfen werden.

Sie müssen fachgerecht entsorgt oder wiederverwendet werden.


Datenschutz bei Speichermedien

Bei Speichermedien reicht Umweltschutz allein nicht aus.

Es muss auch Datenschutz beachtet werden.

Beispiele für sensible Daten:

Deshalb gilt:

Vor Weitergabe, Recycling oder Entsorgung müssen Daten sicher gelöscht oder der Datenträger sicher vernichtet werden.


Sichere Datenlöschung

Sichere Datenlöschung bedeutet, dass Daten nicht einfach nur in den Papierkorb verschoben werden.

Unsicher:

Sicherer:

Wichtig für die Prüfung:

Bei Datenträgern müssen Umweltschutz und Datenschutz zusammen betrachtet werden.


Wiederverwendung von Speichermedien

Nicht jeder Datenträger muss sofort entsorgt werden.

Möglichkeiten:

Aber:

Weiterverwendung darf nur erfolgen, wenn:


Recycling

Recycling bedeutet, dass Abfälle oder alte Materialien aufbereitet und wieder als Rohstoff genutzt werden.

Beispiele im IT-Bereich:

Vorteile von Recycling:


Wiederverwertung

Wiederverwertung bedeutet, dass Materialien oder Produkte erneut genutzt werden.

Unterschied vereinfacht:

Begriff Bedeutung
Wiederverwendung ein Produkt wird erneut benutzt
Recycling Material wird aufbereitet und als Rohstoff genutzt

Beispiel:


Abfalltrennung

Abfalltrennung bedeutet, unterschiedliche Abfallarten getrennt zu sammeln.

Warum?

Nur getrennte Abfälle können sinnvoll recycelt oder fachgerecht entsorgt werden.

Typische Abfallarten im Betrieb:

Abfallart Beispiele
Papier Ausdrucke, Karton, Notizen
Verpackungen Plastik, Folien, Kartons
Restmüll nicht verwertbare Abfälle
Elektroschrott alte Hardware, Netzteile, Tastaturen
Batterien / Akkus Notebook-Akkus, USV-Akkus, Batterien
Toner / Tinte Kartuschen, Patronen
Datenträger Festplatten, SSDs, USB-Sticks
Kabel Netzwerkkabel, Stromkabel, Adapter

Abfallvermeidung

Abfallvermeidung bedeutet, Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen.

Das ist meist besser als Recycling.

Beispiele:


Abfallreduzierung

Abfallreduzierung bedeutet, die Menge des entstehenden Abfalls zu verringern.

Beispiele:


Abfallhierarchie

Eine sinnvolle Reihenfolge im Umweltschutz ist:

1. Vermeiden
2. Wiederverwenden
3. Recyceln
4. Fachgerecht entsorgen

Einfach gesagt:

Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht.


Beispiele aus dem IT-Ausbildungsbetrieb

Situation Besseres Verhalten
Schulungsunterlagen werden für alle gedruckt digitale Bereitstellung prüfen
Drucker druckt standardmäßig einseitig Duplex als Standard einstellen
alte USB-Sticks liegen herum prüfen, sicher löschen, wiederverwenden oder entsorgen
Festplatten werden weggeworfen Daten sicher löschen oder Datenträger vernichten
Tonerkartuschen landen im Restmüll Rücknahme- oder Sammelsystem nutzen
alte Netzwerkkabel werden entsorgt brauchbare Kabel sortieren und wiederverwenden
Kartons sammeln sich im Serverraum Verpackungen trennen und entsorgen

Umweltschutz und Datenschutz zusammen denken

Gerade bei Speicher- und Printmedien ist Datenschutz wichtig.

Beispiele:

Medium Umweltrisiko Datenschutzrisiko
Ausdrucke Papierabfall personenbezogene Daten sichtbar
Festplatte Elektroschrott Daten wiederherstellbar
USB-Stick Elektroschrott Verlust sensibler Daten
Backup-Band Elektroschrott große Datenmengen enthalten
Smartphone Elektroschrott Kontakte, Mails, Zugangsdaten
Drucker Toner, Elektroschrott gespeicherte Druckaufträge möglich

Prüfungsnah:

Datenträger und vertrauliche Ausdrucke müssen so entsorgt werden, dass keine Daten unbefugt gelesen oder wiederhergestellt werden können.


Bezug zur Prüfung

In der Prüfung können Aufgaben gestellt werden, bei denen du geeignete Maßnahmen auswählen sollst.

Typische Aufgaben:


Typische Prüfungsfrage 1

Was zählt zu Printmedien?

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Zu Printmedien zählen zum Beispiel Papier, Ausdrucke, Kopien, Formulare, Etiketten, Toner, Tinte und Druckerkartuschen.


Typische Prüfungsfrage 2

Was zählt zu Speichermedien?

Antwort anzeigen

Zu Speichermedien zählen zum Beispiel Festplatten, SSDs, USB-Sticks, Speicherkarten, Backup-Bänder, CDs, DVDs und externe Laufwerke.


Typische Prüfungsfrage 3

Wie kann Papierverbrauch reduziert werden?

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Zum Beispiel durch digitale Dokumente, Duplexdruck, Druckvorschau, Vermeidung unnötiger Ausdrucke und Nutzung zentraler digitaler Ablagen.


Typische Prüfungsfrage 4

Was bedeutet Duplexdruck?

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Duplexdruck bedeutet beidseitiges Drucken. Dadurch wird Papier eingespart.


Typische Prüfungsfrage 5

Warum müssen Speichermedien besonders sorgfältig entsorgt werden?

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Weil Speichermedien Elektroschrott enthalten und gleichzeitig vertrauliche oder personenbezogene Daten gespeichert haben können.


Typische Prüfungsfrage 6

Reicht es aus, Dateien vor der Entsorgung einfach zu löschen?

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Nein. Einfaches Löschen oder Leeren des Papierkorbs reicht nicht aus, weil Daten oft wiederhergestellt werden können. Datenträger müssen sicher gelöscht oder vernichtet werden.


Typische Prüfungsfrage 7

Was ist der Unterschied zwischen Wiederverwendung und Recycling?

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Wiederverwendung bedeutet, dass ein Produkt erneut benutzt wird. Recycling bedeutet, dass Material aufbereitet und als Rohstoff wieder genutzt wird.


Typische Prüfungsfrage 8

Warum ist Abfalltrennung wichtig?

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Abfalltrennung ist wichtig, damit Materialien recycelt oder fachgerecht entsorgt werden können.


Typische Prüfungsfrage 9

Was ist besser: Abfall vermeiden oder Abfall recyceln?

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Abfall vermeiden ist besser, weil dann gar kein Abfall entsteht. Recycling ist sinnvoll, wenn Abfall nicht vermieden werden kann.


Typische Prüfungsfrage 10

Warum sollten Toner und Druckerkartuschen nicht achtlos entsorgt werden?

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Sie können Kunststoff, Metallteile, Farbreste, Tonerstaub und elektronische Bestandteile enthalten. Deshalb sollten sie fachgerecht gesammelt, zurückgegeben oder recycelt werden.


Merksatz

Kapitel 4 – Umweltschutz

Seite 4.5 Branchenspezifische Abfälle und Entsorgung

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, welche branchenspezifischen Abfälle in IT-Betrieben entstehen und wie diese richtig erfasst, gelagert und entsorgt werden.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was sind branchenspezifische Abfälle?

Branchenspezifische Abfälle sind Abfälle, die typisch für eine bestimmte Branche entstehen.

In einem IT-Betrieb entstehen andere Abfälle als zum Beispiel in einer Bäckerei, einer Autowerkstatt oder einem Krankenhaus.

Einfach gesagt:

Branchenspezifische Abfälle sind Abfälle, die besonders typisch für den jeweiligen Beruf oder Betrieb sind.


Branchenspezifische Abfälle im IT-Bereich

In IT-Betrieben entstehen häufig Abfälle durch Hardware, Kabel, Drucksysteme, Speichermedien und Verpackungen.

Beispiele:

Abfallart Beispiele
Elektroschrott alte PCs, Monitore, Switches, Router, Drucker
Datenträger HDDs, SSDs, USB-Sticks, Speicherkarten, Backup-Bänder
Kabel Netzwerkkabel, Stromkabel, Adapter, Patchkabel
Akkus und Batterien Notebook-Akkus, USV-Akkus, Batterien
Druckerzubehör Toner, Tintenpatronen, Kartuschen
Verpackungen Kartons, Folien, Styropor, Plastik
Kleinteile Schrauben, Blenden, Halterungen, defekte Adapter
Papierabfälle Ausdrucke, Dokumentationen, Fehldrucke

Warum ist richtige Entsorgung wichtig?

Falsche Entsorgung kann mehrere Probleme verursachen.

Mögliche Folgen:


Erfassung von Abfällen

Erfassung bedeutet, dass Abfälle geordnet gesammelt und dokumentiert werden.

Ziele der Abfallerfassung:


Beispiele für geordnete Abfallerfassung

Abfall Erfassung
alte Festplatten gesonderte Sammlung in verschlossenem Behälter
alte Kabel getrennte Sammlung nach Kabelart oder Material
Akkus Sammlung in geeignetem Batteriebehälter
Toner Rückgabebox oder Herstellerrücknahme
Verpackung Papier, Karton, Kunststoff getrennt sammeln
alte Hardware Inventarliste prüfen und Entsorgung dokumentieren

Lagerung von Abfällen

Abfälle müssen bis zur Entsorgung sicher und getrennt gelagert werden.

Wichtige Regeln:


Getrennte Lagerung

Getrennte Lagerung bedeutet, dass unterschiedliche Abfallarten nicht vermischt werden.

Warum?

Nur getrennte Abfälle können richtig recycelt oder fachgerecht entsorgt werden.

Beispiele:

Nicht sinnvoll Besser
Festplatten, Kabel und Batterien zusammen in einer Kiste getrennte Behälter für Datenträger, Kabel und Batterien
Toner im Restmüll Toner in Rücknahmebox
Akkus bei Papierabfall Akkus in geeigneten Batteriebehälter
vertrauliche Ausdrucke im Papierkorb Datenschutzbehälter oder Aktenvernichtung
Kartons im Serverraum Kartonage getrennt im vorgesehenen Bereich sammeln

Kennzeichnung

Kennzeichnung bedeutet, dass Behälter, Lagerorte oder Stoffe eindeutig beschriftet werden.

Ziele der Kennzeichnung:

Beispiele für Kennzeichnungen:


Entsorgung von Datenträgern

Datenträger sind besonders kritisch, weil sie Daten enthalten können.

Beispiele:

Risiken bei falscher Entsorgung:


Sichere Datenträgerentsorgung

Vor der Entsorgung muss geklärt werden, ob Daten sicher gelöscht oder der Datenträger vernichtet werden muss.

Mögliche Maßnahmen:

Wichtig:

Einfaches Löschen oder Formatieren reicht oft nicht aus, weil Daten wiederhergestellt werden können.


Datenschutz und Umweltschutz bei Datenträgern

Bei Datenträgern müssen zwei Ziele gleichzeitig beachtet werden:

Ziel Bedeutung
Datenschutz Daten dürfen nicht in falsche Hände geraten
Umweltschutz Rohstoffe sollen recycelt und Schadstoffe richtig entsorgt werden

Prüfungsnah:

Datenträger nicht einfach wegwerfen.
Erst Datenschutz klären, dann fachgerecht entsorgen oder recyceln.


Entsorgung von Kabeln

Kabel enthalten oft wertvolle Rohstoffe, zum Beispiel Kupfer oder andere Metalle.

Beispiele:

Warum getrennt sammeln?

Wichtig:

Noch nutzbare Kabel sollten nicht vorschnell entsorgt werden.

Erst prüfen:


Entsorgung von Hardware

Hardware darf nicht einfach in den Restmüll.

Beispiele für Hardware-Abfälle:

Mögliche Schritte vor der Entsorgung:

  1. Inventar prüfen
  2. Daten entfernen oder Datenträger ausbauen
  3. Wiederverwendung prüfen
  4. Reparatur prüfen
  5. Entsorgungsweg festlegen
  6. Entsorgung dokumentieren
  7. Recycling oder zertifizierte Entsorgung nutzen

Akkus und Batterien

Akkus und Batterien sind besonders kritisch.

Warum?

Beispiele im IT-Bereich:

Richtiges Verhalten:


Toner und Druckerzubehör

Toner und Druckerzubehör sollten nicht achtlos entsorgt werden.

Mögliche Bestandteile:

Richtiger Umgang:


Verpackungen

IT-Hardware verursacht oft viel Verpackungsmaterial.

Beispiele:

Maßnahmen:


Sichere Lagerung bis zur Entsorgung

Bis zur Entsorgung müssen Abfälle sicher gelagert werden.

Wichtig:


Beispiel: Entsorgung alter Firmen-Notebooks

Ein Betrieb möchte alte Notebooks entsorgen.

Sinnvolle Reihenfolge:

Inventar prüfen
→ Zustand bewerten
→ Datenträger ausbauen oder sicher löschen
→ Wiederverwendung prüfen
→ Akkus beachten
→ zertifizierte Entsorgung oder Recycling wählen
→ Entsorgung dokumentieren

Warum?


Beispiel: Entsorgung alter Netzwerkkabel

Alte Netzwerkkabel werden gesammelt.

Falsches Verhalten:

Richtiges Verhalten:


Bezug zur Prüfung

In der Prüfung können Situationen beschrieben werden, bei denen du richtiges oder falsches Entsorgungsverhalten erkennen sollst.

Typische Aufgaben:


Typische Prüfungsfrage 1

Was sind branchenspezifische Abfälle im IT-Bereich?

Antwort anzeigen

Branchenspezifische Abfälle im IT-Bereich sind zum Beispiel Elektroschrott, Datenträger, Kabel, Akkus, Batterien, Toner, Druckerzubehör und Verpackungen von Hardware.


Typische Prüfungsfrage 2

Warum müssen Datenträger besonders sorgfältig entsorgt werden?

Antwort anzeigen

Weil Datenträger vertrauliche oder personenbezogene Daten enthalten können. Vor Entsorgung oder Weitergabe müssen Daten sicher gelöscht oder der Datenträger sicher vernichtet werden.


Typische Prüfungsfrage 3

Warum reicht einfaches Löschen bei Festplatten oder SSDs oft nicht aus?

Antwort anzeigen

Weil gelöschte Daten unter Umständen wiederhergestellt werden können. Deshalb sind sichere Löschverfahren oder physische Vernichtung erforderlich.


Typische Prüfungsfrage 4

Warum sollten Kabel getrennt gesammelt werden?

Antwort anzeigen

Kabel enthalten wertvolle Rohstoffe wie Metalle. Durch getrennte Sammlung können sie besser recycelt werden.


Typische Prüfungsfrage 5

Warum dürfen Akkus und Batterien nicht in den Restmüll?

Antwort anzeigen

Akkus und Batterien können Schadstoffe enthalten, wertvolle Rohstoffe enthalten und bei Beschädigung eine Brandgefahr darstellen. Sie müssen getrennt und fachgerecht entsorgt werden.


Typische Prüfungsfrage 6

Warum ist Kennzeichnung bei Abfallbehältern wichtig?

Antwort anzeigen

Kennzeichnung verhindert Verwechslungen, erleichtert richtige Entsorgung, macht Gefahren erkennbar und unterstützt Recycling sowie Datenschutz.


Typische Prüfungsfrage 7

Warum sollten Abfälle getrennt gelagert werden?

Antwort anzeigen

Weil unterschiedliche Abfallarten unterschiedlich recycelt oder entsorgt werden müssen. Getrennte Lagerung verhindert Vermischung und erleichtert fachgerechte Entsorgung.


Typische Prüfungsfrage 8

Warum sollte Elektroschrott nicht im Serverraum gelagert werden?

Antwort anzeigen

Elektroschrott und Verpackungen können Brandlasten erhöhen, Platz blockieren, Luftzirkulation verschlechtern und Ordnung sowie Sicherheit im Serverraum beeinträchtigen.


Typische Prüfungsfrage 9

Welche Schritte sind sinnvoll, bevor alte Firmen-Notebooks entsorgt werden?

Antwort anzeigen

Inventar prüfen, Zustand bewerten, Datenträger sicher löschen oder ausbauen, Wiederverwendung prüfen, Akkus beachten, zertifizierte Entsorgung wählen und Entsorgung dokumentieren.


Merksatz

Kapitel 4 – Umweltschutz

Seite 4.6 Verpackungsentsorgung, Immissionsschutz und externe Auswirkungen

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, wie Verpackungen entsorgt werden, was Immissionsschutz bedeutet und welche Auswirkungen betriebliche Tätigkeiten auf Umwelt, Pflanzen, Tiere und Lebensräume haben können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Warum ist Verpackungsentsorgung wichtig?

In Betrieben entstehen viele Verpackungsabfälle.

Gerade in IT-Betrieben passiert das häufig durch:

Typische Verpackungen im IT-Bereich:


Umweltprobleme durch Verpackungen

Verpackungen belasten die Umwelt, wenn sie unnötig entstehen oder falsch entsorgt werden.

Mögliche Probleme:


Richtiger Umgang mit Verpackungen

Verpackungen sollten möglichst vermieden, wiederverwendet oder recycelt werden.

Sinnvolle Reihenfolge:

Verpackung vermeiden
→ Verpackung wiederverwenden
→ Verpackung getrennt sammeln
→ Verpackung recyceln
→ Rest fachgerecht entsorgen

Beispiele im Betrieb:

Situation Besseres Verhalten
viele Einzelbestellungen Sammelbestellungen prüfen
Kartons im Serverraum Kartons entfernen und getrennt sammeln
brauchbare Verpackung für Rücksendungen wiederverwenden
Plastikfolie getrennt entsorgen, wenn System vorhanden
Verpackung von Hardware Karton, Folie und Styropor trennen
Paletten Rückgabe oder Wiederverwendung prüfen

Duales System

Das Duale System ist ein System zur Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen.

Einfach gesagt:

Verpackungen sollen nicht einfach im Restmüll landen, sondern getrennt gesammelt und verwertet werden.

Typische Beispiele:

Wichtig für die Prüfung:

Das Duale System hat mit Verpackungsentsorgung zu tun.

Es ist nicht das gleiche wie das duale Ausbildungssystem.


Duales System vs. duales Ausbildungssystem

Begriff Bedeutung
Duales System bei Verpackungen Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen
Duales Ausbildungssystem Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule

Merksatz

Duales System bei Verpackungen = Mülltrennung und Verwertung.
Duale Ausbildung = Betrieb und Berufsschule.


Beispiel: Verpackung einer Monitorlieferung

Ein Betrieb erhält zehn neue Monitore.

Dabei entstehen:

Richtiges Verhalten:


Immissionsschutz

Immissionsschutz bedeutet, Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Atmosphäre sowie Kultur- und Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen zu schützen.

Einfach gesagt:

Immissionsschutz soll verhindern, dass Lärm, Luftverschmutzung, Gerüche, Erschütterungen oder andere Einwirkungen die Umwelt oder Menschen schädigen.


Emission und Immission

Diese beiden Begriffe werden oft verwechselt.

Begriff Bedeutung Beispiel
Emission etwas wird von einer Quelle abgegeben ein Gerät erzeugt Lärm
Immission etwas wirkt auf Menschen oder Umwelt ein Beschäftigte hören den Lärm

Einfach gesagt:

Emission = was rausgeht.
Immission = was ankommt.


Beispiele für Emissionen und Immissionen

Situation Emission Immission
lauter Serverraum Lärm durch Lüfter Lärm wirkt auf Mitarbeiter
Klimaanlage Geräusche und Abwärme Umgebung wird belastet
Dienstfahrzeug Abgase Luftbelastung in der Umgebung
Drucker Geräusch, Wärme, eventuell Partikel Belastung im Büro
Baustelle im Betrieb Staub und Lärm Belastung für Beschäftigte und Nachbarn

Immissionsschutzgesetz

Das Immissionsschutzgesetz dient dem Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen.

Im betrieblichen Zusammenhang geht es besonders darum, Belastungen durch Anlagen, Geräte oder betriebliche Tätigkeiten zu vermeiden oder zu begrenzen.

Mögliche Bereiche:

Bezug zum IT-Betrieb:

Ein normaler IT-Bürobetrieb hat meist weniger starke Immissionen als ein Industriebetrieb.

Trotzdem können relevant sein:


Technische Anleitungen zu Lärm, Luft und Abfall

Der Prüfungskatalog nennt technische Anleitungen zu:

Diese technischen Regeln oder Anleitungen helfen dabei, gesetzliche Anforderungen praktisch umzusetzen.

Einfach gesagt:

Sie geben Richtwerte, Anforderungen oder Vorgehensweisen vor, damit Betriebe Umweltbelastungen begrenzen.


Lärm

Lärm ist unerwünschter oder störender Schall.

Beispiele im IT-Umfeld:

Mögliche Folgen:

Mögliche Maßnahmen:


Luft

Luft kann durch Stoffe, Partikel oder Gerüche belastet werden.

Beispiele im IT- und Büroumfeld:

Mögliche Maßnahmen:


Abfall

Abfall kann Umwelt und Betrieb belasten, wenn er falsch gelagert oder entsorgt wird.

Beispiele:

Mögliche Maßnahmen:


Auswirkungen auf Umwelt

Betriebliche Tätigkeiten können direkte und indirekte Folgen für die Umwelt haben.

Direkte Auswirkungen:

Indirekte Auswirkungen:


Auswirkungen auf Pflanzen

Pflanzen können durch Umweltbelastungen geschädigt werden.

Beispiele:

Bezug zum Betrieb:

Wenn Abfälle oder Schadstoffe falsch entsorgt werden, können Boden und Wasser belastet werden. Das kann Pflanzen schädigen.


Auswirkungen auf Tiere

Tiere können durch betriebliche Umweltbelastungen beeinträchtigt werden.

Beispiele:

Bezug zum IT-Betrieb:

Unsachgemäß entsorgte Akkus, Kabel, Kunststoffe oder Verpackungen können Tiere und Lebensräume belasten.


Auswirkungen auf Lebensräume

Lebensräume können durch wirtschaftliche Tätigkeiten verändert oder geschädigt werden.

Beispiele:

Wichtig:

Auch wenn ein IT-Betrieb selbst keine Rohstoffe abbaut, nutzt er Produkte, deren Herstellung und Entsorgung Auswirkungen auf Lebensräume haben kann.


Externe Auswirkungen betrieblicher Tätigkeiten

Externe Auswirkungen sind Folgen, die nicht nur den Betrieb selbst betreffen, sondern auch Umwelt, Gesellschaft oder andere Menschen.

Beispiele:

Betriebliche Tätigkeit Externe Auswirkung
Hardware kaufen Rohstoffabbau und Produktion belasten Umwelt
Geräte lange laufen lassen höherer Stromverbrauch
falsche Entsorgung Schadstoffe können Umwelt belasten
viele Lieferungen mehr Verkehr und Emissionen
laute technische Anlagen Lärmbelastung für Beschäftigte oder Nachbarn
Verpackungsmüll mehr Abfall und Ressourcenverbrauch

Bezug zur Prüfung

In der Prüfung können Fragen dazu kommen, wie betriebliche Tätigkeiten Umwelt, Pflanzen, Tiere oder Lebensräume beeinflussen.

Du solltest besonders können:


Typische Prüfungsfrage 1

Was ist das Duale System bei Verpackungen?

Antwort anzeigen

Das Duale System ist ein System zur Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen, zum Beispiel über Gelbe Tonne oder Gelben Sack.


Typische Prüfungsfrage 2

Was ist der Unterschied zwischen dem Dualen System und dem dualen Ausbildungssystem?

Antwort anzeigen

Das Duale System bei Verpackungen betrifft Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen.

Das duale Ausbildungssystem bedeutet Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule.


Typische Prüfungsfrage 3

Was ist der Unterschied zwischen Emission und Immission?

Antwort anzeigen

Emission bedeutet, dass etwas von einer Quelle abgegeben wird, zum Beispiel Lärm.
Immission bedeutet, dass diese Einwirkung bei Menschen oder Umwelt ankommt.


Typische Prüfungsfrage 4

Nenne zwei mögliche Immissionen im IT-Betrieb.

Antwort anzeigen

Beispiele sind Lärm durch Serverlüfter oder Drucker sowie Abwärme durch Server und Klimaanlagen.


Typische Prüfungsfrage 5

Warum kann Lärm eine Umweltbelastung sein?

Antwort anzeigen

Lärm kann Menschen belasten, die Konzentration stören, Stress verursachen und auch die Umgebung oder Nachbarschaft beeinträchtigen.


Typische Prüfungsfrage 6

Nenne zwei Maßnahmen gegen Luftbelastung im Büro.

Antwort anzeigen

Beispiele sind regelmäßiges Lüften, geeignete Druckerstandorte, vorsichtiger Tonerwechsel, Wartung von Klimaanlagen und sachgerechter Umgang mit Reinigungsmitteln.


Typische Prüfungsfrage 7

Warum kann falsche Entsorgung Pflanzen, Tiere und Lebensräume schädigen?

Antwort anzeigen

Falsche Entsorgung kann Schadstoffe in Boden, Wasser oder Luft bringen. Dadurch können Pflanzen geschädigt, Tiere gefährdet und Lebensräume belastet werden.


Typische Prüfungsfrage 8

Warum haben auch IT-Produkte Auswirkungen auf Lebensräume?

Antwort anzeigen

IT-Produkte benötigen Rohstoffe, Energie, Produktion, Transport und Entsorgung. Diese Prozesse können Umwelt und Lebensräume belasten.


Typische Prüfungsfrage 9

Warum sollten Verpackungen getrennt gesammelt werden?

Antwort anzeigen

Damit sie sortiert, recycelt oder fachgerecht verwertet werden können. Dadurch werden Rohstoffe geschont und Abfall reduziert.


Merksatz

Kapitel 4 – Umweltschutz

Seite 4.7 Nachhaltigkeit, Einkauf, Lieferantenauswahl und Rechtsfolgen

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, wie Nachhaltigkeit im Betrieb umgesetzt wird, wie Einkauf und Lieferantenauswahl unter Nachhaltigkeitsaspekten erfolgen können und welche Folgen Verstöße gegen Umweltvorschriften haben können.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit bedeutet, so zu handeln, dass heutige Bedürfnisse erfüllt werden, ohne die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen unnötig zu gefährden.

Im Betrieb bedeutet das:

Einfach gesagt:

Nachhaltigkeit heißt: Nicht nur kurzfristig billig oder bequem handeln, sondern langfristige Folgen berücksichtigen.


Die drei Bereiche der Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit wird oft in drei Bereiche unterteilt.

Bereich Bedeutung Beispiel im Betrieb
ökologische Nachhaltigkeit Umwelt und Ressourcen schützen Strom sparen, Recycling, langlebige Geräte
ökonomische Nachhaltigkeit langfristig wirtschaftlich handeln Geräte mit guter Lebensdauer kaufen
soziale Nachhaltigkeit Menschen und Arbeitsbedingungen berücksichtigen faire Lieferketten, Arbeitsschutz, gute Ausbildung

Ökologische Nachhaltigkeit

Ökologische Nachhaltigkeit betrachtet die Auswirkungen auf Umwelt und Natur.

Beispiele:


Ökonomische Nachhaltigkeit

Ökonomische Nachhaltigkeit bedeutet, wirtschaftlich langfristig sinnvoll zu handeln.

Es geht nicht nur darum, den billigsten Preis zu wählen.

Beispiel:

Ein sehr billiger Drucker kann auf den ersten Blick günstig sein.

Wenn Toner teuer ist, das Gerät schnell kaputtgeht und viel Strom verbraucht, kann er langfristig teurer und weniger nachhaltig sein.


Soziale Nachhaltigkeit

Soziale Nachhaltigkeit berücksichtigt Menschen und Arbeitsbedingungen.

Beispiele:


Nachhaltigkeit im IT-Betrieb

In IT-Betrieben ist Nachhaltigkeit besonders wichtig bei:


Wirtschaftliche Nachhaltigkeit beim Einkauf

Beim Einkauf sollte nicht nur der Anschaffungspreis betrachtet werden.

Wichtig sind die gesamten Kosten und Folgen über die Nutzungsdauer.

Zu berücksichtigen sind zum Beispiel:


Total Cost of Ownership

Total Cost of Ownership bedeutet Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer.

Einfach gesagt:

Nicht nur Kaufpreis betrachten, sondern alle Kosten.

Beispiel Notebook:

Kostenart Beispiel
Anschaffung Kaufpreis des Notebooks
Betrieb Stromverbrauch
Wartung Reparaturen, Ersatzteile
Software Lizenzen
Support Arbeitszeit für Einrichtung und Betreuung
Ausfallkosten Produktivitätsverlust bei Defekten
Entsorgung fachgerechte Entsorgung am Ende der Nutzung

Prüfungsnah:

Ein teureres Gerät kann langfristig wirtschaftlicher sein, wenn es länger hält, weniger Strom verbraucht und seltener ausfällt.


Beispiel: Nachhaltiger Einkauf von Monitoren

Ein Betrieb möchte neue Monitore kaufen.

Nicht nur betrachten:

Besser zusätzlich prüfen:


Lieferantenauswahl unter Nachhaltigkeitsaspekten

Auch die Auswahl von Lieferanten kann nachhaltig erfolgen.

Mögliche Kriterien:


Beispiel: Lieferantenauswahl

Ein Unternehmen kann zwischen zwei Hardwarelieferanten wählen.

Kriterium Lieferant A Lieferant B
Preis günstiger etwas teurer
Verpackung viel Einwegplastik reduzierte Verpackung
Rücknahme alter Geräte nein ja
Ersatzteile schwer verfügbar gut verfügbar
Lieferweg weit regionaler
Nachhaltigkeitsnachweise keine vorhanden

Bewertung:

Lieferant B kann trotz höherem Preis nachhaltiger und langfristig sinnvoller sein.


Nachhaltigkeit und Zielkonflikte

Nachhaltige Entscheidungen können Zielkonflikte verursachen.

Beispiele:

Ziel 1 Ziel 2 Konflikt
niedriger Einkaufspreis langlebige Geräte bessere Geräte kosten oft mehr
schnelle Lieferung geringe Umweltbelastung Expressversand kann mehr Transportaufwand bedeuten
hohe Verfügbarkeit geringer Energieverbrauch Redundanz verbraucht mehr Strom
Datenschutz Wiederverwendung alter Datenträger Daten müssen sicher gelöscht oder Datenträger vernichtet werden
geringe Kosten faire Lieferbedingungen faire Lieferketten können teurer sein

Wichtig für die Prüfung:

Nachhaltigkeit bedeutet oft, verschiedene Ziele abzuwägen und die Entscheidung begründen zu können.


Sparsamer Umgang mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen

Der Prüfungskatalog nennt ausdrücklich den sparsamen Umgang mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.


Rohstoffe

Rohstoffe sind Grundmaterialien, die für Produkte benötigt werden.

Beispiele im IT-Kontext:


Hilfsstoffe

Hilfsstoffe unterstützen Prozesse oder gehen nur untergeordnet in Produkte ein.

Beispiele:


Betriebsstoffe

Betriebsstoffe werden für den Betrieb benötigt.

Beispiele:


Sparsamer Umgang im Arbeitsalltag

Stoff / Ressource Sparsamer Umgang
Strom Geräte ausschalten, Energiesparmodus nutzen
Papier digital arbeiten, Duplexdruck nutzen
Toner nur notwendige Ausdrucke
Kabel brauchbare Kabel wiederverwenden
Hardware pfleglich behandeln, Reparatur prüfen
Verpackung wiederverwenden oder getrennt entsorgen
Wasser unnötigen Verbrauch vermeiden
Akkus sachgerecht nutzen und entsorgen

Kennzeichnung und getrennte Lagerung

Bestimmte Stoffe und Abfälle müssen klar gekennzeichnet und getrennt gelagert werden.

Warum?


Beispiele für Kennzeichnung


Beispiele für getrennte Lagerung

Material Warum getrennt lagern?
Akkus Brandgefahr und Schadstoffe
Datenträger Datenschutz
Kabel Rohstoffrecycling
Toner fachgerechte Rückgabe
Papier Recycling
Verpackungen getrennte Verwertung
defekte Netzteile elektrische Sicherheit
vertrauliche Ausdrucke Datenschutz

Abfallvermeidung

Abfallvermeidung bedeutet, Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen.

Beispiele:

Merksatz:

Der beste Abfall ist der, der gar nicht entsteht.


Abfallreduzierung

Abfallreduzierung bedeutet, die entstehende Abfallmenge zu verringern.

Beispiele:


Abfallvermeidung vs. Abfallreduzierung

Begriff Bedeutung Beispiel
Abfallvermeidung Abfall entsteht gar nicht Dokument wird nicht gedruckt
Abfallreduzierung weniger Abfall entsteht Dokument wird doppelseitig gedruckt

Rechtsfolgen bei Nichteinhaltung

Wenn Umweltvorschriften nicht eingehalten werden, kann das Folgen haben.

Mögliche Rechtsfolgen:


Weitere Folgen für den Betrieb

Neben rechtlichen Folgen kann es auch weitere Nachteile geben.

Beispiele:


Beispiel: Falsche Entsorgung von Datenträgern

Ein Betrieb entsorgt alte Festplatten im Elektroschrott, ohne Daten sicher zu löschen.

Mögliche Folgen:

Wichtig:

Hier überschneiden sich Umweltschutz, Datenschutz und IT-Sicherheit.


Beispiel: Falsche Entsorgung von Akkus

Ein defekter Akku wird im Restmüll entsorgt.

Mögliche Folgen:


Nachhaltige Beschaffung: einfache Prüfliste

Vor dem Kauf neuer IT-Geräte kann man prüfen:


Bezug zur Prüfung

In der Prüfung können Aufgaben vorkommen, bei denen du nachhaltige Entscheidungen beurteilen sollst.

Typische Aufgaben:


Typische Prüfungsfrage 1

Was bedeutet Nachhaltigkeit im Betrieb?

Antwort anzeigen

Nachhaltigkeit bedeutet, Ressourcen zu schonen, Umweltbelastungen zu reduzieren, wirtschaftlich langfristig sinnvoll zu handeln und soziale Verantwortung zu berücksichtigen.


Typische Prüfungsfrage 2

Welche drei Bereiche der Nachhaltigkeit gibt es häufig?

Antwort anzeigen

Ökologische Nachhaltigkeit, ökonomische Nachhaltigkeit und soziale Nachhaltigkeit.


Typische Prüfungsfrage 3

Warum sollte beim Einkauf nicht nur der Anschaffungspreis betrachtet werden?

Antwort anzeigen

Weil auch Stromverbrauch, Wartung, Lebensdauer, Reparierbarkeit, Entsorgung, Ausfallkosten und Betriebskosten wichtig sind. Entscheidend sind oft die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer.


Typische Prüfungsfrage 4

Was bedeutet Total Cost of Ownership?

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Total Cost of Ownership bedeutet Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer eines Produkts, nicht nur der Kaufpreis.


Typische Prüfungsfrage 5

Nenne drei Nachhaltigkeitskriterien bei der Lieferantenauswahl.

Antwort anzeigen

Beispiele sind Umweltstandards, faire Arbeitsbedingungen, kurze Lieferwege, geringe Verpackung, Rücknahmesysteme, Reparaturservice, Ersatzteilverfügbarkeit und transparente Lieferketten.


Typische Prüfungsfrage 6

Was ist der Unterschied zwischen Abfallvermeidung und Abfallreduzierung?

Antwort anzeigen

Abfallvermeidung bedeutet, dass Abfall gar nicht erst entsteht. Abfallreduzierung bedeutet, dass weniger Abfall entsteht.


Typische Prüfungsfrage 7

Warum sind Kennzeichnung und getrennte Lagerung wichtig?

Antwort anzeigen

Sie verhindern Verwechslungen, erleichtern fachgerechte Entsorgung, verbessern Recycling, machen Gefahren erkennbar und helfen beim Einhalten von Datenschutz- und Umweltvorgaben.


Typische Prüfungsfrage 8

Nenne mögliche Rechtsfolgen bei Nichteinhaltung von Umweltvorschriften.

Antwort anzeigen

Mögliche Folgen sind Bußgelder, behördliche Anordnungen, Entsorgungspflichten, Schadensersatzforderungen, Betriebsauflagen oder bei schweren Verstößen auch strafrechtliche Folgen.


Typische Prüfungsfrage 9

Warum kann ein günstiges Gerät langfristig unwirtschaftlich sein?

Antwort anzeigen

Ein günstiges Gerät kann hohe Stromkosten, kurze Lebensdauer, schlechte Reparierbarkeit, teure Ersatzteile oder häufige Ausfälle verursachen. Dadurch können die Gesamtkosten höher sein.


Typische Prüfungsfrage 10

Nenne ein Beispiel für einen Zielkonflikt bei nachhaltigem Einkauf.

Antwort anzeigen

Ein langlebiges und energieeffizientes Gerät ist in der Anschaffung teurer, kann aber langfristig nachhaltiger und wirtschaftlicher sein.


Merksatz

Kapitel 4 – Umweltschutz

Kompakte Wiederholung und Prüfungsfragen zu Kapitel 4

Hinweis

Diese Seite ist kein eigener Fragenkomplex im IHK-Prüfungskatalog.

Sie dient nur zum Wiederholen, Üben und Festigen der Inhalte aus Kapitel 4.

Kapitel 4 behandelt den Bereich:

Umweltschutz


Kompakte Wiederholung


1. Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb

Umweltbelastungen sind schädliche oder nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt.

Typische Umweltbelastungen im Betrieb

Bereich Umweltbelastung
Büro Papierverbrauch, Stromverbrauch, Heizung, Beleuchtung
IT-Arbeitsplatz PCs, Monitore, Ladegeräte, Dockingstations
Serverraum hoher Stromverbrauch, Wärmeentwicklung, Kühlung
Drucker Papier, Toner, Tinte, Fehldrucke
Hardware Elektroschrott, Akkus, Batterien, defekte Geräte
Netzwerk dauerhaft laufende Switches, Router, Access Points
Lager Verpackungen, Kartons, Plastik
Transport Lieferfahrten, Dienstfahrten, Versand

Mögliche Maßnahmen

Merksatz

Auch IT-Betriebe belasten die Umwelt, vor allem durch Stromverbrauch, Hardware, Elektroschrott, Druck und Verpackungen.


2. Umweltbelastungen durch IT-Prozesse

IT-Prozesse wirken oft sauber, verursachen aber trotzdem Umweltbelastungen.

Typische IT-Prozesse mit Umweltwirkung

IT-Prozess Umweltbelastung
Serverbetrieb Stromverbrauch, Wärme, Kühlung
Netzwerkbetrieb dauerhafter Stromverbrauch
Backup Speicherplatz, Datenträger, Energie
Drucksysteme Papier, Toner, Energie
Datenspeicherung Speicherbedarf, Server, Kühlung
Cloud-Nutzung Rechenzentrum, Strom, Datenübertragung
Hardwareaustausch Elektroschrott, Verpackung
USV-Anlagen Akkus, Energieverluste, Wärme

USV-Anlagen

USV bedeutet unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Eine USV verbessert:

Eine USV verursacht aber auch:

Merksatz

USV-Anlagen erhöhen die IT-Sicherheit und Verfügbarkeit, verursachen aber zusätzliche Umweltbelastungen durch Energieverbrauch und Akkus.


3. Energie- und Ressourcenverwendung

Rationelle Energie- und Ressourcenverwendung bedeutet, Energie und Materialien sparsam und sinnvoll einzusetzen.

Typische Maßnahmen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Begriff Bedeutung Beispiel
Rohstoffe Grundmaterialien Metalle, Kunststoffe, seltene Erden
Hilfsstoffe unterstützende Stoffe Verpackung, Kabelbinder, Etiketten
Betriebsstoffe für den Betrieb notwendig Strom, Wasser, Kühlmittel, Toner

Merksatz

Energiesparen spart Kosten und schützt die Umwelt. Auch bei Ökostrom bleibt sparsamer Verbrauch sinnvoll.


4. Speicher- und Printmedien, Recycling und Abfallvermeidung

Speicher- und Printmedien müssen umweltbewusst und datenschutzgerecht behandelt werden.

Speichermedien

Beispiele:

Printmedien

Beispiele:

Wichtig bei Speichermedien

Speichermedien enthalten oft vertrauliche oder personenbezogene Daten.

Deshalb gilt:

Abfallhierarchie

1. Vermeiden
2. Wiederverwenden
3. Recyceln
4. Fachgerecht entsorgen

Merksatz

Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht.


5. Branchenspezifische Abfälle und Entsorgung

Branchenspezifische Abfälle sind Abfälle, die typisch für eine bestimmte Branche entstehen.

Typische IT-Abfälle

Abfallart Beispiele
Elektroschrott PCs, Monitore, Router, Switches, Drucker
Datenträger HDDs, SSDs, USB-Sticks, Backup-Bänder
Kabel Netzwerkkabel, Stromkabel, Adapter
Akkus/Batterien Notebook-Akkus, USV-Akkus, Batterien
Druckerzubehör Toner, Tintenpatronen, Kartuschen
Verpackungen Kartons, Folien, Styropor, Plastik
Papier Ausdrucke, Dokumentationen, Fehldrucke

Wichtige Regeln

Merksatz

Bei IT-Abfällen immer an zwei Dinge denken: Umweltschutz und Datenschutz.


6. Verpackungsentsorgung, Immissionsschutz und externe Auswirkungen

Verpackungen entstehen im IT-Bereich häufig durch Hardwarelieferungen, Ersatzteile und Verbrauchsmaterial.

Duales System bei Verpackungen

Das Duale System dient der Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen.

Nicht verwechseln:

Begriff Bedeutung
Duales System bei Verpackungen Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen
Duales Ausbildungssystem Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule

Emission und Immission

Begriff Bedeutung Beispiel
Emission etwas wird von einer Quelle abgegeben Serverlüfter erzeugt Lärm
Immission etwas wirkt auf Menschen oder Umwelt ein Mitarbeiter hört den Lärm

Einfach gesagt:

Emission = was rausgeht.
Immission = was ankommt.


Mögliche Umweltwirkungen

Betriebliche Tätigkeiten können Auswirkungen haben auf:

Beispiele

Merksatz

Auch ein IT-Betrieb hat Umweltwirkungen, direkt durch Nutzung und Entsorgung sowie indirekt durch Herstellung, Transport und Lieferketten.


7. Nachhaltigkeit, Einkauf, Lieferantenauswahl und Rechtsfolgen

Nachhaltigkeit bedeutet, langfristig verantwortungsvoll zu handeln.

Drei Bereiche der Nachhaltigkeit

Bereich Bedeutung Beispiel
ökologisch Umwelt schützen Strom sparen, Recycling
ökonomisch langfristig wirtschaftlich handeln langlebige Geräte kaufen
sozial Menschen berücksichtigen faire Lieferketten, Arbeitsschutz

Nachhaltiger Einkauf

Beim Einkauf zählt nicht nur der Kaufpreis.

Wichtig sind auch:

Total Cost of Ownership

Total Cost of Ownership bedeutet:

Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer.

Merksatz

Ein billiges Gerät kann langfristig teuer und weniger nachhaltig sein.


Lieferantenauswahl unter Nachhaltigkeitsaspekten

Mögliche Kriterien:


Rechtsfolgen bei Nichteinhaltung

Wenn Umweltvorschriften nicht eingehalten werden, kann das Folgen haben.

Mögliche Folgen

Merksatz

Umweltschutz ist nicht freiwillig egal, sondern kann rechtliche und wirtschaftliche Folgen haben.


Kapitel 4 – Umweltschutz

Prüfungsfragen zu Kapitel 4

1. Nenne drei Umweltbelastungen durch einen IT-Ausbildungsbetrieb.

Antwort anzeigen

Beispiele sind hoher Stromverbrauch durch IT-Geräte, Elektroschrott durch alte Hardware und Papier- oder Tonerverbrauch durch Drucker.


2. Wie kann ein Ausbildungsbetrieb zum Umweltschutz beitragen?

Antwort anzeigen

Ein Betrieb kann energieeffiziente Geräte einsetzen, Strom sparen, Papierverbrauch reduzieren, Abfall trennen, Elektroschrott fachgerecht entsorgen und Mitarbeiter zum Umweltschutz unterweisen.


3. Was kann ein Auszubildender im Alltag für den Umweltschutz tun?

Antwort anzeigen

Ein Auszubildender kann Geräte ausschalten, unnötige Ausdrucke vermeiden, Müll trennen, defekte Geräte melden und Batterien oder Elektroschrott fachgerecht entsorgen.


4. Warum können IT-Prozesse die Umwelt belasten?

Antwort anzeigen

IT-Prozesse belasten die Umwelt zum Beispiel durch Stromverbrauch, Wärmeentwicklung, Kühlbedarf, Hardwareherstellung, Elektroschrott, Akkus, Druckverbrauch und Datenspeicherung.


5. Was ist eine USV?

Antwort anzeigen

Eine USV ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Sie versorgt Geräte bei Stromausfall kurzfristig weiter, damit Systeme geschützt und geordnet heruntergefahren werden können.


6. Warum kann eine USV aus Umweltsicht problematisch sein?

Antwort anzeigen

Eine USV verbraucht Energie, erzeugt Wärme und enthält Akkus, die regelmäßig ersetzt und fachgerecht entsorgt werden müssen.


7. Was bedeutet rationelle Energieverwendung?

Antwort anzeigen

Rationelle Energieverwendung bedeutet, Energie sinnvoll, sparsam und effizient einzusetzen und unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden.


8. Nenne drei Beispiele für unnötige Gerätelaufzeiten.

Antwort anzeigen

Beispiele sind Monitore, die über Nacht laufen, PCs, die nach Feierabend eingeschaltet bleiben, oder Testserver, die nach Projektende nicht abgeschaltet werden.


9. Warum ist Standby-Verbrauch problematisch?

Antwort anzeigen

Auch im Standby verbrauchen Geräte Strom. Bei vielen Geräten und langer Laufzeit kann sich dieser Verbrauch stark summieren.


10. Warum kann Virtualisierung Energie und Ressourcen sparen?

Antwort anzeigen

Durch Virtualisierung können mehrere Systeme auf weniger physischer Hardware betrieben werden. Dadurch können Stromverbrauch, Platzbedarf, Hardwarebedarf und Kühlbedarf sinken.


11. Was zählt zu Printmedien?

Antwort anzeigen

Zu Printmedien zählen zum Beispiel Papier, Ausdrucke, Kopien, Formulare, Etiketten, Toner, Tinte und Druckerkartuschen.


12. Was zählt zu Speichermedien?

Antwort anzeigen

Zu Speichermedien zählen zum Beispiel Festplatten, SSDs, USB-Sticks, Speicherkarten, Backup-Bänder, CDs, DVDs und externe Laufwerke.


13. Wie kann Papierverbrauch reduziert werden?

Antwort anzeigen

Zum Beispiel durch digitale Dokumente, Duplexdruck, Druckvorschau, Vermeidung unnötiger Ausdrucke und Nutzung zentraler digitaler Ablagen.


14. Was bedeutet Duplexdruck?

Antwort anzeigen

Duplexdruck bedeutet beidseitiges Drucken. Dadurch wird Papier eingespart.


15. Warum müssen Speichermedien besonders sorgfältig entsorgt werden?

Antwort anzeigen

Weil Speichermedien Elektroschrott enthalten und gleichzeitig vertrauliche oder personenbezogene Daten gespeichert haben können.


16. Reicht es aus, Dateien vor der Entsorgung einfach zu löschen?

Antwort anzeigen

Nein. Einfaches Löschen oder Leeren des Papierkorbs reicht nicht aus, weil Daten oft wiederhergestellt werden können. Datenträger müssen sicher gelöscht oder vernichtet werden.


17. Was ist der Unterschied zwischen Wiederverwendung und Recycling?

Antwort anzeigen

Wiederverwendung bedeutet, dass ein Produkt erneut benutzt wird. Recycling bedeutet, dass Material aufbereitet und als Rohstoff wieder genutzt wird.


18. Was sind branchenspezifische Abfälle im IT-Bereich?

Antwort anzeigen

Branchenspezifische Abfälle im IT-Bereich sind zum Beispiel Elektroschrott, Datenträger, Kabel, Akkus, Batterien, Toner, Druckerzubehör und Verpackungen von Hardware.


19. Warum müssen Datenträger besonders sorgfältig entsorgt werden?

Antwort anzeigen

Weil Datenträger vertrauliche oder personenbezogene Daten enthalten können. Vor Entsorgung oder Weitergabe müssen Daten sicher gelöscht oder der Datenträger sicher vernichtet werden.


20. Warum sollten Kabel getrennt gesammelt werden?

Antwort anzeigen

Kabel enthalten wertvolle Rohstoffe wie Metalle. Durch getrennte Sammlung können sie besser recycelt werden.


21. Warum dürfen Akkus und Batterien nicht in den Restmüll?

Antwort anzeigen

Akkus und Batterien können Schadstoffe enthalten, wertvolle Rohstoffe enthalten und bei Beschädigung eine Brandgefahr darstellen. Sie müssen getrennt und fachgerecht entsorgt werden.


22. Was ist das Duale System bei Verpackungen?

Antwort anzeigen

Das Duale System ist ein System zur Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen, zum Beispiel über Gelbe Tonne oder Gelben Sack.


23. Was ist der Unterschied zwischen dem Dualen System und dem dualen Ausbildungssystem?

Antwort anzeigen

Das Duale System bei Verpackungen betrifft Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen.

Das duale Ausbildungssystem bedeutet Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule.


24. Was ist der Unterschied zwischen Emission und Immission?

Antwort anzeigen

Emission bedeutet, dass etwas von einer Quelle abgegeben wird, zum Beispiel Lärm.

Immission bedeutet, dass diese Einwirkung bei Menschen oder Umwelt ankommt.


25. Warum kann falsche Entsorgung Pflanzen, Tiere und Lebensräume schädigen?

Antwort anzeigen

Falsche Entsorgung kann Schadstoffe in Boden, Wasser oder Luft bringen. Dadurch können Pflanzen geschädigt, Tiere gefährdet und Lebensräume belastet werden.


26. Was bedeutet Nachhaltigkeit im Betrieb?

Antwort anzeigen

Nachhaltigkeit bedeutet, Ressourcen zu schonen, Umweltbelastungen zu reduzieren, wirtschaftlich langfristig sinnvoll zu handeln und soziale Verantwortung zu berücksichtigen.


27. Welche drei Bereiche der Nachhaltigkeit gibt es häufig?

Antwort anzeigen

Ökologische Nachhaltigkeit, ökonomische Nachhaltigkeit und soziale Nachhaltigkeit.


28. Warum sollte beim Einkauf nicht nur der Anschaffungspreis betrachtet werden?

Antwort anzeigen

Weil auch Stromverbrauch, Wartung, Lebensdauer, Reparierbarkeit, Entsorgung, Ausfallkosten und Betriebskosten wichtig sind. Entscheidend sind oft die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer.


29. Was bedeutet Total Cost of Ownership?

Antwort anzeigen

Total Cost of Ownership bedeutet Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer eines Produkts, nicht nur der Kaufpreis.


30. Nenne drei Nachhaltigkeitskriterien bei der Lieferantenauswahl.

Antwort anzeigen

Beispiele sind Umweltstandards, faire Arbeitsbedingungen, kurze Lieferwege, geringe Verpackung, Rücknahmesysteme, Reparaturservice, Ersatzteilverfügbarkeit und transparente Lieferketten.


31. Was ist der Unterschied zwischen Abfallvermeidung und Abfallreduzierung?

Antwort anzeigen

Abfallvermeidung bedeutet, dass Abfall gar nicht erst entsteht. Abfallreduzierung bedeutet, dass weniger Abfall entsteht.


32. Nenne mögliche Rechtsfolgen bei Nichteinhaltung von Umweltvorschriften.

Antwort anzeigen

Mögliche Folgen sind Bußgelder, behördliche Anordnungen, Entsorgungspflichten, Schadensersatzforderungen, Betriebsauflagen oder bei schweren Verstößen auch strafrechtliche Folgen.


Kurztest ohne Hilfe

Beantworte diese Fragen ohne nachzuschauen:


Merksätze für Kapitel 4

Kapitel 5 – Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien

Kapitel 5 – Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien

Seite 5.1 Wertschätzende Zusammenarbeit

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, wie Menschen im Betrieb respektvoll, verantwortungsvoll und wertschätzend zusammenarbeiten.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was bedeutet wertschätzende Zusammenarbeit?

Wertschätzende Zusammenarbeit bedeutet, dass Menschen im Betrieb respektvoll miteinander umgehen und die Beiträge anderer anerkennen.

Einfach gesagt:

Man arbeitet nicht nur fachlich zusammen, sondern achtet auch darauf, wie man miteinander umgeht.

Wertschätzende Zusammenarbeit zeigt sich zum Beispiel durch:


Warum ist wertschätzende Zusammenarbeit wichtig?

Gute Zusammenarbeit verbessert die Arbeitsqualität und das Betriebsklima.

Vorteile:

Beispiel aus der IT:

Ein Support-Mitarbeiter, ein Netzwerkadministrator und ein Datenschutzbeauftragter müssen gemeinsam ein Problem lösen.

Wenn alle respektvoll kommunizieren und ihr Fachwissen einbringen, wird die Lösung schneller und besser gefunden.


Interdisziplinarität

Interdisziplinarität bedeutet, dass Menschen aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammenarbeiten.

Einfach gesagt:

Verschiedene Fachrichtungen arbeiten gemeinsam an einer Aufgabe.

Beispiele im Betrieb:

Fachbereich Beitrag
IT technische Lösung planen und umsetzen
Datenschutz personenbezogene Daten schützen
Einkauf Angebote einholen und Bestellung durchführen
Buchhaltung Kosten prüfen und Zahlungen bearbeiten
Personalabteilung Mitarbeiterdaten und Schulungen verwalten
Geschäftsführung Entscheidung und Verantwortung übernehmen
Fachabteilung Anforderungen aus der Praxis liefern

Beispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit

Ein Unternehmen möchte ein neues Ticketsystem einführen.

Daran beteiligt sein können:

Warum?

Das Ticketsystem betrifft nicht nur Technik.

Es betrifft auch:


Vorteile von Interdisziplinarität

Mögliche Schwierigkeiten

Prüfungsnah:

Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist wichtig, weil IT-Lösungen fast immer mehrere Bereiche eines Unternehmens betreffen.


Interkulturalität

Interkulturalität bedeutet, dass Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammenarbeiten.

Einfach gesagt:

Menschen haben unterschiedliche Erfahrungen, Sprachen, Werte oder Kommunikationsgewohnheiten.

Im Betrieb sollte man damit respektvoll umgehen.


Beispiele für interkulturelle Unterschiede

Unterschiede können sich zeigen bei:

Wichtig:

Interkulturalität bedeutet nicht, Menschen in Schubladen zu stecken.

Es bedeutet, offen, respektvoll und aufmerksam mit Unterschieden umzugehen.


Warum ist Interkulturalität wichtig?

In vielen Betrieben arbeiten Menschen mit verschiedenen Hintergründen zusammen.

Auch Kunden, Lieferanten oder externe Dienstleister können international sein.

Vorteile:

Mögliche Herausforderungen:


Respektvolle Zusammenarbeit

Respektvolle Zusammenarbeit bedeutet, andere Menschen ernst zu nehmen und fair zu behandeln.

Respekt zeigt sich zum Beispiel durch:


Integres Verhalten

Integer bedeutet ehrlich, zuverlässig und verantwortungsbewusst.

Integres Verhalten im Betrieb bedeutet:

Beispiel:

Ein Auszubildender bemerkt, dass er versehentlich eine falsche Konfiguration gesetzt hat.

Integeres Verhalten wäre:


Gemeinsame Verantwortung im Team

Gemeinsame Verantwortung bedeutet, dass nicht jeder nur „seinen kleinen Teil“ sieht, sondern das gemeinsame Ziel beachtet.

Beispiele:

Beispiel IT-Support:

Ein Ticket wird von Level 1 an Level 2 weitergegeben.

Wertschätzende Zusammenarbeit bedeutet:


Wertschätzung der Beiträge jedes Teammitglieds

Jedes Teammitglied kann einen wichtigen Beitrag leisten.

Das gilt auch dann, wenn Personen unterschiedliche Rollen, Erfahrung oder Ausbildungsstände haben.

Beispiele:

Wichtig:

Gute Teams nutzen unterschiedliche Stärken.


Unternehmenswerte

Unternehmenswerte sind Grundsätze, nach denen ein Unternehmen handeln möchte.

Beispiele:

Wichtig für die Prüfung:

Beschäftigte sollen Unternehmenswerte im Arbeitsalltag beachten.

Beispiel:

Wenn ein Unternehmen Datenschutz als wichtigen Wert nennt, müssen Beschäftigte sorgfältig mit Kundendaten umgehen.


Betriebliche Ethikregeln

Betriebliche Ethikregeln beschreiben, welches Verhalten im Unternehmen als richtig und verantwortungsvoll gilt.

Beispiele:


Wertschätzung gesellschaftlicher Vielfalt

Gesellschaftliche Vielfalt bedeutet, dass Menschen unterschiedlich sind.

Unterschiede können zum Beispiel betreffen:

Wichtig:

Im Betrieb sollen Menschen fair und respektvoll behandelt werden.

Bei betrieblichen Abläufen soll Vielfalt berücksichtigt werden.


Beispiel: Vielfalt bei IT-Lösungen berücksichtigen

Eine neue interne Software wird eingeführt.

Dabei sollte man beachten:


Konflikte im Team

Konflikte können entstehen, wenn Menschen unterschiedliche Meinungen, Interessen oder Arbeitsweisen haben.

Typische Ursachen:


Konstruktiver Umgang mit Konflikten

Bei Konflikten sollte man sachlich bleiben.

Sinnvolles Vorgehen:

Problem sachlich beschreiben
→ eigene Sicht erklären
→ andere Sicht anhören
→ gemeinsame Interessen suchen
→ Lösungsvorschläge sammeln
→ Vereinbarung treffen
→ Ergebnis prüfen

Wichtig:

Kritik sollte sich auf das Verhalten oder die Sache beziehen, nicht auf die Person.


Digitale Zusammenarbeit und Wertschätzung

Auch in digitalen Medien muss wertschätzend kommuniziert werden.

Beispiele:


Typische Fehler bei digitaler Zusammenarbeit

Fehler Warum problematisch?
unhöfliche E-Mail kann Konflikte auslösen
unklare Nachricht führt zu Missverständnissen
falsche Adressatenliste Datenschutz- oder Vertraulichkeitsproblem
keine Dokumentation Wissen geht verloren
Schuldzuweisungen im Chat schadet Teamklima
wichtige Infos nur mündlich andere Teammitglieder werden ausgeschlossen
zu viele Personen in CC Informationsflut und Datenschutzrisiko

Bezug zur Prüfung

In der Prüfung können Situationen beschrieben werden, bei denen du wertschätzendes oder problematisches Verhalten erkennen sollst.

Typische Aufgaben können sein:


Typische Prüfungsfrage 1

Was bedeutet wertschätzende Zusammenarbeit?

Antwort anzeigen

Wertschätzende Zusammenarbeit bedeutet, respektvoll miteinander umzugehen, Beiträge anderer anzuerkennen, sachlich zu kommunizieren und gemeinsam Verantwortung für gute Zusammenarbeit zu übernehmen.


Typische Prüfungsfrage 2

Was bedeutet Interdisziplinarität?

Antwort anzeigen

Interdisziplinarität bedeutet, dass Menschen aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammenarbeiten und ihr Fachwissen gemeinsam in eine Aufgabe einbringen.


Typische Prüfungsfrage 3

Nenne ein Beispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit in der IT.

Antwort anzeigen

Bei der Einführung eines Ticketsystems arbeiten zum Beispiel IT, Datenschutz, Betriebsrat, Einkauf, Support-Team und Fachabteilungen zusammen.


Typische Prüfungsfrage 4

Was bedeutet Interkulturalität?

Antwort anzeigen

Interkulturalität bedeutet, dass Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammenarbeiten und dabei respektvoll mit unterschiedlichen Erfahrungen, Werten und Kommunikationsweisen umgehen.


Typische Prüfungsfrage 5

Was bedeutet integres Verhalten?

Antwort anzeigen

Integeres Verhalten bedeutet ehrlich, zuverlässig und verantwortungsbewusst zu handeln, Regeln einzuhalten und Fehler nicht zu vertuschen.


Typische Prüfungsfrage 6

Warum ist gemeinsame Verantwortung im Team wichtig?

Antwort anzeigen

Weil Teamarbeit nur funktioniert, wenn Informationen weitergegeben werden, Aufgaben abgestimmt sind und alle gemeinsam auf Qualität und Lösung des Problems achten.


Typische Prüfungsfrage 7

Nenne drei Beispiele für Unternehmenswerte.

Antwort anzeigen

Beispiele sind Kundenorientierung, Qualität, Zuverlässigkeit, Respekt, Nachhaltigkeit, Datenschutz, Sicherheit, Transparenz und Fairness.


Typische Prüfungsfrage 8

Was sind betriebliche Ethikregeln?

Antwort anzeigen

Betriebliche Ethikregeln beschreiben, welches Verhalten im Unternehmen als richtig und verantwortungsvoll gilt, zum Beispiel respektvoller Umgang, Datenschutz, Fairness und keine Diskriminierung.


Typische Prüfungsfrage 9

Warum sollte man die Beiträge jedes Teammitglieds wertschätzen?

Antwort anzeigen

Weil jedes Teammitglied durch seine Rolle, Erfahrung oder Perspektive zur Lösung beitragen kann. Gute Teams nutzen unterschiedliche Stärken.


Typische Prüfungsfrage 10

Nenne ein Beispiel für wertschätzende digitale Kommunikation.

Antwort anzeigen

Eine höfliche, klare E-Mail mit passender Betreffzeile, richtigen Empfängern und sachlichem Inhalt ist ein Beispiel für wertschätzende digitale Kommunikation.


Merksatz

Kapitel 5 – Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien

Seite 5.2 Verantwortungsbewusster Umgang mit digitalen Medien

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, wie man digitale Medien im Betrieb verantwortungsvoll nutzt und dabei Persönlichkeitsrechte, Datenschutz und die Wirkung des eigenen Kommunikationsverhaltens beachtet.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was sind digitale Medien?

Digitale Medien sind elektronische Medien, mit denen Informationen erstellt, gespeichert, übertragen oder ausgetauscht werden.

Beispiele:


Was bedeutet verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien?

Verantwortungsvoller Umgang bedeutet, digitale Medien bewusst, sicher, respektvoll und rechtlich korrekt zu nutzen.

Einfach gesagt:

Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch erlaubt oder sinnvoll.

Man muss beachten:


Warum ist das im Betrieb wichtig?

Digitale Kommunikation ist schnell, aber Fehler verbreiten sich ebenfalls schnell.

Mögliche Risiken:


Persönlichkeitsrechte Dritter

Persönlichkeitsrechte schützen die Würde, Privatsphäre und persönliche Entfaltung von Menschen.

Im Betrieb bedeutet das:

Man darf andere Personen nicht ohne Grund bloßstellen, überwachen, beleidigen, fotografieren, filmen oder personenbezogene Informationen verbreiten.

Beispiele für geschützte Informationen:


Beispiele für Verletzungen von Persönlichkeitsrechten

Situation Problem
Foto eines Kollegen ohne Zustimmung im Intranet hochladen Recht am eigenen Bild verletzt
Screenshot mit Kundendaten im Chat teilen Datenschutzproblem
private Information über Kollegen weiterleiten Verletzung der Privatsphäre
abwertender Kommentar über Mitarbeiter im Gruppenchat respektlos und möglicherweise rechtlich problematisch
ungefragtes Aufzeichnen einer Videokonferenz Persönlichkeitsrechte und Datenschutz betroffen
Leistungsdaten öffentlich im Team posten Bloßstellung und Datenschutzrisiko

Recht am eigenen Bild

Das Recht am eigenen Bild bedeutet, dass Menschen grundsätzlich selbst entscheiden dürfen, ob Bilder von ihnen veröffentlicht oder verbreitet werden.

Prüfungsnah:

Ein Foto von Kollegen, Kunden oder Besuchern sollte nicht einfach ohne Zustimmung veröffentlicht oder weitergegeben werden.

Beispiel:

Ein Azubi macht ein Foto vom Team und lädt es ohne Nachfrage in eine öffentliche Social-Media-Gruppe hoch.

Das ist problematisch, weil die abgebildeten Personen nicht zugestimmt haben.


Speichern digitaler Inhalte

Beim Speichern digitaler Inhalte muss geprüft werden, ob die Speicherung notwendig, erlaubt und sicher ist.

Beispiele für digitale Inhalte:

Wichtige Fragen:


Darstellung digitaler Inhalte

Darstellung bedeutet, wie Inhalte angezeigt oder präsentiert werden.

Beispiele:

Risiken bei der Darstellung:


Beispiel: Bildschirmfreigabe

Ein Mitarbeiter teilt in einer Videokonferenz seinen Bildschirm.

Auf dem Desktop sind sichtbar:

Richtiges Verhalten:


Weitergabe digitaler Inhalte

Weitergabe bedeutet, dass Informationen an andere Personen oder Stellen übermittelt werden.

Beispiele:

Wichtige Fragen vor der Weitergabe:


Empfängerkreis prüfen

Ein häufiger Fehler ist, Informationen an zu viele oder falsche Personen zu senden.

Beispiele:

Fehler Risiko
„Allen antworten“ ohne Prüfung zu viele Personen erhalten Informationen
falsche E-Mail-Adresse Daten gehen an falschen Empfänger
offene Verteilerliste E-Mail-Adressen werden sichtbar
Cloud-Link öffentlich freigegeben unberechtigte Personen können zugreifen
Screenshot in Gruppenchat sensible Informationen erreichen falsche Personen

Kommunikationsverhalten

Kommunikationsverhalten beschreibt, wie jemand Informationen austauscht.

Gutes Kommunikationsverhalten ist:


Schlechtes Kommunikationsverhalten

Schlechtes Kommunikationsverhalten kann Konflikte oder Schäden verursachen.

Beispiele:


Informationsverhalten

Informationsverhalten beschreibt, wie jemand Informationen sucht, bewertet, speichert, nutzt und weitergibt.

Gutes Informationsverhalten bedeutet:


Beispiel: Falsche Information im Betrieb

Ein Mitarbeiter liest in einem Chat, dass ein System angeblich ausgefallen ist.

Er informiert sofort mehrere Kunden, ohne die Information zu prüfen.

Später stellt sich heraus, dass es nur ein lokales Problem war.

Problem:

Richtiges Verhalten:

Erst prüfen, dann gezielt informieren.


Zusammenarbeit im virtuellen Raum

Virtueller Raum bedeutet digitale Zusammenarbeit ohne gemeinsamen physischen Ort.

Beispiele:


Regeln für gute virtuelle Zusammenarbeit


Digitale Inhalte und Dauerhaftigkeit

Digitale Inhalte können lange gespeichert, kopiert und weitergeleitet werden.

Wichtig:

Was einmal digital geteilt wurde, lässt sich oft schwer vollständig zurückholen.

Beispiele:

Prüfungsnah:

Vor dem Teilen überlegen, ob Inhalt, Empfänger und Zweck passen.


Umgang mit Screenshots

Screenshots sind im IT-Bereich nützlich, aber riskant.

Nützlich für:

Risiken:

Richtiges Verhalten:


Risiken:

Sichere Maßnahmen:


Umgang mit Kundendaten

Kundendaten sind besonders schützenswert.

Grundregeln:


Bezug zur IT-Sicherheit

Verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien hat auch mit IT-Sicherheit zu tun.

Beispiele:


Bezug zur Prüfung

In der Prüfung können Situationen beschrieben werden, bei denen du richtiges oder falsches Verhalten im Umgang mit digitalen Medien erkennen sollst.

Typische Aufgaben:


Typische Prüfungsfrage 1

Was bedeutet verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien?

Antwort anzeigen

Verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien bedeutet, digitale Medien bewusst, sicher, respektvoll und rechtlich korrekt zu nutzen.


Typische Prüfungsfrage 2

Warum sind Persönlichkeitsrechte bei digitaler Zusammenarbeit wichtig?

Antwort anzeigen

Persönlichkeitsrechte schützen die Privatsphäre, Würde und persönlichen Daten von Menschen. Digitale Inhalte wie Fotos, Screenshots oder personenbezogene Informationen dürfen nicht unbedacht gespeichert oder weitergegeben werden.


Typische Prüfungsfrage 3

Nenne drei Beispiele für digitale Medien im Betrieb.

Antwort anzeigen

Beispiele sind E-Mail, Chat, Ticketsystem, Videokonferenz, Cloudspeicher, Intranet, Wiki, Messenger und Projektmanagement-Tools.


Typische Prüfungsfrage 4

Warum ist ein Screenshot im Supportfall manchmal riskant?

Antwort anzeigen

Ein Screenshot kann Kundendaten, personenbezogene Daten, interne Systeme, Zugangsdaten oder vertrauliche Informationen sichtbar machen.


Typische Prüfungsfrage 5

Was sollte man vor der Weitergabe digitaler Inhalte prüfen?

Antwort anzeigen

Man sollte prüfen, ob die Weitergabe erlaubt ist, ob der Empfänger berechtigt ist, ob personenbezogene oder vertrauliche Daten enthalten sind und ob der Übertragungsweg sicher ist.


Typische Prüfungsfrage 6

Warum ist „Allen antworten“ bei E-Mails manchmal problematisch?

Antwort anzeigen

Weil dadurch Informationen an Personen gelangen können, die diese nicht benötigen oder nicht erhalten dürfen. Das kann Datenschutz- oder Vertraulichkeitsprobleme verursachen.


Typische Prüfungsfrage 7

Was ist gutes Kommunikationsverhalten in digitalen Medien?

Antwort anzeigen

Gutes Kommunikationsverhalten ist sachlich, höflich, verständlich, zielgerichtet, respektvoll, empfängerorientiert, datenschutzbewusst und sicherheitsbewusst.


Typische Prüfungsfrage 8

Was bedeutet gutes Informationsverhalten?

Antwort anzeigen

Gutes Informationsverhalten bedeutet, Informationen zu prüfen, vertrauliche Daten zu schützen, nur notwendige Daten zu speichern, Berechtigungen zu beachten und Informationen nicht ungeprüft weiterzugeben.


Typische Prüfungsfrage 9

Warum sollte man Cloud-Freigaben regelmäßig prüfen?

Antwort anzeigen

Weil Freigaben sonst zu lange bestehen bleiben, falsche Personen Zugriff haben können oder vertrauliche Daten unberechtigt erreichbar sind.


Typische Prüfungsfrage 10

Warum sollte man digitale Inhalte vor dem Teilen sorgfältig prüfen?

Antwort anzeigen

Digitale Inhalte können schnell kopiert, weitergeleitet und lange gespeichert werden. Fehlerhafte oder vertrauliche Inhalte lassen sich oft schwer zurückholen.


Merksatz

Kapitel 5 – Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien

Seite 5.3 Informationstechnische Schutzziele bei der Kommunikation

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, welche informationstechnischen Schutzziele bei digitaler Kommunikation wichtig sind und wie man sie im privaten und betrieblichen Bereich beachtet.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was sind informationstechnische Schutzziele?

Informationstechnische Schutzziele beschreiben, was bei Informationen und IT-Systemen geschützt werden soll.

Die wichtigsten Schutzziele sind:

Schutzziel Bedeutung
Vertraulichkeit Informationen dürfen nur berechtigte Personen sehen
Integrität Informationen dürfen nicht unbemerkt verändert werden
Verfügbarkeit Informationen und Systeme müssen bei Bedarf nutzbar sein
Authentizität Absender, Nutzer oder Systeme müssen echt und überprüfbar sein
Nachvollziehbarkeit Vorgänge sollen später nachvollzogen werden können

Vertraulichkeit

Vertraulichkeit bedeutet, dass Informationen nur für berechtigte Personen zugänglich sind.

Beispiele:

Beispiel aus der IT:

Ein Screenshot aus einem Ticketsystem enthält Kundendaten.

Vor dem Versenden müssen sensible Daten geschwärzt oder entfernt werden.


Integrität

Integrität bedeutet, dass Informationen vollständig und unverändert bleiben.

Beispiele:

Beispiel aus der IT:

Eine Konfigurationsdatei wird per E-Mail verschickt.

Wenn sie unterwegs verändert wird, kann ein System falsch eingerichtet werden.


Verfügbarkeit

Verfügbarkeit bedeutet, dass Informationen, Systeme und Kommunikationsmittel bei Bedarf nutzbar sind.

Beispiele:

Beispiel aus der IT:

Wenn das Ticketsystem ausfällt, können Störungen schlechter bearbeitet werden.

Deshalb sind Backups, Monitoring und Notfallpläne wichtig.


Authentizität

Authentizität bedeutet, dass eine Person, Nachricht oder ein System echt ist.

Beispiele:

Beispiel:

Eine E-Mail sieht aus, als käme sie vom Geschäftsführer und fordert eine schnelle Überweisung.

Vor dem Handeln muss geprüft werden, ob die Nachricht wirklich echt ist.


Nachvollziehbarkeit

Nachvollziehbarkeit bedeutet, dass Handlungen später geprüft oder verstanden werden können.

Beispiele:

Beispiel aus dem Support:

Wenn ein Ticket ohne Dokumentation geschlossen wird, kann später niemand nachvollziehen, was gemacht wurde.


Sicherheitsbewusstsein bei IT-Nutzung

Sicherheitsbewusstsein bedeutet, mögliche Gefahren zu erkennen und vorsichtig mit IT-Systemen und Informationen umzugehen.

Einfach gesagt:

Man denkt mit, bevor man klickt, sendet, speichert oder teilt.

Wichtig im Betrieb:


IT-Sicherheit im privaten und betrieblichen Bereich

IT-Sicherheit betrifft nicht nur den Arbeitsplatz.

Auch privates Verhalten kann den Betrieb beeinflussen.

Beispiele:

Wichtig:

Dienstliche Daten gehören nicht unkontrolliert in private Systeme.


Virtuelle Räume

Virtuelle Räume sind digitale Umgebungen, in denen Menschen zusammenarbeiten oder kommunizieren.

Beispiele:


Erfahrungen in virtuellen Räumen reflektieren

Reflektieren bedeutet, das eigene Verhalten zu überdenken.

Fragen zur Reflexion:


Social Media und IT-Sicherheit

Social Media kann private und betriebliche Risiken verursachen.

Risiken:


Beispiel: Social-Media-Risiko

Ein Mitarbeiter postet:

„Heute wieder Chaos im Serverraum. Kunde XY ist seit Stunden offline.“

Problem:


Zuständigkeitsabgrenzung bei Kommunikation und Information

Zuständigkeitsabgrenzung bedeutet, dass klar ist, wer welche Informationen geben darf und wer wofür verantwortlich ist.

Warum ist das wichtig?

Nicht jeder darf jede Auskunft geben.

Beispiele:

Situation Zuständig
Presseanfrage Geschäftsführung oder Pressestelle
Datenschutzvorfall Datenschutzbeauftragter / zuständige Stelle
IT-Sicherheitsvorfall IT-Sicherheitsverantwortliche
Kundenbeschwerde zuständiger Kundenbetreuer
Vertragsfrage Vertrieb oder Rechtsabteilung
Personalfrage Personalabteilung
technische Störung IT-Support oder Fachteam

Beispiel für falsche Zuständigkeitsabgrenzung

Ein Azubi antwortet einem Kunden eigenständig auf eine rechtliche Frage zum Datenschutz.

Problem:

Der Azubi ist dafür wahrscheinlich nicht zuständig.

Richtiges Verhalten:


Sicherer Umgang mit dienstlichen E-Mails

Dienstliche E-Mails müssen sorgfältig, höflich und sicher geschrieben werden.

Wichtige Regeln:


Kurzer, zielführender, höflicher und korrekter Informationsaustausch

Eine gute dienstliche E-Mail ist:

Eigenschaft Bedeutung
kurz keine unnötigen Informationen
zielführend Empfänger erkennt, was zu tun ist
höflich respektvoller Ton
korrekt sachlich richtig und sprachlich angemessen
vollständig wichtige Informationen fehlen nicht
sicher keine unnötigen vertraulichen Daten

Beispiel für schlechte E-Mail

Betreff: Problem

Hi,
geht nicht. Bitte schnell machen.
Gruß

Problem:


Beispiel für bessere E-Mail

Betreff: VPN-Zugang für Benutzer Müller funktioniert seit 09:30 Uhr nicht

Hallo Support-Team,

der Benutzer Max Müller kann sich seit ca. 09:30 Uhr nicht mehr per VPN verbinden.
Fehlermeldung: „Authentifizierung fehlgeschlagen“.
Ein Neustart des Clients wurde bereits versucht.

Bitte prüft den Zugang.

Viele Grüße

Warum besser?


Netiquette

Netiquette bedeutet höfliche und angemessene Umgangsformen in digitaler Kommunikation.

Wichtige Netiquette-Regeln:


Nachrichten aus Sicht der Empfänger betrachten

Bevor eine Nachricht gesendet wird, sollte man überlegen, wie sie beim Empfänger ankommt.

Fragen:


Sensibler Umgang mit Adressatenlisten

Adressatenlisten müssen sorgfältig verwendet werden.

Begriffe:

Feld Bedeutung
An direkte Empfänger
CC Personen erhalten die Nachricht zur Kenntnis
BCC Empfänger sind für andere nicht sichtbar

Risiken bei Adressatenlisten

Fehler Risiko
falscher Empfänger vertrauliche Informationen gelangen an falsche Person
zu viele Personen in CC unnötige Informationsweitergabe
offene Verteilerliste E-Mail-Adressen werden sichtbar
kein BCC bei großen Gruppen Datenschutzproblem möglich
„Allen antworten“ unüberlegt Informationen werden unnötig verbreitet

Beispiel: Adressatenfehler

Eine E-Mail mit Kundendaten wird versehentlich an einen externen Empfänger mit ähnlichem Namen gesendet.

Mögliche Folgen:

Richtiges Verhalten:


Äußerungen über den Arbeitgeber in sozialen Netzwerken

Äußerungen über den Arbeitgeber können Konsequenzen haben.

Problematisch sind zum Beispiel:

Wichtig:

Auch private Beiträge können arbeitsrechtliche oder juristische Folgen haben, wenn sie den Arbeitgeber, Kunden oder Kollegen betreffen.


Beispiel für problematischen Beitrag

Unser Chef hat keine Ahnung. Außerdem ist Kunde XY wegen unserer schlechten IT gerade komplett lahmgelegt.

Problem:


Social Engineering

Social Engineering bedeutet, dass Angreifer Menschen manipulieren, um an Informationen, Zugänge oder Handlungen zu kommen.

Einfach gesagt:

Nicht die Technik wird zuerst angegriffen, sondern der Mensch.


Typische Social-Engineering-Methoden

Methode Erklärung
Phishing gefälschte E-Mail oder Website
Spear-Phishing gezieltes Phishing gegen bestimmte Personen
Vishing Betrug per Telefon
Smishing Betrug per SMS oder Messenger
Pretexting Angreifer gibt falsche Identität oder Geschichte vor
Tailgating Angreifer folgt unberechtigt durch eine Tür
CEO-Fraud angebliche Anweisung der Geschäftsführung
USB-Drop präparierter USB-Stick wird absichtlich platziert

Beispiel: Social Engineering per Telefon

Eine Person ruft im Unternehmen an und sagt:

„Ich bin vom IT-Support. Wir müssen Ihr Konto prüfen. Bitte nennen Sie mir Ihr Passwort.“

Richtiges Verhalten:


Warnzeichen für Social Engineering


Schäden durch Social Engineering vermeiden

Wichtige Maßnahmen:


Bezug zur Prüfung

In der Prüfung können Situationen beschrieben werden, bei denen du entscheiden sollst, welches Verhalten sicher und korrekt ist.

Typische Aufgaben:


Typische Prüfungsfrage 1

Nenne drei informationstechnische Schutzziele.

Antwort anzeigen

Drei wichtige Schutzziele sind Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit.


Typische Prüfungsfrage 2

Was bedeutet Vertraulichkeit?

Antwort anzeigen

Vertraulichkeit bedeutet, dass Informationen nur für berechtigte Personen zugänglich sind.


Typische Prüfungsfrage 3

Was bedeutet Integrität?

Antwort anzeigen

Integrität bedeutet, dass Informationen vollständig und unverändert bleiben und nicht unbemerkt manipuliert werden.


Typische Prüfungsfrage 4

Was bedeutet Verfügbarkeit?

Antwort anzeigen

Verfügbarkeit bedeutet, dass Informationen, Systeme und Dienste bei Bedarf nutzbar sind.


Typische Prüfungsfrage 5

Warum ist Authentizität bei Kommunikation wichtig?

Antwort anzeigen

Weil geprüft werden muss, ob Absender, Nachricht oder System echt sind. Dadurch können gefälschte Nachrichten und Betrugsversuche erkannt werden.


Typische Prüfungsfrage 6

Was bedeutet Netiquette?

Antwort anzeigen

Netiquette bedeutet höfliche und angemessene Umgangsformen in digitaler Kommunikation.


Typische Prüfungsfrage 7

Warum muss man Adressatenlisten sorgfältig prüfen?

Antwort anzeigen

Weil vertrauliche oder personenbezogene Informationen sonst an falsche oder zu viele Personen gelangen können.


Typische Prüfungsfrage 8

Warum können Äußerungen über den Arbeitgeber in sozialen Netzwerken problematisch sein?

Antwort anzeigen

Weil sie interne Informationen, Kundendaten, Geschäftsgeheimnisse oder beleidigende Aussagen enthalten können. Das kann arbeitsrechtliche oder juristische Folgen haben.


Typische Prüfungsfrage 9

Was ist Social Engineering?

Antwort anzeigen

Social Engineering ist eine Angriffsmethode, bei der Menschen manipuliert werden, um Informationen, Zugangsdaten oder bestimmte Handlungen zu erhalten.


Typische Prüfungsfrage 10

Nenne drei Warnzeichen für Social Engineering.

Antwort anzeigen

Warnzeichen sind zum Beispiel ungewöhnlicher Zeitdruck, Bitte um Passwörter, verdächtige Links, unbekannte Absender, Drohungen oder die Aufforderung, Regeln zu umgehen.


Merksatz

Kapitel 5 – Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien

Seite 5.4 Compliance, Diversity und ethische Aspekte bei IT-Lösungen

Prüfungsziel

Du sollst erklären können, warum IT-Lösungen nicht nur technisch funktionieren müssen, sondern auch rechtlich, ethisch und sozial verantwortungsvoll gestaltet und genutzt werden sollen.

Für die Prüfung sind hier vor allem wichtig:


Was bedeutet Compliance?

Compliance bedeutet, dass sich ein Unternehmen und seine Beschäftigten an Gesetze, Vorschriften, interne Regeln und ethische Grundsätze halten.

Einfach gesagt:

Compliance bedeutet: Regeln einhalten.

Dazu gehören zum Beispiel:


Warum ist Compliance wichtig?

Compliance schützt das Unternehmen, die Beschäftigten, Kunden und Geschäftspartner.

Vorteile:


Beispiele für Compliance im IT-Bereich

Situation Compliance-Anforderung
Umgang mit Kundendaten Datenschutzregeln einhalten
Nutzung von Software nur lizenzierte Software verwenden
Passwörter Sicherheitsrichtlinien beachten
Zugriff auf Systeme nur berechtigte Zugriffe nutzen
E-Mail-Kommunikation vertrauliche Daten schützen
Dokumentation Änderungen nachvollziehbar dokumentieren
Social Media keine Geschäftsgeheimnisse veröffentlichen
Beschaffung Vorgaben für Einkauf und Nachhaltigkeit beachten

Beispiel: Softwarelizenz

Ein Mitarbeiter installiert eine kostenpflichtige Software ohne gültige Lizenz auf einem Firmenrechner.

Problem:

Richtiges Verhalten:


Beispiel: Zugriff auf Kundendaten

Ein Mitarbeiter schaut Kundendaten an, obwohl er sie für seine Aufgabe nicht benötigt.

Problem:

Richtiges Verhalten:

Nur Daten einsehen, die für die eigene Aufgabe erforderlich sind.


Betriebliche Regeln

Betriebliche Regeln legen fest, wie Beschäftigte im Unternehmen handeln sollen.

Beispiele:


Warum sind betriebliche Regeln wichtig?

Sie sorgen dafür, dass alle wissen, was erlaubt ist und was nicht.

Beispiele:

Regel Zweck
Passwortregel Schutz von Benutzerkonten
Datenschutzrichtlinie Schutz personenbezogener Daten
IT-Nutzungsrichtlinie sichere und erlaubte Nutzung von IT
Social-Media-Richtlinie Schutz vor Rufschädigung und Datenabfluss
Meldeweg bei Vorfällen schnelle Reaktion bei Sicherheitsproblemen
Homeoffice-Regel Sicherheit und Datenschutz außerhalb des Betriebs

Ethische Aspekte bei IT-Lösungen

Ethik bedeutet, sich mit richtigem und verantwortungsvollem Handeln zu beschäftigen.

Bei IT-Lösungen geht es nicht nur darum, ob etwas technisch möglich ist.

Es geht auch darum:


Technisch möglich heißt nicht automatisch richtig

In der IT kann man viele Dinge technisch umsetzen.

Aber nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch sinnvoll, erlaubt oder ethisch vertretbar.

Beispiele:

Technisch möglich Problem
alle Mitarbeiter dauerhaft überwachen Eingriff in Persönlichkeitsrechte
Kundendaten unbegrenzt speichern Datenschutzproblem
Bewerber automatisch aussortieren Diskriminierungsrisiko
private Chatverläufe auswerten Verletzung der Privatsphäre
Standortdaten dauerhaft speichern Überwachung und Datenschutzproblem
KI ohne Kontrolle entscheiden lassen fehlende Nachvollziehbarkeit

Beispiel: Überwachung am Arbeitsplatz

Ein Unternehmen möchte eine Software einsetzen, die jede Tastatureingabe, Mausbewegung und Bildschirmaktivität der Mitarbeiter dauerhaft protokolliert.

Technisch möglich:

Ja.

Problematisch wegen:

Prüfungsnah:

Eine technische Lösung muss verhältnismäßig, rechtlich zulässig und ethisch vertretbar sein.


Verhältnismäßigkeit

Verhältnismäßigkeit bedeutet, dass eine Maßnahme geeignet, erforderlich und angemessen sein muss.

Einfach gesagt:

Eine Maßnahme darf nicht stärker in Rechte eingreifen als nötig.

Beispiel:

Ziel: IT-Sicherheit verbessern.

Möglichkeit A:

Möglichkeit B:

Bewertung:

Möglichkeit B ist meistens verhältnismäßiger, weil sie weniger stark in Persönlichkeitsrechte eingreift.


Transparenz

Transparenz bedeutet, dass Betroffene verstehen können, was mit ihren Daten passiert und warum.

Beispiele:


Verantwortung bei IT-Lösungen

Wer IT-Systeme plant, einführt oder betreut, trägt Verantwortung.

Verantwortung besteht gegenüber:

Beispiel:

Ein Fachinformatiker richtet Benutzerrechte ein.

Wenn Rechte zu weit vergeben werden, können vertrauliche Daten unberechtigt eingesehen werden.

Deshalb müssen Rechte sorgfältig und nach dem Prinzip „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ vergeben werden.


Diversity

Diversity bedeutet Vielfalt.

Im Betrieb meint Diversity, dass Menschen unterschiedliche Eigenschaften, Erfahrungen und Hintergründe haben.

Beispiele für Vielfalt:


Warum ist Diversity wichtig?

Vielfalt kann Teams stärker machen.

Vorteile:

Wichtig:

Diversity bedeutet nicht nur, Unterschiede zu erkennen.
Es bedeutet auch, fair und respektvoll damit umzugehen.


Diversity bei IT-Lösungen

IT-Lösungen sollten möglichst viele Nutzergruppen berücksichtigen.

Beispiele:


Beispiel: Barrierearme IT-Lösung

Ein internes Ticketsystem wird eingeführt.

Dabei sollte geprüft werden:


Gender-Neutralität

Gender-Neutralität bedeutet, Menschen unabhängig vom Geschlecht fair und respektvoll anzusprechen und nicht unnötig auszuschließen.

Beispiele für genderneutrale Formulierungen:

Nicht optimal Besser
Mitarbeiter müssen ihr Passwort ändern Beschäftigte müssen ihr Passwort ändern
Jeder Benutzer bekommt eine Rolle Jede Person erhält eine Rolle
Ansprechpartner Ansprechperson
Teilnehmerliste Teilnehmendenliste
Administratorenrechte Administrationsrechte

Wichtig:

In Prüfungen geht es meist nicht um Sprachpolitik, sondern um respektvolle, faire und inklusive Kommunikation.


Gender-Neutralität in IT-Systemen

Auch IT-Systeme können genderneutral gestaltet werden.

Beispiele:

Beispiel:

Ein Formular fragt nach dem Geschlecht, obwohl es für den Zweck nicht notwendig ist.

Problem:


Würde des Menschen

Die Würde des Menschen bedeutet, dass jeder Mensch respektvoll behandelt werden muss.

Im Betrieb heißt das:


Integrität von Menschen

Integrität bedeutet Unversehrtheit, Selbstbestimmung und Achtung der Persönlichkeit.

Im IT-Kontext bedeutet das:


Beispiel: Würde und Integrität

Ein Team veröffentlicht im internen Chat Screenshots von Fehlern eines Kollegen und macht sich darüber lustig.

Problem:

Richtiges Verhalten:


Diskriminierung durch IT-Systeme

IT-Systeme können Menschen benachteiligen, wenn sie falsch gestaltet oder genutzt werden.

Beispiele:


Warum können Daten problematisch sein?

IT-Systeme arbeiten oft mit Daten.

Wenn Daten fehlerhaft, unvollständig oder einseitig sind, können auch die Ergebnisse unfair sein.

Beispiel:

Ein System bewertet Bewerbungen anhand alter Daten.

Wenn früher bestimmte Gruppen seltener eingestellt wurden, kann das System diese Benachteiligung übernehmen.

Prüfungsnah:

Digitale Systeme müssen kritisch geprüft werden, besonders wenn sie Menschen bewerten oder Entscheidungen vorbereiten.


KI und ethische Verantwortung

Auch KI-Systeme müssen verantwortungsvoll genutzt werden.

Wichtige Fragen:


Beispiel: KI im Betrieb

Ein Mitarbeiter gibt vertrauliche Kundendaten in ein öffentliches KI-Tool ein, um eine E-Mail formulieren zu lassen.

Problem:

Richtiges Verhalten:


Ethische Entscheidung im IT-Alltag

Wenn du unsicher bist, kann diese Prüfliste helfen:

Ist es erlaubt?
→ Ist es notwendig?
→ Ist es fair?
→ Ist es transparent?
→ Werden Daten geschützt?
→ Werden Menschen respektiert?
→ Gibt es eine mildere Lösung?
→ Kann ich die Entscheidung begründen?

Bezug zur Prüfung

In der Prüfung können Situationen beschrieben werden, bei denen du beurteilen sollst, ob Verhalten oder IT-Lösungen verantwortungsvoll sind.

Typische Aufgaben:


Typische Prüfungsfrage 1

Was bedeutet Compliance?

Antwort anzeigen

Compliance bedeutet, dass sich Unternehmen und Beschäftigte an Gesetze, Vorschriften, interne Regeln und ethische Grundsätze halten.


Typische Prüfungsfrage 2

Nenne drei Beispiele für Compliance im IT-Bereich.

Antwort anzeigen

Beispiele sind Datenschutzregeln einhalten, nur lizenzierte Software verwenden, Passwortrichtlinien beachten, Zugriffsrechte nicht missbrauchen und Sicherheitsvorfälle melden.


Typische Prüfungsfrage 3

Warum ist nicht alles, was technisch möglich ist, auch automatisch erlaubt oder sinnvoll?

Antwort anzeigen

Weil technische Möglichkeiten rechtliche, ethische oder soziale Probleme verursachen können, zum Beispiel Datenschutzverstöße, Überwachung, Diskriminierung oder Verletzung von Persönlichkeitsrechten.


Typische Prüfungsfrage 4

Was bedeutet Verhältnismäßigkeit?

Antwort anzeigen

Verhältnismäßigkeit bedeutet, dass eine Maßnahme geeignet, erforderlich und angemessen sein muss. Sie darf nicht stärker in Rechte eingreifen als nötig.


Typische Prüfungsfrage 5

Was bedeutet Diversity?

Antwort anzeigen

Diversity bedeutet Vielfalt. Im Betrieb meint das unterschiedliche Eigenschaften, Erfahrungen und Hintergründe von Menschen, zum Beispiel Alter, Geschlecht, Herkunft, Sprache oder Behinderung.


Typische Prüfungsfrage 6

Warum ist Diversity bei IT-Lösungen wichtig?

Antwort anzeigen

Weil IT-Lösungen von unterschiedlichen Menschen genutzt werden. Sie sollten möglichst fair, verständlich, barrierearm und diskriminierungsfrei gestaltet sein.


Typische Prüfungsfrage 7

Was bedeutet Gender-Neutralität im betrieblichen Kontext?

Antwort anzeigen

Gender-Neutralität bedeutet, Menschen unabhängig vom Geschlecht fair und respektvoll anzusprechen und nicht unnötig auszuschließen.


Typische Prüfungsfrage 8

Nenne ein Beispiel für eine genderneutrale Formulierung.

Antwort anzeigen

Zum Beispiel „Beschäftigte“ statt „Mitarbeiter“ oder „Ansprechperson“ statt „Ansprechpartner“.


Typische Prüfungsfrage 9

Warum kann eine dauerhafte Mitarbeiterüberwachung ethisch problematisch sein?

Antwort anzeigen

Sie kann Persönlichkeitsrechte verletzen, Vertrauen zerstören, psychischen Druck erzeugen und unverhältnismäßig sein.


Typische Prüfungsfrage 10

Warum können IT-Systeme diskriminieren?

Antwort anzeigen

IT-Systeme können diskriminieren, wenn sie mit einseitigen oder fehlerhaften Daten arbeiten, bestimmte Gruppen ausschließen oder Entscheidungen nicht fair und nachvollziehbar treffen.


Typische Prüfungsfrage 11

Was muss man bei der Nutzung von KI-Werkzeugen im Betrieb beachten?

Antwort anzeigen

Man muss Datenschutz, Vertraulichkeit, interne Regeln, Nachvollziehbarkeit, mögliche Fehler und Diskriminierungsrisiken beachten. Vertrauliche Daten dürfen nicht unbedacht eingegeben werden.


Typische Prüfungsfrage 12

Was bedeutet Würde und Integrität von Menschen im digitalen Arbeitsumfeld?

Antwort anzeigen

Menschen müssen respektvoll behandelt werden. Sie dürfen nicht bloßgestellt, diskriminiert, manipuliert oder unnötig überwacht werden. Ihre Privatsphäre und Persönlichkeit müssen geschützt werden.


Merksatz

Kapitel 5 – Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien

Kompakte Wiederholung und Prüfungsfragen zu Kapitel 5

Hinweis

Diese Seite ist kein eigener Fragenkomplex im IHK-Prüfungskatalog.

Sie dient nur zum Wiederholen, Üben und Festigen der Inhalte aus Kapitel 5.

Kapitel 5 behandelt den Bereich:

Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien


Kompakte Wiederholung


1. Wertschätzende Zusammenarbeit

Wertschätzende Zusammenarbeit bedeutet, respektvoll, fair und verantwortungsbewusst miteinander zu arbeiten.

Wichtig sind:

Merksatz

Wertschätzende Zusammenarbeit bedeutet: fachlich zusammenarbeiten und menschlich respektvoll bleiben.


2. Interdisziplinarität

Interdisziplinarität bedeutet, dass Menschen aus verschiedenen Fachbereichen gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten.

Beispiel IT-Projekt

Fachbereich Beitrag
IT technische Umsetzung
Datenschutz Schutz personenbezogener Daten
Einkauf Beschaffung
Betriebsrat Mitbestimmung
Fachabteilung praktische Anforderungen
Geschäftsführung Entscheidung und Verantwortung

Merksatz

Interdisziplinarität = verschiedene Fachbereiche arbeiten gemeinsam.


3. Interkulturalität

Interkulturalität bedeutet, dass Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammenarbeiten.

Wichtig sind:

Merksatz

Interkulturalität bedeutet nicht Schubladendenken, sondern respektvoller Umgang mit Unterschieden.


4. Verantwortungsbewusster Umgang mit digitalen Medien

Digitale Medien müssen bewusst, sicher, respektvoll und rechtlich korrekt genutzt werden.

Beispiele für digitale Medien

Wichtig vor dem Teilen digitaler Inhalte

Merksatz

Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch erlaubt oder sinnvoll.


5. Persönlichkeitsrechte

Persönlichkeitsrechte schützen Würde, Privatsphäre und persönliche Daten von Menschen.

Beispiele für geschützte Informationen

Problematische Beispiele

Situation Problem
Foto eines Kollegen ohne Zustimmung veröffentlichen Recht am eigenen Bild
Screenshot mit Kundendaten im Chat teilen Datenschutzrisiko
private Information über Kollegen weiterleiten Verletzung der Privatsphäre
Videokonferenz ungefragt aufzeichnen Persönlichkeitsrechte betroffen

Merksatz

Andere Personen dürfen digital nicht bloßgestellt, überwacht oder ohne Grund öffentlich gemacht werden.


6. Informationstechnische Schutzziele

Wichtige Schutzziele bei Kommunikation und IT-Nutzung sind:

Schutzziel Bedeutung
Vertraulichkeit nur Berechtigte dürfen Informationen sehen
Integrität Informationen bleiben korrekt und unverändert
Verfügbarkeit Systeme und Informationen sind nutzbar
Authentizität Absender, Nutzer oder System sind echt
Nachvollziehbarkeit Vorgänge können später geprüft werden

Merksatz

Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit sind die drei klassischen Grundschutzziele.


7. Sichere dienstliche E-Mail-Kommunikation

Dienstliche E-Mails müssen sorgfältig geschrieben und versendet werden.

Wichtig sind:

Merksatz

Eine gute dienstliche E-Mail ist kurz, zielführend, höflich, korrekt und sicher.


8. Netiquette

Netiquette bedeutet höfliche und angemessene Umgangsformen in digitaler Kommunikation.

Regeln

Merksatz

Netiquette = gutes Benehmen im digitalen Raum.


9. Adressatenlisten

Adressatenlisten müssen sorgfältig geprüft werden.

Feld Bedeutung
An direkte Empfänger
CC Personen erhalten die Nachricht zur Kenntnis
BCC Empfänger sind für andere nicht sichtbar

Typische Fehler

Merksatz

Vor dem Senden prüfen: Inhalt, Empfänger, Anhang.


10. Social Media

Äußerungen über Arbeitgeber, Kunden oder Kollegen in sozialen Netzwerken können problematisch sein.

Problematisch sind:

Merksatz

Auch private Social-Media-Beiträge können berufliche Folgen haben.


11. Social Engineering

Social Engineering bedeutet, dass Angreifer Menschen manipulieren, um an Informationen, Zugangsdaten oder Handlungen zu kommen.

Typische Methoden

Methode Bedeutung
Phishing gefälschte E-Mail oder Website
Spear-Phishing gezieltes Phishing gegen bestimmte Personen
Vishing Betrug per Telefon
Smishing Betrug per SMS oder Messenger
CEO-Fraud angebliche Anweisung der Geschäftsführung
Tailgating unberechtigtes Folgen durch eine Tür
USB-Drop präparierter USB-Stick wird platziert

Merksatz

Social Engineering greift zuerst den Menschen an, nicht die Technik.


12. Compliance

Compliance bedeutet, Gesetze, Vorschriften, interne Regeln und ethische Grundsätze einzuhalten.

Beispiele im IT-Bereich

Merksatz

Compliance = Regeln einhalten.


13. Ethische Aspekte bei IT-Lösungen

IT-Lösungen müssen nicht nur technisch funktionieren.

Sie müssen auch rechtlich, sozial und ethisch vertretbar sein.

Wichtige Fragen

Merksatz

Technisch möglich heißt nicht automatisch erlaubt oder richtig.


14. Diversity und Gender-Neutralität

Diversity bedeutet Vielfalt.

Menschen unterscheiden sich zum Beispiel nach:

Gender-Neutralität bedeutet, Menschen unabhängig vom Geschlecht fair und respektvoll anzusprechen.

Beispiele

Nicht optimal Besser
Mitarbeiter Beschäftigte
Ansprechpartner Ansprechperson
Teilnehmer Teilnehmende
jeder Benutzer jede Person / alle Nutzenden

Merksatz

Diversity bedeutet: Unterschiede respektieren und fair berücksichtigen.


15. Würde und Integrität von Menschen

Würde und Integrität bedeuten, dass Menschen respektvoll behandelt und nicht verletzt, bloßgestellt oder diskriminiert werden dürfen.

Im digitalen Arbeitsumfeld bedeutet das:

Merksatz

Auch digitale Systeme und digitale Kommunikation müssen Menschen respektieren.


Kapitel 5 – Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien

Prüfungsfragen zu Kapitel 5

1. Was bedeutet wertschätzende Zusammenarbeit?

Antwort anzeigen

Wertschätzende Zusammenarbeit bedeutet, respektvoll miteinander umzugehen, Beiträge anderer anzuerkennen, sachlich zu kommunizieren und gemeinsam Verantwortung für gute Zusammenarbeit zu übernehmen.


2. Was bedeutet Interdisziplinarität?

Antwort anzeigen

Interdisziplinarität bedeutet, dass Menschen aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammenarbeiten und ihr Fachwissen gemeinsam in eine Aufgabe einbringen.


3. Was bedeutet Interkulturalität?

Antwort anzeigen

Interkulturalität bedeutet, dass Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammenarbeiten und respektvoll mit unterschiedlichen Erfahrungen, Werten und Kommunikationsweisen umgehen.


4. Was bedeutet verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien?

Antwort anzeigen

Verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien bedeutet, digitale Medien bewusst, sicher, respektvoll und rechtlich korrekt zu nutzen.


5. Warum sind Persönlichkeitsrechte bei digitaler Zusammenarbeit wichtig?

Antwort anzeigen

Persönlichkeitsrechte schützen Privatsphäre, Würde und persönliche Daten. Digitale Inhalte wie Fotos, Screenshots oder personenbezogene Informationen dürfen nicht unbedacht gespeichert oder weitergegeben werden.


6. Nenne drei informationstechnische Schutzziele.

Antwort anzeigen

Drei wichtige Schutzziele sind Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit.


7. Was bedeutet Vertraulichkeit?

Antwort anzeigen

Vertraulichkeit bedeutet, dass Informationen nur für berechtigte Personen zugänglich sind.


8. Was bedeutet Integrität?

Antwort anzeigen

Integrität bedeutet, dass Informationen vollständig und unverändert bleiben und nicht unbemerkt manipuliert werden.


9. Was bedeutet Verfügbarkeit?

Antwort anzeigen

Verfügbarkeit bedeutet, dass Informationen, Systeme und Dienste bei Bedarf nutzbar sind.


10. Warum ist Authentizität wichtig?

Antwort anzeigen

Authentizität ist wichtig, damit geprüft werden kann, ob Absender, Nutzer oder Systeme wirklich echt sind.


11. Was bedeutet Netiquette?

Antwort anzeigen

Netiquette bedeutet höfliche und angemessene Umgangsformen in digitaler Kommunikation.


12. Warum muss man Adressatenlisten sorgfältig prüfen?

Antwort anzeigen

Weil vertrauliche oder personenbezogene Informationen sonst an falsche oder zu viele Personen gelangen können.


13. Warum kann „Allen antworten“ problematisch sein?

Antwort anzeigen

Weil Informationen dadurch an Personen gelangen können, die diese nicht benötigen oder nicht erhalten dürfen.


14. Warum können Äußerungen über den Arbeitgeber in sozialen Netzwerken problematisch sein?

Antwort anzeigen

Weil sie interne Informationen, Kundendaten, Geschäftsgeheimnisse oder beleidigende Aussagen enthalten können. Das kann arbeitsrechtliche oder juristische Folgen haben.


15. Was ist Social Engineering?

Antwort anzeigen

Social Engineering ist eine Angriffsmethode, bei der Menschen manipuliert werden, um Informationen, Zugangsdaten oder bestimmte Handlungen zu erhalten.


16. Nenne drei Warnzeichen für Social Engineering.

Antwort anzeigen

Warnzeichen sind zum Beispiel ungewöhnlicher Zeitdruck, Bitte um Passwörter, verdächtige Links, unbekannte Absender, Drohungen oder die Aufforderung, Regeln zu umgehen.


17. Was bedeutet Compliance?

Antwort anzeigen

Compliance bedeutet, dass sich Unternehmen und Beschäftigte an Gesetze, Vorschriften, interne Regeln und ethische Grundsätze halten.


18. Nenne drei Beispiele für Compliance im IT-Bereich.

Antwort anzeigen

Beispiele sind Datenschutzregeln einhalten, nur lizenzierte Software verwenden, Passwortrichtlinien beachten, Zugriffsrechte nicht missbrauchen und Sicherheitsvorfälle melden.


19. Warum ist nicht alles, was technisch möglich ist, automatisch erlaubt oder sinnvoll?

Antwort anzeigen

Weil technische Möglichkeiten rechtliche, ethische oder soziale Probleme verursachen können, zum Beispiel Datenschutzverstöße, Überwachung, Diskriminierung oder Verletzung von Persönlichkeitsrechten.


20. Was bedeutet Diversity?

Antwort anzeigen

Diversity bedeutet Vielfalt. Im Betrieb meint das unterschiedliche Eigenschaften, Erfahrungen und Hintergründe von Menschen.


21. Warum ist Diversity bei IT-Lösungen wichtig?

Antwort anzeigen

Weil IT-Lösungen von unterschiedlichen Menschen genutzt werden. Sie sollten möglichst fair, verständlich, barrierearm und diskriminierungsfrei gestaltet sein.


22. Was bedeutet Gender-Neutralität?

Antwort anzeigen

Gender-Neutralität bedeutet, Menschen unabhängig vom Geschlecht fair und respektvoll anzusprechen und niemanden unnötig auszuschließen.


23. Nenne ein Beispiel für eine genderneutrale Formulierung.

Antwort anzeigen

Zum Beispiel „Beschäftigte“ statt „Mitarbeiter“ oder „Ansprechperson“ statt „Ansprechpartner“.


24. Warum kann dauerhafte Mitarbeiterüberwachung ethisch problematisch sein?

Antwort anzeigen

Sie kann Persönlichkeitsrechte verletzen, Vertrauen zerstören, psychischen Druck erzeugen und unverhältnismäßig sein.


25. Warum können IT-Systeme diskriminieren?

Antwort anzeigen

IT-Systeme können diskriminieren, wenn sie mit einseitigen oder fehlerhaften Daten arbeiten, bestimmte Gruppen ausschließen oder Entscheidungen nicht fair und nachvollziehbar treffen.


Kurztest ohne Hilfe

Beantworte diese Fragen ohne nachzuschauen:


Merksätze für Kapitel 5

Kapitel 6 – Gesamtwiederholung WISO

Kapitel 6 – Gesamtwiederholung WISO

Seite 6.1 Gesamtübersicht aller WISO-Themen

Quelle: IHK/ZPA-Prüfungskatalog Fachinformatiker/Fachinformatikerin – Fachrichtung Systemintegration, 2. Auflage 2024. Bereich AP2 WISO.

6.1 Gesamtübersicht aller WISO-Themen

Hinweis

Dieses Kapitel ist kein eigener Bereich im IHK/ZPA-Prüfungskatalog.

Es dient nur zur Gesamtwiederholung aller WISO-Themen aus Kapitel 1 bis 5.

Die offiziellen WISO-Hauptbereiche nach Prüfungskatalog sind:


Gesamtstruktur WISO

Kapitel Thema Status
Kapitel 1 Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht offizieller WISO-Bereich
Kapitel 2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes offizieller WISO-Bereich
Kapitel 3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit offizieller WISO-Bereich
Kapitel 4 Umweltschutz offizieller WISO-Bereich
Kapitel 5 Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien offizieller WISO-Bereich
Kapitel 6 Gesamtwiederholung WISO eigene Lernhilfe

Kapitel 1 – Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht

In diesem Kapitel geht es um Ausbildung, Arbeitsverhältnis, Rechte und Pflichten, Tarifrecht, Sozialversicherung und Entgelt.

Wichtige Themen


Besonders wichtig in Kapitel 1

Duales Ausbildungssystem

Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt.

Merksatz

Duale Ausbildung = Betrieb + Berufsschule.


Ausbildungsvertrag

Der Ausbildungsvertrag regelt die rechtliche Grundlage der Ausbildung.

Wichtige Inhalte sind zum Beispiel:


Rechte und Pflichten

Auszubildende müssen zum Beispiel:

Ausbildende müssen zum Beispiel:


Sozialversicherung

Die fünf Zweige der Sozialversicherung sind:

Sozialversicherung Risiko
Krankenversicherung Krankheit
Pflegeversicherung Pflegebedürftigkeit
Rentenversicherung Alter, Erwerbsminderung, Hinterbliebene
Arbeitslosenversicherung Arbeitslosigkeit
Unfallversicherung Arbeitsunfall und Berufskrankheit

Merksatz

Kranken, Pflege, Rente, Arbeitslosigkeit, Unfall.


Entgeltabrechnung

Begriff Bedeutung
Brutto Verdienst vor Abzügen
Netto Auszahlungsbetrag nach Abzügen
Lohnsteuer Steuerabzug vom Arbeitslohn
Sozialabgaben Beiträge zur Sozialversicherung

Merksatz

Brutto ist vor Abzug.
Netto ist nach Abzug.


Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

In diesem Kapitel geht es um Betrieb, Rechtsformen, Organisationsformen, wirtschaftliche Verflechtungen, Unternehmensziele, Arbeitsteilung, Verbände, Behörden und Arbeitnehmervertretungen.

Wichtige Themen


Besonders wichtig in Kapitel 2

Wirtschaftssektoren

Sektor Bedeutung Beispiel
primärer Sektor Rohstoffgewinnung Landwirtschaft, Bergbau
sekundärer Sektor Verarbeitung und Produktion Industrie, Handwerk
tertiärer Sektor Dienstleistungen IT-Service, Handel, Verwaltung

Merksatz

IT-Dienstleister gehören meistens zum tertiären Sektor.


Rechtsformen

Rechtsform Wichtigster Punkt
Einzelunternehmen Inhaber haftet persönlich
GbR mindestens zwei Personen, gemeinsamer Zweck
OHG Gesellschafter haften persönlich und unbeschränkt
KG Komplementär haftet voll, Kommanditist beschränkt
GmbH & Co. KG KG mit GmbH als Komplementär
GmbH Haftung grundsätzlich mit Gesellschaftsvermögen
AG Kapitalgesellschaft mit Aktien
gemeinnützige Organisation gemeinnütziger Zweck steht im Vordergrund

Organisationsformen

Organisationsform Kerngedanke
Einliniensystem ein direkter Vorgesetzter
Mehrliniensystem mehrere Vorgesetzte
Stabliniensystem Linie plus beratende Experten
Spartenorganisation Gliederung nach Produkten, Kunden oder Regionen
Matrixorganisation Fachabteilung plus Projektstruktur

Wirtschaftliche Verflechtungen

Begriff Bedeutung
Konzern mehrere Unternehmen unter gemeinsamer Leitung
Fusion Unternehmen schließen sich zusammen
Kartell Wettbewerbsabsprache zwischen Unternehmen

Kennzahlen

Begriff Formel Bedeutung
Produktivität Ausbringungsmenge / Einsatzmenge Mengenverhältnis
Wirtschaftlichkeit Ertrag / Aufwand finanzielles Verhältnis
Rentabilität Gewinn / eingesetztes Kapital × 100 Kapitalverzinsung

Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

In diesem Kapitel geht es um Arbeitsschutz, Gefährdungen, Ergonomie, Fluchtwege, Schutzzeichen, Verhalten bei Unfällen und Brandschutz.

Wichtige Themen


Besonders wichtig in Kapitel 3

Gefährdungsarten

Gefährdung Beispiel
mechanisch Stolpern über Kabel
elektrisch defektes Stromkabel
thermisch überhitztes Netzteil
chemisch Tonerstaub, Reinigungsmittel
ergonomisch falsche Monitorhöhe
akustisch Lärm im Serverraum
psychisch Zeitdruck, Rufbereitschaft

Belastung und Beanspruchung

Begriff Bedeutung
Belastung äußere Einwirkung auf den Menschen
Beanspruchung individuelle Wirkung dieser Belastung

Merksatz

Belastung kommt von außen.
Beanspruchung ist die Wirkung auf den Menschen.


Schutzart und Schutzklasse

Begriff Bedeutung
Schutzart Schutz gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser
Schutzklasse Schutz gegen elektrischen Schlag

Sicherheitszeichen

Zeichenart Farbe Bedeutung
Verbotszeichen rot etwas ist verboten
Gebotszeichen blau etwas ist vorgeschrieben
Warnzeichen gelb Warnung vor Gefahr
Rettungszeichen grün Fluchtweg, Notausgang, Erste Hilfe
Brandschutzzeichen rot Feuerlöscher, Brandmelder

Notruf

Nummer Bedeutung
112 Feuerwehr und Rettungsdienst
110 Polizei

5 W-Fragen


Brandklassen

Brandklasse Bedeutung Beispiel
A feste Stoffe Papier, Holz
B flüssige oder flüssig werdende Stoffe Benzin, Öl
C Gase Propan, Butan
D Metalle Magnesium, Aluminiumstaub

Kapitel 4 – Umweltschutz

In diesem Kapitel geht es um Umweltbelastungen, IT-Prozesse, USV-Anlagen, Energie- und Ressourcenverwendung, Speicher- und Printmedien, Recycling, Entsorgung, Immissionsschutz, Nachhaltigkeit und Rechtsfolgen.

Wichtige Themen


Besonders wichtig in Kapitel 4

Umweltbelastungen im IT-Betrieb

Bereich Umweltbelastung
Serverraum Stromverbrauch, Wärme, Kühlung
Drucker Papier, Toner, Energie
Hardware Elektroschrott, Akkus
Netzwerk Dauerbetrieb von Geräten
Lager Verpackungen, Kartons, Plastik
Transport Lieferfahrten, Versand

USV-Anlage

USV bedeutet unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Vorteil

Nachteil


Abfallhierarchie

1. Vermeiden
2. Wiederverwenden
3. Recyceln
4. Fachgerecht entsorgen

Merksatz

Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht.


Emission und Immission

Begriff Bedeutung
Emission etwas wird von einer Quelle abgegeben
Immission etwas wirkt auf Menschen oder Umwelt ein

Merksatz

Emission = geht raus.
Immission = kommt an.


Nachhaltigkeit

Bereich Bedeutung
ökologisch Umwelt schützen
ökonomisch langfristig wirtschaftlich handeln
sozial Menschen und Arbeitsbedingungen berücksichtigen

Kapitel 5 – Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien

In diesem Kapitel geht es um respektvolle Zusammenarbeit, digitale Kommunikation, Persönlichkeitsrechte, Schutzziele, E-Mail, Netiquette, Social Media, Social Engineering, Compliance, Diversity und ethische Aspekte bei IT-Lösungen.

Wichtige Themen


Besonders wichtig in Kapitel 5

Informationstechnische Schutzziele

Schutzziel Bedeutung
Vertraulichkeit nur Berechtigte dürfen Informationen sehen
Integrität Informationen bleiben korrekt und unverändert
Verfügbarkeit Systeme und Informationen sind nutzbar
Authentizität Echtheit von Absendern, Nutzern oder Systemen
Nachvollziehbarkeit Vorgänge können später geprüft werden

Digitale Kommunikation

Gute digitale Kommunikation ist:


Social Engineering

Social Engineering bedeutet, dass Angreifer Menschen manipulieren, um an Informationen, Zugangsdaten oder Handlungen zu kommen.

Beispiele


Compliance

Compliance bedeutet, Regeln einzuhalten.

Dazu gehören:


Diversity und Ethik

IT-Lösungen sollen Menschen respektieren und möglichst fair, transparent und diskriminierungsfrei gestaltet sein.

Merksatz

Technisch möglich heißt nicht automatisch erlaubt oder richtig.


Gesamt-Merksätze WISO

Kapitel 6 – Gesamtwiederholung WISO

Seite 6.2 Merksätze zu Kapitel 1 bis 5

Hinweis

Dieses Kapitel ist kein eigener Bereich im IHK/ZPA-Prüfungskatalog.

Es dient nur zur schnellen Wiederholung der offiziellen WISO-Themen aus Kapitel 1 bis 5.


Kapitel 1 – Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht

Duales Ausbildungssystem

Merksatz

Duales System = Betrieb + Berufsschule + IHK-Prüfung.


Ausbildungsvertrag

Merksatz

Der Ausbildungsvertrag regelt: Wer bildet wen, worin, wie lange und unter welchen Bedingungen aus?


Rechte und Pflichten in der Ausbildung

Auszubildende müssen:

Ausbildende müssen:

Merksatz

Der Azubi muss lernen wollen.
Der Betrieb muss Ausbildung ermöglichen.


Kündigung in der Ausbildung

Merksatz

In der Probezeit ist Kündigung einfach.
Nach der Probezeit braucht der Betrieb einen wichtigen Grund.


Arbeitsvertrag

Merksatz

Arbeitnehmer arbeiten und nehmen Rücksicht.
Arbeitgeber bezahlen und schützen.


Arbeitszeit, Urlaub und Krankheit

Merksatz

Mehr als 6 Stunden Arbeit = Pause ist Pflicht.


Tarifrecht

Merksatz

Tarifvertrag = kollektiv ausgehandelte Arbeitsbedingungen.


Betriebsrat und JAV

Merksatz

Betriebsrat = Beschäftigte.
JAV = Azubis und Jugendliche.


Sozialversicherung

Die fünf Zweige der Sozialversicherung sind:

Merksatz

Kranken, Pflege, Rente, Arbeitslosigkeit, Unfall.


Entgeltabrechnung

Merksatz

Brutto ist vor Abzug.
Netto ist nach Abzug.


Lebenslanges Lernen

Merksatz

In der IT ist Lernen keine Phase, sondern Daueraufgabe.


Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

Betrieb und Unternehmen

Merksatz

Betrieb = wo gearbeitet wird.
Unternehmen = rechtliche und wirtschaftliche Einheit.


Wirtschaftssektoren

Merksatz

Primär = Rohstoffe.
Sekundär = Produktion.
Tertiär = Dienstleistung.


Rechtsformen

Merksatz

Personengesellschaft = Personen stehen im Vordergrund.
Kapitalgesellschaft = Kapital und Gesellschaftsvermögen stehen im Vordergrund.


Organisationsformen

Merksatz

Einlinie = eine Linie.
Mehrlinie = mehrere Vorgesetzte.
Stablinie = Linie plus Beratung.
Matrix = Fachbereich plus Projekt.


Wirtschaftliche Verflechtungen

Merksatz

Konzern = gemeinsame Leitung.
Fusion = Zusammenschluss.
Kartell = Absprache gegen Wettbewerb.


Unternehmensziele

Merksatz

Unternehmen haben wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele.


Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Rentabilität

Merksatz

Produktivität = Menge.
Wirtschaftlichkeit = Ertrag zu Aufwand.
Rentabilität = Gewinn zu Kapital.


Arbeitsteilung

Merksatz

Arbeitsteilung macht spezialisiert, aber auch abhängig.


Globalisierung

Merksatz

Globalisierung verbindet Märkte weltweit.


Soziale Marktwirtschaft

Merksatz

Soziale Marktwirtschaft = Wettbewerb plus soziale Absicherung.


Verbände und Organisationen

Merksatz

Gewerkschaft = Arbeitnehmer.
Arbeitgeberverband = Arbeitgeber.
IHK = Ausbildung und Prüfung.


Behörden und Verwaltungen

Merksatz

Behörde = staatliche Stelle.
Verwaltung = öffentliche Aufgaben erledigen.


Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

Arbeitsschutz

Merksatz

Arbeitsschutz bedeutet: Gefahren erkennen, vermeiden und Gesundheit schützen.


Gefährdungsbeurteilung

Merksatz

Gefährdungsbeurteilung = Gefahr erkennen, Risiko bewerten, Schutzmaßnahme festlegen.


Gefährdungsarten

Merksatz

Gefährdungen können körperlich, technisch, chemisch, ergonomisch, akustisch oder psychisch sein.


Belastung und Beanspruchung

Merksatz

Belastung kommt von außen.
Beanspruchung wirkt innen.


Fürsorgepflicht

Merksatz

Fürsorgepflicht = Arbeitgeber muss Beschäftigte schützen.


Ergonomie

Merksatz

Ergonomie = Arbeitsplatz an den Menschen anpassen.


Fluchtwege und Notausgänge

Merksatz

Fluchtwege sind keine Lagerflächen.


Schutzart und Schutzklasse

Merksatz

Schutzart = Staub und Wasser.
Schutzklasse = elektrischer Schlag.


Sicherheitszeichen

Merksatz

Rot, Blau, Gelb, Grün: Verbot/Brand, Gebot, Warnung, Rettung.


Unfallverhalten

Merksatz

Erst Eigenschutz, dann helfen.


Notruf

Merksatz

112 rettet.
110 Polizei.
Beim Notruf warten, nicht selbst auflegen.


Brandschutz

Merksatz

Brandfall: melden, warnen, retten, flüchten, sammeln.


Brandklassen

Merksatz

A = Aschebildende feste Stoffe.
B = Brennbare Flüssigkeiten.
C = Gase.
D = Metalle.


Kapitel 4 – Umweltschutz

Umweltschutz im Betrieb

Merksatz

Umweltschutz beginnt im Alltag.


Umweltbelastungen durch IT-Prozesse

Merksatz

IT wirkt sauber, verbraucht aber Energie und Ressourcen.


USV-Anlagen

Merksatz

USV = mehr Verfügbarkeit, aber auch mehr Energie- und Akkuaufwand.


Energie- und Ressourcenverwendung

Merksatz

Nicht benötigte Geräte verbrauchen unnötig Strom.


Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Merksatz

Rohstoffe, Hilfsstoffe und Betriebsstoffe sollen sparsam verwendet werden.


Speicher- und Printmedien

Merksatz

Datenträger nie einfach wegwerfen.


Recycling und Wiederverwendung

Merksatz

Vermeiden vor Wiederverwenden vor Recyceln vor Entsorgen.


Abfalltrennung und Entsorgung

Merksatz

IT-Abfälle brauchen richtige Trennung, Datenschutz und fachgerechte Entsorgung.


Duales System bei Verpackungen

Merksatz

Duales System bei Verpackungen = Mülltrennung.
Duale Ausbildung = Betrieb und Berufsschule.


Emission und Immission

Merksatz

Emission geht raus.
Immission kommt an.


Nachhaltigkeit

Merksatz

Nachhaltig heißt: langfristig sinnvoll, nicht nur kurzfristig billig.


Rechtsfolgen bei Umweltverstößen

Merksatz

Umweltschutz ist nicht freiwillig egal, sondern kann rechtliche Folgen haben.


Kapitel 5 – Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien

Wertschätzende Zusammenarbeit

Merksatz

Gute Teamarbeit ist fachlich und menschlich.


Interdisziplinarität

Merksatz

IT betrifft selten nur IT.


Interkulturalität

Merksatz

Interkulturalität = Unterschiede respektvoll berücksichtigen.


Digitale Medien

Merksatz

Vor dem Teilen prüfen: Inhalt, Zweck, Empfänger.


Persönlichkeitsrechte

Merksatz

Andere Menschen digital nicht bloßstellen.


Informationstechnische Schutzziele

Merksatz

V-I-V merken: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit.


Dienstliche E-Mails

Merksatz

Vor dem Senden prüfen: Empfänger, Inhalt, Anhang.


Netiquette

Merksatz

Netiquette = gutes Benehmen online.


Social Media

Merksatz

Privat gepostet kann berufliche Folgen haben.


Social Engineering

Merksatz

Social Engineering greift den Menschen an.


Compliance

Merksatz

Compliance = Regeln einhalten.


Diversity und Gender-Neutralität

Merksatz

Diversity = Vielfalt respektieren.


Ethische Aspekte bei IT-Lösungen

Merksatz

Technisch möglich heißt nicht automatisch erlaubt oder richtig.


Super-Kurz-Merksätze für die Prüfung

Kapitel 6 – Gesamtwiederholung WISO

Seite 6.3 Häufige Verwechslungsfragen

Hinweis

Dieses Kapitel ist kein eigener Bereich im IHK/ZPA-Prüfungskatalog.

Es dient nur dazu, typische Begriffe zu unterscheiden, die in der Prüfung leicht verwechselt werden können.


1. Betrieb oder Unternehmen?

Begriff Bedeutung
Betrieb organisatorische Einheit, in der gearbeitet wird
Unternehmen rechtliche und wirtschaftliche Einheit

Beispiel

Ein Unternehmen kann mehrere Betriebe oder Standorte haben.

Merksatz

Betrieb = wo gearbeitet wird.
Unternehmen = rechtliche und wirtschaftliche Einheit.


Prüfungsfrage

Was ist der Unterschied zwischen Betrieb und Unternehmen?

Antwort anzeigen

Ein Betrieb ist eine organisatorische Einheit, in der Güter hergestellt oder Dienstleistungen erbracht werden.

Ein Unternehmen ist die rechtliche und wirtschaftliche Einheit. Ein Unternehmen kann aus mehreren Betrieben bestehen.


2. Duales Ausbildungssystem oder Duales System bei Verpackungen?

Begriff Bedeutung
Duales Ausbildungssystem Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule
Duales System bei Verpackungen Sammlung und Verwertung von Verkaufsverpackungen

Merksatz

Duale Ausbildung = Betrieb + Berufsschule.
Duales System Verpackung = Mülltrennung und Verwertung.


Prüfungsfrage

Was ist der Unterschied zwischen dualem Ausbildungssystem und Dualem System bei Verpackungen?

Antwort anzeigen

Das duale Ausbildungssystem bedeutet, dass die Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule stattfindet.

Das Duale System bei Verpackungen betrifft die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen.


3. Brutto oder Netto?

Begriff Bedeutung
Brutto Verdienst vor Abzügen
Netto Auszahlungsbetrag nach Abzügen

Typische Abzüge

Merksatz

Brutto ist vor Abzug.
Netto ist nach Abzug.


Prüfungsfrage

Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto?

Antwort anzeigen

Brutto ist der Verdienst vor Abzügen. Netto ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben ausgezahlt wird.


4. Fortbildung oder Umschulung?

Begriff Bedeutung
Fortbildung baut auf einem bestehenden Beruf auf
Umschulung führt zu einem neuen Beruf

Beispiel Fortbildung

Ein Fachinformatiker macht eine Weiterbildung im Bereich IT-Sicherheit.

Beispiel Umschulung

Eine Person aus einem anderen Beruf wird zum Fachinformatiker für Systemintegration umgeschult.

Merksatz

Fortbildung = im Beruf besser werden.
Umschulung = neuer Beruf.


Prüfungsfrage

Was ist der Unterschied zwischen Fortbildung und Umschulung?

Antwort anzeigen

Eine Fortbildung erweitert oder vertieft Kenntnisse in einem bestehenden Beruf.

Eine Umschulung qualifiziert für einen neuen Beruf.


5. Gewerkschaft oder Arbeitgeberverband?

Begriff Vertritt
Gewerkschaft Arbeitnehmer
Arbeitgeberverband Arbeitgeber

Beispiel

In Tarifverhandlungen verhandeln Gewerkschaften auf Arbeitnehmerseite und Arbeitgeberverbände oder einzelne Arbeitgeber auf Arbeitgeberseite.

Merksatz

Gewerkschaft = Arbeitnehmer.
Arbeitgeberverband = Arbeitgeber.


Prüfungsfrage

Wer vertritt Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen?

Antwort anzeigen

Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen.


6. Betriebsrat oder JAV?

Begriff Vertritt
Betriebsrat Arbeitnehmer im Betrieb
JAV Jugendliche und Auszubildende

Wichtig

Eine JAV gibt es grundsätzlich nur, wenn auch ein Betriebsrat besteht und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Merksatz

Betriebsrat = Beschäftigte.
JAV = Azubis und Jugendliche.


Prüfungsfrage

Kann es eine JAV ohne Betriebsrat geben?

Antwort anzeigen

Nein. Eine Jugend- und Auszubildendenvertretung setzt grundsätzlich voraus, dass es einen Betriebsrat gibt.


7. Betriebsrat oder Personalrat?

Begriff Bereich
Betriebsrat private Betriebe
Personalrat öffentlicher Dienst
Begriff Gesetzliche Grundlage
Betriebsrat Betriebsverfassungsgesetz
Personalrat Personalvertretungsgesetze

Merksatz

Betriebsrat = Privatwirtschaft.
Personalrat = öffentlicher Dienst.


Prüfungsfrage

Was ist der Unterschied zwischen Betriebsrat und Personalrat?

Antwort anzeigen

Der Betriebsrat ist die Interessenvertretung der Arbeitnehmer in privaten Betrieben.

Der Personalrat ist die Interessenvertretung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst.


8. Arbeitsvertrag oder Ausbildungsvertrag?

Vertrag Bedeutung
Arbeitsvertrag regelt ein normales Arbeitsverhältnis
Ausbildungsvertrag regelt die Berufsausbildung

Arbeitsvertrag

Der Arbeitnehmer schuldet Arbeitsleistung.
Der Arbeitgeber schuldet Vergütung.

Ausbildungsvertrag

Der Auszubildende soll berufliche Handlungsfähigkeit erwerben.
Der Ausbildende muss eine ordnungsgemäße Ausbildung ermöglichen.

Merksatz

Arbeitsvertrag = arbeiten gegen Lohn.
Ausbildungsvertrag = lernen und ausgebildet werden.


Prüfungsfrage

Warum ist ein Ausbildungsvertrag nicht einfach nur ein normaler Arbeitsvertrag?

Antwort anzeigen

Weil beim Ausbildungsvertrag die Ausbildung im Mittelpunkt steht. Der Betrieb muss berufliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln.


9. Kündigung während oder nach der Probezeit?

Zeitpunkt Regel
während der Probezeit Kündigung ohne Frist möglich
nach der Probezeit durch Betrieb nur aus wichtigem Grund fristlos
nach der Probezeit durch Azubi mit 4 Wochen Frist, wenn Ausbildung aufgegeben oder Beruf gewechselt wird

Merksatz

In der Probezeit ist Kündigung einfach.
Nach der Probezeit braucht der Betrieb einen wichtigen Grund.


Prüfungsfrage

Wie kann der Betrieb nach der Probezeit kündigen?

Antwort anzeigen

Nach der Probezeit kann der Betrieb das Ausbildungsverhältnis nur aus wichtigem Grund fristlos kündigen.


10. Produktivität, Wirtschaftlichkeit oder Rentabilität?

Begriff Formel Bedeutung
Produktivität Ausbringungsmenge / Einsatzmenge Mengenverhältnis
Wirtschaftlichkeit Ertrag / Aufwand finanzielles Verhältnis
Rentabilität Gewinn / eingesetztes Kapital × 100 Kapitalverzinsung

Beispiel Produktivität

60 Tickets in 6 Stunden = 10 Tickets pro Stunde.

Beispiel Wirtschaftlichkeit

8.000 € Ertrag / 10.000 € Aufwand = 0,8.
Das ist unwirtschaftlich.

Beispiel Rentabilität

20.000 € Gewinn / 200.000 € Kapital × 100 = 10 %.

Merksatz

Produktivität = Menge.
Wirtschaftlichkeit = Ertrag zu Aufwand.
Rentabilität = Gewinn zu Kapital.


Prüfungsfrage

Ein Unternehmen möchte wissen, ob ein Auftrag finanziell sinnvoll ist. Welche Kennzahl passt am besten?

Antwort anzeigen

Wirtschaftlichkeit, weil sie Ertrag und Aufwand vergleicht.


11. Aufwand oder Kosten?

Begriff Bedeutung
Aufwand Werteverbrauch in der Buchhaltung
Kosten betriebsbedingter Werteverbrauch

Für WISO wichtig

In einfachen Prüfungsaufgaben reicht oft:

Aufwand ist das, was für eine Leistung eingesetzt oder verbraucht wird.

Beispiel

Personalkosten, Materialverbrauch und Stromkosten können Aufwand beziehungsweise Kosten eines Auftrags sein.

Merksatz

Im WISO-Kontext: Aufwand = was eingesetzt oder verbraucht wird.


Prüfungsfrage

Was bedeutet Wirtschaftlichkeit?

Antwort anzeigen

Wirtschaftlichkeit beschreibt das Verhältnis von Ertrag zu Aufwand.


12. Konzern, Fusion oder Kartell?

Begriff Bedeutung
Konzern mehrere rechtlich selbstständige Unternehmen unter gemeinsamer Leitung
Fusion Unternehmen schließen sich zusammen
Kartell Unternehmen treffen Wettbewerbsabsprachen

Beispiel Konzern

Eine Muttergesellschaft besitzt mehrere Tochterunternehmen.

Beispiel Fusion

Zwei Unternehmen schließen sich zu einem größeren Unternehmen zusammen.

Beispiel Kartell

Mehrere Unternehmen sprechen Preise ab.

Merksatz

Konzern = gemeinsame Leitung.
Fusion = Zusammenschluss.
Kartell = Wettbewerbsabsprache.


Prüfungsfrage

Mehrere Unternehmen sprechen heimlich Preise ab. Was ist das?

Antwort anzeigen

Das ist ein Kartell beziehungsweise eine Preisabsprache. Wettbewerbsbeschränkende Kartelle sind in der Regel verboten.


13. Einliniensystem, Mehrliniensystem oder Stabliniensystem?

Organisationsform Bedeutung
Einliniensystem jeder Mitarbeiter hat genau einen direkten Vorgesetzten
Mehrliniensystem Mitarbeiter können mehrere Vorgesetzte haben
Stabliniensystem Linie mit beratenden Stabsstellen

Merksatz

Einlinie = eine Leitung.
Mehrlinie = mehrere Leitungen.
Stablinie = Linie plus Beratung.


Prüfungsfrage

Welche Organisationsform hat klare Weisungswege, aber oft lange Entscheidungswege?

Antwort anzeigen

Das Einliniensystem.


14. Spartenorganisation oder Matrixorganisation?

Organisationsform Bedeutung
Spartenorganisation Gliederung nach Produkten, Kunden oder Regionen
Matrixorganisation Kombination aus Fachabteilung und Projektstruktur

Beispiel Spartenorganisation

Beispiel Matrixorganisation

Ein Mitarbeiter gehört fachlich zum Netzwerkteam und arbeitet gleichzeitig im Projekt „Standortmigration“.

Merksatz

Sparte = Produkt, Kunde oder Region.
Matrix = Fachbereich plus Projekt.


Prüfungsfrage

Ein Mitarbeiter ist gleichzeitig einer Fachabteilung und einem Projekt zugeordnet. Welche Organisationsform ist das?

Antwort anzeigen

Das ist eine Matrixorganisation.


15. Aufbauorganisation oder Ablauforganisation?

Begriff Bedeutung
Aufbauorganisation Struktur des Unternehmens
Ablauforganisation Arbeitsabläufe und Reihenfolge von Tätigkeiten

Beispiel Aufbauorganisation

Geschäftsführung → IT-Leitung → Support-Team.

Beispiel Ablauforganisation

Ticket kommt rein → Analyse → Lösung → Test → Ticket schließen.

Merksatz

Aufbau = Wer ist wofür zuständig?
Ablauf = In welcher Reihenfolge passiert etwas?


Prüfungsfrage

Was beschreibt die Ablauforganisation?

Antwort anzeigen

Die Ablauforganisation beschreibt die Reihenfolge und den Ablauf von Arbeitsprozessen.


16. Primärer, sekundärer oder tertiärer Sektor?

Sektor Bedeutung Beispiel
primär Rohstoffgewinnung Landwirtschaft, Bergbau
sekundär Verarbeitung und Produktion Industrie, Handwerk
tertiär Dienstleistungen IT-Service, Handel, Verwaltung

Merksatz

Primär = Rohstoffe.
Sekundär = Produktion.
Tertiär = Dienstleistungen.


Prüfungsfrage

Zu welchem Wirtschaftssektor gehören IT-Dienstleister meistens?

Antwort anzeigen

Meistens zum tertiären Sektor, weil IT-Dienstleister Dienstleistungen anbieten.


17. Soziale Marktwirtschaft oder freie Marktwirtschaft?

Begriff Bedeutung
freie Marktwirtschaft Markt regelt möglichst viel selbst
soziale Marktwirtschaft Wettbewerb plus sozialer Ausgleich und staatliche Regeln

Wichtig für Deutschland

Deutschland hat eine soziale Marktwirtschaft.

Beispiele für sozialen Ausgleich

Merksatz

Soziale Marktwirtschaft = Wettbewerb plus soziale Absicherung.


Prüfungsfrage

Was ist der Grundgedanke der sozialen Marktwirtschaft?

Antwort anzeigen

Die soziale Marktwirtschaft verbindet freien Wettbewerb mit sozialem Ausgleich und staatlichen Regeln.


18. Behörde oder Verwaltung?

Begriff Bedeutung
Behörde konkrete staatliche Stelle
Verwaltung Tätigkeit oder System zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben

Beispiel

Das Finanzamt ist eine Behörde.
Steuerbearbeitung ist Verwaltungstätigkeit.

Merksatz

Behörde = Stelle.
Verwaltung = Tätigkeit.


Prüfungsfrage

Welche Behörde ist für Steuern zuständig?

Antwort anzeigen

Das Finanzamt.


19. Berufsgenossenschaft oder Krankenkasse?

Stelle Zuständig für
Berufsgenossenschaft gesetzliche Unfallversicherung
Krankenkasse gesetzliche Krankenversicherung und Pflegeversicherung

Beispiel Berufsgenossenschaft

Arbeitsunfall oder Berufskrankheit.

Beispiel Krankenkasse

Krankheit außerhalb eines Arbeitsunfalls.

Merksatz

Arbeitsunfall = Berufsgenossenschaft.
Krankheit = Krankenkasse.


Prüfungsfrage

Wer ist Träger der gesetzlichen Unfallversicherung?

Antwort anzeigen

Die Berufsgenossenschaft beziehungsweise der zuständige Unfallversicherungsträger.


20. Belastung oder Beanspruchung?

Begriff Bedeutung
Belastung äußere Einwirkung auf den Menschen
Beanspruchung individuelle Wirkung dieser Belastung

Beispiel

Lärm ist eine Belastung.
Kopfschmerzen oder Stress durch Lärm sind Beanspruchung.

Merksatz

Belastung kommt von außen.
Beanspruchung wirkt innen.


Prüfungsfrage

Was ist der Unterschied zwischen Belastung und Beanspruchung?

Antwort anzeigen

Belastung ist eine äußere Einwirkung auf den Menschen. Beanspruchung ist die individuelle Wirkung dieser Belastung auf den Menschen.


21. Schutzart oder Schutzklasse?

Begriff Bedeutung
Schutzart Schutz gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser
Schutzklasse Schutz gegen elektrischen Schlag

Beispiel Schutzart

IP44, IP54, IP65.

Beispiel Schutzklasse

Schutzklasse I, II, III.

Merksatz

Schutzart = Staub und Wasser.
Schutzklasse = elektrischer Schlag.


Prüfungsfrage

Was beschreibt die IP-Schutzart?

Antwort anzeigen

Die IP-Schutzart beschreibt, wie gut ein elektrisches Gerät gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser geschützt ist.


22. Schutzklasse I, II oder III?

Schutzklasse Bedeutung
Schutzklasse I Schutzleiter vorhanden
Schutzklasse II doppelte oder verstärkte Isolierung
Schutzklasse III Schutz durch Schutzkleinspannung

Merksatz

I = Schutzleiter.
II = doppelt isoliert.
III = Kleinspannung.


Prüfungsfrage

Was ist typisch für Schutzklasse II?

Antwort anzeigen

Geräte der Schutzklasse II haben eine doppelte oder verstärkte Isolierung und benötigen keinen Schutzleiter.


23. CE-Zeichen oder GS-Zeichen?

Zeichen Bedeutung
CE Hersteller erklärt Einhaltung grundlegender EU-Anforderungen
GS geprüfte Sicherheit durch unabhängige Prüfstelle

Wichtig

CE ist keine unabhängige Qualitätsauszeichnung.

Merksatz

CE = Herstellererklärung.
GS = geprüfte Sicherheit.


Prüfungsfrage

Was bedeutet das CE-Zeichen?

Antwort anzeigen

Das CE-Zeichen bedeutet, dass der Hersteller erklärt, dass das Produkt grundlegende EU-Anforderungen erfüllt. Es ist keine unabhängige Qualitätsauszeichnung.


24. Verbotszeichen, Gebotszeichen, Warnzeichen, Rettungszeichen oder Brandschutzzeichen?

Zeichenart Farbe Bedeutung
Verbotszeichen rot etwas ist verboten
Gebotszeichen blau etwas ist vorgeschrieben
Warnzeichen gelb Warnung vor Gefahr
Rettungszeichen grün Fluchtweg, Notausgang, Erste Hilfe
Brandschutzzeichen rot Feuerlöscher, Brandmelder

Merksatz

Rot = Verbot oder Brand.
Blau = Gebot.
Gelb = Warnung.
Grün = Rettung.


Prüfungsfrage

Welche Farbe haben Rettungszeichen?

Antwort anzeigen

Rettungszeichen sind grün.


25. Notruf 112 oder 110?

Nummer Bedeutung
112 Feuerwehr und Rettungsdienst
110 Polizei

Merksatz

112 rettet.
110 Polizei.


Prüfungsfrage

Welche Notrufnummer gilt für Feuerwehr und Rettungsdienst?

Antwort anzeigen

Die 112.


26. Brandklasse A, B, C oder D?

Brandklasse Bedeutung Beispiel
A feste Stoffe Holz, Papier, Karton
B flüssige oder flüssig werdende Stoffe Benzin, Öl, Lacke
C Gase Propan, Butan, Erdgas
D Metalle Magnesium, Aluminiumstaub

Merksatz

A = Aschebildende feste Stoffe.
B = Brennbare Flüssigkeiten.
C = Gase.
D = Metalle.


Prüfungsfrage

Zu welcher Brandklasse gehören Papier und Holz?

Antwort anzeigen

Papier und Holz gehören zur Brandklasse A, weil es feste Stoffe sind, die meist unter Glutbildung brennen.


27. Emission oder Immission?

Begriff Bedeutung
Emission etwas wird von einer Quelle abgegeben
Immission etwas wirkt auf Menschen oder Umwelt ein

Beispiel

Ein Serverlüfter erzeugt Lärm. Das ist die Emission.
Der Mitarbeiter hört den Lärm. Das ist die Immission.

Merksatz

Emission geht raus.
Immission kommt an.


Prüfungsfrage

Was ist der Unterschied zwischen Emission und Immission?

Antwort anzeigen

Emission bedeutet, dass etwas von einer Quelle abgegeben wird. Immission bedeutet, dass diese Einwirkung bei Menschen oder Umwelt ankommt.


28. Wiederverwendung oder Recycling?

Begriff Bedeutung
Wiederverwendung ein Produkt wird erneut genutzt
Recycling Material wird aufbereitet und als Rohstoff genutzt

Beispiel Wiederverwendung

Ein alter Monitor wird an einem Testarbeitsplatz weitergenutzt.

Beispiel Recycling

Ein defektes Gerät wird zerlegt und Rohstoffe werden zurückgewonnen.

Merksatz

Wiederverwendung = Produkt weiter nutzen.
Recycling = Material zurückgewinnen.


Prüfungsfrage

Was ist der Unterschied zwischen Wiederverwendung und Recycling?

Antwort anzeigen

Wiederverwendung bedeutet, dass ein Produkt erneut benutzt wird. Recycling bedeutet, dass Material aufbereitet und als Rohstoff wieder genutzt wird.


29. Abfallvermeidung oder Abfallreduzierung?

Begriff Bedeutung Beispiel
Abfallvermeidung Abfall entsteht gar nicht Dokument wird nicht gedruckt
Abfallreduzierung weniger Abfall entsteht Dokument wird doppelseitig gedruckt

Merksatz

Vermeidung = gar kein Abfall.
Reduzierung = weniger Abfall.


Prüfungsfrage

Was ist besser: Abfall vermeiden oder Abfall recyceln?

Antwort anzeigen

Abfall vermeiden ist besser, weil dann gar kein Abfall entsteht. Recycling ist sinnvoll, wenn Abfall nicht vermieden werden kann.


30. Speichermedien oder Printmedien?

Begriff Beispiele
Speichermedien Festplatten, SSDs, USB-Sticks, Backup-Bänder
Printmedien Papier, Ausdrucke, Toner, Tinte, Druckerkartuschen

Merksatz

Speichermedien speichern Daten.
Printmedien hängen mit Drucken zusammen.


Prüfungsfrage

Warum müssen Speichermedien besonders sorgfältig entsorgt werden?

Antwort anzeigen

Weil Speichermedien Elektroschrott enthalten und gleichzeitig vertrauliche oder personenbezogene Daten gespeichert haben können.


31. Datenschutz oder Umweltschutz bei Datenträgern?

Bereich Ziel
Datenschutz Daten dürfen nicht in falsche Hände geraten
Umweltschutz Rohstoffe sollen recycelt und Schadstoffe korrekt entsorgt werden

Wichtig

Bei Datenträgern muss beides beachtet werden.

Merksatz

Datenträger = Datenschutz + Umweltschutz.


Prüfungsfrage

Reicht es, eine Datei zu löschen, bevor man einen Datenträger entsorgt?

Antwort anzeigen

Nein. Einfaches Löschen reicht oft nicht aus, weil Daten wiederhergestellt werden können. Datenträger müssen sicher gelöscht oder vernichtet werden.


32. USV-Nutzen oder USV-Umweltproblem?

Sichtweise Bedeutung
Nutzen schützt bei Stromausfall, erhöht Verfügbarkeit
Umweltproblem zusätzlicher Stromverbrauch, Akkus, Entsorgung

Merksatz

USV = gut für Verfügbarkeit, aber zusätzlicher Akku- und Energieaufwand.


Prüfungsfrage

Warum kann eine USV aus Umweltsicht problematisch sein?

Antwort anzeigen

Eine USV verbraucht Energie, erzeugt Wärme und enthält Akkus, die regelmäßig ersetzt und fachgerecht entsorgt werden müssen.


33. Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit?

Schutzziel Bedeutung
Vertraulichkeit nur Berechtigte dürfen Informationen sehen
Integrität Informationen bleiben korrekt und unverändert
Verfügbarkeit Systeme und Informationen sind nutzbar

Beispiel Vertraulichkeit

Kundendaten dürfen nicht an falsche Personen gesendet werden.

Beispiel Integrität

Eine Konfigurationsdatei darf nicht unbemerkt verändert werden.

Beispiel Verfügbarkeit

Das Ticketsystem muss erreichbar sein.

Merksatz

Vertraulichkeit = geheim.
Integrität = korrekt.
Verfügbarkeit = erreichbar.


Prüfungsfrage

Ein Ticketsystem ist wegen eines Ausfalls nicht erreichbar. Welches Schutzziel ist betroffen?

Antwort anzeigen

Die Verfügbarkeit ist betroffen.


34. Authentizität oder Nachvollziehbarkeit?

Schutzziel Bedeutung
Authentizität Echtheit von Absendern, Nutzern oder Systemen
Nachvollziehbarkeit Vorgänge können später geprüft werden

Beispiel Authentizität

Ist die E-Mail wirklich vom Geschäftsführer?

Beispiel Nachvollziehbarkeit

Wer hat wann welche Änderung im System vorgenommen?

Merksatz

Authentizität = echt?
Nachvollziehbarkeit = später prüfbar?


Prüfungsfrage

Warum ist Authentizität bei E-Mails wichtig?

Antwort anzeigen

Weil geprüft werden muss, ob der Absender wirklich echt ist und es sich nicht um eine gefälschte Nachricht handelt.


35. Datenschutz oder Persönlichkeitsrecht?

Begriff Schwerpunkt
Datenschutz Schutz personenbezogener Daten
Persönlichkeitsrecht Schutz von Würde, Privatsphäre und persönlicher Entfaltung

Beispiel Datenschutz

Kundendaten dürfen nicht unberechtigt weitergegeben werden.

Beispiel Persönlichkeitsrecht

Ein Foto eines Kollegen darf nicht ohne Zustimmung veröffentlicht werden.

Merksatz

Datenschutz = personenbezogene Daten.
Persönlichkeitsrecht = Mensch und Privatsphäre.


Prüfungsfrage

Warum darf man ein Foto von Kollegen nicht einfach veröffentlichen?

Antwort anzeigen

Weil das Recht am eigenen Bild und Persönlichkeitsrechte betroffen sind. In der Regel braucht man eine Zustimmung.


36. CC oder BCC?

Feld Bedeutung
CC Empfänger sind für alle sichtbar
BCC Empfänger sind für andere nicht sichtbar

Typisches Problem

Bei großen externen Empfängerlisten kann CC oder „An“ dazu führen, dass alle E-Mail-Adressen sichtbar sind.

Merksatz

CC sichtbar.
BCC verborgen.


Prüfungsfrage

Warum kann eine offene Empfängerliste problematisch sein?

Antwort anzeigen

Weil E-Mail-Adressen für alle sichtbar werden können. Das kann ein Datenschutzproblem sein.


37. Netiquette oder Compliance?

Begriff Bedeutung
Netiquette höfliche Umgangsformen in digitaler Kommunikation
Compliance Einhaltung von Gesetzen, Regeln und internen Vorgaben

Beispiel Netiquette

Sachlich und höflich im Chat schreiben.

Beispiel Compliance

Keine unlizenzierte Software installieren.

Merksatz

Netiquette = gutes Benehmen online.
Compliance = Regeln einhalten.


Prüfungsfrage

Was bedeutet Compliance?

Antwort anzeigen

Compliance bedeutet, dass sich Unternehmen und Beschäftigte an Gesetze, Vorschriften, interne Regeln und ethische Grundsätze halten.


38. Phishing, Vishing oder Smishing?

Methode Bedeutung
Phishing Betrug per E-Mail oder gefälschter Website
Vishing Betrug per Telefon
Smishing Betrug per SMS oder Messenger

Merksatz

Phishing = Mail/Web.
Vishing = Voice/Telefon.
Smishing = SMS/Messenger.


Prüfungsfrage

Ein Angreifer ruft an und gibt sich als IT-Support aus. Welche Methode ist das?

Antwort anzeigen

Das ist Vishing, also Social Engineering per Telefon.


39. Social Engineering oder technischer Angriff?

Angriff Schwerpunkt
Social Engineering Manipulation von Menschen
technischer Angriff Ausnutzen technischer Schwachstellen

Beispiel Social Engineering

Jemand fordert telefonisch dein Passwort an.

Beispiel technischer Angriff

Eine ungepatchte Sicherheitslücke wird ausgenutzt.

Merksatz

Social Engineering greift den Menschen an.


Prüfungsfrage

Was ist Social Engineering?

Antwort anzeigen

Social Engineering ist eine Angriffsmethode, bei der Menschen manipuliert werden, um Informationen, Zugangsdaten oder bestimmte Handlungen zu erhalten.


40. Diversity oder Gender-Neutralität?

Begriff Bedeutung
Diversity Vielfalt von Menschen berücksichtigen
Gender-Neutralität geschlechtergerechte oder geschlechtsneutrale Ansprache

Beispiel Diversity

Software barrierearm und verständlich für unterschiedliche Nutzergruppen gestalten.

Beispiel Gender-Neutralität

„Beschäftigte“ statt „Mitarbeiter“ schreiben.

Merksatz

Diversity = Vielfalt.
Gender-Neutralität = faire Sprache bezogen auf Geschlecht.


Prüfungsfrage

Was bedeutet Diversity?

Antwort anzeigen

Diversity bedeutet Vielfalt. Im Betrieb meint das unterschiedliche Eigenschaften, Erfahrungen und Hintergründe von Menschen.


Schnelltest: Was wird verwechselt?

Beantworte ohne nachzuschauen:


Merksätze für Verwechslungsfragen

Kapitel 6 – Gesamtwiederholung WISO

Seite 6.4 Rechenaufgaben und Formeln

Hinweis

Dieses Kapitel ist kein eigener Bereich im IHK/ZPA-Prüfungskatalog.

Es dient nur zum Üben typischer WISO-Rechenaufgaben.

Besonders wichtig sind:


1. Produktivität

Formel

Produktivität = Ausbringungsmenge / Einsatzmenge

Einfach gesagt

Produktivität zeigt, wie viel Ergebnis mit einem bestimmten Einsatz erreicht wird.

Beispiel

Ein Supportteam bearbeitet 80 Tickets in 8 Stunden.

Produktivität = 80 Tickets / 8 Stunden

Produktivität = 10 Tickets pro Stunde

Merksatz

Produktivität betrachtet Mengen.


Übungsaufgabe 1

Ein Techniker richtet 12 Arbeitsplätze in 6 Stunden ein. Wie hoch ist die Produktivität?

Antwort anzeigen

Produktivität = Ausbringungsmenge / Einsatzmenge

Produktivität = 12 Arbeitsplätze / 6 Stunden

Produktivität = 2 Arbeitsplätze pro Stunde


Übungsaufgabe 2

Ein Supportteam bearbeitet 150 Tickets in 5 Tagen. Wie viele Tickets werden durchschnittlich pro Tag bearbeitet?

Antwort anzeigen

Produktivität = 150 Tickets / 5 Tage

Produktivität = 30 Tickets pro Tag


2. Wirtschaftlichkeit

Formel

Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand

Bewertung

Ergebnis Bedeutung
größer als 1 wirtschaftlich
genau 1 kostendeckend
kleiner als 1 unwirtschaftlich

Beispiel

Ein Auftrag bringt 6.000 € Ertrag.

Der Aufwand beträgt 5.000 €.

Wirtschaftlichkeit = 6.000 € / 5.000 €

Wirtschaftlichkeit = 1,2

Der Auftrag ist wirtschaftlich.

Merksatz

Wirtschaftlichkeit vergleicht Ertrag und Aufwand.


Übungsaufgabe 3

Ein Auftrag bringt 9.000 € Ertrag. Der Aufwand beträgt 7.500 €. Ist der Auftrag wirtschaftlich?

Antwort anzeigen

Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand

Wirtschaftlichkeit = 9.000 € / 7.500 €

Wirtschaftlichkeit = 1,2

Der Auftrag ist wirtschaftlich, weil der Wert größer als 1 ist.


Übungsaufgabe 4

Ein Projekt bringt 8.000 € Ertrag. Der Aufwand beträgt 10.000 €. Ist das Projekt wirtschaftlich?

Antwort anzeigen

Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand

Wirtschaftlichkeit = 8.000 € / 10.000 €

Wirtschaftlichkeit = 0,8

Das Projekt ist unwirtschaftlich, weil der Wert kleiner als 1 ist.


3. Rentabilität

Formel

Rentabilität = Gewinn / eingesetztes Kapital × 100

Einfach gesagt

Rentabilität zeigt, wie viel Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital entsteht.

Beispiel

Ein Unternehmen setzt 200.000 € Kapital ein und erzielt 20.000 € Gewinn.

Rentabilität = 20.000 € / 200.000 € × 100

Rentabilität = 10 %

Merksatz

Rentabilität wird meistens in Prozent angegeben.


Übungsaufgabe 5

Ein Unternehmen erzielt 15.000 € Gewinn bei 150.000 € eingesetztem Kapital. Wie hoch ist die Rentabilität?

Antwort anzeigen

Rentabilität = Gewinn / eingesetztes Kapital × 100

Rentabilität = 15.000 € / 150.000 € × 100

Rentabilität = 10 %


Übungsaufgabe 6

Ein Unternehmen erzielt 12.000 € Gewinn bei 300.000 € eingesetztem Kapital. Wie hoch ist die Rentabilität?

Antwort anzeigen

Rentabilität = 12.000 € / 300.000 € × 100

Rentabilität = 4 %


4. Unterschied Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Rentabilität

Begriff Formel Betrachtet
Produktivität Ausbringungsmenge / Einsatzmenge Mengen
Wirtschaftlichkeit Ertrag / Aufwand Ertrag und Aufwand
Rentabilität Gewinn / Kapital × 100 Gewinn im Verhältnis zum Kapital

Merksatz

Produktivität = Menge.
Wirtschaftlichkeit = Ertrag zu Aufwand.
Rentabilität = Gewinn zu Kapital.


Übungsaufgabe 7

Welche Kennzahl passt?

Ein Unternehmen möchte wissen, wie viele Tickets pro Stunde bearbeitet wurden.

Antwort anzeigen

Produktivität.

Es geht um eine Menge pro Einsatz, also Tickets pro Stunde.


Übungsaufgabe 8

Welche Kennzahl passt?

Ein Unternehmen möchte wissen, ob ein Auftrag mehr Ertrag bringt als Aufwand verursacht.

Antwort anzeigen

Wirtschaftlichkeit.

Es geht um Ertrag im Verhältnis zum Aufwand.


Übungsaufgabe 9

Welche Kennzahl passt?

Ein Unternehmen möchte wissen, wie viel Prozent Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital entstanden sind.

Antwort anzeigen

Rentabilität.

Es geht um Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital.


5. Prozentrechnung

Grundformel

Prozentwert = Grundwert × Prozentsatz / 100

Begriffe

Begriff Bedeutung
Grundwert das Ganze
Prozentsatz Prozentangabe
Prozentwert Anteil vom Ganzen

Beispiel

Ein Monitor kostet 400 €. Der Rabatt beträgt 10 %.

Prozentwert = 400 € × 10 / 100

Prozentwert = 40 €

Der Rabatt beträgt 40 €.

Neuer Preis = 400 € - 40 € = 360 €


Übungsaufgabe 10

Ein Notebook kostet 1.200 €. Es gibt 15 % Rabatt. Wie hoch ist der Rabatt?

Antwort anzeigen

Prozentwert = Grundwert × Prozentsatz / 100

Prozentwert = 1.200 € × 15 / 100

Prozentwert = 180 €

Der Rabatt beträgt 180 €.


Übungsaufgabe 11

Ein Drucker kostet 300 €. Der Preis wird um 20 % reduziert. Wie hoch ist der neue Preis?

Antwort anzeigen

Rabatt = 300 € × 20 / 100 = 60 €

Neuer Preis = 300 € - 60 €

Neuer Preis = 240 €


6. Dreisatz

Wann nutzt man Dreisatz?

Wenn sich Werte proportional verhalten.

Beispiel

5 Lizenzen kosten 250 €.

Wie viel kosten 8 Lizenzen?

1 Lizenz kostet 250 € / 5 = 50 €

8 Lizenzen kosten 8 × 50 € = 400 €


Übungsaufgabe 12

10 Netzwerkkabel kosten 80 €. Wie viel kosten 25 Netzwerkkabel?

Antwort anzeigen

1 Netzwerkkabel kostet 80 € / 10 = 8 €

25 Netzwerkkabel kosten 25 × 8 € = 200 €


Übungsaufgabe 13

4 Monitore kosten 720 €. Wie viel kosten 7 Monitore?

Antwort anzeigen

1 Monitor kostet 720 € / 4 = 180 €

7 Monitore kosten 7 × 180 € = 1.260 €


7. Rabatt

Was ist Rabatt?

Rabatt ist ein Preisnachlass.

Formel

Rabattbetrag = Listenpreis × Rabattsatz / 100

Zielpreis = Listenpreis - Rabattbetrag


Beispiel

Listenpreis = 2.000 €

Rabatt = 10 %

Rabattbetrag = 2.000 € × 10 / 100 = 200 €

Zielpreis = 2.000 € - 200 € = 1.800 €


Übungsaufgabe 14

Ein Server kostet laut Liste 3.500 €. Der Anbieter gibt 8 % Rabatt. Wie hoch ist der Zielpreis?

Antwort anzeigen

Rabattbetrag = 3.500 € × 8 / 100

Rabattbetrag = 280 €

Zielpreis = 3.500 € - 280 €

Zielpreis = 3.220 €


8. Skonto

Was ist Skonto?

Skonto ist ein Preisnachlass, wenn eine Rechnung besonders schnell bezahlt wird.

Formel

Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz / 100

Zahlbetrag = Rechnungsbetrag - Skontobetrag


Beispiel

Rechnungsbetrag = 1.000 €

Skonto = 2 %

Skontobetrag = 1.000 € × 2 / 100 = 20 €

Zahlbetrag = 1.000 € - 20 € = 980 €


Übungsaufgabe 15

Eine Rechnung beträgt 2.500 €. Bei schneller Zahlung gibt es 3 % Skonto. Wie viel muss gezahlt werden?

Antwort anzeigen

Skontobetrag = 2.500 € × 3 / 100

Skontobetrag = 75 €

Zahlbetrag = 2.500 € - 75 €

Zahlbetrag = 2.425 €


9. Rabatt und Skonto zusammen

Wichtig

Erst Rabatt vom Listenpreis abziehen.
Dann Skonto vom reduzierten Preis berechnen.


Beispiel

Listenpreis = 1.000 €

Rabatt = 10 %

Skonto = 2 %

Rabattbetrag = 1.000 € × 10 / 100 = 100 €

Zielpreis = 1.000 € - 100 € = 900 €

Skontobetrag = 900 € × 2 / 100 = 18 €

Zahlbetrag = 900 € - 18 € = 882 €


Übungsaufgabe 16

Ein Switch kostet laut Liste 800 €. Der Anbieter gibt 5 % Rabatt und 2 % Skonto. Wie hoch ist der Zahlbetrag?

Antwort anzeigen

Rabattbetrag = 800 € × 5 / 100 = 40 €

Zielpreis = 800 € - 40 € = 760 €

Skontobetrag = 760 € × 2 / 100 = 15,20 €

Zahlbetrag = 760 € - 15,20 €

Zahlbetrag = 744,80 €


10. Umsatzsteuer

Wichtig

In Deutschland beträgt der reguläre Umsatzsteuersatz häufig 19 %.

Netto zu Brutto

Brutto = Netto × 1,19

Brutto zu Netto

Netto = Brutto / 1,19

Umsatzsteuerbetrag

Umsatzsteuer = Netto × 19 / 100


Beispiel Netto zu Brutto

Netto = 1.000 €

Umsatzsteuer = 1.000 € × 19 / 100 = 190 €

Brutto = 1.000 € + 190 € = 1.190 €


Beispiel Brutto zu Netto

Brutto = 1.190 €

Netto = 1.190 € / 1,19 = 1.000 €


Übungsaufgabe 17

Ein Notebook kostet netto 900 €. Wie hoch ist der Bruttopreis bei 19 % Umsatzsteuer?

Antwort anzeigen

Umsatzsteuer = 900 € × 19 / 100 = 171 €

Brutto = 900 € + 171 €

Brutto = 1.071 €


Übungsaufgabe 18

Ein Monitor kostet brutto 238 €. Wie hoch ist der Nettopreis bei 19 % Umsatzsteuer?

Antwort anzeigen

Netto = Brutto / 1,19

Netto = 238 € / 1,19

Netto = 200 €


11. Angebotsvergleich

Wichtig

Bei Angeboten müssen nicht nur Listenpreise verglichen werden.

Man muss beachten:


Einfacher Angebotsvergleich

Angebot A

Listenpreis: 1.000 €

Rabatt: 10 %

Versand: 20 €

Angebot B

Listenpreis: 950 €

Rabatt: 5 %

Versand: 0 €


Rechnung Angebot A

Rabatt = 1.000 € × 10 / 100 = 100 €

Preis nach Rabatt = 900 €

plus Versand = 920 €


Rechnung Angebot B

Rabatt = 950 € × 5 / 100 = 47,50 €

Preis nach Rabatt = 902,50 €

plus Versand = 902,50 €


Ergebnis

Angebot B ist günstiger.


Übungsaufgabe 19

Angebot A:

Listenpreis 2.000 €

Rabatt 10 %

Versand 50 €

Angebot B:

Listenpreis 1.950 €

Rabatt 5 %

Versand 0 €

Welches Angebot ist günstiger?

Antwort anzeigen

Angebot A:

Rabatt = 2.000 € × 10 / 100 = 200 €

Preis nach Rabatt = 2.000 € - 200 € = 1.800 €

plus Versand = 1.850 €

Angebot B:

Rabatt = 1.950 € × 5 / 100 = 97,50 €

Preis nach Rabatt = 1.950 € - 97,50 € = 1.852,50 €

plus Versand = 1.852,50 €

Angebot A ist günstiger.


12. Brutto und Netto beim Arbeitsentgelt

Wichtig

Bruttoentgelt ist der Betrag vor Abzügen.

Nettoentgelt ist der Betrag nach Abzügen.

Typische Abzüge

Merksatz

Brutto verdient man.
Netto bekommt man ausgezahlt.


Einfache Beispielrechnung

Bruttoentgelt = 2.000 €

Abzüge insgesamt = 400 €

Nettoentgelt = 2.000 € - 400 €

Nettoentgelt = 1.600 €


Übungsaufgabe 20

Ein Arbeitnehmer verdient 2.400 € brutto. Die gesamten Abzüge betragen 620 €. Wie hoch ist das Nettoentgelt?

Antwort anzeigen

Netto = Brutto - Abzüge

Netto = 2.400 € - 620 €

Netto = 1.780 €


13. Sozialabgaben einfach berechnen

Hinweis

In echten Entgeltabrechnungen ändern sich Beitragssätze und Zusatzbeiträge. Für Prüfungsübungen werden die Werte normalerweise in der Aufgabe angegeben.

Formel

Sozialabgabe = Bruttoentgelt × Beitragssatz / 100


Beispiel

Bruttoentgelt = 1.000 €

Beitragssatz Arbeitnehmeranteil = 9,3 %

Abgabe = 1.000 € × 9,3 / 100

Abgabe = 93 €


Übungsaufgabe 21

Ein Arbeitnehmer verdient 2.000 € brutto. Der Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung beträgt in der Aufgabe 9,3 %. Wie hoch ist der Beitrag?

Antwort anzeigen

Beitrag = 2.000 € × 9,3 / 100

Beitrag = 186 €


Übungsaufgabe 22

Ein Arbeitnehmer verdient 1.500 € brutto. Der angegebene Beitragssatz beträgt 1,2 %. Wie hoch ist der Beitrag?

Antwort anzeigen

Beitrag = 1.500 € × 1,2 / 100

Beitrag = 18 €


14. Arbeitszeit und Pausen

Wichtige Regeln

Arbeitszeit Mindestpause
bis 6 Stunden keine gesetzliche Mindestpause nach dieser Regel
mehr als 6 bis 9 Stunden mindestens 30 Minuten
mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten

Beispiel

Arbeitszeit: 8 Stunden

Pause: mindestens 30 Minuten


Übungsaufgabe 23

Ein Arbeitnehmer arbeitet 7 Stunden. Wie viel Pause ist mindestens erforderlich?

Antwort anzeigen

Bei mehr als 6 Stunden Arbeit sind mindestens 30 Minuten Pause erforderlich.


Übungsaufgabe 24

Ein Arbeitnehmer arbeitet 9,5 Stunden. Wie viel Pause ist mindestens erforderlich?

Antwort anzeigen

Bei mehr als 9 Stunden Arbeit sind mindestens 45 Minuten Pause erforderlich.


15. Einfache Zeitrechnung

Beispiel

Arbeitsbeginn: 08:00 Uhr

Arbeitsende: 16:30 Uhr

Pause: 30 Minuten

Anwesenheitszeit = 8 Stunden 30 Minuten

Arbeitszeit = 8 Stunden


Übungsaufgabe 25

Arbeitsbeginn ist 07:30 Uhr. Arbeitsende ist 16:00 Uhr. Pause beträgt 30 Minuten. Wie lang ist die Arbeitszeit?

Antwort anzeigen

Von 07:30 Uhr bis 16:00 Uhr sind 8 Stunden 30 Minuten Anwesenheit.

Abzüglich 30 Minuten Pause:

Arbeitszeit = 8 Stunden


16. Einfache Kostenvergleichsrechnung

Beispiel

Drucker A kostet 300 € und verursacht 80 € Verbrauchskosten pro Jahr.

Drucker B kostet 450 € und verursacht 40 € Verbrauchskosten pro Jahr.

Vergleich über 3 Jahre:

Drucker A = 300 € + 3 × 80 € = 540 €

Drucker B = 450 € + 3 × 40 € = 570 €

Drucker A ist über 3 Jahre günstiger.


Übungsaufgabe 26

Notebook A kostet 900 € und verursacht 60 € Strom- und Wartungskosten pro Jahr.

Notebook B kostet 1.050 € und verursacht 30 € Strom- und Wartungskosten pro Jahr.

Welches Notebook ist über 5 Jahre günstiger?

Antwort anzeigen

Notebook A:

900 € + 5 × 60 € = 900 € + 300 € = 1.200 €

Notebook B:

1.050 € + 5 × 30 € = 1.050 € + 150 € = 1.200 €

Beide Notebooks sind über 5 Jahre gleich teuer.


17. Total Cost of Ownership

Bedeutung

Total Cost of Ownership bedeutet Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer.

Dazu gehören zum Beispiel:

Merksatz

Nicht nur Kaufpreis betrachten, sondern Gesamtkosten.


Übungsaufgabe 27

Ein Server kostet 4.000 €. Pro Jahr entstehen 600 € Strom- und Wartungskosten. Die Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre. Wie hoch sind die Gesamtkosten?

Antwort anzeigen

Gesamtkosten = Anschaffungskosten + laufende Kosten

Laufende Kosten = 5 × 600 € = 3.000 €

Gesamtkosten = 4.000 € + 3.000 €

Gesamtkosten = 7.000 €


18. Prüfungsstrategie bei Rechenaufgaben

Vorgehen

Aufgabe genau lesen
→ gesuchte Größe markieren
→ gegebene Werte markieren
→ passende Formel auswählen
→ Einheiten beachten
→ Schritt für Schritt rechnen
→ Ergebnis prüfen
→ Antwortsatz schreiben

Typische Fehler vermeiden


Formelsammlung kompakt

Thema Formel
Produktivität Ausbringungsmenge / Einsatzmenge
Wirtschaftlichkeit Ertrag / Aufwand
Rentabilität Gewinn / eingesetztes Kapital × 100
Prozentwert Grundwert × Prozentsatz / 100
Rabattbetrag Listenpreis × Rabattsatz / 100
Zielpreis Listenpreis - Rabattbetrag
Skontobetrag Rechnungsbetrag × Skontosatz / 100
Zahlbetrag Rechnungsbetrag - Skontobetrag
Brutto bei 19 % USt Netto × 1,19
Netto bei 19 % USt Brutto / 1,19
Umsatzsteuerbetrag Netto × 19 / 100
Nettoentgelt Bruttoentgelt - Abzüge
Sozialabgabe Bruttoentgelt × Beitragssatz / 100
Gesamtkosten Anschaffungskosten + laufende Kosten

Kurztest ohne Hilfe

Rechne ohne nachzuschauen:

1. 50 Tickets werden in 5 Stunden bearbeitet. Produktivität?

Antwort anzeigen

50 / 5 = 10 Tickets pro Stunde

2. Ertrag 12.000 €, Aufwand 10.000 €. Wirtschaftlichkeit?

Antwort anzeigen

12.000 / 10.000 = 1,2

Der Auftrag ist wirtschaftlich.

3. Gewinn 25.000 €, Kapital 500.000 €. Rentabilität?

Antwort anzeigen

25.000 / 500.000 × 100 = 5 %

4. 1.000 € Listenpreis, 10 % Rabatt. Zielpreis?

Antwort anzeigen

Rabatt = 100 €

Zielpreis = 900 €

5. 900 € Rechnungsbetrag, 2 % Skonto. Zahlbetrag?

Antwort anzeigen

Skonto = 18 €

Zahlbetrag = 882 €

6. 500 € netto plus 19 % Umsatzsteuer. Brutto?

Antwort anzeigen

500 € × 1,19 = 595 €

7. 1.190 € brutto bei 19 % Umsatzsteuer. Netto?

Antwort anzeigen

1.190 € / 1,19 = 1.000 €

8. Brutto 2.200 €, Abzüge 550 €. Netto?

Antwort anzeigen

2.200 € - 550 € = 1.650 €

9. Arbeitszeit von 08:00 bis 16:30, Pause 30 Minuten. Arbeitszeit?

Antwort anzeigen

Anwesenheit = 8 Stunden 30 Minuten

minus 30 Minuten Pause

Arbeitszeit = 8 Stunden

10. Gerät kostet 2.000 €, laufende Kosten 300 € pro Jahr, Nutzungsdauer 4 Jahre. Gesamtkosten?

Antwort anzeigen

Laufende Kosten = 4 × 300 € = 1.200 €

Gesamtkosten = 2.000 € + 1.200 € = 3.200 €


Merksätze

Kapitel 6 – Gesamtwiederholung WISO

Seite 6.5 Prüfungssimulation WISO

Hinweis

Dieses Kapitel ist kein eigener Bereich im IHK/ZPA-Prüfungskatalog.

Es dient nur zur Prüfungssimulation für die offiziellen WISO-Themen aus Kapitel 1 bis 5.

Die Fragen sind gemischt, damit du übst, wie es in einer Prüfungssituation vorkommen kann.


Prüfungssimulation – Teil 1

Bearbeitungshinweis

Versuche zuerst, alle Fragen ohne Hilfe zu beantworten.

Danach kannst du die Lösung ausklappen.


1. Was bedeutet duales Ausbildungssystem?

Antwort anzeigen

Das duale Ausbildungssystem bedeutet, dass die Ausbildung an zwei Lernorten stattfindet:

Der Betrieb vermittelt die praktische Ausbildung. Die Berufsschule vermittelt theoretische und allgemeinbildende Inhalte.


2. Wer ist für die Organisation der Abschlussprüfung zuständig?

Antwort anzeigen

Die IHK ist die zuständige Stelle für die Organisation der Abschlussprüfung.


3. Nenne drei Pflichten eines Auszubildenden.

Antwort anzeigen

Beispiele:


4. Nenne drei Pflichten des Ausbildenden.

Antwort anzeigen

Beispiele:


5. Wie lange dauert die Probezeit in der Berufsausbildung mindestens und höchstens?

Antwort anzeigen

Die Probezeit dauert mindestens 1 Monat und höchstens 4 Monate.


6. Wie kann der Betrieb nach der Probezeit ein Ausbildungsverhältnis kündigen?

Antwort anzeigen

Nach der Probezeit kann der Betrieb nur aus wichtigem Grund fristlos kündigen.


7. Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto?

Antwort anzeigen

Brutto ist der Verdienst vor Abzügen.

Netto ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben ausgezahlt wird.


8. Nenne die fünf Zweige der Sozialversicherung.

Antwort anzeigen

Die fünf Zweige sind:


9. Welche Sozialversicherung zahlt der Arbeitgeber allein?

Antwort anzeigen

Die gesetzliche Unfallversicherung wird vom Arbeitgeber allein bezahlt.


10. Wer vertritt Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen?

Antwort anzeigen

Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen.


11. Wer vertritt Arbeitgeber in Tarifverhandlungen?

Antwort anzeigen

Arbeitgeberverbände oder einzelne Arbeitgeber vertreten die Arbeitgeberseite.


12. Was bedeutet Tarifautonomie?

Antwort anzeigen

Tarifautonomie bedeutet, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber beziehungsweise Arbeitgeberverbände Tarifverträge selbstständig aushandeln dürfen, ohne dass der Staat die Inhalte direkt festlegt.


13. Was ist ein Betrieb?

Antwort anzeigen

Ein Betrieb ist eine organisatorische Einheit, in der Güter hergestellt oder Dienstleistungen erbracht werden.


14. Was ist ein Unternehmen?

Antwort anzeigen

Ein Unternehmen ist eine rechtliche und wirtschaftliche Einheit.

Ein Unternehmen kann aus einem oder mehreren Betrieben bestehen.


15. Zu welchem Wirtschaftssektor gehören IT-Dienstleister meistens?

Antwort anzeigen

Meistens zum tertiären Sektor, weil IT-Dienstleister Dienstleistungen anbieten.


16. Was ist der Unterschied zwischen Einzelunternehmen und GmbH bei der Haftung?

Antwort anzeigen

Beim Einzelunternehmen haftet der Inhaber grundsätzlich persönlich.

Bei der GmbH haftet grundsätzlich die Gesellschaft mit ihrem Gesellschaftsvermögen.


17. Was ist typisch für eine KG?

Antwort anzeigen

Bei der KG gibt es zwei Arten von Gesellschaftern:


18. Was bedeutet Einliniensystem?

Antwort anzeigen

Beim Einliniensystem hat jeder Mitarbeiter genau einen direkten Vorgesetzten.


19. Was ist ein Nachteil des Mehrliniensystems?

Antwort anzeigen

Ein Nachteil ist, dass widersprüchliche Anweisungen möglich sind.

Außerdem können unklare Verantwortlichkeiten und Konflikte zwischen Vorgesetzten entstehen.


20. Was ist eine Matrixorganisation?

Antwort anzeigen

Eine Matrixorganisation kombiniert zwei Gliederungsrichtungen, zum Beispiel Fachabteilung und Projektstruktur.

Ein Mitarbeiter kann fachlich einer Abteilung und gleichzeitig einem Projekt zugeordnet sein.


21. Was ist ein Konzern?

Antwort anzeigen

Ein Konzern besteht aus mehreren rechtlich selbstständigen Unternehmen, die unter gemeinsamer wirtschaftlicher Leitung stehen.


22. Was ist eine Fusion?

Antwort anzeigen

Eine Fusion ist der Zusammenschluss von zwei oder mehreren Unternehmen.


23. Was ist ein Kartell?

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Ein Kartell ist eine Absprache zwischen Unternehmen, die den Wettbewerb einschränken kann.

Beispiele sind Preisabsprachen, Gebietsabsprachen oder Kundenaufteilungen.


24. Berechne die Produktivität: 120 Tickets werden in 6 Stunden bearbeitet.

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Produktivität = Ausbringungsmenge / Einsatzmenge

Produktivität = 120 Tickets / 6 Stunden

Produktivität = 20 Tickets pro Stunde


25. Berechne die Wirtschaftlichkeit: Ertrag 15.000 €, Aufwand 12.000 €. Ist der Auftrag wirtschaftlich?

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Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand

Wirtschaftlichkeit = 15.000 € / 12.000 €

Wirtschaftlichkeit = 1,25

Der Auftrag ist wirtschaftlich, weil der Wert größer als 1 ist.


26. Berechne die Rentabilität: Gewinn 30.000 €, eingesetztes Kapital 300.000 €.

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Rentabilität = Gewinn / eingesetztes Kapital × 100

Rentabilität = 30.000 € / 300.000 € × 100

Rentabilität = 10 %


27. Was ist ein Zielkonflikt?

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Ein Zielkonflikt entsteht, wenn die Erreichung eines Ziels die Erreichung eines anderen Ziels erschwert.

Beispiel:

Kosten senken und gleichzeitig Qualität erhöhen kann ein Zielkonflikt sein.


28. Was bedeutet soziale Marktwirtschaft?

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Die soziale Marktwirtschaft verbindet freien Wettbewerb mit sozialem Ausgleich und staatlichen Regeln.


29. Was ist eine Behörde?

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Eine Behörde ist eine staatliche Stelle, die öffentliche Aufgaben erfüllt und gesetzliche Vorschriften umsetzt.


30. Welche Stelle ist für Arbeitsunfälle zuständig?

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Die Berufsgenossenschaft beziehungsweise der zuständige Unfallversicherungsträger ist für Arbeitsunfälle zuständig.


Prüfungssimulation – Teil 2


31. Was ist eine Gefährdungsbeurteilung?

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Eine Gefährdungsbeurteilung ist die systematische Prüfung, welche Gefahren an einem Arbeitsplatz oder bei einer Tätigkeit bestehen und welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind.


32. Was ist der Unterschied zwischen Belastung und Beanspruchung?

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Belastung ist eine äußere Einwirkung auf den Menschen.

Beanspruchung ist die individuelle Wirkung dieser Belastung auf den Menschen.


33. Nenne drei Gefährdungsarten am Arbeitsplatz.

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Beispiele:


34. Was bedeutet Ergonomie?

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Ergonomie bedeutet, dass Arbeitsplatz und Arbeitsbedingungen an den Menschen angepasst werden.


35. Warum müssen Fluchtwege freigehalten werden?

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Fluchtwege müssen freigehalten werden, damit Personen bei Gefahr schnell und sicher das Gebäude oder den gefährdeten Bereich verlassen können.


36. Was ist der Unterschied zwischen Schutzart und Schutzklasse?

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Schutzart beschreibt den Schutz gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser.

Schutzklasse beschreibt den Schutz gegen elektrischen Schlag.


37. Was bedeutet IP-Schutzart?

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Die IP-Schutzart beschreibt, wie gut ein elektrisches Gerät gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser geschützt ist.

Die erste Ziffer steht für Fremdkörper und Berührung.

Die zweite Ziffer steht für Wasser.


38. Was ist typisch für Schutzklasse I?

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Geräte der Schutzklasse I haben einen Schutzleiter.


39. Was ist typisch für Schutzklasse II?

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Geräte der Schutzklasse II haben eine doppelte oder verstärkte Isolierung und benötigen keinen Schutzleiter.


40. Was bedeutet das CE-Zeichen?

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Das CE-Zeichen bedeutet, dass der Hersteller erklärt, dass das Produkt grundlegende EU-Anforderungen erfüllt.

Es ist keine unabhängige Qualitätsauszeichnung.


41. Welche Farbe haben Rettungszeichen?

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Rettungszeichen sind grün.


42. Welche Farbe haben Gebotszeichen?

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Gebotszeichen sind blau.


43. Welche Notrufnummer gilt für Feuerwehr und Rettungsdienst?

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Die 112.


44. Welche Notrufnummer gilt für die Polizei?

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Die 110.


45. Nenne die 5 W-Fragen beim Notruf.

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Die 5 W-Fragen sind:


46. Was ist bei einem Unfall zuerst zu beachten?

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Zuerst ist der Eigenschutz zu beachten.


47. Was bedeutet Menschenrettung vor Sachrettung?

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Menschen sind wichtiger als Gegenstände, Geräte, Daten oder Gebäude.

Im Brandfall oder Notfall müssen zuerst Personen gerettet oder geschützt werden.


48. Warum darf man im Brandfall keinen Aufzug benutzen?

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Weil der Aufzug stecken bleiben kann, Rauch eindringen kann oder der Strom ausfallen kann.

Deshalb müssen Treppen und Fluchtwege benutzt werden.


49. Welche Brandklasse betrifft feste Stoffe wie Holz und Papier?

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Brandklasse A.


50. Welche Brandklasse betrifft brennbare Flüssigkeiten wie Benzin oder Öl?

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Brandklasse B.


Prüfungssimulation – Teil 3


51. Nenne drei Umweltbelastungen durch einen IT-Betrieb.

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Beispiele:


52. Was ist eine USV?

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USV bedeutet unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Sie versorgt Geräte bei Stromausfall kurzfristig weiter, damit Systeme geschützt und geordnet heruntergefahren werden können.


53. Warum kann eine USV aus Umweltsicht problematisch sein?

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Eine USV verbraucht Energie, erzeugt Wärme und enthält Akkus, die regelmäßig ersetzt und fachgerecht entsorgt werden müssen.


54. Was bedeutet rationelle Energieverwendung?

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Rationelle Energieverwendung bedeutet, Energie sinnvoll, sparsam und effizient einzusetzen und unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden.


55. Nenne drei Beispiele für unnötige Gerätelaufzeiten.

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Beispiele:


56. Was ist der Unterschied zwischen Wiederverwendung und Recycling?

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Wiederverwendung bedeutet, dass ein Produkt erneut benutzt wird.

Recycling bedeutet, dass Material aufbereitet und als Rohstoff wieder genutzt wird.


57. Warum müssen Datenträger besonders sorgfältig entsorgt werden?

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Datenträger enthalten Elektroschrott und können vertrauliche oder personenbezogene Daten enthalten.

Deshalb müssen sie sicher gelöscht oder vernichtet und anschließend fachgerecht entsorgt werden.


58. Reicht es, Dateien vor der Entsorgung einfach zu löschen?

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Nein.

Einfaches Löschen reicht oft nicht aus, weil Daten wiederhergestellt werden können.

Datenträger müssen sicher gelöscht oder vernichtet werden.


59. Warum dürfen Akkus und Batterien nicht in den Restmüll?

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Akkus und Batterien können Schadstoffe enthalten, wertvolle Rohstoffe enthalten und bei Beschädigung eine Brandgefahr darstellen.

Sie müssen getrennt und fachgerecht entsorgt werden.


60. Was ist das Duale System bei Verpackungen?

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Das Duale System ist ein System zur Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen, zum Beispiel über Gelbe Tonne oder Gelben Sack.


61. Was ist der Unterschied zwischen Emission und Immission?

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Emission bedeutet, dass etwas von einer Quelle abgegeben wird.

Immission bedeutet, dass diese Einwirkung bei Menschen oder Umwelt ankommt.


62. Was bedeutet Nachhaltigkeit im Betrieb?

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Nachhaltigkeit bedeutet, Ressourcen zu schonen, Umweltbelastungen zu reduzieren, wirtschaftlich langfristig sinnvoll zu handeln und soziale Verantwortung zu berücksichtigen.


63. Was bedeutet Total Cost of Ownership?

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Total Cost of Ownership bedeutet Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer eines Produkts.

Dabei zählt nicht nur der Kaufpreis, sondern auch Betrieb, Wartung, Energie, Ausfall, Support und Entsorgung.


64. Nenne drei Nachhaltigkeitskriterien bei der Lieferantenauswahl.

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Beispiele:


65. Nenne mögliche Rechtsfolgen bei Umweltverstößen.

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Mögliche Folgen:


Prüfungssimulation – Teil 4


66. Was bedeutet wertschätzende Zusammenarbeit?

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Wertschätzende Zusammenarbeit bedeutet, respektvoll miteinander umzugehen, Beiträge anderer anzuerkennen, sachlich zu kommunizieren und gemeinsam Verantwortung für gute Zusammenarbeit zu übernehmen.


67. Was bedeutet Interdisziplinarität?

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Interdisziplinarität bedeutet, dass Menschen aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammenarbeiten.


68. Was bedeutet Interkulturalität?

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Interkulturalität bedeutet, dass Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammenarbeiten und respektvoll mit unterschiedlichen Erfahrungen, Werten und Kommunikationsweisen umgehen.


69. Was bedeutet verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien?

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Verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien bedeutet, digitale Medien bewusst, sicher, respektvoll und rechtlich korrekt zu nutzen.


70. Warum sind Persönlichkeitsrechte bei digitaler Zusammenarbeit wichtig?

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Persönlichkeitsrechte schützen Würde, Privatsphäre und persönliche Daten.

Digitale Inhalte wie Fotos, Screenshots oder personenbezogene Informationen dürfen nicht unbedacht gespeichert oder weitergegeben werden.


71. Nenne drei informationstechnische Schutzziele.

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Drei wichtige Schutzziele sind:

Weitere sind Authentizität und Nachvollziehbarkeit.


72. Was bedeutet Vertraulichkeit?

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Vertraulichkeit bedeutet, dass Informationen nur für berechtigte Personen zugänglich sind.


73. Was bedeutet Integrität?

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Integrität bedeutet, dass Informationen vollständig und unverändert bleiben und nicht unbemerkt manipuliert werden.


74. Was bedeutet Verfügbarkeit?

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Verfügbarkeit bedeutet, dass Informationen, Systeme und Dienste bei Bedarf nutzbar sind.


75. Was bedeutet Authentizität?

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Authentizität bedeutet, dass Absender, Nutzer oder Systeme echt und überprüfbar sind.


76. Was bedeutet Netiquette?

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Netiquette bedeutet höfliche und angemessene Umgangsformen in digitaler Kommunikation.


77. Warum muss man Adressatenlisten sorgfältig prüfen?

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Weil vertrauliche oder personenbezogene Informationen sonst an falsche oder zu viele Personen gelangen können.


78. Warum kann „Allen antworten“ problematisch sein?

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Weil Informationen dadurch an Personen gelangen können, die diese nicht benötigen oder nicht erhalten dürfen.


79. Was ist Social Engineering?

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Social Engineering ist eine Angriffsmethode, bei der Menschen manipuliert werden, um Informationen, Zugangsdaten oder bestimmte Handlungen zu erhalten.


80. Nenne drei Methoden von Social Engineering.

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Beispiele:


81. Was bedeutet Compliance?

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Compliance bedeutet, dass sich Unternehmen und Beschäftigte an Gesetze, Vorschriften, interne Regeln und ethische Grundsätze halten.


82. Nenne drei Beispiele für Compliance im IT-Bereich.

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Beispiele:


83. Was bedeutet Diversity?

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Diversity bedeutet Vielfalt.

Im Betrieb meint das unterschiedliche Eigenschaften, Erfahrungen und Hintergründe von Menschen, zum Beispiel Alter, Geschlecht, Sprache, Herkunft, Kultur, Behinderung oder Berufserfahrung.


84. Was bedeutet Gender-Neutralität?

Antwort anzeigen

Gender-Neutralität bedeutet, Menschen unabhängig vom Geschlecht fair und respektvoll anzusprechen und niemanden unnötig auszuschließen.


85. Warum ist nicht alles, was technisch möglich ist, automatisch erlaubt oder sinnvoll?

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Weil technische Möglichkeiten rechtliche, ethische oder soziale Probleme verursachen können.

Beispiele sind Datenschutzverstöße, Überwachung, Diskriminierung oder Verletzung von Persönlichkeitsrechten.


Rechenblock zur Prüfungssimulation


86. Ein Notebook kostet netto 800 €. Wie hoch ist der Bruttopreis bei 19 % Umsatzsteuer?

Antwort anzeigen

Brutto = Netto × 1,19

Brutto = 800 € × 1,19

Brutto = 952 €


87. Ein Monitor kostet brutto 357 €. Wie hoch ist der Nettopreis bei 19 % Umsatzsteuer?

Antwort anzeigen

Netto = Brutto / 1,19

Netto = 357 € / 1,19

Netto = 300 €


88. Ein Switch kostet 1.000 €. Es gibt 12 % Rabatt. Wie hoch ist der Zielpreis?

Antwort anzeigen

Rabatt = 1.000 € × 12 / 100 = 120 €

Zielpreis = 1.000 € - 120 €

Zielpreis = 880 €


89. Eine Rechnung beträgt 900 €. Es gibt 2 % Skonto. Wie hoch ist der Zahlbetrag?

Antwort anzeigen

Skonto = 900 € × 2 / 100 = 18 €

Zahlbetrag = 900 € - 18 €

Zahlbetrag = 882 €


90. Ein Server kostet 3.000 €. Pro Jahr entstehen 500 € laufende Kosten. Die Nutzungsdauer beträgt 4 Jahre. Wie hoch sind die Gesamtkosten?

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Laufende Kosten = 4 × 500 € = 2.000 €

Gesamtkosten = 3.000 € + 2.000 €

Gesamtkosten = 5.000 €


Auswertung

0 bis 50 richtige Antworten

Du solltest die Kapitel 1 bis 5 nochmal gezielt wiederholen.

Beginne mit den Merksätzen und den Verwechslungsfragen.


51 bis 70 richtige Antworten

Du hast eine solide Grundlage.

Wiederhole besonders die Themen, bei denen du unsicher warst.


71 bis 85 richtige Antworten

Sehr gut.

Jetzt solltest du vor allem Rechenaufgaben, Verwechslungsfragen und typische Prüfungssituationen trainieren.


86 bis 90 richtige Antworten

Sehr stark.

Du solltest nur noch regelmäßig wiederholen, damit die Begriffe sicher sitzen.


Merksatz

In WISO geht es oft nicht darum, lange Texte auswendig zu lernen.

Wichtig ist, Begriffe sicher zu unterscheiden und in Prüfungssituationen richtig anzuwenden.

Kapitel 6 – Gesamtwiederholung WISO

Seite 6.6 Fehlerliste und persönliche Wiederholung

Hinweis

Dieses Kapitel ist kein eigener Bereich im IHK/ZPA-Prüfungskatalog.

Es dient dazu, eigene Fehler, unsichere Themen und häufige Verwechslungen zu sammeln.

Ziel ist nicht, alles nochmal neu zu lernen, sondern gezielt die Punkte zu wiederholen, die noch nicht sicher sitzen.


Warum eine Fehlerliste sinnvoll ist

Eine Fehlerliste hilft dir, nicht immer wieder dieselben Themen falsch zu beantworten.

Gerade bei WISO entstehen viele Fehler durch:

Merksatz

Nicht die Anzahl der Fehler ist entscheidend, sondern ob du daraus lernst.


So nutzt du diese Seite

Trage nach jeder Übung oder Prüfungssimulation ein:


Fehlerliste – Vorlage

Datum Thema Fehler / Unsicherheit richtige Lösung Merkhilfe

Beispiel für eine ausgefüllte Fehlerliste

Datum Thema Fehler / Unsicherheit richtige Lösung Merkhilfe
Brutto/Netto Brutto und Netto verwechselt Brutto vor Abzug, Netto nach Abzug Netto landet auf dem Konto
Schutzart/Schutzklasse Schutzart mit Schutzklasse verwechselt Schutzart = Staub/Wasser, Schutzklasse = elektrischer Schlag Art = außen, Klasse = Stromschutz
Konzern/Fusion Fusion als Konzern bezeichnet Fusion = Zusammenschluss, Konzern = gemeinsame Leitung Fusion = verschmelzen
Emission/Immission Immission falsch erklärt Emission geht raus, Immission kommt an E raus, I rein
Wirtschaftlichkeit Formel falsch herum gerechnet Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand Ertrag oben

Häufige persönliche Fehlerquellen

Markiere die Punkte, die dir noch schwerfallen.


Persönliche Ampel-Liste

Nutze diese Liste zur Selbsteinschätzung.

Thema sicher unsicher nochmal lernen
Kapitel 1 – Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
Kapitel 4 – Umweltschutz
Kapitel 5 – Vernetztes Zusammenarbeiten mit digitalen Medien
Rechenaufgaben
Verwechslungsfragen

Kapitel 1 – Meine unsicheren Punkte

Thema Was ist noch unsicher? Wiederholt am sitzt jetzt?
Duales Ausbildungssystem
Ausbildungsvertrag
Rechte und Pflichten
Probezeit und Kündigung
Arbeitsvertrag
Arbeitszeit, Urlaub, Krankheit
Tarifvertrag und Tarifautonomie
Betriebsrat und JAV
Sozialversicherung
Entgeltabrechnung
Fortbildung und Umschulung

Kapitel 2 – Meine unsicheren Punkte

Thema Was ist noch unsicher? Wiederholt am sitzt jetzt?
Betrieb und Unternehmen
Wirtschaftssektoren
Rechtsformen
Organisationsformen
Konzern, Fusion, Kartell
Produktivität
Wirtschaftlichkeit
Rentabilität
Zielkonflikte
Arbeitsteilung
Soziale Marktwirtschaft
Verbände und Organisationen
Behörden und Verwaltungen
Betriebsrat, JAV und Personalvertretung

Kapitel 3 – Meine unsicheren Punkte

Thema Was ist noch unsicher? Wiederholt am sitzt jetzt?
Arbeitsschutzvorschriften
Gefährdungsbeurteilung
Gefährdungsarten
Belastung und Beanspruchung
Fürsorgepflicht
Ergonomie
Fluchtwege und Notausgänge
Schutzarten und Schutzklassen
Sicherheitszeichen
Verhalten bei Unfällen
Notruf und 5 W-Fragen
Brandschutz
Brandklassen

Kapitel 4 – Meine unsicheren Punkte

Thema Was ist noch unsicher? Wiederholt am sitzt jetzt?
Umweltbelastungen im Betrieb
IT-Prozesse und Umweltbelastungen
USV-Anlagen
Energie- und Ressourcenverwendung
Standby-Verbrauch
Speicher- und Printmedien
Recycling und Wiederverwendung
Abfalltrennung
Datenträgerentsorgung
Verpackungsentsorgung
Duales System bei Verpackungen
Emission und Immission
Nachhaltigkeit
Total Cost of Ownership
Rechtsfolgen bei Umweltverstößen

Kapitel 5 – Meine unsicheren Punkte

Thema Was ist noch unsicher? Wiederholt am sitzt jetzt?
Wertschätzende Zusammenarbeit
Interdisziplinarität
Interkulturalität
Digitale Medien
Persönlichkeitsrechte
Vertraulichkeit
Integrität
Verfügbarkeit
Authentizität
Nachvollziehbarkeit
Dienstliche E-Mails
Netiquette
Adressatenlisten
Social Media
Social Engineering
Compliance
Diversity
Gender-Neutralität
Ethische Aspekte bei IT-Lösungen

Rechenfehler-Liste

Datum Aufgabe Fehler richtige Rechnung Merkhilfe
Produktivität
Wirtschaftlichkeit
Rentabilität
Prozentrechnung
Rabatt
Skonto
Umsatzsteuer
Brutto/Netto
Arbeitszeit/Pause
Total Cost of Ownership

Typische Rechenfehler

Fehler Korrektur
Prozent nicht durch 100 geteilt 10 % = 10 / 100
Rabatt und Skonto verwechselt erst Rabatt, dann Skonto
Brutto und Netto verwechselt Brutto enthält Umsatzsteuer, Netto nicht
Wirtschaftlichkeit falsch bewertet größer als 1 = wirtschaftlich
Rentabilität ohne × 100 gerechnet Rentabilität wird in Prozent angegeben
Arbeitszeit und Anwesenheitszeit verwechselt Pausen abziehen
Versandkosten vergessen beim Angebotsvergleich addieren
falsche Formel genutzt erst gesuchte Größe bestimmen

Meine Top 10 Fehler

Trage hier deine häufigsten Fehler ein.

Nr. Fehler richtige Lösung Merkhilfe
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10

Meine wichtigsten Merkhilfen

Thema Merkhilfe
Brutto/Netto Netto landet auf dem Konto
Produktivität Menge pro Einsatz
Wirtschaftlichkeit Ertrag oben, Aufwand unten
Rentabilität Gewinn zu Kapital in Prozent
Schutzart/Schutzklasse Art = Staub/Wasser, Klasse = Strom
Emission/Immission Emission raus, Immission rein
Vertraulichkeit nur Berechtigte
Integrität bleibt korrekt
Verfügbarkeit ist erreichbar
Social Engineering Mensch wird manipuliert

Wiederholungsplan vor der Prüfung

Zeitraum Aufgabe
4 Wochen vorher alle Kapitel einmal grob wiederholen
3 Wochen vorher Kapitel 1 und 2 gezielt prüfen
2 Wochen vorher Kapitel 3 und 4 gezielt prüfen
1 Woche vorher Kapitel 5, Rechenaufgaben und Verwechslungsfragen
3 Tage vorher Merksätze und Fehlerliste wiederholen
1 Tag vorher nur kurze Wiederholung, keine neuen großen Themen
Prüfungstag ruhig lesen, Begriffe sauber unterscheiden

Lernmethode für unsichere Begriffe

Nutze bei jedem unsicheren Begriff diese Reihenfolge:

Begriff lesen
→ eigene Erklärung versuchen
→ richtige Erklärung prüfen
→ Beispiel dazu nennen
→ typischen Gegenbegriff nennen
→ Merksatz formulieren

Beispiel

Begriff: Wirtschaftlichkeit

Eigene Erklärung:

Verhältnis von Ertrag zu Aufwand.

Beispiel:

8.000 € Ertrag / 10.000 € Aufwand = 0,8 = unwirtschaftlich.

Gegenbegriff / Verwechslung:

Nicht mit Produktivität oder Rentabilität verwechseln.

Merksatz:

Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand.


Checkliste vor der Prüfung


Letzte Wiederholung: 20 schnelle Fragen

Beantworte diese Fragen ohne Hilfe.

1. Was bedeutet duales Ausbildungssystem?

Antwort anzeigen

Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule.


2. Wie lange dauert die Probezeit in der Ausbildung mindestens und höchstens?

Antwort anzeigen

Mindestens 1 Monat und höchstens 4 Monate.


3. Was ist Netto?

Antwort anzeigen

Der Auszahlungsbetrag nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben.


4. Wer vertritt Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen?

Antwort anzeigen

Gewerkschaften.


5. Was ist eine GmbH?

Antwort anzeigen

Eine Kapitalgesellschaft, bei der grundsätzlich die Gesellschaft mit ihrem Gesellschaftsvermögen haftet.


6. Was ist ein Kartell?

Antwort anzeigen

Eine Wettbewerbsabsprache zwischen Unternehmen, zum Beispiel Preisabsprache.


7. Wie lautet die Formel für Wirtschaftlichkeit?

Antwort anzeigen

Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand.


8. Was ist eine Gefährdungsbeurteilung?

Antwort anzeigen

Eine Prüfung, welche Gefahren am Arbeitsplatz bestehen und welche Schutzmaßnahmen nötig sind.


9. Was bedeutet Ergonomie?

Antwort anzeigen

Arbeitsplatz und Arbeitsbedingungen werden an den Menschen angepasst.


10. Welche Farbe haben Rettungszeichen?

Antwort anzeigen

Grün.


11. Welche Nummer wählst du für Feuerwehr und Rettungsdienst?

Antwort anzeigen

12. Was bedeutet Menschenrettung vor Sachrettung?

Antwort anzeigen

Menschen sind wichtiger als Geräte, Daten oder Gebäude.


13. Was ist eine USV?

Antwort anzeigen

Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung.


14. Warum müssen Datenträger sicher entsorgt werden?

Antwort anzeigen

Weil sie vertrauliche oder personenbezogene Daten enthalten können.


15. Was bedeutet Emission?

Antwort anzeigen

Etwas wird von einer Quelle abgegeben.


16. Was bedeutet Vertraulichkeit?

Antwort anzeigen

Nur berechtigte Personen dürfen Informationen sehen.


17. Was ist Social Engineering?

Antwort anzeigen

Manipulation von Menschen, um Informationen, Zugangsdaten oder Handlungen zu erhalten.


18. Was bedeutet Compliance?

Antwort anzeigen

Regeln, Gesetze und interne Vorgaben einhalten.


19. Was bedeutet Diversity?

Antwort anzeigen

Vielfalt von Menschen respektieren und berücksichtigen.


20. Warum heißt technisch möglich nicht automatisch erlaubt?

Antwort anzeigen

Weil Datenschutz, Persönlichkeitsrechte, Ethik, Fairness und Gesetze beachtet werden müssen.


Abschluss-Merksatz

Diese Seite ist deine persönliche Fehlerzentrale.

Alles, was du hier einträgst, ist wichtiger als nochmal 100 neue Fragen zu lernen.

Wer seine eigenen Fehler kennt, kann sie in der Prüfung vermeiden.