Skip to main content

Kapitel 1 – Grundlagen der Elektrotechnik

Kapitel 1 – Grundlagen der Elektrotechnik


Elektrische Grundgrößen

Definition

Elektrische Grundgrößen beschreiben die wichtigsten physikalischen Größen der Elektrotechnik. Sie bilden die Grundlage für elektrische Berechnungen.

Grundgrößen

GrößeFormelzeichenEinheit
SpannungUVolt (V)
StromstärkeIAmpere (A)
WiderstandROhm (Ω)
LeistungPWatt (W)

Merksatz

  • U = Volt (V)
  • I = Ampere (A)
  • R = Ohm (Ω)
  • P = Watt (W)

Prüfungshinweis

Formelzeichen und Einheiten dürfen nicht verwechselt werden.


Quellen

  • IT-Handbuch für Fachinformatiker
  • DIN EN IEC 60050 – Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch

Gleichstrom und Wechselstrom

Definition

Elektrischer Strom wird in Gleichstrom (DC) und Wechselstrom (AC) unterschieden.

Gleichstrom (DC)

  • fließt dauerhaft in eine Richtung
  • Spannung und Stromrichtung bleiben konstant

Beispiele

  • Batterie
  • Akku
  • USB

Wechselstrom (AC)

  • ändert periodisch seine Richtung
  • Spannung und Strom wechseln regelmäßig ihre Polarität

Beispiele

  • Steckdose
  • Stromnetz

Merksatz

  • DC = Strom fließt in eine Richtung.
  • AC = Strom ändert regelmäßig seine Richtung.

Prüfungshinweis

In Deutschland beträgt die Netzfrequenz 50 Hz.


Quellen

  • IT-Handbuch für Fachinformatiker
  • DIN EN 60038

Reihen- und Parallelschaltung

Reihenschaltung

  • Stromstärke ist überall gleich.
  • Die Spannung teilt sich auf.
  • Der Gesamtwiderstand ist die Summe aller Widerstände.

Parallelschaltung

  • Spannung ist überall gleich.
  • Die Stromstärke teilt sich auf.
  • Der Gesamtwiderstand ist kleiner als der kleinste Einzelwiderstand.

Merksatz

  • Reihe → Strom gleich.
  • Parallel → Spannung gleich.

Prüfungshinweis

Reihen- und Parallelschaltungen gehören zu den häufigsten Rechenaufgaben der IHK.


Quellen

  • IT-Handbuch für Fachinformatiker

Elektrische Sicherheit

Definition

Elektrische Sicherheit umfasst Maßnahmen zum Schutz von Personen und Betriebsmitteln vor den Gefahren des elektrischen Stroms.

Wichtige Schutzeinrichtungen

  • Schutzleiter (PE)
  • Sicherung
  • Fehlerstromschutzschalter (FI/RCD)
  • Schutzisolierung

Merksatz

Der Personenschutz hat immer Vorrang vor dem Geräteschutz.

Prüfungshinweis

Der FI/RCD schützt Personen vor gefährlichen Fehlerströmen. Eine Sicherung schützt Leitungen vor Überlast und Kurzschluss.


Quellen

  • DIN VDE 0100
  • IT-Handbuch für Fachinformatiker

Schutzarten und Schutzklassen

Schutzklassen

SchutzklasseBeschreibung
ISchutz durch Schutzleiter (PE)
IISchutz durch doppelte oder verstärkte Isolierung
IIISchutz durch Schutzkleinspannung (SELV/PELV)

Schutzarten (IP)

Die IP-Schutzart beschreibt den Schutz eines Gehäuses gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser.

Beispiel

IP65

  • 6 = staubdicht
  • 5 = geschützt gegen Strahlwasser

Merksatz

  • Erste Kennziffer = Schutz gegen Fremdkörper und Berührung.
  • Zweite Kennziffer = Schutz gegen Wasser.

Prüfungshinweis

Schutzklasse und Schutzart beschreiben unterschiedliche Eigenschaften und dürfen nicht verwechselt werden.


Quellen

  • DIN EN 60529 (IP-Schutzarten)
  • DIN EN 61140 (Schutzklassen)
  • IT-Handbuch für Fachinformatiker