17.9 Merksätze und Prüfungswissen zu Netzwerkadministration und Systemzugriff
DokumentationDiese Seite fasst die wichtigsten Inhalte aus dem Kapitel Praxis,
Netzwerkadministration
und ChangeSystemzugriff Management sorgen dafür,
dass IT-Systeme nachvollziehbar,
wartbar
und sicher betrieben werden können.zusammen.
In derdiesem PraxisKapitel reichtging es nicht,um dasspraktische einAufgaben Systemder irgendwie funktioniert.
Wichtig ist auch:Systemintegration:
- Wassichere wurde eingerichtet?Fernadministration
- WarumSSH wurdeund es eingerichtet?RDP
- WerBenutzer istund verantwortlich?Rechte
- WelcheGruppen Abhängigkeitenund gibt es?Rollen
- WelcheLogging Zugangsdatenund oder Rollen werden benötigt?Monitoring
- Welche Änderungen wurden durchgeführt?Dienstprüfung
- Wie kann ein Fehler behoben werden?Netzwerkbefehle
- WieDateiübertragung kannund dasFreigaben
System- wiederhergestelltBackup werden?und Restore
- Dokumentation
- Change Management
Merksatz:
GuteNetzwerkadministration Administration ist nicht nurverbindet Technik,
sondernSicherheit,
auchBetrieb
Nachvollziehbarkeit.und Dokumentation.
WarumGrundidee Dokumentationder wichtig istNetzwerkadministration
OhneNetzwerkadministration Dokumentation entstehen viele Probleme.
Beispiele:bedeutet:
niemandSysteme,
kenntNetzwerke,
dieDienste,
IP-AdresseBenutzer,
einesZugriffe
Serversund Firewall-RegelnKonfigurationen sindverwalten.
unverständlich
Typische oderAufgaben:
Server sindprüfen
unklarBenutzer verwaltetanlegen
AbhängigkeitenRechte sindvergeben
unbekanntNetzwerkfehler altesuchen
SystemeRemotezugriff werdenabsichern
vergessenLogs Fehlerauswerten
werdenBackups mehrfachkontrollieren
gesuchtDienste Vertretung ist schwierig
Notfälle dauern längerüberwachen
Änderungen können nicht nachvollzogen werdendokumentieren
Merksatz:
WasAdministration ist nicht dokumentiertnur ist,Einrichten,
istsondern imlaufender Betriebsicherer schwer kontrollierbar.Betrieb.
Dokumentation als SicherheitsmaßnahmeSystemzugriff
DokumentationSystemzugriff ist auch eine Sicherheitsmaßnahme.
Sie hilft bei:bedeutet:
RechteprüfungZugriff Notfallmaßnahmenauf Backupein undIT-System Restorezur SchwachstellenmanagementNutzung,
PatchmanagementVerwaltung
Incidentoder ResponseFehlerbehebung.
Auditierung
Arten:
lokaler ManagementZugriff
BetriebssicherheitRemotezugriff
Weboberfläche
SSH
RDP
VPN
Bastion Host
Managementnetz
Cloud-Portal
API
Merksatz:
GuteJe Dokumentationmächtiger reduziertder Fehler,Zugriff,
Ausfallzeitendesto undstärker Sicherheitsrisiken.muss er abgesichert werden.
WasLokaler dokumentiertZugriff
Lokaler Zugriff erfolgt direkt am Gerät.
Beispiele:
Serverkonsole
lokale Anmeldung
Tastatur und Monitor
physische Konsole im Serverraum
Vorteil:
funktioniert oft auch bei Netzwerkproblemen
Nachteil:
physischer Zugang nötig
Merksatz:
Lokaler Zugriff ist direkter Zugriff am System.
Remotezugriff
Remotezugriff bedeutet:
Zugriff aus der Ferne.
Beispiele:
SSH
RDP
VPN
Weboberfläche
Remote-Support-Tool
Cloud-Konsole
Risiko:
Remotezugänge sind häufige Angriffsziele.
Merksatz:
Remotezugriff ist praktisch,
aber sicherheitskritisch.
SSH
SSH steht für:
Secure Shell
SSH dient dem verschlüsselten Fernzugriff auf eine Kommandozeile.
Typische Nutzung:
Linux-Server
Unix-Systeme
Netzwerkgeräte
Firewalls
Switches
Router
NAS-Systeme
Dateiübertragung mit SFTP oder SCP
Standardport:
TCP 22
Merksatz:
SSH = verschlüsselter Kommandozeilenzugriff.
SSH-Sicherheit
SSH sollte sicher betrieben werden.
Wichtige Maßnahmen:
Schlüssel statt Passwort nutzen
privaten Schlüssel schützen
Passphrase verwenden
Root-Login vermeiden
sudo nutzen
Zugriff per Firewall begrenzen
MFA prüfen
alte Schlüssel entfernen
Logs überwachen
Host-Key-Warnungen ernst nehmen
Merksatz:
SSH ist verschlüsselt,
aber nur mit sicherer Konfiguration wirklich sicher.
Privater und öffentlicher SSH-Schlüssel
SSH-Schlüsselpaar:
privater Schlüssel
und
öffentlicher Schlüssel
Privater Schlüssel:
bleibt geheim beim Benutzer
Öffentlicher Schlüssel:
wird auf Zielsystemen hinterlegt
Merksatz:
Öffentlicher Schlüssel auf Server,
privater Schlüssel bleibt geheim.
SSH Host Key
Der SSH Host Key identifiziert den Server.
Wenn sich der Host Key unerwartet ändert, kann das bedeuten:
Server wurde neu installiert
falscher Server wird erreicht
Man-in-the-Middle-Angriff möglich
Merksatz:
SSH-Host-Key-Warnungen nicht blind ignorieren.
RDP
RDP steht für:
Remote Desktop Protocol
RDP ermöglicht grafischen Fernzugriff auf Windows-Systeme.
Standardport:
TCP 3389
Merksatz:
RDP = grafischer Windows-Fernzugriff.
RDP-Sicherheit
RDP sollte nicht breit direkt im Internet erreichbar sein.
Schutzmaßnahmen:
VPN nutzen
RDP Gateway nutzen
MFA aktivieren
Network Level Authentication nutzen
Quell-IP einschränken
starke Passwörter
Account Lockout
Updates einspielen
Logs überwachen
Merksatz:
RDP offen im Internet ist ein hohes Risiko.
VPN
VPN ermöglicht verschlüsselten Zugriff auf ein internes Netzwerk.
Vorteile:
Adminports müssen nicht öffentlich sein
Zugriff zentral steuerbar
MFA möglich
interne Dienste bleiben privat
bessere Protokollierung möglich
Wichtig:
VPN ersetzt keine Rechteverwaltung.
Merksatz:
VPN schützt den Zugang,
aber nicht automatisch das Zielsystem.
Bastion Host und Jump Server
Ein Bastion Host oder Jump Server ist ein geschützter Sprungserver.
Prinzip:
Administrator
verbindet sich zum Sprungserver
und von dort
zum Zielsystem
Vorteile:
weniger direkte Adminzugänge
zentrale Protokollierung
kontrollierter Zugriff
interne Systeme bleiben besser geschützt
Merksatz:
Bastion Host bündelt und schützt Adminzugriffe.
Managementnetz
Ein Managementnetz trennt administrative Zugriffe vom normalen Benutzernetz.
Darin liegen zum Beispiel:
Switch-Management
Firewall-Management
Server-Management
Storage-Management
Backup-Management
Hypervisor-Management
Merksatz:
Managementschnittstellen gehören nicht ins normale Clientnetz.
Out-of-Band-Management
Out-of-Band-Management nutzt einen getrennten Verwaltungsweg.
Beispiele:
iLO
iDRAC
IPMI
serielle Konsole
Vorteil:
Zugriff auch bei Störungen möglich
Risiko:
sehr mächtiger Zugriff
Merksatz:
Out-of-Band-Management besonders stark schützen.
Benutzerkonto
Ein Benutzerkonto ist eine digitale Identität.
Es enthält typischerweise:
Benutzername
Anmeldedaten
Gruppenmitgliedschaften
Rollen
Berechtigungen
Status
Merksatz:
Benutzerkonto = digitale Identität.
Persönliche Konten
Jeder Benutzer sollte ein eigenes persönliches Konto haben.
Vorteile:
Aktionen nachvollziehbar
Rechte gezielt verwaltbar
Offboarding einfacher
keine Passwortweitergabe
bessere Sicherheitsanalyse
Merksatz:
Ein Benutzer,
ein Konto.
Sammelkonten
Sammelkonten werden solltevon mehreren Personen genutzt.
Probleme:
keine eindeutige Nachvollziehbarkeit
Passwortweitergabe
schwieriges Offboarding
höheres Missbrauchsrisiko
schlechte Protokollierung
Merksatz:
Sammelkonten vermeiden,
besonders bei Adminzugängen.
Gruppen und Rollen
Gruppen fassen Benutzer technisch zusammen.
Rollen beschreiben Aufgaben oder Funktionen.
Beispiele:
Helpdesk
Netzwerkadministrator
Serveradministrator
Backup-Operator
Standardbenutzer
Leser
Bearbeiter
Merksatz:
Gruppen vereinfachen Rechtevergabe.
Rollen beschreiben Aufgaben.
RBAC
RBAC steht für:
Role-Based Access Control
Dabei werden Rechte anhand von Rollen vergeben.
Beispiel:
Rolle Helpdesk darf Passwörter zurücksetzen.
Merksatz:
RBAC vergibt Rechte nach Rollen.
ABAC
ABAC steht für:
Attribute-Based Access Control
Dabei werden Zugriffe anhand von Eigenschaften entschieden.
Beispiele:
Standort
Gerätetyp
Uhrzeit
Sicherheitsstatus des Geräts
Abteilung
Datenklassifizierung
Merksatz:
ABAC entscheidet nach Eigenschaften und Bedingungen.
Authentifizierung und Autorisierung
Authentifizierung:
Wer bist du?
Autorisierung:
Was darfst du?
Beispiel:
Benutzer meldet sich an.
Danach wird geprüft,
ob er Datei lesen darf.
Merksatz:
Erst Identität prüfen,
dann Berechtigung prüfen.
Least Privilege
Least Privilege bedeutet:
nur notwendige Rechte vergeben.
Beispiele:
Benutzer ohne lokale Adminrechte
Dienstkonto nur mit benötigten Datenbankrechten
Support nur mit passenden Supportrechten
Adminrechte nur bei Bedarf
Merksatz:
So wenig Rechte wie möglich,
so viele wie nötig.
Need to Know
Need to Know bedeutet:
Zugriff nur auf Informationen,
die für die Aufgabe benötigt werden.
Merksatz:
Nicht jeder muss alles sehen können.
Administratoren sollten zwei Konten nutzen:
normales Benutzerkonto
und
separates Adminkonto
Vorteile:
weniger Risiko durch Phishing
weniger Malware-Schaden
bessere Nachvollziehbarkeit
weniger dauerhafte Rechte
Merksatz:
Nicht dauerhaft mit Adminrechten arbeiten.
Dienstkonto
Ein Dienstkonto ist eine technische Identität für Dienste, Anwendungen oder automatisierte Prozesse.
Beispiele:
Backupdienst
Monitoring-Agent
Webanwendung mit Datenbankzugriff
API-Integration
geplante Aufgabe
Merksatz:
Dienstkonten sind technische Identitäten und müssen rechtearm sein.
Offboarding
Offboarding bedeutet:
Zugänge werden entfernt,
wenn Benutzer ausscheiden
oder keinen Zugriff mehr benötigen.
Zu prüfen:
Benutzerkonto
Gruppen
VPN
SSH-Schlüssel
Cloud-Zugänge
API-Tokens
lokale Adminrechte
Geräte
E-Mail-Weiterleitungen
Merksatz:
Alte Zugänge sind ein Sicherheitsrisiko.
Regelmäßige Rechteprüfung
Rechte sollten regelmäßig geprüft werden.
Besonders wichtig:
Adminrechte
lokale Administratoren
Dienstkonten
externe Dienstleister
Gruppenmitgliedschaften
Cloud-Rollen
Freigaben
SSH-Schlüssel
Merksatz:
Rechte altern und müssen gepflegt werden.
Logs
Logs sind protokollierte Ereignisse.
Beispiele:
Anmeldung
Fehlanmeldung
Dienststart
Dienstfehler
Firewall-Block
VPN-Verbindung
Backup-Fehler
Adminänderung
Merksatz:
Logs zeigen,
was passiert ist.
Monitoring
Monitoring überwacht Zustände und Metriken.
Beispiele:
Verfügbarkeit
CPU-Auslastung
RAM-Nutzung
Speicherplatz
Antwortzeit
Backup-Erfolg
Zertifikatslaufzeit
Dienststatus
Merksatz:
Monitoring zeigt,
was gerade passiert oder sich anbahnt.
Logging, Monitoring und Alerting unterscheiden
| Begriff | Zweck |
|---|---|
| Logging | Ereignisse aufzeichnen |
| Monitoring | Zustände überwachen |
| Alerting | bei kritischen Zuständen alarmieren |
| Reporting | Verlauf auswerten |
Merksatz:
Logs erklären Ereignisse.
Monitoring beobachtet Zustände.
Alerting meldet Probleme.
Wichtige Logquellen
Typische Logquellen:
Betriebssystemlogs
Anwendungslogs
Authentifizierungslogs
Firewall-Logs
VPN-Logs
DNS-Logs
DHCP-Logs
Webserverlogs
Backup-Logs
Cloud-Audit-Logs
EDR-Logs
Merksatz:
Wichtige Systeme brauchen nachvollziehbare Logs.
Zentrale Logsammlung
Zentrale Logsammlung bedeutet:
Logs mehrerer Systeme werden zentral gesammelt.
Vorteile:
bessere Suche
bessere Korrelation
Schutz vor lokaler Manipulation
bessere Sicherheitsanalyse
Grundlage für SIEM
Merksatz:
Zentrale Logs helfen,
Zusammenhänge systemübergreifend zu erkennen.
NTP und Logs
NTP synchronisiert Systemzeiten.
Warum wichtig?
Logs verschiedener Systeme müssen zeitlich vergleichbar sein.
Merksatz:
Gemeinsame Zeitbasis ist wichtig für Loganalyse und Forensik.
Dienstprüfung
Dienstprüfung bedeutet:
prüfen,
ob ein Dienst läuft,
erreichbar ist
und korrekt arbeitet.
Zu prüfen:
Dienststatus
Port
Firewall
DNS
Routing
Logs
Ressourcen
Abhängigkeiten
Berechtigungen
Merksatz:
Dienst läuft nicht automatisch gleich Dienst funktioniert.
Netzwerkbefehle
Wichtige Befehle und Werkzeuge:
| Aufgabe | Windows | Linux/macOS |
|---|---|---|
| IP anzeigen | ipconfig | ip addr |
| Routing anzeigen | route print | ip route |
| DNS prüfen | nslookup | dig, nslookup |
| Erreichbarkeit prüfen | ping | ping |
| Route verfolgen | tracert | traceroute |
| Verbindungen anzeigen | netstat | ss, netstat |
| Dienst prüfen | services.msc, sc, PowerShell | systemctl |
| Logs prüfen | Ereignisanzeige | journalctl |
Merksatz:
Gleiche Aufgabe,
anderes Werkzeug je nach Betriebssystem.
ping
ping testet Erreichbarkeit per ICMP.
Wichtig:
fehlgeschlagener ping beweist nicht automatisch,
dass ein Ziel offline ist.
Mögliche Ursachen:
ICMP blockiert
Firewall
Routingproblem
DNS-Problem
Ziel offline
Paketverlust
Merksatz:
ping ist ein Hinweis,
aber kein vollständiger Diensttest.
DNS-Prüfung
DNS wird geprüft mit:
nslookup
oder
dig
Typische Regel:
IP funktioniert,
Name nicht:
DNS prüfen.
Merksatz:
DNS-Probleme sind häufige Ursachen für Verbindungsfehler.
tracert und traceroute
tracert oder traceroute zeigen den Weg zum Ziel über Zwischenstationen.
Wichtig:
Nicht jeder Hop muss antworten.
Sternchen bedeuten nicht automatisch Ausfall.
Merksatz:
Traceroute-Ausgaben müssen interpretiert werden.
netstat und ss
netstat und ss zeigen Netzwerkverbindungen und lauschende Ports.
Wichtige Zustände:
LISTEN:
Dienst wartet auf Verbindungen.
ESTABLISHED:
Verbindung besteht.
Merksatz:
Offene Ports zeigen mögliche Dienstzugänge.
localhost und 0.0.0.0
127.0.0.1:
nur lokal auf demselben System erreichbar
0.0.0.0:
Dienst lauscht auf allen IPv4-Schnittstellen
Merksatz:
127.0.0.1 ist lokal.
0.0.0.0 ist überall auf dem Host.
curl
curl testet Webdienste und APIs.
Nützlich für:
HTTP-Statuscode
Header
Weiterleitungen
HTTPS
API-Antwort
Erreichbarkeit
Merksatz:
curl prüft Webdienste direkter als ein Browser.
systemctl und journalctl
systemctl:
Dienste prüfen und verwalten
journalctl:
systemd-Logs anzeigen
Merksatz:
systemctl zeigt Dienststatus.
journalctl zeigt passende Logs.
Dateiübertragung und Freigaben
Dateiübertragung und Freigaben müssen sicher geplant werden.
Zu klären:
Wer braucht Zugriff?
Welche Daten?
Welche Rechte?
Wie lange?
Intern oder extern?
Wird protokolliert?
Wird verschlüsselt übertragen?
Merksatz:
Keine Freigabe ohne Zweck und Berechtigung.
SMB
SMB steht für:
Server Message Block
Typische Nutzung:
Windows-Dateifreigaben
Netzlaufwerke
Druckerfreigaben
Standardport:
TCP 445
Merksatz:
SMB ist typisch für Windows-Dateifreigaben.
NFS
NFS steht für:
Network File System
Typische Nutzung:
Unix- und Linux-Freigaben
Serverfreigaben
Virtualisierungsspeicher
Backup-Ziele
Merksatz:
NFS ist typisch für Unix- und Linux-Umgebungen.
FTP, FTPS, SFTP und SCP
| Protokoll | Grundlage | Verschlüsselung |
|---|---|---|
| FTP | FTP | nein |
| FTPS | FTP plus TLS | ja |
| SFTP | SSH | ja |
| SCP | SSH | ja |
Merksatz:
FTP ist unverschlüsselt.
FTPS ist FTP mit TLS.
SFTP ist Dateiübertragung über SSH.
SCP kopiert über SSH.
Synchronisation ist kein Backup
Synchronisation hält Daten an mehreren Orten gleich.
Problem:
Löschung,
Fehler
oder Ransomware-Verschlüsselung
können mitsynchronisiert werden.
Merksatz:
Synchronisation ist kein Backup.
Backup
Backup bedeutet:
Sicherung von Daten,
Systemen
oder Konfigurationen.
Restore bedeutet:
Wiederherstellung aus einer Sicherung.
Merksatz:
Backup ist die Sicherung.
Restore ist die Wiederherstellung.
Restore-Test
Ein Restore-Test prüft, ob Wiederherstellung wirklich funktioniert.
Zu prüfen:
Daten vollständig?
Anwendung startet?
Rechte korrekt?
Datenbank konsistent?
Schlüssel vorhanden?
Zeit akzeptabel?
Merksatz:
Nur getestete Backups sind verlässlich.
Backup-Arten
| Backup-Art | Bedeutung |
|---|---|
| Vollbackup | sichert alles |
| inkrementell | Änderungen seit letztem Backup |
| differenziell | Änderungen seit letztem Vollbackup |
| Snapshot | Momentaufnahme |
| Image-Backup | vollständiges Systemabbild |
| dateibasiert | ausgewählte Dateien und Ordner |
Merksatz:
Backup-Art nach Wiederherstellungsziel wählen.
RPO und RTO
RPO:
Recovery Point Objective
maximal akzeptabler Datenverlust
RTO:
Recovery Time Objective
maximal akzeptable Wiederherstellungszeit
Merksatz:
RPO = Datenverlust.
RTO = Wiederherstellungszeit.
3-2-1-Regel
Die 3-2-1-Regel lautet:
3 Kopien
2 unterschiedliche Speicherarten
1 Kopie extern oder getrennt
Merksatz:
3-2-1 reduziert das Risiko,
dass alle Kopien gleichzeitig verloren gehen.
Immutable und Offline Backup
Immutable Backup:
kann für eine festgelegte Zeit nicht verändert oder gelöscht werden
Offline Backup:
ist nicht dauerhaft verbunden
Vorteil:
besserer Schutz gegen Ransomware und Manipulation
Merksatz:
Backups müssen vor Angreifern geschützt werden.
Redundanz, Replikation und Backup unterscheiden
| Begriff | Ziel |
|---|---|
| Backup | Wiederherstellung alter Zustände |
| Redundanz | Ausfall abfedern |
| Replikation | Daten aktuell auf zweites System kopieren |
Merksatz:
Redundanz und Replikation ersetzen kein Backup.
Dokumentation
Dokumentation beschreibt Systeme, Netzwerke, Dienste, Rechte, Änderungen und Notfallmaßnahmen.
Typische Inhalte:
Systeme
Server
Netzwerkgeräte
IP-Adressen
Hostnamen
Dienste
Ports
Firewall-Regeln
VLANs
Subnetze
DNS-Einträge
DHCP-Bereiche
Benutzerrollen
Gruppen
Backup-Ziele
Restore-Abläufe
Zertifikate
Lizenzen
WartungsverträgeBackups
Verantwortliche
NotfallkontakteRunbooks
Merksatz:
DokumentiertGute werdenDokumentation solltemacht alles,Betrieb was für Betrieb,
Sicherheit
und Wiederherstellung wichtig ist.nachvollziehbar.
SystemdokumentationNetzplan
EineEin SystemdokumentationNetzplan beschreibtzeigt eindie einzelnes System oder einen Dienst.Netzwerkstruktur.
TypischePhysischer Inhalte:Netzplan:
SystemnameGeräte,
ZweckKabel,
StandortPorts,
IP-AdresseRacks,
BetriebssystemStandorte
installierte
Logischer Netzplan:
VLANs,
Subnetze,
Routing,
Firewall-Zonen,
Dienste
offene Ports
Abhängigkeiten
verantwortliche Person
Backup-Regel
Monitoring-Regel
Wartungsfenster
Besonderheiten
Wiederherstellungsschritte
Merksatz:
SystemdokumentationPhysisch erklärt,zeigt wofürVerkabelung.
einLogisch Systemzeigt da ist
und wie es betrieben wird.
Netzwerkdokumentation
Eine Netzwerkdokumentation beschreibt Aufbau und Kommunikation im Netzwerk.
Typische Inhalte:
Netzplan
Subnetze
VLANs
Router
Switches
Firewalls
WLANs
VPNs
IP-Adressbereiche
DHCP-Bereiche
DNS-Struktur
Trunk-Ports
Access-Ports
Uplinks
WAN-Anbindungen
Merksatz:
Netzwerkdokumentation macht Verbindungen und Abhängigkeiten sichtbar.
IP-Adressdokumentation
IP-Adressen sollten nachvollziehbar verwaltet werden.
Zu dokumentieren:
IP-Adresse
Hostname
Gerät
Standort
Zweck
MAC-Adresse bei Bedarf
DHCP oder statisch
VLAN
Verantwortlicher
Reservierung
Datum der Änderung
Merksatz:
IP-Adressen nicht nur merken,
sondern sauber verwalten.Kommunikationsstruktur.
IPAM
IPAM steht für:
IP Address Management
IPAM beschreibt die strukturierte Verwaltung vonverwaltet IP-Adressen,
SubnetzenSubnetze
und Zuordnungen.
Vorteile:
weniger IP-Konflikte
bessere Übersicht
klare Reservierungen
einfachere Fehlersuche
bessere Planung
saubere Dokumentation
Merksatz:
IPAM ist geordneteverhindert IP-Adressverwaltung.
Netzplan
Ein Netzplan stellt die Netzwerkstruktur grafisch dar.
Er kann zeigen:
Standorte
Router
Firewalls
Switches
Server
Clients
VLANs
Subnetze
DMZ
VPN-Verbindungen
Internetzugänge
wichtige Dienste
Merksatz:
Netzplan zeigt,
wie Systeme miteinander verbunden sind.
PhysischerChaos und logischer Netzplan
Physischer Netzplan:
zeigt Geräte,
Kabel,
Ports,
Racks
und Standorte
Logischer Netzplan:
zeigt VLANs,
Subnetze,
Routing,
Firewall-Zonen
und Dienste
Merksatz:
Physisch zeigt Verkabelung.
Logisch zeigt Kommunikationsstruktur.
Portdokumentation
Bei Switches und Netzwerkgeräten sollten Ports dokumentiert werden.
Zu dokumentieren:
Portnummer
angeschlossenes Gerät
VLAN
Access oder Trunk
Geschwindigkeit
PoE
Beschreibung
Patchpanel-Port
Raum oder Dose
Merksatz:
Portdokumentation spart Zeit bei Fehlersuche und Umzügen.
Firewall-Dokumentation
Firewall-Regeln sollten verständlich dokumentiert sein.
Wichtige Angaben:
Regelname
Zweck
Quelle
Ziel
Port
Protokoll
Richtung
Aktion
Verantwortlicher
Datum
Ablaufdatum bei temporären Regeln
Ticket oder Änderungsnummer
Merksatz:
Jede Firewall-Regel braucht einen Zweck.
Temporäre Firewall-Regeln
Temporäre Regeln sollten ein Ablaufdatum haben.
Problem ohne Ablaufdatum:
Testregel bleibt dauerhaft aktiv.
Angriffsfläche wächst.
Niemand kennt den Zweck.
Regel wird vergessen.
Merksatz:
Temporäre Regeln ohne Ablaufdatum werden oft zu dauerhaften Risiken.
DNS-Dokumentation
DNS-Einträge sollten sauber gepflegt werden.
Zu dokumentieren:
Name
IP-Adresse
Recordtyp
Zweck
Verantwortlicher
TTL
internes oder externes DNS
betroffener Dienst
Änderungsdatum
Merksatz:
DNS ist kritisch,
weil viele Dienste von Namen abhängig sind.
Zertifikatsdokumentation
Zertifikate müssen überwacht und dokumentiert werden.
Wichtige Angaben:
Domainname
Aussteller
Ablaufdatum
verwendeter Dienst
Speicherort
Erneuerungsverfahren
Verantwortlicher
automatische Erneuerung ja oder nein
Merksatz:
Abgelaufene Zertifikate verursachen vermeidbare Ausfälle.
Backup-Dokumentation
Backup-Dokumentation beschreibt,
was wie gesichert wird.
Wichtige Angaben:
System
Datenumfang
Backup-Art
Backup-Ziel
Frequenz
Aufbewahrung
Verschlüsselung
Verantwortlicher
letzter Restore-Test
Wiederherstellungsanleitung
Merksatz:
Backup-Dokumentation muss auch den Restore beschreiben.
Berechtigungsdokumentation
Berechtigungen sollten nachvollziehbar dokumentiert werden.
Zu dokumentieren:
Rolle
Gruppe
Zweck
zugeordnete Rechte
Verantwortlicher
Genehmigungsprozess
Rezertifizierung
Kritikalität
externe Zugriffe
Merksatz:
Rechte müssen erklärbar und überprüfbar sein.
Betriebsdokumentation
Betriebsdokumentation beschreibt,
wie ein System im Alltag betrieben wird.
Inhalte:
Start und Stopp
Wartung
Updates
Monitoring
Logs
Backup
typische Fehler
Eskalationswege
Ansprechpartner
Notfallmaßnahmen
Merksatz:
Betriebsdokumentation hilft beim täglichen Betrieb.Konflikte.
Runbook und SOP
EinRunbook:
Schritt-für-Schritt-Anleitung für wiederkehrendekonkrete Aufgaben oder Störungen.rungen
Beispiele:SOP:
DienstStandard neuOperating startenProcedure,
Zertifikatstandardisierter erneuern
Backup prüfen
Speicherplatz freigeben
Benutzer entsperren
VPN-Störung prüfen
Datenbank wiederherstellen
Notfallzugang aktivierenAblauf
Merksatz:
Runbook machthilft Abläufebei wiederholbarkonkreter und nachvollziehbar.
Standard Operating Procedure
Standard Operating Procedure wird oft abgekürzt:
SOP
EineAusführung.
SOP beschreibt einen standardisierten Ablauf.
Beispiele:
Benutzer anlegen
Notebook ausgeben
Server patchen
Firewall-Regel beantragen
Backup-Restore testen
Sicherheitsvorfall melden
Merksatz:
SOP = standardisierte Vorgehensweise.
Wissensdatenbank
Eine Wissensdatenbank sammelt wiederverwendbares Wissen.
Beispiele:
Fehlerlösungen
Anleitungen
Standardprozesse
häufige Fragen
Konfigurationshinweise
Netzpläne
Checklisten
Lessons Learned
Merksatz:
Wissensdatenbank verhindert,
dass Wissen nur in einzelnen Köpfen bleibt.
Dokumentation aktuell halten
Dokumentation ist nur hilfreich,
wenn sie aktuell bleibt.
Typische Probleme:
Server wurde geändert,
Dokumentation nicht
IP-Adresse wurde geändert,
Liste nicht
Firewall-Regel wurde gelöscht,
Dokumentation nicht
Dienst wurde umgezogen,
Runbook nicht angepasst
Merksatz:
Veraltete Dokumentation kann gefährlicher sein als keine Dokumentation,
weil sie falsche Sicherheit gibt.
Dokumentationsqualität
Gute Dokumentation ist:
verständlich
aktuell
auffindbar
vollständig genug
nicht unnötig kompliziert
einheitlich strukturiert
versioniert
überprüfbar
für Vertretung nutzbar
Merksatz:
Dokumentation muss im Alltag nutzbar sein.
Change Management
Change Management bedeutet:
Änderungen werden kontrolliert geplant,
bewertet,
freigegeben,
umgesetzt,
getestet
und dokumentiert.
Typische Änderungen:
Firewall-Regel ändern
Server aktualisieren
DNS-Eintrag ändern
Zertifikat erneuern
Benutzerrechte ändern
neue Software installieren
Netzwerk umkonfigurieren
Backup-Plan ändern
Cloud-Rolle vergeben
Datenbank migrieren
Merksatz:
Change Management kontrolliertverhindert Änderungen im IT-Betrieb.
Warum Change Management wichtig ist
Unkontrollierte Änderungen führen oft zu Fehlern.
Beispiele:
Dienst fällt aus
Firewall blockiert Anwendung
falscher DNS-Eintrag
Benutzer verlieren Zugriff
Backup läuft nicht mehr
Sicherheitslücke entsteht
Dokumentation stimmt nicht mehr
niemand weiß,
was geändert wurde
Merksatz:
Viele Störungen entstehen durch nicht dokumentierteunkontrollierte Änderungen.
ChangeChange-Arten
Ein
| Change-Art | Bedeutung |
|---|---|
| Standard Change | bekannte |
| Normal Change | geplante Änderung |
| Emergency |
dringende Änderung |
Merksatz:
Emergency Change ist dringend,
aber nicht dokumentationsfrei.
Change Request
Ein Change Request ist ein Änderungsantrag.
Typische Inhalte:
Beschreibung
der Änderung
Grund
betroffene Systeme
Risiko
geplanter Zeitpunkt
Verantwortlicher
Testplan
Rollback-Plan
Freigabe
KommunikationsbedarfKommunikation
Merksatz:
Change Request beschreibt,
was geändert werden soll und warum.
Risikobewertung bei Changes
Vor Änderungen sollte das Risiko bewertet werden.
Fragen:
Welche Systeme sind betroffen?
Welche Benutzer sind betroffen?
Kann es Ausfall geben?
Gibt es Sicherheitsrisiken?
Gibt es Abhängigkeiten?
Gibt es ein Backup?
Gibt es einen Rollback-Plan?
Wurde getestet?
Wann ist ein geeignetes Wartungsfenster?
Merksatz:
Änderung ohne Risikobewertung ist Blindflug.
Wartungsfenster
Ein Wartungsfenster ist ein geplanter Zeitraum für Änderungen.
Ziel:
Auswirkungen auf Benutzer reduzieren
Beteiligte informieren
Ressourcen einplanen
Rollback ermöglichen
Monitoring beobachten
Merksatz:
Wartungsfenster reduziert Betriebsrisiken bei Änderungen.
Rollback-Plan
Ein Rollback-Plan beschreibt,
wie eine Änderung rückgängigzurückgenommen gemacht werden kann.wird.
Beispiele:
Backup zurückspielen
Snapshot zurücksetzen
alte KonfigurationsdateiKonfiguration wiederherstellen
alte SoftwareversionVersion installieren
DNS-EintragDNS zurücksetzen
Firewall-Regel entfernen
Merksatz:
Vor Änderung wissen,
wie man zurückkommt.
Testplan
Ein Testplan beschreibt,
wie geprüft wird,
ob eine Änderung erfolgreich war.
Beispiele:
Dienst startet
Webseite erreichbar
Login funktioniert
Datenbank erreichbar
Backup läuft
Monitoring grün
Benutzer kann arbeiten
Logs zeigen keine Fehler
Merksatz:
Change ist erst abgeschlossen,
wenn Funktion geprüft wurde.
Kommunikation bei Changes
Bei Änderungen müssen betroffene Personen informiert werden.
Zu klären:
Wer ist betroffen?
Wann findet Änderung statt?
Welche Einschränkungen gibt es?
Wie lange dauert es?
Was ist nach der Änderung zu prüfen?
Wer ist Ansprechpartner?
Was passiert bei Problemen?
Merksatz:
Gute Kommunikation verhindert unnötige Störungen und Rückfragen.
Change-Freigabe
Kritische Änderungen sollten freigegeben werden.
Mögliche Freigaben durch:
Systemverantwortliche
IT-Leitung
Fachbereich
Sicherheitsverantwortliche
Datenschutz
Change Advisory Board je nach Organisation
Merksatz:
Kritische Änderungen nicht ungeprüft durchführen.
Change Advisory Board
Change Advisory Board wird oft abgekürzt:
CAB
Ein CAB bewertet und genehmigt wichtige Änderungen.
Es prüft zum Beispiel:
Risiko
Auswirkung
Zeitpunkt
Abhängigkeiten
Rollback
Kommunikation
Priorität
Merksatz:
CAB koordiniert wichtige Changes.
Configuration Management
Configuration Management bedeutet:
Konfigurationen von Systemen werden strukturiert verwaltet.
Dazu gehören:
Soll-Zustand
Ist-Zustand
Änderungen
Versionen
Abhängigkeiten
Dokumentation
Standardisierung
Merksatz:
Configuration Management hält technische Zustände kontrollierbar.
Configuration Item
Configuration Item wird oft abgekürzt:
CI
Ein CI ist ein verwaltetes Element der IT-Umgebung.
Beispiele:
Server
Anwendung
Datenbank
Switch
Firewall
Laptop
Dienst
Lizenz
Zertifikat
virtuelle Maschine
Merksatz:
CI = verwaltetes IT-Element.
CMDB
CMDB steht für:
Configuration Management Database
Eine CMDBSie enthält Informationen über Configurationverwaltete ItemsIT-Elemente und deren Beziehungen.
Beispiele:
Server
gehört zu Anwendung
Anwendung nutzt
Datenbank
Datenbank läuft auf VM
VM liegt auf Host
Dienst nutztFirewall
Zertifikat
Firewall-RegelLizenz
erlaubt ZugriffDienst
Merksatz:
CMDB zeigtzeigt,
Systeme und Abhängigkeiten strukturiert.
Asset Management
Asset Management verwaltetwelche IT-Vermögenswerte.
Beispiele:
Geräte
Server
Laptops
Monitore
Smartphones
Lizenzen
Verträge
Zubehör
Ziel:
wissen,
was vorhanden ist,
wem es gehört,
wo es ist
und welchen Status es hat
Merksatz:
Asset Management verwaltet IT-Bestand.
Inventarisierung
Inventarisierung ist die Erfassung von IT-Objekten.
Zu erfassen:
Gerätename
Seriennummer
Standort
Benutzer
IP-Adresse
Betriebssystem
Softwarestand
Garantie
Kaufdatum
Zustand
Verantwortlicher
Merksatz:
Ohne Inventar ist Verwaltung und Sicherheit unvollständig.
Lizenzmanagement
Lizenzmanagement stellt sicher,
dass Software korrekt lizenziert ist.
Zu prüfen:
Anzahl installierter Lizenzen
Anzahl gekaufter Lizenzen
Lizenzbedingungen
Laufzeiten
Abonnements
Wartungsverträge
Nutzerzuordnung
Auditfähigkeit
Merksatz:
Lizenzmanagement verhindert Unterlizenzierung,
unnötige Kosten
und Auditprobleme.
Versionierung von Konfigurationen
Konfigurationen sollten versioniert werden.
Vorteile:
Änderungen nachvollziehen
alte Zustände wiederherstellen
Fehler vergleichen
Zusammenarbeit ermöglichen
Rollback erleichtern
Beispiele:
Firewall-Konfiguration
Switch-Konfiguration
Skripte
Webserver-Konfiguration
Infrastrukturdefinitionen
Merksatz:
Versionierung macht Änderungen nachvollziehbar.
Konfigurationsbackup
Viele Geräte brauchen eigene Konfigurationsbackups.
Beispiele:
Switches
Router
Firewalls
WLAN-Controller
NAS
Hypervisor
Backup-Systeme
Merksatz:
Nicht nur Daten,
auch Konfigurationen sichern.
Passwort- und Secret-Dokumentation
Passwörter,
Tokens
und Schlüssel gehören nicht in normale Dokumentation.
Sie gehören in sichere Systeme wie:
Passwortmanager
Secret Manager
PAM-System
verschlüsselter Tresor
Dokumentation sollte nur beschreiben:
wo Secret verwaltet wird
wer Zugriff beantragen darf
wofür es genutzt wird
Merksatz:
Dokumentation beschreibt Secrets,
speichert sie aber nicht im Klartext.
Sichere Ablage von Dokumentation
Dokumentation kann selbst sensible Informationen enthalten.
Beispiele:
Netzpläne
IP-Adressen
Firewall-Regeln
Adminwege
Backup-Orte
Systemdetails
Notfallprozesse
Schutzmaßnahmen:
Zugriff begrenzen
Rollen nutzen
Versionierung
Backup
Verschlüsselung je nach Schutzbedarf
Änderungsverlauf
regelmäßige Prüfung
Merksatz:
IT-Dokumentation ist selbst schützenswert.
Lessons Learned
Lessons Learned bedeutet:
Aus Fehlern,
Störungen
und Projekten werden Verbesserungen abgeleitet.
Fragen:
Was ist passiert?
Warum ist es passiert?
Was hat gut funktioniert?
Was hat nicht funktioniert?
Welche Dokumentation fehlte?
Welche Prozesse müssen angepasst werden?
Welche technische Maßnahme fehlt?
Wie verhindern wir Wiederholung?
Merksatz:
Lessons Learned macht Erfahrungen nutzbar.
Post-Incident-Review
Ein Post-Incident-Review ist die Auswertung nach einem Vorfall.
Ziel:
Ursache verstehen
Reaktion bewerten
Dokumentation verbessern
Sicherheitslücken schließen
Prozesse anpassen
Wiederholung verhindern
Merksatz:
Nach einem Vorfall sollte nicht nur repariert,
sondern gelernt werden.
Typische Praxisfehler
Häufige Fehler:
keine Dokumentation
veraltete Dokumentation
IP-Adressen nur im Kopf
Firewall-Regeln ohne Zweck
temporäre Regeln ohne Ablaufdatum
keine Netzpläne
keine Restore-Anleitung
keine Verantwortlichen
Änderungen ohne Ticket
kein Rollback-Plan
keine Kommunikation
Secrets in Klartextdokumenten
Konfigurationen nicht gesichert
Lizenzen nicht geprüft
Merksatz:
Fehlende Dokumentation wird spätestens im Notfall teuer.
Checkliste: gute IT-Dokumentation
Systeme erfassen.
Dienste erfassen.
IP-Adressen dokumentieren.
Netzpläne pflegen.
Firewall-Regeln beschreiben.
DNS-Einträge dokumentieren.
Zertifikate überwachen.
Backup und Restore beschreiben.
Rechte und Rollen dokumentieren.
Verantwortliche benennen.
Runbooks erstellen.
Notfallkontakte pflegen.
Änderungen versionieren.
Dokumentation regelmäßig prüfen.
Zugriff auf Dokumentation absichern.
Merksatz:
Dokumentation muss aktuell,
auffindbar
und verständlich sein.
Checkliste: Change Management
Änderung beschreiben.
Grund nennen.
Betroffene Systeme bestimmen.
Risiko bewerten.
Abhängigkeiten prüfen.
Backup oder Snapshot prüfen.
Wartungsfenster festlegen.
Testplan erstellen.
Rollback-Plan erstellen.
Freigabe einholen.
Betroffene informieren.
Änderung durchführen.
Funktion testen.
Monitoring prüfen.
Dokumentation aktualisieren.
Ergebnis abschließen.
Merksatz:
Change Management begleitet die Änderung von Planung bis Abschluss.zusammenhängen.
Typische IHK-Fragen
In AP1 und AP2 kann zum Beispiel gefragt werden:
- WarumWas ist IT-DokumentationNetzwerkadministration?
- Was ist Remotezugriff?
- Was ist SSH?
- Welchen Port nutzt SSH?
- Was ist RDP?
- Welchen Port nutzt RDP?
- Warum sollte RDP nicht offen im Internet stehen?
- Was ist ein Bastion Host?
- Was ist ein Managementnetz?
- Was ist Out-of-Band-Management?
- Warum sind persönliche Konten wichtig?
- Warum sind Sammelkonten problematisch?
- Was ist RBAC?
- Was ist ABAC?
- Was ist der Unterschied zwischen Authentifizierung und Autorisierung?
- Was bedeutet Least Privilege?
- Was ist ein Dienstkonto?
- Was ist Offboarding?
- Warum sind Logs wichtig?
- Was gehörtist inder eineUnterschied Systemdokumentation?zwischen Logging und Monitoring?
- Warum ist NTP für Logs wichtig?
- Was gehörtmacht inping?
eine- Netzwerkdokumentation?Was prüft nslookup?
- Was prüft traceroute?
- Was zeigen netstat oder ss?
- Was ist SMB?
- Was ist SFTP?
- Warum ist FTP unsicher?
- Warum ist Synchronisation kein Backup?
- Was ist Backup?
- Was ist Restore?
- Was bedeutet RPO?
- Was bedeutet RTO?
- Was ist die 3-2-1-Regel?
- Was ist ein Netzplan?
- Was ist der Unterschied zwischen physischem und logischem Netzplan?
- Was ist IPAM?
- Warum sollten Firewall-Regeln dokumentiert werden?
- Warum brauchen temporäre Regeln ein Ablaufdatum?
- Warum müssen Zertifikate dokumentiert werden?
- Was ist ein Runbook?
- Was ist eine SOP?
- Was ist Change Management?
- Was ist ein Change Request?
- Was ist ein Standard Change?
- Was ist ein Normal Change?
- Was ist ein Emergency Change?
- Was ist ein Rollback-Plan?
- Was ist ein Wartungsfenster?
- Was ist ein CAB?
- Was ist eine CMDB?
- Was ist Asset Management?
- Warum sollten Konfigurationen versioniert werden?
Typische Prüfungsfallen
DokumentationSSH ist verschlüsselt,
aber nicht automatisch sicher konfiguriert.
SSH nutzt TCP 22.
RDP nutzt TCP 3389.
RDP nicht direkt öffentlich bereitstellen.
VPN ersetzt keine Nebensache.Rechteverwaltung.
VeralteteBastion Host ist ein Sprungserver.
Managementnetz vom Clientnetz trennen.
Out-of-Band-Zugriff ist besonders kritisch.
Sammelkonten vermeiden.
Admin- und Alltagskonto trennen.
Authentifizierung und Autorisierung unterscheiden.
Least Privilege gilt auch für Administratoren.
Dienstkonten brauchen minimale Rechte.
Offboarding muss alle Zugänge entfernen.
Logs zeigen Ereignisse.
Monitoring zeigt Zustände.
Alerting meldet kritische Abweichungen.
Ohne NTP sind Logzeiten schwer vergleichbar.
Dienst läuft nicht automatisch gleich Anwendung funktioniert.
ping prüft ICMP,
nicht jeden Dienst.
Kein ping kann Firewall sein.
IP funktioniert,
Name nicht:
DNS prüfen.
Offener Port bedeutet nicht Anwendung gesund.
127.0.0.1 ist nur lokal.
FTP ist unverschlüsselt.
SFTP ist nicht FTPS.
SMB nutzt TCP 445.
Synchronisation ist kein Backup.
Replikation ist kein Backup.
Redundanz ist kein Backup.
Backup ohne Restore-Test ist unsicher.
RPO ist Datenverlust.
RTO ist Wiederherstellungszeit.
Snapshot ist nicht automatisch Backup.
Dokumentation kannmuss falscheaktuell Entscheidungensein.
verursachen.Secrets Netzplan und IP-Liste sindgehören nicht dasselbe.in Physischer Netzplan zeigt Verkabelung.
Logischer Netzplan zeigt Netzwerkstruktur.
Firewall-Regeln brauchen Zweck und Verantwortlichen.
Temporäre Regeln brauchen Ablaufdatum.
Zertifikate müssen vor Ablauf überwacht werden.
Runbook ist konkrete Anleitung.
SOP ist standardisierter Ablauf.
Change Management verhindert unkontrollierte Änderungen.Klartextdokumentation.
Emergency Change muss nachträglich dokumentiert werden.
Rollback-PlanRollback vor Änderung erstellen.
Testplan nach Änderung durchführen.
Wartungsfenster reduziert Auswirkungen.
CMDB zeigt IT-Elemente und Beziehungen.
Asset Management verwaltet Bestand.
Secrets gehören nicht in Klartextdokumentation.
Konfigurationen sollten gesichert und versioniert werden.planen.
Wichtige Begriffe kurz erklärt
| Begriff | Kurze Erklärung |
|---|---|
| RDP | grafischer Windows-Fernzugriff |
| VPN | verschlüsselter Zugang ins interne Netz |
| Bastion Host | geschützter Sprungserver |
| Jump Server | Zwischensystem für Administration |
| Managementnetz | getrenntes Verwaltungsnetz |
| Out-of-Band | separater Verwaltungsweg |
| Benutzerkonto | digitale Identität |
| Gruppe | Zusammenfassung von Benutzern |
| Rolle | Aufgabe mit Rechten |
| RBAC | rollenbasierte Zugriffskontrolle |
| ABAC | attributbasierte Zugriffskontrolle |
| Authentifizierung | Identität prüfen |
| Autorisierung | Rechte prüfen |
| Least Privilege | minimale notwendige Rechte |
| Dienstkonto | technische Identität |
| Offboarding | Entfernen alter Zugänge |
| Log | protokolliertes Ereignis |
| Monitoring | Überwachung von Zuständen |
| Alerting | automatische Alarmierung |
| NTP | Zeitsynchronisation |
| Health Check | Dienstgesundheitsprüfung |
| ping | ICMP-Erreichbarkeitstest |
| nslookup | DNS-Prüfung |
| dig | detaillierte DNS-Prüfung |
| tracert | Windows-Wegverfolgung |
| traceroute | Wegverfolgung unter Linux/macOS |
| netstat | Netzwerkverbindungen anzeigen |
| ss | Socketanzeige unter Linux |
| curl | Web- und API-Test |
| SMB | Windows-Dateifreigabeprotokoll |
| NFS | Network File System |
| FTP | unverschlüsselte Dateiübertragung |
| FTPS | FTP mit TLS |
| SFTP | Dateiübertragung über SSH |
| SCP | Kopieren über SSH |
| Backup | Sicherung |
| Restore | Wiederherstellung |
| RPO | maximaler Datenverlust |
| RTO | maximale Wiederherstellungszeit |
| Immutable Backup | unveränderliches Backup |
| Snapshot | Momentaufnahme |
| Redundanz | mehrfach vorhandene Komponenten |
| Replikation | Kopie aktueller Daten |
| Dokumentation | nachvollziehbare Beschreibung |
| Netzplan | grafische |
| Runbook | Schritt-für-Schritt-Anleitung |
| SOP | |
| Change Management | kontrollierter Änderungsprozess |
| CMDB | |
IHK-sichere KurzformulierungGesamtformulierung
Netzwerkadministration umfasst den sicheren Betrieb und die Verwaltung von Systemen, Netzwerken, Diensten, Benutzern, Zugängen und Konfigurationen. Remotezugriffe wie SSH und RDP müssen durch VPN, Bastion Hosts, Managementnetze, MFA, Logging und Least Privilege abgesichert werden. Benutzer sollten persönliche Konten nutzen, Rechte sollten über Gruppen und Rollen vergeben und regelmäßig geprüft werden. Logs, Monitoring, Alerting und NTP sind wichtig für Fehlersuche, Sicherheit und Nachvollziehbarkeit. Netzwerkbefehle wie ping, nslookup, traceroute, netstat, ss, curl, ipconfig, ip addr, route print und ip route helfen bei systematischer Analyse. Dateiübertragung und Freigaben müssen verschlüsselt, berechtigt und dokumentiert erfolgen. Backups müssen geschützt, überwacht und durch Restore-Tests geprüft werden. Dokumentation und Change Management sindstellen wichtigesicher, Bestandteiledass sichererSysteme nachvollziehbar betrieben und zuverlässiger IT-Administration. Dokumentation beschreibt Systeme, Netzwerke, IP-Adressen, Dienste, Firewall-Regeln, Berechtigungen, Backups, Zertifikate, Verantwortlichkeiten und Notfallmaßnahmen. Change Management sorgt dafür, dass Änderungen geplant, bewertet, freigegeben,kontrolliert durchgeführt, getestet und dokumentierthrt werden. Wichtige Elemente sind Change Request, Risikobewertung, Wartungsfenster, Testplan, Rollback-Plan, Kommunikation und Aktualisierung der Dokumentation. Eine CMDB kann Configuration Items und deren Beziehungen verwalten, während Asset Management den IT-Bestand erfasst. Gute Dokumentation muss aktuell, verständlich, geschützt und für Betrieb sowie Notfälle nutzbar sein.
Wichtigste Merksätze
Gute AdministrationNetzwerkadministration ist nachvollziehbar.laufender DokumentationBetrieb.
reduziertAdminzugänge Fehler.besonders Dokumentationschützen.
Remotezugriff ist Sicherheitsmaßnahme.sicherheitskritisch.
Systeme,SSH Dienste,nutzt NetzeTCP 22.
RDP nutzt TCP 3389.
RDP nicht offen ins Internet stellen.
VPN schützt Zugang,
ersetzt aber keine Rechte.
Bastion Host schützt interne Systeme.
Managementnetz trennt Verwaltung.
Persönliche Konten statt Sammelkonten.
Admin- und RechteAlltagskonto dokumentieren.trennen.
IP-AdressenRBAC sauberarbeitet verwalten.mit IPAMRollen.
hilftABAC beiarbeitet IP-Adressverwaltung.mit NetzplanEigenschaften.
Authentifizierung fragt:
Wer bist du?
Autorisierung fragt:
Was darfst du?
Least Privilege gilt immer.
Dienstkonten rechtearm betreiben.
Offboarding entfernt alte Zugänge.
Logs zeigen Ereignisse.
Monitoring zeigt Verbindungen.Zustände.
PhysischerAlerting Netzplanmeldet Probleme.
NTP macht Logs vergleichbar.
Dienst läuft nicht automatisch gleich Dienst funktioniert.
ping prüft ICMP.
DNS mit nslookup oder dig prüfen.
traceroute zeigt Verkabelung.den LogischerWeg.
Netzplannetstat zeigtund Kommunikation.ss Firewall-Regelnzeigen brauchenVerbindungen.
Zweck.curl Temporäreprüft RegelnWebdienste.
brauchenSMB Ablaufdatum.nutzt DNS-DokumentationTCP verhindert445.
Namenschaos.FTP Zertifikateist vorunsicher,
Ablaufweil überwachen.unverschlüsselt.
Backup-SFTP nutzt SSH.
FTPS nutzt FTP mit TLS.
Synchronisation ist kein Backup.
Backup ohne Restore-Test ist unsicher.
RPO ist Datenverlust.
RTO ist Wiederherstellungszeit.
Replikation ersetzt kein Backup.
Redundanz ersetzt kein Backup.
Dokumentation muss Restore enthalten.
Rechte müssen nachvollziehbar sein.
Runbook ist Schritt-für-Schritt-Anleitung.
SOP ist standardisierter Ablauf.
Wissensdatenbank hält Wissen verfügbar.
Dokumentation aktuell halten.
Veraltete Dokumentation kann gefährlich sein.
Change Management kontrolliert Änderungen.
Change Request beschreibt Änderung.
Standard Change ist Routine.
Normal Change braucht Prüfung.
Emergency Change ist dringend,
aber nicht dokumentationsfrei.
Risiko vor Änderung bewerten.
Wartungsfenster planen.
Rollback vor Änderung planen.
TestplanNotfallzugänge nach Änderung durchführen.
Betroffene informieren.
CAB bewertet wichtige Changes.
Configuration Management verwaltet technische Zustände.
CI ist verwaltetes IT-Element.
CMDB zeigt Beziehungen.
Asset Management verwaltet Bestand.
Inventarisierung ist Grundlage für Betrieb und Sicherheit.
Lizenzmanagement verhindert Kosten- und Auditprobleme.
Konfigurationen versionieren.
Konfigurationen sichern.
Secrets nicht in Klartext dokumentieren.
Dokumentation selbststreng schützen.
LessonsSichere LearnedAdministration verbessernbraucht Prozesse.Technik,
NachProzesse,
VorfällenRechte,
auswertenLogs
und verbessern.Dokumentation.