1.2 Technik, Produkt, Service und Geschäftsergebnis
1.2 Technik, Produkt, Service und Geschäftsergebnis
Kurz erklärt
Technische Komponenten sind die Bausteine einer IT-Lösung.
Ein digitales Produkt bündelt technische und organisatorische Fähigkeiten.
Ein Service
ermöglicht Benutzern oder Kunden,macht diese FähigkeitenzufürverwendenBenutzerundodereinKundengewünschtes Ergebnis zu erreichen.nutzbar.
DerEntscheidendeigentlicheistWertamentstehtEnde nichtdurchnur,denobBesitzeinzelneeinzelnerSystemeSysteme,funktionieren, sonderndadurch,obdass MenschenBenutzer und Organisationen mit ihrer HilfezuverlässigdasarbeitengewünschteundErgebnisihre Ziele erreichen können.erreichen.
Warum diese Unterscheidung wichtig ist
Im technischen IT-Arbeitsalltag werden dieBegriffe Begriffewie System, Produkt, Service, Leistung und Ergebnis häufig miteinander vermischt.
Beispielsweise kann derDer Begriff „E-Mail-System“ jekann nach Zusammenhangbeispielsweise Folgendes bedeuten:bezeichnen:
deneinen Mailserver,die gesamteeine technische Plattform,dieeine E-Mail-Anwendung,daseinangebotenedigitalesdigitale Produkt,Kommunikationsprodukt,deneinen E-Mail-Service,- oder den
vollständigengesamten Kommunikationsdienst des Unternehmens.
Diese Bedeutungen hängen zusammen, sind miteinander verbunden, aber nicht identisch.
Für professionelles ServiceProdukt- und Service-Management muss erkennbar sein:
- welche technischen Komponenten vorhanden sind,
- wie diese Komponenten zusammenarbeiten,
- welches digitale Produkt daraus entsteht,
- welche Services damit
angebotenermöglicht werden, - wer diese Services
nutzt,verwendet, - welche Ergebnisse erwartet werden,
- und welchen Wert die
BeteiligtenbeteiligtendarausStakeholdererhalten.wahrnehmen.
Merke
Ein technisch funktionierendes System ist eine notwendige Grundlage.
Entscheidend ist jedoch, ob der damit unterstützte Service für die Benutzer zuverlässig nutzbar ist und das erwartete Ergebnis ermöglicht.
Die fünf Betrachtungsebenen
Für die praktische Einordnung kannunterscheiden zwischenwir fünffolgende Ebenen unterschieden werden.Ebenen:
| Ebene | Zentrale Frage | Beispiel |
|---|---|---|
| Technische Komponente | Aus welchen einzelnen Bausteinen besteht die Lösung? | Server, Switch, Datenbank, Zertifikat |
| Technisches System | Wie arbeiten mehrere Komponenten zusammen? | E-Mail-Plattform |
| Digitales Produkt | Welche gebündelte digitale Fähigkeit wird |
|
| Service | Wie wird diese Fähigkeit |
E-Mail- und Kalender-Service |
| Was |
Benutzerpostfach |
|
| Outcome | Welche Wirkung oder welches Ergebnis wurde erreicht? | Mitarbeiter kann kommunizieren |
| Wert | Welchen Nutzen nehmen die beteiligten Stakeholder wahr? | zuverlä |
Diese Ebenen bilden keine starre Hierarchie.lineare Kette.
Ein digitales Produkt kann mehrere Services ermöglichen.
Ein Service kann wiederum mehrere Produkte, PlattformenPlattformen, oderSysteme und externe Leistungen verwenden.
ITIL Version 5 betrachtet digitale Produkte und Services deshalb als eng miteinander verbundene Bestandteile eines gemeinsamen Lebenszyklus.
Technische Komponenten
Technische Komponenten sind einzelne Bausteine, aus denen Systeme, Produkte und Services aufgebaut werden.
Dazu gehören beispielsweise:
- physische Server,
- virtuelle Maschinen,
- Container,
- Betriebssysteme,
- Netzwerkkomponenten,
- Firewalls,
- Speicher,
- Datenbanken,
- Anwendungen,
Schnittstellen,Programmierschnittstellen,- Zertifikate,
- Benutzerkonten,
- Identitätsdienste,
- Cloud-Ressourcen,
- Monitoring-Systeme,
- Backup-Systeme,
- Konfigurationsdaten,
- und technische Dokumentationen.
In einem Konfigurationsmanagement können solcherelevante Bestandteile als Configuration Items erfasst werden,werden.
Ob ihreein VerwaltungBestandteil als Configuration Item verwaltet wird, hängt davon ab, ob seine Informationen für die BereitstellungBereitstellung, Steuerung, Unterstützung oder SteuerungWiederherstellung eines Service erforderlichbenötigt ist.werden.
Praxisbeispiel
Für einen VPN-
ZugangServicewerdenkönnenmöglicherweiseunter anderem folgende Komponentenbenötigt:notwendig sein:
- VPN-Gateway,
- Firewall,
- Internetanschluss,
- DNS,
- Benutzerverzeichnis,
- Multi-Faktor-Authentifizierung,
- Clientsoftware,
- Zertifikate,
- Endgerät,
- Monitoring,
- und ein externer Identitä
ts- oder Cloud-Anbieter.tsanbieter.
Jede einzelne Komponente kann technisch funktionieren.
Trotzdem kann der gesamte VPN-Service unbrauchbar sein, wenn die Komponenten nicht korrekt zusammenarbeiten.
Technisches System
Ein technisches System entsteht durch das koordinierte Zusammenwirken mehrerer Komponenten.
Beispiele:
| Technisches System | Mögliche Komponenten |
|---|---|
| Verzeichnisdienst | Domain Controller, DNS, Datenbank, Replikation und Zeitquelle |
| E-Mail-System | |
| Webplattform | Webserver, Datenbank, Load Balancer, DNS und Speicher |
| Virtualisierungsplattform | Hosts, Hypervisor, Netzwerk, Storage und Managementsystem |
| Backup-System | Backupserver, Agenten, Speicherziele, Zugangsdaten und Zeitpläne |
Ein technisches System wird häufig aus Sicht der Architektur oderund Administration betrachtet.
Dabei stehen Fragen im Mittelpunkt wie:
- Welche Komponenten gehören
dazu?zum System? - Wie sind sie miteinander verbunden?
- Welche Abhängigkeiten bestehen?
- Wie wird das System überwacht?
- Wie wird es gesichert?
- Wie kann es wiederhergestellt werden?
- Wer darf es administrieren?
- Welche anderen Systeme greifen darauf zu?
Diese Sicht ist für SystemintegratorenFachinformatiker besondersfür wichtig.Systemintegration unverzichtbar.
Für die Beurteilungvollständige Bewertung eines Service reicht sie allein jedoch nicht aus.
DigitalesWas Produktist ein digitales Produkt?
ITIL Version 5 rückt die gemeinsame Betrachtung von digitalen Produkten und Services stärker in den Mittelpunkt.
Ein digitales Produkt kann praxisnah als eine zusammenhängende digitalebündelt Fähigkeithigkeiten, verstandenmit werden,denen die:
- Benutzer,
geplant,entwickeltKunden oderbeschafft,die bereitgestellt,eigene betrieben,Organisation unterstützt,nutzbare weiterentwickelt,Ergebnisse undermöglichtschließlich außer Betrieb genommen
werden muss.werden.
Ein digitales Produkt kann unter anderem umfassen:bestehen aus:
- Software,
- Hardware,
- Daten,
- Schnittstellen,
- Automatisierungen,
- Sicherheitsfunktionen,
- Dokumentation,
Betriebswerkzeuge,Betriebswerkzeugen,- Lieferantenleistungen,
- Supportleistungen,
- und
die zur Verwaltung notwendigenorganisatorischen Fähigkeiten.
Beispiele für digitale Produkte:
- eine
unternehmensweiteKommunikations-Kommunikationsplattform,und Kollaborationsplattform, - ein Kundenportal,
- eine Warenwirtschaftslösung,
- eine digitale Arbeitsplatzplattform,
- eine Monitoring-Plattform,
- eine Identitäts- und Zugriffsplattform,
- oder eine selbst entwickelte Geschäftsanwendung.
Ein digitales Produkt wird über seinen gesamten Lebenszyklus betrachtet.
Dazu gehören unter anderem:
- Bedarf und Zielsetzung verstehen,
- Anforderungen untersuchen,
- Lösung gestalten,
- Komponenten beschaffen oder entwickeln,
- testen,
- bereitstellen,
- betreiben,
- unterstützen,
- verbessern,
- und später kontrolliert außer Betrieb nehmen.
Wichtig
Ein digitales Produkt ist nicht zwingend
einnureinzelneseineProgramm.einzelne Anwendung.Es kann aus vielen technischen und organisatorischen Bestandteilen
bestehen und über längere Zeit weiterentwickelt werden.bestehen.
Produkt und Service sindgehören keine Gegensätzezusammen
InITIL früherenVersion Organisationsmodellen5 arbeitetenbetrachtet Produktentwicklungdigitale Produkte und IT-BetriebServices häufigals weitgehendeng getrennt.miteinander verbundene Bestandteile einer digital unterstützten Lösung.
DabeiEin entstandProdukt vereinfachtstellt folgendeFähigkeiten Trennung:bereit.
DasServiceProduktteamermöglichtentwickelteseineBenutzernLösung.oder DasKunden,BetriebsteamdieseübernimmtFähigkeitensiesinnvollanschließend.zu Derverwenden.Beispiel:
Betrachtung Kommunikationsplattform Produkt technisch und organisatorisch verwaltete Kommunikations- und Kollaborationsplattform Services E-Mail, Kalender, Kontakte, Chat, Videokonferenzen und Dateifreigabe Produkt und Service sind dabei keine voneinander unabhängigen Welten.
Probleme entstehen häufig, wenn Produktentwicklung, Betrieb und Support
bearbeitetgetrenntspäterarbeitenauftretendeundStörungen.wichtige
Ein
Diese Trennung kann zu Problemen führen:
Betriebsanforderungen werdenAnforderungen zu spät berücksichtigt.cksichtigen.
- Monitoring fehlt beim Produktivstart.
- Supportmitarbeiter erhalten
unzureichendekeineInformationen.ausreichende Dokumentation. - Betriebsanforderungen werden erst nach der Einführung erkannt.
- Sicherheitsanforderungen werden nachträglich ergänzt.
- Verantwortlichkeiten bleiben unklar.
- Fehler werden zwischen Teams weitergereicht.
- Benutzererfahrungen fließen nicht in die Weiterentwicklung ein.
denMailserver betreiben,- Zertifikate verlängern,
- Datenbanken warten,
- Spamfilter konfigurieren,
- Backups planen,
- Sicherheitsupdates
einspielen,installieren, - Speicher erweitern,
- oder externe Provider
steuern.koordinieren. - Nachrichten senden und empfangen,
- Kontakte
nutzen,verwenden, - Termine verwalten,
- Informationen austauschen,
- und zuverlässig kommunizieren
- eine interne IT-Abteilung,
- ein Managed Service Provider,
- ein Cloud-Anbieter,
- ein Software-as-a-Service-Anbieter,
- ein externer technischer Dienstleister,
- oder eine Kombination mehrerer Beteiligter.
- Benutzeranmeldung,
- Single Sign-on,
- Multi-Faktor-Authentifizierung,
- Passwortzurücksetzung,
- Berechtigungsbereitstellung,
- Identitätsprüfung,
- und Zugriff auf Cloud-Anwendungen.
- eine Identitätsplattform,
- eine Endgeräteverwaltung,
- eine E-Mail-Plattform,
- eine Kollaborationsplattform,
Sicherheitsprodukt,Sicherheitsprodukte,- Softwareverteilung,
- Netzwerkzugang,
- und Supportwerkzeuge.
- Konto erstellt,
GruppeGruppen zugewiesen,- E-Mail-Adresse angelegt,
- Lizenz
vergeben.vergeben, - Benutzerprofil vorbereitet.
- das
KennwortAnfangskennwort nicht sicher übermittelt wurde, MFAdie Multi-Faktor-Authentifizierung nicht eingerichtet werden kann,einenotwendigeBerechtigungBerechtigungenfehlt,fehlen,- das Endgerät
nochnicht bereitsteht, - die Anmeldung nicht getestet wurde,
- oder
dieerforderlichezuständigeFreigabenFührungskraft keine Freigabe erteilt hat.fehlen. - Zeitersparnis,
- geringeres Risiko,
- höhere Verfügbarkeit,
- bessere Benutzererfahrung,
- geringere Kosten,
- schnellere Kommunikation,
- bessere Entscheidungsgrundlagen,
- höhere Sicherheit,
- Erfüllung rechtlicher Anforderungen,
- oder Unterstützung eines Geschäftsprozesses.
- für die Informationssicherheit einen deutlichen Schutzgewinn darstellen,
- für Benutzer
zunächstzusätzlichen Aufwand erzeugen, - für das Unternehmen Risiken reduzieren,
- und für den Service Desk mehr Supportanfragen verursachen.
- VPN-Infrastruktur bereitstellen,
- Zugänge verwalten,
SicherheitSicherheitsmaßnahmengewährleisten,umsetzen,- Störungen bearbeiten,
undden Service überwachen.berwachen,- und Dokumentation bereitstellen.
- Zugangsdaten schützen,
- MFA korrekt verwenden,
- Sicherheitsvorgaben einhalten,
- ein geeignetes Endgerät verwenden,
- und Störungen mit verwertbaren Informationen melden.
- den Zugriff genehmigen,
- benötigte Berechtigungen benennen,
undÄnderungen rechtzeitigmitteilen.mitteilen,- und organisatorische Voraussetzungen schaffen.
- Die Anwendung lädt, reagiert aber zu langsam.
- Der Benutzer kann sich anmelden, besitzt aber keine notwendigen Berechtigungen.
- Das VPN ist erreichbar, unterstützt aber
dieeinebenötigtewichtige Fachanwendung nicht. - Das Backup läuft erfolgreich, wurde aber nie
wiederhergestelltdurchgetestet.eine Wiederherstellung geprüft. - Der Druckservice ist
verfügbar,erreichbar, aber der Benutzer kann keinengeeignetenpassenden Drucker auswählen. - Das Portal
funktioniertisttechnisch,technischistverfügbar, aber für Benutzer nicht verständlich. - Ein Dienst antwortet, verarbeitet jedoch keine Transaktionen korrekt.
- Verfügbarkeit,
- Leistung,
- Kapazität,
- Sicherheit,
- Zuverlässigkeit,
- Benutzerfreundlichkeit,
- Support,
- Wiederherstellbarkeit,
- und Eignung für den vorgesehenen Zweck.
- Fileserver,
- Storage,
- Netzwerk,
- DNS,
- Active Directory,
- Berechtigungen,
- Backup,
- Monitoring.
- Dateien speichern,
- öffnen,
- bearbeiten,
- austauschen,
- und bei Bedarf wiederherstellen lassen.
- Teams können gemeinsam an Dokumenten arbeiten.
- Unternehmensdaten werden zentral verwaltet.
- Zugriffe sind kontrollierbar.
- Daten können nach Fehlern wiederhergestellt werden.
- Informationen bleiben
auchbei einem Gerätewechsel verfügbar. wenigergeringeres Risiko von Datenverlust,- bessere Zusammenarbeit,
- zentrale Zugriffskontrolle,
- nachvollziehbare Sicherung,
- und geringerer Verwaltungsaufwand.
- Betrifft die Störung nur einen Benutzer?
- Sind mehrere Standorte betroffen?
- Funktioniert die
Anmeldung?Benutzeranmeldung? - Ist nur ein
NetzlaufwerkLaufwerk oder der gesamte Dateiservice betroffen? - Welcher Geschäftsprozess ist beeinträchtigt?
- Gibt es eine alternative Zugriffsmöglichkeit?
- Wurde eine Gruppenrichtlinie geändert?
- Gab es einen Change am Netzwerk oder Verzeichnisdienst?
- Welche Priorität ergibt sich aus Auswirkung und Dringlichkeit?
- Wer muss informiert werden?
- Zu welchem Produkt gehört die Komponente?
- Welche Services verwenden sie?
- Welche Benutzer sind abhängig?
- Welche anderen Systeme greifen darauf zu?
- Welche
ErgebnisseOutcomes können beeinträchtigt werden? - Welche Überwachung bestätigt die erfolgreiche Änderung?
- Wie kann der vorherige Zustand wiederhergestellt werden?
- Wer muss informiert werden?
- Welche Dokumentationen müssen aktualisiert werden?
- Benutzeranmeldung,
- E-Mail,
- Webanwendungen,
- Zertifikatsprüfung,
- Active Directory,
- VPN,
- Monitoring,
- und externe Schnittstellen.
- Zu welchem Produkt gehört die Komponente?
- Welche Services unterstützt sie?
- Wer ist verantwortlich?
- Welche Benutzer oder Kunden sind abhängig?
- Welche anderen Komponenten werden benötigt?
- Welche Überwachung existiert?
- Welche Wiederherstellungsverfahren gelten?
- Welche Lieferanten oder Verträge sind beteiligt?
- Welche Änderungen wurden zuletzt durchgeführt?
- Welche bekannten Fehler und Workarounds bestehen?
- Nutzung,
- Support,
- Sicherheit,
- Überwachung,
- Berechtigungen,
- Wiederherstellung,
- Kommunikation,
- und organisatorische Verantwortung.
- eine erfolgreiche Anmeldung,
- korrekte Berechtigungen,
- ausreichende Leistung,
- fehlerfreie Transaktionen,
- oder
positiveeine brauchbare Benutzererfahrung. - die Anwendung funktioniert,
- der Benutzer zugreifen kann,
- der vorgesehene Zweck erfüllt wird,
- und das Ergebnis
überprügeprüft wurde. - Risikoreduzierung,
- Sicherheit,
- Zuverlässigkeit,
schnellere Arbeit,Zeitersparnis,- bessere Erfahrung,
- oder die Erfüllung verbindlicher Anforderungen.
- technische Komponenten erfassen
- Verbindungen und Abhängigkeiten bestimmen
- übergeordnetes
ProduktSystem oderSystemProdukt identifizieren - unterstützte Services ermitteln
- Benutzer und weitere Stakeholder bestimmen
- erwartete
ErgebnisseOutputs und Outcomes erfassen - kritische Geschäftsprozesse zuordnen
- Verantwortlichkeiten klären
- Monitoring und Wiederherstellung prüfen
- Informationen nachvollziehbar dokumentieren
- Wie heißt der Service?
- Welches Ergebnis soll er ermöglichen?
- Wer verwendet ihn?
- Wer ist für ihn verantwortlich?
- Welche Produkte und Systeme unterstützen ihn?
- Welche technischen Komponenten sind kritisch?
- Welche externen Anbieter sind beteiligt?
- Welche Servicezeiten gelten?
- Welche Leistungsanforderungen bestehen?
- Welche Sicherheitsanforderungen gelten?
- Welche Abhängigkeiten bestehen?
- Wie wird der Service überwacht?
- Wie wird er wiederhergestellt?
- Wo befindet sich die Dokumentation?
- Welche bekannten Fehler und
ZwischenlösungenWorkarounds existieren? - Welche Komponente wird verändert?
- Zu welchem System oder Produkt gehört sie?
- Welche Services verwenden sie?
- Welche Benutzer oder Geschäftsbereiche sind betroffen?
- Welches Ergebnis soll die Maßnahme erreichen?
- Welche Abhängigkeiten bestehen?
- Welche Risiken entstehen?
- Wird eine Freigabe benötigt?
- Gibt es einen Rückfallplan?
- Wie wird der Erfolg technisch geprüft?
- Wie wird die Nutzbarkeit des Service geprüft?
- Wer muss informiert werden?
- Welche
DokumentationDokumentationenmussmüssen aktualisiert werden? - Benutzeranmeldung,
- E-Mail,
- VPN,
- Dateiservice,
- Backup,
- oder Unternehmensanwendung.
- Komponenten,
- Systeme,
- Produkte,
- Services,
- Stakeholder,
- Ergebnisse,
- Risiken,
- und Abhängigkeiten
- 1.1 Warum professionelles Service Management notwendig ist
- 1.3 Typische Folgen unstrukturierter IT-Arbeit
- 1.4 Serviceorientierung im Arbeitsalltag
- 2.1 Was ist ein digitales Produkt?
- 2.2 Was ist ein Service?
- 2.3 Wert und gemeinsame Wertschöpfung
- 2.4 Output und Outcome
- 2.5 Kosten und Risiken
- Service Configuration Management
- IT Asset Management
- Monitoring and Event Management
- Change Management
- Fehleranalyse und Troubleshooting
- PeopleCert: ITIL Foundation – Version 5
ITIL:ITIL Foundation – Version 5ITIL:PeopleCert: ITIL Foundation Version 5 – What’s New?PeopleCert:ITIL:TheNew ITIL Product and Service Lifecycle Model- PeopleCert: ITIL Product – Version 5
- PeopleCert: ITIL Service – Version 5
- PeopleCert: ITIL FAQ – Frequently Asked Questions about ITIL
Mögliche Folgen sind:
ITIL Version 5 betrachtet Produkte und Services deshalb als eng verbundene Seiten einer digital unterstützten Lösung.
Ein Produkt muss so gestaltet und betrieben werden, dass damit verlässliche Services erbracht werden können.
Ein Service benötigt wiederum geeignete Produkte und technische Fähigkeiten als Grundlage.
Merke
Ein Produkt stellt Fähigkeiten bereit.
Ein Service macht diese Fähigkeiten für
Benutzerbestimmteoder KundenStakeholder nutzbar.
Was ist ein Service?
Ein Service unterstützt Benutzer, Kunden oder andere Stakeholder dabei, gewünschte Ergebnisse zu erreichen.
DabeiDie sollenBenutzer siemüssen dabei nicht sämtlichealle zugrunde liegenden technischen Details, Kosten und Risikenorganisatorischen Einzelheiten selbst verwalten müssen.verwalten.
Ein Benutzer deseines E-Mail-Service muss beispielsweise nicht:nicht selbst:
Diese Aufgaben werden durch den Service Provider oder die zuständigen internen Teams übernommen.
Der Benutzer erwartet stattdessen, dass er:
kann.
Der Service Provider übernimmt oder koordiniert die dafür notwendigen Fähigkeiten, Ressourcen, Arbeitsweisen und Beziehungen.
Interne und externe Services
Ein Service muss nicht an einen extern zahlenden Kunden verkauft werden.
Auch interne IT-Abteilungen erbringen Services.
Beispiele:
| Service | Mögliche Service Consumer |
|---|---|
| Benutzerverwaltung | Mitarbeiter und Fachabteilungen |
| zentraler Dateiservice | interne Teams und Projekte |
| E-Mail- und Kalender-Service | gesamte Organisation |
| ERP-Service | Einkauf, Lager, Vertrieb und Buchhaltung |
| Entwicklungsplattform | Softwareentwicklung |
| Monitoring-Service | Betriebsteams und |
| Backup- und Restore-Service | Fachabteilungen und Systemverantwortliche |
| Netzwerkzugang | Mitarbeiter, Gäste und technische Systeme |
Der Service Provider kann sein:
ProdukteEin könnenProdukt kann mehrere Services ermöglichen
Ein digitales Produkt kann verschiedene Services unterstützen.
Beispiel: Eine zentrale Identitätsplattform kann beispielsweise folgende Services ermöglichen:unterstützen:
Umgekehrt kann einEin einzelner Service kann umgekehrt mehrere Produkte benötigen.
Beispiel: Ein digitaler Arbeitsplatzservice kann beispielsweise verwenden:
Praxistipp
Frage bei einer Störung nicht nur:
„Welches System ist ausgefallen?“
Frage zusätzlich:
„Welche Services verwenden dieses System und welche Benutzer sind dadurch betroffen?“
Output und Outcome unterscheiden
Für dasdie VerständnisBewertung voneiner ServicesAufgabe ist die Unterscheidung zwischen Output und Outcome hilfreich.wichtig.
| Begriff | Praktische Bedeutung | |
|---|---|---|
| Output | ||
| Outcome |
Weitere Beispiele:
| Output | Outcome |
|---|---|
| VPN-Client wurde installiert. | Mitarbeiter kann sicher von außerhalb arbeiten. |
| Benutzerkonto wurde angelegt. | |
| Server wurde bereitgestellt. | |
| Backup wurde erfolgreich ausgeführt. | Daten können nach einem Ausfall wiederhergestellt werden. |
| Patch wurde installiert. | Ein bekanntes Sicherheitsrisiko wurde reduziert. |
| Wissensartikel wurde erstellt. | Supportmitarbeiter können |
Typischer Fehler
Die technische Durchführung wird mit dem erfolgreichen Ergebnis gleichgesetzt.
Eine installierte Anwendung ist beispielsweise noch kein
Erfolg,erfolgreicher Service, wenn der Benutzer sie nicht starten, verwenden oder für seine Aufgabe einsetzen kann.
Technische Fertigstellung ist nicht gleich Serviceerfolg
Eine technische Aufgabe kann formal abgeschlossen sein, obwohl der gewünschte Service noch nicht funktioniert.
Beispiel:
Ein neues Benutzerkonto wurde technisch angelegt.
TechnischFolgende wurdeSchritte Folgendeswurden durchgeführt:
Der neue Mitarbeiter kann trotzdem nicht arbeiten, wenn:
Der reinetechnische Output lautet:
Benutzerkonto wurde erstellt.
Das erwartete Outcome lautet:
Der Mitarbeiter besitzt zum vorgesehenen Zeitpunkt einen funktionierenden und angemessenen Zugriff auf
alledie für seine Tätigkeitnotwendigenbenötigten Services.
Geschäftsergebnis und Benutzerergebnis
Ein Service kann verschiedeneunterschiedliche Ergebnisse für unterschiedlicheverschiedene Stakeholder ermöglichen.
Beispiel: Backup- und Restore-Service
| Stakeholder | Erwartetes Ergebnis |
|---|---|
| Benutzer | versehentlich gelöschte Datei kann wiederhergestellt werden |
| Fachabteilung | geschäftskritische Daten bleiben verfügbar |
| IT-Betrieb | Systeme können |
| Informationssicherheit | |
| Unternehmensleitung | Betriebsunterbrechungen und Verluste werden begrenzt |
| Auditor |
Nicht jeder Stakeholder bewertet denselben Service nach denselben Kriterien.
Deshalb müssen Anforderungen, ErwartungenErwartungen, Kosten und Risiken aus mehreren Perspektiven betrachtet werden.
Vom technischen Baustein zum Ergebnis
Ein vereinfachtes Beispiel für einen E-Mail-Service:
| Ebene | Beispiel |
|---|---|
| Komponenten | DNS, Identitätsdienst, Mailplattform, |
| System | technische Kommunikationsplattform |
| Produkt | digitale Kommunikations- und Kollaborationslösung |
| Service | E-Mail-, Kalender- und Kontaktservice |
| Output | Postfach und Clientzugang wurden bereitgestellt |
| Outcome | Mitarbeiter können zuverlässig kommunizieren |
| Geschä |
Zusammenarbeit und Geschäftsprozesse werden unterstützt |
| Wert | zuverlässige Kommunikation bei angemessenen Kosten und Risiken |
Diese Darstellung hilft, technische Aufgaben mit den Ergebnissen für Benutzer und Unternehmen zu verbinden.
Sie ist jedoch keine starre ITIL-Prozesskette.
Produkte,Sie Services,dient Stakeholderals undpraktische ErgebnisseOrientierung, beeinflussenum sichtechnische gegenseitig.Arbeit mit den erwarteten Ergebnissen zu verbinden.
Was bedeutet Wert?
Wert entsteht, wenn ein Produkt oder Service für einen Stakeholder einen erkennbaren Nutzen besitzt.
Wert kann sich beispielsweise zeigen durch:
Wert ist nicht für jeden Stakeholder identisch.
Beispiel:
Eine strengere Multi-Faktor-Authentifizierung kann:
Eine gute Lösung berücksichtigt diese unterschiedlichen Perspektiven.
Merke
Wert ist nicht nur eine technische Eigenschaft.
Er wird von
den beteiligtenStakeholdern anhand ihrerZiele,Ergebnisse,Erfahrungen,Kosten,KostenRisiken, Erfahrungen undRisikenErwartungen wahrgenommen.
Wert wird gemeinsam ermöglicht
Der Service Provider stellterzeugt Wert nicht alleinvollständig und automatisch Wert her.allein.
Auch Service Consumer und weitere Stakeholder tragen dazuzur erfolgreichen Nutzung bei.
Beispiel: Sicherersicherer Fernzugriff
Der Service Provider muss unter anderem:
Der Benutzer muss unter anderem:
Die Fachabteilung oder Führungskraft oder Fachabteilung muss möglicherweise:
DerDas Wertgewünschte Ergebnis entsteht erst durch das Zusammenwirken dieserder Beteiligten.
Verfügbarkeit allein reicht nicht aus
Ein Service kann technisch erreichbar und trotzdem praktisch unbrauchbar sein.
Beispiele:
Bei der Beurteilung eines Service müssenkönnen daherdeshalb nebenunter technischeranderem Verfügbarkeitfolgende auchEigenschaften weiterewichtig Aspekte berücksichtigt werden, beispielsweise:sein:
Beispiel:Praxisbeispiel: Zentralerzentraler Dateiservice
Ein Unternehmen betreibt einen zentralen Dateiservice.
Technische Komponenten
Digitales Produkt
Eine verwaltete Plattform zur Speicherung und gemeinsamen Nutzung von Unternehmensdateien.
Service
Benutzer können entsprechend ihrer Berechtigungen:
Erwartete ErgebnisseOutcomes
Möglicher Wert
Beispiel:Praxisbeispiel: Störung des Dateiservice
Ein Benutzer meldet:
„Das Netzlaufwerk ist verschwunden.“
Eine rein komponentenorientierte Analyse könnte sofort mit dem Fileserver beginnen.
Die serviceorientierte Analyse prüft zusätzlich:
Dadurch wird verhindert, dass eine einzelne technische Vermutung zu früh als Ursache angenommen wird.
Bedeutung für das Monitoring
Monitoring sollte nicht ausschließlich einzelne Komponenten überwachen.
Ein Server kann erreichbar sein, obwohl der Service für Benutzer nicht funktioniert.
Deshalb können unterschiedliche Überwachungsebenen erforderlichnotwendig sein:
| Ebene | Beispiel |
|---|---|
| Komponentenüberwachung | CPU, |
| Systemüberwachung | Datenbankverbindung und Dienststatus |
| Anwendungsüberwachung | Anmeldung und wichtige Transaktionen |
| Serviceüberwachung | vollständiger Benutzerweg funktioniert |
| Ergebnisorientierte Messung | Benutzer |
Praxistipp
Überwache bei kritischen Services
mindestensmöglichst auch eine Funktion, die der tatsächlichen Benutzernutzungmöglichstnahekommt.Ein
einfachererfolgreicher Ping bestätigt nur die Erreichbarkeit eines Hosts, nicht die Nutzbarkeit des gesamten Service.
Bedeutung für Änderungen
Vor einer technischen Änderung muss nicht nur die betroffene Komponente betrachtet werden.
Zusätzlich sollte geprüft werden:
Beispiel:
Eine Änderung an DNS kann Auswirkungen besitzen auf:
Die technische Änderung kann klein erscheinen, während die mögliche Serviceauswirkung sehr groß ist.
Bedeutung für die Priorisierung
Die Priorität einer Störung sollte nicht nur anhand der ausgefallenen Komponente bewertet werden.
Beispiel:
| Störung | Technische Betrachtung | Servicebezogene Betrachtung |
|---|---|---|
| einzelner Testserver ausgefallen | möglicherweise geringe geschäftliche Auswirkung | |
| zentraler DNS- |
einzelner technischer Dienst |
möglicherweise viele Services betroffen |
| einzelnes Gerät ausgefallen | Auswirkung |
|
| zentrale Datenbank reagiert langsam | System ist noch erreichbar | möglicherweise erhebliche Beeinträchtigung eines Geschäftsprozesses |
Merke
Die technische Größe eines Fehlers bestimmt nicht automatisch seine geschäftliche Priorität.
Bedeutung für die Dokumentation
Eine gute technische Dokumentation sollte nicht nur Komponenten beschreiben.
Sie sollte nach Möglichkeit auch folgende Fragen beantworten:
Dadurch wird aus einer reinen Inventarliste eine nutzbare Wissensgrundlage für Betrieb, Support und Wiederherstellung.
Typische Denkfehler
Denkfehler 1: Der Server ist der Service
Ein Server ist normalerweise nur eine Komponente oder Plattform.
Der Service umfasst zusätzlich unter anderem:beispielsweise:
Denkfehler 2: Wenn das Monitoring grün ist, funktioniert der Service
Ein grüner Hoststatus bestätigt nicht automatisch:
Denkfehler 3: Installation bedeutet Abschluss
Eine Softwareinstallation ist zunächst ein Output.
Der Vorganggewünschte Zustand ist erst erfolgreich,erreicht, wenn:
Denkfehler 4: Produkt und Service sind dasselbe
Produkte und Services sind eng miteinander verbunden, erfüllenbesitzen aber unterschiedliche Betrachtungszwecke.Betrachtungsschwerpunkte.
Das Produkt bündelt und entwickelt Fähigkeiten.
Der Service macht diese Fähigkeiten für bestimmte Stakeholder nutzbar.
Denkfehler 5: Wert istbedeutet nur finanziellerfinanziellen Gewinn
Wert kann auch entstehen durch:
Wie ein Systemintegrator die Zusammenhänge ermittelt
Bei einem unbekannten System kannst du schrittweise vorgehen.
Vorgehensweise
Fragen für eine neue Umgebung
Wenn du einen neuen Service kennenlernst, solltest du mindestens folgende Fragen stellen:
Checkliste für technische Aufgaben
Bevor du eine technische Maßnahme durchführst:
Schnellzusammenfassung
| Begriff | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Komponente | einzelner technischer oder organisatorischer Baustein |
| System | zusammenwirkende Gruppe von Komponenten |
| Digitales Produkt | gebündelte digitale Fähigkeit, die über ihren Lebenszyklus verwaltet wird |
| Service | nutzbarer Zugang zu Fähigkeiten, der gewünschte Ergebnisse unterstützt |
| Output | erzeugtes Arbeitsergebnis oder bereitgestellter Bestandteil |
| Outcome | erreichte Wirkung oder Veränderung für einen Stakeholder |
| Geschäftsergebnis | Outcome, das ein Ziel oder einen Prozess der Organisation unterstützt |
| Wert | wahrgenommener Nutzen unter Berücksichtigung von Ergebnissen, Kosten, Risiken und Erfahrung |
Grafik vorgesehen
Zusammenhang zwischen Technik, Produkt, Service und Ergebnis
Technische Komponenten
↓
Systeme und Plattformen
↓
digitales Produkt und unterstützende Fähigkeiten
↓
nutzbare Services
↓
Ergebnisse für Benutzer und Organisation
↓
wahrgenommener Wert
Die Grafik sollte zusätzlich verdeutlichen, dass Rückmeldungen aus Nutzung, Betrieb und Support wieder in die Weiterentwicklung des Produkts und der Services einfließen.
Eine spätere interaktive Version kann einen beispielhaften Service auswählen lassen, etwa:
Anschließend werden die dazugehörigen:
angezeigt.
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Quellen und Versionsstand
Offizielle Grundlagen
Einordnung
Die Aussagen zur integrierten Betrachtung digitaler Produkte und Services, zum gemeinsamen Produkt- und Service-Lebenszyklus sowie zur Ausrichtung auf ErgebnisseOutcomes und Wert wurden anhand der genannten offiziellen ITIL- und PeopleCert-Veröffentlichungen geprüft.
Die verwendeten Beispiele, ChecklistenChecklisten, Betrachtungsebenen und technischen Zuordnungen sind zusätzliche herstellerneutrale Praxisempfehlungen dieses Nachschlagewerks.
Sie stellen keine wörtlichen offiziellen ITIL-Definitionen dar.
Behandelter Framework-Stand: ITIL Version 5
Zusätzlich berücksichtigt: ITIL 4
Fachlicher Stand: August 2026