Seite 6.2 Merksätze zu Kapitel 1 bis 5 Hinweis Dieses Kapitel ist kein eigener Bereich im IHK/ZPA-Prüfungskatalog. Es dient nur zur schnellen Wiederholung der offiziellen WISO-Themen aus Kapitel 1 bis 5. Kapitel 1 – Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht Duales Ausbildungssystem Duale Ausbildung bedeutet: Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule. Der Betrieb vermittelt die praktische Ausbildung. Die Berufsschule vermittelt theoretische und allgemeinbildende Inhalte. Die IHK überwacht die Ausbildung und organisiert Prüfungen. Merksatz Duales System = Betrieb + Berufsschule + IHK-Prüfung. Ausbildungsvertrag Der Ausbildungsvertrag ist die rechtliche Grundlage der Ausbildung. Er regelt unter anderem Ausbildungsberuf, Beginn, Dauer, Probezeit, Vergütung, Urlaub und Kündigungsbedingungen. Bei minderjährigen Auszubildenden müssen die gesetzlichen Vertreter mit unterschreiben. Die Probezeit muss mindestens 1 Monat und höchstens 4 Monate dauern. Merksatz Der Ausbildungsvertrag regelt: Wer bildet wen, worin, wie lange und unter welchen Bedingungen aus? Rechte und Pflichten in der Ausbildung Auszubildende müssen: lernen Berufsschule besuchen Berichtsheft führen Weisungen beachten sorgfältig arbeiten Betriebsgeheimnisse wahren Ausbildende müssen: ausbilden Vergütung zahlen Ausbildungsmittel bereitstellen für Berufsschule und Prüfung freistellen Berichtsheft kontrollieren Merksatz Der Azubi muss lernen wollen. Der Betrieb muss Ausbildung ermöglichen. Kündigung in der Ausbildung Während der Probezeit kann jederzeit ohne Kündigungsfrist gekündigt werden. Nach der Probezeit kann der Betrieb nur aus wichtigem Grund fristlos kündigen. Der Auszubildende kann mit 4 Wochen Frist kündigen, wenn er die Ausbildung aufgeben oder den Beruf wechseln möchte. Die Ausbildung endet normalerweise mit Bestehen der Abschlussprüfung oder mit Ablauf der Ausbildungszeit. Merksatz In der Probezeit ist Kündigung einfach. Nach der Probezeit braucht der Betrieb einen wichtigen Grund. Arbeitsvertrag Der Arbeitnehmer schuldet Arbeitsleistung. Der Arbeitgeber schuldet Vergütung. Arbeitnehmer haben Treuepflicht, Sorgfaltspflicht und Verschwiegenheitspflicht. Arbeitgeber haben Vergütungspflicht, Fürsorgepflicht und Arbeitsschutzpflicht. Merksatz Arbeitnehmer arbeiten und nehmen Rücksicht. Arbeitgeber bezahlen und schützen. Arbeitszeit, Urlaub und Krankheit Die tägliche Arbeitszeit beträgt grundsätzlich höchstens 8 Stunden pro Werktag. Eine Verlängerung auf bis zu 10 Stunden ist möglich, wenn Ausgleich erfolgt. Bei mehr als 6 Stunden Arbeit sind mindestens 30 Minuten Pause nötig. Bei mehr als 9 Stunden Arbeit sind mindestens 45 Minuten Pause nötig. Krankheit muss unverzüglich gemeldet werden. Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall gibt es grundsätzlich bis zu 6 Wochen. Merksatz Mehr als 6 Stunden Arbeit = Pause ist Pflicht. Tarifrecht Tarifverträge regeln Arbeitsbedingungen. Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer. Arbeitgeberverbände vertreten Arbeitgeber. Tarifautonomie bedeutet, dass Tarifparteien Tarifverträge selbstständig aushandeln. Arbeitskampfmittel sind zum Beispiel Streik und Aussperrung. Merksatz Tarifvertrag = kollektiv ausgehandelte Arbeitsbedingungen. Betriebsrat und JAV Der Betriebsrat vertritt die Arbeitnehmer im Betrieb. Die JAV vertritt Jugendliche und Auszubildende. Eine JAV gibt es nur, wenn es einen Betriebsrat gibt und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Betriebsvereinbarungen werden zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat geschlossen. Merksatz Betriebsrat = Beschäftigte. JAV = Azubis und Jugendliche. Sozialversicherung Die fünf Zweige der Sozialversicherung sind: Krankenversicherung Pflegeversicherung Rentenversicherung Arbeitslosenversicherung Unfallversicherung Merksatz Kranken, Pflege, Rente, Arbeitslosigkeit, Unfall. Entgeltabrechnung Brutto ist der Verdienst vor Abzügen. Netto ist der Auszahlungsbetrag nach Abzügen. Abzüge können Lohnsteuer, Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträge sein. Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt der Arbeitgeber allein. Merksatz Brutto ist vor Abzug. Netto ist nach Abzug. Lebenslanges Lernen IT-Berufe verändern sich schnell. Neue Technik, IT-Sicherheit, Cloud, Automatisierung und KI machen Weiterbildung wichtig. Fortbildung baut auf einem Beruf auf. Umschulung führt zu einem neuen Beruf. Merksatz In der IT ist Lernen keine Phase, sondern Daueraufgabe. Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes Betrieb und Unternehmen Ein Betrieb ist eine organisatorische Einheit. Ein Unternehmen ist eine rechtliche und wirtschaftliche Einheit. Ein Unternehmen kann aus mehreren Betrieben bestehen. IT-Dienstleister gehören meistens zum tertiären Sektor. Merksatz Betrieb = wo gearbeitet wird. Unternehmen = rechtliche und wirtschaftliche Einheit. Wirtschaftssektoren Primärer Sektor = Rohstoffgewinnung. Sekundärer Sektor = Produktion und Verarbeitung. Tertiärer Sektor = Dienstleistungen. Merksatz Primär = Rohstoffe. Sekundär = Produktion. Tertiär = Dienstleistung. Rechtsformen Einzelunternehmen: Inhaber haftet persönlich. GbR: mindestens zwei Personen mit gemeinsamem Zweck. OHG: Gesellschafter haften persönlich und unbeschränkt. KG: Komplementär haftet voll, Kommanditist beschränkt. GmbH: Haftung grundsätzlich mit Gesellschaftsvermögen. AG: Kapitalgesellschaft mit Aktien. GmbH & Co. KG: KG mit GmbH als Komplementär. Merksatz Personengesellschaft = Personen stehen im Vordergrund. Kapitalgesellschaft = Kapital und Gesellschaftsvermögen stehen im Vordergrund. Organisationsformen Einliniensystem: jeder Mitarbeiter hat einen direkten Vorgesetzten. Mehrliniensystem: Mitarbeiter können mehrere Vorgesetzte haben. Stabliniensystem: Linie plus beratende Experten. Spartenorganisation: Gliederung nach Produkten, Kunden oder Regionen. Matrixorganisation: Fachabteilung plus Projektstruktur. Merksatz Einlinie = eine Linie. Mehrlinie = mehrere Vorgesetzte. Stablinie = Linie plus Beratung. Matrix = Fachbereich plus Projekt. Wirtschaftliche Verflechtungen Konzern: mehrere rechtlich selbstständige Unternehmen unter gemeinsamer Leitung. Fusion: Unternehmen schließen sich zusammen. Kartell: Unternehmen treffen Wettbewerbsabsprachen. Merksatz Konzern = gemeinsame Leitung. Fusion = Zusammenschluss. Kartell = Absprache gegen Wettbewerb. Unternehmensziele Ökonomische Ziele betreffen Gewinn, Umsatz und Kosten. Ökologische Ziele betreffen Umwelt und Ressourcen. Soziale Ziele betreffen Menschen und Arbeitsbedingungen. Zielkonflikte entstehen, wenn Ziele sich gegenseitig behindern. Merksatz Unternehmen haben wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele. Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Rentabilität Produktivität = Ausbringungsmenge / Einsatzmenge. Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand. Rentabilität = Gewinn / eingesetztes Kapital × 100. Merksatz Produktivität = Menge. Wirtschaftlichkeit = Ertrag zu Aufwand. Rentabilität = Gewinn zu Kapital. Arbeitsteilung Arbeitsteilung bedeutet, dass Aufgaben aufgeteilt werden. Betriebliche Arbeitsteilung findet innerhalb eines Betriebs statt. Gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung findet zwischen Betrieben, Branchen oder Ländern statt. Arbeitsteilung erhöht Spezialisierung, schafft aber auch Abhängigkeiten. Merksatz Arbeitsteilung macht spezialisiert, aber auch abhängig. Globalisierung Globalisierung bedeutet weltweite Vernetzung von Märkten, Unternehmen, Lieferketten und Kommunikation. Vorteile sind größere Märkte, internationale Zusammenarbeit und günstigere Beschaffung. Risiken sind Abhängigkeiten, Datenschutzprobleme und Lieferkettenstörungen. Merksatz Globalisierung verbindet Märkte weltweit. Soziale Marktwirtschaft Die soziale Marktwirtschaft verbindet freien Wettbewerb mit sozialem Ausgleich. Der Staat setzt Regeln und schützt Arbeitnehmer, Verbraucher und Wettbewerb. Sozialversicherung, Arbeitsschutz und Mitbestimmung gehören zum sozialen Ausgleich. Merksatz Soziale Marktwirtschaft = Wettbewerb plus soziale Absicherung. Verbände und Organisationen Arbeitgeberverbände vertreten Arbeitgeber. Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer. Die IHK ist zuständige Stelle für Ausbildung und Prüfung. Prüfungsausschüsse wirken ehrenamtlich an Prüfungen mit. Merksatz Gewerkschaft = Arbeitnehmer. Arbeitgeberverband = Arbeitgeber. IHK = Ausbildung und Prüfung. Behörden und Verwaltungen Behörden setzen staatliche Aufgaben und Vorschriften um. Finanzamt ist für Steuern zuständig. Agentur für Arbeit unterstützt bei Arbeit, Beruf und Arbeitslosigkeit. Berufsgenossenschaft ist Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Arbeitsschutzbehörden überwachen Arbeitsschutzvorschriften. Merksatz Behörde = staatliche Stelle. Verwaltung = öffentliche Aufgaben erledigen. Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit Arbeitsschutz Arbeitsschutz schützt Leben und Gesundheit der Beschäftigten. Der Arbeitgeber muss Gefährdungen beurteilen und Schutzmaßnahmen treffen. Beschäftigte müssen Sicherheitsregeln beachten und Gefahren melden. Merksatz Arbeitsschutz bedeutet: Gefahren erkennen, vermeiden und Gesundheit schützen. Gefährdungsbeurteilung Eine Gefährdungsbeurteilung prüft, welche Gefahren am Arbeitsplatz bestehen. Danach werden Schutzmaßnahmen festgelegt. Die Wirksamkeit der Maßnahmen muss geprüft werden. Merksatz Gefährdungsbeurteilung = Gefahr erkennen, Risiko bewerten, Schutzmaßnahme festlegen. Gefährdungsarten Mechanisch: Stolpern, Quetschen, Schneiden. Elektrisch: Stromschlag, defekte Kabel. Thermisch: Hitze, Brand, Kälte. Chemisch: Toner, Reinigungsmittel, Akkus. Ergonomisch: schlechte Haltung, falsche Monitorhöhe. Akustisch: Lärm. Psychisch: Stress, Zeitdruck, Überforderung. Merksatz Gefährdungen können körperlich, technisch, chemisch, ergonomisch, akustisch oder psychisch sein. Belastung und Beanspruchung Belastung ist die äußere Einwirkung auf den Menschen. Beanspruchung ist die individuelle Wirkung dieser Belastung. Gleiche Belastung kann Menschen unterschiedlich stark beanspruchen. Merksatz Belastung kommt von außen. Beanspruchung wirkt innen. Fürsorgepflicht Der Arbeitgeber muss Leben, Gesundheit und berechtigte Interessen der Beschäftigten schützen. Dazu gehören sichere Arbeitsmittel, Unterweisungen, Ergonomie und Schutz vor Überlastung. Merksatz Fürsorgepflicht = Arbeitgeber muss Beschäftigte schützen. Ergonomie Ergonomie bedeutet, dass der Arbeitsplatz an den Menschen angepasst wird. Wichtig sind Monitorhöhe, Sitzhaltung, Tischhöhe, Beleuchtung, Tastatur und Maus. Gute Ergonomie verhindert Rücken-, Nacken- und Augenbeschwerden. Merksatz Ergonomie = Arbeitsplatz an den Menschen anpassen. Fluchtwege und Notausgänge Fluchtwege müssen frei, gekennzeichnet und jederzeit nutzbar sein. Notausgänge dürfen nicht blockiert oder zugestellt werden. Brandschutztüren dürfen nicht offen verkeilt werden. Merksatz Fluchtwege sind keine Lagerflächen. Schutzart und Schutzklasse Schutzart beschreibt Schutz gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser. Schutzklasse beschreibt Schutz gegen elektrischen Schlag. IP-Code: erste Ziffer = Fremdkörper/Berührung, zweite Ziffer = Wasser. Merksatz Schutzart = Staub und Wasser. Schutzklasse = elektrischer Schlag. Sicherheitszeichen Rot bedeutet Verbot oder Brandschutz. Blau bedeutet Gebot. Gelb bedeutet Warnung. Grün bedeutet Rettung oder Erste Hilfe. Merksatz Rot, Blau, Gelb, Grün: Verbot/Brand, Gebot, Warnung, Rettung. Unfallverhalten Eigenschutz geht vor Fremdhilfe. Unfallstelle sichern. Erste Hilfe leisten. Notruf absetzen. Unfall dokumentieren. Meldekette beachten. Merksatz Erst Eigenschutz, dann helfen. Notruf 112 = Feuerwehr und Rettungsdienst. 110 = Polizei. Beim Notruf: Wo, Was, Wie viele, Welche Verletzungen, Warten. Merksatz 112 rettet. 110 Polizei. Beim Notruf warten, nicht selbst auflegen. Brandschutz Ein Brand braucht brennbaren Stoff, Sauerstoff und Zündquelle. Menschenrettung geht vor Sachrettung. Im Brandfall keinen Aufzug benutzen. Türen und Fenster schließen, wenn gefahrlos möglich. Sammelplatz aufsuchen. Merksatz Brandfall: melden, warnen, retten, flüchten, sammeln. Brandklassen A = feste Stoffe. B = flüssige oder flüssig werdende Stoffe. C = Gase. D = Metalle. Merksatz A = Aschebildende feste Stoffe. B = Brennbare Flüssigkeiten. C = Gase. D = Metalle. Kapitel 4 – Umweltschutz Umweltschutz im Betrieb Umweltschutz bedeutet, Umweltbelastungen zu erkennen, zu reduzieren und zu vermeiden. IT-Betriebe belasten die Umwelt durch Strom, Hardware, Druck, Kühlung, Verpackungen und Elektroschrott. Auch Auszubildende können durch bewusstes Verhalten zum Umweltschutz beitragen. Merksatz Umweltschutz beginnt im Alltag. Umweltbelastungen durch IT-Prozesse Serverräume verbrauchen viel Strom. IT-Geräte erzeugen Wärme. Kühlung braucht zusätzliche Energie. USV-Anlagen erhöhen Verfügbarkeit, verursachen aber Akku- und Energieaufwand. Cloud-Dienste verbrauchen ebenfalls Strom in Rechenzentren. Merksatz IT wirkt sauber, verbraucht aber Energie und Ressourcen. USV-Anlagen USV bedeutet unterbrechungsfreie Stromversorgung. Sie schützt Systeme bei Stromausfall. Sie enthält Akkus und verbraucht Energie. Akkus müssen fachgerecht entsorgt werden. Merksatz USV = mehr Verfügbarkeit, aber auch mehr Energie- und Akkuaufwand. Energie- und Ressourcenverwendung Rationelle Energieverwendung bedeutet, Energie sinnvoll und sparsam einzusetzen. Unnötige Gerätelaufzeiten sollen vermieden werden. Standby-Verbrauch kann sich bei vielen Geräten stark summieren. Geräte sollten langlebig, reparierbar und energieeffizient sein. Merksatz Nicht benötigte Geräte verbrauchen unnötig Strom. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Rohstoffe sind Grundmaterialien. Hilfsstoffe unterstützen Prozesse. Betriebsstoffe werden für den Betrieb benötigt. Beispiele für Betriebsstoffe sind Strom, Wasser, Kühlmittel, Toner und Kraftstoffe. Merksatz Rohstoffe, Hilfsstoffe und Betriebsstoffe sollen sparsam verwendet werden. Speicher- und Printmedien Printmedien sind Papier, Ausdrucke, Toner und Druckerkartuschen. Speichermedien sind Festplatten, SSDs, USB-Sticks und Backup-Medien. Speichermedien müssen wegen Datenschutz besonders sorgfältig entsorgt werden. Einfaches Löschen reicht oft nicht aus. Merksatz Datenträger nie einfach wegwerfen. Recycling und Wiederverwendung Wiederverwendung bedeutet, ein Produkt erneut zu nutzen. Recycling bedeutet, Material aufzubereiten und als Rohstoff wiederzuverwenden. Abfallvermeidung ist besser als Recycling. Merksatz Vermeiden vor Wiederverwenden vor Recyceln vor Entsorgen. Abfalltrennung und Entsorgung Elektroschrott gehört nicht in den Restmüll. Akkus und Batterien müssen getrennt gesammelt werden. Kabel enthalten wertvolle Rohstoffe. Toner und Druckerkartuschen sollen fachgerecht gesammelt werden. Datenträger müssen sicher gelöscht oder vernichtet werden. Merksatz IT-Abfälle brauchen richtige Trennung, Datenschutz und fachgerechte Entsorgung. Duales System bei Verpackungen Das Duale System betrifft Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen. Es darf nicht mit dem dualen Ausbildungssystem verwechselt werden. Merksatz Duales System bei Verpackungen = Mülltrennung. Duale Ausbildung = Betrieb und Berufsschule. Emission und Immission Emission bedeutet, dass etwas von einer Quelle abgegeben wird. Immission bedeutet, dass diese Einwirkung bei Menschen oder Umwelt ankommt. Merksatz Emission geht raus. Immission kommt an. Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit umfasst ökologische, ökonomische und soziale Aspekte. Beim Einkauf zählt nicht nur der Anschaffungspreis. Total Cost of Ownership bedeutet Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer. Lieferanten können nach Nachhaltigkeit, Rücknahme, Reparatur und Verpackung bewertet werden. Merksatz Nachhaltig heißt: langfristig sinnvoll, nicht nur kurzfristig billig. Rechtsfolgen bei Umweltverstößen Umweltverstöße können Bußgelder, Auflagen, Schadensersatz, Strafverfahren und Imageschäden verursachen. Falsche Entsorgung kann rechtliche, wirtschaftliche und organisatorische Folgen haben. Merksatz Umweltschutz ist nicht freiwillig egal, sondern kann rechtliche Folgen haben. Kapitel 5 – Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien Wertschätzende Zusammenarbeit Wertschätzende Zusammenarbeit bedeutet respektvoll, fair und sachlich miteinander zu arbeiten. Beiträge aller Teammitglieder sollen anerkannt werden. Gute Zusammenarbeit braucht Kommunikation, Zuverlässigkeit und gemeinsame Verantwortung. Merksatz Gute Teamarbeit ist fachlich und menschlich. Interdisziplinarität Interdisziplinarität bedeutet Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche. IT-Projekte betreffen oft Datenschutz, Einkauf, Fachabteilungen, Betriebsrat und Geschäftsführung. Merksatz IT betrifft selten nur IT. Interkulturalität Interkulturalität bedeutet respektvoller Umgang mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Wichtig sind Offenheit, klare Kommunikation und keine Vorurteile. Merksatz Interkulturalität = Unterschiede respektvoll berücksichtigen. Digitale Medien Digitale Medien müssen bewusst, sicher und rechtlich korrekt genutzt werden. Vor dem Speichern, Darstellen und Weitergeben muss geprüft werden, ob der Inhalt erlaubt und der Empfänger berechtigt ist. Screenshots, Cloud-Links und E-Mails können sensible Daten enthalten. Merksatz Vor dem Teilen prüfen: Inhalt, Zweck, Empfänger. Persönlichkeitsrechte Persönlichkeitsrechte schützen Würde, Privatsphäre und persönliche Daten. Fotos, Videos, Screenshots und personenbezogene Informationen dürfen nicht unbedacht veröffentlicht werden. Das Recht am eigenen Bild muss beachtet werden. Merksatz Andere Menschen digital nicht bloßstellen. Informationstechnische Schutzziele Vertraulichkeit: Nur Berechtigte dürfen Informationen sehen. Integrität: Informationen bleiben korrekt und unverändert. Verfügbarkeit: Systeme und Informationen sind nutzbar. Authentizität: Absender, Nutzer oder Systeme sind echt. Nachvollziehbarkeit: Vorgänge können später geprüft werden. Merksatz V-I-V merken: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit. Dienstliche E-Mails Dienstliche E-Mails sollen kurz, zielführend, höflich, korrekt und sicher sein. Empfänger, CC, BCC und Anhänge müssen geprüft werden. Passwörter gehören nicht im Klartext in E-Mails. Merksatz Vor dem Senden prüfen: Empfänger, Inhalt, Anhang. Netiquette Netiquette bedeutet höfliche Umgangsformen in digitaler Kommunikation. Man bleibt sachlich, respektvoll und verständlich. Keine Beleidigungen, keine unnötigen Nachrichtenfluten, keine vertraulichen Inhalte in öffentlichen Kanälen. Merksatz Netiquette = gutes Benehmen online. Social Media Äußerungen über Arbeitgeber, Kunden und Kollegen können arbeitsrechtliche oder juristische Folgen haben. Interne Informationen, Kundendaten und Geschäftsgeheimnisse dürfen nicht veröffentlicht werden. Merksatz Privat gepostet kann berufliche Folgen haben. Social Engineering Social Engineering manipuliert Menschen, um Informationen oder Zugang zu bekommen. Methoden sind Phishing, Vishing, Smishing, CEO-Fraud, Tailgating und USB-Drop. Passwörter dürfen niemals weitergegeben werden. Merksatz Social Engineering greift den Menschen an. Compliance Compliance bedeutet, Gesetze, interne Regeln und ethische Grundsätze einzuhalten. Im IT-Bereich betrifft das Datenschutz, Lizenzen, Passwörter, Zugriffsrechte und Sicherheitsmeldungen. Merksatz Compliance = Regeln einhalten. Diversity und Gender-Neutralität Diversity bedeutet Vielfalt. Menschen sollen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter, Behinderung, Sprache oder Erfahrung fair behandelt werden. Gender-neutrale Sprache kann helfen, niemanden unnötig auszuschließen. Merksatz Diversity = Vielfalt respektieren. Ethische Aspekte bei IT-Lösungen IT-Lösungen müssen nicht nur technisch funktionieren. Sie müssen rechtlich, ethisch, fair und nachvollziehbar sein. Dauerhafte Überwachung, Diskriminierung und unnötige Datensammlung sind problematisch. Merksatz Technisch möglich heißt nicht automatisch erlaubt oder richtig. Super-Kurz-Merksätze für die Prüfung Duales System = Betrieb + Berufsschule. Ausbildungsvertrag = rechtliche Grundlage der Ausbildung. Probezeit Ausbildung = 1 bis 4 Monate. Azubi muss lernen, Betrieb muss ausbilden. Brutto vor Abzug, Netto nach Abzug. Sozialversicherung = Kranken, Pflege, Rente, Arbeitslosigkeit, Unfall. Gewerkschaft = Arbeitnehmer. Arbeitgeberverband = Arbeitgeber. Betrieb = organisatorische Einheit. Unternehmen = rechtliche und wirtschaftliche Einheit. Primär = Rohstoffe. Sekundär = Produktion. Tertiär = Dienstleistung. GmbH haftet grundsätzlich mit Gesellschaftsvermögen. Einliniensystem = ein Vorgesetzter. Kartell = verbotene Wettbewerbsabsprache. Produktivität = Menge. Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand. Rentabilität = Gewinn / Kapital × 100. Arbeitsschutz schützt Leben und Gesundheit. Belastung kommt von außen, Beanspruchung ist die Wirkung. Ergonomie = Arbeitsplatz an Menschen anpassen. Fluchtwege immer freihalten. 112 = Feuerwehr und Rettungsdienst. 110 = Polizei. Menschenrettung vor Sachrettung. Schutzart = Wasser und Fremdkörper. Schutzklasse = elektrischer Schlag. Rot = Verbot oder Brandschutz. Blau = Gebot. Gelb = Warnung. Grün = Rettung. IT verbraucht Strom, Hardware und Kühlung. USV schützt vor Stromausfall, braucht aber Akkus. Datenträger sicher löschen oder vernichten. Abfallvermeidung ist besser als Recycling. Emission geht raus, Immission kommt an. Nachhaltigkeit = ökologisch, ökonomisch, sozial. Digitale Medien bewusst und sicher nutzen. Persönlichkeitsrechte auch digital schützen. Vertraulichkeit = nur Berechtigte. Integrität = unverändert. Verfügbarkeit = nutzbar. Social Engineering manipuliert Menschen. Compliance = Regeln einhalten. Diversity = Vielfalt respektieren. IT muss rechtlich und ethisch passen.