4.2 DMA und IRQ
Definition
DMA und IRQ sind Verfahren zur Steuerung der Datenübertragung und Gerätekommunikation im Computersystem.
DMA
DMA steht für Direct Memory Access.
DMA ermöglicht einem Gerät den direkten Zugriff auf den Arbeitsspeicher, ohne dass die CPU jeden einzelnen Datentransfer selbst ausführen muss.
Aufgabe von DMA
DMA entlastet die CPU bei Datenübertragungen.
Beispiele:
- Festplattencontroller
- Netzwerkkarte
- Soundkarte
- Grafikkarte
IRQ
IRQ steht für Interrupt Request.
Ein IRQ ist eine Unterbrechungsanforderung eines Geräts an die CPU.
Aufgabe von IRQ
Ein Gerät meldet der CPU über einen IRQ, dass es Aufmerksamkeit benötigt.
Beispiele:
- Tastatureingabe
- Mausklick
- Netzwerkanfrage
- Datenübertragung abgeschlossen
Vergleich
| Begriff | Bedeutung | Aufgabe |
|---|---|---|
| DMA | Direct Memory Access | direkter Speicherzugriff |
| IRQ | Interrupt Request | Unterbrechungsanforderung an die CPU |
Merksatz
- DMA entlastet die CPU beim Datentransfer.
- IRQ meldet der CPU, dass ein Gerät Aufmerksamkeit benötigt.
Prüfungshinweis
In IHK-Aufgaben wird häufig gefragt, ob ein Gerät Daten direkt übertragen kann oder ob es die CPU per Interrupt informiert.
Typische Fehler:
- DMA und IRQ verwechseln.
- DMA als Unterbrechung verstehen.
- IRQ als Speicherzugriff verstehen.
Quellen
- IT-Handbuch für Fachinformatiker