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13.3 Hypervisor und VM-Verwaltung

Einordnung

Diese Seite gehört zum Kapitel:

Server, Virtualisierung und Hochverfügbarkeit

Auf der vorherigen Seite ging es um Virtualisierung und virtuelle Maschinen.

Jetzt geht es genauer um den Hypervisor und die praktische Verwaltung von virtuellen Maschinen.


Was ist ein Hypervisor?

Ein Hypervisor ist die Virtualisierungsschicht, die virtuelle Maschinen bereitstellt und verwaltet.

Er sitzt zwischen der physischen Hardware und den virtuellen Maschinen.

Vereinfacht:

Hardware
   ↓
Hypervisor
   ↓
Virtuelle Maschinen

Der Hypervisor sorgt dafür, dass mehrere virtuelle Maschinen gleichzeitig auf einem physischen Server laufen können.


Merksatz

Der Hypervisor verwaltet virtuelle Maschinen und teilt ihnen CPU, RAM, Storage und Netzwerk zu.


Aufgaben eines Hypervisors

Aufgabe Erklärung
VMs erstellen Neue virtuelle Maschinen anlegen
VMs starten Virtuelle Maschinen hochfahren
VMs stoppen Virtuelle Maschinen herunterfahren oder ausschalten
Ressourcen zuteilen CPU, RAM, Storage und Netzwerk bereitstellen
Virtuelle Hardware verwalten vCPU, vRAM, vDisk und vNIC konfigurieren
Snapshots verwalten Zustände von VMs speichern
Backups unterstützen Sicherung von VMs ermöglichen
Migration ermöglichen VMs auf andere Hosts verschieben
Netzwerk bereitstellen Virtuelle Switches und VLANs verwalten
Monitoring unterstützen Auslastung und Zustand überwachen
Rechte verwalten Zugriff für Administratoren steuern

Typ-1-Hypervisor

Ein Typ-1-Hypervisor läuft direkt auf der physischen Hardware.

Er wird auch Bare-Metal-Hypervisor genannt.

Beispiele:

Hypervisor Beschreibung
VMware ESXi Häufig in Unternehmensumgebungen
Microsoft Hyper-V Microsoft-Virtualisierung
Proxmox VE Open-Source-Virtualisierungsplattform
KVM Linux-basierte Virtualisierung
Xen Virtualisierungstechnologie
Nutanix AHV Hypervisor von Nutanix

Typischer Aufbau:

Physische Hardware
   ↓
Typ-1-Hypervisor
   ↓
Virtuelle Maschinen

Vorteil:

Typ-1-Hypervisoren sind für produktive Serverumgebungen geeignet.


Typ-2-Hypervisor

Ein Typ-2-Hypervisor läuft auf einem vorhandenen Betriebssystem.

Beispiele:

Hypervisor Einsatz
VirtualBox Test- und Lernumgebungen
VMware Workstation Desktop-Virtualisierung
VMware Fusion macOS-Virtualisierung
Parallels Desktop macOS-Virtualisierung
UTM macOS / Apple Silicon

Typischer Aufbau:

Physische Hardware
   ↓
Betriebssystem
   ↓
Typ-2-Hypervisor
   ↓
Virtuelle Maschinen

Typ-2-Hypervisoren sind gut zum Lernen und Testen, aber weniger typisch für produktive Serverumgebungen.


Typ-1 vs. Typ-2-Hypervisor

Merkmal Typ-1-Hypervisor Typ-2-Hypervisor
Läuft auf Direkt auf Hardware Auf vorhandenem Betriebssystem
Einsatzgebiet Server, Rechenzentrum, Unternehmen Desktop, Test, Lernen
Performance Hoch Meist geringer
Stabilität Sehr hoch Abhängig vom Host-Betriebssystem
Beispiele ESXi, Hyper-V, Proxmox VirtualBox, VMware Workstation
IHK-Relevanz Sehr wichtig Grundlegend wichtig

Virtualisierungsplattform

Eine Virtualisierungsplattform besteht nicht nur aus dem Hypervisor.

Dazu gehören oft auch Verwaltung, Netzwerk, Storage, Backup und Clusterfunktionen.

Beispiele:

Plattform Bestandteile
VMware vSphere ESXi, vCenter, vMotion, HA, DRS
Microsoft Hyper-V Hyper-V, Failover Cluster, Windows Admin Center, SCVMM
Proxmox VE KVM, LXC, Weboberfläche, Cluster, HA, Ceph
Nutanix AHV, Prism, verteilter Storage

VMware ESXi

VMware ESXi ist ein Typ-1-Hypervisor.

Typische Begriffe:

Begriff Bedeutung
ESXi Hypervisor
vCenter Zentrale Verwaltung mehrerer ESXi-Hosts
vMotion Live Migration von VMs
HA Hochverfügbarkeit
DRS Automatische Lastverteilung
Datastore Speicherbereich für VMs
VMDK Virtuelle Festplatte
VMFS VMware-Dateisystem

Microsoft Hyper-V

Hyper-V ist die Virtualisierungslösung von Microsoft.

Hyper-V kann als Rolle auf Windows Server installiert werden.

Typische Begriffe:

Begriff Bedeutung
Hyper-V Microsoft-Hypervisor
Hyper-V Manager Verwaltung einzelner Hosts
Failover Cluster Clusterfunktion für Hochverfügbarkeit
Live Migration Laufende VM auf anderen Host verschieben
Checkpoint Snapshot-ähnlicher Zustand
VHDX Virtuelle Festplattendatei
CSV Cluster Shared Volume
SCVMM System Center Virtual Machine Manager

Proxmox VE

Proxmox VE ist eine Virtualisierungsplattform auf Linux-Basis.

Sie nutzt KVM für virtuelle Maschinen und LXC für Container.

Typische Begriffe:

Begriff Bedeutung
Proxmox VE Virtualisierungsplattform
KVM Virtualisierung für VMs
LXC Container-Virtualisierung
Node Einzelner Proxmox-Host
Cluster Zusammenschluss mehrerer Nodes
VMID Eindeutige Nummer einer VM oder eines Containers
Ceph Verteilter Storage
HA Manager Hochverfügbarkeitsverwaltung
QEMU Guest Agent Gast-Agent für bessere VM-Integration

KVM

KVM steht für Kernel-based Virtual Machine.

KVM ist eine Virtualisierungstechnologie im Linux-Kernel.

Viele Plattformen nutzen KVM als technische Grundlage.

Beispiele:

Plattform Nutzt KVM
Proxmox VE Ja
OpenStack Häufig
Linux-Virtualisierung Ja
Nutanix AHV KVM-basiert

KVM ist kein vollständiges Verwaltungsprodukt, sondern eine Virtualisierungstechnologie.


Verwaltung von virtuellen Maschinen

Virtuelle Maschinen werden über eine Verwaltungsoberfläche oder über Befehle administriert.

Beispiele:

Plattform Verwaltung
VMware vSphere Client / vCenter
Hyper-V Hyper-V Manager, Windows Admin Center, PowerShell
Proxmox Weboberfläche, Shell, API
VirtualBox GUI oder VBoxManage
KVM virsh, virt-manager, Cockpit, Proxmox

Typische Verwaltungsaufgaben

Aufgabe Beschreibung
VM erstellen Virtuelle Maschine neu anlegen
VM konfigurieren CPU, RAM, Disk und Netzwerk einstellen
Betriebssystem installieren ISO einbinden und OS installieren
VM starten Virtuelle Maschine hochfahren
VM stoppen Virtuelle Maschine herunterfahren
VM neu starten Reboot ausführen
Snapshot erstellen Zustand sichern
Snapshot löschen Alten Zustand entfernen
VM klonen Kopie einer VM erzeugen
VM migrieren VM auf anderen Host verschieben
VM sichern Backup ausführen
VM überwachen Auslastung und Status prüfen

VM erstellen

Beim Erstellen einer VM werden grundlegende Eigenschaften festgelegt.

Typische Angaben:

Einstellung Beispiel
Name WEB01
Betriebssystemtyp Linux / Windows
vCPU 2
RAM 4 GB
Festplatte 60 GB
Netzwerk Servernetz / VLAN 20
ISO-Datei Debian oder Windows Server
Boot-Reihenfolge ISO zuerst, danach Disk

Beispiel für eine einfache VM-Planung

Einstellung Wert
VM-Name WEB01
Aufgabe Interner Webserver
Betriebssystem Debian 12
vCPU 2
RAM 4 GB
vDisk 60 GB
Netzwerk VLAN 20
IP-Adresse 192.168.20.30
Backup Täglich
Kritikalität Mittel

VM-Namen

Virtuelle Maschinen sollten klare Namen bekommen.

Beispiele:

Name Bedeutung
DC01 Domain Controller 1
DC02 Domain Controller 2
FILE01 Fileserver 1
WEB01 Webserver 1
DB01 Datenbankserver 1
APP01 Applikationsserver 1
BKP01 Backupserver 1
MON01 Monitoringserver 1
HV01 Hypervisor Host 1

Vorteil:

Man erkennt schnell, welche Aufgabe die VM hat.


VMID

Manche Plattformen vergeben zusätzlich eine VMID.

Beispiel bei Proxmox:

VMID Name
100 DC01
101 FILE01
102 WEB01
103 DB01

Die VMID ist eine eindeutige technische Nummer.

Der VM-Name ist für Menschen leichter verständlich.


vCPU konfigurieren

Eine VM erhält eine bestimmte Anzahl virtueller CPUs.

Beispiel:

VM vCPU
DC01 2
WEB01 2
DB01 4
FILE01 2

Wichtig:

Mehr vCPUs bedeuten nicht automatisch bessere Leistung.

Zu viele vCPUs können die Planung durch den Hypervisor verschlechtern.


CPU-Planung

Bei CPU-Planung muss man unterscheiden:

Begriff Bedeutung
Physische Kerne Tatsächliche CPU-Kerne im Host
Threads Logische Ausführungseinheiten
vCPU Virtuelle CPU für eine VM
CPU-Ready Wartezeit einer VM auf CPU-Zeit
Overcommitment Mehr vCPUs vergeben als physische Kerne vorhanden

CPU-Overcommitment

CPU-Overcommitment bedeutet, dass mehr vCPUs vergeben werden, als physische Kerne vorhanden sind.

Beispiel:

Physische CPU-Kerne Vergebene vCPUs
16 40

Das kann funktionieren, weil nicht alle VMs dauerhaft volle CPU-Leistung brauchen.

Risiko:

Wenn viele VMs gleichzeitig Last erzeugen, kommt es zu Wartezeiten und Performanceproblemen.


RAM konfigurieren

Eine VM bekommt eine feste oder dynamische Menge Arbeitsspeicher.

Beispiel:

VM RAM
DC01 4 GB
WEB01 4 GB
FILE01 8 GB
DB01 16 GB

RAM ist bei Virtualisierung besonders wichtig.

Wenn der Host nicht genug RAM hat, werden VMs langsam oder instabil.


RAM-Planung

Wichtige Fragen:

Frage Bedeutung
Wie viel RAM braucht das Betriebssystem? Grundbedarf
Wie viel RAM braucht die Anwendung? Arbeitslast
Gibt es Spitzenlasten? Reserven einplanen
Wie viele VMs laufen auf dem Host? Gesamtauslastung
Gibt es HA-Reserve? Ausfall eines Hosts abfangen

Merksatz:

RAM ist oft kritischer als CPU, weil fehlender RAM schnell zu starker Verlangsamung führt.


Virtuelle Festplatte konfigurieren

Eine VM benötigt mindestens eine virtuelle Festplatte.

Typische Angaben:

Einstellung Beispiel
Größe 60 GB
Format VHDX, VMDK, QCOW2, RAW
Provisioning Thin oder Thick
Storage Datastore, Volume oder Pool
Bus / Controller SCSI, VirtIO, SATA
Cache-Modus Plattformabhängig

Thin Provisioning

Thin Provisioning bedeutet:

Die virtuelle Festplatte hat eine Maximalgröße, belegt aber zunächst nur den tatsächlich genutzten Speicher.

Beispiel:

Eingestellte Größe Tatsächlich belegt
100 GB 20 GB

Vorteil:

Speicher wird effizient genutzt.

Nachteil:

Der echte Storage kann voll laufen, wenn viele VMs wachsen.


Thick Provisioning

Thick Provisioning bedeutet:

Der Speicherplatz wird direkt vollständig reserviert.

Beispiel:

Eingestellte Größe Tatsächlich belegt
100 GB 100 GB

Vorteil:

Besser planbar.

Nachteil:

Weniger flexibel und weniger platzsparend.


Virtuelle Netzwerkkarte konfigurieren

Eine VM bekommt eine oder mehrere virtuelle Netzwerkkarten.

Typische Einstellungen:

Einstellung Bedeutung
Netzwerk / Bridge Verbindung zum virtuellen Switch
VLAN Logisches Netzwerk
MAC-Adresse Hardwareadresse der vNIC
Treiber VirtIO, E1000, VMXNET3 usw.
Firewall Plattformabhängige Netzwerkfilter
Bandbreitenlimit Begrenzung des Netzwerkverkehrs

Virtueller Switch

Ein virtueller Switch verbindet VMs mit Netzwerken.

Er kann VMs untereinander und mit dem physischen Netzwerk verbinden.

Beispiel:

VM WEB01
   ↓
Virtuelle Netzwerkkarte
   ↓
Virtueller Switch
   ↓
Physische Netzwerkkarte
   ↓
Physisches Netzwerk

Bridge

Eine Bridge verbindet virtuelle Netzwerke mit dem physischen Netzwerk.

Beispiel bei Proxmox:

Bridge Zweck
vmbr0 Verbindung zum LAN
vmbr1 Internes VM-Netz
vmbr2 DMZ-Netz

Eine VM wird mit einer Bridge verbunden und kann darüber kommunizieren.


VLAN-Zuordnung

VLANs trennen Netzwerke logisch voneinander.

Beispiel:

VLAN Zweck
VLAN 10 Management
VLAN 20 Servernetz
VLAN 30 Storage
VLAN 40 Clientnetz
VLAN 50 DMZ
VLAN 60 Backup

Eine VM kann über ihre virtuelle Netzwerkkarte einem VLAN zugeordnet werden.


ISO einbinden

Zum Installieren eines Betriebssystems wird häufig eine ISO-Datei eingebunden.

Ablauf:

Schritt Erklärung
ISO hochladen Installationsmedium bereitstellen
VM erstellen Virtuelle Hardware anlegen
ISO als Laufwerk einbinden VM kann davon booten
VM starten Installation beginnt
Betriebssystem installieren OS auf vDisk installieren
ISO entfernen Nach Installation nicht mehr benötigt

Boot-Reihenfolge

Die Boot-Reihenfolge legt fest, von welchem Medium die VM startet.

Beispiel:

Reihenfolge Medium
1 Virtuelles CD/DVD-Laufwerk mit ISO
2 Virtuelle Festplatte
3 Netzwerkboot

Nach der Installation sollte die VM meistens von der virtuellen Festplatte starten.


Gastbetriebssystem installieren

Das Gastbetriebssystem ist das Betriebssystem innerhalb der VM.

Beispiele:

Betriebssystem Einsatz
Windows Server Active Directory, Fileserver, Anwendungen
Debian Webserver, Dienste, Container
Ubuntu Server Cloud, Anwendungen, Webdienste
pfSense Firewall oder Router
Rocky Linux Unternehmensnahe Linux-Umgebung

Guest Tools

Guest Tools verbessern die Zusammenarbeit zwischen VM und Hypervisor.

Beispiele:

Plattform Tool
VMware VMware Tools
Hyper-V Integration Services
Proxmox/KVM QEMU Guest Agent
VirtualBox Guest Additions

Vorteile:

Vorteil Erklärung
Bessere Treiber Netzwerk, Storage und Grafik
Sauberes Herunterfahren Hypervisor kann VM kontrolliert stoppen
IP-Anzeige Hypervisor erkennt IP-Adresse der VM
Zeitsynchronisation Uhrzeit bleibt korrekt
Bessere Performance Optimierte Kommunikation
Snapshot-Unterstützung Bessere Konsistenz möglich

QEMU Guest Agent

Der QEMU Guest Agent wird häufig bei KVM und Proxmox verwendet.

Er läuft innerhalb der VM.

Typische Vorteile:

Vorteil Erklärung
IP-Adressen sichtbar Proxmox kann IP der VM anzeigen
Sauberes Herunterfahren VM kann korrekt beendet werden
Dateisystem einfrieren Hilfreich für Backups
Bessere Kommunikation Host und VM tauschen Informationen aus

VM starten

Beim Starten einer VM stellt der Hypervisor die virtuelle Hardware bereit.

Ablauf vereinfacht:

Schritt Erklärung
VM-Konfiguration lesen CPU, RAM, Disk, Netzwerk
Ressourcen reservieren Host stellt Ressourcen bereit
Virtuelles BIOS/UEFI startet Bootvorgang beginnt
Betriebssystem startet Gastbetriebssystem wird geladen
Dienste starten Serverdienste werden verfügbar

VM sauber herunterfahren

Eine VM sollte möglichst sauber heruntergefahren werden.

Beispiel:

Methode Bewertung
Herunterfahren im Gastbetriebssystem Sauber
Shutdown über Hypervisor mit Guest Tools Sauber
Power Off erzwingen Nur im Notfall

Ein erzwungenes Ausschalten kann Daten beschädigen, ähnlich wie das Ziehen des Stromsteckers bei einem physischen Server.


Autostart

Autostart legt fest, ob eine VM automatisch mit dem Host startet.

Beispiel:

VM Autostart
DC01 Ja
DNS01 Ja
FILE01 Ja
TEST01 Nein

Produktive Dienste sollten nach einem Host-Neustart automatisch wieder starten.

Testsysteme müssen nicht unbedingt automatisch starten.


Startreihenfolge

Bei mehreren VMs ist die Startreihenfolge wichtig.

Beispiel:

Reihenfolge VM Grund
1 DC01 Authentifizierung und DNS
2 DB01 Datenbank für Anwendung
3 APP01 Anwendung benötigt Datenbank
4 WEB01 Webserver nutzt Anwendung

Wenn abhängige Systeme zu früh starten, funktionieren Dienste eventuell nicht korrekt.


VM-Konsole

Die VM-Konsole ist der direkte Bildschirmzugriff auf eine virtuelle Maschine.

Nutzen:

Situation Nutzen
OS-Installation Installation durchführen
Netzwerkfehler Zugriff auch ohne RDP/SSH
Bootprobleme Fehlermeldungen sehen
Notfallzugriff Anmeldung direkt an der VM

Remotezugriff auf VMs

Nach der Installation werden VMs oft über normale Verwaltungsprotokolle administriert.

Beispiele:

System Zugriff
Windows Server RDP, PowerShell Remoting
Linux Server SSH
Webserver Browser, SSH
Datenbankserver Datenbankclient, SSH/RDP

Die VM-Konsole ist eher für Installation und Notfälle gedacht.


Snapshot erstellen

Ein Snapshot speichert einen Zustand der VM.

Typische Nutzung:

Situation Grund
Vor Updates Rückkehr möglich
Vor Softwareinstallation Test rückgängig machen
Vor Konfigurationsänderung Fehler absichern
Schulungsumgebung Ausgangszustand wiederherstellen

Snapshot löschen

Snapshots sollten nicht dauerhaft bestehen bleiben.

Warum?

Problem Erklärung
Speicherverbrauch Änderungen wachsen in Snapshot-Dateien
Performanceverlust Mehr Verwaltungsaufwand beim Lesen/Schreiben
Komplexität Lange Snapshot-Ketten werden riskanter
Kein Backup Snapshot liegt meist auf gleichem Storage

Merksatz:

Snapshots nur kurzfristig nutzen und danach wieder entfernen.


Checkpoint

Bei Hyper-V wird häufig der Begriff Checkpoint verwendet.

Ein Checkpoint ist ähnlich wie ein Snapshot.

Es gibt unterschiedliche Arten:

Art Bedeutung
Standard Checkpoint Speichert VM-Zustand für Tests
Production Checkpoint Besser für produktive Systeme geeignet

Auch Checkpoints sind kein Ersatz für Backups.


VM klonen

Beim Klonen wird eine VM kopiert.

Arten:

Clone-Art Erklärung
Full Clone Vollständige unabhängige Kopie
Linked Clone Abhängige Kopie von einer Basis-VM

Typische Nutzung:

Situation Beispiel
Testsystem erstellen Produktivsystem kopieren
Schulungsumgebung Gleiche VM mehrfach bereitstellen
Vorlage nutzen Aus Basis-VM neue Server erstellen

Template verwenden

Ein Template ist eine vorbereitete Vorlage für neue VMs.

Typischer Ablauf:

Schritt Erklärung
Basis-VM installieren Betriebssystem einrichten
Updates installieren System aktualisieren
Grundkonfiguration setzen Zeitzone, Tools, Benutzer
Bereinigen Temporäre Daten entfernen
In Template umwandeln Vorlage erstellen
Neue VM aus Template erzeugen Schnelle Bereitstellung

Warum Templates sinnvoll sind

Vorteil Erklärung
Zeitersparnis Neue VMs schneller bereitstellen
Einheitlichkeit Gleiche Grundkonfiguration
Weniger Fehler Standardisierte Einrichtung
Automatisierung Gut für größere Umgebungen
Dokumentation Klarer Ausgangszustand

VM migrieren

Migration bedeutet, dass eine VM verschoben wird.

Arten:

Art Bedeutung
Cold Migration VM wird ausgeschaltet verschoben
Live Migration Laufende VM wird verschoben
Storage Migration Virtuelle Festplatte wird auf anderen Storage verschoben

Cold Migration

Cold Migration bedeutet:

Die VM wird heruntergefahren und dann verschoben.

Vorteil:

Einfacher und weniger anspruchsvoll.

Nachteil:

Die VM ist währenddessen nicht verfügbar.


Live Migration

Live Migration bedeutet:

Eine laufende VM wird von einem Host auf einen anderen Host verschoben.

Die VM soll dabei weiterlaufen.

Nutzen:

Situation Vorteil
Wartung Host kann ohne VM-Ausfall gewartet werden
Lastverteilung VMs können besser verteilt werden
Hardwaretausch VM kann vorher verschoben werden
Clusterbetrieb Grundlage für flexible Verwaltung

Voraussetzungen für Live Migration

Voraussetzung Erklärung
Mehrere Hosts Es braucht Quell- und Zielhost
Gemeinsamer oder replizierter Storage Zielhost muss VM-Daten erreichen
Netzwerkverbindung RAM-Zustand wird übertragen
Kompatible CPUs VM muss auf Zielhost laufen können
Gemeinsame Verwaltung Hosts müssen im Cluster oder Management eingebunden sein

Storage Migration

Storage Migration verschiebt die virtuellen Festplatten einer VM auf einen anderen Speicher.

Beispiel:

Vorher Nachher
VM-Disk auf Storage A VM-Disk auf Storage B

Nutzen:

Situation Vorteil
Storage wird voll Daten verschieben
Storage wird ersetzt Migration vorbereiten
Performance verbessern VM auf schnelleren Speicher legen
Last verteilen Storage entlasten

VM sichern

VMs müssen regelmäßig gesichert werden.

Mögliche Backuparten:

Backupart Erklärung
Image-basiert Ganze VM wird gesichert
Datei-basiert Einzelne Dateien werden gesichert
Agent-basiert Backupsoftware läuft in der VM
Agentless Backup über Hypervisor
Applikationskonsistent Laufende Anwendungen werden berücksichtigt

Applikationskonsistentes Backup

Ein applikationskonsistentes Backup ist besonders wichtig bei Systemen mit aktiven Daten.

Beispiele:

System Grund
Datenbankserver Schreibvorgänge müssen konsistent sein
Domain Controller Active Directory muss sauber gesichert werden
Mailserver Viele Transaktionen
ERP-System Geschäftsdaten dürfen nicht beschädigt werden

Ein reines Kopieren einer laufenden virtuellen Festplatte kann inkonsistente Daten erzeugen.


VM wiederherstellen

Eine VM kann aus einem Backup wiederhergestellt werden.

Möglichkeiten:

Wiederherstellung Bedeutung
Ganze VM Vollständige VM zurückspielen
Einzelne Datei Datei aus VM-Backup wiederherstellen
Einzelne Disk Nur virtuelle Festplatte wiederherstellen
Instant Recovery VM direkt aus Backup starten
Restore auf neuen Host VM auf anderer Hardware wiederherstellen

Wichtig:

Wiederherstellungen sollten regelmäßig getestet werden.


VM-Monitoring

Virtuelle Maschinen müssen überwacht werden.

Wichtige Werte:

Bereich Messwert
CPU Auslastung, CPU-Ready
RAM Nutzung, Swapping, Ballooning
Storage IOPS, Latenz, freier Speicher
Netzwerk Bandbreite, Paketverlust
Backup Erfolgreich oder fehlgeschlagen
Dienste Läuft die Anwendung?
Snapshots Alte Snapshots vorhanden?
Host Gesamtlast des Virtualisierungshosts

CPU-Ready

CPU-Ready beschreibt, wie lange eine VM auf CPU-Zeit warten muss.

Wenn CPU-Ready hoch ist, möchte die VM rechnen, bekommt aber nicht schnell genug CPU-Zeit vom Host.

Mögliche Ursachen:

Ursache Erklärung
Zu viele VMs Host überlastet
Zu viele vCPUs Schlechte CPU-Planung
Hohe Last auf Host Viele VMs aktiv
Falsche Ressourcenverteilung Kritische VM bekommt zu wenig Ressourcen

Ballooning

Ballooning ist eine Speichertechnik in Virtualisierungsumgebungen.

Dabei wird Speicher aus VMs zurückgeholt, wenn der Host unter RAM-Druck steht.

Das kann sinnvoll sein, zeigt aber auch, dass RAM knapp werden kann.

Merksatz:

Ballooning kann ein Hinweis auf knappe RAM-Ressourcen sein.


Swapping

Swapping bedeutet, dass Arbeitsspeicher auf langsameren Datenträger ausgelagert wird.

Das ist bei VMs problematisch.

Folge:

Die VM wird deutlich langsamer.

Merksatz:

Swapping ist meistens ein schlechtes Zeichen für Performance.


Storage-Monitoring

Bei Virtualisierung ist Storage sehr wichtig.

Viele VMs greifen gleichzeitig auf denselben Speicher zu.

Wichtige Werte:

Wert Bedeutung
Freier Speicher Reicht Platz für VMs und Snapshots?
IOPS Anzahl Speicheroperationen pro Sekunde
Latenz Verzögerung beim Speicherzugriff
Durchsatz Datenmenge pro Sekunde
Snapshot-Größe Wächst ein Snapshot zu stark?

Alte Snapshots erkennen

Alte Snapshots sind ein häufiges Problem.

Risiken:

Risiko Erklärung
Speicher läuft voll Snapshot-Dateien wachsen
Performance sinkt Mehr Verwaltungsaufwand
Backupprobleme Backups können fehlschlagen
Schwierige Konsolidierung Lange Snapshot-Ketten sind riskanter

Gute Praxis:

Snapshots nur kurzfristig verwenden und danach löschen oder konsolidieren.


VM-Rechteverwaltung

Nicht jeder Administrator sollte alle Rechte auf alle VMs haben.

Beispiele für Rollen:

Rolle Rechte
Viewer Nur ansehen
Operator VM starten und stoppen
VM-Admin VM verwalten
Storage-Admin Datenspeicher verwalten
Netzwerk-Admin Virtuelle Netzwerke verwalten
Volladministrator Gesamte Plattform verwalten

Grundprinzip:

Least Privilege
Nur die Rechte vergeben, die wirklich benötigt werden.


Hypervisor-Updates

Auch der Hypervisor muss aktualisiert werden.

Gründe:

Grund Erklärung
Sicherheitsupdates Schwachstellen schließen
Stabilität Fehler beheben
Hardwareunterstützung Neue Hardware unterstützen
Performance Verbesserungen erhalten
Kompatibilität Neue Gastbetriebssysteme unterstützen

In produktiven Umgebungen sollten Updates geplant und getestet werden.


Wartungsmodus

Ein Host kann in den Wartungsmodus versetzt werden.

Bedeutung:

Der Host soll vorübergehend keine produktiven VMs betreiben.

Typischer Ablauf:

Schritt Erklärung
Wartungsmodus aktivieren Host für Wartung vorbereiten
VMs migrieren VMs auf andere Hosts verschieben
Updates installieren Hypervisor aktualisieren
Host neu starten Falls erforderlich
Funktion prüfen Host kontrollieren
Wartungsmodus beenden Host wieder produktiv nutzen

VM-Dokumentation

VMs müssen dokumentiert werden.

Wichtige Angaben:

Bereich Beispiel
VM-Name WEB01
VMID 102
Aufgabe Interner Webserver
Betriebssystem Debian 12
Host / Cluster HV01 oder Cluster01
vCPU 2
RAM 4 GB
Disk 60 GB
Netzwerk VLAN 20
IP-Adresse 192.168.20.30
Backup Täglich
Kritikalität Mittel
Verantwortlich IT-Abteilung
Abhängigkeiten DB01

Abhängigkeiten dokumentieren

VMs sind oft voneinander abhängig.

Beispiel:

VM Benötigt
APP01 DB01
WEB01 APP01
FILE01 DC01 und DNS
BACKUP01 Storage und Netzwerk
MON01 Zugriff auf alle Systeme

Wenn man eine VM wartet oder neu startet, muss man ihre Abhängigkeiten kennen.


Typische Fehler bei VM-Verwaltung

Fehler Auswirkung
Zu viele vCPUs vergeben Performance kann schlechter werden
Zu wenig RAM VM wird langsam
Storage nicht überwacht Datastore läuft voll
Snapshots zu lange behalten Speicher- und Performanceprobleme
Keine Guest Tools installiert Schlechtere Verwaltung
Keine Backups Datenverlust möglich
Keine Dokumentation Fehlersuche wird schwer
Keine Startreihenfolge Dienste starten falsch
Managementzugang offen Sicherheitsrisiko
Kein Monitoring Probleme werden zu spät erkannt

Gute Praxis bei VM-Verwaltung

Empfehlung Grund
VMs sauber benennen Bessere Übersicht
Ressourcen passend planen Stabiler Betrieb
Nicht zu viele vCPUs vergeben Bessere CPU-Planung
RAM ausreichend dimensionieren Vermeidet Swapping
Storage überwachen Verhindert volle Datenspeicher
Snapshots nur kurzfristig nutzen Verhindert Probleme
Guest Tools installieren Bessere Integration
Backups regelmäßig prüfen Wiederherstellung sicherstellen
Dokumentation pflegen Betrieb und Fehlersuche erleichtern
Rechte beschränken Sicherheit erhöhen
Hypervisor aktuell halten Sicherheitslücken schließen

Prüfungsnahes Beispiel

Aufgabe:

Eine VM läuft langsam. Die CPU-Auslastung in der VM ist hoch. Der Host betreibt sehr viele VMs mit vielen zugewiesenen vCPUs.

Frage:

Was könnte die Ursache sein?

Mögliche Antwort:

Eine mögliche Ursache ist CPU-Overcommitment. Es wurden mehr vCPUs an VMs vergeben, als der Host sinnvoll bedienen kann. Dadurch müssen VMs auf CPU-Zeit warten. Man sollte die Host-Auslastung, CPU-Ready-Werte und die Anzahl vergebener vCPUs prüfen.


Prüfungsnahes Beispiel

Aufgabe:

Ein Administrator erstellt vor einem Update einen Snapshot und lässt diesen mehrere Wochen bestehen.

Frage:

Warum ist das problematisch?

Mögliche Antwort:

Snapshots sind nur für kurzfristige Zustände gedacht. Wenn ein Snapshot lange bestehen bleibt, kann er viel Speicher verbrauchen und die Performance verschlechtern. Außerdem ist ein Snapshot kein Backup. Nach erfolgreichem Update sollte der Snapshot gelöscht oder konsolidiert werden.


Prüfungsnahes Beispiel

Aufgabe:

Ein Unternehmen möchte einen Virtualisierungshost warten, ohne die darauf laufenden produktiven VMs auszuschalten.

Frage:

Welche Technik kann helfen?

Mögliche Antwort:

Live Migration kann helfen. Dabei werden laufende VMs auf einen anderen Host verschoben. Voraussetzung sind mehrere Hosts, passende Netzwerkverbindungen, kompatible CPUs und gemeinsamer oder replizierter Storage.


Typische Prüfungsfrage: Was macht ein Hypervisor?

Mögliche Antwort:

Ein Hypervisor verwaltet virtuelle Maschinen und teilt ihnen Ressourcen wie CPU, RAM, Storage und Netzwerk zu. Er ermöglicht, dass mehrere virtuelle Maschinen gleichzeitig auf einem physischen Host laufen.


Typische Prüfungsfrage: Warum sind Guest Tools wichtig?

Mögliche Antwort:

Guest Tools verbessern die Zusammenarbeit zwischen Hypervisor und Gastbetriebssystem. Sie ermöglichen bessere Treiber, sauberes Herunterfahren, Zeitsynchronisation, Anzeige von IP-Adressen und oft bessere Backup- oder Snapshot-Funktionen.


Typische Prüfungsfrage: Was ist ein virtueller Switch?

Mögliche Antwort:

Ein virtueller Switch verbindet virtuelle Maschinen untereinander und mit dem physischen Netzwerk. Er übernimmt innerhalb des Hypervisors eine ähnliche Aufgabe wie ein physischer Switch im Netzwerk.


Typische Prüfungsfrage: Warum ist die Startreihenfolge von VMs wichtig?

Mögliche Antwort:

Viele Serverdienste hängen voneinander ab. Ein Applikationsserver benötigt zum Beispiel zuerst die Datenbank, und viele Windows-Server benötigen DNS oder Domain Controller. Wenn VMs in falscher Reihenfolge starten, können Dienste fehlerhaft starten.


Typische Prüfungsfrage: Was ist CPU-Overcommitment?

Mögliche Antwort:

CPU-Overcommitment bedeutet, dass mehr virtuelle CPUs an VMs vergeben werden, als physische CPU-Kerne vorhanden sind. Das kann funktionieren, solange nicht alle VMs gleichzeitig viel CPU-Leistung benötigen. Bei hoher Last kann es aber zu Wartezeiten und Performanceproblemen kommen.


Typische Prüfungsfrage: Was ist RAM-Overcommitment?

Mögliche Antwort:

RAM-Overcommitment bedeutet, dass mehr Arbeitsspeicher an VMs vergeben wird, als physisch vorhanden ist. Das ist riskant, weil fehlender RAM zu Ballooning oder Swapping führen kann. Dadurch werden VMs oft stark langsamer.


Typische Prüfungsfrage: Was ist ein Template?

Mögliche Antwort:

Ein Template ist eine vorbereitete Vorlage für neue virtuelle Maschinen. Es enthält ein installiertes und vorkonfiguriertes Betriebssystem. Dadurch können neue VMs schneller und einheitlicher erstellt werden.


Typische Prüfungsfrage: Was ist der Unterschied zwischen Snapshot und Backup?

Snapshot Backup
Kurzfristiger Zustand einer VM Langfristige Datensicherung
Liegt meist auf demselben Storage Kann separat gespeichert werden
Für Updates und Tests geeignet Für Wiederherstellung nach Datenverlust
Kein Ersatz für Backup Echte Sicherung

Wichtige Begriffe

Begriff Kurz erklärt
Hypervisor Virtualisierungsschicht
Typ-1-Hypervisor Läuft direkt auf Hardware
Typ-2-Hypervisor Läuft auf Betriebssystem
Host Physischer Virtualisierungsserver
Guest Virtuelle Maschine
VM Virtuelle Maschine
VMID Eindeutige technische VM-Nummer
vCPU Virtuelle CPU
vRAM Virtueller Arbeitsspeicher
vDisk Virtuelle Festplatte
vNIC Virtuelle Netzwerkkarte
Virtueller Switch Verbindet VMs mit Netzwerken
Bridge Verbindung zwischen virtueller und physischer Netzwerkwelt
VLAN Logische Netztrennung
ISO Installationsabbild
Guest Tools Zusatztools für bessere VM-Integration
Snapshot Kurzfristig gespeicherter VM-Zustand
Checkpoint Snapshot-ähnliche Funktion bei Hyper-V
Clone Kopie einer VM
Template Vorlage für neue VMs
Live Migration Laufende VM verschieben
Cold Migration Ausgeschaltete VM verschieben
Storage Migration Virtuelle Festplatte verschieben
CPU-Ready Wartezeit auf CPU-Zeit
Ballooning Speicher wird aus VM zurückgeholt
Swapping RAM wird auf Datenträger ausgelagert
Wartungsmodus Host für Wartung vorbereiten

Wichtige Merksätze

Der Hypervisor verwaltet virtuelle Maschinen und verteilt Ressourcen.

Ein Typ-1-Hypervisor läuft direkt auf der Hardware.

Ein Typ-2-Hypervisor läuft auf einem vorhandenen Betriebssystem.

Eine VM sollte nur so viele Ressourcen bekommen, wie sie sinnvoll benötigt.

Zu viele vCPUs können die Performance verschlechtern.

RAM-Mangel führt häufig zu starken Performanceproblemen.

Snapshots sind nur kurzfristig sinnvoll und kein Backup.

Guest Tools verbessern Verwaltung, Performance und Integration.

Live Migration ermöglicht Wartung ohne Abschalten laufender VMs.

VMs müssen genauso dokumentiert, überwacht und gesichert werden wie physische Server.


Kurzzusammenfassung

Der Hypervisor ist die zentrale Komponente einer Virtualisierungsumgebung.

Er stellt virtuelle Hardware bereit, verwaltet virtuelle Maschinen und verteilt Ressourcen wie CPU, RAM, Storage und Netzwerk.

Wichtige Verwaltungsaufgaben sind:

Aufgabe Bedeutung
VM erstellen Neue virtuelle Maschine anlegen
Ressourcen planen CPU, RAM, Disk und Netzwerk passend zuweisen
Betriebssystem installieren Gastbetriebssystem einrichten
Guest Tools installieren Integration verbessern
Snapshots nutzen Kurzfristige Absicherung bei Änderungen
Backups einrichten Echte Wiederherstellung ermöglichen
Migration durchführen VMs verschieben
Monitoring nutzen Auslastung und Probleme erkennen
Dokumentation pflegen Betrieb nachvollziehbar machen
Rechte verwalten Sicherheit erhöhen

Für die IHK ist besonders wichtig:

Thema Kerngedanke
Hypervisor Verwaltet VMs
Typ-1 / Typ-2 Direkt auf Hardware oder auf Betriebssystem
VM-Ressourcen vCPU, vRAM, vDisk, vNIC
Snapshots Kein Backup
Migration VM kann verschoben werden
Guest Tools Bessere Integration
Monitoring Performanceprobleme erkennen
Dokumentation Professioneller Betrieb

Der nächste logische Schritt ist:

Storage, Snapshots und Backups bei VMs