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5.6 Netzwerkgeräte – Werkzeuge zur Fehleranalyse

Netzwerkgeräte wie Switches, Router, Firewalls, WLAN-Access-Points, Controller, Load Balancer und VPN-Gateways verfügen meist über eigene Diagnosefunktionen. Dazu gehören:

  • Kommandozeilenbefehle,
  • Weboberflächen,
  • Ereignisprotokolle,
  • Schnittstellenstatistiken,
  • Routing- und Switchingtabellen,
  • Paketmitschnitte,
  • SNMP-Messwerte,
  • Telemetriedaten,
  • zentrale Netzwerkmanagementsysteme,
  • herstellerspezifische Supportdateien.

Die genaue Syntax hängt von Hersteller, Produktfamilie, Betriebssystem und Softwareversion ab. Ein Befehl darf deshalb nicht ungeprüft auf ein anderes Gerät übertragen werden.


1. Grundregeln für die Untersuchung

Vor jedem Zugriff müssen geklärt werden:

  • betroffenes Gerät,
  • Hersteller und Modell,
  • Betriebssystem und Version,
  • Rolle des Geräts,
  • Managementadresse,
  • vorgesehener Zugriffsweg,
  • benötigte Berechtigungen,
  • Wartungs- und Änderungsvorgaben,
  • vorhandene Redundanz,
  • Auswirkungen eines möglichen Ausfalls.

Zuerst nur lesend untersuchen

Geeignet sind zunächst:

  • Statusbefehle,
  • Protokollabfragen,
  • Zählerstände,
  • Routingtabellen,
  • Nachbartabellen,
  • Konfigurationsansichten,
  • Paketmitschnitte mit begrenztem Umfang.

Zu vermeiden sind ohne bestätigte Ursache und Freigabe:

  • Neustarts,
  • Zurücksetzen von Schnittstellen,
  • Löschen von Tabellen,
  • Leeren von Sitzungen,
  • Änderungen an VLANs oder Routen,
  • Deaktivieren von Sicherheitsregeln,
  • Zurücksetzen von Zählern,
  • Firmwareupdates,
  • Werkseinstellungen,
  • dauerhafte Debug-Ausgaben.

Eine reine Statusabfrage ist nicht auf jedem Gerät vollständig risikofrei. Umfangreiche Support- oder Diagnosebefehle können CPU, Arbeitsspeicher, Konsole oder Managementverbindung belasten.


2. Systematisch von unten nach oben prüfen

Ebene typische Fragestellung
Stromversorgung Ist das Gerät eingeschaltet und ausreichend versorgt?
Hardware Sind Module, Netzteile, Lüfter und Temperatursensoren fehlerfrei?
physische Verbindung Besteht Link? Stimmen Medium, Kabel, Transceiver und Geschwindigkeit?
Sicherungsschicht Stimmen VLAN, Trunk, STP, LACP und MAC-Lernen?
Netzwerkschicht Stimmen IP-Adresse, Präfix, ARP/ND und Routing?
Transport Ist der benötigte TCP- oder UDP-Port erreichbar?
Sicherheit Blockieren ACL, Firewall, NAC oder VPN-Richtlinien?
Anwendung Funktionieren DNS, DHCP, RADIUS, NTP oder andere Dienste?
Management Erreichen Monitoring, Syslog, SNMP und zentrale Verwaltung das Gerät?

Ein Fehler sollte möglichst auf die kleinste betroffene Ebene eingegrenzt werden.


3. Zustand vor Veränderungen sichern

Vor einer Änderung sollten mindestens dokumentiert werden:

  • Datum und Uhrzeit,
  • Gerätename,
  • Seriennummer,
  • Modell,
  • Softwareversion,
  • Laufzeit seit dem letzten Neustart,
  • aktuelle Konfiguration,
  • gespeicherte Konfiguration,
  • Schnittstellenstatus,
  • Routingtabelle,
  • Nachbartabellen,
  • Protokolle,
  • CPU- und Speicherauslastung,
  • Redundanzstatus,
  • betroffene Benutzer oder Standorte,
  • zuletzt vorgenommene Änderungen.

Typische Beweissicherung

Gerät:
Standort:
Hersteller und Modell:
Betriebssystem und Version:
Managementadresse:
Zeitpunkt:
Symptom:
betroffene Schnittstelle:
betroffenes VLAN beziehungsweise VRF:
Quelladresse:
Zieladresse:
Zielport und Protokoll:
letzte Änderung:
gesicherte Ausgaben:
durchgeführte Tests:
Ergebnis:

4. Managementzugriff prüfen

Typische Zugriffswege sind:

  • lokale Konsole,
  • serielle Konsole,
  • dedizierter Managementport,
  • SSH,
  • HTTPS,
  • Out-of-Band-Management,
  • zentrale Managementplattform,
  • API,
  • NETCONF oder RESTCONF.

Sicherheitsregeln

  • Telnet nur verwenden, wenn es in einer isolierten Altumgebung ausdrücklich vorgeschrieben ist.
  • SSH und HTTPS bevorzugen.
  • Administrationszugriffe protokollieren.
  • Nur persönliche oder nachvollziehbar zugeordnete Konten verwenden.
  • Keine Kennwörter in Tickets, Protokollen oder Bildschirmfotos veröffentlichen.
  • Managementzugriff möglichst über ein getrenntes Managementnetz führen.
  • Änderungen nach dem Vier-Augen- oder Freigabeverfahren des Unternehmens durchführen.

Bei fehlendem Zugriff unterscheiden

Beobachtung mögliche Ursache
Gerät antwortet nicht auf Ping ICMP gefiltert, falsche Route, Gerät ausgefallen oder Managementadresse falsch
Ping funktioniert, SSH nicht Dienst deaktiviert, ACL, falscher Port, Überlastung oder Authentifizierungsproblem
SSH-Verbindung startet, Anmeldung schlägt fehl lokales Konto, RADIUS, TACACS+, Zertifikat oder Berechtigung
Zugriff nur über Konsole möglich Managementnetz, Routing, VRF, ACL oder Managementdienst
zentrale Verwaltung zeigt Gerät offline Managementpfad, Zertifikat, Zeit, DNS, Tunnel oder Controllerverbindung
Zugriff funktioniert nur von einem Netz Routing, Firewall, Management-ACL oder VRF

5. Geräteidentität und Softwarestand

Zu erfassen sind:

  • Gerätename,
  • Modell,
  • Seriennummer,
  • Hardwaremodule,
  • Betriebssystem,
  • Softwareversion,
  • Bootimage,
  • Lizenzstatus,
  • Laufzeit,
  • Grund des letzten Neustarts,
  • unterstützte und eingesetzte Transceiver.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

show version
show inventory
show license summary

Juniper Junos

show version
show chassis hardware
show system uptime

Aruba AOS-CX

show version
show system
show inventory

Die verfügbaren Befehle können je nach Plattform und Version abweichen.


6. CPU, Arbeitsspeicher und Systemzustand

Hohe Auslastung kann dazu führen, dass:

  • Routingprotokolle Nachbarschaften verlieren,
  • Managementzugriffe verzögert werden,
  • Pakete verworfen werden,
  • Protokolle unvollständig erscheinen,
  • Kontrollprozesse neu starten,
  • Überwachungsabfragen fehlschlagen.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

show processes cpu
show processes memory
show platform resources

Juniper Junos

show chassis routing-engine
show system processes extensive
show system memory

Aruba AOS-CX

show system resource-utilization
top cpu
top memory

Bei Auffälligkeiten prüfen

  • Ist die Auslastung dauerhaft oder nur kurzfristig erhöht?
  • Welcher Prozess ist betroffen?
  • Begann die Auslastung nach einer Änderung?
  • Bestehen ungewöhnlich viele Verbindungen oder Routingupdates?
  • Läuft eine umfangreiche Protokollierung oder Diagnose?
  • Findet ein Angriff oder Netzwerkscan statt?
  • Besteht ein Layer-2-Loop?
  • Sind Tabellen oder Sitzungsspeicher ausgelastet?
  • Werden Pakete in Software statt in Hardware verarbeitet?

Ein Prozess mit hoher CPU-Auslastung ist nicht automatisch die Ursache. Er kann auf einen Broadcast-Sturm, eine Routinginstabilität oder eine andere Störung reagieren.


7. Hardware, Temperatur und Stromversorgung

Zu prüfen sind:

  • Netzteile,
  • Lüfter,
  • Temperatur,
  • Spannungswerte,
  • Module,
  • Linecards,
  • Stack-Mitglieder,
  • Chassiszustand,
  • PoE-Budget,
  • Hardwarefehler,
  • Redundanz.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

show environment
show platform
show power
show power inline

Nicht jeder Befehl ist auf jeder Cisco-Plattform vorhanden.

Juniper Junos

show chassis environment
show chassis alarms
show system alarms
show poe controller

Aruba AOS-CX

show environment
show system power-supply
show system fans
show poe brief

Typische Warnsignale

  • fehlendes Netzteil,
  • ausgefallener Lüfter,
  • erhöhte Temperatur,
  • überlastetes PoE-Budget,
  • nicht erkanntes Modul,
  • Hardwarealarm,
  • wiederholter Modulneustart,
  • unterschiedliche Firmwarestände innerhalb eines Stacks.

8. Schnittstellenstatus untersuchen

Für jede betroffene Schnittstelle sind mindestens zu prüfen:

  • administrativer Zustand,
  • operativer Zustand,
  • Geschwindigkeit,
  • Duplexmodus,
  • MTU,
  • Medium,
  • VLAN-Zuordnung,
  • Beschreibung,
  • Ein- und Ausgangsrate,
  • Fehlerzähler,
  • Drops,
  • Linkwechsel,
  • Transceiverwerte.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

Übersicht:

show interfaces status

IP-bezogene Übersicht:

show ip interface brief

Details einer Schnittstelle:

show interfaces GigabitEthernet1/0/1

Beschreibungen:

show interfaces description

Fehlerübersicht auf unterstützten Switches:

show interfaces counters errors

Juniper Junos

Übersicht:

show interfaces terse

Details:

show interfaces ge-0/0/1 extensive

Beschreibung und Status:

show interfaces descriptions

Aruba AOS-CX

show interface brief
show interface 1/1/1
show interface 1/1/1 statistics

Status fachlich einordnen

Zustand mögliche Bedeutung
administrativ deaktiviert Schnittstelle wurde durch Konfiguration abgeschaltet
physisch down kein Link, Kabel-, Transceiver-, Gegenstellen- oder Stromproblem
physisch up, Protokoll down Problem oberhalb der reinen Signalerkennung
häufige Linkwechsel Kabel, Stecker, Transceiver, Stromversorgung oder Autonegotiation
viele Eingangsfehler Medium, Signal, Überlastung oder fehlerhafte Hardware
viele Ausgangsdrops Ausgangswarteschlange überlastet oder Zielverbindung langsamer
Zähler steigen nicht möglicherweise falsche Schnittstelle oder kein Verkehr
Link up bestätigt nur die Verbindung auf der entsprechenden Ebene

9. Fehlerzähler bewerten

Typische Zähler sind:

  • CRC-Fehler,
  • Framefehler,
  • Alignment Errors,
  • Runts,
  • Giants,
  • Input Errors,
  • Output Errors,
  • Discards,
  • Queue Drops,
  • Collisions,
  • Late Collisions,
  • Overruns,
  • Carrier Transitions,
  • Pause Frames.

Mögliche Einordnung

Zähler mögliche Ursache
CRC-Fehler Kabel, Steckverbindung, Transceiver, elektromagnetische Störung oder Gegenstelle
Late Collisions Duplexproblem oder ungeeignete gemeinsame Medienumgebung
Input Drops Eingangspuffer oder Verarbeitung überlastet
Output Drops Ausgangsschnittstelle oder Warteschlange überlastet
Giants zu große Frames, MTU-Abweichung oder fehlerhafte Frames
Runts beschädigte oder zu kurze Ethernetframes
viele Linkwechsel instabile physische Verbindung oder Energieversorgung

Für eine korrekte Bewertung

  1. aktuellen Zählerstand dokumentieren,
  2. Laufzeit des Geräts berücksichtigen,
  3. Datenverkehr beobachten,
  4. Veränderung des Zählers messen,
  5. Gegenstelle prüfen,
  6. Kabel beziehungsweise Transceiver kontrolliert gegenprüfen,
  7. Fehler nicht allein anhand eines historischen Gesamtwerts bewerten.

Ein hoher Zählerstand kann über Monate entstanden sein. Entscheidend ist häufig, ob der Wert während des aktuellen Fehlers weiter steigt.


10. Geschwindigkeit, Duplex und Autonegotiation

Typische Probleme entstehen durch:

  • eine Seite automatisch und die andere fest konfiguriert,
  • unterschiedliche feste Geschwindigkeiten,
  • ungeeignete Transceiver,
  • nicht unterstützte Kabel,
  • Energiesparfunktionen,
  • fehlerhafte Autonegotiation,
  • unterschiedliche FEC-Einstellungen bei schnellen Verbindungen.

Zu vergleichen sind immer beide Seiten der Verbindung.

Prüffragen

  • Welche Geschwindigkeit wurde tatsächlich ausgehandelt?
  • Welcher Duplexmodus ist aktiv?
  • Ist Autonegotiation auf beiden Seiten gleich behandelt?
  • Werden Fehlerzähler größer?
  • Passt der Transceiver zum Port und zur Gegenstelle?
  • Stimmen Wellenlänge, Fasertyp und Reichweite?
  • Ist bei höheren Geschwindigkeiten die benötigte Forward Error Correction aktiv?

11. Transceiver und Glasfaserdiagnose

Diagnoseinformationen können enthalten:

  • Hersteller,
  • Teilenummer,
  • Seriennummer,
  • Wellenlänge,
  • Temperatur,
  • Spannung,
  • Sendeleistung,
  • Empfangsleistung,
  • Alarmgrenzen.

Cisco – abhängig von Plattform und Software

show interfaces transceiver detail

Juniper Junos

show interfaces diagnostics optics

Bestimmte Schnittstelle:

show interfaces diagnostics optics ge-0/0/1

Aruba AOS-CX

show interface transceiver

Die genaue Syntax muss in der Dokumentation der verwendeten Plattform geprüft werden.

Wichtige Einordnung

  • Zu geringe Empfangsleistung kann auf Dämpfung, Verschmutzung, falsche Faser oder defekte Komponenten hinweisen.
  • Zu hohe Empfangsleistung kann einen Empfänger ebenfalls außerhalb des zulässigen Bereichs betreiben.
  • Ein angezeigter optischer Wert muss mit den Grenzwerten des konkreten Transceivers verglichen werden.
  • Ein Link kann trotz ungünstiger Werte zunächst funktionieren und später instabil werden.
  • Glasfaserstecker dürfen nur mit geeigneten Werkzeugen gereinigt und untersucht werden.

12. VLAN-Zuordnung prüfen

Typische Ursachen sind:

  • falsches Access-VLAN,
  • fehlendes VLAN,
  • VLAN nicht auf dem Trunk erlaubt,
  • unterschiedliche native VLANs,
  • falsche Voice-VLAN-Konfiguration,
  • VLAN auf einem Zwischen-Switch nicht vorhanden,
  • falsche Portrolle.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

show vlan brief
show interfaces trunk
show interfaces GigabitEthernet1/0/1 switchport

Juniper Junos – abhängig vom Switching-Modell

show vlans
show ethernet-switching interfaces

Aruba AOS-CX

show vlan
show vlan port 1/1/1
show interface 1/1/1

Prüfreihenfolge

  1. Endgeräteport identifizieren.
  2. Portmodus bestimmen.
  3. Access- oder untagged VLAN prüfen.
  4. Trunk beziehungsweise tagged VLANs prüfen.
  5. Zwischenverbindungen untersuchen.
  6. VLAN auf jedem beteiligten Gerät prüfen.
  7. Layer-3-Gateway des VLANs kontrollieren.
  8. DHCP, ARP und Sicherheitsrichtlinien prüfen.

13. MAC-Adresstabelle untersuchen

Die MAC-Adresstabelle zeigt, an welcher Schnittstelle ein Switch eine MAC-Adresse gelernt hat.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

show mac address-table

Bestimmte Adresse:

show mac address-table address aaaa.bbbb.cccc

Bestimmte Schnittstelle:

show mac address-table interface GigabitEthernet1/0/1

Juniper Junos

show ethernet-switching table

Aruba AOS-CX

show mac-address-table

Mögliche Beobachtungen

Beobachtung Einordnung
MAC-Adresse fehlt kein Verkehr, falsches VLAN, Port down oder Gerät nicht verbunden
MAC-Adresse am erwarteten Port Layer-2-Lernen funktioniert zumindest in dieser Richtung
MAC-Adresse an unerwartetem Port Verkabelung, Schleife, virtuelle Umgebung oder Topologie prüfen
MAC-Adresse wechselt zwischen Ports Schleife, redundante Fehlkonfiguration oder tatsächlich bewegtes Gerät
sehr viele MAC-Adressen an einem Endgeräteport unerwarteter Switch, Hypervisor, Access Point oder Sicherheitsproblem
Tabelle nahezu ausgelastet ungewöhnlich viele Geräte, Angriff oder Dimensionierungsproblem

Eine gelernte MAC-Adresse bestätigt nicht, dass IP-Konfiguration, Routing, DNS oder die Anwendung funktionieren.


14. Spanning Tree untersuchen

Spanning Tree verhindert Layer-2-Schleifen in redundanten Ethernetnetzen.

Zu prüfen sind:

  • Root Bridge,
  • Root Port,
  • Portrollen,
  • Portzustände,
  • Topology Changes,
  • blockierte beziehungsweise verworfene Ports,
  • verwendete STP-Variante,
  • unerwartete Root-Wahl,
  • Schutzmechanismen.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

show spanning-tree

Bestimmtes VLAN:

show spanning-tree vlan 10

Details:

show spanning-tree detail

Juniper Junos

show spanning-tree bridge
show spanning-tree interface

Aruba AOS-CX

show spanning-tree
show spanning-tree detail

Hinweise auf eine Layer-2-Schleife

  • sehr hohe Broadcast- oder Multicastlast,
  • stark erhöhte CPU-Auslastung,
  • MAC-Adressen wechseln zwischen Ports,
  • Managementzugriff ist instabil,
  • viele Topology Changes,
  • Paketverlust im gesamten VLAN,
  • mehrere Ports zeigen außergewöhnlich hohe Datenraten.

Ein durch STP blockierter Port ist nicht automatisch fehlerhaft. Das Blockieren kann die beabsichtigte schleifenfreie Topologie herstellen.


Bei gebündelten Verbindungen müssen geprüft werden:

  • Mitgliedsschnittstellen,
  • physischer Linkstatus,
  • LACP-Zustand,
  • aktive und passive Seite,
  • Aggregationskennung,
  • Geschwindigkeit,
  • VLAN-Konfiguration,
  • Hashverfahren,
  • Mindestanzahl benötigter Mitglieder,
  • Konfiguration der Gegenstelle.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

show etherchannel summary
show lacp neighbor
show interfaces port-channel 1

Juniper Junos

show interfaces ae0 extensive
show lacp interfaces

Aruba AOS-CX

show lacp interfaces
show interface lag 1

Typische Fehler

  • Port ist nicht im Bündel aktiv,
  • unterschiedliche LACP-Modi,
  • ungleiche Geschwindigkeiten,
  • verschiedene VLAN-Listen,
  • Verbindung zu unterschiedlichen logischen Gegenstellen ohne passende Multi-Chassis-Technik,
  • fehlerhaftes Mitglied beeinträchtigt einen Teil des Datenverkehrs,
  • Hashverteilung belastet einzelne Mitglieder stärker.

16. LLDP und CDP zur Topologieprüfung

Nachbarerkennungsprotokolle helfen dabei, die tatsächlich angeschlossene Gegenstelle zu bestimmen.

Cisco Discovery Protocol

show cdp neighbors

Details:

show cdp neighbors detail
show lldp neighbors
show lldp neighbors detail

Juniper Junos

show lldp neighbors
show lldp neighbors detail

Aruba AOS-CX

show lldp neighbor-info

Zu beachten

  • CDP ist proprietär und nicht auf allen Herstellern verfügbar.
  • LLDP ist herstellerübergreifend, kann aber deaktiviert sein.
  • Fehlende Nachbarinformationen beweisen nicht, dass keine physische Verbindung besteht.
  • Nachbardaten können Gerätenamen, Managementadressen und Topologieinformationen enthalten und müssen geschützt werden.

17. ARP und IPv6 Neighbor Discovery

ARP ordnet IPv4-Adressen MAC-Adressen zu. IPv6 verwendet Neighbor Discovery.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

show ip arp
show ipv6 neighbors

Juniper Junos

show arp
show ipv6 neighbors

Aruba AOS-CX

show arp
show ipv6 neighbors

Typische Beobachtungen

Beobachtung mögliche Ursache
kein Eintrag Ziel nicht lokal, keine Antwort, falsches VLAN oder falsches Präfix
Eintrag unvollständig ARP- beziehungsweise Neighbor-Anfrage bleibt unbeantwortet
wechselnde MAC-Adresse doppelte IP-Adresse, Cluster, Proxy ARP oder Fehlkonfiguration
MAC-Adresse stimmt nicht mit erwartetem Gerät überein doppelte Adresse, falsche Dokumentation oder Manipulation
Eintrag vorhanden, Kommunikation scheitert Problem kann oberhalb der Nachbarauflösung liegen

Das manuelle Löschen von ARP- oder Neighbor-Einträgen verändert den Zustand und sollte erst nach Dokumentation und mit konkreter Hypothese erfolgen.


18. IP-Adressen und Routingtabelle

Zu prüfen sind:

  • IP-Adresse,
  • Präfixlänge,
  • direkt verbundene Netze,
  • Standardroute,
  • spezifische Routen,
  • nächste Hops,
  • Routingprotokoll,
  • administrative Distanz beziehungsweise Präferenz,
  • Metrik,
  • VRF oder Routinginstanz,
  • Rückweg.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

show ip interface brief
show ip route

Bestimmtes Ziel:

show ip route 192.0.2.10

IPv6:

show ipv6 route

VRF-Übersicht:

show vrf

Juniper Junos

show interfaces terse
show route

Bestimmtes Ziel:

show route 192.0.2.10

Routinginstanzen:

show route instance

Aruba AOS-CX

show ip interface brief
show ip route
show vrf

Routingprüfung

  1. Quellnetz bestimmen.
  2. Zieladresse exakt bestimmen.
  3. verwendete VRF beziehungsweise Routinginstanz feststellen.
  4. Route zum Ziel prüfen.
  5. nächsten Hop prüfen.
  6. Erreichbarkeit des nächsten Hops prüfen.
  7. Rückroute untersuchen.
  8. Policy-Based Routing berücksichtigen.
  9. NAT, Firewall und VPN berücksichtigen.
  10. bei dynamischem Routing den Protokollzustand prüfen.

Eine vorhandene Hinroute bestätigt keine funktionierende Rückroute. Asymmetrische Wege können insbesondere bei Firewalls und zustandsbehafteten Systemen Probleme verursachen.


19. Ping richtig verwenden

Ping verwendet ICMP Echo Request und Echo Reply.

Damit können unter anderem untersucht werden:

  • grundsätzliche IP-Erreichbarkeit,
  • Paketverlust,
  • Laufzeit,
  • Erreichbarkeit aus einer bestimmten Quelle,
  • MTU-Probleme mit geeigneten Optionen.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

ping 192.0.2.10

Erweiterter Dialog:

ping

Juniper Junos

ping 192.0.2.10

Bestimmte Quelladresse:

ping 192.0.2.10 source 192.0.2.1

Aruba AOS-CX

ping 192.0.2.10

Die Optionen für Quelladresse, VRF, Paketgröße und Anzahl sind versionsabhängig.

Sinnvolle Zielreihenfolge

  1. eigene Schnittstellenadresse,
  2. direkt verbundener nächster Hop,
  3. Gateway,
  4. entferntes IP-Ziel,
  5. Ziel über Namen.

Grenzen

  • ICMP kann gefiltert werden.
  • Eine Firewall kann Ping anders behandeln als Anwendungsverkehr.
  • Ein erfolgreicher Ping prüft keinen TCP-Port.
  • Ein erfolgreicher Ping bestätigt keine Anmeldung oder Anwendung.
  • Ein Ping ohne festgelegte Quelladresse kann einen anderen Pfad verwenden als der betroffene Datenverkehr.

20. Traceroute richtig verwenden

Traceroute hilft dabei, den Pfad beziehungsweise die antwortenden Zwischenstationen zu untersuchen.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

traceroute 192.0.2.10

Juniper Junos

traceroute 192.0.2.10

Aruba AOS-CX

traceroute 192.0.2.10

Einordnung

  • Sternchen bedeuten nicht automatisch, dass der gesamte folgende Pfad unterbrochen ist.
  • Router können Ablaufmeldungen filtern oder begrenzen.
  • Lastverteilung kann verschiedene Pfade zeigen.
  • Hin- und Rückweg können unterschiedlich sein.
  • Tunnel und MPLS können physische Zwischenwege verbergen.
  • Ein Abbruch an einem Hop beweist nicht, dass genau dieses Gerät die Ursache ist.

21. Dynamische Routingprotokolle

Bei OSPF, BGP und anderen Protokollen sind drei Ebenen getrennt zu prüfen:

  1. besteht die Nachbarschaft?
  2. werden erwartete Routen ausgetauscht?
  3. wird die gewünschte Route tatsächlich für die Weiterleitung verwendet?

Cisco – OSPF

show ip ospf neighbor
show ip ospf interface
show ip route ospf

Cisco – BGP

show ip bgp summary
show ip bgp
show ip route bgp

Juniper – OSPF

show ospf neighbor
show ospf interface
show route protocol ospf

Juniper – BGP

show bgp summary
show route protocol bgp

Aruba AOS-CX – je nach Plattform und Funktionsumfang

show ip ospf neighbors
show bgp all summary

Typische Ursachen

  • Schnittstelle down,
  • falsche IP-Adresse oder Präfixlänge,
  • unterschiedliche Area,
  • Authentifizierungsfehler,
  • unterschiedliche Timer,
  • MTU-Abweichung,
  • fehlende Route zur Nachbaradresse,
  • falsche Autonomous-System-Nummer,
  • Filterrichtlinie,
  • maximale Präfixanzahl,
  • fehlende Freigabe durch ACL oder Firewall,
  • instabile Verbindung,
  • unterschiedliche VRF.

Eine bestehende Routingnachbarschaft bestätigt nicht, dass alle benötigten Präfixe korrekt angenommen, ausgewählt und weitergeleitet werden.


22. ACL- und Firewallregeln prüfen

Bei Zugriffslisten und Firewalls müssen geprüft werden:

  • Quelle,
  • Ziel,
  • Protokoll,
  • Quellport,
  • Zielport,
  • Eingangszone,
  • Ausgangszone,
  • Richtung,
  • Regelreihenfolge,
  • Zähler,
  • NAT,
  • Sitzungstabelle,
  • Benutzer- oder Anwendungsidentität,
  • Zeitplan,
  • Protokollierung.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

show access-lists
show ip access-lists

Zuordnung zu Schnittstellen:

show ip interface

Juniper SRX

show security policies
show security policies hit-count
show security flow session
show security nat source rule all

Wichtige Einordnung

  • Ein Regelzähler kann historischen Verkehr enthalten.
  • Ein Zähler von null kann bedeuten, dass der Datenverkehr eine frühere Regel trifft.
  • Zustandsbehaftete Firewalls benötigen häufig einen passenden Rückweg.
  • NAT kann dazu führen, dass Protokolle eine andere Adresse zeigen.
  • Eine erlaubende Regel bestätigt nicht, dass Routing, NAT oder Zielservice funktionieren.
  • Ein Paket kann vor oder nach einer untersuchten Regel verworfen werden.

23. DHCP untersuchen

Zu prüfen sind:

  • erhält der Client überhaupt eine DHCP-Antwort?
  • befindet sich Client und Server im selben Netz?
  • ist DHCP-Relay erforderlich?
  • stimmt die Relay-Zieladresse?
  • ist der Adressbereich erschöpft?
  • besteht eine Sicherheitsfunktion wie DHCP Snooping?
  • stimmen Gateway, DNS und Lease-Zeit?
  • erreicht die Antwort den Client zurück?

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

DHCP-Relay auf einer Schnittstelle erkennen:

show running-config interface Vlan10

DHCP Snooping:

show ip dhcp snooping

DHCP-Bindings bei lokalem DHCP-Server:

show ip dhcp binding

Juniper Junos

Die Befehle hängen davon ab, ob das Gerät als DHCP-Server, Relay oder Sicherheitsgerät arbeitet. Beispiele:

show dhcp server binding
show dhcp relay binding

Diese Befehle sind nicht auf jeder Junos-Plattform in derselben Form verfügbar.

Typische Fehlerkette

Client Discover
→ Switch und VLAN
→ DHCP Relay
→ Routing beziehungsweise Firewall
→ DHCP Server
→ Offer und Acknowledgement
→ Rückweg zum Client

24. DNS, NTP, RADIUS und TACACS+

Netzwerkgeräte sind häufig von Infrastrukturdiensten abhängig.

DNS-Probleme können verursachen

  • fehlgeschlagene Hostnamensauflösung,
  • nicht erreichbare Controller,
  • fehlgeschlagene Zertifikatsprüfung,
  • Probleme mit Cloudmanagement,
  • verzögerte Kommandoeingaben bei ungeeigneter Namensauflösung.

NTP-Probleme können verursachen

  • falsche Protokollzeitpunkte,
  • Zertifikatsfehler,
  • Authentifizierungsprobleme,
  • unbrauchbare Ereigniskorrelation,
  • Probleme mit zeitabhängigen Sicherheitsmechanismen.

RADIUS- oder TACACS+-Probleme können verursachen

  • fehlgeschlagene Administratoranmeldung,
  • fehlende Autorisierung einzelner Befehle,
  • fehlgeschlagene Netzwerkzugangskontrolle,
  • Abhängigkeit von einem nicht erreichbaren Server.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

show clock
show ntp associations
show ntp status
show aaa servers

Die verfügbaren AAA-Befehle unterscheiden sich nach Plattform und Version.

Juniper Junos

show system uptime
show ntp associations
show system users

Prüfen

  • stimmt die Uhrzeit?
  • stimmt die Zeitzone?
  • ist der Zeitserver erreichbar?
  • wird die erwartete Quelladresse verwendet?
  • erreicht der Dienst die richtige VRF?
  • blockiert eine ACL den Verkehr?
  • ist ein lokales Notfallkonto gemäß Unternehmensvorgabe vorhanden?

25. Protokolle auswerten

Netzwerkgeräte können Protokolle speichern oder an einen zentralen Syslog-Server senden.

Zu erfassen sind:

  • genauer Zeitpunkt,
  • Zeitzone,
  • Meldungsquelle,
  • Schweregrad,
  • Prozess oder Subsystem,
  • betroffene Schnittstelle,
  • Meldung vor und nach dem Ereignis,
  • wiederkehrende Muster,
  • Zusammenhang mit Konfigurationsänderungen.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

show logging

Juniper Junos

show log messages

Letzte Einträge:

show log messages | last 50

Aruba AOS-CX

show logging

Typische Meldungen

Eine einzelne Fehlermeldung beweist nicht automatisch die Ursache. Sie muss zeitlich und technisch mit dem beobachteten Symptom verbunden werden.


26. Syslog-Schweregrade

Die verbreitete Syslog-Einteilung umfasst:

Wert Bezeichnung Bedeutung
0 Emergency System nicht verwendbar
1 Alert sofortige Maßnahme erforderlich
2 Critical kritischer Zustand
3 Error Fehlerzustand
4 Warning Warnung
5 Notice bedeutender normaler Zustand
6 Informational Informationsmeldung
7 Debug ausführliche Diagnosemeldung

Die tatsächliche Nutzung der Stufen hängt vom Hersteller und der jeweiligen Komponente ab.

Zu beachten

  • Zu niedrige Schwelle kann wichtige Meldungen auslassen.
  • Zu ausführliche Protokollierung kann sehr große Datenmengen erzeugen.
  • Debug-Protokolle können sensible Informationen enthalten.
  • Zentrale Protokolle benötigen korrekte Zeitstempel.
  • UDP-Syslog bestätigt keine zuverlässige Zustellung.
  • Transport, Verschlüsselung und Aufbewahrung müssen den Sicherheitsvorgaben entsprechen.

27. SNMP und Telemetrie

SNMP und Streaming-Telemetrie können langfristige Messwerte liefern.

Typische Werte sind:

  • Schnittstellenstatus,
  • Datenraten,
  • Fehlerzähler,
  • Paketverluste,
  • CPU-Auslastung,
  • Speichernutzung,
  • Temperatur,
  • Netzteilzustand,
  • Routingnachbarschaften,
  • Verfügbarkeit.

SNMP-Versionen

Version Einordnung
SNMPv1 veraltet, keine moderne Absicherung
SNMPv2c Community-basierte Absicherung, keine angemessene Vertraulichkeit
SNMPv3 unterstützt Benutzer-, Authentifizierungs- und Verschlüsselungsmechanismen

SNMPv3 sollte bevorzugt werden, sofern die Umgebung es unterstützt.

Diagnostischer Nutzen

  • Beginn einer Störung zeitlich bestimmen,
  • kurzfristige und langfristige Werte vergleichen,
  • Lastspitzen erkennen,
  • wachsende Fehlerzähler sehen,
  • wiederkehrende Ausfälle untersuchen,
  • Geräte miteinander vergleichen.

Grenzen

  • Abfrageintervalle können kurze Ereignisse übersehen.
  • Ein Mittelwert kann Spitzen verbergen.
  • Zähler können nach Neustarts zurückgesetzt werden.
  • 32-Bit-Zähler können bei schnellen Verbindungen überlaufen.
  • fehlerhafte Zeitsynchronisation erschwert die Korrelation.
  • Monitoringausfall bedeutet nicht automatisch Geräteausfall.

28. Paketmitschnitt auf Netzwerkgeräten

Viele Router, Firewalls und Switches unterstützen lokale oder gespiegelte Paketmitschnitte.

Mögliche Verfahren:

  • integrierter Paketmitschnitt,
  • Port Mirroring,
  • SPAN,
  • Remote SPAN,
  • ERSPAN,
  • Firewall Packet Capture,
  • Controller-basierter Mitschnitt,
  • externer Netzwerk-TAP.

Vorher festlegen

  • betroffene Schnittstelle,
  • Richtung,
  • VLAN,
  • Quelladresse,
  • Zieladresse,
  • Protokoll,
  • Zielport,
  • maximale Paketanzahl,
  • maximale Dateigröße,
  • Dauer,
  • Speicherort,
  • Datenschutz,
  • Löschzeitpunkt.

Wichtige Einschränkungen

  • Ein Mitschnitt auf einem überlasteten Gerät kann unvollständig sein.
  • Hardwareweiterleitung kann dazu führen, dass nicht jeder Verkehr an der CPU sichtbar ist.
  • Ein SPAN-Ziel kann bei Überlastung Pakete verlieren.
  • Der Mitschnittpunkt bestimmt, ob VLAN-Tags, NAT-Adressen oder entschlüsselter Verkehr sichtbar sind.
  • Eine Firewall kann Pakete an einer Schnittstelle empfangen und später durch eine Regel verwerfen.
  • Verschlüsselter Datenverkehr zeigt ohne zulässige Entschlüsselung keine Anwendungsinhalte.

Paketmitschnitte können enthalten:

  • IP-Adressen,
  • MAC-Adressen,
  • Hostnamen,
  • DNS-Abfragen,
  • Anmeldedaten bei unverschlüsselten Protokollen,
  • Sitzungskennungen,
  • personenbezogene Daten,
  • vertrauliche Anwendungsinhalte.

29. Debug-Befehle

Debug-Befehle erzeugen detaillierte Laufzeitinformationen.

Sie können:

  • sehr viele Meldungen erzeugen,
  • CPU und Speicher belasten,
  • die Konsole überfluten,
  • Sitzungen unterbrechen,
  • sensible Inhalte protokollieren,
  • bei produktiven Geräten einen Ausfall verschärfen.

Vor einem Debug

  1. konkrete Hypothese formulieren,
  2. Herstellerdokumentation prüfen,
  3. Auswirkungen für die Plattform prüfen,
  4. Wartungsfreigabe einholen,
  5. Filter festlegen,
  6. Zeitdauer begrenzen,
  7. Beendigung des Debugs vorbereiten,
  8. alternative Beobachtungsmöglichkeit prüfen.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

Aktive Debugs anzeigen:

show debugging

Debug-Ausgaben vollständig beenden:

undebug all

Der Befehl debug all darf auf produktiven Geräten nicht als allgemeine Diagnosemaßnahme verwendet werden.

Ein Debug sollte nur gezielt, zeitlich begrenzt und unter Beobachtung durchgeführt werden.


30. Konfiguration vergleichen

Zu unterscheiden sind:

  • aktuell laufende Konfiguration,
  • für den nächsten Start gespeicherte Konfiguration,
  • zentral verwaltete Konfiguration,
  • automatisch erzeugte Konfiguration,
  • Konfigurationsvorlage,
  • tatsächlicher operativer Zustand.

Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

show running-config
show startup-config

Letzte Konfigurationsänderung:

show archive log config all

Der Archivierungsbefehl liefert nur dann passende Daten, wenn die entsprechende Funktion unterstützt und eingerichtet ist.

Juniper Junos

show configuration

Vergleich mit vorheriger Konfiguration:

show system commit
show system rollback compare 1

Aruba AOS-CX

show running-config
show startup-config

Beim Vergleich beachten

  • automatisch erzeugte Zeilen,
  • unterschiedliche Reihenfolge ohne Funktionsänderung,
  • verschlüsselte oder maskierte Geheimnisse,
  • dynamisch gelernte Zustände,
  • Änderungen durch Controller oder Automatisierung,
  • nicht gespeicherte Änderungen,
  • gerätespezifische Standardwerte.

Eine Konfiguration darf nicht ungeprüft vollständig in ein Ticket oder öffentliches Dokument kopiert werden. Sie kann Kennwörter, Schlüssel, Community-Strings, Adressen und interne Topologieinformationen enthalten.


31. Hochverfügbarkeit und Stacks

Bei redundanten Geräten sind zusätzlich zu prüfen:

  • aktives und passives Mitglied,
  • Synchronisationsstatus,
  • letzte Rollenänderung,
  • Split-Brain-Schutz,
  • Heartbeat- oder Keepalive-Verbindung,
  • Versionsgleichheit,
  • Konfigurationsgleichheit,
  • Sitzungssynchronisation,
  • Uplinkzustand beider Geräte,
  • Stack-Ring,
  • Stack-Mitglieder,
  • Redundanz der Stromversorgung.

Mögliche Fehlerbilder

Beobachtung mögliche Ursache
beide Geräte halten sich für aktiv Split Brain oder unterbrochene Kontrollverbindung
passives Gerät nicht bereit Versions-, Konfigurations- oder Hardwareproblem
Failover funktioniert, Sitzungen brechen ab fehlende oder unvollständige Sitzungssynchronisation
nur Ports eines Stack-Mitglieds betroffen Mitglied, Stack-Verbindung oder Stromversorgung
wiederholte Rollenwechsel instabile Verbindung, Ressourcenproblem oder fehlerhafte Zustandsprüfung
Redundanz angezeigt, aber gemeinsamer Uplink fehlt logische Redundanz ohne vollständige Pfadredundanz

Ein manuell ausgelöstes Failover ist eine produktive Änderung und benötigt eine Risikoprüfung.


32. WLAN-Access-Points und Controller

Bei WLAN-Problemen müssen Funk-, Netzwerk- und Authentifizierungsebene getrennt werden.

Zu prüfen sind:

  • wird der Access Point mit Strom versorgt?
  • erhält er eine IP-Adresse?
  • erreicht er Controller oder Cloudplattform?
  • wird die erwartete Konfiguration übernommen?
  • sendet die gewünschte SSID?
  • stimmen VLAN und Trunk?
  • funktioniert Authentifizierung?
  • erhält der Client eine IP-Adresse?
  • bestehen Störungen oder hohe Kanalauslastung?
  • wechselt der Client zwischen Access Points?
  • funktionieren DNS und Gateway?

Typische WLAN-Werte

  • RSSI,
  • SNR,
  • Kanal,
  • Kanalbreite,
  • Frequenzband,
  • Sendeleistung,
  • Retries,
  • Kanalnutzung,
  • Clientanzahl,
  • Datenrate,
  • Roamingereignisse,
  • Authentifizierungsstatus.

Fehlinterpretationen vermeiden

Beobachtung Einordnung
starke Signalstärke bestätigt nicht automatisch gute Signalqualität oder geringen Störpegel
Client ist verbunden bestätigt nicht automatisch DHCP, Routing oder Internetzugriff
SSID ist sichtbar bestätigt nicht automatisch erfolgreiche Authentifizierung
Access Point ist online bestätigt nicht automatisch störungsfreien Funkbetrieb
hohe theoretische Datenrate entspricht nicht automatisch dem tatsächlichen Durchsatz
viele Access Points können bei ungeeigneter Planung zusätzliche Störungen verursachen

33. VPN untersuchen

Bei einem VPN müssen getrennt geprüft werden:

  1. physische und IP-Erreichbarkeit,
  2. Namensauflösung,
  3. IKE- beziehungsweise Kontrollverbindung,
  4. Authentifizierung,
  5. Tunnelaufbau,
  6. Verschlüsselungsparameter,
  7. Routen,
  8. Sicherheitsrichtlinien,
  9. NAT-Ausnahmen,
  10. Datenzähler,
  11. Rückweg,
  12. MTU und Fragmentierung.

Typische Fehler

  • falsche Peer-Adresse,
  • Zertifikat abgelaufen,
  • falsche Systemzeit,
  • unterschiedliche Verschlüsselungsverfahren,
  • unterschiedliche Netzdefinitionen,
  • fehlende Route,
  • NAT vor dem Tunnel,
  • Firewall blockiert IKE oder ESP,
  • Tunnel steht, aber keine Sicherheitsrichtlinie erlaubt den Verkehr,
  • überlappende Adressbereiche,
  • asymmetrischer Rückweg,
  • MTU-Problem.

Ein angezeigter VPN-Status „up“ bestätigt nicht automatisch, dass Nutzdaten in beide Richtungen übertragen werden.


34. NAT untersuchen

Bei NAT sind zu erfassen:

  • ursprüngliche Quelladresse,
  • ursprüngliche Zieladresse,
  • übersetzte Quelladresse,
  • übersetzte Zieladresse,
  • Quellport,
  • Zielport,
  • zugehörige Regel,
  • Richtung,
  • Zone,
  • Sitzung,
  • Rückweg.

Typische Probleme

  • falsche Regelreihenfolge,
  • fehlende NAT-Ausnahme für VPN,
  • Adresspool erschöpft,
  • Portübersetzung erschöpft,
  • unerwartetes doppeltes NAT,
  • Rückroute zur übersetzten Adresse fehlt,
  • Anwendung überträgt eingebettete Adressen,
  • Protokolle zeigen nur eine Seite der Übersetzung.

Eine erfolgreiche NAT-Übersetzung bestätigt noch nicht, dass der Zielservice antwortet.


35. Support- und Diagnosepakete

Viele Hersteller bieten einen Sammelbefehl oder eine Supportdatei an.

Beispiele:

Cisco – plattformabhängig

show tech-support

Juniper Junos

request support information

Aruba AOS-CX

show tech

Diese Ausgaben können sehr umfangreich sein und das Gerät belasten.

Sie können enthalten:

  • vollständige oder teilweise Konfiguration,
  • IP-Adressen,
  • Seriennummern,
  • Benutzernamen,
  • Routinginformationen,
  • Nachbarn,
  • Protokolle,
  • Zertifikatsinformationen,
  • Sitzungstabellen,
  • interne Topologie,
  • Sicherheitsrichtlinien.

Vor der Erstellung

  • Speicherplatz prüfen,
  • Belastung abschätzen,
  • Freigabe einholen,
  • sicheren Speicherort bestimmen,
  • Übertragungsweg festlegen,
  • Empfängerkreis begrenzen,
  • Aufbewahrungsdauer definieren,
  • vertrauliche Inhalte prüfen.

36. Typische Prüfreihenfolge bei einem ausgefallenen Switchport

  1. betroffenes Endgerät und Port bestimmen,
  2. Linkstatus prüfen,
  3. Portbeschreibung kontrollieren,
  4. Fehlerzähler dokumentieren,
  5. Geschwindigkeit und Duplex prüfen,
  6. VLAN-Zuordnung prüfen,
  7. MAC-Adresstabelle prüfen,
  8. STP-Zustand prüfen,
  9. Port-Security oder NAC prüfen,
  10. PoE-Zustand prüfen,
  11. Nachbarinformationen prüfen,
  12. Gegenstelle untersuchen,
  13. Kabel oder Transceiver kontrolliert gegenprüfen,
  14. nach jeder Maßnahme erneut testen.

Beispiel Cisco IOS beziehungsweise IOS XE

show interfaces status
show interfaces GigabitEthernet1/0/1
show interfaces GigabitEthernet1/0/1 switchport
show mac address-table interface GigabitEthernet1/0/1
show spanning-tree interface GigabitEthernet1/0/1 detail
show power inline GigabitEthernet1/0/1

37. Praxisbeispiel: Client erreicht das Gateway nicht

Symptom

Ein Client besitzt eine IP-Adresse, kann aber sein Standardgateway nicht erreichen.

Prüfung

  1. IP-Adresse und Präfix des Clients kontrollieren.
  2. Standardgateway kontrollieren.
  3. physische Verbindung prüfen.
  4. Access-VLAN des Ports prüfen.
  5. VLAN auf den Trunks verfolgen.
  6. MAC-Adresse des Clients suchen.
  7. ARP-Eintrag auf Client und Gateway prüfen.
  8. Gateway-Schnittstelle beziehungsweise SVI prüfen.
  9. STP-Zustand prüfen.
  10. Port-Security, NAC und ACL prüfen.
  11. Paketmitschnitt nur bei verbleibender Unklarheit verwenden.

Mögliche Ursachen

  • falsche Clientadresse,
  • falsches Präfix,
  • falsches Gateway,
  • falsches Access-VLAN,
  • VLAN fehlt auf einem Trunk,
  • Gateway-Schnittstelle down,
  • doppelte IP-Adresse,
  • ARP-Problem,
  • Port-Security,
  • NAC-Quarantäne,
  • Layer-2-Schleife,
  • fehlerhafte physische Verbindung.

38. Praxisbeispiel: VLAN funktioniert an einem Switch, am nächsten nicht

Prüfung

  1. VLAN auf beiden Switches anzeigen.
  2. Access-Port des Clients prüfen.
  3. Uplink und Trunk bestimmen.
  4. erlaubte VLANs auf beiden Seiten vergleichen.
  5. native beziehungsweise untagged VLANs vergleichen.
  6. STP-Zustand für das VLAN prüfen.
  7. MAC-Adresse entlang des Pfads verfolgen.
  8. LACP-Zustand bei gebündeltem Uplink prüfen.
  9. Zwischen-Switches einbeziehen.
  10. erst danach Konfiguration ändern.

Mögliche Ursachen

  • VLAN auf einem Gerät nicht angelegt,
  • VLAN nicht auf dem Trunk erlaubt,
  • unterschiedliche Portmodi,
  • falsches untagged beziehungsweise native VLAN,
  • STP blockiert den erwarteten Pfad,
  • fehlerhaftes LACP-Mitglied,
  • falsche physische Verbindung,
  • VLAN-Zuordnung durch Controller oder Vorlage überschrieben.

39. Praxisbeispiel: Standortverbindung ist langsam

Zuerst messen

  • betroffene Standorte,
  • betroffene Anwendungen,
  • Beginn und Dauer,
  • Paketverlust,
  • Laufzeit,
  • Durchsatz,
  • Schnittstellenauslastung,
  • Fehlerzähler,
  • Drops,
  • QoS-Warteschlangen,
  • VPN-Zähler,
  • CPU-Auslastung,
  • MTU.

Mögliche Ursachen

  • ausgelastete WAN-Verbindung,
  • Output Drops,
  • physische Fehler,
  • Duplexproblem,
  • ungeeignete QoS-Regel,
  • Backup- oder Synchronisationsverkehr,
  • Paketverlust im Providerpfad,
  • VPN-Neuverschlüsselung,
  • MTU- oder Fragmentierungsproblem,
  • Anwendung oder Server statt Netzwerk,
  • asymmetrischer Pfad.

Ein hoher Ping-Wert allein beweist keine geringe verfügbare Bandbreite. Laufzeit, Paketverlust, Jitter und Durchsatz sind unterschiedliche Messgrößen.


40. Praxisbeispiel: Gerät ist im Monitoring offline

Prüfreihenfolge

  1. ist nur das Monitoring oder auch die Nutzfunktion betroffen?
  2. ist die Managementadresse erreichbar?
  3. stimmt die Route zum Managementnetz?
  4. funktioniert der verwendete SNMP-, HTTPS- oder Telemetrieport?
  5. stimmt die Management-VRF?
  6. sind ACL und Firewallregeln unverändert?
  7. sind Zugangsdaten oder Zertifikate abgelaufen?
  8. stimmt die Gerätezeit?
  9. ist der Monitoringdienst selbst funktionsfähig?
  10. antwortet das Gerät über einen anderen Managementweg?

Mögliche Einordnung

Ergebnis mögliche Ursache
Nutzdaten funktionieren, Monitoring nicht Managementpfad, SNMP, Zertifikat oder Monitoringserver
Ping funktioniert, SNMP nicht SNMP-Konfiguration, ACL, Zugangsdaten oder Dienst
mehrere Geräte gleichzeitig offline Monitoringserver, gemeinsamer Managementpfad oder zentrale Firewall
nur ein Standort offline WAN-, VPN- oder Standortproblem
Gerät nur über Konsole erreichbar Managementnetz, Routing, ACL oder Überlastung

41. Häufige Fehlinterpretationen

Aussage fachliche Einordnung
„Der Port ist up, also ist die Verbindung in Ordnung.“ Linkstatus bestätigt nicht VLAN, Routing, Fehlerfreiheit oder Anwendung.
„Ping funktioniert, daher ist der Dienst erreichbar.“ Ping prüft keinen Anwendungsport und keine Anmeldung.
„Die Route ist vorhanden, also muss der Verkehr funktionieren.“ Rückroute, Firewall, NAT und operative Weiterleitung müssen ebenfalls stimmen.
„Der Traceroute endet an einem Router, also ist dieser defekt.“ Zwischenstationen können Antworten filtern oder begrenzen.
„STP blockiert einen Port, deshalb liegt ein Fehler vor.“ Das Blockieren kann die beabsichtigte Schleifenvermeidung sein.
„Der Fehlerzähler ist hoch, daher besteht der Fehler noch.“ Entscheidend ist, ob der Zähler während der Störung weiter steigt.
„Die MAC-Adresse wurde gelernt, also funktioniert der Client.“ Nur das Layer-2-Lernen wurde nachgewiesen.
„Das VPN ist up, also fließen Daten.“ Routen, Richtlinien, NAT und Rückweg können weiterhin fehlerhaft sein.
„Das Gerät ist im Monitoring offline, also ist es ausgefallen.“ Nur der Management- oder Monitoringpfad kann gestört sein.
„Ein Neustart behebt das Problem.“ Er kann nur flüchtigen Zustand entfernen und Beweise vernichten.
show tech ist nur eine harmlose Abfrage.“ Umfangreiche Ausgaben können Ressourcen beanspruchen und vertrauliche Daten enthalten.
„Debug zeigt viele Fehler, also ist die Ursache gefunden.“ Debug-Meldungen müssen mit Zeitpunkt, Datenpfad und Symptom abgeglichen werden.

42. Checkliste Netzwerkgeräte-Fehleranalyse

  • betroffenes Gerät und dessen Rolle sind bekannt.
  • Hersteller, Modell und Softwareversion wurden erfasst.
  • Zeitpunkt und letzte Änderungen wurden dokumentiert.
  • laufende und gespeicherte Konfiguration wurden unterschieden.
  • Managementzugriff wurde ohne unsichere Protokolle geprüft.
  • CPU, Arbeitsspeicher und Hardwarezustand wurden kontrolliert.
  • Schnittstellenstatus und Fehlerzähler wurden dokumentiert.
  • Geschwindigkeit, Duplex und Medium wurden auf beiden Seiten geprüft.
  • VLANs und Trunks wurden entlang des gesamten Pfads untersucht.
  • MAC-, ARP- und IPv6-Nachbartabellen wurden geprüft.
  • STP und LACP wurden berücksichtigt.
  • Hin- und Rückroute wurden geprüft.
  • richtige VRF beziehungsweise Routinginstanz wurde verwendet.
  • Ping wurde bei Bedarf mit passender Quelladresse durchgeführt.
  • Traceroute-Ergebnisse wurden nicht vorschnell interpretiert.
  • ACL, Firewall, NAT und Sitzungstabellen wurden berücksichtigt.
  • DNS, DHCP, NTP und Authentifizierungsdienste wurden getrennt geprüft.
  • Protokolle wurden zeitlich mit dem Symptom abgeglichen.
  • Zeitzone und Zeitsynchronisation wurden berücksichtigt.
  • Monitoringwerte wurden mit aktuellen Gerätedaten verglichen.
  • Debugging wurde nur gezielt und zeitlich begrenzt verwendet.
  • Paketmitschnitte wurden begrenzt und geschützt.
  • Supportdateien wurden auf vertrauliche Inhalte geprüft.
  • Änderungen wurden einzeln und möglichst reversibel durchgeführt.
  • Funktion und Nebenwirkungen wurden nach jeder Änderung geprüft.
  • Ursache, Maßnahme und Ergebnis wurden dokumentiert.

43. Schnellreferenz

Aufgabe Cisco IOS/IOS XE Juniper Junos Aruba AOS-CX
Version show version show version show version
Hardware show inventory show chassis hardware show inventory
Systemzustand show platform resources show chassis routing-engine show system resource-utilization
Schnittstellenübersicht show ip interface brief show interfaces terse show ip interface brief
Schnittstellendetails show interfaces … show interfaces … extensive show interface …
VLANs show vlan brief show vlans show vlan
Trunks show interfaces trunk show ethernet-switching interfaces Port- und VLAN-Status prüfen
MAC-Tabelle show mac address-table show ethernet-switching table show mac-address-table
Spanning Tree show spanning-tree show spanning-tree bridge show spanning-tree
LACP show lacp neighbor show lacp interfaces show lacp interfaces
LLDP show lldp neighbors show lldp neighbors show lldp neighbor-info
ARP show ip arp show arp show arp
Routingtabelle show ip route show route show ip route
OSPF-Nachbarn show ip ospf neighbor show ospf neighbor show ip ospf neighbors
BGP-Übersicht show ip bgp summary show bgp summary show bgp all summary
Protokolle show logging show log messages show logging
NTP show ntp associations show ntp associations versionsabhängig
Ping ping Ziel ping Ziel ping Ziel
Traceroute traceroute Ziel traceroute Ziel traceroute Ziel
Supportausgabe show tech-support request support information show tech

Diese Tabelle ist eine Orientierung. Vor der Verwendung muss die Befehlsreferenz der konkreten Plattform und Softwareversion geprüft werden.


Merksatz

Netzwerkgeräte werden nicht durch wahllose Neustarts, Tabellenlöschungen oder dauerhafte Debug-Ausgaben untersucht. Zuerst werden Hardware, Schnittstellen, VLANs, Nachbartabellen, Routing, Sicherheitsregeln, Protokolle und Abhängigkeiten getrennt geprüft. Danach wird eine konkrete Hypothese mit einer kleinen, kontrollierten und möglichst reversiblen Maßnahme getestet.


Quellen und weiterführende Dokumentation