Seite 6.3 Häufige Verwechslungsfragen Hinweis Dieses Kapitel ist kein eigener Bereich im IHK/ZPA-Prüfungskatalog. Es dient nur dazu, typische Begriffe zu unterscheiden, die in der Prüfung leicht verwechselt werden können. 1. Betrieb oder Unternehmen? Begriff Bedeutung Betrieb organisatorische Einheit, in der gearbeitet wird Unternehmen rechtliche und wirtschaftliche Einheit Beispiel Ein Unternehmen kann mehrere Betriebe oder Standorte haben. Merksatz Betrieb = wo gearbeitet wird. Unternehmen = rechtliche und wirtschaftliche Einheit. Prüfungsfrage Was ist der Unterschied zwischen Betrieb und Unternehmen? Antwort anzeigen Ein Betrieb ist eine organisatorische Einheit, in der Güter hergestellt oder Dienstleistungen erbracht werden. Ein Unternehmen ist die rechtliche und wirtschaftliche Einheit. Ein Unternehmen kann aus mehreren Betrieben bestehen. 2. Duales Ausbildungssystem oder Duales System bei Verpackungen? Begriff Bedeutung Duales Ausbildungssystem Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule Duales System bei Verpackungen Sammlung und Verwertung von Verkaufsverpackungen Merksatz Duale Ausbildung = Betrieb + Berufsschule. Duales System Verpackung = Mülltrennung und Verwertung. Prüfungsfrage Was ist der Unterschied zwischen dualem Ausbildungssystem und Dualem System bei Verpackungen? Antwort anzeigen Das duale Ausbildungssystem bedeutet, dass die Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule stattfindet. Das Duale System bei Verpackungen betrifft die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen. 3. Brutto oder Netto? Begriff Bedeutung Brutto Verdienst vor Abzügen Netto Auszahlungsbetrag nach Abzügen Typische Abzüge Lohnsteuer eventuell Kirchensteuer Solidaritätszuschlag, falls relevant Krankenversicherung Pflegeversicherung Rentenversicherung Arbeitslosenversicherung Merksatz Brutto ist vor Abzug. Netto ist nach Abzug. Prüfungsfrage Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto? Antwort anzeigen Brutto ist der Verdienst vor Abzügen. Netto ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben ausgezahlt wird. 4. Fortbildung oder Umschulung? Begriff Bedeutung Fortbildung baut auf einem bestehenden Beruf auf Umschulung führt zu einem neuen Beruf Beispiel Fortbildung Ein Fachinformatiker macht eine Weiterbildung im Bereich IT-Sicherheit. Beispiel Umschulung Eine Person aus einem anderen Beruf wird zum Fachinformatiker für Systemintegration umgeschult. Merksatz Fortbildung = im Beruf besser werden. Umschulung = neuer Beruf. Prüfungsfrage Was ist der Unterschied zwischen Fortbildung und Umschulung? Antwort anzeigen Eine Fortbildung erweitert oder vertieft Kenntnisse in einem bestehenden Beruf. Eine Umschulung qualifiziert für einen neuen Beruf. 5. Gewerkschaft oder Arbeitgeberverband? Begriff Vertritt Gewerkschaft Arbeitnehmer Arbeitgeberverband Arbeitgeber Beispiel In Tarifverhandlungen verhandeln Gewerkschaften auf Arbeitnehmerseite und Arbeitgeberverbände oder einzelne Arbeitgeber auf Arbeitgeberseite. Merksatz Gewerkschaft = Arbeitnehmer. Arbeitgeberverband = Arbeitgeber. Prüfungsfrage Wer vertritt Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen? Antwort anzeigen Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer in Tarifverhandlungen. 6. Betriebsrat oder JAV? Begriff Vertritt Betriebsrat Arbeitnehmer im Betrieb JAV Jugendliche und Auszubildende Wichtig Eine JAV gibt es grundsätzlich nur, wenn auch ein Betriebsrat besteht und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Merksatz Betriebsrat = Beschäftigte. JAV = Azubis und Jugendliche. Prüfungsfrage Kann es eine JAV ohne Betriebsrat geben? Antwort anzeigen Nein. Eine Jugend- und Auszubildendenvertretung setzt grundsätzlich voraus, dass es einen Betriebsrat gibt. 7. Betriebsrat oder Personalrat? Begriff Bereich Betriebsrat private Betriebe Personalrat öffentlicher Dienst Begriff Gesetzliche Grundlage Betriebsrat Betriebsverfassungsgesetz Personalrat Personalvertretungsgesetze Merksatz Betriebsrat = Privatwirtschaft. Personalrat = öffentlicher Dienst. Prüfungsfrage Was ist der Unterschied zwischen Betriebsrat und Personalrat? Antwort anzeigen Der Betriebsrat ist die Interessenvertretung der Arbeitnehmer in privaten Betrieben. Der Personalrat ist die Interessenvertretung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. 8. Arbeitsvertrag oder Ausbildungsvertrag? Vertrag Bedeutung Arbeitsvertrag regelt ein normales Arbeitsverhältnis Ausbildungsvertrag regelt die Berufsausbildung Arbeitsvertrag Der Arbeitnehmer schuldet Arbeitsleistung. Der Arbeitgeber schuldet Vergütung. Ausbildungsvertrag Der Auszubildende soll berufliche Handlungsfähigkeit erwerben. Der Ausbildende muss eine ordnungsgemäße Ausbildung ermöglichen. Merksatz Arbeitsvertrag = arbeiten gegen Lohn. Ausbildungsvertrag = lernen und ausgebildet werden. Prüfungsfrage Warum ist ein Ausbildungsvertrag nicht einfach nur ein normaler Arbeitsvertrag? Antwort anzeigen Weil beim Ausbildungsvertrag die Ausbildung im Mittelpunkt steht. Der Betrieb muss berufliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln. 9. Kündigung während oder nach der Probezeit? Zeitpunkt Regel während der Probezeit Kündigung ohne Frist möglich nach der Probezeit durch Betrieb nur aus wichtigem Grund fristlos nach der Probezeit durch Azubi mit 4 Wochen Frist, wenn Ausbildung aufgegeben oder Beruf gewechselt wird Merksatz In der Probezeit ist Kündigung einfach. Nach der Probezeit braucht der Betrieb einen wichtigen Grund. Prüfungsfrage Wie kann der Betrieb nach der Probezeit kündigen? Antwort anzeigen Nach der Probezeit kann der Betrieb das Ausbildungsverhältnis nur aus wichtigem Grund fristlos kündigen. 10. Produktivität, Wirtschaftlichkeit oder Rentabilität? Begriff Formel Bedeutung Produktivität Ausbringungsmenge / Einsatzmenge Mengenverhältnis Wirtschaftlichkeit Ertrag / Aufwand finanzielles Verhältnis Rentabilität Gewinn / eingesetztes Kapital × 100 Kapitalverzinsung Beispiel Produktivität 60 Tickets in 6 Stunden = 10 Tickets pro Stunde. Beispiel Wirtschaftlichkeit 8.000 € Ertrag / 10.000 € Aufwand = 0,8. Das ist unwirtschaftlich. Beispiel Rentabilität 20.000 € Gewinn / 200.000 € Kapital × 100 = 10 %. Merksatz Produktivität = Menge. Wirtschaftlichkeit = Ertrag zu Aufwand. Rentabilität = Gewinn zu Kapital. Prüfungsfrage Ein Unternehmen möchte wissen, ob ein Auftrag finanziell sinnvoll ist. Welche Kennzahl passt am besten? Antwort anzeigen Wirtschaftlichkeit, weil sie Ertrag und Aufwand vergleicht. 11. Aufwand oder Kosten? Begriff Bedeutung Aufwand Werteverbrauch in der Buchhaltung Kosten betriebsbedingter Werteverbrauch Für WISO wichtig In einfachen Prüfungsaufgaben reicht oft: Aufwand ist das, was für eine Leistung eingesetzt oder verbraucht wird. Beispiel Personalkosten, Materialverbrauch und Stromkosten können Aufwand beziehungsweise Kosten eines Auftrags sein. Merksatz Im WISO-Kontext: Aufwand = was eingesetzt oder verbraucht wird. Prüfungsfrage Was bedeutet Wirtschaftlichkeit? Antwort anzeigen Wirtschaftlichkeit beschreibt das Verhältnis von Ertrag zu Aufwand. 12. Konzern, Fusion oder Kartell? Begriff Bedeutung Konzern mehrere rechtlich selbstständige Unternehmen unter gemeinsamer Leitung Fusion Unternehmen schließen sich zusammen Kartell Unternehmen treffen Wettbewerbsabsprachen Beispiel Konzern Eine Muttergesellschaft besitzt mehrere Tochterunternehmen. Beispiel Fusion Zwei Unternehmen schließen sich zu einem größeren Unternehmen zusammen. Beispiel Kartell Mehrere Unternehmen sprechen Preise ab. Merksatz Konzern = gemeinsame Leitung. Fusion = Zusammenschluss. Kartell = Wettbewerbsabsprache. Prüfungsfrage Mehrere Unternehmen sprechen heimlich Preise ab. Was ist das? Antwort anzeigen Das ist ein Kartell beziehungsweise eine Preisabsprache. Wettbewerbsbeschränkende Kartelle sind in der Regel verboten. 13. Einliniensystem, Mehrliniensystem oder Stabliniensystem? Organisationsform Bedeutung Einliniensystem jeder Mitarbeiter hat genau einen direkten Vorgesetzten Mehrliniensystem Mitarbeiter können mehrere Vorgesetzte haben Stabliniensystem Linie mit beratenden Stabsstellen Merksatz Einlinie = eine Leitung. Mehrlinie = mehrere Leitungen. Stablinie = Linie plus Beratung. Prüfungsfrage Welche Organisationsform hat klare Weisungswege, aber oft lange Entscheidungswege? Antwort anzeigen Das Einliniensystem. 14. Spartenorganisation oder Matrixorganisation? Organisationsform Bedeutung Spartenorganisation Gliederung nach Produkten, Kunden oder Regionen Matrixorganisation Kombination aus Fachabteilung und Projektstruktur Beispiel Spartenorganisation Privatkunden Geschäftskunden Cloud-Services IT-Sicherheit Beispiel Matrixorganisation Ein Mitarbeiter gehört fachlich zum Netzwerkteam und arbeitet gleichzeitig im Projekt „Standortmigration“. Merksatz Sparte = Produkt, Kunde oder Region. Matrix = Fachbereich plus Projekt. Prüfungsfrage Ein Mitarbeiter ist gleichzeitig einer Fachabteilung und einem Projekt zugeordnet. Welche Organisationsform ist das? Antwort anzeigen Das ist eine Matrixorganisation. 15. Aufbauorganisation oder Ablauforganisation? Begriff Bedeutung Aufbauorganisation Struktur des Unternehmens Ablauforganisation Arbeitsabläufe und Reihenfolge von Tätigkeiten Beispiel Aufbauorganisation Geschäftsführung → IT-Leitung → Support-Team. Beispiel Ablauforganisation Ticket kommt rein → Analyse → Lösung → Test → Ticket schließen. Merksatz Aufbau = Wer ist wofür zuständig? Ablauf = In welcher Reihenfolge passiert etwas? Prüfungsfrage Was beschreibt die Ablauforganisation? Antwort anzeigen Die Ablauforganisation beschreibt die Reihenfolge und den Ablauf von Arbeitsprozessen. 16. Primärer, sekundärer oder tertiärer Sektor? Sektor Bedeutung Beispiel primär Rohstoffgewinnung Landwirtschaft, Bergbau sekundär Verarbeitung und Produktion Industrie, Handwerk tertiär Dienstleistungen IT-Service, Handel, Verwaltung Merksatz Primär = Rohstoffe. Sekundär = Produktion. Tertiär = Dienstleistungen. Prüfungsfrage Zu welchem Wirtschaftssektor gehören IT-Dienstleister meistens? Antwort anzeigen Meistens zum tertiären Sektor, weil IT-Dienstleister Dienstleistungen anbieten. 17. Soziale Marktwirtschaft oder freie Marktwirtschaft? Begriff Bedeutung freie Marktwirtschaft Markt regelt möglichst viel selbst soziale Marktwirtschaft Wettbewerb plus sozialer Ausgleich und staatliche Regeln Wichtig für Deutschland Deutschland hat eine soziale Marktwirtschaft. Beispiele für sozialen Ausgleich Sozialversicherung Arbeitsschutz Mitbestimmung Verbraucherschutz Kartellrecht Merksatz Soziale Marktwirtschaft = Wettbewerb plus soziale Absicherung. Prüfungsfrage Was ist der Grundgedanke der sozialen Marktwirtschaft? Antwort anzeigen Die soziale Marktwirtschaft verbindet freien Wettbewerb mit sozialem Ausgleich und staatlichen Regeln. 18. Behörde oder Verwaltung? Begriff Bedeutung Behörde konkrete staatliche Stelle Verwaltung Tätigkeit oder System zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben Beispiel Das Finanzamt ist eine Behörde. Steuerbearbeitung ist Verwaltungstätigkeit. Merksatz Behörde = Stelle. Verwaltung = Tätigkeit. Prüfungsfrage Welche Behörde ist für Steuern zuständig? Antwort anzeigen Das Finanzamt. 19. Berufsgenossenschaft oder Krankenkasse? Stelle Zuständig für Berufsgenossenschaft gesetzliche Unfallversicherung Krankenkasse gesetzliche Krankenversicherung und Pflegeversicherung Beispiel Berufsgenossenschaft Arbeitsunfall oder Berufskrankheit. Beispiel Krankenkasse Krankheit außerhalb eines Arbeitsunfalls. Merksatz Arbeitsunfall = Berufsgenossenschaft. Krankheit = Krankenkasse. Prüfungsfrage Wer ist Träger der gesetzlichen Unfallversicherung? Antwort anzeigen Die Berufsgenossenschaft beziehungsweise der zuständige Unfallversicherungsträger. 20. Belastung oder Beanspruchung? Begriff Bedeutung Belastung äußere Einwirkung auf den Menschen Beanspruchung individuelle Wirkung dieser Belastung Beispiel Lärm ist eine Belastung. Kopfschmerzen oder Stress durch Lärm sind Beanspruchung. Merksatz Belastung kommt von außen. Beanspruchung wirkt innen. Prüfungsfrage Was ist der Unterschied zwischen Belastung und Beanspruchung? Antwort anzeigen Belastung ist eine äußere Einwirkung auf den Menschen. Beanspruchung ist die individuelle Wirkung dieser Belastung auf den Menschen. 21. Schutzart oder Schutzklasse? Begriff Bedeutung Schutzart Schutz gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser Schutzklasse Schutz gegen elektrischen Schlag Beispiel Schutzart IP44, IP54, IP65. Beispiel Schutzklasse Schutzklasse I, II, III. Merksatz Schutzart = Staub und Wasser. Schutzklasse = elektrischer Schlag. Prüfungsfrage Was beschreibt die IP-Schutzart? Antwort anzeigen Die IP-Schutzart beschreibt, wie gut ein elektrisches Gerät gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser geschützt ist. 22. Schutzklasse I, II oder III? Schutzklasse Bedeutung Schutzklasse I Schutzleiter vorhanden Schutzklasse II doppelte oder verstärkte Isolierung Schutzklasse III Schutz durch Schutzkleinspannung Merksatz I = Schutzleiter. II = doppelt isoliert. III = Kleinspannung. Prüfungsfrage Was ist typisch für Schutzklasse II? Antwort anzeigen Geräte der Schutzklasse II haben eine doppelte oder verstärkte Isolierung und benötigen keinen Schutzleiter. 23. CE-Zeichen oder GS-Zeichen? Zeichen Bedeutung CE Hersteller erklärt Einhaltung grundlegender EU-Anforderungen GS geprüfte Sicherheit durch unabhängige Prüfstelle Wichtig CE ist keine unabhängige Qualitätsauszeichnung. Merksatz CE = Herstellererklärung. GS = geprüfte Sicherheit. Prüfungsfrage Was bedeutet das CE-Zeichen? Antwort anzeigen Das CE-Zeichen bedeutet, dass der Hersteller erklärt, dass das Produkt grundlegende EU-Anforderungen erfüllt. Es ist keine unabhängige Qualitätsauszeichnung. 24. Verbotszeichen, Gebotszeichen, Warnzeichen, Rettungszeichen oder Brandschutzzeichen? Zeichenart Farbe Bedeutung Verbotszeichen rot etwas ist verboten Gebotszeichen blau etwas ist vorgeschrieben Warnzeichen gelb Warnung vor Gefahr Rettungszeichen grün Fluchtweg, Notausgang, Erste Hilfe Brandschutzzeichen rot Feuerlöscher, Brandmelder Merksatz Rot = Verbot oder Brand. Blau = Gebot. Gelb = Warnung. Grün = Rettung. Prüfungsfrage Welche Farbe haben Rettungszeichen? Antwort anzeigen Rettungszeichen sind grün. 25. Notruf 112 oder 110? Nummer Bedeutung 112 Feuerwehr und Rettungsdienst 110 Polizei Merksatz 112 rettet. 110 Polizei. Prüfungsfrage Welche Notrufnummer gilt für Feuerwehr und Rettungsdienst? Antwort anzeigen Die 112. 26. Brandklasse A, B, C oder D? Brandklasse Bedeutung Beispiel A feste Stoffe Holz, Papier, Karton B flüssige oder flüssig werdende Stoffe Benzin, Öl, Lacke C Gase Propan, Butan, Erdgas D Metalle Magnesium, Aluminiumstaub Merksatz A = Aschebildende feste Stoffe. B = Brennbare Flüssigkeiten. C = Gase. D = Metalle. Prüfungsfrage Zu welcher Brandklasse gehören Papier und Holz? Antwort anzeigen Papier und Holz gehören zur Brandklasse A, weil es feste Stoffe sind, die meist unter Glutbildung brennen. 27. Emission oder Immission? Begriff Bedeutung Emission etwas wird von einer Quelle abgegeben Immission etwas wirkt auf Menschen oder Umwelt ein Beispiel Ein Serverlüfter erzeugt Lärm. Das ist die Emission. Der Mitarbeiter hört den Lärm. Das ist die Immission. Merksatz Emission geht raus. Immission kommt an. Prüfungsfrage Was ist der Unterschied zwischen Emission und Immission? Antwort anzeigen Emission bedeutet, dass etwas von einer Quelle abgegeben wird. Immission bedeutet, dass diese Einwirkung bei Menschen oder Umwelt ankommt. 28. Wiederverwendung oder Recycling? Begriff Bedeutung Wiederverwendung ein Produkt wird erneut genutzt Recycling Material wird aufbereitet und als Rohstoff genutzt Beispiel Wiederverwendung Ein alter Monitor wird an einem Testarbeitsplatz weitergenutzt. Beispiel Recycling Ein defektes Gerät wird zerlegt und Rohstoffe werden zurückgewonnen. Merksatz Wiederverwendung = Produkt weiter nutzen. Recycling = Material zurückgewinnen. Prüfungsfrage Was ist der Unterschied zwischen Wiederverwendung und Recycling? Antwort anzeigen Wiederverwendung bedeutet, dass ein Produkt erneut benutzt wird. Recycling bedeutet, dass Material aufbereitet und als Rohstoff wieder genutzt wird. 29. Abfallvermeidung oder Abfallreduzierung? Begriff Bedeutung Beispiel Abfallvermeidung Abfall entsteht gar nicht Dokument wird nicht gedruckt Abfallreduzierung weniger Abfall entsteht Dokument wird doppelseitig gedruckt Merksatz Vermeidung = gar kein Abfall. Reduzierung = weniger Abfall. Prüfungsfrage Was ist besser: Abfall vermeiden oder Abfall recyceln? Antwort anzeigen Abfall vermeiden ist besser, weil dann gar kein Abfall entsteht. Recycling ist sinnvoll, wenn Abfall nicht vermieden werden kann. 30. Speichermedien oder Printmedien? Begriff Beispiele Speichermedien Festplatten, SSDs, USB-Sticks, Backup-Bänder Printmedien Papier, Ausdrucke, Toner, Tinte, Druckerkartuschen Merksatz Speichermedien speichern Daten. Printmedien hängen mit Drucken zusammen. Prüfungsfrage Warum müssen Speichermedien besonders sorgfältig entsorgt werden? Antwort anzeigen Weil Speichermedien Elektroschrott enthalten und gleichzeitig vertrauliche oder personenbezogene Daten gespeichert haben können. 31. Datenschutz oder Umweltschutz bei Datenträgern? Bereich Ziel Datenschutz Daten dürfen nicht in falsche Hände geraten Umweltschutz Rohstoffe sollen recycelt und Schadstoffe korrekt entsorgt werden Wichtig Bei Datenträgern muss beides beachtet werden. Merksatz Datenträger = Datenschutz + Umweltschutz. Prüfungsfrage Reicht es, eine Datei zu löschen, bevor man einen Datenträger entsorgt? Antwort anzeigen Nein. Einfaches Löschen reicht oft nicht aus, weil Daten wiederhergestellt werden können. Datenträger müssen sicher gelöscht oder vernichtet werden. 32. USV-Nutzen oder USV-Umweltproblem? Sichtweise Bedeutung Nutzen schützt bei Stromausfall, erhöht Verfügbarkeit Umweltproblem zusätzlicher Stromverbrauch, Akkus, Entsorgung Merksatz USV = gut für Verfügbarkeit, aber zusätzlicher Akku- und Energieaufwand. Prüfungsfrage Warum kann eine USV aus Umweltsicht problematisch sein? Antwort anzeigen Eine USV verbraucht Energie, erzeugt Wärme und enthält Akkus, die regelmäßig ersetzt und fachgerecht entsorgt werden müssen. 33. Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit? Schutzziel Bedeutung Vertraulichkeit nur Berechtigte dürfen Informationen sehen Integrität Informationen bleiben korrekt und unverändert Verfügbarkeit Systeme und Informationen sind nutzbar Beispiel Vertraulichkeit Kundendaten dürfen nicht an falsche Personen gesendet werden. Beispiel Integrität Eine Konfigurationsdatei darf nicht unbemerkt verändert werden. Beispiel Verfügbarkeit Das Ticketsystem muss erreichbar sein. Merksatz Vertraulichkeit = geheim. Integrität = korrekt. Verfügbarkeit = erreichbar. Prüfungsfrage Ein Ticketsystem ist wegen eines Ausfalls nicht erreichbar. Welches Schutzziel ist betroffen? Antwort anzeigen Die Verfügbarkeit ist betroffen. 34. Authentizität oder Nachvollziehbarkeit? Schutzziel Bedeutung Authentizität Echtheit von Absendern, Nutzern oder Systemen Nachvollziehbarkeit Vorgänge können später geprüft werden Beispiel Authentizität Ist die E-Mail wirklich vom Geschäftsführer? Beispiel Nachvollziehbarkeit Wer hat wann welche Änderung im System vorgenommen? Merksatz Authentizität = echt? Nachvollziehbarkeit = später prüfbar? Prüfungsfrage Warum ist Authentizität bei E-Mails wichtig? Antwort anzeigen Weil geprüft werden muss, ob der Absender wirklich echt ist und es sich nicht um eine gefälschte Nachricht handelt. 35. Datenschutz oder Persönlichkeitsrecht? Begriff Schwerpunkt Datenschutz Schutz personenbezogener Daten Persönlichkeitsrecht Schutz von Würde, Privatsphäre und persönlicher Entfaltung Beispiel Datenschutz Kundendaten dürfen nicht unberechtigt weitergegeben werden. Beispiel Persönlichkeitsrecht Ein Foto eines Kollegen darf nicht ohne Zustimmung veröffentlicht werden. Merksatz Datenschutz = personenbezogene Daten. Persönlichkeitsrecht = Mensch und Privatsphäre. Prüfungsfrage Warum darf man ein Foto von Kollegen nicht einfach veröffentlichen? Antwort anzeigen Weil das Recht am eigenen Bild und Persönlichkeitsrechte betroffen sind. In der Regel braucht man eine Zustimmung. 36. CC oder BCC? Feld Bedeutung CC Empfänger sind für alle sichtbar BCC Empfänger sind für andere nicht sichtbar Typisches Problem Bei großen externen Empfängerlisten kann CC oder „An“ dazu führen, dass alle E-Mail-Adressen sichtbar sind. Merksatz CC sichtbar. BCC verborgen. Prüfungsfrage Warum kann eine offene Empfängerliste problematisch sein? Antwort anzeigen Weil E-Mail-Adressen für alle sichtbar werden können. Das kann ein Datenschutzproblem sein. 37. Netiquette oder Compliance? Begriff Bedeutung Netiquette höfliche Umgangsformen in digitaler Kommunikation Compliance Einhaltung von Gesetzen, Regeln und internen Vorgaben Beispiel Netiquette Sachlich und höflich im Chat schreiben. Beispiel Compliance Keine unlizenzierte Software installieren. Merksatz Netiquette = gutes Benehmen online. Compliance = Regeln einhalten. Prüfungsfrage Was bedeutet Compliance? Antwort anzeigen Compliance bedeutet, dass sich Unternehmen und Beschäftigte an Gesetze, Vorschriften, interne Regeln und ethische Grundsätze halten. 38. Phishing, Vishing oder Smishing? Methode Bedeutung Phishing Betrug per E-Mail oder gefälschter Website Vishing Betrug per Telefon Smishing Betrug per SMS oder Messenger Merksatz Phishing = Mail/Web. Vishing = Voice/Telefon. Smishing = SMS/Messenger. Prüfungsfrage Ein Angreifer ruft an und gibt sich als IT-Support aus. Welche Methode ist das? Antwort anzeigen Das ist Vishing, also Social Engineering per Telefon. 39. Social Engineering oder technischer Angriff? Angriff Schwerpunkt Social Engineering Manipulation von Menschen technischer Angriff Ausnutzen technischer Schwachstellen Beispiel Social Engineering Jemand fordert telefonisch dein Passwort an. Beispiel technischer Angriff Eine ungepatchte Sicherheitslücke wird ausgenutzt. Merksatz Social Engineering greift den Menschen an. Prüfungsfrage Was ist Social Engineering? Antwort anzeigen Social Engineering ist eine Angriffsmethode, bei der Menschen manipuliert werden, um Informationen, Zugangsdaten oder bestimmte Handlungen zu erhalten. 40. Diversity oder Gender-Neutralität? Begriff Bedeutung Diversity Vielfalt von Menschen berücksichtigen Gender-Neutralität geschlechtergerechte oder geschlechtsneutrale Ansprache Beispiel Diversity Software barrierearm und verständlich für unterschiedliche Nutzergruppen gestalten. Beispiel Gender-Neutralität „Beschäftigte“ statt „Mitarbeiter“ schreiben. Merksatz Diversity = Vielfalt. Gender-Neutralität = faire Sprache bezogen auf Geschlecht. Prüfungsfrage Was bedeutet Diversity? Antwort anzeigen Diversity bedeutet Vielfalt. Im Betrieb meint das unterschiedliche Eigenschaften, Erfahrungen und Hintergründe von Menschen. Schnelltest: Was wird verwechselt? Beantworte ohne nachzuschauen: Betrieb oder Unternehmen? Brutto oder Netto? Fortbildung oder Umschulung? Gewerkschaft oder Arbeitgeberverband? Betriebsrat oder Personalrat? Produktivität oder Wirtschaftlichkeit? Wirtschaftlichkeit oder Rentabilität? Konzern oder Fusion? Fusion oder Kartell? Einliniensystem oder Mehrliniensystem? Aufbauorganisation oder Ablauforganisation? Belastung oder Beanspruchung? Schutzart oder Schutzklasse? CE oder GS? Emission oder Immission? Wiederverwendung oder Recycling? Abfallvermeidung oder Abfallreduzierung? Vertraulichkeit oder Integrität? Authentizität oder Nachvollziehbarkeit? Datenschutz oder Persönlichkeitsrecht? CC oder BCC? Netiquette oder Compliance? Phishing, Vishing oder Smishing? Diversity oder Gender-Neutralität? Merksätze für Verwechslungsfragen Betrieb = organisatorisch, Unternehmen = rechtlich und wirtschaftlich. Duales Ausbildungssystem = Betrieb und Berufsschule. Duales System bei Verpackungen = Sammlung und Verwertung. Brutto = vor Abzug, Netto = nach Abzug. Fortbildung = im Beruf weiterlernen, Umschulung = neuer Beruf. Gewerkschaft = Arbeitnehmer, Arbeitgeberverband = Arbeitgeber. Betriebsrat = private Betriebe, Personalrat = öffentlicher Dienst. Produktivität = Menge, Wirtschaftlichkeit = Ertrag/Aufwand, Rentabilität = Gewinn/Kapital. Konzern = gemeinsame Leitung, Fusion = Zusammenschluss, Kartell = Wettbewerbsabsprache. Aufbauorganisation = Struktur, Ablauforganisation = Reihenfolge. Belastung = äußere Einwirkung, Beanspruchung = individuelle Wirkung. Schutzart = Staub/Wasser, Schutzklasse = elektrischer Schlag. CE = Herstellererklärung, GS = geprüfte Sicherheit. Emission = geht raus, Immission = kommt an. Wiederverwendung = Produkt weiter nutzen, Recycling = Material zurückgewinnen. Vertraulichkeit = geheim, Integrität = korrekt, Verfügbarkeit = erreichbar. Authentizität = echt, Nachvollziehbarkeit = später prüfbar. Datenschutz = personenbezogene Daten, Persönlichkeitsrecht = Mensch und Privatsphäre. CC = sichtbar, BCC = verborgen. Netiquette = gutes Benehmen online, Compliance = Regeln einhalten. Phishing = Mail/Web, Vishing = Telefon, Smishing = SMS/Messenger. Social Engineering = Manipulation von Menschen. Diversity = Vielfalt, Gender-Neutralität = faire geschlechtsneutrale Ansprache.