Skip to main content

20.7 Trainer - Schicht 5-7 Sitzung, Darstellung, Anwendung

Diese Trainer-Seite wiederholt die oberen OSI-Schichten:

- Schicht 5 Sitzungsschicht
- Schicht 6 Darstellungsschicht
- Schicht 7 Anwendungsschicht

Ziel ist, typische Prüfungsfragen zu Sessions, TLS, Zertifikaten, DNS, DHCP, HTTP, E-Mail, Dateifreigaben und Anwendungsfehlern sicher zu beantworten.

Merksatz:

Schicht 5 hält Sitzungen.
Schicht 6 stellt Daten dar und schützt sie.
Schicht 7 stellt Netzwerkdienste für Anwendungen bereit.

Lernziele

Nach dieser Seite solltest du sicher können:

- OSI-Schicht 5,
  6
  und 7 unterscheiden
- Session,
  Cookie
  und Token einordnen
- TLS und Zertifikate erklären
- typische Zertifikatsfehler erkennen
- DNS und DHCP einordnen
- HTTP-Statuscodes unterscheiden
- E-Mail-Protokolle zuordnen
- Datei- und Freigabeprotokolle unterscheiden
- typische Anwendungsfehler prüfen

Kurzüberblick: obere OSI-Schichten

OSI-SchichtNameHauptaufgabeBeispiele
7AnwendungsschichtNetzwerkdienste für AnwendungenHTTP, DNS, DHCP, SMTP, SMB
6DarstellungsschichtDatenformat, Codierung, VerschlüsselungTLS, Zertifikate, Zeichensatz
5SitzungsschichtSitzungen aufbauen, halten, beendenSession, Cookie, Token, Timeout

Merksatz:

5 = Sitzung.
6 = Darstellung und Verschlüsselung.
7 = Anwendungsdienste.

Aufgabe 1

Wie heißt OSI-Schicht 5?

Antwort anzeigen

OSI-Schicht 5 heißt:

Sitzungsschicht

Englisch:

Session Layer

Aufgabe:

Kommunikationssitzungen aufbauen,
verwalten
und beenden.

Merksatz:

Schicht 5 = Sitzungen.

Aufgabe 2

Wie heißt OSI-Schicht 6?

Antwort anzeigen

OSI-Schicht 6 heißt:

Darstellungsschicht

Englisch:

Presentation Layer

Aufgabe:

Datenformat,
Codierung,
Kompression
und Verschlüsselung darstellen oder umwandeln.

Merksatz:

Schicht 6 = Darstellung,
Format
und Verschlüsselung.

Aufgabe 3

Wie heißt OSI-Schicht 7?

Antwort anzeigen

OSI-Schicht 7 heißt:

Anwendungsschicht

Englisch:

Application Layer

Aufgabe:

Netzwerkdienste für Anwendungen bereitstellen.

Beispiele:

HTTP

DNS

DHCP

SMTP

IMAP

SMB

Merksatz:

Schicht 7 = Anwendungsprotokolle.

Aufgabe 4

Ordne die Begriffe der richtigen OSI-Schicht zu.

BegriffOSI-Schicht
Session?
TLS-Zertifikat?
HTTP?
DNS?
Cookie?
Zeichensatz?
Antwort anzeigen
BegriffOSI-Schicht
SessionSchicht 5
TLS-ZertifikatSchicht 6
HTTPSchicht 7
DNSSchicht 7
CookieSchicht 5 / Anwendungskontext
ZeichensatzSchicht 6

Merksatz:

Session = 5.
TLS = 6.
HTTP und DNS = 7.

Aufgabe 5

Was ist eine Session?

Antwort anzeigen

Eine Session ist eine zusammenhängende Kommunikationssitzung zwischen Client und Server.

Beispiel:

Benutzer meldet sich bei einer Webanwendung an.

Die Anwendung merkt sich über eine Session,
dass der Benutzer angemeldet ist.

Typische Begriffe:

Session-ID

Cookie

Token

Timeout

Merksatz:

Session = zusammenhängende Sitzung.

Aufgabe 6

Was ist ein Session-Timeout?

Antwort anzeigen

Ein Session-Timeout beendet eine Sitzung nach einer bestimmten Zeit ohne Aktivität oder nach Ablauf einer festgelegten Zeit.

Zweck:

Sicherheit erhöhen

verlassene Sitzungen beenden

Ressourcen freigeben

Merksatz:

Timeout beendet inaktive oder abgelaufene Sitzungen.

Aufgabe 7

Ein Benutzer wird ständig aus einer Webanwendung abgemeldet.

Welche OSI-Schicht ist wahrscheinlich betroffen?

Antwort anzeigen

Wahrscheinlich betroffen:

OSI-Schicht 5

Mögliche Ursachen:

Session-Timeout zu kurz

Cookie wird nicht gespeichert

Token läuft ab

Load Balancer ohne Session Persistence

Browser blockiert Cookies

Merksatz:

Ständige Abmeldung:
Session,
Cookie
oder Token prüfen.

Aufgabe 8

Antwort anzeigen

Ein Cookie ist eine kleine Information, die der Browser für eine Webseite speichert.

Nutzung:

Session-ID speichern

Login-Status unterstützen

Einstellungen speichern

Warenkorb erhalten

Sicherheitsattribute:

Secure

HttpOnly

SameSite

Merksatz:

Cookie kann helfen,
eine Sitzung wiederzuerkennen.

Aufgabe 9

Was bedeutet das Cookie-Attribut Secure?

Antwort anzeigen

Secure bedeutet:

Das Cookie soll nur über HTTPS übertragen werden.

Ziel:

Schutz vor Übertragung über unverschlüsselte Verbindungen.

Merksatz:

Secure-Cookie nur über HTTPS.

Aufgabe 10

Was bedeutet das Cookie-Attribut HttpOnly?

Antwort anzeigen

HttpOnly bedeutet:

Das Cookie soll nicht durch JavaScript ausgelesen werden können.

Ziel:

Risiko bei XSS-Angriffen reduzieren.

Merksatz:

HttpOnly erschwert Cookie-Diebstahl per JavaScript.

Aufgabe 11

Was bedeutet das Cookie-Attribut SameSite?

Antwort anzeigen

SameSite steuert, ob Cookies bei seitenübergreifenden Anfragen mitgesendet werden.

Ziel:

Schutz gegen CSRF-Angriffe verbessern.

Merksatz:

SameSite hilft gegen CSRF.

Aufgabe 12

Was ist TLS?

Antwort anzeigen

TLS steht für:

Transport Layer Security

Aufgabe:

verschlüsselte und abgesicherte Kommunikation ermöglichen.

TLS schützt unter anderem:

Vertraulichkeit

Integrität

Authentizität des Servers über Zertifikate

Typisch bei:

HTTPS

Merksatz:

TLS verschlüsselt und schützt die Verbindung.

Aufgabe 13

Welche OSI-Schicht passt am besten zu TLS und Zertifikaten?

Antwort anzeigen

Am besten passt:

OSI-Schicht 6

Begründung:

TLS,
Zertifikate,
Verschlüsselung
und Darstellung der Daten werden typischerweise der Darstellungsschicht zugeordnet.

Merksatz:

TLS und Zertifikate:
Schicht 6.

Aufgabe 14

Was ist ein Zertifikat?

Antwort anzeigen

Ein Zertifikat bestätigt die Identität eines Servers oder einer Stelle.

Es enthält unter anderem:

Namen des Inhabers

öffentlichen Schlüssel

Aussteller

Gültigkeitszeitraum

Signatur der Zertifizierungsstelle

Zweck:

Serverauthentizität prüfen

verschlüsselte Verbindung absichern

Merksatz:

Zertifikat bestätigt:
Dieser Server ist der richtige.

Aufgabe 15

Nenne vier typische Zertifikatsfehler.

Antwort anzeigen

Typische Fehler:

Zertifikat abgelaufen

Hostname passt nicht

Zertifikatskette unvollständig

Zertifizierungsstelle nicht vertrauenswürdig

Systemzeit falsch

falsches Zertifikat installiert

Merksatz:

Zertifikatsfehler:
Ablauf,
Name,
Kette,
Vertrauen,
Zeit.

Aufgabe 16

Ein Browser zeigt eine Zertifikatswarnung.

Was sollte geprüft werden?

Antwort anzeigen

Prüfen:

Ablaufdatum des Zertifikats

Hostname / SAN / CN

Zertifikatskette

vertrauenswürdige CA

Systemzeit des Clients

richtiges Zertifikat auf dem Server

Merksatz:

Zertifikatswarnung:
Ablauf,
Name,
Kette
und Zeit prüfen.

Aufgabe 17

Was ist der Unterschied zwischen HTTP und HTTPS?

Antwort anzeigen

HTTP:

unverschlüsselte Webkommunikation

typischer Port:
TCP 80

HTTPS:

HTTP über TLS

verschlüsselte Webkommunikation

typischer Port:
TCP 443

Merksatz:

HTTPS = HTTP plus TLS.

Aufgabe 18

Welche OSI-Schicht ist HTTP?

Antwort anzeigen

HTTP gehört zu:

OSI-Schicht 7

Begründung:

HTTP ist ein Anwendungsprotokoll für Webkommunikation.

Merksatz:

HTTP = Anwendungsschicht.

Aufgabe 19

Ordne HTTP-Statuscodes zu.

StatuscodeBedeutung
200?
301 / 302?
401?
403?
404?
500?
502?
503?
Antwort anzeigen
StatuscodeBedeutung
200erfolgreich
301 / 302Weiterleitung
401nicht authentifiziert
403verboten
404nicht gefunden
500interner Serverfehler
502Gateway oder Backend-Fehler
503Dienst nicht verfügbar

Merksatz:

4xx eher Client,
Anfrage
oder Rechte.

5xx eher Server,
Anwendung
oder Backend.

Aufgabe 20

Was bedeutet HTTP 401?

Antwort anzeigen

HTTP 401 bedeutet:

nicht authentifiziert

Der Benutzer ist nicht oder nicht korrekt angemeldet.

Merksatz:

401 = Anmeldung fehlt oder ungültig.

Aufgabe 21

Was bedeutet HTTP 403?

Antwort anzeigen

HTTP 403 bedeutet:

verboten

Der Benutzer ist zwar möglicherweise bekannt, hat aber keine Berechtigung für die Ressource.

Merksatz:

403 = Zugriff verboten.

Aufgabe 22

Was bedeutet HTTP 404?

Antwort anzeigen

HTTP 404 bedeutet:

nicht gefunden

Die angeforderte Ressource existiert unter dieser Adresse nicht oder ist nicht erreichbar.

Merksatz:

404 = Ressource nicht gefunden.

Aufgabe 23

Was bedeutet HTTP 500?

Antwort anzeigen

HTTP 500 bedeutet:

interner Serverfehler

Das Problem liegt eher auf Serverseite, zum Beispiel in Anwendung, Konfiguration oder Backend.

Merksatz:

500 = serverseitiger Anwendungsfehler.

Aufgabe 24

Was bedeutet HTTP 502?

Antwort anzeigen

HTTP 502 bedeutet:

Bad Gateway

Typisch bei:

Reverse Proxy

Load Balancer

Gateway

Mögliche Ursache:

Backend nicht erreichbar

Backend antwortet fehlerhaft

falsche Proxy-Konfiguration

Merksatz:

502:
Gateway oder Proxy erreicht Backend nicht korrekt.

Aufgabe 25

Was ist DNS?

Antwort anzeigen

DNS steht für:

Domain Name System

Aufgabe:

Namen in IP-Adressen auflösen.

Beispiel:

www.example.com

wird zu:

IPv4- oder IPv6-Adresse

OSI-Schicht:

Schicht 7

Merksatz:

DNS löst Namen auf.

Aufgabe 26

IP-Adresse funktioniert, Name funktioniert nicht.

Was ist wahrscheinlich?

Antwort anzeigen

Wahrscheinlich:

DNS-Problem

Begründung:

Die IP-Kommunikation funktioniert,
aber die Namensauflösung funktioniert nicht korrekt.

Prüfen:

DNS-Server

DNS-Eintrag

DNS-Cache

DNS-Suffix

Split-DNS

Merksatz:

IP ja,
Name nein:
DNS.

Aufgabe 27

Was ist DHCP?

Antwort anzeigen

DHCP steht für:

Dynamic Host Configuration Protocol

Aufgabe:

automatische Verteilung von Netzwerkkonfigurationen.

Typische Informationen:

IP-Adresse

Subnetzmaske

Standardgateway

DNS-Server

Lease-Zeit

OSI-Schicht:

Schicht 7

Merksatz:

DHCP verteilt IP-Konfiguration.

Aufgabe 28

Was bedeutet DHCP-DORA?

Antwort anzeigen

DORA beschreibt den DHCP-Ablauf:

Discover

Offer

Request

Acknowledge

Merksatz:

DHCP-DORA:
Discover,
Offer,
Request,
Acknowledge.

Aufgabe 29

Welche Ports nutzt DHCP?

Antwort anzeigen

DHCP nutzt:

UDP 67 für den DHCP-Server

UDP 68 für den DHCP-Client

Merksatz:

DHCP = UDP 67 und 68.

Aufgabe 30

Was bedeutet 169.254.x.x?

Antwort anzeigen

169.254.x.x ist eine APIPA-Adresse.

Bedeutung:

Der Client hat wahrscheinlich keine gültige Adresse per DHCP erhalten
und sich selbst eine automatische Adresse gegeben.

Merksatz:

169.254.x.x deutet auf DHCP-Problem hin.

Aufgabe 31

Was ist SMTP?

Antwort anzeigen

SMTP steht für:

Simple Mail Transfer Protocol

Aufgabe:

E-Mails senden

Typische Nutzung:

Mailserver zu Mailserver

Mailversand durch Clients je nach Port und Konfiguration

Merksatz:

SMTP sendet E-Mails.

Aufgabe 32

Was ist IMAP?

Antwort anzeigen

IMAP steht für:

Internet Message Access Protocol

Aufgabe:

E-Mails auf dem Mailserver abrufen und synchron verwalten.

Vorteil:

E-Mails bleiben serverseitig verwaltet
und sind auf mehreren Geräten synchron.

Merksatz:

IMAP synchronisiert E-Mails.

Aufgabe 33

Was ist POP3?

Antwort anzeigen

POP3 steht für:

Post Office Protocol Version 3

Aufgabe:

E-Mails vom Server abrufen.

Typisch:

eher einfaches Herunterladen von E-Mails

Merksatz:

POP3 ruft E-Mails ab,
IMAP synchronisiert sie.

Aufgabe 34

Ordne E-Mail-Protokolle zu.

ProtokollAufgabe
SMTP?
IMAP?
POP3?
Antwort anzeigen
ProtokollAufgabe
SMTPE-Mail senden
IMAPE-Mail abrufen und synchron verwalten
POP3E-Mail abrufen

Merksatz:

SMTP raus.
IMAP und POP3 rein.

Aufgabe 35

Was ist SMB?

Antwort anzeigen

SMB steht für:

Server Message Block

Aufgabe:

Datei- und Druckfreigaben im Netzwerk bereitstellen.

Typische Nutzung:

Netzlaufwerke

Windows-Freigaben

Druckerfreigaben

Typischer Port:

TCP 445

Merksatz:

SMB = Dateifreigaben über TCP 445.

Aufgabe 36

Was ist der Unterschied zwischen FTP, FTPS und SFTP?

Antwort anzeigen

FTP:

klassisches File Transfer Protocol

meist TCP 21

unverschlüsselt

FTPS:

FTP mit TLS

SFTP:

Dateiübertragung über SSH

meist TCP 22

Merksatz:

FTPS = FTP mit TLS.
SFTP = Dateiübertragung über SSH.

Aufgabe 37

Ein Benutzer kann sich anmelden, aber eine Datei nicht öffnen.

Was ist wahrscheinlich?

Antwort anzeigen

Wahrscheinlich:

Autorisierungs- oder Berechtigungsproblem

Begründung:

Die Anmeldung funktioniert bereits.
Das Problem liegt daher eher bei Rechten,
Gruppen,
ACLs,
Freigaberechten
oder Dateisystemrechten.

Merksatz:

Login ja,
Zugriff nein:
Rechte prüfen.

Aufgabe 38

Ein Benutzer kann sich nicht anmelden.

Was ist wahrscheinlich?

Antwort anzeigen

Wahrscheinlich:

Authentifizierungsproblem

Mögliche Ursachen:

falsches Passwort

Konto gesperrt

MFA-Problem

Verzeichnisdienst nicht erreichbar

Zeitproblem bei Kerberos oder Token

Merksatz:

Anmeldung scheitert:
Authentifizierung prüfen.

Aufgabe 39

Welche Antwort ist besser?

Aufgabe:

Ein Browser zeigt HTTP 500.
Was bedeutet das?

Antwort A:

Das Internet ist kaputt.

Antwort B:

HTTP 500 deutet auf einen internen Serverfehler hin,
zum Beispiel in Anwendung,
Konfiguration
oder Backend.
Server- und Anwendungslogs sollten geprüft werden.
Antwort anzeigen

B ist besser.

Begründung:

Die Antwort ordnet den Statuscode fachlich korrekt ein
und nennt eine sinnvolle Prüfung.

Merksatz:

5xx:
Server,
Anwendung
oder Backend prüfen.

Aufgabe 40

Welche Antwort ist besser?

Aufgabe:

Warum ist HTTPS sicherer als HTTP?

Antwort A:

Weil das Schloss im Browser angezeigt wird.

Antwort B:

HTTPS nutzt HTTP über TLS.
Dadurch wird die Verbindung verschlüsselt
und die Identität des Servers kann über Zertifikate geprüft werden.
Antwort anzeigen

B ist besser.

Begründung:

Die Antwort nennt die technischen Sicherheitsfunktionen:
Verschlüsselung
und Zertifikatsprüfung.

Merksatz:

HTTPS = HTTP plus TLS.

Mini-Prüfung: schnelle Zuordnung

FrageAntwort
Welche OSI-Schicht ist Session?Schicht 5
Welche OSI-Schicht ist TLS?Schicht 6
Welche OSI-Schicht ist HTTP?Schicht 7
Welche OSI-Schicht ist DNS?Schicht 7
Welche OSI-Schicht ist DHCP?Schicht 7
Was macht DNS?Namen auflösen
Was macht DHCP?IP-Konfiguration verteilen
Was macht SMTP?E-Mail senden
Was macht IMAP?E-Mail synchron abrufen
Was macht POP3?E-Mail abrufen
Was macht SMB?Datei- und Druckfreigaben
Was bedeutet HTTP 404?nicht gefunden
Was bedeutet HTTP 500?interner Serverfehler
Was bedeutet 401?nicht authentifiziert
Was bedeutet 403?verboten

Mini-Prüfung: Fehlerbild erkennen

FehlerbildWahrscheinlichstes Thema
ständig ausgeloggtSession, Cookie, Token
ZertifikatswarnungTLS, Zertifikat, Zeit
IP geht, Name nichtDNS
169.254.x.xDHCP
HTTP 401Authentifizierung
HTTP 403Autorisierung / Rechte
HTTP 404Ressource nicht gefunden
HTTP 500Server oder Anwendung
HTTP 502Gateway, Proxy oder Backend
Login ja, Datei neinBerechtigung
Anmeldung scheitertAuthentifizierung
SMB nicht erreichbarTCP 445, Firewall, Rechte, Dienst

IHK-sichere Kurzformulierung

Die oberen OSI-Schichten behandeln Sitzungen, Darstellung und Anwendungsdienste. Schicht 5 verwaltet Sitzungen, zum Beispiel Session-IDs, Cookies, Token und Timeouts. Schicht 6 ist für Darstellung, Codierung, Kompression und Verschlüsselung zuständig; TLS und Zertifikate werden häufig hier eingeordnet. Schicht 7 stellt Anwendungsprotokolle bereit, zum Beispiel HTTP, DNS, DHCP, SMTP, IMAP, POP3 und SMB. DNS löst Namen in IP-Adressen auf, DHCP verteilt Netzwerkkonfigurationen. HTTP-Statuscodes helfen bei der Fehlersuche: 401 bedeutet nicht authentifiziert, 403 verboten, 404 nicht gefunden und 500 interner Serverfehler. Bei Anwendungsfehlern sollten Dienst, Port, DNS, Rechte, TLS und Logs gezielt geprüft werden.


Merksätze

Schicht 5 ist die Sitzungsschicht.

Schicht 6 ist die Darstellungsschicht.

Schicht 7 ist die Anwendungsschicht.

Session,
Cookie
und Token gehören zur Sitzungsverwaltung.

Timeout beendet Sitzungen.

TLS schützt Verbindungen.

Zertifikate prüfen Serveridentität.

Zertifikatsfehler:
Ablauf,
Name,
Kette,
Vertrauen,
Zeit.

HTTP ist Schicht 7.

HTTPS = HTTP plus TLS.

HTTP nutzt TCP 80.

HTTPS nutzt TCP 443.

DNS löst Namen auf.

DNS nutzt UDP und TCP 53.

DHCP verteilt IP-Konfiguration.

DHCP nutzt UDP 67 und 68.

DHCP-DORA:
Discover,
Offer,
Request,
Acknowledge.

169.254.x.x deutet auf DHCP-Problem hin.

SMTP sendet E-Mails.

IMAP synchronisiert E-Mails.

POP3 ruft E-Mails ab.

SMB stellt Datei- und Druckfreigaben bereit.

SMB nutzt TCP 445.

FTP ist unverschlüsselt.

FTPS ist FTP mit TLS.

SFTP nutzt SSH.

401 = nicht authentifiziert.

403 = verboten.

404 = nicht gefunden.

500 = interner Serverfehler.

502 = Gateway oder Backend-Fehler.

IP ja,
Name nein:
DNS.

Login ja,
Zugriff nein:
Rechte.

Anmeldung scheitert:
Authentifizierung.

5xx:
Server,
Anwendung
oder Backend prüfen.