Seite 1.3 – Rechte und Pflichten in der Ausbildung Prüfungsziel Du sollst die Rechte und Pflichten von Auszubildenden und Ausbildenden unterscheiden können. Pflichten des Auszubildenden Pflicht Bedeutung Lernpflicht du musst dich bemühen, den Beruf zu lernen Sorgfaltspflicht Aufgaben sorgfältig ausführen Berufsschulpflicht am Berufsschulunterricht teilnehmen Weisungen beachten berechtigte Anweisungen befolgen Berichtsheft führen Ausbildungsnachweis regelmäßig schreiben Betriebsordnung beachten Regeln im Betrieb einhalten Schweigepflicht Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse nicht weitergeben pfleglicher Umgang Werkzeuge, Geräte und Systeme sorgfältig behandeln Pflichten des Ausbildungsbetriebs Pflicht Bedeutung Ausbildungspflicht Betrieb muss die beruflichen Inhalte vermitteln Ausbilder stellen geeignete Person muss ausbilden Vergütung zahlen Ausbildungsvergütung muss gezahlt werden Ausbildungsmittel kostenlos bereitstellen z. B. notwendige Werkzeuge oder Materialien Berufsschule ermöglichen Freistellung für Berufsschule charakterliche Förderung keine ausbildungsfremden oder unangemessenen Aufgaben Berichtsheft kontrollieren Ausbildungsnachweis prüfen Prüfungsteilnahme ermöglichen Freistellung für Prüfungen Wichtig Auszubildende dürfen nicht dauerhaft für Tätigkeiten eingesetzt werden, die nichts mit dem Ausbildungsziel zu tun haben. Beispiel: Einmal Kaffee für ein Meeting holen ist nicht automatisch problematisch. Aber dauerhaft nur Botengänge, Lagerarbeit oder Putzen statt Fachinformatiker-Aufgaben wäre nicht ausbildungsgerecht. Typische Prüfungsfrage Der Auszubildende wird dauerhaft nur für einfache Hilfsarbeiten eingesetzt. Welche Pflicht verletzt der Betrieb? Antwort Der Betrieb verletzt seine Ausbildungspflicht, weil er die beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln muss. Merksatz Der Azubi muss lernen wollen. Der Betrieb muss Ausbildung ermöglichen.