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1.2 Fehlerumfang mit Kreuztests bestimmen

Zweck dieser Seite

Diese Seite dient dazu, den Umfang einer Störung systematisch einzugrenzen.

Nach der Störungsaufnahme ist bekannt, welches Symptom beobachtet wurde. Jetzt wird geprüft, ob die Ursache wahrscheinlich beim Benutzer, beim Gerät, beim Netzwerk, beim Standort, beim Zielsystem oder bei einem zentralen Dienst liegt.

In dieser Phase wird die Ursache noch nicht behoben. Das Ziel ist zunächst, die Fehlerdomäne möglichst stark zu verkleinern.


Grundprinzip

Ein einzelner Test zeigt häufig nur, dass etwas funktioniert oder nicht funktioniert.

Ein Kreuztest verändert gezielt nur eine Bedingung:

  • gleicher Benutzer, anderes Gerät;
  • anderer Benutzer, gleiches Gerät;
  • gleiches Gerät, andere Netzwerkverbindung;
  • gleiches Gerät, anderer Switchport;
  • gleiche Quelle, anderes Ziel;
  • andere Quelle, gleiches Ziel.

Dadurch lässt sich erkennen, mit welcher Komponente der Fehler mitwandert.


Was ist eine Fehlerdomäne?

Eine Fehlerdomäne ist der technische oder organisatorische Bereich, in dem die Ursache wahrscheinlich liegt.

Mögliche Fehlerdomänen:

Fehlerdomäne Beispiele
Benutzer Konto, Passwort, Gruppen, Rollen, Profil oder persönliche Einstellungen
Gerät Betriebssystem, Treiber, lokale Firewall, Software oder Hardware
Netzwerkinterface Ethernetadapter, WLAN-Adapter, USB-Adapter oder virtuelle NIC
Verkabelung Patchkabel, Dose, Patchfeld oder Gebäudeverkabelung
Switchport Portkonfiguration, VLAN, Port Security oder Hardwarefehler
VLAN oder Subnetz DHCP, Gateway, ACL, Routing oder Broadcast-Domain
Standort Switch, Firewall, WAN, VPN, Provider oder Stromversorgung
Zielsystem Server, Anwendung, Dienst, Listener oder lokale Firewall
Zentraler Dienst DNS, DHCP, Active Directory, NTP, Proxy oder Cloud-Dienst
Benutzergruppe Gruppenrichtlinie, Berechtigung, Lizenz oder Conditional Access
Betriebssystemgruppe Update, Treiber, Softwareversion oder Sicherheitsrichtlinie
Zeitpunkt oder Last Backup, Wartungsjob, hohe Auslastung oder geplante Änderung

Die wichtigsten Eingrenzungsachsen

Achse Fragestellung
Benutzer Ist nur ein bestimmter Benutzer betroffen?
Gerät Tritt der Fehler nur an einem Gerät auf?
Interface Tritt der Fehler nur über Ethernet, WLAN oder VPN auf?
Port Tritt der Fehler nur an einem Switchport auf?
VLAN Sind alle Geräte eines VLANs betroffen?
Subnetz Sind alle Geräte eines IP-Netzes betroffen?
Standort Ist nur ein Gebäude oder eine Außenstelle betroffen?
Dienst Ist nur ein bestimmter Dienst betroffen?
Ziel Ist nur ein bestimmter Server betroffen?
Betriebssystem Sind nur Windows-, Linux- oder macOS-Systeme betroffen?
Version Sind nur Systeme mit einem bestimmten Patchstand betroffen?
Zeit Tritt der Fehler nur zu bestimmten Zeiten auf?
Last Tritt der Fehler nur bei hoher Nutzung auf?

Betroffen und nicht betroffen dokumentieren

Die nicht betroffenen Systeme sind für die Diagnose genauso wichtig wie die betroffenen Systeme.

Kategorie Betroffen Nicht betroffen
Benutzer
Geräte
Betriebssysteme
Standorte
Switchports
VLANs
Subnetze
Netzwerkverbindungen
Anwendungen
Server
Zeiträume

Beispiel:

Kategorie Betroffen Nicht betroffen
Benutzer user andere Benutzer
Gerät CLIENT-01 CLIENT-02
Netzwerkverbindung Ethernet WLAN
Dienst interne Dienste lokale Anwendungen
Standort Raum 204 Raum 205

Aus diesem Beispiel ergibt sich noch keine endgültige Ursache. Der Fehlerbereich wurde aber bereits auf Ethernet, Verkabelung, Switchport, VLAN-Zuweisung oder die Ethernetkonfiguration des Clients eingegrenzt.


Regel für kontrollierte Kreuztests

Bei einem Kreuztest wird möglichst nur eine Bedingung verändert.

Ungeeignet:

  • anderen Benutzer verwenden;
  • gleichzeitig das Gerät wechseln;
  • zusätzlich WLAN statt Ethernet verwenden;
  • gleichzeitig einen anderen Zielserver testen.

Bei diesem Test wurden mehrere Bedingungen verändert. Das Ergebnis ist nicht eindeutig.

Besser:

  1. gleicher Benutzer an anderem Gerät;
  2. anderer Benutzer am ursprünglichen Gerät;
  3. ursprüngliches Gerät über ein anderes Interface;
  4. ursprüngliches Gerät an anderem Switchport.

Kreuztest 1 – Gleicher Benutzer an anderem Gerät

Durchführung

Der betroffene Benutzer testet dieselbe Funktion an einem anderen, nachweislich funktionierenden Gerät.

Auswertung

Ergebnis Wahrscheinlicher Bereich
Fehler tritt auch am anderen Gerät auf Benutzerkonto, Berechtigung, Rolle, Lizenz, Profil oder zentral gespeicherte Einstellung
Fehler tritt am anderen Gerät nicht auf ursprüngliches Gerät, lokale Konfiguration, Interface oder Software
Fehler tritt nur an Geräten eines Standortes auf Standortnetz, Richtlinie oder gemeinsamer Dienst
Ergebnis abhängig vom Betriebssystem Clientsoftware, Treiber, Richtlinie oder Kompatibilität

Wichtig

Es muss wirklich dieselbe Funktion mit demselben Benutzer getestet werden.


Kreuztest 2 – Anderer Benutzer am gleichen Gerät

Durchführung

Ein anderer berechtigter Benutzer testet dieselbe Funktion am betroffenen Gerät.

Auswertung

Ergebnis Wahrscheinlicher Bereich
Anderer Benutzer ist ebenfalls betroffen Gerät, Betriebssystem, Netzwerk oder lokale Software
Anderer Benutzer ist nicht betroffen Benutzerprofil, Konto, Rechte, Gruppen oder persönliche Einstellungen
Administrator funktioniert, Standardbenutzer nicht Rechte, UAC, Richtlinie oder Dateiberechtigung
Lokaler Benutzer funktioniert, Domänenbenutzer nicht AD, DNS, Kerberos, GPO oder Netzwerkerreichbarkeit

Anmeldedaten dürfen nicht zwischen Benutzern weitergegeben werden. Der andere Benutzer meldet sich selbst an.


Kreuztest 3 – Gleiches Gerät über anderes Netzwerkinterface

Mögliche Vergleiche:

  • Ethernet gegen WLAN;
  • WLAN gegen Ethernet;
  • interne Verbindung gegen VPN;
  • VPN gegen direkte Standortverbindung;
  • integrierte NIC gegen bekannten funktionierenden USB-Netzwerkadapter.

Auswertung

Ergebnis Wahrscheinlicher Bereich
Ethernet fehlerhaft, WLAN funktioniert Ethernetadapter, Kabel, Switchport, VLAN oder kabelgebundenes Netz
WLAN fehlerhaft, Ethernet funktioniert WLAN-Adapter, Funkversorgung, SSID, Authentifizierung oder WLAN-VLAN
Direkter Zugriff funktioniert, VPN nicht VPN, Tunnelrouting, VPN-DNS, MTU oder Berechtigung
VPN funktioniert, lokaler Standortzugriff nicht Standortnetz, lokales Routing, Firewall oder DNS
Beide Interfaces fehlerhaft Betriebssystem, zentrale Dienste, Zielsystem oder allgemeine Konfiguration

Ein funktionierendes alternatives Interface ist ein wichtiger Hinweis, aber noch keine dauerhafte Lösung.


Kreuztest 4 – Gleiches Gerät an anderem Switchport

Durchführung

Das betroffene Gerät wird kontrolliert mit einem nachweislich funktionierenden Port verbunden.

Dabei müssen berücksichtigt werden:

  • Port-VLAN;
  • Portprofil;
  • Voice VLAN;
  • Port Security;
  • 802.1X;
  • NAC;
  • DHCP Snooping;
  • Geschwindigkeit;
  • PoE;
  • Trunk- oder Access-Konfiguration.

Auswertung

Ergebnis Wahrscheinlicher Bereich
Gerät funktioniert am anderen Port ursprünglicher Port, Portprofil, VLAN, Kabelweg oder Switchhardware
Gerät funktioniert auch am anderen Port nicht Client, Adapter, Betriebssystem oder übergeordneter Netzwerkdienst
Mehrere Geräte funktionieren am ursprünglichen Port nicht Port, Kabelweg oder Switchkonfiguration
Andere Geräte funktionieren am ursprünglichen Port ursprünglicher Client oder dessen Authentifizierung

Der Vergleichsport muss für denselben Einsatzzweck und dasselbe VLAN vorgesehen sein.


Kreuztest 5 – Funktionierendes Gerät am betroffenen Port

Durchführung

Ein bekannt funktionierendes Gerät wird mit dem ursprünglichen Kabel und Switchport verbunden.

Auswertung

Ergebnis Wahrscheinlicher Bereich
Vergleichsgerät funktioniert ursprünglicher Client, NIC, Treiber oder Clientkonfiguration
Vergleichsgerät funktioniert nicht Kabel, Dose, Patchfeld, Switchport, VLAN oder Portprofil
Vergleichsgerät erhält anderes VLAN 802.1X, NAC, MAC-basierte Zuweisung oder Portprofil
Vergleichsgerät erhält ebenfalls keine IP DHCP, VLAN, Relay, Snooping oder Portkonfiguration

Kreuztest 6 – Gleiches Gerät, anderes Ziel

Durchführung

Vom betroffenen Client werden mehrere technisch vergleichbare Ziele getestet.

Beispiele:

  • anderer Server im gleichen VLAN;
  • anderer Server im entfernten Netz;
  • anderer interner Webdienst;
  • öffentliche IP-Adresse;
  • interner und externer DNS-Name.

Auswertung

Ergebnis Wahrscheinlicher Bereich
Nur ein Ziel ist nicht erreichbar Zielserver, Zieldienst, Ziel-Firewall oder Rückroute
Alle Ziele eines Subnetzes sind nicht erreichbar Routing, ACL, Firewall oder Gateway dieses Netzes
Interne Ziele funktionieren, externe nicht WAN, NAT, Proxy, Firewall oder Provider
Externe Ziele funktionieren, interne nicht internes Routing, VPN, interne DNS-Auflösung oder interne Firewall
Nur ein bestimmter Dienst ist nicht erreichbar Port, Listener, Host-Firewall oder Anwendung

Kreuztest 7 – Andere Quelle, gleiches Ziel

Durchführung

Dasselbe Ziel wird von einem anderen Client, VLAN oder Standort getestet.

Auswertung

Ergebnis Wahrscheinlicher Bereich
Andere Quelle erreicht das Ziel ursprünglicher Client oder ursprünglicher Netzwerkpfad
Keine Quelle erreicht das Ziel Zielsystem, zentraler Dienst oder allgemeiner Netzwerkpfad
Nur ein VLAN erreicht das Ziel nicht VLAN-Gateway, ACL, Routing oder Firewallregel
Nur ein Standort erreicht das Ziel nicht WAN, Standortfirewall, VPN oder Provider
Nur ein Betriebssystem ist betroffen Clientsoftware, Zertifikat, Richtlinie oder Protokollkompatibilität

Kreuztest 8 – IP-Adresse gegen Hostname

Durchführung

Das Ziel wird zuerst über die IP-Adresse und anschließend über den Hostnamen geprüft.

Prüfung Windows Linux macOS
Ziel-IP testen [RO] Test-NetConnection <Ziel-IP> [RO] ping -c 4 <Ziel-IP> [RO] ping -c 4 <Ziel-IP>
Hostname testen [RO] Test-NetConnection <Hostname> [RO] ping -c 4 <Hostname> [RO] ping -c 4 <Hostname>
DNS-Abfrage [RO] Resolve-DnsName <Hostname> [RO] dig <Hostname> [RO] dig <Hostname>

Auswertung

Ergebnis Wahrscheinlicher Bereich
IP funktioniert, Hostname nicht DNS, DNS-Suffix, Clientcache oder hosts-Datei
IP und Hostname funktionieren nicht Erreichbarkeit, Routing, Firewall oder Zielsystem
Hostname löst auf falsche IP auf DNS-Record, Split-DNS, Cache oder falscher DNS-Server
A-Record funktioniert, AAAA-Pfad nicht IPv6-Konfiguration oder IPv6-Routing
Kurzname funktioniert nicht, FQDN funktioniert DNS-Suffix oder Suchdomäne

Kreuztest 9 – Ping gegen tatsächlichen Dienstport

Ein Ping prüft nicht den eigentlichen Anwendungsdienst.

Prüfung Windows Linux macOS
ICMP [RO] Test-NetConnection <Ziel> [RO] ping -c 4 <Ziel> [RO] ping -c 4 <Ziel>
TCP-Port [RO] Test-NetConnection <Ziel> -Port <Port> [RO] nc -vz <Ziel> <Port> [RO] nc -vz <Ziel> <Port>
HTTPS [RO] curl -v https://<Ziel>/ [RO] curl -v https://<Ziel>/ [RO] curl -v https://<Ziel>/

Auswertung

Ergebnis Wahrscheinlicher Bereich
Ping und Port funktionieren grundlegende Verbindung vorhanden; Anwendung weiter prüfen
Ping funktioniert, Port nicht Listener, Dienst, Host-Firewall oder Netzwerkfirewall
Ping funktioniert nicht, Port funktioniert ICMP wird wahrscheinlich gefiltert
Port funktioniert, HTTPS-Anfrage nicht TLS, Proxy, Host Header oder Anwendung
TCP-Verbindung wird zurückgesetzt Zielprozess, Firewall, Proxy oder Load Balancer

curl -v kann Header, Zertifikatsinformationen und sensible Sitzungsdaten anzeigen. Ausgaben müssen vor der Weitergabe geprüft werden.


Kreuztest 10 – Lokal gegen entfernt

Test Zweck
Dienst lokal auf dem Server testen Prüft, ob Anwendung und lokaler Listener funktionieren
Dienst aus gleichem VLAN testen Prüft den lokalen Netzwerkzugriff
Dienst aus anderem VLAN testen Prüft Routing und Firewall zwischen Netzen
Dienst über VPN testen Prüft Tunnel, VPN-Routing und VPN-DNS
Dienst aus externem Netz testen Prüft WAN, NAT, Reverse Proxy oder externe Firewall

Auswertung

Ergebnis Wahrscheinlicher Bereich
Lokal funktioniert, entfernt nicht Firewall, Bind-Adresse, Routing, NAT oder Netzwerkpfad
Lokal funktioniert nicht Dienst, Anwendung, Konfiguration oder Abhängigkeit
Gleiches VLAN funktioniert, anderes VLAN nicht Inter-VLAN-Routing, ACL oder Firewall
Intern funktioniert, extern nicht NAT, WAN-Firewall, DNS oder Reverse Proxy
Extern funktioniert, intern nicht Hairpin NAT, internes DNS oder interne Route

System- und Netzwerkidentität prüfen

Prüfung Windows Linux macOS
Benutzer [RO] whoami [RO] whoami [RO] whoami
Hostname [RO] hostname [RO] hostname [RO] hostname
Interfaces [RO] Get-NetAdapter [RO] ip -brief link [RO] ifconfig -l
IP-Adressen [RO] Get-NetIPAddress [RO] ip -brief address [RO] ifconfig
Standardroute [RO] Get-NetRoute -DestinationPrefix "0.0.0.0/0" [RO] ip route show default [RO] route -n get default
DNS-Server [RO] Get-DnsClientServerAddress [RO] resolvectl status [RO] scutil --dns

Diese Informationen helfen zu prüfen, ob die verglichenen Systeme tatsächlich im erwarteten Netzwerk, VLAN oder Benutzerkontext arbeiten.


Empfohlene Reihenfolge der Kreuztests

  1. Betroffenen Benutzer und betroffenes Gerät bestätigen.
  2. Anderen Benutzer am gleichen Gerät testen.
  3. Gleichen Benutzer an anderem Gerät testen.
  4. Gleiches Gerät über anderes Interface testen.
  5. Anderes Gerät am gleichen Port testen.
  6. Gleiches Gerät an geeignetem Vergleichsport testen.
  7. Andere Ziele von gleicher Quelle testen.
  8. Gleiches Ziel von anderer Quelle testen.
  9. IP-Adresse gegen Hostname testen.
  10. Ping gegen tatsächlichen Dienstport testen.
  11. lokalen, internen und entfernten Zugriff vergleichen.
  12. Ergebnisse in einer Betroffen/Nicht-betroffen-Matrix festhalten.

Nicht jeder Fehler benötigt alle Kreuztests. Sobald die Fehlerdomäne eindeutig eingegrenzt ist, wird mit der passenden technischen Detailseite fortgefahren.


Auswertungsmatrix

Beobachtung Wahrscheinliche Fehlerdomäne Passende Folgeseite
Nur ein Benutzer betroffen Konto, Rechte oder Profil Benutzer- und Identitätsdiagnose
Nur ein Gerät betroffen Client, Treiber oder lokale Konfiguration Windows-, Linux- oder macOS-Diagnose
Nur Ethernet betroffen NIC, Kabel, Port oder VLAN Hardware, Switching und VLAN
Nur WLAN betroffen Funk, SSID, Authentifizierung oder WLAN-VLAN WLAN-Diagnose
Nur ein Port betroffen Switchport, Kabelweg oder Portprofil Switching und Verkabelung
Nur ein VLAN betroffen Gateway, DHCP Relay, ACL oder Routing VLAN, DHCP und Routing
Nur ein Standort betroffen WAN, VPN, Firewall oder Provider WAN- und Standortdiagnose
Nur ein Ziel betroffen Zielserver, Dienst oder Rückroute Server- und Dienstdiagnose
Nur ein Port oder Protokoll betroffen Listener oder Firewall TCP-, UDP- und Firewall-Diagnose
IP funktioniert, Hostname nicht DNS DNS-Diagnose
Alle Benutzer und Geräte betroffen zentraler Dienst oder Infrastruktur zentrale Infrastruktur prüfen
Fehler tritt nur zu bestimmten Zeiten auf Last, Job, Wartung oder Timeout Performance- und Zeitdiagnose

Vorlage zur Dokumentation der Kreuztests

Nummer Unveränderte Bedingung Veränderte Bedingung Ergebnis Schlussfolgerung
1
2
3
4
5

Beispiel

Ausgangssituation

CLIENT-01 erhält über Ethernet keine gültige DHCP-Adresse. Über WLAN funktioniert der Netzwerkzugriff.

Kreuztest Ergebnis
Anderer Benutzer an CLIENT-01 über Ethernet ebenfalls betroffen
Ursprünglicher Benutzer an CLIENT-02 funktioniert
CLIENT-01 über WLAN funktioniert
CLIENT-02 am Port von CLIENT-01 erhält ebenfalls keine DHCP-Adresse
CLIENT-01 an geeignetem Vergleichsport erhält gültige DHCP-Adresse

Schlussfolgerung

Der Fehler ist nicht benutzerabhängig und wahrscheinlich nicht durch die allgemeine Clientkonfiguration verursacht.

Die Fehlerdomäne wurde auf folgende Komponenten eingegrenzt:

  • ursprüngliches Patchkabel;
  • Netzwerkdose;
  • Patchfeld;
  • Switchport;
  • Port-VLAN;
  • Portprofil;
  • DHCP Snooping oder Port Security.

Die weitere Diagnose erfolgt im Kapitel zu Verkabelung, Switching und VLAN.


Nicht vorschnell verändern

Während der Eingrenzung nicht gleichzeitig:

  • Benutzerrechte ändern;
  • Client neu installieren;
  • Netzwerkstack zurücksetzen;
  • DNS- oder ARP-Cache löschen;
  • Switchport neu konfigurieren;
  • VLAN ändern;
  • Firewall deaktivieren;
  • DHCP-Reservierung löschen;
  • Dienste neu starten.

Zuerst muss festgestellt werden, mit welcher Komponente der Fehler zusammenhängt.


Ergebnis dieser Seite

Nach Abschluss der Kreuztests sollte bekannt sein, ob die Störung wahrscheinlich abhängig ist von:

  • Benutzer;
  • Gerät;
  • Netzwerkinterface;
  • Kabel oder Switchport;
  • VLAN oder Subnetz;
  • Standort;
  • Betriebssystem oder Version;
  • Zielsystem;
  • Dienst oder Port;
  • DNS;
  • VPN;
  • Zeitpunkt oder Last.

Die technische Detaildiagnose beginnt anschließend innerhalb der eingegrenzten Fehlerdomäne.


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1.3 Zeitpunkt und letzte Änderungen untersuchen

Quellen