Projektmanagement – Grundlagen, Beispiele und Übungsfragen
Projektmanagement – Grundlagen, Beispiele und Übungsfragen
Projektmanagement bedeutet, ein Projekt zu planen, zu organisieren, zu steuern und abzuschließen.
Dabei werden Wissen, Fähigkeiten, Werkzeuge und Methoden eingesetzt, um die vereinbarten Anforderungen zu erfüllen.
Durchgehendes Beispiel
Ein Unternehmen möchte einen neuen Schulungsraum mit zehn vernetzten PCs einrichten.
Das Projekt umfasst beispielsweise:
- Anforderungen aufnehmen.
- Hardware und Software auswählen.
- Kosten und Termine planen.
- Geräte beschaffen und installieren.
- Netzwerk und Programme testen.
- Ergebnisse übergeben und dokumentieren.
Was ist ein Projekt?
Ein Projekt ist ein zeitlich begrenztes Vorhaben mit einem bestimmten Ziel und begrenzten Ressourcen. Die Bedingungen sind in ihrer Kombination weitgehend einmalig.
Typische Projektmerkmale
| Merkmal | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Zielvorgabe | Es soll ein bestimmtes Ergebnis erreicht werden. | Zehn einsatzbereite Schulungs-PCs bereitstellen. |
| Zeitliche Begrenzung | Das Projekt hat einen Anfang und ein Ende. | Der Raum muss innerhalb von sechs Wochen fertig sein. |
| Begrenzte Ressourcen | Geld, Personal und Betriebsmittel stehen nur begrenzt zur Verfügung. | 12.000 Euro Budget und zwei IT-Mitarbeiter |
| Projektspezifische Organisation | Zuständigkeiten und Zusammenarbeit werden für das Projekt festgelegt. | Ein Projektleiter koordiniert IT, Einkauf und Schulungsleitung. |
| Einmaligkeit | Die konkrete Aufgabe unterscheidet sich vom regelmäßigen Tagesgeschäft. | Erstmalige Einrichtung dieses Schulungsraums |
| Komplexität | Mehrere Aufgaben und Beteiligte müssen abgestimmt werden. | Lieferung, Verkabelung, Installation und Schulung hängen zusammen. |
Projekt und Routineaufgabe unterscheiden
| Projekt | Routineaufgabe |
|---|---|
| Einführung eines neuen Backupsystems | Tägliche Kontrolle der Backups |
| Umzug der IT an einen neuen Standort | Regelmäßiger Austausch defekter Mäuse |
| Einrichtung eines neuen Schulungsraums | Monatliche Installation freigegebener Updates |
Wichtig: Nicht jede größere Aufgabe ist automatisch ein Projekt. Entscheidend sind die Merkmale und Rahmenbedingungen.
Übungsfrage: Nennen Sie vier typische Merkmale eines Projekts.
Musterantwort: Ein festgelegtes Ziel, eine zeitliche Begrenzung, begrenzte Ressourcen und einmalige Rahmenbedingungen.
Übungsfrage: Warum ist die tägliche Kontrolle eines Backups normalerweise kein Projekt?
Musterantwort: Sie ist eine regelmäßig wiederkehrende Aufgabe des laufenden Betriebs und kein einmaliges, zeitlich begrenztes Vorhaben.
Ziele des Projektmanagements
Projektmanagement soll sicherstellen, dass:
- die vereinbarten Anforderungen erfüllt werden,
- das Projektziel erreicht wird,
- Termine eingehalten werden,
- das Budget eingehalten wird,
- die vereinbarte Leistung und Qualität erreicht werden.
Beispiel
Der Schulungsraum soll rechtzeitig fertig werden. Alle zehn PCs müssen funktionieren und die benötigte Software enthalten. Gleichzeitig darf das festgelegte Budget nicht überschritten werden.
Wichtig: Ein Projekt ist nicht allein deshalb erfolgreich, weil es pünktlich endet. Auch die vereinbarten Ergebnisse müssen erreicht werden.
Übungsfrage: Nennen Sie drei Ziele des Projektmanagements.
Musterantwort: Termine einhalten, das Budget einhalten und die vereinbarte Leistung in der geforderten Qualität liefern.
Das magische Dreieck
Das magische Dreieck beschreibt den Zusammenhang zwischen Zeit, Kosten und Leistung beziehungsweise Qualität.
| Größe | Leitfrage | Beispiel |
|---|---|---|
| Zeit | Bis wann muss das Projekt fertig sein? | Fertigstellung innerhalb von sechs Wochen |
| Kosten | Wie viel darf das Projekt kosten? | Höchstens 12.000 Euro |
| Leistung und Qualität | Was soll mit welchen Anforderungen entstehen? | Zehn getestete PCs mit Netzwerk und Schulungssoftware |
Warum sind diese Größen miteinander verbunden?
Wird eine Größe verändert, kann das Auswirkungen auf die anderen Größen haben.
Beispiele
- Ein früherer Fertigstellungstermin kann zusätzliche Mitarbeiter und höhere Kosten erfordern.
- Ein kleineres Budget kann eine günstigere Ausstattung notwendig machen.
- Zusätzliche Anforderungen können mehr Zeit und Geld benötigen.
Leistung und Qualität unterscheiden
- Leistung beziehungsweise Umfang: Was wird geliefert?
- Qualität: Wie gut erfüllt das Ergebnis die vereinbarten Anforderungen?
Beispiel: Zehn PCs sind der Umfang. Zuverlässiger Betrieb und bestandene Funktionstests gehören zur Qualität.
Wichtig: Änderungen werden mit dem Auftraggeber abgestimmt. Anforderungen dürfen nicht eigenmächtig gestrichen werden.
Übungsfrage: Der Auftraggeber verlangt die Fertigstellung zwei Wochen früher. Welche Auswirkungen sind möglich?
Musterantwort: Es können zusätzliche Mitarbeiter oder Expresslieferungen erforderlich werden. Dadurch steigen möglicherweise die Kosten. Alternativ müsste ein geringerer Umfang vereinbart werden.
Projektziele mit SMART formulieren
SMART hilft dabei, Ziele eindeutig und überprüfbar zu formulieren.
| Buchstabe | Bedeutung | Leitfrage |
|---|---|---|
| S | Spezifisch | Was genau soll erreicht werden? |
| M | Messbar | Woran erkennen wir die Zielerreichung? |
| A | Akzeptiert beziehungsweise attraktiv | Wird das Ziel von den Beteiligten mitgetragen? |
| R | Realistisch | Ist das Ziel mit den vorhandenen Mitteln erreichbar? |
| T | Terminiert | Bis wann soll das Ziel erreicht sein? |
Für einzelne Buchstaben gibt es unterschiedliche gebräuchliche Formulierungen. Entscheidend ist ein klares, überprüfbares und erreichbares Ziel.
Ungeeignetes Ziel
„Der Schulungsraum soll bald besser ausgestattet sein.“
Das Ziel ist ungenau. Es fehlen beispielsweise Anzahl, Anforderungen und Termin.
SMART formuliertes Ziel
„Bis zum 30. November werden im Schulungsraum zehn PCs mit Netzwerkzugang und freigegebener Schulungssoftware eingerichtet. Alle PCs bestehen den vereinbarten Funktionstest. Das Budget beträgt höchstens 12.000 Euro. Der Auftraggeber hat das Ziel bestätigt.“
Ob das Ziel realistisch ist, muss anhand von Lieferzeiten, Personal und Kosten geprüft werden.
Übungsfrage: Warum ist das Ziel „Das Netzwerk soll schneller werden“ nicht ausreichend SMART?
Musterantwort: Es fehlen eine genaue Vorgabe, eine messbare Verbesserung und ein Fertigstellungstermin.
Übungsfrage: Formulieren Sie ein einfaches SMART-Ziel für die Einrichtung von fünf Arbeitsplätzen.
Musterantwort: Bis zum 15. Oktober werden fünf Arbeitsplätze mit der vereinbarten Hardware und Software eingerichtet. Alle Arbeitsplätze bestehen den festgelegten Funktionstest. Das abgestimmte Budget beträgt 6.000 Euro und die notwendigen Ressourcen stehen bereit.
Phasen und Aufgaben des Projektmanagements
Ein einfacher Projektablauf lässt sich in Initiierung, Planung, Durchführung und Abschluss gliedern.
Überwachung und Kontrolle begleiten das Projekt fortlaufend. Sie finden nicht erst nach der Durchführung statt.
| Bereich | Was passiert? | Beispiel |
|---|---|---|
| Initiierung | Ziele, Anforderungen und Beteiligte klären; Projektauftrag erstellen | Festlegen, wofür der Schulungsraum benötigt wird |
| Planung | Aufgaben, Termine, Personal, Kosten und Risiken planen | Liefertermine und Installationsaufgaben abstimmen |
| Durchführung | Die geplanten Arbeiten umsetzen | PCs aufbauen und Software installieren |
| Überwachung und Kontrolle | Fortschritt prüfen und auf Abweichungen reagieren | Eine verspätete Lieferung erkennen und den Ablauf anpassen |
| Abschluss | Ergebnis abnehmen lassen, übergeben und Erfahrungen festhalten | Funktionierende Arbeitsplätze und Dokumentation übergeben |
Initiierung
Zu Beginn wird geklärt:
- Warum wird das Projekt benötigt?
- Welches Ergebnis soll entstehen?
- Welche Anforderungen gibt es?
- Wer ist beteiligt oder betroffen?
- Welche Rahmenbedingungen gelten?
Projektauftrag
Der Projektauftrag hält die grundlegenden Vereinbarungen fest.
Typische Inhalte:
- Projektziel und grober Umfang,
- Auftraggeber und Projektleitung,
- Termine und Budgetrahmen,
- wichtige Anforderungen und Einschränkungen.
Planung
Die Planung beantwortet:
- Welche Aufgaben sind notwendig?
- Wer übernimmt welche Aufgabe?
- Wie lange dauern die Arbeiten?
- Welche Abhängigkeiten bestehen?
- Welche Ressourcen und Kosten entstehen?
- Welche Risiken müssen berücksichtigt werden?
Durchführung
Das Team setzt die geplanten Aufgaben um. Der Projektleiter koordiniert die Zusammenarbeit und stimmt sich mit den Beteiligten ab.
Überwachung und Kontrolle
Der tatsächliche Stand wird mit der Planung verglichen. Bei Abweichungen werden geeignete Maßnahmen festgelegt.
Abschluss
Zum Abschluss gehören:
- Prüfung und Abnahme der Ergebnisse,
- Übergabe an den Auftraggeber oder Betrieb,
- Dokumentation,
- Einweisung der Benutzer, soweit vereinbart,
- Auswertung der Erfahrungen.
Übungsfrage: In welcher Phase werden Zeitplan, Personalbedarf und Budget geplant?
Musterantwort: In der Planungsphase.
Übungsfrage: Nennen Sie drei typische Inhalte eines Projektauftrags.
Musterantwort: Projektziel, Budgetrahmen und Fertigstellungstermin.
Übungsfrage: Warum muss der Projektfortschritt regelmäßig kontrolliert werden?
Musterantwort: Damit Termin-, Kosten- oder Qualitätsabweichungen frühzeitig erkannt werden und rechtzeitig gegengesteuert werden kann.
Rollen im Projekt
| Rolle | Hauptaufgabe | Beispiel |
|---|---|---|
| Auftraggeber | Beauftragt das Projekt und entscheidet über wesentliche Anforderungen und Freigaben | Geschäftsleitung beauftragt den Schulungsraum |
| Projektleiter | Plant und koordiniert das Projekt und überwacht den Fortschritt | Stimmt Termine zwischen IT und Einkauf ab |
| Teammitglieder | Bearbeiten die Projektaufgaben | Installieren und testen die PCs |
| Stakeholder | Sind am Projekt interessiert, beteiligt oder davon betroffen | Benutzer, IT-Abteilung, Einkauf und Auftraggeber |
Stakeholder einfach erklärt
Stakeholder sind alle Personen oder Gruppen, die Einfluss auf das Projekt haben oder von seinem Ergebnis betroffen sind.
Nicht jeder Stakeholder arbeitet aktiv im Projektteam.
Weitere Beispiele
- Ein Kunde formuliert Anforderungen.
- Ein Sponsor unterstützt das Projekt und sichert beispielsweise Ressourcen.
- Die späteren Benutzer benötigen eine verständliche Bedienung.
- Die IT-Abteilung muss das Ergebnis später betreiben können.
Praktische Umsetzung
- Wichtige Stakeholder frühzeitig ermitteln.
- Erwartungen und Anforderungen abfragen.
- Zuständigkeiten klären.
- Passend zur Rolle über Fortschritt und Änderungen informieren.
Übungsfrage: Was ist ein Stakeholder? Nennen Sie zwei Beispiele.
Musterantwort: Ein Stakeholder ist eine Person oder Gruppe, die am Projekt interessiert oder davon betroffen ist. Beispiele sind der Auftraggeber und die späteren Benutzer.
Übungsfrage: Was unterscheidet Projektleiter und Teammitglied?
Musterantwort: Der Projektleiter plant und koordiniert das Projekt. Ein Teammitglied führt die ihm zugeordneten Projektarbeiten aus.
Traditionelles Projektmanagement – Wasserfallmodell
Beim Wasserfallmodell werden Phasen grundsätzlich nacheinander durchlaufen.
Einfacher Ablauf
Anforderungen → Planung → Umsetzung → Test → Übergabe
Beispiel
Für einen Schulungsraum stehen Anzahl der PCs, Software, Verkabelung und Termin bereits fest. Die Arbeiten können weitgehend im Voraus geplant werden.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Klarer Ablauf | Späte Änderungen können aufwendig sein. |
| Gut nachvollziehbare Planung | Rückmeldungen zu fertigen Ergebnissen kommen möglicherweise spät. |
| Klare Phasenergebnisse | Weniger flexibel bei stark wechselnden Anforderungen |
Geeignet, wenn: Anforderungen ausreichend bekannt und vergleichsweise stabil sind.
Übungsfrage: Nennen Sie einen Vorteil und einen Nachteil des Wasserfallmodells.
Musterantwort: Vorteil: Der Ablauf ist klar planbar. Nachteil: Späte Änderungen können großen Aufwand verursachen.
Agile Methoden und Arbeitsweisen
Agiles Arbeiten bedeutet, in überschaubaren Schritten vorzugehen, regelmäßig Rückmeldungen einzuholen und die weitere Arbeit anzupassen.
Wichtige Begriffe
- Iterativ: Ergebnisse werden wiederholt überprüft und verbessert.
- Inkrementell: Das Gesamtergebnis entsteht schrittweise durch zusätzliche nutzbare Teile.
Beispiel
Ein Team richtet zunächst einen Musterarbeitsplatz ein. Benutzer testen ihn und geben Rückmeldung. Danach wird die Konfiguration verbessert und auf weitere Arbeitsplätze übertragen.
Scrum und Kanban
| Ansatz | Einfach erklärt | Beispiel |
|---|---|---|
| Scrum | Rahmenwerk mit festgelegten Verantwortlichkeiten und zeitlich begrenzten Arbeitsabschnitten, den Sprints | Ein Team erstellt innerhalb eines Sprints ein nutzbares Teilergebnis. |
| Kanban | Arbeitsfluss sichtbar machen und gleichzeitig begonnene Arbeit begrenzen | Aufgaben wandern auf einem Board von „Offen“ über „In Arbeit“ nach „Erledigt“. |
Wichtiger Unterschied
Scrum arbeitet mit Sprints. Kanban benötigt keine festen Sprints und konzentriert sich besonders auf den Arbeitsfluss.
Kanban kann auch außerhalb agiler Projekte eingesetzt werden, beispielsweise im IT-Support.
| Vorteile agilen Arbeitens | Herausforderungen |
|---|---|
| Frühe Rückmeldungen | Regelmäßige Abstimmung erforderlich |
| Anpassung an neue Erkenntnisse | Beteiligte müssen für Rückfragen verfügbar sein. |
| Frühe nutzbare Teilergebnisse | Der genaue Endumfang kann bei veränderlichen Anforderungen schwerer festzulegen sein. |
Wichtig: Agil bedeutet nicht planlos und bedeutet auch nicht, auf Dokumentation zu verzichten.
Übungsfrage: Was bedeutet „iterativ“?
Musterantwort: Ein Ergebnis wird in mehreren Durchläufen überprüft und verbessert.
Übungsfrage: Nennen Sie einen Unterschied zwischen Scrum und Kanban.
Musterantwort: Scrum arbeitet mit zeitlich begrenzten Sprints. Kanban steuert den Arbeitsfluss und benötigt keine festen Sprints.
Hybrides Projektmanagement
Hybrides Projektmanagement kombiniert traditionelle und agile Vorgehensweisen.
Beispiel
Die Beschaffung und Verkabelung des Schulungsraums werden mit festen Terminen geplant. Die Arbeitsplatzkonfiguration wird schrittweise mit den Benutzern getestet und verbessert.
Vorteil: Je nach Aufgabe kann eine passende Vorgehensweise eingesetzt werden.
Herausforderung: Zuständigkeiten, Übergänge und Abstimmungen zwischen den Vorgehensweisen müssen klar geregelt sein.
Übungsfrage: Was versteht man unter einem hybriden Projektansatz?
Musterantwort: Eine Kombination aus traditionellen und agilen Vorgehensweisen innerhalb eines Projekts.
Gantt-Diagramme und Netzpläne
Beide Werkzeuge unterstützen die Terminplanung.
| Werkzeug | Darstellung | Wofür geeignet? |
|---|---|---|
| Gantt-Diagramm | Aufgaben als Balken auf einer Zeitachse | Start, Ende, Dauer und parallele Arbeiten übersichtlich darstellen |
| Netzplan | Vorgänge und ihre Abhängigkeiten | Reihenfolge, Pufferzeiten und kritischen Pfad untersuchen |
Beispiel für Abhängigkeiten
- Geräte bestellen.
- Lieferung erhalten.
- Geräte installieren.
- Funktionstest durchführen.
Die Installation kann erst beginnen, wenn die Geräte geliefert wurden.
Die Erstellung einer Benutzerdokumentation kann teilweise parallel erfolgen.
Kritischer Pfad
Der kritische Pfad ist die zeitbestimmende Vorgangskette im Netzplan.
Im einfachen Netzplan haben die Vorgänge auf diesem Pfad keinen Zeitpuffer. Eine Verzögerung verlängert ohne Gegenmaßnahmen die Projektdauer.
Wichtiger Unterschied
Ein Gantt-Diagramm zeigt besonders anschaulich, wann etwas stattfindet. Ein Netzplan unterstützt besonders die Untersuchung zeitlicher Abhängigkeiten.
Übungsfrage: Wozu dient ein Gantt-Diagramm?
Musterantwort: Es zeigt Aufgaben mit ihrer Dauer und zeitlichen Lage als Balken. Dadurch lässt sich der Projektzeitplan übersichtlich darstellen.
Übungsfrage: Warum sind Vorgänge auf dem kritischen Pfad besonders zu überwachen?
Musterantwort: Weil sie keinen Zeitpuffer besitzen und eine Verzögerung ohne Gegenmaßnahmen den Projektabschluss verschieben kann.
Kanban-Boards
Ein Kanban-Board macht Aufgaben und ihren Bearbeitungsstand sichtbar.
Einfaches Beispiel
| Offen | In Arbeit | Erledigt |
|---|---|---|
| Benutzerdokumentation erstellen | PCs installieren | Hardware bestellen |
| Einweisung vorbereiten | Netzwerk testen | Geräte auspacken |
Jede Aufgabe wird als Karte dargestellt.
Hilfreiche Angaben auf einer Karte
- Beschreibung der Aufgabe,
- verantwortliche Person,
- gegebenenfalls Termin,
- Hinweise auf Hindernisse.
Begrenzung gleichzeitig laufender Arbeit
Ein WIP-Limit begrenzt die Zahl der gleichzeitig bearbeiteten Aufgaben.
WIP bedeutet „Work in Progress“, also begonnene, noch nicht abgeschlossene Arbeit.
Beispiel: In der Spalte „In Arbeit“ dürfen höchstens drei Aufgaben liegen.
Zweck: Aufgaben sollen fertiggestellt werden, bevor immer weitere begonnen werden.
Übungsfrage: Welchen Nutzen hat ein Kanban-Board?
Musterantwort: Es macht sichtbar, welche Aufgaben offen, in Bearbeitung oder erledigt sind. Dadurch erleichtert es die Abstimmung im Team.
Meilensteine
Ein Meilenstein kennzeichnet ein wichtiges Ereignis oder einen erreichten Zustand im Projekt.
Er ist keine länger dauernde Tätigkeit und wird im Zeitplan normalerweise mit einer Dauer von null dargestellt.
| Tätigkeit | Passender Meilenstein |
|---|---|
| Projektplan erstellen | Projektplan freigegeben |
| PCs installieren | Installation abgeschlossen |
| Funktionstests durchführen | Funktionstests bestanden |
| Ergebnisse mit dem Auftraggeber prüfen | Projektabnahme erfolgt |
Typische Meilensteine
- Projektstart.
- Abschluss und Freigabe der Planung.
- Abschluss einer wichtigen Umsetzungsphase.
- Erfolgreicher Test.
- Projektabnahme.
- Projektabschluss.
Wozu dienen Meilensteine?
- Fortschritt kontrollieren.
- Ergebnisse bewerten.
- Entscheidungen und Freigaben treffen.
- Risiken erneut prüfen.
- Den weiteren Verlauf bei Bedarf anpassen.
Wichtig: Ein Meilenstein sollte ein prüfbares Ergebnis beschreiben. „Tests bestanden“ ist aussagekräftiger als „irgendwann testen“.
Übungsfrage: Was ist ein Meilenstein?
Musterantwort: Ein Meilenstein ist ein wichtiges Ereignis oder ein festgelegter Ergebniszustand im Projekt, beispielsweise die Freigabe des Projektplans.
Übungsfrage: Welche Formulierung beschreibt einen Meilenstein: „Server installieren“ oder „Serverinstallation abgeschlossen“?
Musterantwort: „Serverinstallation abgeschlossen“. „Server installieren“ beschreibt eine Tätigkeit.
Risikomanagement
Ein Projektrisiko ist ein mögliches zukünftiges Ereignis, das den Projektverlauf beeinflussen kann.
Beispiel: Die bestellten PCs könnten verspätet geliefert werden.
Ein bereits eingetretenes Ereignis ist ein Problem.
Beispiel: Die Lieferung ist bereits ausgefallen und die Installation kann heute nicht beginnen.
Einfacher Ablauf des Risikomanagements
- Risiken erkennen.
- Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen bewerten.
- Maßnahmen festlegen.
- Verantwortliche bestimmen.
- Risiken regelmäßig erneut prüfen.
| Risiko | Mögliche Auswirkung | Geeignete Maßnahme |
|---|---|---|
| Verspätete Lieferung | Installation beginnt zu spät. | Frühzeitig bestellen und alternative Liefermöglichkeiten prüfen. |
| Ausfall einer Fachkraft | Spezialaufgaben bleiben liegen. | Vertretung und Wissenstransfer einplanen. |
| Software funktioniert nicht wie erwartet | Nacharbeiten und Verzögerungen | Frühzeitig einen Musterarbeitsplatz testen. |
| Zusätzliche Anforderungen | Mehr Kosten und Zeitbedarf | Änderungen bewerten und genehmigen lassen. |
| Datenverlust bei einer Umstellung | Betriebsunterbrechung | Backup und Wiederherstellung vorab planen und testen. |
Bewertung
Risiken werden häufig anhand zweier Fragen priorisiert:
- Wie wahrscheinlich ist der Eintritt?
- Wie groß wäre der Schaden beziehungsweise die Auswirkung?
Eine einfache Einteilung ist „niedrig“, „mittel“ und „hoch“.
Übungsfrage: Nennen Sie ein Projektrisiko und eine passende Gegenmaßnahme.
Musterantwort: Risiko: Die Hardware wird zu spät geliefert. Gegenmaßnahme: Frühzeitig bestellen und einen alternativen Lieferanten prüfen.
Übungsfrage: Was unterscheidet ein Risiko von einem Problem?
Musterantwort: Ein Risiko könnte künftig eintreten. Ein Problem ist bereits eingetreten und muss bearbeitet werden.
Projektmanagement-Software
Projektmanagement-Software unterstützt bei:
- Aufgabenverwaltung,
- Terminplanung,
- Ressourcenplanung,
- Kostenüberwachung,
- Zusammenarbeit,
- Dokumentation des Fortschritts.
Beispiele für solche Werkzeuge sind Microsoft Project, Trello, Asana, Jira und monday.com.
Wichtiger Hinweis: Der genaue Funktionsumfang hängt vom Produkt und der eingesetzten Version ab. Für kleine Vorhaben können auch eine Tabelle und ein einfaches Aufgabenboard ausreichen.
Beispiel
Für jede Aufgabe werden Zuständigkeit, Termin und Status hinterlegt. Das Team sieht dadurch, welche Aufgaben noch offen sind.
Merksatz: Software unterstützt die Organisation. Sie ersetzt keine klaren Ziele und Zuständigkeiten.
Übungsfrage: Nennen Sie zwei Aufgaben, bei denen Projektmanagement-Software unterstützt.
Musterantwort: Bei der Terminplanung und bei der Verwaltung von Aufgaben und Zuständigkeiten.
Typische Herausforderungen im Projekt
| Herausforderung | Mögliche Schwierigkeit | Geeignete Vorgehensweise |
|---|---|---|
| Zeitmanagement | Aufgaben dauern länger als geplant. | Abhängigkeiten, Termine und Puffer berücksichtigen. |
| Budgetkontrolle | Kosten überschreiten die Planung. | Geplante und tatsächliche Kosten regelmäßig vergleichen. |
| Kommunikation | Beteiligte haben unterschiedliche Informationen. | Klare Meldewege und regelmäßige Abstimmungen festlegen. |
| Risikomanagement | Mögliche Schwierigkeiten werden zu spät erkannt. | Risiken frühzeitig erfassen und Maßnahmen vorbereiten. |
Soll-Ist-Vergleich
Beim Soll-Ist-Vergleich wird die Planung mit dem tatsächlichen Stand verglichen.
Beispiel
- Geplant: Bis Freitag sind zehn PCs installiert.
- Tatsächlich: Bis Freitag sind sechs PCs installiert.
- Abweichung: Vier Installationen fehlen.
- Reaktion: Ursache prüfen und geeignete Maßnahmen abstimmen.
Wichtig: Bereits ausgegebenes Geld allein sagt noch nicht, ob das Budget ausreicht. Auch die Kosten der verbleibenden Arbeiten müssen betrachtet werden.
Übungsfrage: Was ist ein Soll-Ist-Vergleich?
Musterantwort: Der geplante Zustand wird mit dem tatsächlichen Zustand verglichen, damit Abweichungen erkannt werden.
Übungsfrage: Was sollte der Projektleiter bei einer erkannten Verzögerung tun?
Musterantwort: Die Ursache und Auswirkungen prüfen, geeignete Maßnahmen abstimmen und die betroffenen Beteiligten informieren.
Erfolgsfaktoren im Projektmanagement
| Erfolgsfaktor | Praktische Umsetzung |
|---|---|
| Klare Ziele | Anforderungen und Erfolgskriterien verständlich festlegen. |
| Regelmäßige Überprüfung | Fortschritt, Kosten und offene Probleme kontrollieren. |
| Beteiligung der Stakeholder | Anforderungen frühzeitig aufnehmen und Rückmeldungen einholen. |
| Klare Zuständigkeiten | Für jede Aufgabe eine verantwortliche Person festlegen. |
| Gute Kommunikation | Entscheidungen und Änderungen an die betroffenen Personen weitergeben. |
| Dokumentation und Lernen | Ergebnisse, Entscheidungen und Erfahrungen festhalten. |
Lessons Learned
Lessons Learned sind Erkenntnisse aus dem Projekt, die für zukünftige Projekte genutzt werden.
Beispiel
Die Hardware wurde zu spät bestellt. Für das nächste Projekt wird festgelegt, Lieferzeiten früher zu prüfen und Bestellungen rechtzeitig auszulösen.
Es sollen auch erfolgreiche Vorgehensweisen festgehalten werden.
Übungsfrage: Warum werden Erfahrungen am Projektende dokumentiert?
Musterantwort: Damit gute Vorgehensweisen wiederverwendet und bekannte Fehler in zukünftigen Projekten vermieden werden können.
Projektorganisation
Die Projektorganisation legt fest, wie Projektmitarbeiter eingebunden sind und wer Entscheidungen beziehungsweise Weisungen erteilen darf.
Reine Projektorganisation
Die Teammitglieder werden für die Projektarbeit aus ihren bisherigen Aufgaben weitgehend herausgelöst.
Der Projektleiter besitzt weitreichende Weisungsbefugnisse gegenüber dem Projektteam.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Klare Zuständigkeiten | Mitarbeiter sind stark an das Projekt gebunden. |
| Hohe Konzentration auf die Projektarbeit | Im Tagesgeschäft können Ressourcen fehlen. |
| Kurze Entscheidungswege | Rückkehr in die ursprüngliche Abteilung muss organisiert werden. |
Beispiel: Ein eigenes Team arbeitet für drei Monate ausschließlich am Umzug eines Rechenzentrums.
Übungsfrage: Nennen Sie einen Vorteil der reinen Projektorganisation.
Musterantwort: Das Team kann sich vollständig auf das Projekt konzentrieren und die Zuständigkeiten sind klar.
Matrix-Projektorganisation
Mitarbeiter arbeiten sowohl im Projekt als auch in ihrer Fachabteilung.
Projektleitung und Abteilungsleitung teilen sich Zuständigkeiten. Welche Weisungsrechte bestehen, muss klar geregelt sein.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Fachkräfte können flexibel eingesetzt werden. | Konflikte zwischen Projekt und Tagesgeschäft sind möglich. |
| Wissen bleibt in den Fachabteilungen erhalten. | Erhöhter Abstimmungsbedarf |
| Mitarbeiter können mehrere Aufgabenbereiche unterstützen. | Unterschiedliche Prioritäten der Vorgesetzten |
Beispiel: Ein Administrator arbeitet einen Teil seiner Zeit im Projekt und betreut daneben weiterhin die vorhandenen Server.
Übungsfrage: Welcher typische Konflikt kann in einer Matrix-Projektorganisation entstehen?
Musterantwort: Projektleiter und Abteilungsleiter können gleichzeitig unterschiedliche Aufgaben mit hoher Priorität verlangen.
Stabs-Projektorganisation
Der Projektleiter übernimmt vor allem beratende, koordinierende und vorbereitende Aufgaben.
Er besitzt normalerweise keine direkte Weisungsbefugnis gegenüber den Mitarbeitern der Fachabteilungen. Die Umsetzung bleibt in der Linienorganisation.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Bestehende Organisation bleibt weitgehend erhalten. | Projektleiter besitzt wenig direkte Durchsetzungsmacht. |
| Geringer organisatorischer Umbau | Entscheidungen können längere Abstimmungen benötigen. |
| Fachabteilungen bleiben zuständig. | Projektziele können hinter dem Tagesgeschäft zurückstehen. |
Beispiel: Ein Projektkoordinator stimmt die Einführung neuer Arbeitsmittel ab. Die Abteilungsleiter entscheiden über den Einsatz ihrer Mitarbeiter.
Wichtig: Die gesamte Projektarbeit ist nicht nur Beratung. Beratend und koordinierend ist vor allem die Rolle der Projektleitung.
Übungsfrage: Was kennzeichnet die Stabs-Projektorganisation?
Musterantwort: Die Projektleitung koordiniert und berät, besitzt aber normalerweise keine direkte Weisungsbefugnis gegenüber den Fachabteilungen.
Organisationsformen im Vergleich
| Organisationsform | Einbindung der Mitarbeiter | Stellung der Projektleitung |
|---|---|---|
| Reine Projektorganisation | Eigenes Projektteam | Weitreichende Weisungsbefugnisse |
| Matrix-Projektorganisation | Projekt und Fachabteilung | Zuständigkeiten mit der Abteilungsleitung geteilt |
| Stabs-Projektorganisation | Mitarbeiter bleiben in ihren Fachabteilungen | Vor allem beratend und koordinierend |
Projektabnahme und Projektabschluss
Diese Begriffe hängen zusammen, bedeuten aber nicht dasselbe.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Projektabnahme | Der Auftraggeber prüft und bestätigt das vereinbarte Ergebnis. |
| Projektabschluss | Das Projekt wird organisatorisch beendet und ausgewertet. |
Beispiel
Bei der Abnahme werden die zehn PCs anhand der vereinbarten Anforderungen geprüft.
Anschließend werden Dokumentation, Zugänge und Zuständigkeiten an den Betrieb übergeben. Offene Punkte und Erfahrungen werden festgehalten.
Typische Abschlussunterlagen
- Abnahme- beziehungsweise Testprotokoll,
- technische Dokumentation,
- Benutzerhinweise,
- Übersicht offener Punkte,
- Abschlussbericht und Lessons Learned.
Übungsfrage: Was unterscheidet Projektabnahme und Projektabschluss?
Musterantwort: Bei der Abnahme bestätigt der Auftraggeber das vereinbarte Ergebnis. Der Projektabschluss umfasst zusätzlich die organisatorische Beendigung, Übergabe und Auswertung.
Einfache Rechenaufgabe zur Kostenplanung
Zwei Techniker arbeiten jeweils acht Stunden am Aufbau der Arbeitsplätze. Der kalkulierte Stundensatz beträgt 60 Euro pro Person.
Wie hoch sind die Personalkosten?
Lösung anzeigen
2 Personen × 8 Stunden = 16 Personenstunden.
16 Personenstunden × 60 Euro = 960 Euro.
Hardwarekosten und weitere Ausgaben sind darin noch nicht enthalten.
Aufwand und Dauer unterscheiden
- Aufwand: Wie viel Arbeit wird insgesamt benötigt?
- Dauer: Über welchen Zeitraum läuft die Aufgabe?
Beispiel: Zwei Personen arbeiten gleichzeitig jeweils vier Stunden. Der Aufwand beträgt acht Personenstunden, die Dauer vier Stunden.
Wichtig: Mehr Personal verkürzt die Dauer nicht automatisch im gleichen Verhältnis. Manche Arbeiten können nicht parallel ausgeführt werden.
Zusammenhängende Übungsaufgabe
Ein Unternehmen möchte zwölf neue Arbeitsplätze einrichten.
Vorgaben:
- Fertigstellung innerhalb von vier Wochen.
- Budget: 15.000 Euro.
- Zwei IT-Mitarbeiter arbeiten neben ihrem Tagesgeschäft mit.
- Vor der Übergabe müssen alle Arbeitsplätze getestet werden.
Beantworten Sie:
- Nennen Sie drei Projektmerkmale.
- Welche Größen des magischen Dreiecks werden beschrieben?
- Welche Projektorganisationsform liegt nahe?
- Nennen Sie zwei sinnvolle Meilensteine.
- Nennen Sie ein Risiko und eine Gegenmaßnahme.
- Wer bestätigt bei der Abnahme das Ergebnis?
Musterlösung anzeigen
1. Projektmerkmale: Festgelegtes Ziel, zeitliche Begrenzung und begrenztes Budget.
2. Magisches Dreieck: Zeit: vier Wochen. Kosten: 15.000 Euro. Leistung und Qualität: zwölf eingerichtete und getestete Arbeitsplätze.
3. Organisation: Eine Matrix-Projektorganisation liegt nahe, wenn die Mitarbeiter sowohl der Projektleitung als auch ihrer Abteilungsleitung zugeordnet sind.
4. Meilensteine: „Hardware vollständig geliefert“ und „Funktionstests bestanden“.
5. Risiko: Verspätete Lieferung. Gegenmaßnahme: frühzeitig bestellen und alternative Liefermöglichkeiten prüfen.
6. Abnahme: Der Auftraggeber beziehungsweise eine dazu berechtigte Person.
Typische Verwechslungen
| Begriffe | Unterschied |
|---|---|
| Projekt und Routine | Zeitlich begrenztes Vorhaben gegenüber wiederkehrender Betriebsaufgabe |
| Projektziel und Tätigkeit | Gewünschtes Ergebnis gegenüber Arbeitsschritt |
| Meilenstein und Aufgabe | Erreichter Zustand gegenüber auszuführender Tätigkeit |
| Risiko und Problem | Mögliches zukünftiges Ereignis gegenüber bereits eingetretener Schwierigkeit |
| Aufwand und Dauer | Benötigte Arbeitsmenge gegenüber zeitlicher Länge |
| Gantt-Diagramm und Netzplan | Zeitliche Übersicht gegenüber Untersuchung von Abhängigkeiten und Puffern |
| Scrum und Kanban | Arbeit in Sprints gegenüber Steuerung des Arbeitsflusses |
| Abnahme und Abschluss | Bestätigung des Ergebnisses gegenüber organisatorischer Beendigung |
Hinweise für kurze Prüfungsantworten
- Nennen: Begriffe oder Maßnahmen aufzählen.
- Beschreiben: Bedeutung oder Ablauf kurz erklären.
- Begründen: Erklären, warum etwas in der Situation sinnvoll ist.
- Vergleichen: Wesentliche Gemeinsamkeiten oder Unterschiede darstellen.
Beispiel
Aufgabe: „Nennen Sie zwei Vorteile eines Meilensteinplans.“
Antwort: „Er erleichtert die Fortschrittskontrolle und legt wichtige Entscheidungspunkte fest.“
Aufgabe: „Begründen Sie die frühzeitige Einbindung der Benutzer.“
Antwort: „Dadurch werden ihre Anforderungen früh erkannt und aufwendige spätere Änderungen können vermieden werden.“
Kurzmerksatz
Projektmanagement sorgt dafür, dass ein vereinbartes Ergebnis innerhalb der geplanten Zeit, Kosten und Qualitätsanforderungen erreicht wird.
Zum Einprägen
Ziel klären – Aufgaben planen – Verantwortliche festlegen – umsetzen – Fortschritt prüfen – Ergebnis übergeben – Erfahrungen nutzen.