2.3 Kardinalitäten
Definition
Kardinalitäten beschreiben, wie viele Datensätze einer Tabelle mit Datensätzen einer anderen Tabelle in Beziehung stehen können.
Wichtige Kardinalitäten
| Kardinalität | Bedeutung |
|---|---|
| 1:1 | Ein Datensatz gehört zu genau einem anderen Datensatz |
| 1:n | Ein Datensatz kann zu mehreren anderen Datensätzen gehören |
| n:m | Mehrere Datensätze können zu mehreren anderen Datensätzen gehören |
1:1-Beziehung
Ein Datensatz in Tabelle A gehört zu genau einem Datensatz in Tabelle B.
Beispiel
Ein Mitarbeiter hat genau einen Mitarbeiterausweis.
1:n-Beziehung
Ein Datensatz in Tabelle A kann zu mehreren Datensätzen in Tabelle B gehören.
Beispiel
Ein Kunde kann mehrere Bestellungen aufgeben.
n:m-Beziehung
Mehrere Datensätze aus Tabelle A können mit mehreren Datensätzen aus Tabelle B verbunden sein.
Beispiel
Eine Bestellung kann mehrere Artikel enthalten.
Ein Artikel kann in mehreren Bestellungen vorkommen.
Merksatz
1:n ist die häufigste Beziehung in relationalen Datenbanken.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben müssen Kardinalitäten häufig aus dem Aufgabentext abgeleitet werden.
Typische Fehler:
- 1:n und n:m verwechseln.
- n:m-Beziehungen nicht auflösen.
- Kardinalität aus Sicht nur einer Tabelle betrachten.
- Wörter wie „mehrere“, „genau ein“, „mindestens“ oder „kann“ überlesen.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker