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Zusatzaufgaben zu Linux-Benutzern, sudo, Besitzrechten und Sonderrechten.

Gegeben: Zusatzaufgaben zu Linux-Benutzern, sudo, Besitzrechten und Sonderrechten.


1. Der Benutzer hund soll Superuser-/Root-Rechte erhalten. Was ist zu tun?

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Der Benutzer muss zur Gruppe der Administratoren (sudo-Gruppe) hinzugefügt werden:

sudo usermod -aG sudo hund

Danach muss sich der Benutzer neu anmelden, damit die Gruppenrechte aktiv werden.


2. Der Benutzer hund kann mit sudo <befehl> arbeiten und muss dabei sein Passwort eingeben. Gibt es eine Möglichkeit, ohne Passwortabfrage zu arbeiten?

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Ja, dies ist über die Konfigurationsdatei /etc/sudoers möglich.

Ein entsprechender Eintrag lautet:

hund ALL=(ALL:ALL) NOPASSWD: ALL

Die Datei sollte aus Sicherheitsgründen nicht direkt bearbeitet werden, sondern mit:

sudo visudo


3. Der tagesplan soll in den Besitz des Benutzers hund übergehen und in seinen Heimatordner verschoben werden. Was ist zu tun?

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Zuerst wird der Besitzer der Datei geändert:

sudo chown hund:hund tagesplan

Danach wird die Datei in das Heimatverzeichnis verschoben:

mv tagesplan /home/hund/

Je nach Speicherort der Datei muss der Pfad angepasst werden.


4. Beim Anlegen von Benutzern sind manchmal schon Dateien oder Ordner vorhanden, zum Beispiel unter ubuntu die Datei examples.desktop. Woher kommen diese?

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Diese Dateien stammen aus dem Vorlagenverzeichnis für neue Benutzer:

/etc/skel

Beim Anlegen eines neuen Benutzers wird dieses Verzeichnis in das Home-Verzeichnis kopiert.


5. Was ist der Nutzen solcher bereits vorhandenen Dateien und Ordner im Home-Verzeichnis?

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Diese Dateien stellen eine Grundausstattung für neue Benutzer bereit.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Beispiel-Dateien
  • voreingestellte Konfigurationen
  • vorbereitete Ordnerstrukturen

Dadurch kann der Benutzer sofort mit einer sinnvollen Umgebung arbeiten.


6. Welche Aufgabe hat das Set-UID-Recht (SUID-Bit)?

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Ein Programm wird mit den Rechten des Dateibesitzers ausgeführt und nicht mit den Rechten des Benutzers, der es startet.

Dadurch können Programme kurzfristig mit erweiterten Rechten ausgeführt werden.


7. Welche Aufgabe hat das Set-GID-Recht (SGID-Bit)?

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Bei Dateien wird ein Programm mit den Rechten der Gruppe ausgeführt.

Bei Verzeichnissen sorgt das SGID-Bit dafür, dass neu angelegte Dateien und Ordner automatisch die Gruppe des Verzeichnisses übernehmen.


8. Welche Aufgabe hat das Sticky-Bit?

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In einem Verzeichnis mit gesetztem Sticky-Bit dürfen Dateien nur vom jeweiligen Eigentümer, vom Verzeichnisbesitzer oder von root gelöscht oder umbenannt werden.

Ein typisches Beispiel ist das Verzeichnis:

/tmp


9. Wie werden diese Sonderrechte gesetzt und dargestellt?

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Die Sonderrechte werden mit dem Befehl chmod gesetzt:

SUID setzen:
chmod u+s datei

SGID setzen:
chmod g+s datei

Sticky-Bit setzen:
chmod +t verzeichnis

Die Darstellung erfolgt mit ls -l:

  • SUID: s oder S im Benutzer-Bereich
  • SGID: s oder S im Gruppen-Bereich
  • Sticky-Bit: t oder T im Other-Bereich

Kleinbuchstaben bedeuten, dass zusätzlich das Ausführungsrecht gesetzt ist.
Großbuchstaben bedeuten, dass das Ausführungsrecht fehlt.


10. Welchen Vorteil hat das Sticky-Bit gegenüber dem normalen Schreibrecht auf einen Ordner?

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Ohne Sticky-Bit kann jeder Benutzer mit Schreibrechten in einem Verzeichnis auch Dateien anderer Benutzer löschen.

Mit gesetztem Sticky-Bit wird dies verhindert, sodass Benutzer nur ihre eigenen Dateien löschen können.

Dadurch wird die Sicherheit in gemeinsam genutzten Verzeichnissen erhöht.