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Seite 6.2 Merksätze zu Kapitel 1 bis 5

Hinweis

Dieses Kapitel ist kein eigener Bereich im IHK/ZPA-Prüfungskatalog.

Es dient nur zur schnellen Wiederholung der offiziellen WISO-Themen aus Kapitel 1 bis 5.


Kapitel 1 – Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht

Duales Ausbildungssystem

  • Duale Ausbildung bedeutet: Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule.
  • Der Betrieb vermittelt die praktische Ausbildung.
  • Die Berufsschule vermittelt theoretische und allgemeinbildende Inhalte.
  • Die IHK überwacht die Ausbildung und organisiert Prüfungen.

Merksatz

Duales System = Betrieb + Berufsschule + IHK-Prüfung.


Ausbildungsvertrag

  • Der Ausbildungsvertrag ist die rechtliche Grundlage der Ausbildung.
  • Er regelt unter anderem Ausbildungsberuf, Beginn, Dauer, Probezeit, Vergütung, Urlaub und Kündigungsbedingungen.
  • Bei minderjährigen Auszubildenden müssen die gesetzlichen Vertreter mit unterschreiben.
  • Die Probezeit muss mindestens 1 Monat und höchstens 4 Monate dauern.

Merksatz

Der Ausbildungsvertrag regelt: Wer bildet wen, worin, wie lange und unter welchen Bedingungen aus?


Rechte und Pflichten in der Ausbildung

Auszubildende müssen:

  • lernen
  • Berufsschule besuchen
  • Berichtsheft führen
  • Weisungen beachten
  • sorgfältig arbeiten
  • Betriebsgeheimnisse wahren

Ausbildende müssen:

  • ausbilden
  • Vergütung zahlen
  • Ausbildungsmittel bereitstellen
  • für Berufsschule und Prüfung freistellen
  • Berichtsheft kontrollieren

Merksatz

Der Azubi muss lernen wollen.
Der Betrieb muss Ausbildung ermöglichen.


Kündigung in der Ausbildung

  • Während der Probezeit kann jederzeit ohne Kündigungsfrist gekündigt werden.
  • Nach der Probezeit kann der Betrieb nur aus wichtigem Grund fristlos kündigen.
  • Der Auszubildende kann mit 4 Wochen Frist kündigen, wenn er die Ausbildung aufgeben oder den Beruf wechseln möchte.
  • Die Ausbildung endet normalerweise mit Bestehen der Abschlussprüfung oder mit Ablauf der Ausbildungszeit.

Merksatz

In der Probezeit ist Kündigung einfach.
Nach der Probezeit braucht der Betrieb einen wichtigen Grund.


Arbeitsvertrag

  • Der Arbeitnehmer schuldet Arbeitsleistung.
  • Der Arbeitgeber schuldet Vergütung.
  • Arbeitnehmer haben Treuepflicht, Sorgfaltspflicht und Verschwiegenheitspflicht.
  • Arbeitgeber haben Vergütungspflicht, Fürsorgepflicht und Arbeitsschutzpflicht.

Merksatz

Arbeitnehmer arbeiten und nehmen Rücksicht.
Arbeitgeber bezahlen und schützen.


Arbeitszeit, Urlaub und Krankheit

  • Die tägliche Arbeitszeit beträgt grundsätzlich höchstens 8 Stunden pro Werktag.
  • Eine Verlängerung auf bis zu 10 Stunden ist möglich, wenn Ausgleich erfolgt.
  • Bei mehr als 6 Stunden Arbeit sind mindestens 30 Minuten Pause nötig.
  • Bei mehr als 9 Stunden Arbeit sind mindestens 45 Minuten Pause nötig.
  • Krankheit muss unverzüglich gemeldet werden.
  • Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall gibt es grundsätzlich bis zu 6 Wochen.

Merksatz

Mehr als 6 Stunden Arbeit = Pause ist Pflicht.


Tarifrecht

  • Tarifverträge regeln Arbeitsbedingungen.
  • Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer.
  • Arbeitgeberverbände vertreten Arbeitgeber.
  • Tarifautonomie bedeutet, dass Tarifparteien Tarifverträge selbstständig aushandeln.
  • Arbeitskampfmittel sind zum Beispiel Streik und Aussperrung.

Merksatz

Tarifvertrag = kollektiv ausgehandelte Arbeitsbedingungen.


Betriebsrat und JAV

  • Der Betriebsrat vertritt die Arbeitnehmer im Betrieb.
  • Die JAV vertritt Jugendliche und Auszubildende.
  • Eine JAV gibt es nur, wenn es einen Betriebsrat gibt und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
  • Betriebsvereinbarungen werden zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat geschlossen.

Merksatz

Betriebsrat = Beschäftigte.
JAV = Azubis und Jugendliche.


Sozialversicherung

Die fünf Zweige der Sozialversicherung sind:

  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Unfallversicherung

Merksatz

Kranken, Pflege, Rente, Arbeitslosigkeit, Unfall.


Entgeltabrechnung

  • Brutto ist der Verdienst vor Abzügen.
  • Netto ist der Auszahlungsbetrag nach Abzügen.
  • Abzüge können Lohnsteuer, Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträge sein.
  • Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt der Arbeitgeber allein.

Merksatz

Brutto ist vor Abzug.
Netto ist nach Abzug.


Lebenslanges Lernen

  • IT-Berufe verändern sich schnell.
  • Neue Technik, IT-Sicherheit, Cloud, Automatisierung und KI machen Weiterbildung wichtig.
  • Fortbildung baut auf einem Beruf auf.
  • Umschulung führt zu einem neuen Beruf.

Merksatz

In der IT ist Lernen keine Phase, sondern Daueraufgabe.


Kapitel 2 – Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

Betrieb und Unternehmen

  • Ein Betrieb ist eine organisatorische Einheit.
  • Ein Unternehmen ist eine rechtliche und wirtschaftliche Einheit.
  • Ein Unternehmen kann aus mehreren Betrieben bestehen.
  • IT-Dienstleister gehören meistens zum tertiären Sektor.

Merksatz

Betrieb = wo gearbeitet wird.
Unternehmen = rechtliche und wirtschaftliche Einheit.


Wirtschaftssektoren

  • Primärer Sektor = Rohstoffgewinnung.
  • Sekundärer Sektor = Produktion und Verarbeitung.
  • Tertiärer Sektor = Dienstleistungen.

Merksatz

Primär = Rohstoffe.
Sekundär = Produktion.
Tertiär = Dienstleistung.


Rechtsformen

  • Einzelunternehmen: Inhaber haftet persönlich.
  • GbR: mindestens zwei Personen mit gemeinsamem Zweck.
  • OHG: Gesellschafter haften persönlich und unbeschränkt.
  • KG: Komplementär haftet voll, Kommanditist beschränkt.
  • GmbH: Haftung grundsätzlich mit Gesellschaftsvermögen.
  • AG: Kapitalgesellschaft mit Aktien.
  • GmbH & Co. KG: KG mit GmbH als Komplementär.

Merksatz

Personengesellschaft = Personen stehen im Vordergrund.
Kapitalgesellschaft = Kapital und Gesellschaftsvermögen stehen im Vordergrund.


Organisationsformen

  • Einliniensystem: jeder Mitarbeiter hat einen direkten Vorgesetzten.
  • Mehrliniensystem: Mitarbeiter können mehrere Vorgesetzte haben.
  • Stabliniensystem: Linie plus beratende Experten.
  • Spartenorganisation: Gliederung nach Produkten, Kunden oder Regionen.
  • Matrixorganisation: Fachabteilung plus Projektstruktur.

Merksatz

Einlinie = eine Linie.
Mehrlinie = mehrere Vorgesetzte.
Stablinie = Linie plus Beratung.
Matrix = Fachbereich plus Projekt.


Wirtschaftliche Verflechtungen

  • Konzern: mehrere rechtlich selbstständige Unternehmen unter gemeinsamer Leitung.
  • Fusion: Unternehmen schließen sich zusammen.
  • Kartell: Unternehmen treffen Wettbewerbsabsprachen.

Merksatz

Konzern = gemeinsame Leitung.
Fusion = Zusammenschluss.
Kartell = Absprache gegen Wettbewerb.


Unternehmensziele

  • Ökonomische Ziele betreffen Gewinn, Umsatz und Kosten.
  • Ökologische Ziele betreffen Umwelt und Ressourcen.
  • Soziale Ziele betreffen Menschen und Arbeitsbedingungen.
  • Zielkonflikte entstehen, wenn Ziele sich gegenseitig behindern.

Merksatz

Unternehmen haben wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele.


Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Rentabilität

  • Produktivität = Ausbringungsmenge / Einsatzmenge.
  • Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand.
  • Rentabilität = Gewinn / eingesetztes Kapital × 100.

Merksatz

Produktivität = Menge.
Wirtschaftlichkeit = Ertrag zu Aufwand.
Rentabilität = Gewinn zu Kapital.


Arbeitsteilung

  • Arbeitsteilung bedeutet, dass Aufgaben aufgeteilt werden.
  • Betriebliche Arbeitsteilung findet innerhalb eines Betriebs statt.
  • Gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung findet zwischen Betrieben, Branchen oder Ländern statt.
  • Arbeitsteilung erhöht Spezialisierung, schafft aber auch Abhängigkeiten.

Merksatz

Arbeitsteilung macht spezialisiert, aber auch abhängig.


Globalisierung

  • Globalisierung bedeutet weltweite Vernetzung von Märkten, Unternehmen, Lieferketten und Kommunikation.
  • Vorteile sind größere Märkte, internationale Zusammenarbeit und günstigere Beschaffung.
  • Risiken sind Abhängigkeiten, Datenschutzprobleme und Lieferkettenstörungen.

Merksatz

Globalisierung verbindet Märkte weltweit.


Soziale Marktwirtschaft

  • Die soziale Marktwirtschaft verbindet freien Wettbewerb mit sozialem Ausgleich.
  • Der Staat setzt Regeln und schützt Arbeitnehmer, Verbraucher und Wettbewerb.
  • Sozialversicherung, Arbeitsschutz und Mitbestimmung gehören zum sozialen Ausgleich.

Merksatz

Soziale Marktwirtschaft = Wettbewerb plus soziale Absicherung.


Verbände und Organisationen

  • Arbeitgeberverbände vertreten Arbeitgeber.
  • Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmer.
  • Die IHK ist zuständige Stelle für Ausbildung und Prüfung.
  • Prüfungsausschüsse wirken ehrenamtlich an Prüfungen mit.

Merksatz

Gewerkschaft = Arbeitnehmer.
Arbeitgeberverband = Arbeitgeber.
IHK = Ausbildung und Prüfung.


Behörden und Verwaltungen

  • Behörden setzen staatliche Aufgaben und Vorschriften um.
  • Finanzamt ist für Steuern zuständig.
  • Agentur für Arbeit unterstützt bei Arbeit, Beruf und Arbeitslosigkeit.
  • Berufsgenossenschaft ist Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.
  • Arbeitsschutzbehörden überwachen Arbeitsschutzvorschriften.

Merksatz

Behörde = staatliche Stelle.
Verwaltung = öffentliche Aufgaben erledigen.


Kapitel 3 – Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit

Arbeitsschutz

  • Arbeitsschutz schützt Leben und Gesundheit der Beschäftigten.
  • Der Arbeitgeber muss Gefährdungen beurteilen und Schutzmaßnahmen treffen.
  • Beschäftigte müssen Sicherheitsregeln beachten und Gefahren melden.

Merksatz

Arbeitsschutz bedeutet: Gefahren erkennen, vermeiden und Gesundheit schützen.


Gefährdungsbeurteilung

  • Eine Gefährdungsbeurteilung prüft, welche Gefahren am Arbeitsplatz bestehen.
  • Danach werden Schutzmaßnahmen festgelegt.
  • Die Wirksamkeit der Maßnahmen muss geprüft werden.

Merksatz

Gefährdungsbeurteilung = Gefahr erkennen, Risiko bewerten, Schutzmaßnahme festlegen.


Gefährdungsarten

  • Mechanisch: Stolpern, Quetschen, Schneiden.
  • Elektrisch: Stromschlag, defekte Kabel.
  • Thermisch: Hitze, Brand, Kälte.
  • Chemisch: Toner, Reinigungsmittel, Akkus.
  • Ergonomisch: schlechte Haltung, falsche Monitorhöhe.
  • Akustisch: Lärm.
  • Psychisch: Stress, Zeitdruck, Überforderung.

Merksatz

Gefährdungen können körperlich, technisch, chemisch, ergonomisch, akustisch oder psychisch sein.


Belastung und Beanspruchung

  • Belastung ist die äußere Einwirkung auf den Menschen.
  • Beanspruchung ist die individuelle Wirkung dieser Belastung.
  • Gleiche Belastung kann Menschen unterschiedlich stark beanspruchen.

Merksatz

Belastung kommt von außen.
Beanspruchung wirkt innen.


Fürsorgepflicht

  • Der Arbeitgeber muss Leben, Gesundheit und berechtigte Interessen der Beschäftigten schützen.
  • Dazu gehören sichere Arbeitsmittel, Unterweisungen, Ergonomie und Schutz vor Überlastung.

Merksatz

Fürsorgepflicht = Arbeitgeber muss Beschäftigte schützen.


Ergonomie

  • Ergonomie bedeutet, dass der Arbeitsplatz an den Menschen angepasst wird.
  • Wichtig sind Monitorhöhe, Sitzhaltung, Tischhöhe, Beleuchtung, Tastatur und Maus.
  • Gute Ergonomie verhindert Rücken-, Nacken- und Augenbeschwerden.

Merksatz

Ergonomie = Arbeitsplatz an den Menschen anpassen.


Fluchtwege und Notausgänge

  • Fluchtwege müssen frei, gekennzeichnet und jederzeit nutzbar sein.
  • Notausgänge dürfen nicht blockiert oder zugestellt werden.
  • Brandschutztüren dürfen nicht offen verkeilt werden.

Merksatz

Fluchtwege sind keine Lagerflächen.


Schutzart und Schutzklasse

  • Schutzart beschreibt Schutz gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser.
  • Schutzklasse beschreibt Schutz gegen elektrischen Schlag.
  • IP-Code: erste Ziffer = Fremdkörper/Berührung, zweite Ziffer = Wasser.

Merksatz

Schutzart = Staub und Wasser.
Schutzklasse = elektrischer Schlag.


Sicherheitszeichen

  • Rot bedeutet Verbot oder Brandschutz.
  • Blau bedeutet Gebot.
  • Gelb bedeutet Warnung.
  • Grün bedeutet Rettung oder Erste Hilfe.

Merksatz

Rot, Blau, Gelb, Grün: Verbot/Brand, Gebot, Warnung, Rettung.


Unfallverhalten

  • Eigenschutz geht vor Fremdhilfe.
  • Unfallstelle sichern.
  • Erste Hilfe leisten.
  • Notruf absetzen.
  • Unfall dokumentieren.
  • Meldekette beachten.

Merksatz

Erst Eigenschutz, dann helfen.


Notruf

  • 112 = Feuerwehr und Rettungsdienst.
  • 110 = Polizei.
  • Beim Notruf: Wo, Was, Wie viele, Welche Verletzungen, Warten.

Merksatz

112 rettet.
110 Polizei.
Beim Notruf warten, nicht selbst auflegen.


Brandschutz

  • Ein Brand braucht brennbaren Stoff, Sauerstoff und Zündquelle.
  • Menschenrettung geht vor Sachrettung.
  • Im Brandfall keinen Aufzug benutzen.
  • Türen und Fenster schließen, wenn gefahrlos möglich.
  • Sammelplatz aufsuchen.

Merksatz

Brandfall: melden, warnen, retten, flüchten, sammeln.


Brandklassen

  • A = feste Stoffe.
  • B = flüssige oder flüssig werdende Stoffe.
  • C = Gase.
  • D = Metalle.

Merksatz

A = Aschebildende feste Stoffe.
B = Brennbare Flüssigkeiten.
C = Gase.
D = Metalle.


Kapitel 4 – Umweltschutz

Umweltschutz im Betrieb

  • Umweltschutz bedeutet, Umweltbelastungen zu erkennen, zu reduzieren und zu vermeiden.
  • IT-Betriebe belasten die Umwelt durch Strom, Hardware, Druck, Kühlung, Verpackungen und Elektroschrott.
  • Auch Auszubildende können durch bewusstes Verhalten zum Umweltschutz beitragen.

Merksatz

Umweltschutz beginnt im Alltag.


Umweltbelastungen durch IT-Prozesse

  • Serverräume verbrauchen viel Strom.
  • IT-Geräte erzeugen Wärme.
  • Kühlung braucht zusätzliche Energie.
  • USV-Anlagen erhöhen Verfügbarkeit, verursachen aber Akku- und Energieaufwand.
  • Cloud-Dienste verbrauchen ebenfalls Strom in Rechenzentren.

Merksatz

IT wirkt sauber, verbraucht aber Energie und Ressourcen.


USV-Anlagen

  • USV bedeutet unterbrechungsfreie Stromversorgung.
  • Sie schützt Systeme bei Stromausfall.
  • Sie enthält Akkus und verbraucht Energie.
  • Akkus müssen fachgerecht entsorgt werden.

Merksatz

USV = mehr Verfügbarkeit, aber auch mehr Energie- und Akkuaufwand.


Energie- und Ressourcenverwendung

  • Rationelle Energieverwendung bedeutet, Energie sinnvoll und sparsam einzusetzen.
  • Unnötige Gerätelaufzeiten sollen vermieden werden.
  • Standby-Verbrauch kann sich bei vielen Geräten stark summieren.
  • Geräte sollten langlebig, reparierbar und energieeffizient sein.

Merksatz

Nicht benötigte Geräte verbrauchen unnötig Strom.


Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

  • Rohstoffe sind Grundmaterialien.
  • Hilfsstoffe unterstützen Prozesse.
  • Betriebsstoffe werden für den Betrieb benötigt.
  • Beispiele für Betriebsstoffe sind Strom, Wasser, Kühlmittel, Toner und Kraftstoffe.

Merksatz

Rohstoffe, Hilfsstoffe und Betriebsstoffe sollen sparsam verwendet werden.


Speicher- und Printmedien

  • Printmedien sind Papier, Ausdrucke, Toner und Druckerkartuschen.
  • Speichermedien sind Festplatten, SSDs, USB-Sticks und Backup-Medien.
  • Speichermedien müssen wegen Datenschutz besonders sorgfältig entsorgt werden.
  • Einfaches Löschen reicht oft nicht aus.

Merksatz

Datenträger nie einfach wegwerfen.


Recycling und Wiederverwendung

  • Wiederverwendung bedeutet, ein Produkt erneut zu nutzen.
  • Recycling bedeutet, Material aufzubereiten und als Rohstoff wiederzuverwenden.
  • Abfallvermeidung ist besser als Recycling.

Merksatz

Vermeiden vor Wiederverwenden vor Recyceln vor Entsorgen.


Abfalltrennung und Entsorgung

  • Elektroschrott gehört nicht in den Restmüll.
  • Akkus und Batterien müssen getrennt gesammelt werden.
  • Kabel enthalten wertvolle Rohstoffe.
  • Toner und Druckerkartuschen sollen fachgerecht gesammelt werden.
  • Datenträger müssen sicher gelöscht oder vernichtet werden.

Merksatz

IT-Abfälle brauchen richtige Trennung, Datenschutz und fachgerechte Entsorgung.


Duales System bei Verpackungen

  • Das Duale System betrifft Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen.
  • Es darf nicht mit dem dualen Ausbildungssystem verwechselt werden.

Merksatz

Duales System bei Verpackungen = Mülltrennung.
Duale Ausbildung = Betrieb und Berufsschule.


Emission und Immission

  • Emission bedeutet, dass etwas von einer Quelle abgegeben wird.
  • Immission bedeutet, dass diese Einwirkung bei Menschen oder Umwelt ankommt.

Merksatz

Emission geht raus.
Immission kommt an.


Nachhaltigkeit

  • Nachhaltigkeit umfasst ökologische, ökonomische und soziale Aspekte.
  • Beim Einkauf zählt nicht nur der Anschaffungspreis.
  • Total Cost of Ownership bedeutet Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer.
  • Lieferanten können nach Nachhaltigkeit, Rücknahme, Reparatur und Verpackung bewertet werden.

Merksatz

Nachhaltig heißt: langfristig sinnvoll, nicht nur kurzfristig billig.


Rechtsfolgen bei Umweltverstößen

  • Umweltverstöße können Bußgelder, Auflagen, Schadensersatz, Strafverfahren und Imageschäden verursachen.
  • Falsche Entsorgung kann rechtliche, wirtschaftliche und organisatorische Folgen haben.

Merksatz

Umweltschutz ist nicht freiwillig egal, sondern kann rechtliche Folgen haben.


Kapitel 5 – Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien

Wertschätzende Zusammenarbeit

  • Wertschätzende Zusammenarbeit bedeutet respektvoll, fair und sachlich miteinander zu arbeiten.
  • Beiträge aller Teammitglieder sollen anerkannt werden.
  • Gute Zusammenarbeit braucht Kommunikation, Zuverlässigkeit und gemeinsame Verantwortung.

Merksatz

Gute Teamarbeit ist fachlich und menschlich.


Interdisziplinarität

  • Interdisziplinarität bedeutet Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche.
  • IT-Projekte betreffen oft Datenschutz, Einkauf, Fachabteilungen, Betriebsrat und Geschäftsführung.

Merksatz

IT betrifft selten nur IT.


Interkulturalität

  • Interkulturalität bedeutet respektvoller Umgang mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen.
  • Wichtig sind Offenheit, klare Kommunikation und keine Vorurteile.

Merksatz

Interkulturalität = Unterschiede respektvoll berücksichtigen.


Digitale Medien

  • Digitale Medien müssen bewusst, sicher und rechtlich korrekt genutzt werden.
  • Vor dem Speichern, Darstellen und Weitergeben muss geprüft werden, ob der Inhalt erlaubt und der Empfänger berechtigt ist.
  • Screenshots, Cloud-Links und E-Mails können sensible Daten enthalten.

Merksatz

Vor dem Teilen prüfen: Inhalt, Zweck, Empfänger.


Persönlichkeitsrechte

  • Persönlichkeitsrechte schützen Würde, Privatsphäre und persönliche Daten.
  • Fotos, Videos, Screenshots und personenbezogene Informationen dürfen nicht unbedacht veröffentlicht werden.
  • Das Recht am eigenen Bild muss beachtet werden.

Merksatz

Andere Menschen digital nicht bloßstellen.


Informationstechnische Schutzziele

  • Vertraulichkeit: Nur Berechtigte dürfen Informationen sehen.
  • Integrität: Informationen bleiben korrekt und unverändert.
  • Verfügbarkeit: Systeme und Informationen sind nutzbar.
  • Authentizität: Absender, Nutzer oder Systeme sind echt.
  • Nachvollziehbarkeit: Vorgänge können später geprüft werden.

Merksatz

V-I-V merken: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit.


Dienstliche E-Mails

  • Dienstliche E-Mails sollen kurz, zielführend, höflich, korrekt und sicher sein.
  • Empfänger, CC, BCC und Anhänge müssen geprüft werden.
  • Passwörter gehören nicht im Klartext in E-Mails.

Merksatz

Vor dem Senden prüfen: Empfänger, Inhalt, Anhang.


Netiquette

  • Netiquette bedeutet höfliche Umgangsformen in digitaler Kommunikation.
  • Man bleibt sachlich, respektvoll und verständlich.
  • Keine Beleidigungen, keine unnötigen Nachrichtenfluten, keine vertraulichen Inhalte in öffentlichen Kanälen.

Merksatz

Netiquette = gutes Benehmen online.


Social Media

  • Äußerungen über Arbeitgeber, Kunden und Kollegen können arbeitsrechtliche oder juristische Folgen haben.
  • Interne Informationen, Kundendaten und Geschäftsgeheimnisse dürfen nicht veröffentlicht werden.

Merksatz

Privat gepostet kann berufliche Folgen haben.


Social Engineering

  • Social Engineering manipuliert Menschen, um Informationen oder Zugang zu bekommen.
  • Methoden sind Phishing, Vishing, Smishing, CEO-Fraud, Tailgating und USB-Drop.
  • Passwörter dürfen niemals weitergegeben werden.

Merksatz

Social Engineering greift den Menschen an.


Compliance

  • Compliance bedeutet, Gesetze, interne Regeln und ethische Grundsätze einzuhalten.
  • Im IT-Bereich betrifft das Datenschutz, Lizenzen, Passwörter, Zugriffsrechte und Sicherheitsmeldungen.

Merksatz

Compliance = Regeln einhalten.


Diversity und Gender-Neutralität

  • Diversity bedeutet Vielfalt.
  • Menschen sollen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter, Behinderung, Sprache oder Erfahrung fair behandelt werden.
  • Gender-neutrale Sprache kann helfen, niemanden unnötig auszuschließen.

Merksatz

Diversity = Vielfalt respektieren.


Ethische Aspekte bei IT-Lösungen

  • IT-Lösungen müssen nicht nur technisch funktionieren.
  • Sie müssen rechtlich, ethisch, fair und nachvollziehbar sein.
  • Dauerhafte Überwachung, Diskriminierung und unnötige Datensammlung sind problematisch.

Merksatz

Technisch möglich heißt nicht automatisch erlaubt oder richtig.


Super-Kurz-Merksätze für die Prüfung

  • Duales System = Betrieb + Berufsschule.
  • Ausbildungsvertrag = rechtliche Grundlage der Ausbildung.
  • Probezeit Ausbildung = 1 bis 4 Monate.
  • Azubi muss lernen, Betrieb muss ausbilden.
  • Brutto vor Abzug, Netto nach Abzug.
  • Sozialversicherung = Kranken, Pflege, Rente, Arbeitslosigkeit, Unfall.
  • Gewerkschaft = Arbeitnehmer.
  • Arbeitgeberverband = Arbeitgeber.
  • Betrieb = organisatorische Einheit.
  • Unternehmen = rechtliche und wirtschaftliche Einheit.
  • Primär = Rohstoffe.
  • Sekundär = Produktion.
  • Tertiär = Dienstleistung.
  • GmbH haftet grundsätzlich mit Gesellschaftsvermögen.
  • Einliniensystem = ein Vorgesetzter.
  • Kartell = verbotene Wettbewerbsabsprache.
  • Produktivität = Menge.
  • Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand.
  • Rentabilität = Gewinn / Kapital × 100.
  • Arbeitsschutz schützt Leben und Gesundheit.
  • Belastung kommt von außen, Beanspruchung ist die Wirkung.
  • Ergonomie = Arbeitsplatz an Menschen anpassen.
  • Fluchtwege immer freihalten.
  • 112 = Feuerwehr und Rettungsdienst.
  • 110 = Polizei.
  • Menschenrettung vor Sachrettung.
  • Schutzart = Wasser und Fremdkörper.
  • Schutzklasse = elektrischer Schlag.
  • Rot = Verbot oder Brandschutz.
  • Blau = Gebot.
  • Gelb = Warnung.
  • Grün = Rettung.
  • IT verbraucht Strom, Hardware und Kühlung.
  • USV schützt vor Stromausfall, braucht aber Akkus.
  • Datenträger sicher löschen oder vernichten.
  • Abfallvermeidung ist besser als Recycling.
  • Emission geht raus, Immission kommt an.
  • Nachhaltigkeit = ökologisch, ökonomisch, sozial.
  • Digitale Medien bewusst und sicher nutzen.
  • Persönlichkeitsrechte auch digital schützen.
  • Vertraulichkeit = nur Berechtigte.
  • Integrität = unverändert.
  • Verfügbarkeit = nutzbar.
  • Social Engineering manipuliert Menschen.
  • Compliance = Regeln einhalten.
  • Diversity = Vielfalt respektieren.
  • IT muss rechtlich und ethisch passen.