2.1 Windows-Netzwerkbefehle
Ziel dieser Seite
Diese Seite enthält die wichtigsten klassischen Windows-Befehle für die praktische Netzwerkdiagnose. Sie behandelt vor allem Werkzeuge, die über die Eingabeaufforderung cmd.exe oder aus PowerShell heraus gestartet werden können.
Die objektorientierten PowerShell-Cmdlets wie Get-NetIPConfiguration, Get-NetRoute, Resolve-DnsName und Test-NetConnection folgen auf der nächsten Seite.
1. Wichtige Hinweise zur Verwendung
Die Kennzeichnungen wie [RO], [TEST] und [CHANGE] gehören nicht zum Befehl und dürfen nicht mit eingegeben werden.
Die Beispiele verwenden reservierte Dokumentationsadressen und -namen:
| Platzhalter | Bedeutung |
|---|---|
192.0.2.25 |
Beispielhafte IPv4-Zieladresse |
192.0.2.53 |
Beispielhafter DNS-Server |
server.example.test |
Beispielhafter vollständiger DNS-Name |
example.test |
Beispielhafte DNS-Domäne |
<Ziel> |
Durch echten Hostnamen oder echte IP-Adresse ersetzen |
<Adaptername> |
Durch den tatsächlichen Namen des Netzwerkadapters ersetzen |
<PID> |
Durch eine ermittelte Prozess-ID ersetzen |
<Ausgabepfad> |
Durch einen vorhandenen und geeigneten Speicherort ersetzen |
Vor einer Veränderung sollten zuerst die [RO]-Befehle ausgeführt und deren Ergebnisse gesichert werden.
2. Schnellübersicht
| Aufgabe | Kennzeichnung | Befehl |
|---|---|---|
| Computername anzeigen | [RO] |
hostname |
| MAC-Adressen anzeigen | [RO] |
getmac /v |
| Grundlegende IP-Konfiguration | [RO] |
ipconfig |
| Vollständige IP-Konfiguration | [RO][SENS] |
ipconfig /all |
| DNS-Clientcache anzeigen | [RO][SENS] |
ipconfig /displaydns |
| DNS-Clientcache leeren | [CHANGE] |
ipconfig /flushdns |
| DHCP-Lease freigeben | [CHANGE][DISRUPT] |
ipconfig /release |
| DHCP-Lease erneuern | [TEST][CHANGE] |
ipconfig /renew |
| IPv4-Erreichbarkeit testen | [TEST] |
ping /4 <Ziel> |
| IPv6-Erreichbarkeit testen | [TEST] |
ping /6 <Ziel> |
| Netzwerkpfad anzeigen | [TEST] |
tracert /d <Ziel> |
| Pfad und Paketverlust untersuchen | [TEST] |
pathping /n <Ziel> |
| Routingtabelle anzeigen | [RO] |
route print |
| IPv4-ARP-Cache anzeigen | [RO] |
arp -a |
| DNS-Abfrage ausführen | [TEST] |
nslookup <Ziel> |
| Bestimmten DNS-Server abfragen | [TEST] |
nslookup <Ziel> <DNS-Server> |
| TCP-Verbindungen und Listener anzeigen | [RO][SENS] |
netstat -ano |
| Prozess zu einer PID ermitteln | [RO] |
tasklist /FI "PID eq <PID>" |
| Status der Netzwerkinterfaces | [RO] |
netsh interface show interface |
| IPv4-Nachbartabelle anzeigen | [RO] |
netsh interface ipv4 show neighbors |
| IPv6-Nachbartabelle anzeigen | [RO] |
netsh interface ipv6 show neighbors |
| WLAN-Verbindung anzeigen | [RO][SENS] |
netsh wlan show interfaces |
| Sichtbare WLANs anzeigen | [TEST][SENS] |
netsh wlan show networks mode=bssid |
| WLAN-Bericht erzeugen | [FILE][SENS] |
netsh wlan show wlanreport |
| WinHTTP-Proxy anzeigen | [RO][SENS] |
netsh winhttp show proxy |
| Firewallstatus anzeigen | [RO] |
netsh advfirewall show allprofiles state |
3. Empfohlene Reihenfolge für eine erste Windows-Netzwerkdiagnose
| Schritt | Diagnosefrage | Befehl |
|---|---|---|
| 1 | Auf welchem Computer wird getestet? | hostname |
| 2 | Welche Netzwerkadapter sind vorhanden und aktiv? | netsh interface show interface |
| 3 | Welche IP-, Gateway-, DHCP- und DNS-Konfiguration liegt vor? | ipconfig /all |
| 4 | Funktioniert der lokale TCP/IP-Stack? | ping 127.0.0.1 |
| 5 | Ist das lokale Standardgateway erreichbar? | ping <Gateway-IP> |
| 6 | Ist eine entfernte IP-Adresse erreichbar? | ping /4 <Ziel-IP> |
| 7 | Funktioniert die Namensauflösung? | nslookup <Zielname> |
| 8 | Sind IP-Adresse und Name unterschiedlich betroffen? | ping <Ziel-IP> und ping <Zielname> |
| 9 | Welchen Weg nimmt der Datenverkehr? | tracert /d <Ziel> |
| 10 | Gibt es Hinweise auf Verlust oder starke Latenz? | pathping /n <Ziel> |
| 11 | Welche Route wird wahrscheinlich verwendet? | route print |
| 12 | Existiert eine lokale Nachbarzuordnung? | arp -a |
| 13 | Lauscht lokal ein Prozess auf dem erwarteten Port? | netstat -ano |
| 14 | Welcher Prozess gehört zur gefundenen PID? | tasklist /FI "PID eq <PID>" |
| 15 | Sind Proxy oder Windows-Firewall relevant? | netsh winhttp show proxy und netsh advfirewall show currentprofile |
Diese Reihenfolge ist ein Ausgangspunkt. Sie wird an das konkrete Fehlerbild angepasst.
4. Computername und MAC-Adressen
Computername anzeigen
Kennzeichnung: [RO]
hostname
Der Befehl zeigt den Hostnamenanteil des vollständigen Computernamens an.
Das ist nützlich, um sicherzustellen, dass die Diagnose tatsächlich auf dem vorgesehenen System durchgeführt wird.
Computername über die Umgebungsvariable anzeigen
Kennzeichnung: [RO]
echo %COMPUTERNAME%
%COMPUTERNAME% zeigt üblicherweise denselben Computernamen in Großbuchstaben an. In Clusterumgebungen kann sich die Ausgabe von hostname jedoch durch die Variable _CLUSTER_NETWORK_NAME_ unterscheiden.
MAC-Adressen und zugehörige Adapter anzeigen
Kennzeichnung: [RO]
getmac /v
Ausführliche Ausgabe als Liste:
getmac /v /fo list
Ausgabe als CSV:
getmac /v /fo csv
Wichtige Felder:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Connection Name | Name des Netzwerkadapters |
| Network Adapter | Beschreibung des Netzwerkgeräts |
| Physical Address | MAC-Adresse |
| Transport Name | Windows-interne Transportzuordnung |
Wichtig
Bei WLAN können private beziehungsweise zufällige MAC-Adressen verwendet werden. Die aktuell verwendete MAC-Adresse muss deshalb nicht dauerhaft mit der auf dem Gerät aufgedruckten Hardwareadresse übereinstimmen.
5. IP-Konfiguration mit ipconfig untersuchen
Grundlegende Konfiguration anzeigen
Kennzeichnung: [RO]
ipconfig
Der Befehl zeigt unter anderem:
- IPv4-Adressen;
- IPv6-Adressen;
- Subnetzmasken;
- Standardgateways;
- Adapter mit getrenntem Medium.
Vollständige Konfiguration anzeigen
Kennzeichnung: [RO][SENS]
ipconfig /all
ipconfig /all ist einer der wichtigsten ersten Diagnosebefehle auf Windows-Systemen.
Die Ausgabe kann interne Adressen, DNS-Suffixe, DHCP-Server und andere Infrastrukturinformationen enthalten und sollte deshalb als sensibel behandelt werden.
Wichtige Felder in der Ausgabe
| Feld | Diagnosebedeutung |
|---|---|
| Host Name | Name des lokalen Systems |
| Primary DNS Suffix | Primäres DNS-Suffix des Computers |
| Node Type | Verwendeter NetBIOS-Namensauflösungstyp |
| IP Routing Enabled | Gibt an, ob IP-Weiterleitung aktiviert ist |
| Adapter Description | Treiber- beziehungsweise Adapterbeschreibung |
| Physical Address | MAC-Adresse des Adapters |
| DHCP Enabled | Gibt an, ob IPv4 per DHCP konfiguriert wird |
| Autoconfiguration Enabled | Zeigt, ob automatische Adressierung möglich ist |
| IPv4 Address | Aktuelle IPv4-Adresse |
| Subnet Mask | Zugehörige IPv4-Subnetzmaske |
| Lease Obtained | Beginn des aktuellen DHCP-Leases |
| Lease Expires | Ablaufzeit des aktuellen DHCP-Leases |
| Default Gateway | Router für nicht lokal erreichbare Ziele |
| DHCP Server | DHCP-Server, von dem die Konfiguration stammt |
| DNS Servers | Eingetragene DNS-Server in ihrer Reihenfolge |
| Connection-specific DNS Suffix | DNS-Suffix des jeweiligen Adapters |
| NetBIOS over Tcpip | Status von NetBIOS über TCP/IP |
| Media State | Verbindungszustand eines Adapters |
Typische Auffälligkeiten
| Beobachtung | Mögliche Bedeutung | Nächste Prüfung |
|---|---|---|
Media disconnected |
Adapter besitzt derzeit keine aktive Verbindung | Kabel, WLAN-Verbindung, Adapterstatus und Switchport |
IPv4-Adresse aus 169.254.0.0/16 |
Windows verwendet wahrscheinlich APIPA, weil keine verwendbare DHCP-Konfiguration vorliegt | DHCP-Server, VLAN, Relay, Firewall und Link prüfen |
| Kein Standardgateway | Ziele außerhalb des lokalen Subnetzes sind normalerweise nicht über eine Default Route erreichbar | DHCP-Optionen, statische Konfiguration und Routingtabelle |
| Unerwarteter DNS-Server | DNS-Anfragen können an einen falschen Resolver gehen | DHCP-Option 6, VPN, statische Konfiguration und Richtlinien |
| Mehrere Standardgateways | Windows kann einen unerwarteten Ausgangspfad wählen | Routingtabelle und Metriken prüfen |
| Altes Lease | Nicht automatisch fehlerhaft, aber bei Netzänderungen relevant | Lease-Zeiten und DHCP-Server vergleichen |
| Nur IPv6-Link-Local-Adresse | Keine globale oder standortweite IPv6-Konfiguration erkennbar | Router Advertisements, DHCPv6 und IPv6-Routing |
| Falsches DNS-Suffix | Kurznamen können falsch oder gar nicht aufgelöst werden | Adapter-, DHCP-, VPN- und Domänenkonfiguration |
APIPA richtig bewerten
Eine Adresse aus 169.254.0.0/16 wird von Windows automatisch vergeben, wenn ein DHCP-konfigurierter Adapter keine verwendbare DHCP-Antwort erhält.
Damit ist unter Umständen Kommunikation mit anderen Systemen im selben lokalen Segment möglich, die ebenfalls eine passende Link-Local-Adresse besitzen. Normale geroutete Kommunikation in andere Subnetze ist damit jedoch nicht möglich.
Eine APIPA-Adresse beweist noch nicht, an welcher Stelle DHCP scheitert. Mögliche Ursachen sind unter anderem:
- keine physische Verbindung;
- falsches VLAN;
- DHCP-Server nicht erreichbar;
- DHCP-Scope erschöpft oder deaktiviert;
- DHCP-Relay fehlt;
- Firewall oder DHCP-Snooping blockiert;
- DHCP-Clientdienst gestört.
6. DNS-Clientcache mit ipconfig prüfen
DNS-Clientcache anzeigen
Kennzeichnung: [RO][SENS]
ipconfig /displaydns
Der Cache kann enthalten:
- Einträge aus der lokalen hosts-Datei;
- zuvor abgefragte DNS-Einträge;
- positive DNS-Antworten;
- negative Cacheeinträge;
- Record-Typen und TTL-Werte.
Die Ausgabe sollte möglichst vor dem Leeren des Caches gesichert werden.
DNS-Clientcache in eine Datei schreiben
Kennzeichnung: [RO][FILE][SENS]
ipconfig /displaydns > "<Ausgabepfad>\dns-cache.txt"
DNS-Clientcache leeren
Kennzeichnung: [CHANGE]
ipconfig /flushdns
Der Befehl entfernt dynamisch hinzugefügte positive und negative Einträge aus dem DNS-Clientcache.
Nicht sofort ausführen
Das Leeren des Caches kann:
- einen wichtigen Fehlerzustand beseitigen;
- einen veralteten oder negativen Cacheeintrag als Ursache verbergen;
- die anschließende DNS-Anfrage verändern;
- dazu führen, dass ein sporadischer Fehler vorübergehend nicht mehr reproduzierbar ist.
Deshalb zuerst:
ipconfig /displaydns
Danach bei begründeter Hypothese:
ipconfig /flushdns
Anschließend denselben Namen erneut testen.
Dynamische DNS-Registrierung anstoßen
Kennzeichnung: [TEST][CHANGE]
ipconfig /registerdns
Der Befehl stößt die manuelle dynamische Registrierung der konfigurierten DNS-Namen und IP-Adressen an.
Er ist für Probleme mit dynamischen DNS-Updates gedacht und nicht als allgemeiner erster Reparaturbefehl.
Nach der Ausführung sollten zusätzlich geprüft werden:
- DNS-Zone;
- Berechtigungen für dynamische Updates;
- DNS-Server-Ereignisse;
- Windows-Ereignisprotokolle;
- tatsächlich angelegte oder aktualisierte Records.
7. DHCP-Lease erneuern
Aktuelle DHCP-Konfiguration eines Adapters freigeben
Kennzeichnung: [CHANGE][DISRUPT]
ipconfig /release "<Adaptername>"
Für alle DHCP-konfigurierten IPv4-Adapter:
ipconfig /release
Dadurch wird die aktuelle DHCP-Konfiguration verworfen. Die Netzwerkverbindung kann unterbrochen werden.
DHCP-Konfiguration erneuern
Kennzeichnung: [TEST][CHANGE]
ipconfig /renew "<Adaptername>"
Für alle DHCP-konfigurierten IPv4-Adapter:
ipconfig /renew
DHCPv6-Konfiguration freigeben und erneuern
Kennzeichnung: [CHANGE][DISRUPT]
ipconfig /release6 "<Adaptername>"
Kennzeichnung: [TEST][CHANGE]
ipconfig /renew6 "<Adaptername>"
Wichtige Sicherheitsregel
ipconfig /release darf nicht unüberlegt in einer entfernten Administrationssitzung ausgeführt werden. Die Verbindung zum System kann dadurch sofort abbrechen.
Vorher sichern
ipconfig /all
Nachher vergleichen
ipconfig /all
Zu vergleichen sind insbesondere:
- IP-Adresse;
- Subnetzmaske;
- Standardgateway;
- DNS-Server;
- DHCP-Server;
- DNS-Suffix;
- Lease-Beginn;
- Lease-Ablauf.
Auswertung
| Ergebnis | Mögliche Schlussfolgerung |
|---|---|
| Lease wird erfolgreich erneuert | DHCP-Kommunikation funktioniert grundsätzlich |
| APIPA-Adresse nach dem Versuch | Keine verwendbare DHCP-Antwort erhalten |
| Alte Adresse bleibt bestehen | Lease möglicherweise noch gültig oder Erneuerung nicht erfolgreich |
| Neuer falscher Adressbereich | Falsches VLAN, falscher Scope oder nicht autorisierter DHCP-Server möglich |
| Gateway oder DNS fehlt | DHCP-Antwort beziehungsweise DHCP-Optionen unvollständig oder falsch |
| Befehl betrifft falschen Adapter | Adaptername, virtuelle Adapter und aktive Verbindung prüfen |
8. Erreichbarkeit mit ping prüfen
ping sendet ICMP-Echoanforderungen und zeigt empfangene Echoantworten sowie die jeweilige Round-Trip-Zeit an.
Ein erfolgreicher Ping beweist nicht, dass ein bestimmter TCP- oder UDP-Dienst funktioniert.
Ein fehlgeschlagener Ping beweist nicht sicher, dass das Ziel ausgeschaltet ist. ICMP kann gefiltert, begrenzt oder deaktiviert sein.
IPv4-Ziel testen
Kennzeichnung: [TEST]
ping /4 192.0.2.25
IPv6-Ziel testen
Kennzeichnung: [TEST]
ping /6 server.example.test
Namen testen
Kennzeichnung: [TEST]
ping server.example.test
Die erste Ausgabezeile zeigt normalerweise, in welche IP-Adresse der Name aufgelöst wurde.
Mehrere Anfragen senden
Kennzeichnung: [TEST]
ping /n 10 192.0.2.25
Windows sendet standardmäßig vier Echoanforderungen. /n 10 erhöht die Anzahl auf zehn.
Zeitüberschreitung festlegen
Kennzeichnung: [TEST]
ping /n 10 /w 1000 192.0.2.25
/w 1000 wartet pro Anfrage maximal 1000 Millisekunden auf eine Antwort.
Dauerhaft testen
Kennzeichnung: [TEST]
ping /t 192.0.2.25
Steuerung:
| Tastenkombination | Wirkung |
|---|---|
Strg + Unterbrechen |
Zwischenstatistik anzeigen und Test fortsetzen |
Strg + C |
Test beenden und Abschlussstatistik anzeigen |
Ein dauerhafter Ping sollte nicht unbeaufsichtigt laufen.
IPv4 oder IPv6 gezielt erzwingen
ping /4 server.example.test
ping /6 server.example.test
Damit lässt sich erkennen, ob nur einer der beiden Protokollpfade betroffen ist.
Paketgröße testen
Kennzeichnung: [TEST]
ping /4 /f /l 1472 192.0.2.25
Bedeutung:
| Option | Bedeutung |
|---|---|
/4 |
IPv4 verwenden |
/f |
„Do not Fragment“-Bit setzen |
/l 1472 |
ICMP-Datenfeld mit 1472 Byte verwenden |
1472 Byte plus 20 Byte IPv4-Header und 8 Byte ICMP-Header ergeben 1500 Byte. Das ist ein üblicher Startwert für Ethernet mit einer MTU von 1500, aber nicht für jeden Pfad passend.
Wenn eine Fragmentierungsmeldung erscheint, kann die Nutzlast schrittweise reduziert werden.
Beispiel:
ping /4 /f /l 1464 192.0.2.25
ping /4 /f /l 1400 192.0.2.25
Dieser Test kann Hinweise auf Probleme mit folgenden Komponenten geben:
- VPN-Tunnel;
- PPPoE;
- IPsec;
- GRE;
- Providerpfad;
- falsch konfigurierte MTU;
- gestörte Path-MTU-Discovery.
Ping-Ausgaben interpretieren
| Ausgabe | Bedeutung |
|---|---|
Reply from ... |
Eine ICMP-Echoantwort wurde empfangen |
Request timed out |
Innerhalb der Wartezeit wurde keine passende Echoantwort empfangen |
Destination host unreachable |
Das meldende System oder ein Router konnte das Ziel nicht erreichen |
General failure |
Lokaler Versand ist fehlgeschlagen; lokale Konfiguration, Route, Interface oder Netzwerkstack prüfen |
Ping request could not find host |
Der angegebene Name konnte nicht aufgelöst werden |
| Stark wechselnde Laufzeiten | Mögliche Überlastung, WLAN-Störung, Warteschlangen oder wechselnde Pfade |
| Paketverlust | Mögliche Filterung, Überlastung oder Verbindungsstörung; weitere Messungen erforderlich |
Bei Destination host unreachable ist entscheidend, welche IP-Adresse die Meldung sendet:
- eigene Adresse: Problem wahrscheinlich lokal oder im lokalen Segment;
- Standardgateway: Gateway besitzt möglicherweise keine passende Route;
- Zwischenrouter: Fehler weiter entfernt im Datenpfad.
TTL nicht als exakte Hopanzahl interpretieren
Der angezeigte TTL-Wert ist der verbleibende TTL-Wert der empfangenen Antwort. Da der ursprüngliche Startwert des Zielsystems normalerweise nicht sicher bekannt ist, kann daraus nicht zuverlässig die genaue Zahl der durchlaufenen Router berechnet werden.
9. Systematischer Ping-Test
Die folgende Reihenfolge grenzt den Fehler schrittweise ein.
1. Lokalen IPv4-Loopback testen
ping 127.0.0.1
Prüft grundlegende lokale IPv4-Verarbeitung. Der Test verlässt den Computer nicht.
2. Lokalen IPv6-Loopback testen
ping ::1
Prüft grundlegende lokale IPv6-Verarbeitung.
3. Eigene IP-Adresse testen
ping <Eigene-IP-Adresse>
Prüft die Bindung der Adresse an den lokalen Netzwerkstack. Der Test beweist noch keine funktionierende physische Verbindung.
4. Standardgateway testen
ping <Gateway-IP>
Prüft die ICMP-Kommunikation zum Gateway, sofern dieses ICMP beantwortet.
5. Entfernte IP-Adresse testen
ping <Entfernte-IP-Adresse>
Prüft den gerouteten IP-Pfad ohne Abhängigkeit von der DNS-Namensauflösung.
6. Zielname testen
ping server.example.test
Vergleich:
| IP-Test | Namenstest | Wahrscheinlicher Bereich |
|---|---|---|
| Erfolgreich | Erfolgreich | Grundlegende IP-Kommunikation und Namensauflösung funktionieren |
| Erfolgreich | Fehlgeschlagen | Namensauflösung, Suffix, Cache oder hosts-Datei prüfen |
| Fehlgeschlagen | Name wird aufgelöst | Routing, Firewall, Zielsystem oder Rückweg prüfen |
| Beide fehlgeschlagen | Keine eindeutige Aussage | Lokale Konfiguration, Gateway, DNS und Pfad getrennt prüfen |
10. Netzwerkpfad mit tracert untersuchen
tracert erhöht schrittweise den TTL-Wert und versucht dadurch, die Router auf dem Weg zum Ziel sichtbar zu machen.
Pfad zu einem Ziel anzeigen
Kennzeichnung: [TEST]
tracert server.example.test
Namensauflösung der Zwischenstationen deaktivieren
Kennzeichnung: [TEST]
tracert /d 192.0.2.25
/d verhindert Reverse-DNS-Abfragen für Zwischenrouter. Dadurch wird die Ausgabe häufig schneller und DNS-Verzögerungen beeinflussen die Messung weniger.
IPv4 erzwingen
tracert /4 server.example.test
IPv6 erzwingen
tracert /6 server.example.test
Maximale Hopanzahl begrenzen
tracert /d /h 15 192.0.2.25
Wartezeit pro Antwort verringern
tracert /d /w 1000 192.0.2.25
/w 1000 wartet bis zu 1000 Millisekunden auf die jeweilige ICMP-Antwort.
Ausgabe interpretieren
| Beobachtung | Mögliche Bedeutung |
|---|---|
| Ziel wird erreicht | Ein ICMP-basierter Pfad konnte bis zum Ziel verfolgt werden |
Einzelner Hop zeigt *, spätere Hops antworten |
Dieser Router antwortet möglicherweise nicht auf TTL-Überschreitungen; Weiterleitung funktioniert trotzdem |
Ab einem Hop nur noch * |
Filterung, fehlende Rückantwort, Pfadunterbrechung oder nicht antwortende Router möglich |
| Erster Hop unerwartet | Falsches Gateway, VPN, virtueller Adapter oder unerwartete Route möglich |
| Pfad unterscheidet sich zwischen Tests | Dynamisches Routing, Load Balancing, VPN-Wechsel oder andere Pfadauswahl möglich |
| Hohe Laufzeit an einem Hop, spätere Hops wieder normal | Der Router priorisiert seine eigenen ICMP-Antworten möglicherweise niedrig; kein sicherer Beweis für Weiterleitungsverzögerung |
| Hohe Laufzeit beginnt an einem Hop und bleibt danach erhöht | Möglicher Engpass oder langsamer Abschnitt ab diesem Bereich |
Wichtig
Drei Sternchen bedeuten nur, dass für diese Versuche keine erwartete ICMP-Antwort empfangen wurde. Sie beweisen nicht automatisch einen Paketverlust für normalen Anwendungsverkehr.
11. Paketverlust und Latenz mit pathping untersuchen
pathping kombiniert eine Pfadermittlung mit wiederholten ICMP-Messungen zu den Zwischenstationen.
Standardtest
Kennzeichnung: [TEST]
pathping 192.0.2.25
Ohne Namensauflösung
Kennzeichnung: [TEST]
pathping /n 192.0.2.25
Anzahl der Abfragen begrenzen
pathping /n /q 20 192.0.2.25
Zeitabstand zwischen aufeinanderfolgenden Pings festlegen
pathping /n /q 20 /p 500 192.0.2.25
| Option | Bedeutung |
|---|---|
/n |
Keine Namensauflösung der Zwischenrouter |
/q 20 |
20 Echoanforderungen pro Router |
/p 500 |
500 Millisekunden zwischen aufeinanderfolgenden Pings |
/w 1000 |
Bis zu 1000 Millisekunden auf eine Antwort warten |
/4 |
Nur IPv4 verwenden |
/6 |
Nur IPv6 verwenden |
Wartezeit beachten
pathping benötigt deutlich länger als tracert, weil nach der Pfaderkennung über einen Zeitraum Messwerte gesammelt werden.
Verlust richtig interpretieren
Wenn ein Zwischenrouter bei an ihn gerichteten ICMP-Paketen Verlust zeigt, aber alle folgenden Hops und das Ziel keinen entsprechenden Verlust zeigen, ist die Weiterleitung wahrscheinlich nicht im gleichen Maß betroffen.
Mögliche Erklärung:
- ICMP-Antworten des Routers werden begrenzt;
- der Router priorisiert Transitverkehr höher als eigene Diagnoseantworten;
- die Control Plane ist ausgelastet, während die Weiterleitung weiterhin funktioniert.
Wird ein Verlust ab einem bestimmten Link angezeigt und setzt sich bis zum Ziel fort, ist dieser Abschnitt wesentlich verdächtiger.
Pathping ist kein Beweis für Anwendungsleistung
Der Befehl prüft ICMP. Eine TCP-, UDP-, TLS- oder Anwendungsstörung muss mit dem tatsächlichen Protokoll weiter untersucht werden.
12. Routingtabelle mit route anzeigen
Gesamte Routingtabelle anzeigen
Kennzeichnung: [RO][SENS]
route print
Die Ausgabe enthält:
- Interface List;
- IPv4-Routingtabelle;
- IPv6-Routingtabelle;
- aktive Routen;
- persistente Routen;
- Netzwerkziele;
- Netzmasken beziehungsweise Präfixe;
- Gateways;
- Interfaceadressen;
- Metriken.
Routen für einen bestimmten Bereich filtern
Kennzeichnung: [RO]
route print 192.0.2.*
Wichtige Bestandteile
| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| Network Destination | Zielnetz oder Zielhost |
| Netmask | Netzmaske der Route |
| Gateway | Nächster Router beziehungsweise Next Hop |
| Interface | Lokale Ausgangsadresse |
| Metric | Kostenwert der Route |
| On-link | Ziel ist über das angegebene Interface direkt erreichbar |
Default Route erkennen
Network Destination: 0.0.0.0
Netmask: 0.0.0.0
Diese Route wird verwendet, wenn keine spezifischere passende IPv4-Route vorhanden ist.
Routenauswahl vereinfacht
Windows berücksichtigt grundsätzlich:
- passende Zielpräfixe;
- die spezifischste passende Route;
- bei gleich spezifischen Routen die Metriken;
- die zugehörige Interfacemetrik und Routenkonfiguration.
Eine Route zu 192.0.2.0/24 ist beispielsweise spezifischer als die Default Route 0.0.0.0/0.
Typische Auffälligkeiten
| Beobachtung | Mögliche Ursache |
|---|---|
| Keine Default Route | Kein Gateway konfiguriert oder DHCP-Konfiguration unvollständig |
| Mehrere Default Routes | Mehrere Adapter, VPN, virtuelle Netzwerke oder fehlerhafte Konfiguration |
| Unerwartet niedrige Metrik | Datenverkehr verwendet möglicherweise den falschen Adapter |
| Zielroute zeigt auf VPN | Split-Tunnel- oder VPN-Routing relevant |
| Spezifische Route zeigt auf falsches Gateway | Statische Route oder Software hat die Pfadauswahl verändert |
Route ist On-link, Ziel liegt aber nicht im lokalen Segment |
Falsche Subnetzmaske oder Präfixlänge möglich |
| Persistente Route unerwartet vorhanden | Frühere manuelle Konfiguration oder Softwareinstallation prüfen |
Verändernde route-Befehle
Folgende Befehle verändern die Routingtabelle und sind keine reinen Diagnosebefehle:
route add
route change
route delete
route /f
route /f entfernt einen großen Teil der Routingeinträge und kann Netzwerk- sowie Remotesitzungen unterbrechen. Der Befehl darf nicht als allgemeiner Reparaturversuch verwendet werden.
13. ARP-Cache und IPv4-Nachbartabelle prüfen
ARP ordnet IPv4-Adressen im lokalen Segment den zugehörigen MAC-Adressen zu.
ARP-Cache aller Interfaces anzeigen
Kennzeichnung: [RO][SENS]
arp -a
Ein bestimmtes Ziel anzeigen
arp -a 192.0.2.25
Tabelle eines bestimmten Interfaces anzeigen
arp -a -N <Lokale-Interface-IP>
Ausgabe interpretieren
| Typ | Bedeutung |
|---|---|
| dynamic | Zuordnung wurde dynamisch per ARP gelernt |
| static | Zuordnung wurde statisch eingetragen oder vom System vorgegeben |
| Kein Eintrag | Ziel wurde noch nicht lokal aufgelöst, liegt nicht im lokalen Segment oder ARP-Auflösung ist fehlgeschlagen |
Gezielte Prüfung
Zuerst das lokale Ziel ansprechen:
ping 192.0.2.25
Danach ARP-Tabelle prüfen:
arp -a 192.0.2.25
Wenn das Ziel im selben IPv4-Subnetz liegt, aber trotz eines Kommunikationsversuchs keine passende MAC-Adresse gelernt wird, sollten unter anderem geprüft werden:
- VLAN-Zuordnung;
- Switchport;
- Kabel oder WLAN;
- falsche Subnetzmaske;
- Zielsystem ausgeschaltet;
- ARP-Filterung;
- Duplicate Address;
- Security-Funktionen wie Dynamic ARP Inspection;
- virtuelle Switches und Bridges.
ARP-Eintrag löschen
Kennzeichnung: [PRIV][CHANGE]
arp -d 192.0.2.25
Der Eintrag sollte erst gelöscht werden, nachdem sein vorheriger Zustand dokumentiert wurde.
Das Löschen erzwingt bei der nächsten Kommunikation eine neue ARP-Auflösung. Es beweist jedoch nicht, warum ein vorheriger Eintrag falsch oder veraltet war.
IPv6 beachten
arp gilt für IPv4. IPv6 verwendet Neighbor Discovery.
IPv6-Nachbarn anzeigen:
netsh interface ipv6 show neighbors
14. DNS mit nslookup prüfen
nslookup kann DNS-Server direkt abfragen und unterstützt einen nicht interaktiven sowie einen interaktiven Modus.
Einzelnen Namen mit dem Standard-DNS-Server abfragen
Kennzeichnung: [TEST][SENS]
nslookup server.example.test
Bestimmten DNS-Server abfragen
nslookup server.example.test 192.0.2.53
So können Antworten unterschiedlicher DNS-Server miteinander verglichen werden.
IPv4-A-Record abfragen
nslookup -type=A server.example.test 192.0.2.53
IPv6-AAAA-Record abfragen
nslookup -type=AAAA server.example.test 192.0.2.53
Mailserver abfragen
nslookup -type=MX example.test 192.0.2.53
Nameserver einer Zone abfragen
nslookup -type=NS example.test 192.0.2.53
TXT-Record abfragen
nslookup -type=TXT example.test 192.0.2.53
SRV-Record abfragen
nslookup -type=SRV _ldap._tcp.dc._msdcs.example.test 192.0.2.53
Reverse Lookup ausführen
nslookup 192.0.2.25 192.0.2.53
Dabei wird nach einem PTR-Record gesucht.
Interaktiven Modus starten
nslookup
Beispiel innerhalb des interaktiven Modus:
server 192.0.2.53
set type=AAAA
server.example.test
exit
Ausgabe interpretieren
| Ausgabe | Bedeutung |
|---|---|
Server |
Verwendeter DNS-Server |
Address |
Adresse des verwendeten DNS-Servers |
Name |
Zurückgegebener kanonischer Name |
Addresses |
Zurückgegebene IP-Adressen |
Aliases |
Gefundene Aliasnamen |
Non-authoritative answer |
Antwort stammt nicht direkt vom autoritativen Server |
NXDOMAIN beziehungsweise „Non-existent domain“ |
Angefragter Name existiert laut Antwort nicht |
Request timed out |
DNS-Server antwortete innerhalb des Timeouts nicht |
Server failed |
DNS-Server meldet einen Verarbeitungsfehler |
Refused |
DNS-Server lehnt die Anfrage ab |
Wichtige Einschränkung
Eine erfolgreiche nslookup-Abfrage beweist nicht, dass eine Anwendung denselben Namen auf dieselbe Weise auflöst.
Zusätzlich relevant sein können:
- Windows-DNS-Clientcache;
- hosts-Datei;
- DNS-Suffixsuchliste;
- VPN-Namensauflösung;
- Split-DNS;
- DoH in einem Browser;
- Proxyauflösung;
- anwendungseigener DNS-Cache;
- NetBIOS oder LLMNR.
Die Anwendung sollte deshalb anschließend ebenfalls direkt getestet werden.
15. NetBIOS-Namensauflösung mit nbtstat prüfen
nbtstat ist hauptsächlich für ältere beziehungsweise weiterhin verwendete NetBIOS-over-TCP/IP-Umgebungen relevant.
Lokale NetBIOS-Namenstabelle anzeigen
Kennzeichnung: [RO][SENS]
nbtstat /n
NetBIOS-Namenscache anzeigen
nbtstat /c
Remote-Tabelle über den NetBIOS-Namen abfragen
Kennzeichnung: [TEST][SENS]
nbtstat /a <Remote-NetBIOS-Name>
Remote-Tabelle über die IPv4-Adresse abfragen
nbtstat /A 192.0.2.25
Groß- und Kleinschreibung der Optionen ist hier wichtig:
| Option | Abfrage |
|---|---|
/a |
Remotecomputer über NetBIOS-Namen |
/A |
Remotecomputer über IPv4-Adresse |
nbtstat sollte nur verwendet werden, wenn NetBIOS, WINS, ältere SMB-Namensauflösung oder eine entsprechende Legacy-Anwendung tatsächlich relevant ist.
16. Verbindungen, Listener und Ports mit netstat prüfen
Aktive TCP-Verbindungen anzeigen
Kennzeichnung: [RO][SENS]
netstat
Alle Verbindungen und Listener numerisch anzeigen
netstat -an
Verbindungen, Listener und Prozess-IDs anzeigen
netstat -ano
Bedeutung:
| Option | Funktion |
|---|---|
-a |
Alle aktiven TCP-Verbindungen sowie TCP- und UDP-Listener anzeigen |
-n |
Adressen und Ports numerisch anzeigen |
-o |
Zugehörige Prozess-ID anzeigen |
-b |
Beteiligte ausführbare Datei anzeigen |
-e |
Ethernet-Statistiken anzeigen |
-r |
Routingtabelle anzeigen |
-s |
Protokollstatistiken anzeigen |
-p |
Ausgabe auf ein Protokoll begrenzen |
Ausführbare Programme anzeigen
Kennzeichnung: [RO][PRIV][SENS]
netstat -abno
-b kann langsam sein und benötigt ausreichende Rechte.
Nach einem Port filtern
Kennzeichnung: [RO][SENS]
netstat -ano | findstr ":443"
Achtung
Die Suche findet :443 sowohl bei lokalen als auch bei entfernten Adressen. Das Ergebnis muss anhand der Spalte Local Address beziehungsweise Foreign Address bewertet werden.
Nur Listener suchen
netstat -ano | findstr "LISTENING"
Auf einem deutschsprachigen Windows kann die Zustandsbezeichnung lokalisiert ausgegeben werden. Für zuverlässig automatisierbare Abfragen sind die PowerShell-Cmdlets der nächsten Seite besser geeignet.
Prozess zu einer PID suchen
tasklist /FI "PID eq 1234"
Wenn mehrere Windows-Dienste von einem gemeinsamen svchost.exe-Prozess gehostet werden:
tasklist /SVC /FI "PID eq 1234"
Protokollstatistiken anzeigen
netstat -s
Ethernet- und Protokollstatistiken anzeigen
netstat -e -s
Routingtabelle über netstat anzeigen
netstat -r
Das entspricht funktional weitgehend:
route print
Ausgabe regelmäßig aktualisieren
netstat -ano 5
Die Ausgabe wird alle fünf Sekunden aktualisiert. Mit Strg + C wird die Wiederholung beendet.
17. TCP-Zustände interpretieren
| Zustand | Bedeutung | Diagnosehinweis |
|---|---|---|
LISTENING |
Lokaler Prozess wartet auf Verbindungen | Erwarteter Dienst besitzt grundsätzlich einen Listener |
SYN_SENT |
Verbindungsanfrage wurde gesendet, passende Antwort steht aus | Ziel, Firewall, Route oder Rückweg prüfen |
SYN_RECEIVED |
Anfrage wurde empfangen und beantwortet, Abschluss des Handshakes steht aus | Clientantwort oder Rückweg prüfen |
ESTABLISHED |
TCP-Verbindung ist aufgebaut | TCP funktioniert; Anwendung kann trotzdem fehlerhaft sein |
FIN_WAIT_1 |
Lokale Seite hat das Beenden eingeleitet | Kurzzeitig normal |
FIN_WAIT_2 |
Bestätigung liegt vor, Beendigung der Gegenseite steht aus | Viele dauerhafte Einträge können auf Anwendungsprobleme hindeuten |
CLOSE_WAIT |
Gegenseite hat beendet; lokale Anwendung muss noch schließen | Viele dauerhafte Einträge deuten häufig auf eine nicht sauber schließende Anwendung |
LAST_ACK |
Lokale Seite wartet auf letzte Bestätigung | Kurzzeitig normal |
TIME_WAIT |
Verbindung wartet vor vollständiger Freigabe | Viele Einträge können bei hoher Verbindungsrate normal sein |
CLOSED |
Keine aktive TCP-Verbindung | Normaler Endzustand |
Ein einzelner Zustand ist selten ausreichend. Entscheidend sind:
- Anzahl;
- Dauer;
- betroffene lokale und entfernte Endpunkte;
- zugehöriger Prozess;
- Entwicklung während der Störung;
- Vergleich mit einem funktionierenden System.
18. Netzwerkinterfaces mit netsh prüfen
Status aller Netzwerkinterfaces anzeigen
Kennzeichnung: [RO]
netsh interface show interface
Typische Felder:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Admin State | Administrativ aktiviert oder deaktiviert |
| State | Aktueller Verbindungszustand |
| Type | Art des Interfaces |
| Interface Name | Windows-Name des Interfaces |
IPv4-Interfaces anzeigen
netsh interface ipv4 show interfaces
IPv6-Interfaces anzeigen
netsh interface ipv6 show interfaces
IPv4-Konfiguration anzeigen
netsh interface ipv4 show config
IPv4-Adressen anzeigen
netsh interface ipv4 show addresses
IPv4-Routen anzeigen
netsh interface ipv4 show route
IPv4-Nachbarn anzeigen
netsh interface ipv4 show neighbors
IPv6-Adressen anzeigen
netsh interface ipv6 show addresses
IPv6-Routen anzeigen
netsh interface ipv6 show route
IPv6-Nachbarn anzeigen
netsh interface ipv6 show neighbors
Subinterfaces und MTU anzeigen
netsh interface ipv4 show subinterfaces
Diese Ausgabe ist unter anderem für folgende Probleme hilfreich:
- falsche MTU;
- VPN- oder Tunnelinterface;
- mehrere aktive Adapter;
- unerwartete Interface-Metrik;
- falsche Nachbarzuordnung;
- IPv4 funktioniert, IPv6 nicht;
- Datenverkehr verwendet ein virtuelles Interface.
19. WLAN mit netsh untersuchen
Aktuelle WLAN-Verbindung anzeigen
Kennzeichnung: [RO][SENS]
netsh wlan show interfaces
Mögliche Angaben:
- Name des WLAN-Interfaces;
- Beschreibung und Treiber;
- Status;
- SSID;
- BSSID;
- verwendeter Funkstandard;
- Authentifizierung;
- Verschlüsselung;
- Kanal;
- Empfangs- und Senderate;
- Signalstärke;
- Profilname.
WLAN-Treiber und Fähigkeiten anzeigen
netsh wlan show drivers
Damit lassen sich unter anderem prüfen:
- unterstützte Funktypen;
- unterstützte Authentifizierungsverfahren;
- unterstützte Verschlüsselungsverfahren;
- Treiberversion;
- Hersteller;
- Datum des Treibers;
- unterstützte WLAN-Funktionen.
Sichtbare WLANs anzeigen
Kennzeichnung: [TEST][SENS]
netsh wlan show networks
Sichtbare WLANs einschließlich BSSIDs anzeigen
netsh wlan show networks mode=bssid
Damit können unter anderem verglichen werden:
- SSID;
- BSSID des Access Points;
- Signalstärke;
- Kanal;
- Authentifizierung;
- Verschlüsselung;
- mehrere Access Points derselben SSID.
Gespeicherte WLAN-Profile anzeigen
Kennzeichnung: [RO][SENS]
netsh wlan show profiles
Bestimmtes WLAN-Profil anzeigen
netsh wlan show profile name="<Profilname>"
Die Liste gespeicherter SSIDs kann sensible Informationen über Standorte oder interne Netzwerknamen enthalten.
WLAN-Bericht erzeugen
Kennzeichnung: [FILE][SENS]
netsh wlan show wlanreport
Windows erzeugt einen HTML-Bericht und zeigt den Speicherort in der Ausgabe an.
Der Bericht kann Informationen enthalten über:
- WLAN-Sitzungen;
- Verbindungsabbrüche;
- Verbindungsdauer;
- Fehlergründe;
- Netzwerkadapter;
- Treiber;
- gespeicherte oder verwendete Netzwerke;
- Systemereignisse.
Der Bericht ist als sensible Diagnosedatei zu behandeln.
Typische WLAN-Auffälligkeiten
| Beobachtung | Mögliche Ursache |
|---|---|
Interface State ist disconnected |
Keine WLAN-Verbindung aktiv |
| Unerwartete SSID | Client ist mit dem falschen Netz verbunden |
| Unerwartete BSSID | Verbindung mit anderem Access Point als erwartet |
| Niedrige Signalstärke | Entfernung, Dämpfung, Antenne oder ungünstiger Standort |
| Niedrige Datenrate | Schlechte Funkbedingungen, alter Standard oder Störung |
| Stark schwankendes Signal | Bewegung, Interferenz, Roaming oder Treiberproblem |
| Überfüllter Kanal | Co-Channel-Interference möglich |
| Profil vorhanden, Verbindung scheitert | Authentifizierung, Zertifikat, Schlüssel oder Richtlinie prüfen |
| WLAN verbunden, aber APIPA | WLAN-Assoziierung funktioniert, DHCP jedoch möglicherweise nicht |
20. Proxykonfiguration prüfen
WinHTTP-Proxy anzeigen
Kennzeichnung: [RO][SENS]
netsh winhttp show proxy
Der Befehl zeigt die Proxykonfiguration für Anwendungen und Dienste an, die WinHTTP verwenden.
Mögliche Ausgaben:
- direkter Zugriff ohne Proxy;
- Proxyserver;
- Proxyport;
- Bypass-Liste.
Wichtige Einschränkung
Die WinHTTP-Konfiguration ist nicht automatisch identisch mit:
- Browser-Proxyeinstellungen;
- benutzerspezifischen Systemeinstellungen;
- PAC-Dateien;
- Proxykonfiguration einer Anwendung;
- Umgebungsvariablen;
- VPN- oder Security-Agent-Konfigurationen.
Ein funktionierender Browser beweist daher nicht, dass ein Windows-Dienst mit WinHTTP ebenfalls den richtigen Proxy verwendet.
Nicht ungeprüft ausführen
Folgende Befehle verändern die Proxykonfiguration:
netsh winhttp set proxy
netsh winhttp reset proxy
netsh winhttp import proxy
Sie benötigen eine begründete Änderung, eine dokumentierte Ausgangskonfiguration und einen Rückfallplan.
21. Windows-Firewallstatus prüfen
Status aller Firewallprofile anzeigen
Kennzeichnung: [RO]
netsh advfirewall show allprofiles state
Aktuelles Firewallprofil anzeigen
netsh advfirewall show currentprofile
Firewallrichtlinie des aktuellen Profils anzeigen
netsh advfirewall show currentprofile firewallpolicy
Protokollierung des aktuellen Profils anzeigen
netsh advfirewall show currentprofile logging
Zu prüfen sind:
- aktives Profil;
- Firewallstatus;
- Standardaktion für eingehende Verbindungen;
- Standardaktion für ausgehende Verbindungen;
- Protokollierung verworfener Verbindungen;
- Speicherort des Firewalllogs;
- Gruppenrichtlinien oder zentrale Verwaltung.
Firewall nicht pauschal deaktivieren
Das vollständige Ausschalten der Firewall ist kein geeigneter erster Diagnosetest.
Besser:
- betroffenes Profil feststellen;
- Richtung bestimmen;
- Protokoll und Port bestimmen;
- lokale und entfernte Adresse bestimmen;
- passende Regeln und Logs prüfen;
- nur bei Freigabe eine eng begrenzte temporäre Testregel verwenden;
- Testregel anschließend wieder entfernen.
22. Diagnoseausgaben sichern
IP-Konfiguration exportieren
Kennzeichnung: [RO][FILE][SENS]
ipconfig /all > "<Ausgabepfad>\ipconfig-all.txt"
Routingtabelle exportieren
route print > "<Ausgabepfad>\route-print.txt"
ARP-Tabelle exportieren
arp -a > "<Ausgabepfad>\arp-cache.txt"
Verbindungen und Listener exportieren
netstat -ano > "<Ausgabepfad>\netstat-ano.txt"
Pfadtest exportieren
Kennzeichnung: [TEST][FILE][SENS]
tracert /d 192.0.2.25 > "<Ausgabepfad>\tracert.txt"
Standardausgabe und Fehlermeldungen gemeinsam sichern
pathping /n 192.0.2.25 > "<Ausgabepfad>\pathping.txt" 2>&1
An eine vorhandene Datei anhängen
ipconfig /all >> "<Ausgabepfad>\netzdiagnose.txt"
Bedeutung:
| Operator | Wirkung |
|---|---|
> |
Datei neu erstellen beziehungsweise vorhandenen Inhalt überschreiben |
>> |
Ausgabe an vorhandene Datei anhängen |
2>&1 |
Fehlermeldungen zusammen mit der Standardausgabe umleiten |
Vor dem Überschreiben einer vorhandenen Diagnosedatei muss geprüft werden, ob sie noch benötigt wird.
23. Kompakter Erfassungsblock
Die folgenden Befehle verändern keine Netzwerkkonfiguration. Die Ausgabe kann jedoch sensible Informationen enthalten.
hostname
getmac /v
ipconfig /all
route print
arp -a
netstat -ano
netsh interface show interface
netsh interface ipv4 show neighbors
netsh interface ipv6 show neighbors
netsh winhttp show proxy
netsh advfirewall show allprofiles state
Bei WLAN-Systemen zusätzlich:
netsh wlan show interfaces
netsh wlan show drivers
netsh wlan show profiles
Diese Sammlung ist nur eine Bestandsaufnahme. Sie ersetzt keine gezielte Bewertung der Ergebnisse.
24. Diagnosepfade für häufige Fehlerbilder
Fehlerbild: Keine Netzwerkverbindung
netsh interface show interface
ipconfig /all
route print
arp -a
Prüfen:
- Adapter administrativ aktiviert?
- Medium verbunden?
- gültige IP-Adresse?
- Standardgateway vorhanden?
- DNS-Server vorhanden?
- APIPA-Adresse?
- passende Route vorhanden?
Fehlerbild: IP-Adresse vorhanden, aber kein Internet
ipconfig /all
ping <Gateway-IP>
ping /4 <Bekannte-Ziel-IP>
nslookup <Bekannter-Zielname>
tracert /d <Bekannte-Ziel-IP>
netsh winhttp show proxy
netsh advfirewall show currentprofile
Auswertung:
| Ergebnis | Verdächtiger Bereich |
|---|---|
| Gateway nicht erreichbar | lokales Netz, VLAN, WLAN, Kabel oder Gateway |
| Gateway erreichbar, externe IP nicht | Routing, Firewall, NAT oder Provider |
| Externe IP erreichbar, Name nicht | DNS |
| Name und IP erreichbar, Anwendung nicht | Port, TLS, Proxy oder Anwendung |
| Nur Dienst verwendet keinen Internetzugriff | WinHTTP-Proxy, Dienstkonto oder Firewall |
Fehlerbild: DNS funktioniert nicht
ipconfig /all
ipconfig /displaydns
nslookup server.example.test
nslookup server.example.test 192.0.2.53
ping /4 server.example.test
ping /6 server.example.test
Prüfen:
- korrekte DNS-Server?
- antworten alle eingetragenen DNS-Server?
- unterschiedliche Antworten je DNS-Server?
- A- und AAAA-Record korrekt?
- negativer Cacheeintrag?
- falsches DNS-Suffix?
- Split-DNS oder VPN relevant?
- hosts-Datei oder Anwendungscache relevant?
Fehlerbild: Ein lokaler Dienst ist nicht erreichbar
netstat -ano | findstr ":443"
tasklist /FI "PID eq <PID>"
netsh advfirewall show currentprofile
Prüfen:
- existiert ein
LISTENING-Eintrag? - lauscht der Dienst auf der erwarteten Adresse?
- lauscht er nur auf
127.0.0.1oder::1? - stimmt der Port?
- stimmt die PID mit dem erwarteten Prozess überein?
- ist die Firewallregel für das aktive Profil gültig?
Der Test eines entfernten TCP-Ports folgt auf der nächsten Seite mit Test-NetConnection.
Fehlerbild: Verbindung ist langsam oder instabil
ping /n 50 <Gateway-IP>
ping /n 50 <Ziel-IP>
tracert /d <Ziel-IP>
pathping /n <Ziel-IP>
netstat -e -s
Bei WLAN zusätzlich:
netsh wlan show interfaces
netsh wlan show networks mode=bssid
netsh wlan show wlanreport
Prüfen:
- Verlust bereits zum Gateway?
- nur entferntes Ziel betroffen?
- steigende Latenz ab bestimmtem Abschnitt?
- schwankendes WLAN-Signal?
- Kanal oder BSSID wechseln?
- Fehlerzähler steigen während der Störung?
- ist nur ICMP oder auch die Anwendung betroffen?
Fehlerbild: Nur IPv4 oder nur IPv6 funktioniert
ipconfig /all
ping /4 server.example.test
ping /6 server.example.test
tracert /4 server.example.test
tracert /6 server.example.test
route print
netsh interface ipv4 show route
netsh interface ipv6 show route
netsh interface ipv6 show neighbors
Prüfen:
- A- und AAAA-Record vorhanden?
- IPv6-Adresse außer Link-Local vorhanden?
- IPv6-Default-Route vorhanden?
- Router Advertisements funktionieren?
- VPN oder Firewall behandelt IPv4 und IPv6 unterschiedlich?
- Anwendung bevorzugt einen nicht funktionierenden IPv6-Pfad?
25. Typische Fehlinterpretationen
| Fehlinterpretation | Richtige Bewertung |
|---|---|
| Ping funktioniert, also funktioniert das Netzwerk vollständig | Ping prüft nur eine bestimmte ICMP-Kommunikation |
| Ping funktioniert nicht, also ist das Ziel ausgeschaltet | ICMP kann gefiltert oder begrenzt sein |
| Sternchen bei tracert bedeuten Paketverlust | Der Router hat möglicherweise nur keine ICMP-Antwort gesendet |
| Verlust an einem pathping-Zwischenhop beweist einen defekten Router | Entscheidend ist, ob sich der Verlust bis zum Ziel fortsetzt |
nslookup funktioniert, also funktioniert DNS für jede Anwendung |
Anwendungen können andere Resolverpfade, Caches oder Proxys verwenden |
| Eine ARP-Tabelle zeigt alle erreichbaren Systeme | Sie enthält nur bereits gelernte oder statische lokale IPv4-Nachbarn |
ESTABLISHED bedeutet, dass die Anwendung funktioniert |
Es beweist nur eine aufgebaute TCP-Verbindung |
Viele TIME_WAIT-Einträge sind automatisch ein Fehler |
Sie können bei hoher normaler Verbindungsrate entstehen |
169.254.x.x bedeutet defekte Netzwerkkarte |
Es weist normalerweise auf automatische Adressierung ohne verwendbare DHCP-Konfiguration hin |
| Mehrere Gateways sind automatisch redundant | Sie können zu unerwarteter Routenauswahl führen |
| Firewall ausschalten ist der schnellste Test | Das erzeugt ein Sicherheitsrisiko und liefert oft keine saubere Ursachenanalyse |
| DNS-Cache sofort leeren hilft immer | Dabei kann der ursprüngliche Fehlerzustand verloren gehen |
26. Befehle mit besonderer Vorsicht
| Befehl | Kennzeichnung | Risiko |
|---|---|---|
ipconfig /release |
[CHANGE][DISRUPT] |
Entfernt die aktuelle DHCP-Konfiguration |
ipconfig /renew |
[TEST][CHANGE] |
Verändert die aktuelle DHCP-Konfiguration |
ipconfig /flushdns |
[CHANGE] |
Entfernt den DNS-Clientcache und mögliche Beweise |
ipconfig /registerdns |
[TEST][CHANGE] |
Stößt dynamische DNS-Registrierungen an |
arp -d <IP> |
[PRIV][CHANGE] |
Entfernt eine Nachbarzuordnung |
route add |
[PRIV][CHANGE] |
Fügt eine Route hinzu |
route change |
[PRIV][CHANGE] |
Verändert eine Route |
route delete |
[PRIV][CHANGE][DISRUPT] |
Entfernt eine Route |
route /f |
[PRIV][CHANGE][DISRUPT] |
Entfernt einen großen Teil der Routingtabelle |
netsh interface set ... |
[PRIV][CHANGE][DISRUPT] |
Verändert Interfacekonfiguration |
netsh winhttp reset proxy |
[PRIV][CHANGE] |
Entfernt die WinHTTP-Proxykonfiguration |
netsh advfirewall set ... |
[PRIV][CHANGE][DISRUPT] |
Verändert Firewallrichtlinien |
netsh wlan disconnect |
[CHANGE][DISRUPT] |
Trennt eine WLAN-Verbindung |
netsh wlan delete profile |
[PRIV][CHANGE] |
Löscht ein gespeichertes WLAN-Profil |
Vor diesen Befehlen müssen Ausgangszustand, Auswirkung und Rückfallplan dokumentiert werden.
27. Grenzen der klassischen Windows-Befehle
Die klassischen Befehle sind schnell verfügbar und eignen sich gut für eine erste Diagnose. Sie haben jedoch einige Einschränkungen:
- Ausgaben sind teilweise sprachabhängig;
- Textausgaben sind für Automatisierung schlechter geeignet;
- komplexe Filterungen sind umständlich;
- IPv4- und IPv6-Informationen sind teilweise getrennt;
- strukturierte Weiterverarbeitung ist begrenzt;
- ein beliebiger entfernter TCP-Port lässt sich mit den klassischen Grundbefehlen nicht so bequem testen;
- mehrere Adapter und Routen sind in Textausgaben schwerer vergleichbar.
Für strukturierte und gezielte Windows-Diagnosen folgt deshalb:
2.2 PowerShell-Netzwerkdiagnose
Quellen und weiterführende Dokumentation
-
Microsoft Learn –
hostname:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/hostname -
Microsoft Learn –
getmac:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/getmac -
Microsoft Learn –
ipconfig:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/ipconfig -
Microsoft Learn – Automatic Private IP Addressing:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/troubleshoot/how-to-use-automatic-tcpip-addressing-without-a-dh -
Microsoft Learn –
ping:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/ping -
Microsoft Learn –
tracert:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/tracert -
Microsoft Learn –
pathping:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/pathping -
Microsoft Learn –
route:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/route_ws2008 -
Microsoft Learn –
arp:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/arp -
Microsoft Learn –
nslookup:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/nslookup -
Microsoft Learn –
nbtstat:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/nbtstat -
Microsoft Learn –
netstat:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/netstat -
Microsoft Learn – TCP-Zustände:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows/win32/api/mstcpip/ne-mstcpip-tcpstate -
Microsoft Learn –
tasklist:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/tasklist -
Microsoft Learn –
findstr:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/findstr -
Microsoft Learn – Network Shell
netsh:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/netsh -
Microsoft Learn –
netsh interface:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/netsh-interface -
Microsoft Learn –
netsh wlan:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/netsh-wlan -
Microsoft Learn –
netsh winhttp:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/netsh-winhttp -
Microsoft Learn –
netsh advfirewall:
https://learn.microsoft.com/en-us/windows-server/administration/windows-commands/netsh-advfirewall