Seite 1.2 – Ausbildungsvertrag Prüfungsziel Du sollst die wichtigsten Inhalte eines Ausbildungsvertrages kennen und erklären können. Was ist der Ausbildungsvertrag? Der Ausbildungsvertrag ist die rechtliche Grundlage der Ausbildung. Er wird zwischen dem Ausbildungsbetrieb und dem Auszubildenden geschlossen. Bei minderjährigen Auszubildenden unterschreiben zusätzlich die gesetzlichen Vertreter, also meistens die Eltern. Wichtige Inhalte des Ausbildungsvertrags Inhalt Bedeutung Vertragspartner Auszubildender und Ausbildungsbetrieb Ausbildungsberuf z. B. Fachinformatiker Systemintegration Beginn und Dauer Startdatum und reguläre Ausbildungsdauer Probezeit Zeitraum zum gegenseitigen Kennenlernen tägliche Ausbildungszeit wie viele Stunden täglich gearbeitet wird Ausbildungsvergütung monatliche Vergütung Urlaub jährlicher Urlaubsanspruch sachliche und zeitliche Gliederung was wann gelernt werden soll Kündigungsbedingungen Regeln zur Beendigung Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte z. B. Schulungen oder externe Lehrgänge Hinweis auf Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen falls anwendbar Probezeit Die Probezeit in der Berufsausbildung muss mindestens 1 Monat und höchstens 4 Monate dauern. Während der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis jederzeit ohne Kündigungsfrist gekündigt werden. Nach der Probezeit Nach der Probezeit ist eine Kündigung schwieriger. Der Ausbildungsbetrieb kann nur aus wichtigem Grund fristlos kündigen. Der Auszubildende kann mit einer Frist von 4 Wochen kündigen, wenn er die Berufsausbildung aufgeben oder sich für einen anderen Beruf ausbilden lassen möchte. Typische Prüfungsfrage Welche Angaben müssen im Ausbildungsvertrag stehen? Antwort Zum Beispiel Ausbildungsberuf, Beginn und Dauer der Ausbildung, Probezeit, tägliche Ausbildungszeit, Ausbildungsvergütung, Urlaub, sachliche und zeitliche Gliederung sowie Kündigungsbedingungen. Merksatz Der Ausbildungsvertrag regelt: Wer bildet wen, worin, wie lange, unter welchen Bedingungen aus?