Skip to main content

19.7 VLAN, Switching, Routing und Firewall Spickzettel

Dieser Spickzettel fasst vier zentrale Netzwerkthemen kompakt zusammen:

- Switching
- VLAN
- Routing
- Firewall

Diese Themen hängen in Prüfungsaufgaben oft zusammen, weil sie bestimmen, wie Geräte im lokalen Netz kommunizieren und wie Verkehr zwischen Netzen erlaubt oder blockiert wird.

Merksatz:

Switches verbinden Geräte im LAN.
VLANs trennen logisch.
Routing verbindet Netze.
Firewalls filtern Verkehr.

Grundübersicht

BegriffHauptaufgabeTypische Schicht
SwitchFrames im lokalen Netz weiterleitenOSI-Schicht 2
VLANlogische Trennung innerhalb eines Switch-NetzesOSI-Schicht 2
RouterIP-Netze miteinander verbindenOSI-Schicht 3
FirewallVerkehr erlauben oder blockierenSchicht 3 bis 7

Merksatz:

VLAN trennt.
Routing verbindet.
Firewall entscheidet,
was erlaubt ist.

Switching kurz erklärt

Ein Switch verbindet Geräte in einem lokalen Netzwerk.

Er arbeitet hauptsächlich auf:

OSI-Schicht 2

Er leitet Ethernet-Frames anhand von MAC-Adressen weiter.

Merksatz:

Switches arbeiten mit MAC-Adressen.

MAC-Adresstabelle

Ein Switch lernt, welche MAC-Adresse an welchem Port erreichbar ist.

Beispiel:

MAC-AdresseSwitchport
AA:AA:AA:AA:AA:01Port 1
AA:AA:AA:AA:AA:02Port 2
AA:AA:AA:AA:AA:03Port 3

Der Switch lernt aus der Quell-MAC-Adresse eingehender Frames.

Merksatz:

Switch lernt aus Quell-MAC-Adressen.

Switching-Ablauf

Wenn ein Frame beim Switch ankommt:

1. Switch liest die Quell-MAC-Adresse.

2. Switch speichert:
   Diese MAC-Adresse ist an diesem Port erreichbar.

3. Switch liest die Ziel-MAC-Adresse.

4. Wenn Ziel-MAC bekannt ist:
   Frame wird gezielt an den passenden Port gesendet.

5. Wenn Ziel-MAC unbekannt ist:
   Frame wird geflutet.

Merksatz:

Bekannte Ziel-MAC:
gezielte Weiterleitung.

Unbekannte Ziel-MAC:
Flooding.

Flooding

Flooding bedeutet:

Der Switch sendet einen Frame an alle Ports im VLAN,
außer an den Eingangsport.

Flooding passiert bei:

unbekannter Ziel-MAC-Adresse
Broadcast
bestimmten Multicast-Fällen

Merksatz:

Flooding ist nicht immer Fehler,
sondern bei unbekannter Ziel-MAC normal.

Broadcast

Broadcast bedeutet:

Nachricht an alle Geräte im lokalen Broadcast-Bereich.

Beispiel:

ARP Request

Broadcast bleibt normalerweise innerhalb:

eines VLANs

beziehungsweise

einer Broadcast-Domäne

Merksatz:

Broadcast erreicht alle Geräte im gleichen VLAN.

Broadcast-Domäne

Eine Broadcast-Domäne ist der Bereich, in dem Broadcasts verteilt werden.

Ohne VLAN:

oft gesamtes Switch-Netz

Mit VLAN:

jedes VLAN ist eigene Broadcast-Domäne

Merksatz:

VLANs trennen Broadcast-Domänen.

VLAN kurz erklärt

VLAN steht für:

Virtual Local Area Network

Ein VLAN trennt ein physisches Netzwerk logisch in mehrere getrennte Netzbereiche.

Beispiele:

VLAN 10 Verwaltung

VLAN 20 Clients

VLAN 30 Server

VLAN 40 Gäste

VLAN 99 Management

Merksatz:

VLAN = logische Trennung auf Schicht 2.

Warum VLANs verwendet werden

Vorteile:

logische Netztrennung
kleinere Broadcast-Domänen
bessere Struktur
Trennung von Abteilungen
Trennung von Gästen und internem Netz
Trennung von Servern und Clients
Managementnetz separat halten
Sicherheitszonen ermöglichen

Merksatz:

VLANs verbessern Struktur,
Übersicht
und Sicherheit.

VLAN ist keine vollständige Firewall

Ein VLAN trennt auf Schicht 2.

Aber:

Kommunikation zwischen VLANs ist über Routing möglich.

Deshalb braucht man für Sicherheit zusätzlich:

Router-Regeln

Firewall-Regeln

ACLs

Merksatz:

VLAN trennt logisch,
Firewall kontrolliert Verkehr.

Access-Port

Ein Access-Port gehört normalerweise zu genau einem VLAN.

Typische Nutzung:

Client
Drucker
Telefon
Access Point im einfachen Betrieb
Arbeitsplatzgerät

Beispiel:

Port 5 ist Access-Port in VLAN 20.

Ein angeschlossenes Endgerät muss das VLAN meist nicht kennen.

Merksatz:

Access-Port = ein VLAN für Endgeräte.

Trunk-Port

Ein Trunk-Port transportiert mehrere VLANs.

Typische Nutzung:

Verbindung zwischen Switches

Verbindung zu Router

Verbindung zu Firewall

Verbindung zu Hypervisor

Verbindung zu VLAN-fähigem Access Point

Merksatz:

Trunk-Port = mehrere VLANs über eine Verbindung.

Access-Port und Trunk-Port vergleichen

PorttypVLAN-AnzahlTypische Nutzung
Access-Portein VLANEndgeräte
Trunk-Portmehrere VLANsSwitch, Router, Firewall, Hypervisor

Merksatz:

Access = ein VLAN.
Trunk = mehrere VLANs.

VLAN-Tagging

Bei Trunk-Verbindungen müssen Frames einem VLAN zugeordnet werden.

Dafür wird meistens verwendet:

IEEE 802.1Q

Dabei bekommt der Frame einen VLAN-Tag.

Merksatz:

802.1Q markiert Frames mit VLAN-Information.

Untagged und Tagged

Untagged:

Frame enthält keinen sichtbaren VLAN-Tag für das Endgerät.

Typisch:

Access-Port

Tagged:

Frame enthält VLAN-Information.

Typisch:

Trunk-Port

Merksatz:

Access meist untagged.
Trunk meist tagged.

Native VLAN

Das Native VLAN ist das VLAN, dessen Frames auf einem Trunk untagged übertragen werden können.

Wichtig:

Native VLAN muss auf beiden Seiten passend konfiguriert sein.

Risiko:

Fehlkonfiguration kann zu unerwarteter Kommunikation führen.

Merksatz:

Native VLAN auf Trunks bewusst und einheitlich konfigurieren.

Management-VLAN

Ein Management-VLAN dient der Verwaltung von Netzwerkgeräten.

Darin liegen zum Beispiel:

Switch-Management
Access-Point-Management
Firewall-Management
Monitoring
Administrationszugriffe

Merksatz:

Managementzugänge nicht ins normale Clientnetz legen.

Gast-VLAN

Ein Gast-VLAN trennt Gäste vom internen Netz.

Typische Regeln:

Zugriff ins Internet erlaubt

Zugriff auf interne Server blockiert

Zugriff auf Managementnetz blockiert

Merksatz:

Gastnetz vom internen Netz trennen.

Voice-VLAN

Ein Voice-VLAN wird für IP-Telefone genutzt.

Vorteile:

Sprachverkehr getrennt vom normalen Clientverkehr
QoS leichter möglich
bessere Übersicht
getrennte Sicherheitsregeln möglich

Merksatz:

Voice-VLAN trennt Telefonie vom normalen Datenverkehr.

Inter-VLAN-Routing

VLANs sind getrennte Layer-2-Netze.

Damit Geräte aus verschiedenen VLANs miteinander kommunizieren können, braucht man Routing.

Das nennt man:

Inter-VLAN-Routing

Möglich über:

Router

Layer-3-Switch

Firewall

Merksatz:

VLANs trennen.
Inter-VLAN-Routing verbindet sie wieder gezielt.

Router-on-a-Stick

Router-on-a-Stick bedeutet:

Ein Router verbindet mehrere VLANs über eine Trunk-Verbindung.

Der Router hat logische Subinterfaces, zum Beispiel:

VLAN 10

VLAN 20

VLAN 30

Merksatz:

Router-on-a-Stick routet mehrere VLANs über einen Trunk.

Layer-3-Switch

Ein Layer-3-Switch kann:

switchen auf Schicht 2

und

routen auf Schicht 3

Typische Nutzung:

schnelles Routing zwischen VLANs im internen Netz

Merksatz:

Layer-3-Switch verbindet Switching und Routing.

Routing kurz erklärt

Routing bedeutet:

Pakete zwischen verschiedenen IP-Netzen weiterleiten.

Ein Router entscheidet anhand der Routing-Tabelle, wohin ein IP-Paket gesendet wird.

Merksatz:

Routing verbindet IP-Netze.

Routing-Tabelle

Eine Routing-Tabelle enthält typischerweise:

Zielnetz

Präfix

Next Hop

Interface

Metrik

Beispiel:

ZielnetzNext HopBedeutung
192.168.10.0/24direkt verbundenlokales Netz
192.168.20.0/24192.168.10.1über Router erreichbar
0.0.0.0/0192.168.10.254Standardroute

Merksatz:

Routing-Tabelle bestimmt den nächsten Weg.

Standardroute

Die Standardroute ist die Route für alle Ziele, für die keine spezifischere Route vorhanden ist.

IPv4-Schreibweise:

0.0.0.0/0

Typisch:

Weg zum Internetrouter

Merksatz:

Standardroute = Route für unbekannte Ziele.

Spezifischste Route gewinnt

Wenn mehrere Routen passen, wird die Route mit dem längsten passenden Präfix verwendet.

Beispiel:

192.168.10.0/24

ist spezifischer als:

192.168.0.0/16

Merksatz:

Längster passender Präfix gewinnt.

Gateway

Das Standardgateway ist der Router, über den ein Client andere Netze erreicht.

Wichtig:

Das Gateway muss im lokalen Subnetz des Clients erreichbar sein.

Merksatz:

Gateway = Ausgang aus dem eigenen Netz.

Firewall kurz erklärt

Eine Firewall filtert Netzwerkverkehr.

Sie entscheidet anhand von Regeln:

erlauben

oder

blockieren

Typische Kriterien:

Quelle
Ziel
Port
Protokoll
Richtung
Benutzer
Anwendung
Zustand
Zeit
Zone

Merksatz:

Firewall = kontrollierter Verkehr zwischen Bereichen.

Firewall-Regel

Eine gute Firewall-Regel enthält:

Quelle

Ziel

Dienst oder Port

Protokoll

Richtung

Aktion

Zweck

Verantwortlichen

Datum

Beispiel:

QuelleZielProtokollPortAktionZweck
Client-VLANWebserver-DMZTCP443erlaubenHTTPS-Zugriff
Gast-VLANinternes Servernetzanyanyblockiereninternes Netz schützen
Admin-VLANSwitch-ManagementTCP22erlaubenSSH-Administration

Merksatz:

Jede Firewall-Regel braucht einen Zweck.

Default Deny

Default Deny bedeutet:

Standardmäßig ist alles verboten.

Nur ausdrücklich erlaubter Verkehr wird zugelassen.

Vorteil:

kleinere Angriffsfläche
bessere Kontrolle
weniger unbeabsichtigte Freigaben

Merksatz:

Erst blockieren,
dann gezielt erlauben.

Any-to-Any

Any-to-Any bedeutet:

jede Quelle

zu

jedem Ziel

Problem:

sehr breite Freigabe
schlechte Nachvollziehbarkeit
große Angriffsfläche
Sicherheitszonen werden umgangen

Merksatz:

Any-to-Any ist in der Regel kritisch.

Stateful Firewall

Eine Stateful Firewall merkt sich den Zustand einer Verbindung.

Beispiel:

Client startet HTTPS-Verbindung nach außen.

Antwortpakete werden automatisch zugelassen,
weil sie zur bestehenden Verbindung gehören.

Merksatz:

Stateful Firewall kennt Verbindungszustände.

Stateless Firewall

Eine Stateless Firewall betrachtet Pakete einzeln, ohne Verbindungszustand zu merken.

Sie prüft nur einzelne Paketinformationen, zum Beispiel:

Quelle

Ziel

Port

Protokoll

Merksatz:

Stateless Firewall kennt keinen Verbindungszustand.

Firewall-Zonen

Firewall-Zonen teilen Netzbereiche nach Schutzbedarf.

Beispiele:

Internet

DMZ

internes Netz

Servernetz

Clientnetz

Gastnetz

Managementnetz

Merksatz:

Zonen helfen,
Sicherheitsregeln strukturiert aufzubauen.

DMZ

DMZ steht für:

Demilitarized Zone

Eine DMZ ist ein getrenntes Netz für öffentlich erreichbare Dienste.

Beispiele:

Webserver

Reverse Proxy

Mail-Gateway

VPN-Gateway

Ziel:

interne Netze schützen,
wenn ein öffentlich erreichbarer Dienst kompromittiert wird.

Merksatz:

DMZ trennt öffentliche Dienste vom internen Netz.

ACL

ACL steht für:

Access Control List

Eine ACL ist eine Liste von Regeln, die Zugriff erlauben oder verweigern.

Einsatz:

Router
Switches
Firewalls
Betriebssysteme
Anwendungen

Merksatz:

ACL = Regelbasierte Zugriffskontrolle.

VLAN und Firewall zusammendenken

VLANs trennen Netzbereiche.

Firewalls regeln, welcher Verkehr zwischen diesen Bereichen erlaubt ist.

Beispiel:

QuelleZielErlaubt?Grund
Client-VLANInternetjanormaler Zugriff
Gast-VLANinternes ServernetzneinSchutz interner Daten
Admin-VLANManagement-VLANjaAdministration
Server-VLANDatenbank-VLANnur benötigter PortLeast Privilege

Merksatz:

VLAN ohne Regeln ist nur Trennung.
Firewall macht daraus kontrollierte Sicherheit.

Typisches Fehlerbild: falsches VLAN

Symptome:

Client bekommt keine passende IP-Adresse.
Client erreicht lokale Systeme nicht.
DHCP funktioniert nicht.
Gerät ist im falschen Netz.
nur ein Switchport betroffen.

Prüfen:

Access-Port-VLAN
Trunk erlaubt VLAN?
VLAN existiert?
DHCP-Scope passt?
Switchport aktiv?
Dokumentation korrekt?

Merksatz:

Falsches VLAN führt oft zu falscher oder fehlender IP-Konfiguration.

Typisches Fehlerbild: Trunk falsch konfiguriert

Symptome:

mehrere VLANs funktionieren nicht
ein bestimmtes VLAN fehlt auf zweitem Switch
Access Points liefern falsche Netze
Hypervisor-VLANs nicht erreichbar

Prüfen:

Trunk-Port aktiv?
VLANs erlaubt?
Tagging korrekt?
Native VLAN gleich?
Gegenstelle passend konfiguriert?

Merksatz:

Trunk-Probleme betreffen oft mehrere VLANs.

Typisches Fehlerbild: Routing fehlt

Symptome:

Geräte im gleichen VLAN erreichen sich.
Geräte in anderen VLANs nicht.
Gateway erreichbar,
aber Zielnetz nicht.

Prüfen:

Routing-Tabelle
Gateway
Layer-3-Switch oder Router
Inter-VLAN-Routing
Firewall-Regeln
Rückroute

Merksatz:

Gleiches VLAN geht,
anderes Netz nicht:
Routing und Firewall prüfen.

Typisches Fehlerbild: Firewall blockiert

Symptome:

Zielhost erreichbar,
aber bestimmter Dienst nicht.
Porttest schlägt fehl.
Firewall-Log zeigt Drop oder Deny.
nach Regeländerung funktioniert Dienst nicht mehr.

Prüfen:

Quelle
Ziel
Port
Protokoll
Richtung
Zone
NAT
Regelreihenfolge
Logs

Merksatz:

Host erreichbar,
Dienst nicht:
Port,
Dienst
und Firewall prüfen.

Typisches Fehlerbild: Rückroute fehlt

Bei Kommunikation zwischen Netzen muss nicht nur der Hinweg funktionieren, sondern auch der Rückweg.

Symptom:

Anfrage geht raus,
Antwort kommt nicht zurück.

Ursachen:

Rückroute fehlt
falsches Gateway
asymmetrisches Routing
Firewall blockiert Rückverkehr
NAT falsch

Merksatz:

Netzwerkkommunikation braucht Hinweg und Rückweg.

STP kurz erklärt

STP steht für:

Spanning Tree Protocol

Aufgabe:

Schleifen auf Schicht 2 verhindern.

Warum wichtig?

Layer-2-Schleifen können Broadcast-Stürme verursachen.

Merksatz:

STP verhindert Switch-Schleifen.

Broadcast-Sturm

Ein Broadcast-Sturm entsteht, wenn Broadcasts durch Schleifen immer wieder weitergeleitet werden.

Folgen:

Netz wird langsam
Switches stark belastet
Clients verlieren Verbindung
Dienste brechen ab

Merksatz:

Layer-2-Schleifen können das Netz lahmlegen.

Port Security

Port Security begrenzt, welche oder wie viele MAC-Adressen an einem Switchport erlaubt sind.

Ziel:

unautorisierte Geräte erschweren
einfache Angriffe reduzieren
Portmissbrauch begrenzen

Merksatz:

Port Security kontrolliert MAC-Adressen am Switchport.

802.1X

802.1X ist portbasierte Netzwerkzugangskontrolle.

Prinzip:

Gerät oder Benutzer muss sich authentifizieren,
bevor Netzwerkzugriff erlaubt wird.

Typisch mit:

RADIUS

Zertifikat

Benutzerkonto

Merksatz:

802.1X prüft Zugriff vor Netzzugang.

Switching, Routing und Firewall unterscheiden

BegriffAufgabeTypische Entscheidung
SwitchingFrames im LAN weiterleitenWelche MAC an welchem Port?
RoutingPakete zwischen Netzen weiterleitenWelcher nächste Hop?
FirewallVerkehr filternErlauben oder blockieren?

Merksatz:

Switch leitet lokal.
Router leitet zwischen Netzen.
Firewall entscheidet über Erlaubnis.

Typische Prüfungsfallen

VLAN und Subnetz gleichsetzen.

Access-Port und Trunk-Port verwechseln.

VLAN ohne Routing als netzübergreifende Verbindung verstehen.

Firewall und Router gleichsetzen.

Routing vergessen,
wenn VLANs miteinander sprechen sollen.

Firewall-Regeln ohne Richtung betrachten.

Rückroute vergessen.

Gateway außerhalb des Subnetzes eintragen.

Any-to-Any als unkritisch ansehen.

VLAN als vollständige Sicherheitsmaßnahme betrachten.

Switch nur als „Verteiler“ ohne MAC-Lernen beschreiben.

Merksatz:

Viele Fehler entstehen,
weil Trennung,
Weiterleitung
und Filterung vermischt werden.

Typische IHK-Fragen

In AP1 und AP2 kann zum Beispiel gefragt werden:

- Was macht ein Switch?
- Was ist eine MAC-Adresstabelle?
- Was bedeutet Flooding?
- Was ist ein VLAN?
- Warum setzt man VLANs ein?
- Was ist eine Broadcast-Domäne?
- Was ist der Unterschied zwischen Access-Port und Trunk-Port?
- Was bedeutet 802.1Q?
- Was ist Inter-VLAN-Routing?
- Was macht ein Router?
- Was ist eine Standardroute?
- Was bedeutet:
  spezifischste Route gewinnt?
- Was macht eine Firewall?
- Was ist Default Deny?
- Warum ist Any-to-Any kritisch?
- Was ist eine DMZ?
- Was ist STP?
- Warum kann eine Rückroute wichtig sein?

IHK-sichere Kurzformulierung

Ein Switch arbeitet hauptsächlich auf OSI-Schicht 2 und leitet Frames anhand von MAC-Adressen weiter. VLANs trennen ein physisches Netzwerk logisch in mehrere Broadcast-Domänen. Access-Ports gehören meist zu einem VLAN, Trunk-Ports transportieren mehrere VLANs mit VLAN-Tagging nach IEEE 802.1Q. Damit Geräte aus unterschiedlichen VLANs kommunizieren können, ist Inter-VLAN-Routing über Router, Layer-3-Switch oder Firewall nötig. Routing verbindet IP-Netze anhand von Routing-Tabellen. Eine Firewall filtert Verkehr anhand von Regeln wie Quelle, Ziel, Port, Protokoll und Aktion. VLANs trennen Netze, Firewalls kontrollieren den erlaubten Verkehr zwischen ihnen.


Merksätze

Switches arbeiten mit MAC-Adressen.

Switch lernt aus Quell-MAC-Adressen.

Unbekannte Ziel-MAC führt zu Flooding.

Broadcast erreicht alle Geräte im gleichen VLAN.

VLAN trennt logisch auf Schicht 2.

VLANs bilden eigene Broadcast-Domänen.

Access-Port = ein VLAN.

Trunk-Port = mehrere VLANs.

802.1Q markiert VLAN-Frames.

Access meist untagged.

Trunk meist tagged.

Managementzugänge gehören nicht ins Clientnetz.

Gast-VLAN vom internen Netz trennen.

VLAN ist keine vollständige Firewall.

Inter-VLAN-Routing verbindet VLANs gezielt.

Routing verbindet IP-Netze.

Standardroute ist 0.0.0.0/0.

Spezifischste Route gewinnt.

Gateway führt aus dem eigenen Netz.

Firewall filtert Verkehr.

Default Deny ist sicherer.

Any-to-Any ist kritisch.

Stateful Firewall kennt Verbindungen.

Stateless Firewall prüft Pakete einzeln.

DMZ trennt öffentliche Dienste.

ACL ist eine Regelliste für Zugriff.

Rückroute nicht vergessen.

STP verhindert Layer-2-Schleifen.

Broadcast-Sturm kann ein Netz lahmlegen.

Port Security kontrolliert MAC-Adressen.

802.1X prüft Netzzugang.

Switch leitet lokal.

Router leitet zwischen Netzen.

Firewall entscheidet,
ob Verkehr erlaubt ist.